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	<title>Bibellehre und Auslegung Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Bibellehre und Auslegung Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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		<title>Die Gemeinde Jesu Christi als das Tempelheiligtum Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/08/die-gemeinde-jesu-christi-als-das-tempelheiligtum-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 11:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligtum]]></category>
		<category><![CDATA[Priesterdienst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Wir wollen als nächstes noch näher auf den anderen Aspekt eingehen, den uns der Abschnitt in 1. Petrus 2 lehrt, nämlich daß die Gemeinde nicht nur eine heilige Priesterschaft, sondern auch ein geistliches Tempelhaus für Gott ist. Dieser Gedanke ist so eng mit unserer Priesterberufung verbunden, daß wir die entsprechenden biblischen Aussagen unbedingt genauer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/08/die-gemeinde-jesu-christi-als-das-tempelheiligtum-gottes/">Die Gemeinde Jesu Christi als das Tempelheiligtum Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wir wollen als nächstes noch näher auf den anderen Aspekt eingehen, den uns der Abschnitt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a> lehrt, nämlich daß die Gemeinde nicht nur eine heilige Priesterschaft, sondern auch ein <em>geistliches Tempelhaus</em> für Gott ist. Dieser Gedanke ist so eng mit unserer Priesterberufung verbunden, daß wir die entsprechenden biblischen Aussagen unbedingt genauer erforschen müssen, wenn wir ein klares Bild von dem priesterlichen Dienst der neutestamentlichen Gläubigen bekommen wollen.</p>
<p>Das Bild von der Gemeinde als Tempel Gottes ist bereits in der Kennzeichnung des Herrn Jesus Christus als „Eckstein“ enthalten, wie wir oben gesehen haben. Der äußerliche Tempel des Alten Bundes war aufgrund des Abweichens Israels weggetan worden; nunmehr sollte die Wohnstätte Gottes, der nach wie vor bei den Menschen wohnen will, ein geistlicher Tempelbau sein, bestehend aus von neuem geborenen Kindern Gottes, aus erretteten Menschen, „lebendigen Steinen“, die durch den innewohnenden Heiligen Geist Leben aus Gott bekommen haben und im übrigen selbst persönlich ein Tempel Gottes darstellen, insofern Gott durch Seinen Geist in ihnen wohnt.</p>
<p>Wir wollen nun die wichtigsten Aussagen der neutestamentlichen Lehrbriefe über diesen Tempel der Gemeinde betrachten und daraus Schlußfolgerungen für unseren priesterlichen Gottesdienst ziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Die Gemeinde als Wohnung Gottes im Geist (Epheser 2,19-22)</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine grundlegend wichtige Bibelstelle ist in diesem Zusammenhang <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+2%2C19-22.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 2,19-22.</a> Dieses Wort hat viele inhaltliche Bezüge zu den Aussagen des Apostels Petrus, die wir oben untersucht haben, und wir wollen es als erstes näher betrachten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>19</em></strong><em>  So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,  <strong>20</strong>  auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist,  <strong>21</strong>  in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn,   <strong>22</strong>  in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.</em></p>
<p>Der Apostel Paulus wendet sich, ganz ähnlich wie der Apostel Petrus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2%2C4-10%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2,4-10,</a> an seine überwiegend heidnischen Leser; er zeigt ihnen zunächst die große Gnade, von der er schon in den Versen davor sprach, daß sie zusammen mit den messiasgläubigen Juden nun den einen Leib der Gemeinde bildeten und Gott nahen durften.</p>
<p>Einst, so zeigt uns <strong>V. 19</strong>, waren sie Fremdlinge, ohne Bürgerrecht im Reich Gottes, ohne die Heilsverheißungen, die damals nur den Juden galten; auch als „Gottesfürchtige“, die den Gott Israels verehren wollten, waren sie in den Synagogen nur geduldete Gäste und Fremdkörper. Nun aber, durch den Herrn Jesus Christus, waren sie als Kinder Gottes eins mit ihren jüdischen Mitgeschwistern geworden; sie waren vollberechtigte „Mitbürger“ im Reich Gottes geworden, zusammen mit den jüdischen Heiligen, und sie waren nunmehr Gottes Hausgenossen, d.h. Familienangehörige Gottes, Kinder, die mit dem Vater in einem Haus leben.</p>
<p>In <strong>V. 20 </strong>ändert sich das Bild, das der Geist Gottes gebraucht. Es geht immer noch um ein „Haus“, aber nun um ein besonderes Haus, nämlich das Haus Gottes als Tempel (wie V. 21 zeigt). Die Gläubigen werden in diesem Bauwerk vom Geist Gottes auferbaut auf ein geistliches Fundament, das durch die Apostel und Propheten gegeben wurde; das sind nach meiner Überzeugung nicht die Apostel und Propheten selbst, sondern die Botschaft, die durch sie geoffenbart wurde – die Schriften des Neuen Testaments.</p>
<p>Nachdem diese Grundlage für die Gemeinde geoffenbart wurde, wurde der Dienst der Apostel und Propheten beendet; nun sind alleine die Schriften des Neuen Testaments die Basis für alle biblische Gemeindearbeit. Das wahre Fundament der Gemeinde, der Eckstein des Fundaments, an dem sich alles ausrichtet, ist der Herr Jesus – diese Aussagen stimmen eindrucksvoll zusammen mit der Lehre des Apostels Petrus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a>.</p>
<p>In <strong>V. 21</strong> wird dieses Bild vom Tempelbau noch ausgeweitet. Dieser Bau ist noch im Wachsen begriffen; ständig werden lebendige Steine hinzugefügt. Er ist erst fertig, wenn die Gemeinde verherrlicht ist. Solange ist Christus derjenige, der Seine Gemeinde baut, durch den Heiligen Geist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,18</a>). Hier wird dieser Sachverhalt so ausgedrückt, wie es für den Apostel Paulus und den Epheserbrief typisch ist: <em>in Christus</em>, in Verbindung mit Ihm und durch Sein Wirken wächst der ganze Bau, wobei jeder Stein, jedes Bauelement durch den weisen Baumeister perfekt zusammengefügt ist. Das Ziel des Wachstums ist, daß alles zusammen als ein heiliger Tempel im Herrn immer weiter aufgebaut wird.</p>
<p>Hier hat man den Eindruck, daß vor allem die Gesamtschau dieses Tempels aus Gottes Perspektive angesprochen ist; seit Pfingsten wird die Gemeinde in Christus erbaut zu einem heiligen Tempel. Der Vers beschreibt offenkundig das Hinzufügen von vielen Generationen von Gläubigen zu diesem herrlichen Bau der universalen Gemeinde, ein Vorgang, der erst mit der Verherrlichung der Gemeinde vollendet sein wird.</p>
<p>Doch dieser Tempelbau hat auch einen irdischen Aspekt, und der besteht darin, daß sich zu allen Zeiten seit Pfingsten wiedergeborene Gläubige auf der Erde versammelt haben, um Gott priesterlich zu dienen. Dieser Bau wächst auch auf der Erde; in diesem Tempel wird bereits geopfert und angebetet, obgleich er weiter aufgebaut wird.</p>
<p>Dieser Gesichtspunkt scheint in <strong>V. 22 </strong>im Vordergrund zu stehen; hier wird die gegenwärtige Situation der örtlichen Gemeinde der Epheser beschrieben: sie werden mit anderen zusammen auferbaut zu einer <em>Wohnung Gottes im Geist</em>. Sie bilden als örtliche Gemeinde einen gewissermaßen provisorischen, zeitlich und örtlich begrenzten Tempelbau, eine Art Niederlassung und Wohnstätte, in welcher der heilige Gott durch Seinen Geist wohnt.</p>
<p>So wie die weltweite Gemeinde Gottes auf Erden als Ganzes der Tempel Gottes ist, in dem Gott unaufhörlich Anbetung und Gottesdienst dargebracht wird, so bildet auch jede örtliche Gemeinde gewissermaßen eine „Zweigniederlassung“ dieses Tempelbaus, in dem Gott durch die Heiligen am Ort Anbetung und Gottesdienst dargebracht wird.</p>
<p>Solche „Zweigniederlassungen“ sind örtlich und zeitlich begrenzt; die Gemeinde in Ephesus hat irgendwann aufgehört zu existieren, und es gab wahrscheinlich lange Zeiträume, in denen Gott von diesem Ort aus kein (gemeindlicher) Gottesdienst dargebracht wurde. Dafür blühten örtliche Gemeinden an anderen Orten auf, und zu keinem Zeitpunkt hörte der beständige priesterliche Gottesdienst der weltweiten Gemeinde auf; weder Verfolgung noch Verführung können die Gemeinde an ihrem heiligen Priesterdienst für Gott hindern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die „Wohnung Gottes“ im AT und im NT</h4>
<p>Der Begriff „Wohnung Gottes“ erinnert uns an das Heiligtum der Israeliten. Schon die Stiftshütte, das „Zelt der Zusammenkunft“, wird sehr häufig die „Wohnung“ genannt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+25%2C9%3B+2Mo+26%3B+2Mo+36+und+an+vielen+anderen+Stellen&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 25,9; 2Mo 26; 2Mo 36 und an vielen anderen Stellen</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+25%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 25,8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und ich werde dort zusammenkommen mit den Kindern Israels, und es soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit. Und ich will die Stiftshütte heiligen samt dem Altar; und ich will mir Aaron und seine Söhne heiligen, damit sie mir als Priester dienen. Und ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen, und ich will ihr Gott sein. Und sie sollen erkennen, daß ich, der HERR, ihr Gott bin, der sie aus dem Land Ägypten geführt hat, damit ich in ihrer Mitte wohne, ich, der HERR, ihr Gott. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+29%2C43-46&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 29,43-46</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen; und ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+26%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 26,11-12</a>)</em></p>
<p>Wir werden auch erinnert an Gottes Unterredung mit David, als dieser den Wunsch hatte, dem HERRN ein Haus zu bauen, und der HERR ihm sagte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Geh hin und rede zu meinem Knecht, zu David: So spricht der HERR: Solltest </em>du<em> mir ein Haus bauen, daß ich darin wohne? Denn ich habe in keinem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich die Kinder Israels aus Ägypten heraufführte, bis zu diesem Tag, sondern ich bin stets in einem Zelt und in einer Wohnung umhergezogen! (…) Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum bestätigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Sam+7%2C+5-6.12-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Sam 7, 5-6.12-13</a>)</em></p>
<p>Das hat sich in Christus geistlicherweise erfüllt, der in dieser Heilszeit den geistlichen Tempel der Gemeinde als Wohnstätte Gottes erbaut; es wird im Tausendjährigen Reich auch eine wörtliche Erfüllung haben, wenn der Messias den heiligen Tempel in Jerusalem baut. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage, die der Messias durch den Propheten Sacharja macht: <em>„An jenem Tag werden sich viele Heidenvölker dem HERRN anschließen, und sie sollen mein Volk sein; <strong>und ich werde in deiner Mitte Wohnung machen, und du wirst erkennen, daß mich der HERR der Heerscharen zu dir gesandt hat</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Sach+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sach 2,15</a>).</p>
<p>Wir dürfen auch daran denken, daß schon das alttestamentliche Haus Gottes vor allem ein <em>Haus des Gebets</em> sein sollte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+56%2C7+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 56,7 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+11%2C17%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 11,17: </a><em>„Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden“</em>). Wieviel mehr das neutestamentliche Haus Gottes, in dem die Heiligen sich zum Herrn versammeln und Seine Verheißung in Anspruch nehmen dürfen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. <strong>Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+18%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 18,19-20</a>)</em></p>
<p>Als Ermunterung, in den Versammlungen der Gemeinde den dort gegenwärtigen Herrn ernstlich im Gebet zu suchen, dürfen uns deshalb auch die Bitten Salomos und die Verheißungen des HERRN über den damaligen Tempel in bezug auf das Gebet dienen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wende dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o HERR, mein Gott, daß du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht vor dich bringt! <strong>Laß deine Augen Tag und Nacht offenstehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast, daß du deinen Namen dahin setzen willst</strong>, daß du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet. <strong>So höre doch das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu diesem Ort hin richten werden! </strong>Höre du es an dem Ort deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+6%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 6,19-21</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: »Ich habe dein Gebet erhört und mir diesen Ort zur Opferstätte erwählt. Wenn ich den Himmel verschließe, so daß es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, <strong>und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. So sollen nun meine Augen offen stehen und meine Ohren achten auf das Gebet an diesem Ort. Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt, daß mein Name ewiglich dort sein soll; und meine Augen und mein Herz sollen da sein alle Tage.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+7%2C12-16%3B+vgl.+1K%C3%B6n+9%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 7,12-16; vgl. 1Kön 9,3</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Was es für uns bedeutet, wenn wir eine „Wohnung Gottes im Geist“ sind</h4>
<p>Es lohnt sich, noch tiefer darüber nachzudenken, welche Konsequenzen es hat, wenn die Gemeinde als Ganzes und auch die örtliche Gemeinde eine Wohnstätte Gottes durch den Heiligen Geist ist. Wir alle machen uns in der Regel viel zu wenig bewußt, daß der ewige, allmächtige Gott in besonderer Weise gegenwärtig ist und unter uns wirken will, wenn wir uns zu Ihm hin versammeln.</p>
<p>Wie oft steht in den heutigen „Gottesdiensten“ der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Gedanken, Erlebnissen und Meinungen im Vordergrund. Vielfach spulen Menschen in diesen „Gottesdiensten“ ein auf Menschen ausgerichtetes Programm ab, und der Geist Gottes hat kaum den Raum, zu wirken.</p>
<p>Eigentlich sollte es doch so sein, daß wir in den Versammlungen der Gemeinde, ob es nun Gebetsversammlungen, Wortbetrachtung, Verkündigung oder das Mahl des Herrn geht, uns vor dem Angesicht des gegenwärtigen Herrn versammeln, um Ihn durch den Heiligen Geist reden und wirken zu lassen bzw. um Ihm durch den Heiligen Geist unsere Bitten und unsere Anbetung darzubringen. Im Grunde sollten wir uns demütig und erwartungsvoll auf Ihn ausrichten und solche Versammlungsstunden auch im Gebet entsprechend vorbereiten.</p>
<p>Wir sollten bewußt unser Fleisch, unser seelisches Ichleben in den Tod geben und uns zubereiten lassen, für das Wirken des Geistes Gottes empfänglich zu sein und uns Ihm zur Verfügung stellen, ob Er uns zur Erbauung der Heiligen gebrauchen will. Wir sollten demütig und still vor Gott erscheinen, in Ehrfurcht vor dem gegenwärtigen Herrn, sollten zuvor allen Ärger und Enttäuschung, alle Geschäftigkeit des Fleisches abgelegt haben. Unsere Haltung sollte so sein, wie es der Liederdichter Gerhard Terstegen in seinem bekannten Lied beschreibt:</p>
<p>Gott ist gegenwärtig,</p>
<p>lasset uns anbeten</p>
<p>und in Ehrfurcht vor Ihn treten.</p>
<p>Gott ist in der Mitte;</p>
<p>alles in uns schweige</p>
<p>und sich innigst vor Ihm beuge.</p>
<p>Wer Ihn kennt,</p>
<p>wer Ihn nennt,</p>
<p>schlag die Augen nieder,</p>
<p>kommt, ergebt euch wieder.</p>
<p>Ich fürchte, viele von uns kennen eine solche ehrfürchtige, geläuterte Haltung gar nicht mehr. Wir sind leider überwiegend so fleischlich, ichhaft und geschäftig in uns selbst gefangen, daß der Geist Gottes gedämpft und betrübt wird und nur noch wenig in unserer Mitte wirken kann.</p>
<p>Wenn Gott durch Seinen Geist in unserer Mitte wohnen will – wie wichtig ist es da, sich von Sünde zu reinigen, bevor wir zur Versammlung Gottes gehen! Wie wichtig ist es, alle unbereinigten Beziehungen unter den Gläubigen einer örtlichen Gemeinde in Ordnung zu bringen und darauf zu achten, daß der Geist Gottes nicht betrübt wird! Auch unser ganzes Verhalten, unsere Kleidung und unser Äußeres sollten in Übereinstimmung mit der Heiligkeit des Hauses Gottes stehen, in dem wir dem lebendigen Gott begegnen.</p>
<p>Wie wichtig ist es auch, daß im gesungenen Liedgut, in den Gebeten und in der Wortverkündigung möglichst nichts Menschliches, Fleischliches oder Verkehrtes gebracht wird, sondern gesunde, geistgewirkte Beiträge! Auf all das achten zahlreiche Gemeinden heute viel zu wenig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Haus Gottes und seine von den Aposteln und Propheten überlieferte Grundlage</h4>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,20</a> wird uns gezeigt, daß das Fundament des heiligen Tempels der Gemeinde zunächst natürlich Christus selbst ist, daß dieser Tempel aber auch auf dem Fundament aufgebaut wird, das die Apostel und Propheten des Christus hervorgebracht haben.</p>
<p>Wir haben oben schon darauf hingewiesen, daß der Genitiv „[Grundlage] der Apostel und Propheten“ hier ziemlich eindeutig nicht so gemeint ist, daß die neutestamentlichen Apostel und Propheten selbst das Fundament bildeten (auf Menschen bezogen erscheint dieses Bild unpassend, da schon Christus als Fundament bezeichnet wird).<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Der im Zusammenhang schlüssige Sinn ist der, daß die Apostel und Propheten diese Grundlage zur Verfügung gestellt haben, das heißt: <em>das Fundament sind die Schriften des Neuen Testaments</em>, die von diesen Werkzeugen Gottes niedergeschrieben wurden (vgl. die „Lehre der Apostel“ in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,42</a>). Das NT wurde entweder von Aposteln wie Paulus, Petrus und Johannes verfaßt, oder aber von neutestamentlichen Propheten, zu denen Markus, Lukas, Jakobus und Judas zählen.</p>
<p>Die heiligen Schriften, die der verherrlichte Herr Jesus Christus Seiner Gemeinde durch die neutestamentlichen Apostel und Propheten überliefert hat, sie bilden die Grundlage für das ganze Leben und Wirken, für den priesterlichen Gottesdienst dieses heiligen Tempels. Das ist völlig in Übereinstimmung mit dem alttestamentlichen Vorbild, der Stiftshütte und später dem salomonischen Tempel. Auch dort war es entscheidend wichtig, daß jeder Dienst im Heiligtum gemäß den von Mose geoffenbarten göttlichen Richtlinien getan wurde.</p>
<p>Im 2. Buch Mose lesen wir mehrfach, daß alle Aufbauarbeit am Heiligtum der Stiftshütte genau nach den Befehlen und Ordnungen des Herrn durch Mose getan werden mußte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die ein weises Herz hatten, in die der HERR Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie wußten, wie sie alle Werke machen sollten für den Dienst des Heiligtums, <strong>sie handelten nach all dem, was der HERR geboten hatte</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+36%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 36,1</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So wurde das ganze Werk der Wohnung, der Stiftshütte, vollendet. <strong>Und die Kinder Israels machten alles genau so, wie der HERR es Mose geboten hatte; genau so machten sie es.</strong> (…) ganz so, wie der HERR es Mose geboten hatte, so hatten die Kinder Israels das ganze Werk vollbracht. <strong>Und Mose sah sich das ganze Werk an, und siehe, sie hatten es ausgeführt, wie der HERR es geboten hatte; so hatten sie es ausgeführt. Und Mose segnete sie.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+39%2C32.42-43&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 39,32.42-43</a>)</em></p>
<p>Auch bei der Weihung der Priester und im täglichen heiligen Opferdienst der Stiftshütte mußte genau nach den Anweisungen des HERRN in Seinem Wort an Mose verfahren werden:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Da sprach Mose: <strong>Das ist es, was der HERR geboten hat; das sollt ihr tun, so wird euch die Herrlichkeit des HERRN erscheinen!</strong> Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und das Volk. Danach bringe das Opfer des Volkes dar und erwirke Sühnung für sie, <strong>wie der HERR es geboten hat! </strong>(…) Aber das Fett und die Nieren und den Leberlappen des Sündopfers ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, <strong>so wie der HERR es Mose geboten hatte</strong>. (…) </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Danach brachte er das Brandopfer herzu und opferte es <strong>nach der Vorschrift</strong>. (…) Aber die Brust und die rechte Keule webte Aaron als Webopfer vor dem HERRN, <strong>wie es Mose geboten hatte</strong>. Danach streckte Aaron seine Hand aus zu dem Volk hin und segnete es und stieg herab, nachdem er das Sündopfer, das Brandopfer und das Friedensopfer dargebracht hatte. Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte hinein. Und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk, und es ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar. Als das ganze Volk dies sah, jubelten sie und fielen auf ihr Angesicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+9%2C6-7.10.16.21-24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 9,6-7.10.16.21-24</a>)</em></p>
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<h4>Im neutestamentlichen Haus Gottes muß alles nach Gottes Anweisungen verlaufen</h4>
<p>So ist es auch für den gesunden und gedeihlichen Aufbau des heiligen Tempels der neutestamentlichen Gemeinde unerläßlich, daß die Mitarbeiter am Bau wie auch die Priester sich in allem an die Anordnungen des Herrn halten, wenn wir wollen, daß die segensreiche Gegenwart des Herrn unter uns wirksam wird.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch an meine Wege in Christus erinnern, wie ich überall in jeder Gemeinde lehre. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 4,17</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich lobe euch, Brüder, daß ihr in allem an mich gedenkt und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,2</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, daß die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,37</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So steht denn nun fest, ihr Brüder, und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,15</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, recht bald zu dir zu kommen, damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,14-15</a>)</em></p>
<p>Wenn wir wollen, daß der ganze Bau der Gemeinde in Christus zusammengefügt ist und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, dann müssen wir auch gewissenhaft das ganze Wort halten, das Christus uns durch Seine Apostel und Propheten geboten hat. Nur wer in Seinem Wort bleibt und es bewahrt, kann einen guten und wohlgefälligen Priesterdienst im Hause Gottes tun und wirklich zum Aufbau dieses Hauses beitragen.</p>
<p>Wer aber vom Wort Gottes abweicht und einen Priesterdienst im Gegensatz zu Gottes Anweisungen errichten will, der sündigt und schädigt den Tempel Gottes. Die warnenden Vorbilder von Nadab und Abihu (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 10</a>), von Korah, Dathan und Abiram (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4.+Mose+16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4. Mose 16</a>) sowie von Ussa (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Chronik+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Chronik 13</a>) sollten uns hier zu denken geben und anspornen, dem göttlichen Bauherrn die Ehre zu geben und gewissenhaft allen Seinen guten Anweisungen und Lehren zu gehorchen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Der Tempel Gottes und die Absonderung vom Bösen (2. Korinther 6,14 – 7,1)</span></h2>
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<p>Das Heiligtum des HERRN kann als Wohnstätte Gottes in einer von Sünde verdorbenen Welt nur existieren, wenn es von der Sünde und Verderbnis der unbekehrten Heidenvölker rein gehalten und sorgfältig abgesondert wird. Das war schon bei der Stiftshütte so, und das gilt auch für den neutestamentlichen Tempel der Gemeinde. Diese wichtige Wahrheit wird uns im 2. Korintherbrief geoffenbart:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>14</em></strong><em>  Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?  <strong>15 </strong> Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen?  <strong>16 </strong> Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«.  <strong>17 </strong> Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen,  <strong>18</strong>  und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.  <strong>7,1 </strong> Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14</a> – 7,1)</em></p>
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<h4>Das Wesen des Tempels Gottes (2Kor 6,16)</h4>
<p>In Vers 16 dieses bedeutsamen Abschnittes der Heiligen Schrift wird der örtlichen Gemeinde in Korinth zugesprochen, daß sie ein Tempel des lebendigen Gottes ist (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,16-17</a>), und das gilt dementsprechend auch für jede andere biblische Ortsgemeinde. Die Gemeinde selbst ist also ein heiliges Gotteshaus (nicht etwa das Gebäude, in dem sie sich trifft). Sie ist ein Tempel, weil der lebendige Gott verheißen hat, in jedem einzelnen Gläubigen zu wohnen und inmitten der versammelten Gläubigen gegenwärtig zu sein und zu wandeln.</p>
<p>Das ist das Wesen des Heiligtums: Gott ist dort gegenwärtig; Er begegnet dort Seinen Erlösten, hat mit ihnen Gemeinschaft. Im Rahmen dieser Begegnung dürfen sie Ihm priesterlich dienen, Ihn anbeten, und Er will sie segnen und stärken durch Sein Wort und durch die Wirkung Seines Heiligen Geistes.<em> „Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,16</a>)<em>.</em></p>
<p>Das greift unmittelbar die Verheißung an Israel aus dem 3. Buch Mose auf, erinnert aber auch an gleichlautende Verheißungen aus den Propheten in bezug auf das zukünftige Israel:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen; und ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+26%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 26,11-12</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+31%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 31,33</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Meine Wohnung wird bei ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+37%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 37,27</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich der HERR bin; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+24%2C7%3B+vgl.+u.a.+30%2C22%3B+32%2C38&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 24,7; vgl. u.a. 30,22; 32,38</a>)</em></p>
<p>Weil dieser lebendige Gott Seinem ganzen Wesen nach <em>heilig</em> ist, rein, ohne Sünde und Ungerechtigkeit, voll lauterer Liebe, Güte und Wahrheit, deshalb muß auch die Gemeinde, in deren Mitte Er wohnt, heilig sein.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Deinem Haus geziemt Heiligkeit, o HERR, für alle Zeiten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+93%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 93,5</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,15-16</a>)</em></p>
<p>Das bedeutet einerseits: die Gemeinde muß getrennt und abgesondert von allem Bösen und Unreinen leben; andererseits bedeutet es: die Gemeinde und die Einzelnen sollen geprägt sein von den heiligen Charaktereigenschaften Gottes, wobei dies hier auf Erden nur annäherungsweise und unvollkommen verwirklicht werden kann.</p>
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<h4>Absonderung als Voraussetzung für die Gemeinschaft mit Gott (2Kor 6,14-15)</h4>
<p>Weil Gott heilig ist, ist Er geschieden von aller Sünde und Unreinigkeit des ungläubigen Menschengeschöpfes. Die nicht von neuem geborenen, unbegnadigten Sünder haben keinen Platz in dem heiligen Tempel Gottes, ebensowenig Ungerechtigkeit und geistliche Finsternis, Unglaube und Götzendienst.</p>
<p>Die Gemeinde kann also nur existieren in einer entschiedenen Trennung von der Welt, vom Heidentum (und ungläubigen Judentum). Deshalb fragt der Herr uns durch Seinen Apostel: <em>„Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein?“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-16</a>).</p>
<p>Weil wir als Einzelne heilige Priester Gottes sind und als Gemeinde der Tempel des heiligen Gottes, deshalb müssen wir uns entschieden fernhalten von allem Bösen – von Sünde und Befleckung mit Verdorbenem, von Irrlehre und Verführungsströmungen, von heidnischer Religion und Religionsvermischung:<em> „Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,17</a>).</p>
<p>Dieser Grundsatz der Absonderung von Sünde und den geistlichen Befleckungen der Heidenvölker galt schon für das Gottesvolk des Alten Bundes:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und wandelt nicht nach den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her ausstoßen werde. Denn alle jene Dinge haben sie getan, und deshalb habe ich sie verabscheut. Euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr Land in Besitz nehmen; denn ich will es euch zum Erbe geben, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch von den Völkern abgesondert habe. So sollt nun auch ihr das reine Vieh vom unreinen unterscheiden und die unreinen Vögel von den reinen, und ihr sollt euch selbst nicht verabscheuungswürdig machen durch Vieh, Vögel und alles, was sich auf dem Erdboden regt, was ich euch als unrein abgesondert habe; <strong>sondern ihr sollt mir heilig sein, denn ich, der HERR, bin heilig, der ich euch von den Völkern abgesondert habe, damit ihr mir angehört!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+20%2C23-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 20,23-26</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und der Same Israels <strong>sonderte sich von allen Kindern der Fremden ab</strong>, und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die Missetaten ihrer Väter. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+9%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 9,2</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und es geschah, als sie nun das Gesetz hörten, <strong>da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+13%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 13,3</a>)</em></p>
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<h4>Geht hinaus aus Babel! (2Kor 6,17)</h4>
<p>Die Aussage in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,17</a> ist besonders angelehnt an zwei Aufrufe aus den Propheten, die das Volk Gottes auffordern, sich von <em>Babel</em> abzusondern und hinauszugehen aus <em>Babel</em> – einem alttestamentlichen Vorbild auf die Hure Babylon, die endzeitliche Welteinheitsreligion des Antichristen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+17+und+18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 17 und 18</a>):</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will den Bel von Babel heimsuchen und ihm wieder aus dem Rachen reißen, was er verschlungen hat; und die Heiden sollen ihm nicht mehr zuströmen; auch die Mauer Babels ist gefallen. <strong>Geht hinaus aus seiner Mitte, mein Volk</strong>, und jeder rette seine Seele vor dem grimmigen Zorn des HERRN! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+51%2C44-45&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 51,44-45</a>)</em></p>
<p>Im Propheten Jesaja finden wir ebenfalls einen Anklang an unser Bibelwort aus dem 2. Korintherbrief; diese Botschaft ist an den jüdischen Überrest der letzten Tage gerichtet, bevor der HERR zum Gericht kommt und Sein Reich aufrichtet:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Weicht! weicht! <strong>Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+52%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 52,11</a>)</em></p>
<p>Dementsprechend finden wir die Aufforderung an das Volk Gottes, sich von Babylon abzusondern, im Buch der Offenbarung wieder:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: <strong>Geht hinaus aus ihr, mein Volk</strong>, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+18%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 18,4</a>)</em></p>
<p>Also können wir die Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 6</a> folgendermaßen zusammenfassen: Weil die Gemeinde ein heiliger Tempel des Herrn ist, ein Gott geweihtes Priestertum, deshalb muß sie sich absondern von allem Bösen, von allem Heidnischen, von Götzendienst und Unglaube.</p>
<p>Wenn der heilige Gott durch Seinen Geist in unserer Mitte wohnen soll, dann dürfen wir nichts Böses, keine Finsternis und Befleckung bei uns dulden. Wir sollen uns aktiv und bewußt davon absondern und uns zugleich von aller Verunreinigung fernhalten; wir dürfen in unserem Priesterdienst nichts Unreines handhaben und gebrauchen, nichts, das nicht für den Herrn geheiligt ist (z.B. katholisch-heidnische Mystik, magische Praktiken, charismatischen Lobpreis o.ä.).</p>
<p>Insbesondere soll sich die wahre Gemeinde von <em>Babel</em> fernhalten bzw. von dort hinausgehen, d. h. von der <em>Hure Babylon</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Off+17+u.+18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Off 17 u. 18</a>), die im Buch der Offenbarung ein Sinnbild für die kommende Welteinheitsreligion unter Führung der römisch-katholischen Kirche ist. Wenn wir uns mit dem gefälschten, heidnischen Baalspriestertum einsmachen würden, das die römische Kirche und die ökumenische Bewegung aufgerichtet haben, dann würden wir unseren heiligen Auftrag verleugnen und unter das Gericht Gottes fallen.</p>
<p>Dann, wenn wir dem Ruf Gottes gefolgt sind und uns von der babylonischen Falschreligion gereinigt haben, wird der Herr uns aufnehmen und als Sein Eigentumsvolk annehmen, wie wir es schon im Alten Testament vorgebildet finden (vgl. die oben angeführten Verheißungen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+26%2C11-1%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 26,11-1; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+31%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 31,33</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+37%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 37,27</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+24%2C7%3B+30%2C22%3B+32%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 24,7; 30,22; 32,3</a>8 u.a.).</p>
<p>Dabei wird jedoch noch einmal besonders hervorgehoben, daß unter diesen Voraussetzungen die persönliche Beziehung Gottes zu uns als Seinen Söhnen und Töchtern verwirklicht werden kann. Es ist interessant, daß dies hier mit der Absonderung aus Babylon als einer Vorbedingung verbunden wird. Die Erwähnung der Erlösten als „Söhne und Töchter“ Gottes, des Vaters findet sich im AT nur an einer Stelle in bezug auf das künftige, wiedergeborene Israel:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will zum Norden sagen: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+43%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 43,6-7</a>)</em></p>
<p>Als Kinder Gottes sind wir unserer Stellung nach alle Söhne und Töchter Gottes, wobei gläubige Männer und Frauen neutestamentlich aufgrund unserer Beziehung zu dem eingeborenen Sohn Gottes gleichermaßen <em>Söhne Gottes in Christus</em> genannt werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C26.28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,26.28</a>).</p>
<p>Weil wir Gott so nahe gebracht sind und Er unser Vater geworden ist, sind wir innerlich zu einem heiligen, für Gott abgesonderten Leben berufen und verpflichtet. Ja, hier gilt das Sprichwort: „Noblesse oblige“ &#8211; „Adel verpflichtet“; wir können nicht Kinder Gottes sein und zugleich im heidnischen Sündenschmutz und der Finsternis des Götzendienstes umherschweifen. Wer Gott im Heiligtum priesterlich dienen will, der muß auch selbst heilig sein in seinem ganzen Wandel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-19</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Absonderung vom Bösen bedeutet auch Reinigung von aller persönlichen Befleckung</h4>
<p>Deshalb folgt nach diesen Versen ganz folgerichtig <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,1</a>; dieser Vers gehört direkt zu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-18</a> dazu, wie auch das „Weil wir nun“ anzeigt, das sich auf die vorhergehenden Verse bezieht. <em>„Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“</em>. Die Aufforderung, sich zu reinigen, war im Zusammenhang mit dem Priesterdienst und dem Heiligtum Gottes etwas ganz Vertrautes und Selbstverständliches für die Gläubigen, die in der Regel das Alte Testament gut kannten.</p>
<p>Ein alttestamentlicher Priester durfte niemals Dienst tun, wenn er sich verunreinigt hatte, z.B. an einer Leiche. Er mußte sich zuerst durch ein umständliches Ritual sorgfältig von der Befleckung reinigen, bevor er ins Heiligtum eintrat, sonst wäre der Zorn Gottes über ihn gekommen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+22%2C3%3B+4Mo+19%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 22,3; 4Mo 19,13</a>). Ohnehin mußte er sich in dem bronzenen Waschbecken täglich reinigen, bevor er den Dienst antrat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+30%2C17-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 30,17-21</a>).</p>
<p>Auch die Israeliten mußten sich von ihren Befleckungen absondern, weil das Heiligtum Gottes in ihrer Mitte war, was besonders am Beispiel des Aussatzes deutlich wird:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So sollt ihr die Kinder Israels von ihrer Unreinheit absondern, damit sie nicht wegen ihrer Unreinheit sterben, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die in ihrer Mitte ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+15%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 15,31</a>)</em></p>
<p>Ganz dem entsprechend fordert uns nun <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,1</a> dazu auf, uns als Priester, die in dem Tempel Gottes Dienst tun, von Bösem zu reinigen. Ganz Ähnliches finden wir auch im AT: <em>„Wascht, reinigt euch! Tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg; hört auf, Böses zu tun!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+1%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 1,16</a>). Wir haben schon die Aufforderung an die Diener des Heiligtums gelesen: <em>„Reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+52%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 52,11</a>).</p>
<p>Was sind das für Befleckungen, von denen wir uns als Priester in Gottes Heiligtum reinigen müssen? Unser Wort nennt uns <em>Befleckungen des Fleisches</em>; dazu zählen sicherlich alle diejenigen Sünden, die wir mithilfe unseres Leibes begehen, insbesondere Unzuchtssünden und darunter ganz gewiß auch Dinge wie die Selbstbefriedigung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C13-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,13-20</a>).</p>
<p>Zu den <em>Befleckungen des Geistes</em> zählen die Sünden in Gedanken, innerliche Verunreinigungen – z. B. durch Neid, Habgier, Anklagegedanken, unreine Phantasien. Ganz sicher zählen dazu auch Befleckungen durch das Sehen und Anhören unreiner Dinge, z.B. schmutziger Bilder, weltlicher Filme oder Youtube-Videos, durch Fernsehen, falschen Internetgebrauch oder das Lesen weltlicher Literatur, durch Pop- und Rockmusik und charismatischen „Lobpreis“ und manche andere Dinge. So etwas beschmutzt den erneuerten Geist des Wiedergeborenen und hemmt das Wirken des Heiligen Geistes in und durch unseren Geist.</p>
<p>In bezug auf solche Befleckungen sollten wir die Aufforderung des Jakobusbriefes beherzigen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! <strong>Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! </strong>Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit! Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7-10</a>)</em></p>
<p>Wenn wir uns unseres priesterlichen Auftrages vor Gott recht bewußt sind, dann sollten wir aus innerem Antrieb, von ganzem Herzen nach persönlicher Heiligung streben, um unserem wunderbaren Retter-Gott zu gefallen. Dies sollten wir umso mehr tun, als Gott uns verheißen hat, daß wir Seine Söhne und Töchter sein dürfen, also in einem wunderbar nahen, vertrauten Verhältnis zu diesem heiligen, herrlichen Gott stehen dürfen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Als gehorsame Kinder paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, <strong>sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«</strong> Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet. Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-19</a>)</em></p>
<p>Zu der äußeren Absonderung von allem Bösen und Befleckenden muß notwendigerweise die innere Absonderung, d.h. Heiligung und Reinigung des Herzens und der Gesinnung kommen, da unser Gott mit einer bloß äußerlichen Heiligung niemals zufrieden sein kann; Ihm geht es um unser Innerstes, um unser Herz (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+16%2C7%3B+Ps+51%2C8%3B+Spr+23%2C26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 16,7; Ps 51,8; Spr 23,26</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Das Haus Gottes und seine Bauarbeiter (1. Korinther 3)</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen weiteren wichtigen Text, der von der Gemeinde als dem heiligen Tempel Gottes spricht, finden wir im 1. Korintherbrief. Dort unterweist der Apostel die noch von heidnischer Zuchtlosigkeit verformten jungen Gläubigen in der sündigen Großstadt, daß dem Haus Gottes Heiligkeit und treuer, hingegebener geistlicher Dienst nottut, wenn wir Gerichte und Züchtigungen Gottes vermeiden wollen. Das gilt besonders für die berufenen Diener Gottes, aber letztlich auch für alle Gemeindeglieder, denn nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a> ist jedes Glied am Leib des Christus auch ein Mitarbeiter am Bau Gottes.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>9</em></strong><em>  Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.  <strong>10</strong>  Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut.  <strong>11</strong>  Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.  </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>12</em></strong><em>  Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut,  <strong>13</strong>  so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben.  <strong>14 </strong> Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen;  <strong>15</strong>  wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>16</em></strong><em>  Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und daß der Geist Gottes in euch wohnt?  <strong>17</strong>  Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C9-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,9-17</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Bauarbeit am Tempelheiligtum – eine verantwortungsvolle Aufgabe</h4>
<p>Der Apostel Paulus muß die ausgesprochen fleischlichen Gläubigen aus Korinth im 3. Kapitel seines Briefes ernst ermahnen, weil sie sich in unterschiedliche Parteien aufgespalten hatten, die miteinander stritten. Die einen hängten sich an Apollos, die anderen an Paulus, und so drohte die kostbare geistliche Aufbauarbeit, die diese Diener Gottes miteinander geleistet hatten, beeinträchtigt oder gar zerstört zu werden. Der Apostel betont deshalb zuerst, daß alle die berufenen Diener Gottes untereinander eins im Herrn sind und daß nicht Menschen über deren jeweilige Verdienste entscheiden, sondern Gott selbst am Tag der Rechenschaftslegung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,1-8</a>).</p>
<p>Der Apostel Paulus vergleicht nun die Gemeindearbeit in Korinth mit der Errichtung eines Bauwerkes. Verschiedene Bauarbeiter haben daran Anteil, aber der Apostel selbst hat mit seiner Evangeliumsverkündigung und Lehre einen alles entscheidenden Grund gelegt, das einzige Fundament, auf dem dieser Bau aufgebaut werden kann, nämlich Jesus Christus.</p>
<p>Der Apostel Paulus hat Christus als den einzigen Retter verkündigt, und er hat Christus als Haupt und Herrn der Gemeinde offenbar gemacht und die Korinther die Lehre des Christus gelehrt; auf diese Weise legte er das felsenfeste Fundament für den Gemeindebau, und auch heute noch kann dies nicht anders geschehen (V. 9-11).</p>
<p>Der Bau, um den es geht, ist nun aber <em>Gottes Bau</em> und nicht ein Menschenbau. Es ist ganz entscheidend, daß im Gemeindebau alle Mitarbeiter gemäß der göttlichen Richtschnur der Apostellehre arbeiten und nicht auf der Grundlage von Menschenweisheit, was eine Gefahr bei den Korinthern war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,17</a> – 2,16). Dieses Bauwerk ist nicht irgendein menschlicher Verein, sondern es handelt sich um das Tempelheiligtum Gottes (V. 16), und deshalb wacht Gott sorgfältig über den Bauleuten, die daran arbeiten. Jeder, der hier mitarbeitet, muß achtgeben und sich prüfen, auf welche Weise er baut (V. 10).</p>
<p>Die geistlich gesinnten Diener Gottes verkündigen die von Gott gegebene gesunde Lehre von Christus und Seiner Gemeinde; sie arbeiten nach der Richtschnur der Apostellehre und wenden geistliche Methoden an, um die Gemeinde Gottes zu fördern und zu stärken. Das vergleicht der Apostel hier mit dem Bauen von Gold, Silber und kostbaren Steinen – einem Baumaterial, das für einen Tempel angemessen ist.</p>
<p>Aber es gab unter den Korinthern auch fleischlich gesinnte Bauleute. Sie bauten wohl auf dem richtigen Grund, nämlich Christus und Seinem Evangelium, doch sie verkündeten Menschenweisheit und verkehrte Lehren; sie arbeiteten mit fleischlichen, ungeistlichen Methoden. Das vergleicht der Apostel mit dem Einsatz von Holz, Heu und Stroh – für diesen erhabenen Zweck minderwertigen Baumaterialien, die eher für primitive Hütten oder einfache Häuser in Frage kommen, aber für einen Tempel ungeeignet sind.</p>
<p>Nun warnt der Apostel die Korinther und uns alle, daß es einen ganz bestimmten Tag geben wird – nämlich den Tag des Christus, an dem der Herr der Gemeinde den Dienst eines jeden Gotteskindes prüfen, bewerten und belohnen wird. An diesem Tag wird jedes Werk durch das prüfende Feuer der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes gehen, und nur das, was mit edlem Material gebaut wurde, bleibt unversehrt – alles andere besteht die Feuerprobe nicht und verbrennt.</p>
<p>Der Arbeiter, der mit edlem Material gebaut hat, wird Lohn erhalten für seinen treuen Dienst. Diejenigen Kinder Gottes aber, die auf dem echten Fundament mit falschem Material gebaut haben, werden zwar errettet, aber ihr Werk verbrennt und sie empfangen keinen Lohn dafür. So erleiden sie Schaden und haben im Reich des Messias geringere Ehre; sie bringen nichts aus dem brennenden Haus heraus als nur ihr bloßes Leben – so beschreibt es Gottes Wort bildhaft.</p>
<p>Das Ganze ist ein ernster Ansporn, nicht fleischlich und menschlich-selbstbewußt an den heiligen Dienst heranzugehen, den wir tun, wenn wir mitwirken an der Auferbauung der Gemeinde Gottes. Weil die Gemeinde Gottes Heiligtum ist, wacht der heilige Gott über allen Tätigkeiten in diesem geistlichen Tempelhaus und erwartet, daß wir gemäß Seinem Wort bauen, in der Kraft Seines Geistes und nicht im Fleisch. Er wird solche bösen Dinge wie das Schüren von Spaltungen oder Intrigen gegen Diener Gottes, die Verkündigung menschlicher, falscher Lehren, die Einführung von weltlichen oder heidnischen Gebräuchen niemals gutheißen, sondern die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.</p>
<p>Das gilt umso mehr, wenn es um Menschen geht, die den Tempel Gottes verderben. Das wird deutlich unterschieden von dem falschen Bauen auf dem echten Fundament. Hier geht es um Irrlehrer und Verführer, die böse Lehren und zersetzende Einflüsse in die Gemeinde bringen und sie im Endeffekt als Tempel Gottes entweihen und niederreißen. Solche Dinge, wie sie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 11</a> dann ausführlicher geschildert werden, rufen das Zorngericht Gottes hervor und führen zum ewigen Verderben der Gottlosen, die solche Dinge tun. Hier klingt schon an, was der Geist Gottes später im 2. Petrusbrief und im Judasbrief über den Charakter und das Schicksal falscher Lehrer und gottloser Verführer lehrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid?</h4>
<p>In diesem Zusammenhang spricht der Herr durch den Apostel eine ernste, bedeutungsvolle Frage aus: <em>„Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und daß der Geist Gottes in euch wohnt?“</em> (V. 16). Die fleischlichen Korinther waren sich bei all ihren Händeleien ihrer Berufung und Stellung vor Gott nicht bewußt.</p>
<p>Die Frage setzt voraus, daß der Apostel sie diese Wahrheit sehr wohl gelehrt hatte und daß sie es eigentlich hätten wissen müssen. Wieviele Christen von heute leben gedankenlos, selbstsüchtig und unheilig in „<em>ihren</em> Gemeinden“ und sind sich nicht der Tatsache bewußt, daß sie den heiligen Tempel Gottes auf Erden bilden und sich dementsprechend verhalten sollten! Das war damals offenkundig auch schon ein Problem.</p>
<p>Genauer müßte man eigentlich übersetzen: „Seid ihr euch nicht dessen bewußt, daß ihr das Tempelheiligtum Gottes seid?“ Das Griechische kennt zwei Wörter für „Tempel“. Das eine, <em>hieron</em>, wird für den ganzen Tempelbau mit allen Vorhöfen und Nebengebäuden benutzt, in denen auch das einfache Volk sich aufhalten konnte. Hier wird jedoch das andere gebraucht, <em>naos</em>, das eigentlich das Heilige und Allerheiligste im Tempel bezeichnet, also den streng abgesonderten Bereich, in dem Gott selbst wohnte und den nur die Priester nach entsprechender Vorbereitung betreten durften.</p>
<p>In der Stiftshütte und im jüdischen Tempel umfaßte diese heilige Wohnung Gottes das „Heilige“, den abgeschlossenen Vorraum, in dem sich der Leuchter, der Schaubrottisch und der Räucheraltar befanden, sowie das eigentliche Allerheiligste mit der Bundeslade und den Cherubim, in das nur der Hohepriester einmal im Jahr eintreten durfte.</p>
<p>Die Gemeinde ist also ein heiliger, Gott geweihter, nach außen abgeschlossener Bereich, in dem Gott geistliche Opfer dargebracht werden und zu dem nur die Priester Zugang haben – also wahre, von neuem geborene Kinder Gottes. In diesem Bereich ist der heilige Gott gegenwärtig, hier wohnt Er. Deshalb fragt der Apostel auch noch: „Wißt ihr nicht, daß der Geist Gottes in euch und unter euch wohnt?“ Gott, der Vater, und der Sohn Gottes wohnen durch den Geist Gottes in den einzelnen Gläubigen und in der Mitte der versammelten Gemeinde.</p>
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<h4>Der Heilige Geist und Sein Wirken im Heiligtum der Gemeinde</h4>
<p>Der Geist Gottes ist empfindsam und rein; Er wacht darüber, daß alles in der Gemeinde zur Ehre Gottes geschieht. Das ganze Leben der Gemeinde als Tempel Gottes ist davon abhängig, daß wir dem Geist Gottes Raum geben und Seinen Führungen folgen. Er ist es, der das Tempelheiligtum prägen und alle Aktivitäten darin leiten und bewirken sollte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? <strong>Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; um so reicher aber ist die Gnade, die er gibt.</strong> Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,4-6</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. <strong>Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!</strong> Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott. Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,29</a> – 5,4)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! <strong>Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. </strong>Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C8-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,8-13</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Betet ohne Unterlaß! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. <strong>Den Geist dämpft nicht! </strong>Die Weissagung verachtet nicht! Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C17-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,17-22</a>)</em></p>
<p>Nur durch den Geist Gottes können wir Gott in Seinem Heiligtum priesterlich dienen, Ihn loben und anbeten. So müssen wir darauf achten, Seinen Geist nicht zu betrüben oder zu dämpfen durch Sünde und weltlich-fleischliches Auftreten. Wir sollten uns von Ihm erfüllen lassen und Seiner Leitung gehorsam und glaubensvoll folgen. Wenn wir dies tun, wird Er Seine kostbare Frucht in uns hervorbringen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,22</a>) und uns zur Heiligung unseres Denkens und Lebens leiten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. <strong>Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört?</strong> Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,18-20</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung. Deshalb &#8211; wer dies verwirft, der verwirft nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in uns gegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,7-8</a>)</em></p>
<p>Deshalb sollten wir alles in dem heiligen Tempel der Gemeinde in Ehrfurcht vor Gott und in der Zucht des Heiligen Geistes geschehen lassen. Hier darf nicht der sündige Mensch mit seinen Fleischesäußerungen groß herauskommen, sondern der gegenwärtige Herr sollte alles bestimmen und prägen, alles erfüllen und segnen mit der Gegenwart und der Wirkung Seines Geistes. Wir werden an den 1. Timotheusbrief erinnert, in dem der Geist Gottes Anweisungen gibt, <em>„damit du … weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,15</a>).</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Grammatisch gesprochen: Dieser Genitiv ist als ein <em>genitivus auctoris</em> und nicht als ein <em>genitivus epexegeticus </em>aufzufassen; vgl. Haubeck/von Siebenthal:<em> Neuer Sprachlicher Schlüssel zum griechischen NT</em> (Gießen: Brunnen 1994) zu der Stelle.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Eine geistliche Ermutigung für alle, die dem Herrn als Bauarbeiter am Haus Gottes dienen wollen, findet sich in dem Buch des Verfassers: <em>Baut mit am Haus Gottes! Was der Prophet Haggai uns heute zu sagen hat</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2014).</p>
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<p>Dieser Text ist ein bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser, <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2016/08/der-priesterliche-auftrag-der-gemeinde-und-seine-endzeitliche-gefaehrdung-buchinfo"><strong>Der priesterliche Auftrag der Gemeinde und seine endzeitliche Gefährdung </strong></a>(Steffisburg: Edition Nehemia 2016).</p>
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<p>Veröffentlicht auf <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong> im August 2025  © Rudolf Ebertshäuser</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/08/die-gemeinde-jesu-christi-als-das-tempelheiligtum-gottes/">Die Gemeinde Jesu Christi als das Tempelheiligtum Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil II</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-ii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 15:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Gott gehorchen]]></category>
		<category><![CDATA[Obrigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Römer 13]]></category>
		<category><![CDATA[Unterordnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen   III. Die Gemeinde Gottes und ihr Verhältnis zur weltlichen Obrigkeit &#160; Wir haben gesehen, daß die Gemeinde Gottes eigentlich eine himmlische Stellung und Berufung hat, und demgemäß auch ein himmlisches Bürgerrecht. Geistlich gesehen hat uns diese Welt nichts zu sagen, hat auch nicht über uns [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-ii/">Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil II</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000000;">Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen</span></h2>
<h2> </h2>
<h2><span style="color: #800000;">III. Die Gemeinde Gottes und ihr Verhältnis zur weltlichen Obrigkeit</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben gesehen, daß die Gemeinde Gottes eigentlich eine himmlische Stellung und Berufung hat, und demgemäß auch ein himmlisches Bürgerrecht. Geistlich gesehen hat uns diese Welt nichts zu sagen, hat auch nicht über uns zu bestimmen, weil wir Söhne des allmächtigen Gottes sind, der über Himmel und Erde regiert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C14-17%3B+2Tim+2%2C11-12%3B+Mt+17%2C25-26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,14-17; 2Tim 2,11-12; Mt 17,25-26</a>).</p>
<p>Und doch sind wir berufen, in dieser Welt zu leben und uns unter die ungerechten und verkehrten Verhältnisse zu stellen, die in dieser Welt herrschen. Wir sind berufen, einmal unter Christus als Könige (oder eher Prinzregenten) die Welt zu regieren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C2%3B+Offb+5%2C10%3B+2%2C26-27%3B+3%2C21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,2; Offb 5,10; 2,26-27; 3,21</a>), aber in der jetzigen Weltzeit ist es Gottes Wille, daß wir uns als priesterliches Eigentumsvolk und als Zeugen des Evangeliums bewußt einordnen und unterordnen unter die herrschenden Verhältnisse in dieser Welt, ohne uns von ihr versklaven oder an unserem Auftrag hindern zu lassen.</p>
<p>Das Verhältnis der Gemeinde Gottes zu den Obrigkeiten dieser Weltzeit hat zwei Seiten. Die eine wird in der Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> ausgeführt, die letztlich besagt: „Ordnet euch der weltlichen Obrigkeit unter!“, und die andere in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a>, wo uns der Grundsatz geoffenbart wird: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“. Beide Aussagen spielen eine wichtige Rolle, damit wir unseren Weg durch die sich zuspitzenden endzeitlichen Entwicklungen und konkret auch in der „Corona-Krise“ richtig finden können.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">1. Die Lehre von Römer 13: Ordnet euch der Obrigkeit unter</span></h3>
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<p>Alle bewußten Bibelleser wissen, daß der Anfang von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> zentrale Aussagen über das Verhältnis des Christen zur Obrigkeit enthält. „Jedermann sei untertan der Obrigkeit“, wie Luther übersetzt, ist als Stichwort den allermeisten bekannt. Und doch ist es wichtig, daß wir diesen Lehrabschnitt sehr sorgfältig lesen und den geistlichen Zusammenhang mit der Gesamtlehre der Schrift beachten, damit wir nicht zu falschen Schlußfolgerungen kommen.</p>
<p>In der Vergangenheit hat eine falsche, überzogene Auslegung dieser Bibelstelle manche gläubigen Christen dazu verleitet, sich bedingungslos und geistlich blind einer gottlosen und bösen Obrigkeit zu unterwerfen, die sich anmaßte, den Gottesdienst und das Glaubensgut der heiligen Gemeinde zu reglementieren und nach ihren Vorstellungen umzumodeln. Das geschah unter der Hitler-Diktatur ebenso wie unter den kommunistischen Regimes von Lenin, Stalin und Mao Tsetung, und daraus müssen bibeltreue Christen die Lektion ziehen, daß wir ein ausgewogenes Verständnis dieser Schriftstelle gewinnen müssen, um uns nicht durch falsche Unterwerfung unter die Herrschenden an Gott zu versündigen.</p>
<p>Auf der anderen Seite hat eine unnüchterne und aufrührerische Mißachtung der Lehren von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> in der Geschichte der Christenheit auch mehrfach zu schlimmen Entgleisungen geführt, indem Christen sich verführen ließen, bewaffnete Aufstände gegen die Obrigkeit anzuzetteln oder sich an gewaltsamen politischen Protesten oder gar Bürgerkriegen weltlicher Gruppierungen zu beteiligen, um eine unliebsame Obrigkeit loszuwerden. Die Hugenottenkriege, die blutig niedergeschlagenen Camisardenaufstände oder auch die schlimmen Exzesse der Sektierer von Münster, die gewaltsam eine Art „Gottesreich auf Erden“ errichten wollten (1534-35), geben Zeugnis davon, wie gefährlich es sein kann, wenn wir die Aussagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> mißachten.</p>
<p>Was wir also brauchen, ist eine ausgewogene Lehre über die Beziehungen der einzelnen Gläubigen wie auch der Gemeinde Gottes zur irdischen Obrigkeit, und das wollen wir im folgenden versuchen darzustellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Aussagen von Römer 13 unter der Lupe</h4>
<p>Wir wollen zunächst den Lehrabschnitt des Neuen Testaments näher betrachten, der Grundlegendes über unser Verhältnis als gläubige Christen zur Obrigkeit aussagt, und das ist der bekannte erste Abschnitt des 13. Kapitels im Brief an die Römer.</p>
<p><strong>Jedermann (w. Jede Seele) ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. </strong></p>
<p><strong>Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. </strong></p>
<p><strong>Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind. So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,1-7</a>)</strong></p>
<p>Zum besseren Verständnis wollen wir diesen Abschnitt noch in einer wörtlicheren Übersetzung mit Hinweis auf einzelne Grundtextwörter wiedergeben:</p>
<p>1  Jede Seele möge sich unterordnen (<em>hypo-tassò</em> Imperativ Passiv = sich unterordnen) den Obrigkeiten (<em>exousiais</em> = Autoritäten, staatliche Mächte, Amtsgewalten, Herrscher, Obrigkeiten), die über ihm sind (<em>hyper-echò</em> = emporragen, überragen), denn es gibt keine Obrigkeit als nur von Gott; die Obrigkeiten aber, die bestehen, sind von Gott eingesetzt (<em>tassò</em> Partizip Perfekt Passiv = angeordnet, eingesetzt, beordert, bestimmt).</p>
<p>2  Wer sich daher der Obrigkeit entgegenstellt (<em>anti-tassò</em> Medium = sich widersetzen, sich auflehnen, sich entgegenstellen), der widersetzt sich (<em>ant-histamai</em> = sich entgegenstellen, widersetzen) der Anordnung (<em>dia-tagè</em> = Befehl, Anordnung, Verordnung) Gottes; diejenigen, die sich aber widersetzen, werden sich selbst ein Gericht (<em>krima</em> = Anklage, Verurteilung, Strafe, Gericht) zuziehen.</p>
<p>3  Denn die Regierenden (<em>archontes</em> = Herrscher, Regierender, Gebieter, Beamter, Statthalter) sind nicht zu fürchten (<em>phobos</em> = Schrecken, Furcht) wegen guter Werke, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute (<em>to agathon</em> = das Gute, Edle, Rechtschaffene), und du wirst Lob von ihr empfangen!</p>
<p>4  Denn sie ist Gottes Diener (<em>diakonos</em> = Diener, Gehilfe), dir zum Besten. Wenn du aber Böses tust, dann fürchte dich, dann sie trägt das Schwert nicht vergeblich. Sie ist ja Gottes Diener, ein Rächer zum Zorngericht (<em>orgè</em> = Zorn, Zorngericht) für den, der das Böse tut.</p>
<p>5  Deshalb besteht die Notwendigkeit (<em>anangkè</em> = Zwang, Notwendigkeit), sich unterzuordnen (<em>hypo-tassò</em> = sich unterordnen), nicht nur wegen des Zorngerichts, sondern auch wegen des Gewissens (<em>syn-eidèsis</em> = Mitwissen, Bewußtsein, Gewissen).</p>
<p>6  Deshalb bezahlt ihr ja auch Abgaben (<em>phoros</em> = „das Dargebrachte“, Steuer, Zoll, Abgabe), denn sie sind Gottes Bedienstete (<em>leitourgos</em> = Staatsdiener, öffentlicher Diener, Bediensteter), die eben zu diesem Zweck unablässig tätig sind (<em>pros-kartereò</em> Partizip = bei etwas beharren, andauernd auf etwas bedacht sein, unablässig tätig sein).</p>
<p>7  Gebt deshalb allen die Dinge, die ihr schuldig seid (<em>opheilè</em> Plural = das Schuldige, die Verpflichtung): Steuer (<em>phoros</em>), dem die Steuer, Zoll (<em>telos</em>), dem der Zoll, Furcht (<em>phobos</em> = Furcht, auch Ehrfurcht, Respekt), dem die Furcht, Ehre (<em>timè</em> = Ehre, Wertschätzung), dem die Ehre gebührt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Zusammenhang der Aussagen von Römer 13</h4>
<p>Was lehrt uns der Apostel Paulus in diesem Abschnitt? Zunächst wollen wir festhalten: Diese Ermahnungen sind an die <em>einzelnen Gläubigen</em> gerichtet, nicht ausdrücklich an örtliche Gemeinden. Diesen Unterschied sollten wir beachten, wir kommen später darauf zurück. Hier geht es um die Pflicht der Gläubigen als Staatsbürger eines weltlichen Reiches.</p>
<p>Vom Zusammenhang mit <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12</a> her geht es darum, daß auch dann, wenn die Staatsgewalt, wie das damals häufig der Fall war, die Gläubigen verfolgte und ihnen Böses antat, sie nicht zu Aufständen oder gewaltsamem Widerstand gegen die Regierenden greifen durften. Das ergibt sich aus den unmittelbar davorstehenden Versen:</p>
<p><strong>Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist. Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden. <em>Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes];</em> denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«. »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.« Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C17-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,17-21</a>)</strong></p>
<p>Also auch im Falle gewaltsamer Übergriffe durch Bevölkerungsgruppen oder Staatsvertreter haben die Kinder Gottes nicht das Recht, sich gewaltsam zu wehren oder gegen die Obrigkeit aufzubegehren. Sie sollen sich den über ihnen gesetzten Autoritäten unterordnen, insoweit und weil sie eine von Gott selbst bestimmte <em>Ordnungsfunktion in der menschlichen Gemeinschaft </em>ausüben. Sie dürfen nicht zum Schwert greifen, um ihre Sache zu verteidigen oder zu fördern: <strong>„Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]“<em>,</em></strong> denn es gilt: <strong>„alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+26%2C52&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 26,52</a>).</p>
<p>Der Apostel Paulus stellt ohne genauere Begründung fest, daß alle Obrigkeit (jede Autorität / staatliche Macht) von Gott angeordnet und eingesetzt ist, und zwar, um diejenigen zu richten, die Böses tun, und die zu schützen, die Gutes tun. Unter „Obrigkeit“ sind ganz offenkundig in erster Linie die Vertreter der Exekutive, der ausübenden Staatsgewalt, zu verstehen. Es ist sicher nicht biblisch ausgewogen, wenn manche Ausleger hier meinen, heute sei damit das Grundgesetz oder gar das Volk als theoretischer „Souverän“ einer Demokratie gemeint. Nein, es geht um die, welche die tatsächliche Macht ausüben, um die Regierenden also.</p>
<p>Das geht auch aus der parallelen Aufforderung im 1. Petrusbrief hervor: <strong>„Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,13-14</a>). Dort werden also die Amtsautoritäten genannt, diejenigen, die Anordnungen treffen und die Regierungsgeschäfte führen – das wären in unseren heutigen Verhältnissen die Vertreter der Exekutive vom Bundeskanzler bis zum Bürgermeister.</p>
<p>Es ist aber auch deutlich, daß es in diesem Abschnitt nicht um eine absolute, bedingungslose „Unterwerfung“ unter <em>alle</em> Anordnungen der Obrigkeit geht. Mehrfach in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> und dann auch später in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a> wird die „ordnungspolitische“ Aufgabe der Obrigkeit hervorgehoben, das Gute zu fördern und das Böse zu bestrafen. Das ist ihre von Gott gegebene Pflicht, und hierin sollten die Gläubigen, obwohl sie gar nicht zu diesem Weltsystem gehören, die Obrigkeit unterstützen und ihren Anweisungen gehorchen, weil dies Gottes Auftrag an sie ist.</p>
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<h4>Die ergänzenden Aussagen von 1. Petrus 3 und Titus 3</h4>
<p>Wir wollen den wichtigen Abschnitt aus dem 1. Petrusbrief zu unserem Thema noch einmal ausführlich ansehen, damit auch der Zusammenhang erkennbar wird, in dem er geschrieben wurde.</p>
<p><strong>Ihr aber seid ein <em>auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums,</em> damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.</strong></p>
<p><strong>Geliebte, ich ermahne euch <em>als Gäste und Fremdlinge</em>: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. </strong></p>
<p><strong><em>Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.</em> Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. <em>Erweist jedermann Achtung, liebt die Bruderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König! </em></strong></p>
<p><strong>Ihr Hausknechte, ordnet euch in aller Furcht euren Herren unter, nicht nur den guten und milden, sondern auch den verkehrten! Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenhaftigkeit gegenüber Gott Kränkungen erträgt, indem er zu Unrecht leidet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C9-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,9-19</a>)</strong></p>
<p>Als drittes Zeugnis zu unserem Thema können wir den Titusbrief anführen, in dem es ebenfalls um die rechte Haltung der einzelnen Gläubigen gegenüber den Regierenden geht:</p>
<p><strong>Erinnere sie, <em>daß sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und gehorsam sind, zu jedem guten Werk bereit;</em> daß sie niemand verlästern, nicht streitsüchtig sind, sondern gütig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Sanftmut erweisen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,1-2</a>)</strong></p>
<p>Auch in diesen beiden Schriftstellen gilt es den Zusammenhang zu beachten. <em>Es geht wiederum um den einzelnen Christen, nicht um die Gemeinde</em>. Der Gläubige ist einerseits Himmelsbürger (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20</a>), Glied des heiligen Eigentumsvolks des HERRN und in geistlicher Hinsicht der Macht dieser Welt enthoben; er steht, geistlich gesehen, unter der direkten Herrschaft Gottes und des Herrn Jesus Christus, der unser Oberhaupt ist. In diesem geistlichen Sinn ist er nicht Teil dieses Weltsystems und auch den Machthabern dieser Welt nicht mehr unterworfen; das ist ja auch der geistliche Zusammenhang des Prinzips <strong>„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“</strong>, das wir später genauer ansehen werden.</p>
<p>Wir sind keine geängsteten, versklavten Untertanen der Welt, sondern in Christus Söhne des lebendigen Gottes, Erben des Reiches Gottes und künftige Prinzregenten. Wir können den Großen der Welt, wenn es Anlaß dazu gibt, mit Würde gegenübertreten als Boten des Allmächtigen, wie wir es auch an einem Daniel und einem Paulus sehen. Gerade deshalb brauchen wir als Christen die Ermahnung, uns dennoch in bestimmten Rahmen der weltlichen Obrigkeit unterzuordnen.</p>
<p>Denn der Gläubige ist jetzt noch nicht vollendet in seiner Sohnesstellung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C14-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,14-23</a>); solange er auf Erden lebt, ist er immer noch als Fremdling (d.h. Bürger eines anderen Landes, der nur als Gast in dieser Welt weilt und dort kein Bürgerrecht hat) Teil der menschlichen Gesellschaft, in die er hineingestellt ist. Er hat nach Gottes Willen Teil an den Rechten und Pflichten, die ihm die politisch-weltliche Gemeinschaft gibt. Er kann und soll in ihr Gutes tun, Positives zum Gemeinschaftsleben beitragen, soweit dies in seiner Kraft und seinen Möglichkeiten steht. Das dient den Mitmenschen zum Zeugnis für das Evangelium. Aber er hat sich abzusondern von allem bösen Treiben dieser Gesellschaft, das widergöttlich ist, also den Geboten Gottes widerspricht.</p>
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<h4>Die Unterordnung unter die Obrigkeit ist bedingt und begrenzt</h4>
<p><em>Die Unterordnung unter die Obrigkeit ist also für das Kind Gottes keine absolute, bedingungslose, sondern eine bedingte, relative.</em> Das sehen wir gut an der parallelen Anweisung für die Hausknechte in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a>. Die Hausdiener sollten sich ihren Herrn unterordnen, soweit deren Befugnisse galten, d.h. in bezug auf ihre Arbeit. Sie durften keinesfalls irgendwelchen unmoralischen Anweisungen und Wünschen dieser Herren folgen, soweit diese den Geboten Gottes widersprachen, und waren auch nicht verpflichtet, z.B. in religiösen Dingen den Anweisungen der Herren sklavisch zu gehorchen.</p>
<p><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> weist also den einzelnen Christen an, daß er den Anordnungen der Obrigkeit gehorcht, die ihren von Gott gegebenen Auftrag betreffen, das Gute zu schützen und das Böse zu strafen. Das heißt konkret auf heute bezogen: Der Gläubige ist nach Gottes Willen verpflichtet, die Gesetze und Verordnungen der Obrigkeit in bezug auf Strafrecht und Gewerberecht, Steuern, Krankenversicherungspflicht, Bauordnung, Straßenverkehrsordnung, Brandschutz usw. einzuhalten, weil die Obrigkeit in diesem Bereich in Gottes Auftrag handelt.</p>
<p>Er soll alle angeordneten Regeln der Gemeinschaft einhalten, soweit sie nicht Gottes Geboten und Gottes Willen widersprechen. Nur wenn das der Fall sein sollte, hat er vor Gott das Recht, bestimmte Anweisungen nicht zu befolgen, muß dann aber still die Konsequenzen (Strafen seitens der Obrigkeit) tragen. Auch die Steuern hat er zu bezahlen, obgleich sie ihm vielleicht zu hoch erscheinen und das Geld mit Sicherheit auch für ungute Zwecke ausgegeben wird. Wenn eine Obrigkeit ihren von Gott gegebenen Ordnungsauftrag schlecht ausführt, ist das kein Grund zur Auflehnung, sondern eine solche unfähige, schwache oder korrupte Regierung müssen die Christen als Gericht Gottes mit tragen, sich mit darunterstellen und für sie beten.</p>
<p>Wenn er sich den legitimen Anweisungen der Obrigkeit nicht unterordnet, dann ist nicht nur der Gehorsam gegen die menschlichen Autoritäten verletzt, sondern auch die Beziehung zu Gott; deshalb sollen wir uns auch <strong>„um des Gewissens willen“</strong> unterordnen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C5b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,5b</a>). Die Kinder Gottes müssen in einem solchen Fall auch eine Züchtigung von Gott fürchten, der eine eigenmächtige Widersetzlichkeit gegen die von Ihm eingesetzte Obrigkeit als Widersetzlichkeit gegen sich selbst ansieht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C2b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,2b</a>).</p>
<p>Im Licht der Lehre dieser Schriftstellen kann es keine Situation geben, in der es für Christen recht wäre, sich aktiv gegen eine böse Obrigkeit aufzulehnen oder sie stürzen zu helfen, indem sich die Christen etwa einer politischen Aufstands- oder gar Bürgerkriegsbewegung anschließen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+24%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 24,21</a>). In diesem Sinne läßt sich auch das Handeln Bonhoeffers gegen Hitler biblisch nicht rechtfertigen. Christen dürfen auch nicht in ihrem persönlichen Leben Gesetzesbruch begehen, um irgendwelche eigensüchtigen Ziele durchzusetzen. In diesem Sinne sind die Gebote in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a> zu verstehen.</p>
<p><strong>Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,4-5</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,15-16</a>)</strong></p>
<p>Wir sollten aber hier schon festhalten, daß diese Lehre von der Unterordnung unter die weltliche Obrigkeit immer wieder auf den Bereich der menschlichen und zwischenmenschlichen Ordnung bezogen ist: <strong>„Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Statthaltern als seinen Gesandten <em>zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun</em>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,13-14</a>); <strong><em>„Gottes Dienerin ist sie, eine </em>Rächerin <em>zum Zorngericht an dem, der das Böse tut</em>“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C4b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,4b</a>).</p>
<p>Nirgends wird gesagt, wir müßten uns der menschlichen Obrigkeit <em>in allem</em> unterordnen, denn alle heidnische Obrigkeit hatte immer auch eine böse, widergöttliche Seite, und deshalb ist den Gläubigen die Unterordnung immer begrenzt und bedingt aufgetragen. Das gilt erst recht für die letzte Zeit, wo die Obrigkeit immer mehr offen gesetzlose, antichristliche Züge annimmt, indem sie zunehmend Böses gesetzlich legitimiert und Gutes bekämpft und bestraft.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Was die Bibel uns über die Obrigkeiten in dieser Weltzeit lehrt</span></h3>
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<p>Wir wollen in aller notwendigen Kürze einige Aspekte der Obrigkeit im Licht der Bibel betrachten. Gottes Wort gibt dazu sowohl im Alten wie im Neuen Testament viele wertvolle Hinweise und Belehrungen.</p>
<p>Wenn man die Aussagen der Bibel über die Staatsgewalt unter den Heidenvölkern zusammenfaßt, dann kann man sagen, daß alle weltliche Obrigkeit in diesem bösen Zeitalter einen <em>Doppelcharakter</em> trägt. Es ist sehr wichtig, daß wir beide Seiten beachten und berücksichtigen, wenn wir unser Verhältnis zu den Autoritäten dieses Weltlaufs bestimmen wollen.</p>
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<h4>1. Gott ist die oberste Autorität über aller menschlichen Obrigkeit</h4>
<p>Der HERR, der ewige Schöpfergott, ist der Allherrscher, der König der Ewigkeiten, und thront hoch über allen Mächtigen der Erde. <strong>„Der HERR thront über der Wasserflut, ja, der HERR thront als König in Ewigkeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+29%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 29,20</a>). <strong>„Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,19</a>). <strong>„Aber der HERR ist in Wahrheit Gott; er ist der lebendige Gott und ein ewiger König. Vor seinem Zorn erbebt die Erde, und die Völker können seinen Grimm nicht ertragen“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+10%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 10,10</a>).</p>
<p>Die strafende Hand Gottes gegen die Machthaber dieser Erde mußte schon der erste Weltherrscher, Nebukadnezar, erfahren, der sich allmächtig wähnt und den der HERR doch „seinen Knecht“ nennt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C31-34%3B+vgl.+Jer+27%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,31-34; vgl. Jer 27,6</a>). Dieselbe Erfahrung mußte auch der Pharao machen, der Mose und das Volk Israel am Auszug aus Ägypten hindern wollte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+9%2C13-16%3B+15%2C1-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 9,13-16; 15,1-16</a>). Das mußte ein Sanherib erkennen, als er gegen Gott höhnte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+37%2C14-38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 37,14-38</a>).</p>
<p>Und so erging es vielen anderen Mächtigen, seien sie aus Israel oder aus den Heidenvölkern: <strong>„Er beschneidet den Mut der Fürsten und ist furchtbar gegen die Könige auf Erden“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+76%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 76,13</a>). <strong>„Die Herrschaft der Könige löst er auf und schlingt eine Fessel um ihre Lenden“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+12%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 12,18</a>). <strong>„Er tut Mächtiges mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens. Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen. Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+1%2C51-53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 1,51-53</a>).</p>
<p>Auf der anderen Seite weiß der Ewige auch die Mächtigen der Erde in Seinem Sinne zu lenken, ohne daß ihnen dies bewußt sein müßte. <strong>„Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+21%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 21,1</a>). Der HERR kann den Völkern auch böse, harte Könige geben als ein Gericht über sie: <strong>„Und ich will die Ägypter in die Hände eines strengen Herrn ausliefern, und ein harter König soll über sie herrschen, spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+19%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 19,4</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>2. Die Obrigkeit als gottgewollte Ordnungsmacht</h4>
<p>In den oben betrachteten Bibelworten aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2</a> wird deutlich, <em>daß die von Gott gewollte Funktion der Obrigkeit darin besteht, eine gerechte menschliche Ordnung aufrechtzuerhalten, die Übeltäter zu bestrafen und die Täter des Guten zu fördern.</em> Das ist die Kernaussage des Schlüsselverses in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a>, der erklärt, weshalb die weltliche Obrigkeit Gottes Diener ist:</p>
<p><strong>Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; <em>Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut</em>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C3b-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,3b-4</a>)</strong></p>
<p>Die Aufgabe der Obrigkeit ist es also, das Gemeinwesen (konkret die Stadt, die Nation oder die Gesellschaft) zu schützen vor der bösen Willkür einzelner Menschen oder von Menschengruppen, die sonst geneigt wären, ihre Macht auszunutzen, um Schwache zu bedrücken und auszunutzen. Die Bosheit und Gesetzlosigkeit des gefallenen sündigen Menschen macht diese Schutzfunktion nötig.</p>
<p>Wenn die Regierenden als „Gottes Diener“ angesprochen werden, dann nicht in einem umfassenden Sinn, als würden sie ausschließlich Gott dienen oder seien in allem von Ihm geleitet. Nein, sie dienen Gott nur indirekt und unbewußt, ohne Ihn zu erkennen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+45%2C5%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 45,5: </a><strong>„Ich habe dich gegürtet, ohne daß du mich kanntest“</strong>). Der allmächtige, allwissende Gott lenkt die Herzen der Mächtigen wie die Wasserbäche, wenn es Seinen Regierungszwecken dient (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+21%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 21,1</a>), und Er gebraucht auch böse, gottlose Herrschende als eine allgemeine Ordnungsmacht.</p>
<p>Durch die Obrigkeit will Gott der Bosheit der Menschen bestimmte Grenzen setzen und ein gewisses Maß an Gerechtigkeit und Schutz für den Einzelnen sicherstellen. Im weiteren Sinn gehört dazu auch der Schutz vor Kriegen von außen, aber auch die gemeinschaftliche Reaktion auf Naturkatastrophen, Seuchen oder wirtschaftliche Notlagen (vgl. die Hungersnot in Ägypten). Im Positiven ist es Aufgabe des Staates, gute Rahmenbedingungen für das Gedeihen des Einzelnen wie des Gemeinwesens herzustellen, etwa durch den Bau von Straßen, Bewässerungssystemen, Schutzdämmen oder Krankenhäusern.</p>
<p>Insoweit die Obrigkeit diese Funktion erfüllt, ist sie Gottes Diener und erfüllt den Auftrag Gottes. Insoweit sie diese Funktion nicht erfüllt, steht sie unter dem Gericht Gottes und wird von Ihm einmal dafür zur Rechenschaft gezogen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+82%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 82,1-8</a>). Es kommt vor, daß Gott als Gericht ziemlich unfähige, korrupte, boshafte Menschen als Herrscher über ein Volk einsetzt &#8211; und doch ist eine auch nur halbwegs funktionierende Ordnungsmacht immer noch besser als schrankenloses Chaos und die Willkür verbrecherischer Banden und Clanfürsten.</p>
<p>Solange und insoweit eine Regierung den göttlichen Auftrag einigermaßen erfüllt, das Böse zu bestrafen und das Gute zu fördern, ist sie Gottes Diener, und das, obwohl die Regierenden persönlich schlimme Sünder und Feinde Gottes sein mögen. Das war gewiß zu der Zeit der Fall, als der Apostel Paulus dem Römerbrief schrieb, denn damals (ca. 56 n. Chr.) herrschte ziemlich sicher bereits der Kaiser Nero in Rom (von 54-68 n. Chr.), der zwar zu Anfang eher gerecht und umsichtig regierte, sich aber später zur blutigen Christenverfolgung hinreißen ließ und sich auch anderer schlimmer Sünden schuldig machte. Auch der 1. Petrusbrief (ca. 64 n. Chr.) wurde zu Neros Regierungszeit verfaßt.</p>
<p>Wie schrecklich es ist, ohne funktionieren Obrigkeit zu leben, kann man vor allem in Afrika oder Lateinamerika immer wieder beobachten: Raubmorde auf offener Straße, Entführungen und Geiselnahmen, allgemeine Unsicherheit, Banden beherrschen ganze Städte, Bestechlichkeit regiert, der Einzelne bekommt keinen Schutz und kein Recht, die Armen und Schwachen werden rücksichtslos bedrückt und ausgebeutet.</p>
<p>Die Obrigkeit ist also trotz ihrer Sündigkeit und Gottfeindlichkeit Gottes Diener, indem sie einer allgemeinen Gesetzlosigkeit und Willkürherrschaft des Bösen Grenzen setzt und so Gottes universale Oberherrschaft über diese Welt unterstützt. Gott hat diese Welt unter der Herrschaft des Satans und der Sünde gelassen, bis Er Sein universales Reich anbrechen läßt, wie es auch aus den Offenbarungen des Propheten Daniel sichtbar wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+2+und+7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 2 und 7</a>). In dieser <strong>„gegenwärtigen bösen Weltzeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,4</a>) benutzt Gott die heidnischen Regierungen, um noch eine gewisse Ordnung zu bewahren. Dort, wo die Obrigkeit das nicht mehr tut, ist es ein zusätzliches Gericht Gottes für ein Volk, und diese Herrschenden ziehen sich selbst Gottes Gericht zu.</p>
<p>Wenn die Regierenden sich teilweise an biblische Gebote und Ordnungen halten und eine gewisse Gottesfurcht an den Tag legen, dann bedeutet das einen realen und spürbaren Segen für die selbst und für das Volk, das sie regieren. Gott gibt ihnen dann Weisheit und Gelingen in vielem, ohne daß der allgemeine gottfeindliche Charakter dieser Welt sich dadurch ändern würde. In diesem Sinn lag einiger Segen z.B. auf den deutschen Regierungen nach 1945, bis unter der Nachwirkung der 68er-Kulturrevolution die Regierenden immer offener biblische Gebote außer Kraft setzten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>3. Alle Obrigkeit hat teil an der Sündhaftigkeit dieser Welt <br />
und steht unter der Macht der Finsternis</h4>
<p>Doch es gibt auch eine andere Seite. Nach der Lehre der Bibel ist die Obrigkeit als führender Faktor dieser Welt ihrem Wesen nach ebenso widergöttlich und sündig, böse und willkürlich wie das Wesen dieses Weltsystems insgesamt. Wenn uns der Apostel Johannes sagt, <strong>„daß die ganze Welt sich im Bösen befindet“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,19</a>), dann schließt dies natürlich die Obrigkeit ein. In aller Regel sind die Mächtigen dieses Weltzeitalters ungläubig und damit unter der Herrschaft der Finsternis (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13</a>). Sie sind unter der Macht des Satans, des Fürsten dieser Welt, wie dieser selbst hervorhebt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+4%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 4,5-6</a>). Auch auf die Herrschenden dieser Welt trifft zu, was die Bibel über alle sündigen Menschen sagt:</p>
<p><strong>— auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, <em>in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; </em>unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3</a>)</strong></p>
<p>Die Obrigkeiten haben Anteil an der Gefallenheit und Sündhaftigkeit dieser Welt. Oftmals unterstützen sie das Unrecht, bedrücken die Armen, verüben Grausamkeiten in Krieg und Frieden, bereichern sich selbst und mißbrauchen die ihnen übergebene Macht vielfältig. Eine wirklich in Gottes Augen gerechte Obrigkeit wird es erst geben, wenn der Messias herrscht. Vor dem tausendjährigen Friedensreich gibt es keine wirklich „christliche“ Obrigkeit und kann es sie auch nicht geben. Es mag vereinzelt gläubige Christen in hohen Stellungen geben, aber sie können im Rahmen dieser Welt nicht wirklich nach biblischen Maßstäben handeln.</p>
<p>Viele Christen, die heute eine fast bedingungslose Unterwerfung unter die Obrigkeit befürworten, haben, so fürchte ich, die traurige Tatsache nicht nüchtern erkannt, daß die deutsche Obrigkeit von heute (und das gilt sinngemäß auch für diejenige der Schweiz und Österreichs) nicht mehr dieselbe ist wie vor 40 Jahren. Damals hatten wir im großen und ganzen eine christenfreundliche Regierung, die in vielem noch Gottes Ordnungen achtete und den Gläubigen allen nötigen Spielraum gewährte.</p>
<p>Heute aber nehmen die Regierungen in rasch zunehmenden Maß antichristlich geprägte Züge an. Das Alarmzeichen sollte für uns die Verabschiedung von Gesetzen sein, die die Gender-Umerziehung und die Homo-Ehe als Recht festschreiben. Je weiter diese antichristlichen Tendenzen fortschreiten (und das werden sie längerfristig unvermeidlich tun), desto größer muß die Distanz und Abgrenzung gläubiger Christen zu ihr sein – ganz vergleichbar der Situation unter dem Nationalsozialismus oder Kommunismus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>4. Alle Obrigkeit soll von uns Christen mit Respekt behandelt werden</h4>
<p>Die Tatsache, daß Gott alle Obrigkeit, auch eine böse und unfähige, eingesetzt und mit einer hoheitlichen Aufgabe in Seinem Auftrag betraut hat, führt auch dazu, daß die Christen den Autoritäten, angefangen vom Lehrer über den Polizisten, den Chef im Betrieb, den Bürgermeister bis hin zum Bundespräsidenten mit Respekt und Ehrerbietung begegnen sollen. Das ist unabhängig von ihrem Charakter und ihrer Lebensführung zu beachten, weil wir ihre von Gott gegebene Amtsautorität achten sollen.</p>
<p>In diesem Sinn ist auch eine unfähige, korrupte und verdorbene Obrigkeit immer noch von Gott eingesetzt und zugelassen. Um diese göttliche Anordnung und Einsetzung zu bezeugen und Gott als obersten Herrscher zu verherrlichen, sind wir Kinder Gottes angewiesen, jede Obrigkeit zu ehren, d.h. uns ihr gegenüber respektvoll und ihrer Autoritätsstellung angemessen zu verhalten. Das schließt ein, daß wir uns jeder herabsetzenden, lästernden oder gar aufrührerischen und aggressiven Haltung enthalten:</p>
<p><strong>Erweist jedermann Achtung, liebt die Bruderschaft, <em>fürchtet Gott, ehrt den König! </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,17</a>)</strong></p>
<p><strong>So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, <em>Ehre, dem die Ehre gebührt</em>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,7</a>)</strong></p>
<p>Das schließt auch unser Reden über die Obrigkeiten ein. Manche Christen stehen, gerade in unserer letzten, antiautoritären Zeit und angesichts unseres demokratischen Systems in Gefahr, sich abfällig und respektlos über die Regierenden zu äußern, d.h. sie zu lästern, ihrem Ärger über sie in aggressiven und herabsetzenden Worten Luft zu machen. Das ist nicht recht.</p>
<p><strong>Erinnere sie, daß sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und gehorsam sind, zu jedem guten Werk bereit; <em>daß sie niemand verlästern, nicht streitsüchtig sind,</em> sondern gütig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Sanftmut erweisen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,1-2</a>)</strong></p>
<p>Wir sollten uns daran erinnern, daß über die Irrlehrer der letzten Zeit gesagt ist: <strong>„Verwegen und frech, wie sie sind, fürchten sie sich nicht, Majestäten zu lästern“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C10%3B+vgl.+auch+Jud+1%2C8-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,10; vgl. auch Jud 1,8-10</a>). Dagegen gibt Gott uns ein deutliches Gebot, das der Apostel Paulus anführt, als er sich für seine scharfe Äußerung über den Hohenpriester entschuldigt: <strong>„Ich wußte nicht, ihr Brüder, daß er Hoherpriester ist, denn es steht geschrieben: »Über einen Obersten deines Volkes sollst du nichts Böses reden«“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+23%2C5%3B+vgl.+2Mo+22%2C27&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 23,5; vgl. 2Mo 22,27</a>).</p>
<p>Das schließt jedoch keinesfalls eine respektvolle, aber offene Kritik am Fehlverhalten der Obrigkeit aus, wie sie etwa ein Daniel zu äußern wagte: <strong>„Darum, o König, laß dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen dauerhaft sein soll!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,24</a>). Ähnlich freimütig sprach der Apostel Paulus von den Stadthauptleuten von Philippi und ihrem Fehlverhalten, das er offen beim Namen nannte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,37</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Der biblische Grundsatz: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“</span></h3>
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<p>Nun wollen wir die Aussage aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5,29</a> näher betrachten, die lautet: <strong><em>Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!</em></strong> Dabei geht es nach meiner Überzeugung nicht nur um einzelne Ausnahmesituationen, wie das damals über die Apostel verhängte Verbot, das Evangelium von Christus zu verkünden. Es geht um eine sehr grundsätzliche Frage. Bis zu welchem Grad sind gläubige Christen von Gott angehalten, der Obrigkeit zu gehorchen? Lehrt uns die Bibel bedingungslosen Gehorsam gegenüber den Regierenden, oder gibt es Einschränkungen? Wo ist die Grenze für unseren Gehorsam? Und was ist mit der Gemeinde Gottes? Inwieweit untersteht sie der Autorität der Obrigkeit?</p>
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<h4>Das Grundprinzip: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!</h4>
<p>Als die Apostel nach der Kreuzigung und Auferstehung ihres Herrn und der Ausgießung des Heiligen Geistes begannen, in Jerusalem mit Vollmacht den Herrn Jesus als Messias zu verkündigen, entstand viel Unruhe im jüdischen Volk; eine größere Zahl von Juden bekehrte sich, darunter viele Priester. In dieser Situation trat die Regierung der Juden zusammen, der Hohe Rat (Sanhedrin), um die Apostel einzuschüchtern und in Schranken zu weisen.</p>
<p>Der Hohe Rat war keineswegs nur die religiöse Obrigkeit der Juden, wie manche Ausleger meinen, sondern er stellte zugleich auch das höchste Organ der politischen Selbstverwaltung dar, welche das römische Reich den Juden damals in begrenztem Umfang zugestand. In Angelegenheiten der Religion konnte er auch Gerichtsurteile fällen und Strafen verhängen. Die Ratsversammlung verhörte die Apostel und ermahnte sie, worauf die Apostel sich weigerten, der Anordnung ihrer Obrigkeit Folge zu leisten.</p>
<p><strong>Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, überhaupt nicht mehr in dem Namen Jesus zu reden noch zu lehren. Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: <em>Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott!</em> Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+4%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 4,18-20</a>)</strong></p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a> sehen wir dann, daß der Hohe Rat, der die um sich greifende messianische Bewegung eindämmen wollte, die Apostel verhaftete und ins Gefängnis brachte. Doch ein Engel Gottes befreite sie, und sie verkündigten Christus im Tempel, was zu einem zweiten Verhör durch den Hohen Rat führte.</p>
<p><strong>Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen! Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: <em>Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+5%2C27-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 5,27-29</a>)</strong></p>
<p>Angesichts der Drohungen der Mächtigen beriefen sich die Apostel mutig auf ihr Gewissen vor Gott und sprachen das gewichtige Wort:<strong> „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“</strong> Wir sehen schon aus dem Zusammenhang, daß es hier nicht um eine situationsbedingte Aussage geht, die vielleicht nur vor Gericht gelten würde. Nein, die Apostel erinnern die Obersten der Juden hier an einen uralten Grundsatz, der ihnen aus den Schriften des Alten Testaments sehr gut bekannt war und der sie zum Beispiel in der Makkabäerzeit zum mutigen Widerstand gegen eine gottfeindliche Obrigkeit geleitet hatte.</p>
<p>Der hier festgestellte Grundsatz ist absolut und uneingeschränkt; er gilt eigentlich überall und immer und zieht sich übrigens auch durch die ganzen Bücher der Bibel. Für uns Gläubige ist der ewige Gott die höchste Autorität des Universums und die absolute Autorität unseres persönlichen Lebens.</p>
<p><em>Menschen haben nur insofern Autorität über uns, als sie ihnen von Gott gegeben ist. Wenn Menschen etwas von uns verlangen, was den Lehren und Geboten Gottes und unseres Herrn Jesus Christus widerspricht, dann gilt unser Gehorsam ganz klar Gott und nicht den Menschen.</em> In diesem Sinne steht dieser Grundsatz höher und ist wichtiger und zentraler für unser ganzes Leben als das Gebot, der menschlichen Obrigkeit zu gehorchen, dort wo sie in Gottes Auftrag die Ordnung aufrechterhält.</p>
<p>Dieser Grundsatz prägt wie gesagt die ganze Bibel. Er äußert sich ganz dramatisch in der Auseinandersetzung zwischen Mose und dem Pharao, der ja wohlgemerkt die Herrschergewalt über Israel innehatte und dem die Israeliten zu gehorchen hatten, auch wenn er ihnen schwere Lasten aufbürdete. In dem Moment, wo Mose im Auftrag des allerhöchsten Gottes zum Pharao kam und forderte: <strong>„Laß mein Volk ziehen!“</strong>, da waren die Israeliten gerufen, dem Ruf Gottes mehr zu gehorchen als den Befehlen des Pharao.</p>
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<h4>Beispiele für den Widerstand des Glaubens gegen gottlose Obrigkeit</h4>
<p>Der Grundsatz äußert sich auch im Leben Einzelner. Die hebräischen Hebammen werden dafür gelobt, daß sie, unter Lebensgefahr, dem Befehl des mächtigen Pharao ungehorsam waren. Von Moses Eltern heißt es lobend: <strong>„Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war; <em>und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht</em>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,23</a>).</p>
<p>Mose wurde den Anordnungen des Pharao und seiner eigenen Pflegemutter ungehorsam, als er den Israeliten half und dann aus Ägypten floh. Dafür wird er von Gottes Wort gelobt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C24-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,24-27</a>). Die heidnische Hure Rahab entschloß sich, dem Befehl ihrer Obersten ungehorsam zu sein und – ebenfalls unter Lebensgefahr – die feindlichen israelitischen Kundschafter zu verstecken (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,31</a>).</p>
<p>Die drei Freunde Daniels waren dem mächtigen König Nebukadnezar offen und mutig ungehorsam, als er von ihnen verlangte, sein Standbild anzubeten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+3%2C26-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 3,26-28</a>). Daniel selbst mißachtete die Anweisungen des Königs schon als junger Mann um des Herrn willen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+1%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 1,8-10</a>), und er tat es wieder, als seine Feinde ihn am Gebet hindern wollten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+6%2C6-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 6,6-12</a>). Aber auch David war seinem König Saul ungehorsam, als er vor ihm floh, und Jonathan war seinem Vater und König Saul ungehorsam, als er David unterstützte – beide taten dies nicht aus rein persönlichen Motiven, sondern um der Sache Gottes willen, der David zum König machen wollte.</p>
<p>Wir könnten noch viele Beispiele nennen. Der Prophet Micha war dem König Ahab und seinem Beauftragten bewußt ungehorsam, der ihm ein königliches Gebot übermittelte:</p>
<p><strong>Der Bote aber, der hingegangen war, um Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, die Worte der Propheten verkünden einstimmig Gutes für den König; so laß nun dein Wort auch sein wie das Wort eines jeden von ihnen und rede Gutes! Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt, ich will reden, was mein Gott sagen wird! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+18%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 18,12-13</a>)</strong></p>
<p>Der Verfasser des Psalms 119 bekennt: <strong>„Sogar Fürsten sitzen und beraten sich gegen mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Anweisungen“</strong> (V. 23); <strong>„Fürsten verfolgen mich ohne Ursache; aber vor deinem Wort fürchtet sich mein Herz“</strong> (V. 161).</p>
<p>Wir können auf jeden Fall festhalten: Für jedes Kind Gottes ist der ewige, allmächtige Gott die höchste und letztverbindliche Autorität in seinem Leben, und damit auch das inspirierte Wort Gottes, durch das Er uns Seinen Willen und Seine Gebote und Lehren mitgeteilt hat. Gott selbst will nun, daß wir uns der menschlichen Obrigkeit unterordnen, insoweit ihre Autoritätsausübung nicht Seinem Wort und Willen widerspricht; wenn da aber ein Konflikt entsteht, sind wir berufen, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen.</p>
<p>Konkreter gesagt können wir festhalten, daß die menschliche Obrigkeit dort keine Autorität hat, wo sie den Gläubigen Vorschriften machen will, die ihr Glaubensleben und ihren Dienst für Gott dirigieren oder einschränken wollen. Das ist genau der Bereich, den die beiden Aussagen der Apostel in der Apostelgeschichte ansprechen. Dagegen ist der Gläubige gehalten, sich der Obrigkeit bewußt unterzuordnen, wo sie den göttlichen Auftrag wahrnimmt, das Böse zu bestrafen und Frieden und Ordnung in der Gemeinschaft herzustellen.</p>
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<h4>Was tun, wenn die Obrigkeit Widergöttliches verordnet?</h4>
<p>Alle heidnische Obrigkeit hat neben dem „politischen“ auch einen geistlichen und vielfach einen religiösen Aspekt. Biblisch gesehen ist der geistliche Charakter der weltlichen Staatsorgane widergöttlich, sie sind Finsternis und nicht Licht, und wir dürfen nicht in einem fremden Joch mit ihnen sein (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-18</a>).</p>
<p>Die Obrigkeit heidnischer Völker steht im Zusammenhang mit den Götzenreligionen bzw. Ideologien des jeweiligen Volkes. Die römische Obrigkeit zur Zeit von Petrus und Paulus sah sich als Hüterin der Götterverehrung; der Staat unterhielt vielfach Götzentempel, veranstaltete Götzenfeste, unterstützte heidnische Sitten und Gebräuche, organisierte Opfer für die Stadtgötter und für den Kaiser, womöglich auch okkulte und barbarische Umzüge und Feste usw. In alledem sollten die Christen sich den Anordnungen der Obrigkeit aus Gewissensgründen verweigern, was sie auch taten.</p>
<p>Heute hängen immer mehr formal a-religiöse („säkulare“) Staaten des ehemaligen „christlichen“ Abendlandes der Falschreligion des Humanismus an, der letztlich eine Menschenvergötterung darstellt und sich direkt gegen den ewigen Schöpfergott wendet, den er verleugnet. Dies ist wahrscheinlich die letzte und schlimmste Götzenreligion. Sie ist unmittelbar mit dem Antichristen selbst verbunden, der sich einmal zu Gott erklären und anbeten lassen wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-4</a>). Vieles, was von solch einer Obrigkeit ausgeht, können wir Christen überhaupt nicht bejahen oder befolgen.</p>
<p>Es gibt auch die Möglichkeit, daß die Obrigkeit Dinge befiehlt, die den Christen aus moralischen Gründen unmöglich sind. Ein Beispiel ist die Tötung aller Erstgeborenen Israels, die der Pharao befahl. Daß dies kein Einzelfall war, zeigt der Mordbefehl des Herodes gegen die Kinder Bethlehems (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+2%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 2,16</a>). Heute werden z.T. (etwa in den USA) Kliniken in christlicher Trägerschaft gezwungen, Abtreibungen vorzunehmen. Aus der neueren Vergangenheit wäre hier die Verfolgung und Auslieferung aller Juden zu nennen, die das Hitlerregime anordnete, oder die Befehle zur Denunziation von Regimegegnern, die etwa Mao Tsetung in der Kulturrevolution erließ.</p>
<p>Was ist, wenn eine Regierung das Gesetz erläßt, daß man nicht mehr „Vater“ oder „Mutter“ sagen darf, sondern nur noch „Elter 1“ und „Elter 2“? Was ist, wenn eine Regierung anordnet, daß alle Schulkinder verpflichtend eine Umerziehungsveranstaltung besuchen müssen, bei der für Homosexualität und Genderwechsel geworben wird? Heute haben wir nach Jahrzehnten einer vorwiegend „christlichen“ Prägung der Regierenden die relativ neue Situation, daß immer mehr Regierende offen antichristliche Maßnahmen und Gesetze beschließen.</p>
<p>Es ist daher völlig berechtigt und notwendig, daß die Apostellehre des NT die Unterordnung der Christen unter die Obrigkeit bewußt auf deren Ordnungsfunktion begrenzt und nicht absolut und schrankenlos gebietet. Denn die Obrigkeit ist zwar Gottes Diener, aber sie hat auch eine andere, widergöttliche Seite, und die finden wir in der Bibel sehr klar aufgezeigt. An dieser Stelle ist es sinnvoll, etwas genauer auf die Rolle der menschlichen Obrigkeiten einzugehen, wie sie in Gottes Wort geschildert wird.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">3. Die Stellung der Gemeinde Gottes <br />
zur weltlichen Obrigkeit und ihren Anordnungen</span></h3>
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<p>Wir wollen nun die beiden sich ergänzenden Anweisungen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> (einschließlich <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Titus+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Titus 3</a>) und <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a> auf die <em>Stellung der Gemeinde Gottes</em> (nicht des einzelnen Christen) zur Obrigkeit beziehen und versuchen, ein Gesamtbild zu bekommen.</p>
<p>Die einzelnen Christen, so haben wir gesehen, sollen sich als Staatsbürger, als Glieder der jeweiligen Gesellschaft und Gemeinschaft der Obrigkeit unterordnen, soweit sie ihre gesellschaftliche Ordnungsfunktion wahrnimmt; wenn die Obrigkeit sie daran hindern will, den Geboten Gottes zu gehorchen, sollen sie Gott mehr gehorchen als den Menschen.</p>
<p>Die Gemeinde Gottes aber, die Versammlung der Kinder Gottes, die Gott berufen hat, Ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten und Ihm als Zeugen zu dienen, wird nirgends geboten, sich der Obrigkeit unterzuordnen. Das kommt daher, daß sie als Gemeinde gar nicht irgendeiner weltlichen Obrigkeit untersteht noch unterstehen kann. Die Gemeinde ist keine staatsbürgerliche Vereinigung, sondern ein himmlischer Organismus! Sie untersteht daher als solche nicht dem Gebot, sich der Obrigkeit unterzuordnen.</p>
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<h4>Die Gemeinde steht unter der Autorität des Christus, nicht der weltlichen Obrigkeit</h4>
<p>Die Gemeinde ist das heilige Volk Gottes, über das ausschließlich Gott regiert, und zwar durch Jesus Christus, welcher der Gemeinde als Haupt und oberster Hirte gegeben ist. Die Gemeinde ist ihrer geistlichen Stellung nach kein Bestandteil der Welt; ihre Obrigkeit ist der erhöhte Herr und sonst niemand.<em> Über die Gemeinde und ihre Gemeinschaft, ihren Gottesdienst, ihre Ordnungen und ihre Leitung hat die weltliche Obrigkeit keinerlei von Gott verordnete Autorität.</em></p>
<p>Damit steht die Gemeinde grundsätzlich geistlich gesehen über der weltlichen Obrigkeit, weil sie dem angehört und unterstellt ist, der aus Haupt über alles, als Herrscher über alles in den Himmeln thront, unserem Herrn Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der von sich bezeugt: <strong>„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18</a>). Das lehrt uns der Apostel Paulus:</p>
<p><strong>Die (Macht) hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte <em>und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen [Regionen], hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen; und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben,</em> die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C20-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,20-23</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: <em>Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C16-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,16-18</a>) </strong></p>
<p>Die Gemeinde darf als geistlicher Organismus und heiliges Priestertum eben gerade keine andere Obrigkeit über sich anerkennen außer dem Herrn Jesus Christus. Diese Wahrheit wurde durch das Staatskirchentum über Jahrhunderte verleugnet und verdunkelt; das Zeugnis der Täufer, der Baptisten und auch der Brüdergemeinden hat sie dann wieder neu auf den Leuchter gestellt.</p>
<p>Vor Gott hat die weltliche Obrigkeit kein Recht, sich in die geistlichen Belange der Gemeinde einzumischen. Wenn sie der Gemeinde vorschreiben will, was sie predigen soll, wen sie wie in ihre Leitung oder zum Predigtdienst beruft, ob und wann sie singt oder Abendmahl hält oder das Evangelium verkündet usw., dann sündigt sie und begeht einen Übergriff gegen Gottes höhere Autorität.</p>
<p>In einem solchen Fall haben die Gläubigen keinerlei Verpflichtung vor Gott, solchen Anweisungen zu gehorchen; im Gegenteil, sie haben die Pflicht, diese Übergriffe zurückzuweisen und Gott mehr zu gehorchen als den Menschen. Das ist übrigens genau der Sinn der berühmten Worte unseres Herrn: <strong>„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+12%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 12,17</a>).</p>
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<h4>Wo eine Gemeinde sich der weltlichen Obrigkeit fügen kann und soll</h4>
<p>Auch wenn <em>die Gemeinde als geistlicher Organismus </em>der weltlichen Obrigkeit nicht untersteht, kann es Situationen geben, wo sie um ihres Zeugnisses unter den Ungläubigen willen oder um ihre Versammlungen noch aufrechtzuerhalten, bestimmte Zugeständnisse an weltliche Auflagen macht. Dazu ist sie aber nicht vom Wort Gottes oder vom Gewissen her durch ein Unterordnungsgebot verpflichtet, sondern das müssen die Verantwortlichen nach ernster Abwägung vor Gott entscheiden. Solche Zugeständnisse mögen manchmal nötig sein, bergen aber auch manche Gefahren, wie etwa die Geschichte der registrierten Gemeinden in der Sowjetunion gezeigt hat.</p>
<p>Grundsätzlich muß eine Gemeinde nach geistlich-biblischen Gesichtspunkten prüfen, wieweit sie sich der weltlichen Obrigkeit in bezug auf bestimmte Gesetze und Verordnungen fügt. Solange diese nicht ihrem geistlichen Auftrag schaden bzw. ihn hindern, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, daß eine Ortsgemeinde sich an die Gesetze der Obrigkeit hält; das auch deshalb, weil dadurch ihr Zeugnis vor ihren Nachbarn und der ungläubigen Umgebung am besten unterstrichen wird.</p>
<p>Insoweit eine örtliche Gemeinde in ihren äußerlichen Belangen auch Bezüge zu ihrem weltlichen Umfeld hat, soll sie sich ebenfalls der Obrigkeit unterordnen, soweit dies nicht ihren Dienst für Gott blockiert oder einschränkt, aber niemals in geistlichen Dingen. So sollten etwa weltliche Vorschriften in bezug auf das Hauseigentum des Gemeindehauses beachtet werden, Versicherungs- und Brandschutzvorschriften u.ä. Aber eine örtliche Gemeinde darf sich nicht vorschreiben lassen, wie sie dem Herrn dient, wie sie ihre Leiter bestimmt, ob sie Jugendarbeit macht, ob sie singt oder wie sie das Mahl des Herrn feiert oder Taufen abhält.</p>
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<h4>Wie sich eine Gemeinde gegenüber staatlichen Übergriffen verhält</h4>
<p>Falls die Obrigkeit versuchen sollte, sich in die heiligen Angelegenheiten des Gottesdienstes einzumischen und der Gemeinde darin Vorschriften zu machen, ist die Gemeinde von Gott aus nicht an diese Vorschriften gebunden; hier zählt nicht <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13%2C+sondern+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13, sondern </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a>: <strong>„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ </strong>Wenn eine Gemeinde sich einer willkürlichen, gegen Gottes Gebote gerichteten Einmischung der weltlichen Obrigkeit in einer geistlichen Frage unterwerfen sollte, dann ist sie damit Gott und ihrem Herrn und Oberhaupt Jesus Christus ungehorsam.</p>
<p>Wenn etwa der Staat versuchen sollte, Gemeinden zu verbieten, sich zu versammeln, dann wiegt das Gebot Gottes, die eigenen Versammlungen nicht im Stich zu lassen, weitaus schwerer als das Verbot der weltlichen Machthaber (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,25</a>). Dasselbe gilt grundsätzlich auch für ein Verbot, zu singen, oder für ein Verbot des Abendmahls. Wie wir gesehen haben, kann es Gründe geben (z.B. echte gefährliche Seuchen mit hoher Ansteckungsgefahr), wo eine Gemeinde auch auf Auflagen der Obrigkeit in solchen Bereichen eingeht, aber dann muß sie jeweils konkret unter Gebet prüfen, was der Wille Gottes ist.</p>
<p>Auch ein Verbot, Evangeliumsschriften oder Bibeln zu drucken und zu verbreiten, kann und darf nicht einfach befolgt werden. Viele gläubige Christen haben die Gesetze der kommunistischen Diktaturen bewußt gebrochen, um Bibeln hinter den Eisernen Vorhang zu schmuggeln oder in geheimen Druckereien zu drucken und zu verbreiten. Dasselbe gilt für Verbote etwa der Straßenpredigt oder des Zeugnisgebens.</p>
<p>Wir haben zahlreiche Fälle aus den Diktaturen der jüngeren Vergangenheit, wie etwa die Nationalsozialisten versuchten, die Gemeinden an den Staat zu binden (Auflösung der Alten Versammlung) und ihnen gewisse Vorschriften aufzuerlegen, sowohl in bezug auf ihre Organisation als auch in bezug auf Inhalte der Predigt. Ähnliches finden wir bei den Kommunisten in der früheren Sowjetunion, die z.B. den Gemeinden verboten, Jugendarbeit zu machen. Noch massiver sind teilweise die Unterdrückungsmaßnahmen des Staates in China, so daß dort viele Gemeinden nur im Untergrund existieren können.</p>
<p>In solchen Fällen sind die Gläubigen berufen, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen. Gemeinden haben immer wieder solchen obrigkeitlichen Ge-boten den Gehorsam verweigert und sich gegen staatliche Anordnungen so versammelt, wie sie es vor Gott für richtig befanden. Sie haben, wo möglich, legale Mittel genutzt, um gegen Unterdrückungsmaßnahmen Einspruch einzulegen und eine Änderung zu erreichen, z.B. über Petitionen oder Gerichtsklagen.</p>
<p>Daß christliche Gemeinde die Möglichkeit haben, wo es das politische System erlaubt, auf dem Rechtsweg gegen einschränkende Maßnahmen vorzugehen, können wir aus dem Verhalten des Apostels Paulus ableiten, der mehrfach sein römisches Bürgerrecht und die damit verbundenen Vorrechte geltend machte, z.B. gegenüber den Stadthauptleuten von Philippi (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,37</a>) und auch gegenüber dem Prokurator Festus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+25%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 25,9-12</a>). Das Verbot, vor Gericht zu klagen, wird im NT nur in bezug auf Auseinandersetzungen von Gläubigen untereinander ausgesprochen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,1-8</a>).</p>
<p>Grundsätzlich kann auch eine bedingte Befolgung gewisser Einschränkungen in Erwägung gezogen werden, um die Gemeinden aufrechtzuerhalten oder zeitweise zu schützen. Das muß jede Gemeinde vor Gott prüfen und nach der Führung des Herrn entscheiden. Aber dieser Weg ist nur begrenzt gangbar.</p>
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<h4>Gemeinden im friedlichen Widerstand gegen einen antichristlichen Staat</h4>
<p>Wenn die Obrigkeit die Gemeinden in ihrem Kernbereich angreifen oder reglementieren will, müssen die Gläubigen Gott mehr gehorchen als den Menschen. Das bedeutet manchmal eine halblegale Existenz mit vielen polizeilichen Schikanen; wenn die Unterdrückung zu hart wurde, haben die Gläubigen auch immer wieder versucht, sich illegal zu treffen und kleine Untergrundgemeinden zu organisieren, wie etwa in China.</p>
<p>Zu diesem Weg gehört dann auch das bewußte Ja zum Leiden, zum Erdulden von Verfolgungs- und Strafmaßnahmen des Staates. Die Gemeinde wird keinen Aufruhr veranstalten, keine Gewalt anwenden, um gegen den Staat die Berücksichtigung ihrer Interessen zu erzwingen. Vielfach wurden unter dem Kommunismus gerade Älteste und Diener der Gemeinden verhaftet und in Gefängnisse oder Straflager verschleppt. In solchen Situationen bewiesen die Gläubigen oft große Standhaftigkeit im Leiden, Glaubensmut und den festen Entschluß, der gottlosen Obrigkeit nicht nachzugeben.</p>
<p>Und letztlich erwies sich auch, daß Jesus Christus der Sieger ist und die Pforten des Totenreichs Seine Gemeinde nicht überwältigen können (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,18</a>). Immer wieder hat die Gemeinde Verfolgungen überstehen können und ist oft gestärkt und geläutert aus solchen Zeiten der Bedrängnis hervorgegangen (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C27-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,27-30</a>).</p>
<p><strong>Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57-58&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57-58</a>)</strong></p>
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<h4>Sollen Christen sich an den politischen Kämpfen und Bewegungen dieser Welt beteiligen?</h4>
<p>Eine letzte Frage wollen wir noch kurz anschneiden. Angesichts linkssozialistischer Anfeindungen und Einschränkungen haben gläubige Christen vor allem in den USA oft den Weg gewählt, offen irgendwelche weltlich-konservative Politiker zu unterstützen und in politische Parteien oder Bewegungen mitzuarbeiten, um die Rahmenbedingungen für die christlichen Gemeinden zu verbessern und die Gesellschaft vor antichristlichen Entwicklungen (etwa geförderte Abtreibungen) zu schützen.</p>
<p>Auch in der gegenwärtigen „Corona-Krise“ gibt es Christen, die mit dem politischen Protest gegen die staatlichen Einschränkungen, wie er etwa in der „Querdenken“-Bewegung sichtbar wird, sympathisieren und z.T. auf deren Demonstrationen mitlaufen – manchmal mit christlichen Sprüchen oder Kreuzen. Manche christliche Prediger kommentieren Fragen der Tagespolitik und äußern sich sehr kritisch, z.T. sogar abfällig oder ausfallend, gegenüber den Regierenden und ihrer Politik. Ein solches politisches Engagement ist nach dem Verständnis der weltlichen Demokratien staatlicherseits erlaubt und theoretisch sogar z.T. erwünscht; die andere Frage ist jedoch, ob es in Gottes Willen ist.</p>
<p>Dazu finden wir meines Wissens keine direkte Antwort in der Bibel, weil für ein solches politisches Engagement unter den damaligen Verhältnissen für die einfache Bevölkerung, zu der die Christen meist zählten, wenig Raum war. Es ist jedoch klar, daß der Herr Jesus Seine Jünger im klaren Gegensatz zur militanten Bewegung der Zeloten (einer der zwölf Jünger, Simon, war ein ehemaliger Zelot, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+6%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 6,15</a>) von allem Kampf zur Veränderung der Verhältnisse fernhielt und ihnen nur die Aufgabe gab, das Evangelium zu bezeugen. Dagegen bekannte der Herr: <strong>„Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+18%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 18,36</a>).</p>
<p>Die Gemeinde ist aufgrund ihrer göttlichen Berufung nicht beauftragt, sich in die politischen Bewegungen und Kämpfe dieser Welt einzumischen. Das gehört nach meiner Überzeugung zu den „fremden (od. unpassenden, unangemessenen, unvereinbaren) Dingen“, in die wir uns nicht mischen sollen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C15%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,15: </a><strong>„Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt“</strong>). Wir sollten das aus mindestens drei Gründen nicht tun.</p>
<ol>
<li>weil wir für Gott geheiligt und nicht von dieser Welt sind, sondern unser Bürgertum im Himmel haben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20</a>); wir sind in dieser Welt Fremdlinge und Gäste ohne Bürgerrecht und von daher geziemt es sich uns nicht, uns an den Streitigkeiten und Bewegungen dieser Welt zu beteiligen &#8211; wir würden dadurch unsere himmlische Berufung herabsetzen oder gar verleugnen;</li>
<li>weil wir den Auftrag als Herolde des Christus und Priester haben, alle Menschen zu Christus und Seinem ewigen Heil zu rufen und ihnen die Rettungsbotschaft zu verkünden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,9</a>), und dafür ist es wichtig, sich außerhalb der politischen Lager und Kämpfe zu stellen und uns nicht mit ihnen zu beflecken (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,27</a>), damit wir alle erreichen können;</li>
<li>weil wir als Zeugen Jesu Christi verkünden, daß diese Welt unheilbar böse ist und bald im Gericht vergehen wird, und daß allein Sein kommendes Königreich Frieden und Gerechtigkeit auf Erden bringen wird und nicht die zeitlichen Kämpfe politischer Parteien heute, die von der Sünde gezeichnet und verdorben sind; dazu paßt es nicht, sich mit Weltmenschen zusammen an der „Verbesserung“ dieser Welt zu beteiligen.</li>
</ol>
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<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der ESRA-Schrift von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/6629-gemeinde-und-obrigkeit/"><strong><em>Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen. Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen</em></strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-ii/">Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil II</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil I</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-i/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 15:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Obrigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Römer 13]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6630</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen &#160; &#160; I. Einleitung: Der endzeitliche Horizont heutiger Entwicklungen &#160; Die weltweite „Corona-Krise“ und die damit verbundenen massiven staatlichen Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten haben unter bibeltreuen Christen neu die Frage nach dem Verhältnis von Obrigkeit und Gemeinde Gottes dringlich werden lassen. In einer zuvor kaum vorstellbaren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-i/">Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil I</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000000;">Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen</span></h2>
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<h2><span style="color: #800000;">I. Einleitung: <br />
Der endzeitliche Horizont heutiger Entwicklungen</span></h2>
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<p>Die weltweite „Corona-Krise“ und die damit verbundenen massiven staatlichen Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten haben unter bibeltreuen Christen neu die Frage nach dem Verhältnis von Obrigkeit und Gemeinde Gottes dringlich werden lassen. In einer zuvor kaum vorstellbaren Weise hat die weltweite COVID-19-Epidemie auf der ganzen Welt staatliche „Lockdown“-Maßnahmen ausgelöst. Diese haben auch christliche Gemeinden stark betroffen; in vielen Ländern wurden auf längere Zeit Gemeindeveranstaltungen verboten oder doch massiv eingeschränkt, ebenso viele Möglichkeiten der Verbreitung des Evangeliums.</p>
<p>Wie sollen wir darauf antworten? Was ist Gottes Wille, wenn ein Staat massive Eingriffe in das innere Leben von Gemeinden anordnet? Müssen wir uns unterordnen? Müssen wir dann Gott mehr gehorchen? Die darüber aufbrechenden Diskussionen haben gezeigt, daß es auch unter bibeltreuen Gläubigen recht unterschiedliche Standpunkte gibt. Es gibt auch unterschiedliche Auffassungen über die Aussagen der Bibel zu der Frage, wieweit wir uns den Einschränkungen der Obrigkeit unterordnen und sie als Gottes Wille für uns annehmen müssen oder aber aktiv auf die Aufhebung solcher Maßnahmen hinwirken sollten, weil wir sie als unzulässigen Eingriff in die Religionsfreiheit sehen.</p>
<p>In dieser Schrift wollen wir versuchen, auf solche Fragen eine ausgewogene, biblisch begründete Antwort zu geben, wobei das nicht einfach ist und wir alle einander zugestehen sollten, daß es hierüber auch unter bibeltreuen Christen unterschiedliche Ansichten geben kann. Ich will für meine Deutung hier keine fraglose Gültigkeit beanspruchen, sondern eher einen Beitrag zu einem dringend notwendigen Austausch über diese Themen leisten.</p>
<p>Zunächst wollen wir uns vor Augen führen, vor welchem endzeitlichen Hintergrund wir unsere Fragen behandeln. Zum Verständnis unserer heutigen Entwicklungen ist es nämlich nach meiner Überzeugung sehr wichtig, zu beachten, daß wir heute in der letzten Phase der Endzeit leben. Daran sind wohl sehr viele bewußte Christen durch die unheimlich rasch ablaufenden Ereignisse der weltweiten „Corona-Krise“ erinnert worden.</p>
<p>Sodann wollen wir uns fragen, was die Bibel grundsätzlich über das Verhältnis des einzelnen Gläubigen und der Gemeinde Gottes zur weltlichen Staatsgewalt sagt und dabei sowohl <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a> als auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a> näher betrachten. Schließlich wollen wir versuchen, einige Schlußfolgerungen für unsere Haltung zu den gegenwärtigen Corona-Maßnahmen zu ziehen.</p>
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<h4>Wir leben in der vor-antichristlichen Zeit</h4>
<p>Ohne es zu wissen, treibt die Menschheit dem letzten, schrecklichen Gipfelpunkt ihrer Auflehnung gegen Gott entgegen, der weltweiten, alle Völker umfassenden Diktatur eines besonders faszinierenden Menschen, der beansprucht, der Herr und Retter der Menschheit zu sein. Er wird sich als falscher Erlöser, als falscher Christus ausgeben.</p>
<p>Diese Diktatur dieses „Menschen der Sünde“, des „Gesetzlosen“ muß kommen; der ewige Gott hat sie in Seiner Allwissenheit schon vor etwa 2.000 Jahren vorausgesagt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2</a>). Dieser gerissene Machtmensch, der sich selbst zu Gott erklärt und Anbetung verlangt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thess 2,4</a>), wird alle Völker der Welt unter seinen verführerischen Bann bringen, aber auch unter eine brutale Steuerung und Unterwerfung des gesamten Lebens, wie sie nie zuvor vorkam (lies dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 13</a>). Hitler, Stalin und Mao sind nur Vorläufer dieses Diktators, die ahnen lassen, was dann auf die Menschen zukommt.</p>
<p>Wenn er herrscht, wird niemand mehr kaufen oder verkaufen können, ohne ein Zeichen der Ergebung auf seiner rechten Hand oder seiner Stirn zu haben, das „Malzeichen des Tieres“. Das scheint vorauszusetzen, daß es in jener Schreckensherrschaft kein Bargeld mehr gibt, über das der Einzelne verfügen könnte, wahrscheinlich auch kein uneingeschränktes Privateigentum mehr. Die Staatsgewalt wird dann so mächtig sein, daß sie das Privatleben jedes Einzelnen weitestgehend überwachen und kontrollieren kann.</p>
<p>Der antichristliche Weltherrscher wird die Auflehnung gegen Gottes Ordnungen, gegen Gottes Wort auf die Spitze treiben und sich selbst zu Gott erklären. Er wird sich ganz dem Satan zur Verfügung stellen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,1-8</a>) und sich der Dienste falscher Propheten bedienen, die falsche Wunderzeichen tun (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thess+2%2C9-12%3B+Offb+13%2C13-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thess 2,9-12; Offb 13,13-14</a>). Er wird unerhörte Lästerungen gegen Gott und gegen den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, aussprechen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C5%3B+Dan+7%2C25+u.+11%2C36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,5; Dan 7,25 u. 11,36</a>). Er wird alle, die dann an Jesus Christus glauben werden, brutal verfolgen. Die meisten Menschen werden dem „Tier“ mit fanatischer, religiöser Verblendung anhängen und von ihm verzaubert sein; diese Macht weiß die Menschen sehr gut zu beeinflussen und zu steuern.</p>
<p>Heute leben wir noch nicht in den Tagen des Antichristen, aber wir eilen mit raschen Schritten auf sie zu. Wir leben heute aus biblischer Perspektive in den letzten Tagen der Endzeit, kurz vor dem Kommen Jesu Christi, kurz vor dem Auftreten des Antichristen. Wir wissen nicht, wie lange wir noch auf der Erde sein können; die Gemeinde kann jederzeit zum Herrn entrückt werden. Es könnte aber auch noch einige Jahre dauern, bis Gottes Zeitpunkt für die Entrückung gekommen ist, und danach werden sich alle Türen für den antichristlichen Weltherrscher öffnen.</p>
<p>In unserer <em>„vor-antichristlichen“ </em>Zeit erleben wir, wie alle von der Bibel vorhergesagten endzeitlichen Entwicklungen sich mehr und mehr erfüllen und sozusagen die Bühne vorbereitet wird für den letzten Akt dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit. Ein großer Teil des Volkes Israel ist wieder in seinem Land, und der dritte Tempel wird in Jerusalem vorbereitet; in der EU sehen wir die Vorformen des dann wieder auftretenden neurömischen Reiches, in den Vereinten Nationen die Keimform einer künftigen Weltregierung.</p>
<p>Die Kernländer dieses römischen Reiches, die jahrhundertelang unter dem Einfluß einer gewissen Gottesfurcht und Anerkennung biblischer Ordnungen lebten, haben sich in den letzten Jahrzehnten immer offener von Gott und Christus sowie von den Geboten und Ordnungen der Bibel losgesagt und sich einem aggressiven, marxistisch, feministisch und ökologisch geprägten Humanismus zugewandt. Sie hängen zunehmend der Ideologie des „Globalismus“ an, der „Eine-Welt-Politik“.</p>
<p>Wir wollen beachten, daß nach den Andeutungen des prophetischen Wortes das letzte antichristliche Weltreich eine Neuauflage des vierten, römischen Weltreiches sein wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+2%2C40-45%3B+Dan+7%2C7-27%3B+Offb+17%2C1-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 2,40-45; Dan 7,7-27; Offb 17,1-17</a>)! Die Menschen in Europa werden also wahrscheinlich noch einmal im Zentrum des Weltgeschehens stehen, aber auf eine sehr unheilvolle Weise.</p>
<p>Das ganze politisch-gesellschaftliche Programm der jetzigen Machthaber, ihre Utopie des „Great Reset“, einer „neuen Weltordnung“ und einer weltweiten Staatengemeinschaft mit starker Weltregierung ist vermessen und widergöttlich. Der Mensch versucht, durch weltweit koordiniertes Vorgehen eine utopische „neue Welt“ zu schaffen, die angeblich das Paradies auf Erden sein wird. Dieser „Globalismus“ ist Rebellion gegen Gott (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C2b%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,2b: </a><strong>„die Fürsten <em>verabreden sich</em> gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten“</strong>), denn Gott selbst hat die Menschen in einzelne Nationen aufgespalten, als sie mit dem Turmbau von Babel schon einmal versuchten, sich vereint gegen Gott aufzulehnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+11%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 11,1-9</a>).</p>
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<h4>Globalismus und Gender-Ideologie bedeuten Auflehnung gegen Gott</h4>
<p>Wir sehen ganz deutlich, daß die humanistisch und globalistisch ausgerichteten Mächtigen dieser Erde weltweit bestimmte politische Ziele festlegen, die sie mit erschreckender Konsequenz und Härte auch durchsetzen, unabhängig davon, ob das den Bedürfnissen der von ihnen regierten Völker entspricht oder deren Wille ist.</p>
<p>Zu den Zielen der globalistischen Eliten gehört der weltweite Aktivismus gegen eine angeblich bevorstehende Klimakatastrophe und andere „Umweltkatastrophen“, die als menschengemacht dargestellt werden. Unterstützt von fragwürdigen „wissenschaftlichen Prognosen“, werden schreckenerregende Weltuntergangsszenarien verkündet. Um die angebliche Katastrophe abzuwenden, müsse man die weltweite Wirtschaft herunterfahren und völlig umkrempeln. Das gehe nicht ohne staatliche Steuerung und Zwangsmaßnahmen. Das Ganze wird als „Green New Deal“ verkauft und soll angeblich den Übergang in eine schöne, klimaneutrale neue Welt eröffnen.</p>
<p>Die Bibel dagegen lehrt ganz klar, daß Gott das „Klima“ macht und nicht der Mensch. Wenn es zunehmende Umweltkatastrophen gibt, dann sind diese nicht durch unseren CO2-Ausstoß verursacht, sondern durch die immer dreistere Sünde und Gottlosigkeit der Menschen, welche immer ernstere Gerichte Gottes hervorruft! Hinter der heutigen Umweltbewegung stecken übrigens auch heidnisch-religiöse Züge einer Verehrung der „Mutter Erde“ bzw. der „Mutter Natur“ (wobei auch wir Christen für einen vernünftigen, schonenden Umgang mit der Erde sind). Die global inszenierte „Klimaschutzbewegung“ wird benutzt, um einer antichristlichen „Neuen Weltordnung“ und Weltregierung Vorschub zu leisten.</p>
<p>Zur Agenda der globalistischen Elite gehört aber auch eine weltweit koordinierte Aufwertung der Homosexualität, die Förderung von „Homo-Ehen“, die aktive Propagierung der „Transsexualität“ und die Gender-Ideologie von der frei wählbaren „geschlechtlichen Orientierung“, ein feministisches Programm, das Frauen mit gesetzlichem Druck in die Berufsarbeit und in Führungspositionen bringen soll, usw. Dazu gehört auch die immer weitergehende Legalisierung von Abtreibungen und neuerdings auch von assistiertem Selbstmord („Sterbehilfe“). Mit dieser aggressiv durchgesetzten „neuen Moral“ werden die Gebote und die grundlegende Schöpfungsordnung Gottes verleugnet; <em>der Mensch wird vergottet und zum Maß aller Dinge gemacht</em>, und Gottes Regierung über den Menschen wird offen angegriffen.</p>
<p>Dieses antichristliche Programm beinhaltet auch, daß zielbewußt eine totale digitale Kontrolle über die Menschheit vorangetrieben wird. Die globalistischen Eliten drängen darauf, daß jeder Mensch auf der ganzen Welt eine digitale Identifizierungsnummer erhält, mit der er jeden Augenblick in allen seinen Aktivitäten überwacht werden könnte („ID 2020“). Damit wäre auch die lückenlose Kontrolle über alle seine Bewegungen möglich; wer von den Eliten gesperrt wird, könnte dann z.B. nicht mehr reisen. Parallel wird darauf gedrängt, möglichst bald das Bargeld abzuschaffen. Wenn das vollzogen wäre, könnte in der Tat niemand mehr kaufen oder verkaufen, ohne daß es die globalen Eliten erlauben – wir wären praktisch kurz vor der Situation, die uns in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 13</a> geschildert wird!</p>
<p>Alle diese gottlosen und gesetzlosen Entwicklungen bringen zunehmende Gerichte Gottes über diese Welt, die von Ihm nichts wissen will und Seinen Geboten immer frecher zuwiderhandelt. <strong>„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+5%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 5,20</a>). Die endzeitliche Gesetzlosigkeit schreitet voran; die Welt wird vorbereitet für das Auftreten des antichristlichen Weltherrschers, und sie erntet dafür Gericht. Gott nimmt die Weisheit von den Herrschenden weg (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C1-13%3B+1.+Kor+1%2C19-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,1-13; 1. Kor 1,19-21</a>); Er läßt zu, daß der im Westen jahrzehntelang gewährte Wohlstand und die relativ guten Ordnungen immer mehr verfallen, weil die Menschen Ihm den Rücken gekehrt haben.</p>
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<h4>Die endzeitliche Dimension der „Corona-Krise“</h4>
<p>Die jetzige „Corona-Krise“ ist, soweit wir das schon absehen können, in mancher Hinsicht ein Wendepunkt zum Schlechteren; nicht etwa als Krankheit an sich, denn die Menschheit hat schon weitaus schwerere Seuchen erlebt. Aber die offenkundig von der WHO und anderen globalen Gremien schon lange vorher geplante Strategie der weltweiten „Lockdowns“ hat unabsehbare Folgen für den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand im Westen (und noch viel mehr in den Ländern der „Dritten Welt“). Diese Maßnahmen versetzen die Weltwirtschaft in eine Art Schockzustand, der schwerwiegende Folgen haben wird und voraussichtlich viele Millionen Menschen weltweit arbeitslos machen wird.</p>
<p>Doch auch eine andere Folge der „Corona-Krise“ ist beunruhigend und sehr ernstzunehmen. Das an sich verständliche Verlangen, die Pandemie einzudämmen, hat auch zu einem bisher nicht vorstellbaren weltweiten autoritären Eingriff der staatlichen Obrigkeit in die Rechte und Freiheiten der Menschen geführt. Überall auf der Welt wurden unter dem Vorzeichen der „Pandemie-Bekämpfung“ Millionen und Abermillionen Menschen in ihren grundlegenden Rechten und Lebensmöglichkeiten stark eingeschränkt. Der Staat verbot im Endeffekt Millionen Menschen über längere Zeit, ihrer Arbeit nachzugehen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.</p>
<p>Der Staat verbot Flüge, Reisen, Grenzübertritte in Nachbarländer, Privaturlaube, Besuche bei Verwandten und Freunden. Er verbot es Angehörigen, bei ihren schwerkranken Eltern oder Kindern zu sein und sie in ihren letzten Stunden zu begleiten. Er verbot zeitweise auch Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen – etwas, was im Westen unerhört ist und selbst ein Hitler in Kriegszeiten nicht gewagt hat. Er ordnete an, die medizinische Versorgung von Schwerkranken, z.B. Operationen von Krebspatienten, zu verschieben und machte Teile der Gesundheitsversorgung für Millionen Menschen zeitweise unmöglich.</p>
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<h4>Weshalb wird der „Lockdown“ so knallhart durchgezogen?</h4>
<p>Das alles wurde damit begründet, es sei unbedingt notwendig, um schreckliche Folgen für die Bevölkerung zu verhindern. Viele Menschen waren und sind derart verängstigt, daß sie allen diesen Einschränkungen blind zustimmten und sogar noch schärfere Maßnahmen verlangen, weil für sie die Gesundheit ihr höchstens Gut darstellt.</p>
<p>Andererseits sind manche seriöse weltliche Beobachter, z.B. ehemalige Bundesverfassungsrichter, besorgt darüber, wie schnell und leicht viele Bürger auf ihre elementaren Freiheitsrechte verzichten und sich massiven, nicht klar begründeten Einschränkungen unterwerfen. Es gibt auch eine große Anzahl weltweit angesehener medizinischer Experten, u.a. Professoren aus Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford oder Oxford, die die staatlichen Lockdown-Maßnahmen als völlig überzogen ablehnen und betonen, daß diese medizinisch zur Abwehr der COVID-Epidemie nicht wirkungsvoll sind (vgl. dazu etwa die <em>Great Barrington Declaration, </em>https://gbdeclaration.org/).</p>
<p>Sie verweisen auf die schlimmen Folgeschäden der staatlichen Politik (Bildungsverlust und psychische Schäden für die junge Generation, Zunahme an Depressionen und Selbstmorden, Geschädigte und Tote durch fehlende Behandlung von Krebserkrankungen, Herzinfarkten usw., wirtschaftliche Schäden, die längerfristig die medizinische Versorgung verschlechtern usw.), die weitaus schwerwiegender sind als die begrenzte Zahl derjenigen, die der COVID-Krankheit zum Opfer fallen.</p>
<p>Diese Krankheit ist zwar ernst zu nehmen und hat für einige wenige Betroffene schwere gesundheitliche Folgen, so argumentieren diese Fachleute, aber weit über 90% der Bevölkerung haben ein solch geringes Risiko, daran schwer zu erkranken, daß derart weitgehende Eingriffe in die Gesellschaft nicht gerechtfertigt, nicht verhältnismäßig sind. Letztlich wäre der wirksame Schutz der kleinen Hochrisikogruppe, im wesentlichen Menschen mit mehreren Vorerkrankungen und zum allergrößten Teil Menschen über 80, der weitaus bessere Weg, um diese Epidemie zu verkraften. Diese seriösen und gut begründeten Mahnungen werden allerdings von den Regierenden wie auch von den Medien weitestgehend ignoriert und oft sogar als „Corona-Leugnung“ diffamiert.</p>
<p>Ganz offensichtlich sind die Regierenden in den allermeisten Ländern der Welt fest entschlossen, die Politik der staatlichen Eingriffe und Beschränkungen eher noch auszuweiten, anstatt auf weniger schädliche, behutsamere Maßnahmen gegen den Corona-Virus umzuschalten. Die Politik des starken, autoritären Staates wird als „alternativlos“ dargestellt, und Menschen, die Einwände äußern, werden rasch in eine extreme politische Ecke gestellt und angegriffen.</p>
<p>Das macht viele Bürger besorgt, was die Zukunft bringen wird. In der Tat haben einige Politiker, u.a. der SPD-„Gesundheitsexperte“ Lauterbach, schon zum Ausdruck gebracht, daß ähnliche massive Rechtebeschränkungen künftig auch zur Bewältigung der „Klimakatastrophe“ nötig seien. Den Bürgern wird schon eingeschärft, daß es eine Rückkehr zum früheren „Normalzustand“ nicht geben könne.</p>
<p>Viele nachdenkliche Christen empfinden, daß die ganze Politik der westlichen Staaten in dieser Krise auch unter einem endzeitlichen Gesichtspunkt gedeutet werden muß. Letztlich werden die Menschen, besonders die freiheitsliebenden, wohlhabenden, selbstbewußten Bürger der westlich-abendländischen Nationen, keinen kommenden Diktator akzeptieren, wenn sie sich zuvor nicht von echten oder vorgetäuschten Krisen und Gefahren so bedroht fühlen, daß sie willig ihre Freiheiten und ihren Wohlstand dafür opfern, daß endlich „Friede und Sicherheit“ kommt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,3</a>).</p>
<p>Gewisse Soziologen und Psychologen haben raffinierte soziale Steuerungsmechanismen des „Change Managements“ entwickelt. Sie gehen davon aus, daß Menschen grundlegende Veränderungen in ihrem Leben und sozialen Umfeld am ehesten dann akzeptieren, wenn sie durch schockartige Krisenerlebnisse und den plötzlichen weitgehenden Zusammenbruch vertrauter Ordnungen stark verängstigt und verunsichert sind. Dann wird ihnen am Ende auch eine autoritärere, weniger vorteilhafte neue Ordnung lieber sein als die Unsicherheit und das beängstigende Chaos, dem sie zuvor ausgesetzt waren. Das steckt hinter dem heute populären Konzept des „Reset“.</p>
<p>Die Eliten dieser gegenwärtigen Weltzeit reden immer offener davon, daß die Corona-Krise ein willkommener Anlaß dafür ist, endlich die schon lange ins Auge gefaßte ökologisch-sozialistische „Neue Weltordnung“ einzuführen, die verstärkte staatliche Steuerung und auch eine mit großen Vollmachten ausgestattete Weltregierung beinhaltet.</p>
<p>Es ist schwierig, zu einem zutreffenden Urteil über diese vielschichtige Situation zu kommen, und gläubige Christen werden sie gewiß auch unterschiedlich beurteilen – aber wir sollten in jedem Fall dabei das Wort Gottes und seine Aussagen über die Endzeit beachten. Diese Krise wird sicherlich endzeitliche Entwicklungen beschleunigen, und der Weg, den die heutigen Regierenden einschlagen, um sie zu bewältigen, kann sich im Nachhinein als ein Übergangsschritt zu stärkeren diktatorischen Regulierungen erweisen, die ihrerseits den Weg für die Machtergreifung des antichristlichen Weltherrschers vorbereiten dürften – ohne daß wir deshalb den Verantwortlichen hier eine Absicht unterstellen müssen.</p>
<p>Nach dem prophetischen Wort müssen wir uns darauf vorbereiten, daß die Verhältnisse in unserem reichen, mit Frieden verwöhnten Westen möglichweise, ja sogar mit einiger Wahrscheinlichkeit, schwieriger werden, daß künftig böse, notbringende Tage kommen können.</p>
<p>Angesichts dieser Umstände ist es für die Gemeinde Jesu Christi heute wichtig, eine besonnene, biblisch begründete Perspektive und Wegweisung zu finden, damit sie in diesen schwierigen Umständen den Willen Gottes erkennt und ein klares und gutes Zeugnis für Christus ablegen kann. Hierzu ist es eine wesentliche Voraussetzung, die biblische Lehre über das Verhältnis der Gemeinde zur weltlichen Obrigkeit zu beleuchten.</p>
<p>Wir sollten uns darüber im Klaren werden, was uns die Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 13</a>, aber auch das Prinzip aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 5</a> zu sagen haben und wie wir Gottes Wort in unserer Situation recht anwenden können, damit es eine Leuchte für unseren Fuß und ein Licht auf unserem Pfad wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C105&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,105</a>). Darüberhinaus ist es von Bedeutung, uns noch einmal die geistliche Stellung der Gemeinde Jesu Christi gegenüber diesem ganzen Weltsystem bewußt zu machen. Ohne einen biblischen Gesamtrahmen können wir die Einzelfragen nicht richtig beurteilen!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">II. Biblische Grundlagen: <br />
Die Stellung der Gemeinde Gottes in diesem Weltsystem</span></h2>
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<p>Als erstes wollen wir kurz daran erinnern, was Gottes Wort über diese Welt sagt, in die wir als Gläubige hineingestellt sind, und über unser Verhältnis als Gemeinde Jesu Christi zu diesem Weltsystem. Dieser Zusammenhang ist meines Erachtens sehr wichtig, damit wir besser verstehen, was die Aussagen zur Obrigkeit und ihrer Rolle in Gottes Plan bedeuten.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">1. Das gegenwärtige Weltsystem im Urteil der Bibel</span></h3>
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<p>Wir können hier unmöglich auf alle Aussagen eingehen, die die Heilige Schrift über diese Welt macht, in der wir leben. Aber einige wesentliche Punkte wollen wir kurz festhalten und mit einigen ausgewählten Bibelstellen belegen.</p>
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<li><strong> Unter „Welt“ versteht die Bibel die Zivilisation und Gesellschaft der von Gott getrennten sündigen Menschen.</strong> Wir finden einige Aussagen des NT, in denen „Welt“ ganz einfach die von Gott geschaffene Welt bezeichnet (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C35%3B+26%2C13%3B+Apg+17%2C24%3B+R%C3%B6m+1%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,35; 26,13; Apg 17,24; Röm 1,20</a>); <em>in den meisten Stellen aber steht „Welt“ für die von Gott abgefallene Menschheit mit ihren widergöttlichen Sitten und Einrichtungen, ihrem widergöttlichen Denken und Handeln.</em> Der Begriff steht für die von Gott losgelöste Kultur und Zivilisation der Nachkommen Adams, die sich auf den Pfaden Kains bewegen. Besonders häufig kommt der Begriff in dieser Bedeutung im Johannesevangelium vor, das sich ausführlich mit der Stellung des Gottessohnes und der Gläubigen zur Welt beschäftigt. <strong>„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch <em>die Welt</em> erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,10-11</a>). <strong>„Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in <em>die</em></strong><em> <strong>Welt</strong></em><strong> gekommen ist, und <em>die Menschen</em></strong> <strong>liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse“</strong> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,19</a>). <strong>„Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und <em>die Welt</em> hört auf sie“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,5</a>).</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="2">
<li><strong> Diese Welt ist unter der Herrschaft des Bösen.</strong> Die Apostelbriefe bestätigen diese ernste Aussage. <strong>„Wir wissen, daß wir aus Gott sind, und daß die ganze Welt sich im Bösen </strong>[d.h. unter der Herrschaft des Bösen, im Machtbereich des Bösen]<strong> befindet“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,19</a>). Deshalb bezeichnet der Herr Jesus den Teufel auch als den <strong>„Fürst dieser Welt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C31%3B+14%2C30%3B+16%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,31; 14,30; 16,11</a>). Der Apostel Paulus nennt ihn sogar den <strong>„Gott dieser Weltzeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,4</a>). Das bezieht sich auf die Tatsache, daß der Widersacher diese Stellung nur in der gegenwärtigen bösen Weltzeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,4</a>) ausüben kann; in der kommenden Weltzeit, wenn Christus als Messias-König herrschen wird, wird er entmachtet und gebunden sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+20%2C1-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 20,1-10</a>).</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Welt nach dem Sündenfall ist geistlich gesehen <em>Finsternis</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C4-5.9-10%3B+3%2C19%3B+8%2C12%3B+12%2C46%3B+Eph+6%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,4-5.9-10; 3,19; 8,12; 12,46; Eph 6,12</a>), ist die Gesamtheit der sündigen, rebellischen Menschen, die unter der Herrschaft und dem Geisteseinfluß Satans stehen und Gott feindlich und ablehnend gegenüberstehen. „<strong>&#8211; auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, <em>gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt …</em>“</strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-2%3B+vgl.+Eph+6%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-2; vgl. Eph 6,12</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="3">
<li>Die Welt steht Christus und Seiner Gemeinde feindlich gegenüber. Diese Welt <em>haßt</em> den Herrn Jesus, so wie sie den lebendigen Gott, ihren Schöpfer und Erhalter, haßt und verworfen hat. Wie ernst bezeugt das unser Herr in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+7%2C7%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 7,7: </a><strong>„Die Welt kann euch nicht hassen, <em>mich aber haßt sie</em>; denn ich bezeuge von ihr, daß ihre Werke böse sind“</strong>. In dem Gleichnis von den anvertrauten Pfunden beschreibt der Herr Jesus Christus auch die Gesinnung dieser Welt: <strong>„Seine Bürger aber haßten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen:</strong> <strong><em>Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche!“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+19%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 19,14</a>). Diese biblische Diagnose gilt natürlich grundsätzlich auch für die Großen und Mächtigen dieser Welt, für die Eliten in Wirtschaft und Kultur, und auch für die Regierenden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C6-8%3B+Apg+4%2C25-28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,6-8; Apg 4,25-28</a>).</li>
</ol>
<p>Die Welt wird in allen Aussagen des NT als unverbesserlich und unreformierbar böse dargestellt. Diese Welt kann und wird sich nicht ändern, wird nicht zu Gott umkehren; nur einzelne kehren um, die von Gott aus der Welt herausgerufen und herausgerettet sind. Die Masse der Heidenvölker wie auch Israels bekehrt sich nicht, sondern schreitet in der ausreifenden Endzeit immer weiter in ihrer Bosheit fort, bis schließlich die Krönung des Bösen im Auftreten des Antichristen geschieht, des Menschen der Sünde, des Gesetzlosen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C2-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,2-6</a>).</p>
<p>Das ist der geistliche Rahmen, der unsichtbare Hintergrund für die Ereignisse, die sich heute, in der Zeit kurz vor dem Auftreten des Antichristen, in unserer Welt abspielen. Diese von Gottes Wort geoffenbarten Hintergründe müssen wir immer im Auge haben, damit wir die Weltereignisse geistlich zutreffend beurteilen und unseren Weg als Christen entsprechend ausrichten können.</p>
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<ol start="4">
<li>Diese Welt steht unter dem fest beschlossenen Zorngericht Gottes. Es ist der ernste, unwiderrufliche Ratschluß des allmächtigen, heiligen Gottes, daß diese Welt um ihrer Gottlosigkeit willen gerichtet werden muß, so wie einst zur Zeit Noahs. Dieses Gericht Gottes über die rebellische Welt ist in zahllosen Prophetien schon im AT bezeugt; meist wird hier der Begriff <strong>„Tag des HERRN“</strong> benutzt, der darauf hinweist, daß Gott an einem festgesetzten Tag (damit wird oft ein längerer Zeitraum bezeichnet) diese Welt heimsuchen und blutig richten wird um ihrer vielen Sünden willen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+2%2C12-22%3B+Jes+13%2C6-13%3B+Jer+23%2C20%3B+46%2C10%3B+Hes+30%2C2-3%3B+Joel+2%2C11%3B+3%2C4%3B+4%2C14%3B+Ob+1%2C15%3B+Zeph+1%2C14+%E2%80%93+2%2C3%3B+Mal+3%2C23%3B+vgl.+auch+Jud+1%2C14-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 2,12-22; Jes 13,6-13; Jer 23,20; 46,10; Hes 30,2-3; Joel 2,11; 3,4; 4,14; Ob 1,15; Zeph 1,14 – 2,3; Mal 3,23; vgl. auch Jud 1,14-15</a>).</li>
</ol>
<p>Die Lehre von dem bevorstehenden Gericht Gottes über eine gottlose Welt sowie über die Gottlosen in Israel wird von dem Herrn Jesus immer wieder aufgegriffen und bestätigt. Das Zorngericht Gottes ist durch das Sühnopfer des Herrn Jesus in keiner Weise aufgehoben worden; nur diejenigen, die sich wirklich in echter Buße und Glauben zu Christus bekehren, werden von diesem Zorngericht errettet – alle anderen wird der Zorn Gottes umso heftiger treffen, weil sie von der Erlösung wußten und sie doch verächtlich ablehnten. Ja, der Herr Jesus redet immer wieder von dem bevorstehenden <strong>„Tag des Gerichts“</strong> (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+10%2C15%3B+11%2C22.24%3B+12%2C41-42%3B+Mk+6%2C11%3B+Lk+20%2C47&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 10,15; 11,22.24; 12,41-42; Mk 6,11; Lk 20,47</a>), und Er macht deutlich, daß Er selbst dann der Richter sein wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,22</a>). <strong>„Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen“</strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,7</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">2. Die Stellung der Gemeinde Gottes in dieser Welt</span></h3>
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<p>Als nächstes wollen wir die Frage untersuchen, was die Bibel über das Verhältnis der heiligen Gemeinde Gottes, bzw. der einzelnen Kinder Gottes, zu dieser Welt lehrt. Welches ist die Stellung der Gemeinde Gottes in der Welt?  Ist ihr Bürgertum auf der Erde, in dieser Welt, so daß sie am weltlichen Gemeinwesen Anteil nehmen und sich für das Gemeinwohl der Welt einsetzen müßte? Hat sie womöglich den Auftrag, „die Welt zu verändern“ oder „die Welt zu umarmen“, wie das manche Theologen behaupten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das himmlische Wesen der Gemeinde Gottes</h4>
<p>Die wahre <em>Gemeinde Gottes</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C28%3B+1Kor+10%2C32%3B+11%2C22%3B+15%2C9%3B+Gal+1%2C13%3B+1Tim+3%2C5.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,28; 1Kor 10,32; 11,22; 15,9; Gal 1,13; 1Tim 3,5.15</a>) ist ein Wunderwerk Gottes. Sie wird „Gemeinde“ oder „Versammlung“ genannt, griechisch <em>ek-klesia</em>, die herausgerufene Versammlung, die Gott berufen und geheiligt hat, die Christus angehört und die durch den Heiligen Geist gebildet und geformt wird. Die Gemeinde unterscheidet sich grundlegend vom alten Bundesvolk Israel, das unter dem Gesetz war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+10%2C4%3B+2Kor+3%2C6-11%3B+Eph+3%2C1-11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 10,4; 2Kor 3,6-11; Eph 3,1-11</a>); in ihr formen Juden und Heiden eine neue Heilskörperschaft, den <em>Leib des Christus</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C5%3B+Eph+1%2C22-23%3B+1Kor+12%2C12-27&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,5; Eph 1,22-23; 1Kor 12,12-27</a>).</p>
<p>Die wahre Gemeinde Gottes besteht nur aus Menschen, die sich aufgrund einer echten Buße und Herzensumkehr zu Jesus Christus als ihrem Herrn und Erlöser bekehrt und Ihn im Glauben angenommen haben. Solche empfangen das Gnadengeschenk der Neugeburt oder Neu-Zeugung (oft auch Wiedergeburt genannt); sie empfangen den Heiligen Geist, der sie in der biblischen Taufe des Geistes in den <em>einen</em> Leib des Christus hineinfügt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,13</a>). Diese Glieder der Gemeinde waren alle einst Kinder Adams und als solche gehörten sie dieser gottfeindlichen Welt an (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C12-21%3B+Eph+2%2C1-3.11-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,12-21; Eph 2,1-3.11-12</a>). Nun aber sind sie <em>in Christus</em> (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C3%3B+1Kor+1%2C2.30%3B+Gal+1%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,3; 1Kor 1,2.30; Gal 1,22</a>), durch den Herrn gerechtfertigt, geheiligt und herausgerettet aus dieser bösen Welt und aus dem Machtbereich des Satans (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C11%3B+Gal+1%2C4%3B+Kol+1%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,11; Gal 1,4; Kol 1,13</a>).</p>
<p>Durch die Gemeinschaft mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, der in den Himmeln erhöht ist, ist die wahre Gemeinde herausgenommen aus dieser Welt, geheiligt und getrennt von dem unheiligen Schlamm der Sünder dieser Welt. Sie gehört Christus an als die bluterkaufte, makellose <em>Braut</em>, die Sein ewiges Eigentum ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2%3B+Eph+5%2C25-27%3B+Offb+21%2C2.9-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2; Eph 5,25-27; Offb 21,2.9-10</a>).</p>
<p>Die Gemeinde wird auch als das neue, himmlische <em>Eigentumsvolk</em> Gottes und des Christus bezeichnet: „… <strong>Jesus Christus, <em>der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen,</em> das eifrig ist, gute Werke zu tun“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,14</a>). „<strong>Ihr aber seid <em>ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, </em>damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,9</a>).</p>
<p>Die Gemeinde ist auch <em>der heilige Tempel Gottes</em> oder das <em>Haus Gottes auf Erden</em>, d.h. der auserwählte und geheiligte Ort, wo der lebendige Gott gegenwärtig ist und wohnt und verehrt wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C19-22%3B+vgl.+auch+1Pt+2%2C4-5%3B+1Tim+3%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,19-22; vgl. auch 1Pt 2,4-5; 1Tim 3,15</a>); sie ist auch ein heiliges Priestertum (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Fremdlingsstellung der Gemeinde in der Welt</h4>
<p>Was ist nun Gottes Wille für die Gemeinde in der Welt? Ein Schlüsselbegriff in diesem Zusammenhang ist die <em>Fremdlingsschaft</em>. Ihn finden wir vor allem im 1. Petrusbrief, der sehr wichtig für unser Thema ist und sehr viele Lehren und Ermahnungen über unser Verhältnis zur Welt enthält. Der Fremdling ist ein rechtloser Ausländer, der kein Bürgerrecht und keinen Erbbesitz im Land hat und dessen Aufenthalt nur geduldet wird; auch der verwandte Begriff „Gäste“ bzw. „Wanderer“ drückt etwas Ähnliches aus.</p>
<p>Es geht um solche, deren Heimat woanders ist, die keinen Anteil haben am öffentlich-politischen Gemeinwesen und auch keinerlei entsprechenden Rechte und Pflichten besitzen, sondern nur geduldete Durchreisende auf dem Weg zu ihrem eigentlichen Vaterland sind. Genau als solche bezeichnet uns das Wort Gottes:</p>
<p><strong>Geliebte, ich ermahne euch <em>als Gäste und Fremdlinge</em>: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C11-12%3B+vgl.+1Pt+1%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,11-12; vgl. 1Pt 1,17</a>)</strong></p>
<p>Hier wird ganz bewußt eine Brücke geschlagen zu den Gläubigen des Alten Testaments, besonders zu Abraham, der ein Fremdling im Land Kanaan war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+17%2C8%3B+20%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 17,8; 20,1</a>). Diese Parallele wird weiter ausgeführt in dem bemerkenswerten Abschnitt über die Glaubenshelden in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 11</a>, die bekannten, „<strong><em>daß sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden</em>“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C13-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,13-16</a>).</p>
<p>Als Gläubige sind wir Fremdlinge auf Erden, die hier kein Erbteil haben; unser Erbteil ist Christus im Himmel, und dort ist auch unsere Heimat, unser Bürgertum, das Gemeinwesen, dem wir angehören (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C17-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,17-21</a>). Wir sollen uns also nicht in das irdische Treiben dieser Welt, in ihre Jagd nach Reichtum, Macht und Selbstverwirklichung einlassen, sondern unser Auftrag ist es, dem ewigen Gott priesterlich zu dienen und den sündigen Menschen das Evangelium von der ewigen Errettung zu bezeugen.</p>
<p>Die wahre Gemeinde ist berufen, in heiliger Absonderung von dem schmutzigen Treiben der Welt zu leben. Und das schließt die Politik mit ein, denn unter den Bedingungen des Sündenfalls ist Politik notwendigerweise ein „schmutziges Geschäft“, wie der Volksmund aus leidvoller Erfahrung sagt.</p>
<p>In alles Streben nach Machtwechsel, Veränderungen, dem Ringen um die Berücksichtigung materieller Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen ist stets eine mehr oder minder große Portion Lüge und Trug, Machtpolitik und Intrige gemischt. Es ist interessant, daß die Ankläger des Paulus den Apostel zu einem politischen Agitator stempeln wollten, während Paulus selbst zu Recht darauf hinweist, daß er rein geistliche und keine politischen Anliegen verfolgt hatte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+24%2C1-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 24,1-21</a>).</p>
<p>Viele Gläubige sehen sich daher geführt, auch nicht wählen zu gehen, obgleich dies in Demokratien ihr verbrieftes Recht ist. Sie sehen, daß jeder weltliche Kandidat für ein politisches Amt letztlich mit dem Mandat ihrer Stimme Dinge tun wird, die mit Gottes Willen unvereinbar sind. Dagegen sehen sie einen entscheidenden Weg, die Politik ihres Landes zum Positiven zu beeinflussen, im ernstlichen Gebet für die Menschen in Autoritätsstellung, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 2</a> sagt: <strong>„… damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,2</a>). Andere Kinder Gottes sehen es als ihre Pflicht an, wählen zu gehen und wählen das jeweils „kleinste Übel“ aus christlicher Sicht; darin hat jeder Freiheit je nach seiner Gewissensführung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Gemeinde ist aus der Welt herausgenommen und Christus geweiht</h4>
<p>Wenn jemand Christus angehört und ein Kind Gottes geworden ist, dann gehört er nicht mehr der Welt an; er ist aus der Welt herausgerettet, für Gott geheiligt (d.h. abgesondert) und ein Fremdkörper für die sündige Welt, die ihn deshalb haßt.<strong> „Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; <em>weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt</em>“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+15%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 15,19</a>). Dazu ist unser Herr am Kreuz gestorben, <strong>„<em>damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf</em>, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,3-5</a>).</p>
<p>Wir Gläubigen gehören innerlich, wesensmäßig nicht zu dieser Welt, sondern zu unserem verherrlichten Herrn. Wir sind ein himmlisches Eigentumsvolk mit himmlischer Berufung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,1</a>) und himmlischen Segnungen. Gott hat uns <strong><em>„mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus</em>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,4-7</a>).</p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+17%2C5-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 17,5-26</a> gibt der Herr Jesus Christus uns eine sehr beherzigenswerte Lehre über unsere Stellung als Kinder Gottes zur Welt. Gott beläßt uns in der Welt und Christus sendet uns in die Welt, damit wir Ihm priesterlich dienen und das Licht des Evangeliums in dieser Finsternis leuchten lassen. Das kann aber nur geschehen, wenn wir geheiligt sind durch das Wort Gottes. Gott will uns mitten in der Welt bewahren vor dem Bösen.</p>
<p>Der wahre Gläubige lebt <em>geistlich gesehen</em> nicht mehr in der Welt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,20</a>). Er bekennt mit dem Apostel Paulus: <strong>„Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,14</a>). Das Kind Gottes darf also wissen: Für mich ist die Welt gekreuzigt, d.h. verurteilt und hingerichtet, sie ist tot und hat mir nichts mehr zu sagen oder zu bieten. Umgekehrt bin ich auch für die Welt gestorben; ihre Reize und Versuchungen, ihr Appell, bei ihrem sündigen Treiben mitzumachen, stößt bei mir auf taube Ohren.</p>
<p>Wenn wir die Lehre des NT über unsere Stellung und unseren Wandel in der Welt zusammenfassen, dann sehen wir, daß Gott uns gerade dadurch zu einem kraftvollen Zeugnis für Seinen Namen setzen will, daß wir konsequent abgesondert und für Ihn geheiligt leben mitten in einer Welt voller Zügellosigkeit und Sünde, voller Götzendienst und humanistischem Menschenkult.</p>
<p><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, <em>damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit</em> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-12</a>)</strong></p>
<p><strong>Da nun dies alles aufgelöst wird, <em>wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht,</em> indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. <em>Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, daß ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden!</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,11-14</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Gottes Regierungswege mit dieser Welt</em></p>
<p>Wenn wir Gottes Ratschlüsse studieren, wie sie uns in der Bibel geoffenbart sind, dann erkennen wir, daß Gott bewußt und nach Seinem souveränen Willen diese Welt und die in ihr lebenden Menschen unter der Macht des Bösen und der Sünde gelassen hat, solange die gegenwärtige böse Weltzeit andauert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C16%3B+Gal+1%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,16; Gal 1,4</a>). Gott hat bewußt darauf verzichtet, in dieser Weltzeit Seinen Willen und Seine Gebote durchzusetzen, wozu Er ja allezeit die Macht und Möglichkeit hätte. In dieser Weltzeit herrschen die Heidenvölker in der Welt (die „Zeiten der Heiden“; vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C24%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,24; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a>), und der Fürst dieser Welt herrscht aus der Luft über sie.</p>
<p>Gott ist dennoch der allerhöchste Herrscher über allem, aber Er läßt die Menschen heute in den schlimmen Lebensumständen, die durch ihre Sünde hervorgerufen werden. Gott benutzt das Leid, das durch Ungerechtigkeit und Machtmißbrauch, Ausbeutung und Armut, Bosheit und Krankheit entsteht, um Menschen dazu zu führen, daß sie Heil und Errettung bei Christus suchen. Die Menschen müssen ernten, was sie durch die Sünde gesät haben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,7</a>).</p>
<p>Heute ist es nicht Gottes Absicht, Sein Reich aufzurichten, in dem Sein Wille mit göttlicher Autorität einmal in der Welt durchgesetzt werden wird; heute ruft Gott durch die Verkündigung des Evangeliums von Christus sündige Menschen aus dieser gottfeindlichen Welt heraus und bringt sie in Seine Gemeinde, die eine heilige Schar von Fremdlingen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der ESRA-Schrift von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/6629-gemeinde-und-obrigkeit/"><strong><em>Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen. Biblische Leitlinien angesichts der Corona-Krise und vermehrter staatlicher Einschränkungen</em></strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/04/gemeinde-und-obrigkeit-im-spannungsfeld-endzeitlicher-entwicklungen-teil-i/">Gemeinde und Obrigkeit im Spannungsfeld endzeitlicher Entwicklungen &#8211; Teil I</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kopfbedeckung der Frau &#8211; ein wichtiges Zeugnis in der Gemeinde</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/10/die-kopfbedeckung-der-frau-ein-wichtiges-zeugnis-in-der-gemeinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2019 09:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfbedeckung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; &#160; &#160; Vorwort zur überarbeiteten Fassung &#160; Diese Schrift behandelt ein heute äußerst heikles und unpopuläres Thema. „Kopfbedeckung für gläubige Frauen? Das ist doch ein alter Zopf aus dem letzten Jahrhundert!“, so werden vermutlich viele Christen über dieses Thema denken. Und doch gibt der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, der viele grundlegende Lehren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/10/die-kopfbedeckung-der-frau-ein-wichtiges-zeugnis-in-der-gemeinde/">Die Kopfbedeckung der Frau &#8211; ein wichtiges Zeugnis in der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Vorwort zur überarbeiteten Fassung</span></h2>
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<p>Diese Schrift behandelt ein heute äußerst heikles und unpopuläres Thema. „Kopfbedeckung für gläubige Frauen? Das ist doch ein alter Zopf aus dem letzten Jahrhundert!“, so werden vermutlich viele Christen über dieses Thema denken.</p>
<p>Und doch gibt der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, der viele grundlegende Lehren über die Gemeinde enthält, diesem Punkt überraschend viel Raum, 16 ganze Verse. Sollte diese Ordnung für Gott doch wichtig sein? was steckt überhaupt hinter dieser heute so in Vergessenheit, ja Verruf gekommenen biblischen Zeichen der Kopfbedeckung?</p>
<p>Darauf möchte ich mit dieser biblischen Untersuchung Antwort geben. Sie ist an alle gläubigen Frauen und Männer gerichtet, denen das Wort und der Wille Gottes noch wichtig ist, die wirklich dem Herrn Jesus nachfolgen und Sein Wort aus Liebe zu Ihm bewahren wollen. Sie will zu einem offenen, vorurteilsfreien Hören auf Gottes Wort in einer Frage ermutigen, die vom feministischen Zeitgeist zu Unrecht aus den Gemeinden verbannt wurde.</p>
<p>Ursprünglich war diese Ausarbeitung eher ein Gutachten für Gemeindeälteste; in der vorliegenden überarbeiteten Fassung ist es in erster Linie an entschiedene Geschwister im Herrn gerichtet, wobei es mir ein großes Anliegen ist, daß auch die Männer, besonders christliche Ehemänner und Gemeindemitarbeiter, dieses Thema wahrnehmen und einen klaren Standpunkt dazu bekommen.</p>
<p>Ich habe versucht, die inspirierten Anweisungen aus Gottes Wort gründlich und aufrichtig so auszulegen und zu erklären, wie es nach meiner Überzeugung recht und angemessen ist. Dabei habe ich auch die Forschungsergebnisse zahlreicher anderer bibeltreuer Ausleger mit berücksichtigt. Ich bitte all meine Leser, das hier Geschriebene betend zu prüfen, ob es sich so verhält (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,11</a>). Möge der Herr uns allen Licht geben, damit wir Seinen Willen erkennen, und Kraft, ihn auch zu tun!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Leonberg, im Juli 2020                                                           Rudolf Ebertshäuser </em></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Die Kopfbedeckung der Frau – Überbleibsel aus einer frauenfeindlichen Epoche </span><span style="color: #800000;">oder zeitlose biblische Ordnung?</span></h2>
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<p>„Kopfbedeckung für Frauen? Heute? Das ist doch kein Thema mehr!“ – so ähnlich werden viele Christen reagieren, wenn sie mit dem Gegenstand dieser Schrift konfrontiert werden. Vielen Christen erscheint die Vorstellung, daß gläubige Frauen ihr Haupt bedecken sollen, als ein befremdliches Relikt aus mittelalterlichen Zeiten.</p>
<p>Dabei wird oft nicht bedacht, daß diese Ordnung durch etwa 1.800 Jahre fast überall von allen Christen als selbstverständlich angesehen wurde und auch heute noch von vielen Millionen Gläubigen in aller Welt (überwiegend im Osten und Süden des Globus) bewußt praktiziert wird.</p>
<p>Die allermeisten evangelikalen Christen des Westens aber haben die biblische Ordnung der Kopfbedeckung für gläubige Frauen in den Gemeindeversammlungen stillschweigend als „veraltet“ und „für uns heutige Christen nicht mehr akzeptabel“ abgetan. In den liberaltheologisch geprägten Großkirchen und Freikirchen wird sie wie selbstverständlich ignoriert und kaum eines Gedankens gewürdigt. In der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen ist sie eine mehr oder weniger befolgte bloße Tradition.</p>
<p>Die Europäer und Amerikaner des 21. Jahrhunderts werden vielleicht nur noch an sie erinnert, wenn sie auf den Fotos einer Hochzeit im britischen Königshaus verwundert feststellen, daß alle geladenen Damen im Gottesdienst einen mehr oder weniger auffälligen Hut tragen, weil es bei solchen kirchlichen Anlässen immer noch als Regelverstoß gilt, wenn eine Frau unbedeckt auftritt.</p>
<p>Man kann zwei Ursachen dafür ausmachen, daß die Ordnung der Kopfbedeckung so in Vergessenheit geraten ist. Das eine ist die heute weithin vorherrschende bibelkritische Haltung zur Heiligen Schrift. Hunderte liberaler Theologen haben mit ihren Büchern und Predigten bei vielen den Eindruck verfestigt, daß die Bibel ein Buch aus dem 1. Jahrhundert sei, das in vielem veraltet sei und heute nicht mehr wörtlich genommen werden könne. Besonders die Äußerungen des Paulus zur Frauenfrage gelten als „überholt“; der inspirierte Apostel wird vom manchen als „Frauenfeind“ betrachtet.</p>
<p>Die andere Ursache sind die heute in der Gesellschaft vorherrschenden Ansichten über die Stellung der Frau, welche entschieden die „Gleichberechtigung“ der Frau vertreten und alle biblisch orientierten Vorstellungen von einer Autoritätsstellung des Mannes militant und verächtlich zurückweist.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> In einer Zeit, da wir von Bundeskanzlerinnen und Verteidigungsministerinnen, von weiblichen Parteivorsitzenden und evangelischen Bischöfinnen regiert werden, kann man doch nicht ernsthaft solche „rückständigen“ und „frauenfeindlichen“ Sitten vertreten, oder?! Dieser Druck des Zeitgeistes hat eine große Rolle bei der Verdrängung dieses unbequemen Themas gespielt.</p>
<p>Heute vertreten selbst viele Ausleger und Älteste aus Gemeinden, die sich noch als „bibeltreu“ bezeichnen würden, die Auffassung, die Kopfbedeckung sei nicht mehr von Bedeutung; bei vielen scheint sie gar nicht mehr erwünscht, sondern gilt als bedenkliches Anzeichen einer „sektiererischen Enge“. Stillschweigend gehen die meisten Christen davon aus, daß diese Ordnung einfach nicht mehr in die heutige Zeit und Kultur paßt, die von der „Gleichberechtigung“ für die Frau geprägt ist.</p>
<p>In unserer Zeit wird die Kopfbedeckung der Frau in den Versammlungen (Gottesdiensten) nur noch von relativ wenigen biblisch ausgerichteten Gemeinden praktiziert; vor allem sind dies Brüdergemeinden und rußlanddeutsche Baptisten- und Mennoniten-Brüdergemeinden. Doch selbst in solchen bibeltreuen Kreisen stößt die Kopfbedeckung bei einigen jüngeren Schwestern und Brüdern, aber auch bei manchen älteren, auf kritische Anfragen, Unverständnis oder Ablehnung.</p>
<p>Auf der anderen Seite sollte es allen Gläubigen, die den Herrn lieben – Männern und Frauen –, zu denken geben, daß der Geist Gottes immerhin ein halbes Kapitel des Neuen Testaments mit 16 Versen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C1-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,1-16</a>) darauf verwendet, zu lehren, daß die Frauen ihr Haupt bedecken sollen, wenn sie mit anderen Gläubigen vor Gott zusammenkommen, und besonders, wenn sie beten und weissagen (d.h. einander erbauen mit Ermunterung, Ermahnung und Trost, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,3</a>). Das ist mehr, als wir in den Briefen über eine so grundlegende Anordnung wie die Wassertaufe geschrieben finden.</p>
<p>Dieses halbe Kapitel steht im 1. Korintherbrief, der besonders ausführlich die biblischen Ordnungen einer Gemeinde behandelt, und in dem ergänzend auch das heute ebenfalls umstrittene Gebot des Schweigens der Frauen in den Gemeindeversammlungen gelehrt wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C34-38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,34-38</a>).</p>
<p>Wenn wir aufrichtig und ohne Hintergedanken überlegen, was uns dies zu sagen hat, dann müssen wir zugeben, daß dieses Thema dem Herrn Jesus, der uns in den Apostelbriefen ja Seine Lehren, Gebote und Anweisungen übermittelt hat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,37</a>), doch wichtig sein muß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bewußter Gehorsam aus Liebe zum Herrn</em></p>
<p>Wir wollen daher als begnadigte und errettete Nachfolger unseres wunderbaren Herrn und Erlösers darüber nachdenken, was die Ordnung der Kopfbedeckung für die Frau heute für uns bedeutet, was die Bibel über dieses Thema und über die Stellung der Frau in der Gemeinde allgemein lehrt, und wie wir diese apostolische Ordnung heute in die Praxis umsetzen können.</p>
<p>Dies tun wir nicht aus „Gesetzlichkeit“, wie es ernsten Christen leider immer wieder vorgeworfen wird, sondern aus Liebe zu unserem Herrn und Erlöser, der uns gesagt hat:</p>
<p><strong><u>Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt</u></strong><strong>; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (…) <u>Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen</u>, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. <u>Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht</u>; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C21-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,21-24</a>)</strong></p>
<p>Die Grundlage unseres Gehorsams als Kinder Gottes ist nicht das Gesetz mit seinen Forderungen, sondern die erfahrene Gnade Gottes, die uns aus unserem verlorenen Zustand als ungehorsame Sünder (<strong>„Söhne des Ungehorsams“</strong> – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,2</a>) errettet hat, und uns zu <strong>„Kindern des Gehorsams“</strong> gemacht hat (so heißt es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14</a> wörtlich). Die wahre Gnade Gottes ist eben kein Freibrief zu Ungehorsam und Beliebigkeit, sondern sie <strong>„nimmt uns in Zucht“</strong>, wie uns das Wort Gottes bezeugt:</p>
<p><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; <u>sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit</u> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-12</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Als gehorsame Kinder (w. Kinder des Gehorsams) paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.</u></strong><strong> Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes Einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet. Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-19</a>)</strong></p>
<p>Der Gehorsam der Kinder Gottes gegenüber dem geoffenbarten Willen ihres wunderbaren himmlischen Vaters, den sie in der Bibel finden, ist eine heilige Verpflichtung, die gerade aus der Begnadigung erwächst. Keiner von uns wird diesen Gehorsam zu 100 % erfüllen; wir versagen darin oft, aber das ist kein Freibrief dafür, willentlich oder aus Nachlässigkeit Ungehorsam zu praktizieren. Gehorsam ist nicht etwas, das in unser Belieben gestellt wäre; er gehört grundlegend zu unserem geistlichen Leben als Gotteskinder dazu.</p>
<p><strong>Wißt ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müßt ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? <u>Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist</u>. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C16-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,16-18</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodaß wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, <u>und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus, und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,3-6</a>)</strong></p>
<p>Dieser Gehorsam wird immer bewußter und freudiger, je mehr wir erkennen, wie gütig, gnädig und liebevoll unser Gott und himmlischer Vater ist. Kinder Gottes dürfen wissen: Gottes Gebote sind keine drückenden Lasten, keine einschränkenden Ketten, keine Hindernisse für unser wahres Glück, sondern im Gegenteil: sie sind und von dem gütigen Gott gegeben, um uns zu schützen und uns den Weg zu weisen, der Frieden, Erfüllung und himmlischen Segen für uns bringt.</p>
<p>Je bewußter wir unseren Gott erkennen, desto williger und freudiger leben wir im Gehorsam gegen Seine Gebote und Lehren. Das ist für uns das Allerbeste; wir werden es nie bereuen! Die innere Grundhaltung zum Gehorsam gegenüber Gottes Geboten wirkt sich auch auf unser Verständnis der Heiligen Schrift und auf unsere Lehre aus.</p>
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<p><em>Seine Gebote sind nicht schwer!</em></p>
<p>Heute finden wir leider bei vielen Christen einen minimalistischen, widerwilligen Gehorsam, der trotzig sagt: „Ich gehorche nur dem, was direkt so in der Bibel geschrieben steht! Alle weitergehenden Schlüsse und Anwendungen gehen mir zu weit, da will ich nichts davon wissen!“ Indirekt sagen sie damit: „Ich habe schon große Mühe mit dem schweren Joch, das mir die Bibel auferlegt; auf keinen Fall werde ich nur ein bißchen mehr tun als das, was unbedingt nötig ist!“</p>
<p>Wie traurig, wenn Gläubige so denken! Das ist die verkehrte Haltung eines unwilligen Knechtes, der seinen Herrn nicht wirklich kennt und daher meint, er sei hart und verweigere ihm etwas Gutes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,24</a>). Eine solche Haltung verkennt, daß die Bibel eben keine Ansammlung von gesetzlichen Vorschriften ist, die wir abarbeiten müßten (und ansonsten in Ruhe unseren eigenen Willen tun könnten). Vielmehr gibt uns die Bibel in ihren verschiedenen Aussagen Hinweise und Prinzipien, von denen wir unser ganzes Handeln leiten lassen sollen.</p>
<p>Wenn gehorsame Kinder Gottes Wort lesen, dann erforschen sie bereitwillig, was der Wille ihres gütigen himmlischen Vaters ist, und suchen in Seine Gedanken so tief wie möglich einzudringen, damit ihr Gehorsam so weitgehend wie möglich und so einsichtig wie möglich ist.</p>
<p>Für sie ist der Gehorsam nicht mühsam und schwer, sondern sie kennen den, dessen Joch sanft und dessen Last leicht ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+11%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 11,30</a>), und sie befolgen Seine Gebote willig und so umfassend wie möglich. Dementsprechend erforschen sie Gottes Wort und beziehen alle dafür wichtigen Lehren und Aussagen mit ein, um den Willen Gottes umfassend zu erkennen und auszuleben.</p>
<p><strong>Daran erkennen wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,2-3</a>)</strong></p>
<p>Viele Streitigkeiten im Volk Gottes, gerade auch über die Frauenfrage, kommen aus dieser Ursache, daß allzuviele Gläubige heute unter dem Einfluß des gesetzlosen, emanzipierten Zeitgeistes nur noch einen aufs Notwendigste beschränkten, widerwilligen Gehorsam praktizieren und allen freudigen, umfassenden Gehorsam als „gesetzlich“ und „eng“ angreifen und von sich weisen. Das gilt nicht zuletzt auch in der Frage der göttlichen Ordnungen für die Frau in der Gemeinde.</p>
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<p><em>Wenn wir Gottes Ordnungen ausleben, verherrlichen wir Gott</em></p>
<p>Wenn man diese Frage der Kopfbedeckung wie auch die grundlegendere Frage der biblischen Stellung der Frau in der Gemeinde Gottes heute behandeln will, dann geschieht es oft, daß das Gespräch darüber mit Emotionen aufgeladen und von vorgefaßten Haltungen beeinflußt ist. Eine unbefangene, ganz am Bibelwort ausgerichtete Erörterung dieser Frage ist ziemlich schwierig geworden.</p>
<p>Das hängt auch damit zusammen, daß für viele Gläubige das Bewußtsein der hohen Berufung, die sie durch den Herrn Jesus empfangen haben, wenig entwickelt ist. Dasselbe gilt für die hohe Berufung der Gemeinde als Ganzes.</p>
<p><strong>… ihr wißt ja, wie wir jeden Einzelnen von euch ermahnt und ermutigt haben wie ein Vater seine Kinder, und euch ernstlich bezeugt haben, <u>daß ihr so wandeln sollt, wie es Gottes würdig ist, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,11-12</a>)</strong></p>
<p>Wie wenig wird heute darüber nachgedacht und gepredigt, daß wir in Christus zu Königen und Priestern gemacht worden sind, zu einem besonderen Eigentumsvolk, das berufen ist, den Herrn und Erlöser durch unser ganzes Leben zu ehren und zu verherrlichen! Wie wenig ist uns bewußt, daß wir nicht für uns selbst leben sollen, sondern für Ihn, unseren wunderbaren, liebenden Herrn, der uns mit Seinem Blut erlöst hat!</p>
<p><strong><u>Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk</u></strong><strong>, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,9-10</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist deshalb für alle gestorben, <u>damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</strong></p>
<p>Sollten wir für unseren Herrn Jesus nicht bereit sein, alles zu tun, alles zu geben? Wenn wir Ihm nicht einmal in diesen geringen äußerlichen Dingen folgen wollen, wie sieht es dann aus, wenn uns die Nachfolge Jesu Christi die berufliche Stellung, die Ehe, die Kinder, ja sogar Leib und Leben kosten sollte – wie das z.B. für Gläubige aus Asien und Afrika öfters der Fall ist?</p>
<p>Wir denken heute zumeist recht menschlich über unser Christsein und über unsere Gemeinden, auch über die Gebote und Ordnungen, die unser Herr uns gegeben hat – und doch sollten wir als Nachfolger Jesu Christi nicht menschlich, sondern Gott gemäß denken (vergleiche <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,23</a>). Den Aposteln war es wichtig, uns zu zeigen, daß wir Heilige und Geliebte sind, Könige und Priester für Gott, und daß wir berufen sind, auch entsprechend dieser hohen Berufung zu leben:</p>
<p><strong>So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,1</a>)</strong></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Gottes Gebote im Widerstand gegen den Zeitgeist verwirklichen </em></p>
<p>Was ist nun unsere Berufung als Mann und Frau in der Gemeinde? Weshalb hat Gott für den Mann und die Frau in Christus solche Ordnungen gegeben, die in der heutigen, „emanzipierten“ Zeit als fremdartig und altmodisch, ja, als unterdrückend und „diskriminierend“ empfunden werden? Nun, zunächst einmal müssen wir uns bewußt machen, daß der heutige „Zeitgeist“ für einen erretteten Sünder, für einen von neuem geborenen Christen keine Autorität sein kann.</p>
<p>Die Kultur und Sitte, das Denken und die Normen unserer Gesellschaft ist von diesem gottfeindlichen Weltsystem und damit letztlich vom Fürsten dieser Welt geprägt. Der „Zeitgeist“ ist immer der Geist dieser Welt, die von Gott abgefallen ist und allem Göttlichen verständnislos und feindselig gegenübersteht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>). Wir sind aus dieser Welt herausgerufen und von ihr durch das Blut Jesu Christi, durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt, abgesondert; diese Welt ist für uns gekreuzigt und gestorben, und wir für diese Welt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,14</a>).</p>
<p>Diese Welt mit ihren sündigen, verkehrten Maßstäben, Werten und Gedanken sollte uns nichts mehr zu sagen haben – und doch sind wir von ihr oft mehr beeinflußt, als wir uns eingestehen wollen. Deshalb müssen wir unser Denken durch Gottes Geist und Gottes Wort beständig und immer mehr erneuern und umgestalten lassen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>), so daß es den Gedanken Gottes entspricht.</p>
<p>Unsere Autorität als gläubige Christen ist in allen Fragen der allmächtige Gott, unser himmlischer Vater, und Sein ewiggültiges, inspiriertes Wort. Als Gläubige sind wir zugleich Nachfolger des Herrn Jesus Christus, des Sohnes Gottes, der uns mit Seinem Blut erkauft hat, damit wir als Sein Eigentum Ihm dienen und gehorchen und Seine Anweisungen ausführen. Unser Gott hat das Recht, uns Gebote zu geben und unseren Gehorsam zu erwarten, auch wenn wir vielleicht den Sinn dieser Gebote nicht oder nicht ganz erfassen.</p>
<p>Heute meinen viele Christen, sie bräuchten ein göttliches Gebot nicht halten, wenn sie seinen Sinn nicht einsehen oder keine besondere innere Führung (sprich: keine Lust) dazu haben. Können wir aber so mit unserem Gott, dem ehrfurchtgebietenden Allherrscher, umgehen? Ist das nicht eine aus dem Ungehorsam des Fleisches und aus dem antiautoritären Zeitgeist geborene Mißachtung von Gottes heiliger Autorität? Erheben wir uns damit nicht über Gott und streben nach „Autonomie“, so daß wir selbst uns ein Gesetz sein wollen, anstatt Gottes Ordnungen zu respektieren?</p>
<p>Wir befolgen Gottes Gebote, weil wir unseren himmlischen Vater als die höchste Autorität im Universum ehren und uns Ihm bewußt unterwerfen, ganz gleich, was Er für uns anordnet. Wir gehorchen Ihm in dem Wissen, daß alle Seine Gebote gut sind und für uns auch eine gute Auswirkung haben, selbst wenn wir in dem einen oder anderen Fall nicht so genau einsehen mögen, wozu das Gebot gut sein soll.</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt uns Gottes Wort in vielen Dingen sehr wohl Unterweisung und erklärt uns Gottes Gedanken, weil unser himmlischer Vater möchte, daß wir Ihm aus Einsicht und innerer Überzeugung dienen und gehorchen. Das gilt auch für die Stellung von Mann und Frau in der Gemeinde – ein Thema, das einen recht großen und wichtigen Stellenwert in den Gedanken Gottes und dementsprechend auch in den Apostelbriefen einnimmt.</p>
<p>Unser Ziel, wenn wir uns als Gemeinde Gottes versammeln, sollte nicht unser Wohlbefinden, unsere Selbstverwirklichung als moderne Menschen sein, sondern die Ehre Gottes, denn es steht geschrieben: <strong>„Tut alles zur Ehre (Verherrlichung) Gottes“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,31</a>). Wir sollten unser Gemeindeleben gewissenhaft nach den Anweisungen von Gottes Wort ausrichten, denn nur so empfangen wir den vollen Segen des Herrn, und allein unser Gehorsam bewirkt, daß <strong>„in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,11</a>).</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die Stellung von Mann und Frau in der Gemeinde</span></h2>
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<p>Heute haben wir eine notvolle Situation im Volk Gottes. Weltliche Geistesströmungen wie Humanismus (ein Denken, das den Menschen zum Maß aller Dinge macht), Antiautoritarismus (Ablehnung aller gottgegebenen Autorität) und Feminismus (Ablehnung der göttlichen Ordnungen für die Frau und für die Ehe) beeinflussen unser Denken.</p>
<p>Der Mensch ist leider auch im Denken vieler Christen heute das Maß aller Dinge, und das heilige Wort der Bibel muß sich ihm unterordnen und wird bei Bedarf zu zurechtgestutzt, daß es der Selbstverwirklichung der Menschen nicht im Wege steht.</p>
<p>Das gilt gerade auch im Selbstverständnis der Stellung von Mann und Frau. Der allgegenwärtige Feminismus hat hier unsere Gedanken als Gläubige weit tiefer beeinflußt, als wir meinen. Der endzeitliche Geist der Gesetzlosigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,7-8</a>) prägt uns in vielen Fragen und benebelt unser Verständnis von Gottes Ordnungen.</p>
<p>Gerade in einer solchen herausfordernden Zeit sollten wir als gläubige Kinder Gottes unsere Denkweise bewußt von allen widergöttlichen Prägungen reinigen und befreien und uns immer tiefer vom Geist Gottes und der Lehre der Bibel formen lassen.</p>
<p><strong>Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>)</strong></p>
<p>Gottes Gedanken über Mann und Frau sind höher als alle unsere menschlichen Gedanken (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+55%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 55,8-9</a>). Sie sind für den natürlichen, nicht von neuem geborenen Menschen Torheit und Ärgernis: <strong>„Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muß“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,14</a>). Aber für den wiedergeborenen Gottesmenschen sind sie kostbar, der Ausdruck göttlicher Weisheit und Güte:</p>
<p><strong>Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; <u>aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat</u>, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. </strong></p>
<p><strong><u>Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist</u></strong><strong>; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes. </strong></p>
<p><strong><u>Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodaß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist</u></strong><strong>; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C6-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,6-13</a>)</strong></p>
<p>Für den vom Feminismus geprägten modernen Menschen sind Gottes Gedanken über das Verhältnis von Mann und Frau anstößig, weil unser großer Gott, der uns geschaffen hat, eine klare und heute nicht mehr anerkannte „Rollenverteilung“ zwischen Mann und Frau vorgenommen hat.</p>
<p>Der Mann ist nach Gottes Schöpfungsordnung das liebende, fürsorgliche Oberhaupt der Frau und der ganzen Familie; er trägt die Verantwortung und hat unter der Leitung des Herrn die Führung in Ehe und Familie, für die er auch mit seiner Arbeit sorgt.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Die Frau ergänzt den Mann als seine liebende Gehilfin und vermittelt den Kindern und der ganzen Familie Geborgenheit und Versorgung; sie macht ihr Haus zu einem liebenden, warmen Heim und zu einer Schule der Gottesfurcht für ihre Kinder.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Wenn diese biblische Lebens- und Schöpfungsordnung anerkannt und ausgelebt wird, dann vermittelt sie in Ehe und Familie, aber auch in der Gemeinde Gottes sowie in gewissem Sinn auch in der ganzen Gesellschaft Liebe und Frieden, eine stabile, gute Ordnung und den Segen von oben.</p>
<p>Heute, da diese Ordnung von der Welt wütend bekämpft und verächtlich niedergerissen wird, haben wir Zerrissenheit und Auflehnung, Ungeborgenheit und Friedlosigkeit, Kampf der Geschlechter gegeneinander und schreckliche Schäden und innere Verletzungen bei allen Betroffenen, besonders bei den Kindern. Und dieser geistliche Schaden zieht auch in christliche Familien ein, soweit sie sich dem Weltgeist öffnen.</p>
<p>Es ist nachvollziehbar: Wenn gläubige Frauen die Unterordnung unter ihren Ehemann nicht mehr ernst nehmen oder gar verweigern, dann werden sie in ständige Konflikte, in einen ungeistlichen Machtkampf gegen ihr Oberhaupt gezogen, der ihnen allen Segen raubt und sie geistlich schwer schädigt. Solche „emanzipierten“ christlichen Frauen haben dann natürlich auch keinen Sinn mehr für Ordnungen Gottes wie das Schweigen oder die Kopfbedeckung, welche beides Konsequenzen aus der Unterordnung der Frau und der Hauptesstellung des Mannes sind.</p>
<p>Als gläubige Christen und Kinder Gottes sollten wir uns ganz bewußt von dem gesetzlosen, zerstörerischen Zeitgeistideal der dominanten, „emanzipierten“ Frau und des passiven, verantwortungslosen Mannes abgrenzen und danach streben, Gottes Gedanken über Mann und Frau immer tiefer zu verstehen und bewußt im Glaubensgehorsam auszuleben. Das gilt für unseren engsten Lebenskreis, für Ehe und Familie, das gilt aber in besonderer Weise auch für die Gemeinde Gottes.</p>
<p>Auch in Seiner Gemeinde hat Gott eine Ordnung gegeben, in der sich Seine Schöpfungsgedanken über Mann und Frau widerspiegeln, und auch dort ist diese Ordnung heute angefochten und wird leider oft mißachtet. Im folgenden wollen wir näher ausführen, wie Gott das Verhältnis von Mann und Frau in der Gemeinde Gottes geordnet hat und welche Rolle dabei die Kopfbedeckung der Frau spielt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Die wichtige Lehre von Epheser 5</span></h3>
<p><em> </em></p>
<p>Eine Schlüsselrolle für unser Thema spielt ein Abschnitt im 5. Kapitel des Epheserbriefes. In dieser bekannten Stelle erklärt der Apostel Paulus unter der Inspiration des Geistes, wie unser Gott das Verhältnis von Mann und Frau in der Ehe geordnet hat und zeigt, daß diese Ehebeziehung zwischen Mann und Frau symbolhaft das Verhältnis von Christus und Seiner Gemeinde widerspiegelt.</p>
<p>Es ist sehr wichtig, daß wir diese göttliche Belehrung wirklich betend lesen und wieder und wieder lesen mit der Bitte zu Gott, daß Er uns aufschließt, was hier ausgesagt wird, denn es ist von großer Bedeutung für alle gläubigen Männer und Frauen. Wer diese Gedanken tiefer verstanden hat, dem erschließen sich die biblischen Ordnungen für Mann und Frau viel klarer.</p>
<p><strong>22 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;  23 <u>denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.  24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.</u> </strong></p>
<p><strong>25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,  26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,  27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodaß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. </strong></p>
<p><strong>28 Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.  29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.  30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.  31 »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden <em>ein</em> Fleisch sein«.  32 <u>Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C22-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,22-32</a>)</strong></p>
<p>Das vorrangige Thema dieses Abschnitts ist zunächst die gegenseitige Beziehung von Mann und Frau in der christlichen Ehe. Der Epheserbrief lehrt hier wie auch andere Briefe, daß die Frau sich ihrem Ehemann unterordnen soll (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C34%3B+1Tim+2%2C11%3B+1Pt+3%2C1.5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,34; 1Tim 2,11; 1Pt 3,1.5</a>), weil der Mann das von Gott eingesetzte Oberhaupt der Frau ist. Der Mann hingegen soll seine Frau hingebungsvoll lieben, genauso wie Christus die Gemeinde geliebt hat.</p>
<p>Doch darüber hinaus zeigt der Geist Gottes in diesem Abschnitt auf, daß die jeweilige Stellung und Aufgabenverteilung von Mann und Frau in der Ehe <em>sinnbildlich sind für das Verhältnis von Christus und Seiner Gemeinde</em>. Der Mann ist der Frau gegenüber in gewisser Weise ein Stellvertreter des Christus, wie das <strong>„als dem Herrn“</strong> in V. 22 belegt. <em>Der Mann ist sozusagen ein Abbild des Christus, während die Frau ein Abbild der Gemeinde ist</em>, wie V. 24 zeigt: <strong>„Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem“</strong>.</p>
<p>Diese Gleichsetzung von Christus und dem Mann sowie der Gemeinde und der Frau wird in dem ganzen Abschnitt vorgenommen, was sich auch in dem häufigen „gleichwie“ bzw. „wie“ äußert. So wie die Stellung des Christus als Haupt und Autorität von Gott gewollt ist, so auch die Stellung des Mannes als Haupt und Autorität. So wie die Stellung der Gemeinde als untergeordnete Gehilfin des Christus von Gott geordnet ist, ebenso auch die Stellung der Frau als untergeordnete Gehilfin des Mannes.</p>
<p>Zugleich ist aber auch der Mann Christus als seinem Haupt untergeordnet, und Christus selbst hat die Unterordnung geadelt, indem Er sich Gott, dem Vater, als Seinem Haupt bewußt und vollständig unterwarf und nichts anderes tat, als Er den Vater tun sah (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,19</a>). Wie können wir uns da als Seine Nachfolger weigern, die Stellung der Unterordnung einzunehmen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das große Geheimnis der Beziehung von Mann und Frau</em></p>
<p>Im Vers 32 wird uns schließlich das Geheimnis geoffenbart, daß Gott schon ganz zu Anfang, bei der Erschaffung von Mann und Frau, ihr Verhältnis zueinander so geordnet hat, daß es ein Abbild für das Verhältnis von Christus und Seiner Gemeinde ist. Diese Abbildhaftigkeit war also von vorneherein in den Ratschlüssen und Gedanken Gottes beschlossen. Wenn Gott von Anfang an festgelegt hat, daß der Mann das Oberhaupt ist und die Frau ihm als seine Gehilfin untergeordnet hat, dann sehen wir hier keinerlei Willkür oder vorurteilsgesteuerte Bevorzugung, wie dies heute aus feministischer Sicht behauptet wird.</p>
<p>Vielmehr hat der ewige, allmächtige Gott bei der Erschaffung Adams, des Mannes an Christus gedacht und den Mann als Sinnbild auf Christus erschaffen. Er hat dem Mann die Autorität gegeben, weil er ein Sinnbild für Christus ist und unter der Herrschaft des Christus liebevolle Autorität in seiner Ehe und Familie ausüben sollte. Das zeigen übrigens auch einige Hinweise in den Briefen des Apostels Paulus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C14%3B+1Kor+15%2C45-49&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,14; 1Kor 15,45-49</a>).</p>
<p>Die Frau hat Gott von vorneherein als Gehilfin und untergeordnete Gefährtin des Mannes geschaffen, weil Gott in der Frau ein Sinnbild auf die Gemeinde schuf, die sich dem Christus unterordnen und Ihm in Liebe dienen sollte.</p>
<p>Das hat nie eine geistliche Minderwertigkeit bedeutet, denn Mann und Frau sind beide im Ebenbild Gottes geschaffen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+1%2C26-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 1,26-28</a>); sie sind <em>vor Gott</em> gleichwertig, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+3%2C26-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 3,26-28</a> bezeugt: <strong>„Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus“</strong>, und sie haben beide gleichen Anteil an den Verheißungen und Segnungen Gottes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,7</a>).</p>
<p>Und doch ist der Mann von Anfang an, schon vor dem Sündenfall, das von Gott eingesetzte Oberhaupt. Das lesen wir gleich zweimal in der Schrift – ein deutliches Zeugnis gegen die heutige feministische Umdeutung der Bibel:</p>
<p><strong><u>Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.</u></strong><strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,8-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten. <u>Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,12-13</a>)</strong></p>
<p>Im Licht von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5,32</a> können wir verstehen, daß die Art der Erschaffung von Eva aus Adam eine tiefe Sinnbildlichkeit in sich trägt im Hinblick auf Christus und die Gemeinde. Damit Eva entstehen konnte, mußte Adam in einen tiefen Schlaf versetzt werden, ein Sinnbild für den Tod. Dann mußte seine Seite durchstochen werden, damit die Rippe entnommen werden konnte, aus der Eva dann gebildet wurde.</p>
<p>Darin sehen wir symbolisch die Wahrheit vorgeschattet, daß die Gemeinde nur entstehen konnte, weil Christus, der zweite Adam, für uns starb und Seine Seite durchstochen wurde. Wir sind als Gemeinde durch Gottes Gnade aus unserem geistlichen Haupt, dem Herrn Jesus Christus gebildet worden, so wie die Frau durch Gottes Wirken aus ihrem geistlichen Haupt, dem Mann, gebildet wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Bedeutung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5</a> für die Stellung der Frau in der Gemeinde</em></p>
<p>Die Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5</a> ist für uns grundlegend, um die Ordnungen für die Frau in der Gemeinde tiefer zu verstehen. Wenn der Mann das Abbild des Herrn Jesus Christus ist und die Frau das Abbild der Gemeinde, dann verstehen wir, weshalb alle Leiterschaft und Führungsverantwortung in der Gemeinde den gläubigen Männern vorbehalten ist, denn Christus ist der Herr und oberste Hirte der Gemeinde, und Er übt Seine Hirtenautorität durch Sein Abbild und Seinen „Stellvertreter“ aus, das heißt durch den dafür berufenen und begabten Mann.</p>
<p>Die Gemeinde dagegen ordnet sich der Leitung des Herrn Jesus Christus unter, wie auch die Frau der Leitungsverantwortung des Mannes in der Gemeinde. Das wird durch das bereits erwähnte Bibelwort unterstrichen:</p>
<p><strong>Eine Frau soll in der Stille lernen, in aller Unterordnung. <u>Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht (Autorität ausübt), sondern sie soll sich still verhalten.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,11-12</a>)</strong></p>
<p>Wenn die Gemeinde versammelt ist, dann ist Christus derjenige, der zu ihr redet und sie lehrt, und die Gemeinde hört dem Herrn zu, anstatt selbst das Wort zu ergreifen. Christus allein hat „das Sagen“ in der Gemeinde. Deshalb ist der Dienst der Lehre und der Wortverkündigung in der Gemeinde den Männern als „Stellvertreter“ und Abbild des Christus vorbehalten, während die Frau als Sinnbild und „Stellvertreterin“ der Gemeinde schweigt und aufmerksam zuhört und sich dabei der Autorität des Christus unterordnet.</p>
<p><strong>Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist für Frauen schändlich, in der Gemeinde zu reden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C34-35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,34-35</a>)</strong></p>
<p>In denselben Sinnzusammenhang läßt sich auch das <em>Gebot der Kopfbedeckung für die Frau</em> einordnen. Wenn die Gemeinde versammelt ist, dann tragen die gläubigen Frauen eine Kopfbedeckung, die ihr Haupt und Haar bedeckt, als Zeichen ihrer Unterordnung unter Christus und unter den Mann als Abbild und Beauftragter des Christus in der Gemeinde.</p>
<p>Sie bezeugen damit sinnbildlich auch, daß die Gemeinde sich dem Christus unterordnet und Seine Hauptesstellung und Autorität respektiert. Umgekehrt vermeiden die Männer es, in den Versammlungen ihr Haupt zu bedecken, damit sie ihrer Stellung als Abbild des Christus entsprechen.</p>
<p>Alle diese Ordnungen beinhalten in keiner Weise, daß die Frauen „minderwertig“ seien oder von Natur gar nicht in der Lage wären, zu predigen oder zu leiten. Sie sind vor Gott gleich viel wert wie die Männer, aber sie haben eine andere Aufgabenzuweisung erhalten. Sie haben vielleicht mancherlei natürliche Befähigungen, aber sie nehmen bewußt in der Gemeinde ihren Auftrag wahr, der einen reichhaltigen und vielfältigen seelsorgerlichen und diakonischen Dienst beinhaltet, aber auch Zurückhaltung in bezug auf alle „öffentlichen“ und mit Wortverkündigung und Leitung verbundenen Dienste in der Gemeinde.</p>
<p>Diese göttlichen Gemeindeordnungen sind für den geistlich denkenden Christen ein starkes, kraftvolles Zeugnis der Gemeinde dafür, daß sie Christus als ihr Haupt und ihren Herrn ehrt und anerkennt, anstatt sich von dem Haupt zu „emanzipieren“ und ihren eigenen Weg zu gehen. Gott hat in Seiner Gemeinde Ordnungen gegeben, durch die zeichenhaft die Herrlichkeit Seines Sohnes als Haupt der Gemeinde bezeugt werden soll.</p>
<p>Alle Gläubigen in der Gemeinde – Männer wie Frauen – sind gleicherweise ein bluterkauftes Eigentum Jesu Christi, Sklaven, leibeigene Knechte und Mägde eines wunderbaren Herrn, der sie geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.</p>
<p>Eben dieser Herr ist es, der zu Seiner Verherrlichung angeordnet hat, daß die Männer in Seiner Gemeinde Ihn ehren, indem sie unter Seiner souveränen Autorität die Gemeinde leiten und lehren, während die Frauen Ihn ehren, indem sie sich unterordnen, still sind und die Kopfbedeckung als Zeichen der Autorität des Christus in der Gemeinde tragen. Beides ist <em>Dienst</em>; keiner hat das Recht, nach Belieben zu herrschen oder zu reden; alles soll unter der Leitung des Hauptes, des Herrn Jesus Christus, geschehen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Das Zeugnis der Gemeinde vor der unsichtbaren und sichtbaren Welt</span></h3>
<p><em> </em></p>
<p>Beide Ordnungen, die Hauptesstellung und abgeleitete Autorität des Mannes und die Unterordnung der Frau, verherrlichen also sinnbildlich Gott und den Herrn Jesus Christus: die Männer verherrlichen Christus, indem sie die Gemeinde leiten und in ihr das Wort Gottes lehren; sie stellen dadurch sozusagen Christus dar, der in Seiner Gemeinde das Sagen hat. Sie verherrlichen Christus auch durch das äußerliche Zeichen ihres unbedeckten Hauptes.</p>
<p>Die Frauen verherrlichen Christus, indem sie sich unterordnen, schweigen und als äußerliches Zeichen eine Kopfbedeckung tragen; sie stellen damit sinnbildlich die Gemeinde dar, die sich dem Christus unterordnet und Ihn ehrt. Das alles ist nach Gottes Willen ein Zeugnis nicht nur vor der sichtbaren Welt, sondern auch vor der unsichtbaren Welt, <strong>„um der Engel willen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,10</a>).</p>
<p>Dieser Gesichtspunkt wird heute von den meisten Gläubigen viel zu wenig beachtet. <em>Alles, was in der Gemeindeversammlung und insgesamt in der Gemeinde Gottes geschieht, ist ein Zeugnis auch für die unsichtbare Welt.</em></p>
<p>Die guten Engel Gottes, aber vermutlich auch die abgefallenen Engel des Satans schauen zu, wenn wir uns versammeln, und Gott möchte ihnen das Zeugnis einer Gemeinde geben, die sich dem Christus unterordnet und Ihn durch Gehorsam gegen Seine Ordnungen verherrlicht. Das wird uns in dem wichtigen Abschnitt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 3</a> gesagt, und wir tun gut daran, darüber betend nachzudenken:</p>
<p><strong>Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen, und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus, <u>damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen [Regionen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde</u>, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefaßt hat in Christus Jesus, unserem Herrn, in dem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben in Zuversicht durch den Glauben an ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C8-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,8-12</a>)</strong></p>
<p>Gott will die Gemeinde zu einem leuchtenden Zeugnis für die unsichtbare Welt machen. Unser Gott und Vater möchte, daß wir, indem wir Seine weisen Ordnungen für die Gemeinde achten und befolgen und Seinen Willen in allen Lebensbereichen tun, ein kraftvolles Zeugnis gegen den Ungehorsam und den Abfall der „Fürstentümer und Gewalten“ der Finsternis ablegen.</p>
<p>Umgekehrt ist es da kein Wunder, wenn der Widersacher alles daransetzt, um möglichst viele Christen durch Verführung und Ungehorsam davon abzubringen, Gottes Ordnungen und Gebote zu halten. Er weiß, daß er dadurch das Zeugnis für Gott beeinträchtigen, die biblischen Gemeinden schwächen und die Gläubigen um vielerlei Segnungen und Belohnungen bringen kann. Wir können gar nicht ermessen, wieviel Schaden der Ungehorsam vieler Gläubiger in diesen als „unwichtig“ und lästig empfundenen „äußeren Dingen“ angerichtet hat.</p>
<p>Aber wir sollten eigentlich wissen: Wenn unser Herr Jesus Christus Seinen Apostel angeleitet hat, uns eine Ordnung für die Gemeinde in so vielen Worten vorzustellen und zur Befolgung aufzutragen, dann ist es ganz sicher verkehrt und hat üble Folgen, wenn Gläubige diese Anweisungen mißachten oder ignorieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">c. Der Satan verführt heute Christen, das Zeugnis der Gemeinde aufzulösen</span></h3>
<p><em> </em></p>
<p>Leider fallen heute allzuviele Gläubige auf diese listige Verführung des Satans herein. Sie hören auf seine lügenhafte Stimme: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ und mißachten göttliche Ordnungen und Gebote. Sie sind sich gar nicht bewußt, wie sehr sie damit ihren Herrn betrüben, der Sache Gottes Unehre bringen und sich selbst schaden. Wir sollten heute mehr denn je die Ermahnung des Apostels Paulus beachten: <strong>„… damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 2,11</a>).</p>
<p>Die Absicht des Widersachers ist es, in der Gemeinde der Erlösten die Ordnungen Gottes in Verruf zu bringen und die Gläubigen zum Ungehorsam gegen sie zu verleiten. Er tut dies heute unter anderem, indem er leise und hintergründig den antichristlichen Geist der Gesetzlosigkeit, des Feminismus und der Frauenemanzipation in der Gemeinde wirken läßt. Unter der Einwirkung dieses endzeitlichen Zeitgeistes werden die Frauen dazu ermuntert, die Unterordnung in Ehe, Familie und Gemeinde mehr und mehr aufzuweichen und schließlich abzulegen.</p>
<p>Das Ziel des Feindes ist es, die Frauen dahin zu bringen, daß sie die Stellung des Mannes einnehmen und damit Gottes Ordnung in Seiner Schöpfung, in der Familie und in der Gemeinde umstürzen. Der Widersacher bringt christliche Frauen dazu, daß sie in den Gemeinden leiten und predigen, daß sie die Kopfbedeckung ablegen, ihre Haare kurz schneiden wie die Männer und sich typische Männerkleidung (bei uns im Westen bedeutet das: Hosen) anziehen.</p>
<p>In immer mehr Gemeinden wurde zuerst die Kopfbedeckung preisgegeben, dann das Schweigen der Frau. Es ist nur folgerichtig, daß die Frauen dann auch verlangen, wie in der Welt öffentlich reden und führen zu dürfen. Die meisten evangelikalen Gemeinden haben diesen unheilvollen Zyklus schon voll verwirklicht: Frauen als Gemeindeleiterinnen und Predigerinnen. Damit ist die Ordnung Gottes völlig auf den Kopf gestellt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C11-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,11-13</a>).</p>
<p>Solche Gemeinden geben ein tieftrauriges und beschämendes Zeugnis vor Gott und den Engeln ab: Sie bekennen sinnbildlich durch das Verhalten ihrer Frauen, das ja von den Verantwortlichen gebilligt wird, daß sie Gott ungehorsam sind und sich von Christus „emanzipiert“ haben; sie machen deutlich, daß sie nicht wollen, daß dieser über sie herrsche (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+19%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 19,14</a>), und das in jeder Gemeindeversammlung, an jedem Sonntag neu!</p>
<p>Können Gemeinden, die auf diese Weise Gottes Wort mißachten, noch zuversichtlich damit rechnen, daß Christus in ihrer Mitte ist? Kann der Herr sie noch anerkennen als Zeugnis für Ihn? Ich fürchte, das ist nicht der Fall; sie werden dahingegeben, und ihr Leuchter wird von seiner Stelle weggestoßen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 2,5</a>).</p>
<p>Aber wohlgemerkt: Fast überall besteht der erste Schritt in dieser Abwärtsentwicklung darin, daß die Frauen die Kopfbedeckung ablehnen und nicht mehr in den Gemeindeversammlungen tragen – und wenn sie sie dort nicht tragen, dann tragen sie sie in den allermeisten Fällen auch nirgends anders.</p>
<p>Nicht zuletzt dieser Umstand, daß es sich bei der Kopfbedeckung sozusagen um den ersten Dominostein handelt, der eine ganze Reihe zum Umfallen bringen kann, wenn er fällt, macht die biblische Lehre über die Kopfbedeckung der gläubigen Frau so wichtig und brisant. Wir wollen uns im nächsten Abschnitt genauer ansehen, was Gottes Wort über dieses Thema zu sagen hat.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Hauptesstellung des Christus </span><br />
<span style="color: #800000;">und das Gebot der Kopfbedeckung für die Frau in 1. Korinther 11</span></h2>
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<p>Wir haben es schon erwähnt: Der Geist Gottes verwendet ein halbes Kapitel eines grundlegenden Gemeindebriefes darauf, die Notwendigkeit der Kopfbedeckung für die Frau zu lehren. Das widerlegt all jene, die diese Frage zu einer unbedeutenden Äußerlichkeit erklären möchten, die man ruhig vernachlässigen könne.</p>
<p>Die Kopfbedeckung ist auch kein Kulturgut des 1. Jahrhunderts, das man heute als unwichtig und veraltet abtun könnte. Sie wird nicht mit kulturellen Eigenheiten der damaligen Zeit begründet, sondern mit einer tiefen und grundlegenden Offenbarung von Gottes Autoritätsordnung im Universum wie auch in der Gemeinde. Mit anderen Worten: Sie ist eine göttliche Anordnung für alle Gemeinden in jedem Jahrhundert, in jedem Land der Welt, ähnlich wie die Ordnungen der Gemeindezucht, des Brotbrechens, der Taufe oder des Ältestendienstes.</p>
<p>Wir wollen uns nun den betreffenden Abschnitt genauer ansehen und versuchen, seinen Sinn gründlich zu verstehen.</p>
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<p><em>Die Stellung unseres Textes im 1. Korintherbrief</em></p>
<p>Zunächst wäre zum übergeordneten Textzusammenhang zu sagen, daß der 1. Korintherbrief ein Brief ist, in dem vorwiegend <em>die Gemeinde</em> und <em>das Gemeindeleben</em> angesprochen wird, kaum dagegen das persönliche Leben des einzelnen Christen. In diesem Brief legt der erhöhte Herr Jesus Christus durch Seinen Apostel allen Gläubigen einige grundlegende Ordnungen für die örtliche Gemeinde dar.</p>
<p>Im 10. Kapitel geht es um die würdige Abhaltung des Herrenmahls und die klare Abgrenzung zum heidnischen Götzendienst, in den einige der Korinther noch ziemlich verstrickt waren. Dieses Thema, die gottgemäße Abhaltung einer der grundlegenden symbolischen Handlungen der Gemeinde, wird im 11. Kapitel nach dem von uns untersuchten Abschnitt noch einmal aufgegriffen und vertieft. Dazwischen liegt der Abschnitt, den wir jetzt näher betrachten wollen.</p>
<p>Am Anfang des 11. Kapitels geht der Apostel noch einmal darauf ein, daß er vom Herrn den Auftrag empfangen hat, für die örtlichen Gemeinden und für die Gesamtgemeinde verbindliche Anweisungen des Herrn weiterzugeben, die jede Gemeinde des Christus auch gehorsam umsetzen sollte.</p>
<p>Der Apostel signalisiert damit auch, daß die Anweisungen, die er im folgenden geben wird, vom Herrn kommen und nicht seinen eigenen Gedanken entspringen.</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">1 Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin! 2 Ich lobe euch, Brüder, daß ihr in allem an mich gedenkt und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe.</span></h4>
<p>Die Überlieferungen, von denen der Apostel hier spricht, sind nicht vergleichbar mit den menschengemachten „Überlieferungen der Alten“, welche die Pharisäer so hoch schätzten, daß sie sie über Gottes eigenes Wort stellten. Nein, wenn die Apostel als beauftragte Gesandte des Christus von „Überlieferung“ reden, dann meinen sie die inspirierten, verbindlichen Worte des erhöhten Herrn Jesus Christus, die sie vom Herrn empfangen hatten und nun getreu an die Gemeinden weitergaben.</p>
<p><strong>Denn ich habe euch zuallererst <u>das überliefert, was ich auch empfangen habe</u>, nämlich daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,3</a>)</strong></p>
<p><strong>So steht denn nun fest, ihr Brüder, <u>und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid</u>, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,15</a>)</strong></p>
<p><strong>Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, <u>daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, <u>der erkenne, daß die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,37</a>)</strong></p>
<p>Gerade heute ist die Zeit, da wir herausgefordert sind, die heiligen, durch die Apostel empfangenen Worte Gottes festzuhalten und für den uns überlieferten Glauben entschieden zu kämpfen, wozu uns der Judasbrief auffordert (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3</a>). <strong>„Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist! Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,13-14</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Die göttliche Autoritätsordnung: 1. Korinther 11,3</span></h3>
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<p>Nun folgt eine sehr grundsätzliche, allgemeine Lehraussage des Apostels, die die fundamentale Autoritätsordnung des Kosmos betrifft. Der ewige Gott, der Schöpfer der Welt, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, ist die höchste Autorität im Universum. Er hat Sein Universum nach bestimmten Gesetzen und Ordnungen erschaffen, und deshalb besteht es auch und versinkt nicht im Chaos.</p>
<p>Gott hat Seinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, den Messias, den gesalbten König, als Herrscher über den ganzen Kosmos eingesetzt. Gott hat auch auf der Erde Autoritätsstrukturen, Ordnungen von Anweisung und Unterordnung eingesetzt; ohne sie würde die ganze Welt im Chaos versinken. Die elementarste Ordnung im zwischenmenschlichen Verhältnis betrifft die grundlegendste Einheit der menschlichen Gesellschaft, Ehe und Familie. Aber diese Autoritätsordnungen betreffen auch alle politische Obrigkeit und auch die Gemeinde Gottes, solange sie noch auf der Erde ist.</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">3 Ich will aber, daß ihr wißt, daß Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.</span></h4>
<p>Als der Christus, das Oberhaupt der ganzen Schöpfung, ordnet sich der Sohn Gottes, der wesensmäßig ja Gott gleich ist, bewußt dem Vater unter. Gott ist das Oberhaupt des Christus; der Sohn ist dem Vater in allem gehorsam und tut allein den Willen Seines Vaters. Das darf uns ermutigen, die wir auch zum Gehorsam berufen sind: wenn der herrliche Sohn Gottes sich dem Vater in Liebe und freiwillig unterordnet, dann können wir uns Ihm doch auch freudig, in Liebe und freiwillig unterordnen!</p>
<p>Der Begriff „Haupt“ bezeichnet hier wie an sehr vielen anderen Stellen ganz eindeutig „Oberhaupt, übergeordnete Autorität“. Alle Versuche, dies anders zu deuten („Ursprung“, „Quelle“ u.ä.) sind interessenbestimmte Umdeutungen moderner Theologen. Ja, hier auf der Erde, in der Ehe wie auch in der Gemeinde, ist der Mann die übergeordnete Autorität gegenüber der Frau.</p>
<p>Das ist Gottes gute Ordnung, auch wenn die Feministen das als „patriarchalische Unterdrückung“ wütend bekämpfen. Sie folgen dem endzeitlichen Geist der Gesetzlosigkeit, wie er in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2</a> prophetisch so eindrücklich vorhergesagt wurde:</p>
<p><strong>Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,2-3</a>)</strong></p>
<p>Doch der Mann, das betont der Apostel hier ganz deutlich, ist in Gottes Ordnungen eben nicht der arrogante Willkürherrscher, der mit der Frau machen kann, was er will. Gott hat ihm ebenfalls eine höhere Autorität übergeordnet: Christus ist das Haupt des Mannes.</p>
<p>Der Mann ist also zum Dienen wie zum Leiten berufen; er ist ein dienender Leiter, er ist in seiner Autoritätsausübung ganz von seinem Oberhaupt, Christus, abhängig; wenn er seine von Gott verliehene Autorität mißbrauchen sollte, so bekommt er es mit Christus zu tun (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,7</a>)! Es versteht sich von selbst, daß Christus auch das Oberhaupt jeder gläubigen Frau ist, nur daß sie zusätzlich ein „Zwischenglied“ in der Autoritätskette über sich hat, nämlich ihren Mann, wenn sie verheiratet ist.</p>
<p>So ist alles in Gottes Universum wunderbar und gut geordnet zur Ehre Gottes. Haupt sein, das sehen wir an dem Herrn Jesus Christus und <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5</a>, bedeutet liebevolle Hingabe und Fürsorge für die anvertrauten, unterstellten Personen, bedeutet sanftmütiger, betender Dienst in der Leiterschaft und Verantwortung für den anderen. Solche leitenden, aber auch fürsorglichen Autoritätsstrukturen sind notwendig, und das ganz besonders in einer gefallenen Welt, in die die Sünde Egoismus, Rebellion, Rücksichtslosigkeit und Grenzüberschreitungen auf Kosten der Schwächeren gesät hat.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Die Hauptschaft des Mannes und die Stellung der Frau: Korinther 11,4-6</span></h3>
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<p>Wir wollen festhalten, daß in diesem ganzen Abschnitt die grundlegende Stellung des gläubigen Mannes und der gläubigen Frau behandelt wird; das betrifft auch ledige Männer und Frauen. Es geht ja um Gottes Schöpfungsordnung, die auch in der Gemeinde anerkannt und verwirklicht werden soll. In manchen Bibelübersetzungen (der russischen z.B.) wurde in diesem Abschnitt der besondere Begriff für die verheiratete Frau gebraucht, weshalb viele Geschwister aus rußlanddeutschen Kreisen das Gebot der Kopfbedeckung auf die verheiratete Frau beschränken.</p>
<p>Wir wollen anerkennen, daß diese Geschwister aufrichtig dem Wort Gottes gehorchen wollen, so wie sie es verstehen; dennoch bleibt festzuhalten, daß hier im griechischen Original mit <em>gynè</em> der allgemeine Gattungsbegriff „Frau“ steht. Der Abschnitt sollte besser so verstanden werden, daß jede gläubige Frau ihr Haupt bedecken sollte (wie umgekehrt auch der ledige Mann keine Kopfbedeckung tragen sollte).</p>
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<p><em>Der Ausgangspunkt: unbedeckte Frauen in Korinth</em></p>
<p>Im nächsten Abschnitt seiner Lehre geht der Apostel zunächst, wie mehrfach im 1. Korintherbrief, auf eine konkrete Situation ein, die sich in Korinth offenkundig in einigen Zusammentreffen von Gläubigen, wahrscheinlich in häuslichen Gebetstreffen, zugetragen hat.</p>
<p>Man muß dazu wissen, daß es in der frühen Gemeinde völlig selbstverständlich war, daß die Frauen, nach dem Vorbild der jüdischen Synagoge, ihr Haupt bedeckten. Das war ein von Gott gutgeheißenes Zeichen ihrer Keuschheit (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hohel+7%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hohel 7,6</a>) und zugleich ein Zeichen der Unterordnung unter den Mann.</p>
<p>Unter den Heiden war die Kopfbedeckung der Frau zwar weithin üblich, aber sie wurde auch von manchen Frauen mißachtet. Offenkundig war es vorgekommen, daß in solchen Gebetstreffen in Korinth Frauen ihre Kopfbedeckung abgelegt hatten und unbedeckt gebetet und geweissagt hatten. Deswegen hatten die verantwortlichen Brüder in Korinth sich fragend an den Apostel gewandt, und er beantwortet zunächst, wie die Kopfbedeckung in einer solchen Situation (heute würden wir sagen: in einem Hauskreis oder Gebetskreis) gehandhabt werden sollte.</p>
<p>Hier, am Anfang unseres Abschnitts, geht es zunächst nicht um eine Gemeindeversammlung, bei der die ganze Gemeinde zusammenkam, denn dort würden die Frauen ja schweigen, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+14%2C34-35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 14,34-35</a> klar lehrt. Aber die ganze Belehrung über die Kopfbedeckung hat auch ihre Gültigkeit für die allgemeinen Gemeindeversammlungen, wie wir später sehen werden.</p>
<p>In solchen häuslichen Treffen von Gläubigen galt das Gebot des Schweigens nicht, aber die Frauen sollten, wenn sie sich durch Gebet und Weissagung beteiligten, ihre Unterordnung und Anerkenntnis von Gottes Schöpfungsordnung durch ihr bedecktes Haupt bezeugen.</p>
<p>Der Apostel Paulus tadelt das Heraustreten bestimmter Frauen aus der Unterordnung und bringt seine Lehre darüber in Zusammenhang mit Gottes Autoritätsordnung, die er im vorigen Vers aufgezeigt hat. Er zeigt hier, <em>daß die Kopfbedeckung der Frau ein Zeichen ihrer Unterordnung und der Autorität des Mannes und auch des Christus über sie ist</em>.</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet (od. entehrt, gr. <em>kat-aischynò</em>) sein Haupt. 5 Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre!</span></h4>
<p>Wenn in einer solchen häuslichen Versammlung (einem „Hauskreis“ oder „Gebetskreis“) der Mann betete oder weissagte (zur Erbauung redete, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,3</a>), dann durfte er keine Kopfbedeckung tragen (was die frommen Juden damals taten und auch heute noch tun), sonst würde er sein Haupt schänden und entehren.</p>
<p>Dasselbe gilt natürlich beim Mann auch in den Gemeindeversammlungen; auch dort soll er sich nicht bedecken, und fast alle Männer halten sich auch heute noch daran. Daran sehen wir, daß die Belehrung dieser Verse über die konkrete Situation in einem Hauskreis hinausreicht.</p>
<p>Wer ist an dieser Stelle das Haupt des Mannes? Nach dem unmittelbar vorhergehenden Vers wird das ganz deutlich: es ist <em>Christus</em>, den der Mann mit seinem bedeckten Haupt entehren würde! In Vers 7 wird erklärt, daß der Mann sein Haupt nicht bedecken darf, weil er Gottes Bild und Ehre sowie auch ein Sinnbild für den Herrn Jesus Christus ist; es stünde im Widerspruch zu seiner von Gott gewollten Autoritätsstellung, wenn er sein Haupt bedecken würde, was in sich selbst ein Zeichen der Unterordnung ist.</p>
<p>Wenn eine Frau in unbedeckten Zustand öffentlich wirksam wird, indem sie in einem Hauskreis betet und weissagt, dann wird ein solche Beteiligung, die an sich mit einer Kopfbedeckung in diesem Rahmen völlig legitim ist, zu einem Anstoß und einer Übertretung: sie entehrt damit ihr Haupt. Damit ist vielleicht auch ihr eigenes Haupt gemeint, wie der Bezug auf das Geschorensein nahelegt.</p>
<p>Dennoch zeigt der ganze Textzusammenhang, daß damit auch gemeint ist: sie entehrt das Haupt über ihr, nämlich ihren Mann bzw. Christus, der ja ebenfalls ihr übergeordnetes Haupt ist! Für die damaligen Christen war es offenkundig, daß eine geschorene Frau auch Schande über ihren Mann bringen würde, denn Geschorensein bedeutete den Verlust der weiblichen Ehre und Würde; so traten damals hauptsächlich Prostituierte öffentlich auf. Solch ein Auftreten würde auch den Herrn Jesus Christus als das übergeordnete Haupt der Frau entehren, da Er sie doch als sein Eigentum erlöst hat.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Die Ordnung der Kopfbedeckung</span><br />
<span style="color: #800000;">wird weitergehend begründet: 1. Korinther 11,7-10</span></h3>
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<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedecken will, so soll ihr auch das Haar abgeschnitten werden (od. soll sie sich auch das Haar abschneiden lassen)! Wenn es aber für eine Frau schändlich (od. unanständig, gr. <em>aischron</em>) ist, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich bedecken.</span></h4>
<p>Ab <strong>Vers 6</strong>, so haben wir gesehen, geht der Apostel Paulus von der Sondersituation der häuslichen Versammlung zum Gebet und zur Erbauung weiter und wird grundsätzlich. Die <strong>Verse 7 bis 10</strong> geben dann ganz grundsätzliche, in Gottes Ordnung begründete Lehre über die Kopfbedeckung weiter.</p>
<p><em>Der Gesamtzusammenhang legt nahe, daß das Gebot der Kopfbedeckung für die Frau wie auch das Verbot der Kopfbedeckung für den Mann immer dann gilt, wenn Gläubige zusammenkommen und gebetet und geweissagt wird – auch in den Versammlungen der Gesamtgemeinde, wo die Frauen schweigen. </em>Wenn die Gemeinde sich versammelt oder wenn einzelne Gläubige sich versammeln – Gottes Ordnung in bezug auf die Kopfbedeckung gilt umfassend.</p>
<p>Gerade in den „Vollversammlungen“ der Gemeinde, wenn alle Gläubigen der Ortsgemeinde an einem Ort zusammenkommen, sind die Engel Zeugen (<strong>V. 10</strong>), und gerade dort sollten die sinnbildlichen Zeugnisse von Mann und Frau in bezug auf Gottes Ordnung sichtbar sein. Die Ordnung des Schweigens wird uns nur für die „Vollversammlung“ der Gemeinde gelehrt (<strong>„Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkäme“</strong>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C23.26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,23.26</a>); in Hauskreisen und Gebetskreisen dürfen die Frauen sich beteiligen.</p>
<p>Gerade deshalb wird die Ordnung der Kopfbedeckung auch auf diese häuslichen Versammlungen ausgedehnt, weil dort sonst die Gefahr bestünde, daß die Frauen in ihrer Beteiligung dominierend wirken und aus der Unterordnung heraustreten könnten. In der Vollversammlung jedoch ist das Zeugnis des bedeckten Hauptes von großer Wichtigkeit, weil gerade da die Engel (böse wie gute) Gottes weise Ordnungen vor Augen geführt bekommen sollen.</p>
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<p><em>Unbedecktsein ist für Frauen schändlich und entehrend</em></p>
<p>Es ist, wie der Apostel in <strong>Vers 6</strong> durch die Parallele mit dem Geschorensein feststellt, für eine Frau schändlich und unanständig, wenn sie ihr Haupt nicht bedeckt, weil sie in der Gemeinde bewußt eine Stellung der Unterordnung einnehmen und das auch zeichenhaft demonstrieren soll.</p>
<p>Wenn eine Frau durch ihr Unbedecktsein die Stellung des Mannes einnimmt, dann soll sie sich auch die Haare kurz schneiden wie ein Mann; sie würde damit das, was ihre frauliche Ehre ist, ablegen und verlieren. Wenn nun aber das Kurzschneiden der Haare schändlich ist, dann ist es auch das Unbedecktsein; wenn die Frau diese öffentliche Entehrung vermeiden will, soll sie sich auch bedecken – so verläuft die Argumentation des Apostels.</p>
<p>Das ist nun, wie auch die folgenden Verse, ganz grundsätzlich und über den konkreten Fall einer Hauskreisversammlung hinaus festgestellt und gilt auch in den Gemeindeversammlungen, wo sie nicht laut weissagt oder betet. Manche Ausleger beziehen diese Aussage noch auf die Situation, in der die Frauen im häuslichen Rahmen auch beteten und weissagten.</p>
<p>Doch wenn wir den Verlauf der Argumentation des Apostels genau nachzeichnen, wird der Bezug zum Beten und Weissagen ab Vers 6 nicht mehr erwähnt; dagegen wird vor allem ab Vers 7 noch einmal ganz grundsätzlich das Verhalten von Mann und Frau in der Gemeinschaft von Gläubigen dargestellt und von Gottes Schöpfungsordnung her begründet.</p>
<p>Die hier verwendeten griechischen Worte sind recht drastisch. <em>kat-aischynò</em> bedeutet: „Schande machen, schänden, entehren, herabwürdigen“. Das verwandte Adjektiv <em>aischros</em> bedeutet: „häßlich, schändlich, schimpflich, ehrlos, unanständig, unsittlich“. Weshalb sollte eine, in unserem heutigen Empfinden „unwichtige“ Sache, eine „bloße Äußerlichkeit“ so hart gekennzeichnet werden? Wir sind geneigt, solche Gedanken rasch beiseitezuschieben, aber sollten wir nicht betend darüber nachdenken, wenn Gott selbst die Dinge so ernst beurteilt?</p>
<p>Der Zusammenhang dieses Abschnitts macht uns die Gründe einsichtig, weshalb das in Gottes Augen so ist. Eine unbedeckte Frau nimmt in der Gemeinde die Stellung des Mannes ein (der ja dort unbedeckt sein soll) und tritt aus der von Gott gewollten Stellung der Unterordnung heraus. Sie maßt sich eine Stellung der Autorität an und mißachtet damit Gottes Schöpfungsordnung. Das ist objektiv so, in den Augen Gottes und der zuschauenden Engel, auch wenn sie sich dessen vielleicht nicht bewußt sein mag oder dies vordergründig nicht beabsichtigt.</p>
<p>Das scheinbar unwichtige, „bloß äußerliche“ Symbol der Kopfbedeckung macht also tatsächlich einen Unterschied! Die unbedeckte Frau stellt sich dem Mann gleich und mißachtet damit die Schöpfungsordnung und auch die Gemeindeordnung Gottes. Deshalb wird das Unbedecktsein von unserem Herrn Jesus durch den Apostel Paulus auch so ernst getadelt.</p>
<p>Es bedeutet eine öffentliche, demonstrative Mißachtung von Gottes Autoritätsordnung, einen Übergriff auf die Autoritätsstellung des Mannes. Das bringt Schande über den Ehemann, insbesondere wenn seine Frau betet und weissagt; es ist aber auch schändlich, entehrend für die Frau selbst, die damit Gottes Ordnungen bricht. Nicht zuletzt aber entehrt es auch den Herrn Jesus Christus, das gemeinsame Oberhaupt der Frau, des Mannes und der Gemeinde.</p>
<p>Der Apostel Paulus empfindet solch ein bewußtes Nicht-Bedecken offenkundig als schwerwiegende Sünde gegen Gottes Ordnung, denn er stellt eine solche ungehorsame Frau ehrlosen Frauen gleich, die ihr Haar kurz abschoren, und das waren damals, wie schon erwähnt, vor allem Prostituierte. Ja, er legt sogar nahe, daß eine Frau, die eine solche Unanständigkeit begehen wollte, sich auch die Haare abschneiden lassen sollte (nach einigen Übersetzungen: daß ihr die Haare abgeschnitten werden sollten).</p>
<p>Das ist eine relativ starke Sprache, die uns nachdenklich machen sollte. Der Apostel Paulus ist normalerweise voller Sanftmut und Takt in seinen Ermahnungen – wenn er hier so ernst wird, bedeutet das nicht, daß diese Sache dem Herrn wichtig ist?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Eine Einladung zum Stillewerden und Nachdenken</em></p>
<p>Über diese Verse lesen viele heutige Leser rasch und vielleicht etwas befremdet hinweg. Aber das wird der Absicht des Geistes Gottes nicht gerecht, der diesen Punkt recht deutlich und schmerzhaft zur Sprache bringt. Es wäre heilsam, wenn wir alle – gläubige Frauen wie Männer – über diese inspirierten Aussagen in Ruhe und betend nachdenken würden. Wir wollen hier niemandem Vorwürfe machen, niemanden bedrängen, sondern einfach dazu ermuntern, das Geschriebene ernst zu nehmen und sich darüber im Klaren zu werden, was es für uns heute bedeutet. Jede Leserin, jeder Leser möge diese Dinge vor Gott im Herzen und Gewissen bewegen.</p>
<p>Besagen diese Gottesworte nicht, daß eine gläubige Frau, die ihr Haupt nicht bedeckt, wenn Gläubige zusammenkommen, etwas Unanständiges, Entehrendes und Schändliches tut? Haben wir jemals ernsthaft darüber nachgedacht, was uns hier von unserem Herrn gesagt wird?</p>
<p>Haben die vielen Schwestern, die keine Kopfbedeckung tragen oder sie irgendwann einmal abgelegt haben, nachdem sie sie früher einmal getragen hatten, sich vor Gott überlegt, wie diese Unbedecktheit vom Herrn und den anwesenden Engeln angesehen wird? In diesen Versen geht es ja nicht nur um die Empfindungen der Menschen, sondern Gott macht deutlich, daß Er die Unbedecktheit in diesen Situationen ebenfalls als schändlich und entehrend empfindet!</p>
<p>Haben die vielen gläubigen Männer, die es zulassen oder womöglich selbst noch fördern, daß ihre Frauen und die Schwestern in der Gemeinde die Kopfbedeckung ablegten oder nie eine trugen, sich klar gemacht, was das eigentlich bedeutet? Könnte es sein, daß ihre unbedeckten Frauen sie jede Woche in der Gemeinde entehren? Und daß dasselbe passiert, wenn sie sich zur Familienandacht treffen, ohne daß die Frau ihr Haupt bedeckt? Könnte es sein, daß eben das ein Grund dafür ist, daß es ihnen womöglich im Gebet und Dienst am Wort an Vollmacht und Segen mangelt?</p>
<p>Die vielen Brüder, die ihre Frauen ohne Bedenken unbedeckt in die Gemeinde gehen lassen oder sie sogar darin bestärken, mögen sich einmal fragen: „Wärst du bereit, mit bedecktem Kopf an der Gemeindeversammlung teilzunehmen und so zu beten und zu weissagen?“</p>
<p>Interessanterweise hat kaum ein gläubiger Mann die Freiheit, mit bedecktem Haupt die Gemeindeversammlungen zu besuchen, auch dann nicht, wenn er selbst vielleicht nicht öffentlich betet oder weissagt. Nun, ist das eine grundlegende Ordnung Gottes, die auch in den Gemeindeversammlungen beachtet werden sollte, oder nicht?</p>
<p>Haben die Frauen, die die Kopfbedeckung nie ernst nahmen oder wieder ablegten, recht bedacht, was dies für ihre Beziehung zu ihrem Herrn bedeuten könnte? Könnte es sein, daß ihr Herr und Erlöser durch diese Mißachtung Seines Gebotes betrübt ist? Schlimmer noch, könnte es sein, daß die gläubigen Frauen auch Christus, ihr höheres und eigentliches Haupt, entehren, wenn sie sich nicht bedecken? Könnte es sein, daß die Kopfbedeckung auch ausdrückt, daß die Frau sich unter die Autorität des Herrn Jesus Christus unterordnet? Könnte es sein, daß unser Herr deshalb so eindringlich Seinen Willen kundmacht, daß die Frauen ihr Haupt bedecken sollen?</p>
<p>Es wäre doch wirklich wichtig, daß jeder Leser und jede Leserin dieser Schrift vor Gott darüber still wird und danach fragt, was Gottes Sicht und Wille in bezug auf diese Ordnung ist. Manche werden sagen: „Das ist doch übertrieben! Wenn eine Frau das Gefühl hat, daß es für sie in Ordnung ist, unbedeckt zu sein, dann soll man sie doch in Ruhe lassen!“</p>
<p>Ach, wie leicht sind unsere Empfindungen vom Fleisch, vom Weltgeist geleitet statt von Gottes Geist! Wenn wir nur nach unserem Empfinden gingen und nicht das Wort Gottes bewußt als unseren Maßstab akzeptieren würden, dann sähe unser Christenleben wahrscheinlich sehr beschämend aus!</p>
<p>Wenn auch nur die <em>Gefahr</em> besteht, daß das Unbedecktsein der Frau sie selbst und auch ihren Mann und Christus als ihr Oberhaupt entehren könnte – wäre es da nicht das Allerbeste, diese Kopfbedeckung konsequent zu tragen, wo immer Gläubige zusammenkommen? Sollte es nicht unser Herzensanliegen sein, dies treu zu tun, auch wenn wir dafür von anderen belächelt oder gar angegriffen werden? Sollten wir es nicht lieber zu oft tun als zu selten?</p>
<p>Sollten nicht unsere Zusammenkünfte zuhause, unsere Gebetskreise und Hauskreise, unsere Gemeindeversammlungen und Bibelkonferenzen den Herrn ehren dadurch, daß sich möglichst jede Frau bei diesen Zusammenkünften treu bedeckt? Was verlieren wir durch einen solchen einfältigen Gehorsam, selbst wenn er ein wenig „übers Ziel hinausschießen“ sollte? Was verlieren wir andererseits, wenn wir die Bedeckung des Hauptes versäumen oder gar bewußt unterlassen?</p>
<p>Manche Christen (etwa aus „Brüdergemeinden“) werden vielleicht einwenden: „Nun, unsere Frauen beten und weissagen nicht in den Gemeindeversammlungen; deshalb brauchen sie auch ihr Haupt nicht zu bedecken!“. Doch beten die Schwestern nicht mit, wenn sie zu den Gebeten in der Gemeinde „Amen!“ sagen? Sind nicht auch die geistlichen Lieder, die unsere Schwestern ganz zu Recht mitsingen, gesungene Gebete oder aber gesungene Weissagung zur Erbauung der Mitgeschwister?</p>
<p>Und ist die Kopfbedeckung wirklich nur dort von Gott gewollt, wo Frauen auch beten und weissagen, und nicht vielmehr immer dann, wenn sich Gläubige um Christus versammeln? Genau das lehren uns nämlich die folgenden Verse, wenn wir sie sorgfältig betrachten.</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">7 Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken, weil er Gottes Bild und Ehre ist; die Frau aber ist die Ehre des Mannes. 8 Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; 9 auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Darum soll die Frau [ein Zeichen der] Macht (od. Vollmacht, Autorität) auf dem Haupt haben, um der Engel willen.</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Bedeutung der Kopfbedeckung für Mann und Frau</em></p>
<p>Im <strong>Vers 7</strong> wird nun der Verweis auf Gottes Autoritätsordnung, der schon im Vers 2 gegeben wurde, aufgegriffen und erweitert. Der Mann soll dann sein Haupt nicht bedecken, weil er als Abbild und Ebenbild Gottes in der Stellung der Autorität ist. Diese Bezeichnung „Gottes Bild“ verweist ziemlich deutlich auf den Schöpfungsbericht:<strong> „Und Gott schuf den Menschen (<em>ha-Adam</em>) in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+2%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 2,27</a>).</p>
<p>Der Mann repräsentiert Gott in der Gemeinde; deshalb soll er es sein, der leitet und lehrt (je nachdem, wie er begabt und berufen ist, aber immer <em>ein Mann</em>, wenn die Versammlung Männer und Frauen umfaßt). Dabei aber darf er sein Haupt nicht bedecken, weil er sonst symbolisch bezeugen würde, daß Gott jemandem untergeordnet sei.</p>
<p>Die Frau aber soll dann ihr Haupt bedecken, denn sie ist die Ehre (oder Herrlichkeit) des Mannes. Das kann verschieden verstanden werden. Zunächst meint es, daß die Frau in ihrer willigen Unterordnung unter den Mann ihn ehrt, was sie durch die Kopfbedeckung zeichenhaft tut. Sie bedeckt also ihr Haupt, um damit den Mann in seiner von Gott verliehenen Autoritätsstellung zu ehren; wenn sie das unterläßt, entehrt sie ihn.</p>
<p>Ein anderer durchaus stimmiger Gedanke geht dahin, daß die Ehre des Mannes in der Versammlung, die vor dem Angesicht Gottes zusammenkommt, bedeckt sein und nicht offenbar werden soll. Die Bedeckung des Hauptes der Frau ist in jedem Fall ein Zeichen ihrer schöpfungsgemäßen Stellung als Gehilfin des Mannes, die ihm untergeordnet ist.</p>
<p>Das hat nichts mit Sitten oder griechischer oder jüdischer Kultur zu tun, sondern wird in <strong>V. 8-9</strong> mit der <em>Schöpfungsordnung Gottes</em> und der besonderen Autoritätsstellung des Mannes begründet. Diese war von vorneherein angelegt und nicht etwa eine Folge des Sündenfalles, wie manche meinen.</p>
<p>Diese Unterordnung unter den Mann und damit unter die Autoritätsordnungen Gottes symbolisiert die Kopfbedeckung, die auf dem Haupt und damit über dem Haar liegt (so bezeichnet es das griechische Wort für „bedecken“, <em>kata-kalypto</em>, was bedeutet „von oben herab verhüllen, zudecken“). Sie drückt aus: „Ich habe eine (sichtbare) Autorität über mir, der ich mich unterordne – nämlich meinen Mann und die Brüder der Gemeinde“. Sie drückt auch aus: „Ich ordne mich der Autoritätsordnung Gottes und meinem Oberhaupt – Christus – unter“. Und zugleich drückt sie nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5</a> auch symbolisch aus: „Als Abbild der Gemeinde bezeuge ich, daß diese Gemeinde sich Christus als dem Haupt der Gemeinde unterordnet“.</p>
<p>Dieses Zeugnis sollte selbstverständlich auch bei den allgemeinen Gemeindeversammlungen (üblicherweise Sonntagsgottesdienst bzw. Bibelstunde / Gemeindegebet) abgelegt werden, bei denen die Frauen schweigen.</p>
<p>An dem Gebot des Unbedecktseins für den Mann des Mannes läßt sich das viel leichter aufzeigen, und da wird jeder zustimmen, weil dieses Gebot den heutigen Männern nichts Besonderes auferlegt (bei den „Judenchristen“, die deswegen mit der Tradition der Kippa brechen müßten, sehen wir übrigens, daß auch viele Männer den Gehorsam verweigern, wenn sie einen Preis dafür bezahlen müßten). Kaum jemand wird behaupten, ein Mann, der nicht betet oder weissagt, könnte in einem Gottesdienst sein Haupt bedecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Berufung auf Gottes Schöpfungsordnung</em></p>
<p>In den <strong>Versen 8 und 9</strong> wird dieses Zeichen der Unterordnung der Frau unter die Autorität des Mannes noch einmal aus Gottes Schöpfungshandeln und damit auch Gottes Schöpfungsordnung heraus begründet. Es ist Ausdruck von Gottes bewußter Absicht und von der von Gott gewollten Vorrangstellung des Mannes, daß er zuerst geschaffen wurde.</p>
<p>Der Erste hat den Vorrang – diesen Gedanken finden wir im Neuen Testament in bezug auch Christus geschrieben, und der Mann ist ja ein Abbild des Christus, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5</a> zeigt.</p>
<p><strong>Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, <u>der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist</u>. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: <u>Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm</u>. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, <u>damit er in allem der Erste sei.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C15-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,15-18</a>)</strong></p>
<p>Die Frau kommt aus dem Mann, aus seiner Rippe, das bedeutet, daß sie ihm angehört, ihm zugeordnet und auch in gewisser Weise von ihm abhängig ist. Die Frau wurde bewußt als Gehilfin des Mannes erschaffen, für den Mann, um ihm zu dienen und zu helfen; das beinhaltet eine Stellung der Unterordnung, aber nicht der Minderwertigkeit.</p>
<p>Die tiefere geistliche Absicht hinter dieser Autoritätsordnung wird uns, wie wir schon gesehen haben, im Epheserbrief geoffenbart; Der Mann hat den Vorrang, weil er ein Abbild auf Christus ist; die Frau wurde aus ihm und für ihn geschaffen, weil sie ein Abbild der Gemeinde ist. Wir wollen uns diese Worte noch einmal vor Augen führen:</p>
<p><strong>22 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. 24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. (…) </strong></p>
<p><strong>30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. 31 »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden <em>ein</em> Fleisch sein«. 32 Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.</strong></p>
<p>Diese beiden Verse lehren uns also, daß die Autoritätsstellung des Mannes und die Unterordnung der Frau Teil von Gottes ursprünglicher und überzeitlich gültiger Schöpfungsordnung sind. Sie wurde noch vor dem Sündenfall so festgelegt und wird erst in der Heilsvollendung aufgehoben sein, wenn in Christus nicht mehr Mann noch Frau sein wird, sondern alle Söhne Gottes sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C25-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,25-28</a>).</p>
<p>Es ist daher eine schlimme und wissentliche Verdrehung von Gottes Wort, wenn moderne Ausleger diese Ordnung als Folge des Sündenfalls oder als „kulturell bedingt“ und heute nicht mehr gültig hinstellen. Sie lösen damit Gottes Wort auf und machen es durch ihre eigenmächtigen Gedankenkonstruktionen ungültig. Wie ernst ist das! Niemals sollten wir uns verleiten lassen, solchen leichtfertigen Verführern zu folgen.</p>
<p><strong>Siehe, ich komme über diejenigen, spricht der HERR, die Lügenträume weissagen und sie erzählen und mit ihren Lügen und ihrem leichtfertigen Geschwätz mein Volk irreführen, während ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, und sie diesem Volk auch gar nichts nützen!, spricht der HERR. (…) </strong></p>
<p><strong>Aber die »Last des HERRN« sollt ihr nicht mehr erwähnen; denn jedem Einzelnen wird sein eigenes Wort zur Last werden, <u>denn ihr verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+23%2C32-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 23,32-36</a>)</strong></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Kopfbedeckung der Frau als Zeugnis vor den Engeln</em></p>
<p>Eine der bedeutendsten Aussagen des ganzen Abschnitts finden wir im <strong>Vers 10</strong>: <strong>„Darum soll die Frau [ein Zeichen der] Macht (gr. <em>exousia</em>) auf dem Haupt haben, um der Engel willen“</strong>.</p>
<p>Die gläubigen Frauen (und das betrifft sie alle, auch unverheiratete, weil das Wort <em>gynè</em> in diesem Text das allgemeine Wort für „Frau“ im Gegensatz zu „Mann“ ist) sollen ihr Haupt bedecken, wenn Kinder Gottes um den Herrn versammelt sind, <em>weil die Engel Zeugen dieses Zusammenseins sind und ihnen die Macht und Autorität des Christus und die Unterordnung der Frauen unter diese Autorität demonstriert werden soll.</em></p>
<p>Die Kopfbedeckung signalisiert, daß die Frauen anerkennen, daß sie eine Autorität über sich, über ihrem eigenen Haupt, haben, und daß sie sich dieser Autorität bewußt unterordnen. Unser Herr Jesus Christus ist diese Autorität, denn Er hat verkündet: <strong>„Mir ist gegeben alle Macht (<em>exousia</em>) im Himmel und auf Erden“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18</a>).</p>
<p>Wenn eine Frau ihr Haupt bedeckt, bezeugt sie zeichenhaft, daß sie die Autorität des Christus als ihres Oberhauptes und die Autorität des Mannes als ihres unmittelbaren Hauptes anerkennt und sich bewußt unter sie stellt. Die Kopfbedeckung ist für uns im Alltagsleben ein Schutz (vor Regen oder Sonnenhitze), und das ist sie auch geistlicherweise, wenn die damit ausgedrückte Haltung der Unterordnung echt ist.</p>
<p>Deshalb ist die Kopfbedeckung ein Zeichen der Unterordnung der Frau unter eine über ihr stehende Autorität, was auch die allermeisten Bibelausleger anerkennen. Symbolisch kommt das dadurch zum Ausdruck, daß sie, im Gegensatz zum Schleier, der das Haupt der Frau rundum umhüllt, oben auf dem Haupt über dem Haar getragen werden soll, wie auch der Begriff der Bedeckung selbst signalisiert (<em>kata-kalyptò </em>= von oben herab bedecken). Das kann durch ein Kopftuch oder einen Hut geschehen; wichtig ist nur, daß das Haupthaar bedeckt ist.</p>
<p>Einige moderne Ausleger meinen, die Kopfbedeckung als Zeichen der Autorität und Vollmacht <em>der Frau selbst</em> umdeuten zu können, als eine Art Selbstermächtigung, aber dieser Gedanke widerspricht direkt und völlig dem Inhalt der vorhergehenden Verse, der gerade die Unterordnung der Frau unter den Mann lehrt.</p>
<p>Der Gedanke der „Selbstermächtigung“ ist im Grunde feministisch und widerspricht gerade der Weisung Gottes in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+2%2C12%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 2,12,</a> daß die Frau nicht <em>eigenmächtig</em> Autorität gegenüber dem Mann beanspruchen darf (<em>authenthein</em>).</p>
<p>Dieses Zeugnis der Unterordnung nun, so lehrt uns <strong>Vers 10</strong>, soll die Frau als Zeichen der Autorität des Christus und des Mannes über sie in der Gemeindeversammlung tragen <strong>„um der Engel willen“</strong>. Das ist eine ganz wichtige und grundlegende Aussage, deren Sinn wir sorgfältig ergründen müssen, anstatt den Vers rasch beiseitezuschieben, wie dies manchmal geschieht.</p>
<p>Diese Aussage weist uns darauf hin, daß die Engel uns sehen und beobachten, wenn wir als Gläubige zusammenkommen. Wir erfahren etwas Ähnliches von den heiligen Engeln Gottes in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+15%2C10%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 15,10,</a> wo deutlich wird, daß die Engel Gottes es sehen, wenn ein Sünder auf Erden Buße tut, und sich darüber freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Kinder Gottes als Schauspiel für die Engel</em></p>
<p>Der Apostel Paulus sagt uns in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+4%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 4,9</a> etwas Bemerkenswertes: <strong>„denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, <u>sowohl Engeln</u> als auch Menschen“</strong>. Das bedeutet: Er ist sich bewußt, daß auch die Engel zusehen, wie er dem Herrn dient, wie er leidet und ringt und betet und glaubt. Sein Leben und Dienen findet sozusagen auf einer öffentlich für die Engel zugänglichen Bühne statt, gleichsam in einer Arena, wo die Engel sehen, was er tut.</p>
<p>Das wird bestätigt von der Aussage des Apostels Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+5%2C21%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 5,21: </a><strong>„Ich ermahne dich ernstlich vor Gott und dem Herrn Jesus Christus<u> und den auserwählten Engeln</u>, daß du dies ohne Vorurteil befolgst und nichts aus Zuneigung tust!“ </strong>Das setzt voraus, daß die auserwählten Engel Zeugen des Dienstes von Timotheus waren.</p>
<p>Wenn wir darüber mehr erfahren wollen, dann stoßen wir auf die Aussage in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+3%2C10-11%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 3,10-11,</a> die wir oben schon erwähnten: <strong>„… damit jetzt <u>den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen [Regionen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde</u>, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefaßt hat in Christus Jesus, unserem Herrn …“</strong>.</p>
<p>Demnach ist die Gemeinde ein Zeugnis für die mannigfaltige Weisheit Gottes auch vor den Mächten und Gewalten der unsichtbaren Welt, und um dieser Engel willen – hier dürften die bösen wie die guten Engel gemeint sein, aber der Sprachgebrauch von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 3</a> verweist eher auf die abgefallenen Engel, die auch an anderen Stellen so genannt werden (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C38%3B+Eph+1%2C21%3B+2%2C2%3B+6%2C12%3B+Kol+1%2C13.16%3B+2%2C10.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,38; Eph 1,21; 2,2; 6,12; Kol 1,13.16; 2,10.15</a>).</p>
<p>Wenn also die Gemeinde zusammenkommt, dann möchte Gott, daß die Frauen in der Gemeindeversammlung den zusehenden Engeln zeigen, daß sie sich dem Mann und Christus unterordnen. Gott will, daß sie das demonstrieren, indem sie eine Kopfbedeckung tragen, sodaß die Engel sehen, daß die weisen Ordnungen Gottes eingehalten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Schlußfolgerungen für das Tragen der Kopfbedeckung</em></p>
<p>Das Tragen der Kopfbedeckung geschieht, wenn wir die Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 11</a> und besonders den Vers 10 beachten, am folgerichtigsten während der ganzen Zeit, in der die Gemeinde sich versammelt, nicht nur während der Gebetszeiten.</p>
<p>In manchen Kreisen der „Brüdergemeinden“ gibt es Ausleger, die behaupten, in den Gemeindeversammlungen müßten die Frauen ihr Haupt gar nicht bedecken, weil sie ja nicht öffentlich beten und weissagen würden; solche Ausleger sprechen dem ganzen Abschnitt jeden Bezug zur Gemeinde ab und beschränken ihn auf Gebetskreise oder häusliche Treffen. Das ist aber unzutreffend, wie wir gesehen haben:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Die Verse 4-10 verweisen darauf, daß der Apostel neben der Sondersituation, die in einem Gebetskreis auftrat, Grundsätze lehrt, die für die allgemeinen Gemeindeversammlungen auch gelten; auch wenn die Schwestern dort nicht selbst laut beten und weissagen, beten sie doch innerlich mit und sagen „Amen“, sie singen Lieder laut mit, die Gebete und Weissagungen enthalten; sie sollten ihre Ehre und die Ehre des Mannes in der Gegenwart Gottes nicht sichtbar werden lassen, und schließlich: gerade in den allgemeinen Gemeindeversammlungen sind die Engel als Zeugen anwesend, die das Zeugnis der Kopfbedeckung sehen sollten.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Eine solche „freizügige“ Auslegung wird auch dem Umstand nicht gerecht, daß der Geist Gottes der Kopfbedeckung der Frau gerade in dem Brief der Gemeindeordnungen einen solch gewichtigen Platz einräumt. Zudem zeigt die Erfahrung: Wenn Schwestern, durch diese Lehren „ermutigt“, die Kopfbedeckung in den Gemeindeversammlungen aufgeben, dann bedecken sie in den allermeisten Fällen ihr Haupt auch nicht in Gebetsversammlungen oder sonst irgendwo. Eine Lehre, die ein klares Gebot Gottes so umdeutet, daß es am Ende nirgendwo mehr gehalten wird, ist nicht biblisch und kann Gott nicht wohlgefällig sein.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Dagegen erscheint es am besten und dem Sinn des Verses 10 am angemessensten, wenn die Kopfbedeckung ständig während aller Gemeindeversammlungen (Gottesdienste) getragen wird, und dementsprechend auch bei Hauskreistreffen, Gebetstreffen, Konferenzen u.ä.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Um für Gott ein klares Zeugnis vor den Engeln abzulegen, die jede Gemeindeversammlung beobachten, ist das Tragen während der ganzen Zeit – Brotbrechen, Wortverkündigung sowie Gemeindegebet und Wortbetrachtung in der Bibel und Gebetsstunde – die konsequenteste Vorgehensweise. Die Engel sehen die ganze Zeit zu, wenn die Gemeinde versammelt ist, also ist es auch angemessen, das Zeugnis der Kopfbedeckung während der ganzen Zeit zu praktizieren.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Manche Frauen tragen die Kopfbedeckung nur während des Brotbrechens und während der Gebete, aber nicht mehr während der Wortverkündigung, dann setzen sie sie ab. Es ist auf der einen Seite lobenswert, wenn sie es bei den zuerst erwähnten Gelegenheiten tragen, das sollten wir anerkennen. Das Zeugnis der Kopfbedeckung als Unterordnung und Anerkennung der göttlichen Autoritätsordnung ist jedoch gerade dann auch wichtig, wenn ein Bruder oder mehrere Brüder <em>das Wort verkündigen und auslegen</em>. Auch dann sollte die Unterordnung der Gemeinde unter Christus, der durch den Bruder reden möchte, bezeugt werden. Dieses Zeugnis ist auch eine Ermutigung für die Brüder, die den Dienst am Wort tun; wir dürfen erwarten, daß der Geist Gottes ihnen desto mehr Freimütigkeit und Vollmacht gibt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Meines Erachtens sind auch <em>die Lieder</em>, die unsere Schwestern mitsingen, gesungene Gebete bzw. gesungen Weissagung (zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung). Es ist folgerichtig, wenn die Frauen solche Lieder mitsingen, denn sie sind ja keine eigenständige Äußerung, sondern das von einem Bruder vorgeschlagene Lied wird stimmlich wiedergegeben. Dieses Mitsingen ist also keine Verletzung des Schweigegebots von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+14%2C34.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 14,34.</a> Aber dennoch tragen viele Lieder den Charakter von Gebeten, und andere dienen der Erbauung; auch die Teilnahme der Schwestern am Gesang spricht dafür, daß sie ihr Haupt während der Gemeindeversammlungen bedecken sollten. Auch das innerliche Mitbeten der Frauen und das Amen zu den Gebeten der Brüder während der Gemeindeversammlung sprechen dafür, das Haupt während der Versammlungen zu bedecken.</p>
<p>Hier wollen wir bemerken, daß einige gläubige Frauen sich so geführt sehen, die Kopfbedeckung ständig zu tragen, auch im Alltag. Das ist durch die Lehre von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 11</a> nicht unmittelbar vorgeschrieben, aber es ist sicher als persönliche Gewissensentscheidung anerkennenswert und gewiß dem Herrn wohlgefällig, wenn es für Ihn getan wird.</p>
<p>Manche Ausleger verstehen diesen Vers 10 <strong>„um der Engel willen“</strong> auch in dem Sinn, daß die gefallenen Engel die Möglichkeit haben, ungehorsamen Frauen, die dieses Zeichen der Unterordnung unter Gottes Autorität nicht tragen, zu schaden, sie zu verführen oder zu belasten. Diese Gefahr kann nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden, auch wenn darüber nicht mehr gesagt wird.</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">11 Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau, noch die Frau ohne den Mann. 12 Denn gleichwie die Frau vom Mann [kommt], so auch der Mann durch die Frau; aber alles [kommt] von Gott.</span></h4>
<p>Hier wird noch einmal deutlich gemacht, daß die Autoritätsstellung des Mannes nicht irgendeine wesensmäßige Überlegenheit beinhaltet. Geistlich gesehen, vor Gott, sind Mann und Frau eins und gleich wertvoll vor dem Herrn. Wir wollen uns diesen Grundsatz nochmals in Erinnerung rufen:</p>
<p><strong>… denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle <em>einer</em> in Christus Jesus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C26-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,26-28</a>) </strong></p>
<p>Aber solange wir noch um Fleisch sind und die Gemeinde hier auf Erden ist, gelten in ihr bestimmte Ordnungen der Autorität, die erst im Himmel abgetan sein werden. Sie zu mißachten wäre Vermessenheit und Auflehnung gegen Gott. Gottes Autoritätsordnungen sollen wir als gläubige Christen respektieren, sei es die weltliche Obrigkeit in ihren Aufgaben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,1-7</a>), die berufliche Autoritätsstruktur (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C5-9%3B+Kol+3%2C22%3B+Tit+2%2C9-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,5-9; Kol 3,22; Tit 2,9-10</a>), sei es die Eheordnung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C22-33%3B+Kol+3%2C18-19%3B+Tit+2%2C4-5%3B+1Pt+3%2C1-7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,22-33; Kol 3,18-19; Tit 2,4-5; 1Pt 3,1-7</a>) oder eben die Gemeindeordnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Abschließende Ermahnung zum Gehorsam </span><br />
<span style="color: #800000;">gegen Gottes Ordnung: 1. Korinther 11,13-16</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun appelliert der Apostel an das geistliche Urteil der Korinther, um ihnen nochmals das Ungehörige vor Augen zu stellen, das geschieht, wenn eine Frau ohne Kopfbedeckung zu Gott betet:</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">13 Urteilt bei euch selbst, ob es schicklich ist, daß eine Frau unbedeckt zu Gott betet! 14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur, daß es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen? 15 Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar trägt; denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Schleiers gegeben.</span></h4>
<p>Diese Verse haben manche Christen zu der Schlußfolgerung verleitet, das lange Haar selbst sei die Kopfbedeckung, die Gott wolle, und sie brauche nicht noch ein Tuch oder eine Bedeckung darüber tragen. Doch das ist hier nicht gemeint.</p>
<p>Das lange Haar ist nicht <em>anstelle der Kopfbedeckung</em> gegeben (hierfür wird ein ganz anderes Wort verwendet, das die Bedeckung <em>von oben</em> signalisiert, nämlich <em>kata-kalypto</em> = von oben herab verhüllen), sondern als Schleier (<em>peri-boleion</em>, Umwurf, Umhang, Schleier, d.h. eine <em>Umhüllung</em> um das Gesicht und den Oberkörper), hinter dem sie ihr Gesicht schamhaft verhüllen kann, wenn es nötig sein sollte. Gott hat die Frau also so erschaffen, daß sie von Natur aus eine gewisse Schamhaftigkeit und innere Zurückhaltung hat, anstatt kühn nach vorne zu treten und wie ein Mann unbedeckt aufzutreten.</p>
<p>Es ist auch deshalb ein Irrtum, zu meinen, das Haar der Frau sei die erforderliche Bedeckung, weil sonst ja die Männer auch bedeckt wären, wenn sie ihr Haar nicht zur Glatze scheren. Nein, es geht in beiden Fällen um eine Bedeckung, die <em>auf</em> und <em>über</em> dem Haupthaar getragen wird, also Tuch, Mütze, Hut usw.</p>
<p>Nebenbei sei hier betont, daß Gottes Wort uns hier ganz deutlich zeigt, daß langes Haar für Männer Gott nicht wohlgefällig ist, sondern eine Unehre. Wir Männer sind von Gottes Wort gelehrt, unsere Haare kurz zu schneiden. Umgekehrt lehrt das Wort Gottes ganz deutlich, daß es Gott wohlgefällig ist, wenn eine Frau ihr Haar lang wachsen läßt, anstatt es abzuschneiden.</p>
<p>Sie soll ihr langes Haar aber nicht für die Umwelt frei zur Schau stellen, sondern es ordnen und in der Gemeinde bedecken. Sie zeigt ihre Ehre oder Herrlichkeit ihrem eigenen Mann und auch ihrem Gott, der ihr das lange Haar gegeben hat und sich daran erfreut, aber nicht in der Gemeinde oder in der Öffentlichkeit vor den Augen anderer Männer.</p>
<p>Zum Abschluß ermahnt der Apostel gewisse Gemeindeglieder in Korinth, die offenkundig in dieser Frage anderer Meinung waren und diese falsche Auffassung auch gegenüber der Autorität des Apostels aufrechterhielten. Wieviel mehr lehnen sich heute viele Christen gegen die klare und offenkundige Lehre der Bibel auf und wollen die göttlichen Ordnungen abschaffen oder nach ihrem Gutdünken umdeuten!</p>
<h4 style="padding-left: 40px;"><span style="color: #008080;">16 Wenn aber jemand rechthaberisch sein will — wir haben eine solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.</span></h4>
<p>Gewisse Theologen haben aus diesem Vers geschlossen, der Apostel hätte die ganze Zeit gegen das Tragen einer Kopfbedeckung argumentiert oder würde mit diesen Worten nun das Tragen der Kopfbedeckung jedem freistellen. In diesem Sinn wurde auch der Satz <strong>„Urteilt bei euch selbst“</strong> in <strong>V. 13</strong> dahingehend verdreht, als sei die Kopfbedeckung ganz dem eigenen Ermessen des Einzelnen überlassen.</p>
<p>Das ist eine dreiste Fehldeutung des ganzen Abschnittes wie auch seiner letzten Worte. Ganz im Gegenteil stellt der Apostel fest, daß alle Gemeinden Gottes die Kopfbedeckung so handhabten, wie er es dargestellt hat, und daß es darüber bei ihnen keine Dispute gab.</p>
<p>Der Apostel warnt ernstlich vor dem streitsüchtigen Debattieren und Umdrehen der apostolischen Anweisungen, dem er immer wieder in seinem Dienst begegnete, und das heute noch viel stärker unter solchen Christen verbreitet ist, die dem Wort Gottes einfach nicht gehorchen wollen und deshalb so lange herumdiskutieren, bis sie einen Vorwand gefunden haben, weshalb sie nicht gehorsam sein müssen.</p>
<p>Dieser Geist war in Korinth recht verbreitet, so daß der Apostel im 14. Kapitel, wieder an einem strittigen Punkt der Frauenfrage, sagen muß:</p>
<p><strong>Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gekommen? Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, daß die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind. Wenn es aber jemand mißachten will, der mißachte es! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C36-38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,36-38</a>) </strong></p>
<p>Möge der Herr es schenken, daß wir nicht zu den rechthaberischen Verdrehern der göttlichen Ordnungen gehören, sondern zu denen, die das Wort Gottes bewahren, um es zu tun!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Ermutigung zum treuen Zeugnis für unseren Herrn</span></h2>
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<p>Wir sind uns dessen bewußt, daß die biblische Lehre über die Stellung der Frau in der Gemeinde und besonders auch über die Kopfbedeckung vielen gläubigen Frauen von heute Mühe macht und daß bei manchen zunächst einmal einiges an Unwillen und Widerstand aufkommt, wenn solche Fragen angeschnitten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das geistliche Kampffeld der Frauenfrage in der Endzeit</em></p>
<p>Wir wollen uns bewußt machen, daß um die gottgewollte Stellung der Frau in dieser gesetzlosen letzten Zeit ein gewaltiger geistlicher Kampf tobt. Der feministische Zeitgeist, zahllose weltliche Frauen und leider auch manche christliche Frauen behandeln eine gottesfürchtige Frau, die sich noch zu Gottes Ordnungen der Unterordnung, der Züchtigkeit, der Weiblichkeit hält, mit Ablehnung, Spott und Verachtung.</p>
<p>Es kostet heute Kraft und Mut, den Weg der Christusnachfolge als gläubige Frau zu gehen, und leider bekommen viele Frauen dabei auch zuwenig Unterstützung von ihren eigenen Ehemännern oder auch von Gemeindeältesten und Mitgeschwistern.</p>
<p>Gerade für viele junge Christinnen ist es sicherlich schwierig, ein Ja zu Gottes diesbezüglichen Ordnungen zu finden. Sie widersprechen total dem Frauenbild, das sie in der Schule und Ausbildung gelernt haben und das sie durch ihre weltliche Umgebung mehr oder weniger stark geprägt und beeinflußt hat.</p>
<p>Die junge Frau in der Welt von heute ist selbstbewußt und zeigt Stärke, sie tritt rhetorisch geschult auf und weiß sich durchzusetzen; sie ist an Gleichberechtigung mit dem Mann gewöhnt und spielt vielleicht ganz gerne manchmal ihre Überlegenheit über ihn aus. In solchen Rollenmustern bewegt sich manche junge Christin zumindest in ihrem beruflichen Umfeld auch.</p>
<p>Was für ein Gegensatz zu dem Ideal einer christlichen Frau, das heute unter dem Etikett „Kinder, Küche, Kirche“ angegriffen und verspottet wird! Die Bibel leitet junge gläubige Frauen an, <strong>„ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4-5</a>). Wie absolut gegensätzlich zum heutigen weltlichen Bild einer Frau ist die Aussage von Gottes Wort!</p>
<p><strong>Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel ansehen. </strong></p>
<p><strong>Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn »Herr« nannte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,1-6</a>)</strong></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ermutigung zu bewußtem Gehorsam gegenüber Gottes Ordnungen</em></p>
<p>Wir wollen unsere Schwestern ermutigen und für sie im Gebet einstehen, daß sie durch ihre persönliche Beziehung zu ihrem Herrn und Retter Jesus Christus die Kraft und die Entschlossenheit empfangen, gegen den heutigen Zeitgeist zu leben und sich durch Gottes Geist umgestalten und erneuern lassen, damit sie immer mehr dem ähnlich werden, was Gottes Wort ihnen vor Augen führt.</p>
<p>Das kann nicht durch äußerlichen Zwang geschehen, sondern Gott möchte bei ihnen erreichen, daß ihr Gehorsam nicht nur äußerlich ist, sondern aus einem Christus ergebenen, geheiligten Herzen kommt. Gott erwartet allerdings völlig zu recht, daß Seine Ordnungen in Seinem Haus, der Gemeinde, respektiert und eingehalten werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,15</a>).</p>
<p>Deswegen wollen wir betonen: Einerseits ist es richtig, wenn Schwestern ihr Haupt bedecken, auch wenn sie noch keine volle Einsicht in das Warum haben; wir sind Gottes Geboten einfach Gehorsam schuldig, auch wenn wir ihren Sinn noch nicht völlig verstanden haben, weil Gott GOTT ist. Andererseits ist es sehr wichtig, daß jede Schwester diese Fragen vor dem Herrn bewegt und ihr Verhältnis zu den Ordnungen Gottes im Gebet und Nachsinnen über Gottes Wort klärt.</p>
<p>Das Endziel Gottes mit Seinen Kindern ist immer <em>bewußter, williger</em> Gehorsam aus Einsicht in Gottes Güte und Weisheit; doch Gottes Weg kann manchmal so verlaufen, daß Gott zuerst Gehorsam aus Glauben und Anerkenntnis Seiner Autorität erwartet, bevor die tiefere Einsicht und die Freudigkeit kommen. Aber letztlich ist der Herr erst dann verherrlicht, wenn wir aus bewußter Einsicht in Gottes Ordnung und williger Ergebung in Seine Wege gehorsam sind.</p>
<p>Solcher Gehorsam kommt nicht aus unserem Fleisch, sondern Gott gibt uns die Kraft Seines Geistes, damit wir Ihm so dienen, wie es Ihn ehrt und verherrlicht. Der Gehorsam, den Gott sucht, fließt aus der Liebe zu Gott und zu unserem Herrn Jesus Christus; er erhält seine Kraft aus der Einsicht in Gottes gute Wege und Ordnungen.</p>
<p>Wenn eine Frau, die dem Herrn Jesus nachfolgt, diese innere Haltung der Unterordnung und Ergebung in Gottes Willen zu einem gewissen Maß erlangt hat, wenn sie in Gottes Gedanken über die Frau eingedrungen ist und erkannt hat, daß sie wahrhaft gut und segensreich sind, egal, was die Welt sagt, dann ist es auch nicht schwer für sie, ihr Haupt zu bedecken und damit ihre Stellung der Gehilfenschaft, der Stille und Zurückhaltung im öffentlichen Dienst der Gemeinde anzunehmen.</p>
<p>Wir wollen aber anerkennen, daß dies heute für viele stark von der Welt geprägte Schwestern, besonders jüngere, mit einem schweren Kampf verbunden sein kann. Es ist sicherlich hilfreich, daß sie sich vor Gott in der Stille einmal Rechenschaft geben, woher die Abneigung gegen die Kopfbedeckung im tiefsten kommt.</p>
<p>Die Wurzel ist sehr oft ein Widerstand gegen die bewußte Demütigung, das öffentliche Bekenntnis zur Unterordnung, welche im Tagen der Kopfbedeckung zum Ausdruck kommen. Viele Schwestern bekennen dies freimütig, daß sie nicht „wie alte Omas aussehen“ wollten, daß sie einen Widerwillen letztlich auch gegen Gottes Ordnung für die Frau verspürten, bevor sie sich bewußt für die Kopfbedeckung entschieden.</p>
<p>Wir wollen unsere Schwestern ermutigen, ihr Eigenleben, wie es der Herr lehrt, bewußt zu verleugnen und in den Tod zu geben, damit sie erfüllt werden mit der Kraft des Heiligen Geistes, die es ihnen leichtmacht, die göttlichen Ordnungen zu bejahen und bewußt und freudig auszuleben.</p>
<p><strong>Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. </strong></p>
<p><strong>Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. (…) Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C3-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,3-11</a>)</strong></p>
<p>Wir wollen für unsere Schwestern beten, daß Gott selbst ihnen den Adel echter biblischer Weiblichkeit offenbar macht, die Würde, die sie als Frauen Gottes gerade dann haben, wenn sie die Stellung der Unterordnung, der Zurückhaltung, der Stille und Ergebung vor Gott einnehmen. Nicht umsonst stellt uns Gottes Wort Sarah als Vorbild vor, und ihr Name bedeutet „Fürstin“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,5-6</a>)!</p>
<p>Die geistliche Stärke einer Frau erweist sich eben nicht in Dominanz, Selbstbewußtsein, Mitreden und Mitherrschenwollen. Sie zeigt sich in der bewußten Ergebung, Sanftmut, Stille und Unterordnung, die ihnen als Beterinnen große Vollmacht bei Gott gibt und ihrem Vorbild, ihrer Ermunterung und ihrem seelsorgerlichen Rat eine besonders segensreiche Wirkung.</p>
<p>Unsere Schwestern sind gerade dann ein großer Segen für die ganze Gemeinde und verherrlichen ihren Erlöser, wenn sie ganz bewußt und freudig ihren von Gott gegebenen Platz einnehmen, wenn sie für die Brüder, für ihre eigenen Männer beten und diese fördern und ermutigen, ihnen den Rücken freihalten für den Dienst in der Gemeinde und ihre Führungsfähigkeiten stärken.</p>
<p>Immer wieder haben gläubige Frauen bezeugt, daß die bewußt getragene Kopfbedeckung für sie ein Schutz ist, der geistlichen Frieden und Geborgenheit vermittelt und die Vollmacht im Gebet stärkt. Sie ist aber, wenn sie bewußt getragen wird, auch ein Zeichen, das ganz gewiß den Segen und die Vollmacht der Verkündigungen und Gebetszeiten in der Gemeinde verstärkt und unserem Gott überaus wohlgefällig ist. Sie ist ein Weg, dem Herrn zu dienen und Ihn wirkungsvoll zu verherrlichen, gerade in unserer Zeit des Abfalls und der Gesetzlosigkeit.</p>
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<p><em>Die Verantwortung der gläubigen Ehemänner</em></p>
<p>Hier möchten wir auch ein Wort an alle gläubigen Männer, besonders Ehemänner, richten. Vielen gläubigen Männern ist leider ihre Verantwortung, in der Familie das Haupt zu sein und auch in der Gemeinde die öffentlichen Dienste zu tun und an der Leitung der Gemeinde nach dem Maß ihrer Reife, ihrer Gaben und Berufung teilzunehmen, nicht genügend bewußt.</p>
<p>Leider geschieht es heute nur allzu oft, daß die gläubigen Männer in der Gemeinde und z.T. auch in ihrer Familie sich eher treiben lassen und passiv mitschwimmen und Anstrengungen und Konflikte scheuen, anstatt in einer geistlichen Weise die Verantwortung und die Führung zu übernehmen.</p>
<p>Die verheirateten Männer haben eigentlich auch die Verpflichtung vor Gott, ihre eigenen Frauen in den Ordnungen Gottes zu lehren und anzuleiten und auch dafür zu sorgen, daß sie diese Ordnungen bewußt einhalten. Dies soll durch Überzeugungsarbeit aufgrund des Wortes Gottes geschehen, damit die Schwestern wissen, weshalb sie diese Ordnung einhalten. Leider ist es manchmal so, daß die Ehemänner ihren Frauen das Tragen der Kopfbedeckung eher noch erschweren und diese Frage wegwischen, anstatt sie von der Bibel her zu studieren und ihre Ehefrauen zur Einhaltung von Gottes Ordnungen zu ermutigen.</p>
<p>Doch der Mann ist das Haupt der Frau, und jeder gläubige Mann wird einmal vor dem Herrn Jesus Christus an Seinem Preisrichterstuhl Rechenschaft geben müssen, wie er seine Frau geistlich angeleitet hat, auch in dieser Frage. Wenn wir Männer unserer Verantwortung als Haupt in Ehe und Gemeinde wirklich nachkommen, dann machen wir es unseren Frauen viel leichter, ihrerseits ihre gottgewollte Stellung einzunehmen. Wir sollten auch regelmäßig für unsere Frauen beten und sie immer wieder ermutigen, gegen den Zeitgeiststrom zu schwimmen und ein Zeugnis für Gott zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Kopfbedeckung in der örtlichen Gemeinde</em></p>
<p>Viele gläubige Frauen werden, wenn sie die Kopfbedeckung für sich persönlich annehmen und praktizieren wollen, zunächst in einem Umfeld sein, in dem dies niemand mehr oder kaum noch jemand tut. Da kostet es doppelten Mut, dem Wort Gottes gehorsam zu sein – aber unser Herr gibt dazu Kraft und Gnade.</p>
<p>Das hat auch meine liebe Frau erfahren, als sie vor vielen Jahren die Ordnung der Kopfbedeckung aus Gottes Wort für sich erkannte und dann einige Zeit die einzige Frau in unserer damaligen Gemeinde war, die ihr Haupt bedeckte. Sie tat es, um dem Herrn zu gefallen und dem Wort gehorsam zu sein, nicht um Menschen zu gefallen, und der Herr hat sie gesegnet.</p>
<p>Es ist m.E. nach dem oben ausgelegten Sinn insbesondere von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+11%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 11,10</a> wegen des Zeugnisses vor den Engeln am folgerichtigsten und erstrebenswert, wenn die Frauen ihre Kopfbedeckung in allen Gemeindeversammlungen durchgehend tragen, nicht nur während der Gebetszeiten, sondern gerade auch während der Wortverkündigung und ebenso auch auf Bibelkonferenzen, in Gebets- und Hauskreisen wie auch bei der Familienandacht und ähnlichen Gelegenheiten. Da wird der Herr jede einzelne Schwester auch führen, wenn sie auf Ihn hört.</p>
<p>Doch in der Gemeinde haben eigentlich auch die Ältesten und Verkündiger des Wortes eine Verantwortung vor Gott, für die Ordnungen Gottes einzustehen, auch wenn dies unpopulär ist, und sich für ihre Verwirklichung einzusetzen. Wenn sie dieser Verantwortung nicht nachkommen, können nur die einzelnen Schwestern ihre Sicht des Wortes bezeugen und ausleben.</p>
<p>Wenn verantwortliche Brüder in einem Kreis oder einer Gemeinde neu zur Erkenntnis gekommen sind, daß die Kopfbedeckung eine heute noch gültige biblische Ordnung ist, bedarf es gewiß vieler Geduld und Weisheit, intensiven Gebets und biblischer Lehre, um die Frauen von der Bedeutung und dem Wert dieser Ordnung zu überzeugen und sie für die Kopfbedeckung zu gewinnen. Dabei kann Hast, Druck und Zwang nur schaden; das Vorbild einzelner Schwestern kann dagegen viel Gutes bewirken.</p>
<p>Nur wenige Gemeinden sind heute noch auf dem geistlichen Stand, daß die Kopfbedeckung Teil der selbstverständlichen Gemeindeordnung ist und von allen Schwestern aus Überzeugung getragen wird. Doch der Segen Gottes wird solchen Gemeinden gewiß nicht fehlen, wenn sie an diesen Ordnungen festhalten.</p>
<p>Dabei ist es aber ganz entscheidend, daß die göttlichen Ordnungen in der Frauenfrage immer wieder von Gottes Wort und der biblischen Lehre her den nachkommenden Gemeindemitgliedern, Männern und Frauen, vermittelt werden und sie nicht als bloße Tradition und Sitte weitergegeben werden – sonst kann es ganz leicht dazu kommen, daß eine neue Generation diese plötzlich ablegt und verläßt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das Vorrecht, </em><em>in der heutigen gesetzlosen Zeit ein Zeugnis für Christus abzulegen</em></p>
<p>Wir möchten zum Abschluß noch einmal alle gläubigen Frauen ermutigen, die Ordnung der Kopfbedeckung nicht widerwillig und seufzend, sondern bewußt, aktiv und überzeugt zu praktizieren. Wenn wir das Ganze unter geistlichen Gesichtspunkten betrachten, ist es ein Vorrecht, angesichts der heutigen Gesetzlosigkeit auch unter Christen das Zeichen der Kopfbedeckung zu tragen.</p>
<p>Wenn von Christus erlöste Frauen dieses Zeichen bewußt vor den Engeln tragen, dann verherrlichen sie Christus und die weisen Schöpfungsordnungen Gottes durch ein starkes Zeugnis. Sie machen die rebellischen gefallenen Engel zuschanden und erfreuen die heiligen Engel und Gott. Sie zeigen vor Gott und der unsichtbaren Welt, daß sie die Autorität des Christus und die abgeleitete Autoritätsstellung des Mannes bewußt anerkennen. Sie geben ein Signal ab, daß nicht alle Christen sich der allgemeinen Auflösung von Gottes Wort und Ordnungen ergeben haben. Dadurch wird ganz konkret Gott verherrlicht und der Widersacher zuschanden gemacht!</p>
<p>Zugleich bezeugen sie sinnbildlich auch, daß die örtliche Gemeinde, in der sie dieses Zeichen tragen, sich dem Christus unterordnet und Sein Wort bewahrt in einer Zeit, wo so viele Christen Gottes Wort aufgelöst haben. Damit bringen sie Segen und geistliche Kraft auf diese Gemeinde und stärken die dienenden Brüder. Wie sehr brauchen wir ein solches Zeugnis in der heutigen Zeit! Wie sehr brauchen wir einsichtige, in Christus fest gegründete, im Geist starke gläubige Frauen, die dem Feminismus und der Gesetzlosigkeit abgesagt haben und auch andere Schwestern ermutigen, für Gottes Ordnungen einzutreten und sie auch durch das Zeichen der Kopfbedeckung zu bekräftigen!</p>
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<p><em>Laßt uns zur Verherrlichung des Herrn leben!</em></p>
<p>Wir wollen die Frage der Kopfbedeckung nicht isoliert sehen, sondern im Gesamtzusammenhang unserer Berufung als einzelne Christen und als Gemeinde. Wir wollen die Erinnerung an die biblischen Ordnungen zur Frauenfrage zum Anlaß nehmen, insgesamt bewußter gegen den verführerischen Strom des Zeitgeistes zu leben.</p>
<p>Unser Herr Jesus hat uns für sich erlöst und zu Seinem kostbaren Eigentum erkauft. Ihm sollte unser ganzes Leben geweiht sein. Wir wollen ernstlich darum bitten, daß in unserem persönlichen Leben und in unseren Gemeinden der lähmende Einfluß des Fleisches und der Welt mehr und mehr überwunden wird.</p>
<p>Wir wollen gemeinsam, Männer und Frauen, Jung und Alt, danach streben, daß der Herr Jesus unser Leben immer mehr in Seine Hand bekommt und ausfüllt. Wir wollen mitten in dieser dem Untergang und Zorngericht entgegengehenden Welt bewußt für unseren Herrn und Erlöser leben und ihn verherrlichen mit unserem ganzen Leben.</p>
<p>Wir wollen auch unser Gemeindeleben bewußt nach Seinen Geboten und Ordnungen ausrichten, damit der Herr in unserer Mitte sein kann und geehrt wird, bis Er wiederkommt!</p>
<p><strong>Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes: Wenn jemand redet, so [rede er es] als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so [tue er es] aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,10-11</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">Hinweise auf weiterführende Literatur</span></h2>
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<p>Campbell, R. K.: <em>The Church of the Living God</em>. Sunbury, PA (Believer’s Bookshelf) 3. Aufl. 1985</p>
<p>Campbell, R. K.: <em>Headship and Head-Covering According to Scripture. </em>Sunbury, PA (Believer’s Bookshelf) 2. Aufl. 1990</p>
<p>Daniel, Roger P.: <em>Als Mann und Frau schuf er sie … </em>Dillenburg (Christliche Verlagsgesellschaft) 1993</p>
<p>Ebertshäuser, Rudolf: <em>Als Frau zur Ehre Gottes leben.</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2014</p>
<p>Ebertshäuser, Rudolf: <em>Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist.</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 2018</p>
<p>Gaebelein, Arno C.: <em>Kommentar zur Bibel.</em> Dillenburg (Christliche Verlagsgesellschaft) 2014</p>
<p>Gourlay, Norman J.: <em>Gemeindesymbole für heute.</em> Oerlinghausen (Betanien) 1993</p>
<p>Hunter, Jack: <em>1. Korintherbrief.</em> Bd. 7 in der Reihe „Was die Bibel lehrt“. Dillenburg (Christliche Verlagsgesellschaft) 1993</p>
<p>MacDonald, William: <em>Kommentar zum Neuen Testament.</em> Bielefeld (Christliche Literaturverbreitung) 2013</p>
<p>Steinmeister, Andreas: <em>Spielt keine Rolle? Die Geschlechterordnung – eine kulturelle Konstruktion oder Absicht des Schöpfers? </em>Lychen (Daniel) 2017</p>
<p>Steinmeister, Andreas: <em>Unbequem? Gottes Plan für Mann und Frau.</em> Hückeswagen (Christliche Schriftenverbreitung) 1991</p>
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<p>Dieser Text erscheint in seiner überarbeiteten Fassung auch als Broschüre im ESRA-Schriftendienst.  Veröffentlicht auf der Webseite <strong>www.das-wort-der-wahrheit.de</strong>   Juli 2020</p>
<p>© Rudolf Ebertshäuser 2020</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Zum Einfluß des Zeitgeistes und besonders des Feminismus auf gläubige Frauen vgl. mein Buch <em>Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist.</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2018), bes. S. 114-123; 147-186.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Näheres zu Gottes Gedanken über den gläubigen Mann findet der Leser in meinem Buch: <em>Als Mann zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Mannsein</em> (Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 3</a>. Aufl. 2015).</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Gottes Gedanken über die gläubige Frau sind ausführlicher dargestellt in meinem Buch: <em>Als Frau zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Frausein.</em> (Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2014).</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Wir verweisen darauf, daß die von uns vertretene Sicht über die Kopfbedeckung von einer ganzen Reihe bibeltreuer Ausleger genauso oder sehr ähnlich gelehrt wird; wir möchten hier nur erwähnen: William MacDonald, <em>Kommentar zum NT</em>; Arno C. Gaebelein, <em>Kommentar zur Bibel</em>; Jack Hunter: <em>1. </em><em>Korintherbrief</em>, „Was die Bibel lehrt“; Norman J. Gourlay, <em>Gemeindesymbole für heute</em>; R. K. Campbell: <em>The Church of the Living God</em>; R. K. Campbell: <em>Headship and Head-Covering According to Scripture</em>. Nähere Angaben dazu in den Literaturhinweisen am Schluß dieser Schrift.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/10/die-kopfbedeckung-der-frau-ein-wichtiges-zeugnis-in-der-gemeinde/">Die Kopfbedeckung der Frau &#8211; ein wichtiges Zeugnis in der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>Die Entrückung und der zukünftige Gerichtstag des Herrn &#8211; Gedanken über 2. Thessalonicher 2,1-2</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/09/die-entrueckung-und-der-zukuenftige-gerichtstag-des-herrn-gedanken-ueber-2-thessalonicher-21-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 13:42:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[2. Thessalonicherbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Entrückung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Tag des Herrn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Der zweite große Abschnitt im 2. Thessalonicherbrief beginnt mit dem 2. Kapitel, das seinerseits in zwei Sinnabschnitte eingeteilt werden kann. Beide handeln hauptsächlich von dem großen Gerichtstag des Herrn und von der Beziehung der erlösten Gemeinde in Christus zu diesem Tag. Wir haben hier den zentralen Abschnitt des ganzen Briefes vor uns.[1] In [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/09/die-entrueckung-und-der-zukuenftige-gerichtstag-des-herrn-gedanken-ueber-2-thessalonicher-21-2/">Die Entrückung und der zukünftige Gerichtstag des Herrn &#8211; Gedanken über 2. Thessalonicher 2,1-2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>Der zweite große Abschnitt im 2. Thessalonicherbrief beginnt mit dem 2. Kapitel, das seinerseits in zwei Sinnabschnitte eingeteilt werden kann. Beide handeln hauptsächlich von dem großen Gerichtstag des Herrn und von der Beziehung der erlösten Gemeinde in Christus zu diesem Tag. Wir haben hier den zentralen Abschnitt des ganzen Briefes vor uns.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>In den <strong>Versen 1-12</strong> zeigt der Apostel den beunruhigten Thessalonichern, daß der Tag des Herrn noch nicht angebrochen war, wie sie aufgrund von irreführenden Botschaften befürchteten, sondern daß dieser große Gerichtstag erst kommen kann, wenn die Gemeinde und das mit ihr verbundene besondere Wirken des Heiligen Geistes (das, was aufhält) aus dem Weg ist, wenn der Abfall der Namenschristenheit endgültig vollzogen wurde und der „Mensch der Sünde“ (der Antichrist) persönlich offenbart worden ist.</p>
<p>Der Apostel betont dabei einerseits die Listen des Satans, der den Menschen der Sünde, den Gesetzlosen mithilfe von falschen Wunderzeichen einführen wird, und andererseits die Souveränität Gottes im Gericht. Gott gebraucht die lügnerischen Wunderzeichen des Teufels und die Verführung des Antichristen, um die Menschen zu richten, die der Wahrheit des Evangeliums nicht geglaubt haben. Auf dem Höhepunkt seines boshaften Waltens wird der Gesetzlose von Gott durch die Ankunft des Christus schrecklich gerichtet und für immer ausgeschaltet.</p>
<p>Viele hier geoffenbarten Ereignisse und Einzelheiten werden in dieser Form nirgends sonst in der Heiligen Schrift erwähnt; insofern ergänzen die Ausführungen des Apostels in diesem Kapitel die prophetischen Aussagen etwa in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+24+und+25%2C&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 24 und 25,</a> in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+3+oder+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 3 oder </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 5</a> sowie dem Buch der Offenbarung und geben uns eine wertvolle Orientierung, wie Gott Seine Gerichte in der allerletzten Phase des gegenwärtigen bösen Zeitalters ausführen wird. Sie ermutigen uns auch, indem sie zeigen, daß der Vormarsch der Bosheit und Gesetzlosigkeit allezeit unter der Kontrolle des allwissenden und allmächtigen Gottes steht und Ihm nichts entgleitet.</p>
<p>In den <strong>Versen 13-17</strong> zeigt der Apostel im Kontrast zu diesem furchterregenden Gericht über die Gottlosen, daß Gott die begnadigten Gläubigen der Gemeinde aus diesem Zorngericht in jeder Hinsicht ausgenommen hat. Sie waren von Gott auserwählt zum Heil und dazu berufen, die Herrlichkeit des Herrn Jesus Christus zu erlangen. Sie sollten durch die Lehre des Apostels Mut fassen und an der gesunden Apostellehre standhaft festhalten; Gott selbst würde sie trösten und stärken.</p>
<p>Diese Belehrungen sind jedoch auch für uns heutige Leser von großem Wert. Zum einen sollten wir gerade in einer Zeit, in der sich antichristliche Entwicklungen und die Entfaltung der Gesetzlosigkeit verschärfen, daran festhalten, daß die Gemeinde nicht in die Gerichte und Prüfungen der antichristlichen Zeit kommt, sondern durch die Entrückung vor diesen Zorngerichten bewahrt und in die Himmelsherrlichkeit geführt wird. Unsere glückselige Hoffnung ist der wiederkommende Herr; wir warten nicht auf den Antichristen und die Schrecken der großen Drangsal!</p>
<p>Zum anderen aber geben uns die inspirierten prophetischen Schilderungen der antichristlichen Zeit auch einen Maßstab, die heute schon ablaufenden vorbereitenden Entwicklungen geistlich richtig einzuordnen. Wir leben heute in den letzten Tagen der Gemeindezeit, in der vor-antichristlichen Zeit, in welcher viele Kennzeichen der eigentlichen antichristlichen Zeit bereits vorbereitend in abgeschwächter Form auftreten. Das gilt von der sich ausbreitenden Gesetzlosigkeit („Ehe für alle“, „Gender Mainstreaming“), von der humanistischen Selbstverherrlichung und Vergottung des Menschen, von den sich ausbreitenden betrügerischen Zeichen, Wundern und Kräften durch die falschen Propheten der Pfingst- und Charismatischen Bewegung oder der katholischen Mystik (Fatima). Dieses Kapitel aus Gottes Wort ermöglicht es uns heute, solche Entwicklungen richtig einzuschätzen und ihnen wachsam zu begegnen.</p>
<p>Dieser Abschnitt wurde von vielen theologischen Auslegern als schwierig und dunkel angesehen; das liegt aber in erster Linie an einem fehlgeleiteten Lehrverständnis, das die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde mißdeutet, die der Apostel im 1. Thessalonicherbrief so deutlich dargestellt hat.</p>
<p>Wenn wir diese Lehre so annehmen, wie sie geschrieben steht, und die beiden Briefe als eine Einheit ansehen, wie es nötig ist, dann wird die grundlegende Aussage dieses Abschnittes recht klar und einleuchtend erscheinen &#8211; auch wenn der Apostel manches relativ kurz darstellt, von dem wir uns gewünscht hätten, es würde ausführlicher erklärt. Es hat dem ewigen Gott gefallen, uns diese Lehre in dieser Form zu geben, sodaß wir demütig um Erleuchtung und Aufschluß bitten und fleißig in der Schrift forschen müssen, statt die Lösungen gleich auf der Hand zu haben.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Verwirrung über die Entrückung und den Tag des Herrn (2,1-2)</span></h2>
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<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm: Laßt euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.</em></p>
<p>Nun erst, nach den ausführlichen Ermutigungen und Ausblicken in die Zukunft im ersten Kapitel kommt der Apostel nun auf die eigentliche Ursache der Verwirrung bei den Gläubigen in Thessalonich zu sprechen. Er hatte im 1. Kapitel die zugrundeliegende Frage bereits angeschnitten und aufgeklärt, wie wir gesehen haben.</p>
<p>Er zeigte den Thessalonichern, daß ihre Leiden und Bedrängnisse nicht Ausfluß von Gottes Zorngericht waren, sondern Ausdruck dessen, daß sie der Mitherrschaft im künftigen Reich des Messias gewürdigt waren, wofür sie zubereitet und geläutert werden sollten. Wenn der „Tag des Herrn“ wirklich da wäre, dann würden die Gottlosen bestraft werden und leiden, während die Gläubigen sich dann verherrlicht mit Christus der Ruhe erfreuen könnten.</p>
<p>Nun aber spricht der Geist Gottes die Wurzeln des Übels an. Die Gläubigen hatten sich durch verführerische falsche Lehrer verunsichern lassen, sodaß sie die Lehre des Apostels Paulus über ihre kostbare Hoffnung der baldigen Entrückung nicht mehr festhielten. Diese Irrlehrer hatten behauptet, der „Tag des Christus“, das heißt der Gerichtstag des Messias, der Tag des Herrn, sei bereits da.</p>
<p>Das würde bedeuten, daß die Gläubigen durch die sich steigernden Schrecken und Gerichte der großen Drangsal gehen müßten, bevor sie Rettung durch das Kommen des Messias in Macht und Herrlichkeit erwarten könnten.</p>
<p>Durch diesen Irrtum war ihr Blick nicht mehr einfältig auf den Herrn gerichtet, der sie in den Himmel führen würde, wie es der Apostel sie gelehrt hatte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,10</a>). Sie schauten auf das Wüten ihrer Gegner, auf die Macht des Bösen, auf die zu erwartenden grausigen Gerichte Gottes. Dies war eine jüdische und keine christliche Sichtweise. Die Juden erwarteten aufgrund der alttestamentlichen Prophetie genau diesen Ablauf, durch den der Überrest Israels, der an den Messias glaubt, nach der Entrückung der Gemeinde auch gehen muß. Die gottesfürchtigen Juden werden dann durch große Leiden und Nöte geführt, auch weil sie dem abtrünnigen Volk angehörten, das den Messias verworfen hatte, und sich erst nach der Entrückung zu Christus bekehrt hatten.</p>
<p>Die Gemeinde aber, so zeigt es der Geist Gottes im zweiten Abschnitt unseres Kapitels (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C13-14%3B+vgl.+1Thess+5%2C8-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,13-14; vgl. 1Thess 5,8-10</a>), war von Ewigkeit her nicht zum Zorn, sondern zur Errettung erwählt; durch den Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus waren sie dem Zorn Gottes auf ewig entronnen. Bevor die Zorngerichte Gottes am Tag des Herrn über die Bewohner der Erde kommen würden, mußte die Gemeinde zu Christus in den Himmel geholt und mit Ihm vereinigt werden. Sie ist ja, durch den in ihr wohnenden Heiligen Geist, in der gegenwärtigen Gnadenzeit das, was die volle Entfaltung der Gesetzlosigkeit und der satanischen Bosheit noch zurückhält.</p>
<p>Der Apostel Paulus appelliert nun an die Thessalonicher um der Tatsache willen, daß sie ja um die jederzeit bevorstehende Wiederkunft des Herrn Jesus Christus für die Gemeinde wußten, die zur Entrückung und zur Vereinigung der Braut mit ihrem Bräutigam führen mußte, daß sie sich nicht dazu verleiten lassen sollten, zu meinen, der Gerichtstag des Christus sei schon da.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a> (Vgl. dazu unser Vertiefungsthema <strong><em>Die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde</em></strong>, S. 241-243.)</p>
<p>Nachdem ja, wie er gezeigt hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,10</a>), die Gemeinde beim Kommen des Christus als Richter und König bereits verherrlicht an der Seite des Messias auftreten würde, konnte der Tag des Herrn noch nicht angebrochen sein, solange sie noch auf Erden waren. Die kostbare Wahrheit von der jederzeit möglichen Entrückung der Gemeinde, die der Apostel ihnen im ersten Brief so deutlich vor Augen gestellt hatte, sollte sie davon abhalten, solchen Lügen zu glauben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9-10%3B+4%2C13-18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9-10; 4,13-18</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2</a>,1      Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft<sup>1</sup> unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm<sup>2</sup>: </strong></p>
<p><strong><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2</a>,2      Laßt euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern<sup>3</sup> oder gar in Schrecken jagen<sup>4</sup>, weder durch einen Geist<sup>5</sup> noch durch ein Wort<sup>6</sup> noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief<sup>7</sup>, als wäre der Tag des Christus schon da<sup>8</sup>.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">1  <em>hyper tès parousias</em> = <em>hyper:</em> um … willen, in betreff, wegen; <em>par-ousia</em> = Gegenwart, Anwesenheit, Ankunft, Kommen (vom Kommen des Herrn zur Entrückung: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C19%3B+3%2C13%3B+4%2C15%3B+5%2C23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,19; 3,13; 4,15; 5,23</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C1%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,1; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C7.8%3B+1Joh+2%2C28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,7.8; 1Joh 2,28</a>; vom Kommen des Herrn zum Gericht: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C3.27.37.39&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,3.27.37.39</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C16%3B+3%2C4.12%29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,16; 3,4.12)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">2  <em>hèmòn epi-synagògès ep’auton</em> = unseres Sich-Versammelns / unserer Sammlung / unserer Vereinigung zu ihm hin</p>
<p style="padding-left: 30px;">3  <em>eis to mè tacheòs saleuthènai hymas apo tou noos</em> = damit ihr euch nicht schnell schwankend machen / erschüttern / in Aufregung bringen laßt (<em>saleuò</em> Aor Inf Pass), weg vom vernünftigen Denken / vom klaren Verständnis / von der überlegten Einsicht (<em>nous</em>)</p>
<p style="padding-left: 30px;">4  <em>mète throeisthai</em> = noch auch in Schrecken versetzen (<em>throeò</em> Präs Inf Pass)</p>
<p style="padding-left: 30px;">5  <em>dia pneumatos</em> = durch einen Geist, bezeichnet hier eine falschprophetische Geistesbotschaft</p>
<p style="padding-left: 30px;">6  <em>logos</em> = Wort, Rede, Nachricht, Ausspruch</p>
<p style="padding-left: 30px;">7  <em>di‘ epistolès hòs di‘ hèmòn</em> = w. durch einen Brief, wie wenn von uns</p>
<p style="padding-left: 30px;">8  <em>hòs hoti en-estèken hè hèmera tou Christou</em> = als sei schon eingetreten / gegenwärtig / da (<em>en-histamai</em> Perf) der Tag des Christus (Textus Receptus; NA = <em>kyriou</em> des Herrn)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>V. 1-2: </strong>Nachdem der Apostel die Thessalonicher getröstet hat wegen der schweren Verfolgungen, die sie zu erleiden hatten und die sie vielleicht schwer verstehen und einordnen konnten, kommt er nun auf eine besondere Quelle der Beunruhigung zu sprechen, von der er offensichtlich aus Thessalonich durch Boten erfahren hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C11%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,11: </a><em>„Wir hören nämlich“</em>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die irreführende Botschaft: Wir sind in der Drangsal!</h4>
<p>Gewisse verführerische Leute, falsche Propheten und Lehrer, wahrscheinlich Vertreter falscher jüdischer Lehren ähnlich wie bei den Galatern, hatten die Gläubigen mit ihren Botschaften beunruhigt. Sie verkündeten durch falschprophetische Geistesoffenbarungen und Wortbotschaften und sogar mittels eines gefälschten Apostelbriefes, der große Gerichtstag des Herrn sei schon angebrochen.</p>
<p>Von diesem furchterregenden Gerichtstag am Ende der Zeiten wußten die meisten Gläubigen in Thessalonich schon aus der Synagoge mit ihren Prophetenlesungen. Auch der Apostel Paulus hatte sie über diesen Tag belehrt und ihnen auch deutlich gemacht, daß zuerst die Gemeinde entrückt werden mußte, wie er ihnen ja auch im 1. Thessalonicherbrief geschrieben hatte (4,13-18), und daß es auch bestimmte Ereignisse gab, die eintreten mußten, bevor dieser Gerichtstag des Messias kommen konnte. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2,5-6</a> erinnert er sie leise tadelnd an seine Lehren, die sie angesichts der verwirrenden neuen Botschaften wohl vergessen hatten.</p>
<p>Wenn das wahr wäre, was die beunruhigenden Botschaften aussagten, dann hätten die Gläubigen in Thessalonich, die doch so eifrig die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus zur Entrückung seiner Gemeinde erwarteten, sich bitter getäuscht. Schlimmer noch, der Apostel Paulus hätte sie getäuscht. In seinem ersten Brief hatte er ihnen doch geschrieben:</p>
<p><em>Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, <strong>und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9-10</a>)</em></p>
<p>Der Apostel hatte sie gelehrt, der Herr könne jederzeit kommen, und sie sollten Ihn beständig erwarten, und Er würde sie erretten vor dem zukünftigen Zorngericht, das über die gottlose Welt kommen mußte – eben von jenem Tag des HERRN,<a href="#_ftn3" name="_ftnref3"><sup>[3]</sup></a> der ein Tag des Zorns sein würde. Und nun kamen Leute an, die ihnen  sagten, dieser Tag des Zorns habe schon begonnen, und ihre Bedrängnisse würden beweisen, daß sie sich mitten in den endzeitlichen Zorngerichten des Herrn befänden, in der „großen Drangsal“, von der schon die alttestamentlichen Propheten so eindringlich geschrieben hatten.</p>
<p>Jene Drangsal würde ja auch eine große Bedrängnis für den gottesfürchtigen Überrest der Juden, für die messiasgläubigen Heiligen aus Israel bringen. Es war eine Zeit des Schreckens, wie die Propheten immer wieder hervorheben:</p>
<p><em>Nahe ist der große Tag des HERRN; er ist nahe, und sehr rasch kommt er herbei! Horch, der Tag des HERRN! Bitter schreit dort auf der Held. Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Bedrängnis, ein Tag des Ruins und der Zerstörung, ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, ein Tag des Schopharschalls und des Alarmblasens gegen die festen Städte und gegen die hohen Zinnen. Da will ich die Menschen ängstigen, daß sie herumtappen wie die Blinden; denn am HERRN haben sie sich versündigt; darum soll ihr Blut hingeschüttet werden wie Staub und ihr Fleisch wie Mist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Zeph+1%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Zeph 1,14-17</a>)</em></p>
<p>Angesichts ihrer eigenen Leiden waren sie in Gefahr, denen Glauben zu schenken, die behaupteten, diese Schrecken seien zu ihrer Zeit schon eingetroffen. Ähnlich ging es immer wieder einigen Christen in der nachapostolischen Zeit, die irrtümlicherweise ihre Bedrängnisse mit der großen Drangsal am Ende der Zeiten gleichsetzten, z.B. auch viele Christen, die die Schrecken der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts erleben mußten.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4"><sup>[4]</sup></a> Und doch war diese große Drangsal noch nicht gekommen, und wenn sie die Schrift verstanden hätten, hätte ihnen das auch klar sein müssen.</p>
<p>Im Feuer der Leiden und der Bedrängnisse kamen den Gläubigen nagende Fragen ins Herz, die von manchen Leuten noch geschürt wurden: Was wäre, wenn ihre Verfolgungen Ausdruck des Zornes Gottes wären? Waren sie dann nicht echt bekehrt? Hatte der Herr Jesus sie gar nicht vor dem Zorn errettet? Hatte der Apostel Paulus sie betrogen? Solche Fragen mußten die bedrängten Christen schwer verunsichern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Hinweis des Apostels auf die Entrückung der Gemeinde</h4>
<p>Nun richtet der Apostel Paulus einen herzlichen Appell an ihre beunruhigten Gemüter: <em>„Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm</em>.<em>“</em> Das Griechische macht deutlich, daß es hier um einen einzigen Gegenstand geht, und das ist das Kommen des Herrn zur Entrückung. Dieses muß klar unterschieden werden vom Kommen des Herrn zum Gericht oder dem „Tag des Christus“ (Tag des Herrn), der dann ab Vers 2 beschrieben wird.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5"><sup>[5]</sup></a> Beide werden in diesem Brief wie auch anderswo als „Kommen“ (<em>parousia</em>) bezeichnet.</p>
<p>Dieser Schlüsselbegriff „Wiederkunft“ oder „Ankunft“ (<em>par-ousia</em>, eigentlich das Dabeisein, die Gegenwart, aber auch die Ankunft eines Königs in einer Stadt) bezeichnet im NT sowohl das Kommen des Herrn zur Entrückung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23%3B+1Thess+2%2C19%3B+4%2C15%3B+5%2C23%3B+2Thess+2%2C1%3B+Jak+5%2C7-8%3B+1Joh+2%2C28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23; 1Thess 2,19; 4,15; 5,23; 2Thess 2,1; Jak 5,7-8; 1Joh 2,28</a>) als auch das Kommen des Herrn in Macht und Herrlichkeit zum Gericht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C3.27.37.39%3B+2Thess+2%2C8%3B+2Pt+1%2C16%3B+3%2C4.12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,3.27.37.39; 2Thess 2,8; 2Pt 1,16; 3,4.12</a>).</p>
<p>Manche Ausleger haben diesen Vers so gedeutet, als sei das „Kommen“ (<em>parousia</em>) zur Entrückung identisch mit dem Kommen zum Gericht. Damit würde die Entrückung erst beim Kommen des Herrn in Macht und Herrlichkeit erfolgen; sie könnte also nicht jederzeit geschehen, wie es der Apostel im ersten Brief gelehrt hat. Eine solche Deutung ist auf jeden Fall unrichtig, weil die Schrift sich nicht widerspricht und der Apostel beim Schreiben von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,10</a> u.a. Stellen inspiriert war.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6"><sup>[6]</sup></a></p>
<p>Der Apostel erinnert sie an die von ihm schon gelehrte Tatsache, daß zuerst der Herr kommen wird, um Seine Gemeinde in die Himmelsherrlichkeit zu führen, bevor Er mit der verherrlichten Gemeinde wieder aus dem Himmel kommen wird, um an Seinem Gerichtstag die Gottlosen zu bestrafen. Der Verweis auf die Entrückung bildet den Grund für den Appell an die Thessalonicher, sich nicht so schnell durch Irrlehren erschüttern zu lassen. Wegen der bevorstehenden Wiederkunft unseres Herrn und unserer Vereinigung mit ihm war es unmöglich, daß der Gerichtstag des Christus schon gekommen sein sollte.</p>
<p>Die „glückselige Hoffnung“ der Gläubigen wird in diesem Vers beschrieben als <em>„unsere Vereinigung mit ihm“</em>. Wörtlich heißt es hier: „unserer Versammlung / Sammlung / Vereinigung / Einberufung (<em>epi-synagògè</em>) zu ihm hin“. Bei der Entrückung geschieht der mächtige Befehlsruf des Herrn, und alle zerstreuten Gläubigen aus allen Ländern der Erde werden auferstehen bzw. verwandelt werden und gesammelt werden hin zu dem Herrn in den Wolken.</p>
<p><em>… denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,16-17</a>)</em></p>
<p>Das Wort <em>episynagògè</em> wird nur noch einmal im NT gebraucht, und zwar in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+10%2C25%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 10,25: </a><em>„… indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen“</em>; dort steht es für die Versammlung, das Zusammenkommen der Gläubigen auf Erden, an einem Ort, zu ihrem unsichtbaren Haupt und Mittelpunkt hin, zu Christus.</p>
<p>Jede solche nach dem Wort des Herrn und auf Ihn wahrhaft ausgerichtete Versammlung auf Erden findet unter dem Grundsatz statt: <em>„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+18%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 18,20</a>). Doch auf Erden ist der Herr lediglich unsere <em>unsichtbare</em> Mitte, und so vieles Irdische, Fleischliche trübt und hindert noch die Gemeinschaft mit Ihm. Dann aber, bei der Entrückung, wird die Gemeinde eine große, von Gottes Herrlichkeit umstrahlte Versammlung im Himmel bilden.</p>
<p>Das Wort von unserer Sammlung zu Ihm hin, unserer Vereinigung mit Ihm drückt auch die tröstliche, herrliche Wahrheit aus, daß mit der Entrückung die Zeit der Trennung von Bräutigam und Braut, die Zeit des Glaubens, der Leiden und Anfechtungen vorbei sein wird. Die Gemeinde wird dann verherrlicht und vollkommen sein, ihrem Bräutigam gleichgestaltet, und von da an wird sie eine wunderbare, vollkommene Einheit und Gemeinschaft mit dem verherrlichten Sohn Gottes genießen.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7"><sup>[7]</sup></a></p>
<p><em>Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,2</a>)</em></p>
<p style="text-align: center;">*   *   *</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Das Kommen des Herrn für die Gemeinde <br />
und das Kommen des Herrn </span><span style="color: #800000;">zum Gericht in der Welt – <br />
zwei völlig unterschiedliche Ereignisse</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Apostel Paulus erinnert die Gläubigen in den ersten beiden Versen nochmals an das biblische Verhältnis des Kommens des Herrn zur Entrückung, die er in <strong>V. 1</strong> als <em>„unsere Vereinigung mit ihm“ </em>beschreibt, zu dem Kommen des Herrn in Macht und Herrlichkeit zum Gericht über die Welt, das er in <strong>V. 2</strong> als den <em>„Tag des Christus“</em> beschreibt. Es ist ganz wichtig, sich bewußt zu machen, daß es hier um zwei deutlich unterschiedene Ereignisse geht, die wir nicht verwechseln oder zusammenwerfen dürfen.</p>
<p>Das <em>Kommen des Herrn für die Gemeinde</em> wird in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 4,13-18</a> ausführlich beschrieben. Es beinhaltet die Auferweckung der entschlafenen Gläubigen, die Verwandlung der lebenden Gläubigen und die Entrückung beider zu dem Herrn in die Luft. Dieses Ereignis wird nicht von äußeren, für die Welt sichtbaren Wunderzeichen begleitet wie die Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit. Es wird im NT von keinerlei prophetischen Ereignissen abhängig gemacht, die vorher geschehen müßten, wohl aber das Kommen des Herrn zum Gericht. Die Entrückung hätte grundsätzlich schon zu Lebzeiten des Apostels Paulus stattfinden können, so wie er es erhoffte – doch Gott wollte noch eine gewaltige Menge an erretteten Menschen zu Seiner Gemeinde hinzufügen, bevor Er sie nach oben ruft.</p>
<p>In all den Bibelstellen, die die Entrückung behandeln, ist überhaupt nicht von Gericht die Rede, nur vom Offenbarwerden des Herrn für die Seinen und der herrlichen Vereinigung der verwandelten Brautgemeinde mit Ihm, dem verherrlichten Erlöser und Bräutigam, von Heil und Hoffnung, Freude und Herrlichkeit.</p>
<p>Dieses Hinversammeltwerden der Erlösten zu dem Herrn, wie es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2,1</a> genannt wird, muß notwendigerweise <em>vor</em> dem Kommen des Messias zum Gericht erfolgt sein, denn die verherrlichte Gemeinde wird Ihn ja bei Seinem Kommen zum Gericht begleiten, wie der Apostel in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 1,10</a> gezeigt hat. Zuvor muß sie im Himmel das Preisgericht erleben und darf die Hochzeit des Lammes feiern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 19</a>).<a href="#_ftn8" name="_ftnref8"><sup>[8]</sup></a> Dieses Kommen zur Entrückung gehört zu dem Geheimnis der Gemeinde und wurde den alttestamentlichen Propheten nicht geoffenbart (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C51-52%3B+Eph+3%2C4-5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,51-52; Eph 3,4-5</a>).</p>
<p>Das <em>Kommen des Herrn zum Gericht</em> dagegen wurde vielfach von den Propheten des AT vorausgesagt. Es betrifft in erster Linie die Heidenvölker und das Volk Israel; die Gemeinde ist dann schon vollendet und im Himmel, wenn der Tag des Herrn anbricht und der Herr selbst auf dem Höhepunkt dieses Gerichtstages auf die Erde kommt, um die Gottlosen zu richten und die gottesfürchtigen Israeliten aus der großen Drangsal für Jakob zu retten.</p>
<p>Dieses Kommen wird für die ganze Welt öffentlich sichtbar sein, weil es von gewaltigen kosmischen Wunderzeichen begleitet ist (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,29-31</a>). Das dadurch ausgelöste Gerichtshandeln hat nicht die Gemeinde zum Gegenstand, sondern ausschließlich Israel und die Heidenvölker (zu denen ich auch die abgefallene Namenschristenheit zählen würde). Und dieses endzeitliche Zorngericht kommt erst, wenn das Maß der Sünde der endzeitlichen Welt voll ist, und das setzt das Offenbarwerden des <em>Menschen der Sünde,</em> des Antichristen, voraus, wie auch die bewußte Absage der Endzeitchristenheit, der Hure Babylon, gegenüber dem Herrn Jesus Christus.</p>
<p>Deshalb erinnert der Apostel Paulus die Gläubigen zunächst an das, was sie von ihm bereits gehört hatten. Er sagt sinngemäß: Was die Wiederkunft des Herrn für Euch betrifft, das Hinversammeltwerden der Gläubigen zu Christus in den Himmel, da dürft ihr euch nicht beunruhigen und von dem Verständnis wegführen lassen, das ich euch durch meine Lehre vermittelt habe. Ihr braucht keine Sorge haben, als hättet ihr die Entrückung versäumt und als sei der Gerichtstag des Herrn schon gekommen. Vor diesem Gerichtstag muß doch der Antichrist kommen und die Gemeinde, die jetzt aufhält, aus dem Weg und in den Himmel geführt sein. Euch wird der Zorn Gottes niemals treffen, sondern er ist für die Gesetzlosen bestimmt, die dem Antichristen anhängen!</p>
<p>Es ist wichtig, diese Zusammenhänge mit dem 1. Thessalonicherbrief und der Lehre des Apostels deutlich und ausführlich vor Augen zu führen, weil viele Christen in nachapostolischer Zeit die falsche Lehre entwickelt haben, als müsse die Gemeinde durch die große Drangsal, die doch nur für Israel („Drangsal für Jakob“ – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+30%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 30,7</a>) bestimmt ist.</p>
<p>Diese von Kreisen des Pietismus und der Heiligungsbewegung aufgebrachte Lehre hat große Ähnlichkeit mit den falschen Lehren, die damals die Thessalonicher beunruhigten. Sie konstruieren den Sinn von V. 1 und 2 so, als würde der Apostel die Entrückung und den Tag des Christus als ein einziges Ereignis sehen. Das ist aber vom Text her überhaupt nicht zwingend, und im Licht der Lehren des 1. Thessalonicherbriefs ist diese Annahme sogar willkürlich und unpassend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;">Die falschen Lehren in Thessalonich</span></h4>
<p>In <strong>V. 1 </strong>sehen wir, wie der Apostel Paulus in liebevoller Sorge die Gläubigen eindringlich bittet, sich nicht verunsichern und von dem Verständnis abbringen zu lassen, das er ihnen in seiner mündlichen Lehre und im 1 Thessalonicherbrief vermittelt hat bezüglich des Kommens (der Wiederkunft) des Herrn Jesus Christus.</p>
<p>Den Grund für diese eindringliche Bitte sehen wir in <strong>V. 2</strong>: Eine schreckliche Verwirrung und Verunsicherung war in die Herzen der jungen Gläubigen gekommen. Es waren irregeführte und irreführende Leute aufgetreten, die eine falsche Lehre unter den Thessalonichern verbreiteten. Es bleibt offen, ob sie aus den Reihen der Thessalonicher kamen oder von außen, aber es erscheint wenig wahrscheinlich, daß unter den echten Gläubigen dieser jungen, verfolgten Gemeinde so rasch Irrlehrer aufgetreten sein könnten.</p>
<p>Schon eher könnte es sich um falsche Propheten und Lehrer von außen gehandelt haben; dies erscheint insgesamt plausibler. Ähnliches geschah ja in dieser frühen Zeit den Gemeinden in Antiochia (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+15%2C1+und+24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 15,1 und 24</a>) und auch den Gemeinden von Galatien (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C4-13%3B+5%2C7-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,4-13; 5,7-12</a>). In beiden Fällen kamen die Verführer aus Jerusalem und waren Juden, die sich des Ansehens der großen Muttergemeinde bedienten, um Verwirrung zu stiften.</p>
<p>Ähnliches geschah ja später unter den Korinthern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C1-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,1-23</a>). Solche falschen Lehrer nutzten schmarotzerisch die Arbeit des Apostels Paulus aus und wanderten von Ort zu Ort, um die neu gegründeten Gemeinden heimzusuchen und die frisch bekehrten Gläubigen zu beeinflussen und in ihre Abhängigkeit zu bringen.</p>
<p>Die Auswirkungen der irreführenden Botschaft waren schwerwiegend. Die jungen Gläubigen hatten sich in ihrem Verständnis der gesunden Lehre und der endzeitlichen Entwicklungen, das ihnen von dem Apostel Paulus durch seine Lehre vermittelt worden war, rasch erschüttern (oder schwankend machen) lassen, sodaß ihnen dieses gesunde Verständnis entschwunden war. Zugleich waren sie durch die Drohung mit den Zorngerichten des Tages des Herrn in Angst und Schrecken versetzt worden.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9"><sup>[9]</sup></a> Womöglich, so dachten sie, waren die Verfolgungen, die sie getroffen hatten, nur der schwache Anfang der Leiden, die noch auf sie warteten. Wie sollten sie an diesem schrecklichen Tag bestehen?</p>
<p>Diese Auswirkung zeigte, daß die jungen Gläubigen noch ziemlich ungefestigt waren, was angesichts ihres noch ganz jungen Glaubens keine Schande war. Die Auswirkung falscher Lehren auf ungefestigte Gläubige wird in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 4</a> sehr deutlich beschrieben:</p>
<p><em>… damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,13</a>)</em></p>
<p>Den frisch zum Glauben Gekommenen fehlte die Gründung in Gottes Wort, die Kenntnis der Heiligen Schriften. Ihr Vertrauen auf die Güte und Treue des Herrn war noch im Wachsen. Diese verkehrten Lehren waren deshalb in der Lage, ihren Glauben gründlich durcheinanderzubringen. So wie der Satan oftmals Kinder Gottes persönlich verklagt und ihnen nach einem Versagen vorspiegelt, sie seien jetzt unter dem Zorn Gottes und hätten keine Chance mehr bei Gott, so schüchterte er die glaubensmutigen Thessalonicher mit der Drohung ein, diese müßten die schweren Gerichte der großen Drangsal erleiden und stünden unter dem Zorn Gottes. Solche falschen Lehren können auch heute noch <em>„den Glauben etlicher Leute umstürzen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,18</a>).</p>
<p>Lenski zieht die beherzigenswerte Schlußfolgerung: „Wir sollten beachten, daß Christen gegenüber Irrtum und schwärmerischen Vorstellungen einen kühlen Kopf bewahren sollten: sie sollten ihren <em>nous</em> oder Verstand benutzen. Die Wahrheit Gottes ist gesund und heilsam und bringt niemals unser Denken durcheinander.“<a href="#_ftn10" name="_ftnref10"><sup>[10]</sup></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;">Die Methoden der Verführer</span></h4>
<p>Diese Verführer bedienten sich dreier Mittel, um den Glauben der Thessalonicher zu verwirren und zu erschüttern: sie brachten erstens prophetische Botschaften, die angeblich vom Geist Gottes stammten, in Wahrheit aber von einem betrügerischen Geist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1%3B+1Kor+12%2C1-3%3B+1Joh+4%2C1-5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1; 1Kor 12,1-3; 1Joh 4,1-5</a>). Vor solchen falschen Propheten warnte schon der Herr, insbesondere vor betrügerischen Botschaften, die Sein Kommen betreffen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C4-5.11.23-24%3B+Mt+7%2C15-23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,4-5.11.23-24; Mt 7,15-23</a>).</p>
<p><em>Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,4-5</a>)</em></p>
<p><em>Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,23-25</a>)</em></p>
<p>Auch heute sind falsche, irreführende Botschaften über die Endzeit eine Spezialität der Verführer und falschen Propheten. Wir finden das besonders in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, die sich geradezu rühmt, neue Propheten in ihren Reihen zu haben, die angeblich vom Geist inspirierte neue Offenbarungen verbreiten.</p>
<p>Zweitens brachten sie die Thessalonicher durch ein „Wort“, d.h. durch eine Predigt, vielleicht auch durch ein angebliches mündliches Pauluswort, das sie weitergaben, durcheinander. Auch an anderen Stellen warnen die Apostel vor falscher Lehre und falscher Verkündigung:</p>
<p><em>Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, <strong>wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten (od. Irrlehren) einführen</strong>, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1-2</a>)</em></p>
<p><em>Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, daß du gewissen Leuten gebietest, <strong>keine fremden Lehren zu verbreiten</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,3</a>)</em></p>
<p><strong><em>Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht</em></strong><em>, so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigungen entstehen, unnütze Streitgespräche von Menschen, die eine verdorbene Gesinnung haben und der Wahrheit beraubt sind und meinen, die Gottesfurcht sei ein Mittel zur Bereicherung — <strong>von solchen halte dich fern!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,3-5</a>)</em></p>
<p><em>Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht? <strong>Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat!</strong> <strong>Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.</strong> Ich traue euch zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,7-10</a>)</em></p>
<p>Das dritte Mittel aber war besonders bösartig und zeigt auch, daß hier bewußte Verführer am Werk waren und nicht etwa bloß irregeführte Gotteskinder. Offensichtlich hatten diese Betrüger einen gefälschten Paulusbrief verbreitet, in dem die falsche Lehre, die sie verkündeten, angeblich auch vertreten wurde.<a href="#_ftn11" name="_ftnref11"><sup>[11]</sup></a> Das mußte die Thessalonicher natürlich besonders durcheinanderbringen, denn was da geschrieben war, stimmte ja nicht mit dem 1. Thessalonicherbrief überein. Hatte der Apostel seine Überzeugung geändert? So brachte diese Verfälschung der göttlichen Botschaft zusätzliche Verwirrung.</p>
<p>Was diese Leute begingen, war eine Fälschung des Wortes Gottes; ihnen war ebenso wie den Thessalonichern bewußt, daß der Apostel unter göttlicher Inspiration schrieb (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C37%3B+2Pt+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,37; 2Pt 3,16</a>). Vor solcher Fälschung des Wortes Gottes warnt der Apostel Paulus an anderer Stelle:</p>
<p><em>Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 2,17</a>)</em></p>
<p><em>Darum lassen wir uns nicht entmutigen, weil wir diesen Dienst haben gemäß der Barmherzigkeit, die wir empfangen haben, sondern wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab; wir gehen nicht mit Hinterlist um und fälschen auch nicht das Wort Gottes; sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,1-2</a>)</em></p>
<p>Einerseits war es durchaus verständlich, daß die jungen Gläubigen in Thessalonich sich durch solche raffinierten Tricks in Unruhe und Angst versetzen ließen. Andererseits hatten sie doch viele Stunden die gesunde Lehre des Apostels gehört und hatten leider manches daraus offenkundig vergessen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,5</a>). Jedenfalls ermuntert sie der Apostel nun, daß sie sich durch die Verführung keinesfalls in dem durch die apostolische Lehre geprägten geistlichen Verständnis der Entrückungsfrage, das sie eigentlich hatten, erschüttern lassen sollten. Sie hatten keinen Grund, in Angst und Schrecken zu fallen, denn in Christus waren sie sicher und geborgen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C13-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,13-17</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Tag des Herrn kann noch nicht gekommen sein</h4>
<p>Die falsche Lehre, welche die Verführer verbreitet hatten, wird mit den wenigen Worten beschrieben: <em>„als wäre der Tag des Christus schon da“</em>.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12"><sup>[12]</sup></a> Wir haben schon gesehen, daß dahinter für die Thessalonicher die Botschaft steckte, sie seien mitten in den endzeitlichen Zorngerichten, mit denen der heilige Gott alle Gottlosen vertilgen und den Untergang der rebellischen Weltordnung einläuten würde. Das war für sie durchaus zu Recht ein Schreckensszenario.</p>
<p>Nach dem griechischen Textus Receptus, dem überlieferten Text der Reformation, schreibt Paulus hier vom <strong>„Tag des Christus“ </strong>(<em>hèmera tou Christou</em> &#8211; siehe Sch 2000, Luther alt, Zürcher alt, KJV u.a.), während die textkritischen Übersetzungen <strong>„Tag des Herrn“ </strong>(<em>hémera tou kyroiu</em>) haben. Manche Kommentatoren haben gemeint, hier den überlieferten Text als falsch erklären zu müssen, doch das ist unnötig und unzutreffend. Denn es ist offenkundig, daß beide Begriffe identisch sind und dasselbe meinen. Es ist ja gerade die Lehre des NT, daß der HERR, der göttliche Richter, der diesen Gerichtstag ausführen wird, eben der Herr Jesus Christus, der Messias ist.</p>
<p>Das wurde in den Prophetien des AT schon angedeutet, indem von dem <em>„Arm des HERRN“</em>, von der <em>„Rechten des HERRN“</em> oder von dem <em>„Engel des HERRN“</em> die Rede war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+40%2C10%3B+53%2C1%3B+Ps+98%2C1%3B+118%2C15-16%3B+Ps+35%2C5-6%3B+Mal+3%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 40,10; 53,1; Ps 98,1; 118,15-16; Ps 35,5-6; Mal 3,1</a>). Im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+110&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 110</a> wird z.B. recht klar und ausführlich gezeigt, daß der Messias der von Gott eingesetzte Richter sein wird, wenn das Reich Gottes auf Erden anbricht. Im NT wird zunächst grundsätzlich gezeigt, daß der Herr Jesus Christus der von Gott bestimmte Richter ist:</p>
<p><em>Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodaß ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. <strong>Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.</strong> Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. </em></p>
<p><em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. <strong>Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist.</strong> Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C20-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,20-29</a>)</em></p>
<p>Diese Wahrheit wird durch den Herrn selbst eindrucksvoll bekräftigt, der sich in vielen Aussagen als der Richter und kommende König offenbart (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+23%2C39%3B+Mt+24%2C29-30%3B+Lk+17%2C22-37%3B+21%2C25-33%3B+Apg+2%2C34-36%3B+10%2C42&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 23,39; Mt 24,29-30; Lk 17,22-37; 21,25-33; Apg 2,34-36; 10,42</a>); nur eine sei beispielhaft angeführt:</p>
<p><em>Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C31-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,31-32</a>)</em></p>
<p>Diese Wahrheit wird schließlich durch die Apostel immer wieder bestätigt und hervorgehoben:</p>
<p><em>Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, <strong>daß Er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+10%2C42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 10,42</a>)</em></p>
<p><em>Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, <strong>weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C30-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,30-31</a>)</em></p>
<p>Es ist also offenkundig und stimmig, daß der Apostel Paulus hier den „Tag des Herrn“ im alttestamentlichen Sinn meint, daß er ihn aber bewußt und völlig übereinstimmend mit dem Zeugnis der Schrift als den „Tag des Messias“ bezeichnet – den gewaltigen Tag, da der Messias Jesus Christus aus Seiner himmlischen Verborgenheit heraustritt und der Welt in Seinem Glanz und Seiner Majestät offenbar wird, um das Gericht Gottes vor Anbruch des Friedensreiches persönlich zu vollenden.</p>
<p>Ja, man kann argumentieren, daß der „Tag des Christus“ hier genauer auf einen besonders wichtigen Augenblick im Rahmen des allgemeinen „Tages des Herrn“ hinweist. Dieser Gerichtstag beginnt ja schon einiges früher, nach der Entrückung der Gemeinde, und er wird eine ganze Zeitlang durch übernatürliche Gerichte aus dem Himmel ausgeführt (vgl. die Siegel-, Schalen- und Posaunengerichte der Offenbarung), bevor an seinem Höhepunkt der Richter selbst, der Herr Jesus Christus, aus dem Himmel auf die Erde kommt und die Zorngerichte in eigener Person vollendet, sodaß das Friedensreich anbrechen kann (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C11-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,11-21</a>).</p>
<p>Dieser besonders wichtige Augenblick wird jedenfalls in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2,8</a> ganz direkt angesprochen, aber auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+1%2C7-10.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 1,7-10.</a> Von daher ist die Formulierung „Tag des Christus“ hier durchaus in Übereinstimmung mit dem ganzen Textzusammenhang.<a href="#_ftn13" name="_ftnref13"><sup>[13]</sup></a> Sie bezeichnet im allgemeinen Rahmen des Tages des Herrn, in welchem ja bis dahin schon viele schwere Gerichte über die Welt ergangen sind, jenen besonderen Tag, der den Höhepunkt der göttlichen Gerichte darstellt, wenn nämlich nicht mehr Engel und göttliche Wunderkräfte das Gericht ausführen, sondern der strahlende Richter persönlich in Erscheinung tritt. Dann ist es auch rasch aus mit den Widersachern, und die Rettung des Herrn für die in jener Zeit lebenden Gottesfürchtigen wird offenbar.</p>
<p>In bezug auf den Tag des Herrn schreibt der amerikanische Bibellehrer John F. Walvoord:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Dieser Ausdruck (der Tag des Herrn) findet sich oft in der Bibel. In einem Wort gesagt ist es die Zeitspanne, die in der Schrift vorhergesagt wurde, in welcher Gott direkt mit der Sünde des Menschen abrechnen wird. Er schließt die Zeit der Drangsal vor dem zweiten Kommen des Christus ebenso ein wie die ganze Herrschaft des Christus im Tausendjährigen Reich. Er wird vollendet im Gericht vor dem großen weißen Thron. Der Tag des Herrn ist daher eine ausgedehnte Zeitperiode, die mehr als tausend Jahre dauert.<a href="#_ftn14" name="_ftnref14"><sup>[14]</sup></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <strong>Der kommende Herr und die Gemeinde. Eine Auslegung des 2. Thessalonicherbriefes</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> „Dieser Abschnitt stellt das Herzstück des Briefes dar. Er ist wesentlich wegen seiner Bedeutung für die Eschatologie“ Hiebert, <em>Thessalonians</em>, S. 324.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> W. Kelly begründet in seiner Auslegung recht ausführlich, weshalb wir den Verweis auf die Wiederkunft des Herrn zur Entrückung als Grund für den Appell verstehen können, sich nicht durch falsche Lehren verunsichern zu lassen. <em>hyper</em> bedeutet hier „wegen, um … willen“. S. 101-109.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Wir bezeichnen den großen Gerichtstag Gottes im Normalfall nach dem Vorbild des NT als „Tag des Herrn (<em>kyrios</em>)“, aber im Zusammenhang mit alttestamentlichen Bibelstellen schreiben wir gelegentlich auch „Tag des HERRN (Jahweh)“; gemeint ist dasselbe. Hier wäre noch anzumerken, daß wir in dieser Auslegung normalerweise mit „Tag des Herrn“ in einem engeren Sinn die Periode göttlicher Gerichte bezeichnen, die in den alttestamentlichen Propheten beschrieben wird und die wir auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+6+bis+19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 6 bis 19</a> finden. Sie beginnt irgendwann nach der Entrückung der Gemeinde und endet mit dem persönlichen Auftreten des Messias (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+19%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 19; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C29-42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,29-42</a>). In einem weiteren Sinn kann man argumentieren, daß der „Tag des Herrn“ darüberhinaus auch das Tausendjährige Reich und das Endgericht umfaßt (vgl. S. 104 in diesem Buch).</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> So merkt Ironside etwa an: „Wenn die Gemeinde berufen ist, durch eine Zeit schwerer Leiden zu gehen, gibt es fast ausnahmslos solche Leute, welche die Schlußfolgerung ziehen, daß dies der Beginn für die ‚Stunde der Versuchung‘ sein muß, ‚die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen‘ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,10</a>). In unserer Generation [ca. 1950 geschrieben, RE] durchlebten wir zwei Weltkriege; in jeder dieser schrecklichen Auseinandersetzungen durchlitt ein großer Teil der Gemeinde schwere Leiden, und viele Lehrer begannen zu behaupten, daß wir in die große Drangsal eintreten würden.“ S. 71.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> „Daß die beiden Hauptwörter von einem einzigen Artikel regiert werden, macht klar, daß ein einziges Ereignis gemeint ist, das unter zwei ergänzenden Aspekten betrachtet wird. Es ist eine Zusammenfassung der Lehre, die ihnen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a> gegeben wurde.“ Hiebert, <em>Thessalonians</em>, S. 326.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Vgl. zu diesen Theorien von der „Trübsalsentrückung“ u.a. R. Ebertshäuser, <em>Den Herrn erwarten</em>, S. 39-54. W. Kelly bemerkt dazu kurz und prägnant: „Wenn man ‚das Kommen‘ [in V. 1] mit ‚dem Tag‘ des Herrn einssetzt, dann kommt nur Verwirrung heraus; wenn man zwischen ihnen unterscheidet, dann empfängt man sogleich Licht“ S. 110.</p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Wir verweisen nochmals auf unser Vertiefungsthema: <strong><em>Die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde</em></strong>, im Anhang S. 241-243. In diesem Beitrag werden einige Fragen ausführlicher begründet, die wir hier aus Raumgründen nur kurz behandeln können. Eine sehr gute Zusammenstellung von Argumenten zur Vorentrückungslehre findet der Leser im Kommentar von William MacDonald zum 2. Thessalonicherbrief (W. MacDonald, <em>Kommentar zum NT</em>, S. 1076-1085).</p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Diese Ereignisse habe ich ausführlicher in meiner Studie <em>Den Herrn erwarten</em> beschrieben; vgl. dort S. 15-27.</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Lenski kommentiert den Gebrauch der Zeiten in diesem Abschnitt anschaulich: „Der Infinitiv Aorist <em>saleusthènai</em>, der gefolgt wird vom Infinitiv Präsens <em>throeisthai</em>, ist ausdrucksstark; der erste beschreibt den plötzlichen Schock für das Denken, der zweite die Aufregung, die daraus entsteht und anhält. Der erste läßt an die Auswirkung eines Windstoßes oder einer Welle denken, der zweite an die gefährlichen Turbulenzen, die folgen. Als die Thessalonicher zuerst den Ruf hörten, daß der Tag des Herrn da sei, wirkte sich das als ein Schock auf ihr Denken aus und versetzte sie dann in die größte gedankliche Aufregung.“ S. 402.</p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Lenski, S. 402.</p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Hiebert zitiert einen Ausleger zu dieser Frage: „Der vor uns liegende Abschnitt weist darauf hin, daß bereits so früh gefälschte apostolische Schriften existierten, und zeigt, daß die Gemeinde sehr bald nach ihrer Entstehung gelehrt werden mußte, zwischen dem Gefälschten und dem Echten zu unterscheiden.“ <em>Thessalonians</em>, S. 328.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> In der KJV wird übersetzt „als ob der Tag des Christus <em>bevorstehe</em> (<em>is at hand</em>)“. Das ist jedoch nicht der Sinn dieses griechischen Wortes, wie u.a. Kelly ausführlich zeigt (S. 110-114; vgl. auch T. W. Smith, S. 142-143). Der Irrtum bestand darin, daß der Tag des Herrn angeblich bereits <em>gegenwärtig</em> sein sollte.</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Es wäre noch zu erwähnen, daß, wenn von der Entrückung die Rede ist, in der Regel von dem „Tag <em>Jesu</em> Christi“ oder dem <em>„Tag unseres Herrn Jesus Christus“</em> gesprochen wird. <em>„Tag des Christus“</em> findet sich nur noch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C10+und+2%2C16%2C&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,10 und 2,16,</a> wo durchaus auch die Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit im Blick sein kann. Davon abgesehen finden wir in den Aussagen über das Kommen des Herrn bei verschiedenen Schlüsselbegriffen, daß sie für beide Phasen der Wiederkunft Jesu Christi verwendet werden, sodaß der Textzusammenhang entscheidet, was wir darunter verstehen müssen. Es wird der Sachlage daher nicht gerecht, wenn verschiedene Kommentatoren hier „Tag des Christus“ als „Fehler“ bezeichnen und deshalb die Nestle-Aland-Textvariante bevorzugen.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Walvoord, <em>Thessalonians</em>, S. 73. Der amerikanische Bibellehrer John F. Walvoord (1910-2002) lehrte 1935-1986 am <em>Dallas Theological Seminary</em>. Er ist vor allem bekannt für seine zahlreichen Veröffentlichungen über biblische Prophetie.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/09/die-entrueckung-und-der-zukuenftige-gerichtstag-des-herrn-gedanken-ueber-2-thessalonicher-21-2/">Die Entrückung und der zukünftige Gerichtstag des Herrn &#8211; Gedanken über 2. Thessalonicher 2,1-2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>Das Wesen dieser Welt im Licht des Wortes Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/01/das-wesen-dieser-welt-im-licht-des-wortes-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2019 14:07:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Am Anfang unseres Buches wollen wir genauer ergründen, was die Bibel über „die Welt“ aussagt. Gottes inspiriertes, irrtumsloses Wort ist das große Lehrbuch für alle Kinder Gottes; unser Vater im Himmel lehrt Seine Kinder auf eine wunderbare, vollkommene Weise, so daß sie für alle Aspekte ihres geistlichen Lebens voll ausgerüstet sind. Du aber [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/01/das-wesen-dieser-welt-im-licht-des-wortes-gottes/">Das Wesen dieser Welt im Licht des Wortes Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>Am Anfang unseres Buches wollen wir genauer ergründen, was die Bibel über „die Welt“ aussagt. Gottes inspiriertes, irrtumsloses Wort ist das große Lehrbuch für alle Kinder Gottes; unser Vater im Himmel lehrt Seine Kinder auf eine wunderbare, vollkommene Weise, so daß sie für alle Aspekte ihres geistlichen Lebens voll ausgerüstet sind.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,14-17</a>)</em></p>
<p>Diese Lehre, diese Unterweisung unseres Gottes für Seine geliebten Kinder, finden wir aber nicht paragraphenweise angeordnet wie in einem Industriehandbuch, das alle Punkte systematisch abhandelt. Wir finden sie in den verschiedenen Büchern der Heiligen Schrift, indem wir die Bibel studieren und ihre Aussagen zu unserem Thema zusammennehmen und als einander ergänzende Bausteine für ein Gesamtbild deuten, das <em>„Muster der gesunden Worte“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,13</a>).</p>
<p>Die gesunde Lehre der Bibel ist ungemein wichtig für alle Gläubigen. Wenn wir wissen wollen, wie wir unser Leben im Dienst Gottes, in der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus gestalten sollen, dann brauchen wir einen sicheren Grund unter unseren Füßen, und wir brauchen eine klare Linie, der wir folgen können. Das finden wir nur, wenn wir die <em>Lehre der Bibel</em> erforschen, anstatt uns bloß an einige willkürlich herausgegriffene einzelne Bibelworte zu halten, die wir womöglich noch in unserem Sinn etwas umdeuten, damit sie unseren sowieso schon gewählten Weg scheinbar bestätigen.</p>
<p>Nur wenn wir der gesunden Lehre der Heiligen Schrift folgen, entgehen wir den Fallstricken des Teufels auf unserem Weg, nur dann überwinden wir die Begierden unserer eigenen fleischlichen Natur, die uns immer wieder auf Abwege lenken will.</p>
<p>In der Bibel finden wir alles an Belehrung und Erkenntnis, an Warnung und Mahnung, an Durchblick und praktischer Handlungsanleitung, was wir brauchen – aber nur, wenn wir fleißig und systematisch Gottes Wort studieren. Voraussetzung ist außerdem, daß wir mit einem gehorsamen, Christus ergebenen Herzen bereit sind, das Wort zu befolgen und den schmalen Weg, den es uns weist, ohne Zögern oder Abweichen zu gehen.</p>
<p>Die gesunde Lehre für unser Leben als Christen finden wir vor allem im <em>Neuen Testament</em>, besonders in den <em>Briefen der Apostel</em>. Darüberhinaus ist es aber auch wichtig, die Lehren und Warnungen aus dem Alten Testament zu beachten, die die Aussagen des Neuen Testaments bestätigen, oftmals aber auch in wertvoller Weise vertiefen und ergänzen.</p>
<p>Wenn wir die gesunde Lehre des Neuen Testaments verstehen wollen, müssen wir auch ein klares Verständnis für ihre grundlegenden Begriffe entwickeln, und dies kann nur aus einem Studium der verschiedenen Bibelstellen abgeleitet werden, in denen der entsprechende Begriff vorkommt (wobei ergänzend natürlich auch geschichtliche und sprachliche Informationen einfließen können).</p>
<p>Zunächst wollen wir näher betrachten, was der im Neuen Testament (NT) insgesamt 185mal vorkommende Begriff „Welt“ (im Griechischen steht dafür das Wort <em>kosmos</em>) eigentlich bedeutet. Es ist wichtig, daß wir erkennen, was die Bibel meint, wenn sie über „die Welt“ spricht. Nun, <em>kosmos</em> kann, wie viele Wörter in der griechischen Sprache, mehrere Bedeutungen haben, wobei sich je nach Text- und Sinnzusammenhang entscheidet, welche Bedeutung an einer bestimmten Stelle gilt. Es kann im Allgemeingriechischen u.a. übersetzt werden mit:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Anordnung, Bau, Ordnung</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Schmuck, Zierde, Ruhm </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Ordentlichkeit, Anstand, Schicklichkeit</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Regelmäßigkeit, gesetzliche Ordnung</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Erdkreis, Menschheit</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* Weltordnung, Weltall, Welt</em></p>
<p>Im Neuen Testament wird das Wort in einer enger umgrenzten Bedeutung gebraucht. Es bezeichnet an einigen wenigen Stellen in einem neutralen Sinn die Welt im Sinne des von Gott geschaffenen Weltalls (wie unser deutsches Fremdwort „der Kosmos“). Hier betont dieser Begriff die wunderbare, schöne Ordnung, die allem Geschaffenen zugrunde liegt und die Zeugnis gibt von der Weisheit und Allmacht ihres Schöpfers.</p>
<p>An den meisten Stellen jedoch bezeichnet das Wort „Welt“ die in Sünde gefallene Menschheit mit ihrer widergöttlichen Weltordnung, ihrer sündigen Lebens- und Denkweise. In diesem Sinn gebraucht es besonders oft der Apostel Johannes, aus dessen Feder auch das inspirierte Schriftwort stammt, das wir am Anfang dieses Kapitels gelesen haben. Bei Johannes ist „Welt“ eine Bezeichnung der in Sünden toten, gegen Gott in Aufruhr befindlichen Menschheit mit ihrem Denken, ihrer Philosophie, ihrer Kultur und Religion, ihre Sitte und Rechtsordnung, ihrer Wirtschaft und Politik, ihrem Tun und Lassen.</p>
<p>Daneben wird von manchen Übersetzungen an bestimmten Stellen auch ein anderer Begriff mit „Welt“ übersetzt, nämlich „<em>aion</em>“, was eigentlich „Weltzeit, Zeitalter“ oder in der Mehrzahl auch „Ewigkeit“ bedeutet. An vielen Stellen bezeichnet es die Ordnung und Ausrichtung der Welt in einem bestimmten Zeitabschnitt oder Zeitalter, besonders dem gegenwärtigen Zeitalter, weshalb es oft dem Begriff „Welt“ sehr nahe kommt (in der Schlachter-2000-Übersetzung wurde es deshalb mit „Weltzeit“ wiedergegeben). Ein weiterer verwandter Begriff ist „Weltkreis“ (gr. <em>oikoumene</em>), im NT eine Bezeichnung für die bewohnte Erde bzw. das Gebiet des damaligen römischen Reiches.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Welt befindet sich seit dem Sündenfall in Rebellion gegen Gott und unter der Macht des Bösen</span></h2>
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<p>Die Bibel läßt keinerlei Zweifel daran, daß es der ewige, allein wahre Gott war, der die ganze Welt erschaffen hat – aus dem Nichts, durch Seine herrliche Weisheit und Macht (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C3%3B+Joh+1%2C10%3B+1Kor+8%2C5-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,3; Joh 1,10; 1Kor 8,5-6</a>), und diese Schöpfung war ursprünglich sehr gut (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+1%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 1,31</a>).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Er ist´s, der die Erde erschaffen hat durch seine Kraft, der in seiner Weisheit den Weltkreis abgegrenzt und mit seinem Verstand den Himmel ausgespannt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+10%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 10,12</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,24</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+4%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 4,11</a>)</em></p>
<p>Dennoch zeigt die Bibel auch sehr klar, daß der Sündenfall des Menschen, der als ein Stellvertreter Gottes auf Erden über diese Welt herrschen sollte, um sie für Gott zu verwalten und zu bewahren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+1%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 1,26</a>), auch schlimme Folgen für die ganze Schöpfung hatte. Die „Welt“ war mit dem Menschen gefallen und aus ihrem ursprünglich sehr guten Zustand in einen geknechteten und entstellten Zustand übergegangen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C19-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,19-22</a>).</p>
<p>Das von der Auflehnung gegen den ewigen Gott und Schöpfer geprägte Weltsystem steht seit dem Sündenfall unter dem Zorngericht Gottes; alle Welt ist vor Gott schuldig aufgrund ihrer Sünden und Übertretungen, ihres Abfalls von Gott und ihrer Weigerung, Gott die Ehre zu geben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,19</a>). Gott wird und muß diese Welt richten, und jeder, der ihr nicht entflieht, sondern sich mit dieser Welt identifiziert, wird diesem Gericht einmal treffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Entstehung eines gottfeindlichen Weltsystems </em></p>
<p>Bald nach dem Sündenfall begannen die Menschen, vor allem solche aus der Linie Kains, eine widergöttliche, auf Sünde beruhende Zivilisation aufzubauen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+4%2C16-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 4,16-24</a>). Diese mündete in Gesetzlosigkeit und frevelhaften Greueln (darunter offenkundig auch okkulte Perversionen; vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C4%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,4; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,6-7</a>) und erfaßte schließlich die gesamte Menschheit. Das Ende der damaligen Menschheit und der „alten Welt“ durch das Gericht der Sintflut war die Folge (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C5-7%3B+vgl.+2Pt+2%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,5-7; vgl. 2Pt 2,5</a>).</p>
<p>Doch auch nach diesem ernsten Gericht schlugen immer mehr Menschen, die doch allesamt den verschonten Söhnen Noahs entstammten, erschreckend schnell einen bösen, widergöttlichen Weg ein. Das begann wohl bei den Nachkommen Hams, von denen besonders Nimrod als ein rebellischer Gewalthaber auf Erden erwähnt wird. Er begründete eine weitere gesetzlose und gottfeindliche Zivilisation, deren Hauptzentrum Babel (Babylon) war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+10%2C8-12%3B+Offb+17%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 10,8-12; Offb 17,5</a>).</p>
<p>Doch der Sauerteig des Götzendienstes erfaßte offensichtlich rasch auch die Japhetiter und die Semiten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jos+24%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jos 24,2</a>). Ein Ergebnis dieses Abdriftens von Gott war der Turmbau von Babel, hinter dem eine bösartige Verschwörung der Menschen gegen den lebendigen Schöpfergott stand, verknüpft mit Magie und Götzendienst (Zikkurate als Orte der Sternenanbetung). Das war ziemlich sicher der Ursprung der babylonischen Falschreligion (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+17+und+18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 17 und 18</a>).</p>
<p>In gewissem Sinn kann man also sagen: die „Welt“ ist gleichzusetzen mit der Gesamtheit der gottfeindlichen Heidenvölker, ihrer Weltanschauung, ihrer politischen und sozialen Organisation, die insgesamt auf der Sünde, der Loslösung von ihrem Schöpfer-Gott beruht. Inmitten dieser Welt war es allein das Volk Israel, das als heiliges Eigentumsvolk des HERRN das Offenbarungswissen des Wortes Gottes und den wahren Gottesdienst bewahrte. Doch auch Israel fiel mehrheitlich von seinem Gott ab und paßte sich den Heidenvölkern an, sodaß z.B. im Johannesevangelium das ungläubige Israel mit zur „Welt“ gezählt wird:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,10-11</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"> </p>
<p><em>Satan ist der „Fürst dieser Welt“ und der „Gott dieser Weltzeit“</em></p>
<p>Die Bibel offenbart uns auch, daß der Satan, der gefallene Engelfürst, unter der Zulassung Gottes als <em>„Fürst dieser Welt“</em> eine begrenzte Regentschaft über die Welt, insbesondere die sündigen Menschen, ausüben kann. Weshalb und wie das geschah, ist uns von Gott nicht mitgeteilt worden, und wir können darüber nur Vermutungen anstellen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt, daß der ewige, allmächtige Gott die Oberherrschaft über die ganze Schöpfung ausübt. <em>„Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,19</a>). <em>„O HERR, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+20%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 20,6</a>)<em>. </em>Dieser Wahrheit gibt auch ein gedemütigter heidnischer Großkönig Zeugnis:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Aber nach Verlauf der Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel empor, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt; gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C31-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,31-32</a>)</em></p>
<p>Der Satan hat also keine eigene Machtbefugnis; es ist undenkbar, daß er sich seine Macht, wie manche spekuliert haben, durch einen Aufruhr ertrotzt haben könnte. Es wäre für den Allerhöchsten ein Leichtes, den Widersacher sofort zu binden und in den Abgrund zu werfen, wie Er es zu Seiner Zeit auch tun wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+20%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 20,1-3</a>).</p>
<p>Aber der souveräne Gott hat in Seiner Weisheit dem abgefallenen Engelfürsten eine begrenzte Machtbefugnis als „Fürst“ (gr. <em>archon</em> = Befehlshaber, Fürst, Machthaber, Statthalter, Beamter) dieser Welt gegeben: <em>„Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,31</a>). Der Teufel wird beschrieben als der Fürst, <em>„der in der Luft herrscht“</em>, als der Geist,<em> „der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt“</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,2</a>).</p>
<p>Auch ein Teil der Engel Gottes unterstützte die Rebellion Satans und dient nun ihm; die Bibel bezeichnet sie als „Dämonen“. Unter ihnen befinden sich auch Engelfürsten und Machthaber, wie uns auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+10%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 10,13</a> andeutet. Die abgefallenen Engelfürsten werden mitsamt dem Satan als „Weltbeherrscher [<em>kosmo-kratoras</em>] der Finsternis dieser Weltzeit“ bezeichnet. In gewissem Sinn gehören also auch sündige Engel zu dieser Welt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+4%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 4,9</a>).</p>
<p>Diese beschränkte, delegierte Macht über die Welt hatte der Widersacher vielleicht schon vor seinem Fall inne und behielt sie nach Gottes Willen, oder sie wurde ihm auf dem Weg des Gerichts gegeben, damit die in Sünde gefallenen Menschen schmecken sollten, wie bitter die Herrschaft des trügerischen Wesens ist, das der Mensch dem lebendigen Gott vorgezogen hatte.</p>
<p>Wie auch immer, für eine begrenzte Zeit und in einem von Gott begrenzten Umfang darf der Satan über die abgefallene Menschheit, über die „Welt“ im engeren Sinne, eine gewisse Macht ausüben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+4%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 4,6</a>). Ja, er wird sogar als der <em>„Gott dieser Weltzeit“</em> bezeichnet (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,4</a>).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen; bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodaß ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,3-4</a>)</em></p>
<p>Die Religionen und Ideologien, die Denkweise und die Sitten, die gesellschaftlichen Regeln und die Politik dieser Welt sind zu einem gewissen Grad von dem Widersacher geprägt und gelenkt, auch wenn Gott über allem waltet und dem Wirken des Widersachers gewisse Schranken setzt.</p>
<p>Diese ganze Welt und damit auch jeder einzelne Mensch befindet sich zunächst einmal im Machtbereich, unter der Herrschaft der Finsternis, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,13</a> zeigt. Der sündige Mensch ist keineswegs „autonom“, selbstbestimmt und frei, wie er meint, sondern er ist im Letzten immer ein Knecht des Teufels und muß dem Bösen dienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die sündige Welt lehnt Christus ab und befindet sich im Aufruhr gegen Gott</em></p>
<p>Jeder Mensch ist also, solange er sich nicht zu Christus bekehrt hat, Teil dieser Welt und damit im Machtbereich des Satans (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13</a>). <em>„Wir wissen, (…) daß die ganze Welt sich im Bösen befindet [d.h. unter der Macht, im Herrschaftsbereich des Bösen]“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,19</a>). <em>„Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,23</a>). Als Sünder lebten wir gemäß dem Lauf oder dem Zeitalter [<em>aion</em>] dieser Welt [<em>kosmos</em>], wie uns <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 2,2</a> sagt; wir waren den Grundsätzen der Welt als Knechte unterworfen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+4%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 4,3</a>).</p>
<p>Allein die an Christus Gläubigen gehören nicht mehr zu dieser Welt; sie sind aus der Welt herausgerettet: <em>„Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+15%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 15,19</a>). Über ihre besondere Stellung zu dieser Welt hören wir später mehr.</p>
<p>Eine erschreckende Wesenseigenschaft dieser Welt ist, daß sie den lebendigen Gott, ihren Schöpfer, und Seinen Sohn, den Er als Retter in die Welt sandte, ablehnt und verwirft.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,10</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,19</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wenn euch die Welt haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+15%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 15,18</a>)</em></p>
<p>Wir finden hier eine furchtbare Steigerung: die Welt hat Christus nicht erkannt – sie liebt die Finsternis mehr als Sein Licht – sie haßt Ihn. Diese Welt befindet sich in unversöhnlicher, erbitterter Feindschaft und Auflehnung gegen Gott. <em>„Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+19%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 19,14</a>) – das ist das Bekenntnis dieser Welt in ihrer trotzigen Auflehnung gegen Gott und Seinen Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,1-3</a>).</p>
<p>Die Welt haßt den heiligen und gerechten Sohn Gottes, weil Er ihre Sünden ans Licht bringt und sie durch Seine heilige Liebe und Gerechtigkeit als das bloßstellt, was sie wirklich ist: böse und verdorben, aufrührerisch und unrein, töricht und von Gott abgefallen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber haßt sie; denn ich bezeuge von ihr, daß ihre Werke böse sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+7%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 7,7</a>)</em></p>
<p>Das kann die Welt dem Sohn Gottes nicht verzeihen, sie kann das Licht, das er ausstrahlt, nicht ertragen. Dieser dumpfe Haß gegen den Herrn Jesus Christus, den von Gott gesandten Retter und Mittler, ist vielleicht die schlimmste Sünde der Welt, die einmal das schreckliche Gericht Gottes über sie bringen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Wie Gott die Denkweise und Lebensart dieser Welt beurteilt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn wir lernen wollen, nicht mehr menschlich zu denken, sondern Gott gemäß (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,23</a>), dann ist es wichtig, die Urteile, die Gott in der Bibel über die Lebensweise der ungläubigen Weltmenschen aufschreiben ließ, genau zur Kenntnis zu nehmen. Dann erkennen wir auch, was der heilige Gott bei dem Treiben dieser Welt als Sünde ansieht und verabscheut, und was wir in unserem Leben auch verabscheuen und meiden sollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gottes Urteil über die Religion und den Götzendienst dieser Welt</em></p>
<p>Gott macht in Seinem Wort alle Menschen dieser Welt verantwortlich dafür, daß sie Ihm, dem allein wahren Gott und Schöpfer, nicht die gebührende Ehre und den Dank geben, daß sie Ihn nicht anerkannt haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,8</a>), obwohl jeder aufgrund der Schöpfung Ihn erkennen kann, und daß sie Ihn nicht als den alleinigen Schöpfergott verehrt haben.</p>
<p>Deshalb steht alle Religion dieser Welt unter dem Zorn Gottes, einschließlich des heute üblichen humanistisch geprägten Atheismus oder Agnostizismus, der einer Selbstvergottung des Menschen gleichkommt. Wir finden dieses Urteil besonders im ersten Kapitel des Römerbriefes ausgesprochen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodaß sie keine Entschuldigung haben. <strong>Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.</strong> </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden <strong>und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.</strong> Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, sodaß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, <strong>sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. </strong>Amen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18-25</a>)</em></p>
<p>Der Mensch muß etwas Höheres verehren; er ist ursprünglich geschaffen zur priesterlichen Anbetung des wahren Gottes. Wenn er sich von diesem Gott abwendet, dann trachtet er danach, falsche Götter zu verehren, die Götzen, hinter denen der Satan und seine Dämonen stehen. Diese Götzen sind meist Bilder von Geschöpfen, vom Mistkäfer bis zur heiligen Kuh, von den Sternen bis zur Sonne. Der Gipfel des Götzendienstes ist es, wenn er sich selbst vergottet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,4</a>).</p>
<p>Das Gericht über die Sünde des Götzendienstes (oder umfassender: die Sünde der Nicht-Anerkennung Gottes), ist die Preisgabe der Menschen in alle möglichen Begierden und Sünden, die den Menschen erniedrigen und versklaven. Für diese Sünden trifft die Menschen das Zorngericht Gottes. Sie sind voll für das verantwortlich, was sie tun; Gott hat lediglich Seinen bewahrenden Einfluß zurückgezogen, sodaß die Menschen immer tiefer im Schlamm ihrer eigenen Sünde versinken.</p>
<p>Das war die geistliche Situation im untergehenden Römischen Reich; das war sie überall, wo Heidentum und Götzendienst vorherrschten, und das ist heute zunehmend wieder die erschütternde Wirklichkeit in den ehemals christlich geprägten Ländern des Westens, die aufgrund ihrer, wenn auch formalen, Anerkennung Gottes und Seiner Ordnungen jahrhundertelang manchen besonderen Segen genießen durften.</p>
<p>Die Folge war, daß die Apostel den jungbekehrten Heiden die konsequente Absonderung von jeder Art von Götzendienst und weltlicher Religion einschärften:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst! Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage! Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? (…) Was sage ich nun? Daß ein Götze etwas sei, oder daß ein Götzenopfer etwas sei? Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C14-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,14-22</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gottes Urteil über den ichbezogenen, zügellosen Lebensstil dieser Welt</em></p>
<p>Die Abkehr von dem wahren Gott, ihrem Schöpfer, brachte und bringt die Menschen in eine furchtbare moralische Finsternis. Da sie die Gebote des ewigen Gottes verwerfen und Ihn nicht fürchten, führen sie von Natur aus ein Leben der radikalen Selbstverwirklichung und Zügellosigkeit auf Kosten anderer. Den Lebensstil der Heiden im 1. Jahrhundert schildert der Geist Gottes durch den Apostel Paulus mit schonungsloser Schärfe:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, daß die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C28-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,28-32</a>)</em></p>
<p>Das ist im Kern, jenseits alle religiösen Fassaden, auch der Lebensstil der heutigen Welt. Der heilige, gerechte Gott sieht sehr genau, was Seine Geschöpfe alles treiben, was sie denken, wie sie leben. Das Leben und Treiben der gottlosen Menschen dieser Welt ist vor Gott ein Greuel, eine schreckliche Mißachtung Seiner Person und Seiner Gebote. Der gottlose Mensch lebt so, als ob es keinen Gott gäbe, der richtet; er lebt nach dem Motto: »Laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,32</a>). Wie verwerflich dieses heidnische Lebensmotto in den Augen Gottes ist, bezeugt der Prophet Jesaja:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Und an jenem Tag ermahnt der Herrscher, der HERR der Heerscharen, zum Weinen und Wehklagen, zum Kahlscheren des Hauptes und zum Umgürten des Sacktuches — doch siehe, da ist Jubel und Vergnügen, Ochsenschlachten und Schafeschächten, Fleischessen und Weintrinken: »Laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« Doch der HERR der Heerscharen hat sich meinem Ohr geoffenbart: Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt!, spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+22%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 22,12-14</a>)</em></p>
<p>Die Menschen dieser Welt leben getrieben von ihren Begierden. Viele geben sich bewußt dem sinnlichen Genuß hin, aber ausnahmslos alle jagen der Selbstverwirklichung, der Selbsterhöhung und Selbstbestätigung nach. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ihre Lebenserfüllung in geschlechtlicher Ausschweifung, Machtlust oder intellektuell-künstlerischen Ergüssen suchen.</p>
<p>All das ist vor Gott ein Greuel, weil es versäumt, Ihm, dem Schöpfer der Welt und Geber alles Guten, die Ehre zu geben. Nach diesen Maßstäben müssen auch wir lernen, diese Welt samt ihren technischen, zivilisatorischen und kulturellen „Errungenschaften“ zu beurteilen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>… auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,17-19</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3</a>)</em></p>
<p>Diese Züge des gottlosen, ausschweifenden Lebens der Heiden sind in den Jahrhunderten des „christlichen“ Einflusses im Westen etwas gedämpft und eingegrenzt worden, aber sie lebten unter der Oberfläche eines bloß äußerlichen Christentums dennoch fort, wenn auch oft im Verborgenen. Nur die Neugeburt von oben und die Kraft des Heiligen Geistes ermöglicht es dem Kind Gottes, diesen Lebensstil wirklich gründlich abzulegen und zu überwinden.</p>
<p>Die Bibel sagt dazu sehr deutlich, daß die Menschen, die – und sei es unter „christlichem“ Mäntelchen &#8211; weiterhin in den Sünden dieser Welt leben und nicht Buße tun, unter das Zorngericht Gottes fallen und das Reich Gottes nicht erben:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-6</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wißt ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,9-11</a>)</em></p>
<p>Die Botschaft ist klar: Solch einen sündigen Lebensstil dürfen wir als Kinder Gottes in keiner Weise nachahmen noch uns mit ihm einsmachen; sonst würden wir gegen unseren Gott sündigen und Gericht und Züchtigung auf uns laden. Wir sind gerufen, ganz anders zu leben:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, <strong>um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben</strong>, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. <strong>Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm</strong>, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gottes Urteil über die Philosophie und Wissenschaft dieser Welt</em></p>
<p>Nicht nur die Moral und Religion dieser Welt ist vor Gott ein Greuel und gerichtsreif, sondern auch ihre Gott-lose Kultur, Philosophie und Wissenschaft, wie der Apostel Paulus ganz deutlich macht:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: <strong>»Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte</strong>, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,18-21</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; <strong>aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen</strong>, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, <strong>die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt</strong> —, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,6-9</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><em>Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott</em></strong><em>; denn es steht geschrieben: »Er fängt die Weisen in ihrer List«. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,19</a>)</em></p>
<p>In diesem Zusammenhang sollten wir erkennen, daß der ganze spekulative und atheistische Überbau (Evolutionstheorie, Urknall-Hypothese usw.) in den heutigen Wissenschaften mit unter das Urteil Gottes über die heidnische Philosophie fällt. Wo Naturwissenschaft und Technik einfach Gottes Ordnungen in der Schöpfung erforschen und nutzen, ist das keine Sünde. Lediglich die rücksichtslose, ohne Ehrfurcht vor Gott entwickelte Umsetzung dieser Einsichten in der modernen Technik ist vielfach für die Menschen schädlich. Aber die aus der heidnischen Philosophie fließenden Grundelemente der heutigen „Wissenschaften“ werden gläubige Christen klar verwerfen, weil sie im Gegensatz zu Gottes Offenbarung stehen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir denken und leben nicht gemäß den Grundsätzen der Welt, sondern nach Gottes Grundsätzen – das müssen wir ganz bewußt festhalten und dürfen uns nicht durch die weltliche Philosophie berauben lassen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb laßt ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet? »Rühre das nicht an, koste jenes nicht, betaste dies nicht!«— was doch alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt — [Gebote] nach den Weisungen und Lehren der Menschen, die freilich einen Schein von Weisheit haben in selbst gewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes, [und doch] wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C20-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,20-23</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em> </em></p>
<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter und bearbeiteter Auszug aus dem Buch <strong><em><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/passt-euch-nicht-der-welt-an-buchinfo/">Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist</a>.</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/01/das-wesen-dieser-welt-im-licht-des-wortes-gottes/">Das Wesen dieser Welt im Licht des Wortes Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sollen Christen den Sabbat halten?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/sollen-christen-den-sabbat-halten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 09:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Sabbat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=4608</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Immer wieder erhalte ich Anfragen von Christen, die verunsichert sind, ob sie das Gebot des Sabbats halten sollen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz darlegen, weshalb ich glaube, daß es für uns Christusgläubige nicht nur unnötig, sondern geradezu falsch ist, den Sabbat zu halten. &#160; Wenn Christen dazu angehalten werden, den Sabbat zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/sollen-christen-den-sabbat-halten/">Sollen Christen den Sabbat halten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em>Immer wieder erhalte ich Anfragen von Christen, die verunsichert sind, ob sie das Gebot des Sabbats halten sollen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz darlegen, weshalb ich glaube, daß es für uns Christusgläubige nicht nur unnötig, sondern geradezu falsch ist, den Sabbat zu halten.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Christen dazu angehalten werden, den Sabbat zu halten, dann ist dies eine falsche Lehre, die ich entschieden als unbiblisch ablehne. Sie wird von verführerischen Gruppierungen wie den Adventisten propagiert, die früher sogar behaupteten, daß alle Gläubigen, die den Sonntag begingen statt des Sabbats, deswegen verlorengingen. Auch gewisse sich ans Judentum anpassende christliche Kreise, die nicht verstanden haben, was die Stellung und Berufung der Gemeinde in Christus ist, neigen dazu, den Sabbat als Gebot für Christen zu verkünden.</p>
<p>Wenn wir die Bibel zu dieser Frage studieren, dann finden wir, daß das Gebot des Sabbats eine Gesetzesbestimmung <em>für Israel</em> unter dem Bund des mosaischen Gesetzes ist (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+20%2C8-11%3B+2Mo+31%2C13.1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 20,8-11; 2Mo 31,13.1</a>). Die <em>Gemeinde in Christus</em> ist aber nicht unter dem mosaischen Gesetz (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+614%3B+7%2C6%3B+10%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 614; 7,6; 10,4</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C19%3B+4%2C5%3B+5%2C4%3B+5%2C18%29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,19; 4,5; 5,4; 5,18)</a>; für sie gilt das Sabbatgebot nicht. Sie hat im Grunde gar keinen verbindlich vorgeschriebenen Feiertag, an dem die Arbeit verboten wäre.</p>
<p>Für sie ist der <em>erste Tag der neuen Woche</em> (entspricht unserem Sonntag), der Tag der Auferstehung, ein besonderer Tag, an dem man sich in apostolischen Zeiten zur Gemeindeversammlung und zum Brotbrechen traf (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,7</a>). Damals war aber der erste Tag der Woche – sowie heute noch in zahlreichen Ländern – kein Feiertag, und die Christen konnten sich nur abends treffen, um ihre Versammlung und das Mahl des Herrn zu halten.</p>
<p>Als Christen sollten wir dankbar sein, wenn der Sonntag in unserem Land ein öffentlicher Feiertag ist, und bestrebt sein, ihn für geistliche und auferbauende Aktivitäten sowie Ruhe zu nutzen; wir sollten auch nicht unnötigerweise an diesem Tag Alltagsarbeit tun.</p>
<p>Aber kein Christ sündigt, wenn er sonntags arbeitet, insbesondere nicht, wenn das öffentlich notwendig ist, wie bei Beschäftigungen im Gesundheitssektor, und auch nicht, wenn solche Arbeit im Rahmen des christlichen Gemeindelebens anfällt (Geschirrspülen beim Gemeindenachmittag z.B.). Die strengen Auflagen des alttestamentlichen Sabbatgebotes gelten für den Christen nicht, auch nicht in übertragener Form in bezug auf das Feiern des Sonntags.</p>
<p>Die Gläubigen in Christus sind nicht mehr unter Gesetz, d.h. sie sind nicht verpflichtet, all die 613 Gebote des mosaischen Gesetzes zu halten. Sie halten die neutestamentlichen Gebote ihres Herrn, doch Er hat für die Gemeinde nirgends das Halten des Sabbats geboten. <span style="text-decoration: underline;">Für die Gemeinde des Christus gilt, daß sie durch die Glaubensverbindung zu dem Herrn Jesus Christus in das geistliche Wesen dessen eingegangen ist, wovon Israel im mosaischen Gesetz nur den Schatten hatte.</span></p>
<p>Die Israeliten hatten von Gott äußerliche Ordnungen bekommen, die einen Hinweis auf das geistliche Wesen bildeten. Sie glichen einem Erben, der noch zuwenig Einsicht hatte, um das Wesen seines Erbteils zu begreifen, und der deshalb unter Vormündern war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 4,1-3</a>).</p>
<p>Gott zeigte den Israeliten in den schattenhaften, äußeren Bestimmungen des mosaischen Gesetzes eine Ahnung von dem, was sie künftig unter den Neuen Bund in Christus einmal erlangen würden. Die Tieropfer sind z.B. laut Hebräerbrief ebenfalls nur ein Schatten des geistlichen Wesens in Christus, nämlich Seines einmaligen, vollkommenen Sühnopfers am Kreuz.</p>
<p><u>Die Gemeinde in Christus gleicht einem mündigen Sohn, der durch den innewohnenden Heiligen Geist nunmehr in das Wesen seines geistlichen Erbteils eingeweiht ist und die Vormünder nicht mehr braucht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+4%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 4,4-7</a>).</u></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>So laßt euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,16-17</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen [Heils-] Güter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,1</a>)</strong></p>
<p>Der Sabbat war unter dem mosaischen Gesetz ein Schattenbild auf die Ruhe von den eigenen Werken, die in Christus gegeben würde. Das mosaische Gesetz verpflichtete die Israeliten, durch das Halten aller Gebote zum Leben zu kommen, was aber aufgrund des sündigen Fleisches nicht möglich war. Sie waren im alten Bund angehalten und hatten sich auch feierlich dazu verpflichtet, Werke zu tun. Doch der Sabbat sollte sie daran erinnern, daß Gott für sie eine Ruhe von diesen Werken vorgesehen hatte.</p>
<p>Gott gab den Israeliten in Seiner Gnade neben den Geboten und Werken auf der einen Seite die Opfer, welche die Sünden bedecken könnten, die sie begingen, und welche ein Schattenbild auf das vollkommene Sühnopfer des Christus waren, und zum anderen gab Er ihnen den äußerlichen Ruhetag des Sabbat, an dem sie gar keine Werke tun durften, die ihnen doch alle anderen Tage geboten wurden. Doch der Sabbat war unter dem mosaischen Gesetz auch eine strenge Ordnung, deren Übertretung mit dem Tode bestraft wurde.</p>
<p>Der Sabbat ist also geistlich-neutestamentlich betrachtet eine äußere Ordnung des alten Bundes. <u>Sie verweist darauf, daß der Gläubige in Christus, unter dem neuen Bund, zur Ruhe gekommen sein wird von allen seinen Werken, weil vor Gott nur das eine vollkommene Erlösungswerk des Sohnes Gottes zählen würde. Der Hebräerbrief lehrt uns nun, daß wir in diese wesentliche Ruhe von den Werken durch den Glauben an Christus hineingekommen sind.</u> Wir lesen darin:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen. So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,9-11</a>)</strong></p>
<p>Wir müssen noch einen Schritt weiter gehen. <u>Nach dem Opfertod und der Verherrlichung Jesu Christi ist eine Rückkehr zu den Schattenbildern Sünde und Verführung, weil wir das geistliche Wesen haben, das die äußere Ordnung ersetzt hat (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 8</a>).</u></p>
<p>Deshalb sind wir nicht nur keineswegs verpflichtet, den Sabbat zu halten, sondern wir sollten das nicht tun, denn es wäre eine Verleugnung des geistlichen Wesens in Christus, wenn man zu den äußeren Formen des Gesetzes zurückehrt – das wäre so, als wenn ein Christ wieder blutige Opfer darbringen würde, obwohl Christus Sein einmaliges Opfer gebracht hat, das die Tieropfer für immer überflüssig macht.</p>
<p>Ebenso ist es für einen Christusgläubigen eine Sünde, wenn er sich beschneiden läßt, um das Joch des mosaischen Gesetzes auf sich zu nehmen, das Christus ihm doch abgenommen hat. Wir sollten die ernste Warnung des Galaterbriefes beachten:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden laßt, wird euch Christus nichts nützen. Ich bezeuge nochmals jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, daß er verpflichtet ist, das ganze Gesetz zu halten. Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen! </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit; denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht? Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat! Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Ich traue euch zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C1-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,1-10</a>)</strong></p>
<p>Im Galaterbrief tadelt der Apostel Paulus die verführten galatischen Christen auch dafür, daß sie den Sabbat und andere jüdische Feiertage einhielten: <strong>„Jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Grundsätzen zu, denen ihr von Neuem dienen wollt? Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, daß ich am Ende vergeblich um euch gearbeitet habe“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+4%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 4,9-11</a>). Das Neue Testament kennt nicht nur keinerlei Gebot zum Halten des Sabbats; es warnt die Christen ausdrücklich davor!</p>
<p>Es bleibt zu ergänzen, daß nach dem Zeugnis einiger prophetischer Aussagen sowohl Sabbat als auch Tieropfer in einer gedenkweisen Funktion im künftigen Tausendjährigen Reich wieder eine Rolle spielen werden; aber für die Gemeinde in Christus sind sie abgetan.</p>
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<p style="padding-left: 30px;"><strong>Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, daß du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten und sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben; das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich unnützem Geschwätz zugewandt; sie wollen Lehrer des Gesetzes sein und verstehen doch nicht, was sie verkünden und als gewiß hinstellen. Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet und berücksichtigt, daß einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C3-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,3-9</a>)</strong></p>
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		<title>Die herrliche Hoffnung der Gemeinde –  was die Entrückung für uns Kinder Gottes bedeutet</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/05/die-herrliche-hoffnung-der-gemeinde-was-die-entrueckung-fuer-uns-kinder-gottes-bedeutet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 08:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Entrückung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Herrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederkunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Eigentlich sollte die baldige Entrückung der Gemeinde für die wahren Kinder Gottes kein Gegenstand von Streitgesprächen sein. Sie ist unsere Hoffnung – eine glückselige, herrliche Hoffnung, die wir kindlich und froh erwarten dürfen, ohne uns von Theologen und düsteren Endzeitlehrern diese Erwartung verdunkeln zu lassen. Vielfach ist den Gläubigen heute gar nicht bewußt, wie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Eigentlich sollte die baldige Entrückung der Gemeinde für die wahren Kinder Gottes kein Gegenstand von Streitgesprächen sein. Sie ist unsere Hoffnung – eine glückselige, herrliche Hoffnung, die wir kindlich und froh erwarten dürfen, ohne uns von Theologen und düsteren Endzeitlehrern diese Erwartung verdunkeln zu lassen.</p>
<p>Vielfach ist den Gläubigen heute gar nicht bewußt, wie schön und herrlich die Entrückung der Gemeinde für sie sein wird, welche Gnade Gottes in diesem souveränen göttlichen Handeln für uns enthalten ist. Wir wollen versuchen, uns anhand der Aussagen der Bibel bewußt zu machen, was Gott uns in der Entrückung, im Kommen des Herrn Jesus Christus für die Seinen bereitet hat.</p>
<p><strong>… sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,9</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir zum Herrn Jesus Christus hin entrückt werden, dann werden wir gewaltige Freude und unbeschreibliche Verzückung erfahren. Wir werden endlich diesen Leib der Niedrigkeit und der Sünde los sein, und unser erneuerter Geist wird fähig sein, den Herrn selbst und die himmlischer Herrlichkeit, in die er uns einführt, zu schauen, zu empfinden und zu genießen.</p>
<p>Wir werden dem Elend dieser Erde, der bedrückenden Bosheit der gottlosen Menschen, dem erstickenden Klima der Ureinheit und Perversion, der Auflehnung und des Unglaubens, das in dieser Welt herrschte, entflohen sein. Wir werden die göttliche Geistesluft des Himmels atmen, das göttliche Licht des Himmels schauen und darüber jubeln.</p>
<p>Vor allem aber: Wir werden unseren Herrn Jesus sehen, wie Er ist, Ihn, den herrlichen Sohn in Seiner ganzen Schönheit, und wir werden unseren großen Gott und Vater schauen, den ewigen Gott, den kein Mensch in seinem sterblich-sündigen Zustand schauen kann, ohne zu vergehen. Wir werden jubeln in der unbeschreiblichen Liebe Gottes, des Vaters und der herrlichen Liebe des Sohnes. All unser Sehnen und Verlangen, all unser Fragen und Seufzen, all unser Mangel wird gestillt sein in der überströmenden Gnadenfülle, die uns vom Vater und vom Sohn durch den Heiligen Geist zufließen wird.</p>
<p>Das ist die <em>Hoffnung der Herrlichkeit</em>, die Gott uns schenkt, damit wir in den Niederungen und Prüfungen dieser Zeit standhaft ausharren und überwinden können. Diese kostbare Hoffnung sollten wir täglich bestärken in unseren Gebeten und in unserer Betrachtung des Wortes Gottes. Sie sollte uns beständig vor dem Herzensauge stehen, ohne Schatten und Düsternis, ohne Zweifel und Zagen.</p>
<p><strong>Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, daß die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.</strong></p>
<p><strong>Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,1-9</a>)</strong></p>
<p>In diesem Sinn wollen wir in den folgenden Kapiteln einige Aspekte dieser wunderbaren Hoffnung näher betrachten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Der Retter kommt und vollendet Sein Heilswerk an den Gläubigen</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Christus kommt zu den Seinen als der Retter des Leibes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,23</a>), als derjenige, der mit der Entrückung Sein Heilswerk an den Kindern Gottes vollendet, indem sie vom Fleisch, von allem Sündhaften und Sterblichen befreit und ihnen einen neuen Herrlichkeitsleib gibt:</p>
<p><strong>Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20-21</a>)</strong></p>
<p>Das ist eine herrliche Aussicht für jedes Kind Gottes, das seufzt und leidet aufgrund des Fleisches und seiner sündigen Begierden, die ihm immer noch anhaften. Endlich werden wir dann los sein von diesem<strong> „Leib der Niedrigkeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,21</a>), dem<strong> „fleischlichen Leib der Sünde“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,11</a>), dem <strong>„Leib des Todes“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,24</a>), der uns so viele Mühe bereitete, der so manche Niederlage und Beschämung verursachte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die Verwandlung des Leibes als Vollendung des Heilswerkes</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Herr Jesus hat uns einen neuen Geist gegeben, hat in uns den neuen, inneren Menschen geschaffen, der heilig, gerecht und nach Seinem Ebenbild geformt ist; aber der Leib und die Seele sind bei dem auf Erden lebenden Gläubigen noch nicht völlig geheiligt und erneuert nach dem Ebenbild des Christus.</p>
<p>Da wir nach Gottes Ratschlüssen aber dem Ebenbild Seines Sohnes gleichgestaltet werden müssen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,29</a>), geschieht die Verwandlung unseres Leibes und damit auch unserer Seele dann bei der Entrückung. Dann wird nichts Sündiges, nichts Unvollkommenes, nichts Verderbliches und Sterbliches mehr an uns sein – welche eine glückselige Hoffnung!</p>
<p><strong>So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist.</strong></p>
<p><strong>Aber nicht das Geistliche ist das erste, sondern das Natürliche, danach [kommt] das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.</strong></p>
<p><strong>Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muß Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C42-54&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,42-54</a>)</strong></p>
<p>Wir werden dann auch nach außen, dem Leibe nach, so strahlend herrlich, rein, gerecht und heilig sein, wie wir es unserer Stellung in Christus nach schon heute sind. Erst dann sind wir in dem Zustand, daß wir unseren herrlichen Herrn wirklich sehen können, wie Er ist.</p>
<p><strong>Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,2</a>)</strong></p>
<p>Erst dann können wir ungetrübte, tiefe, völlige Gemeinschaft mit unserem Retter haben. Erst dann können wir Erben des Reiches Gottes werden und in die Himmelsherrlichkeit eingehen. Erst dann können wir unseren Gott und Vater schauen und mit Ihm ungehinderte Gemeinschaft haben. Wie wichtig ist diese Vollendung unserer Errettung! Wie sollten wir uns danach sehnen!</p>
<p><strong>Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei. Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.</strong></p>
<p><strong>Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C18-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,18-25</a>)</strong></p>
<p>Um dieser kommenden Herrlichkeit und Freude willen dürfen wir auch willig alle Leiden dieser Zeit ertragen:</p>
<p><strong>Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,13</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Das herrliche Heil in Christus</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst mit der Erlösung unseres Leibes ist unsere Errettung wie auch unsere Sohnesstellung vollendet (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,7-9</a>). In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1</a> spricht der Apostel von der lebendigen Hoffnung der Kinder Gottes, und von dem unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns (V.3-4).</p>
<p><strong>… zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil [od. der Errettung], das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,4-5</a>)</strong></p>
<p>Wir werden in der Kraft Gottes bewahrt durch den Glauben zu dem Heil (der Errettung), das bereit ist, geoffenbart zu werden. Hier ist die Entrückung angesprochen, die durch die verheißene Verwandlung unseres Leibes und die Versetzung in den Himmel den Abschluß, die Vollendung des Heilswerkes Gottes darstellt. Diese Heilsvollendung in der Entrückung ist unsere lebendige Hoffnung (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C20-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,20-25</a>); sie erschließt uns das verheißene Erbe, das wir erst antreten können, wenn wir verherrlicht und in den Himmel eingegangen sind.</p>
<p><strong>Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,13</a>)</strong></p>
<p>Diese Errettung steht schon gegenwärtig bereit und kann jederzeit offenbar werden; hier steht das griechische Wort hetoimos, das bedeuten kann: „wirklich, gewiß, zubereitet, bereitliegend, zu Gebote stehend, verfügbar“, und das galt schon für die Zeit, da der Apostel seinen Lesern schrieb. Die in der Entrückung verheißene Errettung der Gemeinde ist sozusagen seit 2.000 Jahren bereit, geoffenbart zu werden, nämlich an dem glückseligen Moment, da der Herr für uns offenbar wird und uns entrückt.</p>
<p>Diese Entrückung und Heilsvollendung wird den letzten Zeitpunkt (den letzten <em>kairos</em>) für die Gemeinde darstellen, die letzte Stunde des Heilshandelns Gottes mit Seiner Gemeinde.</p>
<p>Hier steht nicht, daß das Offenbarwerden des Heils in der Entrückung erst in der letzten Zeit im Sinne von <em>chronos</em> (der ablaufenden Zeit) geschehen wird, sondern es steht „am letzten <em>kairos</em>“, und das ist Gottes ausgewählter Zeitpunkt für Sein Handeln. Dieser <em>kairos</em> hätte schon vor 2.000 Jahren sein können, aber es gefiel Gott, seitdem zuzuwarten und noch eine große Schar von Seelen zu der erretteten Gemeinde hinzuzutun.</p>
<p>Wenn dieses Heil offenbar wird bei der Entrückung, dann werden wir uns jubelnd freuen, auch wenn wir zuvor durch mancherlei Prüfungen gehen müssen. All das wird vergessen sein, wenn wir den Herrn sehen, wie Er ist, wenn wir unsere Leiber der Niedrigkeit eingetauscht haben gegen die neuen Herrlichkeitsleiber und die glückselige Gemeinschaft mit unserem Bräutigam genießen dürfen.</p>
<p>Dann werden wir vor Seinem Preisrichterstuhl auch das Lob empfangen für alle erduldeten Anfechtungen und allen treuen Dienst; zugleich wird unser Herr dadurch verherrlicht werden.</p>
<p><strong>… damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,7-9</a>)</strong></p>
<p>Die Entrückung ist ein Akt der Gnade; sie geschieht an allen, die dem Herrn Jesus angehören und wahrhaft wiedergeboren sind, um des Werkes Jesu Christi willen, nicht um unserer Werke willen. Die Entrückung bringt uns die unmittelbare Begegnung mit unserem Herrn; wir werden Ihn dann schauen.</p>
<p>Mit der Verherrlichung erst ist die Errettung unserer Seelen ganz vollendet, genau wie dann erst die Sohnesstellung und die Erlösung des Leibes vollendet ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,23</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. Der erhöhte Sohn führt uns in die Himmelsherrlichkeit ein</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Entrückung schafft nicht nur mit unserer Verwandlung und dem Empfang des Herrlichkeitsleibes die Voraussetzung für unseren Eingang in den Himmel, sie führt die Gläubigen in Christus auch ganz real in diese himmlischen Bereiche ein, in denen Gottes Gegenwart und Herrlichkeit wohnt.</p>
<p>In unserem Zustand im Fleisch hätten wir niemals in den Himmel und vor das Angesicht Gottes kommen können. Wir hätten keine vollkommene, ungehinderte Gemeinschaft mit unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus haben können.</p>
<p>Unser Fleisch, unsere Existenz in diesem Leib der Sünde ist in vielfacher Hinsicht ein Hindernis für unseren geistlichen Menschen – es hindert uns durch seine Begierden und Sünden, durch seine Fixierung auf die äußerlich sichtbare und spürbare Welt, durch seine Vergänglichkeit und Todesverhaftetheit.</p>
<p><strong>Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C47-50&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,47-50</a>)</strong></p>
<p>So wird das, was wir dem Geist nach bereits sind, erst mit der Entrückung und Verwandlung bzw. Auferstehung offenbar. Nur mit dem neuen geistlichen Leib können wir in den Himmel eingehen, in den Raum der Geistwesen.</p>
<p>Dann erst sind wir passend gemacht für die herrliche Zukunft, die unser Herr Jesus uns in der ewigen, ungetrübten Gemeinschaft mit sich und dem Vater bereitet hat. So war es Sein Verlangen, wie wir im Johannesevangelium lesen:</p>
<p><strong>Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+17%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 17,24</a>)</strong></p>
<p>Dann ist unsere Hoffnung auf die künftige Herrlichkeit Gottes erfüllt, von der der Apostel Paulus bezeugt: <strong>„wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,2</a>). Von ihr spricht er auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C18%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,18: </a><strong>„Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.“</strong> Und im 2. Korintherbrief bekennt er:</p>
<p><strong>Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,17-18</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Passend und tauglich gemacht für die Herrlichkeit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst in diesem verwandelten Herrlichkeitszustand können wir in den Himmel eingehen, um dort als würdige, dem Bräutigam angemessene Braut die Hochzeit des Lammes zu feiern.</p>
<p>Erst in diesem Herrlichkeitszustand können wir unseren Herrn und König begleiten, wenn Er vor der Welt offenbar wird, um Seine Königsherrschaft anzutreten. An unserer herrlichen Erlösung wird die Schöpfung erkennen, daß jetzt auch die Zeit ihrer Erlösung vom Fluch der Sünde gekommen ist.</p>
<p>Wir sind dann königliche Gehilfen und Mitregenten, heilige Priester, die wahrhaft und offenbar die Herrlichkeit unseres Herrn an uns tragen und vor der Welt ein strahlendes Zeugnis sein werden. Nur in diesem heiligen, vollkommenen Zustand können wir auch Macht ausüben und richten, ohne uns zu versündigen oder uns selbst zu gefährden, wie dies in unserem fleischlichen Zustand leider der Fall ist.</p>
<p>Diese Verwandlung macht uns zu leuchtenden, vollkommen geheiligten Gottesmenschen, die die Liebe, Gnade und Heiligkeit ihres Bräutigams und Erlösers ausstrahlen, wohin sie kommen.</p>
<p>Wir werden ungehinderte, ununterbrochene, glückselige Gemeinschaft mit Christus haben, was uns auf Erden ungeahnte Freuden und Glückseligkeiten verschafft: <strong>„über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,8-9</a>).</p>
<p>Insofern ist es ein in direktes Zeugnis von der Entrückung vor der großen Drangsal, daß wir im Buch der Offenbarung zunächst in Kap. 1 bis 3 die Gemeinden auf der Erde in ihrer Verantwortlichkeit vor Christus sehen, dann aber in den Kapiteln 4 und 5 die verherrlichten Gläubigen, die durch die Entrückung verwandelt und in die Himmelsherrlichkeit eingegangen sind, in Gestalt der 24 Ältesten vor dem Thron Gottes sehen, bevor der Geist Gottes dann in den Kapiteln 6 bis 18 den Blick auf die Gerichte lenkt, die Gott über die Erde und alle, die auf ihr wohnen, verhängt hat.</p>
<p>Die 24 Ältesten symbolisieren nach dem Vorbild der 24 Ältesten der 24 Priesterabteilungen im AT (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Chronik+24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Chronik 24</a>) die Gesamtheit der entrückten und in den Himmel versetzten verherrlichten Gläubigen der Gemeinde. Die Gemeinde wird hier als königliches Priestervolk gesehen, das nun im Himmel den lebendigen Gott und das Lamm anbetet.</p>
<p>Die Ältesten tragen laut <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 4,4</a> weiße Kleider (ein Symbol der zugerechneten Gerechtigkeit in Christus; vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,8</a>) und sie haben goldene Kronen (oder Siegeskränze; gr. <em>stephanos</em>) auf den Häuptern, d.h. sie haben vor dem Richterstuhl des Christus schon ihren Lohn empfangen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+9%2C25%3B+Phil+4%2C1%3B+1Thess+2%2C19%3B+2Tim+2%2C5%3B+4%2C8%3B+Jak+1%2C12%3B+Offb+2%2C10%3B+3%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 9,25; Phil 4,1; 1Thess 2,19; 2Tim 2,5; 4,8; Jak 1,12; Offb 2,10; 3,11</a>).</p>
<p>Daß die 24 Ältesten die Erlösten der Gemeinde darstellen, zeigt ihr Bekenntnis in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+5%2C8-10.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 5,8-10.</a> Besonders deutlich wird dies im überlieferten Text, dem Textus Receptus, in dem die Ältesten von „uns“, von sich selbst als Gegenstand der Erlösung reden (vgl. Schlachter 2000, Luther 1545/1912, King James-Bibel):</p>
<p><strong>Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.</strong></p>
<p>Das stimmt überein mit dem Bekenntnis des Apostels Johannes, der ebenfalls die Gläubigen der Gemeinde repräsentiert, wenn er bekennt:</p>
<p><strong>Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater &#8211; Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+1%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 1,5-6</a>)</strong></p>
<p>Die 24 Ältesten sprechen für die Gesamtheit der Gemeinde, die durch das Blut des Lammes erkauft ist aus allen Völkern und Sprachen. Sie dienen nun Gott priesterlich im himmlischen Allerheiligsten und bringen Räucherwerk dar, während sich die Gerichte über die Erde ausbreiten.</p>
<p>Erst mit unserer Einführung in die Herrlichkeit wird der Ratschluß Gottes erfüllt, der uns zu dieser vollkommenen Gemeinschaft in der Himmelsherrlichkeit auserwählt hat: <strong>„… wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,4</a>).</p>
<p>Dann werden wir den <strong>„Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,18</a>) ganz erkennen und wertschätzen. Dann kommt die Zeit, in der Gott alle Seine Güte uns überströmend zuteil werden läßt, wie es Sein Verlangen ist: <strong>„…</strong> damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,7</a>).</p>
<p>Dann ist die <strong>„Hoffnung der Herrlichkeit“</strong> erfüllt, die wir jetzt schon haben, weil <strong>„Christus in uns“</strong> ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,27</a>). Dann hat sich der Ratschluß Gottes erfüllt: <strong>„damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,14</a>).</p>
<p>Dann ist erfüllt, daß der Vater, der Gott aller Gnade, der uns zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat in Christus Jesus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,10</a>), nun auch durch Christus viele Söhne zur Herrlichkeit führt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,10</a>). Dann ist der Zeitpunkt gekommen, daß wir in Tat und Wahrheit das wunderbare Erbe antreten dürfen, das schon heute für die Glaubenden bereitliegt:</p>
<p><strong>Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,3-4</a>)</strong></p>
<p><strong>Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,24-25</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">3. Der himmlische Bräutigam holt Seine Braut zu sich</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn wir das Kommen des Herrn für Seine Gemeinde studieren, dann wird offenbar, daß es von seinem ganzen Wesen her etwas ganz anderes ist als das Kommen des Herrn für die Welt als Richter und Herrscher. Für die Welt kommt Er zum Gericht, für uns aber kommt Er zum Heil; Er wird <strong>„zum zweitenmal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+9%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 9,27-28</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Der herrliche Bräutigam und Seine Liebe für die Brautgemeinde</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die Gemeinde kommt der Herr als der gnädige Erlöser, als das verherrlichte Haupt des Leibes und besonders als der liebende Bräutigam (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C25-32%3B+2Kor+11%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,25-32; 2Kor 11,2</a>), der die langersehnte Braut zu sich ins himmlische Vaterhaus holt. Die Schrift bezeugt, daß die Gemeinde die heilige Braut des herrlichen Sohnes Gottes ist, der sie herzlich liebt und für sie einen hohen, teuren Brautpreis bezahlt hat:</p>
<p><strong>Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. (…)</strong></p>
<p><strong>»Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C25-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,25-32</a>)</strong></p>
<p>Mit der Entrückung ist die glückselige Zeit gekommen, da der himmlische Bräutigam Seine teuer erworbene Braut in die von Ihm selbst bereiteten herrlichen Gemächer des himmlischen Vaterhauses einführt, wo nun ihr Ruheort sein darf:</p>
<p><strong>Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,1-3</a>)</strong></p>
<p>Einige Ausleger haben diese Äußerung unseres Herrn in Verbindung gebracht mit den damals schon geltenden jüdischen Heiratsgebräuchen, die den Zuhörern des Herrn gut vertraut waren. Nach diesen Gebräuchen erfolgt zuerst die Verlobung des Brautpaares; der Bräutigam reist vom Haus seines Vaters zu dem der Braut; er bezahlt den Brautpreis und schließt damit den Heiratsvertrag, was die Ehe rechtsgültig macht. Dann kehrt er zum Haus seines Vaters zurück und bereitet dort (oft zwölf Monate lang) eine Wohnung (ein spezielles Haus) für die Hochzeit zu.</p>
<p>Wenn der Vater des Bräutigams es gestattet, kommt der Bräutigam dann an einem der Braut unbekannten Tag, um sie zu sich zu holen. Die Braut wartet sehnsüchtig auf diesen Tag und hält eine Öllampe bereit, falls der Bräutigam nachts kommt. Der Bräutigam bringt die Braut zum Haus seines Vaters zurück, um die Ehe zu vollziehen. Danach findet eine Hochzeitsfeier mit Festmahl statt.</p>
<p>Wie auch immer der Bezug zu diesen Bräuchen beurteilt werden mag – er paßt jedenfalls recht gut zu dem, was der Herr den Jüngern mitteilte, und er würde bedeuten, daß der Herr in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 14</a> die Heimholung Seiner Brautgemeinde ankündigte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Jubelnde Freude &#8211; Die Begegnung der Braut mit dem Bräutigam</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Wiederkunft des Herrn Jesus Christus für die Gemeinde geht es also um <strong>„unsere Vereinigung mit ihm“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,1</a>). Wir werden Ihn, den herrlichen König und Bräutigam, <strong>„sehen, wie Er ist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,2</a>). Seine Herrlichkeit deutet der wunderbare <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+45&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 45</a> an:</p>
<p><strong>Mein Herz fließt über mit einem lieblichen Lied. Ich sage: Meine Gedichte sind für den König bestimmt, meine Zunge ist der Griffel eines gewandten Schreibers. Du bist schöner als die Menschenkinder; Gnade ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet auf ewig. Gürte dein Schwert an die Seite, du Held, deine Majestät und deine Pracht! In deiner Pracht fahre siegreich einher für die Sache der Wahrheit, der Sanftmut und Gerechtigkeit, und deine Rechte lehre dich furchterregende Taten!</strong></p>
<p><strong>Deine Pfeile sind scharf, sie unterwerfen dir die Völker; sie dringen ins Herz der Feinde des Königs. Dein Thron, o Gott, bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts! Du liebst die Gerechtigkeit und haßt die Gesetzlosigkeit, darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten. Nach Myrrhe, Aloe und Kassia duften deine Kleider; Saitenspiel erfreut dich aus Palästen von Elfenbein. Königstöchter stehen in deinem Schmuck, die Gemahlin zu deiner Rechten in Gold von Ophir. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+45%2C2-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 45,2-10</a>)</strong></p>
<p>Das wird eine glückselige, überaus herrliche und innige Zeit der Begegnung und Vereinigung von Bräutigam und Braut sein, auf die der Bräutigam schon so lange gewartet hat, und auf den auch die Braut sehnsüchtig warten sollte.</p>
<p><strong>Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,6-9</a>)</strong></p>
<p><strong>… sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,13</a>)</strong></p>
<p>Die jubelnde Freude wird uns in dem Augenblick erfüllen, wenn der Bräutigam sich der Braut in Seiner Herrlichkeit offenbart, das heißt bei Ihrer Entrückung in die Himmelswelt. Doch das dürfen wir uns schon heute immer wieder bewußt machen und darüber nachsinnen.</p>
<p><strong>Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+3%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 3,17-18</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,6</a>)</strong></p>
<p>Die Herrlichkeit des Sohnes Gottes – sie äußert sich zum einen in Seinem göttlichen Lichtglanz, in Seiner Allmacht und Erhabenheit, Seiner unbegrenzten Weisheit und Erkenntnis; Er ist Gott von Wesen, der Abglanz und Ausdruck der unermeßlichen Herrlichkeit des ewigen Vaters; Er ist rein und heilig, vollkommen und gerecht in allem. Er ist der ehrfurchtgebietende Richter, der Herrscher, dem alles dient und zu Willen ist.</p>
<p><strong>Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel [Gott], in ihm alle Fülle wohnen zu lassen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C15-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,15-19</a>)</strong></p>
<p><strong>Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. Und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+1%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 1,3-4</a>)</strong></p>
<p>Sie äußert sich aber auch in der wunderbaren Demut und freiwilligen Hingabe und Selbsterniedrigung, die der Herr um unseretwillen auf sich nahm, in Seiner Sanftmut, Seinem Erbarmen, Seiner grenzenlosen Liebe. Er ist der Sanftmütige und von Herzen Demütige; er ist der barmherzige Hohepriester, der Mitleid mit unseren Schwachheiten hat; Er ist der gute Hirte, der sich ganz hingegeben hat für Seine verirrten Schafe.</p>
<p><strong>Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C5-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,5-11</a>)</strong></p>
<p>All das und noch viel mehr, das wir heute nur unvollkommen und verhüllt sehen, werden wir dann unverhüllt und in strahlendem Lichtglanz an unserem Herrn und Bräutigam wahrnehmen, und wir werden Ihn hingerissen anbeten und uns über Ihn jubelnd freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Himmlische Gemeinschaft mit dem Bräutigam</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die jubelnde Freude, von welcher der Apostel Petrus schreibt, wird uns gewiß nicht verlassen, wenn wir mit dem Christus vor der Welt offenbar werden, aber das ist bei ihm erkennbar nicht der Gedanke. Im Augenblick der Entrückung wird vollendet und erfüllt, was uns der Apostel Paulus von dem Werk des himmlischen Bräutigams für Seine Brautgemeinde berichtet:<strong> „… damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C25-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,25-27</a>).</p>
<p>Darauf folgt eine Zeit der Reinigung und Zubereitung der Braut für die Hochzeit; das steht mit dem Preisgericht des Christus in Verbindung. Die Hochzeit im Himmel erfolgt vor der Wiederkunft des Messias in Macht und Herrlichkeit auf die Erde, wie uns das Buch der Offenbarung im 19. Kapitel bezeugt:</p>
<p><strong>Laßt uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,7-9</a>)</strong></p>
<p>Es ist wahrscheinlich, ja fast sicher, daß es schon im Himmel eine herrliche Hochzeitsfeier geben wird; gewiß werden Bräutigam und Braut die glückselige Vereinigung freudig genießen und feiern, und das nicht nur für eine knapp bemessene Zeit.</p>
<p>Wie seltsam erscheint die Vorstellung, daß all das nur ein kurzes, Augenblicke oder Tage dauerndes Vorspiel für die tausend Jahre Gericht und Regieren auf der Erde sein soll! Gewiß wird sich der liebende Herr eine beträchtliche Zeit lassen, um die Gemeinschaft mit Seiner verherrlichten Braut zu genießen, bevor Er mit ihr in die blutigen Kämpfe des Weltgerichts geht.</p>
<p>Es ist durchaus wahrscheinlich, daß es später auch noch einmal auf der Erde eine Hochzeitsfeier geben wird, wo dann auch die gläubiggewordenen Juden und Heiden, die zum Reich des Messias eingegangen sind, teilhaben werden. Es ist jedenfalls interessant, daß der Herr sich in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 12</a> als Bräutigam darstellt, der von der vollzogenen Hochzeit (mit der Gemeinde im Himmel) aus zu seinen Knechten (den Juden auf der Erde) zurückkommt und erwartet, daß diese ihn wachend erwarten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+12%2C35-38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 12,35-38</a>).</p>
<p>Es ist auch bezeichnend, daß der Herr in dem berühmten Gleichnis von den zehn Jungfrauen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,1-13</a>) offenkundig von der schon vollzogenen Hochzeit mit seiner Braut kommt, um zum danach stattfindenden Hochzeitsmal einzuladen; die zehn Jungfrauen sind jedenfalls nicht die Braut, sondern nur Gäste bei der Hochzeit.</p>
<p>Dazu paßt auch, daß der Herr in einer Gleichnisrede sich selbst als Bräutigam bezeichnet, seine jüdischen Jünger aber nicht als Braut anspricht, sondern als Hochzeitsgäste: <strong>„Können die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+2%2C19%3B+Mt+9%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 2,19; Mt 9,15</a>).</p>
<p>Dasselbe Bild finden wir bei dem berühmten Gleichnis vom König und dem Hochzeitsmahl (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+22%2C2-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 22,2-14</a>). Hier ist von einem Hochzeitsmahl auf Erden die Rede, zu dem offenkundig die Bekehrten aus der Drangsal geladen sind, während viele ungläubige Juden ausgeschlossen bleiben. Jüdische und heidnische Bekehrte werden als Gäste dargestellt; wer aber ist die Braut? Unsere Antwort ist: die Gemeinde, die schon im Himmel die Vereinigung mit dem Bräutigam erlebte und nun mit Ihm auf der Erde ein Hochzeitsfest feiert.</p>
<p>Wie auch immer wie die Einzelheiten deuten wollen – wir können hier nicht dogmatisch sein und müssen manches in der Schwebe lassen – auf jeden Fall bleibt die Wahrheit bestehen: <strong>„Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,9</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2> </h2>
<h2><span style="color: #800000;">4. Der Herr kommt für Seine Knechte</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein oft weniger beachteter Aspekt der Entrückung besteht darin, daß der Herr der Gemeinde nach einer langen Zeit der Abwesenheit kommt, um Seine Knechte und Mägde zu sich zu berufen (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,7-9</a>). Ihr Dienst im Fleisch, in Niedrigkeit und Anfechtung auf der Erde ist nun beendet; sie stehen vor dem Vorrecht, in den höheren Dienst der Herrlichkeit berufen zu werden, in dem sie als Könige und Priester in moralischer Vollkommenheit im Himmel und auf Erden vor Gott stehen und Ihm dienen zu Seiner Verherrlichung.</p>
<p>Bevor dieser Dienst beginnen kann, bevor sie Menschen und Engel richten und Gott im Geist im himmlischen Heiligtum anbeten können, müssen sie erst in einem besonderen Tag der Rechenschaftslegung vor ihrem Herrn Bilanz ihres irdischen Dienstes ziehen.</p>
<p>Dieser oft<strong> „Tag des Herrn Jesus Christus“</strong> genannte Tag der Rechenschaftslegung der Gläubigen ist nicht dasselbe wie die Entrückung, aber er schließt sich unmittelbar daran an und bildet in gewisser Weise einen Vorspann zu dem großen Gerichtstag des Herrn auf der Erde, denn zuerst muß das Haus Gottes gerichtet werden, bevor die Welt gerichtet wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,17</a>).</p>
<p>Dieser Tag der Rechenschaftslegung scheint in der Verborgenheit des Himmels, nach der Entrückung der Gemeinde, stattzufinden. An ihm wird der Herr selbst den Dienst Seiner Knechte beurteilen. An verschiedenen Bibelstellen wird sein Kommen für die Gläubigen mit dieser Stunde der Rechenschaft vor dem Preisgericht in Verbindung gebracht:</p>
<p><strong>Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+4%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 4,5</a>)</strong></p>
<p><strong>Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+22%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 22,12</a>)</strong></p>
<p><strong>Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,8</a>)</strong></p>
<p>Alles, was im Glauben, im Gehorsam, im Geist, in der rechten Haltung zu Seiner Ehre getan wurde, wird mit Lob und Ehre und gewissen Privilegien belohnt werden, die sich auch auf den vor ihnen liegenden Dienst im Reich des Messias beziehen.</p>
<p>Was aber im Fleisch, in Eigenwillen, aus Selbstsucht oder anderen unguten Motiven getan wurde, das wird verbrennen und Tadel hervorrufen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C12-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,12-15</a>). Hierbei geht es nicht um die ewig Errettung oder Verdammnis; vor diesem Preisrichterstuhl werden nur begnadigte und Errettete erscheinen, wenn auch manche Schaden erleiden und <strong>„errettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,15</a>).</p>
<p>Der Herr aber will die Seinen bewahren und durchtragen, damit sie an diesem Tag untadelig sein können und Lob empfangen; dafür haben wir mehrere Verheißungen:</p>
<p><strong>… wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, so daß ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch fest machen wird bis ans Ende, so daß ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,6-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,23</a>)</strong></p>
<p><strong>Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir Freimütigkeit haben, wenn er erscheint, und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,28</a>)</strong></p>
<p><strong>So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat. So wartet auch ihr geduldig; stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe! Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet; siehe, der Richter steht vor der Tür! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,7-9</a>)</strong></p>
<p>Unser Herr hat Seine Jünger, als Er auf der Erde war, auf diesen Gesichtspunkt in zahlreichen Gleichnissen hingewiesen:</p>
<p><strong>Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit? Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.</strong></p>
<p><strong>Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen! und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C44-51&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,44-51</a>)</strong></p>
<p>Diese Gleichnisse sprechen sowohl die Rechenschaft der jüdischen Messiasjünger zur Zeit der Drangsal an als auch die Rechenschaftslegung der Gläubigen der Gemeindezeit; beide sind ihrem Herrn Rechenschaft schuldig; beide werden nach denselben Grundsätzen beurteilt. So finden auch andere bekannte Gleichnisse wie das von den Talenten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C14-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,14-30</a>) auf beide Anwendung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der ESRA-Broschüre <em>Den Herrn erwarten. Die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/den-herrn-erwarten-die-biblische-lehre-von-der-entrueckung-der-gemeinde/"><strong>Hier können Sie das vollständige Dokument herunterladen</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/05/die-herrliche-hoffnung-der-gemeinde-was-die-entrueckung-fuer-uns-kinder-gottes-bedeutet/">Die herrliche Hoffnung der Gemeinde –  was die Entrückung für uns Kinder Gottes bedeutet</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Kommen des Herrn Jesus Christus zur Entrückung der Gemeinde</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/05/das-kommen-des-herrn-jesus-christus-zur-entrueckung-der-gemeinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 08:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=3471</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/05/das-kommen-des-herrn-jesus-christus-zur-entrueckung-der-gemeinde/">Das Kommen des Herrn Jesus Christus zur Entrückung der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C1-3%3B+vgl.+14%2C28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,1-3; vgl. 14,28</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+9%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 9,27-28</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Vorbemerkungen</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben schon gesehen: Bevor der Messias mit der verherrlichten Brautgemeinde als König und Richter auf der Erde offenbar werden kann, muß diese Brautgemeinde zunächst von der Erde in den Himmel heraufgeholt und zubereitet werden. Das ergibt sich notwendigerweise aus den Aussagen des Neuen Testaments. Das Kommen des Herrn Jesus Christus zur Heimholung Seiner Braut muß also auf jeden Fall vor dem Kommen auf die Erde erfolgen, doch es gibt unter gläubigen Christen unterschiedliche Auffassungen darüber, wann diese Entrückung geschehen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Wo finden wir die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde?</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Lehre von der Entrückung der Gemeinde finden wir nicht überall im Neuen Testament gleich ausführlich und deutlich bezeugt. Sie gehört zu den Ratschlüssen Gottes in bezug auf die Gemeinde, die den Jüngern vor Pfingsten noch unverständlich waren und deshalb in den Evangelien nur andeutungsweise geoffenbart wurden, so wie der Herr es den Jüngern erklärte:</p>
<p><strong>Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+16%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 16,12-13</a>)</strong></p>
<p>Deshalb finden wir in den drei ersten Evangelien nur Andeutungen der Entrückung bzw. Gleichnisse, die beide Kommen des Herrn zugleich ansprechen. Im Johannesevangelium, das besonders die Lehren des Herrn aufzeichnet, die für die Gemeinde bedeutsam sind, finden wir die erste klare Verheißung der Entrückung in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C3%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,3: </a><strong>„Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin“</strong>.</p>
<p>In der Apostelgeschichte, die sich vor allem mit der Ausbreitung des Evangeliums in der damaligen Welt befaßt, finden wir nur in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,11</a> eine Andeutung in bezug auf die Entrückung: So wie allein die Jünger den Herrn sahen, wie Er in Wolken aufgenommen wurde in den Himmel, so würden Ihn die Gläubigen wiederkommen sehen.</p>
<p>In den Briefen des NT finden wir die entscheidenden Lehraussagen in bezug auf die Entrückung der Gemeinde. Das ist auch zu erwarten, weil die Gemeinde als Geheimnis in Gottes Ratschlüssen erst dem Apostel Paulus ausführlich geoffenbart wurde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C1-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,1-11</a>). Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß besonders dieser Apostel uns über die Entrückung belehrt.</p>
<p>In dem ausführlichsten Lehrtext über die Entrückung der Gemeinde in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a> zeigt der Apostel, daß der Herr vom Himmel her kommen wird, um die Seinen zu sich in den Himmel zu holen. Das ist verbunden mit der Verwandlung bzw. Auferweckung aller an Christus Gläubigen; dieser Aspekt wird in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23.35-56&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23.35-56</a> ausführlich gelehrt und in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20-21</a> nochmals bestätigt.</p>
<p>Daneben finden sich noch zahlreiche weitere Aussagen über das Kommen des Christus als Herr und Retter für die Seinen (im Gegensatz zum Kommen als König für die Welt). Wichtige Aussagen z.B. in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C10%2C+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,10, </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C7+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,7 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,13</a> zeigen, daß die Gläubigen von Paulus (und damit vom Herrn selbst) gelehrt wurden, das Kommen und die Offenbarung des Christus jederzeit und beständig zu erwarten.</p>
<p>Eine ganze Reihe von Aussagen stellt den Gläubigen das Kommen des Herrn als Richter der Seinen vor Augen und spielt dabei auf das mit der Entrückung verbundene Preisgericht des Herrn über die Gläubigen an (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C44-51%3B+1Kor+1%2C6-9%3B+4%2C5%3B+1Thess+2%2C19%3B+3%2C13%3B+5%2C23%3B+Jak+5%2C7-9%3B+Offb+22%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,44-51; 1Kor 1,6-9; 4,5; 1Thess 2,19; 3,13; 5,23; Jak 5,7-9; Offb 22,12</a>). Im 2. Thessalonicherbrief zeigt der Apostel den Gläubigen den Unterschied zwischen dem Kommen des Herrn zum Gericht („Tag des Christus“ = Tag des Herrn) und dem Kommen des Herrn zur Vereinigung der Seinen mit Ihm (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,1</a>) – ein Schlüsseltext, der uns noch beschäftigen wird.</p>
<p>Auch die übrigen Briefe des NT geben Zeugnis von der Entrückung, wenn auch teilweise indirekt. Im Hebräerbrief (den ich zu den Paulusbriefen zähle) finden wir eine klare Verheißung über die Wiederkunft des Herrn für die Seinen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+9%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 9,28</a>; weitere, auch auf die Entrückung bezogene Aussagen finden sich in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C35-37.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,35-37.</a></p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,7-9</a> wird das geduldige, beständige Erwarten der Wiederkunft des Herrn betont. Der Apostel Petrus erwähnt mehrfach die Hoffnung der Gläubigen auf die Offenbarung des Herrn in der Entrückung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C3-9.13%3B+4%2C13%3B+5%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,3-9.13; 4,13; 5,4</a>). Ganz wichtig ist das Zeugnis des Apostels Johannes in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,28</a> – 3,3, wo die Verantwortung der Gläubigen zu einem heiligen Wandel betont wird. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C21.24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,21.24</a> wird ebenfalls auf die Entrückung angespielt.</p>
<p>Das Buch der Offenbarung erwähnt die Entrückung der Gemeinde nicht ausdrücklich, denn es ist ein Buch des Gerichts, das die Gemeinden auf der Erde in erster Linie im Hinblick auf die Verantwortung vor Gott sieht.</p>
<p>Dennoch finden sich deutliche Hinweise auf die Entrückung in der Betonung des baldigen, plötzlichen Kommens des Herrn (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 1</a>,8*; 3,11; 4,8*; 22,7.12.20), in der ermutigenden Botschaft des Herrn an Philadelphia (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,10-11</a>), sowie in den 24 Ältesten in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+4+und+5%2C&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 4 und 5,</a> die bezeugen, daß die verherrlichte Gemeinde, die sie symbolisch repräsentieren, im Himmel ist, bevor die Gerichte Gottes die große Drangsal auf der Erde einleiten. Die Hochzeit des Lammes in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C7-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,7-9</a> setzt die zuvor geschehene Entrückung samt Preisgericht voraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die Schrift selbst unterscheidet zwischen der Entrückung und der Wiederkunft für die Welt</span></h3>
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<p>Das Kommen des Christus zur Entrückung ist inhaltlich klar von dem Kommen als König unterschieden, das beweisen die entsprechenden Schriftstellen. Wann immer von der Entrückung die Rede ist, wird uns die Vollendung des Heils für die Gläubigen der Gemeinde vor Augen gestellt; wenn von dem Kommen als König die Rede ist, wird von der Errettung Israels, vom Gericht über die Heidenvölker und von der Aufrichtung des Königreiches auf der Erde gesprochen.</p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.Thessalonicher+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2.Thessalonicher 2</a> wird das Kommen des Christus für Seine Gemeinde ausdrücklich vom Kommen des Herrn als Richter unterschieden, wenn man diesen Schriftabschnitt sorgfältig und zusammenhängend auslegt. Zunächst wird vom Kommen in Macht gesprochen, von der <strong>„Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,7</a>), die in Zusammenhang steht mit dem Gericht und der Vergeltung sowie dem Reich Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,5-6</a>); es wird gezeigt, daß dieses schreckliche Kommen in Gericht und Feuer über die Gottlosen die Gemeinde nicht trifft, die dann bereits Ruhe genießt und zusammen mit dem Herrn auf der Erde bewundert wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,10</a>).</p>
<p>Dann zeigt der Apostel, daß die Thessalonicher im Irrtum waren, als sie von falschen Lehrern die Botschaft annahmen, dieser schreckliche Gerichtstag des Christus sei schon angebrochen und sie hätten <strong>„die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus“</strong> und <strong>„unsere Vereinigung mit ihm“</strong> nicht erleben dürfen, sondern seien den Zorngerichten des Tages des HERRN ausgesetzt (was die Schwere ihrer Verfolgungen nahezulegen schien).</p>
<p>Dieser schreckliche Gerichtstag des Herrn, der hier laut Textus Receptus völlig zu recht als <strong>„Tag des Christus“</strong> bezeichnet wird, weil ja Christus der HERR als König und Richter ist, konnte noch gar nicht gekommen sein; dieser Tag war nämlich im Gegensatz zur Entrückung von bestimmten geschichtlichen Ereignissen abhängig.</p>
<p>Die Vereinigung der Gemeinde mit Christus mußte zuvor geschehen sein, da sie ja mit Christus als Richter offenbar werden würden; das Kommen als Richter aber war erst möglich, nachdem der, welcher jetzt zurückhält, nämlich die Gemeinde, aus dem Weg war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,7-8</a>). Dann würde zunächst der Abfall der christuslosen Namenschristenheit kommen, und es würde der Antichristus offenbart werden, der Mensch der Sünde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-4</a>).</p>
<p>Erst auf dem schaurigen Höhepunkt seiner Anmaßung würde dann der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit kommen und diesen Gesetzlosen töten:</p>
<p><strong>Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muß der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,7-8</a>)</strong></p>
<p>An diesem ernsten Gerichtstag des Herrn hat die Gemeinde keinen Anteil, das hatte der Apostel den Thessalonichern ja schon in seinem ersten Brief geschrieben:</p>
<p><strong>Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9-10</a>)</strong></p>
<p>Deshalb betont er in seinem zweiten Brief noch einmal, daß die Gläubigen nicht in die Gerichte kommen, die anläßlich der antichristlichen Drangsal auftreten:</p>
<p><strong>Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt. So steht denn nun fest, ihr Brüder, und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns. Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und unser Gott und Vater, der uns geliebt hat und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung gegeben hat durch Gnade, er tröste eure Herzen und stärke euch in jedem guten Wort und Werk! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C13-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,13-17</a>)</strong></p>
<p>Die Hoffnung, von der Paulus spricht, ist eben die Entrückung vor der großen Drangsal. Auf sie bezieht er sich auch noch einmal in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C5%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,5:</a> „Der Herr aber lenke eure Herzen zu der Liebe zu Gott und zum standhaften Ausharren auf Christus!“ (eigene Übersetzung). Sie sollten standhaft den wiederkommenden Herrn erwarten, anstatt sich durch Sorgen und falsche Lehren verwirren zu lassen. Diesen Ratschlag sollten auch wir heute beherzigen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die Entrückung als Hoffnung der Gemeinde: 1. Thessalonicher 4</span></h2>
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<p>Der schon oben angeführte Abschnitt aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 4</a> enthält die ausführlichste Lehre über die Entrückung der Gemeinde im NT; wir wollen ihn uns noch einmal vor Augen führen und genauer erklären.</p>
<p><strong>13  Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.   14  Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.   15  Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen;   16  denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.   17  Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.   18  So tröstet nun einander mit diesen Worten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Verwirrung über die Hoffnung der Gläubigen</span></h3>
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<p>Der Apostel hatte die Thessalonicher schon während seines kurzen Aufenthalts in der Stadt über diese Fragen belehrt; sie erwarteten das jederzeitige Kommen ihres Herrn aus dem Himmel (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9</a>), aber sie waren offenkundig noch nicht zu einem klaren Verständnis in dieser Frage gekommen.</p>
<p>Einige Gläubige aus Thessalonich, das zeigt Vers 13, hatten Sorge, daß ihre Glaubensgeschwister, die in der Zwischenzeit gestorben waren, an der Entrückung keinen Anteil haben könnten und deshalb einen schlimmen Verlust erlitten hätten. Offenkundig hatte der Apostel ihnen so eindrücklich ans Herz gelegt, den Herrn jederzeit zu erwarten, daß sie mit der Möglichkeit eines Abscheidens von Gläubigen vor diesem Ereignis gar nicht rechneten. Heute ist es bei vielen Gläubigen leider umgekehrt …</p>
<p>An der ausführlichen Antwort des Apostels sehen wir, wie wichtig es unserem Gott und Herrn ist, daß wir eine gewisse und feste Hoffnung haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C1-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,1-11</a>). Ohne diese Hoffnung sind wir in Gefahr, verwirrt und mutlos zu werden. Deshalb versucht der Satan auch immer wieder, auf verschiedene Weise uns diese Hoffnung zu rauben oder zu verdunkeln.</p>
<p>Die Hoffnung der jungen Gläubigen in Thessalonich war der wiederkommende Herr und die Aussicht, bei Ihm sein zu dürfen. Die Frage nach dem Geschick ihrer verstorbenen Mitgläubigen verunsicherte sie in ihrer lebendigen Hoffnung, und Gott tut alles, um sie in ihrer Hoffnung neu zu bestärken.</p>
<p>Deshalb zeigt ihnen der Apostel Paulus in Vers 14: So sicher, wie der Glaube an dem Kreuzestod und die Auferstehung des Herrn war, so sicher durften sie auch glauben, daß die verstorbenen Gläubigen nicht im Paradies blieben, wenn der Herr aus dem Himmel kommen würde, um die lebenden Gläubigen zu sich zu holen. Vielleicht hatten manche die Sorge, diese Verstorbenen könnten erst nach dem messianischen Reich auferweckt werden.</p>
<p>Der Apostel offenbart den Thessalonichern nun, daß der wiederkommende Herr bei der Entrückung der Gemeinde die Seelen der Entschlafenen mit sich bringen wird, damit auch sie auferstehen und ihren Herrlichkeitsleib empfangen können.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die Auferweckung der Entschlafenen und die Entrückung der Gemeinde</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Apostel gibt ihnen dann in Vers 15-17 eine ausdrückliche Offenbarung des erhöhten Herrn weiter. Bevor die lebenden Gläubigen entrückt würden, würden zuerst die verstorbenen Gläubigen (<strong>„die Entschlafenen“</strong>) auferweckt werden. Die Formulierung in V. 15: <strong>„Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben“</strong> beweist, daß der Apostel die Hoffnung hatte, zusammen mit den Thessalonichern im 1. Jahrhundert die Entrückung und Verwandlung persönlich zu erleben.</p>
<p>Im 1. Thessalonicherbrief geht der Apostel nicht ausdrücklich darauf ein, daß diese Auferweckung in der Weise geschieht, daß die Gläubigen einen neuen Herrlichkeitsleib bekommen. Er erwähnt auch nicht ausdrücklich, daß auch die Lebenden verwandelt und mit demselben Herrlichkeitsleib überkleidet werden müssen, wenn sie dem Herrn begegnen sollen.</p>
<p>Das hatte er die Thessalonicher sicherlich bereits gelehrt, und es war für alle Gläubigen gewiß selbstverständlich, denn die Bibel bezeugt immer wieder, daß wir in unserem sündigen Leib nicht Gottes Herrlichkeit schauen und auch nicht in den Himmel kommen können. Die genaue Lehre darüber vermittelt uns der 1. Korintherbrief:</p>
<p>So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib.</p>
<p><strong>So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist. Aber nicht das Geistliche ist das erste, sondern das Natürliche, danach [kommt] das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.</strong></p>
<p><strong>Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C42-51&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,42-51</a>)</strong></p>
<p>Auch hier sehen wir wieder: der Apostel hatte die Hoffnung, daß er selbst diese Verwandlung noch erleben könnte: „und wir werden verwandelt werden“. Daß diese Verwandlung beim Kommen des Herrn zur Entrückung erfolgt, wird uns durch den Philipperbrief bestätigt:</p>
<p><strong>Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20-21</a>)</strong></p>
<p>Erst diese drei Bibelstellen zusammengenommen ergeben ein klares Bild von dem, was bei der Entrückung geschieht. Das ist typisch für die Art und Weise, wie wir in der Bibel Lehre vermittelt bekommen; im Regelfall ist es nötig, mehrere an unterschiedlicher Stelle gefundene biblische Aussagen zusammenzustellen und miteinander zu vergleichen, die sich gegenseitig ergänzen und erklären. Wenn wir nicht so vorgehen, dann kommen wir zu falschen, einseitigen Schlußfolgerungen.</p>
<p>Die hier gegebene neue Offenbarung zeigt uns, wie wichtig es unserem Gott ist, bei der Entrückung die vollständige Brautgemeinde versammelt zu haben. Wenn der Bräutigam kommt, um die Braut zu sich zu holen, dann darf kein Glied dieses wunderbaren Leibes des Christus fehlen, dann muß die gesamte Brautgemeinde vollständig, vollkommen gemacht und völlig einsgemacht vor Gott und vor ihrem Bräutigam erscheinen, und zwar in der himmlischen Herrlichkeit, die sie alleine für ihren Bräutigam und ihren zukünftigen Wohnort, den Himmel, passend macht.</p>
<p>Dann ist die wunderbare Bitte des Herrn Jesus für die Seinen wahrhaft erfüllt und Wirklichkeit geworden, die doch hier auf Erden aufgrund der Schwachheit unseres Fleisches nie erfüllt werden konnte:</p>
<p><strong>Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+17%2C20-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 17,20-24</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Das himmlische Signal für die Entrückung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Entrückung geschieht <strong>„zur Zeit der letzten Posaune“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C52&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,52</a>), und das wird ausgeführt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C16%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,16: </a><strong>„denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen“</strong>. Der Zeitpunkt der Entrückung ist hier nicht von irgendwelchen äußeren Ereignissen abhängig gemacht, sondern allein von dem Befehl Gottes bzw. unseres Herrn Jesus Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,28</a>).</p>
<p>Hier wird ein lauter Befehlsruf beschrieben, der wohl den schlafenden Gläubigen gilt und ihre Auferweckung signalisiert. Er wird begleitet von der Stimme des Erzengels; dabei mag es sich um einen Aufruf an die Engel handeln oder um einen Triumphruf, das können wir nicht sagen. Ebenso ist nicht klar, ob es sich um den Erzengel Michael handelt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,9</a>), oder ob es auch andere, uns unbekannte Erzengel (= oberste Engel) gibt.</p>
<p>Außerdem ertönt in diesem erhabenen Augenblick auch der Schall einer <strong>„Posaune Gottes“</strong>. Hier meinen manche Ausleger, der Apostel Paulus würde sich auf die „siebte Posaune“ aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+10%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 10,7</a> beziehen, und begründen damit ihre Lehre, die Gemeinde werde am Ende oder in der Mitte der großen Trübsal entrückt. Doch diese Deutung ist problematisch und fragwürdig. Die Schrift kennt sehr viele Posaunensignale; die Posaune war ein oft verwendetes Signalinstrument auf Erden (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+23%2C24%3B+1Sam+13%2C3%3B+2Sam+2%2C28%3B+Jer+4%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 23,24; 1Sam 13,3; 2Sam 2,28; Jer 4,5</a>), und es gibt auch verschiedene himmlische Posaunen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Sach+9%2C14%3B+Mt+24%2C31%3B+Offb+8%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sach 9,14; Mt 24,31; Offb 8,2</a>).</p>
<p>Der Apostel Paulus schrieb an seine Leser, um verstanden zu werden, und diese „letzte Posaune“ aus der Offenbarung war damals ja nicht geoffenbart. Es ist viel naheliegender, an die „letzte Posaune“ aus dem römischen Heereswesen zu denken, das ja Paulus wie auch seinen Lesern gut vertraut war; diese letzte Posaune war das Signal, daß das Heer aus seinem Lager aufbrach. In der Offenbarung haben wir Posaunen, die von Engeln geblasen werden, hier die Posaune Gottes – das ist gewiß ein Unterschied, der beachtet werden sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die Hinwegnahme der Gläubigen in den Himmel</span></h3>
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<p>Wenn dieses Signal erfolgt, wird der Herr Jesus Christus aus dem dritten, höchsten Himmel, wo Er thront, herabkommen in den Lufthimmel; es steht nirgends, daß Er zu diesem Zeitpunkt auf die Erde kommen würde, wie dies bei Seinem späteren Kommen in Macht für die Welt der Fall sein wird. Dann werden die auferweckten und die verwandelten Gläubigen gemeinsam <strong>„entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft“</strong>.</p>
<p>Das hier verwendete Wort <em>harpazò</em> bedeutet „entrücken, rasch ergreifen, an sich reißen, hinwegreißen, plötzlich wegnehmen, entführen“; es kommt vor in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+11%2C12%3B+13%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 11,12; 13,19</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C15%3B+10%2C12.28.29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,15; 10,12.28.29</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+8%2C39%3B+23%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 8,39; 23,10</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C2.4%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,2.4; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,17</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C23%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,23; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,5.</a> Wie man sieht, wird das Wort „hinwegreißen“ auch im negativen Sinn verwendet; aufschlußreiche geistlich verwandte Vorkommen sind die Entrückung des Philippus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+8%2C39%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 8,39,</a> die Entrückung des Apostels Paulus in den dritten Himmel in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C2.4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,2.4</a> sowie die Entrückung des männlichen Kindes in dem Gesicht von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,5.</a></p>
<p>Der Herr, der sich den verwandelten Gläubigen vom Lufthimmel her offenbaren wird, so daß sie Ihn erstmals sehen können in Seiner himmlischen Herrlichkeit und Schönheit, wird sie sogleich zu sich ziehen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,32</a>), Er wird sie in einem Nu herausreißen aus dieser bösen, feindlichen Welt, und sie in Wolken mit sich führen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,9-11</a>). Das wird das<strong> „Hinversammeltwerden zu Ihm“</strong>, die <strong>„Vereinigung mit Ihm“</strong> (gr. <em>epi-syn-agogè</em>) sein, von der <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,1</a> spricht. Es geschieht in der Luft, d.h. im untersten, natürlichen Lufthimmel, und führt in den obersten, dritten Himmel, wo das Vaterhaus für sie bereitet ist.</p>
<p>Das wird die Erfüllung jener wunderbaren Verheißung sein, die der Herr den Jüngern vor Seinem Opfertod gab:</p>
<p><strong>Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,2-3</a>)</strong></p>
<p>Dort, in der Himmelsherrlichkeit, wird die Gemeinde die glückselige Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn genießen; dort wird sie das Preisgericht des Christus erleben und die Hochzeit des Lammes. Ihre Heimat war schon immer im Himmel; nun ist sie ihrer Fremdlingsschaft auf Erden entronnen und ans Ziel der Herrlichkeit gelangt. Sie selbst ist verherrlicht und ihrem Bräutigam gleichgestaltet; sie hat sich zubereitet für die Hochzeit und darf sie dann erleben, bevor sie mit dem Bräutigam wieder auf die Erde zurückkehrt, um Ihm zur Seite zu sein, wenn Er das Gericht ausübt und Sein Königtum antritt.</p>
<p>Die Entrückung ist die besondere Hoffnung der Gemeinde. Wir finden sie nicht in den Propheten und anderen Schriften des AT; das ist klar, weil diese besondere Hoffnung für sie ebenso verborgen war wie die Existenz der Gemeinde an sich (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C1-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,1-11</a>).</p>
<p>Wir finden sie auch nicht in den synoptischen Evangelien; diese reden von der Hoffnung der gottesfürchtigen Israeliten, des messiasgläubigen Überrests der Juden, zu dem ja die Jünger auch gehörten, und das ist die Wiederkunft des Christus in Macht und Herrlichkeit zum Gericht. Wir finden sie aber im Johannesevangelium, das in besonderer Weise diejenigen Lehren des Herrn betont, die auch auf die Gemeinde Bezug haben. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 14</a> verheißt der Herr den Seinen, daß Er sie in den Himmel holen wird – eine klare Aussage über die Entrückung. Auf die Entrückung bezieht sich vermutlich auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C32.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,32.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4> </h4>
<h2><span style="color: #800000;">2. Wer wird bei der Entrückung in den Himmel geführt?</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zunächst müssen wir die ganz grundlegende Frage beantworten: Wem gilt eigentlich die Verheißung der Entrückung? Wen wird der Herr dann auferwecken bzw. verwandeln und in die Himmelsherrlichkeit bringen? Nun, in der Schlüsselstelle <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+4%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 4,13-18</a> werden alle diejenigen angesprochen, die <strong>„glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist“</strong> (V. 14). In der anderen Schlüsselstelle <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23</a> wird in bezug auf die mit der Entrückung eng verbundene Auferstehung gesagt:<strong> „danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft“</strong>. Daraus und aus den vielen anderen Bibelstellen, die von der Entrückung zumindest indirekt Zeugnis ablegen, können wir einige Grundsätze entnehmen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>1. Nicht die Namenschristen werden entrückt, sondern nur die Wiedergeborenen</strong></em></p>
<p>Die Verheißung der Entrückung gilt nur den wahren Kindern Gottes, die echten, rettenden Glauben haben; sie gilt nicht den zahllosen Scheingläubigen, welche nie eine Bekehrung und Neugeburt aus dem Geist erlebt haben. Alle diese unechten Christen, die nur eine äußeren Schein von Gottesfurcht haben, deren Kraft aber verleugnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,5</a>), werden auf der Erde zurückbleiben, und über ihnen werden sich die Gewitterwolken des Zornes Gottes zusammenziehen. Wie ernst wird es für diejenigen werden, die das rettende Evangelium genau gekannt haben, aber ihm nicht Glauben und Gehorsam schenken wollten! Auf sie wartet das verzehrende Feuer des kommenden Richters (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,7-10</a>)!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>2. Alle wahren Gläubigen werde entrückt, nicht nur eine Auswahl</strong></em></p>
<p>Die Verheißung der Entrückung gilt allen wahren Kindern Gottes, nicht nur einer Auswahl von besonders treuen Gläubigen. Die Lehre von der „Auswahlentrückung“ und einer besonderen „Heraus-Auferstehung“ besonders geheiligter Christen ist unbiblisch und gehört zu den falschen Lehren des Schwärmertums, der Mystik, der falschen Heiligungsbewegung und gewisser Pfingstler.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>3. Die Entrückung betrifft nur die Gemeinde Gottes; die alttestamentlichen Gläubigen haben eine andere Hoffnung</strong></em></p>
<p>Der dritte Punkt wird von den Auslegern unterschiedlich gesehen, und die Aussagen der Schrift sind hier schwer zu deuten. Aber nach meiner Erkenntnis gilt die Entrückung und Auferstehung zunächst nur den Gläubigen der Gemeindezeit. Die Gemeinde des Christus wird vollendet und als Braut in den Himmel gerückt, um an der Hochzeit des Lammes teilzuhaben.</p>
<p>Die gottesfürchtigen, aus Glauben geretteten Israeliten aus der Heilszeit des Gesetzes haben ebenfalls die Verheißung einer Auferstehung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+26%2C19%3B+Hes+37%2C12-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 26,19; Hes 37,12-14</a>), doch wird sie laut <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+12%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 12,13</a> dann stattfinden, wenn der Messias die schreckliche Drangsal Jakobs mit Seinem Kommen auf die Erde beendet. Dann werden sie zunächst, wenn man die wenigen Andeutungen deuten möchte, wahrscheinlich dem Messias in Seinem irdischen Reich dienen, zugleich aber auch Anteil haben am himmlischen Jerusalem (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+11%2C16%3B+Offb+21%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 11,16; Offb 21,12</a>).</p>
<p>Aufgrund des allgemeinen Charakters der Formulierungen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 15</a> kann man sagen, daß diese Auferstehung der jüdischen Gerechten ebenfalls in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23</a> mit eingeschlossen ist, weil auch sie durch ihren Glauben <strong>„Christus angehören“</strong>; alle Auferstandenen, die vor Anbruch des Tausendjährigen Reiches auferweckt werden (auch die jüdischen und heidnischen Märtyrer aus der Drangsalszeit) haben Anteil an der <strong>„ersten Auferstehung“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+20%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 20,6</a>), auch wenn sie nicht auf dieselbe Weise wie die Gemeinde in den Himmel entrückt werden.</p>
<p>Grundsätzlich müssen wir betonen, daß zwar die Schrift selbst ganz allgemein von zwei Arten der Auferstehung spricht (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 12,2</a>): von der Auferstehung des Lebens bzw. der Gerechten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+14%2C14%3B+Apg+24%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 14,14; Apg 24,15</a>) und der Auferstehung zum Gericht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,29</a>) bzw. der Ungerechten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+24%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 24,15</a>), daß aber die Auferstehung des Lebens in verschiedenen Abschnitten erfolgt, bei denen unterschiedliche Gruppen von Gläubigen auferweckt werden (<strong>„ein jeder aber in seiner Ordnung“</strong>, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,23</a>): zuerst die Gläubigen in Christus (1Kor 1523.42-56), dann die gläubigen Israeliten beim Kommen des Messias in Macht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 12,2</a>), dann die Märtyrer der Drangsalszeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+20%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 20,4</a>). Wann die Gerechten aus den Zeiten vor dem Gesetz wie etwa Hiob oder Methusalah auferweckt werden, ist nicht eindeutig festzustellen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Was zwischen der Entrückung und dem Kommen des Königs auf die Erde alles geschehen muß</span></h2>
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<p>Folgendes wird meines Erachtens bei bzw. nach der Entrückung der Gemeinde geschehen müssen, bevor die Gemeinde dann verherrlicht mit Christus auf der Erde offenbar wird:</p>
<p>1. Die Gläubigen müssen im Moment der Entrückung aus den Toten auferweckt werden und einen unsterblichen Herrlichkeitsleib bekommen, der dem des Christus gleichgestaltet ist, damit alles Verwesliche und Sündhafte von ihnen weggenommen ist und sie vervollkommnet und verherrlicht sind, denn nur so können sie Christus sehen und Ihm auch im Gericht auf Erden dienen. Das geschieht in einem Augenblick (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C51-52%3B+1Thess+4%2C15-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,51-52; 1Thess 4,15-17</a>).</p>
<p>2. Die Gläubigen müssen im Himmel zuerst selbst das Gericht an sich selbst erfahren haben in Form des Preisrichterstuhles des Christus, bevor sie andere richten dürfen (vgl. den Grundsatz in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,17</a>). Dieses Gericht bedeutet eine Beurteilung der Werke und das Verbrennen der untauglichen Werke; es ist aber kein Zorngericht, sondern die notwendige Aufarbeitung alles Wirkens auf der Erde, die notwendige Zubereitung und Läuterung für den nun folgenden vollkommenen Dienst für den Herrn (vgl. dazu u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+14%2C9-12%3B+1Kor+3%2C9-15%3B+1Kor+4%2C2-5%3B+1Kor+9%2C24-25%3B+2Kor+5%2C10-11%3B+2Tim+4%2C8%3B+Hebr+4%2C13%3B+1Pt+1%2C20%3B+5%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 14,9-12; 1Kor 3,9-15; 1Kor 4,2-5; 1Kor 9,24-25; 2Kor 5,10-11; 2Tim 4,8; Hebr 4,13; 1Pt 1,20; 5,4</a>). Dieses Preisgericht am<strong> „Tag des Christus“</strong> erfolgt vermutlich nach den eigenen Zeitmaßstäben des Himmels, aber es könnte einige irdische Zeit in Anspruch nehmen.</p>
<p>3. Die Hochzeit des Lammes, d.h. das Fest der glückseligen Vereinigung des Herrn Jesus, des himmlischen Bräutigams, mit Seiner teuer erworbenen Braut, muß m.E. geschehen sein, denn in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 19</a> wird dieses herrliche Ereignis vor dem Gerichtszug des Messias auf der Erde mit seinen Heiligen erwähnt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+19%2C7-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 19,7-16</a>). Es ist anzunehmen, daß dieses Fest wie auch die Einführung der Brautgemeinde in das Vaterhaus und die Himmelsherrlichkeit einige irdische Zeit lang währen wird. Dazu kommt möglicherweise auch eine Unterweisung der verherrlichten Gläubigen in bezug auf ihre künftigen Aufgaben im Dienst des Messias auf der Erde.</p>
<p>Daraus ergibt sich schon einmal ziemlich überzeugend, daß eine ganz kurze Zeitspanne zwischen Entrückung und dem Kommen als König, wie sie die Vertreter der „Trübsalsentrückung“ voraussetzen, nicht genügt, um die in der Schrift geoffenbarten Schritte der Zubereitung der Brautgemeinde auf ihre neue Rolle möglich zu machen.</p>
<p>Nach der Lehre der Entrückung vor der Trübsal müssen mindestens sieben Jahre zwischen der Entrückung und dem Kommen des Messias als König und Richter verstreichen (die siebzigste Jahrwoche des Propheten Daniel; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+9%2C24-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 9,24-27</a>); es könnte aber auch eine um einiges größere Zeitspanne sein, denn es wird uns nirgends gesagt, wie lange solche Vorgänge wie der Abfall der Namenschristenheit und das Offenbarwerden des Antichristen dauern werden.</p>
<p>Auf der Erde muß jedenfalls nach der Entrückung der Gemeinde, die (zusammen mit dem in ihr wohnenden Heiligen Geist) dasjenige darstellt, was jetzt noch zurückhält (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,6-7</a>), einerseits der komplette Abkehr der Namenschristenheit von Christus geschehen, andererseits das Offenbarwerden des persönlichen Antichristen, des frechen Königs und verführerischen Pseudo-Messias, der sich als Retter der Welt aufspielen wird.</p>
<p>Die Entrückung der Gemeinde von der Erde bedeutet, daß den Menschen auf der Erde das Licht und Salz weggenommen ist, die fürbittende heilige Priesterschaft (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5%3B+1Tim+2%2C1-4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5; 1Tim 2,1-4</a>). Nun wird sich das Böse ungehemmt und mit großer Macht entfalten, zumal dann irgendwann auch der Satan mit seinen Dämonen auf die Erde geworfen wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C7-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,7-12</a>). In einem Sinn ist daher die Entrückung der Auftakt für den „Tag des HERRN“, das Signal für die Entfaltung der göttlichen Gerichte, die im Buch der Offenbarung geschrieben stehen.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der ESRA-Broschüre <em>Den Herrn erwarten. Die biblische Lehre von der Entrückung der Gemeinde</em>.</p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/den-herrn-erwarten-die-biblische-lehre-von-der-entrueckung-der-gemeinde/"><strong>Hier können Sie das vollständige Dokument herunterladen</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/05/das-kommen-des-herrn-jesus-christus-zur-entrueckung-der-gemeinde/">Das Kommen des Herrn Jesus Christus zur Entrückung der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Für den überlieferten Glauben kämpfen. Eine Auslegung von Judas 1,3-4</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/fuer-den-ueberlieferten-glauben-kaempfen-eine-auslegung-von-judas-13-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2017 07:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2918</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong> </strong></h1>
<div><strong>Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.</strong></div>
<p> <br />
 <br />
Der Briefeinleitung folgt sogleich die Kernaussage des Briefes, eine eindringliche Warnung und Ermahnung, angesichts des verderblichen Wirkens von Verführern in den Gemeinden entschlossen für das christliche Glaubensgut zu kämpfen. Diese Ermahnung ist von liebevoller Besorgnis des Schreibers um die Briefempfänger geprägt, die er in ernster geistlicher Gefahr sieht.<br />
 <br />
Der Geist Gottes zeigt sehr klar, daß angesichts der Bedrohung durch eingeschlichene Verführer sehr viel für die Gläubigen auf dem Spiel steht. Sie können den verderblichen Einfluß der Verführer nicht ignorieren oder durch entgegenkommende Zugeständnisse abmildern. Sie sind herausgefordert, zu kämpfen, sich mit ganzer Kraft und Entschlossenheit für den infrage gestellten überlieferten Glauben einzusetzen, ihn zu verteidigen und dabei den Verführern keinen Moment nachzugeben, so wie wir es auch am Vorbild des Apostels Paulus sehen, das einen direkten Bezug zu unseren Versen hat:<br />
 <br />
<em>Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich hereingedrängt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen könnten &#8211; denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, daß wir uns ihnen unterworfen hätten, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,4-5</a>)</em><br />
 <br />
 <br />
<strong><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3%C2%A0%C2%A0&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3  </a>          Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist<sup>1</sup>, euch von dem gemeinsamen Heil<sup>2</sup> zu schreiben, hielt ich es für notwendig<sup>3</sup>, euch mit der Ermahnung<sup>4</sup> zu schreiben, daß ihr entschieden für den Glauben<sup>5</sup> kämpft<sup>6</sup>, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist<sup>7</sup>.</strong><br />
 <br />
1  <em>pasan spoudèn poioumenos</em> = da ich allen Eifer darauf verwende / als ich mich mit allem Fleiß daranmachte (Jantzen) / da es mir ein großes Anliegen ist<br />
2  <em>koinès sòterias</em> = von dem gemeinsamen / gemeinschaftlichen Heil / Errettung<br />
3  <em>anankèn eschon</em> = w. hatte / erhielt ich die Notwendigkeit = hielt ich es für eine Notwendigkeit / sah ich mich genötigt / fühlte ich mich gedrungen<br />
4  <em>parakaleò</em> Part = w. euch zu schreiben, indem ich euch ermahne<br />
5  <em>tè pistei</em> = für den Glauben (das Glaubensgut, die Glaubenslehre)<br />
6  <em>ep-agònizomai</em> = gründlich / entschieden / mit Ernst zu kämpfen / ringen (<em>agònizomai</em> = im Wettkampf oder kriegerisch kämpfen), und zwar beständig (Präsensform)<br />
7  <em>hapax para-dotheisè</em> = für den einmal / ein für allemal überlieferten /übergebenen / hinterlassenen Glauben<br />
 <br />
<strong>V. 3:</strong> Judas berichtet zunächst, wie es zu dem unerwarteten und ernsten Warnbrief gekommen ist, den er seinen geliebten Brüdern und Schwestern schreibt. Er stand wohl mit ihnen schon länger in Verbindung, kannte sie wohl auch persönlich durch Besuche. Vielleicht kannten sie ihn eher als Verkündiger des Evangeliums; zumindest schien er damit zu rechnen, daß sie über den Inhalt des Briefes verwundert waren.<br />
 <br />
Er bezeugt ihnen, daß er mir Eifer sich darangemacht hatte, einen Brief über ein ganz anderes Thema zu schreiben, als der Herr ihn bewegte, den vorliegenden Brief zu verfassen. Er wollte von dem „gemeinsamen Heil“ schreiben, von der wunderbaren Errettung, die alle Gläubigen in Christus, Juden wie Heiden, empfangen haben. Das ist ein schönes, auferbauendes Thema, mit dem wir uns immer wieder befassen sollten und das unseren Glauben stärkt und vertieft. Doch für den Augenblick, so verstehe ich das mit vielen Auslegern, sah sich Judas genötigt, dieses Thema zurückzustellen und über einen weitaus weniger erbaulichen Gegenstand zu schreiben.<br />
 <br />
Es ist zu vermuten, daß Judas aus den betroffenen Gemeinden Nachricht von dem Auftreten der Irrlehrer erhalten hatte. Vom Heiligen Geist geleitet, empfand er innerlich die Notwendigkeit, den Drang, die Gläubigen deswegen zu warnen, und stellte darum seine erbauliche Abhandlung erst einmal zurück. Es wurde ihm sehr wichtig, sie zu ermahnen, daß sie entschlossen für den überlieferten Glauben kämpfen sollten.<br />
 <br />
 <br />
<strong> <em>Die Wichtigkeit des Kampfes für den Glauben</em></strong><br />
 <br />
Das beinhaltet auch eine Lehre für uns Gläubige heute. Es ist offenkundig, daß insgesamt gesehen die auferbauende Beschäftigung mit dem Herrn Jesus Christus, Seinem Heil und Seinen Lehren der absolute Schwerpunkt unseres persönlichen wie auch gemeindlichen geistlichen Lebens sein sollte. Es wäre falsch, wenn die Gläubigen sich in der Endzeit nur noch oder den größten Teil ihrer Zeit mit Irrlehren und dem Niedergang der Gemeinde beschäftigen würden.<br />
 <br />
Aber genauso falsch und geradezu verderblich ist die Auffassung, man brauche sich gar nicht mit Verführungslehren und dem Wirken falscher Apostel, Propheten und Lehrer beschäftigen; das würde nur ablenken und die Gläubigen schädigen. Das ist nicht wahr, und ein solcher unbiblischer und ungeistlicher Standpunkt trägt dazu bei, daß sich verführerische Lehren und Strömungen ungehindert in gewissen Kreisen ausbreiten können.<br />
 <br />
Die Warnung vor Verführern und die inhaltliche Auseinandersetzung mit fundamentalen falschen Lehren sind notwendig und gehören zu dem uns von Gott aufgetragenen Kampf für den Glauben dazu. H. L. Heijkoop, ein bereits heimgegangener Bibellehrer der exklusiven Brüderversammlungen, bemerkt dazu:</p>
<p style="padding-left: 30px;">
 <br />
Wenn Satan durch seine Handlanger in die Versammlung eingedrungen ist und sich damit beschäftigt, das Fundament der Wahrheit zu unterwühlen und zu verderben, ist es nutzlos, über Auferbauung zu sprechen. In solchen Zeiten ruft Gott zum Kampf, und nur im Kampf kann Sein Werk dann getan werden. Judas wollte über Dinge schreiben, die allezeit trostreich und süß für das Herz der Gläubigen sind, aber die Umstände riefen zum Alarm, zu ernstem Wachen. Das ist niemals angenehm für alle! Schüchterne Seelen sind immer beim kleinsten Anzeichen von Widerspruch erschrocken. Sie decken lieber alles zu. Sie setzen sich für Nachgeben ein und fürchten die Gefahr des Kampfes für die Seelen.<br />
 <br />
Aber ist das Liebe zu den Seelen, und vor allem, ist das Liebe zu Gott, das Feld vor den Feinden zu räumen, wenn die Wahrheit des Christentums auf dem Spiels steht? (…) Wenn Gott zum Kampf ruft, ist es nichts als größte Selbstsucht, sich beiseite zu stellen unter dem Vorwand, die Gläubigen beschützen zu wollen (siehe <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Richter+6%2C16.17.23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Richter 6,16.17.23</a>). In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 4</a> lesen wir, daß die Bauleute mit einer Hand bauten und mit der anderen Hand das Schwert festhielten. Und der, „der in die Posaune stieß“, war neben Nehemia. Wenn sie ertönte, mußte das Werk des Aufbauens und Verbesserns der Mauern aufhören, und alle waren aufgerufen, in Abhängigkeit von dem Herrn sich dem Feind zu stellen.</p>
<p>
 <br />
Die Wichtigkeit einer solchen Warnung und Auseinandersetzung wird durch den Judasbrief eindrücklich unterstrichen. Judas wollte eigentlich eine erbauliche Abhandlung schreiben, sah sich aber vom Herrn genötigt, diese zurückzustellen, weil in der vorliegenden Situation, als Irrlehrer in die Gemeinden eindrangen, die Warnung vor dieser Gefahr wichtiger war. Die heute unter den Evangelikalen verbreitete Ablehnung jeglicher Warnung und Aufklärungsarbeit gleicht der verantwortungslosen Haltung eines Hirten, der sich weigert, einzugreifen, wenn Wölfe seine Herde plündern, und sich stattdessen auf die Suche nach einer schönen neuen Wiese macht.<br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Das Vorbild des Herrn und der Apostel im Kampf für den Glauben</em></strong><br />
 <br />
Wir finden, wenn wir das Neue Testament daraufhin untersuchen, daß der Herr Jesus sich ausgiebig mit den falschen Lehren und Traditionen der damaligen Juden, besonders der Pharisäer, auseinandergesetzt hat und sie mit den schärfsten Worten bloßstellte (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+23%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 23; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,12</a>). Die Apostelbriefe haben ihre auferbauenden Lehren vielfach in der gründlichen Auseinandersetzung mit falschen Lehren entfaltet; das gilt besonders für den Galaterbrief, den Kolosserbrief, die Timotheusbriefe, Titus und Hebräer, den zweiten Petrusbief, den Judasbrief und die Johannesbriefe.<br />
 <br />
Ja, der entschlossene Kampf für das überlieferte biblische Glaubensgut ist eine Notwendigkeit, eine göttliche, geistliche Notwendigkeit. Sie ist uns auferlegt von dem gnädigen, liebenden großen Hirten der Schafe, von unserem Herrn Jesus. Er selbst ermahnt uns durch den Judasbrief, diesen Kampf treu und entschieden auszukämpfen.<br />
 <br />
Judas steht also keineswegs allein, wenn er uns mahnt, entschieden, entschlossen und beständig für den Glauben zu kämpfen. Das Tätigkeitswort <em>ep-agònizesthai</em> ist eine durch die Vorsilbe verstärkte Form von <em>agònizomai</em>. Dieses von <em>agòn</em> (= Festplatz, Kampfbahn, Wettkampf, allg. Kampf, Streit) abgeleitete Wort, das ursprünglich den mit letztem Einsatz geführten sportlichen Wettkampf bezeichnet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+9%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 9,25</a>), wird vielfach ganz allgemein für ein ernstliches Kämpfen verwendet, im NT vorwiegend im geistlichen Sinn (so in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C12%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,12: </a><em>„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens“</em>; vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+13%2C24%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 13,24; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+18%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 18,36</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C29%3B+4%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,29; 4,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,7</a>).<br />
 <br />
In einem solchen geistlichen Kampf mit dem Irrtum darf es kein Zurückweichen geben, keine faulen Kompromisse, keine diplomatischen Stillhalteabkommen. Es geht um die Ehre und die Wahrheit Gottes, die auf dem Spiel stehen und von den Verführern angetastet werden. Und es geht um das geistliche Wohl und Gedeihen kostbarer Seelen, bluterkaufter Schafe aus der Herde des Herrn, die drohen, an giftigen Lehren Schaden zu nehmen und von reißenden Wölfen verschlungen zu werden.<br />
 <br />
Ein solcher entschiedener Kampf ist nicht lieblos, wie fleischliche Christen und evangelikale Führer oftmals behaupten, sondern er ist Ausdruck der Liebe Gottes zu Seinen kostbaren Kindern, er wird letztlich motiviert vom Erbarmen des Herrn über die irregeführten, mißhandelten und zerstreuten Schafe, die von untreuen Hirten schlecht geweidet werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hesekiel+34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hesekiel 34</a>).<br />
 <br />
Er ist auch Ausdruck unserer Liebe zu unserem Herrn und Erlöser, dessen Werk die Verführer antasten und zerstören wollen. Er spaltet und belastet die Gemeinde nicht, wie häufig unterstellt wird, sondern, wenn er richtig geführt wird, bewahrt er sie, stärkt ihre Widerstandskraft, festigt ihre Glaubensüberzeugung und reinigt sie, indem er die Spreu von Weizen trennt.<br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Was bedeutet der „überlieferte Glaube“?</em></strong><br />
 <br />
In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Judas+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Judas 1,3</a> wird der Begriff „Glauben“ nicht für das subjektive Vertrauen des Menschen auf Gott und Sein Wort verwendet, sondern für das, was geglaubt wird, für das <em>Glaubensgut</em> der Christen, das in den inspirierten Schriften des Neuen Testaments der Gemeinde ein für allemal überliefert ist. So verstehen es praktisch alle bibeltreuen Ausleger, und nur so macht die Aussage des Judas überhaupt Sinn.<br />
 <br />
Auch an anderen Stellen, ziemlich eindeutig in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C27%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,27,</a> wahrscheinlich auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C23%2C+Eph+4%2C5%2C+Kol+2%2C7%2C&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,23, Eph 4,5, Kol 2,7,</a> trägt der Begriff „Glauben“ diese objektive Bedeutung „Glaubensgut“. Dieses Glaubensgut ist das Fundament des Glaubens; wird es angetastet und in Frage gestellt, dann wankt der Glaube des Einzelnen und kann Schiffbruch erleiden. Eben deshalb müssen wir so entschlossen gegen jede Verfälschung oder Relativierung dieses Glaubensgutes kämpfen. Ähnlich drückt es der Apostel Paulus aus:<br />
 <br />
<em>Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft </em>(athleo) <em>für den Glauben des Evangeliums und euch in keiner Weise einschüchtern laßt von den Widersachern, was für sie ein Anzeichen des Verderbens, für euch aber der Errettung ist, und zwar von Gott. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,27-28</a>)</em><br />
 <br />
Dieser Glaube wurde uns <em>„überliefert“</em>, und das bedeutet hier: <em>von Gott</em> übergeben und anvertraut durch den Dienst der heiligen Apostel und Propheten. Das Glaubensgut des Christen ist nicht die Erfindung von Menschen, wie wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,19-21</a> und anderen Stellen eindrücklich gesagt bekommen. Es besteht in inspirierten heiligen Schriften, die Gott Seinen auserwählten, heiligen Boten anvertraut hat, damit sie sie an die Menschen weitergeben.<br />
 <br />
Diese Art von göttlicher „Überlieferung“ ist heilig und vollkommen; wehe uns, wenn wir sie mißachten! Sie hat nichts zu tun mit den leeren und oftmals irrtümlichen Überlieferungen der Menschen, die von Gottes Wort öfters getadelt werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C2-3%3B+Mk+7%2C8-9%3B+Kol+2%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,2-3; Mk 7,8-9; Kol 2,8</a>). Es geht hier um die inspirierte apostolische Überlieferung, der wir Gehorsam schulden (vgl. die verwandte Formulierung in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C21%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,21: </a><em>„von dem ihnen <strong>überlieferten</strong> heiligen Gebot“</em>).<br />
 <br />
<em>Ich lobe euch, Brüder, daß ihr in allem an mich gedenkt <strong>und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,2</a>)</em><br />
 <br />
<em>Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe &#8211; es sei denn, daß ihr vergeblich geglaubt hättet. <strong>Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe</strong>, nämlich daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,1-3</a>)</em><br />
 <br />
<em>So steht denn nun fest, ihr Brüder, <strong>und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid</strong>, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,15</a>)</em><br />
 <br />
<em>Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch von jedem Bruder zurückzieht, <strong>der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,6</a>)</em><br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Die Überlieferung unseres Glaubensgutes durch die Apostel</em></strong><br />
 <br />
Das von Gott geoffenbarte Glaubensgut wurde uns <em>„ein für allemal“</em> überliefert. Dieser Ausdruck bekräftigt die Einmaligkeit und Unabänderlichkeit der göttlichen Schriftoffenbarung, die nicht beliebig weiter fortgesetzt wird, sondern mit dem Buch der Offenbarung ihren Abschluß fand. Niemand kann sich anmaßen, zu den inspirierten Worten des Neuen Testaments noch irgend etwas hinzuzufügen, was genauso geglaubt werden müsse.<br />
 <br />
Dieser Anmaßung sind sowohl die Irrlehrer der römischen Kirche wie auch der Pfingst- und Charismatischen Bewegung und aller möglichen Sekten verfallen (Adventisten, Mormonen, Zeugen Jehovas usw.). Dagegen ist es das Bekenntnis der Reformatoren und aller bibeltreuen Kinder Gottes, daß <em>allein</em> die Heilige Schrift die verbindliche Norm des Glaubens und Lebens darstellt. Henry Ironside betont dies:<br />
 <br />
Man kann sofort erkennen, daß dieser einfache Ausdruck [„ein für allemal“ &#8211; RE] alle anmaßenden Behauptungen von neuen Propheten, Sehern und Offenbarern zurückweist. Die Ansprüche der endzeitlichen Schwärmer, die kühn verkünden, sie seien von Gott gesandt, um etwas zu Seinen Worten hinzuzufügen, sind das Gegenteil von Gottesfurcht.<br />
 <br />
Wenn auch die Zeichen und Wunder, die solche Anmaßungen begleiten, so bemerkenswert sein mögen wie diejenigen des Antichristen, der noch kommen wird, so wendet sich doch der aufrichtige Gläubige von ihnen allen ab und ruft mit heiliger Zuversicht aus: „Der Glaube ist ein für allemal geoffenbart worden. Weder Anmaßung noch Wunder werden mich dazu verleiten, irgendwelche Hinzufügungen zu ihm anzunehmen!“ (…) Der ein für allemal überlieferte Glaube braucht weder Hinzufügungen von Engeln noch von Menschen. Er ist vollkommen und vollständig, und der Mensch Gottes wird alle anderen und neueren Offenbarungen zurückweisen.<br />
 <br />
Dieses inspirierte Glaubensgut wurde <em>den Heiligen</em> überliefert – nicht der Welt, nicht den Ungläubigen oder Scheingläubigen, sondern denen, die durch die Neugeburt von oben ewiges Leben empfingen und als Kinder Gottes für Gott geheiligt und ausgesondert sind. Die <em>Heiligen</em>, die <em>wahren Gläubigen</em>, haben es empfangen; nur sie können es wirklich verstehen und wertschätzen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C12-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,12-15</a>), und nur sie können es auch bewahren, verteidigen und in dieser verfinsterten Welt verkündigen.<br />
 <br />
<em>Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist! <strong>Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,13-14</a>)</em><br />
 <br />
<em>Er aber sprach: Glückselig sind vielmehr die, <strong>die Gottes Wort hören und es bewahren!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+11%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 11,28</a>)</em><br />
 <br />
<em>Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat, <strong>daß du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus</strong> (…) O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten »Erkenntnis«! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C13-14.20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,13-14.20</a>)</em><br />
 <br />
<em>Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören <strong>und bewahren, was darin geschrieben steht</strong>! Denn die Zeit ist nahe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 1,3</a>)</em><br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Wir sind heute berufen, für den Glauben einzustehen!</em></strong><br />
 <br />
Deshalb ist es auch so wichtig, daß wahre, in der Lehre und im Glauben gesunde Gläubige in jeder Generation das Wort Gottes bewahren und weitergeben in gesunden, wortgetreuen Bibelübersetzungen, und ernstlich darüber wachen, daß dieses kostbare Wort Gottes nicht von Ungläubigen und Irrlehrern verfälscht und angetastet wird. Wir dürfen die Bibel nicht ungläubigen Bibelübersetzern, bibelkritischen Wissenschaftlern, irregeführten Theologen oder weltlichen Verlagen überlassen. Es ist unsere Verantwortung, Gottes Wort rein und unverfälscht zu bewahren und den Gemeinden zur Verfügung zu stellen.<br />
 <br />
Das ist nicht nur die Verantwortung der führenden Brüder, der Ältesten, Lehrer und Diener des Wortes. Es ist auch die Verantwortung jedes einzelnen Gläubigen nach dem Maß seiner Befähigung und Reife. Wir können uns in dieser wichtigen Sache nicht nur auf die Führer verlassen; manche von ihnen haben hier traurig versagt. Das betont auch Henry Ironside: „Dieses Wort ist nicht nur an Führer gerichtet, sondern an alle, die in Jesus Christus berufen sind. Jeder einzelne ist in einer Zeit der Abkehr von der Wahrheit verantwortlich, ernstlich für alles zu kämpfen, das Gott geoffenbart hat.“<br />
 <br />
Wir haben uns viel Zeit genommen, diesen einen Vers genau zu betrachten. Das ist auch notwendig, damit sein Inhalt sich unseren Herzen einbrennt als ein dringender Auftrag Gottes gerade für die heutige allerletzte Zeit. Wir wollen nur noch ergänzen, daß Judas, der wahrscheinlich in erster Linie Evangelist war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+9%2C5-6.14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 9,5-6.14</a>), uns auch darin ein Vorbild sein kann, daß er mutig und entschlossen warnte, als die Gefahr aufkam, anstatt sich in diplomatischen Andeutungen zu gefallen oder die Ausrede zu gebrauchen, das sei gar nicht seine Verantwortung.<br />
 <br />
Es ist offenkundig, daß Judas empfand, daß es niemand anderen gab, der hier einstehen und das tun konnte, was getan werden mußte. Er war ein Mann der mutig bereit war, ‚sich in den Riß zu stellen und dem großen Erzfeind Gottes mit der Wahrheit entgegenzutreten‘. Das war eine Aufgabe, die er sich nicht gewünscht hatte, aber er sah sich von Gott gerufen, in dieser Lage zu handeln.<br />
 <br />
 <br />
<strong><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C4%C2%A0%C2%A0&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,4  </a>          Es haben sich nämlich etliche Menschen<sup>1</sup> unbemerkt eingeschlichen<sup>2</sup>, die schon längst<sup>3</sup> zu diesem Gericht<sup>4</sup> aufgeschrieben worden sind<sup>5</sup>, Gottlose<sup>6</sup>, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit<sup>7</sup> verkehren und Gott<sup>8</sup>, den einzigen Herrscher<sup>9</sup>, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen<sup>10</sup>.</strong><br />
 <br />
1  <em>tines anthròpoi</em> = gewisse Leute (auch im abwertenden Sinn); einige / etliche Menschen<br />
2  <em>par-eis-dyò</em> Aor = nebenbei / heimlich eindringen / sich einschleichen<br />
3  <em>palai</em> = früher, vor langer Zeit, schon lange, längst; auch: einst, neulich<br />
4  <em>krima</em> = Urteil, Verurteilung, Gericht<br />
5<em>  pro-graphò </em>Part Perf Pass = vorher aufschreiben, vormerken, öffentlich aufschreiben<br />
6  <em>a-sebès </em>Pl = Leute ohne Gottesfurcht, Frevler, Gottlose<br />
7  <em>aselgeia</em> = Zügellosigkeit, Frechheit, Übermut, Ausschweifung<br />
8  <em>theon</em> TR<br />
9  <em>despotès</em> = Hausherr, Herr über Sklaven, Herrscher, Gebieter, Besitzer<br />
10  <em>arneomai</em> = verneinen, verweigern, verleugnen, nicht anerkennen, verschmähen, sich lossagen von jd.<br />
 <br />
<strong>V. 4: </strong>Nun begründet Judas seine ernste Mahnung mit einer ebenso ernsten Warnung vor dem Werk gefährlicher Verführer in den Gemeinden. Wörtlich beginnt der Satz: <em>„Heimlich eingeschlichen (par-eis-edysan) haben sich nämlich gewisse Leute“</em>. Diese gottlosen Menschen sind nicht durch den Haupteingang gekommen, wie es ehrliche Leute tun, sondern haben sich unbemerkt durch einen Nebeneingang hereingestohlen oder sind durchs Fenster eingestiegen.<br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Das heimliche Werk des Widersachers und seiner Leute</em></strong><br />
 <br />
Das erinnert uns an die Warnung unseres Herrn Jesus Christus: <em>„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+10%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 10,1</a>). Ganz ähnlich warnt Petrus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1</a> davor, daß falsche Lehrer heimlich verderbliche Irrlehren in die Gemeinde einschleusen (<em>par-eis-agò</em>). Der Apostel Paulus bezeichnet solche Verführer in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,4</a> als heimlich eingeschleuste (<em>par-erchomai</em>) falsche Brüder, die unbemerkt in die Gemeinde eingedrungen waren.<br />
 <br />
Etwas Ähnliches wird in dem Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut zum Ausdruck gebracht, wo der Feind heimlich nachts den täuschend ähnlichen Lolch unter den Weizen sät (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C24-30%3B+36-43&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,24-30; 36-43</a>). Der Satan und seine Werkzeuge arbeiten meist heimlich; sie scheuen das Licht und täuschen andere über ihr wahres Wesen und ihre Absichten, damit sie ihr böses Werk unbemerkt tun können.<br />
 <br />
Diese Leute werden bewußt nicht als „Heilige“ bezeichnet, sondern als „Menschen“, das deutet an, daß sie nie eine echte Neugeburt aus dem Geist erlebt haben. Sie sind, wie Judas später ausführt, <em>„natürliche [Menschen], die den Geist nicht haben“</em> (V. 19). Deshalb haben sie sich auch nebenbei eingeschlichen, um ihr wahres Wesen vor den Heiligen zu verbergen.<br />
 <br />
Daß sie dies konnten, ist teilweise sicherlich auf eine mangelnde Wachsamkeit der Gläubigen zurückzuführen, insbesondere der Aufseher in den Gemeinden. Auf der anderen Seite bezeugt <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 8</a>, daß sogar in den apostolischen Anfängen der Gemeinde, unter den Augen des Evangelisten Philippus, Simon der Zauberer zunächst unentdeckt als Gläubiger mitlaufen konnte.<br />
 <br />
Der Widersacher arbeitet, wie wir schon sahen, zumeist verdeckt. Er schleust seine Werkzeuge heimlich in die Gemeinden ein; und er tarnt ihr wahres Wesen sorgfältig, so daß sie nach außen wie echte Gläubige wirken. Unser Herr sagt von den falschen Propheten:<br />
 <br />
<em>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,15</a>)</em><br />
 <br />
Ganz ähnlich entlarvt der Apostel Paulus diese listige Taktik des Feindes:<br />
 <br />
<em>Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,13-15</a>)</em><br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Das gottlose Wesen der Verführer</em></strong><br />
 <br />
Diese Leute werden im Verlauf des Verses als „Gottlose“ gekennzeichnet – eine Bezeichnung, die niemals für wahre Kinder Gottes gebraucht wird. Gottlose sind nicht wiedergeborene Menschen, die in Berührung mit dem Wort Gottes sind und sich womöglich als Christen bezeichnen, die aber keine Gottesfurcht haben, wie der griechische Begriff aussagt (<em>a-sebès</em> = der Mensch ohne Gottesfurcht, der Gottlose, der Frevler).<br />
 <br />
Gottlose sind Leute, die eine nur äußerliche Kenntnis Gottes und des heiligen Wortes haben, aber davon innerlich unberührt sind und deshalb vor dem Angesicht Gottes, im Heiligtum der Gemeinde bedenkenlos Gottes Wort verdrehen und übertreten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+50%2C16-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 50,16-22</a>). In diesem Sinn kann ein unwissender Heide und Götzendiener gar kein Gottloser oder Frevler sein, sondern nur jemand, der um Gott und Seine Ansprüche an uns Menschen bescheid weiß. Das Wesen des Gottlosen, der sehr fromm reden kann, aber Gott nicht gehorcht, wird sehr treffend im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+50&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 50</a> geschildert:<br />
 <br />
<em>Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: »Was zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, da du doch Zucht haßt und meine Worte verwirfst? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+50%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 50,16-17</a>)</em><br />
 <br />
Diese gottlosen, frevlerischen Menschen können nur deshalb wirken, weil der allmächtige, allwissende Gott es zugelassen hat. Das darf uns auch ruhig machen, die wir besorgt das Treiben solcher Verführer in der Gemeinde Gottes bemerken. Die Verführer sind <em>„schon längst (od. zuvor) zu diesem Gericht (od. Urteil) aufgeschrieben“</em>. Das kann man so verstehen, daß ihr Auftreten ein Gericht im Haus Gottes darstellt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,17</a>), das Gott schon vorher in prophetischen Warnungen angekündigt hat – etwa in dem einige Jahre zuvor geschrieben 2. Petrusbrief und den Warnungen des Apostels Paulus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C29-30%3B+1Tim+4%2C1-2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,29-30; 1Tim 4,1-2</a>).<br />
 <br />
Der Bibelgelehrte Lenski bezieht diesen Satz auf den 2. Petrusbrief, in dem diesen Verführern das Urteil zuvor aufgeschrieben wurde (<em>„ihr Verderben schlummert nicht“</em>, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1+u.+3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1 u. 3</a>). Das Wort <em>palai</em> muß nicht immer auf lange Zeitspannen hindeuten, sondern kann auch auf kürzlich Geschehenes verweisen (vgl. etwa <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+15%2C44&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 15,44</a>).<br />
 <br />
Wir können die Aussage in V. 4 aber auch so verstehen, daß Gott in Seinen himmlischen Gerichtsbüchern schon zuvor das Verdammungsurteil, das Zorngericht über ihr böses Treiben aufgeschrieben hat. Einige Ausleger sehen auch die Weissagung des Henoch in V. 14-15 als das zuvor ausgezeichnete Urteil Gottes an; die Aussage könnte sich auch allgemein auf die zahlreichen Warnungen vor dem Gerichtstag des HERRN im AT beziehen. In jedem Fall wird deutlich: Die Gottlosen können eine Zeitlang wirken, was letztlich auch Teil des Gerichtes am Hause Gottes ist, aber sie werden ganz sicher von Gott einmal dafür gerichtet werden.<br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Die Zügellosigkeit der falschen Lehrer</em></strong><br />
 <br />
Die frevlerischen Verführer werden in der zweiten Vershälfte noch näher beschrieben. Sie haben keine Ehrfurcht vor dem heiligen Gott und gerechten Richter. Sie mißbrauchen Seine Gnade, auf die sie sich in Worten berufen, als Deckmantel für Zügellosigkeit und Ausschweifung – für ein gesetzloses Ausleben ihrer sündigen Begierden, für die dreiste Übertretung der Gebote Gottes, die angeblich für die „Erleuchteten“ keine Gültigkeit mehr haben.<br />
 <br />
Das war ein Zeichen gewisser von der Gnosis beeinflußter Irrströmungen, auf die auch die Johannesbriefe Bezug nehmen. Wer durch die „Gnosis“ (mystische Erkenntnis) die höheren Weihen erlangt hatte, war selbst zum Gott geworden und war angeblich nicht mehr gebunden an die Gebote Gottes, die nur für das unmündige Fußvolk galten. Solche Leute meinten, sie könnten sich Hurerei und Ehebruch leisten, Lüge und Betrug und durch Täuschung erworbenen fremden Besitz. Ähnliches gilt auch heute noch für viele Sektenführer.<br />
 <br />
Der wahre Gläubige dagegen ist von Gottesfurcht geprägt; ihn nimmt die Gnade Gottes in Zucht, damit er nicht sündigt (d.h. nicht beständig, bewußt sündigt, nicht in Sünde lebt). Wer den Herrn Jesus wirklich erkannt hat und Ihn liebt, der hält Seine Gebote! In diesem Sinn grenzt sich der Apostel Johannes scharf von den gnostischen Verführern ab, die ebenso die Gesetzlosigkeit und Ausschweifung lebten:<br />
 <br />
<em>Und daran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht; wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C3-6%3B+vgl.+auch+1Joh+3%2C4-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,3-6; vgl. auch 1Joh 3,4-10</a>)</em><br />
 <br />
Eine treffende Beschreibung der gottlosen Leute, die nur dem Schein nach Gläubige sind und in Zügellosigkeit leben, gibt der 2. Timotheusbrief; hier finden wir genau die Charakterzüge wieder, die auch der Judasbrief erwähnt:<br />
 <br />
<em>Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! </em><br />
 <br />
<em>Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, die immerzu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese [Leute] der Wahrheit; es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben. Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-9</a>)</em><br />
 <br />
 <br />
<strong><em>Die falschen Lehrer verleugnen den Herrn</em></strong><br />
 <br />
Wer zügellos und in Sünde lebt, das betont Judas am Ende von Vers 4, der verleugnet den lebendigen Gott, der ein Richter aller Übertretungen der Menschen ist. Er tut so, als gäbe es den heiligen Gott gar nicht, der der alleinige Machthaber und Herrscher über alle Menschengeschöpfe ist. Er mißachtet frech die Herrschergewalt und erhabene Autorität Gottes und fordert Ihn heraus, wie es auch der Satan tut, der diese Leute inspiriert.<br />
 <br />
Diese Leute leben ihre Begierden aus, als müßten sie dem ewigen Richter keine Rechenschaft geben. Damit verleugnen sie auch unseren Herrn Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, den der Vater zum Herrscher und Haupt über alles wie auch zum Richter gesetzt hat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+8%2C6%3B+1Joh+2%2C22-23%3B+Joh+5%2C17-23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 8,6; 1Joh 2,22-23; Joh 5,17-23</a>). Das ist ein Grundkennzeichen des Abfalls vom Glauben – die verdeckte oder offene Verleugnung des einzigen Retters und Herrn, des Sohnes Gottes, unseres Heilandes Jesus Christus. Wie ernst ist es, Ihn zu verwerfen, sich von Ihm abzuwenden, der uns doch allein Leben und Errettung zu geben vermag!<br />
 <br />
Diese Verleugnung bezieht sich in den Anfangsstadien des Abfalls vor allem auf die Autorität und Herrscherstellung des Sohnes Gottes als Herr (<em>kyrios</em>). Die Abtrünnigen sagen: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche!“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+19%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 19,14</a>). Auch heute reden manche Christen von Jesus Christus als Erlöser oder Retter in einem undefinierten Sinn, aber sie wollen sich Seiner Herrschaft nicht unterwerfen.<br />
 <br />
Doch das ist verhängnisvoller Selbstbetrug: „Niemand wird vom Gericht gerettet, wenn er nicht den Herrn Jesus als Herrn annimmt, also Seine Autorität über sich anerkennt. ‚Wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden‘ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+10%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 10,9</a>).“ Wer Jesus Christus nur als Erlöser annehmen will, ohne Ihn als Herrn seines Lebens anzuerkennen, der verleugnet Ihn dadurch im Endeffekt. Henri Rossier führt dazu aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;">
 <br />
Sie wollen Seine <em>Autorität</em> nicht, und das ist das charakteristische Kennzeichen der Christenheit vor der endgültigen Offenbarung des Abfalls. Diese Menschen suchen die Autorität nur in sich selbst und in dem, was sie ihr Gewissen nennen. Das ist „die Gesetzlosigkeit“, von der Johannes in seinem ersten Brief (Kap. 3,4) spricht, der eigene Wille, oder die Abweisung eines jeden Gesetzes außer sich selbst, indem jeder sich selbst ein Gesetz ist. Die Rechte Christi werden so mit Füßen getreten. Sein Wort bildet nicht die Richtschnur. Jeder ist frei, es zu beurteilen, davon zu nehmen, was ihm gefällt, und zu verwerfen, was ihm nicht gefällt.<br />
 <br />
Vergessen wir nicht, daß diese „Gottlosen“ in ihrem Bekenntnis oft der größten Bewunderung und der tiefsten Ehrerbietung für die Person Jesu Ausdruck geben, während sie zugleich die Herrschaft Christi verwerfen. Angesichts des Wortes, das Ihn offenbart, behalten sie sich das Recht und die Autorität vor, zu urteilen, was doch Gott allein zukommt. Ihre Religion ist also die Erhöhung des Menschen, und darin schreitet sie fort bis zu dem Tag, wo „der Mensch der Sünde sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst darstellt, daß er Gott sei“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thess 2,4</a>).<br />
 </p>
<p>
Durch eine solche frevlerische Haltung ziehen sie sich das glühende Zorngericht Gottes zu, und davon redet Judas ausführlicher in den folgenden Versen.<br />
 <br />
 </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>
Bearbeiteter Auszug aus dem Buch desselben Verfassers: <strong><em>Von Gott bewahrt vor der Verführung. Eine Auslegung des 2. Petrusbriefes und des Judasbriefes.</em> </strong>Steffisburg: Edition Nehemia 2015<br />
 </p>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Bibelauslegungen von Rudolf Ebertshäuser</strong></div>
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<div><strong><em><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/10/bewahre-das-wort-buchinfo/">Bewahre das Wort! Eine Auslegung des 2. Timotheusbriefes</a>.</em></strong> Edition Nehemia Steffisburg, 1. Aufl.  2013, Gebunden, 196 S.</div>
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<p><strong><em><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/11/von-gott-bewahrt-vor-der-verfuehrung-buchinfo/">Von Gott bewahrt vor der Verführung. Eine Auslegung des 2. Petrusbriefes und des Judasbriefes</a>. </em></strong>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2015,  Gebunden, 352 S.</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/11/baut-mit-am-haus-gottes-buchinfo/"><strong><em>Baut mit am Haus Gottes! Was der Prophet Haggai uns heute zu sagen hat </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2014, Taschenbuch, 120 S.</p>
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<div>Diese Bücher können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten sie u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</div>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/fuer-den-ueberlieferten-glauben-kaempfen-eine-auslegung-von-judas-13-4/">Für den überlieferten Glauben kämpfen. Eine Auslegung von Judas 1,3-4</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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