Die Musik Belials in der Gemeinde des Christus:
Zur Entstehung von „christlicher Rockmusik“
und „charismatischem Lobpreis“

 

21.12.2015 | 12:47  Uhr

Diese Aktuelle Notiz ist ein bearbeiteter Auszug aus der Schrift von Rudolf Ebertshäuser: „Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“ Ein Aufruf zur Reinigung von dem geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der charismatischen Lieder. Diese Abhandlung geht grundsätzlicher auf die geistlichen Wurzeln der Rock- und Popmusik und des charismatischen „Lobpreises“ ein und zeigt, weshalb diese Lieder so verunreinigen und zersetzend auf die Anbetung biblischer Gemeinden wirken. Sie enthält einen Appell an bibeltreue Christen, im persönlichen Leben und in den Gemeinden auf eine Abkehr von diesem verführerischen Liedgut hinzuwirken.

Im Gefolge der 68er-Kulturrevolution, die die Welt mit der rebellischen, sinnlichen, unreinen Rock- und Popmusik überschwemmte, arbeitete der Widersacher auch daran, diese Musik in die Gemeinde Jesu Christi hineinzubringen. Es war das Ziel des Feindes, die geistliche Anbetung der Gemeinde zu verfälschen und mit Götzendienst zu vermischen. In den 1980er Jahren verleitete er viele Gläubigen und Gemeinden, die aus dem Götzendienst stammende Rock- und Popmusik als geeigneten Ausdruck ihres Glaubenslebens und ihrer Anbetung zu akzeptieren. Das geschah zunächst indirekt, sozusagen über den Hintereingang, indem der Feind zunächst unklare Christen in ihrem Alltagsleben mit dieser Musik infizierte.

 

Die weltliche Rockmusik infiltriert das Leben halbherziger Christen

 

Viele halbbekehrte oder inkonsequente junge Christen aus der damaligen Zeit wurden vom Fieber der zeitgenössischen Rock- und Popmusik angesteckt und ließen sich verleiten, diese Musik zu hören, zu ihr zu tanzen und mit ihr zu leben, wobei sie als Folge auch den rebellischen Lebensstil der weltlichen Jugend annahmen – wenn auch mit gewissen Abschwächungen.

Das bedeutete natürlich auch, daß sie wie ihre weltlichen Altersgenossen den Rat und die Ermahnungen ihrer Eltern beiseiteschoben und bald schon ihre eigene „christlich“ angestrichene rebellische Jugendkultur formten – Mädchen in Jeans und freizügigen Oberteilen, Jungs ebenfalls in Jeans und mit langen Haaren. Natürlich waren die biblischen Regeln der Keuschheit für solche rebellierenden Jugendlichen „uncool“, und so wurden „Freundschaften“ und Liebschaften, Händchenhalten, Küßchen, gemeinsamer Discotanz und Weitergehendes unter jugendlichen „Christen“ immer mehr üblich. Auch Alkohol- und Drogenkonsum war kein Tabu mehr, und wieviele junge Leute in dieser „Kultur“ in Hurerei, d.h. vorehelichen Geschlechtsverkehr, gefallen sind, wird wohl der Tag des Gerichts erst zeigen.

Dieser gegen Gottes Gebote eingeführte eigene Jugend-Lebensstil und die systematische Mißachtung der Eltern und Gemeindeältesten nach dem Vorbild der gottlosen Welt wurde die Quelle ungezählter notvoller Konflikte zwischen Jung und Alt, bei denen sich in der Regel die Jungen durchsetzten – notfalls mit der Drohung, „abzuhauen“.

Und das Wort Gottes? „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: »damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden«“ (Eph 6,1-3). „Ja, solche altmodischen Gesetze kann man doch nicht wörtlich nehmen; das ist doch eng und gesetzlich; uns hat Christus doch frei gemacht“ – so müssen wohl viele christliche Jugendliche reagiert haben, wenn sie versehentlich einmal auf solche Bibelworte aus längst vergangenen Zeiten stießen.

Die unreine Musik der Jugendrevolte feuerte diese Tendenz zur Rebellion maßgeblich mit an. Sie vermittelte den jungen, zumeist noch gar nicht wirklich bekehrten „Christen“ den Wertekanon der sterbenden Welt, das Gift der Gesetzlosigkeit, und die unreifen, törichten Jungen fielen voll darauf herein. Immer mehr Jugendliche, die sich zu Christus bekannten, wurden innerlich süchtig nach der Musik der Rebellion und des Teufels. Sie rechtfertigten sich damit, daß die Musik ja harmlos und neutral sei und nur „Spaß machen“ brauche. Sie meinten, sie könnten „die Musik“ genießen und die antichristlichen Texte ignorieren, mit denen sie bombardiert wurden. Die Musik war für sie aufregend, reizvoll, faszinierend; sie brachte ihnen einen gewissen „Kick“, den man immer wieder neu erleben wollte … und mußte.

 

Das Aufkommen einer „christlichen“ Rockmusikszene

 

Auf den persönlichen Konsum von weltlicher Rock- und Popmusik folgte bald die Entstehung von „christlichen“ Bands, die Rock- und Popmusik spielten und auf „christlichen“ Events auftraten, später vielfach auch auf sogenannten „Jugendevangelisationen“. Es wurde zu einem ungeschriebenen Gesetz unter den modernen Evangelikalen, den Christen aus den Kreisen der „Evangelischen Allianz“, daß man „die Jugend“ nur noch mit „moderner Musik“, d.h. der Pop- und Rockmusik, erreichen könne.

So machte man die Verkündigung des Evangeliums, dieser ernsten, zwischen Himmel und Hölle entscheidenden Rettungsbotschaft, zu einer Unterhaltungsveranstaltung, bei der die „tolle Musik“ der „Köder“ sein sollte, um die jungen Leute anzulocken. Doch Gott stellt sich nicht zu dem perversen Vorhaben, Sein Wort mithilfe von Tricks und billigen Ködern zu „verkaufen“:

Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus. (2Kor 2,17)

… denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, [und zwar] nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. (1Kor 1,17-21)

Denn unsere Verkündigung entspringt nicht dem Irrtum, noch unlauteren Absichten, noch geschieht sie in listigem Betrug (od. mithilfe von Ködern); sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch – nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1Thess 2,3-4)

Darum lassen wir uns nicht entmutigen, weil wir diesen Dienst haben gemäß der Barmherzigkeit, die wir empfangen haben, sondern wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab; wir gehen nicht mit Hinterlist um und fälschen auch nicht das Wort Gottes; sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes. (2Kor 4,1-2)

Die bittere Frucht dieser betrügerischen Taktik, die noch einherging mit einer Verwässerung und menschenfreundlichen Umdeutung der Botschaft selbst, waren zahllose unechte Bekehrungen – eine erschreckend große Zahl von Scheinchristen, die meinten, sie seien auf dem breiten Weg in den Himmel, und doch in Wahrheit auf dem Weg zur Hölle waren. Zusätzlich gab es sicher manche Christen, die zum echten Glauben kamen, aber die durch die verführerischen Einflüsse der Popmusik und der „Jugendkultur“ in ihrem Glaubensleben schweren Schaden nahmen.

Der heilige Gott stellt sich nicht dazu, wenn Sein Wort verfälscht und Sein Name mit billigen weltlichen Ködern entehrt wird. Der Geist Gottes wird von solchem Taktieren betrübt, und es entsteht ein mit der Welt vermischtes Scheinchristentum, wie es in 2Tim 3,1-5 beschrieben wird. Doch für viele junge Christen war der Einsatz von Rock- und Popmusik in „evangelistischen“ Events ohnehin eher ein willkommener Anlaß, selbst in einem „erlaubten“ Rahmen den eigenen Lüsten und Vorlieben nachzugehen.

Die „christliche Rock- und Popmusik“ entwickelte daher durchaus konsequenterweise bald eine Eigendynamik und etablierte sich unabhängig von fragwürdigen „Evangelisationen“ als Teil der „Unterhaltungsbranche“, wobei die Darsteller und Bands mehr oder weniger offen und weitgehend ihre weltlichen Vorbilder nachahmten und oft auch davon träumten, einmal ein „Star“ in der weltlichen Pop-Branche zu werden. Inzwischen ist diese „christliche Popmusik“ einschließlich der „Lobpreismusik“ eine millionenschwere kommerzielle Branche und oftmals in der Hand weltlicher Konzerne, und der weltliche „Starkult“, die Jagd nach Ruhm, Hits und Geld sind weitverbreitet. Das gilt besonders für die USA, aber auch im deutschsprachigen Raum gibt es dementsprechende Tendenzen.

 

Die bösen Früchte der „christlichen“ Rock- und Popmusik

 

Musik ist nicht neutral, sie hat Auswirkungen auf den, der sie hört; jede Musik hat ihre eigene Botschaft, die sie an die Seele des Menschen vermittelt, auch wenn dies dem Hörer meist gar nicht bewußt wird. Auch die „christliche“ Rock- und Popmusik (auf englisch Contemporary Christian Music, kurz CCM genannt) hat ihre Auswirkungen, ihre geistlichen Früchte offenbart.

Diese Musik hat die jungen Menschen, die sie begeistert hörten, innerlich an die Welt und ihre gesetzlose Moral gebunden; sie hat sie schleichend und in unterschiedlichem Ausmaß lässig und ichbezogen gemacht, auflehnend gegen Autorität und selbstbewußt, zuchtlos und lustbetont, emotional labil und steuerbar, zynisch und trotzig. Diese Musik spornte sie dazu an, die Werke des Fleisches zu tun, und hielt sie davon ab, nach der Frucht des Geistes zu streben:

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. (Gal 5,19-22)

Diese Musik und die von ihr bestimmte rebellische „christliche Jugendkultur“ hat zusammen mit einer verwässerten Evangeliumsbotschaft wesentlich dazu beigetragen, daß immer mehr junge Menschen nur noch eine emotional-seelisch bestimmte, im Grunde halbherzige „Entscheidung für Christus“ getroffen haben und gar nicht mehr zu einer echten Bekehrung und Wiedergeburt durchdrangen. Ein wesentlicher Grund ist, daß sie nicht mehr zu einer klaren, ernsthaften Buße und Herzensumkehr, zu einem Bruch mit ihrem alten Sündenleben geführt wurden, sondern dieses Sündenleben, einschließlich des geliebten Pop- und Rock-Lebensstils in ihr „neues“ Christsein mitnehmen wollten.

So ginge sie an der entscheidenden inneren Erneuerung vorbei, die die Bibel als Frucht echter Wiedergeburt beschreibt:

Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid – wie es auch Wahrheit ist in Jesus -, daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Eph 4,17-24)

Eine echte, vom Geist Gottes gewirkte Bekehrung beinhaltet eben immer auch einen entschiedenen Bruch mit dem weltlichen Lebensstil, mit aller Sünde und heidnischen Unreinheit. Das bedeutet auch, daß die neue Kreatur in Christus die rebellische, finstere Rock- und Popmusik verabscheut und sich davon radikal abwendet, ebenso wie von Unzucht, Lüge, Drogen, verführerischer Kleidung oder rebellischen Gedanken.

Die katastrophale Frucht des „Rock- und Popmusik“-Christentums sind Tausende halbbekehrter, oberflächlicher, labiler junger „Christen“, die Christus nie wirklich erkannt haben, die Ihm auch nicht wirklich nachfolgen; obwohl sie mit emotionalen Appellen zu „radikalen Nachfolge“ immer wieder berieselt werden. Sie führen einen im Grunde weltförmigen Lebensstil; sie lassen sich treiben von ihrem Fleisch und den Eingebungen des Satans; sie hungern nach mystischen „spirituellen Erfahrungen“ und werden deshalb leichte Beute für charismatische und mystische Seelenverführer. Sie sind nicht gegründet in Christus und Seinem Wort; sie fallen immer wieder in Sünde und merken es kaum; sie haben den heiligen Geist nicht und sind deshalb offen für alle möglichen Irrgeister.

Die Frucht der „christlichen Rockmusik“ und der „christlichen Jugendkultur“ entspricht im Grunde genau der Schilderung der abgefallenen Endzeit-Christenheit durch den Geist Gottes, die wir im 2. Timotheusbrief finden:

Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! (2Tim 3,1-5)

Sicherlich gibt es auch zahlreiche – viel zu viele! – wirklich bekehrte junge Christen, wiedergeborene Kinder Gottes, die sich von der „christlichen“ oder auch der weltlichen Rock- und Popmusik verleiten lassen und versuchen, diese weltliche, sinnliche Musik mit einem Leben in der Christusnachfolge zu verbinden. Doch auch bei ihnen kann das keine guten Früchte hervorbringen. Ihr Glaubensleben wird beeinträchtigt, wird kraftlos, subjektiv-seelisch, schwankend. Sie haben größere Probleme mit Sünde und Unreinheit, mit Auflehnung gegen Autoritäten und Disziplin in ihrem Leben. Sie leiden, ohne daß ihnen das bewußt ist, unter einer Befleckung des Fleisches und des Geistes, wie sie zwangsläufig durch das Hören solcher heidnisch-rebellischer Musik zustandekommt, und sie können in ihrem Heiligungs- und Glaubensleben keine wirklichen Fortschritte machen.

 

Das Eindringen der Rock- und Popmusik ins Heiligtum der Gemeinde

 

Die „private“ Vergiftung christlicher Jugendlicher (und inzwischen vieler Erwachsener) durch die antichristliche, gesetzlose Rock- und Popmusik war noch nicht der letzte Schachzug des Satans. Sein Ziel ist es, Gott Anbetung zu rauben und für sich selbst Anbetung zu erlisten (siehe ausführlicher weiter unten). Deshalb sorgte der Widersacher dafür, daß diese verführerische, zersetzende Musik nicht nur sozusagen in den „Vorhof“ der Gemeinde Jesu Christi eindrang, nämlich durch persönlichen Konsum und die „christliche Jugendkultur“, sondern auch ins „Heiligtum“, nämlich in den Gesang und die Anbetung der Gemeinden. Die bibeltreuen Gemeinden sind ja, was vielen Gläubigen leider kaum bewußt ist, der heilige Tempel Gottes, eine Wohnstätte Gottes und der Ort priesterlicher Anbetung.

Diese heilige, Gott geweihte Anbetung im Geist und in der Wahrheit, welche die höchste Berufung der gläubigen Gemeinde darstellt, ist dem Widersacher ein furchtbarer Dorn im Auge. Er tut alles, um Gott diese Anbetung zu rauben. Die wirksamste Methode dazu ist nicht etwa die Verfolgung, die er auch immer wieder einsetzte (vgl. 1Pt 5,8-9), sondern die Verführung, in der der Feind als „Engel des Lichts“ auftritt und die Gläubigen durch seine Werkzeuge dazu verleiten will, einen anderen Jesus, ein anderes Evangelium und einen anderen Geist zu akzeptieren (vgl. 2Kor 11,2-4 + 13-15).

So war es der gefährlichste und bösartigste Angriff des Widersachers auf die Gemeinde Jesu Christi, daß es ihm gelang, seine unreine, perverse Rockmusik in die Anbetung der Gemeinden zu schmuggeln. Das ist kaum vorstellbar, denn jahrhundertelang war es allen gläubigen Christen bewußt, daß die geistlichen Lieder der Gemeinde durch Ehrfurcht und Harmonie, durch würdigen Ernst, Zucht und Ordnung gekennzeichnet sein mußten. Doch im endzeitlichen 20. Jahrhundert waren die geistlichen Mauern Jerusalems schon längst zerbrochen, und es gab nur noch wenige Wächter auf ihnen; die Festung war durch den geistlichen Niedergang schon sturmreif geschossen.

Ein wichtiges Werkzeug dieses raffinierten Angriffs war die Jesus-People-Bewegung in den USA, in der in den 1960er Jahren ehemalige Hippies, Drogensüchtige und Aussteiger sich zum Christentum wandten, ohne in der Regel eine wirkliche Bekehrung und Wiedergeburt zu erfahren. So nahmen sie viele Züge ihres verkehrten, widergöttlichen Lebensstils mit in ihr halbherziges „neues Leben“ – unter anderem die Rock- und Popmusik, nach der sie süchtig waren und an die sie gebunden waren. Sie waren immer noch okkult beeinflußt und offen für Dämonie und Übersinnliches; es verwundert daher nicht, daß sie sich zumeist der geistesverwandten Pfingstbewegung bzw. neuen charismatischen Strömungen anschlossen, unter denen die Calvary Chapels (Chuck Smith, Maranatha Music) und die Vineyard-Gemeinden besonders bekannt wurden.

Durch die neocharismatischen Gemeinden, die im Zuge der Jesus-People entstanden, wurden „neue“ Gemeinde- und Lobpreislieder entwickelt, die auf der Rock- und Popmusik beruhten und diese in das Heiligtum der Gemeinde brachten. In den 70er-Jahren eroberte diese Variante des „christlichen“ Rock- und Popmusik rasch die Herzen der jüngeren Christen quer durch alle Denominationen. Vermittelt durch große „christliche“ Festivals und Jugend-Events wurden die charismatischen Praise&Worship-Lieder immer populärer, und viele Gemeinden gerieten unter Druck, sie einzuführen, bzw. entschieden sich selbst dafür, um Leute anzulocken.

Das aber war eine geistliche Katastrophe, ein Einbruch der Welt und der Finsternis in das Heiligtum der Gemeinde. Diese unreine heidnische Götzenmusik kann der heilige Gott niemals als Lobopfer für sich akzeptieren, das weiß der Widersacher ganz genau. Wenn solche Musik in gläubigen Gemeinden gespielt wird, dann wird der heilige Tempel Gottes entweiht, dann wird Belial mit Christus zusammengebracht, und das Ergebnis ist Verwirrung und Verführung, geistlicher Niedergang und Verwüstung des geistlichen Tempelheiligtums der Gemeinde.

Durch solche Musik kommt Unreinheit, Sinnlichkeit, Auflehnung und Götzendienst in das Christus geweihte Heiligtum der Gemeinde. Dadurch wird der Geist Gottes betrübt; die Gegenwart Gottes zieht sich zurück, und über die Gemeinde, die solches bewußt duldet, kommt unter ein Gericht Gottes; sie wird dahingegeben, und ihr Leuchter wird umgestoßen, d.h. Gott kann sich nicht mehr zu ihr bekennen. Die unreine, rebellische, okkult wirksame Musik der Götzenanbetung mit Gottesdienst vermischen bedeutet, ein fremdes, falsches Feuer vor Gott zu bringen; es bedeutet Götzendienst und Gemeinschaft mit den Dämonen. Im Vorbild warnt uns davor das Gericht über Nadab und Abihu (vgl. 1Kor 10,6-11):

Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, so daß sie starben vor dem HERRN. Und Mose sprach zu Aaron: Das hat der HERR gemeint, als er sprach: »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!« Und Aaron schwieg still. (3Mo 10,1-3)

Was sage ich nun? Daß ein Götze etwas sei, oder daß ein Götzenopfer etwas sei? Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er? (1Kor 10,19-22)
 

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Diese Meldung enthält Auszüge aus der ausführlicheren, mit vielen Beispielen belegten Stellungnahme des Verfassers, die hier heruntergeladen werden kann:

„Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“ Ein Aufruf zur Reinigung von dem geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der charismatischen Lieder
 
Außerdem können Sie zu diesem Thema auf unserer Webseite noch folgende Stellungnahmen lesen:
 
Der charismatische “Lobpreis”und die biblische Anbetung
 
[Diese Schrift zeigt anhand der biblischen Aussagen über geistliche Lieder, daß der charismatische “Lobpreis” einen verführerischen und gefährlichen Einfluß ausübt und legt die Ursachen dafür dar. Wichtig besonders auch für Jugendliche und Verantwortliche in den Gemeinden. Veröffentlicht 2004]
 
 
Charismatische Lieder – Hilfen zur Erkennung und Beurteilung
 
[Erweiterte u. überarbeitete Neuausgabe. Ein ausführliches Verzeichnis charismatischer Liederbücher, Musikverlage, Liedermacher und Liedtitel; eine Ergänzung zu CN 4 Der charismatische “Lobpreis”. Veröffentlicht 2006]
 
 

Rudolf Ebertshäuser   www.das-wort-der-wahrheit.de   21. 12. 2015
 
 

 

Zu diesem Thema können Sie auf unserer Webseite lesen:

Rock- und Popmusik aus biblischer Sicht

Wie „christliche“ Rock- und Popmusik die Gläubigen verführt

 

 

Weiterführende Literatur:

 

Rudolf Ebertshäuser: Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verfälschung durch Rockmusik und “Worship”-Lieder. Steffisburg: Edition Nehemia 2017.

 

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