<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klartext Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
	<atom:link href="https://das-wort-der-wahrheit.de/kat/geistliche-impulse/klartext/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/kat/geistliche-impulse/klartext/</link>
	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 03 May 2023 10:09:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2019/12/favicon-dwdw-45x45.png</url>
	<title>Klartext Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
	<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/kat/geistliche-impulse/klartext/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>&#8222;Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre!&#8220;</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2023/05/habe-acht-auf-dich-selbst-und-auf-die-lehre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 10:03:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7190</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Ein Aufruf an junge Brüder, sich mit der biblischen Lehre zu beschäftigen &#160; &#160; &#160; Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (…) Wenn du dies [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2023/05/habe-acht-auf-dich-selbst-und-auf-die-lehre/">&#8222;Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre!&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Ein Aufruf an junge Brüder, sich mit der biblischen Lehre zu beschäftigen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 80px;"><strong><em>Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden </em></strong><em>durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (…)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><strong><em>Wenn du dies den Brüdern vor Augen stellst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, der du nachgefolgt bist.</em></strong><em> Die unheiligen Altweiberlegenden aber weise ab; dagegen übe dich in der Gottesfurcht! Denn die leibliche Übung nützt wenig, die Gottesfurcht aber ist für alles nützlich, da sie die Verheißung für dieses und für das zukünftige Leben hat. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert; denn dafür arbeiten wir auch und werden geschmäht, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. <strong>Dies sollst du gebieten und lehren!</strong> </em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, sondern sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit! <strong>Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren.</strong> Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir verliehen wurde durch Weissagung unter Handauflegung der Ältestenschaft! Dies soll deine Sorge sein, darin sollst du leben, damit deine Fortschritte in allen Dingen offenbar seien! <strong>Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei!</strong> Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten (od. bewahren) als auch die, welche auf dich hören. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-16</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir leben in der fortschreitenden Endzeit, und das ist eine Zeit, in der Verführungen und falsche Lehren in der Gemeinde und unter den Gläubigen immer mehr zunehmen – ob das nun die charismatische Verführung ist oder die ökumenische Verführung oder die Irrtümer die Bibelkritik und des sozialen Evangeliums, ob es nun die verführerische „Lobpreis“musik ist oder die lässige Ehrfurchtslosigkeit irgendwelcher „Jugendkirchen“.</p>
<p>Deshalb sind die treuen Gläubigen heute mehr den je herausgefordert, entschieden für den Glauben zu kämpfen, der ihnen ein für allemal überliefert wurde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3</a>). Wenn die Gemeinde den Irreführungen standhalten soll, dann ist es unerläßlich, daß es viele Geschwister und besonders Brüder gibt, welche die gesunde Lehre der Bibel in besonderer Weise studieren und sich davon nähren. Wir brauchen dringend viele Brüder, gerade auch jüngere Brüder, die ernsthaft und intensiv die Bibel studieren und ein Verständnis für die <em>Lehre der Apostel </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,42</a>) entwickeln, die uns in den Briefen des Neuen Testaments überliefert wurde.</p>
<p>Darüberhinaus ist es aber zur Verteidigung des Glaubens auch wichtig, daß es genügend Brüder gibt, die sich auch in einem gewissen Maß mit den heutigen Verführungsströmungen auskennen und sie von der Bibel her beurteilen und auch widerlegen können, um von der Irreführung gefährdete Christen warnen und zurüsten zu können.</p>
<p>Hier ist das eingangs angeführte Bibelwort aus dem 1. Timotheusbrief ganz wichtig. Es enthält einen ernsten, dringlichen Aufruf, sich dem Herrn für den Dienst der Lehre zur Verfügung zu stellen, und dieser Aufruf sollte heute ganz besonders Beachtung finden. Wir brauchen Brüder, die <em>„sich an das zuverlässige Wort“ </em>halten, <em>„wie es der Lehre entspricht“</em>, damit sie imstande sind, <em>„sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9</a>). Gerade jüngere Brüder werden von Gottes Wort ermahnt, eifrig danach zu streben, daß sie im Wort Gottes gut gegründet sind und andere lehren und zurüsten können, sowie es der Apostel Paulus dem Timotheus ans Herz legt: <em>„Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,15</a>).</p>
<p>Das alles erfordert Zeit und Konzentration auf das Wichtige und Vorrangige. Heute leben wir aber in einer Zeit, wo allzuviele Gläubige, besonders jüngere, die Bereitschaft zum fleißigen Bibelstudium und zum Lesen bibeltreuer Bücher immer weniger aufbringen. Das allgegenwärtige Smartphone mit seiner Vielzahl von ablenkenden Impulsen, die bunte Bilderwelt von Instagram, Youtube &amp; Co. und die Informationsflut des Internets nehmen viele jüngere und auch manche ältere Gläubige so in Beschlag, daß die wertvolle Zeit zum Studieren und Forschen, zum Nachdenken und Erarbeiten von Grundlagenkenntnissen nicht vorhanden ist. Ja, allein schon die Fähigkeit, sich überhaupt über mehr als eine Stunde auf ein Buch oder einen längeren Text zu konzentrieren und ihn aufzunehmen, scheint bei vielen Christen zu schwinden.</p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Ich habe meine Wege erzählt, und du hast mir geantwortet; lehre mich deine Anweisungen! Laß mich den Weg verstehen, den deine Befehle weisen, so will ich reden über deine Wundertaten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C26-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,26-27</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Lehre mich, HERR, den Weg deiner Anweisungen, daß ich ihn einhalte bis ans Ende. Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C33-34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,33-34</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C97&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,97</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor, damit ich nachsinne über dein Wort. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C148&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,148</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Meine Lippen sollen überfließen von Lob, wenn du mich deine Anweisungen lehrst. Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C171-172&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,171-172</a>)</em></p>
<p>Wir wichtig wäre es, daß gerade die Männer, die doch die Verantwortung haben, den Dienst am Wort zu tun und die Aufsicht über die Gemeinden zu führen, sich dieser Aufgabe widmen und die gesunde Lehre tiefer erforschen würden! Es ist gut und wichtig, wenn es auch viele gläubige Frauen gibt, die in der gesunden Lehre gegründet sind, aber für die Brüder ist das noch viel wichtiger, wenn sie ihren von Gott gegebenen Auftrag in der Gemeinde ausführen sollen.</p>
<p>Solche Brüder gibt es ganz gewiß, aber ich fürchte, es gibt zu wenige davon. Und wer unter den jungen Brüdern ist bereit, auf mancherlei Aktivitäten, Vergnügungen und Ablenkungen zu verzichten, um sich in die Lehre zu vertiefen und die wichtige Arbeit der Verteidigung des Glaubens weiterzuführen, wenn die Älteren es nicht mehr können? Einige profilierte Brüder, die diesen Dienst in den letzten Jahren im deutschsprachigen Bereich getan haben, sind um die 70 Jahre alt, und es ist ungewiß, wie lange sie ihren Dienst weiterführen können. Gibt es jüngere Diener Gottes, die ihre Aufgabe übernehmen können?  </p>
<p>Möge der Herr es schenken, daß solche Brüder von Ihm zubereitet und berufen werden! Und möge der Herr schenken, daß immer mehr Brüder sich Mühe geben, im Wort zu studieren und zu arbeiten, was eine Voraussetzung für einen solchen Dienst ist! Das Forschen im Wort und die Aneignung des nötigen Wissens über Verführungsströmungen und die Leitlinien gesunder Gemeindearbeit erfordert Disziplin und Selbstentsagung.</p>
<p>Die Zeit dafür müssen wir woanders wegschneiden und ganz bewußt uns selbst, unsere Zeit und Kraft dem Herrn Jesus für diesen Auftrag aus Gottes Wort zur Verfügung stellen. Doch darauf liegt auch ein großer Segen! Unser Herr will solche jungen Brüder segnen, die diesen „Timotheus-Auftrag“ aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 4</a> ernst nehmen und sich dem Herrn zur Verfügung stellen. Und sie werden ein Segen für die Gemeinden sein, die sich heute noch dem endzeitlichen Verführungsstrom entgegenstemmen.</p>
<p>Übrigens habe ich für solche Brüder, denen das am Herzen liegt, auch zwei Lehrbücher verfaßt, die eine Zusammenfassung der wichtigen biblischen Lehraussagen zum jeweiligen Thema bringen und ein gezieltes Bibelstudium anleiten und erleichtern sollen: Das Buch <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/08/der-weg-der-gemeinde-in-der-endzeit-buchinfo/"><strong>Der Weg der Gemeinde in der Endzeit</strong></a> behandelt de wichtigsten Aussagen der Bibel zu der Endzeit, in der wir leben, und zeigt, wie die Gemeinde in dieser Zeit dem Herrn treu nachfolgen kann. Das Buch <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2022/06/biblischer-gemeindebau-in-der-endzeit-buchinfo/"><strong>Biblischer Gemeindebau in der Endzeit</strong> </a>stellt die Lehre des Neuen Testaments über die Gemeinde und ihren Aufbau systematisch und praxisnah dar. Und die Bibelauslegungen zum <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/10/bewahre-das-wort-buchinfo/"><strong>2. Timotheusbrief</strong></a>, zum <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/11/von-gott-bewahrt-vor-der-verfuehrung-buchinfo/"><strong>2. Petrusbrief und Judasbrief</strong></a> sowie zum <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/02/der-kommende-herr-und-die-gemeinde-eine-auslegung-des-2-thessalonicherbriefes/"><strong>2. Thessalonicherbrief</strong></a> können helfen, gerade die Lehre der Bibel über die letzte Zeit an neutestamentlichen Briefen genauer zu studieren.</p>
<p>Was auch immer für Hilfsmittel der Einzelne wählt – wichtig ist die Bereitschaft, dem Erforschen von Gottes Wort und das Nachsinnen darüber einen ganz hohen Stellenwert einzuräumen. Und wir sollten das nicht nur zur eigenen Festigung und Glaubensstärkung tun, sondern auch, um damit dem Herrn und Seiner Gemeinde zu dienen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> Veröffentlicht auf https://das-wort-der-wahrheit.de am 3. 5. 2023   © Rudolf Ebertshäuser<em><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2023/05/habe-acht-auf-dich-selbst-und-auf-die-lehre/">&#8222;Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre!&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gebet für die Obrigkeit und alle Menschen</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/08/gebet-fuer-die-obrigkeit-und-alle-menschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 13:20:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Fürbitte]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Obrigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6738</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Als Kinder Gottes haben wir den grundsätzlichen Auftrag vom Herrn, im Gebet priesterlich-fürbittend einzustehen für alle Menschen, insbesondere für die Menschen, die in unserem Land und unserer Gesellschaft in Stellungen der Autorität sind. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/08/gebet-fuer-die-obrigkeit-und-alle-menschen/">Gebet für die Obrigkeit und alle Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Kinder Gottes haben wir den grundsätzlichen Auftrag vom Herrn, im Gebet priesterlich-fürbittend einzustehen für alle Menschen, insbesondere für die Menschen, die in unserem Land und unserer Gesellschaft in Stellungen der Autorität sind.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,1-4</a>)</strong></p>
<p>Solches Gebet ist gerade auch im Herbst 2021, insbesondere auch im Hinblick auf die kommenden Bundestagswahlen, überaus notwendig. Nach meiner Überzeugung sind wir als gläubige Kinder Gottes nicht dazu berufen, uns politisch zu engagieren oder bestimmte politische Parteien oder Bewegungen zu unterstützen. Wir sind ein heiliges Priestertum für Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5.9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5.9</a>), und unser Auftrag in bezug auf die gesellschaftlichen Entwicklungen besteht in erster Linie im Gebet.</p>
<p>Viele Christen schätzen den Einfluß des Gebets eher gering ein und neigen eher dazu, etwas „zu tun“, wenn es um politisch-gesellschaftliche Entwicklungen geht, die uns Not machen. Aber in Wahrheit sollten wir das Gebet als den Königsweg ansehen, wie wir heute noch einen gewissen aufhaltenden, bewahrenden Einfluß ausüben können angesichts einer Welt, die immer rascher in Richtung auf eine antichristliche Diktatur voranschreitet.</p>
<p>Solche Entwicklungen kann die betende Gemeinde nicht vollständig oder auf Dauer verhindern, denn sie sind notwendig und in Gottes prophetischem Wort vorhergesagt. Aber wir können uns sehr wohl dafür einsetzen, daß gewisse böse Trends noch für eine Zeit aufgehalten werden, daß der ewige, allmächtige Gott noch Kräfte erweckt, die manches Böse für eine gewisse Zeit verhindern.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+21%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 21,1</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Daniel begann und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand. Er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+2%2C20-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 2,20-22</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt; gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C31-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,31-32</a>)</strong></p>
<p>Unser Gott sitzt im Regiment; Er thront hoch über den Mächtigen dieser Erde. Er setzt Gewaltige ein und stürzt sie auch; Er läßt es manchen Völkern oder politischen Kräften gelingen, aber Er macht auch manche Bestrebungen völlig zuschanden.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind; der den Himmel ausbreitet wie einen Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zunichtemacht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwandelt — kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm in der Erde Wurzeln getrieben, da haucht er sie an, und sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+40%2C22-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 40,22-24</a>)</strong></p>
<p>Schon im Alten Testament finden wir Gebete, die an Gott appellieren, einzugreifen und dem Treiben der Gottlosen zu wehren.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>O HERR der Heerscharen, du Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde! Du hast den Himmel und die Erde gemacht. HERR, neige dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf, o HERR, und sieh! Ja, höre alle Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen! (…) Nun aber, HERR, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, daß du der HERR bist, du allein! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+37%2C16-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 37,16-20</a>)</strong></p>
<p>In diesem Sinne sollten wir als einzelne Gläubige, in Gebetskreisen und Gemeinden verstärkt eintreten für geistliche Anliegen, die heute wichtig erscheinen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für den Rückgang der Corona-Infektionen und einen weisen, angemessenen Umgang der Regierenden mit dieser Krankheit;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für eine vollständige Rücknahme der Corona-Beschränkungen, für die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Grundrechte und bürgerlichen Freiheiten;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für die Ausbreitung der Wahrheit über die Corona-Pandemie, daß die weltweit verbreitete Angstmache und Einschüchterung unwirksam wird und viele Menschen, auch viele Gläubige noch die wahren Hintergründe der weltweiten Corona-Politik durchschauen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für den Schutz derjenigen, die aus Überzeugung und Gewissensgründen die genmanipulierenden Corona-„Impfungen“ nicht annehmen wollen, vor willkürlichen Auflagen und Einschränkungen seitens der Staatsmacht; für die Verhinderung bzw. Abschaffung staatlicher Impfpflicht;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für die volle Wiederherstellung der Freiheiten der christlichen Gemeinden, sich ohne Abstands- und Maskenregelungen zu versammeln, das Mahl des Herrn zu feiern, zu singen und evangelisieren;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für die Politker und Mneschen in hoher Stellung in unseren Ländern, daß sie Weisheit und Besonnenheit in der Ausübung ihrer Verantwortung bekommen, daß sie die Rechte der Bürger und besonders der Christen noch achten, und daß sie zum weltweiten Frieden und zu einer guten gesellschaftlichen Ordnung in ihren Ländern beitragen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für ein weltweites Ende der Lockdowns und der Unterdrückung christlicher Gemeinden und Missionstätigkeiten durch die Regierungen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für eine kraftvolle Ausbreitung des Evangeliums weltweit in diesen letzten Zeiten kurz vor der Wiederkunft des Herrn; daß noch viele Menschen sich bekehren und die echten Evangeliumsboten noch einmal offene Türen bekommen, die vielleicht letzte Ernte des Evangeliums einzubringen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Für eine Erweckung der echten Gläubigen in allen Ländern, daß die Gemeinde Jesu Christi aufwacht aus ihrem geistlichen Schlaf und sich vorbereitet auf den sehr bald wiederkommenden Herrn und Bräutigam.</p>
<p><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Am+9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Am 9</a>./10. August 2021 haben viele Gläubige ernstlich den Herrn angerufen, da die Bundesregierung in ihrem Beschlußentwurf für die Ministerpräsidentenkonferenz als Punkt d. der Corona-Maßnahmen vorgesehen hatte, daß auch die „Teilnahme an Gottesdiensten oder anderen religiösen Zusammenkünften in Innenräumen“ für Ungeimpfte nur noch mit einem kostenpflichtigen Test möglich gewesen wäre. Das wäre im Endeffekt ein Gottesdienstverbot für Ungeimpfte gewesen und hätte viele Gläubige in große Not gebracht und auch viele Gemeinden schwer belastet. Damit wäre auch die verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit im Endeffekt ausgehebelt worden.</p>
<p>In dem endgültigen Beschluß der Konferenz wurde dieser Punkt als einziger weggelassen, so daß uns die Freiheit der Teilnahme an Gemeindeversammlungen, so wie es aussieht, erhalten geblieben ist. Gewiß ist das auch die Frucht von sehr vielen Gebeten der Kinder Gottes gewesen. Das sollte uns ermutigen, auch weiterhin ernstlich vor unserem großen, allmächtigen Gott im Gebet einzustehen. In der Zwischenzeit haben wir auch an anderen Punkten erlebt, wie unser Gott die Gebete der Seinen erhört und psoitive Veränderungen in der Politik möglich gemacht hat.</p>
<p>Möge der Herr es schenken, daß wir erneut lernen, IHN ernstlich zu suchen und die Macht des gläubigen Gebets zu erleben! Mögen wir neu im Glauben ergreifen, was uns verheißen ist: <strong>„Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, daß es nicht regnen solle, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land; und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde brachte ihre Frucht“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C16b-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,16b-18</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©  Rudolf Ebertshäuser   Das-Wort-der-Wahrheit.de   überarbeitet am 17. 2. 2022</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/08/gebet-fuer-die-obrigkeit-und-alle-menschen/">Gebet für die Obrigkeit und alle Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tanz am Abgrund – die Jagd nach weltlicher Unterhaltung und Vergnügung</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/03/tanz-am-abgrund-die-jagd-nach-weltlicher-unterhaltung-und-vergnuegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 22:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6624</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Mensch hat sicherlich schon immer das Bedürfnis gehabt, von seinen Mühen im Arbeitsprozeß auszuspannen und sich zu vergnügen. Das ist an und für sich nichts Böses, aber die Wege, die sich die sündigen, von Gott abgefallenen Menschen suchten, um ihren „Spaß“ zu haben, waren in den allermeisten Fällen sehr wohl böse und verdorben. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/03/tanz-am-abgrund-die-jagd-nach-weltlicher-unterhaltung-und-vergnuegung/">Tanz am Abgrund – die Jagd nach weltlicher Unterhaltung und Vergnügung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Der Mensch hat sicherlich schon immer das Bedürfnis gehabt, von seinen Mühen im Arbeitsprozeß auszuspannen und sich zu vergnügen. Das ist an und für sich nichts Böses, aber die Wege, die sich die sündigen, von Gott abgefallenen Menschen suchten, um ihren „Spaß“ zu haben, waren in den allermeisten Fällen sehr wohl böse und verdorben.</p>
<p>Wir finden in der Bibel manche Andeutungen, wie im Altertum die Sünder aus den Heidenvölkern, aber auch die untreuen Angehörigen des Bundesvolkes Israel ihre Freizeit nutzten, um sich zu vergnügen. „Partys“ mit Trinkgelagen und unzüchtigem Zeitvertreib gab es schon in ältesten Zeiten. Die schlimmen Auswirkungen des Alkoholkonsums werden uns schon an Noah warnend vorgestellt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+9%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 9,18-21</a>).</p>
<p>Dina, die Tochter Jakobs, ging aus, um die Töchter der verdorbenen Kanaaniter zu sehen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+34%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 34,1-2</a>); es ist die Frage, wie unschuldig dieses „Freizeitvergnügen“ war, bei dem sie von Sichem geschändet wurde. Auch die Gewohnheit sündiger Männer, sich mit Huren einzulassen, ist uralt, wie traurigerweise schon die Lebensgeschichte Judas bezeugt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+38%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 38,15-16</a>).</p>
<p>So ging es in der ganzen Geschichte der gottlosen Welt weiter. Der Unterschied ist nur, daß seit dem 20. Jahrhundert im Westen viel größere Schichten der Bevölkerung in großem Umfang Zugriff auf die Vergnügungen hatten, die in früheren Zeiten hauptsächlich der Oberschicht vorbehalten waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Unsere Zeit ist die Blütezeit der leichtfertigen Unterhaltung und Vergnügungssucht</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es dürfte noch keine Zeit in der Weltgeschichte gegeben haben, in der raffinierteste Vergnügungen und Ausschweifungen ein solches Ausmaß erreicht haben wie die unsere. Noch nie hatten so viele Menschen (vor allem in den Industrieländern) so viel „Freizeit“ wie heute; noch nie gab es solche technischen Möglichkeiten, alle Spielarten der Unterhaltung überallhin zu verkaufen bzw. auszubreiten, insbesondere über Fernsehen und Internet.</p>
<p>Und noch nie hatte ein relativ so hoher Teil der Weltbevölkerung auch die finanziellen Mittel, sich mit allen möglichen Dingen zu belustigen – Filme und Videos, Pornodarstellungen und Theaterstücke, Youtube-Späßchen und Computerspiele, Fernsehkrimis und Liebesromane, Rockkonzerte oder Philharmoniebesuche, Discoabende oder Ohrhörer-Wunschkonzert beim Stadtbummel, Partys oder Facebook-Chats, Saufurlaube auf Mallorca oder romantische Sonnenuntergänge auf Bali, Bildungsreisen nach Rom oder Kreuzfahrten in der Südsee, Skiurlaub in Garmisch oder Bergwandern in den Alpen … man könnte die Aufzählung der Vergnügungsangebote beliebig fortsetzen.</p>
<p>Hinter all dem steht letztlich der Fürst dieser Welt, welcher die ruhelosen Weltmenschen durch die vielseitigsten Ablenkungen, Belustigungen und Befriedigungsmöglichkeiten für ihre Begierden berauscht und geistlich einschläfert, damit sie nicht nach Gott fragen und umkehren. Mithilfe der modernen Unterhaltungsmedien beschäftigt er sie rund um die Uhr und flößt ihnen zugleich eine Flut vergifteter Bilder und Inhalte ein, die auf verschiedenste Weise die sündigen Anschauungen dieser gottfeindlichen Welt transportieren und die Menschen bewußt und unbewußt manipulieren und in eine böse Richtung steuern.</p>
<p>Der moderne Mensch wird z.B. über die Smartphones überall und rund um die Uhr eingehüllt in eine jederzeit präsentes Unterhaltungsangebot nach Lust und Laune: Rock- und Popmusik, Youtube-Videos, Kinofilme, Sportübertragungen, Musikshows, Talkshows, Twitternachrichten, Facebook … Der sündige Mensch will abgelenkt und amüsiert werden; er verlangt nach Vergnügungen, die ihn die Lasten des Lebens, seine Schuld und Trennung von Gott vergessen machen. Und der Teufel liefert ihm das in jeder gewünschten Spielart. Die meisten weltlichen Vergnügungen sind direkt mit Sünde verbunden und spielen mit den schmutzigen Begierden der Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die moderne Vergnügungsszene und die 68er-Kulturrevolution</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die heutige Vergnügungsindustrie verdankt ihren Aufstieg und Einfluß hauptsächlich dem technischen Fortschritt einerseits und der 68er-Revolte mit ihrer alles durchdringenden Popkultur, obwohl es natürlich schon früher einflußreiche Unterhaltungsbranchen gab, deren Einfluß allerdings begrenzter war.</p>
<p>Die 68er-Revolte verstand sich vor allem als <em>Kultur</em>-Revolution, und das entspricht auch weitgehend den Tatsachen. Sie veränderte kaum etwas an den wirtschaftlichen Verhältnissen und auch nicht an irgendwelchen Machtstrukturen, sondern sie veränderte das Denken und die Lebensweise der Menschen, die sich ihr öffneten. Einige ihrer stärksten Impulsgeber waren Künstler und Gurus aus dem Kultursektor – Musik, Kunst, Film. Ganz besonders waren die rasch populär werdenden Stars aus der Szene der Rock- und Popmusik Vorreiter der Gesetzlosigkeit und der Jagd nach Lustbefriedigung um jeden Preis.</p>
<p>Weltstars wie John Lennon oder Mick Jagger und eine immer weiter anschwellende Welle von provokativen, sich im Exzeß überbietenden Rockbands bewirkten durch ihre ungehemmt rebellische, unzüchtige, alle Normen des Anstands und der Moral durchbrechende Lebensweise eine rasche Umprogrammierung weiter Kreise der jüngeren Generation. Die aus der afrikanischen Dämonenanbetung herrührende ekstatische Musik des Rock und Pop peitschte die Hörer auf und führte sie in eine folgenschwere Enthemmung und Auflehnung und brach einem gesetzlosen, lustorientierten Lebensstil Bahn.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>Musik zu hören (und später auch in Musikvideos zu sehen) wurde zu einem wesentlichen Bestandteil des Alltagslebens von Millionen und Abermillionen Menschen. Das beschränkte sich nicht nur auf die Freizeit; immer häufiger wurde auch an bestimmten Arbeitsplätzen die Berieselung mit Musik gestattet. In Einkaufsläden wurde Hintergrundmusik als wirksamer Anreiz zum Kaufen bewußt eingesetzt. Neuere technische Entwicklungen (CD-Player, MP3-Player, Smartphones) begünstigten eine fast lückenlose Dauerberieselung vieler Menschen – überwiegend mit der ekstatischen, erotisierenden, verführerischen Rock- und Popmusik.</p>
<p>Exzessives Tanzen zu dieser Musik in Discotheken wurde zu einem wichtigen Erlebnis für Millionen jüngere und später auch ältere Konsumenten. Auch die zahllosen Festivals der Rock- und Popmusik waren Orte der kollektiven Weltflucht oder Auflehnung, des Exzesses, der Grenzüberschreitung und des Ausstiegs aus dem als öde empfundenen Alltag. Mit diesen Freizeitritualen verbunden waren oftmals Drogenkonsum und kurzfristige geschlechtliche Affären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Das sprechende Bild: Unterhaltung im Zeitalter der modernen Medien</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch in der von den USA dominierten und in den 50er Jahren noch eher vorsichtigen Filmindustrie wirkte sich die 68er-Welle aus; die Filme wurden erotisch immer provokativer, immer zügelloser in ihren Phantasiewelten, immer gesetzloser in ihrer Moral. Die Methoden, mit denen die Filmemacher ihre Zuschauer in illusionäre Welten voller Sünde und Schmutz hineinzogen, wurden immer raffinierter.</p>
<p>Das Fernsehen und später das Internet erhöhten noch die Reichweite und Wirkungskraft der sprechenden Bilder. Sie transportierten immer öfter Botschaften der ungezügelten Leidenschaft und Sünde, der brutalen Gewalt, aber auch des Okkultismus und der Perversion. Im Fernsehen kamen noch zahlreiche andere Formen fragwürdiger „Unterhaltung“ dazu – Fernsehshows der verschiedensten Art, Krimiserien, die alle Spielarten des Verbrechens öffentlich darstellten, usw.</p>
<p>Dazu kam eine durch die Bilddarstellung und Redaktion raffiniert manipulierende Berichterstattung über Ereignisse des Lebens, der Politik und Wirtschaft, die den Anschein der objektiven Wirklichkeitswiedergabe erweckte und doch auf vielfache Weise Wirklichkeit verfälschte, umdeutete und unterschwellig die falschen Werte des Zeitgeistes vermittelte.</p>
<p>Durch alle diese Dinge wurde auch der schon zuvor begonnene „Starkult“ immer mehr gefördert. Die Menschen, besonders junge Menschen, wurden und werden dazu verleitet, bestimmte von dem Medien hochgejubelte „Stars“, also besonders gutaussehende oder begabte Leute aus der Film- und Musikwelt, zu bewundern und nachzuahmen.</p>
<p>Diese „Stars“ sind Projektionsflächen der eigenen Sehnsüchte, Ersatz für eigene Defizite, fragwürdige oder gar perverse Vorbilder für eine Welt, die echte moralische Autoritäten abgesetzt und für veraltet erklärt hat. Das gilt auch für Sportstars, besonders Fußballspieler, und in begrenztem Maß auch für andere Personen (Ärzte, Unternehmer, Adlige), die von den Medien groß herausgebracht werden und das Spiel mitspielen.</p>
<p>Dieser Starkult bringt der Medienindustrie handfeste materielle Gewinne ein; er verführt die neuen Helden der orientierungslosen jüngeren Generation dazu, sich gegenseitig in immer schrillerer Selbstdarstellung, in immer offenerer Zügellosigkeit und Frechheit zu übertrumpfen.</p>
<p>Ein „Star“, der die Medien nicht mit immer neuen Affären und Skandalen, mit immer neuen Modeticks und Showinszenierungen füttert, endet bald abgewirtschaftet in der Vergessenheit. Die Halbgötter und Götzen der modernen Unterhaltungsindustrie landen zumeist, nachdem sie einige Jahre hochgejubelt wurden, im Abseits, ersetzt durch neue, frechere, noch zügelloser auftretende Nachfolger.</p>
<p>Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmt der Aufstieg des Internets und der neuen digitalen Medien immer stärker die Kultur des westlichen Abendlandes; die Anfänge des Internets im Jahr 1969 fallen bezeichnenderweise ebenfalls in die 68er Zeit.</p>
<p>Dadurch haben sich insgesamt die zersetzenden Einflüsse verschiedenster Art auf die Menschen verstärkt. Insbesondere dominieren heute die „sozialen Medien“ des Internets wie Facebook, Twitter, WhatsApp, Instagram oder Youtube das Netz. Einerseits multiplizieren sie massenhafte Impulse gesetzloser, verdrehter Menschen, die sich selbst darstellen und Aufmerksamkeit erregen möchten, andererseits fördern sie auch die manipulative Einflußnahme durch bestimmte Interessengruppen, die die Menschen in ihrem Sinne steuern möchten (durch Werbung, Stimmungsmache, „Fake News“ usw.).<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a></p>
<p>Insgesamt können wir im 21. Jahrhundert eine in dieser Intensität sicherlich einzigartige Massenbeeinflussung durch die Rock- und Pop-Spaßkultur und die modernen digitalen Medien beobachten. In der heutigen vor-antichristlichen Zeit tut der Widersacher alles, um die Menschen von ihrer Verlorenheit abzulenken und in Sünde und weltliche Vergnügungen aller Art einzufangen. Dabei spielen immer dreistere Spielarten von Gesetzlosigkeit und Perversion eine Schlüsselrolle. Die Menschen werden von der endzeitlichen Unterhaltungsindustrie berauscht und gesteuert wie mit einer Droge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. Christen und der weltliche Unterhaltungsbetrieb</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit der Ausbreitung der christlichen Gemeinde inmitten einer heidnischen Umgebung im 1. Jahrhundert nach Christus gab und gibt es ein Spannungsfeld und unterschiedliche Reaktionen, was die Beziehung der Gläubigen zu den Angeboten weltlicher Unterhaltung angeht. Sind diese unschuldig oder sündig? Rein oder befleckt? Schöne Entspannung oder geistlich schädlich? Die Bibel macht hierzu einige sehr klare Aussagen, aber diese wurden von verschiedenen Christen immer wieder verschieden gedeutet und umgesetzt. Heute haben sie größere Bedeutung und Aktualität als je zuvor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Weltliche Vergnügungen zur Zeit der Urgemeinde</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Umgang mit heidnischen Unterhaltungsangeboten war auch für die Gläubigen in der Antike, im damaligen römischen Reich, sehr brisant. Die aus dem Heidentum bekehrten Christen waren auch deshalb ein Anstoß für ihre Umwelt, weil sie sich radikal von den weltlichen Vergnügungen der damaligen Zeit abwandten.</p>
<p>Diese bestanden u.a. in Sich-Betrinken in Tavernen, im Besuch von Theaterstücken meist grob unzüchtigen Inhalts, und besonders im Zuschauen bei den vielfältigen Kampfspielen in den Arenen – z.B. Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe auf Leben und Tod. Dazu kamen private Feiern mit viel Alkohol und üppigem Essen, Festessen bei Götzenfesten und Besuch von (Tempel-)Prostituierten. Bei all diesen beliebten Freizeitaktivitäten machten die Christen nicht mit, wie es auch die Apostel gelehrt hatten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,3-5</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Laßt uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,13</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: <strong>Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit</strong>; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, <strong>Trunkenheit, Gelage und dergleichen</strong>, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>)</em></p>
<p>Die erste Gemeinde hatte im allgemeinen die Lehre der Apostel verstanden und umgesetzt, nach der die Gemeinde aus der sündenverdorbenen Welt durch das Blut Jesu Christi herauserkauft war, um nunmehr ganz für ihren himmlischen Bräutigam zu leben. Die ersten Christen erkannten, daß der Glaube und die Hingabe an Christus sich nicht mit einer Teilnahme an den unreinen und sinnlichen Belustigungen der damaligen Welt vereinbaren ließen.</p>
<p>Doch schon im 2. und 3. Jahrhundert gab es weltförmige Christen, die den Besuch von Arena-Wettkämpfen oder Götzenfesten nicht aufgeben wollten und deswegen sogar riskierten, aus den Gemeinden ausgeschlossen zu werden. Der Kitzel und die Faszination der heidnischen Massenunterhaltung übten einen solch starken Sog auf sie aus, daß sie sich dafür vom Christentum abwandten.</p>
<p>In der endzeitlichen Szene des 20. und 21. Jahrhunderts müssen wir feststellen, daß nur noch wenige gläubige Christen der Verführung durch Unterhaltungsindustrie und Massenmedien konsequent widerstehen wollen. Leider haben sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr Gläubige verleiten lassen, in wachsendem Umfang an dem Unterhaltungs- und Vergnügungsrummel der Welt mitzumachen. Das war einer der Faktoren, die stark zu einer zunehmenden Angleichung der christlichen Gemeinde an diese Welt beigetragen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Gott ruft Sein Volk zur Absonderung vom weltlichen Vergnügungsbetrieb</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gott möchte nicht, daß Seine Kinder in dem giftigen Schlamm solcher Vergnügungen und Ausschweifungen mitmachen. Dabei weiß Er um das Bedürfnis nach Erholung und will uns diese auch auf vielerlei Weise schenken – etwa durch frohe Gemeinschaft mit der Familie und lieben Menschen, durch Wandern in der schönen Schöpfung oder durch das Lesen guter geistlicher Bücher.</p>
<p>Aber viele Christen lassen sich heute verführen, ohne großes Nachdenken die Unterhaltungsangebote der Welt ausgiebig zu nutzen. Dabei beflecken sie sich mit dem Schmutz vielfältiger Sünden, die ihnen vorgeführt werden, und werden durch viele unterschwellige Einflüsse immer weiter von der Gemeinschaft mit ihrem Herrn abgezogen.</p>
<p>Ihr Herz wird mit weltlichem Denken aufgefüllt und verdorben, ihr Empfinden für Scham und Anstand wird durch die ständigen Bilder schamloser Weltmenschen abgestumpft, unwillkürlich übernehmen sie die Denkweise der Welt und auch ihre Wortwahl. Das Gebetsleben wird auf ein Minimum heruntergefahren, und zum Lesen von Gottes Wort nimmt man sich nur einen Bruchteil der Zeit, die man mit dem Lesen von WhatsApp-Nachrichten oder Facebook-Beiträgen verbringt. So wird der Geist Gottes immer mehr betrübt, und man rutscht allmählich in immer massivere Sünden hinein, die man gar nicht mehr als Sünde wahrnimmt.</p>
<p>Leider finden es deshalb viele Gläubige heute nicht mehr falsch, an den Vergnügungen dieser Welt teilzunehmen, sondern tun dies wie selbstverständlich, so wie es ihnen die modernen Medien vermitteln.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen hören ohne Bedenken weltliche Musik, besonders die unreine Rock- und Popmusik, durch die sie ständig von einem unreinen, unzüchtigen und rebellischen Geist beeinflußt werden;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen sitzen am Fernsehgerät und schauen verschiedenste weltliche Unterhaltungssendungen an, obwohl das Fernsehen eines der wirksamsten Medien zur Verführung und Beeinflussung der Menschen im Sinne des Fürsten dieser Welt darstellt;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen finden nichts dabei, ins Kino oder in weltliche Discos oder Theaterstücke zu gehen; man findet sogar Empfehlungen weltlicher Kinofilme in „christlichen“ Zeitschriften;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen lesen weltliche (oder christliche) Romane und auch Sachbücher, die sie im Sinne des widergöttlichen Zeitgeistes beeinflussen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen verstehen sich als „Fußballfans“ und Fans anderer Sportarten, verfolgen Großereignisse am Fernseher oder besuchen sogar Fußballstadien.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Christen nehmen teil am Rummel der weltlichen „Sozialen Medien“ im Internet – sie stellen sich selbst dar und kommunizieren auf Facebook, Instagram, Twitter usw. und geben dabei oft ein erschreckendes und beschämendes Zeugnis von sich selbst ab.</p>
<p>Vielfach muß man sich ernsthaft fragen, ob es sich bei manchen weltförmigen „Christen“ wirklich um von neuem geborene Kinder Gottes handelt – aber ohne Zweifel gibt es auch solche unter denen, die sich in dem unreinen Schlamm der weltlichen Unterhaltungskünste aufhalten, anstatt sich davon zu reinigen und zu entfernen.</p>
<p>Mindestens genauso traurig ist eine weitere Entwicklung, die in den letzten Jahrzehnten seit der 68er Revolte immer mehr um sich gegriffen hat: Im christlich-evangelikalen Bereich entwickelt sich eine <em>pseudochristliche „Unterhaltungskultur“</em>, welche die weltliche fast 1:1 kopiert und lediglich die schlimmsten Unreinheiten wegläßt. Das alles wird dann mit einigen „christlichen“ Versatzstücken dekoriert, als ob dies die weltlichen Vergnügungen besser oder vor Christus angenehmer machen würde. In Wahrheit bewirkt dies zuallermeist noch Schlimmeres, weil damit der Name des Herrn Jesus Christus hineingezogen und entehrt wird.</p>
<p>So finden wir heute „christliche“ Romane, Kino- und Fernsehfilme, „christliche“ Unterhaltungsshows, „christliche“ Rock- und Popmusik &#8211; besonders schlimm, wenn sie wie beim charismatischen „Lobpreis“, auch noch als „Anbetung“ deklariert wird, „christliche“ Rockstars, Youtube-Stars, Fußballstars …</p>
<p>Das Christentum imitiert die „Welt“ und versucht, in ihrem betörenden Rummel der Vergnügungssucht mitzumischen und auch mitzuverdienen. Das Allerhöchste für solche „christlichen“ Medienbetriebe und „Stars“ ist es dann, wenn es einem von ihnen gelingt, im großen Vorbild der weltlichen Vergnügungsindustrie Erfolg zu haben. Wie beschämend ist das für den Namen des Herrn!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Der geistliche Schaden durch die Teilnahme am weltlichen Medienrummel</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir wollen an dieser Stelle noch einmal das sehr bedenkenswerte Urteil des amerikanischen Bibellehrers Willam MacDonald über das Fernsehen wiedergeben, das wir ohne weiteres auf die ganze Fülle vergleichbarer Vergnügungsangebote der Welt wie Kino, Youtube, Rockmusik übertragen können. William MacDonald zeigt klar und deutlich auf, wie schädlich es für einen wiedergeborenen Christen ist, seine Zeit mit den modernen weltlichen Unterhaltungsmedien zu verschwenden:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>»Wende meine Augen davon ab, das Eitle zu betrachten.«</em> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+119%2C37.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 119,37.</a> Dieser Vers ist besonders zutreffend, wenn man ihn auf das Fernsehen anwendet. Die meisten Programme im Fernsehen sind nämlich eitel, dumm und nichtig. Sie zeichnen eine Welt, die es gar nicht gibt, und ein Leben, das von unserer Wirklichkeit weit entfernt ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Das Fernsehen stiehlt uns wertvolle Zeit. Die Zuschauer vergeuden Stunden vor dem Apparat, die unwiederbringlich verloren sind. Im Allgemeinen kann man sagen, daß das Fernsehen bei Christen auch eine Nachlässigkeit im Bibellesen bewirkt hat; die Stimme Gottes wird einfach ausgeschaltet, und die geistliche Temperatur des Fernsehzuschauers sinkt ab, ohne daß er es überhaupt merkt.</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;">Die schädlichen Auswirkungen des Fernsehens auf Kinder sind wohlbekannt. Ihre moralische Grundeinstellung wird verdorben, weil auf dem Bildschirm Gewalt und Sex verherrlicht werden und Pornografie auf schamlose Weise in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Die Kinder leiden auch in Bezug auf ihre intellektuellen Fähigkeiten, sie haben keine Zeit und keine Lust mehr zu lesen oder zu schreiben. Ihre Wertvorstellungen werden von dem bestimmt, was sie auf dem Bildschirm sehen, und ihr ganzes Denken wird von einer antichristlichen Propaganda geprägt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Witze, die dabei aus der Röhre kommen, sind unsauber, und die Drehbücher stecken voller zweideutiger Anspielungen. Und die Fernsehwerbung ist nicht nur dumm, sondern wirkt sich auch moralisch zerstörerisch aus. Es scheint wirklich so, als ob kein Produkt mehr verkauft werden könnte, ohne daß eine ganze Schar zweifelhafter Damen der Filmbranche dabei beträchtliche Teile ihrer Anatomie zur Schau stellt und all ihre Körpersprache einsetzt, um die Lust am Kaufen anzuregen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">In vielen Familien hat das Fernsehen den Zusammenbruch der Kommunikation untereinander bewirkt. Eltern und Kinder sind so gefangen genommen von den Sendungen, und die Gespräche, die überhaupt noch stattfinden, sind leer und inhaltslos geworden. Auf dem Gebiet der musikalischen Unterhaltung sind die Texte oft höchst bedenklich. Sie verherrlichen die körperliche Lust, behandeln Ehebruch und Homosexualität als gleichberechtigte Lebensformen und machen den gewalttätig auftretenden Mann zum absoluten Helden.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn man hier einwendet, daß es doch auch inhaltlich gute, informative Sendungen im Fernsehen gibt, dann ist meine Antwort darauf, daß sie nur wie eine Zuckerschicht sind, unter der sich doch eine giftige Pille versteckt. Es ist eine schlichte Tatsache, daß sich die Wirkung des Fernsehens unter dem Strich zerstörerisch auf die geistliche Lebenskraft auswirkt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Mir fällt dazu die Geschichte von einem Christen ein, der einen Fernsehapparat zur Lieferung frei Haus bestellt hatte. Als er den Lieferwagen vorfahren sah, bemerkte er auch den großen Werbespruch darauf: »Das Fernsehen bringt Ihnen die ganze Welt ins Wohnzimmer.« Das war ihm Aussage genug. Er ließ den Apparat sofort wieder zurückgehen. <strong>Niemand, der vor dem Fernsehschirm klebt, kann in dieser Zeit Großes für Gott vollbringen. Das Fernsehen ist eine der Hauptursachen für den geistlichen Niedergang unserer Tage.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3"><sup>[3]</sup></a></strong></p>
<p>Diese Aussagen sind heute, im Zeitalter des Internets, noch weitaus dringlicher geworden. Es ist eine traurige Tatsache, daß die Verstrickung in den endzeitlichen Medienrummel großen Scharen von Gläubigen die wache und nüchterne geistliche Sicht nimmt und ihnen die dringend notwendige geistliche Kraft raubt, die sie bräuchten, um in der Nachfolge ihres von der Welt verworfenen Herrn gegen den schmutzigen Strom dieser Welt zu schwimmen.</p>
<p>Auch andere Fehlentwicklungen im Bereich von Freizeit und Unterhaltung wären zu nennen; wir wollen nur kurz erwähnen, daß manche Christen beim Eintritt in das Rentner- bzw. Pensionärsdasein ganz ähnlich wie ihre weltlichen Kollegen sehr viel Zeit und Geld auf Hobbys, ausgedehnte Ferienreisen oder Ähnliches verwenden. Dabei könnten heute gerade die vielen gesunden und noch sehr leistungsfähigen Männer und Frauen jenseits der 67 sehr viel Gutes im Reich Gottes bewirken, wenn sie sich hingebungsvoll dem Herrn zur Verfügung stellen würden, anstatt Zeit und Geld für sich selbst zu verwenden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">3. Kauft die Zeit aus! Wie wir eine erneuerte Einstellung zu Unterhaltung und Freizeit gewinnen können</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>Wir könnten noch viel mehr zu diesem leider sehr aktuellen Thema sagen. Doch wir dürfen einfach festhalten: Unser Herr Jesus Christus will uns aus der Falle der weltlichen Unterhaltungsbetriebs herausführen und uns anleiten, unsere knapp bemessene Zeit für Ihn zu nutzen, so wie es uns das Wort Gottes vor Augen stellt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Darum heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten! Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,14-17</a>)</em></p>
<p>Der Herr gibt uns die Kraft, auszusteigen aus den Verstrickungen sündhafter, unreiner Freizeitbeschäftigungen. Der Herr gibt uns auch Gnade, um Seinetwillen und um des Dienstes für Ihn willen durchaus legitime, nicht bösartige Freizeitbeschäftigungen aufzugeben oder einzuschränken, damit wir Frucht für Ihn bringen können. Wenn wir einmal vor Seinem Richterstuhl stehen und mit Ihm Bilanz unseres Lebens und Dienstes ziehen werden, dann werden wir solche Opfer gewiß nicht bereuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Vgl. zur Herkunft und den Wirkungen der Rock- und Popmusik mein Buch: <em>Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verkehrung durch Rockmusik und „Worship“-Lieder </em>(Steffisburg: Edition Nehemia 2017).</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Eine ausführlichere Darstellung der Einflüsse und Gefahren der digitalen Medien aus biblischer Sicht gibt mein Buch <em>Als Christ in der Welt des Internets. Hilfen zum geistlichen Umgang mit Smartphones, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Medien</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2015).</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> William MacDonald, <em>Licht für den Weg</em> (Bielefeld: Christliche Literatur-Verbreitung, 7. Aufl. 2013), Andacht vom 4. Oktober (Hervorhebungen RE; das amerikanische Original stammt aus dem Jahr 1998).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/passt-euch-nicht-der-welt-an-buchinfo/"><strong>Paßt euch nicht der Welt an!</strong></a></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/03/tanz-am-abgrund-die-jagd-nach-weltlicher-unterhaltung-und-vergnuegung/">Tanz am Abgrund – die Jagd nach weltlicher Unterhaltung und Vergnügung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kauft die Zeit aus! Gedanken zum Jahresanfang 2021</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/01/kauft-die-zeit-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 19:25:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Endzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6551</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Epheser 5,16) &#160; Das Jahr 2021 beginnt unter notvollen, bedrängenden Umständen. Fast die ganze Welt befindet sich im „Lockdown“ – ein häßliches Neuwort, das übrigens früher u.a. verwendet wurde, um das Einschließen aller Gefangenen in ihre Zellen zu beschreiben, wenn in Gefängnissen Gefahrensituationen auftauchten… [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/01/kauft-die-zeit-aus/">Kauft die Zeit aus! Gedanken zum Jahresanfang 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em><span style="font-size: 14pt;"><strong>Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5,16</a>)</strong></span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Jahr 2021 beginnt unter notvollen, bedrängenden Umständen. Fast die ganze Welt befindet sich im „Lockdown“ – ein häßliches Neuwort, das übrigens früher u.a. verwendet wurde, um das Einschließen aller Gefangenen in ihre Zellen zu beschreiben, wenn in Gefängnissen Gefahrensituationen auftauchten… Dieses Wort signalisiert uns, daß auf Betreiben der Regierungen alle „unnötigen“ menschlichen Aktivitäten weitgehend „heruntergefahren“ werden müssen und alle nicht „systemrelevanten“ Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens zugemacht und verschlossen werden. All das wird mit dem Ausbruch des „Coronavirus“ und der Seuche namens „COVID-19“ begründet, die seit etwa einem Jahr die Welt heimsucht und in Atem hält.</p>
<p>Als gläubige Bibelleser wissen wir, daß solche weltweiten Seuchen notwendigerweise auftreten werden; sie sind uns im Wort des Herrn Jesus, in Seiner „Endzeitrede“, vorausgesagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muß geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; <em>und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen</em>. Dies alles ist der <em>Anfang der Wehen</em>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C6-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,6-8</a>)</strong></p>
<p>Wir wissen, daß diese Erschütterungen und Katastrophen letztlich Gerichte Gottes sind, welche die Menschheit warnen sollen, umzukehren von ihrem verderblichen Weg der Auflehnung gegen Gott, und doch werden die meisten nicht darauf achten. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2</a> beleuchtet prophetisch unsere letzten Zeiten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,1-3</a>)</strong></p>
<p>In solchen bösen Tagen leben wir, in der allerletzten Zeit der Wehen, bevor der letzte antichristliche Weltherrscher auftreten wird, und deshalb mahnt uns das Wort Gottes: Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Wir können auch übersetzen: <strong>„Kauft die gelegene, von Gott noch gegebene Zeit </strong>(gr. <em>kairos</em>) <strong>aus, denn die Tage sind notvoll, gefährlich und schlimm</strong> (gr. <em>ponèros</em>)<strong>“</strong>. Ich glaube, daß dieses Bibelwort uns in unserer heutigen Lage viel zu sagen hat, auch als ein zeitgemäßer geistlicher Impuls für das gerade begonnene Jahr 2021.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. „Notvolle Tage“ – Corona-Krise <br />
und zunehmende antichristliche Entwicklungen in der Welt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wahrhaftig, in unseren Zeiten können wir das Wort Gottes aus dem Epheserbrief gut nachvollziehen: „die Tage sind böse“. Dabei wollen wir als gläubige Christen bedenken, daß dies nicht etwa wegen des Coronavirus der Fall ist, sondern in erster Linie deshalb, weil wir in der fortgeschrittenen Endzeit leben, in einer Zeit, da die Masse der Menschen und insbesondere auch die Regierenden sich immer offener gegen den lebendigen Gott, den Schöpfer und Herrscher der Welt, und gegen Seine Ordnungen auflehnen (vergleiche unser obiges Zitat aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2,1-3</a>). Ohne es zu wissen, treibt die Menschheit dem letzten, schrecklichen Gipfelpunkt ihrer Sünde entgegen, der weltweiten, alle Völker umfassenden Diktatur eines besonders faszinierenden Menschen, der beansprucht, der Herr und Retter der Menschheit zu sein. Er wird sich als falscher Erlöser, als falscher Christus ausgeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wir leben in der vor-antichristlichen Zeit</em></p>
<p>Diese Diktatur dieses „Menschen der Sünde“, des „Gesetzlosen“ muß kommen; der ewige Gott hat sie in Seiner Allwissenheit schon vor etwa 2.000 Jahren vorausgesagt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2</a>). Dieser gerissene Machtmensch, der sich selbst zu Gott erklärt und Anbetung verlangt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thess 2,4</a>), wird alle Völker der Welt unter seinen verführerischen Bann bringen, aber auch unter eine brutale Steuerung und Unterwerfung des gesamten Lebens, wie sie nie zuvor vorkam (lies dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 13</a>). Hitler, Stalin und Mao sind nur Vorläufer dieses Diktators, die ahnen lassen, was dann auf die Menschen zukommt.</p>
<p>Wenn er herrscht, wird niemand mehr kaufen oder verkaufen können, ohne ein Zeichen der Ergebung auf seiner rechten Hand oder seiner Stirn zu haben, das „Malzeichen des Tieres“. Das scheint vorauszusetzen, daß es in jener Schreckensherrschaft kein Bargeld mehr gibt, über das der Einzelne verfügen könnte, vielleicht auch kein Privateigentum mehr. Die Staatsgewalt wird dann so mächtig sein, daß sie das Privatleben jedes Einzelnen weitestgehend überwachen und kontrollieren kann.</p>
<p>Der antichristliche Weltherrscher wird die Auflehnung gegen Gottes Ordnungen, gegen Gottes Wort auf die Spitze treiben und sich selbst zu Gott erklären. Er wird sich ganz dem Satan zur Verfügung stellen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,1-8</a>) und sich der Dienste falscher Propheten bedienen, die falsche Wunderzeichen tun (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thess+2%2C9-12%3B+Offb+13%2C13-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thess 2,9-12; Offb 13,13-14</a>). Er wird unerhörte Lästerungen gegen Gott und gegen den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, aussprechen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C5%3B+Dan+7%2C25+u.+11%2C36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,5; Dan 7,25 u. 11,36</a>). Er wird alle, die dann an Jesus Christus glauben werden, brutal verfolgen. Die Menschen werden dem „Tier“ mit fanatischer, religiöser Verblendung anhängen und von ihm verzaubert sein; diese Macht weiß die Menschen sehr gut zu beeinflussen und zu steuern.</p>
<p>Heute leben wir noch nicht in den Tagen des Antichristen, aber wir eilen mit großer Schnelligkeit auf diesen Gipfelpunkt zu. Wir leben heute in den letzten Tagen der Endzeit, kurz vor dem Kommen Jesu Christi, kurz vor dem Auftreten des Antichristen. Wir wissen nicht, wie lange wir noch auf der Erde sein können; die Gemeinde kann jederzeit zum Herrn entrückt werden. Es könnte aber auch noch einige Jahre dauern, bis Gottes Zeitpunkt für die Entrückung gekommen ist, und danach werden sich alle Türen für den antichristlichen Weltherrscher öffnen.</p>
<p>In unserer <em>„vor-antichristlichen“ </em>Zeit erleben wir, wie alle von der Bibel vorhergesagten Endzeitentwicklungen sich mehr und mehr erfüllen und sozusagen die Bühne vorbereitet wird für den letzten Akt dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit. Israel ist wieder in seinem Land, und der dritte Tempel wird in Jerusalem vorbereitet; in der EU sehen wir die Vorformen des dann wieder auftretenden neurömischen Reiches, in den Vereinten Nationen die Keimform einer künftigen Weltregierung.</p>
<p>Die Kernländer dieses römischen Reiches, die jahrhundertelang unter dem Einfluß einer gewissen Gottesfurcht und Anerkennung biblischer Ordnungen lebten, haben sich in den letzten Jahrzehnten immer offener von Gott und Christus sowie von den Geboten und Ordnungen der Bibel losgesagt und sich einem aggressiven, marxistisch, feministisch und ökologisch geprägten Humanismus zugewandt. Sie hängen zunehmend der Ideologie des „Globalismus“ an, der „Eine-Welt-Politik“. Wir wollen beachten, daß nach den Andeutungen des prophetischen Wortes das letzte antichristliche Weltreich eine Neuauflage des vierten, römischen Weltreiches sein wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+2%2C40-45%3B+Dan+7%2C7-27%3B+Offb+17%2C1-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 2,40-45; Dan 7,7-27; Offb 17,1-17</a>)! Die Menschen in Europa werden also wahrscheinlich noch einmal im Zentrum der Weltgeschehens stehen, aber auf eine sehr unheilvolle Weise.</p>
<p>Das ganze politisch-gesellschaftliche Programm der jetzigen Machthaber, ihre Utopie einer „neuen Weltordnung“ und einer weltweiten Staatengemeinschaft mit starker Weltregierung ist vermessen und widergöttlich. Der Mensch versucht, durch weltweit koordiniertes Vorgehen eine utopische „neue Welt“ zu schaffen, die angeblich das Paradies auf Erden sein wird. Dieser „Globalismus“ ist Rebellion gegen Gott (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C2b%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,2b: </a><strong>„die Fürsten <em>verabreden sich</em> gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten“</strong>), denn Gott selbst hat die Menschen in einzelne Nationen aufgespalten, als sie mit dem Turmbau von Babel schon einmal versuchten, sich vereint gegen Gott aufzulehnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+11%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 11,1-9</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Globalismus und der Gender-Ideologie bedeuten Auflehnung gegen Gott</em></p>
<p>Wir sehen ganz deutlich, daß die humanistisch und globalistisch ausgerichteten Mächtigen dieser Erde weltweit bestimmte politische Ziele festlegen, die sie mit erschreckender Konsequenz und Härte auch durchsetzen, unabhängig davon, ob das den Bedürfnissen der von ihnen vertretenen Völker entspricht oder deren Wille ist. Dazu gehört das weltweite Angehen gegen eine angeblich bevorstehende menschengemachte Klimakatastrophe und andere „Umweltkatastrophen“. Die Bibel lehrt ganz klar, daß Gott das „Klima“ macht und nicht der Mensch. Hinter der heutigen Umweltbewegung stecken heidnisch-religiöse Züge einer Verehrung der „Mutter Erde“ bzw. der „Mutter Natur“ (wobei auch wir Christen für eine vernünftigen schonenden Umgang mit der Erde sind).</p>
<p>Dazu gehört aber auch eine weltweit koordinierte Aufwertung der Homosexualität, die Förderung von „Homo-Ehen“, die aktive Propagierung der „Transsexualität“ und die Gender-Ideologie von der frei wählbaren „geschlechtlichen Orientierung“, ein feministisches Programm, das Frauen mit gesetzlichem Druck in die Berufsarbeit und in Führungspositionen bringen soll, usw. Dazu gehört auch die immer weitergehende Legalisierung von Abtreibungen und neuerdings auch von assistiertem Selbstmord („Sterbehilfe“). Mit dieser aggressiv durchgesetzten „neuen Moral“ werden die Gebote und die grundlegende Schöpfungsordnung Gottes verleugnet; <em>der Mensch wird vergottet und zum Maß aller Dinge gemacht</em>, und Gottes Regierung über den Menschen wird offen angegriffen.</p>
<p>Alle diese gottlosen und gesetzlosen Entwicklungen bringen zunehmende Gerichte Gottes über diese Welt, die von Ihm nichts wissen will und Seinen Geboten immer frecher zuwiderhandelt. <strong>„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+5%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 5,20</a>). Die endzeitliche Gesetzlosigkeit schreitet voran; die Welt wird vorbereitet auf das Auftreten des antichristlichen Weltherrschers, und sie erntet dafür Gericht. Gott nimmt die Weisheit von den Herrschenden weg (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C1-13%3B+1.+Kor+1%2C19-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,1-13; 1. Kor 1,19-21</a>); Er läßt zu, daß der im Westen jahrzehntelang gewährte Wohlstand und die guten Ordnungen immer mehr verfallen, weil die Menschen Ihm den Rücken gekehrt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die endzeitliche Dimension der „Corona-Krise“</em></p>
<p>Die jetzige „Corona-Krise“ ist, soweit wir das schon absehen können, in mancher Hinsicht ein Wendepunkt zum Schlechteren; nicht etwa als Krankheit an sich, denn die Menschheit hat schon weitaus schwerere Seuchen erlebt. Aber die offenkundig von der WHO und anderen globalen Gremien schon lange vorher geplante Strategie der weltweiten „Lockdowns“ hat unabsehbare Folgen für den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand im Westen (und noch viel mehr in den Ländern der „Dritten Welt“). Diese Maßnahmen versetzen die Weltwirtschaft in eine Art Schockzustand, der unabsehbare Folgen haben wird und voraussichtlich viele Millionen Menschen weltweit arbeitslos machen wird.</p>
<p>Die extreme Neuverschuldung, mit der einige Länder die wirtschaftlichen Folgen ihrer Politik abfedern wollen, ist ebenfalls längerfristig zerstörerisch; ihre Folgen sind nicht absehbar. In den armen Ländern der Welt ist jedoch sehr wohl absehbar, daß die Lockdown-Strategie schlimme Konsequenzen haben wird; man erwartet Millionen Hungertote und zusätzliche Todesopfer von Krankheiten, deren Bekämpfung durch die Lockdowns erschwert wurde. Dennoch werden die Lockdowns auch in solchen Ländern z.T. sehr hart durchgezogen. Bezeichnend und alarmierend ist, daß diese Erschütterungen von einigen globalistischen Meinungsmachern ausdrücklich begrüßt werden, weil dadurch der erstrebte „Umbau“ der Wirtschaft und Gesellschaft beschleunigt und erleichtert werde.</p>
<p>Doch auch eine andere Folge der „Corona-Krise“ ist beunruhigend und sehr ernstzunehmen. Das an sich verständliche Verlangen, die Pandemie einzudämmen, hat auch zu einem bisher nicht vorstellbaren weltweiten autoritären Eingriff der staatlichen Obrigkeit in die Freiheitsrechte der Menschen geführt. Überall auf der Welt wurden unter dem Vorzeichen der „Pandemie-Eindämmung“ Millionen und Abermillionen Menschen in ihren grundlegenden Rechten und Lebensmöglichkeiten eingeschränkt. Der Staat verbot im Endeffekt Millionen Menschen über längere Zeit, ihrer Arbeit nachzugehen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.</p>
<p>Der Staat verbot Flüge, Reisen, Grenzübertritte in Nachbarländer, Privaturlaube, Besuche bei Verwandten und Freunden. Er verbot es Angehörigen, bei ihren schwerkranken Eltern oder Kindern zu sein und sie in ihren letzten Stunden zu begleiten. Er verbot zeitweise auch Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen – etwas, was im Westen unerhört ist und auch ein Hitler nicht gewagt hat (wohl aber Stalin und Mao Tsetung). Er ordnete an, die medizinische Versorgung von Schwerkranken, z.B. Operationen von Krebspatienten, zu verschieben und machte Teile der Gesundheitsversorgung für Millionen Menschen zeitweise unmöglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weshalb wird die „Lockdown-Strategie“ so hart durchgezogen?</em></p>
<p>Das alles wurde damit begründet, es sei unbedingt notwendig, um schreckliche Folgen für die Bevölkerung zu verhindern. Viele Menschen waren und sind derart verängstigt, daß sie allen diesen Einschränkungen blind zustimmten und sogar noch schärfere Maßnahmen verlangten, weil für sie die Gesundheit ihr höchstens Gut darstellt. Andererseits sind manche seriöse weltliche Beobachter, z.B. ehemalige Bundesverfassungsrichter, besorgt darüber, wie schnell und leicht viele Bürger auf ihre elementaren Freiheitsrechte verzichteten und sich massiven, nicht klar begründeten Einschränkungen unterwerfen.</p>
<p>Und es gibt eine große Anzahl seriöser, angesehener medizinischer Experten, u.a. aus Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford oder Oxford, die die staatlichen Lockdown-Maßnahmen als völlig überzogen und medizinisch zur Abwehr der COVID-Epidemie nicht wirkungsvoll ablehnen (vgl. z.B. die <em>Great Barrington Declaration, </em>https://gbdeclaration.org/). Sie verweisen auf die schlimmen Folgeschäden der staatlichen Politik (Bildungsverlust und psychische Schäden für die junge Generation, Zunahme an Depressionen und Selbstmorden, Geschädigte und Tote durch fehlende Behandlung von Krebserkrankungen, Herzinfarkten usw., wirtschaftliche Schäden, die längerfristig die medizinische Versorgung verschlechtern usw.), die weitaus schwerwiegender sind als die begrenzte Zahl derjenigen, die der COVID-Krankheit zum Opfer fallen.</p>
<p>Diese Krankheit ist zwar ernstzunehmen und hat für einige wenige Betroffene schwere gesundheitliche Folgen, so argumentieren diese Fachleute, aber weit über 90% der Bevölkerung haben ein so geringes Risiko, daran schwer zu erkranken, daß so weitgehende Eingriffe in die Gesellschaft nicht gerechtfertigt, nicht verhältnismäßig sind. Letztlich wäre der wirksame Schutz der kleinen Hochrisikogruppe, im wesentlichen Menschen mit mehreren Vorerkrankungen und zum allergrößten Teil Menschen über 80, der weitaus bessere Weg, um diese Epidemie zu verkraften. Diese seriösen und gut begründeten Mahnungen werden allerdings von den Regierenden wie auch von den Medien weitestgehend ignoriert und oft sogar als „Corona-Leugnung“ diffamiert.</p>
<p>Ganz offensichtlich sind die Regierenden in den allermeisten Ländern der Welt fest entschlossen, die Politik der staatlichen Eingriffe und Beschränkungen eher noch auszuweiten, anstatt auf weniger schädliche, behutsamere Maßnahmen gegen den Corona-Virus umzuschalten. Die Politik des starken, autoritären Staates wird als „alternativlos“ dargestellt, und Menschen, die Einwände äußern, werden rasch in eine gewisse politische Ecke gestellt und angegriffen.</p>
<p>Das macht viele Bürger besorgt, was die Zukunft bringen wird. In der Tat haben einige Politiker, u.a. der SPD-&#8222;Gesundheitsexperte“ Lauterbach, schon zum Ausdruck gebracht, daß ähnliche massive Rechtebeschränkungen künftig auch zur Bewältigung der „Klimakatastrophe“ nötig seien. Den Bürgern wird schon eingeschärft, daß es eine Rückkehr zum früheren „Normalzustand“ nicht geben könne.</p>
<p>Viele nachdenkliche Christen empfinden, daß die ganze Politik der westlichen Staaten in dieser Krise auch unter einem endzeitlichen Gesichtspunkt gedeutet werden muß. Letztlich werden die Menschen, besonders die freiheitsliebenden, wohlhabenden, selbstbewußten Bürger der westlich-abendländischen Nationen, keinen kommenden Diktator akzeptieren, wenn sie sich zuvor nicht von echten oder vorgetäuschten Krisen und Gefahren so bedroht fühlen, daß sie willig ihre Freiheiten und ihren Wohlstand dafür opfern, daß endlich „Friede und Sicherheit“ kommt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,3</a>).</p>
<p>Die von Soziologen und Psychologen entwickelten sozialen Steuerungsmechanismen des „Change Managements“ gehen davon aus, daß Menschen grundlegende Veränderungen in ihrem Leben und sozialen Umfeld am ehesten dann akzeptieren, wenn sie durch schockartige Krisenerlebnisse und den plötzlichen weitgehenden Zusammenbruch vertrauter Ordnungen so verängstigt und verunsichert sind, daß ihnen am Ende auch eine autoritärere, weniger vorteilhafte neue Ordnung lieber ist als die Unsicherheit und das beängstigende Chaos, dem sie zuvor ausgesetzt waren.</p>
<p>Die Eliten dieser gegenwärtigen Weltzeit reden immer offener davon, daß die Corona-Krise ein willkommener Anlaß dafür ist, endlich die schon lange ins Auge gefaßte ökologisch-sozialistische „Neue Weltordnung“ einzuführen, die verstärkte staatliche Steuerung und auch eine mit großen Vollmachten ausgestattete Weltregierung beinhaltet. Klaus Schwab, der Leiter des einflußreichen „Weltwirtschaftsforums“, das alljährlich in Davos die Reichsten und Mächtigsten dieser Welt zu Beratungen zusammenführt, hat kürzlich mit Thierry Malleret ein Buch herausgebracht, das genau für diesen „großen Umbruch“ wirbt (<em>COVID-19: Der große Umbruch</em>; englisch <em>The Great Reset</em>). In eine ähnliche Richtung zielt die letzte Enzyklika des römischen Papstes Franziskus, <em>Fratelli Tutti</em>.</p>
<p>Es ist schwierig, zu einem zutreffenden Urteil über diese komplizierte Situation zu kommen, und gläubige Christen werden sie gewiß auch unterschiedlich beurteilen – aber wir sollten in jedem Fall dabei das Wort Gottes und seine Aussagen über die Endzeit beachten. Diese Krise wird sicherlich endzeitliche Entwicklungen beschleunigen, und der Weg, den die heutigen Regierenden einschlagen, um sie zu bewältigen, kann sich im Nachhinein als ein Übergangsschritt zu stärkeren diktatorischen Regulierungen erweisen, die ihrerseits den Weg für die Machtergreifung des antichristlichen Weltherrschers vorbereiten dürften – ohne daß wir deshalb den Verantwortlichen hier eine Absicht unterstellen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. „Notvolle Tage“ – auch für die gläubige Gemeinde</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die „Corona-Krise“ brachte auch für die Gemeinde Jesu Christi weltweit neue Herausforderungen, die auch im kommenden Jahr 2021 vor uns stehen und uns beschäftigen werden. Ja, es sind in mancher Hinsicht „notvolle, schlimme Tage“ auch für die Gläubigen und für christliche Gemeinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Folgen der Corona-Krise für die Gemeinde Jesu Christi</em></p>
<p>Die politisch verordneten Einschränkungen zur Eindämmung des Virus trafen mit unterschiedlicher Wucht auch die Gemeinden weltweit und im deutschsprachigen Raum (auf den wir uns im wesentlichen beschränken wollen). Es gab eine Zeitlang Verbote für jegliche gottesdienstlichen Versammlungen, später dann Auflagen und Einschränkungen, die für manche Gemeinden empfindliche Folgen hatten. In Deutschland hat das Abstandsgebot von 1,50m bewirkt, daß viele Gemeinden nicht mehr alle Mitglieder in ihren Räumen versammeln konnten. In der Schweiz gab es zeitweise zahlenmäßige Obergrenzen für Gottesdienste, je nach Region auf 15(!) oder 50 Teilnehmer. Eine Zeitlang wurde dort von den Behörden nahegelegt, auf das Abendmahl zu verzichten. Vielerorts wurde das Singen verboten – eigentlich eine grundlegende Form des Gottesdienstes.</p>
<p>Als Reaktion auf die Einschränkungen weichen viele Gemeinden ganz auf Online-Gottesdienste aus; andere teilen ihre Gottesdienste in zwei oder drei „Schichten“ auf, um noch vielen Besuchern einen persönliche Teilnahme zu ermöglichen, und bieten meist zusätzlich Online-Streaming-Teilnahme an. In einigen Gemeinden, deren Glaubensleben weniger ernst und intensiv war, wurde festgestellt, daß der Kontakt zu einigen ehemaligen Besuchern abbrach. Die Gemeinschaft der Gläubigen war und ist durch die Maßnahmen beeinträchtigt und erschwert. Die Gemeindeversammlungen sind durch das Maskentragen beeinträchtigt, besonders auch das Singen. Auch die Möglichkeiten zur Ausbreitung des Evangeliums sind z.T. stark eingeschränkt; vielerorts sind Aktivitäten wie Büchertische, Verteileinsätze oder auch evangelistische Versammlungen nicht mehr möglich.</p>
<p>Weltweit sind die Folgen vielfach noch viel härter. Zahlreiche Gemeinden in Ländern der „Dritten Welt“ sind durch Ausgangssperren und strikte Verbote über längere Zeit daran gehindert, überhaupt noch zu Gottesdiensten bzw. Gemeindeveranstaltungen zusammenzukommen. Dazu kommt, daß die wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns viele arme Christen in Existenznöte bringen, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können. Viele evangelistische Aktivitäten sind auch in diesen Ländern zur Zeit nicht mehr möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die geistlichen Gefahren – Uneinigkeit über die Antwort auf die COVID-Krise</em></p>
<p>Doch notvoll ist auch der Umstand, daß unter den Gläubigen ganz unterschiedliche Bewertungen und Reaktionen auf die „Corona-Krise“ vorkommen und teilweise für belastende Konflikte sorgen.</p>
<p>Manche Christen sind recht ängstlich und bejahen die staatlichen Verbote und Einschränkungen voll und ganz, ja neigen zu einer Übererfüllung der neuen Regeln. Nicht wenige Gemeinden haben für längere Zeit ganz auf Präsenzgottesdienste verzichtet, obwohl diese nach einiger Zeit fast überall wieder erlaubt worden waren; manche verzichteten auf das Singen, obwohl es in ihrem Land wieder möglich war.</p>
<p>Andere Christen wiederum sehen die staatlichen Einschränkungen ziemlich kritisch und plädieren dafür, sie nur soweit unbedingt nötig zu erfüllen. Manche fühlen sich gedrängt, sich am politischen Widerstand gegen die Corona-Einschränkungen zu beteiligen, was andere wiederum völlig falsch finden.</p>
<p>Über diese Fragen ist es leider auch in konservativen, bibeltreuen Gemeinden teilweise zu Spannungen oder sogar Streitigkeiten gekommen. Das ist sehr bedauerlich und kann ziemlichen Schaden anrichten, wenn man mit den Meinungsunterschieden nicht geistlich umgeht. Es ist unvermeidlich, daß es auch unter biblisch glaubenden Christen über solche vielschichtigen, schwierigen Fragen zu unterschiedlichen Bewertungen kommt. Wichtig ist dabei, daß man diese unterschiedlichen Sichtweisen in einer geistlichen Gesinnung akzeptiert, soweit sie nicht klar Gottes Wort widersprechen, und für die Gemeinden zu einem einvernehmlichen, ausgewogenen Weg kommt, wie den Herausforderungen der gegenwärtigen Lage zu begegnen ist. Besonders die Hirten der Gemeinde stehen hier vor großen Herausforderungen.</p>
<p>Biblisch gesehen liegen die hier berührten Fragen im Spannungsfeld zwischen dem Gebot, sich der weltlichen Obrigkeit unterzuordnen, soweit sie den von Gott ausgehenden Auftrag der Ordnung und Rechtsprechung im Staatswesen erfüllt: <strong>„Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C1-7%3B+vgl.+1Pt+2%2C13-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,1-7; vgl. 1Pt 2,13-17</a>), und andererseits dem Gebot, nötigenfalls auch aus Gewissensgründen einer gegen Gottes Gebote und die Verkündigung von Gottes Wort gerichteten Politik der Obrigkeit zuwiderzuhandeln: <strong>„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+5%2C29%3B+vgl.+4%2C19-20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 5,29; vgl. 4,19-20</a>).</p>
<p>Tatsächlich können die bei uns im Rahmen der „Corona-Krise“ gegen die Gemeinden verhängten Einschränkungen durchaus unterschiedlich bewertet werden; es ist nicht einfach, hier den rechten Weg zu finden. Wir brauchen dazu Gebet, Nachsinnen über das Wort und brüderlichen geistlichen Austausch. Einerseits ist es biblisch richtig, daß wir uns als Christen in Maßnahmen fügen, die der weltliche Staat zur Abwehr einer Seuchengefahr verfügt hat, auch wenn sie gewisse persönliche Freiheiten einschränken. Wir können z.B. beim Einkaufen Masken tragen oder zeitweise Besuchsbeschränkungen akzeptieren. Wir sollten uns auch solchen Maßnahmen unterordnen, deren Sinn oder Verhältnismäßigkeit angezweifelt werden kann, wenn das nicht Gottes Geboten zuwiderläuft.</p>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was tun, wenn die Staatsgewalt die Gemeinden massiv einschränkt oder unterdrückt?</em></p>
<div>
<div>
<p>Auf der anderen Seite wird das Gebot <strong>„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“ </strong>dort für Christen bedeutsam, wo die staatlichen Autoritäten auf eine willkürliche Weise in unser Glaubensleben und unseren biblisch verordneten Gottesdienst eingreifen. So wäre z.B. ein pauschales Verbot des Abendmahls ein Eingriff in unser Glaubensleben, den Gläubige nicht hinnehmen könnten, ebenso ein längerfristiges Verbot des Singens oder der persönlichen Gemeindeversammlungen. Es sind klare Gebote Gottes, daß wir dem Herrn singen sollen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Chr+16%2C23%3B+Ps+30%2C5%3B+47%2C7%3B+149%2C1%3B+Eph+5%2C19%3B+Kol+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Chr 16,23; Ps 30,5; 47,7; 149,1; Eph 5,19; Kol 3,16</a>) und daß wir unsere persönlichen Gemeindeversammlungen nicht vernachlässigen sollen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,25</a>).</p>
<p>Nun dürfen wir dankbar sein, daß im deutschsprachigen Bereich im großen und ganzen die Religionsfreiheit staatlicherseits noch einigermaßen respektiert wurde; in anderen Ländern wurden da viel weitergehende, teilweise gezielt gegen Christen gerichtete Maßnahmen verordnet. So wurden in einigen links-sozialistisch regierten Bundesstaaten der USA Gemeindegottesdienste auf unbestimmte Zeit verboten bzw. so massiv eingeschränkt, daß dies eine bewußte Unterdrückungsmaßnahme gegen Christen darstellte, während zur gleichen Zeit Spielcasinos und andere weltliche Einrichtungen weitergehende Freiheiten genossen.</p>
<p>Deswegen haben in USA einige christliche Gemeinden Klage bei Gerichten erhoben, u.a. die Gemeinde von John MacArthur in Los Angeles, deren Stellungnahme zu diesem Thema auch bei uns einige Aufmerksamkeit bekommen hat. Solch ein Appell an die Gerichte ist in einem demokratischen Staatswesen völlig berechtigt und auch von Gottes Wort her zu begründen; der Apostel Paulus hat sich ja auch auf seine Rechte als römischer Staatsbürger berufen und dazu sogar die höchste damals existierende Gerichtsinstanz (den Kaiser) angerufen. Die Religionsfreiheit ist bei uns ein verfassungsmäßig garantiertes Rechtsgut, und solange dies so ist, dürfen wir uns auch darauf berufen.</p>
<p>Wir sehen: die hier aufgeworfenen Themen sind nicht einfach zu beurteilen, und wir sollten vorsichtig sein, hier in Streit oder Lagerbildung zu verfallen. Jeder mündige Christ muß in diesen Fragen eine biblisch begründete Überzeugung entwickeln, und jede örtliche Gemeinde muß im Gebet und Studium von Gottes Wort einen Weg finden, mit den Einschränkungen umzugehen. Dabei sollten wir bestrebt sein, auch abweichende Überzeugungen und Einschätzungen in Liebe und Respekt zu behandeln, soweit sie nicht klar Gottes Wort widersprechen. Es ist sehr wichtig, daß unter treuen Gläubigen durch unterschiedliche Überzeugungen in solchen Fragen kein Streit und keine Erbitterung aufkommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zur geistlichen Beurteilung unserer Situation</em></p>
<p>Aus meiner Sicht sollten wir in der jetzigen Lage zwei Gefahren vermeiden. Auf der einen Seite gibt es Christen, die für eine komplette und unhinterfragte Akzeptanz der staatlichen Einschränkungen plädieren, dabei aber den latent antichristlichen Hintergrund gewisser Entwicklungen und unsere endzeitliche Gesamtsituation ausblenden. Sie gehen z.T. soweit, daß sie jeden Widerstand christlicher Gemeinden auch gegen scharfe Einschränkungen eines antichristlich auftretenden Staates verurteilen. Das ist meines Erachtens einseitig und nimmt die Bedenken jener Geschwister nicht ernst, die diesen antichristlichen Hintergrund sehr wohl sehen und deswegen besorgt sind. Es ist auch kurzsichtig, weil es letztlich die Gläubigen nicht auf die zu erwartenden noch schärferen Entwicklungen vorbereitet, die sich aus der zuspitzenden endzeitlichen Situation ergeben werden.</p>
<p>Wir wollen nicht vergessen, daß Gottes Wort uns zwar klar lehrt, alle menschliche Ordnung und damit auch die staatlichen Obrigkeiten als von Gott eingesetzt zu akzeptieren und sich ihnen unterzuordnen, soweit sie den Auftrag erfüllen, das Böse zu bestrafen, das Gute zu loben und die nötige Ordnung im Verkehr der Menschen untereinander aufrechtzuerhalten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C1-7%3A+1Pt+2%2C11-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,1-7: 1Pt 2,11-17</a>). Aber Gottes Wort zeigt uns auch, daß in der gegenwärtigen bösen Weltzeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,4</a>) die ganze Welt, auch die Regierenden, sich im Bösen befinden, d.h. unter dem Einfluß und der Macht des Fürsten dieser Welt stehen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C19%3B+Eph+2%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,19; Eph 2,2</a>).</p>
<p>Die Großen und Mächtigen dieser Welt haben Gott verworfen, und Gott hat sie zuschanden gemacht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C19-29%3B+2%2C6-9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,19-29; 2,6-9</a>). Sie lehnen sich vergeblich auf gegen Gott und Seinen Gesalbten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+4%2C23-31%3B+Ps+2%2C1-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 4,23-31; Ps 2,1-6</a>). Je mehr die Regierenden sich dem antichristlichen Geisteseinfluß öffnen, desto entschiedener müssen wir uns davon abgrenzen und ihnen auch widerstehen, wo sie unseren Gottesdienst beeinträchtigen oder verbieten, wie uns das Vorbild Daniels und seiner Gefährten eindrücklich zeigt.</p>
<p>Auf der anderen Seite müssen wir meines Erachtens der Versuchung widerstehen, als Gemeinde und als Christen einen politischen Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen zu organisieren oder uns an einem solchen Widerstand zu beteiligen. Das wird aus meiner Sicht dem Wesen der christlichen Gemeinde als heiliger Priesterschaft und als Fremdlinge ohne Bürgerrecht in dieser Welt nicht gerecht. Wir sind berufen, in erster Linie für die Obrigkeit und für alle Menschen zu beten und priesterlich dafür einzustehen, daß Gott die Gerichte noch abmildert und uns noch die nötigen Freiheiten gewährt, damit wir unseren Glauben leben können. Wir dürfen uns nicht mit weltlichen Bewegungen oder politischen Parteien einsmachen oder verbünden, auch wenn diese manche politischen Ziele verfolgen, die der christlichen Überzeugung nahekommen.</p>
<p>Wir dürfen als Kinder Gottes manche Einschränkungen und Nöte einfach auch aus Gottes Hand nehmen und uns darunter beugen und diese Bedrängnisse auch als Herausforderung sehen, in der sich unser Glaube bewähren darf. Wir dürfen unter diesen schweren Bedingungen uns von Gott auch neue Wege zeigen lassen, Gemeinschaft zu leben (zum Beispiel in kleinen häuslichen Versammlungen). Wo bibeltreue Christen vom Gewissen her den Punkt gekommen sehen, daß sie Gott mehr gehorchen müssen als den Menschen, werden sie dies freimütig, aber ohne politischen Aktionismus tun und die Konsequenzen davon still ertragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Endzeit bringt Prüfung und Sichtung für die Gläubigen</em></p>
<p>Nicht nur in den Umständen der „Corona-Krise“ merken wir, daß wir zunehmend geistlichen Bedrängnissen und Prüfungen ausgesetzt sind. Insgesamt ist nach meiner Überzeugung die fortschreitende Endzeit eine Zeit der Prüfungen, der Sichtung und Läuterung für uns. Ich empfinde in diesem Zusammenhang die Aussagen des Propheten Daniel bedeutsam, der die Endzeit aus der Sicht des jüdischen messiasgläubigen Überrests sieht. Was er voraussagt, dürfen wir auch auf unsere Situation übertragen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung, bis zur Zeit des Endes; denn es währt bis zur bestimmten Zeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+11%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 11,35</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Er sprach: Geh hin, Daniel! Denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes. Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen; aber die Verständigen werden es verstehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+12%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 12,9-10</a>)</strong></p>
<p>Nach dem prophetischen Wort müssen wir uns darauf vorbereiten, daß die Verhältnisse in unserem reichen, mit Frieden verwöhnten Westen möglichweise, ja sogar mit einiger Wahrscheinlichkeit, schwieriger werden, daß künftig böse, notbringende Tage kommen können. Das kann sich auf mehreren Ebenen entwickeln:</p>
<p style="padding-left: 40px;"> 1. Die Weltlage wird sich sehr wahrscheinlich krisenhaft entwickeln und auch uns westliche Christen in Bedrängnisse bringen. Die Stabilität der bisherigen wirtschaftlichen und politischen Weltordnung dürfte erschüttert werden; es kann zu größeren Wirtschaftskrisen und auch Kriegen kommen. Wir werden vermutlich ärmer werden und neu lernen müssen, nicht auf unseren (relativen) Reichtum zu vertrauen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,17</a>), sondern uns mit dem Vorhandenen zu begnügen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C6-10%3B+Phil+4%2C11-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,6-10; Phil 4,11-13</a>) und auf Gottes Versorgung zu vertrauen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C5-6%3B+Ps+55%2C23%3B+40%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,5-6; Ps 55,23; 40,18</a>) – das tun übrigens die vielen Gläubigen in den armen Ländern schon längst, und haben die Erfahrung gemacht, daß unser Gott uns auch in Krisen, Kriegsnöten und wirtschaftlicher Not bewahrt und durchbringt.</p>
<p style="padding-left: 40px;"> 2. Die antichristlichen Entwicklungen in der Politik können sich sehr rasch zuspitzen und können auch im Westen zu politisch-ideologisch begründeten Verfolgungen gegen treue Christen führen (vgl. dazu meine Schrift <em>In Bedrängnis haltet stand!</em>). Der humanistische Zeitgeist wird zunehmend seine Feindseligkeit gegen bibelgläubige Christen offenbaren, und es dürfte, z.B. über die Schiene der Genderpolitik und der Antidiskriminierungsgesetze, zu verstärkten Verfolgungsmaßnahmen kommen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C12%3B+Apg+14%2C22%3B+1Pt+4%2C12-19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,12; Apg 14,22; 1Pt 4,12-19</a>). Auch solcher Druck gehört zum Alltag vieler Christen in den Ländern der „Dritten Welt“; von ihnen und von unseren Geschwistern aus dem ehemals sozialistischen Osten können wir viel lernen. Gott bringt uns auch durch die Verfolgungen!</p>
<p style="padding-left: 40px;"> 3. In der Gemeinde der Gläubigen selbst ist zu erwarten, daß endzeitliche Verführungen zunehmen; insbesondere dürfte der Sog hin zur falschen ökumenischen „Einheit aller Christen“ zunehmen, der Einfluß von Bibelkritik und Charismatik, besonders die Verführung durch den falschen „Lobpreis“. Die Versuchung wird stark werden, sich an die Welt anzupassen und in der Treue zu Christus und Seinem Wort Kompromisse zu machen, um dem Druck der Welt zu entgehen. Es dürfte auch die Gefahr wachsen, daß die Gemeinden durch ungeistlich geführte Lehrstreitigkeiten oder Konflikte um Erkenntnisfragen zusätzlich geschwächt und zermürbt werden. Doch auch in diesen inneren, geistlichen Nöten werden die überwinden, die den Herrn suchen und an Seinem Wort festhalten.</p>
<p>In solchen Nöten muß sich unser Glaube bewähren; er kommt unter Druck und muß seine Echtheit erweisen. Wir werden herausgefordert, wirklich auf Gott und Sein Wort zu vertrauen und nicht nur davon zu reden. Aber der Herr Jesus ist mit uns in diesen Glaubensprüfungen; Er will uns stärken und zugleich läutern, damit unser Glaube reiner und kräftiger wird zu Seiner Ehre. Wir tun gut daran, in diesen Zeiten vermehrt den 1. Petrusbrief zu studieren und über die Ermahnungen und Ermunterungen in dieser kostbaren heiligen Schrift nachzusinnen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,6-9</a>)</strong></p>
<p>Das Feuer des Drucks, der Bedrängnisse, auch der Verfolgungen gehört zum Leben der wahren Gläubigen dazu, und es ist logisch, daß sich dies alles in den letzten Tagen der Endzeit für die Gemeinde noch einmal verstärken wird. Hier tröstet uns der Apostel Petrus, der selbst durch die Feuersprobe von Verfolgung und Druck gegangen ist:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; <em>sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! </em>Denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; <em>wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache! Denn die Zeit ist da, daß das Gericht beginnt beim Haus Gottes;</em> wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben? Und wenn der Gerechte [nur] mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden? Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C12-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,12-19</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">3. „Kauft die Zeit aus“ <br />
im Dienst für unseren wiederkommenden Herrn</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn wir sehen, daß die Tage böse sind, dann sollen wir uns dadurch nicht in Angst und Niedergeschlagenheit versetzen lassen, sondern wir sollen aufwachen (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C10-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,10-18</a> im Zusammenhang!), wir sollen uns in unserem Herrn stärken und Ihm umso eifriger und bewußter dienen, in dem Wissen, daß die uns verbleibende Zeit begrenzt ist. <strong>„Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,28</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, daß nämlich die Stunde schon da ist, daß wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,11-12</a>)</strong></p>
<p>Die allerwichtigste Vorbereitung, die wir für diese Zeiten treffen können, ist die Stärkung unserer ganz persönlichen Glaubensbeziehung zu unserem Herrn Jesus Christus und zu unserem großen Gott und Vater. Wenn wir durch die Prüfungen dieser letzten Zeit kommen wollen, dann sollten wir enge und tiefe Gemeinschaft mit unserem gekreuzigten und auferstandenen Erlöser haben und uns nahe an Ihn halten, Sein Wort bewahren und im Glaubensgehorsam ausleben.</p>
<p>Es nutzt nichts, wenn wir irgendwo in einer konservativen Gemeinde mitschwimmen oder bibeltreue Predigtvideos anschauen – unser ganz persönlicher Glaube wird geprüft werden, und da kommt es darauf an, ob wir unser Haus auf den Felsen gebaut haben, auf Christus und Sein Wort! Wir wollen doch alles ablegen, was unseren Glaubenslauf hemmen oder beschweren kann (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,1-3</a>), alles, was den Herrn Jesus und Seinen Geist betrübt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,25</a> – 5,14)! Wir wollen den Herrn bitten, daß Er uns aufdeckt, was Ihm nicht wohlgefällt, und uns durchleuchtet und zur Umkehr führt durch Sein lebendiges und kräftiges Wort.</p>
<p>In der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, daß wir uns ganz dem Herrn zur Verfügung stellen und uns von Ihm formen und umgestalten lassen in unserem Denken, Reden und Handeln, damit Er uns leiten und gebrauchen, aber auch unterweisen und bewahren kann!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1-2</a>)</strong></p>
<p>Es ist entscheidend wichtig, daß wir in der Gemeinschaft mit dem Kreuzestod Jesu Christi und mit Seiner Auferstehung leben, als mit Christus Gekreuzigte und Auferweckte, die jetzt in einem neuen, sieghaften Leben wandeln. Wenn wir in Ihm geborgen, in Ihn eingehüllt sind, dann wird Er uns auch zu Überwindern machen, die durch alle endzeitlichen Bedrängnisse durchkommen.</p>
<p>Das beinhaltet auch, daß wir lernen, ernstlicher und treuer zu beten. Zeiten des Wohlstandes und Wohlergehens bewirken bei uns Gläubigen leider meist, daß unser Gebetsleben schwächer und oberflächlicher wird. Bedrängnisse und Nöte treiben uns zu unserem Herrn; sie zeigen uns unsere eigene Schwachheit und Hilfsbedürftigkeit und lehren uns, ernstlich zu beten.</p>
<p>Die Bedrängnisse und Widerstände, die wir in der Endzeit erleben, haben alle letztlich eine geistliche Wurzel; wir stehen in den gewaltigen geistlichen Kämpfen zwischen Licht und Finsternis (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C10-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,10-20</a>), von denen uns <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 12</a> eine gewisse Ahnung gibt (auch wenn sich diese Schriftabschnitt auf Israel und eine noch spätere Phase der Endzeit-Ereignisse bezieht). Wir können nur geistlich überwinden und standhalten, wenn wir <strong>„zu jeder Zeit“</strong> beten <strong>„mit allem Gebet und Flehen im Geist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,18</a>). Herr, lehre uns, recht zu beten!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was es bedeutet, heute „die Zeit auszukaufen“</em></p>
<p>Aber als solche, die in Christus das Leben, den Sieg und die Fülle haben, sind wir auch gerufen, in den „schweren Tagen“, in denen wir leben, die uns von Gott gegebene gelegene Zeit auszukaufen, das heißt entschlossen und unter Opfern zu nutzen, um die für uns von Gott vorbereiteten Werke zu tun und Frucht für unseren Herrn zu bringen. Wahrhaftig: <strong>„Die Zeit ist nur noch kurz bemessen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,29</a>). Wenn wir die sich entfaltende Endzeit beachten, dann verstehen wir, daß wir jetzt uns voll und ganz, mit Eifer und ganzem Einsatz dem Herrn zur Verfügung stellen sollten, damit die Sache des Herrn auch in der letzten Stunde vorangebracht wird und unser Herr mit uns und durch uns zu Seinem Ziel kommt.</p>
<p>„Kauft die gelegene, von Gott gegebene Zeit aus!“ Dieser Ruf, den uns das Wort Gottes gleich zweimal überliefert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,5</a>), ist auch deshalb wichtig, weil leider viele Kinder Gottes in Gefahr stehen, ihre Zeit für Nebensächliches und sogar Nichtiges und Schädliches zu verschwenden, anstatt klare Prioritäten in ihrem Leben zu setzen. Wir verschwenden unsere kostbare Lebenszeit – Zeit, die eigentlich unserem Herrn gehört und gar nicht uns selbst. Gerne lesen und singen wir das Wort „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,16</a>) – aber leben wir auch danach? Werden wir doch einmal stille vor unserem Herrn und bitten Ihn, uns zu zeigen, wo wir auf fahrlässige oder gar sündige Weise Zeit vergeuden, und wofür wir diese Zeit stattdessen einsetzen sollten!</p>
<p>Das gilt heute ganz besonders für die modernen weltlichen Medien, vor allem das Fernsehen und die digitalen Medien mit ihrer Überfülle an Bildern, Ablenkungen, populärer Verführungsmusik, Videospielen, Youtube-Videos oder Beiträgen in anderen Sozialen Netzwerken usw. Andere verwenden zuviel Zeit auf Karriere oder teure Urlaubsreisen, auf Hobbies, Freizeitgestaltung, Sport oder Fitness, anstatt die von Gott gebotenen Prioritäten zu beachten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,19-21</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C31-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,31-33</a>)</strong></p>
<p>Stellen wir doch uns selbst, unsere Zeit und Kraft dem Herrn zur Verfügung! Fragen wir danach, wo und wozu Er uns gebrauchen will!</p>
<p>Unsere Zeit auskaufen, das bedeutet auch Prioritäten setzen. Was ist wirklich wichtig und dringlich? Was sollte ich im kommenden Jahr an geistlichen Aufgaben unbedingt in Angriff nehmen? Hier sollten wir uns natürlich alle persönlich von Gott zeigen lassen, welches die für uns vorbereiteten Werke sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,10</a>), wozu Er uns ganz persönlich gebrauchen und wohin Er uns führen will. Doch es gibt sicherlich auch allgemeine Prioritäten. Ich möchte einige Punkte nennen, von denen ich meine, daß sie in den vor uns liegenden Zeiten wichtig sein können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li><strong> Das persönliche Glaubensleben stärken und sich zurüsten lassen! </strong></li>
</ol>
<p style="padding-left: 40px;">Das bedeutet auf der einen Seite, sich mehr Zeit zu nehmen fürs Gebet und für das intensive Lesen der Bibel und das geistgeleitete Nachsinnen darüber, für Bibelstudium und biblische Zurüstung durch gute Literatur. Wenn wir brauchbare Mitarbeiter im Reich Gottes werden wollen, dann müssen wir hier Zeit und Kraft investieren. Wir brauchen in den kommenden Zeiten möglichst viele Brüder und Schwestern, Ehepaare und Familien, die den Herrn fürchten und lieben und die in Seinem Wort gefestigt und in der gesunden Lehre gegründet sind.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wir brauchen insbesondere dem Herrn geweihte Männer, die in der Lage sind, das Evangelium weiterzugeben, zu predigen und zu lehren, Hausgemeinden zu leiten oder Mitarbeiter in bibeltreuen Ortsgemeinden zu sein, anderen seelsorgerlich zu helfen. Das erfordert Einsatzbereitschaft und Mühe; wenn man sich zurüsten lassen will, geht das nicht ohne Fleiß und Opfer an Zeit. Es bedeutet auch, keine Mühen zu scheuen, um eine bibeltreue Gemeinde zu finden, in der wir eine solche Zurüstung bekommen können, denn Selbststudium ist dafür nicht allein ausreichend; der verbindliche Dienst in einer biblischen Gemeinde ist dafür ganz wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="2">
<li><strong> Eifriger Dienst zur Auferbauung der Gläubigen in der Gemeinde</strong></li>
</ol>
<p style="padding-left: 40px;">Eine ganz wichtige Priorität scheint mir der Aufbau und die Stärkung von bibeltreuen Gemeinden zu sein. In vielen Regionen gibt es gar keine oder zuwenige biblisch gesunde Gemeinden; aber solche Gemeinden sind entscheidend wichtig zur Auferbauung der Kinder Gottes, gerade in den schweren Bedingungen der Endzeit. Die Gemeinde ist <strong>„der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tm+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tm 3,15</a>); sie ist der Ort, an dem wir Gott priesterlich dienen dürfen in wahrer Anbetung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>); sie ist der Leib des Christus, durch den unser Herr gerade in der Endzeit wirken will; sie ist die Schule, in der die Diener Gottes herangebildet und zur vollen Mannesreife geführt werden sollen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C11-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,11-16</a>). Wir brauchen in diesen letzten Zeiten mehr denn je biblische Gemeinden!</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn solche Gemeinden unter den heutigen Bedingungen noch entstehen sollen oder aber bestehende Gemeinden gestärkt werden sollen, dann braucht es viele geistlich gesinnte Geschwister, die mitwirken, dem Herrn dienen und auch die Lasten und Mühen mittragen, die unvermeidlich mit Gemeindearbeit verbunden sind. Das erfordert Hingabe, Standvermögen, Bruderliebe, mancherlei Opfer – aber der Segen daraus und der Lohn vom Herrn sind auch entsprechend groß. Hier unsere Zeit zu investieren, die wir an anderer Stelle „ausgekauft“ haben, ist ganz gewiß der Wille Gottes!</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="3">
<li><strong> Hingegebener Dienst in der Ausbreitung des Evangeliums</strong></li>
</ol>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn wir uns bewußt machen, daß wir in den letzten, rasch ablaufenden Tagen der Endzeit leben, und das bedeutet ja auch: in den letzten Tagen der Gnadenzeit, dann sollte uns bewußt sein, wie dringlich das Werk der Ausbreitung und Verkündigung der Rettungsbotschaft von Jesus Christus ist. Bald kommt der Tag des Herrn, der große Gerichtstag, an dem Umkehr nicht mehr möglich ist. Noch warte der Herr in Seiner Langmut zu, <strong>„weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Jeder bibeltreue Christ sollte sich dem Herrn zur Verfügung stellen, um an seinem Platz, mit seinen Mitteln, so begrenzt sie auch sein mögen, mit zur Ausbreitung des Evangeliums beizutragen – nicht zuletzt durchs Gebet, aber auch durch Traktatverteilen, persönliches Zeugnis, Weitergabe von Bibeln und Literatur, Hausbibelkreise, Frauen-Frühstück mit Bibellesen, Kinderstunden, Kalenderverteilung, Hausbesuche, evangelistische CDs – es gibt so viele Wege, ein Zeugnis für den Herrn Jesus Christus zu sein, aber laßt uns dafür auch entsprechend Zeit einsetzen! Wir werden die Frucht gewiß in Gestalt kostbarer erretteter Seelen in der Ewigkeit wiederfinden, ganz abgesehen von dem Lohn, den unser Herr uns geben wird, weil wir Seinem Auftrag gefolgt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Aufforderung, die von Gott gegebene Zeit auszukaufen, verbindet sich in der Schrift mit dem geistlichen Bild des Wettlaufs, zu dem wir berufen sind. Der Apostel Paulus verwendet dieses Bild immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C2%3B+Phil+2%2C16%3B+2Tim+4%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,2; Phil 2,16; 2Tim 4,7</a>), aber in jedem Fall geht es beim Wettlauf um klug eingesetzte Zeit, um einen entschlossenen Einsatz mit ganzer Kraft, um das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Genau diese Entschlossenheit, die uns der Apostel Paulus gelehrt und vorgelebt hat, brauchen wir in der heutigen Zeit (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57-58&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57-58</a>):</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wißt ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur <em>einer</em> den Preis erlangt? <em>Lauft so, daß ihr ihn erlangt!</em> Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam (od. selbstbeherrscht) in allem — jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. <em>So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse;</em> ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+9%2C24-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 9,24-27</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so laßt uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, <em>und laßt uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt,</em> indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,1-2</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; <em>ich jage aber danach,</em> daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: <em>Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,12-14</a>)</strong></p>
<p>Unser wunderbarer Herr Jesus Christus kommt bald! Ja, unsere Zeit auf Erden ist begrenzt, und wir dürfen sie auskaufen, um unserem Herrn zu dienen, bis Er kommt. Die vielfach bedrohlich wirkenden Zeichen der fortschreitenden Endzeit sagen uns doch auch, daß der Zeitpunkt nahe gekommen ist und immer näher rückt, an dem wir unseren Herrn sehen und von Ihm in die Himmelsherrlichkeit aufgenommen werden. Alle diese Dinge müssen ja geschehen, wie sie vorhergesagt wurden; wir aber dürfen voller Hoffnung unseren wiederkommenden Herrn erwarten!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, <em>indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus</em> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-13</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de  im Januar 2021    © Rudolf Ebertshäuser</p>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/kauft-die-zeit-aus-gedanken-zur-corona-krise-pdf/"><strong>PDF dieses Beitrags herunterladen</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/01/kauft-die-zeit-aus/">Kauft die Zeit aus! Gedanken zum Jahresanfang 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verloren in künstlichen Scheinwelten: Der gefährliche Reiz der Computerspiele</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/02/verloren-in-kuenstlichen-scheinwelten-der-gefaehrliche-reiz-der-computerspiele/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2020 19:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6281</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Die unaufhörliche technische Weiterentwicklung des Internets, vereint mit der des PC, hat die fast unbegrenzte Möglichkeit eröffnet, Bilder, Filme, Videos und künstlich erzeugte bewegte Bildwelten im Netz veröffentlichen oder für sich herunterladen und ansehen zu können. Solche bewegten Bilder haben, wie Forscher herausgefunden haben, einen starken Einfluß auf das Gehirn, auf das Denken [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/02/verloren-in-kuenstlichen-scheinwelten-der-gefaehrliche-reiz-der-computerspiele/">Verloren in künstlichen Scheinwelten: Der gefährliche Reiz der Computerspiele</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die unaufhörliche technische Weiterentwicklung des Internets, vereint mit der des PC, hat die fast unbegrenzte Möglichkeit eröffnet, Bilder, Filme, Videos und künstlich erzeugte bewegte Bildwelten im Netz veröffentlichen oder für sich herunterladen und ansehen zu können. Solche bewegten Bilder haben, wie Forscher herausgefunden haben, einen starken Einfluß auf das Gehirn, auf das Denken und besonders die Emotionen der Menschen – man könnte auch sagen: eine starke Macht über die Seele des Menschen. Das liegt auch daran, daß Bilder einen hohen Reizwert für das Gehirn haben und sich oft stark einprägen.</p>
<p>Mit den heute sehr weit verbreiteten animierten Computerspielen ist eine weitere Stufe der digitalen Scheinrealität erreicht: Der Zuschauer ist nicht mehr nur der passiv Aufnehmende, sondern er wird in eine erfundene, vorgetäuschte Anderswelt hineingenommen und kann sie aktiv mitgestalten. Eine Spielart der „sozialen Netzwerke“ sind in diesem Zusammenhang die künstliche Geselligkeit von selbst erfundenen Rollen, wie sie etwa in <em>Second Life</em> ausgelebt werden kann, wo man sich mit anderen Spielern treffen kann, wobei alle selbst gestaltete Schein-Personen spielen, die mit der realen Person oft wenig zu tun haben.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>Abhängig vom technischen Fortschritt wurden die Spiele im Laufe des Computerzeitalters immer komplexer und vielfältiger; sie reichen heute von wirklichkeitsnahen Rollenspielen und Simulationen (Landwirtschaftssimulator, Flugsimulator) über digitale Fußballspiele und historische oder zeitgenössische Strategiespiele bis hin zu umgesetzten Kriegs- und Gewaltphantasien und dämonisch ausstaffierten Fantasy-Welten voller Gewalt, Horror und Magie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Entführt in die Hölle: Die Abgründe der „Ego-Shooter“-Spiele</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine unrühmliche Bekanntheit erreichten vor allem die vielen „Ego-Shooter“-Spiele mit ihren Schießorgien aus der direkten persönlichen Perspektive. Der Computerexperte Christian Stöcker, der selbst ein Spielefan ist, schildert ein früher sehr populäres Spiel so:</p>
<p style="padding-left: 40px;">In „Doom“ steigt der Spieler nach und nach in immer grausigere Gefilde hinab, bereist die Marsmonde Phobos und Deimos und schließlich die Hölle selbst. Mit einem Waffenarsenal, das von der Pistole über Schrotflinte und automatische Waffen bis hin zu einer Kettensäge und einer Plasmawaffe namens BFG 9000 (…) reicht, muß er nicht enden wollende Horden von abscheulichen Kreaturen niedermetzeln, in ständiger Angst, daß sich eines der häßlichen Wesen von hinten anschleichen könnte. Manche von ihnen können sich sogar unsichtbar machen. Zu sehen ist auch die Spielfigur selbst nie: „Doom“ etablierte den Blick über den Lauf der eigenen Waffe hinweg als Standardperspektive für Computerspiele und hievte Spieler auf bis dahin unbekannte Stresslevel.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Aus dem Blick durch die Frontscheibe eines Raumschiffs war der Blick durch die Augen einer unsichtbaren Spielfigur geworden. Folgerichtig zeichnen sich Ego-Shooter-Helden in der Regel durch vollständige Abwesenheit einer erkennbaren Persönlichkeit aus. Sie sind leere Hüllen, vom Spieler selbst mit Emotion und Motivation zu füllen. (…) Das Gefühl des Geworfenseins in eine feindliche, unübersichtliche Welt transportieren diese Spiele deshalb besser als alle anderen. Dazu paßt, daß sie besonders häufig im Krieg spielen: Die trotz schwerster Bewaffnung faktische Ohnmacht eines einfachen Soldaten, der nur Befehle befolgt und ständig um sein Leben fürchten muß, fängt dieses Genre perfekt ein.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Beleuchtet wurde „Dooms“ trostlose Spielwelt von flackernden Neonröhren und rot glühenden Lavaströmen. Wenn man sich nach fünf, sechs Stunden Spielen ins Bett legte, träumte man von endlosen, schlecht beleuchteten Gängen und dem albern-gräßlichen Grunzen der Dämonen. „Doom“ war schrecklicher, blutiger und faszinierender als alles, was die Spielebranche bis dahin hervorgebracht hatte. Zu schrecklich für den deutschen Jugendschutz: Ende Mai 1994 wurde das Spiel hierzulande auf den Index der jugendgefährdenden Medien gesetzt, durfte fortan weder beworben noch öffentlich zum Verkauf angeboten oder gar an Jugendliche unter 18 abgegeben werden. Dem Erfolg von „Doom“ auch in Deutschland tat das jedoch keinen Abbruch.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a></p>
<p>Es ist unfaßbar, daß es viele Politiker und sogenannte „Experten“ gibt, die, wie Stöcker selbst, den verrohenden und abstumpfenden, krankmachenden Einfluß solcher aus der Finsternis geborenen Spiele bestreiten und so tun, als könnte der Mensch sich ohne schädigende Auswirkungen solcher Dämonie aussetzen. Dagegen haben verschiedene Untersuchungen erwiesen, daß aggressive Computerspiele die Spielenden – ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsende – aggressiver machen und verrohen. Eine Expertin, Frau Dr. Möller, teilte ihre Erkenntnisse aus entsprechenden Untersuchungen in einem Interview mit, aus dem wir einen Auszug abdrucken:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Frau Möller, Sie haben über 3.300 Menschen befragt, haben Labortests mit Erwachsenen und Langzeitstudien bei Schülern der 7. und 8. Klassen durchgeführt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Spielen gewalthaltiger Computerspiele und einer höheren Aggressionsbereitschaft? </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em> </em>Man muß unterscheiden zwischen kurzfristigen Auswirkungen direkt nach dem Spiel und langfristigen Auswirkungen. Bei Labortests stellten wir fest, daß Spieler direkt nach einem gewalthaltigen Spiel verstärkt aggressive und feindselige Gedanken hatten. Langzeituntersuchungen ergaben, daß die Häufigkeit und Regelmäßigkeit, mit der Spieler die Gewaltspiele spielen, einen großen Einfluß auf die Aggressionsbereitschaft haben.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Also je intensiver ein Spieler gewalthaltige Spiele über einen längeren Zeitraum nutzt, desto eher reagiert er in bestimmten Situationen aggressiv?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;">Das muß nicht in allen Fällen passieren, die Wahrscheinlichkeit ist aber groß &#8211; nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Vor allem die Bereitschaft, in Konfliktsituationen aggressive Lösungsstrategien zu verwenden, nimmt durch das Spielen von Gewaltspielen zu. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Welche Auswirkungen haben Sie bei Ihren Forschungsarbeiten sonst noch festgestellt?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Fähigkeit, Mitleid mit Opfern von Gewalttaten zu empfinden, nimmt ab. Allerdings kann man das nicht nur auf Computerspiele beziehen. Mediengewalt ist ja allgegenwärtig &#8211; Jugendliche erleben Gewalt in Kinofilmen und Fernsehen. Menschen, die insgesamt viel Gewalt in den Medien konsumieren, empfinden auch weniger Mitleid mit Menschen in Notsituationen. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Kann ein Spieler sich bei einem Actionspiel mit Kämpfen und Schießereien abreagieren oder ist er anschließend eher aufgeladen?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;">Es kann keine Rede davon sein, daß durch Computerspiele vorhandene Aggressionen abgebaut werden. Diese These wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen in den letzten 20 Jahren widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall. Nach einem aufregenden Spiel sind Spieler angespannt und müssen sich erst wieder abreagieren.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3"><sup>[3]</sup></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Ein gefährlicher Trend: Online-Rollenspiele mit vielen Spielern</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Online-Rollenspielen ist vermittels der Internetverbindung sogar das virtuelle Zusammenwirken mehrerer Teilnehmer in Echtzeit im Rahmen eines Spieles möglich (MMORPGs = Massive Multiplayer Online Role-Playing Games). So wurden aus den ersten primitiven „Computerspielen“, bei denen man Schach, Karten oder Pingpong auf dem Bildschirm spielen konnte, rasch immer kompliziertere und immer (schein-) realistischere Rollen- und Situationsspiele, in denen der Mensch in einer angenommenen Rolle und mit einer veränderten, oft heroisch überhöhten Schein-Persönlichkeit an fiktiven Abläufen aktiv mitwirken kann.</p>
<p>Solche Computerspiele (neudeutsch „Games“), wie etwa das weltweit bekannteste Spiel <em>World of Warcraft</em> mit etwa 8 Millionen Spielern, erlangten in kurzer Zeit eine hohe Beliebtheit beim Publikum, insbesondere bei jüngeren Männern. Längst weiß man unter Fachleuten und Therapeuten, daß solche Spiele alles andere als harmloser Zeitvertreib sind. Sie geben der Seele starke Eindrücke und emotional aufgeladene (Schein-) Erfahrungen, Abenteuer und Bewährungsproben. Sie vermitteln auch schwierigen, kontaktarmen Persönlichkeiten einfach und rasch Erfolgserlebnisse.</p>
<p>In der Gemeinschaft mit den Mitspielern (z.B. einer „Gilde“) erfahren diese jungen Menschen Bestätigung und Erfolgserlebnisse – aber auf der anderen Seite entsteht ein zunehmender Druck, mitzumachen und mehr Zeit zu investieren, weil davon die Anerkennung und der Erfolg im Spiel abhängen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die Gefahr der Spielesucht</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allzuviele Spieler lassen sich immer weiter in diese Scheinwelten hineinziehen und werden spielesüchtig. Die Folgen sind schlimm: Emotionale Verarmung, Rückzug von wirklichen Kontakten, zunehmender Verlust der Leistungsfähigkeit in Ausbildung und Beruf, bis hin zu psychischen Störungen und der Notwendigkeit einer Therapie.</p>
<p>Zwei Fachleute, der Familientherapeut Wolfgang Bergmann und der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther, haben in ihrem Buch <em>Computersüchtig: Kinder im Sog moderner Medien</em> beschrieben, was eine solche Spielesucht für den Betroffenen bedeutet:<a href="#_ftn4" name="_ftnref4"><sup>[4]</sup></a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Süchtig, das heißt: sie verlassen selbst bei schönstem Sonnenschein ihr Zimmer nicht mehr, hocken wie gebannt vor dem Computer, sie vernachlässigen ihren Körper &#8211; im Spiel gibt es keine Körpererfahrung, nur der Gesichtssinn leitet alle Handlungen -, sie essen wenig und widerwillig, sie schlafen kaum. Denn ihr Spiel kennt keine Unterbrechung, 24 Stunden am Tag rund um den Globus. Wer schläft, versäumt vielleicht wesentliche Elemente, zumindest vermißt er die besondere Intimität mit seiner Spielgemeinde oder die Kraft und Abenteuerlichkeit des Aufeinanderschlagens feindlicher Heere, der Erkundung des magischen Kerns und anderer heiliger Stätten. Und so spielen sie bis tief in die Nächte hinein und finden kein Ende. Übermüdet und desinteressiert sitzen sie in der Schule; angesichts der Intensität der Bilder und der magischen und kommunikativen Motive wirkt dort alles staubig und fremd. Letztlich empfinden sie ihre soziale Umwelt als Last, jede Aufgabe, sei es für die Schule, die Ausbildung oder für die Familie, als Zumutung. Selbst die Bedürfnisse des Körpers erscheinen ihnen zunehmend ärgerlich und überflüssig. Viele werden krank dabei, viele versäumen ihre Lebenschancen, und es ist zu befürchten, daß manche an den Folgen dieser Sucht sterben. (S. 44-45)</p>
<p>Bergmann und Hüther beschreiben auch, was diese Spieleerfahrung im Netz für die Betroffenen so faszinierend macht und ihre Wirklichkeitsflucht verstärkt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Vielleicht wird das Faszinosum Netz und Spiel so allmählich ein wenig deutlicher. Es bricht mit der herkömmlichen Vernunft und überwindet dabei auch all die Kränkungen, die vielen kleinen Niederlagen und Enttäuschungen, die man als Kind auf seinem Entwicklungsweg erfahren hat. Das Netz verspricht „Verschmelzung in Lichträume“ (…) und tröstet uns über die vielen Erinnerungen an Mühen und Kränkungen, vom ersten Aufrichten im zweiten Lebensjahr bis zur Mühsal des Schreibens und Rechnens und dem Erwerb anderer symbolischer Ordnungen hinweg. Im virtuellen Raum agieren wir wieder schier unbegrenzt, gehen Kontakte und Kommunikationsformen ein, in denen wir unsere Identitäten beliebig wechseln, mischen uns in Spiele ein, in denen wir als Heroen erscheinen, unbesiegbar und unsterblich. All dies wird gefüttert von oft eindrucksmächtigen Bildern &#8211; zumal in den ausgefeilteren Computerspielen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Dabei bleibt unser Körperempfinden freilich weitgehend zurück. Nur die Fingerspitzen auf der Tastatur verbinden unseren Körper mit den Kontakten und Szenarien im Netz, hier dominiert der Gesichtssinn, die Augen, das Sehen, das bei längerem Spiel am Monitor immer fixierender wird, immer starrer. Dieses Sehen verengt sich, verdichtet sich. Der Spieler erlebt eine enorme Fokussierung seines Gesichtssinnes bei gleichzeitigem Zurückbleiben des „restlichen“ Körpers und Körpergefühls &#8211; genau dies ist ein wesentlicher Teil der Faszination, die das Spielen im Computer ausmacht. Ich erreiche einen Zustand der Konzentration und dann der Überkonzentration und vergesse meinen Körper, spalte ihn im gewissen Sinn ab. Ich schwebe durch virtuelle symbolische Räume, ganz Ich und ganz frei. (S. 50)</p>
<p style="padding-left: 40px;">Solche unwirklichen bzw. scheinwirklichen Grenzerfahrungen lösen dann bei entsprechender Vorprägung Süchte aus, die letztlich auch durch die Umformung des Gehirns und seiner Schaltkreise und Belohnungsmechanismen verfestigt und verstärkt werden, wie Bergmann und Hüther ausführlich schildern. „Wenn Kinder und Jugendliche täglich mehrere Stunden vor ihren Computern verbringen, so verändert dies nicht nur ihre Wahrnehmung, ihr Raum- und Zeitempfinden, ihre Gefühlswelt und ihre Fähigkeit, sich im realen Leben zurechtzufinden. All das, was sie mit ihren Computern machen und was sie in ihren Computerspielen erleben, verändert auch ihr Gehirn“ (S. 68-69).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Christen sollten sich und ihre Kinder vor zerstörerischen Computerspielen bewahren</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn wir die digitale Scheinwelt, die uns die Computerspiele vorführen, geistlich beurteilen, dann fällt hier zum einen die klare Ausrichtung der biblischen Lehre ins Gewicht, daß wir uns im realen Leben, in der unverstellten Wirklichkeit unseres Lebensumfeldes (Familie, Freunde, Gemeinde, Beruf usw.) zu bewähren haben. <strong><em>„Wer seinen Acker bebaut, wird reichlich Brot haben; wer aber Nichtigem nachjagt, dem mangelt es an Verstand“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+12%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 12,11</a>). Das geistliche Leben kennt keine Flucht in Fantasie und Träumerei, und auch nicht in digitale Scheinwelten.</p>
<p>Im Rahmen unserer Christusnachfolge können wir sehr wohl den realitäts- und sachbezogenen Bereich der digitalen Medien nutzen, um dem Herrn zu dienen; den Bereich der Fantasiewelten und der Scheinrealität aber sollten wir bewußt meiden, denn das macht geistlich krank.</p>
<p>Es sollte klar sein, daß bewußte Christen solche gefährlichen Spiele weder selbst spielen, noch ihren minderjährigen Kindern solches erlauben sollten. Hinter sehr vielen solchen Spielen steckt eine krankhafte, von dämonischen Mächten angefeuerte Phantasie; sie führen nicht nur zu psychischen Schädigungen, sondern auch zu geistlichen. Spielekonsolen sollten in christlichen Familien nicht zu finden sein; Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren von Computerspielen aufklären und genaue Aufsicht führen, was die Kinder in ihrer begrenzten und altersgemäß gestalteten Computerzeit tun, die von den Eltern wie auch von Kinderschutzprogrammen klar gesteuert und überwacht sein sollte.</p>
<p>Wir sollten unsere Kinder altersgemäß zu gesundem, natürlichem Spiel in der nicht-digitalen Wirklichkeit ermutigen und so viel wie möglich mit in unseren Alltag mit seinen Pflichten und Aufgaben einbeziehen – durch Mithilfe beim Kochen, Putzen und Räumen, durch Mitwirken bei Reparaturen und Einkaufsgängen, durch gemeinsame Unternehmungen und auferbauende, förderliche Gemeinschaft mit realen Menschen, durch Übertragen von sinnvollen Aufgaben im zwischenmenschlichen Bereich, damit die nicht-virtuelle Wirklichkeit als wertvoll und sinnvoll empfunden wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag ist ein leicht bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <em>Als Christ in der Welt des Internets. Hilfen zum geistlichen Umgang mit Smartphones, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Medien</em> (Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2015), S. 143, 147-155.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Rudolf Ebertshäuser  2015   Veröffentlicht auf <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong>  im Februar 2020</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Umfassendere, wenn auch weitgehend unkritische Informationen über moderne Computerspiele bietet der Sammelband Lober (Hg.), <em>Virtuelle Welten werden real.</em></p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Stöcker, <em>Nerd Attack,</em> S. 148-149.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Interview von Ellen Nieswodiek-Martin mit Dr. Ingrid Möller; in: Nieswodiek-Martin, <em>Generation Online</em>, S. 98-102.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Bergmann / Hüther beschreiben ein Spielszenario anschaulich anhand von <em>World of Warcraft</em> in ihrem Buch <em>Computersüchtig</em>, S. 17-24. Betroffenen Eltern ist dieses Buch, das aus reicher Praxiserfahrung bei der Therapierung computersüchtiger Jugendlicher schöpft, zu empfehlen, auch wenn es stark von der geistlich problematischen Psychoanalyse geprägt ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/02/verloren-in-kuenstlichen-scheinwelten-der-gefaehrliche-reiz-der-computerspiele/">Verloren in künstlichen Scheinwelten: Der gefährliche Reiz der Computerspiele</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeit, aufzuwachen!  Bibelworte zum Thema &#8222;Erweckung&#8220;</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/01/zeit-aufzuwachen-gedanken-zum-jahresanfang-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2020 14:55:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Endzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erweckung]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresanfang]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6240</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; &#160; 1. Aufwachen, um unsere Zeit recht zu erkennen &#160; &#160; Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben. Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/01/zeit-aufzuwachen-gedanken-zum-jahresanfang-2020/">Zeit, aufzuwachen!  Bibelworte zum Thema &#8222;Erweckung&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>1. Aufwachen, um unsere Zeit recht zu erkennen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right; padding-left: 160px;"><em>Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben. Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte; ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch der Finsternis. So laßt uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern laßt uns wachen und nüchtern sein! Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken; wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben sollen.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,1-9</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein neues Jahr ist angebrochen, zugleich ein neues Jahrzehnt, das dritte im 21. Jahrhundert. In einer Weise ist dieses Ereignis für uns gläubige Christen nicht von besonderer Bedeutung; unsere Zeitrechnung ist Menschenwerk; die Geburt Jesu Christi, nach der sie ausgerichtet ist, fand wahrscheinlich etwas vor dem Jahr 1 statt, so wie auch der 24. Dezember ganz sicherlich nicht das Geburtsdatum unseres Herrn und Erlösers ist.</p>
<p>Die Zeitrechnung des ewigen und allmächtigen Gottes ist ganz anders, und auf sie kommt es an; ER legt Zeiten und Zeitpunkte fest nach Seinem weisen Ratschluß; ER entscheidet, wann die Zeit erfüllt ist, und ER handelt dann.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Daniel begann und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. Er führt andere Zeiten und Stunden herbei (w. er ändert Zeiten und Zeitpunkte); er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand. Er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+2%2C20-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 2,20-22</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,7</a>) </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß <em>ein</em> Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie <em>ein</em> Tag! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,8</a>)</strong></p>
<p>Doch auf der anderen Seite ist es für uns Menschen gut und heilsam, immer wieder an Wendepunkten der Zeit innezuhalten und zu bedenken, wie begrenzt unsere Zeit eigentlich ist. <strong>„Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+90%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 90,12</a>). Zugleich sollten uns solche Zeitwendepunkte dazu anregen, daß wir uns neu bewußt machen, in welchen Zeiten wir leben und welche Konsequenzen wir als bewußte Nachfolger und Diener unseres Herrn Jesus Christus daraus ziehen sollten. Wir sollen nicht sein wie die Pharisäer, denen der Herr sagen muß: <strong>„Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen; wie kommt es aber, daß ihr diese Zeit nicht beurteilt?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+12%2C56&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 12,56</a>).</p>
<p>Der Bibeltext aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 5</a>, den ich an den Eingang unserer Betrachtung gestellt habe, sagt uns dazu sehr Eindringliches. Wir können und sollen nicht über Zeiten und Zeitpunkte spekulieren, an denen die Gnadenzeit beendet wird und der große Gerichtstag des Herrn anbricht, der uns so oft im Alten Testament (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+2%2C10-21%3B+Hes+39%2C1-29%3B+Joel+1%2C15%3B+Mal+3%2C1-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 2,10-21; Hes 39,1-29; Joel 1,15; Mal 3,1-6</a>) wie auch im Neuen Testament (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C+29-51%3B+Lk+17%2C22-37%3B+2Thess+1%2C6-10%3B+2Pt+3%2C5-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24, 29-51; Lk 17,22-37; 2Thess 1,6-10; 2Pt 3,5-14</a>) angekündigt wird.</p>
<p>Aber wir Kinder Gottes, die wir geistlicherweise dem Licht und damit dem Tag angehören, d.h. dem kommenden, auf die gegenwärtige Nacht folgenden Tag, an dem Christus geoffenbart werden wird und wir mit Ihm, wir Kinder Gottes sollten in den letzten Tagen der Endzeit, in der wir uns befinden, unserer geistlichen Stellung entsprechend leben.</p>
<p>Und das bedeutet, wie der Apostel Paulus uns eindringlich klarmacht, daß wir im Gegensatz zu den ungläubigen Menschen um uns herum, die stumpfsinnig ihren Begierden nachjagen und das kommende Ende nicht beachten, hellwach und nüchtern durch diese Zeit gehen und so leben, daß Christus durch uns zu Seinem Ziel kommt und verherrlicht wird.</p>
<p>Wir sollen nicht so leben wie die Menschen, die in geistlicher Finsternis und Sünde vegetieren und als betrunken und schlafend gekennzeichnet werden. Die weltlichen Menschen sind in der Zeit kurz vor dem Auftreten des Antichristen in der Tat trunken, und zwar in erster Linie im geistlichen Sinn. Die Menschen werden in dieser Zeit von antichristlichen Weltverbesserungsideologien und von der Selbstüberhöhung des Menschen und seiner angeblichen Errungenschaften trunken sein, trunken auch von dem religiösen Taumeltrank, den die Hure Babylon, die antichristliche Welteinheitskirche, austeilt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+17%2C2.4%3B+18%2C3.23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 17,2.4; 18,3.23</a>).</p>
<p>Wer betrunken und berauscht ist, der nimmt weder sich selbst und seinen Zustand noch seine Umgebung richtig wahr. Er lebt in einer verzerrten Scheinwelt und fällt allerlei Täuschungen zum Opfer; er kann nicht gerade gehen, sondern taumelt und fällt. Solchen Leuten sollen wir Gläubige nicht gleichen – ist diese Ermahnung überhaupt nötig? Ja, ganz offensichtlich; es gibt auch Christen, die sich berauschen mit den Verführungsideologien dieser Welt, etwa mit dem „Sozialen Evangelium“, oder aber mit dem religiösen Betrug der römischen Kirche und der Charismatik, wo die Leute damit prahlen, „trunken im Geist“ zu sein.</p>
<p>Eine aktuelle Spielart religiöser Trunkenheit ist der Kult um die angebliche kommende „Klimakatastrophe“, der man scheinbar nur durch „Ökosozialismus“ und eine weltweite Öko-Diktatur begegnen kann. Selbst Weltmenschen haben bemerkt, daß diese wahnhafte „Rettungsbewegung“ religiöse Züge trägt, und daß ihre minderjährige, psychisch kranke „Prophetin“ von manchen wie ein Messias verehrt wird. Die grüne Öko-Religion ist schlimmer Götzendienst, ein Kult um die falsche „Muttergöttin Erde“. Die systematische Propaganda und Angstmache vor der kommenden „Klimakatastrophe“ wird von antichristlichen Kräften geschürt, die damit ihre Agenda einer starken Weltregierung fördern wollen. Dennoch gibt es auch hier Gläubige, die darauf hereinfallen.</p>
<p>Nein, auf diese Welt wird das Zornesfeuer des Gerichtes Gottes zukommen, und das wird schrecklicher sein als jedes Katastrophenszenario der Klimaaktivisten! Und was heute wirklich „Klimawandel“ genannt werden kann, das geht nicht vom Menschen aus, sondern von Gott, der eben auch das Wetter macht (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+37%2C5-14%3B+38%2C33-38%3B+Ps+104%2C1-24%3B+Ps+135%2C6-7%3B+Jer+10%2C12-15%3B+Am+4%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 37,5-14; 38,33-38; Ps 104,1-24; Ps 135,6-7; Jer 10,12-15; Am 4,13</a>) und durch Wetterkatastrophen die Menschen vor dem viel schlimmeren Endgericht warnt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+6%2C12-17%3B+Offb+8%2C6-13%3B+Offb+16%2C1-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 6,12-17; Offb 8,6-13; Offb 16,1-21</a>).</p>
<p>Wir leben heute, biblisch gesehen, in den allerletzten Tagen der Endzeit, in den letzten Tagen der Zeit vor der Entrückung der Gemeinde zu dem Herrn Jesus Christus in den Himmel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a>). Es ist die Zeit, in der der Feind schon das Auftreten des Antichristen vorbereitet, das aber erst inszeniert werden kann, wenn die Gemeinde, die noch aufhält, aus dem Weg und in den Himmel entrückt ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C1-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,1-12</a>).</p>
<p>Wir sind gerufen, <em>nüchtern und wachsam</em> zu sein, weil es in dieser Zeit eine massive und zunehmende <em>Verführung</em> unter den Gläubigen gibt, Verführung durch falsche Propheten, falsche Lehrer und falsche Apostel, Verführung durch sich rasch ausbreitende Irrlehren und durch falsche Wunderzeichen, Verführung durch Bibelkritik, durch die Pfingst- und Charismatische Bewegung, durch die römische Kirche und die ökumenische Bewegung, durch die moderne Gemeindewachstumsbewegung und die postmodernen „kulturrelevanten“ Trendgemeinden.</p>
<p>Gläubige, die diese massiven Gefahren nicht erkennen und vor sich hinleben, als gebe es sie nicht, die es versäumen, alles anhand der Schrift zu prüfen und ein biblisch fundiertes geistliches Unterscheidungsvermögen zu entwickeln, die sind gerufen, aufzuwachen und zu erkennen, in welchen Zeiten wir leben. In der Endzeit kommt es entscheidend darauf an, daß wir in Wachsamkeit und Treue, in Heiligung und Selbstverleugnung, im Gehorsam gegen Gottes Wort und in Gottesfurcht leben, wenn wir unbeschadet durch die Gefahren dieser Zeit hindurchkommen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>2. Aufwachen, um uns dem kommenden Herrn zu weihen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right; padding-left: 160px;"><em>Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, daß nämlich die Stunde schon da ist, daß wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Laßt uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!</em></p>
<p style="text-align: right; padding-left: 160px;"><em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,11-14</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der zweite Text, den wir uns zu Anfang dieses Jahres vor die Augen und Herzen stellen wollen, beinhaltet ebenfalls den Ruf zum Aufwachen, aber unter einem etwas anderen Blickwinkel. Im Römerbrief geht es um ein Aufwachen in unserem persönlichen geistlichen Leben, und das im Hinblick auf den bald wiederkommenden Herrn. Die „Errettung“, die immer näher rückt, ist im Licht von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+1%2C10+und+4%2C15-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 1,10 und 4,15-17</a> der wiederkommende Herr, der Seine Gemeinde aus der gerichtsreifen Welt herausholt, bevor die Zorngerichte über diese Welt hereinbrechen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>… wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9-10</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wenn der Apostel Paulus die Realität der baldigen Entrückung der Gemeinde schon im 1. Jahrhundert so betonen konnte, wieviel mehr sollte uns heute diese baldige, rasch und unversehens herannahende Wiederkunft ernst und klar vor Augen stehen und uns anspornen, unser Leben zu heiligen und auf den Herrn auszurichten!</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir Freimütigkeit haben, wenn er erscheint, und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft. (…) Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,28</a> – 3,1)</strong></p>
<p>Hier wird nun konkreter angesprochen, was uns daran hindern kann, aufzuwachen und dem Herrn treu zu dienen: für nicht wenige Christen ist es <em>Verstrickung in Sünde</em>, die sie in den geistlichen Schlaf versetzt und ihr geistliches Leben belastet und befleckt. Und einige Beispiele solcher Sünden werden konkret aufgezählt. So etwas mißfällt manchen Christen; sie hätten die Predigten gerne schön allgemein und unverbindlich, sodaß das Böse nicht beim Namen genannt wird und sie weiter schlafen können, doch der Apostel Paulus legt den Finger in die Wunde und wird konkret: <strong>„nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,13</a>).</p>
<p>Alles das sind Sünden, mit denen Gläubige sich in die Begierden dieses bösen Weltlaufs verstricken und ihren verkehrten Lüsten folgen statt dem Geist Gottes und dem Wort der Heiligen Schrift. Solche Sünden zeigen, daß manche Christen diese Weltzeit liebgewonnen haben wie Demas (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,10</a>) und die Ermahnungen der Bibel mißachtet haben:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,3-5</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,15-17</a>)</strong></p>
<p>Gibt es das heute unter uns auch noch? Ich fürchte, ja! Vielleicht weniger Trinkgelage und mehr andere hemmungslose Lebensgenüsse; in jedem Fall aber leider immer noch viel Streit und Neid, Intrigen und Verleumdungen unter Christen; immer noch traurige Fälle von Unzucht und Ehebruch.</p>
<p>Heute könnten wir auch andere, „modernere“ Sünden dazuzählen: Konsumrausch mit teuren Autos, Kleidungsstücken und Urlaubsreisen, Verstrickung in Internetfilme zweifelhaften Inhalts, ungute Chats mit Flirten und Unzucht als Folge, und so manches mehr. Und wie leicht verfallen wir in unserer reichen Überflußgesellschaft heute der Geldgier, die eine Wurzel alles Bösen ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,9-10</a>)!</p>
<p>Wir wollen uns am Anfang des neuen Jahres prüfen im Licht Gottes, wo wir vielleicht Sünden in unserem Leben geduldet haben, die uns lähmen und schläfrig machen, sodaß wir unseren bald wiederkommenden Herrn nicht recht erwarten. Wir wollen alle diese uns so leicht umstrickenden Sünden entschlossen ablegen, damit wir mit Ausdauer und nach der göttlichen Regel unserem Herrn entgegenlaufen und den Siegeskranz gewinnen können (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C1%3B+2Tim+2%2C5%3B+1Kor+9%2C24-25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,1; 2Tim 2,5; 1Kor 9,24-25</a>).</p>
<p>Im letzten Vers unseres Textes wird dann die <em>innere Wurzel dieser Neigung zum Sündigen</em> angesprochen: es ist unser Fleisch, unsere verdorbene menschliche Natur mit ihren unersättlichen Begierden, die uns zur Sünde verlocken. Wenn wir dem Fleisch Raum geben, dann wird es uns unweigerlich in geistlichen Tiefschlaf versetzen, uns lähmen und beflecken. Deshalb ist es gerade in der Endzeit so wichtig, daß wir in der biblischen Heiligung leben und unser Fleisch samt seinen Begierden beständig in den Tod geben, in den Kreuzestod Jesu Christi, wie es geschrieben steht:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,24</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>… wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. (…) Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C6-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,6-11</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir aufgefordert werden, stattdessen „den Herrn Jesus Christus anzuziehen“, dann erinnert uns das an die Aussage des Apostels in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C27%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,27: </a><strong>„denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen“</strong>. Das bedeutet unter anderem, daß wir uns bewußt mit dem erhöhten Herrn einsmachen und unsere Glaubensstellung in Christus als mit Ihm gekreuzigt, begraben, auferweckt und in die Himmelwelt versetzt einnehmen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C3-14%3B+Gal+5%2C24%3B+Kol+2%2C20-3%2C14%3B+Eph+2%2C5-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,3-14; Gal 5,24; Kol 2,20-3,14; Eph 2,5-6</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,1-4</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, [noch] Barbar, Skythe, Knecht, Freier — sondern alles und in allen Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,9-11</a>)</strong></p>
<p>Wie wichtig ist das in unserer an Verführungen und Versuchungen so reichen Zeit, ganz bewußt in Christus zu bleiben! Der Widersacher will uns dazu verleiten, den vergänglichen Genuß der Sünde und der weltlichen Begierden auszukosten und „mitzunehmen“. Er weiß ganz genau, daß dadurch unser geistliches Leben geschwächt und befleckt wird und wir dem Herrn nicht mehr kraftvoll dienen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>3. Aufwachen, um die Zeit auszukaufen im Dienst für Christus</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right; padding-left: 160px;"><em>Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten! Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. </em></p>
<p style="text-align: right; padding-left: 160px;"><em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C8-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,8-16</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch ein drittes Mal lesen wir den dringlichen Ruf, aufzuwachen aus unserem geistlichen Schlaf. Schon wenn eine Sache, ein Gebot zweimal in Gottes Wort steht, ist das ein Zeichen, daß ein solches Wort für uns wichtig ist und wir ihm besondere Beachtung schenken sollten – wieviel mehr, wenn wir es dreimal wiederholt finden!</p>
<p>Wieder ist der Zusammenhang etwas anders, auch wenn der innere Bezug der drei Worte jedem Bibelleser offenbar sein dürfte. Wie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> sind hier Christen angesprochen, die durch heimliche Sünde in einen gefährlichen Tiefschlaf versenkt wurden. Sie sind so weit von dem Herrn abgedriftet, daß gar nicht mehr klar ist, ob sie überhaupt errettet sind! In dieses schlimme Zwielicht hinein bringt der Apostel Paulus das klare Licht Gottes:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-8</a>)</strong></p>
<p>Das ist auch heute noch wichtig: Leute, die sich „Christen“ nennen und beständig in Sünde leben, sei es uneheliches „Zusammenleben“ oder Habsucht und Geldgier, die haben keine Errettung; sie werden das Reich Gottes nicht erben (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,9-10</a>)! Ein wahrer Gläubiger kann in Sünde <em>fallen</em>, aber er <em>lebt</em> nicht darin, praktiziert sie nicht beständig (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C+6-9%3B+5%2C18+und+die+Fu%C3%9Fnoten+der+Schlachter-Standardbibel+dazu&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3, 6-9; 5,18 und die Fußnoten der Schlachter-Standardbibel dazu</a>).</p>
<p>Solche Sünde übt ihre Macht vor allem dadurch aus, daß sie verdeckt und heimlich praktiziert wird. Der Feind sucht Gläubige in Sünde zu verstricken und verleitet sie dazu, diese nicht zu bekennen, sondern zu verheimlichen. Oder er verstrickt sie in fremde Sünden und macht sie zu Teilhabern derselben, weil sie diese nicht ans Licht bringen, sondern decken. Das einzige Mittel, um aus solchen lähmenden Verstrickungen frei zu werden, ist das demütige und reuevolle Bekenntnis der Sünde vor Gott, aber auch vor Menschen. Das zerbricht die Macht des Sündenbanns.</p>
<p>Der ernste Ruf an solche in üble Sünden verstrickte Menschen lautet: <strong>„Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,14</a>). Das kann sich auf zwei Arten von Menschen beziehen. Zum einen auf nicht wiedergeborene Scheinchristen, die noch im geistlichen Todesschlaf sind, obwohl sie schon christliche Einflüsse und Prägungen kennen, womöglich als Kinder christlicher Familien aufgewachsen sind. Gott drängt sie, aufzuwachen und ihre Verlorenheit zu erkennen, geistlich wach zu werden und endlich ernst zu machen mit der Bekehrung, mit der Auslieferung ihres Lebens und Eigenwillens an den Herrn Jesus Christus, der ihnen allein Licht und Leben geben kann.</p>
<p>Es ist aber auch möglich, daß dieser Ruf an Gläubige ergeht, die so in Sünden und Weltförmigkeit verstrickt wurden, daß sie den ungläubigen Toten ganz ähnlich sind und man sie nicht mehr von diesen unterscheiden kann. Der Zusammenhang der Ermahnungen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-13</a> läßt eine solche Deutung durchaus zu. Sie sollen aufwachen und sich reinigen von ihrer Sündenlast, damit sie nicht dem Gericht verfallen.</p>
<p>In jedem Fall ist die Konsequenz dieses geistgewirkten Aufwachens die, daß die Kinder Gottes dann sich dem Herrn bewußt zur Verfügung stellen, um Ihm zu dienen und für Ihn endlich die Frucht zu bringen, die der Herr sucht und durch sie wirken will. In Weltlichkeit und Sünde verstrickte Christen sind weitestgehend unfruchtbar für ihren Herrn; sie sind kein klares, leuchtendes Zeugnis, sondern sie entehren ihren Herrn vielmehr und halten durch ihr zwielichtiges Leben Menschen womöglich davon ab, sich zu Christus zu bekehren!</p>
<p>Deshalb ermahnt Gottes Wort solche Christen besonders, aber genauso auch uns alle: <strong>„Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,15-16</a>). Diese Aufforderung sollten wir, die wir in den letzten Tagen der Endzeit leben, besonders beherzigen.</p>
<p>Wir wollen uns doch in der knapp bemessenen Zeit bewußt unserem wunderbaren, liebenden Herrn Jesus Christus zur Verfügung stellen, damit wir Ihm eifrig dienen und die Zeit auskaufen, die uns noch hier auf der Erde bleibt. Nur jetzt können wir im Dienst und Leiden Ihn verherrlichen. Nur jetzt können wir geistliche Frucht im Evangeliumszeugnis wirken, damit noch Menschen errettet werden. Nur jetzt können wir zur Erbauung biblischer Gemeinde beitragen, anstatt durch unsere Fleischlichkeit womöglich Gemeinden zu belasten und zu zerstören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>4. Schlußfolgerung: Wir brauchen Erweckung!</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Wache auf, der du schläfst!“</strong> Gerade in der Endzeit kurz vor dem Wiederkommen des Herrn ist geistlicher Schlaf ein besonderes Problem. Das bekannte Gleichnis von den zehn Jungfrauen zeigt uns, daß alle, auch die treuen, davon betroffen waren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,1-13</a>). Wir brauchen in unserer Zeit ganz dringend ein geistgewirktes Aufwachen, eine biblische Erweckung!</p>
<p>Biblische Erweckung – das bedeutet nicht, wie viele Christen es sich vorstellen, eine große „Geistesausgießung“, bei der sich Millionen Menschen bekehren und dann Stadien füllen. Solch eine aus pfingstlerischen und charismatischen Irrlehren und Falschprophetien abgeleitete Pseudo-„Erweckung“ finden wir in der Heiligen Schrift nirgends für die Endzeit verheißen. Im Gegenteil, insgesamt wird die Welt in ihrer Gottlosigkeit am Ende der Tage mit der Menschheit vor der Sintflut und mit Sodom und Gomorrha verglichen (vgl. die Rede des Herrn Jesus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 17</a> – die „Tage Noahs“ und die „Tage Lots“).</p>
<p>Nein, biblische Erweckung bedeutet ein <em>Aufwachen der echten Gläubigen</em>, eine <em>geistgewirkte Belebung der wahren Gemeinde Jesu Christi</em>, eine Erneuerung der ersten Liebe und der Treue zum Herrn und zu Seinem Wort. Aus einer solchen Belebung der Christen kann es dann auch zu vermehrten Bekehrungen unter den Ungläubigen kommen; doch das können wir heute zumindest in den Ländern des ehemals christlichen „Abendlandes“ nicht in größerem Maßstab erwarten.</p>
<p>Auch eine Erweckung und Neubelebung der Gemeinde im biblischen Sinn werden wir wohl nur bekommen, wenn wir uns demütigen und unseren traurigen Zustand ehrlich vor Gott bekennen und Sein Angesicht suchen, um eine solche Belebung von Ihm ernstlich zu erbitten. Angesichts unseres vielfältigen Versagens und unseres schwachen, in vielem verkehrten Zustandes können wir den Herrn nur um Gnade anflehen. Aber gerade dann dürfen wir hoffen, daß Er uns erhört – nicht um unserer Treue willen, sondern um Seiner Gnade und um Seines heiligen Namens willen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet; und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und ich werde euer Geschick wenden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+29%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 29,12-14</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Belebe uns, so wollen wir deinen Namen anrufen! O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+80%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 80,19-20</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>HERR, du hast deinem Land [einst] Gnade gewährt, hast das Geschick Jakobs gewendet, hast vergeben die Schuld deines Volkes, hast alle ihre Sünde zugedeckt. (Sela.) Du hast all deinen Grimm hinweggetan, hast dich abgewandt von der Glut deines Zornes: so stelle uns wieder her, du Gott unsres Heils, laß ab von deinem Unmut gegen uns! Oder willst du ewig mit uns zürnen, deinen Zorn währen lassen von Geschlecht zu Geschlecht? Willst du uns nicht wieder neu beleben, damit dein Volk sich an dir erfreuen kann? HERR, laß uns deine Gnade schauen und schenke uns dein Heil! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+85%2C2-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 85,2-8</a>)</strong></p>
<p>Möge der Herr schenken, daß noch viele Gläubige in diesen letzten Tagen der Endzeit aufwachen und sich für Ihn zur Verfügung stellen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©  Rudolf Ebertshäuser Januar 2020    Veröffentlicht auf <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/01/zeit-aufzuwachen-gedanken-zum-jahresanfang-2020/">Zeit, aufzuwachen!  Bibelworte zum Thema &#8222;Erweckung&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Zeitgeist des Feminismus und sein Einfluß auf uns Christen</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/08/der-zeitgeist-des-feminismus-und-sein-einfluss-auf-uns-christen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 18:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Christlicher Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=5189</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Ein ganz herausforderndes Thema ist der unaufhaltsam stärker werdende Einfluß des weltlichen Feminismus (von lateinisch femina = die Frau) in der endzeitlichen Weltszene und in abgeschwächter Form auch unter den Gläubigen. Hinter dem Feminismus stehen ebenfalls Geistesmächte, welche die Menschen in eine bestimmte, gegen Gottes Ordnungen aufbegehrende Richtung drängen. &#160; &#160; 1. Was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/08/der-zeitgeist-des-feminismus-und-sein-einfluss-auf-uns-christen/">Der Zeitgeist des Feminismus und sein Einfluß auf uns Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein ganz herausforderndes Thema ist der unaufhaltsam stärker werdende Einfluß des weltlichen <em>Feminismus</em> (von lateinisch <em>femina</em> = die Frau) in der endzeitlichen Weltszene und in abgeschwächter Form auch unter den Gläubigen. Hinter dem Feminismus stehen ebenfalls Geistesmächte, welche die Menschen in eine bestimmte, gegen Gottes Ordnungen aufbegehrende Richtung drängen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Was Feminismus bedeutet und wie er entstand</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter Feminismus verstehen wir hier die weltliche Bewegung zur „Befreiung“ („Emanzipation“) der Frau aus ihrer „Unterdrückung durch das Patriarchat“ (die Männervorherrschaft, oder wörtlich: „die Herrschaft des Vaters“). Diese Fremdwörter drücken ein politisch-gesellschaftliches Programm aus: „Feminismus“ bedeutet „Frauenbewegung“; „Emanzipation“ bedeutet Befreiung aus Sklaverei und knechtender Abhängigkeit.</p>
<p>Die Grundannahme des Feminismus ist eine bewußt antichristliche ideologische Behauptung, nämlich daß die Frau durch ihre gesellschaftliche Stellung in der christlich-abendländischen Zivilisation unterdrückt werde und der „Befreiung“ bedürfe.</p>
<p>Das ist eine verwunderliche Behauptung, da frühere Generationen noch wußten, daß im Gegenteil der christliche Glaube den Frauen aus der Heidenwelt enorme und tiefgreifende Verbesserungen gebracht hat und ihre Würde und geschützte Stellung innerhalb der Gesellschaft sicherstellte. Er betonte, daß Männer und Frauen in ihrer Beziehung zu Gott völlig gleichgestellt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,28</a>) und gemeinsam Erben der Gnade waren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,7</a>), während heidnische Kulturen fast überall von einer Minderwertigkeit der Frau ausgingen. Allerdings hat der christliche Glaube nie eine formale Gleichstellung betrieben, sondern die Führungsverantwortung des Mannes in Ehe und Familie festgehalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die geistigen Wurzeln der feministischen Bewegung</h4>
<p>Die feministische Bewegung ist eng verbunden mit der Entwicklung eines radikal-revolutionären Humanismus, wie er erstmals in der Französischen Revolution zum Tragen kam und danach in verschiedenen Geistesströmungen weiterwirkte, vor allem in Anarchismus, Marxismus und Sozialismus, aber auch in weltlichen „bürgerlichen“ Strömungen.</p>
<p>Diese Geistesströmungen waren samt und sonders offen oder verdeckt antichristlich und agitierten gegen die Lehre der Bibel, welche unzweideutig lehrt, daß den Männern in der Familie wie in der Gesellschaft die Rolle der Verantwortung, der Führung und Autorität zukommt. Das Ziel der Revolutionäre war der Umsturz aller gesellschaftlichen Ordnungen und die völlige Gleichmacherei aller Menschen. Das feministische Ideengut knüpfte an den revolutionär-humanistischen Grundsatz von der angeblichen „Gleichheit aller Menschen“ an und forderte zunächst diese völlige Gleichstellung auch für die Frauen, so wie der Sozialismus sie für die Arbeiterklasse forderte.</p>
<p>Der radikalere Feminismus dagegen forderte weitergehend die Auflösung der auf biblischen Fundamenten beruhenden Ordnung von Ehe und Familie, weil sie angeblich „unterdrückend“ für die Frau seien und deren Selbstentfaltung hindere. Das wurde früh mit dem „Recht auf sexuelle Selbstbestimmung“ und dem „Recht auf Abtreibung“ sowie der Forderung nach vermehrter Frauenarbeit verknüpft, damit die Frauen ihre „Emanzipation“ auch wirklich ohne alle hinderlichen wirtschaftlichen Abhängigkeiten und sonstigen „Zwänge“ ausleben könnten.</p>
<p>Der radikale Feminismus kämpfte von Anfang an gegen das „traditionelle“, „unterdrückende“ Frauenbild und die traditionelle Ehe und griff dabei die Bibel und den christlichen Glauben unverhohlen als „patriarchalisch“ und „reaktionär“ an. Damit soll nicht gesagt werden, daß das herkömmliche weltlich-bürgerliche Familienideal mit dem biblischen gleichgesetzt werden kann; die biblische Ordnung geht weit tiefer und kann eigentlich nur von wiedergeborenen Christen verwirklicht werden. Dennoch waren die Normen der Gesellschaft bis ins frühe 20. Jahrhundert weithin an biblischen Ordnungen ausgerichtet, und der Feminismus bekämpfte beide scharf und radikal.</p>
<p>Das ging bis ins Gebiet der Religion selbst; man griff aus feministischem Fanatismus die biblische Offenbarung Gottes an. Man rebellierte offen gegen den Gott der Bibel, der sich als „Vater“ geoffenbart hat, und setzte dem entweder den Atheismus oder aber die Verehrung von „Muttergottheiten“, verbunden mit dem Lob für „matriarchale Gesellschaften“ primitiver Götzenanbeter entgegen („matriarchal“ bedeutet: „die Mütter/Frauen herrschen“).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das neue Selbstverständnis der Frau</h4>
<p>Das biblische Ideal der treuen Ehefrau, die sich aufopfernd um die Erziehung der Kinder kümmert und einen liebevollen, Geborgenheit vermittelnden Haushalt führt, wurde mit der polemischen Verspottung von „Kinder, Küche, Kirche“ abgewertet und verdammt. Das Ideal war die innerlich und ökonomisch unabhängige Frau, die sich selbst ihre (wechselnden) Liebespartner sucht, auf Kinder weitgehend verzichtet und eine dem Mann gleichwertige Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft spielt. Wie weit dieses Rollenverständnis heute schon gediehen ist, zeigt ein Auszug aus einer weltlichen Meinungsumfrage:</p>
<p>Ganz generell ist der Tenor der Studie, für die mehr als 2000 Frauen und Männer zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden, daß sich die Lebensentwürfe von Frauen und Männern immer stärker ähneln. Demnach haben Frauen heutzutage fast genauso starke berufliche Ambitionen wie Männer. Karriere zu machen sei für 48 Prozent der weiblichen Befragten sehr wichtig gegenüber 53 Prozent der männlichen Befragten, hieß es. Auch bei der Bedeutung von Arbeit gebe es kaum noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern, sagte Huber. Zwar fänden es Frauen (82 Prozent) wichtiger als Männer (74 Prozent), im Beruf mit Menschen in Kontakt zu kommen. Doch für beide sei die Berufstätigkeit vor allem gleichbedeutend mit finanzieller Flexibilität (Frauen 92 Prozent, Männer 91 Prozent) und mit der Verrichtung einer sinnvollen Tätigkeit (Frauen 80 Prozent, Männer 81 Prozent).</p>
<p>Noch radikalere Formen des Feminismus aber wollen nicht die „Gleichberechtigung“ von Mann und Frau, sondern schieben der „patriarchalen Gesellschaftsstruktur“ die Verantwortung für alle Übel der Welt zu und träumen von einer „matriarchalen“, von Frauen dominierten Gesellschaft, in der die Männer höchstens noch als Drohnen, als Hilfskräfte zur Erfüllung geschlechtlicher Wünsche geduldet und ansonsten ausgegrenzt werden. Solche radikal-feministischen Strömungen propagieren ganz offen lesbische Beziehungen von Frauen als wünschenswerte Norm und sind z.T. mit einer Wiederbelebung des Hexenkultes verbunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Auflösung von Ehe und Familie</h4>
<p>Die feministische Offensive ging einher mit bewußten Bestrebungen, die „traditionelle“ Ehe und Familienordnung zu zerstören. Dabei ist man im öffentlichen Bewußtsein heute schon sehr weit gekommen, wenn es auch immer noch eine erstaunlich große Anzahl „traditioneller“ Ehen und Familien gibt. Die neuen Trends sollen durch ein Zitat schlaglichtartig veranschaulicht werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die bürgerliche Kleinfamilie ist schon lange passé. Heute sind Frauen Vorstandsvorsitzende und Bundeskanzlerinnen, Scheidungen normal, Patchwork-Familien auch, und wer es mag, liebt viele. Und seit Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen und die Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung entwickelt wurden, gibt es auch Regenbogen- und Inseminationsfamilien, wie es in der Familienforschung heißt. Neu ist ein Begriff, der ganze Internetseiten füllt: Co-Parenting. Manche nutzen ihn, wenn Mann und Frau sich zusammentun, um ein Kind zu bekommen, ohne daß sie sich lieben oder Sex miteinander haben wollen. Andere meinen damit, daß mehr Menschen für die Kinder verantwortlich sind als nur die beiden leiblichen Eltern. Es ist ein Oberbegriff für alle möglichen Arten, Kinder zu haben – jenseits der Kleinfamilie, jenseits von Vater, Mutter, Kind.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In der Wissenschaft wurde Co-Parenting in den Vereinigten Staaten schon in den späten sechziger Jahren verwendet, um die Unabhängigkeit der Elternschaft von der Ehe zu beschreiben. Wikipedia versteht darunter heute eine postmoderne Art, Kinder zu bekommen. Die Postmoderne war auch immer das Versprechen auf die Befreiung von allen Begrenzungen, gesellschaftlich und biologisch. Daß die Menschen den Begriff nun wählen für das, was sie ohnehin schon machen, und das mal Patchwork hieß, mal Regenbogenfamilie, zeigt die neue Lust auf diese Formen. Co-Parenting steht für ein neues Selbstverständnis: Die alternativen Familienmodelle gelten nicht mehr als Notlösung, sondern als selbstbestimmte, aus Überzeugung gewählte und gewünschte Lebensmodelle. Auch die Politik paßt sich an: In den Niederlanden, wo sich Menschen mit Kinderwunsch seit ein paar Jahren auf Co-Parenting-Seiten im Internet treffen, sollen bald bis zu vier Menschen für ein Kind juristisch verantwortlich sein können, auch vier Männer etwa.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/zukunft-des-zusammenseins-neue-familienbande-15218791.html)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. Die „Gender-Ideologie“ <br />
als Höhepunkt feministischer Irreführung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Inzwischen sind die feministischen Ideologien in ihrem Streben nach Auflösung aller biblischen Ordnungen bis zum Gipfelpunkt aller denkbaren Rebellion gegen Gott vorgestoßen: mit der Gender-Ideologie erklären sie alle Unterschiede zwischen Mann und Frau zu einem Produkt „gesellschaftlicher Einflüsse und Zwänge“ und behaupten, jeder Mensch könne und solle sich seine eigene Geschlechterrolle irgendwo zwischen Mann und Frau frei heraussuchen.</p>
<p>Mit einem wirklichkeitsverleugnenden Fanatismus werden alle biologischen, von Gott als Schöpfer vorgegebenen und genetisch verankerten Unterschiede von Mann und Frau einfach verleugnet. Das geht so weit, daß fanatische „Gender-Ideologen“ bestrebt sind, die Sprache so abzuändern, daß das männliche und weibliche Geschlecht durch „gender-neutrale“ Neuschöpfungen und lächerliche Wort*ungetüme ersetzt werden.</p>
<p>Durch die Manipulation der Sprache und massive Propaganda will man das Denken der Menschen so umprogrammieren, daß die widersinnigen Gedankengebilde des Genderismus wie selbstverständlich erscheinen. Sogar die Nationalhymne („Heimatland“ statt „Vaterland“) und die Bibel müssen angeblich deshalb umgeschrieben werden (vgl. die lästerliche „Bibel in gerechter Sprache“).</p>
<p>Doch es geht noch weiter. In einer gezielten Propaganda-Aktion, in der die Medien willig mitspielen, werden „normale“ Beziehungen zwischen Mann und Frau herabgesetzt, und man versucht sie aus dem Bewußtsein der Menschen zu verdrängen. Vielfach darf man schon gar nicht mehr „Vater“ und „Mutter“ sagen, sondern man muß sagen „Elter 1“ und „Elter 2“.</p>
<p>Homosexuell lebende Menschen sowie „Transsexuelle“, die ihre Identität jenseits der göttlichen Ordnung und gegen ihre biologische Identität suchen, werden zu den neuen Helden der Gesellschaft erklärt. Indem man dieser verschwindenden Minderheit zentrale Bedeutung zuschreibt und für sie eigene Toiletten einrichtet und ihnen Zugang zu Umkleideräumen des gewünschten Geschlechts verschafft, sucht man im allgemeinen Bewußtsein zu verankern: das Perverse ist die neue Norm.</p>
<p>Damit ist der Satan, der biblisch gesehen ganz eindeutig hinter diesen Geistesbewegungen steckt, an seinem Ziel angekommen. Das Ziel des Teufels ist die völlige Umdeutung und Auflösung der göttlichen Ordnungen, und das bedeutet in bezug auf die schöpfungsgemäßen Unterschiede von Mann und Frau, die Auflösung aller dieser Unterschiede und der „androgyne Mensch“, d.h. der männlich-weibliche Mensch, bei dem die charakteristischen Züge von Mann und Frau völlig verwischt und vermischt sind.</p>
<p>Am extremsten verwirklichen dieses völlig widergöttliche Ideal die „Trans“menschen, die heute in einer geradezu unheimlichen Weise ans Licht gezerrt und zu Vorreitern der „neuen Menschheit“ stilisiert werden.</p>
<p>Dem kommen breite gesellschaftliche Trends schon weit entgegen, die vermännlichte, dominante Frauen in Führungspositionen fördern, mit kurzen Haaren und in Hosen, und auf der anderen Seite verweiblichte, passive, gefühlsselige Männer, z.T. mit langen Haaren, die auch schon mal zuhause den Haushalt versorgen, während die Frau ihrem Managementjob nachgeht.</p>
<p>Ähnlich wie mit den antiautoritären Ideologien der Gesetzlosigkeit kann man auch bei den feministischen Geistesströmungen feststellen, daß sie heute die nachchristliche weltliche Gesellschaft fast vollständig bestimmen und zur neuen gesellschaftlichen Norm geworden sind, die für die jüngere Generation schon selbstverständlich ist.</p>
<p>Ein eher pragmatischer, aber durchaus für Radikales offener Feminismus ist im Rahmen des allgegenwärtigen Humanismus fester Bestandteil des heutigen Gesellschaftsbildes und des „Zeitgeistes“. Das erweist sich z.B. an der heutigen Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die konsequent jeden auch nur ansatzweise eigenständigen Mann aus ihrem Umfeld entfernen ließ und es für die Bundesregierung 2018 dafür sorgte, daß 50% der CDU-Ministerposten von Frauen besetzt wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">3. Feminismus aus biblischer Perspektive</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für bibeltreue Gläubige ist der Feminismus eine fremde, zerstörerische Geistesmacht. Wir leben in dem festen Glauben, daß die Ordnungen Gottes gute, segensreiche Ordnungen sind, die uns Menschen nicht „bedrücken“ oder „einengen“, sondern die uns ein erfülltes Leben entsprechend den guten Gedanken unseres Schöpfers ermöglichen. Der biblische Glaube ist davon überzeugt, daß jede Auflehnung gegen Gottes Ordnungen, wie sie der Feminismus predigt, letztlich immer in neuer Unterdrückung, in Leid, Zerstörung und Orientierungslosigkeit endet.</p>
<p>Hinter dem Feminismus steht, geistlich-biblisch gesehen, der rebellische Geist des Satans, der die Menschen haßt, ihre Gottesebenbildlichkeit zerstören und sie nach seinem perversen Ebenbild umformen will. Der feministische Kampf gegen das „Patriarchat“ geht von Satan aus und richtet sich letztlich gegen den heiligen, ewigen Gott, den Vater, „von dem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden den Namen erhält“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,15</a> Grundtext). Hinter dem Haß gegen die Männer und besonders die Väter steht der Haß gegen den gütigen Vatergott, der die Ordnung der Ehe und Familie gegeben hat.</p>
<p>Es ist ohne Zweifel so, daß unter den sündigen Menschen dieser Welt, die äußerlich nach Gottes Eheordnung leben, es zu zahlreichen Situationen kommt, wo Frauen tatsächlich schlecht behandelt, betrogen und ausgenutzt werden (was allerdings auch immer wieder umgekehrt vorkommt, je nachdem, wer der schwächere und verletzlichere Teil ist).</p>
<p>Doch das liegt an der Sündhaftigkeit des Menschen und nicht etwa daran, daß Gottes Schöpfungs- und Eheordnung „unterdrückend“ oder „falsch“ wäre. Solche Sünden gibt es übrigens massenhaft auch in „modernen“, „aufgeklärten“ Mann-Frau-Beziehungen sowie in lesbischen und homosexuellen Beziehungen. Auflehnung und das Streben nach Zerstörung der göttlichen Ordnungen macht letztlich alles nur noch schlimmer.</p>
<p>Die dämonische Geistesmacht, die hinter dem Feminismus steht, hat die Würde der Frau als Geschöpf Gottes zerstört und die von ihr geprägten Frauen aller schönen, lieblichen und segensreichen Eigenschaften der Frau beraubt – ihrer Wärme und Fürsorge, ihrer Mütterlichkeit und sittlichen Reinheit.</p>
<p>Stattdessen hat sie Kälte und Härte, Machtspiel und rücksichtslose Selbstverwirklichung, knallharte Ablehnung gegen Mann und Kinder gesät. Die schreckliche Ernte davon besteht in der Entfremdung von Mann und Frau, in einer Masse abgelehnter und abgeschobener Kinder, die seelisch verstört sind und mit Haß, Wut, Perversion und Orientierungslosigkeit zu kämpfen haben und immer öfter „Amok laufen“.</p>
<p>Die feministische Bewegung hat Leid und Zerstörung über ungezählte Ehen und Familien gebracht, indem sie die Frauen verführt hat, aus ihrer biblischen Rolle als Gehilfin und liebevoller Beistand des Mannes auszubrechen. Der Aufstand gegen die „Männerherrschaft“ hat zu zahllosen geschiedenen Ehen, zu Ehebrüchen und Hurerei, zur Not alleinerziehender Mütter, zu einer Menge von durch Scheidung geschädigten Kindern und auch zu unzähligen durch Abtreibung ermordeten Kindern geführt. Er hat die durch diese Ideologie vergifteten Frauen auch nicht glücklicher gemacht; viele sind im Gegenteil ruhelos und verbittert, aggressiv und selbstmitleidig, depressiv und gefühlskalt geworden.</p>
<p>Dagegen ist es genau der von den Feministinnen so angegriffene Weg der Bibel, auf dem erlöste und an Christus gläubige Frauen echte Lebenserfüllung empfangen und das Vorrecht bekommen, das Leben zu leben, zu dem sie ihr Gott und Schöpfer geschaffen und bestimmt hat. Ein solches Leben in Harmonie mit Gottes Ordnungen ist die Quelle von Frieden und Freude.</p>
<p>Wenn die Frau ihren Platz in Gottes Ordnung einnimmt, gerade auch den Platz der liebenden Unterordnung unter den Mann, der seine Leitungsverantwortung ebenfalls in Liebe und Rücksichtnahme ausübt, dann lebt sie im Kraftfeld des Segens Gottes. Die Frucht sind dann auch gesunde, gottesfürchtige Kinder, die liebes- und lebensfähig sind.</p>
<p>Eine gläubige Frau erfährt Erfüllung und den Segen des Herrn, wenn sie sich bewußt nach Gottes Wort ausrichtet und es in der Kraft des Heiligen Geistes auslebt. <strong>„… damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4-5</a>).</p>
<p>Ein bewußtes Ja zu diesen Ordnungen bringt Frieden und innere Kraft, Freude und Glück in das Leben der christlichen Frau. Es bringt der Frau die Würde und das innere Ruhen in Gott zurück, das die Welt ihr nicht geben kann, und das der Feminismus ihr stehlen will. Die Frau nach den Gedanken Gottes ist keineswegs ein verhärmtes, unterdrücktes, frustriertes Wesen, sondern eine freudige Dienerin und Zeugin ihres Herrn.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages. Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung ist auf ihrer Zunge. Sie behält die Vorgänge in ihrem Haus im Auge und ißt nie das Brot der Faulheit. Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls: »Viele Töchter haben sich als tugendhaft erwiesen, du aber übertriffst sie alle!« Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den HERRN fürchtet, die wird gelobt werden. Gebt ihr von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie rühmen in den Toren! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+31%2C25-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 31,25-31</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">4. Der Feminismus beeinflußt das Verhältnis von Mann und Frau auch unter Christen</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der nun schon 50 Jahre währende Dauereinfluß von Feminismus und Humanismus führt unter den heutigen Christen dazu, daß das früher relativ klare, an der Bibel orientierte Selbstverständnis von christlichen Männern und Frauen immer stärker untergraben wird. Stattdessen wird das moderne Rollenverständnis des feministisch-humanistischen weltlichen Zeitgeists immer stärker auch unter Christen prägend, besonders in der jüngeren, aber auch schon in der mittleren Generation der 40-50jährigen. Auf dieses notvolle Thema wollen wir etwas ausführlicher eingehen, weil es viele belastende Auswirkungen hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Der unterschwellige Einfluß des Feminismus unter Christen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben im letzten Kapitel gesehen, daß der Feminismus eigentlich eine ausgesprochen antichristliche Geistesströmung ist. Man sollte meinen, daß bewußte, gläubige Christen sich entschieden gegen dieses Gedankengut wehren. Aber aufgrund der allgemeinen Ausbreitung feministischer Haltungen in der ganzen Gesellschaft übernehmen zahlreiche Gläubige diese unbiblischen Vorstellungen, ohne sich dessen wirklich bewußt zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Feministische Einflüsse bei evangelikalen Christen</h4>
<p>Die allgegenwärtige Ideologie des Feminismus wirkt sich heute auch auf die Denkweise evangelikaler sowie konservativ-bibeltreuer Christen aus. Wer heute noch einen klar biblischen Standpunkt in bezug auf die schöpfungsgemäße Stellung und die Aufgabe der Frau in Familie und Gesellschaft äußert, wird von der Welt schnell ausgegrenzt und sogar zum Gegenstand von Spott und Haß. Da ist der Druck groß, Zugeständnisse an den Zeitgeist zu machen, um nicht anzuecken.</p>
<p>Die schon Jahrzehnte währende geistige Beeinflussung der Kinder christlicher Familien durch die weltlichen Schulen (in denen die Mehrzahl der Lehrkräfte weiblich und zunehmend feministisch geprägt ist) führt dazu, daß ein feministisches Gedankengut und „Lebensgefühl“ häufig ganz unbewußt die jüngeren Generationen von Christen prägt. Das Ergebnis ist zwar meist „nur“ eine gemäßigte Spielart feministischen Denkens, aber der Gegensatz zur Lehre der Bibel ist dennoch deutlich.</p>
<p>Ganz gewiß trägt auch ein vielfältiges Versagen der gläubigen Männer mit zu diesen Entwicklungen bei. Viele passen sich heute dem feministischen Zeitgeist an und verzichten auf ihre Stellung und Aufgabe als Haupt und Verantwortlicher in Ehe, Familie und Gemeinde. Das verstärkt die Verunsicherung und Unzufriedenheit bei den Frauen noch und hat auch sehr negative Auswirkungen auf die Erziehung der Kinder. Aber auch ein rücksichtslos und ungeistlich durchgesetzter Autoritätsanspruch des Mannes hilft der Frau nicht, die feministische Verführung zu überwinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Auswirkungen feministischer Gedanken im Lebensstil moderner Christen</h4>
<p>Was sich in unseren Gedanken festgesetzt hat, das verändert und prägt auch unser Leben. Das gilt auch vom Feminismus; er beeinflußt den Lebensstil von immer mehr evangelikalen Christen und sogar von bibeltreuen Gläubigen, die dem Herrn nachfolgen wollen. Es ist wichtig, daß wir uns diese Einflüsse bewußt machen, damit wir sie überwinden können.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Ein dumpfes Gefühl bei christlichen Frauen, gegenüber den Männern „benachteiligt“ zu sein, zunehmende Mühe mit der Aufgabe als Hausfrau und Mutter, zunehmende unbiblische Ansprüche in Ehe und Familie sind Symptome eines schleichenden feministischen Zeitgeisteinflusses. Das „Rollenverständnis“ junger christlicher Frauen in christlichen Familien wird tendenziell immer mehr von weltlich-emanzipiertem Gedankengut statt von Gottes Wort bestimmt. Man achtet auf die eigene „Selbstverwirklichung“ und fordert vom Mann, die nicht mehr von Herzen akzeptierten Pflichten in Haushalt und Kindererziehung weitgehend mit zu übernehmen. Dabei ist offenkundig, daß dies, wenn der Mann der alleinige Verdiener ist, so nicht geht – wenn auch andererseits klar sein muß, daß der Mann sehr wohl auch nach seinen Möglichkeiten Aufgaben im Haushalt und vor allem der Kindererziehung mit übernehmen sollte und sich da nicht völlig herausziehen darf.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Der vor Gott kostbare Schmuck des <em>„sanften und stillen Geistes“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,4</a>) ist heute leider eher selten geworden und wird nicht selten mit spöttischen Bemerkungen abgetan. Die Weichheit, emotionale Wärme und Anpassungsfähigkeit, die zum biblischen Frauenbild gehören, ebenso Sanftmut und Güte und innere Zurückhaltung sind dem heutigen Zeitgeist völlig zuwider. Nicht wenige christliche Frauen sind heute eher selbstbewußt, kritisch und herausfordernd, manche treten ziemlich dominant und bisweilen aggressiv auf und spielen ihre eventuelle Überlegenheit den Männern gegenüber auch aus.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Die Unterordnung der Frau unter den Mann, die die Bibel ganz klar lehrt (u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C22-33%3B+Kol+3%2C18%3B+Tit+2%2C5%3B+1Pt+3%2C1-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,22-33; Kol 3,18; Tit 2,5; 1Pt 3,1-6</a>), wird vielfach relativiert und in der Praxis oft wenig ernstgenommen; dagegen findet oftmals verdeckter oder offener Widerstand gegen die Autorität des Mannes statt; der Mann wird oft ausgetrickst oder abgewertet. Dieser erfolgt manchmal auch durch emotionalen Druck wie Nörgeln, Schmollen, Entzug der Zuwendung, Spott usw. Es fehlt vielen modernen Frauen an dem von Gott gewollten Respekt vor dem Mann als Haupt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C3%3B+vgl.+Eph+5%2C33%3A+%3Cem%3E%E2%80%9Edie+Frau+aber+erweise+dem+Mann+Ehrfurcht%21%E2%80%9C%3C%2Fem%3E&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,3; vgl. Eph 5,33: <em>„die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!“</em></a>). Oftmals hat in auch in christlichen Ehen und Familien die Frau „die Hosen an“.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Viele christliche Frauen sind immer weniger bereit, die Versorgung der Kinder alleine und verantwortlich zu übernehmen, bis diese groß sind. Die biblische Lehre, die sie zu Häuslichkeit, Fürsorge für Mann und Kinder, Unterordnung und Keuschheit auffordert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4-5</a>), wird vernachlässigt oder sogar offen als veraltetes Gedankengut abgelehnt. Dagegen sind immer mehr gut ausgebildete christliche Frauen bestrebt, ihre Kinder frühzeitig in Krippe oder Kindergarten zu geben, um sich schnellstmöglich wieder dem einträglichen und das Selbstbewußtsein fördernden Beruf widmen zu können. Es ist zu befürchten, daß die solchermaßen aus der Familie „abgeschobenen“ Kinder darunter leiden und eher geneigt sind, den Glauben abzulehnen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Im Verhalten und in der Kleidung ist auch unter vielen Christinnen eine zunehmende Angleichung an den Mann zu beobachten: kurze Haare, welche die Bibel als schändlich bezeichnet (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C6.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,6.15</a>), sind bei vielen kein Problem mehr; das Tragen von Hosen, das eine Gleichstellung gegenüber dem Mann signalisiert, ist sehr weitverbreitet; die Kopfbedeckung als Zeichen der Unterordnung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,10</a>) wird nicht mehr getragen.</p>
<p>Insgesamt ist es eine ernster Mißstand, daß unter gläubigen Christen kaum noch jemand wagt, den Geisteseinfluß des Feminismus als das zu kennzeichnen, was er ist: ein teuflischer, antichristlicher Geist, der direkt gegen die Autorität der Bibel und des Herrn Jesus Christus gerichtet ist. Wir müßten unsere Schwestern, besonders schon unsere jungen Töchter klar lehren, welch eine Verderbnis dieser Geist im Leben der Menschen, insbesondere der Christen, anrichtet, und ihn von der Bibel her klar widerlegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Alttestamentliche Vorbilder für feministische Einflüsse</h4>
<p>Es ist interessant, daß wir ein geistliches Bild des letztlich aus dem Geist Satans stammenden feministischen Geisteseinflusses im Volk Gottes schon im Alten Testament finden: zum einen in der dominanten Macht der gottlosen Baalsanhängerin <strong><em>Isebel</em></strong> in Israel; diese Tochter eines den Baal anbetenden heidnischen Königs Et-Baal („Mit ihm ist Baal“), des Herrschers der heidnischen Zidonier, war selbst eine fanatische Anhängerin des Baalskultes, der ja auch die Verehrung des finsteren weiblichen Götzen Astarot/Aschera mit einschloß.</p>
<p>Isebel, die man durchaus als Vorläuferin der Feministinnen ansehen kann, beherrschte ihren launischen, schwachen Mann, den König Ahab, und beeinflußte ihn darin, einen Baalstempel in Israel zu errichten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+21%2C25%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 21,25: </a><em>„wozu seine Frau Isebel ihn anstachelte“</em>) und sorgte selbst für den Unterhalt der vielen Baalspriester (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+18%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 18,19</a>).</p>
<p>Isebel tadelte die Schwäche und die Skrupel Ahabs, als er den Weinberg Nabots begehrte, und trieb ihn an, Nabot umzubringen, um sein Erbteil zu erlangen. Als er es nicht selbst tat, arrangierte sie eiskalt den Mord in seinem Namen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+21%2C1-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 21,1-16</a>). Sie haßte die Diener Gottes und hatte zahllose Propheten des HERRN auf dem Gewissen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2K%C3%B6n+9%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kön 9,7</a>); ihre dämonische Macht war so groß, daß selbst der gottesfürchtige Prophet Elia für kurze Zeit davor zurückwich und entmutigt in die Wüste floh.</p>
<p>Interessant ist, daß die gegen die Autorität Gottes und die Stellung des Mannes aufbegehrende „feministische“ Fehlhaltung prophetisch noch einmal im Sendschreiben des Herrn an Thyatira aufgegriffen wird, wo eine falsche Prophetin mit dem symbolträchtigen Namen „Isebel“ gezeigt wird, die sich gegen Gottes Ordnung auflehnt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,12</a>) und die Diener Gottes irreführt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Aber ich habe ein weniges gegen dich, daß du es zuläßt, daß die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. Und ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+2%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 2,20-21</a>)</strong></p>
<p>Eine ähnlich aufschlußreiche Parallele bietet die blutige Herrschaft <strong><em>Athaljas</em></strong>, der vom Baalskult verseuchten Tochter von Ahab und Isebel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2K%C3%B6n+8%2C18%3B+9%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kön 8,18; 9,22</a>), die von dem halbherzigen König Josaphat als Ehefrau seines Sohnes Joram nach Juda geholt worden war. Ihr gottloser Sohn Ahasja wurde nach dem Tod Jorams zunächst König von Juda, aber er kam im Gericht ums Leben, das Jehu am Haus Ahabs in Israel verübte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2K%C3%B6n+8%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kön 8,16</a> – 11,3; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+21+u.+22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 21 u. 22</a>). Als Athalja sah, daß ihr Sohn umgekommen war, da ermordete sie alle männlichen Nachkommen aus dem Haus Davids in Juda, um danach selbst die Herrschaft über das Land zu übernehmen.</p>
<p>Diese dämonische Mordtat sollte wohl verhindern, daß ein gottesfürchtiger Nachkomme Davids auf den Thron kam; hinter ihr steckte erkennbar der Teufel, der die Linie des verheißenen Messias in Israel ausrotten wollte. Dann richtete diese vom Götzendienst geprägte Frau ihre eigene blutige und listige Herrschaft im Lande auf, obwohl sie nicht aus dem Samen Davids war und die Ordnung Gottes keine Herrschaft von Frauen vorsah, sondern dies vielmehr als göttliches Gericht angesehen wurde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C12%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,12: </a><strong>„Mein Volk wird von Mutwilligen bedrückt, und Frauen beherrschen es. Mein Volk, deine Führer verführen [dich] und haben den Weg verwüstet, den du wandeln sollst.“</strong>).</p>
<p>Doch ein Nachkomme Davids, Joas, überlebte und wurde durch den mutigen Widerstand des Hohenpriesters Jojada zum König eingesetzt; die mörderische Athalja fiel dem Schwert zum Opfer, und der Baalskult wurde für eine Zeit aus Juda ausgetilgt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Chronik+23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Chronik 23</a>). Geistlich gesehen zeigt uns Athalja, wie das Streben nach Vorherrschaft der Frau sich lähmend und zerstörerisch auf das Volk Gottes auswirkt und, wenn ihm Raum gegeben wird, das Heranwachsen von Männern, die Gott dienen können, verhindert. Genauso wirken sich feministische Tendenzen auch in der Christenheit aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Verunsicherung und Abwertung des Mannes im Zeitalter des Feminismus</h4>
<p>Die feministische Umwertung der biblischen Werte hat natürlich auch massive Auswirkungen auf die Männer und ihr Selbstverständnis. Sie hat nicht nur in der Gesellschaft die von Gott gewollte Ausübung von Autorität durch den Mann immer schärfer angegriffen und mit Aggression und Verachtung gestraft. In der Welt wird heute der umerzogene „neue Mann“ als Vorbild hingestellt, der seine Verantwortung nur gebremst und entschuldigend, mithilfe von Tricks und Manipulation wahrnehmen kann, und nur dann, wenn er dem feministischen Dogma seine Ehrerbietung erweist.</p>
<p>Doch die Abwertung der Autoritätsstellung des Mannes, die vergifteten und beständigen polemischen Angriffe des Zeitgeistes gegen den Mann haben sich auch auf viele gläubige Männer ausgewirkt – bei weitem nicht mehr nur auf jüngere. Sie sind in Gefahr, sich eher für die biblischen Ordnungen zu entschuldigen und sie preiszugeben, anstatt sie auch gegen den heutigen Zeitgeiststrom auszuleben und ihre Frauen dazu zu ermutigen.</p>
<p>Heute finden wir auch in vielen Gemeinden zahlreiche Männer, die ihren gottgewollten Auftrag, das Oberhaupt und der verantwortliche Haushalter ihrer Familie vor Gott zu sein, nicht mehr oder zumindest nicht mehr konsequent nachkommen. Das ist sein sehr trauriger Zustand, der unseren Herrn betrübt und entehrt. Wenn Seine Ordnungen nicht mehr eingehalten und Seine Aufträge nicht mehr ausgeführt werden, dann leidet das ganze Volk Gottes darunter – die Familien, die Gemeinden, und auch die Männer selbst, die sich ihrer Verantwortung entziehen.</p>
<p>Viele Männer ziehen sich zurück, überlassen die Verantwortung ihren Frauen oder beschränken sich auf eine moderne „gleichberechtigte“ Führung der Familie. Sie haben Probleme, geistliche Autorität auszuüben und in Auseinandersetzungen die Führung zu behalten. Sie scheuen zunehmend Konflikte mit Frau und Kindern, die in der heutigen antiautoritär geprägten Atmosphäre nicht ausbleiben, und kultivieren einen „Laissez-faire“-Führungsstil, um das einmal weltlich auszudrücken.</p>
<p>Das wirkt sich auch in den Gemeinden und im Dienst für das Reich Gottes aus. Es herrscht heute ein ernster und trauriger Mangel an geistlich reifen und stabilen Männern, die sich von Gott in Seinem Dienst gebrauchen lassen, die als Älteste und Leiter, als Prediger und Diakone Verantwortung übernehmen und besonnene geistliche Führung ausüben.</p>
<p>Das erinnert uns an die Klage der Prophetin Deborah: <strong>„Es fehlten Führer in Israel, sie fehlten, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ri+5%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ri 5,7</a>). Sie wollte als Frau nicht führen; sie beklagte den Mangel an Führern im Volk Gottes und wünschte sich sehnlichst Männer, die aufwachten und ihre Verantwortung als Führer wieder wahrnähmen. <strong>„Mein Herz gehört den Anführern Israels, den Freiwilligen unter dem Volk“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ri+5%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ri 5,9</a>). Als Barak das tut, wenn auch in beschämender Schwachheit, freut sie sich: <strong>„Daß Führer anführten in Israel, daß sich das Volk willig zeigte, dafür preist den HERRN!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ri+5%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ri 5,2</a>). Die Zeit der Richter läßt sich in vielem mit den heutigen geistlichen Zuständen im Volk Gottes vergleichen, auch in diesem Punkt.</p>
<p>Mit Leiterschaft des Mannes ist wohlgemerkt nicht ein fleischlicher, polternder Autoritarismus gemeint, der hart und herrschsüchtig regiert. Solche fleischlichen Fehlhaltungen hat es immer wieder im Reich Gottes gegeben, und das ist auch nicht der Weg Gottes, Autorität auszuüben. Der biblische Mann als Leiter wird mit einem fürsorglichen Hirten und einem demütigen Haushalter verglichen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C1-3%3B+Tit+1%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,1-3; Tit 1,7</a>); er darf kein Autokrat sein, nicht willkürlich oder machtgierig handeln.</p>
<p>Und dennoch ist der Mann gerufen, in Liebe und Fürsorge Autorität auszuüben; ihm hat Gott die Leitungsverantwortung in der Ehe und Familie, in Seiner Gemeinde und auch in der Gesellschaft anvertraut. Solche geistliche Leiterschaft, demütig, sanftmütig, gütig und doch fest, klar und unbeirrbar, ist heutzutage schwierig verwirklichbar, aber in der Kraft des Herrn und durch Sein umgestaltendes Wirken können auch heute noch wiedergeborene Männer zu gesunden geistlichen Leitern heranwachsen.</p>
<p>Wir brauchen dringend eine geistgewirkte Erweckung unter den gläubigen Männern, eine Neubesinnung auf den heiligen Auftrag, den Gott ihnen gegeben hat, in der Hingabe an den Herrn, in Selbstverleugnung, Zucht und geistlicher Vollmacht voranzugehen, in Demut die Stellung als Haupt und Hirte wieder einzunehmen und darin in Familie und gemeinde dem Herrn zu dienen und Ihn zu ehren durch biblisches Mannsein und biblische Führung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Geschlechtervermischung und Götzendienst: <br />
Die diabolische Umprogrammierung der Sitten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Inzwischen kommen selbst Verunstaltungen des Körpers wie Tätowierungen oder Piercings in gewissen sich christlich nennenden Kreisen „in Mode“. Wenn man sich genauer ansieht, aus welchen Quellen solche weltliche Modetrends kommen, dann stößt man immer wieder auf den Dämonendienst götzenanbetender Primitivvölker als Ursprung dessen, was heute als „cool“ gilt. Sie wurden alle von kriminellen und antichristlichen Subkulturen praktiziert, bevor sie im Gefolge der 68er-Revolte in den „Mainstream“ befördert wurden.</p>
<p>Diese Welt wird immer mehr zum Götzendienst verführt und verläßt die vom Christentum geprägten Sitten, um begierig die okkult geprägten Unsitten degenerierter Heidenvölker zu ergreifen – aber die Christen? Sollten sie nicht Gottes Gebote kennen (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+19%2C28%3B+5Mo+12%2C2-8%3B+29-31%3B+14%2C1-2%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 19,28; 5Mo 12,2-8; 29-31; 14,1-2; </a>) und sich fernhalten?</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wenn der HERR, dein Gott, die Heidenvölker vor dir her ausrottet, da, wo du hinkommst, um sie aus ihrem Besitz zu vertreiben, und wenn du sie aus ihrem Besitz vertrieben hast und in ihrem Land wohnst, so hüte dich, daß du dich nicht verführen läßt, sie nachzuahmen, nachdem sie doch vor dir her vertilgt worden sind, und daß du nicht nach ihren Göttern fragst und sagst: Wie dienten diese Heiden ihren Göttern? Ich will es ebenso tun! Du sollst dem HERRN, deinem Gott, nicht auf diese Weise dienen, denn alles, was ein Greuel ist für den HERRN, was er haßt, haben sie für ihre Götter getan; ja, sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+12%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 12,29-31</a>)</strong></p>
<p>Doch wenn es um die Anpassung an die Trends der Welt geht, wollen allzuviele Christen gar nicht mehr so genau auf Gottes Wort hören.</p>
<p>Zum neuen Zeitgeisttrend unter manchen Christen gehört auch, daß „emanzipierte“ junge Christinnen sich die Haare kurzschneiden, sich schminken und schmücken wie die Welt. Manche sind recht stolz darauf, sich diese „kostbaren Freiheiten“ erobert zu haben; sie schlagen warnende Bibelaussagen wie die aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 3</a> (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+23%2C40%3B+1Pt+3%2C2-3%3B+1Kor+11%2C1-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 23,40; 1Pt 3,2-3; 1Kor 11,1-16</a>) in den Wind.</p>
<p>Auch die Frauenhose als Symbol der Vermännlichung und „Gleichberechtigung“ der Frau hat einen traurigen Siegeszug in vielen christlichen Kreisen gehalten. Umgekehrt gilt es bei manchen männlichen Christen als „cool“ und ganz akzeptabel, sich lange Haare wachsen zu lassen, in bewußter Mißachtung dessen, was Gott in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,14</a> niederschreiben ließ.</p>
<p>Diese „modernen“, „emanzipierten“ Christen merken gar nicht, daß sie dem Plan Satans auf den Leim gegangen sind, der das Ziel verfolgt, die von Gott gesetzten Grenzen zwischen den Geschlechtern aufzulösen und den „androgynen“ (männlich-weiblichen) Mischmenschen zu schaffen.</p>
<p>Die systematische Auflösung der gottgewollten Gegensätze und Besonderheiten der Geschlechter ist eine Agenda des Teufels. Immer mehr Menschen, die sich Christen nennen, fallen auf diesen widergöttlichen Zeitgeisttrend herein, der in der Gender-Irrlehre gipfelt, welche dem Menschen einredet, er könne sein Geschlecht unabhängig von Gottes Schöpfungsvorgaben selbst bestimmen.</p>
<p>In ihrem Drang, sich der Welt anzupassen, verwerfen immer mehr Christen bewußt die wichtige Lehre der Bibel, daß es Gott ein Greuel ist, wenn Frauen Männerkleidung tragen und Männer Frauenkleidung. <strong>„Eine Frau soll keine Männersachen auf sich haben, und ein Mann soll keine Frauenkleider anziehen; denn jeder, der dies tut, ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+22%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 22,5</a>).</p>
<p>Man behauptet, diese Aussage sei heute nicht mehr gültig, weil sie im mosaischen Gesetz stehe, das doch für uns „nicht mehr gelte“. Das ist schon ein großes Mißverständnis. Natürlich sind wir nicht mehr „unter dem Gesetz“, d.h. wir stehen nicht in der Verpflichtung, alle 613 Bestimmungen des mosaischen Gesetzes zu halten. Aber sehr wohl ist auch das mosaische Gesetz, einschließlich <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+22%2C5%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 22,5,</a> uns gegeben<strong> „zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16</a>). Und in diesem Vers geht es um das Wesen Gottes, nicht um Vorschriften aus dem Zeremonialgesetz, die für uns tatsächlich nicht mehr gelten.</p>
<p>Aus dieser umstrittenen Schriftstelle dürfen wir lernen, daß unser Gott möchte, daß Männer und Frauen klar und eindeutig in ihrer Kleidung und ihrem Äußeren voneinander unterscheidbar sind. Heute sehen wir die weltweite Gender-Offensive, in welcher die Geistesmächte der Finsternis alle Unterschiede zwischen Mann und Frau auflösen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Christen sind gerufen, ein klares Zeugnis für Gott abzulegen!</h4>
<p>Gerade angesichts dieser Entwicklungen sollten gläubigen Frauen aus diesem Schriftwort erkennen, daß sie nur dann ein klares, Gott wohlgefälliges Zeugnis für Gottes Schöpfungsordnung ablegen können, wenn sie auf die Frauenhose verzichten. Sie ehren Gottes Schöpfungsordnung dadurch, daß sie bewußt lange, anständige Röcke und Kleider tragen, in denen sie auf den ersten Blick vom Mann unterscheidbar sind. Auch langes Haar und ein züchtiges, keusches Betragen gehören zu dem Zeugnis der christlichen Frau dazu, das heute wichtiger ist denn je.</p>
<p>In unserer immer verdorbener werdenden Endzeit ist es ganz besonders wichtig, daß es noch mutige Männer und Frauen Gottes gibt, die sich den weltlichen Zeitgeistströmungen bewußt entgegenstellen und an Gottes Wort und Schöpfungsordnung festhalten. Das kostet besonders die Frauen einen Preis; sie werden oftmals verachtet und giftig angesehen nicht nur von weltlichen Frauen, sondern auch von verweltlichten Christinnen. Aber dieses mutige Eintreten für Gottes Ordnungen und für die Keuschheit der Brautgemeinde, für die unsere Schwestern ein Zeugnis ablegen dürfen und sollen, ist vor Gott sehr wertvoll und wohlgefällig.</p>
<p>Es ist auch eine ernste Abweichung von Gottes Willen, wenn christliche Männer nicht mehr durch ihr Verhalten und ihre Kleidung die Würde und Heiligkeit des Herrn Jesus Christus widerspiegeln, wie sie es sollten, und wenn christliche Frauen nicht mehr durch Schamhaftigkeit, Anstand und Reinheit Zeugnis ablegen von der reinen Brautgemeinde. Das ist nach den Gedanken Gottes ihr Auftrag (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C22-32%3B+1Kor+11%2C1-9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,22-32; 1Kor 11,1-9</a>); der Mann ist ein Abbild des Christus und sollte dessen Ehre und Herrlichkeit widerspiegeln und bezeugen, und die Frau ist ein Abbild der Gemeinde als der keuschen Braut des Christus und sollte die Keuschheit und Unterordnung der Gemeinde widerspiegeln und bezeugen.</p>
<p>Diese geistlichen Einsichten sind uns verlorengegangen; es ist wichtiger als wir denken, sie neu auf den Leuchter zu stellen und auszuleben. Unser Zeugnis für Christus ist keine bloße „Äußerlichkeit“, die angeblich unwichtig und in das Belieben des Einzelnen gestellt wäre. Es ist unsere Pflicht und unser Vorrecht in einer immer dunkler werdenden Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>In Christus gibt es Befreiung von der feministischen Fehlprägung!</h4>
<p>Auf jeden Fall wollen wir alle gläubigen Frauen, jüngere oder ältere, ermutigen, die vielleicht feststellen müssen, daß sie manchen Schaden von den feministischen Zeitgeisteinflüssen genommen haben. Bei unserem Herrn Jesus Christus gibt es Vergebung dafür, wenn wir diese Dinge Ihm bekennen und bei Ihm ablegen. Und es gibt Befreiung, Erneuerung des Denkens und der Gesinnung, durch die Kraft des Heiligen Geistes!</p>
<p>Wir dürfen falsches Denken ablegen, Gedankenfestungen des Feindes in unserem Leben niederreißen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,4-5</a>), und uns durch betendes Erforschen der Heiligen Schrift neue Maßstäbe, eine erneuerte Denkweise und eine geistliche Gesinnung schenken lassen. Unser himmlischer Vater will, daß wir ein von Herzen kommendes „Ja“ zu unserer Berufung als Frau oder als Mann bekommen und in der Kraft des Geistes unseren Platz so ausfüllen, wie Er es in Seiner Schöpfungsordnung vorgesehen hat.</p>
<p>Solche Umgestaltungsprozesse sind vielleicht nicht immer rasch und einfach; aber unser Gott will uns dem Ebenbild Seines Sohnes gleichgestalten. Er selbst will das vor Ihm Wohlgefällige in uns wirken, damit Er durch unser Leben verherrlicht wird.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,20-21</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bearbeiteter Auszug aus dem Buch <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/passt-euch-nicht-der-welt-an-buchinfo/"><strong>Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/08/der-zeitgeist-des-feminismus-und-sein-einfluss-auf-uns-christen/">Der Zeitgeist des Feminismus und sein Einfluß auf uns Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>William MacDonald: Evangelium zum Schleuderpreis?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/william-macdonald-evangelium-zum-schleuderpreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2019 17:27:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=5096</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Warnruf des Bibellehrers William MacDonald &#160; &#160; Wir sehen uns heute in der evangelikalen Welt mit einem merkwürdigen Problem konfrontiert, welches nicht nur die Gemeinde, sondern auch den einzelnen Gläubigen vor einer ganzen Reihe ernüchternder Fragen stellt. Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Man hat ein ganzes Heer von Seelengewinnern mobilisiert, um die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/william-macdonald-evangelium-zum-schleuderpreis/">William MacDonald: Evangelium zum Schleuderpreis?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein Warnruf des Bibellehrers William MacDonald</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir sehen uns heute in der evangelikalen Welt mit einem merkwürdigen Problem konfrontiert, welches nicht nur die Gemeinde, sondern auch den einzelnen Gläubigen vor einer ganzen Reihe ernüchternder Fragen stellt. Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Man hat ein ganzes Heer von Seelengewinnern mobilisiert, um die breite Masse für Christus zu gewinnen. Es handelt sich dabei durchweg um ernsthaft bemühte, eifrige, begeisterte und überzeugende Menschen. Zu ihren Gunsten muß gesagt werden, daß sie auch tatkräftig ihren Aufgaben nachgehen. Und es ist ein Phänomen unserer Zeit, daß sie eine erstaunliche Anzahl von Bekehrungen aufweisen können. Soweit sieht alles recht positiv aus.</p>
<p>Das Problem liegt nun aber darin, daß diese Bekehrungen nicht von Dauer sind. Die Frucht bleibt nicht. Ein halbes Jahr später ist von dem Ergebnis dieser dynamischen Evangelisation nichts mehr zu sehen. Die im Schnellverfahren für Jesus gewonnenen Menschen erweisen sich im Nachhinein als Totgeburten. Was steckt hinter diesen verkehrten Praktiken, mit denen man Menschen zur Wiedergeburt bringen will?</p>
<p>Seltsamer weise beginnt es  mit dem richtigen Entschluß, nur das reine Evangelium von der Gnade Gottes zu verkündigen. Wir möchten die Botschaft einfach halten, frei von jedem Gedanken, daß der Mensch sich je das ewige Leben verdienen könne oder eine Aussicht darauf habe. Rechtfertigung geschieht allein aus dem Glauben, ohne die Werke des Gesetzes. Somit lautet die Botschaft: „Glaube allein“.</p>
<p>Davon ausgehend reduzieren wir die Botschaft auf eine knappe Formel. Der Weg zur Errettung zum Beispiel wird auf ein paar grundlegende Fragen und Antworten gekürzt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Glauben Sie, daß sie ein Sünder sind?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Glauben Sie, daß Christus für Sünder gestorben ist?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Wollen Sie Ihn als Ihren Erretter annehmen?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Dann sind Sie errettet!“</p>
<p>„Bin ich das wirklich?“</p>
<p>„Ja, denn die Bibel sagt, daß Sie errettet sind.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf den ersten Blick scheinen Methode und Botschaft über jede Kritik erhaben zu sein. Bei näherem Hinsehen allerdings werden wir zwangsläufig stutzig und kommen zu dem Schluß, daß wir das Evangelium zu sehr vereinfacht haben.</p>
<p>Der erste verhängnisvolle Fehler besteht darin, daß wir nicht genügend Nachdruck auf echte Buße legen. Eine echte Bekehrung ohne tiefes Bewußtsein der eigenen Sündhaftigkeit gibt es nicht. Es ist eine Sache, verstandesmäßig zu bejahen, daß ich ein Sünder bin, aber es ist etwas ganz anderes, durch den Heiligen Geist von persönlicher Schuld in meinem Leben überführt zu werden.</p>
<p>Wenn ich nicht eine geistgewirkte Erkenntnis meines völlig verlorenen Zustandes habe, kann ich auch niemals zum rettenden Glauben kommen. Es ist sinnlos, Sünder, die ihre persönliche Schuld noch nicht erkannt haben, zum Glauben an Jesus Christus aufzufordern – diese Botschaft gilt nur denjenigen, die wissen, daß sie verloren sind. Wir nehmen dem Evangelium die Schärfe, wenn wir den gefallenen Zustand des Menschen nicht nachdrücklich hervorheben.</p>
<p>Wenn wir ein derart verwässertes Evangelium bringen, nehmen die Menschen das Wort Gottes mit Freude an – statt mit tiefer Reue auf. Sie haben keine tiefen Wurzeln; eine Zeitlang halten sie vielleicht durch. Wenn aber Drangsal oder Verfolgung entsteht, geben sie sehr bald ihr Bekenntnis auf (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,21</a>). Wir haben vergessen, daß die Botschaft sowohl Buße vor Gott als auch Glauben an unseren Herrn Jesus Christus enthält (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,21</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine zweite schwere Unterlassung ist, daß der Herrschaft Jesu Christi nicht das rechte Gewicht beigemessen wird. Eine leichte und lockere verstandesmäßige Zustimmung, daß Jesus der Heiland ist, trifft die Sache nicht im Kern. Jesus Christus ist zuerst Herr, dann Heiland. Das Neue Testament stellt ihn immer zuerst als Herrn und dann als Heiland vor. Stellen wir den Menschen wirklich Seine Herrschaft mit all den sich daraus ergebenden Konsequenzen vor Augen? ER tat es immer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein dritter Mangel in unserer Verkündigung liegt darin, daß wir mit den Bedingungen der Nachfolge solange hinterm Berg halten, bis eine Entscheidung für Jesus getroffen wurde. Das aber hat unser Herr nie getan. Die Botschaft, die ER verkündete, schloß das Kreuz wie eine Krone ein. ER verleugnete seine Wunden niemals, um Jünger zu gewinnen. Er machte das Schwerste zusammen mit dem Besten bekannt und forderte dann Seine Zuhörer auf, die Kosten zu überschlagen. Wir popularisieren die Botschaft und versprechen viel Spaß im Leben.</p>
<p>Das Ende vom Lied ist dann, daß wir Menschen vor uns haben, die glauben ohne zu wissen, was sie eigentlich glauben. In vielen Fällen besitzen sie keine lehrmäßige Grundlage für ihre Entscheidung. Die Konsequenzen einer Übergabe an Christus sind ihnen unbekannt. Sie haben das geheimnisvolle und wunderbare Wirken des Heiligen Geistes in der Wiedergeburt niemals erfahren.</p>
<p>Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die durch die gewandte Verkaufstechnik des Seelengewinners zu einer Bekehrung überredet wurden. Oder diejenigen, die dem freundlichen, netten jungen Mann mit dem gewinnenden Lächeln einen Gefallen tun wollten. Und einige andere wollten nur diesen religiösen Eindringling wieder loswerden, der sich ungefragt in ihr Privatleben eingemischt hat. Satan lacht nur, wenn diese „Bekehrungen“ triumphierend verkündet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte einige Fragen aufwerfen, die uns vielleicht dazu führen können, unsere Evangelisationsmethoden in einigen Punkten zu ändern.</p>
<p>Erstens: Können wir im allgemeinen damit rechnen, daß jemand sein Leben schon beim ersten Hören des Evangeliums bewußt Christus übergibt? Gewiß gibt es den Fall, daß ein Mensch vom Heiligen Geist vorbereitet wurde, doch das bleibt die Ausnahme. Im allgemeinen ist es ein Prozeß, der das Säen und das Begießen der Saat und später das Einbringen der Ernte umfaßt. In unserer Sucht nach „Sofort-Bekehrungen“ haben wir vergessen, daß Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt nicht auf den selben Tag fallen.</p>
<p>Zweitens: Kann ein im Schnellverfahren gepredigtes Evangelium einer so gewaltigen Botschaft wirklich gerecht werden? Als Verfasser einiger evangelistischer Traktate muß ich bekennen, daß allein schon der Versuch, die frohe Botschaft auf vier knappe Seiten zusammenzupressen, in mir oft ungute Gefühle hervorgerufen hat. Wäre es nicht sinnvoller, den Menschen die Botschaft als Ganzes vorzustellen, wie sie in den vier Evangelien oder überhaupt im Neuen Testament dargelegt wird?</p>
<p>Drittens: Ist all dieses Drängen zur Entscheidung wirklich schriftgemäß? Wo wurden im Neuen Testament jemals Menschen zu einem solchen Bekenntnis gedrängt? Wir rechtfertigen unsere Praxis mit der Behauptung, daß sich die Sache schon gelohnt habe, wenn nur eine von zehn Bekehrungen echt sei. Aber was ist mit den restlichen neun? Sie bleiben enttäuscht, verbittert und vielleicht betrogen durch ein falsches Bekenntnis auf dem Weg zur Hölle zurück.</p>
<p>Und dann noch eine Frage: Ist diese Prahlerei über Bekehrungen wirklich in Ordnung? Manchen von uns ist schon ein Mann begegnet, der uns mit feierlicher Stimme von den zehn Menschen berichtet, mit denen er an diesem Tag in Kontakt gekommen ist, und die alle ohne Ausnahme errettet wurden. Ein junger Arzt bezeugte mir, daß er jedesmal, wenn er in eine neue Stadt kommt, im Telefonbuch die Personen heraussucht, die den gleichen Nachnamen haben wie er. Dann ruft er sie nacheinander an und geht mit ihnen &#8218;Die vier geistlichen Gesetze&#8216; durch. Erstaunlicherweise öffnete jeder von ihnen die Tür seines Herzens dem Herrn Jesus. Ich möchte die Aufrichtigkeit solcher Menschen nicht anzweifeln, aber habe ich etwa Unrecht, wenn ich sie für äußerst naiv halte? Wo sind denn alle diese erretteten Menschen? Sie sind nirgends zu finden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was ich sagen möchte ist, daß wir einmal ernsthaft unsere durchorganisierten, auf schnellen, sichtbaren Erfolg getrimmten Evangelisationsmethoden unter die Lupe nehmen sollten. Wir sollten bereit sein, Zeit dafür einzusetzen, durch eine umfassende Unterweisung im Evangelium eine solide, lehrmäßige Grundlage zu legen, auf welcher der Glaube ruhen kann. Wir sollten die Notwendigkeit der Buße nachdrücklich betonen – einer völligen Um und Abkehr von der Sünde. Wir sollten sämtliche Konsequenzen der Herrschaft Jesu Christi sowie die Bedingungen der Nachfolge mit Nachdruck hervorheben.</p>
<p>Wir sollten darlegen, was Glaube wirklich umfaßt. Wir sollten darauf warten können, daß der Heilige Geist den einzelnen von seiner persönlichen Schuld überführt. Dann sollten wir bereit sein, den einzelnen zum rettenden Glauben an den Herrn Jesus Christus zu führen.</p>
<p>Wenn wir so handeln, wird die Anzahl sogenannter Bekehrungen nicht mehr so astronomisch sein, aber wir werden mehr Fälle echter geistlicher Wiedergeburt erleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>AUTOR: William MacDonald, amerikanisch-kanadischer Bibellehrer</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wiedergabe mit Erlaubnis des Rechteverwalters</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/william-macdonald-evangelium-zum-schleuderpreis/">William MacDonald: Evangelium zum Schleuderpreis?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reinheit und Anstand – wichtige Charaktereigenschaften eines Christen</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/reinheit-und-anstand-wichtige-charaktereigenschaften-eines-christen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2019 15:50:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Anstand]]></category>
		<category><![CDATA[Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Sittsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=5089</guid>

					<description><![CDATA[<p>  In diesem Beitrag wollen wir uns mit einem Charakterzug wiedergeborener Gläubiger beschäftigen, der im Wort Gottes eine durchaus gewichtige Rolle spielt – nämlich die schöne Tugend des Anstandes, der sittlichen Reinheit und Keuschheit. Diese geistliche Tugend ist heute bei manchen Christen leider nicht mehr so klar im Bewußtsein.  Der weltliche Zeitgeist hat in unserer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/reinheit-und-anstand-wichtige-charaktereigenschaften-eines-christen/">Reinheit und Anstand – wichtige Charaktereigenschaften eines Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p><em>In diesem Beitrag wollen wir uns mit einem Charakterzug wiedergeborener Gläubiger beschäftigen, der im Wort Gottes eine durchaus gewichtige Rolle spielt – nämlich die schöne Tugend des Anstandes, der sittlichen Reinheit und Keuschheit. Diese geistliche Tugend ist heute bei manchen Christen leider nicht mehr so klar im Bewußtsein. </em></p>
<p><em> </em><em>Der weltliche Zeitgeist hat in unserer Gesellschaft einen Umsturz früherer Wertvorstellungen auf diesem Gebiet bewirkt, und das hat leider auch einige Auswirkungen auf Kinder Gottes gehabt, besonders in der jüngeren Generation, aber durchaus nicht nur dort.</em></p>
<p><em> </em><em>Von daher ist es gut, wenn wir uns darauf besinnen, was Gottes Wort zu diesem Thema Anstand in unserem Lebenswandel zu sagen hat. Dieser Beitrag ist der erste in einer ganzen Reihe, die wir auf unserer Webseite Das-Wort-der-Wahrheit.de veröffentlichen wollen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Biblische Grundsätze: Wir sind zur Heiligung berufen</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Als gehorsame Kinder <u>paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.</u> Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes einzelnen, <u>so führt euren Wandel in Furcht</u>, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet. Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-19</a>)</strong></p>
<p>Für alle Kinder Gottes gibt es ein „Einst“ und „Jetzt“. Wir alle waren von Natur aus, vor unserer Neugeburt, unreine Sünder; wir lebten unseren Lüsten und Begierden. Wir waren fern von Gott und richteten uns aus nach unseren eigenen, sündigen Maßstäben. Wir waren <strong>„als Sklaven unterworfen unter mannigfaltige Begierden und Ausschweifungen“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3</a> FN Schl 2000).</p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, da hat er uns &#8211; nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit &#8211; errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3-5</a>) </strong></p>
<p><strong>Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,8</a>)</strong></p>
<p>Der sündige Mensch lebt egoistisch, ichhaft, auf seine Selbstverwirklichung bedacht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>). Er will sich selbst in Szene setzen, bei anderen gut ankommen, seine Anziehungskraft auf andere ausspielen und möglichst erhöhen. Der Wunsch, bei anderen anerkannt zu sein und in der Gruppe einen möglichst hohen Status zu erlangen, auch durch ungute Tricks und Kniffe, steckt tief in dem gefallenen Menschen.</p>
<p>Das wirkt sich auf sein Verhalten vor anderen aus: Prahlen und Sich-Inszenieren, Kokettieren und seine Reize ausspielen, den anderen beeindrucken, mit allen möglichen Mitteln Bewunderung und Sympathie der Umwelt erhaschen &#8211; all das gehört zu den elementaren Verhaltensstrategien des sündigen Menschen.</p>
<p>All diese Dinge sollten bei einem wahren Kind Gottes der Vergangenheit angehören. Der große, heilige Gott, der aus lauter Gnade errettet und geheiligt hat, möchte ausdrücklich, daß wir in allen Bereichen unseres Lebens <em>heilig</em> leben, das heißt für Ihn abgesondert, nach Seinen Geboten und Maßstäben &#8211; so, wie es Seinem heiligen Wesen entspricht. Das schließt den klaren Bruch mit allen sündigen Verhaltensweisen ein, denen wir in unserem alten Leben angehangen haben.</p>
<p><strong>Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott. <u>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt;</u> <u>auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien</u>, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. <u>Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen!</u> Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. <u>So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,1-7</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, <u>um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst.</u> Das befremdet sie, <u>daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm</u>, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</strong></p>
<p>Gottes Wille ist, daß wir in unserem ganzen Leben die Reinheit, Liebe und Güte, die Heiligkeit und Gerechtigkeit unseres Retter-Gottes immer mehr widerspiegeln und dadurch ein lebendiges Zeugnis für das Evangelium sind: <strong>„… </strong><strong>damit ihr unsträflich und lauter seid, <u>untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt</u>, indem ihr das Wort des Lebens darbietet …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,15</a>).</p>
<p>Wenn wir aber als Kinder Gottes nach der unreinen und sündigen Weise der Welt leben, dann entheiligen und entehren wir Gott, wie uns mehrfach warnend gesagt wird:</p>
<p><strong>… damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, <u>damit das Wort Gottes nicht verlästert wird</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4-5</a>)</strong></p>
<p><strong>Die Knechte [ermahne], daß sie sich ihren eigenen Herren unterordnen, in allem gern gefällig sind, nicht widersprechen, nichts entwenden, sondern alle gute Treue beweisen, <u>damit sie der Lehre Gottes, unseres Retters, in jeder Hinsicht Ehre machen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,9-10</a>)</strong></p>
<p><strong>Diejenigen, die unter dem Joch der Sklaverei sind, sollen ihre eigenen Herren aller Ehre wert halten, <u>damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werden</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,1</a>)</strong></p>
<p>Wie ernst ist der Gedanke, daß wir als bluterkaufte Kinder Gottes durch unser unheiliges Verhalten Anlaß geben sollten, daß unser großer Gott, dessen Liebe und Gnade wir alles verdanken, unter den Ungläubigen gelästert wird!</p>
<p>Die Ungläubigen um uns herum haben durchaus ein feines Gespür dafür, was sich für ein Kind Gottes gehört und was nicht zu ihm paßt. Sie beobachten uns genauer, als wir meinen. Wenn wir etwas Unschickliches oder Unanständiges tun, dann spotten sie darüber, daß wir in demselben Schlamm mitschwimmen wie sie (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,4</a>), und Gott wird dadurch entehrt.</p>
<p>Jedes wahre Gotteskind sollte alles tun, um solch eine traurige Verfehlung zu vermeiden. Wir sollen in allem zur Ehre unseres Gottes leben, und das bedeutet auch, daß wir uns gründlich abwenden von dem sündigen Lebensstil der Welt und einen grundlegend anderen, gottgemäßen Lebensstil annehmen.</p>
<p>Dann wird in unseren Worten, in unserem Verhalten und auch in unserer Kleidung nichts mehr von der Ichsucht und Prahlerei, aber auch nichts mehr von der Unzucht und Unreinheit dieser verdorbenen Welt zu sehen sein, sondern wir werden fröhlich und aufrichtig so leben, daß die Heiligkeit, Reinheit und Liebe unseres Herrn Jesus Christus an uns gesehen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Reinheit und Anständigkeit im Leben eines Gotteskindes</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weil wir Kinder des ewigen, heiligen, ehrfurchtgebietenden Gottes sind, finden wir viele Ermahnungen und Unterweisungen in den Apostelbriefen, die uns ans Herz legen, einen <strong>„in Furcht keuschen (reinen) Wandel“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,2</a>) zu führen. Reinheit und Sittsamkeit, Anstand und Zucht in unserem alltäglichen Leben sind unserem Gott sehr wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Unsere Berufung als heilige Priester für Gott</h4>
<p>Wir sind ja ein heiliges Priestertum für Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,4</a>); wir sind dazu berufen, die Tugenden dessen zu verkünden, der uns aus der Finsternis berufen hat zu Seinem wunderbaren Licht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,9</a>) &#8211; dazu paßt kein ichhafter, leichtfertiger, sittlich zweifelhafter Lebenswandel. So etwas würde unser ganzes Zeugnis von der Heiligkeit, dem Gericht und der Gnade Gottes zunichte machen. Wenn wir ein Zeugnis für Christus sein wollen, dann müssen wir sorgfältig darauf achten, daß wir gerade in unserem Alltagsleben zur Ehre Gottes und nach Seinen Geboten leben.</p>
<p>Das gilt ausdrücklich für alle Bereiche unseres Lebens; es gibt keinen Bereich, in dem ein Gotteskind machen könnte, was es möchte, keinen „privaten“ Sektor, in dem Gottes Maßstäbe nicht gelten würden &#8211; auch wenn manche Christen leider so handeln.</p>
<p>Sittsamkeit und Anstand sollen unser Familienleben prägen, unser Berufsleben, unseren Umgang mit den Nachbarn, unser Auftreten in der Öffentlichkeit ebenso wie in unserem eigenen Haus oder in der Gemeinde Gottes. Zum Anstand gehört es, sich selbst und seine Wünsche und Gefühle zurückzunehmen und zum Wohl des Anderen zu handeln, dem Nächsten ehrerbietig zu begegnen und das Sittlichkeitsempfinden der Gemeinschaft zu achten.</p>
<p>Dabei können und sollen wir uns nicht an dem oft niedrigen Durchschnitt der Masse ausrichten, sondern am Sittlichkeitsempfinden der Älteren und Höhergestellten in einer Gemeinschaft. Dazu kommt für uns Christen die Achtung vor dem Sittsamkeitsempfinden der Gemeinde, die wir ja auch anderswo repräsentieren, und hier wieder der Ältesten und Reiferen der Gemeinde.</p>
<p>Anstand und Ehrbarkeit bedeutet, daß wir auf egoistische Selbstverwirklichung verzichten, rücksichtsvoll und nach den Rechtsnormen Gottes und der Menschen handeln. Wenn wir etwa lügen und betrügen, um uns einen Vorteil zu verschaffen, wenn wir rücksichtslos andere schädigen oder uns vordrängen (und sei es nur beim Anstehen vor einem Schalter), wenn wir mit teurer Kleidung protzen oder mit einem Angeberauto, aber auch wenn wir schlampig, unsauber und vernachlässigt auftreten &#8211; dann verletzen wir den Anstand und machen unser Zeugnis vor der Welt unglaubwürdig.</p>
<p>Das gilt auch für den Bereich der Geschlechtlichkeit und des Eros. Das Anstandsempfinden der Gemeinschaft gebietet hier Zurückhaltung und Verzicht auf Provokation und schamlose Selbstdarstellung. Auch wenn sich immer weniger Weltmenschen daran halten, wissen sie dennoch ganz gut um die Anforderungen des Anstands auch auf diesem Gebiet. So betrifft das Gebot der Bibel, daß wir anständig, sittsam und moralisch rein in unserem Lebenswandel sein sollen, einen wichtigen Bereich unseres Glaubenslebens und unserer Heiligung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Wie die Bibel unseren sittsamen und geheiligten Lebenswandel beschreibt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was meint Gottes Wort, wenn es von Anständigkeit und Reinheit spricht? In den allgemeinen Unterweisungen des Neuen Testaments zu diesem Thema begegnen uns einige Schlüsselbegriffe, die wir näher betrachten wollen; es empfiehlt sich, die angegebenen Bibelstellen nach Möglichkeit alle nachzuschlagen, damit wir uns den Sinn und die Bedeutung dieser Begriffe gut einprägen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reinheit und Keuschheit</strong></p>
<p>Der erste Schlüsselbegriff ist <em>Reinheit bzw. Keuschheit</em> (gr. <em>hagnos</em> = heilig, rein, unbefleckt, keusch, lauter, züchtig, jungfräulich, ehrbar); er kommt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C11%3B+11%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,11; 11,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C8%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,8; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,22</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+3%2C17%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 3,17; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C2%3B+1Joh+3%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,2; 1Joh 3,3</a> vor, in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C12+und+5%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,12 und 5,2</a> (<em>hagneia</em>, Substantiv) und <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,6</a> (<em>hagnotès</em> Substantiv), sowie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+11%2C55&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 11,55</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+21%2C24.26%3B+24%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 21,24.26; 24,18</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C8%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,8; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C22%3B+1Joh+3%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,22; 1Joh 3,3</a> (<em>hagnizò</em> Verb). Reinheit bedeutet in diesem Sinn Freiheit von allem Anzüglichen, Sinnlichen und Leichtfertigen, von bösen Motiven und Begierden, von bösem Reden und unguten Handlungsweisen.</p>
<p>Reinheit bzw. Keuschheit meint eine heilige, Gott geweihte Grundhaltung, die sich <strong>„von der Welt unbefleckt“ </strong>bewahrt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,27</a>). Das Wort hat auch die besondere Bedeutung der Reinheit, die notwendig ist, um in die Gegenwart Gottes treten zu können; es bezeichnet die Reinigung für den Tempel in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+21%2C24.26.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 21,24.26.</a> Diese Grundhaltung ist für uns überaus wichtig in unserem Leben in dieser Welt; sie betrifft ganz direkt unsere innerste Beziehung zu Christus, unserem Herrn, wie uns <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-3</a> zeigt:</p>
<p><strong>Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch <em>einem</em> Mann verlobt, um euch als eine <u>keusche (reine = <em>hagnos</em>) Jungfrau</u> Christus zuzuführen. Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber Christus. </strong></p>
<p><strong>Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich (<em>hagnizò</em>), gleichwie auch Er rein (<em>hagnos</em>) ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,1-3</a>)</strong></p>
<p>Die Reinheit gegenüber den Befleckungen der Welt ist deshalb wichtig, weil wir Christus angehören, dem herrlichen und heiligen Bräutigam, der alles dafür gegeben hat, um uns aus unserem Sündenschmutz zu erretten. Diese Reinheit betrifft zuallererst unsere Herzenshaltung Gott gegenüber, unser Innerstes, unser Denken:</p>
<p><strong>Die Weisheit von oben aber ist erstens <u>rein</u>, sodann friedfertig, gütig; sie läßt sich etwas sagen, ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+3%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 3,17</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was <u>rein</u>, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,8</a>)</strong></p>
<p>Aber sie betrifft auch unseren praktischen Lebenswandel; sie zeigt sich in den verschiedenen Beziehungen, in denen wir leben:</p>
<p><strong> </strong><strong>Die Hände lege niemand schnell auf, mache dich auch nicht fremder Sünden teilhaftig; <u>bewahre dich selbst rein</u>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,22</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht <u>keuschen</u> Wandel ansehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,1-2</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zucht und Sittsamkeit</strong></p>
<p>Der zweite Begriff, der unsere Haltung auf diesem Gebiet biblisch kennzeichnet, ist <em>Besonnenheit, Zucht </em>und<em> Sittsamkeit</em> (gr.<em> sòphrosyne</em>). Das Wort bedeutet im griechischen NT auf der einen Seite Bewußtheit, Selbstbeherrschung und Zucht, aber auch Sittsamkeit, Ehrbarkeit, Anstand. Hier liegt die Betonung auf einem bewußten, selbstbeherrschten Leben nach göttlichen Maßstäben, welches das Fleisch und seine bösen Impulse unter Kontrolle hält und in allem Gott Ehre macht &#8211; in dem Bewußtsein, daß wir heilige Priester und Boten Gottes sind, die in dieser verkehrten und verderbten Welt ein Zeugnis ablegen sollen.</p>
<p>Wir finden diesen Begriff im NT in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+5%2C15%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 5,15; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+8%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 8,35</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C3%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,3; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,13</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C6%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,6; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,7</a> (<em>sòphroneò</em> Verb); in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,7</a> (<em>sòphronismos</em> Subst.); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,12</a> (<em>sòphronos</em> Adv.); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+26%2C25%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 26,25; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2</a>,9+15 (<em>sòphrosynè</em> Subst.); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C8%3B+2%2C2%3B+2%2C5+%28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,8; 2,2; 2,5 (</a><em>sòphròn</em> Adj.) sowie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4</a> (<em>sòphronizò</em> Verb).</p>
<p><strong>Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht: daß die alten Männer nüchtern sein sollen, ehrbar, <u>besonnen</u>, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; daß sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren, damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, <u>besonnen</u> zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird. Gleicherweise ermahne die jungen Männer, daß sie <u>besonnen</u> sein sollen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,1-6</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und <u>besonnen</u> und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-12</a>) </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anstand und gutes Verhalten</strong></p>
<p>Der dritte Schlüsselbegriff ist <em>anständig</em> (gr. <em>eu-schèmos</em> = von guter Haltung, von gehöriger/rechter äußerer Erscheinung; anständig, ehrbar, würdig, schicklich). Hier geht es nicht zuletzt um unser Verhalten in den Augen von anderen: Als Gotteskinder sollen wir uns wo immer möglich (d.h. wenn uns das Wort Gottes nichts noch etwas Höheres, Weitergehendes gebietet) so verhalten, daß diese Haltung auch von Außenstehenden als gut und angemessen, als würdig und ehrbar empfunden wird.</p>
<p>Auch wenn die Menschen der Welt von diesen Maßstäben immer weiter abweichen, so behalten sie dennoch in einem Winkel ihres Gewissens ein Gespür dafür, und bei dem ewigen Gott sind diese Eigenschaften unverändert wichtig, auch wenn sie bei vielen Menschen kaum mehr etwas zählen oder sogar schon Gegenstand des Spottes sind.</p>
<p><strong>Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Laßt uns <u>anständig</u> </strong>(<em>eu-schèmonòs</em>)<strong> wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,12-14</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht <u>unanständig </u></strong>(<em>a-schèmoneò</em>)<strong>, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,4-7</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen, sondern <u>um des Anstandes </u></strong><u>(<em>to</em> <em>eu-schèmon</em>)<strong> willen</strong></u><strong>, und damit ihr ohne Ablenkung beständig beim Herrn bleiben könnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,35</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>… damit ihr <u>anständig</u> </strong>(<em>eu-schèmonòs</em>)<strong> wandelt gegenüber denen außerhalb [der Gemeinde] und niemand nötig habt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Th+4%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Th 4,12</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong>Diese Haltung soll auch das Zusammenkommen der Kinder Gottes in der Gemeinde bestimmen. So lesen wir es als Ermahnung an die Korinther, die in dieser Hinsicht viele Sünden begangen hatten: <strong>„</strong><strong>Laßt alles <u>anständig</u> </strong>(<em>eu-schèmonòs</em>) <strong>und ordentlich</strong> [w. nach der Ordnung]<strong> zugehen!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C40&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,40</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schamhaftigkeit und Scheu</strong></p>
<p>Ein neutestamentlicher Begriff, der uns heutigen Christen aufgrund der Zeitgeistprägung immer ferner rückt, ist der der <em>Schamhaftigkeit, Scheu und Zurückhaltung</em> (gr. <em>aidòs </em>= sittliche Scheu, Schamgefühl, Ehrgefühl, Sittsamkeit, Schüchternheit, Gottesfurcht, Ehrerbietung). Er erscheint in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,9</a> in bezug auf die Frau:</p>
<p><strong>Ebenso [will ich] auch, daß sich die Frauen in ehrbarem</strong> (<em>kosmios</em>)<strong> Anstand (od. in schicklicher, sittsamer Kleidung; gr. </strong><em>kata-stolè</em>)<strong> mit <u>Schamhaftigkeit</u> (</strong><em>aidòs</em><strong>) und Zucht </strong>(<em>sòphrosynè</em>)<strong> schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung …</strong></p>
<p>Im Hebräerbrief finden wir denselben Begriff als grundsätzliche Haltung, in der alle Kinder Gottes dem heiligen Gott dienen sollten (nach TR/Schlachter):</p>
<p><strong>Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit <u>Scheu</u> und Ehrfurcht! Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C28-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,28-29</a>)</strong></p>
<p>Diese ehrfürchtige Scheu, dieses Bewußtsein von der Heiligkeit Gottes hat in der westlichen Endzeitgemeinde immer mehr abgenommen. Heute bewegt sich der Mensch in der Regel sehr selbstbewußt und manchmal gedankenlos-ichbezogen vor dem heiligen Gott; er meint, er könne vor dem Herrn aller Herren erscheinen, gerade wie es ihm beliebt, nach dem sehr verkürzten und einseitigen Motto: „Gott nimmt mich an, so wie ich bin“.</p>
<p>Nur noch wenige können, so fürchte ich, wirklich nachempfinden, was Tersteegen einst in den bekannten Liedvers faßte:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gott ist gegenwärtig;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>lasset uns anbeten</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>und in Ehrfurcht vor ihn treten.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gott ist in der Mitten! </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Alles in uns schweige</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>und sich innigst vor ihm beuge.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wer ihn kennt,</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>wer ihn nennt</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>schlag‘ die Augen nieder;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>kommt, ergebt euch wieder!</em></p>
<p>Wie die Scheu vor der erhabenen Heiligkeit und Majestät Gottes schwindet auch die Schamhaftigkeit und keusche Zurückhaltung im Umgang untereinander unter den heutigen Gläubigen. Manch ein Besucher oder eine Besucherin der Gemeindeversammlungen plaudert und scherzt kurz vor Beginn, man stellt sich noch ein wenig zur Schau, wirft Blicke und kokettiert ein wenig.</p>
<p>Es fehlt oftmals die ganze Ausrichtung auf den Herrn, das ernste Verlangen, Sein Wort zu hören; stattdessen wird oberflächliche Geselligkeit gepflegt. Die scheue Zurückhaltung und Schamhaftigkeit bleiben in einem solchen Klima immer mehr auf der Strecke; der Mensch verhält sich und kleidet sich so, wie es ihm gerade zumute ist, ohne die Heiligkeit der Gemeindeversammlung noch zu respektieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ehrbarkeit und Würde</strong></p>
<p>Auch das Wort <em>ehrbar</em> finden wir immer wieder im Zusammenhang mit unserem Verhalten als Kinder Gottes (<em>semnos</em> Adj. und <em>semnotès</em> Subst.= ehrwürdig, ehrfurchtgebietend, heilig, rein, würdevoll, edel, ehrenhaft in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C8%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,8; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3</a>,8+11; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C2%3B+3%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,2; 3,4</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,7</a>). Auch dieser Begriff erscheint uns heutigen Kindern und Enkeln der „68er“-Kulturrevolution vielfach wie ein verstaubtes Wort aus dem vorletzten Jahrhundert.</p>
<p><strong> </strong><strong>… für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und <u>Ehrbarkeit</u> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C2%3B+vgl.+1Tim+3%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,2; vgl. 1Tim 3,4</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gleicherweise sollen auch die Diakone <u>ehrbar</u> sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Weingenuß ergeben, nicht nach schändlichem Gewinn strebend … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C8%3B+vgl.+3%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,8; vgl. 3,11</a>)</strong></p>
<p><strong>&#8230; </strong><strong>daß die alten Männer nüchtern sein sollen, <u>ehrbar</u>, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,2</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>In allem mache dich selbst zu einem Vorbild guter Werke. In der Lehre erweise Unverfälschtheit, <u>würdigen Ernst</u>, Unverderbtheit … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,7</a>)</strong></p>
<p>Daß das Wort Gottes auf diese Eigenschaft so großen Wert legt, hängt damit zusammen, daß wir allesamt ein <em>heiliges Priestertum </em>vor Gott bilden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>). Wenn wir wissen wollen, wie Gott diese Eigenschaft meint, sollten wir das Vorbild Moses, Aarons und der alttestamentlichen Priester studieren.</p>
<p>Ihr Dienst in der Gegenwart des allerhöchsten Gottes verlieh ihnen eine Würde und einen Adel, aber auch einen heiligen Ernst, den sie auch in ihrem „Privatleben“ nicht verloren. Sie waren in ihrem ganzen Leben beiseitegesetzt, geheiligt für Gott, ausgerichtet auf Ihn, und das prägte ihren Charakter, wenn sie gottesfürchtig waren, und verlieh ihnen eine heilige und ehrfurchtgebietende Würde. Das verscherzen wir uns (im wahrsten Sinne des Wortes!) heute vielfach durch Lockerheit, Leichtfertigkeit, Kumpelhaftigkeit und Anbiederung an weltliche Sitten und Umgangsformen.</p>
<p style="text-align: center;">*  *  *</p>
<p>Neben diesen Hauptbegriffen gibt es noch andere Wörter, die hier eine Rolle spielen, so etwa <em>kosmios</em>, das mit <em>ordentlich, anständig </em>übersetzt wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C9%3B+3%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,9; 3,2</a>) und <em>timè</em> = Wert, Wertschätzung, Ehre, Würde, Ehrbarkeit in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C4.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,4.</a> Wir haben diese Begriffe so ausführlich behandelt, weil wir an ihnen etwas darüber lernen können, wie Gott sich den sittsamen und würdigen Lebenswandel eines Gläubigen wünscht.</p>
<p>Dazu müssen wir die betrachteten Stellen in der Tiefe und in Ruhe auf uns wirken lassen und über sie nachsinnen, statt hastig über sie hinwegzugehen. Wir sollten innehalten und den Herrn bitten, daß Er uns unser Leben im Licht dieser heiligen, inspirierten Aussagen zeigt und uns aufdeckt, wo wir an dieser Berufung vorbeigelebt oder sie nur unvollkommen ausgefüllt haben (was ich selbst klar von mir bekennen muß!).</p>
<p>Wenn wir die recht zahlreichen Aussagen des NT zu diesem Gebiet zusammenfassen, so können wir sagen: Sittsamkeit und Anständigkeit bedeutet für uns Kinder Gottes, daß wir uns von allem Egoismus, von Rücksichtslosigkeit, Suchen nach eigenem Vorteil, Selbstdarstellung und Spielen mit dem Eros fernhalten und in Heiligung und Gottesfurcht den Menschen vorleben, wie Gott sich den Lebenswandel wünscht. Es bedeutet, die Normen der Gemeinschaft zu achten, soweit sie mit Gottes Geboten vereinbar sind, Rücksicht und Hilfsbereitschaft anderen gegenüber zu erweisen, das Gute und Vorzügliche zu erstreben und zu tun. Es bedeutet aber vor allem, im Bewußtsein der Gegenwart des heiligen Gottes zu leben, vor dessen Augen wir wandeln.</p>
<p>Biblische Sittsamkeit und Anständigkeit betrifft den Umgang mit Geld und Besitz (niemanden übervorteilen, bescheiden, freigebig sein), den Umgang mit Macht und Prestige (kein Machtmißbrauch, keine Schikanen, kein Protzen und Streben nach hoher Stellung) und auch den Umgang mit der Geschlechtlichkeit (kein Locken und Werben, keine schamlose Freizügigkeit). Es umfaßt Taktgefühl und Einfühlung in den anderen, Rücksichtnahme und Empfinden für Schicklichkeit, Bescheidenheit und Zurückhaltung, Güte und Freundlichkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Literaturhinweise:</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Alle Wortbedeutungen griechischer Grundtextwörter nach: </em></strong>Menge, Hermann: <em>Langenscheidts Großwörterbuch Griechisch-Deutsch.</em> Unter Berücksichtigung der Etymologie. Berlin u.a. (Langenscheidt) 27. Aufl. 1991</p>
<p>David Cloud: <em>„Privatsache Kleidung“ – Gibt es biblische Richtlinien?</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 2011 [Originalausgabe: <em>Dressing for the Lord.</em> Port Huron, MI (Way of Life Literature) 2007]</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser: <em>Als Frau zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Frausein.</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 3. überarb. Aufl. 2014</p>
<p>Elizabeth Rice Handford: <em>Die Sprache deiner Kleider</em>. Bielefeld (Christlicher Missionsverlag) 2006</p>
<p>Heinrich Töws: <em>Der Christ und sein Äußeres. Eine biblische Analyse.</em> Bielefeld (Christlicher Missionsverlag) 2012</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bearbeiteter Auszug aus der Schrift von Rudolf Ebertshäuser: <strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/anstand-und-sittsamkeit-in-wandel-und-kleidung-biblische-massstaebe-fuer-unser-zeugnis-als-christen/">Anstand und Sittsamkeit in Wandel und Kleidung. Biblische Maßstäbe für unser Zeugnis als Christen</a><em>, </em></strong>die auch als gedruckte Broschüre im ESRA-Schriftendienst erschienen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/reinheit-und-anstand-wichtige-charaktereigenschaften-eines-christen/">Reinheit und Anstand – wichtige Charaktereigenschaften eines Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sollen Christen für soziale Gerechtigkeit kämpfen?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/sollen-christen-fuer-soziale-gerechtigkeit-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2019 15:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Evangelium]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=5083</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Die Forderung nach Weltveränderung wird besonders kämpferisch vorgetragen von einer Gruppe von Theologen in der Weltchristenheit, die gewöhnlich als „Befreiungstheologen“ bezeichnet werden. Sehr einflußreich waren in dieser seit den 1970er Jahren öffentlich auftretenden Strömung marxistisch beeinflußte katholische Theologen aus Lateinamerika wie Gustavo Gutiérrez, Helder Camara, Ernesto Cardenal oder Oscar Romero sowie ebenfalls vom Marxismus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/sollen-christen-fuer-soziale-gerechtigkeit-kaempfen/">Sollen Christen für soziale Gerechtigkeit kämpfen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3> </h3>
<p>Die Forderung nach Weltveränderung wird besonders kämpferisch vorgetragen von einer Gruppe von Theologen in der Weltchristenheit, die gewöhnlich als „Befreiungstheologen“ bezeichnet werden. Sehr einflußreich waren in dieser seit den 1970er Jahren öffentlich auftretenden Strömung marxistisch beeinflußte katholische Theologen aus Lateinamerika wie Gustavo Gutiérrez, Helder Camara, Ernesto Cardenal oder Oscar Romero sowie ebenfalls vom Marxismus geprägte protestantische Theologen aus Lateinamerika, Afrika und Asien, die zumeist mit der ökumenischen Weltbewegung verbunden sind (z.B. Emilio Castro, Philipp Potter, Alan Boesak). Sie forderten eine sozialistisch geprägte Umgestaltung der ungerechten kapitalistischen Gesellschaft und befürworteten dafür teilweise auch den Einsatz von „revolutionärer Gewalt“.</p>
<p>Etwas später entstand auch unter den Evangelikalen eine verwandte Strömung, die von der „Befreiungstheologie“ in den theologischen Argumenten vielfach beeinflußt war und ist, allerdings den Einsatz von Gewalt und dogmatische sozialistische Ansätze ablehnt. Dabei spielten z. B. Samuel Escobar, Orlando Costas und René Padilla eine wichtige Rolle, die unter dem Stichwort „integrale“ (oder „holistische“) Mission nach einer der Bibel widersprechenden Verbindung von Evangeliumsverkündigung und sozialpolitischem Engagement strebten.</p>
<p>Einige linksevangelikale US-Theologen wie Ronald Sider und Jim Wallis verbündeten sich mit ihnen; sie beeinflußten als „radikale Evangelikale“ oder „Evangelikale für soziale Gerechtigkeit“ immer stärker die theologischen Diskussionen im weltweiten Evangelikalismus und besonders die Lausanner Bewegung für Weltevangelisation, die seit 1974 die angebliche „Verpflichtung zum sozialpolitischen Engagement der Christen“ immer stärker betonte und sich daher immer mehr an die Lehren des Ökumenischen Weltrates der Kirchen annäherte. Auch andere Theologen aus der „Dritten Welt“ wie Vinay Samuel und Chris Sugden (Indien) oder Caesar Molebatsi (Südafrika) zählen zu den evangelikalen Befürwortern einer radikalen weltweiten Gesellschaftsveränderung.</p>
<p>Auch der inzwischen recht bekannte calvinistisch und missional eingestellte Pastor und Buchautor Tim Keller vertritt die falschen Lehren des Sozialen Evangeliums in seinem Buch <em>„Warum Gerechtigkeit?“</em>. Er versucht zwar, die extrem bibelkritisch-liberalen Spitzen aus dieser Lehre abzumildern, aber er hält dennoch daran fest, daß die Gemeinde angeblich den Auftrag habe, sich in dieser Welt für Gerechtigkeit, Frieden und bessere Zustände einzusetzen.</p>
<p>Allen diesen Theologen der Weltverbesserung ist gemeinsam, daß sie sich in ihren Argumenten sehr stark auf das Alte Testament stützen. Wir haben schon gesehen, daß man aus der Lehre des Neuen Testaments und besonders der Apostelbriefe keinerlei „Theologie der Befreiung“ ableiten kann; zu eindrucksvoll und geschlossen ist dort die klare Lehre festgeschrieben, daß die Gläubigen der Gemeinde Fremdlinge sind, die zwar um das Böse dieser Welt wissen, aber es nicht stürzen oder verändern wollen, sondern sich dem bestehenden Gesellschaftssystem unterordnen, weil sie wissen, daß nur der wiederkommende Herr Frieden und Gerechtigkeit in diese Welt bringen kann und wird.</p>
<p>Deshalb berufen sich die Befürworter des „Auftrages Weltveränderung“ in erster Linie auf das Alte Testament, dessen Anweisungen für das Zusammenleben der Israeliten sie aus ihrem heilsgeschichtlichen Bezug auf Israel herauslösen und als Gottes Gesellschaftsprogramm für die ganze Welt deklarieren. Gott habe sich im AT als der Gott gezeigt, der überall die Armen bevorzuge und sich mit ihnen solidarisiere, der den Armen Befreiung von Ausbeutung, Benachteiligung und Willkürherrschaft versprochen habe und der wolle, daß alle Christen sich überall für Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen dieser Welt einsetzten. Besonders wird für diese Deutung der Exodus (Auszug) Israels aus Ägypten herangezogen, sodann die mosaische Gesetzgebung im Buch Levitikus (3. Mose) über das „Jubeljahr“, und schließlich die Botschaft der alttestamentlichen Propheten, die in der Tat die sozialen Mißstände im Volk Gottes scharf verurteilten.</p>
<p>Mit eindrucksvollen Zitaten aus diesen alttestamentlichen Schriften versuchen die Weltveränderungstheologen nachzuweisen, daß es Gottes Wille für Christen sei, hier und heute aufzustehen gegen ungerechte soziale Strukturen, gegen Ausbeutung der Armen in der Dritten Welt und für eine gerechtere Gesellschaft im Weltmaßstab. Doch ist eine solche Argumentation im Licht der biblischen Lehre wirklich haltbar? Wie können wir die unbezweifelbaren „sozialpolitischen“ Aussagen im mosaischen Gesetz und in den alttestamentlichen Propheten einordnen, wenn wir nicht, wie die Befürworter des „Sozialen Evangeliums“, aus einer bibelkritischen Einstellung heraus sie willkürlich umdeuten, sondern versuchen, sie so zu verstehen, wie der HERR sie gemeint hat?</p>
<p>Das geht nur, wenn wir die Grundsätze der gesunden Lehre beachten, wie sie uns durch das Neue Testament gezeigt werden. So ist es etwa wichtig, daß wir das mosaische Gesetz „gesetzmäßig anwenden“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,8</a>) und erkennen, daß es für das Volk Israel als Bundesvolk des HERRN gegeben war, das in einem vom HERRN geführten Königreich leben sollte. Wir müssen das Wort der Wahrheit recht teilen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,15</a>) und die heilsgeschichtlichen Unterschiede zwischen der Gemeinde und Israel beachten. Und wir müssen beachten, daß keine Lehre gesund ist, die sich nur auf einige Bibelstellen stützt und dabei anderen dafür bedeutsamen Bibelstellen widerspricht. So wollen wir versuchen, in aller Kürze zu zeigen, wie die „sozialpolitischen“ Aussagen des AT zu verstehen sind und was sie uns in der Gemeinde zu sagen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Das Königreich Israel <br />
und die soziale Botschaft des Gesetzes und der Propheten</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach der Schöpfung der Welt und des Menschen waren die Menschen, die am meisten privilegierten Geschöpfe der Erde, durch den Sündenfall aus der Gemeinschaft mit Gott herausgetreten, und die Nachkommen Adams gingen als Sünder ihre eigenen Wege. In dem Geschlecht Seths gab es einzelne gottesfürchtige Seelen, die den HERRN verehrten, aber die Masse der Menschen lebte gottlos und in okkulter Gesetzlosigkeit vor sich hin, bis das Zorngericht Gottes heranreifte, das in der Sintflut alle damaligen Menschen vernichtete &#8211; bis auf Noah und seine Familie.</p>
<p>Auch die Nachkommen Noahs verfielen großenteils wieder der Sünde; nur einzelne gottesfürchtige Männer nennt uns die Chronik Gottes, die insbesondere aus der Nachkommenschaft Sems stammten. Unter ihnen erwählte der HERR den Abraham, um ihm die Verheißung künftigen Segens durch den Messias, den kommenden Retter-König, zu geben. Die Segenslinie ging weiter über Isaak zu Jakob-Israel und seinen 12 Söhnen, den Stammeltern der 12 Stämme des Volkes Israel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Gottes Plan mit Israel</h4>
<p>Durch die Mittlerschaft Moses errettete der HERR die 12 Stämme aus der Sklaverei Ägyptens und erwählte sie sich zu einem heiligen Priestervolk. Er verhieß ihnen, wie schon Abraham zuvor, das Land Kanaan, wo der HERR sie zu einem vorbildlichen Gemeinwesen formen wollte, das Seine Gnade und Güte, Seine Gerechtigkeit und Seine weisen Ratschlüsse auf Erden und unter den Heidenvölkern sichtbar machen sollte. Israel sollte nach dem guten Gesetz (<em>Thorah</em>, die Weisung) des HERRN in seinem aus Gnade gewährten Land leben und dort dem wahren Gott des Universums priesterlich dienen. Gott selbst wollte ihr König sein und über sie regieren.</p>
<p>Doch Israel versagte schon kurz nach seiner feierlichen Berufung am Berg Sinai, indem es das goldene Kalb machte und damit in den heidnischen Götzendienst zurückfiel. Eine ungläubige Generation von Israeliten mußte in der Wüste sterben, bis das Volk endlich in das verheißene Land kommen konnte. Dieses Land wurde aufgrund von Unglauben und Ungehorsam nie völlig erobert, und die Heidenvölker verführten Israel immer wieder zum Götzendienst und Ungehorsam gegen Gott. Dennoch erfüllte der HERR aus Gnade Seine Verheißungen dem Volk gegenüber; sie konnten das Land bewohnen und richteten dort, allerdings sehr unvollkommen, einen priesterlichen Dienst für den HERRN ein.</p>
<p>Der HERR, der Gott der ganzen Erde, gab ihnen aus Gnade das Land, wobei Er deutlich machte, daß alles Land eigentlich Ihm gehört (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+25%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 25,23</a>). Die Israeliten waren also nur Pächter und Untertanen des HERRN, der als der wahre König über Sein Volk regieren wollte. Gott teilte jedem Stamm und jeder Familie einen Erbgrundbesitz zu, die diese nach dem im Gesetz geoffenbarten Willen Gottes bebauen und bewahren sollten. Daraus ergaben sich verschiedene Verpflichtungen, die der HERR als oberster Regent Seinen Untertanen auferlegte. Viele davon betrafen den priesterlichen Opferdienst im Heiligtum, der von zentraler Bedeutung für Gott und für das Wohl des Volkes war. Andere betrafen den brüderlichen Umgang der Israeliten untereinander, die als Abkömmlinge von einem Vater untereinander Brüder waren und als Leibeigene des HERRN Seinen Weisungen verpflichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Soziale Gerechtigkeit als Grundsatz für das Leben im verheißenen Land</h4>
<p>Ausgehend von dem übergeordneten „Eigentumsrecht“ des HERRN, dem alle Dinge gehören, vergab Gott den Israeliten Land und Güter zum privat genutzten Eigentum, das aber durch die Furcht des HERRN und die brüderliche Rücksicht auf den Nächsten in seiner Nutzung begrenzt war. Überall wird dabei stillschweigend vorausgesetzt, daß die Israeliten ja noch natürliche, sündige Menschen mit ihrer gierigen, egoistischen Adamsnatur waren. Das Gesetz offenbarte Gottes Gerechtigkeit in einer gefallenen Welt und für rebellische, sündige Menschen, die diese Gerechtigkeit nie völlig erfüllen konnten. Es würde also noch Tod und Not geben, Egoismus und Rücksichtslosigkeit – doch all dies sollte im Land des HERRN eingedämmt und gemildert werden.</p>
<p>Daraus ergaben sich zahlreiche Regelungen des mosaischen Gesetzes, die den Israeliten Rücksicht auf die Schwächeren (Witwen und Waisen), auf die Verarmten und Verschuldeten (bis zu jenen, die sich wegen Überschuldung als Sklaven verkaufen mußten) vorschrieben und insgesamt auf einen guten, barmherzigen, gerechten Umgang des Israeliten mit seinem Bundesbruder zielten. Dazu gehörten auch die Sabbatjahr- und Erlaßjahr-Regelungen (jedes siebte Jahr) sowie die Einrichtung des Jubel- oder Halljahres (jedes 50. Jahr), in dem alles verpfändete und verkaufte Land wieder in den Erbbesitz des ursprünglichen Besitzers übergehen sollte und alle israelitischen Sklaven freigelassen werden sollten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 25</a>).</p>
<p>Die Heidenvölker waren von all diesen Gesetzen nicht angesprochen und nicht betroffen; alleine die Fremdlinge, die sich entschlossen, bei dem Volk Israel zu wohnen, das Gesetz zu halten und den Gott Israels ebenfalls zu verehren, waren ausdrücklich berücksichtigt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+12%2C48%3B+3Mo+17%2C8%3B+18%2C26%3B+19%2C34%3B+22%2C18%3B+24%2C22%3B+4Mo+9%2C14%3B+15%2C15-16%3B+19%2C10%3B+5Mo+5%2C14%3B+16%2C11%3B+24%2C17%3B+31%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 12,48; 3Mo 17,8; 18,26; 19,34; 22,18; 24,22; 4Mo 9,14; 15,15-16; 19,10; 5Mo 5,14; 16,11; 24,17; 31,12</a>). Ansonsten schrieb das Gesetz den Israeliten die Absonderung von den umgebenden gottlosen und götzendienerischen Heidenvölkern vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Abweichung Israels vom Gesetz des HERRN und die Botschaft der Propheten</h4>
<p>Zahlreiche Bibellehrer sind zu der Einsicht gelangt, daß der Mensch in jeder Heilszeit die Segnungen Gottes mißbrauchte und die Gebote und Ordnungen Gottes rasch brach. Adam versagte, Noah versagte, Israel versagte – und auch die Gemeinde versagte in bezug auf das, was Gott von ihnen erwartete. So sollte es uns nicht erstaunen, daß die Israeliten, die bei allen ihren Vorrechten des Bundes immer noch natürliche, sündige Menschen waren, angesichts der Aufgabe, im verheißenen Land nach den Geboten Gottes und in Abhängigkeit von Ihm zu leben, gründlich versagten.</p>
<p>Die Zeit der Richter war eine schlimme Phase der Abweichung vom HERRN. Dann, am Ende der Richterzeit, machte das Volk seinen Abfall noch schlimmer, indem es einen menschlichen König verlangte wie alle Heidenvölker, und damit den HERRN als seinen König verwarf. Das Königtum Davids brachte einen geistlichen Aufschwung, aber schon unter Salomo wurde der Same des erneuten Niedergangs gesät. Die zehn Stämme des abgeteilten Nordreiches verfielen in schrecklichen Götzendienst und wichen immer weiter vom HERRN ab; aber auch im Königreich Juda hielten Gesetzlosigkeit und Götzendienst immer stärker Einzug.</p>
<p>Bis auf wenige Zeiten der Buße und Erweckung kann man vermuten, daß das Volk Israel nie auch nur annähernd die Gebote hielt, die Gott ihnen gegeben hatte. Selbst auf den Höhepunkten ihres nationalen Lebens, unter den Königen David und Salomo, oder dann wieder unter Hiskia und Josia, gab es Gesetzesbruch, Götzendienst und schwere Mißstände im Volk. Das Volk hielt sich nicht an seine priesterlichen Verpflichtungen; so wurde das Passah offenkundig nie ganz im Sinne Gottes gefeiert bis zu den Tagen Josias (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+35%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 35,18</a>). Und das Volk hielt sich auch nicht konsequent an seine sozialen Verpflichtungen. Es ist zu vermuten, daß z. B. weder das Sabbatjahr noch das Halljahr in Israel jemals eingehalten wurden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+26%2C43%3B+2Chr+36%2C21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 26,43; 2Chr 36,21</a>).</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erklären sich die Bußbotschaften der Propheten, die im Auftrag des HERRN die Könige und die Priester, die Ältesten und die einfachen Israeliten an ihre Abweichungen vom HERRN und Seinem Gesetz erinnerten und sie zur nationalen wie auch persönlichen Umkehr riefen. Dabei steht im Mittelpunkt die Untreue dem HERRN gegenüber und die geistliche Hurerei des Götzendienstes und der Vermischung mit den Heidenvölkern (ein Umstand, den die Prediger des „Sozialen Evangeliums“ meist eher ausklammern).</p>
<p>Aber natürlich geißelt der HERR in den Botschaften der Propheten auch alle Ausbeutung und Rechtsbeugung vor allem der reichen Oberschicht gegenüber den Gebeugten und Armen, den Rechtlosen und Witwen. Diese Dinge waren eine schlimme Sünde, weil damit der HERR als oberster Eigentümer und Herr des Landes verleugnet wurde und der Bund gebrochen wurde, an dem die Israeliten doch alle Anteil hatten.</p>
<p>Als das Volk Israel sich immer wieder hartnäckig weigerte, der Bußbotschaft der Propheten Folge zu leisten, kam die Zeit, wo das schon lange zuvor (im 5. Buch Mose) angekündigte Gericht über Israel kommen mußte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 28</a>). Zunächst wurden die zehn Stämme aus dem Land herausgerissen und in die Zerstreuung vertrieben, dann das Königreich Juda.</p>
<p>Das theokratische Reich Israel war vorerst gescheitert an der Sündhaftigkeit der Menschen, die es bilden sollten. Gott nahm das davidische Königtum hinweg; die Zeiten der Heiden kamen herauf – Zeiten, in denen große heidnische Herrscher die Welt beherrschten und unter sich aufteilten, Zeiten der Bedrückung, der Ausbeutung, der Kriege und der Willkürherrschaft. Der Überrest des Volkes Israel, der noch einmal für eine Zeit nach Juda zurückkehren durfte, war ein klägliches Häuflein ohne eigenen König und ohne eigenes Land. Die Juden, die nicht Sklaven des HERRN sein wollten, waren unter die Knute fremder Großmächte versklavt.</p>
<p>Damit gab es nun kein äußerliches Königreich mehr auf Erden, in dem der Wille des ewigen Gottes verwirklicht werden sollte und konnte. Israel hatte in seinem Auftrag völlig versagt, und Gott nahm ihm das Königreich weg und brachte das auserwählte Volk wiederum unter die Knute heidnischer Könige. Die „Zeiten der Heiden“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,24</a>) waren angebrochen, in der Prophetie symbolisiert in dem großen Standbild aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 2</a>. Die Welt wurde regiert und beherrscht von mächtigen, götzendienerischen Völkern und Königen, die größtenteils grausam und ungerecht waren, wie es auch in dem prophetischen Bild der Raubtiere in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a> symbolisiert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die gegenwärtige böse Weltzeit <br />
und das kommende Reich des Messias</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Zeugnis des NT befinden wir uns immer noch in den „Zeiten der Heiden“. Diese Welt wird regiert von willkürlichen Herrschern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+20%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 20,25</a>), und Gottes Gerechtigkeit wird von ihnen mit Füßen getreten. Gottes Herrschaft wird nur in der kleinen, rechtlosen Fremdlingsschar der Gläubigen anerkannt – zuerst bei den unterworfenen gottesfürchtigen Israeliten und später dann der Fremdlingsschar der Gemeinde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Ratschlüsse Gottes in der gegenwärtigen bösen Weltzeit</h4>
<p>Wir müssen nun gut verstehen, daß all dies genau den ewigen Ratschlüssen des HERRN entspricht. Diese Weltzeit ist wesensmäßig böse, weil böse, gottlose Menschen die Herrschaft innehaben, und weil der Teufel als Fürst der Welt regiert. Der Irrtum der falschen Propheten des Sozialen Evangeliums liegt ja nicht darin, daß sie betonen, wie sehr die gegenwärtige kapitalistische Weltordnung Gottes Gedanken zuwiderläuft. Natürlich tut sie das. Jede von Menschen errichtete Weltordnung ist ungerecht, sündig und böse vor Gott.</p>
<p>Die Lehren des Sozialen Evangeliums von einer „strukturellen Sünde“ bzw. von „sündigen Gesellschaftsstrukturen“ haben darin einen richtigen Kern, daß natürlich die Sozialordnung unseres Weltsystems dem Willen Gottes widerspricht und insofern sündig ist. Aber sie irren darin, daß sie behaupten, Gott würde Seine Kinder für schuldig halten, wenn sie sich im Rahmen solcher „sündiger Systeme“ bewegten, anstatt gegen sie zu protestieren und alles zu tun, um sie zu ändern. Gott selbst hat Seine Kinder mitten in diese Weltsysteme gestellt, damit sie dort Zeugen des rettenden Evangeliums sind und Ihm priesterlich dienen. Sonst müßten sie aus dieser Welt hinausgehen, was ausdrücklich nicht dem Willen Gottes entspricht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,9-12</a>). <strong>„Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb [der Gemeinde] sind, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,12</a>).</p>
<p>Genau aus diesem Grund haben die Apostel die Unterwerfung der Gläubigen unter das System der Sklaverei gelehrt, wie auch unser Herr den Juden befahl, sie sollten dem römischen Kaiser die Steuer bezahlen, die gewiß auch als ungerecht und „unterdrückend“ empfunden wurde. Gott wies in Seinem Wort die gläubigen Sklavenhalter eben nicht an, alle Sklaven freizulassen und aus dem „strukturell sündigen“ System der Sklaverei auszusteigen, sondern Er gebot nur: <strong>„Ihr Herren, gewährt euren Knechten (w. Sklaven), was recht und billig ist, da ihr wißt, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,1</a>).</p>
<p>Auch die ausdrückliche Unterwerfung unter die jeweilige – immer gottlose und ungerechte – Obrigkeit zeigt klar, daß es einfach nicht Gottes Wille für die Gemeinde ist, daß sie sich für Systemveränderungen und Weltverbesserung einsetzt. <strong>„</strong><strong>Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,2</a>).</p>
<p>Eine versuchte Weltveränderung ist auch deshalb Untreue gegen die Lehre der Bibel und damit gegen Gott, weil sie die unverbesserliche Sündenverderbnis des Menschen leugnet. Alle Bestrebungen zur „Systemverbesserung“ werden immer wieder in Ausbeutung und Unterdrückung enden, weil der Mensch unreformierbar böse ist. Der gegenwärtige Kapitalismus, gegen den die Anwälte des Sozialen Evangeliums so eifrig angehen, war ja seinerseits aus einer „Systemreform“ der vorhergehenden Sozialordnung des Feudalismus hervorgegangen, die damals den „modernen, progressiven“ Menschen ungerecht, unterdrückerisch und ausbeutend erschien. Und alle Bemühungen der Menschen, im Rahmen des Marxismus und Sozialismus dem „ungerechten, ausbeuterischen, unterdrückenden“ Kapitalismus zu entfliehen, haben zu einem System geführt, das für die Menschen noch ausbeuterischer und unterdrückender war als das vorherige.</p>
<p>Deshalb ist alles Bemühen um eine Gesellschaftsverbesserung diesseits des verheißenen messianischen Gottesreiches letztlich unbiblisch, widergöttlich und antichristlich, wie sehr es sich auch mit „christlichen“ Motiven schmücken mag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>„Exodus“ und „Erlaßjahr“ als irreführende Schlagwörter des Sozialen Evangeliums</h4>
<p>Das Evangelium Jesu Christi verheißt den Gläubigen eine Errettung, aber in klarer Abstufung: Hier auf dieser Erde, in der gegenwärtigen Heilszeit, empfangen sie durch den Glauben an Christus Vergebung der Sünden, ewiges Leben und ewiges Heil, aber sie bleiben Fremdlinge in einer bösen, ungerechten Welt, in der sie kein Erbteil haben, und auch keinen Auftrag, diese Welt zu „verbessern“ oder „christlich zu machen“. In der kommenden Heilszeit des Reiches empfangen sie außer der Verherrlichung des Leibes auch Frieden und Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Leben, und in der neuen Schöpfung erst kommt das Heil Gottes zur völligen Vollendung.</p>
<p>Die missionalen Theologen lösen diese klare heilsgeschichtliche Ordnung auf und werfen alle Dinge durcheinander. Sie behaupten, Gott habe <em>in dieser Heilszeit</em> das Ziel, unter den gottlosen Heidenvölkern Frieden und Gerechtigkeit nach denselben Maßstäben aufzurichten, die einst für Israel galten. In diesem Sinne nehmen sie den <em>„Exodus“</em>, die Erlösung Israels aus der ägyptischen Gefangenschaft, und machen daraus ein Zerrbild ihrer „holistischen Mission Gottes“, die angeblich hier und jetzt schon das leibliche Wohl, das humanistische Wohlbefinden, die Freiheit und soziale Gerechtigkeit in dieser Welt zum Ziel habe. Doch in dieser Heilszeit sind die Heidenvölker als Ganzes unter dem Zorn Gottes und dem ungerechten Regiment des Fürsten dieser Welt und einer gottlosen Obrigkeit.</p>
<p>Durchaus zu recht wird argumentiert, daß Israel zur Zeit des Exodus politisch und ökonomisch unterdrückt war und Gott sie auch davon befreite. Doch ganz im Gegensatz zum NT, das aus dem Exodusbericht in erster Linie das Passahopfer hervorhebt und als Vorbild auf das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi deutet, konstruieren diese Theologen eine sozialpolitische Vorbildbedeutung des Exodus für die „Mission Gottes in der Welt“ und damit auch für den „missionalen“ Auftrag der Gemeinde. Die Gemeinde müsse hier und jetzt „erlösend“ und „versöhnend“ gegen soziale Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen angehen und sich „ganzheitlich“ um alle ihre Bedürfnisse kümmern.</p>
<p>Das ist jedoch eine völlig willkürliche Umdeutung der biblischen Lehre; wenn das wahr wäre, hätten die Apostel sich vehement gegen die damalige Einrichtung der Sklaverei wie auch gegen manche Willkür der Obrigkeit wehren müssen – aber das genaue Gegenteil war der Fall! Die Gemeinde hat heute nur den Auftrag, Verlorenen das Evangelium von der ewigen Errettung zu verkünden; ihr „sozialpolitischer Auftrag“ findet erst im Tausendjährigen Reich statt! Geistlich gesehen ist der Exodus Israels ein Vorbild auf die persönliche Errettung des Gläubigen aus der Macht der Welt und ihres Fürsten, kein Programm für sozialpolitische Transformationsstrategien der Kirchen.</p>
<p>Ähnlich verkehrt ist auch das falsche <em>„Erlaßjahr-Evangelium“</em>, das besonders aus der Aussage des Herrn Jesus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+4%2C16-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 4,16-21</a> abgeleitet werden soll. Der Herr führt in der Synagoge von Nazareth das messianische Prophetenwort aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+61%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 61,1-2</a> an, das Ihn als den Erlöser Israels ankündigt, und erklärt dann: <strong>„Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“</strong> (V. 21). Verschiedene liberale und evangelikale Theologen konstruierten nun daraus, mit dem „angenehmen Jahr“ aus V. 19 sei das Erlaßjahr aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 25</a> gemeint, das Jesus Christus nun eingeläutet habe und das für die Welt gelte (in Wirklichkeit ist diese Formulierung ein Hinweis auf die Wiederannahme Israels zu Beginn des messianischen Reiches). Andere deuten das Erlaßjahr zumindest als Beleg für eine „holistische Mission“ der Gemeinde heute, die für alle Bedürfnisse der Menschen sorgen müsse, einschließlich der Befreiung aus sozialen und ökonomischen Zwängen.</p>
<p>Doch auch das setzt die klare heilsgeschichtliche Ordnung der neutestamentlichen Lehre außer Kraft. Der Herr gebrauchte das Jesajawort, um sich als den verheißenen Messias zu offenbaren, der diese Zusagen in Seinem künftigen Reich verwirklichen würde. In der heutigen Zeit führt die Erlösung in Christus zur geistlichen Befreiung und Heilung des einzelnen Gläubigen, der von Sündenknechtschaft und Bedrückung durch den Satan reettet wird und im geistlichen Sinn Heilung seiner Seele erfährt; in diesem Sinn können wir die Aussagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 4</a> heute anwenden. Doch die gesellschaftliche Dimension der Erlösung wird erst in dem kommenden messianischen Reich verwirklicht, auf das der Herr sich ganz klar mit dem Jesajawort bezog. Wer dieses Wort für die Einführung eines falschen „holistischen“ Sozialevangeliums benutzt, verführt die Gläubigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Ist Gott „solidarisch mit den Armen dieser Welt“?</h4>
<p><em> </em>Gott wird in der Tat alle gottlosen Gewaltherrscher einmal richten, alle Reichen, die die Armen ausgenutzt und ausgebeutet haben, alle Profiteure von Währungsspekulationen und Nahrungsmittelkrisen, all die Großen und Mächtigen dieser Erde. Aber Er wird auch all die gottlosen Armen richten, all die elenden Kreaturen, die sich der Zauberei und dem Götzendienst ergaben, die ihre Frauen arbeiten ließen, um die Zeit im Drogenrausch zu verschlafen, alle Säufer und Hurer und Ehebrecher(innen).</p>
<p>Vor dem heiligen Gott des Gerichts sind alle Menschen verloren, die in dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit leben, ohne die Gnade des Herrn Jesus Christus angenommen zu haben. Gott haßt die Sünden der Großen und Mächtigen, die andere ins Elend stürzen um ihres Gewinnes und ihrer Macht willen. Aber Gott haßt auch die Sünden der Geringen, die sich untereinander treten und betrügen, die huren und ehebrechen, saufen und lästern, die fluchen und andere bestehlen. Gott wird die gottlosen Kapitalisten und Großgrundbesitzer einmal richten.</p>
<p>Aber Gott wird auch die gottlosen Sozialisten, Kommunisten und Scheinchristen richten, die Seinen Sohn mit Füßen getreten, Seine Wahrheit verleugnet und Seine Gnade verschmäht haben. Der reiche Minenbesitzer, der seine Arbeiter im vergifteten Minenstaub sterben läßt, wird vom Zorn Gottes getroffen werden – aber auch der marxistische Minenarbeiter, der seine Faust gegen Gott erhebt und seine Kameraden als Streikbrecher zusammenschlägt.</p>
<p>Gott ist eben nicht einfach nur ein „Gott der Armen“. Er ist auch nicht einfach „solidarisch mit den Armen“ oder „ergreift Partei für die Armen“, wie dies die Prediger des Sozialen Evangeliums behaupten. In den Propheten gilt Gottes Erbarmen und Hilfe ausschließlich den <em>gottesfürchtigen Armen</em>, denen in Seinem auserwählten Bundesvolk, die nach dem hebräischen Grundtext auch als „Geringe“, als „Bedrückte“, „Gebeugte“ und „Elende“ bezeichnet werden. Sie waren vielfach gerade deshalb Geringe und Bedürftige, weil sie den HERRN fürchteten und Seine Gebote hielten und so gegenüber den frechen Frevlern vordergründig benachteiligt waren, die das Recht des HERRN beugten und willkürlich handelten. Solchen gottesfürchtigen Armen, die ihr Vertrauen ganz auf IHN setzen, verheißt der HERR Seinen Beistand.</p>
<p>Die Armen dieser Welt dagegen stehen genauso unter dem Gericht Gottes wie die Reichen dieser Welt. Ihre Verantwortung und der Schweregrad ihrer Sünden mag teilweise geringer sein als bei vielen Großen – aber der heilige Gott haßt ihre Sünden ebenso; Er sieht die Person nicht an (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,11</a>), Er richtet Arm und Reich gleichermaßen. Die „sozialen Sünden“ sind eben nicht die einzig oder hauptsächlich maßgeblichen, wie die marxistisch irregeführten Vertreter des Sozialen Evangeliums meinen. Die Sünden des Geschöpfes Mensch gegen den heiligen Schöpfer wiegen noch viel schwerer und würden den Menschen ewig von Gott trennen, auch wenn er nie eine Sünde gegen seine Mitmenschen begangen hätte. So haben die Armen keine Vorzugsstellung vor Gott, außer der Tatsache, daß Gott Seine begnadigten Kinder überwiegend aus ihren Reihen erwählt hat und nur wenige Große und Reiche zu Ihm finden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+2%2C5%3B+1Kor+1%2C26-29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 2,5; 1Kor 1,26-29</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Gemeinde ordnet sich den gesellschaftlichen Verhältnissen in dieser Weltzeit unter</h4>
<p>Denjenigen aber, die als Reiche gläubig geworden sind, gebietet die Lehre der Apostelbriefe nicht etwa, sie müßten alles verkaufen und den Armen geben, wie es der Herr Seinen Jüngern sagte. Sie werden auch nicht aufgefordert, aus dem bestehenden System des Wirtschaftens und des Handels auszusteigen und „alternativ zu leben“, etwa alle ihre Sklaven zu entlassen. Stattdessen werden sie aufgefordert, mit ihrem Wohlstand, den Gott ihnen gegeben hat, Gutes zu tun und anderen Gläubigen Anteil daran zu geben:</p>
<p><strong>Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1+Tim+6%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1 Tim 6,17-19</a>)</strong></p>
<p>Es ist deshalb irreführend und verfälschend, wenn die Anwälte des Sozialen Evangeliums behaupten, es sei Ungehorsam gegen Gott, wenn Gläubige sich nicht zur Überwindung der Weltarmut, bei der AIDS-Bekämpfung oder Kampagnen für gerechten Welthandel engagieren. Oftmals wird von solchen Leuten <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25%2C31-46&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25,31-46</a> angeführt. Diese Aussagen des Herrn Jesus, die sich auf das Gericht an den <em>Heidenvölkern</em> beziehen, werden radikal umgedeutet. Angeblich würde Christus alle an Ihn Gläubigen danach richten, ob sie den Armen dieser Welt materielle Hilfe zuteil werden ließen, und alle, die dies nicht getan hätten, würden deshalb in die Hölle geworfen.</p>
<p>Dabei wird bewußt übersehen, daß der Herr von „diesen <em>meinen geringsten Brüdern</em>“ spricht, d.h. also von christusgläubigen Sendboten unter den Heidenvölkern, und keineswegs von irgendwelchen ungläubigen Armen. Das in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25</a> beschriebene Gericht betrifft heilsgeschichtlich gesehen die Heidenvölker, die nach der Verherrlichung der Gemeinde die Botschaft messiasgläubiger Juden gehört haben und diesen Boten aufgrund ihres Glaubens Beistand in der Verfolgung geleistet haben, so wie Rahab an den Kundschaftern. Diese Umdeutung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25</a>, die man immer wieder bei Befürwortern des Sozialen Evangeliums findet, kommt aus einem finsteren, dem Evangelium der Gnade fremden Geist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Ende der gegenwärtigen bösen Weltzeit</h4>
<p>Das Ende dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit, daran läßt die Bibel keinen Zweifel, wird ein hartes, ernstes Gericht vom Himmel her sein – der von alters her angekündigte Gerichtstag des HERRN, vor dem die Propheten erzitterten, wenn sie ihn im Geist sahen. Gott läßt die Sünder lange gewähren, viele Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende lang. Aber eines Tages, und dieser Tag ist nicht mehr ferne, da wird der König der Könige vom Himmel her geoffenbart werden in großer Macht und Herrlichkeit. Und dieser König wird die Gottlosen mit Feuer verzehren – die gottlosen Reichen und die gottlosen Armen, die Mächtigen und die Machtlosen.</p>
<p>Gott hat heute ganz bewußt kein Programm der Sozialreform oder Weltverbesserung auf Seiner Tagesordnung. Er selbst hat diese Weltzeit eingerichtet, wo das Böse scheinbar schrankenlos herrschen kann. Diese schlimmen Zustände dienen zur Prüfung für die Menschen, aber auch zum Heil für diejenigen, die durch die Leiden an dieser bösen Weltzeit dahin kommen, nach dem wahren Leben und ewiger Errettung zu suchen. Solchen Seelen, und zwar Armen und Reichen, die durch das Böse in dieser Welt und in ihnen selbst nach etwas Höherem, Besserem suchend werden, denen offenbart Gott Seinen Sohn, den Retter der Sünder, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Und dann rettet Er sie aus dieser bösen Welt heraus, um sie für Seinen Sohn zu heiligen und in Seiner heiligen Gemeinde zu sammeln, die heute der Tempel Gottes und Sein Priestervolk auf Erden ist.</p>
<p>Und Gottes Willen für die Menschen? Seine Gesetze der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit, des Erbarmens für die Armen – alle jene Ordnungen, die das Gesetz bezeugte und zu deren Verwirklichung die Propheten einst aufforderten? Hat Gott sie abgeschrieben? O nein, mitnichten! Gottes Ratschlüsse sind ewig und unveränderlich. Aber Er erfüllt sie zu Seiner Zeit und auf Seine Weise, nicht so, wie Menschen sich das denken. Er erfüllt sie in göttlicher Kraft und Machtvollkommenheit, ohne Beihilfe eines schwachen Menschen – <strong>„damit sich vor ihm kein Fleisch rühme“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,29</a>). Seine Antwort ist zunächst das blutige Gericht am Tag des Herrn, nicht menschengemachte Sozialreformen und Weltverbesserungsprogramme. Der Mensch wird völlig beiseitegesetzt am Tag des HERRN. Dann redet und handelt Gott, der zuvor so lange geschwiegen und sich zurückgehalten hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Friedensreich des Messias: Gottes Wille geschieht auf Erden wie im Himmel</h4>
<p>Auf das Gericht folgt dann der Neuanfang der Gnade unter der persönlichen Herrschaft des Messias, des Menschensohnes von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a>, des Mannes nach dem Herzen Gottes. Dieser Neuanfang ist erst möglich nach dem schrecklichen, radikalen Gericht über alles Fleisch. Der Neuanfang wird gemacht mit den Erben des Reiches – gedemütigten, zerbrochenen, geläuterten, durch die Neugeburt von oben erneuerten Menschen, die von Herzen an den Messias Jesus, den Herrn, glauben und Ihm dienen, Ihn verherrlichen wollen.</p>
<p>Und nun, auf der Basis des gründlichen Gerichts über alle Sünde und Gottlosigkeit, auf der Grundlage erneuerter Herzen, in denen der Geist Gottes wohnt und in die das Gesetz Gottes geschrieben ist, nun endlich kann auch Gottes Reich auf Erden verwirklicht werden. Nun kann die Gerechtigkeit und der Friede nach Gottes Gedanken auf Erden verwirklicht werden. Jetzt erst kann die Bergpredigt wirklich die Grundlage gesellschaftlichen Verhaltens werden, wie es die irregeleiteten Liberaltheologen für die heutige Zeit fordern.</p>
<p>Dann kommt endlich das so oft mißverstandene Gebet des Herrn für die jüdischen Jünger zum Zuge (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C9-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,9-13</a>). Darin heißt es ja zuerst: <strong>„Dein Reich komme!“</strong>, nämlich das durch die Propheten verheißene Friedensreich des Messias auf Erden, auf das die Juden nach der Entrückung der Gemeinde wieder sehnlichst warten werden. Und dann kommt die Folge daraus:<strong> „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!“</strong> Das kann erst Wirklichkeit werden, wenn der Messias persönlich Seine göttliche Königsherrschaft aufgerichtet hat. Und dann wird diese Welt völlig verwandelt sein. Gott wird durch Christus alle die Probleme lösen, die der sündige Mensch nicht lösen kann und an denen sich die irregeleiteten christlichen Weltverbesserer abarbeiten – von der Armut über die Krankheiten bis hin zur Umweltkrise.</p>
<p>Wie naiv und letztlich gotteslästerlich sind all die Versuche der Theologen, hier und heute schon Elemente eines „gegenwärtigen Gottesreiches“ am Wirken zu sehen und zu verkünden, daß Menschen, armselige, sündenbefleckte, schwache Menschlein dieses erhabene Reich des Friedens und der Gerechtigkeit errichten sollten. Wenn das Reich Gottes wirklich durch den Messias auf die Erde kommt, dann wird sie erstrahlen in gottgewirkter Herrlichkeit; das Angesicht der Erde und das Aussehen des Himmels wird erneuert sein; die Schöpfung wird erneuert sein, zumindest in vielen Aspekten befreit vom Fluch der Sünde (der Löwe und das Lamm werden miteinander weiden – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+65%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 65,25</a>). Dann werden auch endlich die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen untereinander eine völlig neue, unter den Bedingungen der Sündensklaverei nicht verwirklichbare Qualität erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Das Zeitalter der Gemeinde <br />
und die Frage der sozialen Gerechtigkeit</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die herausgerufene, in Christus errettete und geheiligte Gemeinde des lebendigen Gottes hat keinen Auftrag von Gott, hier und heute „das Reich Gottes in der Welt zu verwirklichen“. Sie enthält sich aller Weltverbesserungsversuche und verzichtet auf jegliches „sozialpolitische Engagement“ aus dem einzigen Grund, weil das nicht der Wille Gottes für sie ist. Ihr ist eine seelenrettende Ewigkeitsbotschaft anvertraut, die sie ihren Mitmenschen ausrichten soll. Diese Botschaft geht davon aus, daß diese gegenwärtige böse Welt nicht reformierbar ist. Der Ruf geht an den Einzelnen, von seinen Sündenwegen umzukehren und Christus als Herrn und Retter anzunehmen. Dann empfängt er als Einzelner Vergebung der Schuld, Frieden mit Gott und ewiges Leben – mitten in einer immer noch ungerechten Welt, in der er vielleicht als Armer zu leiden hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Gemeinde hat keinen Auftrag zur Gesellschaftsveränderung</h4>
<p>Die Gemeinde verzichtet ganz konsequent auf jedes Engagement zur „Gesellschaftsveränderung“, obwohl sie sich durchaus der Ungerechtigkeit der herrschenden Verhältnisse bewußt ist. Es geht ja keineswegs darum, die schweren Mängel des weltweiten kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Systems abzustreiten oder dieses als „gut“ oder „Gott wohlgefällig“ hinzustellen. Vielmehr akzeptiert die Gemeinde das gegenwärtige wie auch jedes vergangene soziale System in dem tiefen Bewußtsein, daß alle überhaupt möglichen sozialen Formen des Zusammenlebens immer den Maßstäben Gottes zuwider sein und in irgendeiner Weise ungerecht sein müssen – ganz einfach, weil der Mensch im innersten Kern durch die Sünde verdorben ist. Diese völlige Sündenverderbnis des Menschen leugnen alle Entwürfe zur christlichen Weltverbesserung; sie sind deshalb unbiblisch und bloß humanistische Religion.</p>
<p>Die Gemeinde verzichtet deshalb bewußt auf jegliche sozialreformerische „Weltverbesserung“, weil Gott in Seinem Wort bezeugt, daß diese Welt unverbesserlich böse und gerichtsreif ist. Sie verzichtet darauf, weil sie weiß, daß nur der Messias persönlich auf einer durchs Gericht gereinigten und erneuerten Erde wirkliche Gerechtigkeit und wirklichen Frieden bewirken kann. Sie durchschaut den Ruf nach „Gesellschaftstransformation“ als humanistische Illusion, ja als einen gefährlichen Betrug, der letztlich Wasser auf die Mühlen des Antichristen lenkt.</p>
<p>Aus dem prophetischen Wort wird klar, daß die humanistische widergöttliche Falschreligion der letzten Tage noch einen faszinierenden Weltverbesserer hervorbringen muß, eine schillernde Erlösergestalt, die die Verkörperung aller Hoffnungen der gottlosen Menschen darstellt. Er wird als Parole „Frieden und Sicherheit“ predigen und den Gipfel aller Versuche des Menschen darstellen, aus eigener Kraft ein menschengemachtes „Reich Gottes“ auf Erden zu verwirklichen und eine „neue Weltordnung“ herbeizuführen. Sehr wahrscheinlich wird er für seine Bestrebungen ein „christlich“ klingendes Mäntelchen finden. Die Hoffnung aller Menschen auf eine „bessere Welt“ wird auf ihm ruhen.</p>
<p>Doch das Wort Gottes nennt diesen großen humanistischen Weltveränderer den „Menschen der Sünde“, „<em>den</em> Gesetzlosen“  und den „Sohn des Verderbens“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-12</a>). Er wird von dem kommenden Messias persönlich getötet werden, und seine Anhänger werden ein schreckliches Zorngericht empfangen. Wahre Weltveränderung im Sinne Gottes kann eben niemals vom Menschen ausgehen, selbst nicht von erlösten Menschen. Nach dem Willen Gottes geht sie allein von dem einen vollkommenen Gott-Menschen aus, der die Erlösung für uns vollbrachte und dann auferstand und verherrlicht wurde. Gott allein soll in Christus die Ehre für dies alles erhalten, und kein Mensch kann sich rühmen, das „Reich Gottes“ verwirklicht zu haben und die Welt verbessert zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Gläubigen müssen auf das ewige Heil hinweisen</h4>
<p>Deshalb kämpft die Gemeinde nicht für Weltveränderung, für eine „bessere Welt“, sondern sie verweist in allen persönlichen wie gesellschaftlichen Nöten auf den einen Herrn und Retter, der allein alles neu machen kann. Durch Glaube und Buße darf heute schon jeder innerlich neu werden, der Ihm angehört; die Erneuerung der Gesellschaft aber bleibt der kommenden Heilszeit vorbehalten. Dabei ist klar, daß unter den Gläubigen, gegenüber armen oder in Bedrängnis geratenen Kindern Gottes selbstlose, großzügige Hilfe geboten ist (s. u.).</p>
<p>Wenn die Gemeinde sich in das falsche Fahrwasser der „Gesellschaftstransformation“ ablenken läßt, dann verstrickt sie sich in die schmutzigen Interessenkämpfe dieser Welt und verliert die Kraft, die Ewigkeitsbotschaft von dem neuen Leben in Christus glaubhaft weiterzugeben. Der Weg der „Weltveränderung“ ist für die Gemeinde ein schlimmer Irrweg, der zur Verweltlichung und letztlich zur humanistischen Entartung führt. Das hat die Geschichte der ökumenischen Weltbewegung eindrucksvoll bewiesen, die diesen Irrweg gegangen ist.</p>
<p>Der Auftrag der Gemeinde ist nicht Weltveränderung, sondern der Ruf an verlorene Sünder zur Bekehrung, die Verkündigung des biblischen Evangeliums von der ewigen Errettung in Christus, damit Menschen aus der gegenwärtigen bösen Weltzeit herausgerettet werden. Das Evangeliumszeugnis ist der große Auftrag, den die Gemeinde der Welt gegenüber hat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+24%2C45-48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 24,45-48</a>). Das hat nie ausgeschlossen, sondern schon von Anfang an eingeschlossen, daß gläubige Kinder Gottes auch ungläubigen Menschen, die in Not geraten sind, helfen, soweit dies möglich ist. Aber diese Hilfsdienste oder guten Werke sind eindeutig dem Auftrag zum Evangeliumszeugnis untergeordnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Gemeinde, der Evangeliumsauftrag und gute Werke an Bedürftigen</h4>
<p>Wenn die Gemeinde auch keinerlei Auftrag zur Weltveränderung hat, so soll sie doch in den inneren Beziehungen der Kinder Gottes untereinander die Gebote und den Willen Gottes umsetzen; das bedeutet eine Beziehung selbstloser Liebe und gegenseitiger Hilfe, wie sie der Heidenwelt in dieser Form fremd ist, die aber zu allen Zeiten auch ein kraftvolles Zeugnis für das Evangelium war. Das kommt in den Lehrbriefen des Neuen Testaments immer wieder zum Ausdruck:</p>
<p><strong>Die Liebe sei ungeheuchelt! Haßt das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor! Im Eifer laßt nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn! Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet! <u>Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft!</u> Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,9-14</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+2%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 2,15-16</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt &#8211; wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, laßt uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,17-18</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong>Die gegenseitige Hilfe und Fürsorge, besonders für die Witwen und Waisen, aber auch für verarmte oder erkrankte Gläubige, war von Anfang an auffällig für die heidnische Umgebung, in der Notleidende oft kalt und gleichgültig behandelt und vernachlässigt wurden. Der Apostel Paulus leitete die Gläubigen aus den Heiden zu einer großangelegten Hilfsaktion für die in Not geratenen Gläubigen in Jerusalem an und zeigt in seiner Belehrung dazu, wie wichtig dem Herrn solche praktische Hilfe innerhalb des Leibes des Christus ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+8+und+9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 8 und 9</a>).</p>
<p>Darüber hinaus leitet der Herr uns durch Seine Apostel auch an, wo möglich auch an den ungläubigen Menschen in unserer Lebensumgebung Gutes zu tun und ihnen auf diese Weise die Liebe des Herrn Jesus Christus praktisch zu erweisen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! (…) Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten. <u>So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C2.9.10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,2.9.10</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen <u>und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.</u> (…) Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, daß du dies mit allem Nachdruck bekräftigst, damit die, <u>welche an Gott gläubig wurden, darauf bedacht sind, eifrig gute Werke zu tun. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-14%2B3%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-14+3,8</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong>Solche „guten Werke“ einzelner Gläubiger an Ungläubigen hat Gott immer schon als ein kräftiges Zeugnis der Tat gebraucht, das das Zeugnis des Wortes, das Zeugnis des Evangeliums hilfreich unterstützte und begleitete. Hilfe bei Krankheit, Trost im Leiden, Zeit für ein Gespräch, Gaben der Barmherzigkeit für hungernde oder obdachlose Menschen – all das war zu allen Zeiten von den gläubigen Christen praktiziert worden und ist Teil des biblischen Glaubenslebens. Dabei sind von der Lehre her zunächst insbesondere die einzelnen Gläubigen gemäß ihren Möglichkeiten angesprochen; soziale Hilfswerke sind der Gemeinde als Ganzes nur gegenüber ihren eigenen Bedürftigen (Diakonendienst, Witwenversorgung) aufgetragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Gute Werke und materielle Hilfe als Unterstützung der Mission und Evangelisation</h4>
<p>Auch in der Evangeliumsverkündigung unter den Heidenvölkern in der Ferne („Mission“) spielten gute Werke und Hilfsmaßnahmen für in Not geratene Menschen zu recht immer eine wichtige Rolle, wobei sie auch überall, wo es biblisch gehandhabt wurde, der Evangeliumsverkündigung untergeordnet waren, mit ihr verbunden waren und sie unterstützen sollten. Die Sendboten des Evangeliums hatten immer vor Augen, daß die grundlegende, alles bestimmende Not der Menschen ihre Sündhaftigkeit und ewige Verdammnis war, und daß ihr Auftrag immer darin bestand, Menschen zur Buße und zum rettenden Glauben an Christus zu führen. Unser Herr hat diese Priorität so eindrücklich betont:</p>
<p><strong>Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem einzelnen vergelten nach seinem Tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C25-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,25-27</a>)</strong></p>
<p>Deshalb haben bibeltreue Missionare überall in der Welt den Menschen, soweit sie die Möglichkeit dazu hatten, durch gute Werke geholfen, sei es durch Gründung von Schulen und Waisenhäusern, durch Krankenversorgung, durch Speisung Bedürftiger oder auch durch Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensunterhalts. Aber diese Maßnahmen waren kein Selbstzweck; sie waren nicht auf politische Aktion gerichtet und dienten nicht der „Systemveränderung“. Sie sollten dazu mitwirken, die Menschen auf die eigentliche Not ihres Lebens hinzuweisen: den fehlenden Frieden mit Gott, die ewige Verdammnis aufgrund ihrer Sünden. Das Ziel war die Errettung von Seelen für die Ewigkeit, nicht ihre zeitliche Besserstellung.</p>
<p>Auf den Missionsfeldern wie auch in den „christlichen“ Ländern haben die Gläubigen aber auch eine ernste Erfahrung gemacht: Sobald die Hilfe für Menschen in Not sich verselbständigte und nur noch sozialen Charakter annahm, endete das sehr rasch in einer Verweltlichung und Entartung und brachte keine Frucht mehr für Gott und die Ewigkeit. Wie viele ursprünglich christlich-missionarisch begonnene Einrichtungen, seien es Schulen, Krankenhäuser oder Pflegeheime, sind heute nur noch weltlicher Sozialbetrieb, vielleicht noch mit einem „christlichen“ Etikett. In unserem Land gibt es zahlreiche Einrichtungen der evangelischen Diakonie, die zwar professionelle Betreuung bieten, in denen aber die Seele nichts mehr vom rettenden Evangelium erfährt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der politische Kampf für soziale Gerechtigkeit führt zur Entartung der Gemeinde und erstickt das Evangelium</h4>
<p>Also: soziale Hilfeleistungen von gläubigen Christen an ungläubigen Bedürftigen gehören zur biblischen Glaubenspraxis aller Christen und sind überhaupt nicht strittig. Die Grenze zum falschen Sozialen Evangelium ist dort erreicht, wo der Gemeinde ein sozial<strong><em>politischer</em></strong> Auftrag zugesprochen wird, wo falsche Lehrer sie in das fremde Joch einspannen, sich für die Verbesserung dieser Welt zu engagieren.</p>
<p>Hilfe für Arme ist eine Sache – aber „Solidarität mit den (gottlosen) Armen“ ist etwas ganz anderes. Wenn die Gemeinde aufgefordert wird, politischen Druck auf die Obrigkeit zugunsten der „Armen und Entrechteten“ auszuüben, zu demonstrieren, zu boykottieren, Sozialprojekte mit weltlichen Einrichtungen gemeinsam zu betreiben und dabei die Evangeliumsverkündigung zurückzustellen, dann sind dies alles unzulässige Grenzüberschreitungen, die der Lehre des Neuen Testaments klar widersprechen.</p>
<p>Oftmals werden von den Befürwortern des Sozialen Evangeliums die sozialpolitischen Aktivitäten des Pietismus ins Feld geführt, als deren würdige Nachfolger sich heutige Transformationstheologen gerne darstellen. In der Tat haben viele führende Pietisten sich der sozialen Nöte der Menschen in ihrer Zeit angenommen und einige weit beachtete und auch in der Welt angesehene Initiativen ins Leben gerufen; August Hermann Francke und seine Werke in Halle sind ein berühmtes Beispiel. Sie hatten dabei gewiß beste Absichten und verkündigten im Rahmen dieser Sozialarbeit auch ein getreues biblisches Evangelium – ganz im Gegensatz zu den heutigen Predigern des Sozialen Evangeliums.</p>
<p>Dennoch müssen wir feststellen, daß viele dieser Initiativen aus biblischer Sicht problematische Züge trugen. Auch wenn dieses Thema eine genauere und ausgewogene Untersuchung nötig macht, die wir hier nicht leisten können, sollten wir einige Gedanken dazu festhalten. Die damaligen Pietisten wirkten in einer weltlichen Gesellschaft, die sich (zu Unrecht) als „christlich“ verstand. Sie bekamen teilweise für ihre Sozialwerke viel Unterstützung von der „christlichen“ Obrigkeit und arbeiteten eng mit dieser zusammen. Es ist zu befürchten, daß gerade diese biblisch nicht gerechtfertigte Verbindung mit der Welt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-18</a>!) mit dazu beitrug, daß in den allermeisten dieser pietistischen Sozialwerke schon nach einigen Jahrzehnten ein Absinken zu einer innerweltlichen, liberaltheologisch geprägten, nur noch pseudochristlichen Sozialarbeit stattfand und das Feuer des Evangeliumsglaubens der Gründergeneration erstickte.</p>
<p>Insgesamt hat die geschichtliche Erfahrung gezeigt, daß jede einseitig auf die Existenzbesserung im Diesseits ausgerichtete Sozialarbeit eher ein Hindernis für biblische Evangeliumsverkündigung darstellt. Auf dem Missionsfeld hat das einerseits zur Ausbreitung des sogenannten „Reischristentums“ geführt. Viele der Ärmsten und Benachteiligten etwa in Indien wurden nominelle Christen, weil ihnen dies soziale Vorteile brachte, ohne daß sie dabei wirklich zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gekommen wären. In solchen Fällen wurden oftmals die alten heidnischen Bräuche des Götzendienstes mit dem „Christentum“ vermischt; diese Menschen, die meinten, sie seien ja schon Christen, waren dann für das echte Evangelium schwerer erreichbar als zuvor. In anderen Fällen stellten die Missionare fest, daß bestimmte Volksgruppen nach einer Linderung der äußerlichen Nöte das Interesse am christlichen Glauben verloren und es kaum noch Bekehrungen gab.</p>
<p>Nicht zuletzt müssen wir ganz nüchtern feststellen, daß die zunehmende Betonung sozialer Aktivitäten auch ganz konkret Geldmittel und Zeit aus dem begrenzten Fundus der Gläubigen und der örtlichen Gemeinden abzweigt und bindet, die dann nicht mehr für das Werk der Evangelisation und Weltmission zur Verfügung stehen.</p>
<p>So bleibt festzustellen, daß es ohne Zweifel richtig ist, wenn gläubige Christen auch gute Werke an ihren ungläubigen Nächsten tun, wenn sie Nöte lindern und Hilfsbereitschaft zeigen. Doch dies sollte immer in Abhängigkeit vom Herrn geschehen, in einer geistgeleiteten Weise, so daß diese guten Werke auch wirklich zur Ausbreitung des Evangeliums von der ewigen Errettung in Christus beitragen. Sobald solche Werke im Fleisch getan werden, zum Selbstzweck werden oder zur Vereinigung mit weltlichen Kräften führen, werden sie ein Hindernis und sogar eine Gefahr für die wahre Gemeinde und die biblische Evangeliumsverkündigung. Erst recht gilt das dann, wenn sie mit der Verführungslehre vom „sozialpolitischen Auftrag“ der Gemeinde und dem Anspruch der „Weltveränderung“ verbunden werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/06/soll-die-gemeinde-die-welt-veraendern-buchinfo/"><strong>Soll die Gemeinde die Welt verändern?</strong> </a>(vgl. dort S. 140-168)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/sollen-christen-fuer-soziale-gerechtigkeit-kaempfen/">Sollen Christen für soziale Gerechtigkeit kämpfen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
