Immer häufiger hört man aus evangelikalen Kreisen ein neues Zauberwort: „Gemeindegründungsbewegungen“. Dahinter steckt ein besonderes Konzept, das angeblich die Schwierigkeiten der evangelikalen Mission und Gemeindearbeit beseitigen soll und die vollständige Evangelisation Deutschlands, Europas und der ganzen Welt bewerkstelligen soll.

Dabei setzt man auf kleine, organische Gemeinschaften, die sich innerhalb von Familien und sozialen bzw. kulturellen Untergruppen ausbreiten sollen, indem sie immer wieder neue Kleingruppen gründen. So soll nach dem Schneeballsystem ein Netzwerk von vielen tausend „organischen“ Kleinstgemeinden entstehen, bis die ganze Bevölkerung oder Nation von solchen „Jesus-Gemeinschaften“ durchdrungen ist. Heute liest man immer wieder von solchen Gemeinden – Stichwörter sind „City Churches“, „kulturrelevante Gemeinden für die postmoderne Generation“, „organische Hausgemeinden“ usw.

 

„Gemeindegründungsbewegungen“ als unbiblisches Missionskonzept

 

Diese Konzepte gehen u.a. zurück auf Donald McGavran, den Begründer der Gemeindewachstumsbewegung, sowie auf den evangelikal-charismatischen Missiologen Ralph Winter, die beide an dem bekannten Fuller-Seminar unterrichteten, einer Denkfabrik des liberal-ökumenischen Evangelikalismus. Sie wurden zuerst in der „Dritten Welt“ eingesetzt, wo sie zur Auslösung sogenannter „Insiderbewegungen“ unter Muslimen, Animisten und Hindus führten. Grundlage ist die verführerische Anpassung des Evangeliums an die Kultur und Religion der Zielgruppe („Kontextualisierung“ genannt). Die solcherart gewonnenen „Jesus-Jünger“ sollen in ihrer religiös-sozialen Umgebung bleiben, ohne sich offen zum christlichen Glauben zu bekennen (was sofort zur Ausgrenzung führen würde). Das Ergebnis ist eine schlimme Religionsvermischung, die z.B. zur Bildung eines „Chrislam“ führt. Auf der anderen Seite haben solche „kulturangepaßten“ Bewegungen durchaus eine gewisse Möglichkeit, sich auszubreiten und zahlenmäßige Erfolge zu erzielen – wenn auch oft nur kurzfristig.

Solche Gemeindegründungskonzepte werden auch im deutschsprachigen Raum verbreitet – vorwiegend über amerikanische Missionare wie David L. Watson und David Garrison, durch das International Mission Board der Südlichen Baptisten, aber auch durch charismatische Gruppen wie „Jugend mit einer Mission“ und DAWN (Discipling a whole Nation), die im direkten Gegensatz zur Bibel das Ziel haben, ganze Völker und die ganze Welt „zu Jüngern zu machen“. Hintergrund sind Irrlehren, nach denen die Gemeinde jetzt und heute schon das Reich Gottes auf Erden verwirklichen müsse, indem sie die Welt immer besser und christlicher macht und durch sozialpolitisches Engagement und flächendeckende Gemeindegründungen die Gesellschaft im christlichen Sinn „transformiert“ (umgestaltet).

Solche verführerischen Lehren werden heute meist unter dem Stichwort „missionale Gemeinde“ verbreitet. Dieser verführerische Begriff stammt aus den Reihen des Ökumenischen Weltrates der Kirchen, ist aber heute auch bei vielen Evangelikalen populär. Man beruft sich auf eine „Missio Dei“ („Mission Gottes“), nach der Gott angeblich die Welt schon mit sich versöhnt habe, so daß sie nicht mehr gottfeindlich und zum Untergang bestimmt sei. Gott wolle vielmehr heute schon „erlösend“ und „versöhnend“ in der Welt wirken, und die Kirche sei dazu berufen, diesen Auftrag auszuführen und sich deshalb mit der Welt einszumachen und sie durch „kontextualisierte“ Gemeindegründungen und sozialpolitisch-kulturelles Engagement immer christlicher zu machen. In dieser rasch wachsenden Strömung sind sowohl die Emerging Church (emergente Bewegung) als auch verschiedenen „missionale“ Gemeindebewegungen angesiedelt; prominente Sprecher sind u.a. Alan Hirsch (Vergessene Wege), Michael Frost (Die Zukunft gestalten), Neil Cole (Organische Gemeinde) und Johannes Reimer (Die Welt umarmen).

Diese heute immer einflußreicheren Lehren habe ich in meiner neu veröffentlichten Schrift Gemeindegründungsbewegungen – Gemeindewachstumskonzepte – neue Missionslehren unter den Evangelikalen. Eine Stellungnahme aus bibeltreuer Sicht näher beleuchtet. Auf dieser Webseite werden dazu demnächst weitere Informationen veröffentlicht. Im Herbst wird dazu mein neues Buch Zerstörerisches Wachstum erscheinen. Die folgenden Informationen sind dieser Schrift entnommen.

 

Die „Konsultation für Gemeindegründung in Deutschland“ und ihr Auftrag

 

Ein wichtiges Instrument für die Ausbreitung dieser neuen Gemeindegründungsbewegungs-Konzepte ist die „Konsultation für Gemeindegründung in Deutschland“. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein bislang eher unter Ausschluß der Öffentlichkeit arbeitendes Treffen von Leitern aus verschiedenen evangelikalen Werken, die alle mit Gemeindegründung bzw. Gemeindeberatung zu tun haben. Die Konsultation wurde 2007 gegründet; geleitet wird sie von einer „Spurgruppe“, in der Erhard Michel (Allianzmission – FEG), der führenden emergenten Sprecher Reinhold Scharnowski (DAWN Europe), Jason Holm von der missionalen Greater Europe Mission und der ebenfalls missional-emergent beeinflußte Pfingstler James Ros (BFP) zusammenwirken.

Der Einfluß in dieser Vereinigung in Richtung missionaler und emergenter Irrlehren wird auch an einem Referenten deutlich, den sie zu ihren für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen, zweimal im Jahr abgehaltenen Beratungen einluden: 2009 sprach der missionale Emerging Church-Referent Michael Frost (Australien); 2010 war der geladene Referent Prof. Johannes Reimer. Wer sonst noch auf den internen Treffen gesprochen hat, wird diskret verschwiegen.

Die Verschwiegenheit wird verständlicher, wenn man die Organisationen kennt, die laut offizieller Mitteilung an dieser Konsultation mitwirken (wieweit noch andere Kreise teilnehmen, u.U. als Beobachter, ist nicht ersichtlich). Auf der einen Seite findet man hier pfingstlerische und charismatische Gruppierungen (BFP, Foursquare, Vineyard, Anskar, Mühlheimer Verband) sowie Gruppen, die deutlich missionale Lehren vertreten und teilweise zur Emerging Church-Bewegung neigen (Jesus-Freaks, DAWN Europe, Novavox, Christian Associates Germany; EMRG; charismatische Hauskirchen, Natürliche Gemeindeentwicklung) – dann aber auch eher konservativ-evangelikal orientierte Werke wie die Kontaktmission oder die Deutsche Gemeinde-Mission, und dann ehemals konservative Werke, die sich seit Jahren missional umorientiert haben, so etwa die Deutsche Inland-Mission (DIM) oder das Wiedenester Gemeindeforum sowie die Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB). Wir listen die Teilnehmer hier einmal auf:

* Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste der EKD, Arbeitsgruppe und Modellprojekt „Gemeinde pflanzen“ [Landeskirchliche Gemeindegründer, u.a. mit Verbindungen zu e-motion und Vineyard]

* Anskar-Kirche [charismatische Freikirche mit eigenen Gemeindegründungsprojekten; verantwortlich Pastor Olaf Neumann]

* Arbeitskreis Wachstum, Evangelisation u. Neulandmission der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB) [Hier ist nicht klar, ob nur die bei den Baptisten angeschlossenen Brüdergemeinden mit ihrer Gemeindegründungsarbeit oder auch der „Arbeitskreis Wachstum“ vertreten sind, bei dem auch Vertreter der „freien Brüder“ mitwirken]

* Christian Associates Germany [Teil des missional-emergenten Gemeindegründungs-Netzwerkes Christian Associates International mit Sitz in den USA; Verbindung zu Alan Hirsch; verbunden mit novavox]

* DAWN European Network [charismatisch-apostolisches Gemeindegründungsnetzwerk, mit emergenter Bewegung verflochten durch Leiter R. Scharnowski und T. Jones]

* Deutsche Gemeinde-Mission e.V. [konservativ-evangelikales Missionswerk, geleitet von Matthias Strickert; Verbindungen zur KFG. In einem Fax hat sich sich die Leitung der DGM inzwischen ausdrücklich von den missionalen Falschlehren distanziert; sie möchte nicht mit charismatischen, missionalen oder emergenten Organisationen in der Konsultation zusammenarbeiten. Sie hat den Namen der DGM inzwischen auf der Webseite der Konsultation löschen lassen und steht auch nicht hinter dem geplanten Kongreß für 2013.]

* DIM – Deutsche Inlandmission [Den Brüdergemeinden nahestehendes Gemeindegründungswerk, das sich inzwischen den Gemeindegründungslehren von David Watson geöffnet hat]

* EMRG – das europäische Forschungsnetzwerk [European Missions Research Group = missionales Netzwerk von Missionsforschern; Koordinator ist der emergent-Sympathisant Andreas Wolf von DAWN Europe]

* Evangelisationswerk der Ev.-Methodistischen Kirche [liberal-ökumenisch-charismatisch durchsäuerte Freikirche]

* Forum für Gemeindegründung (Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden – Baptisten) [Verbindung zur Emerging Church durch Jens Stangenberg; André Peter Beirat bei IGW Deutschland und Fachmann für Emerging Church; weitere Verantwortliche Jürgen Tischler, Gunnar Bremer]

* Freikirchliches Evangelisches Gemeindewerk (Foursquare) [US-Pfingstgemeindever-band mit missionalen Akzenten und Verbindungen zur Emerging Church durch EnChristo-Gemeinde Mainz; Pastor Jan van Wille]

* Gemeindegründungswerk im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) [verantwortlich der missional-emergent beeinflußte James Ros]

* Great Commission Europe [Stark missional ausgerichtetes US-Gemeindegründungswerk]

* Greater Europe Mission [Ursprünglich evangelikales Missionswerk, das inzwischen massiv auf missionale Gemeindegründung setzt]

* Hauskirchen in Deutschland [charismatische Hauskirchenbewegung; Ex-JMEMler Emmerich Adam, Oliver Schippers, Leiter von Natürliche Gemeindeentwicklung]

* IAM-Mission [Internationale Arbeitsgemeinschaft Mission; eher konservativ-evangelikal ausgerichtetes kleines Werk]

* Bund Freier Evangelischer Gemeinden (Inland-Mission) [Missional ausgerichtete Arbeit mit enger Beziehung zu emergenten Kreisen; 2011 sprach Prof. Reimer auf den Impulstagen; 2013 ist Michael Frost vorgesehen; einer der Verantwortlichen ist Dr. Dietrich Schindler, Fuller-Doktorand, missionaler Gemeindegründungsexperte und Leiter der Inland-Mission]

* International Mission Board der Southern Baptists [Großes Missionswerk, das auch in Europa und Deutschland zunehmend aktiv ist; missionale Ausrichtung]

* Jesus Freaks [charismatisch-emergent orientierte Gemeindebewegung mit ca. 60 Gemeinschaften in Deutschland]

* Kirche des Nazareners [US-Freikirche aus der Heiligungsbewegung]

* Kontaktmission [Konservativ-evangelikales Missionswerk]

* Liebenzeller Mission [Große evangelikal-pietistische Mission mit einzelnen Gemeindegründungsprojekten in Deutschland]

* Mülheimer Verband [pfingstlerischer Gemeinschaftsverband mit einigen eigenen Gemeindegründungsprojekten; Prof. Reimer hat dort auf dem MaiVestval 2012 ein Referat gehalten]

* Natürliche Gemeindeentwicklung [Gemeindeberatung nach den Lehren von Christian A. Schwarz; steht den charismatischen Hauskirchen und der missional-emergenten Strömung nahe]

* Ohofer Gemeinschaftsverband [landeskirchlicher Gemeinschaftsverband]

* novavox – Netzwerk für missionale Gemeindeinnovation [missional-emergent ausgerichtetes Gemeindegründungsnetzwerk]

* Siebenten Tags Adventisten [Diese häretische Gruppe, die über die Ev. Allianz inzwischen als „evangelikal“ salonfähig gemacht wurde, betreibt ebenfalls eigene Gemeindegründungen]

* Süddeutscher Gemeinschaftsverband [Landeskirchlich-pietistischer Verband]

* Theologisches Seminar der FEG [dort lehrt Prof. Johannes Reimer Missiologie]

* Vereinigung evangelischer Freikirchen [ökumenisch-liberal-charismatisch vermischter Verband, dem außer FEG, BEFG, BFP, Mülheimern und Methodisten auch liberale Mennoniten, Nazarener, Heilsarmee und Gemeinde Gottes angehören]

* Vineyard D-A-CH [extremcharismatische Vereinigung mit Gemeindegründungsinitiativen. Nähe zu missional-emergentem Gedankengut]

* Wiedenester Gemeindeforum [Mit dem Seminar und dem Missionswerk Wiedenest sowie den AGB verbundene Organisation, die auch Gemeindeberatung durchführt. Verbindung zu missionalen und emergenten Kreisen. Veranstalten Konferenzen „GemeindeNEUdenken“]

 

 

Die unbiblischen Ziele der Konsultation

 

Unter der Überschrift „Selbstverständnis“ findet man: „Die Konsultation für Gemeindegründung in Deutschland fördert Gemeindegründung in Deutschland durch Zusammenarbeit auf Leiterebene von Bewegungen und Denominationen, die aktiv Gemeinden gründen. Wir arbeiten auf der Glaubensbasis der Lausanner Bewegung.“ Als „Vision“ wird festgehalten: „Deutschland mit einem Netz von lebendigen Gemeinden durchdringen“. Das Ziel der Konsultation ist also ausdrücklich die Zusammenarbeit auf Leitungsebene, um Gemeindegründungen zu fördern. Wer also dort mitarbeitet, gibt zu erkennen, daß er es auch für förderungswürdig hält, wenn emergente, Vineyard- oder Freaks-„Gemeinden“ gegründet werden, und daß er bereit ist, solche Gründungen mit zu unterstützen und zu decken. Das dürfte durchaus nicht im Sinne vieler Gläubiger an der Basis z.B. der Brüdergemeinden sein.

Auch ist das Anliegen der „missionalen Gemeindegründung“ deshalb heikel und umstritten, weil viele auch theologisch „weite“ Pastoren und evangelikale Führer die Problematik solcher Gründungen für bestehende Gemeinden gut kennen. Es ist sehr häufig so, daß besonders die „kulturrelevanten“, „postmodernen“, auf Jüngere ausgerichteten neuen Gemeinden erhebliche Schäden in bestehenden Gemeinden anrichten, aus denen sie vor allem jüngere Mitglieder und unzufriedene Mitarbeiter abziehen. Solche Trendgruppen wie die ICF oder die Calvary Chapels haben vielfach große Scharen von jüngeren Leuten aus umliegenden Gemeinden angezogen, die von der „coolen“ Gottesdienstgestaltung, dem „fetzigen“ Lobpreis und anderen Lockmitteln begeistert sind. Daß die Gemeindeleiter der geplünderten Gemeinden diese Begeisterung nicht teilen, ist auch den Gemeindegründungs-Netzwerkern bekannt.

Als „Arbeitsweise“ der Konsultation wurde festgelegt: „Im Hören auf Gott und auf einander wollen wir folgende vier Aufgaben angehen: Vernetzen: Beziehungen knüpfen und Kooperation schaffen; Lernen: Erfahrungen und Konzepte austauschen; Forschen: Relevante Informationen sammeln; Ziele erkennen: Gemeinsam Ziele formulieren und strategisch umsetzen.“ Hier kommt wieder der unbiblische, dem New Age entlehnte Netzwerkgedanke heraus; hier sollen verschiedene Werke mit missionalem Gedankengut beeinflußt und vor den Karren einer im wesentlichen unbiblischen, auf missionalen und emergenten Irrlehren beruhenden Gemeindegründungswelle gespannt werden. Wer dort mitwirkt, hat sich mehr oder weniger verpflichtet, die Gemeindegründungen der anderen Mitwirkenden anzuerkennen und nicht zu kritisieren; auf diese Weise wird dieser verführerischen Initiative die nötige Rückendeckung auch durch „seriösere“ evangelikale Werke gewährleistet – bis hin zu solchen, die auch in bibeltreuen Kreisen Ansehen genießen.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Bildung dieser Konsultation ziemlich genau nach dem Stufenplan erfolgt ist, der von DAWN-Gründer Jim Montgomery in seinem Buch „Eine ganze Nation gewinnen“ genau beschrieben wird. Demnach sieht DAWN seine Aufgabe darin, in jedem Land ein Netzwerk von Gemeindegründungsinitiativen zu bilden, in dem möglichst alle Denominationen des Landes vertreten sein sollen. Zunächst soll die Strategie flächendeckender Gemeindegründungen als Mittel zur Evangelisation unter den Führungspersonen verankert werden, wozu ein apostolischer Initiator und eine „Spurgruppe“ eingesetzt werden soll; danach soll das Ziel der Gemeindegründung durch Kongresse an die Öffentlichkeit gebracht werden, um möglichst alle Kirchen und Freikirchen und Werke mit in diese Strategie einzubinden. Jede Gruppe soll sich dann konkrete Wachstums- und Gemeindegründungsziele setzen, deren Erreichung auch kontrolliert und dokumentiert wird.

Die Bildung der „Konsultation“ ist offenkundig maßgeblich auf DAWN-Vertreter Reinhold Scharnowski zurückzuführen, der von eurochurch.net als Mitgründer bezeichnet wird. Es ist interessant, daß der Leitungskreis dieser Konsultation ausgerechnet den etwas ungewöhnlichen Namen „Spurgruppe“ trägt. Diese Bezeichnung prägte Montgomery (bzw. sein Übersetzer W. Simson), der dieser katalytisch wirkenden Initiativgruppe in seinem DAWN-Strategiebuch eine Schlüsselrolle zuschreibt:

Es wird der Zeitpunkt kommen, wo einige dieser Leiter sich begeistert und überzeugt für das DAWN-Projekt engagieren werden. Aus einer kleinen Gruppe von ihnen kann jetzt eine Spurgruppe gebildet werden, das [sic] DAWN bei den übrigen Kirchen und Gemeinden des Landes vorstellt. Es wird ihre Aufgabe sein, die erste Veröffentlichung von DAWN im Rahmen einer Veranstaltung zu veranlassen, die wir als erstes Leitertreffen bezeichnen.
 
Die Vermutung, daß die „Konsultation“ im Rahmen der weltweiten DAWN-Strategie ins Leben gerufen wurde, wird dadurch erhärtet, daß Martin Robinson von dem DAWN-nahen Netzwerk eurochurch.net in einem Artikel davon spricht, daß die „deutsche DAWN-Gruppe“ (!) ihr Ziel nicht erreicht habe, alle Beteiligten auf ein nationales Wachstumsziel auszurichten, was doch für den DAWN-Gedanken so wichtig sei. Von daher ist es auch interessant zu erfahren, daß die Konsultation unter dem Motto: „Trendwende 2013 – Symposium für Gemeindegründung in Deutschland“ am 6.-8. Juni 2013 den Gemeindegründungsgedanken einer weiteren Öffentlichkeit vorstellen will – auch das entspricht dem Stufenplan des DAWN-Konzepts.
Es ist ratsam, dieses verführerische Netzwerk und seine Aktivitäten gut im Auge zu behalten. Letztlich führen seine Aktivitäten dazu, daß biblische Gemeinden geschädigt werden und die Verbreitung des biblischen, unverkürzten Evangeliums erschwert wird durch gezielte Förderung des missionalen falschen Evangeliums und „kulturrelevanter“ Gemeinden, die vor allem die jüngere Generation von Christen irreführen und abziehen dürften. Die Lehren und Aktivitäten dieser Gruppierungen dringen zunehmend auch in früher bibeltreu geprägte Kreise ein, und wir müssen ihnen klaren Widerstand leisten, ansonsten wird dieser Sauerteig noch großen Schaden anrichten.

 

Quellen: http://www.konsultation-gg.de/

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der unten erwähnten Schrift „Gemeindegründungsbewegungen“

Rudolf Ebertshäuser   das-wort-der-wahrheit.de    26. 7. 2012

Zu diesem Beitrag können Sie auf unserer Webseite lesen:

Gemeindegründungsbewegungen – Gemeindewachstumskonzepte – neue Missionslehren unter den Evangelikalen. Eine Stellungnahme aus bibeltreuer Sicht

[Eine ausführliche Untersuchung der Lehren und Praktiken der neuen „missionalen Gemeindebewegungen –BC#c` Seiten; insbesondere S. 171-239]

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