“Tue hinweg von mir dem Lärm deiner Lieder!” (Amos 5,23)

 

In den letzten Wochen habe ich mich aus Anlaß der 162 charismatischen Lieder im Liederbuch „Glaubenslieder 2015“ der ursprünglich bibeltreu ausgerichteten „Freien Brüdergemeinden“ noch einmal intensiver mit dem verführerischen, zerstörerischen Einfluß der charismatischen „Lobpreislieder“ und insgesamt der Rock- und Popmusik beschäftigt. Mir ist dabei neu bewußt geworden, daß wir als Gläubige, die dem Herrn Jesus treu nachfolgen wollen, eine Erweckung in bezug auf unsere Lieder und die eingesetzte Musik in den Gemeinden wie auch in unserem persönlichen Leben brauchen.

Schleichend, ganz allmählich und über verschiedene Kanäle sickern charismatische Lieder und die in der Welt allgegenwärtige Rock- und Popmusik in unseren persönlichen Musikkonsum, aber auch in eigentlich konservative Gemeinden ein (hier sind natürlich nicht nur viele „Brüdergemeinden“, sondern auch Gemeinden aus allen möglichen anderen konservativen Prägungen betroffen). Deshalb müssen wir wachsam sein und uns bewußt von diesen Einflüssen abwenden, denn sie richten mehr Schaden an, als wir oft meinen. Das hängt damit zusammen, daß sowohl die Rock- und Popmusik als auch ihre spezielle Ausprägung im charismatischen „Lobpreis“ durch ihre Rhythmusorientierung und andere Elemente eine unreine, sinnliche, ekstatische Musik darstellen, die letztlich ihre Ursprünge in der Inspiration betrügerischer Geister und im Götzendienst hat.

In der Gemeinde droht diese heidnische Musik das Gott geheiligte Lobopfer der Gemeinde und ihre geistliche Anbetung zu verunreinigen und zu zerstören. Sie ist objektiv gesehen ein raffinierter Angriff des Widersachers auf den Priesterdienst, den wir für unseren großen Gott tun dürfen (vgl. 1Pt 2,4-5.9). Hier sollten gläubige Christen aufwachen und ihr persönliches Leben wie auch die Anbetung ihrer Gemeinden und Jugendgruppen reinigen von dieser Musik. Das sind die Grundgedanken meiner neuen Stellungnahme „Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“ Ein Aufruf zur Reinigung von dem geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der charismatischen Lieder, die ich am 21. 12. auf www.das-wort-der-wahrheit.de veröffentlicht habe.

Geschwister, denen dieses Anliegen auch wichtig ist, sind eingeladen, diese Stellungnahme auch an andere weiterzugeben. Es wäre gut, wenn auch noch manche Älteste von Gemeinden sich mit diesem Thema auseinandersetzen würden, wobei solche Brüder leider manchmal sehr pragmatisch und bisweilen sehr gereizt auf entsprechende Warnungen reagieren. Wir können beten, daß viele von ihnen aufwachen und ganz neu die Gefahren erkennen, die sich aus dieser Musik für ihre Gemeinden ergeben.

Wie wichtig wäre es, daß auch viele junge Christen einmal tiefer über diese Verführung nachdenken und sich davon lösen würden! Es ist aus meiner Beobachtung eine große Not, daß viele junge Gläubige gar keinen entschiedenen Bruch mit der weltlichen Rock- und Popmusik vollziehen, sondern gerne weiter den Lärm dieser Lieder auf sich wirken lassen, um dann zusätzlich noch „christliche“ Rock- und Popmusik und charismatisches Liedgut zu konsumieren. Dadurch entsteht eine Befleckung des Geistes (2Kor 7,1) und ein verhängnisvoller geistlicher Einfluß in ihrem Leben. Sie sind oft seelisch und gefühlsorientiert, schwankend im Glauben, abhängig von verschiedenen Lüsten und Begierden und leicht beeinflußbar vom charismatischen Verführungsgeist.

Mein Aufruf und auch die Stellungnahme Der Einbruch charismatischen Liedguts in „Brüdergemeinden“ Eine Stellungnahme zum Liederbuch „Glaubenslieder 2015“ und zu den „SAT-Jugendgottesdiensten“ sind ab ca. Mitte Januar auch in gedruckter Form als ESRA-Broschüren erhältlich und können über das Kontaktformular bestellt werden. Ich kann nur beten, daß Gott diese Schriften gebraucht, um noch ein Umdenken, eine echte Herzensumkehr und ein neues Bewußtsein für wahre geistliche Anbetung in vielen Kindern Gottes und Gemeinde bewirkt.

Ich wäre froh, wenn viele Geschwister das Anliegen der Reinigung von Rock- und Popmusik und charismatischem „Lobpreis“ im Gebet mit tragen würden. Möge der Herr schenken, daß noch viele Christen und auch noch viele Gemeinden aufwachen und sich von diesem herunterziehenden, befleckenden Einfluß reinigen!

 

 

Rudolf Ebertshäuser   das-wort-der-wahrheit.de  23. 12. 2015

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