„Offene Briefe“ und Verleumdungen im Netz

Warum man beim Googeln manchmal „Rudolf Ebertshäuser“ zusammen mit „Irrlehrer“ findet

 

 

Wenn Leser im Internet nach „Rudolf Ebertshäuser“ suchen, dann stoßen sie zwischen vielen sachlichen Links auch auf Schlagzeilen wie „Warnung vor Rudolf Ebertshäuser“, auf polemische „Offene Briefe“ an mich oder auf Beiträge, in denen ich als „Irrlehrer“ bezeichnet werde. Das hat manche suchenden Menschen verunsichert, und ich wurde auch schon gefragt, weshalb ich auf solche Vorwürfe nicht antworte.

Ich habe auf solche unsachlichen Anschuldigungen in der Vergangenheit bewußt nicht geantwortet und möchte mich auch künftig nicht in Streitereien mit solchen Menschen abgeben, denn die Bibel warnt uns davor:

Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, daß man nicht um Worte streiten soll, was zu nichts nütze ist als zur Verwirrung der Zuhörer. Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. (2Tim 2,14-15)

Die törichten und unverständigen Streitfragen aber weise zurück, da du weißt, daß sie nur Streit erzeugen. Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen. (2Tim 2,23-26)

 

Der Dienst der Warnung vor echten Verführern ist umkämpft

Es gehört zu den Prüfungen dazu, die ein Diener des Herrn ertragen darf und muß, wenn er klar Stellung bezieht und vor wirklichen Verführungen und Irrlehrern warnt, daß er von verdrehten und verwirrten Menschen angegriffen wird, die ihm fälschlich das Etikett „Verführer“ und „Irrlehrer“ anhängen wollen. So erging es übrigens schon unserem Herrn Jesus (vgl. Mt 27,63) und auch dem Apostel Paulus (vgl. 2Kor 6,8).

Wirkliche Irrlehre und Verführung besteht in bösen Lehren, die die Wahrheit der Bibel so verdrehen und verfälschen, daß Menschen dadurch ernsten Schaden erleiden oder gar das Heil verfehlen. Solche echten Irrlehren sind etwa die gottlose liberale Bibelkritik, die Leugnung des stellvertretenden Sühnopfers Jesu Christi, die falschprophetische Verführung der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, die Allversöhnung, das „Soziale Evangelium“, die Irrlehre der ökumenischen Einheit von Licht und Finsternis, von Gottesdienst und Götzendienst. Das sind echte „Irrlehren“, nämlich verderbenbringende Häresien (vgl. 2Pt 2,1), die Christus und Sein Wort verleugnen.

Vor solchen bösen Verführungslehren warne ich, seit mir der Herr Jesus Christus vor etwa 24 Jahren diesen Dienst anvertraut hat (beginnend mit meinem Buch Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel, das ich 1994 schrieb). Vor diesen Irrlehren warnen auch andere Brüder wie Lothar Gassmann und Karl-Herrmann Kauffmann. Mit diesen Brüdern stimme ich nicht in allen Lehrüberzeugungen überein, aber wir wissen uns durch den Geist Gottes und unseren gemeinsamen Herrn verbunden und dienen unserem Herrn auch, wo sich die Gelegenheit ergibt, gemeinsam am Wort. Wir respektieren uns gegenseitig in unseren unterschiedlichen Überzeugungen, und das ist es auch, was aus meiner Sicht der Wille Gottes ist (vgl. Phil 3,15-16).

Jeder echte Diener des Herrn ist sich dessen bewußt, wie sehr es den listigen Plänen des Teufels dienlich ist, wenn einzelne Brüder sich wegen gewisser unterschiedlicher Lehrüberzeugungen gegenseitig zerfleischen (vgl. 2Kor 2,10-11). Davon profitiert nur der Widersacher der Seelen, denn dadurch wird das Zeugnis gegen die von ihm inszenierten Irrtümer entscheidend geschwächt, und verirrte Menschen, die nach der Wahrheit suchen, werden entmutigt und noch mehr durcheinandergebracht.

 

Gezielte Verleumdungen schaden dem biblischen Aufklärungsdienst

Genau in diese Falle des Feindes aber sind gewisse Leute getappt, die mit flammendem Eifer alle möglichen Brüder oder gar alle „Bibeltreuen“ als „Verführer“, als „Sekte“, als „Irrlehrer“ verdammen, und das wegen Erkenntnisfragen, die keine „Irrlehre“ beinhalten und nicht heilsentscheidend sind.

Solche Leute verdrehen das, was wir Brüder lehren, und konstruieren daraus irgendwelche angeblichen schrecklichen Irrtümer. Dabei wird mir und anderen gleich auch der Glaube und die Gotteskindschaft abgesprochen. Das ist folgerichtig, weil sonst der kaum getarnte Haß, mit dem diese Menschen gegen uns vorgehen, als eine schlimme Übertretung offenbar würde. Solche Verleumder hassen nämlich wiedergeborene Brüder, die an den Herrn Jesus Christus glauben und durch Sein Blut geheiligt wurden, und verleumden sie massiv, und das ist eine schwere Sünde vor dem heiligen Gott.

Darum will ich ihm, wenn ich komme, seine Werke vorhalten, die er tut, indem er uns mit bösen Worten verleumdet; und damit nicht genug, er selbst nimmt die Brüder nicht auf und verwehrt es auch denen, die es tun wollen, und stößt sie aus der Gemeinde hinaus. (3Joh 1,10)

Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen; nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt haßt! Wir wissen, daß wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder; und ihr wißt, daß kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. (1Joh 3,11-15)

Ich will diese Leute nicht verurteilen; sie sind, wie mir scheint, bedauernswerte Menschen, von denen ich fürchten muß, daß sie die heilsame Gnade Gottes nie wirklich erfahren haben und deshalb in blinder Wut und Vorurteilen gegen echte Kinder Gottes gefangen sind. Sie sind in der Regel auch nicht verbindlich in einer biblischen Gemeinde verwurzelt, sondern eher Einzelkämpfer, die sich zuweilen als die „einzig übriggebliebenen Getreuen“ ausgeben. Möge der Herr sich über sie erbarmen, sie zu sich führen und ihnen dann die Augen öffnen, was echte Bruderschaft und Bruderliebe ist!

Bezeichnend ist, daß zwei dieser Leute, die mich und andere Brüder scharf angreifen, sich auch gegenseitig schlechtmachen und verdammen; zudem attackieren sie ausgerechnet gerade die Brüder, die den geistlichen Dienst der Aufklärung über Endzeitverführungen im deutschsprachigen Raum in besonderem Ausmaß tragen: Karl-Herrmann Kauffmann, Lothar Gassmann und mich (und dazu noch viele weitere Brüder). Die Verleumder selbst gebärden sich auch als „Warner vor Verführung“, aber in Wahrheit suchen sie fragende Menschen von den Brüdern abzuhalten, die wirklich biblisch begründet warnen und schon vielen verirrten Christen eine Hilfe gebracht haben. Wem nutzt das? Jeder möge sich selbst die Antwort geben.

 

Einladung zur biblischen Prüfung

Jeder mündige Christ ist eingeladen, sich auf meiner Webseite und in meinen Büchern und Schriften zu überzeugen, was ich wirklich lehre, und ob das mit der gesunden Lehre der Heiligen Schrift übereinstimmt. Er wird dann erkennen, daß die bissigen Angriffe von gewisser Seite unberechtigt sind. Er wird finden, daß ich sowohl das biblische Evangelium der Errettung ganz allein aus Gnade und durch den Glauben lehre (vgl. z.B. diese Schrift), als auch die biblische Heiligung, nach welcher der Gläubige auf der Grundlage der Rettung aus Gnade berufen ist, einen heiligen Wandel zu führen (vgl. z.B. mein Buch Christus – unsere Heiligung und diese Schrift).

Natürlich sind meine Versuche, in Ausgewogenheit die biblische Wahrheit zu lehren, durchaus der menschlichen Fehlerhaftigkeit unterworfen; ich will für sie keinerlei „Inspiration“ oder „Irrtumslosigkeit“ in Anspruch nehmen. Es ist lediglich mein aufrichtiges Bemühen vor Gott, die ganze biblische Wahrheit in Ausgewogenheit zu lehren. Jeder möge meine Aussagen nach dem Prinzip der Beröer prüfen: „Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte“ (Apg 17,11).

Wie oben schon gesagt, verzichte ich bewußt darauf, auf die Anwürfe gewisser Menschen, die im Internet oder anderswo veröffentlicht werden, im einzelnen einzugehen. Solche Leute möchten sich oft im Netz wichtig machen und nutzen schlau die Gesetzmäßigkeiten der Suchmaschinen aus, um dienende Brüder bei denen zu verleumden, die im Internet nach ihrem Namen suchen. Sich ihnen gegenüber zu rechtfertigen, würde nur ihre Geltungssucht nähren und zu endlosen Wortstreitigkeiten führen, an denen ich kein Interesse habe. Außerdem stehlen solche Streitereien wertvolle Zeit, die ich zum Verfassen auferbauender Schriften und auch zur Beantwortung der vielen seelsorgerlichen Anfragen einsetzen möchte, die mich erreichen.

Die verschiedenen „offenen Briefe“ und Anklagen solcher Leute erinnern an die Erfahrung, die Nehemia, der Knecht des Herrn, mit seinen Gegnern machte:

Und es geschah, als Sanballat, Tobija und Geschem, der Araber, und unsere übrigen Feinde erfuhren, daß ich die Mauern gebaut hatte und daß keine Lücke mehr daran war — obwohl ich zu jener Zeit die Türflügel noch nicht in die Tore eingehängt hatte —, da sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm und laß uns in den Dörfern in der Ebene Ono zusammenkommen! Sie hatten aber im Sinn, mir Böses anzutun. Da sandte ich Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich habe ein großes Werk zu verrichten, darum kann ich nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk stillstehen, wenn ich es ruhen lasse und zu euch hinabkomme? Sie ließen mir aber viermal das Gleiche sagen, und ich gab ihnen die gleiche Antwort.

Da ließ mir Sanballat zum fünften Mal das Gleiche durch seinen Diener sagen; der kam mit einem offenen Brief in der Hand, darin stand geschrieben: »Unter den Völkern verlautet und Gasmu sagt, daß du mitsamt den Juden einen Aufstand vorhast; darum würdest du die Mauer bauen, und du wolltest ihr König sein, so sagt man. Und du hättest dir auch Propheten bestellt, die von dir in Jerusalem ausrufen und sagen sollen: Er ist König von Juda! Nun wird der König diese Gerüchte hören; darum komm, wir wollen miteinander beraten!« Ich aber sandte zu ihm und ließ ihm sagen: Nichts von dem, was du sagst, ist geschehen; aus deinem eigenen Herzen hast du es erdacht! Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Ihre Hände werden schon ablassen von dem Werk, und es wird nicht vollendet werden! — Nun aber stärke du meine Hände! (Neh 6,1-9)

Ich möchte zum Abschluß noch einmal darauf hinweisen, wie zwiespältig das Internet als Informationsquelle ist. Es kann wertvolle Hilfe erschließen, aber es führt Leser, die nicht das nötige Unterscheidungsvermögen haben, auch zu viel Müll und allerhand vergifteten Quellen, sodaß sie Schaden nehmen. Wir brauchen Unterscheidungsvermögen, damit wir da nicht in die die Irre gehen!

Ich will dieses etwas unerfreuliche Thema mit einem ermutigenden Bibelwort ausklingen lassen:

Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist; bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt; andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt. Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen. (Jud 1,20-25)

 

 

Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de   5. 11. 2018   © Rudolf Ebertshäuser

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