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	<title>Praktiken Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Praktiken Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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		<title>Die Wurzeln der modernen christlichen Musik:  Wesenszüge der weltlichen Rock- und Popmusik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 16:56:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Alle christliche Rock- und Popmusik wie auch fast alle charismatische Lobpreismusik hat ihre Wurzeln in der weltlichen Rock- und Popmusik, die sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer kulturprägenden Kraft sondersgleichen entwickelt hat. Wenn wir die christlichen Töchter beurteilen wollen, müssen wir uns zunächst mit der weltlichen Mutter beschäftigen, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/01/die-wurzeln-der-modernen-christlichen-musik-wesenszuege-der-weltlichen-rock-und-popmusik/">Die Wurzeln der modernen christlichen Musik:  Wesenszüge der weltlichen Rock- und Popmusik</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle christliche Rock- und Popmusik wie auch fast alle charismatische Lobpreismusik hat ihre Wurzeln in der weltlichen Rock- und Popmusik, die sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer kulturprägenden Kraft sondersgleichen entwickelt hat. Wenn wir die christlichen Töchter beurteilen wollen, müssen wir uns zunächst mit der weltlichen Mutter beschäftigen, die ihre Gene eindeutig an die Töchter weitergegeben hat.</p>
<p>Seit über 60 Jahren prägt die Rock- und Popmusik die Kultur der westlichen Welt, ja man kann heute zunehmend sagen: die Kultur der ganzen Welt nachhaltiger und tiefer als das irgendeine Musikrichtung zuvor tun konnte.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Wir Menschen im nachchristlichen Westen sind heute eingetaucht in ein permanentes akustisches Bad von Rock- und Popmusik: sie begegnet dem Zeitgenossen in den meisten Radiosendungen, im Fernsehen, im Internet, in unzähligen Kaufläden; sie dudelt vom Nachbarbalkon oder beschallt uns mit wummernden Bässen, wenn ein Auto neben uns an der Ampel hält.</p>
<p>Diese Musik hat den Lebensstil, das Lebensgefühl und die Weltanschauung mehrerer Generationen entscheidend beeinflußt. Sie war eine treibende Kraft in den kulturellen und sozialen Umwälzungen der 68er-Zeit, die aus dem ehemals christlich geprägten „westlichen Abendland“ die nachchristliche, neuheidnische Gesellschaft machten, in der wir heute leben. Diese Musik hat viele Menschen wirklich bewegt und geprägt, und wir müssen uns die Frage stellen: Was sind ihre geistlichen Ursprünge? Was ist das Geheimnis ihrer außerordentlichen Wirkung auf junge Menschen, aber auch inzwischen auf ältere?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Die geistlichen Quellen der weltlichen Rock- und Popmusik</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>Wenn wir im folgenden über <em>Rock- und Popmusik</em> sprechen, dann ist das ein vereinfachter Sammelbegriff; wir meinen damit die vielfältig untergliederte Hauptströmung der Popularmusik seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich aus Blues, Rhythm&amp;Blues, Spiritual, Gospel, Jazz, amerikanischer Country&amp;Folk-Musik und zahlreichen anderen Quellen speist. Sie ist unter anderem durch eine starke Rhythmusbetonung (<em>beat</em>) mit Gegenschlag (<em>backbeat</em>), durch motorischen Rhythmus, durch Synkopierung, sowie durch ständige Wiederholung musikalischer und textlicher Elemente gekennzeichnet.</p>
<p>Wie alle Dinge, denen wir begegnen, müssen wir auch diese Musik geistlich, nach biblischen, vom Geist Gottes gegebenen Maßstäben prüfen und beurteilen, um unsere Haltung dazu festzulegen. Hierzu müssen wir untersuchen, aus welchen Quellen diese Musik schöpft.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die musikalischen und geistlichen Quellen des Rock&amp;Roll</h4>
<p>Rein musikgeschichtlich lassen sich natürlich sehr verschiedene Einflüsse feststellen, aber eine wesentliche Rolle spielt (auch nach dem Urteil weltlicher Experten) der Einfluß der afro-amerikanischen Musik, die sich über Blues, Rhythm&amp;Blues Jazz und andere Richtungen auf die Voodoo-Musik und auf afrikanische Trommelriten zurückführen läßt.</p>
<p>Der bekannte Rock-Historiker Robert Palmer (der kein Christ, sondern überzeugter Anhänger der Rockmusik ist) führt die Aussage des nigerianischen Musikwissenschaftlers Fela Sowande an, der über die traditionelle Musik Afrikas schreibt: „Wenn wir die Fundamente der traditionellen Musik in Afrika entdecken möchten, dann müssen wir sie nach meiner Überzeugung … in der Vorliebe des traditionellen Afrikaners für das Esoterische und Okkulte suchen, in Religion und Magie.“<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Palmer selbst stimmt dieser Einschätzung zu und äußert dann sehr bemerkenswerte Einsichten über die musikalischen Ursprünge des Rock&amp;Roll in Afrika:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Der Gedanke, daß bestimmte Rhythmusmuster oder Abfolgen als Kanäle für spirituelle Energien dienen, die das menschliche Bewußtsein des Einzelnen mit den Göttern verbinden, ist grundlegend für traditionelle afrikanische Religionen und für die aus Afrika stammenden Religionen in allen Teilen Amerikas. Und ob wir es nun geschichtlich oder musikwissenschaftlich betrachten: <u>Die grundlegenden Riffs, Licks, Baßfiguren und Trommelrhythmen, die Rock and Roll zum <em>Rock</em> machen, können letztlich zurückverfolgt werden zu einer afrikanischen Musik, die in erster Linie eine spirituelle und rituelle Natur hat. </u></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>In einem gewissen Sinn ist Rock and Roll eine Art von ‚Voodoo‘, das gegründet ist in einer kraftvollen Tradition</u>, welche Natur und Geist feiert und weit entfernt ist von den nüchternen patriarchalen Wertvorstellungen, die von den selbsternannten Wächtern der westlichen Kultur geschätzt werden. Die ‚Dschungelrhythmen‘ des Rock and Roll, sein reiches und hochentwickeltes rhythmisches Erbe, wanderten von besonderen afrikanischen Kulturen über die Karibik (besonders Kuba), zu den schwarzen Kirchen des ländlichen Südens, von dort zu den Tanzsälen der Region, und schließlich, über Plattenfirmen und Radiosender, in die allgemeine populäre Kultur. Diese Wanderung, oder dieser Prozeß, ist ein zentraler Faktor des Rock and Roll.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Weiße Musiker haben seit langem die Sprache des Rock and Roll zu der Ihren gemacht; weiße Produzenten haben größere und kleinere Veränderungen bewirkt; weiße Händler haben die Musik der Welt angeboten. <u>Doch die Tatsache bleibt daß die Quellen dieser Musik, ihre bestimmenden ästhetischen Regeln, ihre „Tiefenstrukturen“ grundlegend afrikanisch und afro-amerikanisch sind.</u> Geist und Rhythmus, die Botschaft und der Beat, sind die beherrschenden Grundsätze dieser Musik. Bei einer bestimmten emotionalen Temperatur verschmelzen sie: der Rhythmus wird spiritualisiert und die Spiritualität hat einen Beat, zu dem du tanzen kannst.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Rhythmusmusik als Brücke zu den „Göttern“</h4>
<p>Palmer weist nach, daß wesentliche Elemente des Rock&amp;Roll gemeinsame Wurzeln mit der auf die westafrikanische Religion der Youruba zurückgehenden <em>Lucumi</em>-Religion Kubas hat. In dieser von westafrikanischen Sklaven nach dem Muster ihrer Vorfahren gebildeten Religion spielen Trommelrituale eine große Rolle, mit der die „Götter“, sprich die Dämonen, denen diese Leute dienen, angerufen werden. Palmer zeigt, daß Elemente dieser Trommelrituale sich im Rock&amp;Roll wiederfinden:</p>
<p><em>Bata</em>-Trommler schlagen ihre <em>toques</em>, oder Rhythmusmuster, wie Signale in das Reich der Götter und laden sie ein oder reizen sie, herabzukommen und ihre „Pferde“ oder Verehrer zu „besteigen“. (…) <u>Unter den speziellen Trommelmustern oder <em>toques</em> sind einige Riffs oder Licks, die grundlegend für das Vokabular des Rock and Roll sind</u>.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a></p>
<p>Palmer zitiert die Untersuchungen eines Anthropologen namens Robert A. Friedman, der die Bata-Trommler der kubanischen Religion genauer untersucht hat.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die wichtigste Verantwortung der <em>Bata</em>-Trommler ist es, <u>zwischen der Welt der Menschen und der Welt der <em>Orisha</em> [afrikanische Götter] zu vermitteln; sie führen andere durch Trance-Erfahrungen</u>, müssen aber selbst bei wachem Verstand bleiben. (…) Bei den <em>Bata</em>-Trommlern wird das Gesamtbild [ihrer Trommelrhythmen] als „der Groove“ bezeichnet, nach Friedman und seinen Informanten „der Punkt, an dem „die Energie der Musik beständig wird und alles Klick macht“. Ein Groove wird auf der Ebene der Gruppe aufgebaut statt vom Einzelnen her … und kann nur durch tatsächliches Spielen erreicht werden. Mit anderen Worten: das Geben und Nehmen (‚das Gespräch“) zielt immer darauf, eine Einheit zu schaffen, den Groove. Und umgekehrt wird der Groove erst ganz mit Energie aufgeladen durch ein Geben und Nehmen zwischen den Rhythmusmustern und zwischen Spielern und Zuhörern.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Rock and Roll wird von derselben Art von gemeinschaftlichem Groove getragen</u>: Wenn wir sagen, daß eine Band <em>rockt</em>, dann meinen wir, daß sie im <em>Groove</em> sind, zusammen haben sie den Punkt der „vorwärtstreibenden Ausrichtung (…) erreicht, wenn ‚die Energie der Musik beständig wird und alles Klick macht“. (…) <u>Ist es ein Wunder, daß Hörer von Rock and Roll-Musik sich oft scheinbar wie in Trance gefallene Verehrer von Gottheiten verhalten, wie echte Gläubige? Die grundlegenden Rhythmusstrukturen der Musik ermutigen, ja fordern sogar die hingegebenste Art von Teilnahme. Wie in einer afro-kubanischen <em>Bembé</em>-Feier wird der Zuhörer Teil des Groove. </u>Mißbilligende Eltern und selbsternannte Autoritäten sind nicht in der Lage, in diesen verzauberten Kreis einzudringen; sie empfangen den Groove nicht; er <em>rockt</em> sie nicht.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a></p>
<p>Palmer zieht aus der ausführlichen Untersuchung der afrikanisch-religiösen Wurzeln des Rock&amp;Roll bemerkenswerte Schlußfolgerungen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Übereinanderschichtung von eindringlichen, wiederholten Rhythmusmustern, die schieben und ziehen in einem raffiniert modulierten Spiel von Spannung und Befreiung, ist zentral für die Sprache des Rock and Roll. <u>Gepaart mit Gruppengesang, Tanz und anderen Arten der Beteiligung können diese rhythmischen Gebräuche eine Zuhörerschaft umformen in Teilnehmer einer gemeinschaftlichen Ekstase</u>.<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p>Dieser ungläubige Rockmusiker und Rock-Experte bestätigt hier genau das geistliche Urteil vieler bibeltreuer Gläubiger, die ebenso die sinnlich-erotische wie auch die heidnisch-magische Dimension der Rock- und Popmusik erkannt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Trance und Ekstase – Schlüsselbegriffe heidnischer religiöser Erfahrung</h4>
<p>Weil in unserer Untersuchung vielfach davon gesprochen wird, daß Rockmusik zu Trance und Ekstase führt, dann wollen wir hier eine Definition dieser Begriffe weitergeben:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* <strong>Trance</strong>: „Schlafähnlicher Zustand [bei spiritistischen Medien]; Dämmerzustand, Übergangsstadium zum Schlaf“ (Fremdwörter-DUDEN); „Trance (lat. <em>transire</em> hinübergehen, überschreiten) ist ein Sammelbegriff für veränderte Bewußtseinszustände mit einem intensiven mentalen Erleben, die sich, in Abgrenzung zum gewöhnlichen Wachbewußtsein, durch eine hochfokussierte Konzentration auf einen Vorgang bei gleichzeitig sehr tiefer Entspannung und unter Ausschaltung des logisch-reflektierenden Verstandes auszeichnen (…) Die Ethnologie belegt, daß Trancen, die als spirituell, rituell oder ekstatisch bezeichnet werden, in 90 Prozent aller menschlichen Kulturen zum religiösen oder therapeutischen Repertoire gehören. Bei diesen ekstatischen Trancen, die vor allem in Zusammenhang mit Schamanismus-Konzepten beschrieben werden, werden sehr real wirkende bildhafte Halluzinationen von diversen Geistwesen durch verschiedene Techniken willentlich herbeigeführt.<u> In vielen Religionen wird Trance als Mittel angesehen, um spirituell oder magisch mit Gott, Geistern oder anderen Wesen oder mythischen Orten in Verbindung zu treten.</u> Dadurch sollen Botschaften oder Erkenntnisse erlangt werden, um weltliche Probleme zu lösen. In manchen Kulturen werden dazu Drogen verwendet. <u>Fast überall werden bestimmte rituelle Körperhaltungen in Verbindung mit rhythmischen Trommel- oder Rasselklängen zur Einleitung spiritueller Trancen verwendet. Die rhythmische Anregung ist dabei eine zwingende Voraussetzung</u>“ (Wikipedia dt. Stand 9-2016: Unterstreichung RE).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>* Ekstase:</strong> „[religiöse] Verzückung, rauschhafter Zustand, in dem der Mensch der Kontrolle des normalen Bewußtseins entzogen ist“ (Fremdwörter-DUDEN). „Ekstase (griechisch ἔκστασις <em>ékstasis</em> ‚das Außersichgeraten‘, ‚die Verzückung‘ von ἐξ-ίστασθαι <em>ex-histasthai</em> ‚aus sich heraustreten‘, ‚außer sich sein‘) ist ein Begriff der Religionswissenschaft, der auch in der Psychologie verwendet wird. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für besonders intensive trance-ähnliche oder durch Trance entfesselte psychische Ausnahme-Zustände, die von den Betroffenen als dramatische Zustandsveränderungen des Bewußtseins beschrieben werden. Das Bewußtsein wird ihren Angaben zufolge während der Ekstase als ‚erweitert‘ oder ‚erhöht‘ erlebt. Durch diese Erweiterung oder Erhöhung erhält der Betroffene (oder auch ein ihn Beobachtender) den Eindruck, er sei ‚außer sich‘ oder ‚nicht bei sich‘. Damit ist gemeint, er sei aus dem Bereich seiner vertrauten Umwelt und des normalen Wahrnehmungsvermögens herausgetreten und in einen Bereich andersartiger Wahrnehmungsmöglichkeiten eingetreten (…) Andererseits vermögen aber auch zahlreiche sensorische Reize ekstatische oder ekstaseähnliche Erfahrungen auszulösen. Dazu zählen Musik, Tanz (beispielsweise Derwischtänze, Trancetanz), Trommeln, Gesänge, Lichteffekte (z. B. mittels Mindmachine)&#8230;“ (Wikipedia dt. Stand 9-2016)</p>
<p>Der Grad der Veränderung des Wachbewußtseins zur Trance bzw. Ekstase ist entscheidend davon abhängig, wie stark sich der Mensch für die Musik und die damit verbundenen Rituale und Sinnesreize (Tanz, Lichtorgeln usw.) öffnet und in sie hineingibt.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a> Trance und Ekstase sind Wesensmerkmale heidnischer Religionen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C2%3B+Apg+8%2C9.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,2; Apg 8,9.11</a>); der christliche Glaube wird durch Nüchternheit, Wachsamkeit, Besonnenheit und Selbstbeherrschung gekennzeichnet, das heißt durch geistgewirkte Bewußtheit, bei der das Wort Gottes eine Schlüsselrolle spielt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33%3B+1Thess+5%2C6.8%3B+1Tim+3%2C2%3B+Tit+2%2C2%3B+1Pt+1%2C13%3B+4%2C7%3B+5%2C8%3B+2Tim+1%2C7%3B+Tit+2%2C6.12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33; 1Thess 5,6.8; 1Tim 3,2; Tit 2,2; 1Pt 1,13; 4,7; 5,8; 2Tim 1,7; Tit 2,6.12</a>).<a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Heidnischer Götzendienst und Ekstase-Musik</h4>
<p>Geistlich gesehen müssen wir daraus schlußfolgern: <em>wesentliche, prägende Elemente der modernen Popmusik entstammen verschiedenen Formen</em> <em>des Götzendienstes </em>– sei es den afrikanischen Ritualen der Götzenanbetung, die zu Ekstase, Trance und Besessenheit führen, oder der asiatisch-meditativen Verführungsmusik, die im hinduistischen oder buddhistischen Götzendienst eingesetzt wird und ebenfalls zu Trance und Ekstase führt.</p>
<p>Ekstasefördernde Musik als Ritual ist in so gut wie allen heidnischen Götzenreligionen bekannt. Die Teilnehmer geben sich den monotonen Rhythmen und den Gesängen hin, bis sie in einen Zustand der Trance fallen und, von den Götzengeistern besessen, Ekstase und „Vereinigung mit der Gottheit“ erleben. Martin Heide stellt dazu fest, daß »im Heidentum die Musik in erster Linie als Mittel zum Zweck« diente. »Sie ist auf das Engste mit dem Götzendienst verknüpft und ist magisches Instrument in den Händen der Götzendiener.« Dabei spielte auch der »heilige Tanz« oft eine wichtige Rolle. Martin Heide führt verschiedene Berichte über alte Mysterienkulte an:</p>
<p>Einige von denen, die in Ekstase geraten, werden begeistert, wenn sie Flöten oder Tamburine oder Pauken oder eine gewisse Melodie hören; das gilt von denen, die am Meterkult, die vom Korybantiasmus ergriffen sind oder vom Sabazios (Dionysos) besessen sind. (…) Der Schauer der Nacht, die Musik, namentlich jene phrygischen Flöten, deren Klängen die Griechen die Kraft zuschrieben, die Hörer „des Gottes voll“ zu machen, der wirbelnde Tanz: dies alles konnte in geeigneten Naturen wirklich einen Zustand der visionären Überreizung hervorbringen&#8230;<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Interessanterweise finden wir in der Bibel ein eindrucksvolles Beispiel solcher Musik zur Förderung des Götzendienstes:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit, das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. (…) Sobald nun die Satrapen, Vorsteher und Statthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte, und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: Das laßt euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen: Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 3,1-5</a>)</em></p>
<p>Auch der Tanz der Baalspriester um den Altar des Baal auf dem Berg Karmel spricht von solchen ekstatischen Ritualen des Heidentums (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+18%2C26-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 18,26-29</a>), ebenso die Anbetung des goldenen Kalbes durch die Israeliten am Berg Horeb, von dem geschrieben steht: <em>„Da standen sie am Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+32%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 32,6</a>). Später hört Mose einen Wechselgesang und sieht das Volk beim Reigentanz (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+32%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 32,18-19</a>). Das Neue Testament erklärt dazu, daß die Israeliten damals Götzendienst betrieben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,7</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Rockmusik und Dionysoskult</h4>
<p>Durch die magisch wirkende Trommelmusik wie auch durch psychedelische Musik wurden und werden im Endeffekt Geister angerufen und zum Wirken an den Singenden und Spielenden eingeladen. Diese Musik ist ihrem Wesen nach magisch und dämonisch inspiriert. Es ist interessant, daß viele Rockmusiker auch offen zugeben, von Geistern inspiriert oder sogar kontrolliert zu sein; sie bezeugen, wie ihnen bestimmte Lieder von Geistern eingegeben wurden oder wie sie beim Spielen ihrer Musik von einer Macht ergriffen werden, die durch sie spielt.</p>
<p>Der weltliche Rock-Experte Tony Palmer argumentiert durchaus überzeugend, daß die „Religion“ des Rock&amp;Roll starke Bezüge zum griechischen Kult des Dionysos und verwandten Götzen-Kulten des Altertums hat (Pan, Shiva).<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a> Dionysos war ein Gott der Ekstase und der ungehemmten Sexualität; in den Kulten wurden neben Alkohol „Musik, Tanz und Prophetie“ praktiziert, um die Anhänger zu berauschen. Dieser „Gott“ war oft begleitet von zügellosen, verrückten Gestalten; Palmer zitiert den Gelehrten Alain Danielou und schildert diese Begleiter des Dionysos:</p>
<p>„… Tänzer, Musiker, Akrobaten, Witzereißer und Faulenzer. Sie pressen die Weintrauben aus und werden betrunken. Sie sind ständig übererregt … ekstatische Dämonen, für die Erotik eine Form des Lebensausdrucks ist.“ Ihr Kommen wird angekündigt durch Musik von Dudelsäcken, Flöten, Zimbeln und vor allem Trommeln, je lauter desto besser. „Bestimmte Rhythmen und ihre allmähliche Beschleunigung spielen eine große Rolle, ebenso wie die plötzlichen Veränderungen in den rhythmischen Abläufen, die den Tänzern einen psychologischen Schock versetzen“, schreibt Danielou. „Ein sehr hoher Schallpegel ist nützlich, um Trancezustände zu erzeugen …“<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a></p>
<p>Dionysos wurde immer wieder auch als „gehörnter Gott“ dargestellt, und seine Geistesverwandtschaft mit dem Satan ist für jeden Christen augenfällig. Diese Hinweise sollen genügen, um zu zeigen, wie stark die Rock- und Popmusik des 20. Jahrhunderts verwandt ist mit heidnischen Ekstasekulten des Altertums, gegen die sich der christliche Glaube ja zur Zeit der Apostel entschieden wehrte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,17-19</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-12</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"> </p>
<h4>Die Rolle der schwarzen „Gospel-Musik“ und der afroamerikanischen Pfingstgemeinden</h4>
<p>Palmer sieht neben der heidnischen Ekstasereligion auch einige Einflüsse scheinbar „christlicher“ Art als prägend für den Rock&amp;Roll an, insbesondere bestimmte Elemente der schwarzen Gospelmusik und ekstatische Praktiken des Gesangs und Tanzens in schwarzen „Heiligungs“- und Pfingstgemeinden, die viele Elemente der heidnischen schwarzafrikanischen Religionen aufnahmen. Das ist insofern sehr interessant, weil diese Seitenströmung höchstwahrscheinlich wiederum Wege für die Aufnahme der Rock- und Popmusik in christlichen Kreisen gebahnt hat.</p>
<p>Gewisse Gebräuche, wie ekstatische Ringtänze (<em>ring shouts</em>), gingen durch gemischte „Erweckungstreffen“ auch auf weiße Christen über.<a href="#_ftn14" name="_ftnref14">[14]</a> Interessanterweise hatten einige frühe und einflußreiche Pioniere des Rock&amp;Roll eine Sozialisation in schwarzen oder weißen Pfingstgemeinden bzw. südlichen Baptistengemeinden erlebt, bevor sie in sie säkulare Musik gingen, u.a. Lionel Hampton, Jerry Lee Lewis, Bo Diddley, Buddy Holly, Chuck Berry, Little Richard und Elvis Presley.<a href="#_ftn15" name="_ftnref15">[15]</a> Sie erlebten dort schwarzafrikanische Elemente ekstatischer Musik und brachten sie später in der weltlichen Rockmusik ein, die ebenfalls ekstatischen Charakter trug.</p>
<p>Lionel Hampton, einer der Pioniere des „Rhythm&amp;Blues“, bezeugt, daß er wichtige musikalische Einflüsse durch die ekstatische Gottesdienstmusik der Pfingstkirche bekam, die u.a. mehrere Trommeln einsetzte.<a href="#_ftn16" name="_ftnref16">[16]</a> Hampton bekennt: „Und ich glaube, ich war der erste, der die ganze Musik aus der Heiligungskirche – den Beat, das Klatschen, das Rufen – in das Bandgeschäft hineinbrachte. Als der Rock and Roll kam, übernahmen sie eine Menge Sachen von uns.“<a href="#_ftn17" name="_ftnref17">[17]</a></p>
<p>Hampton erwähnt als eine seiner wichtigen Inspirationen den Auftritt eines schwarzen Pfingst-Heilers namens „Whirlin‘ Willie“. Sein Augenzeugenbericht zeigt, wie weit magisch-afrikanische Musikpraktiken damals schon in diesen Kirchen herrschten, verbunden mit handfestem Spiritismus und „Geistheilung“:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich ging zu der Erweckungsversammlung. Whirlin‘ Willies Band begann zu spielen. Was für eine Band! (…) <u>Sie begannen zu swingen, fingen an, den Heiligen Geist zu spüren, und, Mann, sie fanden echt einen Groove. (…) sie hatten den Geist und die Kraft</u>. Und als sie richtig in Fahrt gekommen waren, da öffnete sich hinten eine Tür, und Whirlin‘ Willie kam rein; er wirbelte, wirbelte einfach herum und hörte nicht ein einziges Mal damit auf! Die Band begann noch stärker zu grooven, und die Leute standen einfach auf, Kranke kamen nach vorne, Leute in Rollstühlen. Whirlin‘ Willie traf diese Leute wie ein Wirbelsturm! Er packte sie, einen nach dem anderen, und schmiß sie aus ihren Rollstühlen, dabei bellte er sie bloß an: „Du bist <em>geheilt</em>!“ Woff! „Du bist <em>geheilt</em>!“ Woff! Woff! Die verkrüppelten Leute landeten haufenweise auf dem Boden, und dann standen sie auf mit einer Art benommenem Gesichtsausdruck, und sie liefen einfach weg. Das gehörte zu den kraftvollsten, eindrucksvollsten Sachen, die ich je gesehen habe. Weil wir niemand von seinen Musikern anstellen konnten, begann ich meine Musiker zu bearbeiten und dazu zu bringen, daß <em>sie</em> mit dieser Art von Inspiration spielten.<a href="#_ftn18" name="_ftnref18">[18]</a></p>
<p>Der heutige Leser ist stark an die Praktiken heutiger charismatischer „Geistheiler“ erinnert, die mit ganz ähnlichen Methoden operieren. Suggestion und Trance spielen jeweils eine Schlüsselrolle für den „Erfolg“. Palmer führt auch den Bericht eines Volkskundlers an, der 1934 einen traditionellen Ringtanz in einer schwarzen Kirche in Louisiana aufnahm und beobachtete. Palmer kommentiert die Audio-Aufnahmen: „sie rocken so hart oder noch härter als irgendeine Schallplattenmusik“. Er schildert dann den Verlauf des Tanzes:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ein Vorsänger krächzt diese und andere Sätze im Telegrammstil; seine Stimme ist so mit Gefühl geladen, daß sie oft die Bedeutung der Worte für einen bloßen Ton preisgibt. Ein Chor antwortet in dem überall gegenwärtigen <em>call-and-response</em> [Ruf-und-Antwort]-Stil. Der Holzboden der ländlichen Kirche schwingt mit wie ein riesiges Trommelfell zu der unerbittlichen Wucht koordinierter Fußstampfrhythmen, wobei rhythmisches Händeklatschen dazu synkopierte Gegenrhythmen beisteuert. Immer wieder merkt der Beobachter bei Augenzeugenberichten solcher Ringtänze an, daß die Füße wie Trommeln klingen. <u>Sie wirken auch als Trommeln, indem sie Tranceerfahrungen auslösen und dann anleiten oder formen.</u> Die Sklaven hatten in den Holzböden von Plantagenhäusern und Schuppen und später von ihren eigenen Kirchengebäuden den einzigen wirksamen Ersatz für die verbotenen Trommeln gefunden, der ihnen verfügbar war. Die Böden dröhnten mit genügend tiefen Grundvibrationen und ausreichender Resonanz und Frequenzbreite, um die starke motorische und sensorische Stimulation zu erzeugen, die nötig ist, um Tranceerfahrungen auszulösen und zu steuern.<a href="#_ftn19" name="_ftnref19">[19]</a></p>
<p>Angesichts des flächendeckenden Einsatzes von rockiger Ekstasemusik im heutigen charismatischen „Lobpreis“, in dem ähnliche Trancezustände hervorgerufen werden und der heute zunehmend auch wieder den „religiösen Tanz“ einsetzt, um die Menschen auf das Wirken des Schwarmgeistes einzustimmen, sind solche geschichtlichen Bezüge zu pseudochristlicher, in Wahrheit heidnischer und dämonisch hochwirksamer schwarzer „Gospelmusik“ sehr aufschlußreich. Dasselbe gilt für die Tatsache, daß auffällig viele Schlüsselfiguren in der frühen Geschichte des Rockmusik und der zeitgenössischen „christlichen“ Rock- und Popmusik (CCM) aus der Pfingst- und Charismatischen Bewegung stammen.</p>
<p>Im übrigen soll noch erwähnt werden, daß sich neben den afrikanischen Musiktraditionen auch noch „spirituelle“ Einflüsse aus dem Fernen Osten in der Rock- und Popmusik finden. Solche vor allem psychedelischen Züge sind auf die hinduistische und buddhistische Meditationsmusik zurückzuführen, von der die Beatles und andere Popgruppen einige Elemente übernommen haben.</p>
<p>Die Beatles und einige andere prominente Popmusiker öffneten sich bekanntlich den Lehren des hinduistischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi und der „transzendentalen Meditation“ und sympathisierten auch mit der Hare-Krishna-Bewegung und anderen fernöstlichen Einflüssen, was sich in ihrer Musik teilweise niederschlug. Doch diese Einflüsse sind für Christen genauso abzulehnen, weil sie aus der Finsternis des Götzendienstes Asiens stammen. Auch okkulte Trancemusik aus arabisch-muslimischer Tradition spielte bei einigen Rockgruppen eine Rolle.<a href="#_ftn20" name="_ftnref20">[20]</a></p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die bewußtseinsverändernde Wirkung stark rhythmusbetonter Musik</span></h2>
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<p>Für unsere Fragestellung ist es wichtig, uns bewußt zu machen, daß wie bei den heidnischen musikalischen Vorläufern auch bestimmte Bestandteile der Rock- und Popmusik eine bewußtseinsverändernde, trancefördernde und verzaubernde Wirkung haben. Besonders der <em>„beat“</em>, die Betonung und Gestaltung des Rhythmus mit Schlagzeug, Baßgitarre u.a., bewirkt, wenn man sich ihm öffnet, eine Herabsetzung des normalen, wachen Bewußtseins auf eine tranceähnliche Ebene. Ähnlich wirken auch andere Elemente dieser Musik wie Synkopen, die große Lautstärke usw.<a href="#_ftn21" name="_ftnref21">[21]</a> Das ist heutzutage auch medizinisch-wissenschaftlich nachweisbar.</p>
<p>John Blanchard zitiert zwei Autorinnen zum Thema <em>Superlearning</em>, die schreiben: „Seit Jahrhunderten haben Leute von Asien über den Mittleren Osten bis Südamerika Musik genutzt, damit sie sie in veränderte Bewußtseinszustände bringt.“ Ein bulgarischer Arzt beschreibt das Ergebnis jahrelanger Experimente: „Bestimmte Trommelrhythmen wirken wie eine Art Schrittmacher, sie steuern den Rhythmus von Gehirnwellen und Atmung, was zu biochemischen Veränderungen führt, die veränderte Bewußtseinszustände hervorrufen.“</p>
<p>Der Popsänger Donovan bekennt: „Popmusik ist <em>das</em> Massenmedium, um die Art und Weise zu formen, wie Menschen denken“. Mick Jagger bestätigt das: „Musik ist der Schlüssel zu dem allem, weil Musik die Tür zu jedermanns Bewußtsein öffnet“.<a href="#_ftn22" name="_ftnref22">[22]</a></p>
<p>Diese unterschwellig beeinflussende Wirkung der Rockmusik, die die Hörer unkritisch und lenkbar macht und sie öffnet für ekstatische Erlebnisse, ist im medizinischen Experiment nachweisbar und von der Musikpsychologie anerkannt.<a href="#_ftn23" name="_ftnref23">[23]</a> Sie ist, wie wir oben schon gesehen haben, auch den weltlichen Rockmusikern und Musikexperten großenteils voll bewußt. Sie reden ganz offen von der „magischen“, „verzaubernden“ Wirkung dieser Musik, während christliche Verteidiger des Rock und Pop dies entschieden abstreiten.</p>
<p>Diese trancefördernde, auf die Begegnung und Erfüllung mit Geistern zielende Wirkung der Popmusik macht es auch verständlich, weshalb sie wie eine Droge wirkt und diejenigen, die sich ihr ergeben, regelrecht süchtig macht. Viele Menschen können gar nicht mehr arbeiten oder ihre Freizeit gestalten, ohne daß diese Musik nicht wenigstens im Hintergrund spielt. Sie vermittelt ein je nach Persönlichkeit unterschiedlich starkes emotionales Aufputsch-Erlebnis, bis hin zum Berauscht- und Ergriffensein und zu ekstatischen Zuständen. Diesen „Kick“ suchen ihre Anhänger immer wieder, und im Endeffekt sind sie von ihm abhängig (was sich zeigt, wenn sie einmal vier Wochen auf ihre heißgeliebte Musik verzichten müßten).</p>
<p>Letztlich ist die Rock- und Popmusik auch eine Art Religionsersatz, ein heidnisches religiöses Ritual, das dem seiner musikalischen Ursprünge durchaus verwandt ist. Dabei spielt es keine wesentliche Rolle, ob es sich nun um „Soft-Rock“, „Sacro-Pop“, „Hard-Rock“ oder „Hiphop“ oder irgendwelche anderen Stilvarianten handelt, Gerade auch die weichen, langsameren, psychedelischen Melodien wirken oft sehr stark verführerisch.</p>
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<h4>Zeugnisse weltlicher Rockmusiker offenbaren, wes Geistes Kind ihre Musik ist</h4>
<p>Wir wollen hier aus einer Fülle von Bekenntnissen weltlicher Rockmusiker einige wenige Aussagen herausgreifen, um zu zeigen, welchen finsteren, antichristlichen Charakter diese Musik hat – ganz unabhängig vom Text der Lieder, der in den meisten Fällen genau denselben Charakter trägt.</p>
<p>So bezeugte etwa der Rock&amp;Roll-Sänger Little Richard, der selbst zwei vergebliche Versuche machte, von dieser Musik loszukommen, und eine halbherzige Hinwendung zu Christus vollzog: „Meine wahre Überzeugung über Rock’n’Roll … ist die: Ich glaube, diese Art von Musik ist dämonisch. … <u>Viele Beats in der heutigen Musik stammen aus dem Voodoo, von den Voodoo-Trommeln … Ich glaube, daß diese Sorte Musik Menschen von Christus wegtreibt.</u> Sie ist ansteckend.“<a href="#_ftn24" name="_ftnref24">[24]</a></p>
<p>Der Rockstar David Bowie bestätigt dies offenherzig: „<u>Rock war immer schon die Musik des Teufels</u>. Du kannst mich nicht davon überzeugen, daß sie das nicht ist. Ich bin ehrlich überzeugt von allem, was ich gesagt habe. Ich bin überzeugt, daß der Rock‘n‘Roll gefährlich ist“.<a href="#_ftn25" name="_ftnref25">[25]</a></p>
<p>Der Rockmusiker Jimmy Hendrix sagt: „Bestimmte Stimmungen [‚atmospheres’] werden durch Musik erzeugt, denn Musik hat eine nur ihr eigene Spiritualität.<u> Du kannst die Leute mit Musik hypnotisieren, und wenn du sie an ihrem schwächsten Punkt erwischst, kannst du ihnen in das Unterbewußtsein predigen, was wir ihnen sagen wollen</u>.“<a href="#_ftn26" name="_ftnref26">[26]</a></p>
<p>Timothy Leary, einer der Sprecher der antichristlichen Drogen- und Jugendkultur, sagt in bezug auf die Popmusik: „Hör nicht auf die Worte, <u>die Musik selbst hat ihre eigene Botschaft</u> (&#8230;) ich bin schon sehr oft von der Musik high [= berauscht] geworden (&#8230;) die Musik ist’s, die dich treiben wird.“<a href="#_ftn27" name="_ftnref27">[27]</a> Der Musiker Peter Michael Hamel sagt über die bewußtseinsverändernden Wirkungen monotoner Rhythmen: „Durch Rhythmus erwacht das magische Bewußtsein.“<a href="#_ftn28" name="_ftnref28">[28]</a></p>
<p>Der Technomusiker Mathias Hoffmann schreibt über die Wirkung der monotonen Rhythmen in seiner Musik: „Das archaische Element, das Fallenlassen, das Den-Kopf-Abschalten kann auch sehr positiv wirken. Tekkno funktioniert ähnlich wie Meditation. Die Monotonie gibt dir das eine Wort, das ‚Omm’ des Tantra. Durch die ständige Repetition wirst du von der Welt losgelassen und kannst zu dir selber finden.“</p>
<p>Gabrielle Roth, eine als „Großstadt-Schamanin“ bezeichnete Veranstalterin von Tanz- und Musik-Workshops, sagte in einem Interview: <u>„Gib dich dem Beat hin, gib dich dem Beat nochmal hin und noch mal und noch mal, und irgendwann hast du einen Zustand von Ekstase erreicht.</u>“ Über ihre Zielgruppe schreibt sie: „Die Leute, die zu meinen Workshops kommen, sind zum größten Teil erst knapp über zwanzig. Sie wollen Trance, Ekstase und Spiritualität. All das finden sie im Tanz, im Rhythmus, in der Musik.“<a href="#_ftn29" name="_ftnref29">[29]</a></p>
<p>Jimmy Page von der Rockgruppe »Led Zeppelin« beschreibt die Wirkung der Rock- und Popmusik sehr offen: »Ein Rockkonzert ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Ritual, bei dem übersinnliche [engl. <em>psychic</em>] Kraft freigesetzt und umgesetzt wird. Konzerte von Led Zeppelin beruhen im wesentlichen auf Lautstärke, Wiederholung und Rhythmus. Sie haben viel Ähnlichkeit mit der Trance-Musik Marokkos, die in ihrem Ursprung und Zweck magischen Charakters ist. (…) Im Led-Zeppelin-Konzert ist das Ziel Energie bei den Spielern und beim Publikum. Um das zu erlangen, muss man die Quellen magischer Kraft anzapfen, so gefährlich das auch sein mag.«<a href="#_ftn30" name="_ftnref30">[30]</a></p>
<p>Ein Rockmusiker wirkt deshalb normalerweise wie ein Schamane in den götzenanbetenden Naturvölkern. Er ist ein Kanal der Geister und er führt die Menschen über Rituale und meist auch über Musik zur ekstatischen Begegnung mit den Geistern.</p>
<p>Das beinhaltet auch, daß viele Lieder dieser modernen Schamanen durch Inspiration finsterer Geister entstanden. Keith Richards von den Rolling Stones bekennt dies offen: „Wir empfangen unsere Lieder durch Inspiration, wie bei einer Séance [= spiritistischen Sitzung].“<a href="#_ftn31" name="_ftnref31">[31]</a> Yoko Ono sagt über die Beatles: „Sie waren wie Medien. Sie waren sich nicht aller Dinge bewußt, die sie sagten, sondern es kam durch sie.“ Michael Jackson bekannte: „Wenn ich auf die Bühne komme, dann kommt plötzlich etwas ‚Magisches‘ irgendwo her, und der Geist packt dich einfach, und du verlierst die Kontrolle über dich selbst.“</p>
<p>Der Keyboarder der Band <em>Doors</em> erzählte über deren Konzerte: „Es war, als ob Jim [Morrison] ein elektrischer Schamane wäre und wir die elektrische Musikgruppe des Schamanen, die nach seiner Führung das Trommelfeuer eröffnete.“<a href="#_ftn32" name="_ftnref32">[32]</a> Und der weltberühmte Rockgitarrist Ginger Baker erzählte: „Es passiert uns ziemlich oft – es kommt mir vor, als ob nicht ich mein Instrument spiele, etwas anderes spielt es, und dieses Etwas spielt die Instrumente von uns Dreien. Das meinte ich, wenn ich sage, manchmal ist es furchterregend.“<a href="#_ftn33" name="_ftnref33">[33]</a></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Pop- und Rockmusik &#8211; endzeitliche Musik der Gesetzlosigkeit</span></h2>
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<p>All dies muß uns ganz klar machen: Rock- und Popmusik ist nicht einfach ein moderner zeitgenössischer Musikstil wie frühere zu ihrer Zeit auch. Diese Musik ist <em>Endzeitmusik</em>, ist eine der stärksten Waffen des Satans in der Verführung der Welt zur Gesetzlosigkeit und widergöttlichen Rebellion. Es ist eine vom Teufel inspirierte, magische, götzenanbeterische Musik, die dem heiligen Gott ein absolutes Greuel ist. Wer solche Musik nimmt und in das Heiligtum der Gemeinde bringen will, der begeht eine schwere Sünde; der begeht Frevel gegen Gott und den Herrn Jesus Christus.</p>
<p>In dieser bewußt anarchischen, zügellosen, orgiastischen Musik wird eine geistliche Macht wirksam, die uns die Bibel als <em>„das Geheimnis der Gesetzlosigkeit“</em> beschreibt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,7</a>). Die Bibel zeigt uns, daß die gottferne Menschheit am Ende der Zeiten, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus, von einer mächtigen Welle von Gesetzlosigkeit erfaßt werden wird.</p>
<p>Die Menschen werden sich bewußt gegen Gottes Gebote und Ordnungen, einschließlich der grundlegenden Schöpfungsordnungen von Ehe und Familie, auflehnen. Sie betreiben den Kult des „autonomen“ (sich selbst das Gesetz gebenden) Übermenschen, der sich für Gott hält (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,4</a>). Sie feiern die Grenzüberschreitung, die Übertretung göttlicher Gebote, die zügellose Selbstentfaltung und Verwirklichung ihrer Begierden und Lüste – bis zum Exzeß. Das wird für sie wie eine Gegenreligion.</p>
<p>Rockmusik ist ihrem Wesen nach Ausdruck und Ansporn jener endzeitlichen Gesetzlosigkeit. John Lennon erklärte in einem Interview: „Die ganze Idee der Beatles war es, zu tun, was du willst“, wobei er sich offenkundig auf eine Lebensregel des Satanisten Aleister Crowley bezog, der die ganze Rockmusik stark beeinflußte. Crowley gab bereits den Fingerzeig, daß man die junge Generation durch „eine auf Wiederholung und Rhythmus basierende Musik“ sowie durch Drogen und sexuelle Magie für das Übersinnliche öffnen könne.<a href="#_ftn34" name="_ftnref34">[34]</a></p>
<p>Mick Jagger von den Rolling Stones sagte einmal: „Anarchie ist der einzige schwache Hoffnungsschimmer. Jeder sollte fähig sein, dorthin zu gehen, wo er will, und zu tun, was er will“. In dem berüchtigten ACDC-Song „Highway to Hell“ wird diese gesetzlose Lebensphilosophie so ausgedrückt: „Ich bin auf der Schnellstraße zur Hölle … keine Stopschilder, keine Begrenzungen, niemand wird mich zum Abbremsen bringen.“ Der Schlagzeuger von Black Sabbath, Bill Ward, sagte: „Wir haben rebelliert, und wir haben gegen so gut wie alles rebelliert.“<a href="#_ftn35" name="_ftnref35">[35]</a> Das war nicht nur die Lebensüberzeugung der Rockmusiker – das war auch die Botschaft ihrer bewußt aufrührerischen, unharmonischen, aufputschenden Musik, die wiederum diese Haltung in die Herzen ihrer Hörer einprägte.</p>
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<h4>Die antichristliche Auflehnung der 68er-Jugendrevolte</h4>
<p>Damit aber ist diese Musik nicht nur zutiefst <em>un</em>christlich, sondern ausgesprochen <em>anti</em>christlich. Der Antichristus ist der Mensch der Sünde, der sich gegen Gott erhebt und Seine Ordnungen über den Haufen wirft – inspiriert von Satan, dem großen Rebellen gegen Gott und Widersacher des Herrn Jesus Christus. Der Geist der antichristlichen Bestrebungen wird im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2</a> so deutlich geschildert:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde l<strong>ehnen sich auf</strong>, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: <strong>»Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!«</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,1-3</a>)</em></p>
<p>Das alles wird im Auftreten des Antichristen gipfeln, welcher <em>„der Gesetzlose“</em>, die Personifizierung der Gesetzlosigkeit, genannt wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,8</a>), und von dem geschrieben steht:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und <strong>der Mensch der Sünde</strong> geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, <strong>der sich widersetzt und sich über alles erhebt</strong>, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-4</a>)</em></p>
<p>Die „68er-Kulturrevolution“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war also eine Erfüllung der prophetischen Voraussagen der Bibel über die Endzeit, in der alles Böse und Gottwidrige in der Menschheit zur Ausreifung kommt und einen schrecklichen Gipfelpunkt erreicht, auf den dann das Zorngericht Gottes folgt.</p>
<p>Diese als „Jugendrevolte“ deklarierte antichristliche Geisteswelle überschwemmte von den USA ausgehend buchstäblich das ganze frühere „christliche Abendland“ und brachte Anarchie und Auflehnung, Ungehorsam gegen Eltern und alle Autoritäten, zügellose Selbstbefreiung, Untergrabung von Ehe und Familie, die kultische Zelebration von Hurerei, Homosexualität und jeglicher Perversion, Drogenexzesse und die Hinwendung zum Magischen und Dämonischen. Hier gelangte zum vollen Ausdruck, was die Bibel über die Sünde des Menschen sagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C28-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,28-31</a>)</em></p>
<p>Ein Wesenszug dieser Jugendrevolte war die Zerstörung der Familie – zunächst durch die systematische Anstachelung der oft nur 12, 13 Jahre alten Jugendlichen zur Auflehnung gegen ihre Eltern und deren Autorität, die durch die Rockmusik systematisch angefeuert wurde. Die Werte der Gesellschaft (und der Bibel) wurden genau umgekehrt – es war „out“ und verachtenswert, wenn ein junger Mensch gehorsam, ordentlich, fleißig und strebsam war. „In“ war Frechheit, Leistungsverweigerung, Ungehorsam, Lässigkeit, Sinnlichkeit, sofortige Lusterfüllung, Flucht in den Rausch der Musik oder der Drogen.</p>
<p>Damit wurden diese irregeführten, ihres elterlichen Schutzes beraubten Jugendlichen systematisch in die Labyrinthe des Bösen eingeweiht: vorehelicher Geschlechtsverkehr, Abtreibungen, Mißbrauch (wie weit verbreitet er war, kommt jetzt erst durch die Enthüllungen über „Sir Jimmy Savile“, „Gary Glitter“ und andere ans Licht), Drogenkult, Prostitution, esoterische Sekten.</p>
<p>Diese 68er-Jugendkultur – zu der der Verfasser dieser Zeilen auch viele Jahre gehörte – fand ihren musikalischen Ausdruck in der Rock- und Popmusik; diese befeuerte aber auch die antichristliche Kulturrevolution und führte ihr scharenweise neue Anhänger zu. Einer der damaligen Aktivisten, Jerry Rubin, sagte: „Rock’n’Roll war der Anfang der Revolution &#8230; Wir haben Jugend, Musik, Sex, Drogen und Rebellion mit Hochverrat verbunden, und diese Verbindung kannst du schwer besiegen.“</p>
<p>Die satanische Rebellion und Gesetzlosigkeit steckte nicht nur in den Texten, sondern auch in den Rhythmen, im treibenden Beat, in den Riffs und wiederholenden Mantras, in der allgegenwärtigen sexuellen Anzüglichkeit und Stimulation, im provokativen und perversen Verhalten der angehimmelten „Stars“, die zu den neuen Vorbildern der irregeführten jungen Leute wurden.</p>
<p>Die Rock- und Popmusik ist also im Letzten antichristliche Musik, Musik, mit der der Teufel versucht, die Menschen zu beeinflussen, von Gott und Seiner Wahrheit wegzuziehen und für den Antichristen gefügig zu machen. H. T. Spence schreibt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Aber der Antichrist muß noch kommen, und Satan arbeitet seit dem Turmbau zu Babel daran, die Welt wieder zurückzubringen zu einer Einheit in Puls, Herzschlag, Vision und Ziel. (…) Musik ist das machtvolle Werkzeug, um Massenmanipulation zu bewirken oder eine Bevölkerung emotional und weltanschaulich zu beherrschen. Sie ist die Macht, um Menschen zu gewinnen, in der säkularen oder religiösen Welt. (…) Sie kann die Stimmung einer Nation, eines Volkes, eine Familie oder einer christlichen Gemeinde vorgeben. (…) Das zwanzigste Jahrhundert ist durch seine Technik und Synthese von Musik in der Lage gewesen, jeden gewünschten Effekt hervorzubringen. Moderne Musik ist wahrhaftig eine emotionale und geistige Droge für die Massen geworden.<a href="#_ftn36" name="_ftnref36">[36]</a></p>
<p>Wir müssen bedenken, daß der Feind einmal alles daransetzt, die Welt zur Anbetung des Antichristen und zur Anbetung seiner selbst zu verführen. Dabei müssen wir damit rechnen, daß er auch raffiniert gemachte Musik einsetzt, um die Menschen zu berauschen und willig zu machen, wie wir es in dem bedeutungsvollen Vorbild des goldenen Standbildes von Nebukadnezar sehen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 3,7</a>)</em></p>
<p>Die weltweite Ausbreitung der Rock- und Popmusik und ihr suchtartiger Konsum durch Milliarden Menschen läßt uns ahnen, daß diese Musik (oder ihre Weiterentwicklung) vielleicht noch eine wichtige Rolle in den Verführungsplänen des Bösen spielen könnte.</p>
<p>All das steht in einem tiefen und unversöhnlichen Gegensatz zur Botschaft der Bibel. Die Bibel deckt auf, daß gerade die Auflehnung und Rebellion des gefallenen Menschen gegen den ewigen, allmächtigen Gott, gegen Seine Ordnungen und Gebote die Ursache des Verderbens der Menschen ist.</p>
<p>Christsein bedeutet Abkehr von dieser todbringenden Rebellion und aller Gesetzlosigkeit, bedeutet bewußte Unterwerfung unter Gottes Autorität und auch unter die menschliche Obrigkeit. Wer sich zu Christus bekennt, muß sich entschieden abwenden von aller Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,19</a>). Das bedeutet auch einen bewußten Bruch mit der von Rebellion, Zügellosigkeit und Gesetzlosigkeit geprägten „Jugendkultur“ und ihrer Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Eine sehr interessante Geschichte des Vormarsches von Rock&amp;Roll im Westen aus biblischer Perspektive gibt Spence, <em>Confronting</em>, S. 61-74. Vgl. auch die geschichtliche Darstellung in Peters/Peters, <em>Why Knock Rock</em>, S. 13-31.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Eine Bewertung der Rock- und Popmusik aus christlicher Sicht findet man in einigen empfehlenswerten Büchern bzw. Schriften. Eine kurze, treffende Warnung gibt Roger Liebis Broschüre: <em>Rockmusik – Daten, Fakten, Hintergründe. </em>Ebenfalls relativ knapp ist die Darstellung von Ulrich Bäumer: <em>Wir wollen nur deine Seele. Hardrock: Daten, Fakten, Hintergründe. </em>Musikwissenschaftlich fundiert und mit vielen Zitaten und Fakten argumentieren die Bücher von Matthias Steup:<em> Gute Musik! Böse Musik? </em>und von Adolf Graul: <em>Rock-, Pop- und Technomusik und ihre Wirkungen. </em>Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das Büchlein von Joachim Rosenthal: <em>Popmusik im Gottesdienst? </em>Im englischsprachigen Bereich finden sich sehr gute Darstellungen u.a. bei: Peter Masters: <em>Worship in the Melting Pot</em> sowie Blanchard/Anderson/Cleave: <em>Pop goes the Gospel.</em> Die wohl ausführlichste Sammlung von Zitaten und Fakten bietet David Cloud: <em>Rock Music vs. the God of the Bible. </em>In den Fußnoten wird die Literatur nur mit Kurztitel zitiert; vgl. die ausführlichen bibliographischen Angaben im Literaturverzeichnis im Anhang.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 52; vgl. seine ausdrückliche Bestätigung von Sowandes Aussage auf S. 72. Robert Franklin Palmer jr. (1945-1997) war ein weißer US-amerikanischer Musiker und Rock-Experte, der jahrelang für die <em>New York Times</em> Musikartikel schrieb und Mitherausgeber der Zeitschrift <em>Rolling Stone</em> war. Er lehrte an mehreren Universitäten über amerikanische Musikgeschichte und war einer der führenden Kenner des Blues und der Rockmusik in den USA (vgl. auch seine Biographie in Wikipedia engl.). Ich zitiere ihn ausführlich, weil er mehr und fundierter als andere Fachleute auf die religiös-spirituellen Wurzeln der Rockmusik eingeht.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 53. Hervorhebungen durch Unterstreichung sind immer von RE. Die Verbindung des Rock&amp;Roll zum Voodoo wird auch von anderen Kennern offen angesprochen; vgl. DeBruyn, <em>Drumming</em>, S. 18.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 77.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 62.</p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 62-64.</p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 66. An anderer Stelle sagt Palmer: „Rock and Roll zielt auf Befreiung und Transzendenz [Jenseitserfahrung], er erotisiert das Spirituelle und spiritualisiert das Erotische, denn das ist sein ökumenisches [aus seiner multireligiösen Entstehung abgeleitetes] Geburtsrecht.“ S. 72.</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Vgl. die wertvollen Ausführungen von Matthias Steup zu Trance und Ekstase durch Rockmusik in <em>Gute Musik,</em> S. 69-81.</p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Das gr. <em>ekstasis</em> wird zur Beschreibung von außerordentlichen Visionen der Apostel Petrus und Paulus gebraucht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+10%2C10%3B+11%2C5%3B+22%2C17%3B+vgl.+2Kor+5%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 10,10; 11,5; 22,17; vgl. 2Kor 5,13</a>), wurde aber von ihnen als Ausnahmeerfahrung erlebt, die mit ihrem besonderen Aposteldienst zu tun hatte, während beide für das Glaubensleben die Nüchternheit und den bewußten Verstand sehr betonen.</p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> M. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 41f.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Palmer schreibt: „Rock war unsere Religion. Aber was für eine Art von Religion war es? Die alten Griechen schlossen den philosophischen Dualismus in ihre Hierarchie der Götter und Mythen ein, indem sie spirituelle Kräfte oder Mächte feststellten, die zwei grundlegende Tendenzen in Gesellschaft und Kultur verkörperten: der „ausgewogene, vernünftige‘ Apollo und der ‚berauschte, unvernünftige‘ Dionysos. Die Verehrung des Dionysos gehört zu den ältesten Weltreligionen und hat Wurzeln in der noch älteren, vor-arischen Verehrung von Shiva. (…) Wie Shiva und Pan wird der griechische Dionysos oft als ein gehörnter Gott dargestellt. Das sind Götter der Ekstase und der zügellosen Sexualität (…) Dionysos war der Gott der hochgepriesenen Ekstase und der hingerissensten Liebe (…) <u>Rock and Roll forderte die vorherrschenden Normen und Werte mit einer wahrhaft dionysischen Leidenschaft heraus.</u> Verglichen mit einer antiken dionysischen Orgie – Trancezustände, Besessenheiten, Verehrer, die Opfertiere mit ihren bloßen Händen zerrissen und das rohe Fleisch aßen -, ist eine Rock&amp;Roll-Aufführung beinahe zahm. Aber in einer Kultur, deren Vorstellung von musikalischer Unterhaltung in Perry Como, Doris Day und ‚Deiner Hitparade‘ bestand, war das Auftreten eines Elvis Presley, ganz zu schweigen von Little Richard, radikal und beispiellos.“ Palmer zitiert dann einen Rock-Philosophen, der die Rockkonzerte im Jargon der linken Guerillakrieger als „für begrenzte Zeit existierende autonome Gebiete“ bezeichnet, und definiert diese als „eine Art effektiver herrschaftsfreier Zustand [functional anarchy], der in einer mehr oder weniger unterdrückenden vorherrschenden Kultur existieren kann“; er bezeichnet Rock-Konzerte als „<u>eine für gewisse Zeit existierende dionysische Gemeinschaft</u>“; vgl. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 147-150.</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 148-149.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Vgl. dazu Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 66-72.</p>
<p><a href="#_ftnref15" name="_ftn15">[15]</a> Vgl. dazu auch Kopfermann, <em>Das Geheimnis,</em> S. 185-189; Kopfermann deutet diese Prägungen so, als seien diese Rockmusiker „verlorene Söhne“, die in der Kirche hätten bleiben können, wenn diese toleranter gewesen wäre.</p>
<p><a href="#_ftnref16" name="_ftn16">[16]</a> Palmers Anmerkung zu dieser Kirche ist bemerkenswert: „Die C.O.G.I.C [= Church of God in Christ], die in Memphis Mitte der 1890er Jahre gegründet wurde, ist eine Pfingstkirche, deren Mitglieder direkten Kontakt mit dem Heiligen Geist aufnehmen. Tranceverhalten – „getting happy“ – ist weit verbreitet und wird gefördert, und kein Musikinstrument wird für unwürdig gehalten, das Lob Gottes zu singen. Geheiligte Gospelmusik, die sich etwa um dieselbe Zeit entwickelte wie der frühe Blues und Jazz, <u>ist eine der wichtigsten und vielleicht die am wenigsten dokumentierte der musikalischen Sprachen, die die Fundamente des Rock and Roll bereitstellten.</u>“ S. 47.</p>
<p><a href="#_ftnref17" name="_ftn17">[17]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 48-49.</p>
<p><a href="#_ftnref18" name="_ftn18">[18]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 48.</p>
<p><a href="#_ftnref19" name="_ftn19">[19]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 67-68.</p>
<p><a href="#_ftnref20" name="_ftn20">[20]</a> Belege dafür finden sich u.a. bei Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 72; 88; 109; 124-125. Heide führt aus: „Aber schon Timothy Leary sah die trancehafte Wirkung von Rockmusik nicht allein durch ihren Rhythmus bedingt; spätestens seit den 70er Jahren experimentierten nämlich namhafte Rockmusiker (oft unter Drogeneinfluß) mit psychedelischen Klangteppichen, um ‚Trip‘-Erlebnisse beim Hörer hervorzurufen (…) Grundlagen solcher ‚Funktionsmusik‘ ließen sich leicht in der Musik des Hinduismus finden (…)“ <em>Musik</em>, S. 69. Spence merkt an: „Acid-Rock [LSD-Rock] war langsamer und spannungsärmer als Hardrock, und er führte vieles aus der orientalischen Musik ein, die Hintergrundklänge für die Drogenerfahrungen dieser Zeit bereitstellte.“ <em>Confronting</em>, S. 66.</p>
<p><a href="#_ftnref21" name="_ftn21">[21]</a> Vgl. dazu das Buch von Adolf Graul, <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em>, in dem wir viele Beispiele und aufschlußreiche Zitate in bezug auf die Wirkung von Rockmusik finden<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref22" name="_ftn22">[22]</a> Alle Zitate nach Blanchard,<em> Pop goes the Gospel</em>, S. 70-71.</p>
<p><a href="#_ftnref23" name="_ftn23">[23]</a> Adolf Graul weist auf die Zusammenhänge in seinem Buch <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em> mehrfach hin, so z. B. S. 76-84; 103-127; 138-140; Zitate und Auszüge aus wissenschaftlicher Literatur finden sich auf S. 259-320. Auch bei Macujina, <em>Measuring</em>, findet sich ein aufschlußreiches Kapitel mit solchen psychologischen Experimenten über die Wirkung von Rockmusik („Rock Music and Psychological Studies“, S. 162-181).</p>
<p><a href="#_ftnref24" name="_ftn24">[24]</a> Zit. n. Cloud, <em>Contemporary Christian Music</em>, S. 352.</p>
<p><a href="#_ftnref25" name="_ftn25">[25]</a> Zit. n. Blanchard, <em>Pop goes the Gospel</em>, S. 45.</p>
<p><a href="#_ftnref26" name="_ftn26">[26]</a> Zit. n. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 71.</p>
<p><a href="#_ftnref27" name="_ftn27">[27]</a> Zit. n. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 68.</p>
<p><a href="#_ftnref28" name="_ftn28">[28]</a> Zit. n. Graul, <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em>, S. 46.</p>
<p><a href="#_ftnref29" name="_ftn29">[29]</a> Zit. n. Graul, S. 50.</p>
<p><a href="#_ftnref30" name="_ftn30">[30]</a> Zit. n. Graul, S. 47.</p>
<p><a href="#_ftnref31" name="_ftn31">[31]</a> <em>Rolling Stone</em> 5. 5. 1977, zit. n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 225.</p>
<p><a href="#_ftnref32" name="_ftn32">[32]</a> Zitate n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 225-226.</p>
<p><a href="#_ftnref33" name="_ftn33">[33]</a> Zit. n. Blanchard, <em>Pop goes the Gospel</em>, S. 43.</p>
<p><a href="#_ftnref34" name="_ftn34">[34]</a> Zit. n. Bäumer, <em>Wir wollen nur deine Seele</em>, S. 97.</p>
<p><a href="#_ftnref35" name="_ftn35">[35]</a> Zit. n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 210-211.</p>
<p><a href="#_ftnref36" name="_ftn36">[36]</a> Spence, <em>Confronting</em>, S. 26-27.</p>
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<p>Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/charismatischer-lobpreis-fremdes-feuer-im-heiligtum-gottes/"><strong>Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verkehrung durch Rockmusik und „Worship“-Lieder</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/01/die-wurzeln-der-modernen-christlichen-musik-wesenszuege-der-weltlichen-rock-und-popmusik/">Die Wurzeln der modernen christlichen Musik:  Wesenszüge der weltlichen Rock- und Popmusik</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>Was kann ich tun, wenn ein Freund oder Angehöriger sich in die Charismatik verstrickt hat?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/11/was-kann-ich-tun-wenn-ein-freund-oder-angehoeriger-sich-in-die-charismatik-verstrickt-hat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2018 16:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Charismatik]]></category>
		<category><![CDATA[Irrgeist]]></category>
		<category><![CDATA[Verstrickung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  FRAGE Mein Sohn hat sich seit einigen Monaten sehr verändert. Er ist schon einige Jahre bekehrt und wollte dem Herrn treu nachfolgen. Vor einiger Zeit bekam er Kontakt zu einer charismatischen Gemeinde, die er nun regelmäßig besucht. Nun redet er in Zungen und sagt, er habe die „Geistestaufe“ bekommen. Früher konnten wir uns gut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/11/was-kann-ich-tun-wenn-ein-freund-oder-angehoeriger-sich-in-die-charismatik-verstrickt-hat/">Was kann ich tun, wenn ein Freund oder Angehöriger sich in die Charismatik verstrickt hat?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3> </h3>
<h2>FRAGE</h2>
<p>Mein Sohn hat sich seit einigen Monaten sehr verändert. Er ist schon einige Jahre bekehrt und wollte dem Herrn treu nachfolgen. Vor einiger Zeit bekam er Kontakt zu einer charismatischen Gemeinde, die er nun regelmäßig besucht. Nun redet er in Zungen und sagt, er habe die „Geistestaufe“ bekommen. Früher konnten wir uns gut über geistliche Dinge unterhalten. Jetzt endet das sehr schnell in Streit. Er wirft mir vor, ich hätte „den Geist“ nicht und könnte seine Ideen nicht verstehen. Er spricht jetzt oft davon, „Gott“ habe ihm bestimmte Dinge gesagt oder in einer Vision gezeigt. Er läßt sich auch von Botschaften einiger „Propheten“ in seiner Gemeinde leiten und behauptet, diese seien „Reden Gottes“. Ich habe große Sorge um ihn. Was kann ich tun?</p>
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<h2>ANTWORT</h2>
<p>Es gibt leider recht viele Freunde und Angehörige, die ähnliche Fragen bewegen. Eine erschreckend große Anzahl von (zumeist, aber nicht immer jüngeren) Christen öffnet sich aus Neugier, Unzufriedenheit mit dem bisherigen geistlichen Leben oder aufgrund von Nöten wie Krankheit oder psychischen Problemen für charismatische bzw. pfingstlerische Lehren und Gemeinden. Angeregt werden sie oft von charismatischen Bekannten, häufig auch durch Vorträge und Videos im Internet.</p>
<p>Wie ich selbst als Betroffener bezeugen kann, geht von pfingstlerischen und charismatischen Predigern und Gemeinden eine ziemliche Faszination und Anziehungskraft für viele ungefestigte Christen aus. Ihr Anspruch als eine weltweite „Erweckungsbewegung“, die zum apostolischen Christentum zurückkehren will, spricht viele an. Ihre Werbung für die „Geistestaufe“ als zweite „Geisterfahrung“, die angeblich Kraft, Freude und Sieg über alle Probleme des Christenlebens bringen soll, erscheint vielen glaubwürdig. Ihr breitgefächertes Angebot an Versprechungen für körperliche und innere Heilung, Befreiung von Dämonie und Bindungen, für Erfolg und insgesamt für ein „höheres Christenleben“ macht vielen Menschen Hoffnung.</p>
<p>Leider ist es so, daß hinter dieser einladenden Fassade das verführerische Werk falscher Geister steckt. In dieser Bewegung wirken <strong>„verführerische Geister und Lehren der Dämonen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a>), und mit der pfingstlerisch-charismatischen „Geistestaufe“ empfängt der Suchende einen Irrgeist, der oft genug bald schlimme Auswirkungen zeigt: Lästergedanken, Depressionen, wahnhafte Steuerung durch Stimmen und „Offenbarungen“, unkorrigierbarer Hochmut, sündiges Fehlverhalten, das fromm getarnt wird, usw. Viele Betroffene erkenne das lange Zeit nicht; ihnen wird eingeredet, sie glaubten nicht richtig, oder aber, sie bräuchten „Befreiungsdienst“, d.h. die angebliche Austreibung von Dämonen, die in Wahrheit noch tiefer in okkulte Verstrickungen führt (vgl. dazu unseren Beitrag: <strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/wie-werde-ich-frei-von-okkulter-belastung/">Wie werde ich frei von okkulter Belastung?</a></strong>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Wie kann man helfen?</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Warnung vor solchen irreführenden, aber attraktiven Lehren und Praktiken wirkt am besten, wenn sie vorbeugend geschieht. Es wäre sehr wünschenswert, wenn alle jungen Gläubigen mit einem gewissen Grad an geistlicher Festigkeit auch eine biblische Aufklärung über die Irrtümer der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten würden. Wenn dann solche Einflüsse kommen, können sie diese leichter einordnen und sind hoffentlich vorsichtig.</p>
<p>Wenn solche Christen anfangen, in charismatische Kreisen zu verkehren (und sei es auch im Internet), dann ist die Warnung etwas schwieriger, aber dennoch sinnvoll und nötig, und manch einer läßt sich auch warnen und wird vor einem Abgleiten bewahrt. Die gesunden Gläubigen in ihrer Umgebung sollten betend geeignetes Aufklärungsmaterial weitergeben und bereit sein, auf Fragen der beeinflußten Christen einzugehen. Dafür wurden u.a. auch die Aufklärungsschriften des <em>Esra-Schriftendienstes </em>verfaßt, die sachliche Aufklärung und biblische Argumente enthalten und klar verständlich warnen. Hier hilft auch der Umstand, daß der Verfasser selbst ehemaliger Charismatiker ist und sich mit den Lockangeboten dieser Bewegung auskennt.</p>
<p>Schwieriger wird es, wenn die von der Charismatik angezogenen Christen bereits die „Geistestaufe“ empfangen haben, die dem Neuankömmling vielfach rasch angeboten und dann per Handauflegung oder eingeübtem Zungengebet herbeigeführt wird. Damit hat aber dieser Christ sich dem Einfluß eines betrügerischen Geistes geöffnet, der sein geistliches Urteilsvermögen vernebelt und ihn meist immer tiefer in den Irrgarten charismatischer Erfahrungen, Visionen und Prophetien hineinzieht.</p>
<p>Der falsche charismatische Geist bewirkt in seinen Anhängern in der Regel einen massiven Hochmut, ein Gefühl der weiten Überlegenheit gegenüber jenen bedauernswerten „unerleuchteten“ Christen, die „nur“ die Bibel haben und nichts wissen von Zungenreden, Dämonenbinden, Heilungen und inneren Eindrücken und Visionen. Diese werden als gefangen in den Niederungen des Christenlebens wahrgenommen, wenn überhaupt, nur mit Not errettet, während man sich selbst auf Höhenflügen des „geisterfüllten“ eigentlichen Siegeslebens wähnt.</p>
<p>In einem solchen Zustand nimmt der charismatisch „erfüllte“ Christ zumeist gar keine biblischen Argumente oder Aufforderungen zur Prüfung seiner Überzeugungen an. Er empfindet solche Anfragen vielmehr als Bedrohung seines hohen geistlichen Zustandes und seiner „Erleuchtungen“ und wird sie u.U. aggressiv zurückweisen.</p>
<p>Dementsprechend wird er auch von seinen Pastoren bzw. Leitern beeinflußt, die ihm u.U. sogar eine ziemlich starke Abschottung von allen nichtcharismatischen oder kritischen Gläubigen nahelegen. Die charismatischen Führer suchen ihre falschen Lehren und betrügerischen Praktiken auch durch andere Mittel abzusichern. Sie wecken in den Anhängern eine Angst davor, mit Kritik gegenüber den okkulten Geisteswirkungen in der Bewegung die „Sünde gegen den Heiligen Geist“ zu begehen. Sie verbreiten Warnungen vor jeglicher Kritik an Predigern oder Propheten mit dem Bibelwort <strong>„Tastet meine Gesalbten nicht an!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+105%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 105,15</a>).</p>
<p>Die Folge ist, daß in diesem Stadium oft keinerlei Ermahnungen oder biblische Argumente mehr fruchten und oftmals der Gesprächskontakt abgebrochen oder sehr eingeschränkt wird. Die von dem Truggeist berauschten und euphorisierten Anhänger scheinen jedem nüchternen biblischen Argument entrückt und „leben in einer anderen Welt“. In einem solchen Zustand nehmen sie normalerweise weder kritische Anfragen noch biblische Aufklärung an.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Oft hilft nur noch das Gebet</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn die Dinge soweit geraten sind, dann hilft nur noch das ernstliche und anhaltende Gebet für die betreffende Person. Wir sollten immer wieder für sie beten, daß Gott sich über sie erbarmt und sie aus ihrer Verblendung befreit und wieder nüchtern werden läßt aus dem Fallstrick des Teufels. Dabei kann uns das Bibelwort leiten:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, <u>ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24-26</a>)</strong></p>
<p>Man darf auch dafür beten, daß diese irregeführten Christen aufwachen, indem sie in Krisen geraten, bei denen die falschen Lehren und Ratschläge ihrer charismatischen Gurus sich als verkehrt und keineswegs hilfreich erweisen und die ganzen charismatischen Sonderlehren und Rezepte nicht funktionieren. Manchmal sind es auch Gemeindekrisen oder Sündenfälle der angeblich Gott so nahestehenden Propheten und Gurus, die ihre Anhänger ins Nachdenken bringen.</p>
<p>In einer solchen Krise ist schon mancher überzeugte Charismatiker überführt worden und hat es gewagt, den falschen Geist und seine falschen Lehren in Frage zu stellen und biblisch zu prüfen. Das ist für viele (leider nicht alle) der erste Schritt auf dem Weg zur Befreiung aus dem Nebel des Irrgeistes geworden.</p>
<p>Wenn ein Charismatiker soweit ist, daß er die Wirkungen und Lehren des charismatischen Verführungsgeistes in Frage stellt, dann kann man auch wieder geistlich mit ihm reden und ihm vom Wort Gottes her Hilfestellung geben, die falschen Lehren seiner Bewegung zu durchschauen. Dann ist auch die Weitergabe aufklärender Vorträge oder Schriften wieder ratsam und weiterführend.</p>
<p>Das Gebet für diese Personen ist aber auch weiterhin wichtig, denn viele Charismatiker tun zwar gewisse Schritte zur Loslösung von dieser Bewegung, zumindest von ihren extremen Kreisen, bleiben aber immer noch in ihrem Dunstkreis oder kehren später wieder dorthin zurück, weil sie nicht klar Buße taten über ihre Verstricklungen in den Irrgeist.</p>
<p>Wir sollten deshalb für klare Überführung durch den Geist Gottes beten, für tiefgreifende und konsequente Umkehr und Loslösung von allen Spielarten dieser schwarmgeistigen Verführung, von allen Handauflegungen, Prophetien, Trance-Erlebnissen usw. Das gilt besonders, wenn bei dem charismatisch Verstrickten schon Symptome dämonischer Belastung auftreten.</p>
<p>Auch nach einer erfolgten Loslösung ist die Begleitung in der Fürbitte wichtig; nicht alle „Aussteiger“ aus der Charismatik gehen nachher einen geradlinigen Weg im Glaubensleben; vielfach kommt es zu einer geistlichen Krise, die zu mancherlei geistlichen „Durchhängern“ und weiteren Irrwegen führen kann. Deshalb sollten wir in der Fürbitte um besondere Bewahrung durch den Herrn in dieser Zeit bitten, um gesunde Ausrichtung auf das Wort Gottes und die feste Eingliederung in eine gute biblische Gemeinde.</p>
<p>Sehr wichtig ist in dieser Zeit für die Betroffenen die intensive Beschäftigung mit dem Wort Gottes und mit der gesunden, und das heißt immer auch: <em>gesundmachenden</em>, Lehre der Heiligen Schrift. Dazu sind auch biblische Schriften und Bücher eine Hilfestellung. <strong>„Er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+107%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 107,20</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><u>Weitere hilfreiche Schriften auf unserer Webseite:</u></p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/ueber-den-verfasser/lebenszeugnis/">Wie ich aus den Fängen der charismatischen Verführung freiwerden durfte. Ein persönliches Zeugnis</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-charismatische-geistestaufe-der-schluessel-zu-vollmacht-und-geistlicher-kraft/">Die charismatische “Geistestaufe” – der Schlüssel zu Vollmacht und geistlicher Kraft?</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/wie-werde-ich-frei-von-okkulter-belastung/">Wie werde ich frei von okkulter Belastung?</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de am 5. 11. 2018   © Rudolf Ebertshäuser</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/11/was-kann-ich-tun-wenn-ein-freund-oder-angehoeriger-sich-in-die-charismatik-verstrickt-hat/">Was kann ich tun, wenn ein Freund oder Angehöriger sich in die Charismatik verstrickt hat?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Einige Hilfen zur geistlichen Beurteilung von Lobpreisliedern</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/einige-hilfen-zur-geistlichen-beurteilung-von-lobpreisliedern-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 15:55:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2557</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; 1. Es gibt keine „neutrale“ Musik &#160; Nach dem Zeugnis der Bibel gibt es eine Musik im Dienst Gottes, zur Ehre Gottes, die von Gottes Geist geprägt und bestimmt ist, und eine Musik im Dienst des Satans und des gefallenen Menschen, die vom Geist dieser Welt geprägt und bestimmt ist. Wir müssen daher gut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/einige-hilfen-zur-geistlichen-beurteilung-von-lobpreisliedern-2/">Einige Hilfen zur geistlichen Beurteilung von Lobpreisliedern</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Es gibt keine „neutrale“ Musik</span></h2>
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Nach dem Zeugnis der Bibel gibt es eine Musik im Dienst Gottes, zur Ehre Gottes, die von Gottes Geist geprägt und bestimmt ist, und eine Musik im Dienst des Satans und des gefallenen Menschen, die vom Geist dieser Welt geprägt und bestimmt ist. Wir müssen daher gut unterscheiden, welche Art von Musik wir in der Gemeinde Gottes zulassen. Auch im Alten Bund wäre es undenkbar gewesen, die dem Götzendienst und der sinnlichen Zügellosigkeit geweihte Musik der Heidenvölker für die Verehrung des HERRN zu gebrauchen.</p>
<p>Die Schrift lehrt uns, daß alles, was sündige, von Gott getrennte Menschen hervorbringen, zu dieser Welt gehört. So wie diese Welt geistlich Finsternis ist und nicht Licht, unter der Herrschaft und dem Einfluß des Fürsten dieser Welt, so sind auch die kulturellen Äußerungen der sündigen Menschen wie Gemälde und Romane, Theaterstücke und Kinofilme und eben auch die Musik ihrem Wesen nach mehr oder weniger stark beeinflußt von der Sünde und geistlichen Finsternis im Herzen derer, die sie hervorbringen (vgl. dazu u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+12%2C34-35%3B+15%2C18-20%3B+Joh+8%2C34-47%3B+R%C3%B6m+3%2C9-18%3B+8%2C5-8%3B+1Kor+2%2C6-16%3B+Eph+2%2C1-3%3B+4%2C17-19%3B+1Joh+2%2C15-17%3B+4%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 12,34-35; 15,18-20; Joh 8,34-47; Röm 3,9-18; 8,5-8; 1Kor 2,6-16; Eph 2,1-3; 4,17-19; 1Joh 2,15-17; 4,5</a>).</p>
<p>Wohl ist die Fähigkeit des Menschen, Musik zu machen und zu hören, eine Gabe Gottes, und die grundlegenden musikalischen „Bauelemente“ können in gewissem Sinn als „neutral“ bezeichnet werden – aber die Musik, die der Mensch daraus macht, sowohl die Melodie als auch noch weitergehend die musikalische Ausführung, ist es nicht mehr, sie ist Ausdruck seines Wesens und Denkens. Die heute weit verbreitete Auffassung, daß jede Art von Musik Gottes Gabe sei und jede Musikrichtung für geistliche Lieder von Gotteskindern tauge, ist also nicht biblisch begründet und öffnet eine gefährliche Tür für den Einfluß der Welt in der Gemeinde Gottes.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Für geistliche Zwecke taugt nur Musik, die diesen Zwecken angemessen ist</span></h2>
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Wir werden im NT aufgefordert, zur Verehrung Gottes und zur Erbauung der Gläubigen Lieder und damit Musik einzusetzen. Dabei ist jedoch betont von geistlichen Liedern die Rede (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C19%3B+Kol+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,19; Kol 3,16</a>). Der Maßstab, was Gott und den Gläubigen gegenüber geistlich und gut ist, muß beim Text der geistliche, schriftgemäße Inhalt sein. Die Melodie und musikalische Verwirklichung geistlicher Lieder sollte den Text unterstützen und ihm entsprechen und zur geistlichen Erbauung der Gläubigen mitwirken.</p>
<p>Geistliche Musik muß Gottes Wesen und dem Wirken Seines Geistes gemäß gestaltet sein. Dazu gehört Harmonie und Frieden, Lieblichkeit, Reinheit und Klarheit, Würde und Anstand (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C9%3B+1Kor+14%2C33%3B+Kol+1%2C10%3B+1Th+2%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,9; 1Kor 14,33; Kol 1,10; 1Th 2,12</a>). Geistliche Lieder müssen in Text und musikalischer Wiedergabe geistliche, erbauliche Wirkungen beim Hörer hervorrufen. Geistlich geeignete Musik sollte den Text, der die Hauptsache bei einem geistlichen Lied sein muß, zurückhaltend untermalen und nicht vorlaut übertönen. Sie sollen das Wirken des wahren Heiligen Geistes nicht hindern. Der Text muß mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Geistliche Lieder sollten die in der Bibel genannten guten geistlichen Eigenschaften bei den Hörern fördern und dürfen ihnen nicht entgegenwirken:</p></div>
<div style="padding-left: 30px;">
<p>** Demut und Selbstverleugnung statt Aufgeblasenheit des Ichs (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C5-6%3B+Gal+2%2C20%3B+R%C3%B6m+12%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,5-6; Gal 2,20; Röm 12,3</a>)<br />
** Bereitschaft zur Unterordnung statt Auflehnung und Selbstbehauptung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,21</a>)<br />
** Frieden und Einmütigkeit statt Streit und Entzweiung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C22%3B+R%C3%B6m+14%2C19%3B+Phil+2%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,22; Röm 14,19; Phil 2,2</a>)<br />
** Zucht und Selbstbeherrschung statt Ekstase und Erregung des Ichs (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C7%3B+Tit+2%2C11-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,7; Tit 2,11-12</a>)<br />
** Bewußtheit, Nüchternheit und Wachsamkeit statt Trance und Gefühlsüberflutung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8%3B+Tit+2%2C2%2B6%3B+2Tim+2%2C26%3B+1Th+5%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8; Tit 2,2+6; 2Tim 2,26; 1Th 5,6</a>)<br />
** Absonderung von der Welt und Verleugnung der weltlichen Lüste (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C15-17%3B+Jak+1%2C27%3B+Gal+6%2C14%3B+Tit+2%2C12%3B+R%C3%B6m+12%2C1-2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,15-17; Jak 1,27; Gal 6,14; Tit 2,12; Röm 12,1-2</a>)<br />
** Stille vor Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hab+2%2C20%3B+Sach+2%2C17%3B+1Pt+3%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hab 2,20; Sach 2,17; 1Pt 3,4</a>)<br />
** Lauterkeit und Schlichtheit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C12%3B+2Kor+2%2C17%3B+2Kor+11%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,12; 2Kor 2,17; 2Kor 11,3</a>).</div>
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<p>Geistliche Lieder dürfen mit ihren Melodien nicht das Fleisch der Gläubigen ansprechen, nähren und aufreizen (<strong>„und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!“</strong> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,14</a>). Insbesondere dürfen sie nicht, wie das z.B. bei der Pop- und Rockmusik der Fall ist, sinnliche, geschlechtliche Begierden und Unzucht wecken oder fördern (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Th+4%2C3%3B+1Kor+6%2C18%3B+Kol+3%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Th 4,3; 1Kor 6,18; Kol 3,5</a>). Sie dürfen nicht zur Rebellion und Selbstverwirklichung, zum Ausleben der eigenen Lüste anreizen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C9%3B+2Tim+3%2C2%3B+2%2C22%3B+1Pt+2%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,9; 2Tim 3,2; 2,22; 1Pt 2,11</a>). Sie dürfen nicht das wache geistliche Bewußtsein („Nüchternheit“) und die Selbstkontrolle beeinträchtigen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8%3B+1Th+5%2C6%3B+Tit+1%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8; 1Th 5,6; Tit 1,8</a>). Sie dürfen den Hörer nicht emotional aufputschen („berauschen“, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,18</a>) oder unterschwellig beeinflussen, auch nicht vom geistlichen Inhalt der Lieder ablenken.</div>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Unser geistliches Urteil über Musik setzt Reinigung</span><br />
<span style="color: #800000;">von den Einflüssen der babylonischen Musik voraus</span></h2>
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Bei allen Einflüssen, die unser Herz, unsere Gesinnung, unser Denken und unsere Gefühle betreffen, müssen wir sehr darauf achten, daß wir alles zurückweisen und vermeiden, was uns in unserer Glaubensbeziehung zu Christus und dem Vater beeinträchtigen kann. In all diesen Dingen sollten wir davon ausgehen, daß wir als gerettete und erlöste Sünder, die erkauft sind „mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,19</a>), zur Heiligung berufen sind:<strong> „&#8230; wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!’“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C15-16%3B+vgl.+1Th+4%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,15-16; vgl. 1Th 4,7</a>). Dieser „heilige Wandel“ betrifft auch die Lieder, die wir vor Gott singen.</p>
<p>Wer sich ernsthaft und gründlich bekehrt hat, der erkennt auch seinen Konsum weltlicher Musik, besonders der dämonisierten Endzeitmusik, als Sünde vor Gott und tut darüber aufrichtig Buße. Er wird seine Liebe zu solcher Musik ablegen und alle diese Dinge, die für ihn Götzendienst waren, aus seinem Herzen und seinem Haus fortschaffen. Für ihn wird die Ermahnung wichtig, auch in seinem Verhältnis zur Musik:<strong> „Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an [od. seid nicht gleichförmig dieser Welt], sondern laßt euch in eurem Wesen verändern durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>).</p>
<p>Er verliert den Gefallen an den Dingen dieser Welt, auch an der Musik dieser Welt, und er wird (oder sollte zumindest) nach dem trachten, was droben ist.<strong> „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht aus dem Vater, sondern aus der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,15-17</a>).</p>
<p>Umgekehrt wird der Gläubige Freude an dem gewinnen, was ihm früher fade und lächerlich schien – an den echten geistlichen Liedern der gläubigen Gemeinde, an dem wertvollen Liederschatz, den der Herr selbst wahren Gläubigen über viele Jahrhunderte anvertraut hat und die sich durch geistlichen Gehalt und eine diesem Gehalt entsprechende Form auszeichnen. Diese Lieder wird er schätzen und lieben; sie werden ihm plötzlich viel zu sagen haben; er bekommt einen Blick für ihre geistliche Tiefe und Kraft und sieht, wie sich biblisch geprägtes Glaubensleben in ihnen spiegelt.</p>
<p>Ich habe das so ausführlich dargestellt, um deutlich zu machen: Bei der geistlichen Beurteilung der modernen, auch der charismatischen Lieder spielt vor allem die Herzensstellung der Gläubigen zu ihrem Herrn und zu dieser Welt eine entscheidende Rolle. Je nachdem, ob ein Gläubiger wirklich gründlich mit den Einflüssen und Lüsten dieser Welt gebrochen hat oder noch mehr oder weniger an ihnen festhält, wird auch sein Urteil über die weltlich beeinflußte Musik in der Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Das ist nach meiner Überzeugung einer der entscheidenden Gründe für manche schmerzliche Uneinigkeit zwischen Gläubigen in diesen Fragen.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Maßstäbe zur geistlichen Beurteilung des Liedgutes der Gemeinde</span></h2>
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Wenn wir das Wesen und die Wirkung der Lieder beurteilen wollen, die für das geistliche Leben der Gemeinde taugen, dann müssen wir verschiedene Grundsätze beachten, die uns Gottes Wort für eine solche Prüfung an die Hand gibt. Das gilt heute besonders für die Prüfung der charismatischen „Lobpreis- und Anbetungsmusik“, aber auch anderer moderner oder älterer Gemeindelieder.</p>
<p><strong><em>1. „Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind!“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1</a>).</em></strong> Nicht alles, was in der Gemeinde (besonders der endzeitlichen!) aufkommt und den Anschein hat, göttlich und geistlich zu sein, ist es auch. Der Apostel Johannes warnt uns vor falschen Propheten, vor Irreführung und Täuschung. Der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,14</a>), und so haben wir in der Gemeinde auch Entwicklungen und Bewegungen, die wie Licht aussehen, aber aus der Finsternis sind. Hier müssen wir nüchtern und wachsam alles prüfen, was sich als „geistlich“ und „geistgewirkt“ ausgibt.</p>
<p><em><strong>2. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,16</a>).</strong></em> Welche Frucht bringt das Liedgut? Wie wirkt es auf die Gläubigen? Wirklich geistliches Liedgut bewirkt Erbauung und vertiefte Hingabe an Christus. Es einigt die Gläubigen und leitet sie zum Herrn hin. Was bewirken etwa die charismatischen Lieder dort, wo sie eindringen und in Gemeinden gesungen werden? Welche geistliche Haltung bewirken sie beim Einzelnen, der sie hört und singt?</p>
<p><em><strong>3. „So kann auch eine Quelle nicht salziges und süßes Wasser geben“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+3%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 3,12</a>).</strong></em> Wenn klar verderbliche Einflüsse aus einer geistlichen Quelle kommen, dann muß ich daraus schließen, daß das ganze Wasser der Quelle vergiftet ist, und es insgesamt meiden. „Ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,18</a>). Selbst wenn ich einem bestimmten charismatischen Lied seine Verderbnis nicht anmerke, muß ich es meiden und verwerfen, wenn ich sehe, daß es aus einer verdorbenen Quelle kommt.</p>
<p>Wir müssen also Lieder nach verschiedenen Gesichtspunkten prüfen:</p>
<p>1. Aus welcher geistlichen Quelle kommen die Lieder? Wo stehen ihre Verfasser geistlich? Finden wir bei ihnen Gottesfurcht? Sind sie geistlich gesunde Christusnachfolger oder hängen sie falschen Lehren und einem falschen Christentum an?</p>
<p>2. Welchen geistlichen Einfluß üben sie aus? Was sind ihre Wirkungen? Dienen sie zur Verherrlichung Gottes? Erbauen sie die Gläubigen? Stärken sie sie in einer nüchternen, wachsamen Christusnachfolge in dieser letzten Zeit?</p>
<p>3. Welche Wirkung hat die Melodie bzw. Musik? Entspricht sie dem Ziel, Gott zu verherrlichen und die Gläubigen zu erbauen? Putscht sie die Seele auf? Regt sie das Fleisch an und hindert das Wirken des Geistes und Wortes Gottes?</p>
<p>4. Entsprechen die Texte der gesunden Lehre und dem Wort Gottes? Sind sie geeignet zur Auferbauung der Gläubigen und zur Anbetung Gottes?</p>
<p>Es soll hier angemerkt werden, daß eine solche geistlich-biblische Prüfung auch bei nichtcharismatischen Liedern angebracht ist. Viele heute moderne Lieder von christlichen „Liedermachern“ sind zumindest seicht und seelisch und in ihrer Wirkung geistlich fragwürdig oder sogar schädlich und irreführend. Auch viele nichtcharismatische moderne Gemeindelieder sind zunehmend von der weltlichen Popmusik beeinflußt und sollten aus geistlichen Gründen in den Gemeinden nicht gesungen werden.</p>
<p>Man muß auch klar sagen, daß manche ältere Lieder ebenfalls unbiblische Aussagen und schwärmerisch-ungeistliche Tendenzen aufweisen; auch hier ist eine biblische Prüfung und Sichtung durchaus angebracht. Schließlich müßte der weit verbreitete „private“ Konsum von weltlicher und „christlicher“ Rock- und Popmusik in die Beurteilung mit einbezogen werden; er ist eine Quelle geistlicher Verunreinigung und fördert das Eindringen verdorbener Lieder auch in den Gemeindegesang. Aber dieses Thema würde eine eigene Schrift erfordern.</p></div>
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<div>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Der charismatische „Lobpreis“ und die biblische Anbetung</strong></em>.</div>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-charismatische-lobpreis-und-die-biblische-anbetung-2/"><strong>H</strong><strong>ier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></div>
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><em><strong>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</strong></em></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</div>
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		<title>Charismatischer &#8222;Lobpreis&#8220; oder biblische Anbetung?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/charismatischer-lobpreis-oder-biblische-anbetung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 15:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Seit der Ansiedlung von &#8222;Jugend mit einer Mission&#8220; in Deutschland in den siebziger Jahren des 20. Jh. haben die charismatischen „Lobpreis- und Anbetungs“-Lieder hierzulande immer mehr Verbreitung gefunden. Sie sind inzwischen auch in den meisten Gemeinden und Gemeinschaften, die sich selbst nicht zur Charismatischen Bewegung zählen, fester Bestandteil des Liedgutes und überwiegen oft in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3> </h3>
<p>Seit der Ansiedlung von &#8222;Jugend mit einer Mission&#8220; in Deutschland in den siebziger Jahren des 20. Jh. haben die charismatischen „Lobpreis- und Anbetungs“-Lieder hierzulande immer mehr Verbreitung gefunden. Sie sind inzwischen auch in den meisten Gemeinden und Gemeinschaften, die sich selbst nicht zur Charismatischen Bewegung zählen, fester Bestandteil des Liedgutes und überwiegen oft in den Jugendgruppen. Viele Gemeinden haben schon eine &#8222;Lobpreisband&#8220; und veranstalten spezielle &#8222;Lobpreisabende&#8220; (&#8222;worship nights&#8220;).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Charismatische Lieder im Widerstreit der Meinungen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der zurückliegenden Zeit hat die Einführung charismatischer Lieder in vielen bibeltreu geprägten Gemeinden und Kreisen zu schmerzlichen Spannungen und Konflikten geführt. Meist wurden sie eingeführt, um jüngere, moderner gesinnte Gläubige zufriedenzustellen. Viele jüngere Christen waren und sind ja begeistert von diesen neuen Liedern, die eine eingängige Melodie haben. Sie meinen in diesen Liedern eine aufrichtige, ihrem Lebensgefühl angemessene Form von Anbetung gefunden zu haben. In ihren Augen ist es eine reine Geschmacksfrage, welche Lieder wir vor Gott darbringen; Gott selbst bejahe angeblich alle Arten von Musik.</p>
<p>Dagegen hatten und haben viele vor allem ältere Gläubige große Not mit dem neu eingeführten charismatischen Liedgut. Für sie sind diese Lieder Ausdruck eines anderen Geistes und eines anderen Christentums. Sie spüren, daß hier mehr verändert wurde als nur ein Stil der Anbetung. Sie empfinden, oft ohne dieses Empfinden ganz klar begründen zu können, daß mit diesen neuen Liedern etwas nicht stimmt, daß sie nicht zur Anbetung Gottes taugen.</p>
<p>Auch heute noch bleibt die Frage umstritten: Wie sind diese Lieder zu bewerten? Sind sie ein zeitgemäßer musikalischer Ausdruck echter Anbetung? Oder sind sie Ausdruck einer irreführenden Fehlentwicklung, eines falschen Verständnisses von Lobpreis, ja, eines verführerischen Geistes, der in der letzten Zeit die Gemeinde Jesu Christi zu unterwandern und zu durchsäuern sucht? Antwort auf diese wichtige Frage kann uns eigentlich nur eine nüchterne geistliche Bewertung auf der Grundlage der Bibel geben. Es geht hier nicht um persönliche Meinungen und Geschmacksfragen. Das Wort Gottes soll ja die Leitschnur unseres persönlichen Lebens und auch unseres Gemeindelebens sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Was ist wahre Anbetung?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zuallererst sollten wir uns die Frage stellen: Was bedeutet eigentlich &#8222;Anbetung&#8220;? Nach den biblischen Ursprachen bedeutet es ein Huldigen und Niederfallen vor Gott, einen Ausdruck der Demut und ehrfürchtigen Unterwerfung unter die Majestät Gottes, die Anerkenntnis des Geschöpfes Mensch, wie hoch erhaben und herrlich Gott, der Schöpfer und Allherrscher ist. Anbetung ist das Vorecht der Begnadigten, der Kinder Gottes, die durch Bekehrung und Glauben Frieden mit Gott fanden und Vergebung ihrer Sünden in dem Blut des Lammes. Nur sie können wahre Anbeter sein, die Gott im Geist nahen dürfen, so wie Gott sie sucht:</p>
<p><strong>Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+4%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 4,23-24</a>)</strong></p>
<p>Das Lob und die Anbetung der Gemeinde ist Teil ihres heiligen Priesterdienstes vor Gott. Die Gemeinde ist ja ein &#8222;heiliges Priestertum&#8220;, berufen, &#8222;geistliche Opfer&#8220; darzubringen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>), zu denen auch das &#8222;Opfer des Lobes&#8220; gehört (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,15</a>). Die Gemeinde betet &#8222;im Geist und in der Wahrheit&#8220; an; sie bringt ihre Opfer nicht mehr in einem äußerlichen, irdischen, von Menschen gemachten Heiligtum dar, sondern, wie der Hebräerbrief zeigt, im himmlischen Heiligtum, dem wahren Tempel, in der eigentlichen Gegenwart Gottes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C19-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,19-22</a>).</p>
<p>Deshalb trägt das Gotteslob der Gemeinde auch einen anderen Charakter als das Lob Israels, das in vielem äußerlich war; es geschieht in heiliger Ehrfurcht und Zucht, vergleichbar dem Dienst der Priester im Heiligtum der Stiftshütte. Unser Vorbild ist die Anbetung der Ältesten vor Gottes Thron, wie wir sie etwa in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+4+und+5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 4 und 5</a> finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Können wir Pop- und Rockmusik benutzen, um Gott anzubeten?</h2>
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<p>Wenn wir uns nun fragen, ob wir die charismatischen Lobpreislieder für solche biblische Anbetung der Gemeinde einsetzen können, so gilt es dabei zuallererst die Frage der Musik zu beurteilen. Das Erfolgsrezept dieser Lieder, das Geheimnis ihrer starken Wirksamkeit auf die jüngere (und inzwischen auch die mittlere) Generation ist ja der bewußte Einsatz von weltlicher Pop- und Rockmusik. Das geben die Verfasser und Verfechter dieser Musik offen zu, so etwa Arne Kopfermann, der bekannte: &#8222;Heute kann man, einmal abgesehen vom Text, Lobpreismusik und sonstige Popularmusik stilistisch oft kaum unterscheiden&#8220;.</p>
<p>Ist diese Pop- und Rockmusik jedoch wirklich &#8222;neutral&#8220;, ein &#8222;Geschenk Gottes&#8220;, wie es viele heutige Christen behaupten? Können wahre Gläubige sie bedenkenlos übernehmen? Weltliche Fachleute machen kein Hehl daraus, daß die Wurzeln dieser Musik in der Dämonenanbetung heidnischer Stämme Afrikas liegen; dort diente die stark vom Trommelrhythmus geprägte Musik dazu, die Götzenanhänger durch Tanz in Ekstase zu bringen, bis die Geister in sie kamen und der Zweck der Zeremonie erfüllt war (andere Einflüsse liegen in der Dämonenanbetung des Hinduismus, die vor allem die &#8222;psychedelischen&#8220; Elemente des Rock und Pop prägte).</p>
<p>Diese verzaubernde, in Trance- und Hypnosezustände führende Wirkung der von Rhythmus und Synkopen gekennzeichneten Musik ist den weltlichen Popmusikern wohlbekannt und wird von ihnen bewußt ausgenutzt. So sagte Jimmy Hendrix einmal: &#8222;Du kannst die Leute mit Musik hypnotisieren&#8220;, und eine Rock-Expertin gibt den Ratschlag: &#8222;Gib dich dem Beat hin, gib dich dem Beat noch mal hin und noch mal und noch mal, und irgendwann hast du einen Zustand von Ekstase erreicht&#8220;.</p>
<p>Wenn nun diese offen heidnische, manipulierende Musik in die Gemeinde Gottes getragen wird, dann kann daraus keine gute Frucht entstehen. In Wahrheit wird die verzaubernde Wirkung der Rockmusik von den Charismatikern eingesetzt, um die Menschen für die verführerischen Wirkungen des falschen Geistes aufzuschließen, der dort wirksam ist. Dies kann der Verfasser als ehemaliger Charismatiker aus eigener Erfahrung bezeugen. Hinter diesen Liedern steht tatsächlich ein anderer, irreführender Geist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1%3B+1Joh+4%2C1-5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1; 1Joh 4,1-5</a>), und dieser Geist wirkt auch unter den bibeltreuen Christen, die beginnen, diese Lieder regelmäßig zu singen, wenn auch nicht so massiv wie in den charismatischen Kreisen.</p>
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<h2>
Die charismatischen Lieder verbreiten die charismatischen Lehren</h2>
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<p>Auch die Inhalte dieser Lieder sind geprägt von den falschen Lehren, die in der Charismatischen Bewegung gelehrt werden. Irrlehren wie die große Geistesausgießung und Erweckung in der Endzeit, dem &#8222;gegenwärtigen Reich Gottes&#8220;, der &#8222;Kraft des positiven Bekenntnisses&#8220;, der &#8222;geistlichen Kriegsführung&#8220;; all das wurde in dem unten erwähnten Büchlein über den Lobpreis im einzelnen nachgewiesen.</p>
<p>Bewährte bibeltreue Leiter warnen daher schon seit langem, daß durch den Einfluß dieser Lieder Gemeinden auf lange Sicht &#8222;umgedreht&#8220; und in die charismatisch-ökumenische Verführung mit hineingezogen werden. So sagt Alan Morrison: &#8222;Die &#8222;neuen Anbetungslieder&#8220; wurden bewußt veröffentlicht, um in den Gemeinden einen Wandel hin zu dieser neuen Form von &#8222;Christentum&#8220; zu bewirken. Ich bin überzeugt, daß wir es hier (&#8230;) mit einer sehr verführerischen satanischen Strategie zu tun haben – so klug erdacht, daß sie sogar die Auserwählten verführen könnte (wenn das möglich wäre).&#8220; Und Peter Masters, Prediger an Spurgeons <em>&#8222;Metropolitan Tabernacle&#8220;</em>, warnt mit deutlichen Worten:</p>
<p>„Gemeinden, die einst die Rechtfertigung allein durch Glauben verteidigten und sich von charismatischem Gedankengut fernhielten, kamen unter gewaltigen Druck, die weltlich ausgerichtete Anbetung im charismatischen Stil einzuführen. Diejenigen, die dies taten, wurden bald geprägt von den neuen Liedern, die sie sangen, und der Musik, die sie spielten. (…) Diese Gemeinden werden jetzt schrittweise, aber unaufhaltsam in die Welt des charismatischen und ökumenischen Evangelikalismus hineingezogen. (…) Wenn wir der neuen Anbetung auch nur den kleinsten Raum gewähren, wird sie die höchste Tätigkeit zerstören, die uns anvertraut ist – die ehrfürchtige, einsichtige und freudige Darbringung von geistlichem Lobpreis. (…) Es ist sehr bemerkenswert, daß überall, wo Evangelikale die neue Anbetung willkommen geheißen haben, ein erkennbarer Verlust an Ehrfurcht aufgetreten ist, verbunden mit Weltlichkeit und Oberflächlichkeit.&#8220; (alle Zitate aus<em> Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes</em>)</p>
<p>Mehr denn je sind wir in der heutigen ausreifenden Endzeit herausgefordert, geistliches Unterscheidungsvermögen zu entwickeln und mutig gegen den allgemeinen Strom der Christenheit (auch der evangelikalen) zu schwimmen. Gerade weil uns die wahre, geistliche Anbetung Gottes sehr kostbar und wichtig sein sollte, müssen wir zu der heidnischen Verfälschung der Anbetung, wie sie heute um sich greift, ein klares Nein sagen.</p>
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<h4><em>Hinweis auf weitere Informationen:</em></h4>
<p>Ausführlichere Informationen zum charismatischen Lobpreis (und Quellennachweise zu den Zitaten dieses Artikels) enthält das Buch des Verfassers: <em><strong>Charismatischer &#8222;Lobpreis&#8220;: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes</strong> </em>(Edition Nehemia, Steffisburg 2017). Zur Verbreitung unter interessierten Christen gibt es die Broschüre <em>Charismatische Lieder. Hilfen zu ihrer Erkennung und Beurteilung</em>, die u.a. ein ausführliches Verzeichnis charismatischer Liedermacher und Liedtitel enthält. Sie kann kostenlos angefordert werden beim ESRA-Schriftendienst, Postfach 1910, 71209 Leonberg.</p>
<p>
[Veröffentlicht in &#8222;Aufblick + Ausblick&#8220;]</p>
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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		<title>Die gefährlichen Praktiken der charismatischen Wunderheiler</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gefaehrlichen-praktiken-der-charismatischen-wunderheiler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 14:59:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die falsche Lehre geht bei den „Heilern“ der Charismatischen Bewegung Hand in Hand mit einer Praxis, die der Heiligen Schrift völlig entgegengesetzt ist und große geistliche Gefahren für Heilungssuchende in sich trägt. Leider läßt es unser Platz nicht zu, ausführlicher auf diese Praktiken einzugehen; einige Stichworte und Beispiele müssen genügen. &#160; „Glaube“ als magisches [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Die falsche Lehre geht bei den „Heilern“ der Charismatischen Bewegung Hand in Hand mit einer Praxis, die der Heiligen Schrift völlig entgegengesetzt ist und große geistliche Gefahren für Heilungssuchende in sich trägt. Leider läßt es unser Platz nicht zu, ausführlicher auf diese Praktiken einzugehen; einige Stichworte und Beispiele müssen genügen.</p>
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<h2>
„Glaube“ als magisches Mittel zum Erfolg</h2>
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<p>Der „Glaube“ der charismatischen Wunderheiler ist nicht der biblische Glaube, der in demütiger, vertrauensvoller Abhängigkeit und im Bewußtsein der eigenen Schwachheit und Nichtigkeit zu dem allmächtigen Gott aufschaut. Der charismatische Pseudoglaube macht den Menschen groß und mächtig, während Gott zu einem Handlungsgehilfen des Menschen erniedrigt werden soll. Hier wird unter dem Deckmantel des Glaubens Magie eingeführt. So schreibt die prominente „Heilungsexpertin“ Frances Hunter z. B.:</p>
<p>„Tun Sie mir einen Gefallen? Ja? Strecken Sie Ihre Hände aus und sagen Sie: &#8222;Dies sind Jesu Hände, und daher ist Heilungskraft in ihnen.&#8220; (&#8230;) In Ihren Händen ist Kraft. Sie können sich selber heilen! (&#8230;) Auf einer kürzlichen Veranstaltung hatte ich Menschen mit Kopfschmerzen oder Migräne die Hände aufgelegt. Zu einer Frau sagte ich: &#8222;Legen Sie sich einfach selber die Hände auf und sagen Sie: Raus im Namen Jesus!&#8220; (&#8230;) Diese Frau sagte mit großer Autorität: &#8222;Raus im Namen Jesus!&#8220;, berührte sich an der Stirn und fiel unter der Kraft Gottes rückwärts um. Sie hatte mit so viel Autorität und Glauben gesprochen, daß es ihr glatt selbst die Füße wegzog. Sie haben in ihrem Leben noch kein Publikum so lachen hören! [!] Als sie wieder aufstand, sagte sie: &#8222;Meine Kopfschmerzen waren weg, bevor ich den Boden berührte!&#8220; Das ist wirkliche Kraft! Das bedeutet, daß man an die Kraft in den eigenen Händen glaubt! Jetzt müssen Sie hingehen und dasselbe tun.“</p>
<p>Immer wieder laufen die Rezepte und Techniken und suggestiven Losungen der „Glaubensheiler“ darauf hinaus, dem kranken Christen einzureden: Du hast die Macht, du hast es in der Hand, ob du geheilt wirst oder nicht! Betätige deine Vollmacht, deinen Glauben, deine schöpferischen Visualisierungskräfte, und du hast es! Du verfügst über die Fähigkeit, andere zu heilen – du mußt es nur glauben und unsere Techniken anwenden!</p>
<p>Unmerklich wird der Gläubige aus der völligen Abhängigkeit von Gott und Seinem Willen herausgelöst und wird selbst zum Gott, zum Herrn über seine Umstände. Ihm wird eingeredet, Gott selbst habe ihm diese Macht gegeben und wolle, daß er sie „im Glauben“ betätige – in Wahrheit wird er zu einer gottfeindlichen Anmaßung verleitet, die dem Verführer die Tür öffnet, mit seinen betrügerischen Kräften zu wirken und die Irreführung noch zu zementieren durch „Erfolge“.</p>
<p>Solche anmaßenden, frevlerischen Lehren werden zwar nicht von allen Charismatikern geteilt; sie haben aber dennoch beachtlichen Einfluß in dieser Bewegung, und es gibt kaum jemand, der ihnen offensiv entgegentritt. Im Gegenteil gibt es eine aggressiv um sich greifende Strömung in der Charismatischen Bewegung, die einen Schritt weiter geht und offene Irrlehren über die angebliche Macht und Gesetzmäßigkeit des „Glaubens“ verbreitet: die sogenannte „Wort-des-Glaubens“-Bewegung, zu deren Führern Kenneth Hagin gehört.</p>
<p>Dieser Lehre zufolge, die auch von Yonggi Cho verbreitet wird, habe Gott selbst durch Glauben geschaffen und gewirkt und sich einem angeblich objektiv gültigen „Gesetz des Glaubens“ unterworfen, durch das jeder, auch der Ungläubige und der Zauberer, das erhält, was er bekennt, wenn er nur „Glauben“ hat. Hier wird der Glaube zu einer Macht, durch die Gott gezwungen werden soll, das zu tun, was der Mensch will – das ist nichts anderes als Zauberei in einem „christlichen“ Gewand! Wer auf der Grundlage eines solchen „Glaubens“ heilt, der mag noch so beeindruckende Resultate aufweisen – die Kraft, die hier wirksam wird, ist nicht Gottes Heiliger Geist, sondern ein dämonischer „Heilungsgeist“.</p>
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<h2>
Positives Bekenntnis und Visualisierung:<br />
Die magische Kraft des eigenen Wortes und der Vorstellung</h2>
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<p><strong><em>1. Die angebliche Kraft des Bekennens:</em></strong> Zu den gefährlichen betrügerischen Lehren charismatischer &#8222;Heiler&#8220; gehört die Behauptung, die Worte der Christen hätten schöpferische, realitätsverändernde Macht. Das „im Glauben“ gesprochene Bekenntnis bewirke nach diesen Lehren, daß das Bekannte Wirklichkeit wird. Die verführerische Formel lautet „Du bekommst, was du bekennst!“.</p>
<p>Bei Osborn etwa spielt das magisch gebrauchte Bekennen der Heilung (bei gleichzeitiger Ignorierung von Krankheitssymptomen) eine wichtige Rolle: „Der körperliche Befund sagt zum Beispiel, daß ich an einem unheilbaren Leiden erkrankt bin. Ich bekenne kühn, daß Gott diese Krankheit auf Jesus gelegt hat, daß ER sie für mich hinweggetragen hat und daß Satan kein Recht hat, sie mir aufzuerlegen, daß ich ‚durch SEINE Wunden geheilt bin.’ Ich glaube fest, und ich will daher zu diesem Bekenntnis stehen, auch angesichts der widersprechenden Befunde, die behaupten, es sei nicht wahr. Aber mein Bekenntnis des Wortes Gottes siegt, und ich bin geheilt“.</p>
<p>Wer dagegen die Realität der Krankheit in seinem Körper, die Realität der Schmerzen und anderen Symptome nicht leugnet, legt damit ein „falsches Bekenntnis“ ab und ist selbst schuld an seiner Krankheit: „Ein falsches Bekenntnis ist ein Bekenntnis der Niederlage, des Versagens und der Herrschaft Satans. (&#8230;) Wenn du eine Schwäche und Krankheit bekennst, dann bekennst du offen heraus, daß das Wort Gottes nicht wahr ist, und daß Gott versagt hat, es gut zu machen. (&#8230;) Solange ich an dem Bekenntnis der Schwachheit, Krankheit und Schmerzen festhalte, habe ich sie“.</p>
<p>Nach dieser perversen Lehre wäre das Wort Gottes voll von „falschen Bekenntnissen“, von David, der bekannte: „Es ist nichts Unversehrtes an meinem Fleisch vor deinem Zorn, / nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+38%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 38,4</a>), über den Herrn Jesus selbst (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 22</a>), bis zu Paulus, der sich seiner Schwachheiten rühmte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,7-10</a>). Wie zerstörerisch ist die Wirkung solcher Lehren auf wirklich Leidende, die ungeheilt mit dem Vorwurf abgeschoben werden, sie seien durch ihren „Unglauben“ oder ihr „falsches Bekenntnis“ selbst schuld.</p>
<p>Noch schlimmer ist, daß infolge solcher irreführenden Lehren schon zahlreiche Menschen starben, die durch ärztliches Eingreifen hätten geheilt werden können. Andererseits spricht das Lebensende mancher „Glaubensheiler“ eine ernste Sprache; Gott schweigt nicht immer zu den betrügerischen Anmaßungen dieser Leute. Der bekannte Wunderheiler A. A. Allen starb 1967 an Lebersklerose, verursacht durch jahrelang verheimlichen Alkoholmißbrauch; William Branham, der Führer der „Heilungsbewegung“, erlag mit 56 Jahren nach einem Autounfall seinen Verletzungen; Kathryn Kuhlman starb 1976 an Herzversagen – sie war fast 20 Jahre lang herzkrank gewesen, während sie andere angeblich „durch den Glauben heilte“.</p>
<p><strong><em>* Visualisierung – Heilung durch die Kraft der Vorstellung:</em> </strong>Eine andere gefährliche „Heilungstechnik“, die in der Charismatischen Bewegung Einfluß gewonnen hat, ist die „Visualisierung“. Ihr liegt die Theorie zugrunde, daß die Vorstellungskraft des Menschen schöpferische Macht habe und Realitäten schaffen könne – eine uralte Lehre schamanischer „Heiler“.</p>
<p>Ein Beispiel solcher „Visualisierung“ als Heilmethode liefern die Hunters:</p>
<p>„Wissen Sie, warum einige von uns nicht die Heilung bekommen können, die sie brauchen? Weil sie sie nicht auf Jesus sehen können. Ich glaube, an dem Tag, an dem unser geistliches Auge geöffnet wird [!] und wir unsere Heilung auf Jesus sehen können, wo sie hingehört, werden Sie und ich jede Heilung bekommen, die wir brauchen. Wenn wir unsere Krankheit zurück auf Jesus sehen können, wo sie hingehört, wird Heilung zur Realität in unserem Leben! Fangen Sie an, es so für sich zu sehen! Fangen Sie an, es so für andere zu sehen! Wenn Sie anfangen, es so zu sehen, wird es in Ihrem Leben Wirklichkeit werden. Sie sehen dann Ihren kaputten Körper im Körper Jesu, und dann wird er heil werden! Aber seien Sie ausdauernd! Wenn sie beim ersten Mal keine Heilung empfange, wenn Sie denken, Ihre Krankheit auf Jesus zu sehen, versuchen Sie es weiter! Machen Sie weiter, Ihre Krankheit zurück auf Jesus zu sehen, wo sie hingehört! Ich habe mir in meiner Bibel notiert: Er hat sie auf sich genommen, es hat also keinen Sinn, wenn wir sie beide tragen.“</p>
<p>Das stellvertretende Sühneleiden des Erlösers wird in solchen Aussagen umfunktioniert zu einer magischen Sympathieheilung. Christus habe angeblich alle Krankheiten der Menschen real an sich gehabt. Damit wird der nächste Schritt einer magisch heilenden Vorstellung (Imagination) begründet. Die Heilungssuchenden werden zur suggestiven Anwendung einer angeblichen „Macht der Gedanken“ angeleitet anstatt zu biblischem Glauben. Die „Visualisierung“ als Technik der Zauberei wird zum Erfolgsrezept gemacht.</p>
<p>F. Hunter zitiert einen Mann: „Meine Schulter ist steif, und ich kann meinen Arm nicht mehr heben. Aber als Sie heute abend gesprochen haben, fing ich an, das auf Jesus zu sehen, und bald sah ich Jesus mit einer steifen Schulter [!!]. Und dann sah ich mich selber meinen Arm schwingen, als ob ich einen Baseball werfen würde, dabei kann ich das seit 14 Jahren nicht mehr!“</p>
<p>F. Hunter fährt fort: „Während er mir das sagte, setzte er seinen Glauben in die Tat um und schwang seinen Arm genauso, wie er es in der Vision gesehen hatte. Ehre sei Gott [welche Lästerung!], es funktioniert ebensogut beim Heilen!“ „Es funktioniert“ – das ist das bestechende, verführerische Argument solcher Geistheiler im christlichen Gewand. All jene, die Heilung um jeden Preis mithilfe von Methoden der Zauberei suchen, sollten die Mahnung unseres Herrn Jesus beherzigen:<strong> „Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 5,29</a>).</p>
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<h2>
&#8222;Power Healing&#8220; &#8211; Kraftwirkungen der Finsternis</h2>
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<p>Die vor allem von John Wimber beeinflußte charismatische Strömung der „Dritten Welle“ hat in bezug auf Heilung einen bewußt „undogmatischen“, pragmatischen Ansatz, der sie für evangelikal geprägte Christen akzeptabler machen soll.</p>
<p>In seinem Buch<em> „Heilung in der Kraft des Geistes“</em> äußert Wimber lehrmäßige Ansichten, die den zuvor beschriebenen pfingstlichen Lehren weitgehend widersprechen und eher dem evangelikalen Standpunkt in bezug auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a>, das „Recht auf Heilung“ oder das „positive Bekenntnis“ entsprechen. So werden viele Anstöße aus dem Weg geräumt, die biblisch orientierte Christen vor den charismatischen Lehren gewarnt haben.</p>
<p>Wimber argumentiert betont pragmatisch; er läßt die evangelikale Lehre äußerlich stehen und stützt sich auf Erfahrungen und Resultate. Er geht vom „Heilungsdienst“ des Herrn Jesus als Vorbild für Christen heute aus und verwirft die Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde, und er behauptet, daß die zeichenhaften „Gnadengaben zu Heilungen“ auch heute noch Gottes Strategie zur Evangelisation seien. Sein Schlüsselwort ist „Power“ – übernatürliche Kraft und Macht, die Heilung bewirkt. Auch bei anderen charismatischen „Heilern“ wie etwa den Hunters, ist dieser lehrmäßige Pragmatismus und eine Betonung von „Gottes Heilungskraft“ zu beobachten.</p>
<p>Der biblisch nüchterne Gläubige muß sich fragen: Welche „Kraft“ und „Macht“ ist hier am Wirken? An den Kraftmanifestationen selbst, die in dieser Bewegung auftreten, kann großenteils kein Zweifel sein, auch wenn manches durch Suggestion und seelische Manipulation erklärbar ist. Ohne Zweifel sind bei „Power Healing“ übernatürliche Kräfte am Werk, die immer wieder auch zu „Heilungswundern“ führen. Aber Ergebnisse, erzielte Wunderheilungen, sind noch lange kein Beweis dafür, daß es Gott ist, der wirkt. Okkult gesteuerte Sekten wie die „Christliche Wissenschaft“ oder spiritistische „Geistheiler“ erzielen ebenfalls unbestreitbare „Erfolge“ in der Heilung von Kranken.</p>
<p><em><strong>* Mediale Kraftwirkungen bei den Heilern:</strong></em> John Wimber berichtet über seinen „Heilungsdienst“: „Meistens sind meine Hände dabei warm und prickeln; wenn ich gebiete, habe ich das Gefühl, als würde eine Art Elektrizität aus meinen Händen strömen. (&#8230;) Manchmal verspüre ich zum Beispiel Schmerz oder auch Wärme an einer Stelle meines Körpers, die genau der erkrankten Körperstelle des Menschen entspricht, für den wir beten. Wenn ich für den Kranken bete, weicht der Schmerz in meinem Körper.“</p>
<p>Wimber berichtet, wie seine Frau diese „Heilungskraft“ zum ersten Mal entdeckt hat: „Eines Nachts, als wir in einer Hütte in den Bergen waren, wartete sie, bis ich eingeschlafen war, und legte dann meine Hand auf ihre Schulter. Sie sagte: &#8222;So, Herr, jetzt bist du dran.&#8220; Sie spürte einen Strom von Hitze und Energie in ihrer Schulter, und die Schmerzen verschwanden. Sie war geheilt.“ Dazu sagt Alexander Seibel treffend: „Dies erinnert eher an den medialen Berührungskontakt bzw. Sympathiezauber als an ein biblisches Heilungswunder. Die Persönlichkeit Wimbers bzw. sein Wille ist zweifelsfrei umgangen. Er ist als Schlafender buchstäblich Medium einer Geisteskraft, die ihn wie einen Kanal benützt und durchströmt.“</p>
<p><strong><em>* Mißbrauch der Handauflegung:</em> </strong>Zum magischen Mißbrauch der Handauflegung, wie er in der Charismatischen Bewegung floriert, muß von der Bibel her gesagt werden: Der Herr Jesus heilte Israeliten durch Auflegen Seiner Hände und gebot dasselbe Seinen Aposteln und den Siebzig in bezug auf die messianischen Zeichen der Heilung am Volk Israel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,18</a>). Die Apostel legten bei bestimmten heilsgeschichtlichen Sonderfällen die Hände auf zum Empfang des Heiligen Geistes. Ansonsten wird die Handauflegung in der Gemeinde nur zur Einsetzung von Knechten Gottes in ihren Dienst erwähnt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+6%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 6,6</a> – die Diakone in Jerusalem; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+13%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 13,3</a> – Paulus und Barnabas; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,22</a> – Diensteinsetzung von Ältesten) – nicht zur Heilung.</p>
<p>Das zeigt, daß die Handauflegung zur Heilung Zeichencharakter hatte; sie war mit Gebieten und Zuspruch verbunden, nicht mit Gebet und gilt nicht für die Gemeinde als Ganzes. Das wird durch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C13-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,13-16</a> bestätigt, wo die Ältesten über dem Kranken bzw. für ihn beten sollen, ohne daß eine Handauflegung erwähnt würde. Die Gefahr der Verführung zur Magie ist hier sehr groß – die Hände werden als Kanäle einer „Heilungskraft“ angesehen, bis hin zu spürbaren Kraft- und Wärmedurchströmungen.</p>
<p>Alexander Seibel führt in Die sanfte Verführung der Gemeinde ein Zitat des Esoterik-Autors Paul Uccusic an, das jeden Christen sehr nachdenklich stimmen sollte:</p>
<p>„Bei der Direktbehandlung wird der Heiler in der Regel seine Hände, die stärkste seiner Waffen im Kampf gegen die Krankheit, bemühen (&#8230;) Die meisten Heiler spüren die Kraft in Armen und Händen, und sie wissen auch, daß die Kraft nicht aus ihnen selbst kommt; aber dennoch wirkt sie mittels der Hände (&#8230;) Bei diesem Verfahren, dem Handauflegen, spürt der Kranke meist Wärme, die das Gewebe und die Knochen durchdringt und die Schmerzen in der Regel bald zum Verschwinden bringt. (&#8230;)“</p>
<p><strong><em>* Trancezustände und Ekstasen bei den Geheilten:</em> </strong>Der Heilige Geist ist ein Geist der Selbstkontrolle (<em>en-krateia</em> = Herrschaft über sich selbst; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C6%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,6; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,23</a>); er wirkt durch die bewußte Persönlichkeit des Menschen und umgeht sie nicht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,32</a>). Trancezustände, in denen die bewußte Wahrnehmung und Selbstbeherrschung des Menschen ausgeschaltet oder stark beeinträchtigt ist, sind daher ein deutliches Anzeichen, daß ein dämonischer Geist wirkt, und nicht der Heilige Geist Gottes. Wimber bezeichnet „Trunkenheit“ als eine der häufigen „Manifestationen“ des heilenden Geistes, den er als „Heiligen Geist“ ausgibt:</p>
<p>„Oft geraten Seele und Leib in einen rauschähnlichen Zustand. Manche Menschen werden euphorisch; dies folgt häufig auf eine tiefe Erkenntnis der Gnade Gottes, auf ein neues Staunen über seine Vergebung. Menschen in diesem Zustand fühlen sich &#8222;schwer&#8220;, manche können nicht aufstehen oder brauchen jemanden, der sie stützt, um gerade gehen zu können und nicht zu taumeln; auch die Sprache wird oft schwerfällig. Zwischen Betrunkenheit und Erfülltsein mit dem Heiligen Geist, die schon Paulus gegenüberstellte, besteht vielleicht eine größere Ähnlichkeit, als man im ersten Moment annimmt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,18</a>). Gewöhnlich ist solch ein Zustand mit einer neuen Treuezusage an den Herrn verbunden [!].“</p>
<p>Wimber schließt das Zeugnis eines katholischen Priesters an, der während seiner Ordination eine Heilung durch den charismatischen Irrgeist erlebte:</p>
<p>„Doch während der Allerheiligenlitanei [!] geschah etwas Erstaunliches. Er [der Priester] sagte: &#8222;Ich spürte, wie eine ungeheure Kraft über mich kam. Dann wich etwas von mir, und etwas anderes kam in mich hinein. Bis zum Schluß des Gottesdienstes fühlte ich mich wie betrunken. Alle Symptome der Migräne hörten auf. Ich bin geheilt! Ich fühle mich stärker als je zuvor in meinem Leben&#8220;.“</p>
<p><strong><em>* Hellseherische „Erkenntnis“:</em> </strong>Eine zunehmend verbreitete charismatische „Heilungsmethode“ ist das sogenannte „Wort der Erkenntnis“. Darunter sind Visionen, Bildeindrücke oder eingegebene Worte, bisweilen auch Körperempfindungen zu verstehen, die anzeigen sollen, welche Personen von welchen Krankheiten geheilt werden sollen. Für diese Praxis gibt es keinerlei Anhaltspunkt in der Heiligen Schrift. Weder der Herr Jesus Christus noch die Apostel haben auf diese Weise geheilt.</p>
<p>In Wahrheit operiert hier eine okkulte „Gabe“ des Hellsehens in Verbindung mit okkulter Geistheilung. Es soll nicht bestritten werden, daß dabei reale Heilungen und reale übernatürliche Informationen vorkommen – aber die Quelle dieser übernatürlichen Kraftwirkungen ist nicht der Heilige Geist Gottes, sondern es handelt sich um dämonische Geister, die sich als Kräfte des Lichts tarnen.</p>
<p>Die Offenbarung von übernatürlichem Wissen über Krankheitszusammenhänge, frühere Erlebnisse oder auch Sünden dienen dem Widersacher als Köder, um die angebliche Göttlichkeit seines Wirkens zu untermauern. Bemerkenswert ist auch, daß die hellseherischen „Offenbarungen“ oftmals angebliche „Krankheitsdämonen“ sichtbar machen, die sich in den erkannten Organen aufhalten und dann „ausgetrieben“ werden.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong><em>Die charismatischen Wunderheilungen im Licht der Heiligen Schrif</em>t</strong>.</p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-charismatischen-wunderheilungen-im-licht-der-heiligen-schrift/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen und lesen</strong></a></p>
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gefaehrlichen-praktiken-der-charismatischen-wunderheiler/">Die gefährlichen Praktiken der charismatischen Wunderheiler</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das verführerische Heilungsangebot der Pfingst- und Charismatischen Bewegung</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/das-verfuehrerische-heilungsangebot-der-pfingst-und-charismatischen-bewegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 14:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Gerade für Christen in der heutigen Zeit, die vielfach vom Zeitgeist verleitet werden, dem Leiden zu entfliehen und mit allen Mitteln Selbstverwirklichung und Glück schon hier auf Erden zu erstreben, ist das Angebot der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, jederzeit zugängliche übernatürliche Heilung für Seele und Leib zu vermitteln, ansprechend und verlockend. Es ist für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/das-verfuehrerische-heilungsangebot-der-pfingst-und-charismatischen-bewegung/">Das verführerische Heilungsangebot der Pfingst- und Charismatischen Bewegung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p>Gerade für Christen in der heutigen Zeit, die vielfach vom Zeitgeist verleitet werden, dem Leiden zu entfliehen und mit allen Mitteln Selbstverwirklichung und Glück schon hier auf Erden zu erstreben, ist das Angebot der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, jederzeit zugängliche übernatürliche Heilung für Seele und Leib zu vermitteln, ansprechend und verlockend. Es ist für das Fleisch viel attraktiver, einen Weg einzuschlagen, auf dem man Heilung durch das Befolgen von „Glaubensformeln“ oder Handauflegung von „Wunderheilern“ zuverlässig und sofort „empfangen“ oder „in Anspruch nehmen“ kann, als in demütiger Abhängigkeit vom Vater Heilung zu erbitten und nötigenfalls auch im Leiden auszuharren.</p>
<p>Nicht wenige Gläubige haben sich deshalb für das „Evangelium der Heilung“ geöffnet, das Bestandteil des pfingstlich-charismatischen „vollen Evangeliums“ ist, und sind über die auf diesem Weg gesuchte Krankenheilung unter den Einfluß des charismatischen Truggeistes gekommen. Es ist daher sehr wichtig, daß wir die Lehren und Praktiken charismatischer Krankenheilung biblisch prüfen und die damit verbundenen Gefahren durchschauen können. Im folgenden sollen deshalb einige grundlegende Punkte kurz dargestellt werden, wobei bewußt auf Vollständigkeit und ins Einzelne gehende Darstellung verzichtet wurde.</p>
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<h2>
Das falsche „Evangelium der Heilung“</h2>
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<p>Jede Abweichung vom gesunden, biblischen Weg der Gemeinde wird eingeleitet und gelenkt durch eine Abweichung von der gesunden Lehre der Schrift. Der Feind muß erst das klare, gesunde Verständnis der Gläubigen von der Lehre der Heiligen Schrift umnebeln und verbiegen, bevor er sie zu falschem Handeln verführen kann. Ohne geistliche Klarheit über die Lehre der Schrift gibt es auch keinen wirksamen Schutz vor irrgeistig inspirierten Praktiken. Deshalb sollen hier zuerst die wichtigsten Lehrpunkte des charismatischen „Evangeliums der Heilung“ beleuchtet werden.</p>
<h4>
Die verzerrte Sicht von Krankheit</h4>
<p>Eine Grundfrage, an der sehr vieles hängt, ist die Frage, wie Krankheiten bei Christen geistlich einzuordnen sind. Hier scheiden sich die Geister; hier geht es um Wesentliches. Unsere Antwort auf diese Frage entscheidet über unsere ganze Haltung zu Krankheit und Krankenheilung. Ist Krankheit im Leben eines Christen ein Erziehungshandeln Gottes oder ein Werk des Teufels? In wessen Hand wissen wir uns, wenn wir krank werden – in der Hand des Vaters oder in der Hand des Widersachers? Die Schrift lehrt klar und eindeutig, daß alle Dinge, die einem Gläubigen widerfahren, unter Gottes Oberherrschaft stehen, daß sie vom Vater angeordnet bzw. zugelassen sind und uns zum besten dienen müssen.</p>
<p>Die Krankheit ist selbst dann ein Wirken Gottes in unserem Leben, wenn sie unmittelbar vom Feind verursacht sein sollte, und Männer Gottes wie Hiob und Paulus haben dies durch ihre Glaubenshaltung bezeugt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+2%2C10%3B+2Kor+12%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 2,10; 2Kor 12,8</a>). Gott hat Seine guten Erziehungsabsichten mit uns, wenn Er uns krank werden läßt – das ist schon immer die Glaubenshaltung wahrer Kinder Gottes gewesen.</p>
<p>Ob die Krankheit uns zur Züchtigung dient, um uns zur Umkehr von Sünden zu führen, ob sie zur Zubereitung dient, um uns Geduld im Leiden zu lehren, oder ob sie uns lehren soll, Angriffe des Feindes im Glauben zu überwinden – ein wahrer Gläubiger nimmt sie immer aus Gottes Hand und weiß, daß Gottes Wille für uns nicht unsere beständige Gesundheit ist, sondern unsere fortschreitende Heiligung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Th+4%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Th 4,3</a>). Wenn es für unsere Heiligung nötig ist, dann kann Gott uns zu unserem Besten auch durch körperliche Leiden führen.</p>
<p>Es ist daher eine satanische Verdrehung der Wahrheit, wenn die Verfechter des „Heilungsevangeliums“ behaupten, Gott wolle immer die völlige Gesundheit der Christen, und jede Krankheit sei ein Werk des Teufels. Der Feind gibt sich große Mühe, Christen zu dieser falschen Sichtweise zu verführen, denn wenn sie diesen Irrtum glauben, sind sie vorbereitet für all die anderen Irrtümer, die sich daraus ergeben. Deshalb bemühen sich die „Wunderheiler“ besonders, hier die biblisch gesunde Einstellung der Gläubigen zu verändern und sie „umzudrehen“. Bevor das nicht erreicht ist, fruchten ihre Praktiken nichts.</p>
<p>Was erreicht der Feind mit dieser Irrlehre? Zum ersten lenkt er die Blicke des Gotteskindes vom Vater, von seinem Herrn weg auf sich selbst. Der Feind gefällt sich darin, sich als mächtig und stark im Leben eines Christen darzustellen, denn diese Lügen schwächen den Glauben und verleiten Christen zu falschen Handlungen. Zum zweiten verführt er Gläubige, sich gegen die Erziehungsabsichten Gottes zu stellen, ja Gott zu widerstehen und Sein Wirken als satanisch zu lästern sowie durch eigenmächtiges Streben nach Heilung die Frucht von Gottes Wirken zu vereiteln. Zum dritten fördert er eine ungeistliche, selbstbezogene, irdische Gesinnung, die das Kreuz und das Leiden umgeht und das eigene diesseitige Wohlergehen um jeden Preis sucht unter dem Vorwand, dies sei ja Gottes Wille für uns.</p>
<p>Gerade der letzte Gesichtspunkt ist besonders wichtig. Für wahre Gläubige ist das Leben hier auf der Erde nicht das Höchste; sie wissen, daß es eine Vorbereitungs- und Läuterungszeit für die zukünftige Herrlichkeit ist. Sie wissen, daß sie in Christus Bürger des Himmels sind, die kein Erbteil auf der Erde haben. Sie erkennen an, daß Gottes Weg hier auf Erden Leiden, Niedrigkeit, Bedrängnisse und Selbstverleugnung einschließt, daß ihr irdisch-vergänglicher Leib nicht mit erlöst ist, sondern als Teil der alten Schöpfung dem Verfall und dem Tod ausgeliefert ist. Ihre Hoffnung ist das ewige Leben, die künftige Herrlichkeit, nicht Gesundheit, Wohlstand und Wohlbefinden hier auf Erden.</p>
<p>Genau diese geistliche Haltung, die uns unabhängig macht von den Dingen dieser Welt, ist dem Fürsten dieser Welt ein Greuel, denn sie entzieht die wahren Gläubigen seiner Beeinflussung und macht sie stark, froh im Glauben ihren Erdenweg in der Nachfolge Jesu Christi zu gehen und den Feind zu überwinden. Deshalb sucht er allezeit, mit raffinierten Lehren die Gotteskinder in eine irdische, auf das diesseitige Wohl bedachte Gesinnung zu ziehen, wie es Paulus bezeugt:</p>
<p>Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C17-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,17-21</a>)</p>
<p>Eine solche dämonisch inspirierte irdische Gesinnung steckt hinter dem verführerischen „Heilungsevangelium“, das ein falsches Evangelium ist. Nicht umsonst geht es sehr oft mit dem ebenso unbiblischen und irreführenden „Wohlstandsevangelium“ Hand in Hand.</p>
<h4>
Die falsche Verquickung von Krankenheilung und Erlösung</h4>
<p>Viele charismatische Krankenheiler vertreten die Lehre von der „zweifachen Erlösung“. Diese Lehre behauptet unter Berufung auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+53%2C4-5%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 53,4-5,</a> Christus habe am Kreuz die Heilung von allen Krankheiten ebenso wie die Erlösung von den Sünden vollbracht. T. L. Osborn schreibt dazu: „Die Heilung ist in der Erlösung einbegriffen. Wir haben die Heilung in der Erlösung. Wenn wir errettet sind, sollten wir auch geheilt sein. Wenn wir geheilt sind, sollten wir errettet sein. Unser Herr war mit einer halben Erlösung [!!] nicht zufrieden.“</p>
<p>Kenneth Hagin behauptet: „Aber Christus verschaffte uns Befreiung von Sünde und Krankheit, als Er unsere zweifache Erlösung auf Golgatha erkaufte.“ „Er [Gott] machte nicht nur den zur Sünde, der die Sünde nicht kannte, sondern Er machte Ihn krank mit deinen Krankheiten, damit du in Christus vollkommen gesund werden kannst.“</p>
<p>Wir haben gesehen, daß man aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a> keinesfalls ableiten kann, Christus habe unsere Krankheiten in der gleichen Weise getragen wie unsere Sünden. Die Erlösung von unseren Sünden, die Versöhnung mit Gott und der Empfang des ewigen Lebens stehen mit Recht allein im Mittelpunkt der biblischen Aussagen über das Heil in Christus, und jede Lehre, die diesem vollkommenen, unvergleichlichen Erlösungswerk ein zweites beigesellen will, bei dem es ausschließlich um zeitliche und irdische Dinge geht, mindert die herausragende Bedeutung des wahren Heils und ist deshalb eine Irrlehre, ein verführerischer Mißbrauch des Gotteswortes.</p>
<p>Den Gläubigen soll ein Heilsgut vor Augen gestellt werden, das Gott uns in Seiner Allmacht und Weisheit jetzt noch nicht gegeben hat, sondern erst im kommenden Zeitalter: die völlige Befreiung von Krankheit. Wie der Verführer Eva dazu brachte, vom Baum der Erkenntnis zu essen, bevor Gott das erlaubt hatte, wie er den Herrn Jesus versuchte, sich das irdische Reich zu holen, bevor der Vater es Ihm gegeben hatte, so versucht er heute Gläubige, sich nach mehr auszustrecken, als Gott ihnen in der Heilszeit der Gnade zugedacht hat. Er verführt sie dazu, sich schon hier auf Erden nach Reichtum, Macht, Herrlichkeit und völliger Gesundheit auszustrecken und damit den von unserem Herrn Jesus vorgelebten Niedrigkeits- und Leidensweg zu verlassen.</p>
<p>Er versucht sie zu einem vorzeitigen Schauen und einem eigenmächtigen Griff nach Kraftoffenbarungen, die Gott der Gemeinde nur in der Apostelzeit gegeben hatte und die erst in der kommenden Weltzeit in Israel wieder offenbar werden – und das Ergebnis ist Verführung, die Öffnung für ein anderes Evangelium und einen anderen Geist und einen anderen Jesus. „Jesus der Heiler“ (E. W. Kenyon) ist eine spiritistische Fälschung, ein Zerrbild des wahren Herrn Jesus Christus, das sich in Visionen, Erscheinungen und unbiblischen Heilungspraktiken offenbart und viele verführt.</p>
<p>Wie diese Irrlehren dann angewendet werden, zeigt ein Zitat der charismatischen „Heiler“ Charles und Frances Hunter:</p>
<p>„Wieviele von Ihnen glauben, daß Jesus auf Golgatha alle unsere Krankheiten auf sich genommen hat? Jede von den 39 Wunden, die er auf seinem Rücken hatte, war eine andere Krankheit. Ich glaube, als Jesus am Kreuz hing, war er der inhumanste Anblick aller Zeiten. Ich glaube, sein Körper war so gepeinigt von Schmerzen, daß an ihm überhaupt nichts Menschliches mehr erkennbar war. Oder können Sie sich vielleicht alle Schlaganfälle aller Zeiten am Körper Jesu vorstellen? Allen Krebs der Welt, vom ersten bis zum letzten? (&#8230;) Nennen Sie irgendeine Krankheit, und sie war am Körper Jesu! Jeder einzelne Fall, vom ersten bis zum letzten! (&#8230;) Können Sie sich alle Gehirnverletzungen der ganzen Welt auf ihm vorstellen? Alle Mißbildungen? Millionen Krankheiten aller Art, alle auf einmal an Jesus!“</p>
<p>Es ist erschütternd, zu welchen verkehrten und lästerlichen Schlußfolgerungen Menschen kommen, die sich dem verführerischen charismatischen Geist ergeben haben.</p>
<h4>
Die irreführende Behauptung, Christus heile heute alle Kranken</h4>
<p>Wenn zahlreiche charismatische Wunderheiler verkünden, Christus heile auch heute noch alle Kranken, so wie Er es damals in Israel getan habe, denn Er sei schließlich derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, dann brechen sie nicht nur die heilsgeschichtliche Ordnung der Schrift und versprechen ihren Anhängern etwas, das ihnen das Wort Gottes nirgends verheißen hat. Sie richten auch durch eine teuflische Verdrehung der Wahrheit unübersehbaren geistlichen Schaden an.</p>
<p>Diese unbiblische Verkündigung bewirkt bei ungeheilten Ungläubigen, daß sie sich enttäuscht von Christus abwenden und dem Evangelium keinen Glauben mehr schenken, weil Gott die falschen Versprechungen betrügerischer Prediger nicht gehalten hat. Sie läßt aber auch ungezählte nicht geheilte Gläubige mit einem bohrenden Stachel der Bitterkeit oder des Zweifels zurück. Letztlich dienen sie dazu, Gotteskinder von ihrer kindlichen Vertrauensbeziehung zu Christus zu entfremden, indem sie entweder Zweifel über die Realität von Gottes Verheißungen und Seiner Güte säen oder aber selbstzweiflerische Vorwürfe wegen des eigenen Versagens und Unglaubens, die angeblich eine Heilung verhindert hätten.</p>
<p>Andererseits werden solche suchenden Menschen umso fester an die „vollmächtigen“ Heilungsgurus gebunden, von denen die Erfüllung der falschen Verheißung angeblich zu erlangen ist. Diese wecken durch eine betrügerische Verdrehung der Wahrheit eine falsche Erwartung in kranken Christen, nämlich die Erwartung, daß sie auf jeden Fall gesund werden können. Diese falsche Erwartung verleitet die heilungssuchenden Menschen dann dazu, sich einem falschen „Jesus“ anzuvertrauen, der sofortige, garantierte Heilung verspricht, anstatt ihrem wahren Herrn und Erlöser Jesus Christus.</p>
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<h2>
Die gefälschte Gabe der Wunderheilung</h2>
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<p>Die charismatischen Wunderheiler versuchen, ihren Heilungen einen göttlichen Ursprung zuzuschreiben, indem sie behaupten, durch sie werde die neutestamentliche Gnadengabe der Heilung wirksam. Wenn sie Heilungssuchenden die Hände auflegen oder wunderwirksame „Gebetstücher“ verschicken, wenn sie Menschen zusprechen: „Im Namen Jesu, sei geheilt!“ oder Krankheitsdämonen aus ihnen vertreiben, dann berufen sie sich auf das Vorbild der Apostel und erheben den Anspruch, Gott wirke durch sie auf dieselbe Weise wie damals zur Apostelzeit.</p>
<p>Wer in der Schrift gegründet ist, weiß, daß dieser Anspruch betrügerisch sein muß, weil die Zeichengabe der Wunderheilungen nach Gottes Willen nur am Anfang zur Bestätigung der Schriftoffenbarung wirksam war (vgl. die Ausführungen im Kapitel VI des Buches <em>„Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel“</em> von Rudolf Ebertshäuser). Aber auch die Praktiken der Wunderheiler selbst machen den großen Unterschied zwischen dem echten Wunderwirken Gottes und der satanischen Fälschung deutlich:</p>
<p>* Die Heilungen des Herrn und der Apostel geschahen augenblicklich; sie waren eindeutig und vollständig und unbezweifelbar für alle Zeugen des Geschehens. Alle Heilungssuchenden wurden geheilt, auch Schwerstkranke. Die Heilungen der heutigen Wunderheiler betreffen vorwiegend psychosomatische Erkrankungen, sind oft unvollständig und nicht von Dauer und vielfach nicht klar nachprüfbar.</p>
<p>* Charismatische Wunderheilungen geschehen heute vorwiegend in einem sorgfältig arrangierten Rahmen, der auf hypnotisch-suggestiver Beeinflussung beruht. Durch „Lobpreislieder“, Sprechchöre und entsprechende Predigten werden die Menschen in eine Gruppenstimmung gebracht, die eingestandenermaßen die Voraussetzung für das Wirken der „Kraft“ bildet. Zahlreiche Wirkungen dieser „Kraft“, wie z. B. Rückwärtsstürzen, hysterisches Lachen und Schreien, Zuckungen oder Trancezustände widersprechen dem Schriftzeugnis vom Wesen und Wirken des Heiligen Geistes und weisen die Heilungen als dämonische Geistheilungen aus.</p>
<p>* Während die apostolischen Heilungswunder in einem Dienst geschahen, der nach dem Grundsatz getan wurde: „Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es!“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+10%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 10,8</a>), sind die Aktivitäten der meisten charismatischen „Heiler“ von einem abstoßenden Streben nach den finanziellen Gaben der Heilungssuchenden geprägt, das ihren geistlichen Ursprung deutlich macht („Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen“ <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,10</a>; vgl. V. 5; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,3</a>). Mit den gefälschten Heilungswundern sollen ungefestigte Gläubige unter den irreführenden Einfluß des charismatischen Truggeistes gebracht werden; es handelt sich hier um endzeitliche Zeichen und Wunder der Lüge.</p>
<h3> </h3>
<h2>Die charismatische „Glaubensheilung“ als Verfälschung wahren Glaubens</h2>
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<p>„Empfange deine Heilung im Glauben“ ist eine Standardparole charismatischer Heiler. Doch der „Glaube“, der hier gelehrt und aufgebaut wird, hat nicht, wie der wahre Glaube, die geoffenbarte Wahrheit der Schrift zur Grundlage, sondern eine aus verdreht gedeuteten Bibelstellen zusammengestückelte Fälschung. Den Heilungssuchenden wird vorgemacht, sie hätten die Heilung schon als verbrieftes Recht in ihrem Besitz, sie müßten sie nur noch „im Glauben einnehmen“ bzw. „freisetzen“. Unter Berufung auf Verheißungen, die für den Gläubigen in Christus gar nicht gültig sind, werden Christen zu einem anmaßenden Pseudoglauben verleitet, der die Heilung von Gott nicht erbittet, sondern beansprucht und Gott im Endeffekt zwingen will, zu heilen.</p>
<p>Wir müssen uns hier an die Versuchung des Herrn erinnern, als Satan Ihn unter Berufung auf eine (aus dem Zusammenhang gerissene) biblische Verheißung dazu verleiten wollte, sich von der Zinne des Tempels zu werfen. Der Herr wußte um die Ihm von Seinem Vater gegebenen Grenzen während seines Erdenlebens und besiegte den Feind mit dem auch für uns bedeutsamen Wort: <strong>„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C5-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,5-7</a>).</p>
<p>Es bedeutet aber, Gott zu versuchen, wenn charismatische „Heiler“ ihren Opfern alle möglichen „Glaubensformeln“ und Techniken anbieten, die angeblich wirksam sein sollen, weil Gott sich an den Glauben der Christen bzw. an „Gesetze des Glaubens“ gebunden habe, so daß jeder Christ, der „richtig glaubt“, auch das empfängt, was er glaubt. Hier wird die biblische Gnadengabe des wunderwirkenden Glaubens, der von Fall zu Fall von Gott geschenkt wurde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+11%2C22-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 11,22-24</a>), umfunktioniert zu einer magischen Technik in der Hand des Menschen, mit der er Gott dazu bringen will, alle seine Wünsche zu erfüllen.</p>
<p>Auf solchen manipulierenden, vermessenen Glauben antwortet nicht der allmächtige Gott, nicht der Herr Jesus Christus, sondern der Gott dieser Welt, der sich in einen Engel des Lichts verstellt. Dieser „Glaube“ kann durchaus wunderbare Heilungen bewirken, aber sie geschehen durch einen anderen Geist und einen anderen Jesus. Sie tragen nicht den Charakter der biblischen Heilungen des Herrn und Seiner Apostel an sich, sondern sind Vorläufer der widergöttlichen Heilungswunder, die der falsche Prophet einmal tun wird.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong><em>Die charismatischen Wunderheilungen im Licht der Heiligen Schrif</em>t</strong>.</p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-charismatischen-wunderheilungen-im-licht-der-heiligen-schrift/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen </strong></a></p>
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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			</item>
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		<title>Das Wesen des charismatischen „Zungenredens“</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/das-wesen-des-charismatischen-zungenredens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 22:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Das biblische Sprachenreden, so hat unsere Untersuchung gezeigt, war eine heilsgeschichtliche Zeichengabe, ein übernatürliches Reden in heidnischen Fremdsprachen zu ungläubigen Juden, denen Gott zeigen wollte, daß das Heil von ihnen weggenommen und den Heiden gegeben würde. Es war eine gute, göttliche Gabe – aber sie wurde, wie alle Gaben, „gemäß dem Nutzen“ (1Kor 12,7 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p>Das biblische Sprachenreden, so hat unsere Untersuchung gezeigt, war eine heilsgeschichtliche Zeichengabe, ein übernatürliches Reden in heidnischen Fremdsprachen zu ungläubigen Juden, denen Gott zeigen wollte, daß das Heil von ihnen weggenommen und den Heiden gegeben würde. Es war eine gute, göttliche Gabe – aber sie wurde, wie alle Gaben, „gemäß dem Nutzen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,7</a> wörtlich) gegeben, so wie es Gott nützlich erschien. Als ihr Zweck erfüllt war, hörte diese Gabe, wie es das Wort Gottes angekündigt hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,8</a>), auf zu existieren. Wie müssen wir vor diesem Hintergrund das im 20. Jahrhundert aufgetretene pfingstlich-charismatische Zungenreden beurteilen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Das charismatische „Zungenreden“ ist andersartig als das biblische Sprachenreden</h2>
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<p>1. Daß das pfingstlerische Dogma vom „Zungenreden“ als notwendigem Zeichen des Geistempfangs unbiblisch ist, geben heute auch viele Charismatiker zu. Die Bibel lehrt, daß jeder Gläubige den Heiligen Geist in dem Moment empfängt, in dem er glaubt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,14</a>), und daß er damit auch durch den Geist in den Leib Christi hineingetauft wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,13</a>). Paulus bezeugt für die Apostelzeit, als es noch echtes Sprachenreden gab, daß nicht jeder Gläubige in Sprachen redet (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,30</a>). Das biblische Sprachenreden war nicht als Zeichen der Wiedergeburt gedacht, sondern als heilsgeschichtliches Zeichen an Israel.</p>
<p>Dagegen ist das charismatische Sprachenreden ein Zeichen dafür, daß Gläubige einen andersartigen Geist empfangen haben, den sie bei ihrer Bekehrung nicht empfingen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>). Die echten Gnadengaben empfängt der Gläubige beim Empfang des Geistes im Augenblick der Wiedergeburt. Das ist die Aussage von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a>: Sobald wir in den Leib kommen, weist Gott uns unsere „Gabenfunktion“ im Leib zu, nicht erst später.</p>
<p>Kein Gläubiger hat jemals das charismatische Zungenreden bei seiner Bekehrung empfangen – es sei denn, daß er sich unter der direkten Einwirkung des falschen Geistes dieser Bewegung bekehrt hätte. Das Zungenreden tritt erst in dem Augenblick auf, wo irregeleitete Gläubige sich nach der „Geistestaufe“ ausstrecken oder unter den Einfluß des Irrgeistes kommen. Diese „Gabe“ ist daher im Regelfall ein Anzeichen für den Empfang eines dämonischen Geistes der Verführung.</p>
<p>2. Das charismatische Sprachenreden wird vor allem als Mittel zur „Selbstauferbauung“ für die Gläubigen angepriesen. Es sei eine wirkungsvolle Quelle der Heiligung, der Befreiung von angeblichen dämonischen Belastungen, eine Quelle der Kraft, es führe in die Gegenwart Gottes, verleihe Vollmacht usw. Das biblische Sprachenreden war dagegen eine Zeichengabe, die in erster Linie gegenüber ungläubigen Juden praktiziert und gerade nicht im Gebet verwendet werden sollte.</p>
<p>Es ist typisch für Irrlehren, daß hier auf einem einzigen Satz, der zudem in seinem ursprünglichen Sinn völlig verdreht wird, eine Fülle von Behauptungen aufgebaut wird, die nirgends in der Bibel belegt sind. Wenn das Sprachenreden eine so wichtige und vielseitige Quelle der Auferbauung wäre, so hätte die Bibel dies ausführlich auch an anderer Stelle dargelegt und das Beten in Sprachen ausdrücklich empfohlen.</p>
<p>Wer selbst Erfahrungen mit der Charismatischen Bewegung gemacht hat, muß zugeben, daß der verheißenen Befreiung von Ängsten, Groll und fleischlichen Regungen bei den Sprachenrednern eine ganz andere Realität gegenübersteht: Angst, Unvergebenheit, fleischliche Gebundenheiten, sündige Gedanken, Rebellion usw. gehören zum traurigen Alltag charismatischer Gläubiger. Wohl werden manche täuschenden Gefühle und Erlebnisse berichtet, aber die Früchte dieser Gabe strafen die charismatischen Lehrer Lüge; sie sind ganz gewiß nicht die Früchte des Heiligen Geistes. Dagegen sind nicht selten Hochmut, Lästergedanken, Depressionen und dämonische Einflüsse bei solchen zu beobachten, die sich dem charismatischen Geist geöffnet haben und sein Sprachenreden praktizieren.</p>
<p>Die Behauptung, das „Sprachengebet“ sei eine ganz besonders hohe Stufe des Gebets, ja, die höchste Form der Gemeinschaft mit Gott, legt den mystisch-heidnischen Charakter dieser Lehre bloß. Die Vorstellung, der Gläubige sei Gott besonders nahe, wenn er Dinge ausspreche, von denen er nichts weiß, ist dem Wesen Gottes und der ganzen Aussage der Heiligen Schrift zutiefst fremd.</p>
<p>Gott will bewußtes Gebet, das auf der Erkenntnis des Christus und Seiner Gnade beruht und die ganze Persönlichkeit des Gläubigen mit einbezieht. Nur Dämonen mißbrauchen Menschen als bewußtlose, willenlose Werkzeuge und Kanäle von Botschaften. Gott hat den Menschen mit Bewußtsein und Willen geschaffen, und der Heilige Geist bezieht immer Bewußtsein und Willen des Menschen in Sein Wirken ein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,32</a>).</p>
<p>3. Das charismatische „Zungenreden“ besteht (wie auch jeder Charismatiker zugeben muß) zu etwa 90% aus ekstatischem Stammeln, das keiner existierenden menschlichen Sprache zugeordnet werden kann, während das biblische Sprachenreden ausschließlich aus realen heidnischen Fremdsprachen bestand (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,21</a>), die in der Gemeinde übersetzt werden sollten, damit der klare Sinn des Gesagten den anderen verständlich war.</p>
<p>4. Das charismatische Sprachenreden wird in den Gemeinden als Mittel für prophetische Botschaften verwendet, die durch „Auslegung“ der Sprachenrede entstehen (und nicht selten bedeutend länger sind als die eigentliche Sprachenrede). Im Wort Gottes wird nirgends gesagt, daß das echte Sprachenreden prophetische Offenbarungen oder Botschaften an die Gemeinde enthalten habe; dies stünde auch im Widerspruch zu seiner Funktion als Zeichen für ungläubige Juden.</p>
<p>Die charismatische Praxis weist, wie Ralph Shallis gezeigt hat, starke Parallelen zur heidnischen Prophetie der „Mantik“ auf, wie sie z.B. in den delphischen Orakeln praktiziert wurde: Ein dämonisches Medium, die Phythia, wurde durch aufsteigenden Rauch in Trance versetzt und äußerte rätselhafte, unartikulierte Laute, eine Art dämonischen Sprachenredens. Diese „geistinspirierte“ Botschaft wurde dann von einem Propheten in verständlicher Sprache ausgelegt, wobei die „Auslegung“ keine wörtliche Übersetzung war, sondern eine freie Ausdeutung der „Sprachenbotschaft“. Diese heidnischen Praktiken sind weit entfernt von biblischer Prophetie als einem direkten, klaren geistgeleiteten Reden.</p>
<p>Fernand Legrand hat zur Prüfung einmal ein in schottischem Akzent gesprochenes Vaterunser und zwei pfingstlerische Sprachenbotschaften auf Tonband aufgenommen und andere Pfingstler um eine „Auslegung“ gebeten. Nicht nur verwandelten sie das Vaterunser in eine Botschaft der Ermutigung, ihre „Auslegung“ der Sprachenbotschaft war völlig unterschiedlich von der (ebenfalls aufgenommenen) ursprünglichen Auslegung. Legrand berichtet auch von einem Missionar, der in einem Gottesdienst ein Dankgebet in einer afrikanischen Sprache sprach, worauf ein Gemeindemitglied in dem Glauben, es sei eine Sprachenrede, eine „Auslegung“ dazu lieferte, die natürlich mit dem Inhalt des Gebetes überhaupt nichts zu tun hatte. Die charismatische „Auslegung“ von Sprachenreden beruht entweder auf seelischem Selbstbetrug oder auf betrügerischer Falschinspiration; sie ist etwas anderes als die von der Bibel geforderte Übersetzung des Sprachenredens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Das charismatische Zungenreden stammt von einem betrügerischen Geist</h2>
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<p>Wenn wir dem Gebot Gottes nachkommen wollen:<strong> „Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1</a>), dann müssen wir davon ausgehen, daß der wahre Heilige Geist sich völlig und in allem an das hält, was Er selbst in Seinem Wort niedergeschrieben hat; als Geist der Wahrheit wird Er niemals im Widerspruch zur Heiligen Schrift handeln. Dagegen wird ein irreführender, falscher Geist daran erkannt, daß er – obwohl er sich zum Zweck der Täuschung einen biblischen Anstrich geben kann – letztlich gegen das Wort Gottes verstößt.</p>
<p>Nach diesem Maßstab müssen wir sagen, daß das charismatische Sprachenreden ein grundlegend anderes ist als das in der Heiligen Schrift bezeugte. Sein Ursprung liegt letztlich in einer falschgeistigen Irreführung; es ist keine Gnadengabe Gottes, sondern eine dämonische Fälschung.</p>
<p>Dabei mag es im Einzelfall sein, daß das Sprachenreden einfach seelischen Ursprungs ist, ein sinnloses Geplapper, entstanden in der Seele, vielleicht aus dem Wunsch heraus, auch „dazuzugehören“. Aber wir müssen davon ausgehen, daß vielfach irreführende Geister die Zunge von charismatischen Gläubigen dazu gebrauchen, um dämonisch inspirierte Botschaften, Lästerungen und sogar Satansanbetung auszusprechen. Der Widersacher wird, wenn er Gläubige soweit gebracht hat, sich einem falschen Geist zu öffnen, die Gelegenheit bestimmt nicht versäumen, den Namen des Herrn zu lästern und zu schänden und seinen dringendsten Wunsch zu befriedigen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C9%3B+1Kor+12%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,9; 1Kor 12,3</a>).</p>
<p>Hier müssen wir eine ernste Warnung an alle aussprechen, die sich leichtfertig dem pfingstlich-charismatischen Geist öffnen! Immer wieder wird bezeugt, daß Gläubige mit Kenntnis seltener Sprachen in Pfingstversammlungen Sprachenreden hörten, die Lästerungen und Satansanbetung enthielten.</p>
<p>Daß von pfingstlicher Seite gegenteilige Erlebnisse erzählt werden, bei denen das Zungenreden Gotteslob enthielt, ist kein Gegenbeweis. Auch wenn man unterstellt, daß diese Beispiele wahr sind, kann das auch auf der Täuschungstaktik des Widersachers beruhen, der durchaus Göttliches und Gutes nachahmen kann, um die Opfer seiner Verführung in Sicherheit zu wiegen. Es wäre interessant, einmal feststellen zu können, wieviele gläubige Charismatiker schon den Gedanken hatten, sie könnten beim Sprachenreden Lästerungen aussprechen, und ihn als „Angriff des Teufels“ zur Seite geschoben haben – der Verfasser jedenfalls kann bezeugen, daß ihn Gottes Geist auf diese Weise gemahnt hat und er damals nicht darauf hören wollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Der mystische Köder des Verführers und das klare WORT Gottes</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in leuchtenden Farben gemalte angebliche auferbauende Wunderwirkung des Sprachenredens ist ein geschicktes Lockmittel, mit dem der Feind ungefestigte oder in Anfechtung geratene Christen dazu bringen will, sich seinem Geist der Verführung zu öffnen. Es ist wahrhaft verführerisch, ein Mittel angeboten zu bekommen, das angeblich jederzeit, automatisch und damit letztlich auf magische Weise Wohlbefinden, Auferbauung und Kraft erzeugen kann. Das Gestammel unverständlicher Sprachen wird zu einer Art Mantra, zu einer Technik, die geistliche Wirkungen hervorrufen soll.</p>
<p>All das steht im völligen Gegensatz zum Wesen und Wirken Gottes. Gott hat sich geoffenbart im WORT (Logos), in Christus, Seinem Sohn, durch den Er zu den Menschen geredet hat. Er hat uns in Christus mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet.</p>
<p>Doch diesen Segen empfangen wir niemals durch magische Handlungen und Glaubenstechniken. Bei Gott gibt es nichts Automatisches. All Sein Segen ist Gnade, ist gute Gabe von oben, die der Vater Seinen Kindern freiwillig gibt. Echte Auferbauung geschieht deshalb immer durch die von Liebe und Gehorsam geprägte Glaubens- und Vertrauensbeziehung zum Vater. Das lebendige und kräftige Wort Gottes ist Gottes wichtigste Gnadengabe zu unserer Auferbauung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,32</a>). Dieses klare, verständliche, siebenmal geläuterte Wort (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+12%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 12,7</a>) wirkt jedoch nicht automatisch, sondern nur in dem Maß, wie wir es in einem demütigen, gehorsamen Herzen aufnehmen und im geistlichen Wandel auch ausleben.</p>
<p>Wenn wir uns noch einmal die ernsten Worte aus Jesaja 28 über die taumelnden Propheten und die trunkenen Priester vor Augen stellen, dann können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, daß es Ausdruck des heiligen Gerichtes am Hause Gottes ist, wenn im 20. Jahrhundert Menschen im Namen Jesu Christi taumelnd und geistlich trunken in Verzückungen unverständliche Worte vor sich hinsprechen. Wenn Gott es zuläßt, daß heute, in der Zeit des Abfalls und der Verführung, in der Christenheit unverständliche, feindliche Sprachen auftreten, dann bedeutet das Gericht, und es geschieht deshalb, weil man auf das klare, verständliche Wort Gottes nicht hören wollte.</p>
<p>Ein wahres Gotteskind braucht die gefälschte Gabe des charismatischen Sprachenredens nicht; es hat kostbare Quellen echter geistlicher Auferbauung: die innere Gemeinschaft mit Christus und dem Vater im Heiligen Geist, das Wachsen in der Erkenntnis des Christus, das Wort Gottes, die geistgewirkte Gemeinschaft von Gläubigen. Letztlich ist es der Herr Jesus Christus in Seiner Fülle, der uns alles gibt, was wir brauchen, der uns alles ist, der uns auferbaut bis zur vollen Mannesreife und dadurch in uns Gestalt gewinnt.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Das charismatische „Zungenreden“ und das biblische Sprachenreden</strong>.</em></p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/das-charismatische-zungenreden-und-das-biblische-sprachenreden-2/">Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen </a><br />
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong> </a>(Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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		<title>Der Sinn und Zweck des biblischen Sprachenredens</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1536/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 20:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Im Gegensatz zu dem hohen und umfassenden geistlichen Wert, der dem Sprachenreden in der Charismatischen Bewegung zugesprochen wird, erwähnt die Heilige Schrift diese Gnadengabe nur am Rande. Der Herr Jesus Christus verheißt sie in Mk 16,17; in der Apostelgeschichte wird sie bei zentralen Ereignissen des Geistempfangs beschrieben (Apg 2,1-13; Apg 10,44-48; Apg 19,1-7); im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1536/">Der Sinn und Zweck des biblischen Sprachenredens</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p>Im Gegensatz zu dem hohen und umfassenden geistlichen Wert, der dem Sprachenreden in der Charismatischen Bewegung zugesprochen wird, erwähnt die Heilige Schrift diese Gnadengabe nur am Rande. Der Herr Jesus Christus verheißt sie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,17</a>; in der Apostelgeschichte wird sie bei zentralen Ereignissen des Geistempfangs beschrieben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C1-13%3B+Apg+10%2C44-48%3B+Apg+19%2C1-7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,1-13; Apg 10,44-48; Apg 19,1-7</a>); im 1. Korintherbrief gibt Paulus eine Belehrung über ihr Wesen und ihren Gebrauch (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a> &#8211; 14).</p>
<p>Das Sprachenreden wird in den späteren Briefen nicht mehr erwähnt, obwohl dort ständig von der geistlichen Auferbauung und dem Wachstum der Gemeinden die Rede ist und man die Erwähnung einer anscheinend so bedeutenden Gabe durchaus erwarten müßte. Es fehlt auch in der Aufzählung der Gnadengaben in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C6-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,6-8</a> und spielte offenkundig in den apostolischen Gemeinden eine eher untergeordnete Rolle.</p>
<p>Weil die Schrift über das Wesen der Sprachen keine ausführliche Lehre enthält und manche ihrer Aussagen zu diesem Thema bei oberflächlichem Lesen mißverstanden werden können, müssen wir desto genauer zu verstehen suchen, was das Wort uns sagt. Viele Ausleger bringen alle möglichen außerbiblischen Spekulationen in ihre Definition des Sprachenredens ein; es ist von „ekstatischem Reden“, von „Stammeln“, von „Verzückung“ und „Engelssprachen“ die Rede. Damit wird dem Sprachenreden ein mystischer Zug zugeschrieben, z.T. in Anlehnung an heidnische Mysterienkulte, die tatsächlich ekstatisches Sprachenreden kannten.</p>
<p>Dagegen sollte eine verantwortliche Auslegung sich auf das stützen, was das Wort Gottes selbst dazu sagt: Schrift soll durch Schrift ausgelegt und erklärt werden! Wenn wir diesem einfachen und biblischen Grundsatz folgen, finden wir auch eine klare Antwort auf die wesentlichen Fragen, auch wenn einige Aspekte des biblischen Sprachenredens sicherlich unterschiedlich gedeutet werden können.</p>
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<h2>Das biblische Sprachenreden war ein Reden in menschlichen Fremdsprachen</h2>
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Zunächst stellt sich die Frage: welchen Charakter hatten eigentlich die in der Bibel erwähnten „Sprachen“? Das griechische Wort glossa bezeichnet die Zunge als Körperorgan und daraus abgeleitet eine menschliche Sprache. Der Ausdruck „Zungenreden“ ist also irreführend und unzutreffend; richtigerweise sollte es „Sprachenreden“ heißen.</p>
<p>Eine Veranschaulichung des biblischen Sprachenredens finden wir nur in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C4-13.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,4-13.</a> Hier haben wir sozusagen das Modell des Sprachenredens, auf das auch andere Schriftstellen bezogen werden müssen, wenn wir anerkennen, daß die Schrift sich selbst auslegt. <strong>„Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden [gr. lalein heterais glossais], wie der Geist es ihnen auszusprechen [od. auszurufen, zu verkünden] gab“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,4</a>).</p>
<p>Aus der Reaktion der Zuhörer (V. 6-11) wird ersichtlich, das es sich beim Reden in anderen Sprachen um real existierende menschliche Fremdsprachen handelte, und zwar um Sprachen der Heidenvölker, von denen sich die Juden abgesondert hielten. Sie wurden nun aufgrund übernatürlicher Eingebung durch den Geist Gottes von Menschen gesprochen, die diese Sprachen nicht beherrschten. Der Inhalt dieser Sprachenrede wird uns ebenfalls in dieser Schriftstelle gezeigt: Es wurden die großen Taten Gottes verkündet. Das in V. 4b verwendete Verb deutet ein Proklamieren, ein kräftiges, entschlossenes Verkündigen an (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C14%3B+26%2C25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,14; 26,25</a>).</p>
<p>Es ist offensichtlich, daß das Sprachenreden von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> eine Erfüllung der Verheißung Jesu Christi in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,17</a> darstellt. Der Herr verheißt dort, daß die Apostel in „neuen Sprachen“ sprechen würden. Aus dem Sinnzusammenhang ergibt sich, daß damit nicht etwa außerirdische Engelssprachen, sondern ungewohnte, den Jüngern unbekannte Menschensprachen der Heidenvölker gemeint waren. Auch die Fälle von Sprachenreden, die später in der Apostelgeschichte erwähnt werden, folgen dem Modell von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a>. So bezeugt Petrus, daß das Sprachenreden der gläubigen Heiden im Haus des Kornelius mit dem zu Pfingsten identisch war: <strong>„Als ich aber zu reden anfing, fiel der Heilige Geist auf sie, gleichwie [od. ganz wie] auf uns am Anfang“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+11%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 11,15</a>).</p>
<p>Wenn nun die in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a> – 14 erwähnte Gnadengabe des Redens in Sprachen etwas anderes wäre als das Sprachenreden aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a>, wie manche Ausleger vermuten, hätte uns die Bibel dies mitgeteilt. Nichts in der Erläuterung der Sprachengabe bei Paulus deutet darauf hin, daß er etwas anderes meint als die in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> geschilderte Sprachengabe. Der Ausdruck „verschiedene Arten von Sprachen“ in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C10+u.+28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,10 u. 28</a> deutet an, daß es sich um verschiedene Arten oder „Familien“ von Fremdsprachen handelt (vgl. z.B. indogermanische Sprachfamilie). In dem Jesajazitat in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C21%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,21,</a> das ja die Gnadengabe des Sprachenredens erklärt, erscheint das Wort „mit fremden Sprachen“ (gr. <em>heteroglossois</em> = „durch Leute mit fremder Sprache“), das den Bezug zu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,4</a> bestätigt.</p>
<p>Oft wird <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,1</a> angeführt, wo Paulus sagt:<strong> „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel redete (&#8230;)“</strong>, um zu begründen, daß das „Sprachenreden“ auch himmlische Engelssprachen umfaßt habe. Paulus führt jedoch in diesem Abschnitt lauter angenommene Fälle an, absichtliche Übertreibungen, um den höheren Wert der Liebe umso deutlicher werden zu lassen. Er sprach ebensowenig in den Sprachen der Engel, wie er alle Geheimnisse wußte oder allen Glauben hatte oder seinen Leib zur Verbrennung hingab. Eine solche beispielhafte Annahme ist in jedem Fall kein solider Schriftgrund, um eine Lehraussage darauf aufzubauen, die dem klaren Zeugnis von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> widerspricht.</p>
<p>Zudem ist es eher unwahrscheinlich, daß die heiligen Engel im Himmel wirklich verschiedene Sprachen sprechen; die Sprachenverwirrung ist ja eigentlich ein göttliches Gericht über die sündige Menschheit. Wir können also festhalten: Nach dem Zeugnis der Bibel ist die Gabe der Sprachenrede die übernatürliche Befähigung, menschliche Fremdsprachen zu sprechen, die der Sprecher natürlicherweise nicht beherrscht.</p>
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<h2>Das biblische Sprachenreden war ein Zeichen des heilsgeschichtlichen Übergangs</h2>
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<p>
Wenn wir von allen Spekulationen, Erfahrungen und menschlichen Lehren absehen und einfach die Bibel befragen, wozu Gott die Sprachengabe eigentlich der Gemeinde gegeben hat, stoßen wir auf eine verblüffend einfache und klare Antwort, die dennoch für viele ungewohnt sein dürfte.</p>
<h4>
Die Zeichenfunktion der Sprachengabe</h4>
<p>Den Schlüssel zum lehrmäßigen Verständnis des neutestamentlichen Sprachenredens können wir nicht in der Apostelgeschichte finden, wo uns lediglich Beispiele seines Gebrauchs gezeigt werden. Die Lehre des Wortes Gottes für die Gemeinde finden wir in den Briefen der Apostel und Propheten! Ganz folgerichtig wird uns der von Gott gewollte Sinn und Zweck des echten Sprachenredens in den Lehraussagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 14</a> erklärt. Paulus rügt in dem ganzen Kapitel den falschen Gebrauch der Sprachenrede in den Gemeindeversammlungen der Korinther und weist dann auf den eigentlichen Sinn dieser Gabe hin:</p>
<p><strong>„Im Gesetz steht geschrieben: ‚Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden. Aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.’ Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen (…)“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C21-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,21-22</a>)</strong></p>
<p>In dieser wichtigen, von vielen nicht richtig beachteten Lehraussage der Schrift werden uns drei grundlegende Tatsachen über das biblische Sprachenreden geoffenbart:</p>
<p>1. Es dient als ein Zeichen.<br />
2. Es richtet sich nicht an Gläubige, sondern an Ungläubige.<br />
3. Es richtet sich nicht an Heidenchristen, sondern an Juden.</p>
<p>
1. Sprachen sind ein Zeichen: Die erste wesentliche Aussage ist: Die Sprachenrede ist ein Zeichen. Die Zeichen, die der Herr Jesus selbst samt Seinen Beauftragten in Israel tat, sollten die göttliche Botschaft des herbeigekommenen Reiches und den einen höchsten Propheten, den König selbst, ausweisen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,3-4</a>). Durch die messianischen Zeichen bestätigte Gott den ungläubigen Juden, daß Jesus von Nazareth der Messias war – doch sie nahmen Sein Zeugnis nicht an. Dabei ist es wichtig, festzuhalten, daß das Zeichen der Sprachenrede erst mit dem Pfingsttag auftritt; weder hat der Herr Jesus Christus selbst in Sprachen geredet noch die Apostel vor Pfingsten. Wir werden noch sehen, weshalb dies so sein mußte.</p>
<p>Die Verkündigung der Apostel nach Pfingsten wurde ebenfalls durch Zeichen bekräftigt. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C17-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,17-20</a> finden wir die Verheißung für die Evangeliumsverkündigung der Apostel; sie sollte durch Wunderzeichen bestätigt werden, die bis auf eines alle in der Apostelgeschichte berichtet werden, u.a. das Reden in neuen Sprachen. In V. 20 wird die Erfüllung der Verheißung im Dienst der Apostel ausdrücklich bestätigt. Auch die Zeichengaben, die der Urgemeinde zur Zeit der apostolischen Verkündigung gegeben wurden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a>), sollten nicht die Gemeinde ansprechen, sondern Gott wandte sich in der apostolischen Zeit durch Zeichen an die Ungläubigen, um die Botschaft des Evangeliums zu bestätigen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C4%3B+Mk+16%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,4; Mk 16,20</a>).</p>
<p>Das Reden in anderen Sprachen ist also nach der klaren Lehre der Schrift nicht etwa eine Art des Gebets; wie wir sehen werden, gibt es nicht nur keinerlei Gebot in der Bibel, in Sprachen zu beten, sondern Paulus erklärt dies sogar für verkehrt. Es ist auch keine Offenbarungsgabe, durch die Gott der Gemeinde Geheimnisse oder Botschaften mitteilen wollte – dazu gab Er die Gabe der Prophetie und der Erkenntnis. Es ist ein Zeichen und keine mystische Kraftquelle. Auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,17</a> werden die neuen Sprachen ein Zeichen genannt.</p>
<p>2. Die Sprachenrede richtet sich an Ungläubige. Durch die Zeichen, d.h. übernatürliche Wunderwirkungen Gottes, redete Gott in bildhafter Weise zu Ungläubigen, um ihnen die göttliche Autorität Seiner Heilsbotschaft zu bezeugen. Die echten, biblischen Zeichen richten sich grundsätzlich nicht an wiedergeborene Gläubige, denn diese haben das innere Zeugnis des Heiligen Geistes; ihr Glaube braucht nicht das Schauen von Wundern. Die echten biblischen Sprachen sind wesentlich für die Ungläubigen bestimmt – das steht in krassem Gegensatz zu den charismatischen „Zungenreden“. Auch wo das Sprachenreden unter gläubigen Juden noch eine begrenzte Aufgabe hatte, war es deshalb, weil sie in einem bestimmten Punkt noch „ungläubig“ waren – sie konnten nicht recht glauben, daß Gott die Heiden nur aufgrund von Gnade, ohne Beschneidung und Gesetz rettet.</p>
<p>3. Die Sprachenrede ist ein Zeichen für Israel: Die dritte grundlegende Aussage dieser Stelle ist: Die Sprachen sind ein Zeichen, das sich speziell an Israel richtet, nicht an die Heiden! Es gab aus der Sicht der Gemeinde damals (und heute) zwei Arten von Ungläubigen: ungläubige Juden und ungläubige Heiden. Das Zeichen der Sprachen ist nun, wie das von Paulus angeführte Wort aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+28%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 28,11-12</a> unmißverständlich zeigt, wesensmäßig für die ungläubigen Juden bestimmt: <strong>„Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden“</strong>. Wenn wir den Gebrauch des Sprachenredens in der Apostelgeschichte untersuchen, so zeigt sich, daß in jedem Fall von Sprachenreden Juden die „Zielgruppe“ für dieses Zeichen waren.</p>
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Das Sprachenreden als Zeichen des Gerichts für das verstockte Israel</h2>
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<p>Die Jesajastelle macht auch deutlich, daß das Zeichen des Sprachenredens für das ungläubige Israel ein Gerichtszeichen war. Hier kommen wir zu einem ganz wesentlichen Gesichtspunkt, der heute oft mißverstanden wird. Von seinem ganzen Wesen her ist Christus der logos Gottes, das sich offenbarende WORT. Er ist es, der als Jehovah/Jahwe schon zu den Vätern und zu Israel redete, von dessen Wort Mose bezeugte: „Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+32%2C47&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 32,47</a>). Zu allen Zeiten leben die Gläubigen von dem lebendigen und kräftigen Wort Gottes, das Ihn offenbart und die Menschen unterweist, ihnen Erkenntnis und Weisheit verleiht. Von dem Reden Gottes im WORT bezeugt <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C130%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,130: </a><strong>„Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet und gibt den Unverständigen Einsicht“</strong>.</p>
<p>Das Wort Gottes zielt auf das Herz der Menschen; es ist wesensmäßig Offenbarung, nicht Verhüllung. Gott trachtet danach, durch Sein Wort die Menschen zur Erkenntnis Seiner Wahrheit zu bringen. Wie bewegend ist die Selbstoffenbarung der göttlichen Weisheit in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+8%2C8-10%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 8,8-10,</a> wo es heißt: <strong>„Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin. Den Verständigen sind sie alle klar, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig“</strong>. Deshalb ist alles Reden Gottes durchweg ein Reden in verständlicher Menschensprache, in der Sprache, die die Menschen hören und aufnehmen können. Es ist daher ein erschütterndes Zeichen der Verstockung Israels und des kommenden Gerichts, wenn Gott in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+28%2C7-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 28,7-13</a> sagen muß:</p>
<p><strong>„Priester und Prophet sind vom Rauschtrank berauscht, vom Wein benebelt, sie taumeln vom Rauschtrank; sie sehen nicht mehr klar, urteilen unsicher. (&#8230;) Wem soll er [Gott] Erkenntnis beibringen, wem die Botschaft erläutern? (&#8230;) so wird auch Er zu diesem Volk durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache reden, er, der zu ihnen gesagt hatte: ‚Das ist die Ruhe! Erquickt den Müden! Und das ist die Erquickung’, aber sie wollten nicht hören. Und so soll auch ihnen das Wort des HERRN werden: ‚Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung; hier ein wenig, da ein wenig’ – damit sie hingehen und rückwärts hinstürzen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.&#8220;</strong></p>
<p>Weil Israel das verständliche Reden Gottes über Jahrhunderte nicht hören wollte, beschloß Gott, zum Gericht mit unverständlichen Sprachen zu ihm zu reden. Wenn Gott nicht mehr klar und verständlich redet, sondern verhüllt und unverständlich, dann bedeutet das Gericht! Das zeigte sich schon in der gleichnishaften Verkündigung des Herrn an Israel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C10-15%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,10-15: </a><strong>„Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen“</strong>). Das gilt erst recht für das Reden mit heidnischen Fremdsprachen zu diesem Volk.</p>
<p>In der konkreten Situation der Jesaja-Prophetie wie auch in der Situation nach Pfingsten war das Reden mit unverständlichen Heidensprachen die Androhung von Gericht und Zerstörung durch heidnische Heere. Auf die Prophetie des Jesaja folgte damals der Überfall der Assyrer auf Israel; auf das Sprachenzeichen zu Pfingsten in Jerusalem folgte rund 40 Jahre später die Invasion der Söldner des Titus, die in der Folgezeit Jerusalem dem Erdboden gleichmachten und den Tempel niederrissen. Dabei können wir davon ausgehen, daß die Jerusalemer aus dem Mund der aus allen Teilen des römischen Reiches angeworbenen Söldner genau dieselben Heidensprachen hörten wie damals zu Pfingsten aus dem Mund der Jünger!</p>
<p>Nun wird auch verständlich, weshalb weder der Herr selbst noch Seine Gesandten vor der Kreuzigung und Auferstehung Israel gegenüber das Zeichen der Sprachen gegeben hatten. Erst nachdem Israel das Angebot des Reiches durch seinen Messias verworfen und Ihn gekreuzigt hatte, offenbarte Gott durch die Sprachen die bevorstehende Verwerfung Israels, verbunden mit einem letzten Appell zur Umkehr.</p>
<p>So verstehen wir das Sprachenreden der Jünger in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> als ein zeichenhaftes Reden Gottes zu den ungläubigen Juden. Es sollte ihnen zeigen: Wenn ihr nicht Buße tut, dann wird das Reden Gottes für euch unverständlich werden. Gott wird euch nicht mehr Sein Heil anbieten, das ihr immer wieder verworfen habt, sondern Er wird durch heidnische Soldaten zu euch reden und euch in alle Winde zerstreuen.</p>
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Das Sprachenreden als Zeichen für den Übergang des Heils zu den Heiden</h2>
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<p>Das Sprachenreden war seinem Wesen nach ein heilsgeschichtliches Zeichen. Es kündigte nicht nur das bevorstehende Gericht für Israel an, sondern auch den Übergang des Heils zu den Heidenvölkern, die bis dahin ja von der Errettung und der Gemeinschaft mit Gott grundsätzlich ausgeschlossen waren. Es war ein Signal von heilsgeschichtlicher Bedeutung, daß nun die großen Taten Gottes in den Sprachen der Heidenvölker verkündet wurden. Bisher war ja die Botschaft des Heils fast ausschließlich in Hebräisch dem Volk Israel verkündigt worden.</p>
<p>Die heilsgeschichtliche Botschaft des Sprachenredens war: Gott wird das Heil von Israel wegnehmen und Sein altes Bundesvolk beiseitesetzen, während die Heidenvölker erstmals Zugang zu diesem Heil erhalten und Heiden die großen Taten Gottes erfahren und verkünden werden (vgl. dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 11</a>). Es war damit auch eine symbolische Andeutung des Geheimnisses des Christus, in dem die Scheidewand zwischen Juden und Heiden hinweggetan wird und aus beiden ein Leib gebildet wird, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,18-19</a> offenbart: <strong>„Denn durch ihn [Christus] haben wir beide den Zutritt zum Vater durch einen Geist. So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“</strong>.</p>
<p>Diese heilsgeschichtliche Zeichenfunktion macht nochmals deutlich, weshalb die biblischen „Sprachen“ kein ekstatisches Stammeln und keine himmlischen Engelssprachen waren, sondern real existierende heidnische Fremdsprachen. Wie klar und logisch ist Gottes Wirken! Zweck und Mittel stimmen vollkommen überein. Nach der angeführten Stelle in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 28</a> muß es sich beim Sprachenreden ja um heidnische Fremdsprachen gehandelt haben, sonst hätte dieses Zeichen gar keinen Sinn gehabt.</p>
<p>Im Handeln Gottes finden wir nichts Mystisch-Irrationales, auch wenn wir selbst seine vollkommene Logik und Klarheit nicht immer verstehen. Aus den Aussagen der Schrift über die Funktion des Sprachenredens müssen wir schließen, daß es in der Apostelzeit von Gott grundsätzlich als mahnendes Wunderzeichen gegenüber ungläubigen Juden eingesetzt wurde; sein Platz war eigentlich nicht die Gemeindeversammlung, sondern die Evangeliumsverkündigung unter Juden, wie sie gerade auch Paulus konsequent betrieb, wo er hinkam (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,18-19</a>).</p>
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Der Sinn des Sprachenredens innerhalb der Gemeinde</h2>
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<p>Es ist nur folgerichtig, daß das Zeichen der Sprachenrede bei dem großen Wendepunkt in Gottes Heilshandeln auftritt, als mit der Bekehrung des Kornelius auch die Heiden in die Heilskörperschaft der Gemeinde aufgenommen werden. Während nach Pfingsten weder bei den 3.000 noch bei späteren Bekehrungen ein Reden in Sprachen erwähnt wird, reden diese Heiden vor den erstaunten Augen der Judenchristen in Sprachen wie zu Pfingsten. Die Wirkung dieses Zeichens auf die christusgläubigen Juden, die sich ein Heil außerhalb Israels noch nicht vorstellen konnten, ist offensichtlich: <strong>„Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+11%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 11,18</a>).</p>
<p>Hier können wir erkennen, weshalb das Sprachenreden als heilsgeschichtliches Zeichen in den Anfängen der Gemeinde, die ja zunächst ausschließlich und auch später noch großenteils aus Judenchristen bestand, auch eine Funktion nach innen hatte, wenn diese auch der äußeren Funktion untergeordnet war: Über lange Zeit hatten es die in der jüdischen Tradition aufgewachsenen Gläubigen schwer, das heilsgeschichtliche Geheimnis der Gemeinde, wie es besonders Paulus geoffenbart worden war, zu begreifen und anzunehmen. Sie blieben Eiferer für das Gesetz, als Gott selbst schon offenbart hatte, daß Juden und Heiden nicht durch Gesetz und Beschneidung, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus das Heil erlangen könnten, und daß in Christus weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas gilt, sondern eine neue Schöpfung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,15</a>).</p>
<p>Daraus folgten Spannungen, die durch das Auftreten judaistischer Irrlehrer noch verschärft wurden, die den Heiden die Beschneidung und die Beobachtung des Gesetzes aufzwingen wollten. Diese Spannungen waren so tiefgreifend, daß selbst ein Petrus schwankend wurde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,11-14</a>). In den Briefen des Paulus erkennen wir immer wieder, wie er die Wahrheit der Gemeinde, in der alle eins in Christus sind, verteidigen mußte.</p>
<p>Es ist naheliegend, daß auch das Auftreten des Sprachenredens bei den jüdischen Johannesjüngern in der heidnischen Stadt Ephesus, in der bald durch den Dienst des Paulus eine gemischte Gemeinde entstehen sollte, mit in diesen Zusammenhang gehört (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+19%2C1-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 19,1-10</a>). Dadurch, daß die großen Taten Gottes in fremden, heidnischen Sprachen verkündet wurden, wurden die Judenchristen daran erinnert, daß das Heil auch zu den Heiden gekommen war, daß beide, Juden und Heiden, nur im Glauben an Jesus Christus und nicht mehr durchs Gesetz den Zugang zu Gott hatten.</p>
<p>Hier liegt vermutlich der Grund, weshalb die Zeichengabe der Sprachenrede, die vor allem nach außen, an die ungläubigen Juden gerichtet war, in der apostolischen Zeit eine zeitlich und bedeutungsmäßig begrenzte Rolle in den Gemeindeversammlungen spielen konnte. Diese offensichtliche Wirkung des Heiligen Geistes war ein unmißverständlicher Hinweis Gottes, daß es Sein souveräner Ratschluß war, Israel und das Gesetz beiseitezusetzen und nun auch die einst außenstehenden Heiden durch den Glauben zu erretten. Juden und Heiden hatten nun in Christus denselben Zugang zu Gott – und zwar allein aufgrund der Gnade, ohne Mitwirkung des Gesetzes. Darauf wies die Verkündigung der großen Heilstaten Gottes in heidnischen Fremdsprachen die zuhörenden gläubigen Juden immer wieder hin.</p>
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Das Sprachenreden als heilsgeschichtliches Zeichen hörte noch zur Apostelzeit auf</h2>
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<p>Aus der Tatsache, daß die Sprachenrede ein heilsgeschichtliches Zeichen für die Juden war, erklärt sich auch, weshalb diese Zeichengabe von selbst aufhörte, als sie ihren Zweck erfüllt hatte:<strong> „seien es Sprachen, sie werden aufhören“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,8</a>). Mit der blutigen Niederwerfung des jüdischen Volkes durch die Römer ab 70 n. Chr. bewahrheitete sich die Botschaft des Gerichtszeichens der Sprachen an Israel: Jerusalem wurde zerstört, der Tempeldienst unmöglich gemacht, das Volk zerstreut unter alle Völker der Erde. Gott hatte Israel gerichtet und für die Zeit der Gnade beiseitegesetzt, um Sein Heil den Heiden zu bringen.</p>
<p>In der Folge wuchs in der Gemeinde die Zahl der Heidenchristen im Vergleich zu den Judenchristen stark an, und gegen Ende der Apostelzeit haben die Spannungen zwischen jüdischen und heidnischen Gläubigen offensichtlich keine wesentliche Rolle mehr gespielt. Auch als Zeichen eines heilsgeschichtlichen Übergangs hatten die Sprachen ihre Aufgabe erfüllt. Die Zeichengabe der Sprachen war überflüssig geworden und hörte auf, wie dies im Wort Gottes ausdrücklich angekündigt worden war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,8</a>).</p>
<p>Diejenigen, die ein andauerndes Fortbestehen des Sprachenredens und anderer Zeichengaben bis in unsere Zeit behaupten, berufen sich dabei oft auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C17-20.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,17-20.</a> Eine genauere Betrachtung dieses Wortes zeigt jedoch, daß diese Bibelstelle im Gegenteil die Beschränkung des Sprachenredens und anderer Zeichen auf die Apostelzeit bestätigt. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C15-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,15-20</a> spricht der Herr ausdrücklich Seine elf Jünger und Apostel an (V. 14). Ihnen gibt Er den Auftrag, in alle Welt zu gehen und aller Schöpfung das Evangelium zu verkündigen. Der Auftrag zur Evangeliumsverkündigung, der auch die Gemeinde mit einbezieht, findet sich in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18-20</a> und in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+24%2C47+sowie+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 24,47 sowie </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C8.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,8.</a></p>
<p>Das Ergebnis dieser Evangeliumsverkündigung durch die Apostel werden Menschen sein, die glauben und errettet werden. Im Dienst der Apostel wird die Frucht der Gläubiggewordenen begleitet werden von Zeichen, unter denen auch das<strong> „Reden in neuen [d.h. ihnen ungewohnten, unbekannten] Sprachen“</strong> ist (V. 17). Die Schrift sagt nicht, daß alle Gläubiggewordenen selbst diese Zeichen tun werden, sondern sie werden durch sie begleitet, d.h. erleben sie, sie ereignen sich dort, wo die Apostel das Evangelium verkündigen bzw. wo in den jungen Gemeinden Wundergaben wirksam werden.</p>
<p>Diese Zeichen sind jedoch an den Dienst der Apostel und die Generation der unmittelbar durch sie Gläubiggewordenen gebunden; eine zeitliche Ausdehnung des Auftrags<strong> „bis an das Ende der Weltzeit“</strong> wie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,20</a> fehlt.</p>
<p>Dagegen bezeugt <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+16%2C20%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 16,20,</a> daß sich die Zeichenverheißung direkt im Mitwirken des Herrn bei der apostolischen Verkündigung erfüllt hat: <strong>„Sie aber [das sind eindeutig und ausschließlich die elf Apostel] gingen hinaus und verkündigten überall [Vergangenheit, abgeschlossener Vorgang]; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden [od. mitfolgenden] Zeichen.“</strong></p>
<p>Hier wird in völliger Übereinstimmung mit <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,4</a> bezeugt, daß die bekräftigenden Wunderzeichen in der Generation der Apostel und in Verbindung mit ihrem Dienst geschahen und nach Gottes Willen nicht ständig weiter auftraten. Es ist daher unzulässig und gegen den Sinn der Schrift, wenn Anhänger der Pfingst- und Charismatischen Bewegung die Zeichenverheißung aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16</a> heute noch für jeden Gläubigen in Anspruch nehmen und damit beweisen wollen, daß das Sprachenreden nach dem Willen Gottes heute noch existiere.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Das charismatische „Zungenreden“ und das biblische Sprachenreden</strong>.</em></p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/das-charismatische-zungenreden-und-das-biblische-sprachenreden-2/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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		<title>Weshalb wir den charismatischen „Lobpreis“ meiden sollten</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/weshalb-wir-den-charismatischen-lobpreis-meiden-sollten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 20:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=1533</guid>

					<description><![CDATA[<p>  &#8222;Lobpreis&#8220;lieder als trojanisches Pferd in den Gemeinden &#160; Wir können die Frage, ob Gläubige die charismatischen „Lobpreis- und Anbetungs“-Lieder hören und singen können, nach allem Gesagten nur klar mit einem Nein beantworten. Aus zwei Gründen ist es notwendig, diese Lieder sorgfältig zu meiden und aus der persönlichen Andacht wie aus dem Gemeindeleben draußen zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> </h2>
<h2>&#8222;Lobpreis&#8220;lieder als trojanisches Pferd in den Gemeinden</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir können die Frage, ob Gläubige die charismatischen „Lobpreis- und Anbetungs“-Lieder hören und singen können, nach allem Gesagten nur klar mit einem Nein beantworten. Aus zwei Gründen ist es notwendig, diese Lieder sorgfältig zu meiden und aus der persönlichen Andacht wie aus dem Gemeindeleben draußen zu halten:</p>
<p>1. Sie können nach den biblischen Maßstäben für Anbetung Gott nicht wohlgefällig sein, sondern sind ein Greuel und eine Verunreinigung des Heiligtums, in das wir eintreten dürfen, um Gott anzubeten. Gott zeigt uns, was echte Anbetung im Geist und in der Wahrheit ist, die die Gemeinde Ihm darbringen soll. Es hat sich durch die Untersuchung erwiesen, daß die charismatische „Anbetung“ eine verunreinigte, mit Elementen des heidnischen Götzendienstes behaftete falsche Anbetung ist, mit der Gläubige nur den Heiligen Geist betrüben und das Gericht Gottes auf sich bringen können. Sie ist wahrhaftig im Sinne des warnenden biblischen Vorbilds von Nadab und Abihu in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 10</a> ein fremdes Feuer, das von vermessenen Menschen im Heiligtum Gottes dargebracht wird.</p>
<p>2. Sie sind für die Gläubigen und die Gemeinden selbst, die sie annehmen, eine geistliche Gefahr, eine Quelle der geistlichen Befleckung und verführerischen Beeinflussung hin zu einem modernen, oberflächlichen Christentum ohne wahre Gottesfurcht, wahre Kreuzesnachfolge und wahre Heiligung. Wer sie bewußt singt oder hört, bringt sich unter den irreführenden Einfluß des Geistes, aus dem sie stammen, und wird ernsten geistlichen Schaden erleiden. Das gilt für den Einzelnen, aber auch für Gemeinden, die diese Lieder dulden, und sei es auch „nur“ im Jugendkreis.</p>
<p>Im Hinblick auf solche verführerische und verderbliche Einflüsse gilt es, die biblische Warnung vor dem Sauerteig der Irrlehre und Sünde zu beachten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C6-8%3B+Gal+5%2C7-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,6-8; Gal 5,7-12</a>) und diesen Sauerteig hinauszutun – oder sich von ihm abzusondern, wenn er nicht hinausgetan wird.<strong> „Weicht! Weicht! Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+52%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 52,11</a>).</p>
<p>Die große geistliche Gefahr, die von diesen Liedern ausgeht, wird von vielen ernsten, geistlich urteilsfähigen Männern Gottes in verschiedenen Kreisen der bibeltreuen Gemeinden gesehen. Dagegen gibt es viele andere, die solche Warnungen als „überzogen“ abtun und diejenigen als „überempfindlich“ lächerlich machen oder als „Sektierer“ hinstellen wollen, welche ein klares Wort der Warnung sagen. Und doch müssen wir warnen, auf die Gefahr hin, angegriffen und verleumdet zu werden. Was wäre das für ein Wächter, der die Gefahr herankommen sieht und keinen Warnruf erschallen läßt?</p>
<p>Diese Warnung spricht auch Alan Morrison aus, ein Pastor der International Baptist Church in Eindhoven (Niederlande), der auch einen biblischen Warn- und Wächterdienst hat. Er bezeichnet das Liederbuch<em> „Mission Praise“</em>, in dem moderne charismatische und ältere biblische Lieder gemischt dargeboten werden, als „Trojanisches Pferd“, das Gemeinden für eine ganze Reihe weiterer unbiblischer Entwicklungen aufweichen und sturmreif machen soll.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Was die Befürworter des &#8222;neuen Anbetungsstils&#8220; nicht durchschauen, ist die Tatsache, daß hinter dem Auftauchen dieser Lieder in der christlichen Szene eine verborgene Strategie steckt. Denn die Musik des &#8222;neuen Anbetungsstils&#8220; ist eine Tür, durch die man in eine der biblischen Lehre widersprechende Weltsicht hineinkommt, und zwar in bezug auf die Gemeinde, die Dämonen, das Reich Gottes, Geistesgaben, die Souveränität Gottes, Gebet, den Heiligen Geist und viele andere Bereiche der christlichen Wahrheit und des christlichen Lebens. Die Strategie hinter dem &#8222;neuen Anbetungsstil&#8220; und besonders hinter seinen Liedern ist praktisch identisch mit der Strategie der Charismatischen Bewegung. Sie wirkt durch schrittweise Infiltration, wobei die Musik der &#8222;neuen Anbetung&#8220; als Vorhut auftritt, als Mittel zur Aufweichung und zur Lähmung der Abwehr.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Stimmt es etwa nicht, daß dort, wo die &#8222;neuen Anbetungslieder&#8220; in geringem Umfang eingeführt werden, um die Forderungen einer Gruppierung in der Gemeinde zu befriedigen, bald noch viele weitere Forderungen auftauchen, nach Liberalisierung der Anbetung, verknüpft mit zahlreichen anderen neuen und verderblichen Einflüssen, die eine große Menge an Schwierigkeiten im Hirtendienst nach sich ziehen? Sobald Sie in Ihrem Liederbuch Lieder aufnehmen, die von Mitgliedern der Charismatischen Bewegung geschrieben wurden, die auf die Gewinnung von Anhängern aus sind, heißen Sie letztlich die Bewegung als Ganzes gut. Ihre Lieder sind nämlich aus einer besonderen Sichtweise heraus geschrieben, nicht nur, was den Text betrifft, sondern auch die Stimmung, die erzeugt wird. Es ist wichtig, zu erkennen, daß die Masse der &#8222;neuen Anbetungslieder&#8220; von Leuten geschrieben wurden, die eifrige Verfechter von charismatischen Lehren sind, die frühere Generationen von Gläubigen als &#8222;Fanatismus&#8220; und &#8222;Schwärmerei&#8220; zurückgewiesen haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Diese Lieder wurden mit dem ausdrücklichen Ziel geschrieben, ihre Lehren in Gemeinden auszusäen. Mit anderen Worten, die neuen Anbetungslieder dienen der Werbung. Sie wollen für eine andersartige Form von Christentum werben, das sehr weit von der Bibel entfernt ist, obwohl die Mehrheit der heutigen bekennenden Christen nicht in der Lage zu sein scheint, das zu erkennen. Die &#8222;neuen Anbetungslieder&#8220; wurden bewußt veröffentlicht, um in den Gemeinden einen Wandel hin zu dieser neuen Form von &#8222;Christentum&#8220; zu bewirken. Ich bin überzeugt, daß wir es hier (&#8230;) mit einer sehr verführerischen satanischen Strategie zu tun haben – so klug erdacht, daß sie sogar die Auserwählten verführen könnte (wenn das möglich wäre). (A. Morrison, <em>Open Thou Our Lips!</em>)</p>
<p>Ein weiteres Wort der Warnung soll noch angeführt werden. Es stammt von Peter Masters, Prediger des <em>Metropolitan Tabernacle</em> in London, der Gemeinde, in der Spurgeon einst diente. Auch er warnt vor der verführerischen, geistlich zersetzenden Kraft der „neuen Anbetung“ und bezieht sich dabei auf die Erfahrungen der bibeltreuen Gemeinden in England:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Gemeinden, die einst die Rechtfertigung allein durch Glauben verteidigten und sich von charismatischem Gedankengut fernhielten, kamen unter gewaltigen Druck, die weltlich ausgerichtete Anbetung im charismatischen Stil einzuführen. Diejenigen, die dies taten, wurden bald geprägt von den neuen Liedern, die sie sangen, und der Musik, die sie spielten. Bald sahen sie keinen großen Unterschied mehr zwischen sich selbst und denen, die die neuen Lieder machten. Diese Gemeinden werden jetzt schrittweise, aber unaufhaltsam in die Welt des charismatischen und ökumenischen Evangelikalismus hineingezogen. Während sie sich früher weigerten, ihre bibeltreue Prägung aufzugeben, die Lehre zu verfälschen oder charismatische Erscheinungen zu akzeptieren, werden sie jetzt überwältigt von der euphorisch wirkenden Droge der modernen Anbetung. Manchmal bleibt die Verkündigung noch gesund – aber wie lange, wenn sich einmal die grundlegenden Werte der Gemeinde geändert haben?</p>
<p style="padding-left: 30px;">
Ob ihre Befürworter das nun erkennen oder nicht, die moderne Anbetungsbewegung ist das Werkzeug der Stunde, mit dem die lehrmäßigen Mauern Zions niedergerissen werden. Wie angestrengt muß sich der Erzfeind der Gemeinde und der menschlichen Seelen daran arbeiten, eine solche Katastrophe zu bewirken! Die neue Anbetungsszene ist ohne jeden Zweifel unser Gegner, nicht unser Freund.</p>
<p style="padding-left: 30px;">
Wenn wir der neuen Anbetung auch nur den kleinsten Raum gewähren, wird sie die höchste Tätigkeit zerstören, die uns anvertraut ist – die ehrfürchtige, einsichtige und freudige Darbringung von geistlichem Lobpreis. Diejenigen, die damit anfangen, ein neues Anbetungslied bei jedem Gottesdienst zu singen, werden bald zwei singen, dann drei, dann werden sie eine Band einführen, und so geht es weiter. Es ist sehr bemerkenswert, daß überall, wo Evangelikale die neue Anbetung willkommen geheißen haben, ein erkennbarer Verlust an Ehrfurcht aufgetreten ist, verbunden mit Weltlichkeit und Oberflächlichkeit. Aus der Erfahrung vieler Gemeinden ist es offenkundig, daß die neue Anbetung Holz, Heu und Stroh einführt und die Kraft und Herrlichkeit des echten Lobpreises raubt. (&#8230;)</p>
<p style="padding-left: 30px;">
Wo wird Ihre Gemeinde in zehn oder zwanzig Jahren stehen? Wird sie eine leichtfertige, seichte, auf Vergnügungen beruhende Gemeinschaft sein, die aus den Brunnen dieser Welt trinkt und aller Stärken des echten biblischen Christentums beraubt ist? Ist sie dann zu einer charismatischen Gemeinde geworden, wo die Anbeter tanzen oder zu Boden stürzen? Wird es gar nicht mehr erkennbar sein, daß sie einst eine konservative Gemeinschaft war, die die Bibel liebte? Oder wird sie immer noch durch die Kraft Gottes für die Wahrheit einstehen?</p>
<p style="padding-left: 30px;">
Wieviele Gemeinden werden den alten biblischen Weg verlassen wegen der weltlichen Anbetung? Die große Tragödie findet zur Zeit schon statt, und überall in größeren und kleineren Städten werden bedeutende Gemeinden &#8222;neo-evangelikal&#8220; und charismatisch. Möge Gott uns helfen, die großartigen Grundsätze der Anbetung hochzuhalten und zu bewahren, die in Seinem Wort ausgesprochen und in der Reformation wiederentdeckt wurden und über so viele Generationen von Millionen eingehalten wurden. Möchten wir uns vor dem Herrn ihnen gegenüber als treu erweisen! Möchten wir uns als solche erweisen, die ihrem Auftrag als Hirten und Diener der Gemeinde treu sind!</p>
<p style="padding-left: 30px;">
Die Schrift ist wichtig. Grundsätze zählen immer noch. Wir müssen den Herrn lieben und Ihm in allen Dingen gehorchen. Lassen Sie nicht zu, daß irgend jemand Ihnen Ihre biblische Anbetung raubt! Was immer der Preis sein mag, halten Sie fest an einer auf Gott ausgerichteten Anbetung, die nicht von fleischlichen Erfindungen befleckt ist, bis der große Tag kommt und die Schatten fliehen und wir hingerissen unseren König anschauen werden, dessen alles übertreffende Herrlichkeit in alle Ewigkeit nicht mehr von den Dingen dieser Welt verdunkelt sein wird. (Peter Masters, <em>Worship in the Melting Pot</em>)</p>
<p style="padding-left: 30px;"> </p>
<p>Diesen ernsten Worten der Warnung kann ich mich nur anschließen. Wir müssen klar sehen, daß die charismatischen Lieder in der Tat wie ein trojanisches Pferd wirken, durch das der charismatische Irrgeist mit seinen Irrlehren in nichtcharismatische Gemeinden eindringt. Häufig ist das Endergebnis dieser Verführung, daß sich ganze Gruppen, vielfach junge Gläubige, von den Gemeinden abspalten und in charismatische Gruppen gehen. Die Lieder wirken also als „Einstiegsdroge“, um eine Offenheit und ein Verlangen nach der schwärmerischen „Geistestaufe“ in Christen zu wecken. Wenn dieser Geist mit seinen Lehren erst einmal die Gläubigen beeinflußt hat, ist es oft für die Ältesten zu spät, eine Wende und Besinnung zu erreichen.</p>
<p>In den meisten Fällen zieht der Irrgeist sie irgendwann ab in solche Kreise, wo sie diese falsche mystisch-schwärmerische Frömmigkeit, nach der ihr Verlangen geweckt wurde, in vollen Zügen ausleben können. Solche Sekten- und Parteienbildung und Spaltung als Frucht ist ein eindeutiges Zeichen, daß diese Lieder nicht von Gottes Geist gegeben und nicht gesund sein können. Das charismatische Liedgut bewirkt einen verderblichen und zerstörerischen geistlichen Einfluß auf die Gemeinden, die es in ihrem Gemeindeleben dulden – und sei es auch „nur“ in Hauskreisen, im Jugendkreis oder gelegentlichen Veranstaltungen.</p>
<p>Um unseres Herrn willen, dem wir in Lauterkeit und Hingabe anhängen wollen, und um der Gläubigen willen, die als Schafe des Herrn Jesus in den Gemeinden richtige Wegweisung und geistliche Speise brauchen, sollten die Hirten und Verantwortlichen biblischer Gemeinden sorgfältig darauf achten, daß diese Lieder konsequent gemieden werden. Dazu gehört auch eine geduldige geistliche Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit unter den Geschwistern, die vielleicht zunächst nicht einsehen, weshalb diese Lieder nicht gut sein sollen.</p>
<p>Der Auswahl der Liederbücher in einer Gemeinde bzw. einem Jugendkreis kommt eine viel größere geistliche Bedeutung zu, als es viele verantwortliche Brüder meinen. Hier schon sollte die Entscheidung für solche Liederbücher fallen, die frei von charismatischem Liedgut sind. Mit den Verantwortlichen sollte klar besprochen werden, daß charismatische Lieder nicht gesungen werden. Auch müssen verantwortliche Eltern und Älteste bedenken, daß die allermeisten sogenannten „Jugendtage“ und Jugendtreffen auch von früher bibeltreu eingestellten Kreisen mehr und mehr von charismatischem Liedgut (und, damit Hand in Hand, von anderen verderblichen Einflüssen wie Pantomime, Rockmusik, „Discos“, Clowns usw.) unterwandert und durchsäuert werden.</p>
<p>Es gibt sicher eine Reihe von Zweifelsfällen, in denen nicht völlig eindeutig zu ermitteln ist, ob ein Lied charismatischen Ursprungs ist oder nicht, oder wo es als relativ „harmlos“ erscheinen mag. Aber angesichts der Tatsache, daß auch viele nicht direkt charismatische moderne Lieder von der Popmusik und ähnlichen unguten Einflüssen unterwandert sind, sollte man auch solche zweifelhaften Lieder lieber meiden.</p>
<p>Es muß offen gesagt werden, daß die Frage der charismatischen Lieder auch großen geistlichen Sprengstoff enthält. Um das Vordringen oder die Abwehr dieser verderblichen Instrumente des Satans spielen sich gewaltige geistliche Kämpfe ab, und es tut uns not, viel zu beten und den Herrn zu suchen, wenn wir hier eine Klärung anstreben. Auf der anderen Seite wird sich an dieser Frage in vielen Fällen die geistliche Zukunft ganzer Gemeinden und Werke entscheiden – ob sie gegen die große endzeitlich-charismatisch-ökumenische Verführungswelle standhalten können oder von ihr mitgespült werden, ob sie ihre Jugend an die charismatisch-modernistische Verführung verlieren oder durch Gottes Gnade auf dem Weg der Treue bewahren können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
Die lautere geistliche Anbetung bewahren und stärken</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es kann und darf uns nicht nur darum gehen, in einer bloßen Abwehrhaltung das Vordringen der modern-charismatischen Lieder in bibeltreuen Gemeinden zu verhindern. Wenn wir aus der Schrift die Wichtigkeit wahrer Anbetung erkennen, dann sollten wir persönlich und in unseren Gemeinden alles tun, um solche echte, biblische Anbetung zu stärken.</p>
<p>Dazu ist vielleicht auch eine auf der Schrift gegründete Erneuerung und Vertiefung unseres Verständnisses von Anbetung nötig, vielleicht auch ein Durchforsten von Traditionen, die nicht nur Biblisches enthalten. Wie wichtig ist ein lebendiges, geistgewirktes, von Herzen kommendes Gotteslob in einer Gemeinde! Solch eine biblisch geprägte Anbetung im Gebet und im Gesang wird auch die geistlich gesinnten Gläubigen davor bewahren, nach der verdorbenen Kost des modernen „Worship“ Ausschau zu halten.</p>
<p>Gerade angesichts der immer weiter fortschreitenden Durchsäuerung vieler Gemeinden mit den verdorbenen charismatischen Liedern und dem falschen „Lobpreis“ dieser Bewegung ist es für alle Gläubigen, die dem Herrn noch treu dienen wollen, umso wichtiger, an der wahren, lauteren Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit, die der Vater sucht, unbeirrt festzuhalten. Auch in dieser letzten Zeit der Verwirrung und Verfälschung des Echten gilt das Wort unseres Herrn Jesus:<strong> „Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+4%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 4,23-24</a>).</p>
<p>Gerade heute, wo immer häufiger der Lärm heidnisch-ekstatischer falscher Anbetung erschallt, ist es umso wichtiger, daß die wahren und treuen Gläubigen dem Vater und dem Sohn Anbetung im Geist und in der Wahrheit darbringen, ein lauteres, makelloses und unverfälschtes Opfer, ein Wohlgeruch für den Herrn. Dabei ist es unsere heilige Pflicht, darüber zu wachen, daß dieses Lobopfer durch angemessene, wahrhaft geistliche Lieder zum Ausdruck gebracht wird, damit es Gott wirklich wohlgefällig ist. Wenn wir Anbeter im Geist und in der Wahrheit sein wollen, müssen wir uns von aller geistlichen Befleckung und Vermischung, von den verderblichen Einflüssen der Falschanbetung Babylons hüten.</p>
<p>Das bedeutet auch, daß wir uns in erster Linie an die wirklich bewährten geistlichen Loblieder halten, die in vergangenen Generationen geschaffen wurden, als die Verderbnis und endzeitliche Verführung im Bereich der Musik noch nicht so weit fortgeschritten war. Auch wenn junge Gläubige gerne neue Lieder singen, müssen wir im Gemeindegesang sehr strenge Maßstäbe anlegen und alles ausscheiden, was nicht wirklich gesund und klar ist. Es ist unsere Aufgabe, den jüngeren Gläubigen die älteren geistlichen Lieder, die biblisches Gotteslob und Anbetung enthalten, nahezubringen und ihnen ihren unverminderten Wert zu vermitteln.</p>
<p>Wir wollen aber auch festhalten, daß es durchaus neue, wirklich geistliche Lieder geben kann, und dafür beten, daß der Herr uns in dieser schweren Zeit noch solche Lieder schenkt. Andererseits müssen wir uns angesichts des allgemeinen geistlichen Niedergangs nüchtern fragen, ob in unserer Generation noch einmal solche Werkzeuge Gottes gefunden werden, die unter der Leitung des wahren Geistes Gottes echte geistliche Lieder hervorbringen können. Solange dies nicht geschieht, sollten wir uns dankbar und demütig an die bewährten alten geistlichen Lieder halten, wie sie in allen bibeltreuen Kreisen vielfältig vorhanden sind. Mit ihnen können wir auch heute noch Gott ein rechtes, Ihm wohlgefälliges Lobopfer darbringen.</p>
<p>Dazu sind wir berufen, auch unsere endzeitliche Generation von Gläubigen, wie uns das Wort sagt. Dazu ermuntert uns auch der Hebräerbrief: <strong>„Durch ihn [Christus] laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,15</a>). Möge uns der Herr dazu Gnade schenken, bis Er wiederkommt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong>Der charismatische „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes</strong>.</p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-charismatische-lobpreis-und-die-biblische-anbetung-2/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
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<p>
Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <strong><em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em></strong> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/weshalb-wir-den-charismatischen-lobpreis-meiden-sollten/">Weshalb wir den charismatischen „Lobpreis“ meiden sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die finstere Quelle der charismatischen Lieder</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1530/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 19:53:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=1530</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Die magischen Hintergründe des charismatischen &#8222;Lobpreises&#8220; &#160; Einen weiteren Umstand müssen wir in aller Klarheit aussprechen, der vorher schon angeklungen ist. Die charismatischen „Lobpreis“-Lieder können nicht losgelöst werden von der Absicht, mit der sie geschrieben wurden. Sie sind eingebettet in ein System von falschen Lehren und Praktiken der Charismatischen Bewegung, denen sie dienen und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1530/">Die finstere Quelle der charismatischen Lieder</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> </h2>
<h2>Die magischen Hintergründe des charismatischen &#8222;Lobpreises&#8220;</h2>
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<p>Einen weiteren Umstand müssen wir in aller Klarheit aussprechen, der vorher schon angeklungen ist. Die charismatischen „Lobpreis“-Lieder können nicht losgelöst werden von der Absicht, mit der sie geschrieben wurden. Sie sind eingebettet in ein System von falschen Lehren und Praktiken der Charismatischen Bewegung, denen sie dienen und die durch sie auch weitergegeben werden. Weil das Denken und die Lehre der Charismatiker viele magische Züge trägt, sind auch die Lieder in vielen, wenn nicht allen Fällen magisch verstandene Werkzeuge für unbiblische Zwecke. Sie entstammen verführerischem Geisterwirken, und sie tragen solches Geisterwirken überall dorthin, wo sie (vielleicht ahnungslos) gesungen werden.</p>
<p>Die (meist nicht bewußt ausgesprochene) Grundlage dieser Lieder ist die heidnisch-magische charismatische Lehre, daß das von Charismatikern ausgesprochene und proklamierte Wort die Kraft habe, Realität zu bewirken. Diese Lehre durchdringt in verschiedenen Variationen die charismatische Szene. Das „Wort des Glaubens“, das die Charismatiker im Lied aussprechen, soll nach magischen „Gesetzen des Glaubens“ zur Wirklichkeit werden. „Bekenne es, dann bekommst du es auch“. Der Charismatiker wird vom Satan verleitet, zu glauben, er könne durch sein Wort Wirklichkeit schaffen, Autos und Häuser „für sich freisetzen“, aber auch Menschen „zur Bekehrung freisetzen“, „Dinge in Existenz sprechen“. Die charismatischen Lieder sind letztlich magische Bekenntnisworte, die bewußt zu dem Zweck geschrieben wurden, etwas in der unsichtbaren Welt zu bewirken und zu verändern.</p>
<p>1. Die Lieder sollen die „Gegenwart Gottes freisetzen“ und die Menschen zu falschen religiösen Erlebnissen führen. In dem Buch „Marsch für Jesus“ wird „Anbetung“ offen als magisch wirkendes Mittel zur Freisetzung einer „Gegenwart Gottes“ bezeichnet: „Marschieren für Jesus ist gleichzusetzen mit Gebet und Lobpreis. Wir tragen unseren Gottesdienst hinaus auf die Straßen, damit wir Gottes Gegenwart in unserer Mitte erkennen, wenn er über dem Lobpreis seines Volkes thront (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+22%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 22,4</a>). (&#8230;) wenn wir beten, lobpreisen und zusammen marschieren, kommt Gott in unsere Mitte (&#8230;) In dem Augenblick, in dem wir uns gemeinsam aufmachen und der Lobpreis für Gott die Luft erfüllt, wird die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserer Mitte offenbar und die Menschen erkennen, daß der lebendige Gott unter uns ist (&#8230;) Wenn wir marschieren, handeln wir prophetisch, um den Heiligen Geist freizusetzen – um Gott ‚herauszulassen’, der in unserem Lobgesang wohnt“.</p>
<p>2. Die Lieder sollen das „Reich Gottes“ freisetzen. Nach den Irrlehren der Charismatiker wird „Lobpreis und Anbetung“ auch als Mittel gesehen, das das „Reich Gottes“ (nach ihrem verdrehten Lehrverständnis) zur Entfaltung bringt. Auch hier steckt die magische Lehre dahinter, daß die Christen das, was sie proklamieren, auch geschehen lassen können. Wenn man diese Lieder singt, die den anderen „Jesus“ der Charismatischen Bewegung als „König“ proklamieren und immer wieder davon handeln, daß seine Herrschaft offenbar sei, dann bewirkt man angeblich, daß die Kräfte des Reiches Gottes sich entfalten, z.B. in Heilungen, in Prophetien, im Zu-Boden-Stürzen der Menschen.</p>
<p>Der charismatische Lobpreisleiter und Liedermacher Jack Hayford zeigt in seinem Buch „Betet den König an“ ganz offen die Absicht des charismatischen „Lobpreises“: „Zu selten hat man den Bezug von Anbetung auf geistlichen Kampf und Eroberung gesehen. Aber Anbetung ist dazu gedacht, die Kraft des Reiches Gottes in der ganzen Kirche einzuführen und sie durch die Kirche auszuüben. Die Vollmacht des Reiches Gottes ist das Thema, um das es geht. Die Anbetung Christi sollte sich in mehr zeigen als ästhetischer Brillanz oder dogmatischer Präzision. Sie ist dazu gedacht, die Autorität Jesu in und unter den Glaubenden herauszuarbeiten. (&#8230;) Der Kern ist die Autorität des Reiches Gottes.“</p>
<p>Hinter diesen Aussprüchen steckt die magisch-heidnische charismatische Lehre, die Gläubigen seien heute berufen, das Reich Gottes durch Gebieten, Proklamieren, Dämonenaustreibung und Wunderzeichen auszuüben und heute schon „als Könige zu herrschen“. Anbetung wird dafür als Mittel zum Zweck mißbraucht, und die charismatischen Lieder sind von diesem magischen Fehlverständnis von „Anbetung“ in vielerlei Weise durchzogen und gefärbt. Der Liedermacher und „Anbetungsleiter“ Graham Kendrick sagt das ganz offen in dem Buch „Marsch für Jesus“: „durch unsere Proklamation wird geistliche Kraft freigesetzt. (&#8230;) Ich schreibe deshalb am liebsten Lieder für Anbetungsmärsche, weil ich der Überzeugung bin, daß Gottes Kraft durch das Proklamieren der Wahrheit freigesetzt wird.“</p>
<p>3. Die Lieder sollen die dämonischen Mächte zurückdrängen und in die unsichtbare Welt hineinwirken. Ein schwerwiegender Mißbrauch der charismatischen Lobpreislieder ist ihr Einsatz in der „geistlichen Kriegsführung“, wo diese vorgeblich an Gott gerichteten Lieder letztlich für die Dämonen gesungen werden, um sie zu vertreiben, ihre Macht zu brechen und „geistliches Land einzunehmen“. Bestimmte Lieder, besonders solche, die im Zusammenhang mit den „Jesus-Märschen“ entstanden, dienen bewußt als „Proklamationen“ für die Dämonen. Sie sind vom Text und auch von der Musik her für „geistliche Kriegsführung“ maßgeschneidert.</p>
<p>Die Verfasser des Buches „Marsch für Jesus“ machen Werbung für die unbiblischen Prozessionen, die charismatischen „Lobpreis“ als Instrument der „geistlichen Kriegsführung“ einsetzen: „Das Ziel des City-Marsches ist die kraftvolle Proklamation Christi in den Gebieten, in denen es bedeutende Machtzentren gibt. Unser Zusammensein, unsere Anbetung, Lobpreis und Proklamation des Namens Jesu – unser Wort und Zeugnis (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,11</a>) sind die Instrumente der priesterlichen Kriegsführung gegen Satans Herrschaft (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+1%2C6%3B+2Chr+20%2C15-22%3B+Ps+149&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 1,6; 2Chr 20,15-22; Ps 149</a>). Mit diesen Instrumenten wollen wir Einfluß auf die City nehmen, dem Herzen der Nation, und uns geistlich in sie investieren.“</p>
<p>Wir müssen also ganz nüchtern feststellen: Die charismatischen Lieder sind als Werkzeuge für unbiblische, verführerische Zwecke geschrieben und komponiert worden. Sie sind getränkt von einem magischen Verständnis von „Lobpreis“ als einer Form von Bekenntnis und Proklamation, die in die unsichtbare Welt hineinwirken soll, um dort Dinge zu bewirken, und das macht sie gründlich und völlig untauglich für den Lobgesang bibeltreuer Gläubiger.</p>
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Die charismatischen Lieder entstammen einem anderen Geist und sind an einen anderen Jesus gerichtet</h2>
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<p>Die verführerische und verderbliche Wirkung der charismatischen Lieder kann nicht richtig verstanden werden, wenn man nicht die Aussagen der Schrift ernst nimmt, die bezeugen, daß in den endzeitlichen falschprophetischen Verführungsbewegungen, zu denen die Charismatische Bewegung gehört, verführerische Geister wirken, Dämonen, die sich in Lichtgestalt verkleiden und diese Musik inspirieren und für ihre Zwecke benutzen. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a> finden wir eine ausdrückliche Warnung vor dem Wirken solcher Verführungsgeister in der endzeitlichen Gemeinde: <strong>„Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen zuwenden werden (…)&#8220;</strong>. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1-3</a> finden wir die Mahnung, daß wir die Geister prüfen sollen, ob sie aus Gott sind, und die Warnung, daß hinter den vielen falschen Propheten der Gemeinde der Geist des Antichristen steht.</p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a> sehen wir am Beispiel der Gemeinde in Korinth, daß die Werkzeuge des Feindes dort einen anderen Geist und einen anderen Jesus hineinbrachten: <strong>„Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“</strong> Nur im Licht dieser Warnungen der Schrift können wir die endzeitliche Verführungsstrategie des Feindes mit den charismatischen Liedern richtig einschätzen.</p>
<p>1. Die charismatischen Lieder entspringen in der Regel der Inspiration eines anderen, verführerischen Geistes. Die „geistgetauften“ Textverfasser und Komponisten wenden sich in der Regel in ihrer Verführtheit an den falschen Geist, den sie selbst empfangen haben, und erbitten von diesem sowohl Text als auch Melodie. Dies geschieht oft unter Zungenreden und völliger Zurverfügungstellung der ganzen Person für diesen Geist – ganz so, wie es in diesen Kreisen gelehrt wird. Häufig muß man davon ausgehen, daß sowohl Text als auch Melodie eines charismatischen Liedes direkt durch Eingebung empfangen und einfach niedergeschrieben wurden. Die Texte beruhen nicht selten auf schwarmgeistigen Visionen, in denen ein anderer Jesus erscheint und wirkt.</p>
<p>2. Die charismatischen Lieder sind objektiv nicht an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, den Jesus der Bibel, gerichtet, sondern an den anderen Jesus der charismatischen Visionen und Weissagungen, der in den Lobpreiszeiten als „gegenwärtig“ angeredet und angebetet wird. Das ist den irregeführten Charismatikern nicht bewußt, aber die aus falschgeistiger Inspiration entstandenen Lieder meinen den anderen Jesus dieser Geister, letztlich den Antichristus, dessen Geist sie inspiriert hat. Nur daraus erklärt sich auch, daß im Zusammenhang mit diesen „Jesus-Lobpreis-Chorussen“ immer wieder die abscheulichsten schwarmgeistigen Wirkungen wie Umfallen, Trunkenheit, „Lachen im Geist“, Zuckungen, Schreien, falsche Wunder und Weissagungen ausgelöst werden, die den wahren Herrn Jesus Christus verunehren und lästern.</p>
<p>Es ist interessant, daß in den USA eine „Gesellschaft christlicher Spiritualisten“ 800 Exemplare eines modernen Lobpreis-Liederbuches (<em>„Mission Praise“</em>) für ihren Gebrauch bestellt hat. Das wurde bekannt, weil Exemplare mit dem Eindruck „Christian Spiritualist Society“ versehentlich im Buchhandel auftauchten! (Nach M. Penfold, <em>The Chorus Book Phenomenon</em>, Bicester UK 1993, S. 47-49.) Warum können Spiritisten solche Lobpreislieder ohne Probleme singen? Es gibt auch zu denken, daß in den „Lobpreis- und Anbetungsliedern“ zwar sehr viel von „Jesus“ und von dem „Herrn“ die Rede ist, daß aber die biblische Anrede „Herr Jesus“ sehr selten vorkommt (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+7%2C59%3B+1%2C21%3B+11%2C17%3B+15%2C26%3B+19%2C13%3B+R%C3%B6m+1%2C7+u.+v.+a.%3B+nach+1Kor+12%2C3+wird+ein+falscher+Geist+diese+Anrede+meiden&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 7,59; 1,21; 11,17; 15,26; 19,13; Röm 1,7 u. v. a.; nach 1Kor 12,3 wird ein falscher Geist diese Anrede meiden</a>).</p>
<p>Solche letztlich von Finsterniseinflüssen verseuchten Lieder kann und darf die bibeltreue Gemeinde niemals annehmen und auf ihren Lippen tragen! Sie würde sich sonst an ihrem Herrn und Erlöser versündigen. Nicht in jedem dieser Lieder läßt sich die Verführung eindeutig erkennen. Es mag sein, daß das eine oder andere Lied nicht so stark von der schwarmgeistigen Irreführung geprägt ist, wie die meisten Lieder. Aber da von einem schlechten Baum keine gute Frucht kommen kann, sollten wir auch auf diejenigen Früchte des schlechten Baumes verzichten, deren Verdorbenheit wir nicht auf den ersten Blick erkennen können!</p>
<p>Wir sollten die Lieder dieser Bewegung grundsätzlich meiden, genauso wie wir auch nicht auf die Lehrer und Propheten dieser Bewegung hören sollten, obgleich sie manchmal auch Richtiges und scheinbar „Harmloses“ bringen. Auch für die Lieder dieser verführerischen Bewegung gilt: <strong>„Solche meide!“, „Habe nichts mit ihnen zu tun!“</strong> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+16%2C17%3B+1Tim+6%2C5%3B+2Tim+3%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 16,17; 1Tim 6,5; 2Tim 3,5</a>).</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Der charismatische „Lobpreis“ und die biblische Anbetung</strong></em>.</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-charismatische-lobpreis-und-die-biblische-anbetung-2/">Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen </a><br />
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Eine gute und übersichtliche Information über die verschiedenen falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und Charismatischen Bewegung erhalten Sie in dem Buch desselben Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/03/die-pfingst-und-charismatische-bewegung-buchinfo/"><em><strong>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</strong></em></a> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012BC#  S., Taschenbuch).</p>
<p>Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1530/">Die finstere Quelle der charismatischen Lieder</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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