In den letzten zwanzig Jahren ist die charismatische Lobpreisszene stark von weltweit einflußreichen musikalischen Zentren wie Hillsong und Bethel Music geprägt worden.[1] Man kann insgesamt sagen, daß dieser Trend zu Liedtexten geführt hat, die immer subjektiver, vager und mystischer werden, in denen, wie etwa in dem sehr bekannten Song Oceans, eine vieldeutige und von New Age-Gedankengut beeinflußte Sprache verwendet wird.

 

Der Welt-Erfolg der Marke Hillsong

Statt einer ins Einzelne gehenden Untersuchung wollen wir hier in aller notwendigen Kürze einiges zu der sehr beliebten Musik der weltweit operierenden Hillsong-Gemeinde sagen. Der weltweite Erfolg der Songs dieser australischen Megagemeinde mit pfingstlerischen Wurzeln ist außergewöhnlich und wird selbst von weltlichen Musikexperten wahrgenommen. Schon 2017 konnte Hillsong auf mehr als 20 Millionen verkaufte Alben zurückblicken, und mehr als 50 Millionen Christen sangen weltweit in ihren Gemeinde Hillsong-Lieder.[2]

Einige Hillsong-Lieder wurden weltweite Hits mit vielen Millionen Video-Aufrufen, so z. B. Shout to the Lord (1994, 34 Millionen Aufrufe der Hillsong-Version bis 2018 auf YouTube); Mighty to Save (2006, 18 Millionen Aufrufe bis 2017); Oceans (2008, 58 Millionen Aufrufe der Hillsong United Version bis 2018; die 2017 produzierte Life-Version aus Israel erreichte bis 2019 insgesamt 266 Millionen Aufrufe auf YouTube); I surrender (2012; bis 2017 insgesamt 291 Millionen Aufrufe der offiziellen Version); What A Beautiful Name (2017, insgesamt 558 Millionen Aufrufe); Who you say I am (2018 veröffentlicht, 199 Millionen Aufrufe).

Die Texte sind vielfach ichbezogen, stark gefühlsbetont, vage religiös und ausgesprochen mystisch, mit Anklängen an das New Age. Die Musik führt die Zuhörer in emotionale Ekstasen und setzt dazu auch vielfach elektronisch produzierte psychedelische Klangeffekte, abgedunkelte Räume und manipulierende Lichteffekte ein.[3] Es werden mehrere Keyboardspieler und mehrere Schlagzeuge eingesetzt, dazu auch mehrere Gitarren und unterstützende Sänger bzw. ganze Chöre, um die Zuhörer durch überwältigende akustische Wellen mitzunehmen und hinwegzutragen in verführerische geistige und emotionale Grenzzustände.

Ein ungarischer Anhänger der Hillsong-Musik drückte es offen aus: „Der Text spielt nicht wirklich eine Rolle. Die Mehrheit achtet gar nicht auf den Text. Sie suchen das mystische Erlebnis, die Gegenwart Gottes, und sie suchen nicht intellektuell. Die Musik, die Melodie und der Rhythmus bringen die Leute in einen Zustand, wo sie ihre mystische Begegnung mit Gott erleben.“[4]

Das bestätigt auch ein ehemaliger Anhänger von Hillsong, der über das Lied Oceans sagt: „‘Oceans‘ ist die verführerischste, mystischste, hypnotisierendste Musik, die Hillsong bisher gemacht hat!“ Er beschreibt die Wirkung des Liedes so:

Das Lied lief über acht Minuten. Der Satz: ‚Führ mich tiefer als meine Füße je wandern könnten, und mein Glaube wird gestärkt werden in der Gegenwart meines Retters‘ ist ein Mantra, das fünfmal wiederholt wird. Das Lied treibt dahin wie ein Boot, das in unheimlichen Nebel eingehüllt ist, in eine andere Sphäre entrückt. Hillsong hat ein ‚Opium für das Volk‘ zubereitet – ein gutes Gefühl, einen Satz von wohltuenden Schwingungen, eine Art Narkosemittel für ihr religiöses Publikum, die sich wenig um den langfristigen Schaden für ihre Seelen kümmern. (…)

Der Hörer dieses Liedes kann ihm jede Bedeutung geben, die er wünscht. Wenn du näher bei Jesus sein willst oder größeren Glauben möchtest, dann ist das großartig. Wenn du nur etwas von dem Göttlichen berühren willst, dann ist das Lied perfekt für dich. Nicht allzu herausfordernd, nicht zuviel Lehre, nicht zuviel von irgendetwas außer dieser geheimnisvollen mystischen Reise, vor der wir uns alle sehr hüten sollten.[5]

 

Bethel Music und die extremcharismatische Verführung

Auch die mit der extremcharismatischen Bethel Church in Redding verbundenen Label Bethel Music und Jesus Culture sind sehr populär und gelten als „Trendsetter“ in der Worship-Szene. Die kritischen Autoren Holly Pivec und R. Douglas Geivett beschreiben das:

Viele der Lieder, die in amerikanischen Gemeinden gesungen werden, sind von Bethel Music produziert worden, Lieder wie „Reckless Love“, „Raise a Hallelujah“ und „We Will Not Be Shaken“. Auch zuhause und in ihren Autos singen und summen viele Christen Bethel-Melodien. Nach dem jährlichen Bericht der Bethel Church 2019-2020 wurden in jenem Jahr Bethel-Lieder mehr als 249 Millionen Mal auf Spotify gestreamt. Diese Lieder stehen oft an der Spitze der christlichen Musik-Charts.[6]

Der Leiter der Bethel Church, der der NAR nahestehende „Apostel“ Bill Johnson, weiß genau um die Macht der modernen „Lobpreis“-Musik: „Musik umgeht alle intellektuellen Barrieren, und wenn Gottes Salbung auf einem Lied ist, werden die Leute anfangen, Sachen zu glauben, die sie nicht durch Lehre glauben würden.“[7] Die Musik aus Bethel dient dazu, die Verführungslehren der „Neuen Apostolischen Reformation“ und der Bethel-Bewegung in die Herzen vieler christlicher Jugendlicher zu schmuggeln.

Die irrgeistige „Salbung“ auf dieser letztlich esoterischen Musik bewegt die Gefühle der Hörer sehr stark. Pivec und Geivett schreiben: „Eine der verbreitesten Dinge, die Fans über Bethel Music sagen, ist, daß sie ihnen das Gefühl vermittelt, Gott näher zu sein. (…) Ein Rezensent auf Amazon schreibt über das Album Be Lifted High: ‚Als ich begann, es abzuspielen, war die Gegenwart Gottes in meinem kleinen Zimmer so stark, daß ich weinend zusammenbrach.‘ (…) Die Musik von Bethel und anderen NAR-Gemeinden wird als direkt vom ‚Thronraum‘ des Himmels kommend angesehen. Viele, die sie hören, glauben, die Texte seien ‚prophetisch‘, sie würden neue Offenbarung von Gott mitteilen, die die weltweite Gemeinde zu diesem Zeitpunkt braucht.“[8]

Die Autoren decken auch auf daß diese Lieder nach den magischen Lehren Bethels als gesprochene Bekenntnisse und Proklamationen die Macht hätten, das Reich Gottes übernatürlich auf die Erde zu bringen: „Tatsächlich werden Bethel Music und andere NAR-Lieder von ihren Produzenten als ‚Gebetsproklamationen‘ angesehen, und sie werden in der Werbung von Bethel Music ausdrücklich als Proklamationen beschrieben. Also wird das bloße Singen dieser Lieder so angesehen, daß damit Gebetsproklamationen ausgesprochen werden, die neue Wirklichkeiten in Existenz bringen.“[9]

 

Albert Frey und die katholische Mystik

Andere Tendenzen der neueren Worship-Musik gehen in eine etwas andere Richtung. Wir wollen hier beispielhaft auf den bekannten deutschen Lobpreismusiker Albert Frey eingehen, der 2019 ein Buch mit dem Titel Anbetung in Wahrheit und im Geist herausgebracht hat. Darin spricht er von einer gewissen Krise der Lobpreismusik, von einer „Lobpreismüdigkeit“ bei einigen Christen, die u.a. auch darauf zurückzuführen sei, daß die „glaubensvollen“, „hypergeistlichen“ Texte vieler Lobpreislieder nicht mit der durch Leiden, Versagen und Nöte gekennzeichneten Wirklichkeit auch charismatischer Christen übereinstimme.[10]

Frey sagt in seinem Buch viele durchaus richtige Dinge – aber er hat sich nicht etwa von den charismatischen Irrtümern zu einem nüchternen biblischen Standpunkt weiterentwickelt, sondern ist als immer noch überzeugter Katholik und Charismatiker in eine schlimme mystisch-esoterische Schiene abgedriftet. Immer wieder führt er den ins New Age übergegangenen katholischen Mönch Richard Rohr an, einen besonders verdrehten Vertreter der „Neuen Spiritualität“, der auch die mystischen Traditionen anderer Religionen für wertvoll und echt hält.[11]

Frey kommt zu wirklich gotteslästerlichen, esoterischen Aussagen, die wir nur anführen, um deutlich zu machen, wie der Irrgeist der Charismatik Menschen benebeln kann. So meint Frey in seinem Buch:

Langfristig wird es uns helfen, Gott als Fluß und Energie zu verstehen und damit sehr modernen Gottesvorstellungen entgegenzukommen. (S. 51)

Vielleicht trauen wir uns in Zukunft eher, Gott als Mutter anzusprechen. Im Sinne der Gleichberechtigung könnte das heilsam sein, für Frauen und Männer (…) Ich jedenfalls spreche Gott immer häufiger auch als Mutter an, ganz natürlich. (62)

Richard Rohr, Franziskanerpater, Autor und weltweit gefragter Lehrer christlicher Spiritualität, beschreibt diesen [„Fluß der Liebe“] in seinem gleichnamigen Buch als „göttlichen Tanz“. (…) Wir betrachten Gott nicht nur als klar abgegrenzte Person (was sehr wichtig und bedeutsam ist), sondern auch als Fluß, Tanz, Bewegung, Energie – und sind mit hineingenommen. Wir fließen und tanzen mit! (88)

Frey hat sich im Laufe seiner „spirituellen Entwicklung“ für schlimme falschreligiöse Lehren aus Hinduismus und Buddhismus und New Age geöffnet, bis hin dazu, daß er (durchaus folgerichtig für diese Einflüsse) die sühnende Wirkung des Opfertodes Jesu Christi in Frage stellt und auch völlig liberaltheologische Positionen gutheißt.[12]

Eine ähnliche Entwicklung hat auch der bekannte deutsche Lobpreismusiker Martin Pepper genommen, der einst Pastor im Bund freier Pfingstgemeinden war und viele beliebte Lobpreislieder schuf, der sich aber mit der Zeit immer mehr der Mystik und Bibelkritik geöffnet hat und 2019 wegen der „theologischen Denkweite“ und „Weltoffenheit“ in die liberale evangelische Landeskirche eintrat. Er erregte Ärgernis, weil er die göttliche Inspiration der Bibel öffentlich in Frage stellte; auf der anderen Seite wirbt er leidenschaftlich für die Irrtümer der „christlichen Mystik“. „Der katholische Theologe Karl Rahner hat den schönen Satz gesagt: ‚Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht sein.‘ (…) Mystik im Sinne von innerer, lebendiger Gotteserfahrung hat mich in meinem Christsein von Anfang an begeistert.“[13]

Diese theologische „Weiterentwicklung“ schlägt sich auch im Liedgut solcher „Lobpreismusiker“ nieder, das oftmals auch geheimnisvoller, mystischer und zum Teil wieder stärker an alte Kirchentraditionen angelehnt erscheint. Das entspricht der Entwicklung einiger Charismatiker hin zu den Irrtümern der Emerging Church, die ebenfalls auf Mystik und Ritual setzt, auf die Mischung von Mystik, Bibelkritik, Kulturrelevanz, Rockkultur und sozialem Aktivismus.[14]

 

 

Charismatische Lieder sind Bestandteil einer falschen, verführerischen „Anbetung“

 

An diesem Punkt wollen wir den Befund unserer Untersuchung zusammenfassen und vertiefen. Es ist hoffentlich deutlich geworden, daß die charismatischen Lieder nicht getrennt werden können von dem geistlich-lehrmäßigen Rahmen der charismatischen „Anbetung“, für die sie geschrieben wurden. Unsere Frage war: Sind diese Lieder geistlich unbedenklich und erbaulich? Können wir sie in das Liedgut biblisch gegründeter Gemeinden aufnehmen, oder müssen wir sie verwerfen? Die Prüfung dieser Lieder anhand der biblischen Maßstäbe zeigt deutlich, daß diese Lieder eine ernste geistliche Gefahr für die Gemeinde darstellen.

 

Die charismatische „Anbetung“ ist der biblischen direkt entgegengesetzt

Es ist wichtig, daß wir verstehen, daß das moderne charismatisch geprägte Konzept von „Lobpreis und Anbetung“ nicht nur einzelne unbiblische Elemente und „Ausrutscher“ enthält, über die man großzügig hinwegsehen könnte, um „das Gute zu behalten“. Nein, dieses Konzept ist als Ganzes durch und durch unbiblisch und im Letzten heidnisch, wie die Bewegung auch, aus der es entsprungen ist. Sie zeigt deutliche Bezüge zum katholischen Verständnis von „Anbetung“, was angesichts der ökumenischen Brückenrolle der Charismatischen Bewegung sehr bedeutungsvoll ist.

Die „Anbetung“ der Katholischen Kirche bestand in menschengemachtem Ritus und Liturgie; sie benutzte heidnische Mittel wie ständig wiederholte Gebete, kostbare Gewänder und Gefäße, künstlerischen Aufwand, Prozessionen, Theaterspiel (Mysterienspiele), Prunk und sinnenbetörende Zeremonien. Der Mensch will die besten Werke seiner Kunst und Fähigkeiten Gott darbringen, seien es Bilder und Statuen, Lieder, Theater oder kunstvoll inszenierte Zeremonien. Das ist ein „selbstgewählter Gottesdienst“ (Kol 2,23) auf menschlich-heidnischer Grundlage, der der Befriedigung des Fleisches dient und Gott nicht gefällt!

Die Anbetung der wahren Gläubigen seit der Reformation dagegen war vom Grundansatz her eine auf dem geistlichen Verständnis des Sühnopfers Jesu Christi, auf dem Wort Gottes gegründete Anbetung. In ihr war das einsichtige gesprochene und gesungene Wort im Mittelpunkt; alles andere trat dahinter zurück und sollte nur eine dienende Rolle spielen. Auch wenn dies in der Praxis vieler Kirchen nicht voll verwirklicht wurde, bedeutete es doch im Kern eine Rückkehr zur biblischen Anbetung der Gemeinde.

Die moderne charismatische „Anbetung“ bedeutet in dieser Hinsicht eine Rückkehr zu den heidnisch verdorbenen „Anbetungsmethoden“ der katholischen Kirche. In ihr wird ebenfalls gelehrt, nicht die einfachen, von Herzen kommenden Worte der Gläubigen zählten vor Gott, sondern kunstvoll inszenierte und instrumentierte Vorführungen, in denen ein großer Aufwand getrieben wird, um die Sinne und Gefühle der Menschen anzurühren und zu erheben. Nicht umsonst verbreiten viele Charismatiker die ungeistliche Vorstellung, Anbetung sei ein „Fest“ (wobei sie wieder falsche Bezüge zu Israel zur Begründung einsetzen). Wenn diese Art von Anbetung von biblischen Gemeinden übernommen wird, sind sie damit auf dem Weg zurück nach Rom.

 

Die moderne charismatische „Anbetung“ führt zu Weltlichkeit, Entheiligung und Lästerung des Namens Gottes

Auch wenn die Lehrer und Praktiker von charismatischer „Lobpreis und Anbetung“ immer wieder Bemerkungen über die Heiligkeit Gottes und die Notwendigkeit von „Heiligung“ machen, ist es doch für den geistlichen Beobachter völlig offenbar, daß diese Art von „Anbetung“ auf erschreckende Weise unheilig, fleischlich und geradezu gotteslästerlich ist. Es ist erschütternd, daß viele jüngere Christen auch aus bibeltreuen Kreisen dies nicht erkennen können. Es zeigt, wieviel Fleischlichkeit und Mangel an Gottesfurcht allgemein unter den Gläubigen in der Endzeit verbreitet sind.

Der verführerische Irrgeist der Charismatischen Bewegung verleitet seine Anhänger zu einer dreisten Vertraulichkeit dem heiligen Gott und dem Herrn Jesus Christus gegenüber, die völlig unbiblisch und unrein ist. Statt Ehrfurcht und Heiligung setzen sie eine fleischlich verkehrte „Leidenschaft“ und seelisch-mystische „Liebesbeziehung“, die angeblich alles rechtfertigt und zuläßt – nach dem modernchristlichen verführerischen Motto: „Gott nimmt dich an und liebt dich, wie du bist – du kannst zu ihm kommen und ihm alles bringen, was du hast und bist“. Gott wird zum toleranten „Daddy“ herabgewürdigt, der Herr Jesus als kumpelhafter Freund gezeichnet, der alles mitmacht, was dem Christen in den Sinn kommt.

 

Verführung zur geistlichen und leiblichen Zuchtlosigkeit

Das Verlockende an dieser „neuen Anbetung“ ist die Freiheit für das Fleisch, die sie verspricht und bringt – der sündige Mensch kann sich voll ausleben und sich hemmungslos vor Gott produzieren, mit ekstatischem Musikgenuß, sinnlichem Rock-Tanz, Schreien, Lachen, Klatschen, Zu-Boden-Stürzen in Trance – alles geht angeblich, alles ist gut und recht, solange der Beweggrund eine angebliche „Leidenschaft für Jesus“ ist. Bewußt soll alles Zuchtvolle, der biblischen Ehrfurcht vor Gott Entsprungene abgelegt und durchbrochen werden.

Die Ehrfurchtslosigkeit und Distanzlosigkeit dem heiligen Herrn gegenüber ist verbunden mit einer unheiligen Sinnlichkeit und unterschwelligen erotischen Aufladung, die besonders aus der Popmusik mit ihren Inszenierungen und Effekten stammt. Man singt hemmungslose „Liebeslieder“, die angeblich an Gott gerichtet sind, aber die Sängerinnen und Sänger tanzen in derselben schamlos-erotischen Selbstdarstellung wie ihre weltlichen Disco-Kollegen auf der Bühne, oft noch in unzüchtiger Kleidung, und ihre Stimmen ahmen die sinnlichen Lockeffekte nach, mit denen die weltliche Popmusik Menschen zur Hurerei verführt.

Wenn wir uns dagegen vor Augen halten, wie heilig und erhaben unser wahrer Herr und Gott ist (vgl. Offenbarung 1), so müßten wir erschrecken bei dem Gedanken, daß Menschen es wagen, so etwas vor Ihn zu bringen. Das ist nichts anderes als Gotteslästerung!

Diese von der unzüchtigen Musik inspirierte Tendenz zur Hurerei wirkt sich auch im Leben der Lobpreismusiker aus. Besonders die „Lobpreisleiter“ sind machtvolle Gurus, denen Bewunderung entgegengebracht wird und die durch die irrgeistig aufgeladene, euphorische Atmosphäre ihrer Konzerte mancherlei Versuchungen und Möglichkeiten ausgesetzt sind. Erst 2024 wurde bekannt, daß der langjährige und weltweit berühmte charismatische „Lobpreismusiker“ Kevin Prosch, inzwischen zum zweitenmal geschieden, eine jahrelange Affäre mit der ebenfalls bekannten Lobpreisleiterin des IHOP Misty Edwards hatte, die ihrerseits eine hurerische Beziehung zu einem Mann hatte, die sie unbedingt geheimhalten wollte.

Prosch, der aus der Vineyard-Bewegung kommt und u.a. Lobpreisleiter bei Rick Joyners Morningstar Ministries war, hatte 1999 bereits einmal gestanden, Ehebruch begangen zu haben und seine „Gabe“ mißbraucht zu haben, um Frauen in eine sexuelle Beziehung zu drängen. Wie viele andere in schlimme Sünde gefallene Superstars der Charismatischen Bewegung wurde er 2002 wieder in den Dienst zurückgebracht, nur um weiter zu sündigen.[15] Daß dies kein Einzelfall ist, zeigen zahlreiche Meldungen aus christlichen Webseiten.[16] Im Jahr 2015 wurde offenbar, daß zwei Lobpreismusiker im Chor von Hillsong New York in einer offen homosexuellen Beziehung zueinander lebten, die eine Zeitlang von der Kirche zugedeckt wurde.[17] Andere Lobpreisleiter haben ihrem Glauben abgesagt oder, wie der prominente Hillsong-Lobpreismusiker Marty Sampson, bekannt, daß sie dabei sind, ihn zu verlieren.[18]

 

Zügellosigkeit und Ehrfurchtslosigkeit

Es darf nicht verwundern, daß die solchermaßen „befreite“, von dämonischen Geistern inspirierte „Anbetung“ oftmals zum Exzeß weltliche, fleischliche Züge annimmt, daß sie über Heiligstes in dreister Anmaßung und unehrfürchtiger Frechheit redet und die „Anbetung“ ohne Hemmungen in ein heidnisches Festival der Sinnenbefriedigung und Ekstase verwandelt. Aber es ist im Grunde erschreckend, wie offen lästerlich hier vorgegangen wird, ohne daß die Masse der von der Popkultur verblendeten Menschen überhaupt etwas merkt. Einige Beispiele mögen genügen; man sträubt sich im Grunde dagegen, solche üblen Ergüsse überhaupt abzudrucken, wenn es nicht nötig wäre, um die Unbefestigten zu warnen.

Einige Zitate aus charismatischen Werbeprospekten für „Lobpreis- und Anbetungsmusik“ mögen das belegen: Eine Produktion, deren Titel übersetzt lautet „Nimm die Stadt ein“, wird so empfohlen: „Ein Anbetungsfestival [!!], das Christen ermutigt, auf die Straße zu gehen und ihre Städte für Gott zu gewinnen.“ Noch schlimmer die Werbung für eine Produktion „Rock n’ Roll Worship Circus“ [„Rock n’ Roll Anbetungs-Zirkus“]:

„Wir hören uns an, als wenn The Beatles und Pink Floyd geheiratet und ein Baby bekommen hätten, das sie T-Rex zum Aufziehen gegeben hätten und dieses Baby sich bekehrt hätte! Ich liebe Rock and Roll, und ich wurde dazu geboren [!!] um Gott zu anbeten. Ich sehe wirklich nur diesen Weg beides für mich miteinander zu verbinden“. So beschreibt Frontman Gabriel Wilson den einheitlichen Glauben der Band und ihre Liebe zur Rock’n’Roll-Musik. (…) „Welcome to the Rock’n’Roll Circus“ garantiert eingängige und nachsingbare Worship-Songs, bei denen es nur darum geht, Gott mit allem, was wir haben, anzubeten – und dazu gehört natürlich auch eine ordentliche Prise Rock’n’Roll!

Eine CD namens „Worship with Jesus Burger“ wird so angekündigt: „Da sage noch einer, Deutschland habe keine musikalischen Nachwuchshoffnungen! Die Jesus Burger beweisen das Gegenteil und hauen mit ‚A Life in Loops’ ein Klasse-Popalbum raus. Allerdings Pop im weitesten Sinne, denn neben diversen Dancesequenzen gibt es die komplette Bandbreite auf die Ohren. Textlich konsequenter Worship!“

In der Werbung für eine Kinderkassette heißt es: „Hurra für Jesus – 1, 2, 3, hier geht es rund. Eine Anbetungsparty von Kindern – für Kids. Die erste deutschsprachige Musikproduktion (…) ist in wenigen Wochen zum Bestseller geworden. Sie müssen diese Kinderlobpreisproduktion mit sechzehn neuen Liedern einfach gehört haben. Frisch – frech [!!!] engagiert und mit viel Pep.“ „Freche Anbetung“ als „Party“ mit „viel Pep“ – welcher Geist steckt hinter einer solchen furchtbaren Verirrung? Es kann nur der Geist Satans sein, der ein Lästerer und Beschmutzer des Heiligen ist!

Unter dem Einfluß des Irrgeistes haben solche charismatischen Konsumenten jedes Empfinden der Furcht Gottes und der heiligen Priesterberufung der Gemeinde verloren. Ihnen geht es offenkundig hauptsächlich um ihre selbstsüchtigen religiösen Erlebnisse, um „die mitreißende, prickelnde [!] aber auch bewegende Stimmung (…), wenn mehrere tausend begeisterter Anbeter Gott im Lobpreis begegnen. Lassen Sie sich von (…) mit neuen Lobpreisliedern in Gottes Gegenwart führen (…) Sie dürfen gespannt sein.“ Von Aufnahmen aus John Wimbers „Vineyard“-Gemeinden heißt es: „Ungezwungen – natürlich – jedesmal individuell. Die Wurzeln reichen unverkennbar zu den ‚Jesus-People’ zurück. Erlebte Freiheit. Jede Produktion ein Ruf nach dem Vater – man spürt die sanfte und immer aufs neue prickelnde Gegenwart Gottes!“[19]

Solche Kostproben zeigen, daß „Praise&Worship“ schon längst eine Konsumware nach dem exakten Strickmuster der weltlichen Popmusik und Popindustrie geworden ist. Man verwendet dieselben Begriffe wie die Welt: es gibt „Worship-Fans“, „Worship-Hits“, „Michael W. Smith-Fans“, „Worship-Events“; es gibt dieselbe perfekte, auf Betörung der Zuschauer ausgerichtete Showinszenierung, dieselben musikalischen Genußerlebnisse. Diese „Anbetung“ dient nur dem Vorwand nach Gott (für den sie ohnehin untauglich und ein Greuel ist); in Wahrheit dient sie dazu, selbstsüchtigen „Christen“ ein heidnisch-religiöses Höhenerlebnis zu vermitteln. Hier handelt es sich um profane, d.h. unheilige, entweihte, entwürdigte Anbetung, die die Welt und ihren unheiligen Geist in die Gemeinde hineinbringt und vor Gott ein Greuel ist.

 

 

Die charismatischen Lieder sind Werkzeuge für magische charismatische Praktiken

 

Einen weiteren Umstand müssen wir in aller Klarheit aussprechen, der vorher schon angeklungen ist. Die charismatischen „Lobpreis“-Lieder können nicht losgelöst werden von der Absicht, mit der sie geschrieben wurden. Sie sind eingebettet in ein System von falschen Lehren und Praktiken der Charismatischen Bewegung, denen sie dienen und die durch sie auch weitergegeben werden. Weil das Denken und die Lehre der Charismatiker viele magische Züge trägt, sind auch die Lieder in vielen, wenn nicht allen Fällen magisch verstandene Werkzeuge für unbiblische Zwecke. Sie entstammen verführerischem Geisterwirken, und sie tragen solches Geisterwirken überall dorthin, wo sie (vielleicht ahnungslos) gesungen werden.[20]

 

Lobpreismusik als Mittel zur Auslösung von Erweckung und zum geistlichen Krieg

Die (meist nicht bewußt ausgesprochene) Grundlage dieser Lieder ist die heidnisch-magische charismatische Lehre, daß das von Charismatikern ausgesprochene und proklamierte Wort die Kraft habe, Realität zu bewirken. Diese Lehre durchdringt in verschiedenen Variationen die charismatische Szene. Das „Wort des Glaubens“, das die Charismatiker im Lied aussprechen, soll nach magischen „Gesetzen des Glaubens“ zur Wirklichkeit werden. „Bekenne es, dann bekommst du es auch“.

Der Charismatiker wird vom Satan verleitet, zu glauben, er könne durch sein Wort Wirklichkeit schaffen, Autos und Häuser „für sich freisetzen“, aber auch Menschen „zur Bekehrung freisetzen“, „Dinge in Existenz sprechen“. Die charismatischen Lieder sind letztlich magische Bekenntnisworte, die bewußt zu dem Zweck geschrieben wurden, etwas in der unsichtbaren Welt zu bewirken und zu verändern.

Eine wenig beachtete Wurzel für das falsche, verführerische Verständnis von „Lobpreis“ und für die Schlüsselrolle der Lobpreismusik in der Charismatischen Bewegung sind die Lehren des Latter Rain-Lehrers George Warnock.[21] Demnach sei die Gemeinde das Gegenstück zum „Zelt Davids“, in dem ein ständiges „Opfer des Lobpreises“ entscheidend sei, um die andauernde Gegenwart der Herrlichkeit Gottes zu sichern. Ausgehend von einer eigenwilligen Deutung von Psalm 22,4 „Aber du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels“ lehrte Warnock, durch richtige Darbringung eines beständigen Lobpreisopfers könne man die ständige Anwesenheit der Herrlichkeit Gottes (glory cloud) bewirken. Die Folge seien Erweckung und das Kommen des Reiches Gottes.

Bill Johnson ist erkennbar von diesen Latter-Rain-Lehren beeinflußt, wenn er schreibt: „Der Thron Gottes, der aufgerichtete wird auf den Preisungen seines Volkes, ist das Zentrum dieses Königreiches. (…) Anbetung ist die Priorität Nummer eins in unserem Dienst. Alles andere, was wir tun, muß von unserer Hingabe an diesen Ruf beeinflußt sein. Er wohnt in unserem Lobpreis.“ Eine Übersetzung sagt es so: Aber du bist heilig, der du thronst in den Preisungen Israels. Gott antwortet mit einer wörtlichen Invasion des Himmels auf die Erde durch die Anbetung des Gläubigen.“[22]

Das ist ein im Grunde magisches Verständnis von „Lobpreis“. Wenn man Gott auf die richtige Weise lobt, kann man Seine Gegenwart herbeirufen und beständig sichern – auf diese Irrlehren gehen zum Beispiel auch die vielen 24/7 „Gebetshäuser“ zurück, insbesondere das weltweit bekannte International House of Prayer (IHOP) in Kansas City / USA. Dieses magische Mißverständnis hat verschiedene Aspekte:

  1. Die Lieder sollen die „Gegenwart Gottes freisetzen“ und die Menschen zu falschen religiösen Erlebnissen führen. In dem Buch Marsch für Jesus wird „Anbetung“ offen als magisch wirkendes Mittel zur Freisetzung einer „Gegenwart Gottes“ bezeichnet:

Marschieren für Jesus ist gleichzusetzen mit Gebet und Lobpreis. Wir tragen unseren Gottesdienst hinaus auf die Straßen, damit wir Gottes Gegenwart in unserer Mitte erkennen, wenn er über dem Lobpreis seines Volkes thront (Ps 22,4). (…) Wenn wir beten, lobpreisen und zusammen marschieren, kommt Gott in unsere Mitte (…) In dem Augenblick, in dem wir uns gemeinsam aufmachen und der Lobpreis für Gott die Luft erfüllt, wird die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserer Mitte offenbar und die Menschen erkennen, daß der lebendige Gott unter uns ist (…) Wenn wir marschieren, handeln wir prophetisch, um den Heiligen Geist freizusetzen – um Gott ‚herauszulassen’, der in unserem Lobgesang wohnt.[23]

  1. Die Lieder sollen das „Reich Gottes“ freisetzen. Nach den Irrlehren der Charismatiker wird „Lobpreis und Anbetung“ auch als Mittel gesehen, das das „Reich Gottes“ (nach ihrem verdrehten Lehrverständnis) zur Entfaltung bringt. Auch hier steckt die magische Lehre dahinter, daß die Christen das, was sie proklamieren, auch geschehen lassen können. Wenn man diese Lieder singt, die den anderen „Jesus“ der Charismatischen Bewegung als „König“ proklamieren und immer wieder davon handeln, daß seine Herrschaft offenbar sei, dann bewirkt man angeblich, daß die Kräfte des Reiches Gottes sich entfalten, z.B. in Heilungen, in Prophetien, im Zu-Boden-Stürzen der Menschen.

Der charismatische Lobpreisleiter und Liedermacher Jack Hayford zeigt in seinem Buch Betet den König an ganz offen die Absicht des charismatischen „Lobpreises“: „Zu selten hat man den Bezug von Anbetung auf geistlichen Kampf und Eroberung gesehen. Aber Anbetung ist dazu gedacht, die Kraft des Reiches Gottes in der ganzen Kirche einzuführen und sie durch die Kirche auszuüben. Die Vollmacht des Reiches Gottes ist das Thema, um das es geht. Die Anbetung Christi sollte sich in mehr zeigen als ästhetischer Brillanz oder dogmatischer Präzision. Sie ist dazu gedacht, die Autorität Jesu in und unter den Glaubenden herauszuarbeiten. (…) Der Kern ist die Autorität des Reiches Gottes.“[24]

Hinter diesen Aussprüchen steckt die magisch-heidnische charismatische Lehre, die Gläubigen seien heute berufen, das Reich Gottes durch Gebieten, Proklamieren, Dämonenaustreibung und Wunderzeichen auszuüben und heute schon „als Könige zu herrschen“. Anbetung wird dafür als Mittel zum Zweck mißbraucht, und die charismatischen Lieder sind von diesem magischen Fehlverständnis von „Anbetung“ in vielerlei Weise durchzogen und gefärbt. Der Liedermacher und „Anbetungsleiter“ Graham Kendrick sagt das ganz offen in dem Buch Marsch für Jesus: „Durch unsere Proklamation wird geistliche Kraft freigesetzt. (…) Ich schreibe deshalb am liebsten Lieder für Anbetungsmärsche, weil ich der Überzeugung bin, daß Gottes Kraft durch das Proklamieren der Wahrheit freigesetzt wird.“[25]

  1. Die Lieder sollen die dämonischen Mächte zurückdrängen und in die unsichtbare Welt hineinwirken. Ein schwerwiegender Mißbrauch der charismatischen Lobpreislieder ist ihr Einsatz in der „geistlichen Kriegsführung“, wo diese vorgeblich an Gott gerichteten Lieder letztlich für die Dämonen gesungen werden, um sie zu vertreiben, ihre Macht zu brechen und „geistliches Land einzunehmen“. Bestimmte Lieder, besonders solche, die im Zusammenhang mit den „Jesus-Märschen“ entstanden, dienen bewußt als „Proklamationen“ für die Dämonen. Sie sind vom Text und auch von der Musik her für „geistliche Kriegsführung“ maßgeschneidert.

Die Verfasser des Buches Marsch für Jesus machen Werbung für die unbiblischen Prozessionen, die charismatischen „Lobpreis“ als Instrument der „geistlichen Kriegsführung“ einsetzen: „Das Ziel des City-Marsches ist die kraftvolle Proklamation Christi in den Gebieten, in denen es bedeutende Machtzentren gibt. Unser Zusammensein, unsere Anbetung, Lobpreis und Proklamation des Namens Jesu – unser Wort und Zeugnis (Offb 12,11) sind die Instrumente der priesterlichen Kriegsführung gegen Satans Herrschaft (Offb 1,6; 2Chr 20,15-22; Ps 149). Mit diesen Instrumenten wollen wir Einfluß auf die City nehmen, dem Herzen der Nation, und uns geistlich in sie investieren.“[26]

Wir müssen also ganz nüchtern feststellen: Die charismatischen Lieder sind als Werkzeuge für unbiblische, verführerische Zwecke geschrieben und komponiert worden. Sie sind getränkt von einem magischen Verständnis von „Lobpreis“ als einer Form von Bekenntnis und Proklamation, die in die unsichtbare Welt hineinwirken soll, um dort Dinge zu bewirken, und das macht sie gründlich und völlig untauglich für den Lobgesang bibeltreuer Gläubiger.

 

 

Die charismatischen Lieder entstammen einem anderen Geist und sind an einen anderen Jesus gerichtet

 

Die verführerische und verderbliche Wirkung der charismatischen Lieder kann nicht richtig verstanden werden, wenn man nicht die Aussagen der Schrift ernst nimmt, die bezeugen, daß in den endzeitlichen falschprophetischen Verführungsbewegungen, zu denen die Charismatische Bewegung gehört, verführerische Geister wirken, Dämonen, die sich in Lichtgestalt verkleiden und diese Musik inspirieren und für ihre Zwecke benutzen.

In 1. Timotheus 4,1 finden wir eine ausdrückliche Warnung vor dem Wirken solcher Verführungsgeister in der endzeitlichen Gemeinde: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen zuwenden werden …“. In 1. Johannes 4,1-3 finden wir die Mahnung, daß wir die Geister prüfen sollen, ob sie aus Gott sind, und die Warnung, daß hinter den vielen falschen Propheten der Gemeinde der Geist des Antichristen steht.

Wir sehen am Beispiel der Gemeinde in Korinth, daß die Werkzeuge des Feindes dort einen anderen Geist und einen anderen Jesus hineinbrachten: „Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen“ (2Kor 11,4). Nur im Licht dieser Warnungen der Schrift können wir die endzeitliche Verführungsstrategie des Feindes mit den charismatischen Liedern richtig einschätzen.

1. Die charismatischen Lieder entspringen in der Regel der Inspiration eines anderen, verführerischen Geistes. Die „geistgetauften“ Textverfasser und Komponisten wenden sich in der Regel in ihrer Verführtheit an den falschen Geist, den sie selbst empfangen haben, und erbitten von diesem sowohl Text als auch Melodie.[27] Dies geschieht oft unter Zungenreden und völliger Zurverfügungstellung der ganzen Person für diesen Geist – ganz so, wie es in diesen Kreisen gelehrt wird. Häufig muß man davon ausgehen, daß sowohl Text als auch Melodie eines charismatischen Liedes direkt durch Eingebung empfangen und einfach niedergeschrieben wurden. Die Texte beruhen nicht selten auf schwarmgeistigen Visionen, in denen ein anderer Jesus erscheint und wirkt.

2. Die charismatischen Lieder sind objektiv nicht an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, den Jesus der Bibel, gerichtet, sondern an den anderen Jesus der charismatischen Visionen und Weissagungen, der in den Lobpreiszeiten als „gegenwärtig“ angeredet und angebetet wird. Das ist den irregeführten Charismatikern nicht bewußt, aber die aus falschgeistiger Inspiration entstandenen Lieder meinen den anderen Jesus dieser Geister, letztlich den Antichristus, dessen Geist sie inspiriert hat. Nur daraus erklärt sich auch, daß im Zusammenhang mit diesen „Jesus-Lobpreis-Chorussen“ immer wieder die abscheulichsten schwarmgeistigen Wirkungen wie Umfallen, Trunkenheit, „Lachen im Geist“, Zuckungen, Schreien, falsche Wunder und Weissagungen ausgelöst werden, die den wahren Herrn Jesus Christus verunehren und lästern.

3. Umgekehrt müssen wir befürchten und stark vermuten, daß viele charismatische Lieder objektiv gesehen den Charakter von „Inkantationen“ haben, das heißt sie dienen dazu, verführerische Geister anzurufen und ihre Gegenwart und Wirkung in den charismatischen Versammlungen herbeizuführen bzw. zu verstärken. Es ist in diesem Zusammenhang aufschlußreich, was ein Lexikon des Okkultismus und des New Age zu diesem Stichwort schreibt:

INKANTATION: Worte die, wenn sie in einer besonderen Anordnung gesungen oder rezitiert werden, magische Kraft haben, einen Zauberspruch in Kraft zu setzen oder Dämonen oder böse Geister herbeizurufen. (…) Weil sich diese Kräfte mit der Wiederholung der Inkantation verstärkten, besaß die besondere Abfolge der Worte selbst magische Qualitäten. (…) Alte Heiden glaubten, daß die große Muttergöttin alle Macht hinter geschriebenen und gesprochenen Zauberformeln besaß. Das erklärt, weshalb Inkantationen oft mit Frauen verbunden sind. In der zeitgenössischen Göttinenverehrung singen die Anbeter mystische Hymnen und Gebete während heiliger Rituale, um die Gegenwart eines besonderen Geistes sicherzustellen.[28]

Es ist interessant, daß in den USA eine „Gesellschaft christlicher Spiritualisten“ 800 Exemplare eines modernen Lobpreis-Liederbuches (Mission Praise) für ihren Gebrauch bestellt hat. Das wurde bekannt, weil Exemplare mit dem Eindruck „Christian Spiritualist Society“ versehentlich im Buchhandel auftauchten![29] Warum können Spiritisten solche Lobpreislieder ohne Probleme singen? Es gibt auch zu denken, daß in den „Lobpreis- und Anbetungsliedern“ zwar sehr viel von „Jesus“ und von dem „Herrn“ die Rede ist, daß aber die biblische Anrede „Herr Jesus“ sehr selten vorkommt (vgl. z.B. Apg 7,59; 1,21; 11,17; 15,26; 19,13; Röm 1,7 u. v. a.; nach 1Kor 12,3 wird ein falscher Geist diese Anrede meiden).

Solche letztlich von Finsterniseinflüssen verseuchten Lieder kann und darf die bibeltreue Gemeinde niemals annehmen und auf ihren Lippen tragen! Sie würde sich sonst an ihrem Herrn und Erlöser versündigen. Nicht in jedem dieser Lieder läßt sich die Verführung eindeutig erkennen. Es mag sein, daß das eine oder andere Lied nicht so stark von der schwarmgeistigen Irreführung geprägt ist, wie die meisten Lieder. Aber da von einem schlechten Baum keine gute Frucht kommen kann, sollten wir auch auf diejenigen Früchte des schlechten Baumes verzichten, deren Verdorbenheit wir nicht auf den ersten Blick erkennen können!

Wir sollten die Lieder dieser Bewegung grundsätzlich meiden, genauso wie wir auch nicht auf die Lehrer und Propheten dieser Bewegung hören sollten, obgleich sie manchmal auch Richtiges und scheinbar „Harmloses“ bringen. Auch für die Lieder dieser verführerischen Bewegung gilt: „Solche meide!“, „Habe nichts mit ihnen zu tun!“ (vgl. Röm 16,17; 1Tim 6,5; 2Tim 3,5).

 

 

Verdorbene Früchte: Spaltung unter den Gläubigen und ökumenische Einheit mit Christusgegnern

 

Wahrhaft geistliche Lieder einen alle wahren Gläubigen und leiten sie zu dem Herrn Jesus Christus, dem Haupt, hin. Der Geist Gottes bewirkt ja gerade die „Einheit des Geistes“ (Eph 4,3) unter den wahren Gläubigen. Er bewirkt, daß die Gläubigen eines Sinnes sind und auf das Eine bedacht, nämlich gemeinsam ihren Herrn zu ehren und Ihm von ganzem Herzen zu dienen (Phil 2,1-4).

Die charismatischen Lieder haben jedoch überall, wo sie in biblische Gemeinden eingedrungen sind, zu schmerzlichen Spaltungen, zu Uneinigkeit und Unfrieden geführt. Zumeist empfinden die älteren, gereifteren Gläubigen das Irrgeistige, Gefährliche dieser Lieder, während jüngere und von der Welt nicht klar getrennte Christen sie befürworten oder sogar verlangen. In diesem Zusammenhang kam es schon oft zu offener Auflehnung der Jüngeren gegen die Älteren und zu bewußtem Ungehorsam gegen Anordnungen der Gemeindehirten (vgl. 1Pt 5,5; Hebr 13,17). Können solche Lieder von Gottes Geist gewirkt sein?

Die Kehrseite dieser klar unbiblischen Frucht ist interessanterweise, daß diese Lieder eine weltweite Einheit schaffen, die Gottes Wort klar entgegensteht: Sie werden von katholischen Charismatikern genauso gesungen wie von Jugendlichen aus Brüderversammlungen oder unabhängigen Baptistengemeinden; sie vereinen liberale Ökumeniker und bibelkritische Theologen mit wahren Gläubigen. Einige dieser Lieder, wie das bekannte „Vater, mach uns eins“, fördern bewußt die unbiblische Einheit aller Namenschristen einschließlich der katholischen Kirche, wie sie auch von „Jugend mit einer Mission“ u.a. als notwendige „Heilung der Zerrissenheit des Leibes der Kirche“ propagiert wird.

Der charismatische Leiter und Pfarrer Friedrich Aschoff schreibt in einem Vorwort zu dem Liederbuch Du bist Herr: „Über das gemeinsame Singen neuer Lieder findet die Christenheit in unserem Land zusammen. Was mit den Liedern von Jugend mit einer Mission begann, das können wir heute gar nicht hoch genug einschätzen. Christen verschiedener Prägung fanden zusammen und konnten gemeinsam singen. Ein wichtiger erster Schritt zum Überwinden von Vorurteilen und zum besseren Kennenlernen war getan“. In einem sehr verbreiteten englischen „Lobpreisliederbuch“ namens Mission Praise heißt es: „Dieses Buch ist ein Dokument der christlichen Einheit“ und „Dieses Buch wurde mit einem Ziel zusammengestellt: Christen aller Denominationen zu vereinen.“[30]

Diese ökumenische Tendenz des charismatischen „Lobpreises“ wird bestätigt von einer Untersuchung der Rolle, die Hillsong-Lieder in der ungarischen katholischen Kirche spielen: „Die Ausbreitung von Hillsong-Liedern in den Kirchen führt zur Entstehung einer besonderen Form des Ökumenismus, die Musik zur Grundlage hat. Dieser Prozeß kann deshalb in solch einem Maß auftreten, weil es eine gleichzeitige oder gemeinsame musikalische Ästhetik der pfingstlichen und der katholischen populären Religiosität gibt, und ebenso eine Ähnlichkeit der religiösen Schwerpunkte, die hinter der Musik in diesen populären religiösen Theologien gespürt werden können.“ Heute sehen wir diese falsche ökumensiche Einheit verwirklicht in den „MEHR“-Konferenzen des „Gebetshauses Augsburg“, in denen Scharen von Evangelikalen zudsammen mir Katholiken verzückt dieselben „Worship“-Lieder singen und eins werden in dem falschen Geist. Ein ungarischer charismatischer Katholik bekennt: „Es verursacht uns kein Problem, daß [die Hillsong-Musik] nicht katholisch ist (…) Tatsächlich singen wir unsere Gefühle zu Gott, wir sagen, wie schön, wie gut, wie mächtig Gott ist. (…) Wenn du den Ablauf einer katholischen charismatischen Messe anschaust, dann wirst du finden, daß 80% der Lieder in der Meßfeier ursprünglich Hillsong-Lieder sind.“[31]

Die charismatischen Lieder spielen eine wesentliche Rolle in dem schleichenden Prozeß der Auflösung biblischer Grundsätze in der Lehre und dem Glaubensleben evangelikaler Christen. Sie tragen aktiv dazu bei, den endzeitlichen Prozeß der Ökumene und des Glaubensabfalls voranzutreiben, der letztlich in die antichristliche Welteinheitskirche der Endzeit, die Hure Babylon, münden wird.

 

[1] Laut einer Studie von Worship Leader Research stammten von 38 Lobpreisliedern, die 2010-2020 in den Top-25-Listen christlicher Organisationen standen, 37 von fünf charismatisch ausgerichteten Megagemeinden geschrieben oder verbreitet wurden – 13 von der Bethel Church, 9 von der Passion Church, 9 von Hillsong und 9 von der Elevation Church; vgl. https://www.christianpost.com/news/nearly-all-top-25-worship-songs-are-tied-to-5-megachurches.html .

[2] Mark Evans, „Creating the Hillsong Sound: How One Church Changed Australian Christian Music“, in: Riches /Wagner (Hg.), The Hillsong Movement Examined, S. 63.

[3] Vgl. zu den Eigenheiten des „Hillsong-Sounds“ auch Tom Wagner, Music, Branding, and Consumer Culture in Church – Hillsong in Focus, S. 48-49; 60-61.

[4] Interview-Zitat aus dem Aufsatz von Kinga Povedák, „Hillsongization, Religious Ecumenism, and Uniformity: A Hungarian Case Study“, in: Riches / Wagner (Hg.), aaO, S. 192.

[5] Lance Goodall, Hellsong. The Music of Hillsong – In Praise of Folly, S. 308-310.

[6] Pivec/Geivett, Counterfeit Kingdom, S. 140-141. Dieses gut dokumentierte Buch gibt zahlreiche aufschlußreiche Beispiele und Bewertungen solcher Lieder, auf die wir hier nicht eingehen können.

[7] Ebd., S. 139.

[8] Ebd., S. 141.

[9] Ebd., S. 143.

[10] A. Frey, Anbetung in Wahrheit und im Geist, S. 237-241. Die Seitenzahlen nach den folgenden Zitaten beziehen sich auf dieses Buch.

[11] Vgl. zu der Verführung der „neuen Spiritualität“ meine Schrift Meditation und Mystik für Christen. 

[12] Vgl. seine Äußerungen in dem Buch S. 120-132. U.a. schreibt er: „Den Osten sehe ich als Quelle uralter Weisheit. (…) Bei uns gibt es manchmal eine Ignoranz oder Geringschätzung gegenüber dem Osten, von den Ostkirchen, den orthodoxen Christen, über die islamische Kultur [!!] bis hin zur indischen und chinesischen“ S. 97.

[13] Vgl. zu Pepper folgende Materialien: „Martin Pepper: ‚Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein‘“, PRO Christliches Medienmagazin 5/2018; „Evangelisch mit Rückenwind“, Idea.de 17. 2. 2019; „Wer die Bibel infrage stellt, stellt Christus infrage“, Idea.de 9. 3. 2022.

[14] Vgl. zur emergenten Bewegung und ihren vielfältigen Bezügen zur Charismatik mein Buch „Aufbruch in ein neues Christsein“? Emerging Church – der Irrweg der postmodernen Evangelikalen.

[15] Vgl. mehrere Artikel in dem Internet-Magazin Christian Post, z.B. https://www.christianpost.com/news/worship-leader-misty-edwards-accused-of-affair-with-kevin-prosch.html. David Cloud erwähnt, daß Prosch mit seiner Band Black Peppercorns auch in Bars und Clubs auftrat und dort auch anzügliche weltliche Popsongs spielte (vgl. David Cloud, Recent Pentecostal Scandals, https://www.wayoflife.org/database/recent_pentecostal_scandals.html, abgerufen 14.8.2024)

[16] Vgl. z.B. den Lobreisleiter, Pianist und Sänger Terry MacAlmon, der 2008 wegen Ehebruchs zurücktreten mußte (https://www.crossrhythms.co.uk/articles/news/Fallen_Worship_Leader/33114/p1/) den Lobpreisleiter Andi Rozier, der von der New Life Church in Colorado Springs, Colorado 2023 wegen Ehebruchs gefeuert wurde (https://www.christianpost.com/news/megachurch-fires-worship-artist-over-extramarital-affair.html), Andrew Shiira, Lobpreiseiter und einst Direktor für Worship-Planung an der Lake Shore Church, wurde 2021 wegen Besitz von Kinderpornographie angeklagt und daraufhin von der Kirche entlassen (https://www.christianpost.com/news/nobts-student-arrested-for-child-pornography.html). Der australische Lobpreisleiter Michael Guglielmucci, einst Jugendpastor der pfingstlerischen Planetshakers City Church in Melbourne, führte zwei Jahre lang Hunderttausende Christen in die irre, indem er eine schwere Krebserkrankung vortäuschte, um von seiner Pornographiesucht abzulenken und Geld zu erschleichen. Er schrieb in dieser Zeit einen betrügerischen „Lobpreis-Hit“, das Lied „Healer“, und trat einmal mit Sauerstoffschlauch auf der Bühne auf. (https://www.christianpost.com/news/preacher-with-fake-cancer-dodges-legal-charges-for-now.html).

[17] Josh Canfield wirkte acht Jahre bei Hillsong NY als Chorleiter, Gesangsleiter und im Worship-Team mit. Er brachte seinen Partner mit in den Chor, und das homosexuell lebende Paar durfte eine Zeitlang weiter im „Anbetungschor“ der Hillsong-Kirche in New York auftreten. Verantwortliche von Hillsong behaupteten, sie hätten von der Beziehung nichts gewußt, aber die Männer bezeugten, daß sie dies der Leitung von Anfang an mitgeteilt hätten. Vgl. https://www.christianpost.com/news/gay-couple-at-center-of-hillsong-controversy-say-theyve-been-open-and-forthright-about-relationship-from-the-get-go.html.

[18] Vgl. https://www.christianpost.com/news/hillsong-writer-reveals-hes-no-longer-a-christian-im-genuinely-losing-my-faith.html.

[19] Zitate aus asaph inside Winter 2002/2003 und aus Prospekten des Musikverlages Projektion J / Music House, Wiesbaden 1992-94.

[20] Die irrgeistigen Hintergründe und manipulativen Methoden der charismatischen „Lobpreismusik“ werden durch zahlreiche Zitate von bekannten „Lobpreisleitern“ ausführlicher dokumentiert in meinem Buch Charismatischer „Lobpreis“, S. 185-201.

[21] Vgl. G. Warnock, From Tent to Temple und auch das ähnlich einflußreiche Buch The Feast of Tabernacles. Zur Latter-Rain-Bewegung und ihrem Einfluß auf die Charismatische Bewegung siehe Kapitel III/3, S. XXX-XXX.

[22] B. Johnson, When Heaven Invades Earth, S. 44 u. 59.

[23] Graham Kendrick u.a.: Marsch für Jesus, S. 165; 170.

[24] Hayford, Betet den König an!, S. 24.

[25] Kendrick, Marsch für Jesus, S. 137-138.

[26] Ebd., S. 44-47.

[27] Vgl. den Artikel auf meiner Webseite: https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/11/du-bist-wuerdig-hintergruende-eines-populaeren-lobpreisliedes/.

[28] Lardy / Lioy / Ingram (Hg.), Concise Dictionary of the Occult an New Age, Stw. „Incantation“ (S. 137; Hv. RE). Ebenfalls aufschlußreich sind die Ausführungen in demselben Lexikon über „New-Age-Musik“: „Die Rhythmen, Melodien und Harmonien, die von Produzenten und Komponisten hervorgebracht werden, um den Bewußtseinszustand der Menschen zu verändern oder zu steigern und bei der Meditation zu helfen. New Age-Musik ist gekennzeichnet durch erhebende Themen, nichtlineare Liedformen, harmonische Konsonanz und kontemplative Melodien. (…) Okkultisten sagen, daß die New-Age-Musik eine grundlegende Rolle bei der Transformation der Welt spielen wird, weil sie Menschen so konditionieren wird, daß sie die okkulte Philosophie annehmen, inneren Frieden erreichen und Erleuchtung erlangen. (…) Einige denken, daß die Musik die Alpha-Wellen des Gehirns verändert oder übersinnliche Vibrationen hervorruft. Andere sagen, sie hypnotisiert den analytischen Bereich des Gehirns und verstärkt den kreativen Bereich des Bewußtseins mit intuitiven Botschaften von alternativen Dimensionen der Wirklichkeit.  (…) Holistische Heiler sagen, daß lebensspendende Energie freigesetzt wird, wenn Patienten die passenden Töne, Frequenzen und Rhythmusschläge hören. (…) In anderen Fällen hören die Patienten Musik an, die mit unterschwelligen Botschaften okkulter Natur gefüllt ist. Die Absicht dabei ist, das Denken umzuprogrammieren, um größere Bewußtheit des Selbst zu erreichen und eingestimmt zu werden auf die Wahrheiten, die von Geistführern vermittelt werden“; ebd., Stw „Music, New Age“ (S.178-179).

[29] Vgl. M. Penfold, The Chorus Book Phenomenon, S. 47-49.

[30] Zitate n. Morrison, Open Thou Our Lips!

[31] Zitat aus einem Interview, in: Riches / Wagner (Hg.), aaO, S. 192-193. Es ist bemerkenswert, daß der Autor des Artikels auch die Feststellung trifft: „Während der Ökumenismus die Grenzen zwischen den verschiedenen Kirchen durchlässiger macht und die Konflikte zwischen ihnen beseitigt, richtet er zugleich Hindernisse innerhalb der Kirchen auf. (…) Auf diese Weise wächst die Distanz zwischen verschiedenen Gruppierungen in den einzelnen Kirchen. Heute sind die katholischen charismatischen Gemeinschaften den pfingstlichen Charismatikern viel näher als den traditionelleren Formen innerhalb der katholischen Kirche, und sie verstehen sie auch besser.“ Ebd., S. 194.

 

 

Bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: Falsche Propheten der Endzeit. Pfingstbewegung und Charismatische Bewegung im Licht der Bibel, Band 1, S. 624-643

 

 

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