Sand statt Fels:
Evangelische Allianz weicht ihre „Glaubensbasis“
weiter auf

 

Rudolf Ebertshäuser    notiert &kommentiert   Mai 2018

 

Im April 2018 gab die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) bekannt, daß sie nach 46 Jahren ihre „Glaubensbasis“ neu formuliert und durch den Hauptvorstand verabschiedet hat. Dieser nicht unwichtige Text bildet die gemeinsame Grundlage der in der Allianz zusammenarbeitenden evangelikalen Verbände, Werke, Freikirchen und Personen. Die Glaubensbasis war zuletzt 1972 überarbeitet worden und geht letztlich zurück auf die erstmals bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London 1846 verabschiedeten 9 Glaubensartikel (sie können hier im englischen Original nachgelesen werden).

Laut Stellungnahme des DEA-Vorsitzenden Ekkehart Vetter sei diese Überarbeitung aus sprachlichen Gründen notwendig geworden. Man habe dazu die Evangelischen Allianzen in der Schweiz und in Österreich mit herangezogen, ebenso den „Arbeitskreis für evangelikale Theologie“. In einer Mitteilung der DEA heißt es dazu:

„Ziel sei es gewesen, diesen theologischen Grundlagentext so zu formulieren, daß er dem heutigen Sprachempfinden entspräche und auch von Jugendlichen und auch von säkularen Menschen besser verstanden werden könne, betonte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, auf mancherlei Nachfragen. Eine inhaltliche Veränderung gehe damit nicht einher. Weiterhin sei ‚die Glaubensbasis die Beschreibung des theologischen Konsens im Allianznetzwerk‘“
(http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/glaubensbasis-der-deutschen-evangelischen-allianz-ueberarbeitet.html  abgerufen 30.4.18; Unterstreichung RE).

Aber der geistlich wache Leser sollte sich fragen: Geht es bei dieser neuen Basis wirklich nur um das „heutige Sprachempfinden“? Ein genauerer Vergleich der beiden Texte deckt zahlreiche inhaltliche Veränderungen auf, die gewichtige geistliche Verschiebungen bedeuten und aufzeigen, wie sich die DEA immer weiter von klassischen evangelikalen Überzeugungen wegbewegt und ihren Abwärtskurs in Richtung Ökumene und liberaltheologischen Irrtümern fortsetzt.

 

1. Die beiden Bekenntnistexte im Wortlaut

 

Wir veröffentlichen nachstehend beide Textfassungen und markieren dabei die Passagen besonders, in denen Textänderungen geistlich von Bedeutung sind.

 

Fassung 1972

Wir bekennen uns:

zur Allmacht und Gnade Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung;

zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung;

zur völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen;

zum stellvertretenden Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einziger und allgenugsamer Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren Folgen;

zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Jesus Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist;

zum Werk des Heiligen Geistes, welcher Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt;

zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist;

zur Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit; zum Fortleben der von Gott gegebenen Personalität des Menschen; zur Auferstehung des Leibes zum Gericht und zum ewigen Leben der Erlösten in Herrlichkeit.

 

Fassung 2018

Die Deutsche Evangelische Allianz, als ein Netzwerk von Christen, bekennt sich zu folgenden Überzeugungen:

Wir glauben an den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er hat die Welt erschaffen, er liebt sie und erhält sie. Darin zeigt er seine Souveränität und Gnade.

Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen. Er ist durch Sünde und Schuld von Gott getrennt.

Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, ist stellvertretend für alle Menschen gestorben. Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.

Jesus Christus, durch Gott von den Toten auferweckt, ist der einzige Weg zu Gott. Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen.

Durch den Heiligen Geist erkennen Menschen Gott. Der Heilige Geist schafft durch die Wiedergeburt neues Leben und befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben. Er schenkt ihnen Gaben zum Dienen. Jesus Christus baut seine weltweite Gemeinde. Er beruft und befähigt die Gläubigen, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.

Jesus Christus wird für alle sichtbar in Macht und Herrlichkeit wiederkommen, die Lebenden und die Toten richten und das Reich Gottes vollenden. Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.

 

2. Eine kritische Bewertung des neuen Bekenntnistexts

 

Wir wollen nun den neuen Text aus bibeltreuer Sicht untersuchen. Unter „bibeltreu“ verstehe ich einen Standpunkt, der konsequent an der völligen Irrtumslosigkeit und wörtlichen Inspiration der Bibel festhält. Für mich hat das zur Folge, daß wir als bibeltreue Gläubige auch die Gebote zur Absonderung vom Sauerteig verführerischer Lehren und Strömungen in der endzeitlichen Christenheit beachten.

Das stellt die wirklich bibeltreuen Gläubigen geistlich außerhalb des Lagers der modernen Evangelikalen und der Evangelischen Allianz, wo eine schlimme Vermischung von biblischen Überzeugungen und handfesten Irrlehren herrscht. „Bibeltreu“ sind für mich klarstehende Geschwister und Gemeinden, die sich von Ökumene, Charismatik, Bibelkritik und der Verführungsströmung des Allianz-Evangelikalismus abgesondert haben – also eine kleine Schar von unabhängigen, konservativen baptistischen, rußlanddeutschen oder brüdergemeindlich ausgerichteten Christen bzw. Gemeinden. Die Evangelische Allianz hatte seit ihrer Gründung in einem Saal der Freimaurer schon immer ein unbiblisches, zu weit gefaßtes Bündnis im Auge, in dem immer schon Irrtümer und unbiblische Strömungen einen Platz fanden.

Im 19. Jahrhundert spielte das wahrscheinlich angesichts vieler ernster, erweckter Allianzmitglieder eine untergeordnete Rolle; aber spätestens seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflußte der Sauerteig zahlreicher Irrlehren die Allianzpolitik zunehmend, und ihre geistliche Linie öffnete sich immer mehr für die Irrtümer der („gemäßigten“) Bibelkritik, der Neo-Orthodoxie, der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, der ökumenischen Theologie und des Dialogs mit der katholischen Kirche.

Das fand seinen Niederschlag schon immer in den Glaubensbekenntnissen der Allianz, und gerade die erste Glaubensgrundlage von 1846 ist sehr vage und dehnbar. Das gilt auch für die Glaubensbasis in der Fassung von1972. Sie enthält aus der Sicht konsequent bibeltreuer Gläubiger viele Mängel und Fehler und spiegelt bereits – wie jedes Allianzbekenntnis seit 1846 – den unbiblischen Kompromiß wider, der dem Allianzgedanken von vorneherein zugrundelag.

Schon in der alten Fassung fehlt z.B. der Hinweis auf die völlige Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift in allen ihren Aussagen – auch in den Aussagen über die Schöpfung und die Geschichte der Welt. Die raffinierte Formulierung beschränkt ihre „völlige Zuverlässigkeit“ auf „alle Fragen des Glaubens und der Lebensführung“. Schon damals hatte man der „gemäßigten Bibelkritik“ Zugeständnisse gemacht.

Es fehlt auch eine klare Aussage über die ewige Verdammnis der unbußfertigen Sünder, was der Allversöhnung eine Hintertür offenläßt. Der Ausdruck „stellvertretendes Opfer“ läßt bereits gewisse Möglichkeiten für bibelkritische Sühnungslehren offen, weil der Hinweis fehlt, daß der Sohn Gottes stellvertretend für uns das Zorngericht Gottes trug und Sein Opfer ein Sühnopfer war.

Dennoch läßt die alte Fassung noch gewisse klassische evangelikale Kernüberzeugungen erkennen, die sich in der neuen Fassung nicht mehr finden. Das wird deutlich, wenn wir die einzelnen Bekenntnispunkte einander gegenüberstellen und sorgfältig auf die Formulierungen achten.

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zur Allmacht und Gnade Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung;

Die Deutsche Evangelische Allianz, als ein Netzwerk von Christen, bekennt sich zu folgenden Überzeugungen:

Wir glauben an den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er hat die Welt erschaffen, er liebt sie und erhält sie. Darin zeigt er seine Souveränität und Gnade.

 

1. Das Bekenntnis von Gott: Ein neuer, menschenfreundlicher Gott

Wenn von Gott nur ausgesagt wird: „Er hat die Welt erschaffen, er liebt sie und erhält sie“, dann werden wesentliche Eigenschaften Gottes hier ausgeblendet. Es entsteht ein menschlich verzerrtes Bild von Gott, das mit der biblischen Wahrheit nur noch wenig zu tun hat. Ausgeblendet wird, daß Gott die Welt auch als Allmächtiger und Allerhöchster regiert, daß Er als der Heilige und Gerechte zugleich der Richter ist und die von Ihm abtrünnige sündige Welt künftig ernst und blutig richten wird (vgl. u.a. Röm 2,1-16; 2Pt 3,1-10).

Die Aussage von Gott: „er liebt sie“ ist in dieser undifferenzierten Weise irreführend; diese gefallene Welt steht unter Gottes Zorn (vgl. u.a. Röm 1,18), und Gottes Liebe zeigt sich in der Gabe des Sohnes zur Errettung für die, welche glauben (Joh 3,16-17). So erweckt dies den Eindruck, die Welt habe kein Zorngericht zu erwarten. Daß dies durchaus beabsichtigt ist, zeigt auch der Umstand, daß der Begriff „Endgericht“ in der Neufassung vermieden wird. All das kommt den auch in Allianzkreisen um sich greifenden ökumenisch-liberalen Allversöhnungs-Irrlehren (z. B. der Missio Dei-Theologie) entgegen. Es ist bezeichnend, daß das gute (und ziemlich klare) deutsche Wort „Allmacht“ in der „Basis18“ vermieden und durch das viel schwammigere theologische Fremdwort „Souveränität“ ersetzt wird, das für unterschiedlichste Deutungen offen ist. Macht das die neue Erklärung „verständlicher“? Nein, aber akzeptabler für moderne Theologen!

Die sehr schwammigen und „harmlosen“ Aussagen über Gott in dem neuen Bekenntnis spiegeln die unübersehbare Tendenz zu den Irrlehren der missionalen Theologie und der Emerging Church wider, sich einen humanen, alle und alles liebenden und versöhnenden Gott zu erschaffen, der weder allmächtig noch heilig noch zornig ist und der Welt (allen Menschen gleich welcher Religion oder Überzeugung) eine wunderschöne Zukunft beschert.

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zur völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen;

Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen. Er ist durch Sünde und Schuld von Gott getrennt.

 

2. Das Bekenntnis vom Menschen

 Dementsprechend wird auch das Bekenntnis vom Menschen massiv verfälscht und „entschärft“. Ist im alten Bekenntnis noch von der „völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen“ die Rede, so werden im neuen betont humanistische und den Menschen verherrlichende Aussagen gemacht. Verschwiegen wird, daß der gefallene Mensch eben nicht mehr ungebrochen das „Ebenbild Gottes“ in sich trägt, sondern durch die Sünde völlig verdorben und angesichts der Heiligkeit Gottes verloren ist (vgl. Röm 3,9-23).

Der seltsame Verweis auf „Menschenwürde“, den die Bibel so nicht kennt, erscheint dem kritischen Beobachter als ein Zugeständnis an die humanistischen religiösen Vorstellungen der Vereinten Nationen. Er findet sich bei Leuten, die eine „Ökumene der Weltreligionen“ den Weg bereiten wollen und die „Menschenwürde“ als gemeinsames Bindeglied betonen möchten. Wir finden ihn jedoch nicht in irgendwelchen früheren Glaubensbekenntnissen, seien sie täuferisch oder reformiert oder konservativ-evangelikal. Die Bibel zeigt, daß der sündige Mensch vor Gott verdorben, in Elend und Schande ist; erst in Christus erlangt der Gläubige eine neue Würde als Kind Gottes und königlicher Priester.

Die Tatsache, daß das Wesen des Menschen durch den Sündenfall völlig verändert wurde und er nunmehr „Gottes Zorn und Verdammnis“ ausgesetzt ist, die immerhin in der alten Fassung noch betont wurde, ist nun einfach weggestrichen worden. Der Zorn des heiligen Gottes oder gar der Begriff „Verdammnis“ haben in den neumodischen evangelikalen Theologien keinen Platz mehr. Die modernen evangelikalen Theologen haben sich schon erschreckend weit an die liberalen und neo-orthodoxe Theologie angeglichen.

So ist es nur folgerichtig, daß das gewichtige „völlig“ in bezug auf die menschliche Sündhaftigkeit gestrichen wurde und vom Menschen nur noch sehr schwammig bekannt wird: „Er ist durch Sünde und Schuld von Gott getrennt“. Das ist nicht die biblische Lehre, auch wenn viele Evangelikale so reden. Der sündige Mensch ist nicht nur getrennt von Gott, sondern er steht als Aufrührer und Übertreter unter Gottes Zorngericht und ist dem Tode verfallen! Die aufgeweichte Formulierung verdeckt diese biblischen Wahrheiten, sie ist viel schwächer und mehrdeutiger als die alte; es erlaubt die katholische und emergente Auslegung, daß der Mensch durch die Sünde nur „beschädigt“ und „beeinträchtigt“ sei, aber auch noch Gutes in sich trage. Diese unbiblische Auffassung wird durch den Hinweis auf die „Menschenwürde“ geradezu nahegelegt.

 

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zum stellvertretenden Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einziger und allgenugsamer Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren Folgen;

zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Jesus Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist;

Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, ist stellvertretend für alle Menschen gestorben. Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.

Jesus Christus, durch Gott von den Toten auferweckt, ist der einzige Weg zu Gott. Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen.

 

3. Das Bekenntnis von Christus, dem Erlöser

Die Aussagen über den Retter Jesus Christus müssen zwangsläufig auch weichgespült werden, damit das neue Bild vom Christentum aufrechterhalten werden kann. Gerade hier wird die verführerische Formulierungskunst der Allianzführer deutlich. Es sei nur angemerkt, daß die neue Formulierung in „Basis18“: „Jesus Christus, der Mensch gewordenen Sohn Gottes“ zwar zutreffend ist, aber keine Aussage über den heiklen Punkt der Jungfrauengeburt macht, wie dies viele frühere Glaubensbekenntnisse taten (aber die Fassung von 1975 auch nicht) – auch hier ein Schlupfloch für liberale Theologen.

Wichtiger nun scheint mir, daß der doch noch einigermaßen klare Begriff „stellvertretendes Opfer“ aus der alten Fassung nun raffiniert auseinandergerissen, auf zwei Sätze verteilt und dadurch mehrdeutiger gemacht wurde. Das ist insofern wichtig und heikel, weil um die Lehre vom Sühnopfer Jesu Christi ja ein gewaltiger und tödlicher geistlicher Ringkampf tobt, in dem weite Kreise der Allianz längst schon vor den liberalen Irrlehren kapituliert zu haben scheinen. Die modernen Verführer leugnen, daß Jesus Christus stellvertretend für uns das Zorngericht Gottes erduldete und die Strafe auf sich nahm, die wir verdient hatten (vgl. u.a. Jes 53,5-8; 2Kor 5,21). Wer dies aber leugnet, hat keine Errettung, sondern fährt in die Hölle.

Die bibelkritischen postmodernen Evangelikalen bemühen alle Künste der Sophistik, um das stellvertretende Sühnopfer zu verleugnen. Damit aber wird der Kern des biblischen Evangeliums aufgegeben und ein falsches Evangelium konstruiert, das niemanden rettet. (Wie das vor sich geht, wird z.B. an den überarbeiteten Einleitungskapiteln von Hans Peter Royers Buch Du mußt sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst! deutlich, in denen die klassische Sühnungslehre nach den Vorgaben Professor Ecksteins abgeändert und verfälscht wurde).

Schon in den früheren Fassungen der Glaubensbasis kam das Blut Jesu Christi als unser Lösegeld nicht vor; nun wird auch der Begriff der Erlösung raffiniert ausgeblendet. Die neue Fassung ist noch weitergehend offen für liberal-emergente Irrlehren. Das „stellvertretend“ wird nur noch mit „allen Menschen“ in Verbindung gebracht, was eine Basis für allversöhnerische Irrtümer ist. In bezug auf Sünde und Vergebung wird nur noch ganz verkürzt von Seinem „Opfertod“ gesprochen. „Gottes Gericht“ wird nur noch nebenher im Zusammenhang mit „Freispruch“ erwähnt. All das hat eine liberale, allversöhnerische Färbung und gibt die Aussagen der Bibel, etwa des Römerbriefs, nur noch bis zu Unkenntlichkeit entstellt wieder.

Dazu trägt wesentlich bei, daß der Abschnitt über die „Rechtfertigung des Sünders“, wie dies in der alten Fassung noch recht deutlich beim Namen genannt wurde, ebenfalls massiv verwässert wurde. Wurde der natürliche Mensch da noch als „Sünder“ gekennzeichnet, so heißt es schön neutral in „Basis18“: „Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen“. „Sünder“ ist ein zu hartes Wort; für die neu-evangelikale, emergent gefärbte Theologie passen solche klaren Worte nicht ins Konzept.

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zum Werk des Heiligen Geistes, welcher Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt;

Durch den Heiligen Geist erkennen Menschen Gott. Der Heilige Geist schafft durch die Wiedergeburt neues Leben und befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben. Er schenkt ihnen Gaben zum Dienen.

 

4. Das Bekenntnis vom Heiligen Geist

 Im folgenden Teil, wenn vom Wesen und Wirken des Heiligen Geistes die Rede ist, setzt sich diese humanistisch-liberale Verfälschung fort. Während in der alten Fassung noch etwas von der biblischen Lehre erkennbar war, indem das von Sünde überführende Wirken des Heiligen Geistes (vgl. Joh 16,8) zumindest noch in dem Begriff „Bekehrung“ aufschien, so wird dies in der neuen Fassung bis zur Beliebigkeit abgeschwächt und für alle Arten von Deutung geöffnet. „Durch den Heiligen Geist erkennen Menschen Gott“ – das ist nicht falsch, aber so reduziert, daß die notwendige Überführung von Sünde, Buße und Bekehrung völlig ausgeblendet bleiben. In dieser Formulierung kann man auch die Religionsvermischung der Missio Dei-Theologie noch mit hineindeuten („der Geist wirkt auch in anderen Religionen und läßt sie Gott erkennen“).

Es ist klar, daß die modern-evangelikalen Theologen im Gefolge der liberalen und emergenten Irrtümer nicht mehr von Buße und Bekehrung reden wollen; nach ihrer Auffassung braucht der Mensch sich nicht zu bekehren. Selbst eine so grundlegende Lehre wie die Innewohnung des Heiligen Geistes im Gläubigen wird ausgelassen. Bezeichnend für die neue, unheilige, verweltlichte Tendenz der liberalen und missionalen Theologen ist es, daß die Heiligung als Frucht des innewohnenden Geistes unterschlagen wird; stattdessen steht die schwammige und vieldeutige Aussage: „Der Heilige Geist … befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben“.

Einige Kritiker haben darauf hingewiesen, daß der Halbsatz „Er schenkt ihnen Gaben zum Dienen“ ein Zugeständnis an die immer stärker werdenden pfingstlerischen und charismatischen Kräfte in der Allianz ist. Das mag durchaus sein; dennoch wollen wir festhalten, daß die Aussage an sich nicht falsch und durchaus am Platze ist.

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist;

Jesus Christus baut seine weltweite Gemeinde. Er beruft und befähigt die Gläubigen, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.

 

5. Das unterschlagene Priestertum der Gläubigen und der verwandelte Missionsbefehl

Auffällig ist, daß der ganze folgende Punkt des alten Bekenntnisses aufgelöst und in sehr veränderter Form mit zum Abschnitt über den Geist geschlagen wurde. Ja, tatsächlich: das „Priestertum aller Gläubigen“, das den Reformatoren noch ziemlich wichtig war, hat keinen Platz mehr in der Basis der Allianz! Das mag durchaus ein vorauseilendes Zugeständnis an die katholische Kirche sein, mit der man sich ja im rasch intensiver werdenden Dialog befindet. Vielleicht spiegelt sich darin auch das klerikale Machtbewußtsein gewisser Allianz-Funktionäre, aus deren Reihen ja ein Professor Schirrmacher sich vor einiger Zeit zum „Bischof“ in „apostolischer Sukzession“ weihen ließ. Auch der „Leib des Christus“, dessen Haupt der Herr ist, scheint nicht mehr wichtig zu sein.

Bezeichnend ist auch, daß der „Missionsbefehl“ nach Matthäus 28, der den alten Evangelikalen ja noch sehr wichtig war, sich plötzlich aufgelöst hat in einen mehrdeutigen Aussagesatz: „Er beruft und befähigt die Gläubigen, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln“. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und baut dieses Bekenntnis elegant im Sinne der emergent-missionalen Theologie um. Zum ersten erscheint die Verkündigung des Evangeliums nicht mehr als dringliche Befehl, sondern nur als eine Option; auch die weltweite Dimension der Evangeliumsverkündigung wird stillschweigend unterschlagen.

Zum anderen kommt, getreu der „Lausanner Erklärung“ und den nachfolgenden evangelikal-ökumenischen Dokumenten, nun auch das Element des „sozialen Handelns“ dazu, das aus den Irrlehren der ökumenischen Missionstheologie übernommen wurde. Natürlich kann man diesen Halbsatz vom „gerechten Handeln“ auch ganz harmlos verstehen, aber im Lichte des Vormarsches des Sozialen Evangeliums in Allianzkreisen (Stichwort „Micha-Initiative“) ist der Bezug zu diesen Verführungslehren naheliegend (vgl. mein Buch Soll die Gemeinde die Welt verändern, S. 71-175; 194-213).

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zur Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit; zum Fortleben der von Gott gegebenen Personalität des Menschen; zur Auferstehung des Leibes zum Gericht und zum ewigen Leben der Erlösten in Herrlichkeit.

Jesus Christus wird für alle sichtbar in Macht und Herrlichkeit wiederkommen, die Lebenden und die Toten richten und das Reich Gottes vollenden. Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

 

6. Das Bekenntnis von den letzten Dingen

Beim abschließenden Bekenntnis von den „letzten Dingen“ (Eschatologie) gab es schon in der alten Fassung Lücken und Schwammigkeiten, aber diese sind in „Basis18“ noch größer und schwerwiegender geworden. Zunächst fällt auf, daß die Allianz ihre Mitglieder nicht mehr darauf verpflichten will, den wiederkommenden Herrn zu erwarten. Das ist ein schwerwiegendes Versäumnis, das aber nur die entsprechende Verführung und Lauheit vieler Allianzkreise widerspiegelt (vgl. Mt 24,48; 2Pt 3,3-4). Für viele ist es zunehmend unklar, ob der Herr überhaupt wiederkommt und es ein Endgericht oder gar ein wörtliches tausendjähriges Reich gibt.

Die immer weiter verbreiteten Verführungslehren über das bereits „angebrochene Reich Gottes“ kommen in der Formulierung zum Ausdruck: „und das Reich Gottes vollenden“. Diese seltsame Formel, die im Widerspruch zu der biblischen Lehre von der Errichtung eines sichtbaren tausendjährigen Gottesreichs auf der Erde gemäß den Prophetien des Alten Testaments steht, erscheint auch als Zugeständnis an die zunehmend einflußreichen missional-emergenten Irrlehren vom „gegenwärtig in der Welt wirkenden“ Reich Gottes.

Sehr auffällig ist, daß eine grundlegende Tatsache wie die leibliche Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten unterschlagen wird – einst klassischer Bestandteil der allermeisten Glaubensbekenntnisse. Auch das hat wohl mit dem Vormarsch emergenter und anderer liberaler Verführungslehren zu tun. Die alte Formulierung grenzte sich noch von der Irrlehre des „Annililationismus“ ab, d.h. der Behauptung, die nicht versöhnten Toten würden aufgelöst oder vernichtet, statt das ewige Gericht der Hölle zu erfahren.

Über diesen Grundbestandteil des biblischen Evangeliums schweigt das neue Bekenntnis noch konsequenter als das alte. Ebenso verschweigt sie die biblische Hoffnung des „ewigen Lebens“ für die Gläubigen. Die Neufassung bahnt so auch im eschatologischen Teil den bösen Lehren der Allversöhnung und der „Missio Dei“ den Weg.

 

 

Fassung 1972

Fassung 2018

Wir bekennen uns:

zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung;

Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.

 

7. Das Bekenntnis von der Heiligen Schrift

Zunächst fällt bei der neuen Basis auf, daß der Abschnitt über die Heilige Schrift an die letzte Stelle gerückt ist, gewissermaßen zu einer bloßen Nachbemerkung herabgestuft wurde. Das ist bedeutsam, denn die Heilige Schrift als inspirierte, völlig zuverlässige und irrtumslose Offenbarung Gottes ist die Grundlage jedes Glaubensbekenntnisses, ja die Grundlage des Glaubens überhaupt.

Deshalb kommt ihre zentrale Bedeutung für den Glauben darin zum Ausdruck, daß dieser Punkt in älteren evangelischen Glaubenbekenntnissen oft als allererstes, jedenfalls sehr weit vorne genannt wird. Umgekehrt offenbart seine Abstufung zum letzten Punkt auch eine verdeckte Abwertung der Heiligen Schrift.

Das bestätigt sich dann auch im den Formulierungen. In einem Bekenntnistext ist schon die Verwendung des eher umgangssprachlichen Begriffs „Die Bibel“ unpassend; die aussagekräftigere und gewichtigere Bezeichnung von Gottes Offenbarungsbuch ist „Heilige Schrift“ (vgl. Röm 1,2; 2Tim 3,15; 2Pt 1,20-21). Darin kommt das göttlich-übernatürliche Wesen dieses Buches zum Ausdruck, das es über alle anderen Bücher erhebt. Wenn es dann ohne bestimmten Artikel heißt: „ist Offenbarung“, dann könnte es auch noch andere Offenbarungen geben; klarer wäre „ist die Offenbarung“.

Ganz entlarvend ist jedoch die Streichung des Wörtchens „völlig“ vor dem schwammigen Begriff „zuverlässig“. Das ist ein haarsträubendes Zugeständnis an die in Allianzkreisen übermächtig gewordene sogenannte „gemäßigte“ Bibelkritik. Wer die sophistischen Winkelzüge der evangelikalen Theologen ein wenig kennt, der sieht, welch ein riesiges Hintertor (von „Hintertürchen“ kann man gar nicht mehr reden) hier für die raffinierten Zweifel an der VÖLLIGEN Zuverlässigkeit und Irrtumslosigkeit von Gottes Wort geöffnet wurde.

Für die evangelikalen, „gemäßigten“ Bibelkritiker ist die Bibel eben nur teilweise und eingeschränkt (auf Glaubensfragen) zuverlässig, und deshalb bedeutet die Streichung des Wörtchens „völlig“ eine üble Kapitulation vor den Feinden der biblischen Wahrheit. Interessant ist, daß im Bekenntnis der Weltallianz noch die Begriffe „unfehlbar“ (infallible) und völlig zuverlässig/vertrauenswürdig (entirely trustworthy) vorkommen; wahrscheinlich wird das auch bald geändert … (vgl. http://worldea.org/whoweare/statementoffaith).

Die schwammige Formulierung „höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung“ kann zumindest so verstanden werden, daß es eine ganze Reihe von Fragen gibt, in denen sie keine Autorität sein könnte (Schöpfung, Geschichte, Gemeindeordnungen, Frauenfrage …). Es gibt auch keine klare Abgrenzung gegen die von der römischen Kirche ins Spiel gebrachte „Überlieferung der Kirche“, die Stellungnahmen der „Kirchenväter“, Päpste und Konzilien als andere, ergänzende „Autoritäten“.

 

 

3. Das neue Bekenntnis – ein Symptom für den geistlichen Niedergang der Evangelischen Allianz

 

Wenn wir die neue Allianz-Glaubensbasis insgesamt betrachten, dann fällt zunächst auf, daß die hierfür bemühte Erklärung, es gehe lediglich um die „Anpassung ans das heutige Sprachempfinden“, nur eine Ausrede ist. In Wahrheit hat man durchaus überlegt die Möglichkeiten der Sprache genutzt, um die wenigen verbleibenden Klarheiten in der alten Fassung, die noch an die einstige, vom biblischen Evangelium geprägte evangelikale Denken erinnerten, auszuräumen und durch postmoderne Beliebigkeiten und dehnbare, mehrdeutige Begriffe zu ersetzen.

Ganz ähnlich wie bei den modernen, „kontextualisierten“ Bibelübertragungen hat man dabei fest umrissene Substantive durch elastische, mehrdeutige Verbalkonstruktionen ersetzt, eingebürgerte theologische Begriffe, die für biblische Lehren standen, durch schwammige Umschreibungen aufgelöst. Für den uneingeweihten Leser kaum nachvollziehbar hat man damit die Glaubensbasis der Allianz geöffnet für die Irrtümer der bibelkritischen missional-emergenten Theologie, die man wohl heute als die tonangebende und zukunftsweisende Schule evangelikalen theologischen Denkens bezeichnen muß. Zugleich hat man auch den verwandten Irrlehren der Bibelkritik und des „Sozialen Evangeliums“ einige Zugeständnisse gemacht.

Ganz nebenbei haben diese Aufweichungen auch die Position der „Evangelischen“ Allianz in bezug auf die Römische Kirche aufgeweicht und so angepaßt, daß dem in letzter Zeit so intensiv geführten Dialog mit Rom kaum noch Hinderliches im Wege steht. Die Schlüsselbegriffe des biblischen Evangeliums sind in der neuen Fassung so verwässert und verfälscht, daß katholische Theologen diese „Glaubensbasis“ wahrscheinlich bedenkenlos unterschreiben könnten.

Wenn man sich besonders die Umformulierungen im Bereich der Lehre von der Sündhaftigkeit und Verlorenheit des Menschen und dem Sühnungswerk des Herrn Jesus Christus ansieht, dann wird der bibeltreue Beobachter zu dem Schluß kommen, daß hier ein anderes, verfälschtes Evangelium zugrundeliegt, das eigentlich keines ist.

Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht! Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht! Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus. (Gal 1,6-10)

Wer diese scharfen Schlußfolgerungen nicht nachvollziehen kann, den möchte ich gerne auf mein Buch Aufbruch in ein neues Christsein? über die Emerging Church und das ausführliche Buch Zerstörerisches Wachstum verweisen, wo ich die Tendenzen der emergenten und missional-kontextualisierten Irrlehren ausführlicher behandelt habe. Angesichts der dort zusammengetragenen Fakten und Zitate dürfte deutlich werden, daß der Ernst der geistlichen Lage nicht übertrieben wurde.

Die beschriebenen Umformulierungen sind Ausdruck eines deutlichen Schwenks hin zu einer humanistisch verfälschten Theologie, wie sie besonders in missionalen und emergenten Kreisen betrieben und in den „progressiven“ Foren der DEA schon lange zirkuliert werden. Noch ist der Schwenk nicht ganz radikal und offensichtlich für jeden; aber er so massiv, daß offener Widerstand nötig ist.

Ich habe auf das-wort-der-wahrheit.de immer wieder auf den geistlichen Niedergang und die Ausbreitung von Irrlehren im Rahmen der Deutschen Evangelischen Allianz hingewiesen. Die Frage ist, wann die wenigen noch verbliebenen biblisch ausgerichteten konservativen Evangelikalen aufwachen und Konsequenzen ziehen. Sie sind im Grunde, wenn ich es richtig sehe, nur noch geduldet und werden als Feigenblatt gehalten, um die immer stärkere charismatisch-bibelkritisch-ökumenische Vergiftung der Hauptströmung in der Evangelischen Allianz abzulenken. Die neue, von Resten biblischer Wahrheit entkernte „Glaubensbasis“ könnte für einige der Anlaß sein, längst notwendige Schritte zu tun.

Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist. (Judas 1,3)

 

 

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Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de  1. 5. 2018  © Rudolf Ebertshäuser   notiert&kommentiert

 

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