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	<title>Lese-Empfehlungen Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Lese-Empfehlungen Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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		<title>Die Angriffe des Widersachers auf die Anbetung der Gemeinde</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2026/01/die-angriffe-des-widersachers-auf-die-anbetung-der-gemeinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 12:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anbetung]]></category>
		<category><![CDATA[Priesterdienst der Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; In der Gemeinde, dem neutestamentlichen Volk Gottes, hat Gott Seine Ratschlüsse, sich ein Volk von wahren Anbetern zu bereiten, auf einer weitaus höheren Stufe verwirklicht als im Volk Israel. Die Gemeinde ist, wie wir im Teil I. schon sahen, durch die Innewohnung des Heiligen Geistes ein heiliger Tempel für den Herrn, eine Wohnstätte Gottes. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2026/01/die-angriffe-des-widersachers-auf-die-anbetung-der-gemeinde/">Die Angriffe des Widersachers auf die Anbetung der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In der Gemeinde, dem neutestamentlichen Volk Gottes, hat Gott Seine Ratschlüsse, sich ein Volk von wahren Anbetern zu bereiten, auf einer weitaus höheren Stufe verwirklicht als im Volk Israel. Die Gemeinde ist, wie wir im Teil I. schon sahen, durch die Innewohnung des Heiligen Geistes ein heiliger Tempel für den Herrn, eine Wohnstätte Gottes. Sie ist ein heiliges Priestertum, das Gott wahre Anbetung nach Seinem Herzen, Anbetung im Geist und in der Wahrheit, darbringen kann.</p>
<p>Es verwundert daher nicht, daß der Satan alles tat und tut, um diesen Dienst der wahren Gemeinde, den er haßt, nach Möglichkeit auszuschalten oder zu verderben. Auch bei der Gemeinde setzt der Feind dazu immer wieder blutige Verfolgung, Einschüchterung und allerlei Druck ein, wie wir lesen:</p>
<p><em>Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9</a>)</em></p>
<p>Über all die Jahrhunderte der Gemeindegeschichte gab es diese Zeiten schlimmer Verfolgung; die schrecklichen Gewalttaten Neros gehören dazu, die brutale Verfolgung durch die Inquisition, die Ausrottungsfeldzüge der Kommunisten und der Islamisten gehören dazu. Doch die Geschichte zeigt, daß diese Taktik nur kurzfristig und begrenzt Erfolg hat. Angesichts der Verfolgung wurde die Gemeinde immer wieder gereinigt und erstarkte im Glauben; der Böse konnte sie nicht überwinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Verführung als die Hauptwaffe des Feindes gegen den Priesterdienst der Gemeinde</h4>
<p>Weitaus wirksamer war zu verschiedenen Zeiten die <em>Waffe der Verführung</em>, die wir schon in der Geschichte Israels kennenlernten. Falschreligiöse Irreführung, die listige Verlockung der Gläubigen weg von der schlichten Christusnachfolge und von der lauteren Anbetung Gottes, erwies sich immer wieder als eine furchtbare, überaus wirksame Waffe des Feindes. Auch hiermit konnte und kann er die Gemeinde Gottes nicht wirklich besiegen und auslöschen, wie er es gerne täte; nein, unser Herr Jesus bleibt der Sieger, und Er hat verheißen:</p>
<p><em>… auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,18</a>)</em></p>
<p>So bleibt die wahre Gemeinde um ihres herrlichen Herrn und Erlösers willen unbesiegbar, aber der Feind konnte zu manchen Zeiten schlimme Schäden in ihren Reihen anrichten und viele vom rechten Weg weglocken, so wie der Apostel Paulus uns gewarnt hat:</p>
<p><em>Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch </em>einem<em> Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. <strong>Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber Christus.</strong> Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-4</a>)</em></p>
<p><em>Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, <strong>denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts</strong>. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,13-15</a>)</em></p>
<p>Durch falsche Christen hat es der Feind immer wieder verstanden, Fälschungen des wahren Glaubens und der gesunden Lehre in die Reihen der Gemeinde zu tragen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C24-30%3B+13%2C38-39%3B+Jud+1%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,24-30; 13,38-39; Jud 1,19</a>). Er hat damit viele verwirrt und verführt, hat großen Schaden angerichtet, Spaltungen unter den Kindern Gottes hervorgerufen und den Priesterdienst der Gemeinde behindert und beeinträchtigt, ohne ihn jemals zerstören zu können. Einige besonders wichtige verführerische Strömungen, die der Widersacher angezettelt hat, wollen wir kurz kennzeichnen, weil sie auch heute noch eine Gefahr darstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Das betrügerische Priestertum der katholischen Kirche</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>Es war schon immer eine sehr wirksame Taktik des Widersachers, die von Gott ausgehenden geistlichen Handlungen und göttlichen Einrichtungen der wahren Gemeinde dadurch zu bekämpfen, daß er eine raffinierte Fälschung schuf, die das Echte allmählich verdrängen sollte. Dazu muß die Fälschung dem göttlich-biblischen Original in manchem ähnlich sein; doch ihr Wesen ist grundlegend anders; das vom Satan Geschaffene ist fleischlich-menschlich, heidnisch und widergöttlich („irdisch, seelisch, dämonisch“ – vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 3,15</a>), auch wenn es einen „frommen“ Anschein hat.</p>
<p>Diesen Grundsatz finden wir eindrücklich bestätigt und verwirklicht in der Entstehung der römisch-katholischen Kirche aus der ursprünglichen apostolischen Urgemeinde. Der Feind konnte schon zur Apostelzeit gewisse Elemente verführerischer Lehren und heidnisch-philosophischer Einflüsse in die Gemeinde schmuggeln, vor allem waren dies die Irrlehren der „Gnosis“ („Erkenntnis“, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,20</a>), gegen die z.B. der Kolosserbrief und die Johannesbriefe geschrieben wurden. Diese Verführungslehren waren geistlich gesehen dämonischen Ursprungs, wie uns der Apostel Paulus lehrt:</p>
<p><em>Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-3</a>)</em></p>
<p>Der Apostel Paulus warnte vor der griechischen Philosophie, welche die Gnosis inspirierte, als einer großen verführerischen Gefahr:</p>
<p><em>Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,8-10</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Von der apostolischen Urgemeinde zur falschen Kirche Roms</h4>
<p>Aufgrund von Fleischlichkeit, Untreue und Verlust der ersten Liebe wichen die Gläubigen der Gemeinde immer mehr ab von der Vollerkenntnis des Christus und den geistlichen Grundsätzen, welche die Apostel sie gelehrt hatten. Zugleich drangen mehr und mehr unbekehrte Scheinchristen in die Gemeinden und stiegen dort zu Ansehen und Macht auf.</p>
<p>Besonders gefährlich waren Heiden mit philosophischer Bildung und rhetorischen Fähigkeiten, die oftmals aus den heidnisch-okkulten Mysterienkulten kamen, welche damals im römischen Reich blühten. Gegen Ende der Apostelzeit hatten die Apostel vor einer solchen Infiltration durch Verführer ernst gewarnt:</p>
<p><em>So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C28-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,28-30</a>)</em></p>
<p><em>Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1-3</a>)</em></p>
<p><em>Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3-4</a>)</em></p>
<p><em>… dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, die immerzu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese [Leute] der Wahrheit; es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben. (…) Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C5-8.13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,5-8.13</a>)</em></p>
<p>Zwischen dem 2. und 5. Jh. entstand durch Untreue und Entartung die scheinchristliche römische Kirche, die in Wahrheit eine heidnische Mysterienreligion hinter einer „christlichen“ Fassade war und ist. Im Gegensatz zur armen und verfolgten Urgemeinde wurde sie rasch durch das Bündnis mit dem römischen Weltreich („konstantinische Wende“) zu einer vom Satan beherrschten finsteren religiösen Macht. Sie regierte über Nationen und Reiche und setzte ihren Machtanspruch mit blutiger Gewalt durch, besonders gegen die kleine Schar von wahren Gläubigen und biblischen Gemeinden, die sich unabhängig von Rom überall verstreut fanden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wesenszüge des verführerischen Katholizismus</h4>
<p>Die Grundzüge und Wesenselemente dieser Falschreligion waren heidnisch und widersprachen der biblischen Lehre grundlegend:<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß die Errettung allein durch den Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus kommt, lehrt die römische Kirche eine falsche „Rettung“ durch magisch-rituelle Sakramente und durch fromme Werke.</p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß jeder Gläubige ein Priester Gottes ist und wir alle Brüder sind unter dem einen Meister Jesus Christus, lehrt die römische Kirche ein abgehobenes, heidnisches „Priestertum“, das die magisch wirksamen „Sakramente“ verwaltet und als Vermittler des Heils tätig ist.</p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß wir niemand unseren Vater nennen sollen als nur den himmlischen, lehrt die römische Kirche die Machtstellung des Papstes (des angeblich unfehlbaren „heiligen Vaters“) als „Stellvertreter Jesu Christi“ über alle Christen und die ganze Welt.</p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß Christus durch sein einmaliges Opfer am Kreuz, das für immer gilt, ein vollkommenes Heil und völlige Sündenvergebung für alle Glaubenden erwirkt hat, lehrt die römische Kirche, daß die Priester täglich den falschen „Jesus“ in Gestalt einer verwandelten Hostie wieder opfern müssen, um für Sünden Sühnung zu leisten, und daß allein die Priester Vollmacht haben, Sünden zu vergeben.</p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und dem Menschen ist, lehrt die römische Kirche, daß ihre Priester und die ganze Kirche eine Mittlerfunktion haben („außerhalb der Kirche kein Heil“), aber auch die verstorbenen „Heiligen“ und die „Mutter Gottes“, zu denen zahllose Gebete gerichtet werden.</p>
<p>* Während die Bibel lehrt, daß die wahren Gläubigen arme und rechtlose Fremdlinge ohne Bürgerrecht in der Welt sind, die auf Gewalt, Macht und Ansehen bewußt verzichten und auf den wiederkommenden Herrn und Sein Reich warten, lehrt die römische Kirche, daß ihren Repräsentanten Macht und Ansehen und letztlich die Weltherrschaft zustehe, daß sie angeblich das Reich Gottes im Auftrag des Christus auf Erden verwirklichen müsse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das falsche Priestertum und die falsche Anbetung Roms</h4>
<p>In der römischen Kirche hat sich der Satan eine für das Fleisch eindrucksvolle heidnische Fälschung des biblischen Priestertums geschaffen, in der die schlichte Anbetung der Gläubigen im Geist und in der Wahrheit ersetzt wurde durch eine ritualistische (auf dem Glauben an magisch wirksame Rituale beruhende) Fälschung, die auf die Seele wirkt und diese religiös einfängt. Die falschen Priester zelebrieren ihre „Messen“ nach genau vorgeschriebenen, symbolisch bedeutsamen Ritualen und setzen dabei sinnenbetörende Mittel ein, die der neutestamentlichen Anbetung völlig fremd sind, aber Anleihen bei den jüdischen und heidnischen Priestern nehmen.</p>
<p>Dazu gehört der Einsatz von Kerzenlicht und goldgewirkten Prachtgewändern, von Gold und Edelsteinen, von imposanten Kirchenbauten und vergoldeten Altären, von Kultbildern („Maria mit dem Jesuskind“) und Statuen, von Weihrauchduft und farbigen Fenstern, von kostbaren rituellen Gegenständen (Monstranz) und geheimnisvoll-mystischen Mönchschören.</p>
<p>All das bedeutet eine gründliche Verfälschung der biblischen Anbetung und des biblischen Priesterdienstes, der durch heidnischen Götzendienst und allerlei Greuel ersetzt wird. Das haben die Reformatoren und die Täufer, die diesem Götzendienst entronnen waren, noch klar und deutlich gesagt; heute wagt es kaum noch jemand auszusprechen, und die meisten „Protestanten“ und „Evangelikalen“ sind längst von den Listen Roms geblendet und auf dem Weg der Wiedervereinigung mit der von Christus abgefallenen römischen Kirche.</p>
<p>Das falsche Priestertum Roms hat sich als eine überaus mächtige und einflußreiche List des Satans erwiesen, durch die unzählige Millionen vom Heil abgehalten und in die Verdammnis gerissen wurden und werden. Die Irrlehren Roms beeinflussen heute auch Millionen von protestantischen Christen, die durch die Liberaltheologie und die ökumenische Bewegung geblendet wurden und eine falsche „Einheit“ mit der römischen Kirche anstreben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Der fromme Betrug der römischen Mystik</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine besonders raffinierte Verführung des Widersachers war seit den Anfängen die katholische Mystik, in der „besonders hingegebene“ scheinbar „fromme“ Seelen nach ekstatischen „Gotteserlebnissen“ und einer Vereinigung mit der Gottheit strebten (vgl. die Warnungen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C8-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,8-23</a>).</p>
<p>Die Mystik ist eine zutiefst heidnische Form von Religiosität, in der der Satan wohl am konsequentesten seine religiöse Verführung verwirklicht hat, nämlich das betrügerische Angebot an die ersten Menschen: „Ihr werdet sein wie Gott“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 3,5</a>). Das Bestreben der Mystik ist es, durch asketische Abtötung des Ichs und Auslöschung des Bewußtseins zu einem Erlebnis der Verschmelzung mit dem falschen Gott der Mystik zu kommen, der letztlich immer der finstere „Gott dieser Welt“ ist.</p>
<p>Dabei gibt es verschiedene „Wege“, zu diesem Ziel zu gelangen, und sie alle sind geprägt von fleischlichem Selbstreinigungsstreben einerseits und dämonisch-okkulten Geisterwirkungen andererseits. Zu diesen Wegen der heidnischen Mystik (z.B. Taoismus, Yoga / Hinduismus, Buddhismus) gehören Askese (Fasten, Vegetarismus, Zölibat, Entzug von Schlaf, Selbstkasteiung, Geißelung), verschiedene Techniken zur Ausschaltung des Normalbewußtseins (Mantras, „Gebete“, Meditationsübungen) und magische Praktiken (Kundalini-Yoga, Tai Chi, Verkehr mit „Engeln“, Visualisierung, ekstatische Visionen).</p>
<p>Alle diese zutiefst götzendienerischen und magischen Elemente der heidnischen Mystik wurden in die römische Kirche hineingebracht und dort unter einer scheinbar „christlichen“ Fassade von den falschen römischen Priestern und von ehelos lebenden Mönchen und Nonnen praktiziert, wobei später auch „Laien“ als Mystiker auftraten. Die katholische Mystik ist ein gefährliches Werk des Satans, der dort besonders als „Engel des Lichts“ in Erscheinung tritt und Menschen verführt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,14</a>).</p>
<p>Die römischen Mystiker und Mystikerinnen erscheinen als überirdisch hingegebene, erleuchtete, christusliebende Seelen. Doch wenn man ihre „Frömmigkeit“ biblisch prüft, dann wird offenbar, daß sie einen „anderen Jesus“, eine raffinierte Fälschung „lieben“ und verehren, und daß ihre beeindruckenden mystischen Erlebnisse nichts als dämonisches Trugwerk sind.</p>
<p>Die römische Mystik und die von ihr geprägte allgemeine „christliche“ Mystik schufen sich auch ihr gefälschtes Zerrbild von „Priesterdienst“ und „Anbetung“, und zwar in der Form von esoterischen Meditations- und Versenkungsübungen (z. B. die Exerzitien der Jesuiten), in denen der Einzelne versucht, zu einer ekstatischen „Gottesschau“ und einem mystischen „Vereinigungserlebnis“ zu kommen.</p>
<p>Diese vermessenen Versuche, Gott auf eine unbiblische Weise besonders nahe zu kommen, führen in Wahrheit zu dämonischen Trugerfahrungen. Die Bibel lehrt uns ganz klar, daß wir jetzt, solange wir im Fleisch sind, Gott nicht schauen können, sondern im Glauben an den unsichtbaren Gott wandeln, im Vertrauen auf Sein WORT. Wir haben zwar durch den Geist Gottes Gemeinschaft mit Gott, aber eine „Vereinigung“ mit Gott anzustreben ist widergöttliche Vermessenheit und eine böse Frucht der satanischen Verführungsparole „Ihr werdet sein wie Gott“.</p>
<p>Auch gemeinschaftliche Meditationen und mystische Rituale wurden in der falschen „christlichen Mystik“ entwickelt; die falsche „Anbetung“ der Eucharistie wurde mystisch ausgedeutet, und im Mönchtum gab es auch mystische Gesänge, etwa die „gregorianischen Gesänge“ des Mönchtums, die später z.B. in der ökumenischen Mönchsgemeinschaft Taizé aufgegriffen und wiederbelebt wurden. Heute erlebt die Mystik gerade in der „Taizé-Bewegung“, die Hunderttausende junger Menschen anspricht, sowie in der Emerging Church eine gefährliche Renaissance.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">3. Die falsche Anbetung der Pfingst- und Charismatischen Bewegung</span></h2>
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<p>In der ausreifenden endzeitlichen Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstärkten sich die Angriffe des Widersachers auf die wahre Gemeinde beträchtlich. Um die sich ausbreitenden protestantischen Gemeinden und Bewegungen irrezuführen und geistlich vom rechten Weg abzubringen, griff der Widersacher an zwei Fronten massiv an: zum einen vermischte er sie mit dem von ihm entwickelten Gift der bibelkritischen Theologie und führte die ökumenische Weltbewegung zu großem Einfluß, die das wahre Evangelium und den echten Glauben verleugnet und durch ein blutloses „soziales“ Falschevangelium ersetzt.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Zum anderen aber brachte der Widersacher eine evangelisch und „biblisch“ erscheinende falsche „Erweckungsbewegung“ in Gang, indem er einen betrügerischen, andersartigen Geist auf einige Gruppierungen der extremen Heiligungsbewegung kommen ließ und so die „Pfingstbewegung“ ins Leben rief, die in vielem der römischen Mystik sehr ähnlich war.</p>
<p>In ihr wirkten nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a> betrügerische Geister und Lehren der Dämonen; der falsche Geist dieser Bewegung bewirkte ganz ähnliche Symptome wie bei den katholischen Mystikern: Verzückungen und Visionen, Trancezustände und falsche „Wunder“ (Schweben, Heilungen), Wahrsagerei und falsche Prophetenbotschaften. Schon in der Pfingstbewegung wurde die biblische Anbetung mit ekstatisch-schwarmgeistigen Verführungseinflüssen durchmischt und vielfach durch eine schwarmgeistige Fälschung ersetzt, auch wenn diese „Pfingstjubel“-Lieder oft noch Anklänge an geistliche Glaubenslieder bewahrten.</p>
<p>Dieser verführerische schwarmgeistige Einfluß wurde noch einmal massiv verstärkt und vervielfältigt durch die ab ca. 1960 sich ausbreitende Charismatische Bewegung, welche dieselben schwarmgeistigen Verführungslehren vertritt wie die ältere Pfingstbewegung, aber zugleich stark weltförmig und gesetzlos geprägt ist und viele Kreise erfaßt hat, die durch die Pfingstbewegung nicht erreicht wurden. Insbesondere hat die Charismatische Bewegung seit den siebziger Jahren des 20. Jh. zunehmend auch evangelikale Gemeinden unterwandert („Dritte Welle“).</p>
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<h4>Verführung durch Rock- und Pop-„Anbetung“</h4>
<p>In Verbindung mit der Charismatischen Bewegung entstand eine neue schwärmerisch-mystische falsche „Anbetung“ und eine raffinierte Verfälschung des neutestamentlichen Priesterdienstes, die weitesten Einfluß hat und sich katastrophal auf die Anbetung biblischer Gemeinden ausgewirkt hat. Das Besondere dieser „Lobpreis“lieder ist der bewußte Einsatz von weltlicher Rock- und Popmusik in den Gemeinden.</p>
<p>Die Rock- und Popmusik ihrerseits hat aber ihren Ursprung in der Dämonenanbetung afrikanischer Stämme, die sich durch Tanzen zu Trommelrhythmen und magischen Gesängen in einen Zustand der Ekstase brachten, in der dann die „Vereinigung mit den Geistern“ stattfand. Auch die magische Dämonenverehrung hinduistischer Gurus hatte ihren Anteil an dieser Musik, die wie keine andere den christlichen Glauben zersetzt und untergraben hat und Millionen in ein Leben der Hurerei, Gesetzlosigkeit und des Götzendienstes geführt hat. Ausgerechnet diese Musik setzten die falschen „Priester“ der Charismatik ein, um ihre gefälschte „Anbetung“ attraktiv für die Massen zu machen.</p>
<p>Diese Entweihung des Gottesdienstes durch eine dämonisch inspirierte weltliche Musik hatte ihren Ursprung bei den ehemaligen Hippies der „Jesus People“, die von New Age und Esoterik in die eng verwandte Charismatik überwechselten und erstmals die Rock- und Popmusik, von der sie abhängig waren und mit der sie nicht brechen wollten, in die „Anbetung“ der Charismatiker einschleusten. Daraus entwickelte sich ein millionenschwerer Wirtschaftszweig, der heute unzählige Lieder von Charismatikern vermarktet, die vorgeblich der „Anbetung Gottes“ dienen.</p>
<p>In Wahrheit sind diese Lieder nicht an den biblischen Herrn Jesus Christus und den wahren Vater im Himmel gerichtet. Sie entspringen dämonischer Inspiration und richten sich an einen anderen Jesus; in ihnen wirkt ein anderer Geist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>), der durch ein ausgefeiltes Ritual des „Lobpreises“ seine Anhänger regelmäßig in Ekstase- und Trancezustände führt. Dabei werden heute alle Elemente der Manipulation eingesetzt, die auch die weltliche Popmusik kennt: ständige Wiederholungen, Einsatz von Schlagzeug und E-Gitarre, hohe Lautstärke, Lichtorgeln, Nebelwerfer, Discoatmosphäre und zunehmend auch ekstatischer Tanz, ergänzt durch „Zungengesänge“ und „prophetische Botschaften“.</p>
<p>Im Grunde gleicht das charismatische „Lobpreis“ritual immer offener und ungeschminkter den Geisterbeschwörungs-Zeremonien der Götzenvölker. Diese Lieder, deren Texte zumeist den Irrlehren der Charismatiker angepaßt sind und deren Melodien heidnisch und tranceauslösend sind, stellen ein Greuel im Tempel Gottes dar, eine Entweihung und Verfälschung der wahren Anbetung, die Gott völlig zuwider ist.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p><em>Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! Wenn ihr mir auch euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran, und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an. Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Am+5%2C21-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Am 5,21-23</a>)</em></p>
<p>Die Führer der charismatischen Gruppierungen – Pastoren, Lobpreisleiter, Propheten, „Wunderheiler“, „Seelsorger“ &#8211; sind zu einem verführerischen Schlag von falschen Priestern geworden, die eine magische, zutiefst heidnische Spielart von „Priesterschaft“ ausüben. Sie gleichen in vielem den Schamanen der götzenanbetenden Völker; sie praktizieren Wahrsagerei und Hellsehen, Geistheilungen und „Bannen von Geistern“, sie rühmen sich des Besitzes von Wunderkräften und verteilen eifrig durch magische Handauflegung mit spürbarem Kraftdurchfluß ihren „Segen“. Ihre Ziele sind die aller heidnischen Religionen: Gesundheit, Wohlstand, Erfolg.</p>
<p>Sie binden die Menschen durch geschickte Manipulation an sich selbst und bereichern sich vielfach ohne Hemmungen an ihnen. Sie führen sie nicht zu dem wahren Herrn Jesus Christus, sondern verleiten sie zum Götzendienst und zur Öffnung für endzeitliche betrügerische Geister. So erweist sich die Charismatische Bewegung durch ihre Früchte als ein geschicktes und hochwirksames Verführungswerkzeug des Widersachers, durch das er zunehmend weitere Kreise der Evangelischen und Evangelikalen von ihrem ursprünglichen Glauben abzieht und hinführt nach Rom.</p>
<p>Heute tritt besonders in der Charismatischen Bewegung immer deutlicher eine offen ökumenische Ausrichtung und eine Neigung zur römischen Pseudofrömmigkeit zutage. Der falsche, ungesunde Glaube der Pfingstler und Charismatiker ist über die Brücke der Mystik sehr gut vereinbar mit der trügerischen Frömmigkeit der römischen Kirche, und dank der verstärkten Bemühungen der katholischen Kirche kommt es zu einer immer offensichtlicheren Annäherung der beiden Verführungsströmungen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Endzeitliche Einflüsse, die heute unseren Priesterauftrag gefährden</span></h2>
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<p>Wir haben das Thema „Der heilige Priesterdienst der Gläubigen“ auch deshalb ausführlicher untersucht, weil es für jeden nachdenklichen Beobachter offenkundig ist, daß diese biblische Lehre, dieser göttliche Auftrag heute durch verschiedene Einflüsse besonders massiv verfälscht und untergraben wird und in vielen Gemeinden unterzugehen droht.</p>
<p>So wie der Feind zur Zeit Israels dem lebendigen Gott die Anbetung rauben wollte durch raffinierte Verführung und Vermischung mit den götzendienerischen Heidenvölkern, so versucht er es auch heute. Er versucht, die Gemeinde Gottes mit heidnischem Götzendienst zu unterwandern; er versucht, die wahre, schriftgemäße Anbetung im Geist zu ersetzen durch eine gefälschte „Anbetung“ im Stil heidnischer Götzenkulte; er betreibt die Vermischung von Licht und Finsternis, von römischem Sauerteig und biblischer Gemeinde, von scheinchristlicher Ökumene und wahren Gläubigen. Damit hat er erschreckenden Erfolg in weiten Kreisen derer, die als „Evangelikale“ einmal für ihren Bibelglauben und ihren Eifer für Christus bekannt waren.</p>
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<h4>Endzeitliche Entwicklungen bringen zunehmende Verführung mit sich</h4>
<p>Wir leben in der Endzeit, der Zeit kurz vor der Wiederkunft Jesu Christi auf die Erde. Nach den Voraussagen der neutestamentlichen Schriften ist das eine Zeit zunehmender falschprophetischer Verführung und Gesetzlosigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,11-12</a>), eine Zeit des Verfalls und der Ausbreitung eines nur noch äußerlichen Christentums ohne wahre Gottesfurcht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>), eine Zeit der juckenden Ohren, in der die gesunde Lehre verworfen wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,3-4</a>), eine Zeit, in der viele vom Glauben abfallen, weil sie von irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen dazu verleitet werden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a>).</p>
<p>All das sehen wir in der heutigen Gemeinde in erschreckendem Ausmaß verwirklicht. <em>Der Widersacher greift die endzeitliche Gemeinde massiv an und versucht, ihren geistlichen Charakter zu zerstören und sie in die weltliche und weltweite Einheitsreligion mit hineinzuziehen, die er parallel mit starken Kräften fördert und aufbaut.</em> Es ist naheliegend, daß dabei auch die Berufung der Gemeinde als heiliges Priestertum für Gott unter Beschuß kommt und der Feind alles daransetzt, diese Berufung in Vergessenheit geraten zu lassen.</p>
<p>Der priesterliche Charakter der Gemeinde als Tempel Gottes setzt voraus, daß in unserem Gemeindeleben der heilige Gott absolut im Mittelpunkt steht, daß alle Aktivitäten auf Ihn ausgerichtet sind und sich nach Seinem Wort, nach Seinen inspirierten Anweisungen ausrichten. Das Wirken des Heiligen Geistes, Ehrfurcht vor Gott, Zucht und geheiligter Gottesdienst kennzeichnen eine solche Gemeinde. Sie sollte geprägt sein von geistlichen Liedern zum Lob und zur Anbetung Gottes, ehrfürchtigen Gebeten, sowie einem bewußten Verzicht auf menschliche Selbstdarstellung oder weltliche Einflüsse.</p>
<p>Doch solche Gemeinden findet man zunehmend weniger. Heute geht der allgemeine Trend unter den Evangelikalen zu einem vom Welt- und Zeitgeist geprägten „Gottesdienst“, bei dem in Wirklichkeit der Mensch und nicht Gott im Mittelpunkt steht, bei dem weltliche Rock- und Popmusik, weltliche Disco- und Showatmosphäre, oberflächliche Kurzpredigten, ekstatischer „Lobpreis“ und manchmal auch Rockdisco-Einlagen dazu dienen, ungläubige Besucher anzulocken und zu belustigen.</p>
<p>Diese Ausrichtung auf die Bedürfnisse unbekehrter Besucher und scheinbekehrter Gemeindeglieder auf Kosten der Gottesfurcht und Heiligkeit zerstört den Charakter der Gemeinde als Tempel Gottes und heilige Priesterschaft. Das inspirierte und verbindliche Wort Gottes wird dabei außer Kraft gesetzt und aufgelöst, nicht zuletzt auch durch den bewußten Einsatz von Frauen als Leiterinnen und Predigerinnen, in dreister Mißachtung der göttlichen Anweisungen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C11-12.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,11-12.</a></p>
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<h4>Die Verführung trifft auch konservative bibeltreue Gemeinden</h4>
<p>Jeder Gläubige, dem die Berufung zu einem heiligen Priestertum noch am Herzen liegt, sieht die heutigen Entwicklungen mit Besorgnis. Sie betreffen nicht nur die ohnehin schon weit von biblischen Maßstäben abgedrifteten modernen Evangelikalen in den Kreisen der „Evangelischen Allianz“, sondern zunehmend auch konservativere bibelgläubige Gemeinden. Es ist offenkundig, daß verschiedene zerstörerische Einflüsse auch unter solchen Gemeinden wirksam sind, denen früher wahre Anbetung und Priesterdienst im Sinne des Neuen Testaments sehr wichtig waren.</p>
<p>Wir können solchen Entwicklungen nur entgegentreten, wenn wir sie <em>geistlich beurteilen</em> und ihr Wesen, ihre Herkunft aus den irreführenden Taktiken des Widersachers erkennen. Vordergründig sind diese Entwicklungen von Menschen in Gang gebracht worden, die sicherlich meinen, Gott einen Dienst damit zu erweisen, daß sie „moderne“, „zeitgemäße“ Formen der Anbetung in die Gemeinde einführen und sie für Ungläubige „attraktiv“ machen.</p>
<p>Vordergründig meinen die charismatischen „Lobpreisleiter“ und „Lobpreisteams“ ganz sicherlich, sie würden Gott auf besonders innige und wohlgefällige Weise anbeten und seien viel „geistlicher“ als die altmodischen Bibelchristen. Wir sind nicht berufen, ihre Motive zu ergründen oder gar über sie zu Gericht zu sitzen.</p>
<p>Aber wir haben sehr wohl den Auftrag vom Herrn, alles zu prüfen und zu beurteilen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1</a>) und alles abzuweisen, was nicht mit der gesunden Lehre des Wortes Gottes übereinstimmt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C3-5%3B+Tit+1%2C9-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,3-5; Tit 1,9-14</a>). Dabei müssen wir auch die geistlichen Hintergründe aller Entwicklungen beurteilen und die Geister unterscheiden. Einige Fehlentwicklungen kommen sicherlich einfach aus dem Fleisch und der mangelnden Treue von Kindern Gottes; anderes ist durch weltliche Namenschristen verursacht, die nicht von neuem geboren sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>).</p>
<p>Aber angesichts solcher zerstörerischer Entwicklungen dürfen wir auch das Wirken des Widersachers nicht ignorieren, von dem uns die Schrift lehrt:</p>
<p><em>Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C10-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,10-13</a>)</em></p>
<p>Der Feind gebraucht Menschen für seine bösen Pläne und Anschläge gegen die wahre Gemeinde; er benutzt vorzugsweise seine Werkzeuge, die falschen Lehrer, Propheten und Apostel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1%3B+2Pt+2%2C1-3%3B+2Kor+11%2C13-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1; 2Pt 2,1-3; 2Kor 11,13-15</a>); aber er gebraucht manchmal auch irregeleitete, fleischliche Gläubige, ohne daß sie dies wüßten oder wollten (siehe Petrus, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,23</a>).</p>
<p>Wir wollen nachfolgend versuchen, einige wichtige endzeitliche Einflüsse zu kennzeichnen, die heute zusammenwirken, um den heiligen Priesterauftrag der Gemeinde zu gefährden. Wir wollen diese Einflüsse etwas vereinfacht gewissen Bewegungen und Trends unter den Gläubigen zuordnen, obwohl sie in der Wirklichkeit zumeist überall vermischt auftreten und zusammenwirken. Dem liegen nach unserer Überzeugung verschiedene Strategien des Widersachers zugrunde, die natürlich den Menschen, die in diesen Bewegungen handeln, nicht bewußt sind, die aber dem bibellesenden Beobachter deutlich werden.</p>
<p>Vereinfacht kann man sagen, daß der Widersacher den wahren Priesterdienst und die Anbetung entweder durch massive Weltanpassung erstickt oder aber durch eine pseudofromme Fälschung zerstört; in vielen Fällen wirken heute beide Taktiken zusammen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Gefahr Nr. 1: Verfälschung der Anbetung und des Priesterdienstes durch charismatischen „Lobpreis“ und katholische Mystik</span></h3>
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<p>Die bei weitem auffälligste und überall erkennbare Entwicklung in bezug auf die Anbetung der Gemeinde ist <em>die scheinbar unaufhaltsame Ausbreitung charismatischer „Lobpreis“lieder auch in konservativen oder sogar in ansonsten bibeltreuen Gemeinden</em>. Diese Entwicklung wird von vielen Christen als normal bewertet, als unvermeidliche Anpassung des Liedgutes an einen zeitgemäßen Musikgeschmack. Und doch ist sie mit Sicherheit der folgenschwerste Angriff des Widersachers auf das heilige Priestertum der Gemeinde, ein raffinierter Schachzug, um die Anbetung der Gemeinde zu entweihen und zu verderben.</p>
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<h4>Der zersetzende Einfluß der charismatischen Lieder</h4>
<p>In vielen Gemeinden kommt dieser Einfluß schleichend und verdeckt auf; zuerst singt man diese Lieder vielleicht „nur“ in der Jugendgruppe; dann werden Wünsche laut, doch um der Jugend willen auch im Gottesdienst solche Lieder zu singen. Am Anfang ist es vielleicht nur ein Lied pro Sonntag, aber bald werden es mehr und mehr, und schließlich stellt die Gemeindeleitung (oder die Jugend) ein Schlagzeug in den Gottesdienstraum, die Lieder werden mit einer „Band“ begleitet und vom Beamer an die Wand projiziert, und die ersten fangen vielleicht bald an, sich in den Klängen des Pop-„Lobpreises“ zu wiegen, die Hände zu heben und zu tanzen.</p>
<p>Durch das alles hindurch wirkt der subtile Geisteseinfluß des charismatischen Irrgeistes auf das früher vielleicht bibeltreu denkende Publikum ein. Die Texte sind vielfach geprägt von Irrlehren der Charismatiker, und die ekstasefördernde Musik bewirkt eine geistliche Befleckung und Eintrübung, ja, eine Benebelung der Singenden.</p>
<p>Allmählich wächst das Bedürfnis nach stärkeren Trance- und Ekstaseerfahrungen, denn diese Musik wirkt wie eine Droge. Sie vermittelt eine gewisse irrgeistig erzeugte Euphorie, ein künstliches Hochgefühl, das prickelnde Empfinden einer gewissen „Geistesgegenwart“ im Raum, die aber nicht von Gott kommt. Danach werden immer mehr Zuhörer latent süchtig, was schließlich oft dazu führt, daß sie in eine offen charismatische Gemeinde abwandern, wo sie die volle Dosis der Droge bekommen.</p>
<p>Dann erschrecken die halbherzigen und kompromißliebenden Gemeindeverantwortlichen und jammern; sie fragen sich, wie das passieren konnte, nachdem man der Jugend doch so viele Zugeständnisse gemacht hat. Doch gerade diese pragmatisch begründete Duldung der charismatischen Lieder ist eine wesentliche Wurzel dafür, daß schließlich viele ungefestigte Leute in die Extremcharismatik abwandern.</p>
<p>Die Verantwortlichen haben nicht verstanden, daß der charismatische „Lobpreis“ ein dämonisch inspiriertes fremdes Feuer im Heiligtum Gottes ist. Diese Lieder stellen geistlich gesehen Sauerteig dar, und ein wenig Sauerteig wird, wenn man ihn duldet, schließlich den ganzen Teig durchsäuern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C6-8%3B+Gal+5%2C9%3B+Mt+13%2C33&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,6-8; Gal 5,9; Mt 13,33</a>).</p>
<p>Die Wurzel solchen Übels ist zumeist, daß man die Frage der charismatischen Lieder nicht geistlich, sondern fleischlich-menschlich beurteilt hat. Viele Verantwortliche aus bibeltreu geprägten Gemeinden haben eine gewisse Distanz zur Charismatischen Bewegung und ihren Lehren, aber sie meinen, die Lieder dieser Bewegung könne man dennoch singen, wenn sie im Text keine groben Abweichungen von der Bibel erkennen lassen. Doch das greift viel zu kurz.</p>
<p>Zum einen wird oft nicht klar erkannt, daß diese Bewegung aus dem Wirken eines verführerischen falschen Geistes entstanden ist, der sie auch beherrscht und auch ihr Liedgut prägt und erfüllt. Das Ritual des charismatischen „Lobpreises“ ist im Grunde ein heidnisches Ritual, bei dem die Menschen in Ekstase geführt und dann in Verbindung mit dem irreführenden Geist dieser Bewegung gebracht werden, den sie als „Heiligen Geist“ anbeten. Dieser Geist gaukelt ihnen auch einen anderen Jesus vor, an den sich auch die Lieder richten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>).</p>
<p>Es wird auch nicht verstanden, daß diese Lieder, die vordergründig oft sehr attraktiv sind und einen biblisch-frommen Schein tragen, aus der Inspiration dieses verführerischen charismatischen Geistes entstanden sind. Die durchweg hochgradig von diesem Verführungsgeist geprägten „Lobpreisleiter“, die zumeist diese Lieder verfassen, lassen sich bewußt von diesem Geist sowohl Text als auch Melodie eingeben; diese Lieder sind dann gut und erfolgreich, wenn sie in der Lage sind, Tausende beim Singen in Ekstase und unter diesen falschen Geist und seine Wirkungen (Visionen, Eingebungen, „Heilungen“, „Dämonenaustreibungen“) zu bringen.</p>
<p>Sehr viele Evangelikale und auch konservativere Brüder verstehen schlicht nicht, was hinter diesen Liedern steht; sie urteilen fleischlich-menschlich und pragmatisch und erkennen die verführerischen Geisteswirkungen nicht. Leider lassen sich solche Verantwortliche zumeist auch nicht von ehemaligen Charismatikern warnen, die diese Geistesmächte selbst erlebt und ihre bösen Früchte durchlitten haben. Solche werden schnell als überspannte und extreme Störenfriede abgetan und ihre berechtigten Warnungen mißachtet.</p>
<p>Diese Lieder zerstören mit ihrem schleichenden Einfluß eine noch biblisch orientierte Gemeinde, die sie immer wieder singt. Sie breiten den Nebel des dämonischen Verführungsgeistes über der Gemeinde aus, wodurch der Heilige Geist betrübt wird und sich immer weiter zurückzieht. Sie zerstören die Gottesfurcht, die Heiligung und Nüchternheit bei den Gläubigen und bewirken subtil eine Ausbreitung von Mystik und Schwärmerei, von Ichhaftigkeit und Zuchtlosigkeit, von Sich-Gehenlassen und sogar Unzucht in Gedanken, Worten und Taten. Längerfristig bewirken sie eine Aufgabe von klaren bibeltreuen Überzeugungen und eine Öffnung für das evangelikal-ökumenisch-charismatische Lager.</p>
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<h4>Anbetung im Geist ist unvereinbar mit Ekstase und Rockmusik</h4>
<p>Wenn die Gläubigen die ganze Frage der charismatischen Lieder wirklich geistlich untersuchen würden, dann könnte sich die heute vielfach geäußerte Meinung nicht mehr halten, die behauptet, die Frage des Liedgutes sei eine einfache Frage des persönlichen Geschmackes und des wechselnden Musikstils verschiedener Generationen; Gott sei jede Musik willkommen, in der Er gelobt werde. Die Not, die viele geistlich konservative Geschwister mit dem „Lobpreis“ hätten, sei auf menschlich-traditionelle Verengung zurückzuführen. Im Grunde benutzt der Widersacher solche Meinungen, um den unterschwelligen zerstörerischen Einfluß der charismatischen Lieder ungestört weiter fördern zu können.</p>
<p>Neben dem Wirken des charismatischen Verführungsgeistes in diesen Liedern muß hier auch die bewußtseinsverändernde, trancefördernde Wirkung der fast durchgängig im „Lobpreis“ eingesetzten Pop- und Rockmusik nüchtern und geistlich geprüft werden. Diese Musik ist keineswegs „neutral“ und unbedenklich, sondern sie hat, wie oben schon angedeutet, ihre geistlichen Wurzeln in der Götzenanbetung der Heidenvölker, sowohl Afrikas wie auch Asiens.</p>
<p>Der Mischmasch aus den Trommelrhythmen afrikanischer Götzenanbeter und den Sirenenklängen psychedelischer hinduistischer Meditationsmusik kann dem heiligen Gott niemals wohlgefällig sein; im Gegenteil, er ist Ihm ein Greuel, wie jede Vermischung von Gottesdienst und Götzendienst. So etwas führt zum Gericht Gottes über die Priester, die solches fremde Feuer vor Gott zu bringen wagen (vgl. das warnende Vorbild von Nadab und Abihu in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+10%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 10,1-3</a>).</p>
<p>Die Pop- und Rockmusik hat einen ausgeprägt endzeitlichen und gesetzlosen Charakter.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a> Sie ist weit davon entfernt, neutral oder Gott wohlgefällig zu sein. Wenn wir ihre Geschichte untersuchen, so erweist sie sich als die schärfste Waffe des Teufels bei der Irreführung und Verderbnis einer ganzen Generation, der „68er“, wie auch aller nachfolgenden Generationen.</p>
<p>Die Botschaft dieser Musik ist rücksichtslose Selbstverwirklichung, Ablehnung des Verstandes und der Selbstbeherrschung, Auflehnung gegen Gott und Seine Ordnungen und Autoritäten, Verherrlichung von Chaos, Anarchie, Zynismus und moralischer Nihilismus, Lustbefriedigung um jeden Preis, das zügellose Ausleben geschlechtlicher Begierden, die Suche nach Ekstase im Drogenrausch, Lust an Mord und Selbstmord, an Gewalt und Quälerei, Magie und Aberglaube, letztlich die Verehrung des Teufels und seiner Dämonen.</p>
<p>Diese Musik war wahrscheinlich der stärkste Einflußfaktor, der die 68er-Generation des Abendlandes in Rebellion gegen Gott und Seine Gebote führte, in zügellose Hurerei und Drogenrausch, in Aufruhr gegen Eltern, den Staat und jede Autorität. Diese Musik förderte die Ausbreitung von Okkultismus und New Age genauso wie von Neomarxismus und fernöstlichen Sekten.</p>
<p>Die Rock- und Popmusik ist raffiniert gemacht und kommt bei den endzeitlichen Menschen gut an, wie ein geschickt gemixter Drogencocktail, durch den das Opfer gefügig gemacht werden soll. Sie bewirkt ganz unabhängig von irgendeinem Text meßbare Bewußtseinsveränderungen bei den Hörern, eine gewisse Form von Trance und Ekstase, die sie öffnet für Geisteswirkungen böser Geister.</p>
<p>Daß diese teuflische Musik von irregeleiteten Leuten benutzt wird, um damit den heiligen Gott der Bibel „anzubeten“, gehört zu den folgenschwersten Verirrungen der Christenheit des 20. Jahrhunderts. Die Einführung dieser Musik in den heiligen Tempel Gottes bedeutet eine gründliche Entweihung dieses Tempels und eine Entartung des dort praktizierten Priesterdienstes.</p>
<p>Wo diese Musik in Gestalt „moderner christlicher Musik“ (engl. CCM – „Contemporary Christian Music“) oder des charismatischen Lobpreises von Gemeinden eingesetzt wird, da zieht sich der Herr mitsamt Seinem Geist zurück; solche Gemeinden werden unweigerlich früher oder später dahingegeben in den Sog des ökumenisch-charismatischen Abfalls vom Glauben, der vor unseren Augen mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreitet.</p>
<p>Echte Anbetung im Geist und in der Wahrheit, wie sie das NT lehrt, ist zutiefst unvereinbar mit dieser unreinen Ekstasemusik. Sie erfordert eine reine, zurückhaltende, harmonische Musikbegleitung, die auf jede aufputschende und manipulierende Wirkung verzichtet, die den Inhalt des Gesungenen in den Vordergrund stellt und unterstreicht.</p>
<p>Geistliche Lieder müssen durchaus nicht immer alte Lieder sein, obwohl es einen bewährten Schatz alter geistlicher Lieder gibt, den wir keinesfalls preisgeben sollten. Es kann und sollte durchaus auch neue geistliche Lieder, neue Anbetungslieder geben, die Gott wohlgefällig sind, aber dazu müssen sie sorgfältig frei gehalten werden von den Einflüssen der Charismatik und der Popmusik.</p>
<p>Der Vormarsch der Charismatiker und ihrer „Lobpreismusik“ hat unabsehbare geistliche Verwüstungen in dem unsichtbaren Tempelheiligtum der Gemeinde angerichtet, sodaß wir erinnert werden an die Klage der alttestamentlichen Gläubigen:</p>
<p><em>Gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem du Wohnung genommen hast! Erhebe deine Schritte zu dem Ort, der so lange in Trümmern liegt! Alles hat der Feind verderbt im Heiligtum! Deine Widersacher brüllen in deiner Versammlungsstätte; sie haben ihre Banner als Zeichen aufgestellt. (…) Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung deines Namens bis auf den Grund! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+74%2C2-4.7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 74,2-4.7</a>)</em></p>
<p><em>Der Feind hat seine Hand ausgestreckt nach allen ihren Kostbarkeiten; ja, sie hat sehen müssen, wie Heiden in ihr Heiligtum eindrangen, von denen du doch geboten hattest, daß sie nicht in deine Gemeinde kommen sollten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Klagel+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Klagel 1,10</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Römische Mystik als Ersatz für echte Gottesverehrung</h4>
<p>Ein bisher noch untergeordneter Trend sollte noch Erwähnung finden, weil er in Zukunft durchaus mehr Bedeutung gewinnen könnte. Die geistlich eng mit der Charismatik verwandte Strömung der katholisch-christlichen Mystik wird in verschiedenen evangelikalen Kreisen immer populärer, und erfahrungsgemäß dringen solche Einflüsse etwas zeitverzögert auch in bibeltreue Gemeinden ein.</p>
<p>Allgemein äußern sich solche mystische Einflüsse etwa in dem „Hören auf Gott“, bei dem die Meditierenden ihren Verstand ausschalten, sich auf ihren Atem konzentrieren und dann die aufkommenden Gedanken als „Gottes Botschaften“ akzeptieren und z.T. niederschreiben sollen. Die auf diese Weise entstandenen verführerischen „Jesus-Botschaften“ von Sarah Young („Ich bin bei dir“) haben vor allem unter Christinnen große Popularität erlangt.</p>
<p>Verführerische Prediger wie Rick Warren und Bill Hybels empfehlen die mystischen Praktiken des katholischen Mönchs „Bruder Lorenz“, die zu einer „Verwirklichung der Gegenwart Gottes“ im Alltag anleiten wollen, als wertvolle Vertiefung des geistlichen Lebens.</p>
<p>Die mystische Verfälschung wahrer Anbetung wird zur Zeit vor allem in verschiedenen emergenten Gruppen praktiziert; dort gibt es z.T. ausgeschmückte „Meditationsräume“, wo die Menschen vor Kerzen und Ikonenbildern meditieren können. Meditative Rituale und Lieder, z.B. aus der Taizé-Bewegung, werden in postmodernen Jugendkirchen aufgegriffen. Allgemein ist eine Annäherung an die verführerische falsche Anbetung der römischen Kirche unverkennbar.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Gefahr Nr. 2: Erstickung des Priesterdienstes durch Anpassung der Gemeinden an die Welt</span></h3>
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<p>Eine zweite große Entwicklungslinie ist mit der vorgenannten vielfach verbunden, aber wir wollen sie dennoch gesondert behandeln. Vor allem die moderne Gemeindewachstumsbewegung hat dazu geführt, daß viele evangelikale Gemeinden noch übriggebliebene Elemente geistlichen Lebens und priesterlicher Anbetung abgeschafft und sich radikal der Welt angepaßt haben.</p>
<p>Dazu haben auch das in diesen Kreisen überwiegend verbreitete falsche „Soziale Evangelium“ und die unbiblische Ausrichtung auf sozialpolitisches Engagement der Christen beigetragen; eine Gemeinde, die sich in die Geschäfte und politischen Machenschaften der Welt einmischt, verliert ihren priesterlichen Charakter und ihre Vollmacht, auf die Ewigkeit hinzuweisen. Nach innen verliert sie ihre Ausrichtung auf den wahren Gott und auf echte Anbetung; all das wird erstickt durch den Geist dieser Welt, der dort vorherrscht.</p>
<p>Diese schlimme Entartung des biblischen Gemeindelebens wird u.a. auch mit dem Konzept der „besucherfreundlichen Gottesdienste“ begründet: eine moderne, „missionarisch attraktive“ Gemeinde müsse alle Elemente ihrer Gottesdienste und ihres Gemeindelebens so gestalten, daß sich ungläubige Besucher dabei wohlfühlen könnten.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a></p>
<p>In der Praxis bedeutet das zumeist: die meisten alten, geistlichen Gemeindelieder werden durch moderne Pop- und Rocksongs und charismatischen „Lobpreis“ ersetzt; die Predigten werden auf 20 Minuten verkürzt und enthalten fast nur noch „positive Botschaften“ mit minimalem geistlichem Gehalt und Tiefgang; die ganze Atmosphäre wird im Stil von „Pro Christ“ an weltliche Fernsehshows und Unterhaltungsveranstaltungen angepaßt.</p>
<p>Der <em>Mensch</em> muß in diesem modernen Konzept im Mittelpunkt stehen; alles wird daran gemessen, daß moderne Menschen sich wohlfühlen, sich wiederfinden, Bestätigung und Annahme erfahren und sich selbst verwirklichen können. Damit wird aber die biblische Lehre von der Gemeinde völlig verfälscht und verlassen, nach der alles in der Gemeinde sich um Gott, um den Herrn Jesus drehen soll, der doch in der Mitte der Heiligen gegenwärtig ist, der redet und die Gemeinde erbaut.</p>
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<h4>Die systematische Entheiligung des Heiligtums der Gemeinde</h4>
<p>Nach Gottes Gedanken, das haben wir im Teil I. ausführlich betrachtet, ist die Gemeinde ein Heiligtum für Gott, in dem der ewige Gott durch Seinen Geist gegenwärtig ist und Anbetung empfängt. Die Gemeindeversammlungen sind ausdrücklich nur für von neuem geborene Gläubige gedacht, die darin Erbauung empfangen und Gott geistliche Opfer darbringen sollen. Alle Vorgänge in der Gemeinde Gottes sollen nach Gottes inspirierten Anweisungen im Neuen Testament geschehen; der Geist Gottes soll den Dienst der Gläubigen leiten, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Christus Jesus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,11</a>).</p>
<p>Der Satan hat es verstanden, viele unklare und oft nicht wirklich wiedergeborene Christen in evangelikalen Kreisen so irrezuführen, daß sie diese klare und einfache biblische Ordnung für die Gemeinde vollständig über Bord geworfen haben, weil sie angeblich nicht mehr „zeitgemäß“ sei. Schon das ist ein gefährlicher Irrtum; die wahre Gemeinde Gottes paßt sich in ihrem Wesen und ihrem Leben niemals dem Zeitgeist und der Welt an; ihr Gottesdienst sieht im 21. Jahrhundert im Wesentlichen nicht anders aus als im 1. Jahrhundert!</p>
<p><em>O Gott, es sind Heiden in dein Erbteil eingedrungen! Sie haben deinen heiligen Tempel verunreinigt und Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+79%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 79,1</a>)</em></p>
<p>Durch die Verführungslehren der Gemeindewachstumsbewegung flüsterte der Widersacher vielen Gemeindehirten ein, sie könnten gewaltiges Mengenwachstum erreichen und viele Menschen „für Jesus gewinnen“, wenn sie ihre Gemeinden für den Geist dieser Welt öffneten und alles Geheiligte aus ihnen ausmerzten: die Verkündigung vom Kreuz, von der Buße, von der Heiligung und Selbstverleugnung, die bewährten geistlichen Lieder, grundlegende Ordnungen wie die Kopfbedeckung und das Schweigen der Frau, hinderliche „alte Zöpfe“ wie Gemeindezucht und ehrfürchtiger Ernst im Verhalten.</p>
<p>All das wurde auf dem Götzenaltar des „Gemeindewachstums“ geopfert und stattdessen die Gemeinde so umgepolt, daß ihre Zusammenkünfte eher weltlichen Unterhaltungsshows und Vergnügungsveranstaltungen gleichen: weltliche Rock- und Popmusik wird gespielt und womöglich mit Discotanz verbunden, Videos und Theaterszenen werden gespielt; charismatischer „Lobpreis“ soll ekstatische Stimmungen hervorrufen; die „Inputs“ betonen einseitig nur Gottes Gnade und Güte und verschweigen Seine Heiligkeit und Sein Gericht; es geht um Lebenshilfe und positives Denken, um Menschengefälligkeit, Schmeichelei und Selbstverwirklichung.</p>
<p>All das mag durchaus von gewissen äußerlichen Erfolgen begleitet sein: vielleicht (durchaus nicht immer) kommen mehr Leute in die Gottesdienste, der Betrieb läuft rund … Nur: mit all dem wurde der heilige Tempel der Gemeinde in einen heidnischen Götzentempel verwandelt, den der heilige Gott nicht mehr als Seine Wohnstätte und Sein Zeugnis anerkennen kann. Wir werden besonders auch angesichts des frommen Theaters vieler Charismatiker (brüllendes Zungengebet, Bannerschwingen, Rockmusik und Discotanz in den „Gottesdiensten“) an die Klage des Psalmisten erinnert:</p>
<p><em>Gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem du Wohnung genommen hast! Erhebe deine Schritte zu dem Ort, der so lange in Trümmern liegt! <strong>Alles hat der Feind verderbt im Heiligtum! Deine Widersacher brüllen in deiner Versammlungsstätte; sie haben ihre Banner als Zeichen aufgestellt.</strong> Es sieht aus, als schwänge man oben im Dickicht des Waldes die Axt; und jetzt zerschlagen sie all ihr Schnitzwerk mit Beilen und mit Hämmern. <strong>Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung deines Namens bis auf den Grund!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+74%2C2-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 74,2-7</a>)</em></p>
<p>Aus diesem verweltlichten, von heidnischen Greueln verunreinigten Tempelbau ist die Herrlichkeit, die geistliche Gegenwart des Herrn längst gewichen. Der Geist Gottes wirkt nicht mehr; der Herr Jesus ist nicht mehr in der Mitte, und betrübt müssen die gottesfürchtigen Gläubigen aus solchen Gemeinden hinausgehen.</p>
<p>In Wahrheit wird in den modernen, „weltoffenen“ evangelikalen und charismatischen Gemeinden nicht mehr biblischer Gottesdienst und wahre priesterliche Anbetung gefunden, sondern letztendlich und immer offensichtlicher der Götzendienst und die falsche Anbetung der Hure Babylon, der christuslosen Welteinheitskirche, die in der Endzeit immer mehr heranreift.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Gefahr Nr. 3: Die zunehmende Fleischlichkeit und Lauheit der Gläubigen</span></h3>
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<p>Ein weiterer Einfluß ist vielleicht der wichtigste und zugleich der am wenigsten faßbare. Es ist die weitverbreitete Lauheit und Fleischlichkeit vieler echter Kinder Gottes in den Ländern des reichen Westens, des ehemals „christlichen Abendlandes“, zu denen auch wir Christen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zählen.</p>
<p>Jahrzehnte in einer weltlichen Umgebung, in der eine trügerische Toleranz gegenüber dem christlichen Glauben gepaart war mit üppigem Wohlstand und umfassender sozialer Absicherung, haben viele Kinder Gottes träge und lau werden lassen. Scheinbar mußten wir nicht für unseren Glauben kämpfen und leiden; man konnte das Leben genießen, sich vieles leisten, das Ego aufpäppeln, etwas Selbstverwirklichung pflegen …</p>
<p>In einem solchen geistlichen Klima ist es schwierig, in Selbstverleugnung und Treue dem Herrn nachzufolgen. Es ist nicht unmöglich, gewiß nicht – denn Gottes Gnade gibt uns in jeder Situation die Möglichkeit, geistlich zu leben und treu zu sein. Aber es ist in gewisser Weise schwieriger; es erfordert mehr Wachsamkeit, mehr geistliche Kraft, um gegen den mächtigen Strom des Weltgeistes zu schwimmen.</p>
<p>Es ist leicht, wenn der äußere Druck fehlt, dem fleischlichen Selbstleben mehr Raum zu geben, es ein wenig „locker“ zu nehmen – aber die Folgen sind traurig. Wir verlieren das geistliche Gespür und die erste Liebe zu unserem Herrn; wir vernachlässigen das Gebet und erst recht das Fasten und ernstliche Flehen zu Gott; wir werden nachlässig in geistlichen Dingen, womöglich sogar nachlässig in bezug auf Sünden. Wir erlauben uns ein wenig Weltförmigkeit, und dann noch ein wenig mehr Weltförmigkeit … und unser geistlicher Pegelstand sinkt allmählich immer weiter ab.</p>
<p>So müssen wir uns im Licht des Sendschreibens an Laodizea immer wieder prüfen, auch wenn dieses Sendschreiben unmittelbar die ungläubigen Namenschristen der Endzeit anspricht. Der Geisteseinfluß von Laodizea ist für uns heute eine beständige Gefahr, gegenüber der wir wachsam sein müssen.</p>
<p><em>Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! &#8211; und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C14-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,14-19</a>)</em></p>
<p>Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit, das Sich-Ausruhen auf dem angeblichen geistlichen Reichtum, den wir manchmal nur von den Vorvätern übernommen haben, ohne ihn uns innerlich wirklich angeeignet zu haben – wenn solche Dinge bei uns zu finden sind, dann muß uns das warnen und aufwecken.</p>
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<h4>Die schleichende Verweltlichung im persönlichen Leben</h4>
<p>Eine schlimme Frucht der heutigen geistlichen Situation im ehemals „christlichen“ Westen ist die allmähliche, unmerkliche Angleichung vieler Kinder Gottes an die ungläubige Welt, ihr Denken und ihren Lebensstil. Es ist so einfach, seinem Fleisch mehr „Freiheiten“ zuzugestehen, sich ein wenig gehen zu lassen, immer mehr von den fragwürdigen, ungöttlichen Genüssen und Bequemlichkeiten der ungläubigen Menschen um uns herum zu übernehmen.</p>
<p>Insbesondere macht es vielen Gläubigen Mühe, daß sie mit einem geheiligten, ihrem Priesterauftrag angemessenen Lebensstil den Spott und die Verachtung ihrer ungläubigen Umwelt auf sich ziehen. Es scheint so viel leichter und bequemer, sich in Kleidung und Sprache, in den Umgangsformen und Lebensgewohnheiten den Ungläubigen anzugleichen; dann fällt man nicht mehr auf, sondern wird in Ruhe gelassen.</p>
<p>Die Not dabei ist, daß damit unser geistliches Leben, unsere Gemeinschaft mit unserem auferstandenen und verherrlichten Herrn immer schwächer wird und kränkelt. Man merkt das selbst wahrscheinlich gar nicht so deutlich, aber der Geist Gottes wird betrübt, wenn wir uns immer mehr dem sündigen, ichhaften, unreinen Lebensstil der Weltmenschen anpassen.</p>
<p>Man hört die unreine, dämonisch verseuchte Rock- und Popmusik; man schaut weltliche Fernsehfilme oder Youtube-Videos, in denen die Sünde verharmlost und gefeiert wird; man liest weltliche Romane und pflegt Gemeinschaft mit Sündern, ohne ihnen vom Herrn Zeugnis zu geben. Man versteckt sein Christsein so gut wie möglich.</p>
<p>Zumeist beruhigt der Christ sein Gewissen mit leeren Sprüchen: „Da ist doch nichts dabei, das ist doch harmlos. Ich bin doch nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Ich habe doch Freiheit im Herrn!“ Doch die Folgen einer solchen Angleichung an diese verdorbene, gottfeindliche Welt und ihre Wege sind schwerwiegend.</p>
<p>Die Kraft des Heiligen Geistes wirkt nicht mehr so stark in unserem Leben; wir werden versuchlicher und geben der Versuchung zur Sünde öfters nach. Unsere Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus Christus im Gebet und Nachsinnen über Seinem Wort wird oberflächlicher und nimmt ab.</p>
<p>Das alles führt aber auch dazu, daß unser Verlangen, den Herrn anzubeten und Gott priesterlich zu dienen, immer mehr zurückgeht. Wir verlieren allmählich immer mehr die Gesinnung eines heiligen Priesters und die Fähigkeit zur Anbetung im Geist und in der Wahrheit. Es ist nicht mehr ein inneres Bedürfnis, den Herrn zu preisen und zu loben, sondern es wird mühevolle Pflicht und Routineübung.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Der allmähliche Niedergang des Priesterdienstes in früher bibeltreu geprägten Gemeinden</span></h3>
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<p>Die oben beschriebene Weltförmigkeit und Lauheit der Gläubigen in ihrem persönlichen geistlichen Leben hat auch verhängnisvolle Auswirkungen auf den Priesterdienst der Gemeinde. Wir wollen das einmal in etwas zugespitzter Form schildern, damit uns diese oft langsamen und unmerklich wirksamen Entwicklungen bewußter werden.</p>
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<h4>Verhängnisvolle Schritte zum geistlichen Niedergang einer Gemeinde</h4>
<p>Wenn die von Lauheit und Verweltlichung beeinträchtigten Gläubigen in der Gemeinde zusammenkommen, um Gott anzubeten, kann Gottes Geist nicht mehr so kraftvoll und frei wirken wie früher. Es kommt zu geistlicher Müdigkeit und Erlahmung in den Gemeindeversammlungen; das geistliche Niveau der Gebete und des Gesangs nimmt immer mehr ab, je mehr Gläubige weltförmig und lau geworden sind. Leerlauf und hohle Tradition ersetzen das geistgewirkte Leben.</p>
<p>Das wiederum führt dazu, daß immer mehr Gläubige Anstoß an der schlichten, auf das Wort Gottes und das Wirken des Geistes ausgerichteten priesterlichen Anbetung nehmen. Wenn sie zuhause schon weltliche und pseudochristliche Rock- und Popmusik hören, dann wünschen sie sich solche weltliche, die Seele erregende Musik auch in der Gemeinde. Das geistliche Unterscheidungsvermögen wird eingetrübt, einstmals fest verankerte geistliche und lehrmäßige Überzeugungen werden unterspült und geraten ins Wanken.</p>
<p>Weil die geistliche Kraft zum Gehorsam und zur Christusnachfolge nicht mehr da ist, schwächt man das einfältige Verständnis der biblischen Lehre und der Gebote des Herrn für Seine Gemeinde ab. Man beginnt, Gottes Weisungen umzudeuten und zu lockern, damit sie dem eigenen fleischlichen Niveau angeglichen werden. Das geistliche Verständnis für die gesunde Lehre nimmt immer mehr ab; wo einstmals Licht war, zieht nun Zwielicht, Dämmerung und dann Finsternis ein.</p>
<p>Man erträgt die gesunde Lehre immer weniger und wehrt sich gegen Prediger und Älteste, die sie noch verkündigen. Man sucht sich moderne Prediger und Bestseller-Buchautoren, die einem das erzählen, was man gerne hören will. Inzwischen erscheinen einem die alten Lieder und die ernsten Gebete von einst unerträglich, zu eng, aus einer anderen Welt. Man sehnt sich nach einer moderneren, weniger geistlichen, „authentischeren“ Art des Gottesdienstes.</p>
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<h4>Der Einbruch moderner Verführungstendenzen und der Verlust des Segens des Herrn</h4>
<p>Irgendwann ist die Gemeinde oder zumindest ein verweltlichter „liberaler Flügel“ davon reif für die Irrtümer der modernen evangelikalen Verfälschung des Priesterdienstes mit charismatischem „Lobpreis“ und weltlichen Show-Elementen. Man stellt womöglich irgendwann einen modern-theologisch ausgebildeten „Pastor“ ein und überläßt den Lobgesang einem Lobpreisleiter mit „Lobpreischor“. Und wieder ist es dem Satan gelungen, Gott echte Anbetung zu rauben und Gläubige von der Ausübung ihrer heiligen Priesterberufung wegzulocken.</p>
<p>Ähnliche schlimme Folgen entstehen natürlich auch wenn Gläubige es versäumen, sich von begangenen Sünden zu reinigen, oder wenn sie in Stolz und Selbstgerechtigkeit, in Eigensucht und Streitsucht, Unversöhnlichkeit und Intrigen gegeneinander leben. Auch das führt leider häufig zu Verflachung und geistlichem Verfall. Aber die Verweltlichung ist sicherlich eine der am weitesten verbreiteten Ursachen für geistlichen Niedergang in den Gemeinden.</p>
<p>Diese Darstellung ist natürlich etwas verkürzt und drastisch, aber leider sind ähnliche Vorgänge traurige Wirklichkeit in vielen ursprünglich bibeltreuen Gemeinden. Verweltlichte, oberflächlich gewordene Gläubige haben nicht mehr die geistliche Kraft zu wahrer priesterlicher Anbetung. Ihr Denken wird so getrübt, daß sie wahren Priesterdienst nicht mehr von seiner babylonischen Fälschung unterscheiden können.</p>
<p>Der Herr muß feststellen, daß die Gemeinde ihre erste Liebe zu Ihm verlassen hat und dabei ist, lau zu werden. Er kann eine solche Gemeinde nicht mehr als Seinen heiligen Tempel anerkennen; die Gemeinde verliert erst den Segen der kraftvollen Geisteswirkung des Herrn, und irgendwann weicht der Herr ganz aus ihrer Mitte; sie wird dahingegeben in die endzeitlichen Irrtümer, die sie in Richtung Babylon ziehen. Treu gebliebene Geschwister können sich nur noch von einer solchen Gemeinde absondern und einen Neuanfang versuchen.</p>
<p>Solche traurigen Entwicklungen finden wir heute vielfältig in Gemeinden, die einstmals klar bibeltreu waren und einen relativ guten geistlichen Stand hatten. Das gilt für Brüdergemeinden ebenso wie für rußlanddeutsche Gemeinden, für unabhängige Baptisten ebenso wie für Gemeinden aus pietistisch-erwecklichem Hintergrund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Was für die Gemeinden auf dem Spiel steht</h4>
<p>Diese Entwicklungen sollten alle bibeltreuen Gläubigen alarmieren und zu höchster Wachsamkeit, Besorgnis und Einsatz für die Sache des Herrn anspornen. Ganz besonders brauchen wir heute viel Gebet für alle noch übriggebliebenen biblischen Gemeinden.</p>
<p>Wir müssen nüchtern erkennen, daß der Satan dabei ist, viele einzelne Gläubige und ganze Gemeinden zu umgarnen, zu verführen und von ihrer priesterlichen Berufung abzulenken. Damit raubt er Gott Anbetung und Ehre und richtet riesigen Schaden an. Auch die Gläubigen, die er verführen kann, werden großen Schaden erleiden; sie werden einmal erschrocken feststellen, was der Feind ihnen rauben konnte, weil sie nicht treu und wachsam waren.</p>
<p>Wenn wir als Einzelne und als Gemeinden nicht über unserem Priesterdienst für Gott wachen und alles tun, um ihn rein und lauter, heilig und Gott wohlgefällig zu erhalten, dann besteht die große Gefahr, daß der Herr sich nicht mehr zu uns bekennen kann und unsere Gemeinden den geistlichen Segen der Gegenwart des Herrn verlieren.</p>
<p>Diese Gemeinden werden dann irgendwann dahingegeben in die immer kräftiger wirkenden endzeitlichen Irrtümer; sie driften von ihren einstigen biblischen Überzeugungen ab und entarten zu modernen verweltlichten evangelikalen Freikirchen, die von der Verführungsmacht der Ökumene durchsäuert und schließlich aufgesogen werden.</p>
<p>In diesem erschreckenden Zustand sind heute schon allzu viele ehemals biblisch ausgerichtete Baptistengemeinden, FEGs, Brüdergemeinden (Bundesbrüder, freie Brüder und „blockfreie“ Gemeinden), und weitere werden diesem verderblichen Weg folgen, wenn sie sich nicht ganz bewußt davon absondern und den Weg der Buße, der Erneuerung und der Heiligung einschlagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Weiteren Aufschluß über die katholische Kirche geben u.a. folgende Titel: W. Bühne: <em>Ich bin auch katholisch</em>.<em> Die Heilige Schrift und die Dogmen der Kirche</em> (Bielefeld: CLV, 5. erw. Aufl. 2006); J. M. McCarthy: <em>Das Evangelium nach Rom. Eine Gegenüberstellung der katholischen Lehre und der Heiligen Schrift</em> (Bielefeld: CLV 1996); D. Hunt,<em> Die Frau und das Tier </em>(Bielefeld: CLV 2. Aufl. 1998); L. Gassmann: <em>Was kennzeichnet die katholische Kirche?</em> (Lage: Logos 1998); O. Markmann: <em>Irrtümer der katholischen Kirche</em> (Berlin: Lutherischer Gemeinschaftsdienst o.J.); R. Ebertshäuser: <em>Ökumene – wohin führt die Einheit aller Namenschristen?</em> (Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2007).</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Mehr Informationen zu diesem wichtigen Thema, das wir hier nur kurz anschneiden können, findet der Leser in meiner ausführlicheren Schrift <em>Meditation und Mystik für Christen? Die „neue Spiritualität“ verführt die Evangelikalen </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2014). Ebenfalls wertvolle Orientierung bieten die Bücher von Rudi Holzhauer: <em>Verführungsprinzipien</em> (Wuppertal: Artos-Verlag 2016) und Georg Walter: <em>Evangelikale und die Mystik </em>(Oerlinghausen: Betanien Verlag 2013).</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Näheres zur Pfingst- und Charismatischen Bewegung kann der Leser u.a. in folgenden Broschüren und Büchern nachlesen: R. Ebertshäuser: <em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012); R. Ebertshäuser: <em>Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel</em> (Bielefeld: CLV 3. Aufl. 2003); W. Bühne: <em>Spiel mit dem Feuer. Die &#8222;drei Wellen des Heiligen Geistes&#8220;</em> (Bielefeld: CLV 2. erw. Aufl. 1991); R. Wagner: <em>Auf der Suche nach Erweckung. Geistliche Entwicklungen verstehen – 100 Jahre Berliner Erklärung (1909-2009)</em> (Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft 2009); in englischer Sprache sei empfohlen: D. W. Cloud: <em>The Pentecostal-Charismatic Movements: The History and the Error</em> (Port Huron, MI: Way of Life 2006).</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Zum charismatischen „Lobpreis“ vgl. u.a. folgende Schriften: R. Ebertshäuser: <em>Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Der charismatische „Lobpreis“ aus biblischer Sicht</em> (Oerlinghausen: Betanien 2. Aufl. 2005); G. Walter: <em>Lobpreis, Anbetung, Worship </em>(Wuppertal: Artos 2014); R. Ebertshäuser: <em>„Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“. Ein Aufruf zur Reinigung vom geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der „Lobpreis“-Lieder</em> (Leonberg: Esra-Schriftendienst 2016); J. Rosenthal: <em>Popmusik im Gottesdienst? Eine kritische Auseinandersetzung mit Jazz, Rock und Pop in christlichen Gemeinden. </em>(Schwäbisch Gmünd: doulos diakonia 2014); Dan Lucarini: <em>Worship bis zum Abwinken. Bekenntnisse eines ehemaligen Lobpreisleiters.</em> (Bielefeld: Betanien Verlag 2002); auf Englisch: P. Masters: <em>Worship in the Melting Pot</em>, London: The Wakeman Trust 2002.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Grundlegenderes zur Rock- und Popmusik aus christlicher Sicht findet sich in folgenden Buchtiteln: R. Liebi: <em>Rockmusik – Daten, Fakten, Hintergründe.</em> (Zürich: Beröa-Verlag 4. Auflage 1995); J. Rosenthal: <em>Popmusik im Gottesdienst? Eine kritische Auseinandersetzung mit Jazz, Rock und Pop in christlichen Gemeinden. </em>(Schwäbisch Gmünd: doulos diakonia 2014); A. Graul: <em>Rock-, Pop- und Technomusik und ihre Wirkungen. </em>(Bielefeld: CLV 2. Aufl. 2010) [vergriffen; Download unter http://clv-server.de/pdf/256227.pdf]; U. Bäumer: <em>Wir wollen nur deine Seele. Hardrock: Daten, Fakten, Hintergründe.</em> (Bielefeld: CLV, 2. Aufl. 1985) [vergriffen; Download unter http://clv-server.de/pdf/255103.pdf]; M. Steup: <em>Gute Musik! Böse Musik? Eine Bewertung aus biblischer Sicht.</em> (Oerlinghausen: Betanien Verlag 2015); M. Heide: <em>Musik um jeden Preis?</em> (Bielefeld: CLV 2. überarb. Aufl. 1989) [vergriffen; Download unter http://clv-server.de/pdf/255130.pdf].</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Weiterführende Informationen zu den neueren Trends in evangelikalen Gemeinden bieten u.a. die Bücher von R. Ebertshäuser: <em>Gemeindewachstum oder Gemeindeverführung? „Leben mit Vision“, „Willow Creek“ und was dahinter steckt.</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 2007; <em>Kulturrelevante / Missionale Gemeinde</em> (überblick + durchblick 3) Steffisburg (Edition Nehemia) 2014; <em>Soll die Gemeinde die Welt verändern? Das „Soziale Evangelium“ erobert die Evangelikalen</em>. Steffisburg (Edition Nehemia) 2014; <em>Zerstörerisches Wachstum. Wie falsche Missionslehren und verweltlichte Gemeindebewegungen die Evangelikalen unterwandern.</em> Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2015, sowie G. A. Pritchard: <em>Willow Creek – die Kirche der Zukunft?</em> (Bielefeld: CLV 1997 [engl. Original <em>Willow Creek Seeker Services. Evaluating a New Way of Doing Church</em>. Grand Rapids, MI (Baker Books) 3. Aufl. 2000].</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2016/08/der-priesterliche-auftrag-der-gemeinde-und-seine-endzeitliche-gefaehrdung-buchinfo/">Der priesterliche Auftrag der Gemeinde und seine endzeitliche Gefährdung</a>.</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2026/01/die-angriffe-des-widersachers-auf-die-anbetung-der-gemeinde/">Die Angriffe des Widersachers auf die Anbetung der Gemeinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Martin Seiler: Mein Weg aus der Charismatik</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/martin-seiler-mein-weg-aus-der-charismatik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 08:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Charismatische Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Seiler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Vorbemerkung      Dies ist ein Bericht über die vergangenen 39 Jahre im Leben von Martin und Bärbel Seiler. Im Mittelpunkt dabei beschreiben wir unsere Erfahrungen und die Entwicklung unseres Dienstes innerhalb der charismatischen Bewegung. Dazu ist es sicher wichtig zu verstehen, wie wir in diese Bewegung gekommen sind, aber vor allem auch, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/martin-seiler-mein-weg-aus-der-charismatik/">Martin Seiler: Mein Weg aus der Charismatik</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Vorbemerkung</span></h2>
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<p>Dies ist ein Bericht über die vergangenen 39 Jahre im Leben von Martin und Bärbel Seiler. Im Mittelpunkt dabei beschreiben wir unsere Erfahrungen und die Entwicklung unseres Dienstes innerhalb der charismatischen Bewegung. Dazu ist es sicher wichtig zu verstehen, wie wir in diese Bewegung gekommen sind, aber vor allem auch, was uns dazu geführt hat, 2023 diese Bewegung in allen Bereichen zu verlassen.</p>
<p>So mancher Leser wird sich in den Beispielen aus diesen Jahren wiederfinden, da viele denselben Weg in der Charismatik gegangen sind oder noch gehen. Deshalb ist der Bericht in einer möglichst chronologischen Folge geschrieben, auch, um eine zeitliche Einordnung nachvollziehen zu können.</p>
<p>Der Bericht ist keine „Abrechnung“ mit der charismatischen Bewegung, da wir ja selbst über drei Jahrzehnte Teil davon waren. Aber er soll die Augen öffnen für alle, die nach der Wahrheit suchen. Dieses Suchen nach der Wahrheit war für uns der Schlüssel, dass der Herr Jesus Christus uns die Augen öffnen konnte für die unbiblischen Praktiken, die verführerischen Tendenzen und die Irrlehren, welche wir in der charismatischen Bewegung erlebt und auch selbst praktiziert haben. Deshalb stehen wir in diesem Zeugnis nicht über den Dingen, vor allem auch nicht über den Menschen, die wir lieben und schätzen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">I. Unsere Zeit in der Biblischen Glaubens-</span><span style="color: #800000;">Gemeinde (BGG) und im Gospel Forum</span></h2>
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<h3><span style="color: #800000;">1. Unsere Vorgeschichte</span></h3>
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<p>Meine Frau Bärbel und ich sind beide 1960 geboren. Wir durften in christlichen Elternhäusern groß werden, was wir heute noch als ein Vorrecht betrachten.</p>
<p>Neben der evangelischen Kirche waren unsere Eltern im Pietismus verwurzelt, Bärbel bei der Liebenzeller Gemeinschaft und im EC, Martin in der Hahn’schen Gemeinschaft. Dieser geistliche Hintergrund hat uns in unserer Kindheit und der Jugendzeit stark geprägt.</p>
<p>Kennengelernt haben wir uns mit 18 Jahren im Jugendchor „Die Wasserträger“, ein Chor, der jedes zweite Wochenende bei Konzerten in Kirchengemeinden und Jugendgottesdiensten, sowie auf Konferenzen im Einsatz war.</p>
<p>In diesen Jahren kam auch durch die Aufnahmen von LPs (Langspielplatten) die moderne amerikanische Popmusik in die evangelikalen Jugendkreise von CVJM und bewirkte einen Umschwung von den alten Kirchen- und Gemeinschaftsliedern zu einer gefälligeren, unterhaltsamen, zeitgemäßen Musik. Darin sind wir erwachsen geworden, in einer Zeit mit Hella Heizmann, Manfred Siebald, Konrad Eissler und Ulrich Parzany.</p>
<p>Nach unserer Heirat 1983 war für uns die Chortätigkeit nicht mehr möglich, da wir in den Folgejahren mit den Kindern und dem Beruf voll beschäftigt waren. Über kanadische Geschäftsleute kamen wir in Verbindung mit Kreisen, welche die Taufe aufgrund des Glaubens lehrten.</p>
<p>Nachdem wir dieses Thema eingehend in der Bibel studiert hatten, ließen wir uns taufen und traten aus der evangelischen Kirche aus. Das war ein Bruch mit der elterlichen Tradition, den wir aber bewusst vollzogen hatten. Mit einigen Gleichgesinnten trafen wir uns in unserer Wohnung in Bietigheim zu einem wöchentlichen Hauskreis mit vier bis fünf Ehepaaren.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Erste Schritte in die Pfingstbewegung</span></h3>
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<p>In den Sommermonaten des Jahres 1985 gab uns jemand eine Predigtkassette von einem Evangelisten namens Reinhard Bonnke. Seine Predigt über das Blut Jesu hat mich sehr beeindruckt, und wir stellten fest, dass es jenseits der kirchlichen Gepflogenheiten „mehr“ für den Glauben gibt.</p>
<p>Eines Abends kam eine Teilnehmerin unseres Hauskreises begeistert mit einem Flyer in unsere Gruppe. „Reinhard Bonnke kommt nach Stuttgart. Der Evangelist mit dem größten Zelt der Welt macht eine 3-tägige Evangelisation auf dem Killesberg“. Für uns war klar, dass wir diesen Mann kennenlernen wollten. Wir hatten keine Ahnung über die Hintergründe, wir wollten einfach dabei sein.</p>
<p>Diese Evangelisation im Juni 1985 war unser Einstieg in die pfingstlich-charismatische Bewegung. Alles war für uns neu. Die Chorusse, die Predigt, die Bekehrungsaufrufe, das Gebet für die Kranken unter Handauflegung, das Singen in „neuen Zungen“.</p>
<p>Schon am ersten Tag dieser Evangelisation lernte ich einen jungen Pastor kennen, der sehr freundlich und offen auf die Leute zuging: Peter Wenz, den neuen Pastor der „Biblischen Glaubensgemeinde Stuttgart“. Diese Pfingstgemeinde war durch Paula Gassner in Stuttgart Bad Cannstatt gegründet worden. Als sie 1981 starb, hatte Rolf Cilwik die Gemeinde betreut, die er dann ab 1984 an Peter Wenz übergab.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">3. Die „Biblische Glaubens-Gemeinde“ BGG</span></h3>
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<p>In den folgenden Wochen gingen wir dann zum sonntäglichen Gottesdienst in die Talstraße 70 in Stuttgart. Mittwoch abends war Bibelstunde. Während dieser Monate lernten wir die kleine Gemeinde gründlich kennen. Viele Dinge im Gottesdienst waren für uns so neu und ungewohnt, wurden aber von den Ältesten mit biblischen Aussagen belegt.</p>
<p>Da wir durch unseren kirchlichen Hintergrund keine wirklich biblisch gesunde Lehre hatten, nahmen wir die Lehren über die Geistestaufe, das Zungenreden, die Krankenheilung, den Befreiungsdienst usw. als biblische Tatsachen an. Die Lehren der Kirche und der Gemeinschaften erschienen uns im Vergleich dazu rückständig und traditionell, schließlich waren wir ja jetzt in einer Gemeinde, welche „das volle Evangelium“ predigte. Wir waren in den „Raum des Übernatürlichen“ eingetreten. Diese fragwürdige, tragische Entwicklung sehen wir heute im Rückblick bei vielen tausenden von jungen Leuten.</p>
<p>Das Leben in der Gemeinde nahm uns dann voll in Beschlag. Schon 1986 zogen wir als Familie nach Stuttgart, um nahe bei der Gemeinde und der damaligen Arbeitsstelle zu wohnen. Mein leiblicher Bruder Gottfried machte es mit seiner jungen Familie genauso. Unsere Arbeitskraft wurde gebraucht und geschätzt. Es gab in der damaligen Situation nur eine Handvoll junger Familien; die BGG (Biblische Glaubensgemeinde) bestand hauptsächlich aus älteren Leuten.</p>
<p>Nach einer gemeindlichen Krise im Mai 1986 nahm das Wachstum der Gemeinde Fahrt auf. Es wurden die ersten Hauszellgruppen gegründet. Nachdem Peter Wenz von der Fire-Konferenz von Reinhard Bonnke in Simbabwe/Afrika zurückkam, wehte ein neuer Wind in der Gemeinde. Durch die dynamische Art von Peter Wenz in den Predigten wurden immer mehr Menschen auf die BGG aufmerksam. Schon bald wurde das Gemeindehaus in der Talstraße zu klein, da der Gottesdienstbesuch auf das Doppelte angewachsen war.</p>
<p>Für uns war auch die Auswahl der damaligen Bücher am Büchertisch eine völlig neue geistliche Erfahrung. Die Menschen in der Gemeinde lasen Bücher von Kenneth Hagin; er ist sicher die bekannteste Figur der „Wort des Glaubens-Bewegung“. Seine Bücher „Die Autorität des Gläubigen“ und „Heilung gehört uns“ enthielten leicht eingängige und auf den ersten Blick begeisternde Lehren, da sie auf allen Gebieten Heilung und Wohlstand versprachen. In den Hauszellen wurden die Bücher „Biblischer Glaube“ und „Der Heilige Geist und seine Gaben“ durchgearbeitet.</p>
<p>Noch heute sind diese unbiblischen Lehren in der nächsten Generation der amerikanischen Fernsehevangelisten klar zu erkennen. Bekannte Prediger wie Joel Osteen, Kenneth Copeland oder Joyce Meyer machen ihre Millionen mit dem Wohlstandsevangelium und verführen Scharen von leichtgläubigen Christen.</p>
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<p><strong>Die Feuerkonferenz 1987</strong></p>
<p>1987 war dann die „Feuer-Konferenz“ von Reinhard Bonnke und CfaN (Christus für alle Nationen) mit tausenden Teilnehmern in Frankfurt. Schon einige Wochen vorher hatten wir die „Glaubens-Konferenz“ der „Wort-des Glaubens“ Gemeinde in München besucht. Hauptredner auf dieser Konferenz war Ray McCauley, ein ehemaliger Bodybuilder aus Südafrika, der die Bibelschule von Kenneth Hagin, das „Rhema Bible Training Center“ besucht hatte. Heute hat Ray seine „Rhema Bible Church“ an seinen Sohn Joshua übergeben, eine gängige Praxis von Pastoren in Mega-Gemeinden.</p>
<p>Unsere Gemeinde war bei der „Feuerkonferenz“ in der Mitarbeiterschaft voll eingespannt. Meine Aufgabe war es, den gesamten Ordnerdienst zu organisieren und zu leiten. Aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland kamen die Menschen angereist. Die Hauptredner auf dieser Konferenz waren neben Reinhard Bonnke Benny Hinn und Suzette Hattingh. Reinhard Bonnke predigte in seinem bekannten Evangelisationsstil, immer wieder unterbrochen durch „Halleluja“-Rufe und Zungengebet. Die Leute strömten nach vorne und warfen ihre Zigarettenschachteln oder gestohlene Gegenstände auf die Bühne.</p>
<p>Beim Gebet für die Kranken wurden Krücken geschwenkt, Liegestühle nach oben gehoben und Menschen mit Gehbehinderungen zum Laufen aufgefordert, begleitet vom Applaus der ganzen Halle. Reinhard Bonnke verkündete dort auch seine bekannte Prophetie, dass vor den Gemeinden kilometerlange Staus von Krankenwagen sein würden, welche die Kranken zum Ort der Heilung bringen, „und alle fahren sie leer nach Hause“! Welche Anmaßung und falschprophetische Irreführung!</p>
<p>Aber vor allem Benny Hinn hat auf dieser Konferenz den Vogel abgeschossen. Während seinem „Gebet“, bei dem er immer wieder „Fire, Fire“ brüllte und sein Jakett über die Menge schwang, fielen ganze Reihen von Menschen auf den Rücken, Leute stürzten übereinander, ein totales Chaos. Da ich als Verantwortlicher für den Ordnerdienst direkt vor der Hauptbühne platziert war, durfte ich alles hautnah erleben.</p>
<p>Die anwesenden Feuerwehr- und Rettungskräfte konnte ich nur mit vielem Zureden davon überzeugen, dass hier „der Heilige Geist“ am Wirken war, selbst Kameraleute und Bühnenpersonal wurden vom Umfallen nicht verschont. Kopfschüttelnd standen die Feuerwehrleute am Rande, sie waren ja schon durch den Namen der „Feuer Konferenz“ irritiert.</p>
<p>Mittendrin waren wir als junge Christen, überrascht von dem, „was der Heilige Geist tut“, und überzeugt von dem, was wir taten. Diese Veranstaltungen haben uns letztendlich noch tiefer in die Praxis der Charismatik hineingeführt. Der junge Pastor Peter Wenz hielt bei der Freiversammlung dieser Konferenz auf dem Frankfurter Römerplatz eine flammende Evangeliumspredigt über Zachäus und was geschieht, wenn Jesus in eine Stadt kommt. Wir waren begeistert, wir waren Mitarbeiter in dieser großen Ernte, wobei Reinhard Bonnke der „Mähdrescher Gottes“ war.</p>
<p>Meine Aufgabe in dieser Zeit war es, für die Gemeinde die nun erforderlichen Hallen zu organisieren, den Auf- und Abbau für die Veranstaltungen zu leiten und die Ordner einzuteilen. Zunächst fanden die Gottesdienste 400 Meter von dem Gemeindehaus entfernt in der Turnhalle der Raichberg-Realschule statt, dann auch im Wechsel mit der Sängerhalle Untertürkheim oder dem Gustav-Siegle-Haus in der Stadtmitte. Der technische und organisatorische Aufwand war immens. Aber alle waren begeistert, wir befanden uns ja mitten in einer kleinen „Erweckung“.</p>
<p>Aus USA kamen „Evangelisten“ und „Heilungsevangelisten“ wie Hal Herman oder Billy Smith. Vor allem Billy Smith tat sich mit seinen „Heilungen“ hervor. Er ließ „Beine herauswachsen“. Dieser manipulative Trick wurde von allen bejubelt. Nur einige besonnene, nüchterne Besucher erkannten die ganze Scharlatanerie dieser Leute. Aber in einer solchen Atmosphäre ist Wahrheit und Nüchternheit immer fehl am Platz. In jedem Gottesdienst „bekehrten“ sich ja Menschen, kamen nach vorne, fielen „unter der Kraft des Geistes“ zu Boden, „Dämonen fuhren schreiend aus“, unter dem tosenden Beifall der ganzen Versammlung.</p>
<p>Dass diese Vorkommnisse auf unsere evangelikalen Freunde und Verwandten abschreckend wirkten, das kann ich heute sehr gut nachvollziehen. Doch der Sog dieser Ereignisse wurde von uns allen als „Wirken des Heiligen Geistes“ gedeutet. Es gab in dieser Zeit immer wieder Menschen, die gemahnt haben, wirklich ernstzunehmende Christen. Aber diese Bedenken wurden als Angriff der Finsternis gewertet; in der Gemeinde wurde der „Kritikgeist“ über diesen Menschen in Gebeten und Proklamationen gebunden. Die meisten hatten Angst, dass sie durch ernstes Nachdenken den Heiligen Geist betrüben könnten, ja, dass es die Sünde wider den Heiligen Geist sein könnte, der ja „so mächtig am Wirken war“.</p>
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<p><strong>Der „Royal Rangers“- Stamm 35 startet</strong></p>
<p>1988 kam für mich und die Familie ein bedeutender Einschnitt. Durch eine Mitarbeiterin in der Gemeinde hatten wir die christliche Pfadfinderarbeit „Royal Rangers“ kennengelernt. Diese Kinder- und Jugendarbeit ist dem BFP (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) angegliedert.</p>
<p>Mich hatten schon seit der Kindheit die Abenteuer, die Natur und das praktische Arbeiten fasziniert. Genau diese Dinge konnten wir mit der Gründung des Royal Rangers Stammpostens Nr. 35 im April 1988 umsetzen. Damals gingen wir mit 5 Mitarbeitern und 15 Kindern an den Start. In den wöchentlichen Stammtreffen machen wir Andachten, Spiele, Lieder und Anspiele, aber auch Geländetage und viel praktische Ausbildung in der Pfadfinderpraxis. Was daraus entstehen sollte, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen.</p>
<p>Gleichzeitig begann die Gemeinde die Reha-Arbeit für Drogenabhängige in Warmbronn. Das alte Haus in der Christian-Wagner-Straße wurde mit viel Einsatz umgebaut, es entstand das Werk „Weg zur Freiheit“, bei dem ich über 10 Jahre Vorsitzender des Trägervereins war.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">4. „Da ist eine Erweckung in unserem Land“!</span></h3>
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<p>In der Gemeinde ging es von Woche zu Woche mit einem hohen Tempo vorwärts. Überall war Wachstum zu sehen, ob in den Gottesdiensten, den Hauskreisen, oder bei den Rangers. Wir sahen, dass die bisherigen Hallen für die Gottesdienste zu klein wurden und konnten 1990 in die große Halle des alten SI (Stuttgart International) umziehen. Große Veranstaltungen wie „Jesus live“ wurden jetzt organisiert.</p>
<p>1990 gab es für mich beruflich eine radikale Veränderung. Nach Jahren im technischen Vertrieb waren in der Gemeinde die Royal Rangers zahlenmäßig so stark gewachsen, dass die Gemeinde mich fragte, ob ich beruflich einsteigen würde. Nachdem Gottfried (mein leiblicher Bruder) schon ein Jahr vorher beruflich in die Verwaltung eingestiegen war, entschloss auch ich mich zu diesem Schritt. In dieser ersten Hälfte der neunziger Jahre haben wir alle Stufen durchlaufen: Diakon, Ältester, Pastor und Mitglied im Vorstand der Gemeinde.</p>
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<p><strong>Die BGG wächst und wächst</strong></p>
<p>Meine Arbeit in der Gemeinde konzentrierte sich nun immer mehr auf den Bereich der Pfadfinderarbeit. In diesen Jahren wuchs der Stamm parallel zur Gemeinde exponentiell, und wir waren dann sehr schnell schon 500-600 Pfadfinder. Im Rahmen unserer Expansion, in der die Gemeinde die Regionalisierung vorantrieb, gründeten auch wir als Royal Rangers die Außenstämme im Umfeld von Stuttgart.</p>
<p>Da für die Gemeinde der Veranstaltungsort im SI wegfiel (das SI wurde komplett zur Musical Hall umgebaut), begann wieder eine „Zeit des Wanderns“ für die Gemeinde. Sonntag für Sonntag hatten wir die Gottesdienste in den Hallen der Messe Stuttgart auf dem Stuttgarter Killesberg. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 in Stuttgart hatten wir dort auf dem Killesberg die Spitzensportler Carl Lewis und Leroy Burell zu einem „Zeugnisabend“ zu Gast.</p>
<p>Auf dem Killesberg waren die räumlichen Bedingungen besser als früher im SI. Vor allem die Räume für die Kinder waren wesentlich geeigneter. Neben den Gottesdiensten gab es immer wieder „evangelistische“ Veranstaltungen mit besonderen Gastrednern. Carlos Annacondia und Claudio Freidzon, zwei südamerikanische Extremcharismatiker, waren die Gastsprecher mit anschließendem Gebet für „Befreiung“, „Heilung“ und „Geistestaufe“. Ganze Reihen von Besuchern fielen unter dieser „Kraft“ zu Boden und zeigten Symptome wie Zittern oder Schütteln. Das Auditorium war begeistert, klatschte und hüpfte, in der verführten Annahme, dass hier der Heilige Geist am Wirken war.</p>
<p>Auch Theaterspiele wie „Heaven&#8217;s Gates &amp; Hell&#8217;s Flames“ wurden dort eingesetzt, um Nichtchristen zur Gemeinde einzuladen und zu „evangelisieren“. Falsche Propheten wie Ed Traut aus Südafrika prophezeiten bei den Veranstaltungen den Zuhörern Schwangerschaften, finanzielle Versorgung, die genaue Beschreibung des zukünftigen Hauses usw. Bei der sorgfältigen Prüfung stellte sich heraus, dass auch nach 28 Jahren nichts davon eingetroffen ist. Doch diese Falschpropheten machen auch heute noch hemmungslos in deutschen Gemeinden weiter.</p>
<p>In dem Jahr 1994 wurden mein Bruder Gottfried und ich als Pastoren in der Gemeinde ordiniert. Mein Arbeitsschwerpunkt verlagerte sich immer mehr auf den Aufbau der Royal Rangers und auch auf die Suche nach geeigneten Objekten für das neue Gemeindezentrum, wofür ich als Mitglied des Vorstandes beauftragt war. Da 1995 der Großbau der Musical Hall in Stuttgart-Möhringen abgeschlossen wurde, hatte die BGG die Möglichkeit, dort regelmäßig am Sonntagvormittag die Halle anzumieten und Gottesdienste durchzuführen.</p>
<p>Es war schon skurril, einen „Gottesdienst“ in einer Halle zu veranstalten, wo hinter dem Vorhang die gesamte Kulisse von „Miss Saigon“ zu finden war, wo nachmittags und abends Zuschauer aus ganz Deutschland ein Musical zu sehen bekamen, das mit dem Thema Gottesfurcht überhaupt nichts zu tun hatte. Aber das passte genau in den Stil der Gemeinde.</p>
<p>Es war jedes Mittel recht, das half, zu wachsen und große Zahlen zu präsentieren. Da die Halle schon veranstaltungsgerecht ausgestattet war, musste der Aufbau nur noch in Teilen geleistet werden. Die „Lobpreisband“, welche die Besucher aufwärmte, hatte jetzt immer bessere Möglichkeiten, sich wirklich als Rock- und Popband auszuleben. Als die zweite Musical Hall gebaut wurde, wechselten wir später in die Halle des Musicals von „Die Schöne und das Biest“.</p>
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<p><strong>Der „Toronto-Segen“ kommt</strong></p>
<p>In diesen Jahren tauchte auch überall in den charismatischen Gemeinden ein neues Phänomen auf, der „Toronto-Segen“. Was 1994 in der ehemaligen Vineyard-Gemeinde „Toronto Airport Christian Fellowship“ als „neue Ausgießung des Heiligen Geistes“ begann, breitete sich rasend schnell weltweit aus. Auch aus Deutschland und aus unserer Gemeinde flogen die Menschen scharenweise nach Toronto, um an diesem „Segen“ teilzuhaben.</p>
<p>Der Maßstab von Verführung hatte mit „Toronto“ sicherlich eine neue dämonische Stufe erreicht. In den Gottesdiensten fingen Menschen an, laut zu lachen, auch Pastoren am Rednerpult machten mit. Ansonsten seriöse Erwachsene krochen gackernd wie Hühner durch die Gänge, wälzten sich vor Lachen auf dem Boden oder standen den ganzen Gottesdienst zuckend und hüpfend auf ihrem Platz.</p>
<p>Immer wieder fingen Menschen im Gottesdienst an, wie Tiere zu schreien, was als ein Zeichen von „Befreiung“ gewertet wurde. Nur wenige im Saal erkannten dieses Wirken von falschen Geistern als solches, im Gegenteil, die charismatischen Gemeinden hießen diese neue Erweckung willkommen und förderten in der Regel diese dämonischen Kraftwirkungen.</p>
<p>Diese Manifestationen waren teilweise so stark und störend, dass traditionelle Pfingstgemeinden deutliche Kritik an diesen Dingen übten. So kritisch, wie wir heute diese Entwicklung im Rückblick bewerten, so kritisch müssen wir auch unser damaliges eigenes Handeln sehen. Wir waren in unserem pastoralen Dienst ein tragender Teil dieser Veranstaltungen, auch bei uns fielen durch unsere Handauflegung Menschen rückwärts zu Boden.</p>
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<p><strong>„Wir brauchen ein Gemeindezentrum“!</strong></p>
<p>In der zweiten Hälfte der 90er Jahre lief in der BGG die Suche nach einem geeigneten Objekt für ein Gemeindezentrum auf Hochtouren. In der Gemeinde gab es regelmäßig „Eindrücke“, „Bilder“ und „Prophetien“, welche den Standort oder die Gegebenheiten eines möglichen Gemeindezentrums verkündeten. Es gab ganz praktisch immer wieder Möglichkeiten, doch diese scheiterten an der Größe, der Finanzierbarkeit oder der Lage des Objektes. 1997 hatten wir ein Exposé auf dem Tisch, das vielversprechend aussah. Über einen Industriemakler wurde der Gemeinde ein bebautes Areal im Industriegebiet Stuttgart-Feuerbach angeboten.</p>
<p>Dieses Objekt wurde von der Firma Akzo Nobel zum Verkauf angeboten. Es handelte sich um eine Industrie-Lagerhalle mit Verwaltungsgebäude. Die Schwierigkeiten bei diesem Objekt lagen hauptsächlich bei der Genehmigung der Stadtverwaltung Stuttgart. In einem reinen Industriegebiet kann baurechtlich keine Kirche ein Gebäude errichten. Dazu musste das Gebiet durch eine Nutzungsänderung umgewidmet werden. Nach vielen Besuchen bei den verschiedenen Parteien im Gemeinderat der Stadt Stuttgart kam dann mit knapper Mehrheit die Genehmigung für die Umnutzung des Grundstücks zustande. Das Objekt wurde 1998 von der Gemeinde gekauft, und die Planung mit den Architekten begann.</p>
<p>Für die Gemeinde war dieses Objekt finanziell ein wirklicher Kraftakt. Obwohl in den zurückliegenden Jahren schon immer Geld beiseitegelegt wurde, war jetzt die ganze Gemeinde gefordert. Es wurde „das Opfer, das man nur einmal im Leben gibt“ eingesammelt. Ich erinnere mich an ein Gespräch im Vorstand, wo Peter Wenz die Frage stellte, ob wir das finanziell „schaffen“? Ich sagte: „Wenn wir auf Dauer über 2000 Gottesdienstbesucher haben, dann wird es möglich sein“! Und es war möglich. Während wir das neue Jahrtausend mit der Großveranstaltung „Jesus 2000“ noch auf der Messe Killesberg begannen, liefen nach dem Richtfest des neuen Zentrums im Juni 2000 die folgenden Ausbauarbeiten auf Hochtouren. Zu Beginn des Jahres 2001 konnte die BGG dann endlich die Einweihung des heutigen Gospel Forums feiern.</p>
<p>Mit dem Bau des Gospel Forums hatte die Gemeinde jetzt endlich wieder einen dauerhaften Standort, und das an einer zentralen Stelle im Norden von Stuttgart. Der große Saal fasste 2500 Plätze, Seminarräume und Lagerfläche war nun reichlich vorhanden. Vor allem für die Kinder war das ehemalige Verwaltungsgebäude ideal, um Gruppenräume für die verschiedensten Altersstufen zu schaffen. Mit enormer Eigenleistung wurde das „Kinderhaus“, umgebaut und renoviert. Das Wachstum der Besucherzahlen ging weiter, und schon ganz zeitnah konnte ein zusätzlicher Parkplatz dazugekauft werden.</p>
<p>Die Besuche der nationalen und internationalen Gastsprecher nahmen zu. Prediger wie Andreas Hermann, Wolfhard Margies, Mike Bickle aus Kansas, Paul Cain, Peter Pretorius, Reinhard Bonnke und Bayless Conley waren zu Gast. 2004 fanden die ersten „Stuttgarter Heilungstage“ statt.  </p>
<p>Ein Gottesdienst ist mir noch besonders eindrücklich in der Erinnerung geblieben. François Botes, ein südafrikanischer Prediger im „prophetisch-musikalischen Anbetungsdienst“ wiederholte im Gottesdienst eine halbe Stunde lang am Klavier singend die Bibelstelle aus dem Hohenlied 4: „Deine Liebe ist besser als Wein“. Wie ein Mantra wurde dieser Vers ständig singend wiederholt, was wir als „Trunkenheit im Geist“ deklarierten. Dass diese „Trunkenheit im Geist“ auf unseren Schwiegersohn, der das erste Mal im Gottesdienst war, einen sehr verwirrenden Eindruck gemacht hat, kann ich heute sehr gut nachvollziehen.</p>
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<p><strong>Das Abenteuer hat einen Namen: Royal Rangers Stamm 35</strong></p>
<p>Unser Stamm 35 der Royal Rangers hatte in all den Aufbaujahren der BGG eine nahezu parallele Entwicklung erlebt. Schon 1992 nahmen wir als Stamm in Berlin beim „Jesus-Marsch“ teil und trugen unsere Flaggen durch das Brandenburger Tor und in das Olympiastadion. Aus den Anfängen 1988 war eine ausgedehnte Struktur gewachsen. Die Gemeinde hatte in ihrer Entwicklung einen sehr großen Einzugsbereich, der bis 100 Kilometer und sogar darüber hinaus reichte. Zahlreiche Menschen nahmen jedes Wochenende weite Strecken auf sich, um an den Gottesdiensten, der Bibelschule, den Seminaren oder bei den Rangers teilzunehmen.</p>
<p>Deshalb gründeten wir im Umfeld von Stuttgart neue Stämme, um den Kindern näher zu sein. Das wirkte sich vor allem auf die Einladung von neuen Kindern, Freunden, Schulkameraden aus. Ein begeisterter Stammposten vor Ort mit einem spannenden Programm und jungen, begabten Leitern war die Grundlage für ein enorm stabiles Wachstum. Im Laufe dieser Jahre wurden auch die Eltern der neuen Kinder zu den Gottesdiensten in der Region oder im Gospel Forum eingeladen. Viele dieser Eltern fanden die modernen, fetzigen Gottesdienste sehr ansprechend und schlossen sich der BGG an. Wir gründeten die ersten Royal Rangers-Stämme in Brasov / Rumänien und in Kapstadt / Südafrika und betreuten die dortige Leiterschaft in ihren Aufbaujahren.</p>
<p>Da das Momentum der Begeisterung in den Stämmen sehr hoch war, kamen immer neue Kinder und Leiter zu den Stammtreffen. Die Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Leiterschaft stellten ein Geheimnis dar, das jeden von uns faszinierte und eine starke Bindung zum Stamm und der Gemeinde bewirkte.</p>
<p>Ich kann für mich rückblickend über diese Jahrzehnte bei den Royal Rangers sagen, dass mich in der Position als Stammpostenleiter nichts so sehr charakterlich geprägt hat, wie die Zusammenarbeit mit den hunderten von jungen Leitern und den vielen Kindern. Diese Erfahrung haben die meisten von uns im Stamm persönlich gemacht. Im Laufe dieser Stammesgeschichte hatten wir unter den Leitern und Mitarbeitern über 100 Hochzeiten.</p>
<p>Je nach Altersstufen war das Programm auf die Kinder abgestimmt. Schon ab 6 Jahren (Starter) ging es los, ab 9 Jahren (Kundschafter) übernachteten die Rangers in Kohten und Jurten auf den Sommercamps, ab 12 Jahren (Pfadfinder) kamen die Camps im Winter dazu. Das Programm lautete: „Kinder zu Jesus führen, bei Jesus halten und dienstbereit machen“. Für die über 15jährigen, die Pfadrangers, machten wir ein sehr abenteuerliches, zum Teil extremes Programm.</p>
<p>Neben den wöchentlichen Stammtreffen waren es die Hajks, die Fahrradtouren, die Camps im Gebirge im Winter. Es gab Jahre, wo wir im Frühjahr mit den Fahrrädern 1000 Kilometer von Stuttgart an das Mittelmeer oder den Atlantik gefahren sind. Kanu-Expeditionen ins rumänische Donaudelta oder nach Schweden setzten Schwerpunkte bei den Jugendlichen. Viele dieser Rangers ließen sich auf diesen Expeditionen aufgrund ihres Glaubens taufen.</p>
<p>2005 konnten wir von Stuttgart aus das zweite Bundescamp der Royal Rangers wesentlich mitgestalten. Während 1997 beim ersten Bundescamp in Thüringen noch 3800 Rangers aus 150 Stämmen kamen, entwickelte sich das Camp 2005 zu einem wirklichen Großereignis, wofür wir auf dem Gelände ein eigenes Stadion bauten. 10.000 Rangers nahmen bei diesem Camp teil, das unter dem Motto „Entscheidung“ stand. Viele der Rangers hatten auf dem Bundescamp, aber vor allem bei den lokalen Sommercamps zum ersten Mal eine Entscheidung für Jesus getroffen. Trotz der organisatorischen Einbindung in die charismatischen Gemeinden kamen immer wieder Kinder und Jugendliche zu einem echten Durchbruch der Wiedergeburt und zu einer wirklichen Nachfolge.</p>
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<p><strong>Konferenzen und „Holy Spirit Night“ im Gospel Forum</strong></p>
<p>Im Gospel Forum fanden immer mehr ausländische Gruppen ihre Räume für den Gottesdienst. Da am Sonntag das ganze Gospel Forum durch die Gottesdienstbesucher und die Kinder ausgelastet war, fanden die kleineren Gottesdienste der verschiedenen Nationalitäten am Nachmittag, abends, oder auch an Wochentagen statt.</p>
<p>Die Leiter- und Pastorenkonferenzen waren zu einem festen Bestandteil am Jahresanfang geworden. In der Regel war immer ein bekannter nationaler oder internationaler Gastsprecher dabei. 2006 war Helmut Bauer, der Gründer von „Wort und Geist“ in Röhrnbach, der Hauptredner. Seine so ungehobelte und volkstümliche Art im Umgang mit „dem Heiligen Geist“ war sicher das Extremste, was ich bisher in der Charismatik erlebt hatte. Schon in der ersten Veranstaltung musste ich rausgehen, ich konnte das nicht aushalten. Aber Bauers Ausstrahlung hat viele angezogen und verführt. Gemeindemitglieder sind nach Röhrnbach umgezogen, haben den Beruf gewechselt, nur um dieser falschen Lehre zu folgen.</p>
<p>Als Bauer zwei Jahre später von seinen Nachfolgern als „Völkerapostel“ ausgerufen wurde, als in Röhrnbach die Bibel auf den Boden geworfen wurde, weil man nur noch „dem Geist folgte“, da wurde es auch den charismatischen Leitern wie Wolfhard Margies und Peter Wenz zu viel. So viel Spaltung und Trennung in Gemeinden, so viel Entfremdung und Scheidung in Familien hatte „Wort und Geist“ in kurzer Zeit hervorgerufen. Peter Wenz nahm auf der Konferenz 2009 Stellung zu den Vorgängen, nicht nur deshalb, weil eine Tochtergemeinde der BGG in Kirchentellinsfurt zu „Wort und Geist“ übergelaufen war. Wenz warnte vor der „okkulten Brainwash-Strategie“ von Röhrnbach, ohne zu merken, dass in der eigenen Gemeinde dieselben „Strategien“ am Wirken waren.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">5. Der Hauptpastor und die Leiterschaft der BGG</span></h3>
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<p>Peter Wenz hatte sich in diesen Jahren Stück für Stück von einer teamfähigen Ältestenschaft entfernt. Nach außen war das nicht sichtbar, aber intern spielte er umso mehr die Rolle eines absoluten Führers. Ein Bruch in der Leiterschaft entstand sicherlich durch den Austritt von Martin Heidenreich, der lange Jahre mit uns im Vorstand war. Sein Weggang im Jahr 2012 war aus unserer Sicht das Ergebnis des enormen Drucks und der Manipulation, welche auf ihn und seine Frau von Peter und Sabine Wenz ausgeübt wurden.</p>
<p>Diese Vorgänge gingen nicht spurlos an der Leiterschaft vorüber. Die Pastoren verfassten im Jahr 2012 gemeinsam einen Brief an Peter Wenz, in dem diese Punkte angesprochen wurden. Leider hatte dieser Brief bei Peter und Sabine Wenz eine Reaktion hervorgerufen, die ich nur als diktatorisch bezeichnen kann. Peter Wenz sagte von diesem Brief, der voller Respekt und Wertschätzung geschrieben war, er sei „schlimmer als die Berliner Erklärung“.</p>
<p>Die Pastoren wurden auf der nächsten Ältestenfreizeit manipulativ gezwungen, sich bei Peter und Sabine Wenz zu entschuldigen. Ab dieser Zeit war bei vielen der Ältesten und Pastoren eine Distanz und Vorsicht gegenüber Peter Wenz zu spüren. In den folgenden Jahren verließ mindestens ein Pastor jährlich das Gospel Forum.</p>
<p>Mitten in diesen Spannungen ragten immer wieder Großveranstaltungen heraus, die mit ihrem Glamour und den Zahlen gewaltig Eindruck machten. Was 1994 im Christlichen Zentrum Weinstadt in der &#8222;Heavens Factory&#8220; seinen Anfang nahm, entwickelte sich in den Folgejahren zur „Holy Spirit Night (HSN)“. Am Anfang trafen sich monatlich bis zu 100 Jugendliche, um Lobpreis zu machen und „Gottes Gegenwart“ zu erleben.</p>
<p>Von Jahr zu Jahr gewann die Bewegung an Fahrt. Gastredner wie François Botes oder Sandy Good aus Brownsville Pensacola (USA) brachten ihre falsche Lehre unter die Jugendlichen. Die HSN wurde in dieser Zeit durch einen Trägerkreis von vier Gemeinden getragen. Bis zum Jahr 2000 waren es schon 1500 Jugendliche, die diesen Event in Weinstadt, Altensteig, Biberach oder in Stuttgart besuchten. Viele fanden keinen Platz und mussten wieder abreisen. 2004 übernahm Markus Wenz die Leitung des Trägerkreises.</p>
<p>Mit jedem Jahr wurden mehr Jugendliche angezogen. Da passte es gut, dass das Gospel Forum den größten Raum hatte und auch seinen Namen 2012 von „BGG“ in „Gospel Forum“ umänderte und damit „modernisierte“. Da alle Räume, auch das Gospel Forum, nun zu klein waren, fand die Holy Spirit Night ab 2012 in der Porsche Arena oder der Schleyerhalle statt. Nun war alles vorhanden, was Charismatiker von einem Event erwarten &#8211; eine riesige Bühne und überlauter, überlanger „Lobpreis“. Wenn die Jugendlichen dann in der dichten Menge genug manipulativ vorbereitet sind, kommt die „Message“.</p>
<p>Das ist kein echtes Evangelium, sondern eine Mischung aus Gags, billigster Gnade, oberflächlichen Aussagen, alles unter der Atmosphäre der „Gegenwart des Heiligen Geistes“. Dass dies nur ein falscher, blendender Geist sein kann, fällt den Jugendlichen nicht auf. Es ist das Erlebnis, was zählt. Der „Aufruf“ zur Entscheidung ist obligatorisch, Hunderte gehen nach vorne, wer will denn nicht „Jesus, the best friend“ haben? Die Jugendlichen werden kurz in einen anschließenden Raum geführt, wo sie eine Karte ausfüllen, auch unter Handauflegung Gebet bekommen, bevor es zurückgeht in die brodelnde Halle.</p>
<p>Dort wird inzwischen unter einem harmonischen Klangteppich für alle gebetet, die die „Geistestaufe“ empfangen möchten. Alle heben die Hände und schwingen mit. Tränen fließen. Das ist pure Manipulation. Was als „Gegenwart Gottes“ bezeichnet wird, ist nichts anderes als eine Stimmung, die verführt. Naive christliche Jugendliche, die zum größten Teil nicht wiedergeboren sind, empfangen etwas, was niemals der Heilige Geist der Bibel sein kann. Am Schluß wird nochmal so richtig aufgedreht, dass jeder mit „abdancen“ kann. Hier wird unter anderem die Grundlage gelegt für ein oberflächliches, falsches Christsein. </p>
<p>International bekannte Gastredner wie Todd White (Lifestyle Christianity), Ben Fitzgerald (Awakening Europe), Carl Lentz (Hillsong New York), Heidi Baker (Iris Global), Bill Johnson (Bethel Church) oder Joseph Prince (Hyper Grace) geben sich die Klinke in die Hand und werden gefeiert. Aber auch junge „Stars“ aus den sozialen Medien kommen zum Predigen. Sie werden vorgestellt:</p>
<p>„Millane Friesen ist ein 18-jähriges Mädchen welches auf den Sozialen Medien präsent ist um den Leuten ein Stück mehr Gottes Liebe zu zeigen. Sie liebt das Predigen, Fashion und gute Pasta“.</p>
<p>„Jana ist Speakerin, Autorin und ein präsentes Gesicht auf den sozialen Medien. Sie liebt Jesus, Gemeinschaft und richtig guten Kaffee. Nebenbei studiert Jana Medizin“.</p>
<p>Jeder von ihnen hat seine eigene Art, die Jugend zu faszinieren, es sind ausnahmslos geübte, brillante Redner, welche die Arglosen verführen:</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+16%2C18%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 16,18: </a> Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen.</em></p>
<p>Inzwischen ist die HSN zu einem „Holy Spirit Movement“ geworden, welches europaweit in mehr als 12 Ländern und vielen Gemeinden diese Events durchführt. Die Werbung funktioniert, Karten kosten zwischen 20 und 40 Euro. Jede HSN hat ihren eigenen Titel. „Fearless“ (2016), „Reformatio“ (2017), „Love Revolution“ (2019), „Dripping Fire“ (2021), „Tomorrowland“ (2023). Wie weit sich diese Bewegung von einem biblischen Verständnis entfernt hat, ist schon deutlich in der Werbung zu lesen:</p>
<p>„Unsere Motivation ist die Leidenschaft für den HEILIGEN GEIST. Das heißt, Er ist das Zentrum des Abends und das Ziel ist es, Ihm zu begegnen“.</p>
<p>„Kommt zur HOLY SPIRIT NIGHT im GOSPEL FORUM vom 29. bis 30. September, um gemeinsam einen Vorgeschmack auf die unendliche Herrlichkeit Gottes zu erleben, einen Ort des puren Friedens, Freude und Liebe, wo sein ewiges Licht leuchtet und wir schon heute Zugang haben!“</p>
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<h2><span style="color: #800000;">II. Die Spaltung im Gospel Forum 2018</span></h2>
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<p>Nach der Krise mit Peter Wenz in der Leiterschaft 2012 hatte sich die Situation notgedrungen wieder etwas beruhigt, aber das alte, unbeschwerte Arbeiten war doch überschattet von Vorsicht und Zurückhaltung.</p>
<p>Erkennungszeichen in der Zusammenarbeit mit Peter dafür wurden für uns von Jahr zu Jahr sichtbarer: Unsicherheit, Ablehnung, Stolz, Arroganz, Manipulation und Kontrolle, in etlichen Fällen auch geistlicher Missbrauch.</p>
<p>2013 hatte Peter Wenz uns von einem eindrücklichen Reden Gottes erzählt, in welchem Gott zu ihm sprach, dass er mit 60 Jahren die Leitung der Gemeinde abgeben solle. Thomas Berner wurde in diesen Jahren als „pastoraler Geschäftsführer“ eingesetzt, um Peter zu entlasten und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.</p>
<p>Thomas sollte auch die Nachfolge von Peter in der Leitung der Gemeinde übernehmen, wenn Peter mit 60 Jahren in den „internationalen apostolischen Dienst“ gehen würde. Das machte vielen in der Leiterschaft Hoffnung, zumal Thomas Berner seine Aufgabe gut machte.</p>
<p>Nach einer USA Reise von Peter Wenz änderte sich die Lage aber drastisch. Er nahm die Aufgabe der Geschäftsführung von Thomas wieder zurück.</p>
<p>In den kommenden Monaten wurden große Entscheidungen von Peter alleine getroffen; Lobpreisleiter wurden abgesetzt, die Leitung der Gesamtjugend wurde im Alleingang festgelegt. Im Nachhinein stellten wir fest, dass den Leuten dann vermittelt wurde: „Das hat der Vorstand so entschieden“!</p>
<p>Mit diesen erheblichen Differenzen ging es in den Frühsommer hinein, die Vorstandstreffen wurden immer konfrontativer. Wer etwas kritisierte, wurde geschnitten oder angebrüllt.</p>
<p>Ich hatte das im Juni 2018 selbst erlebt. „Du bist ein Heuchler, ein Lügner und ein Feigling!“ schrie Peter mich bei einer Vorstandsrunde an. Ich war baff, weil ich mich mit allen drei Vorwürfen nicht identifizieren konnte, und wertete es bei Peter als eine ungeistliche Abwehr eigener Schwachpunkte.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">1. Es kommt zum Bruch</span></h3>
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<p>Es ging dann im Juli nach Peters sechzigstem Geburtstag in die Sommerpause mit den gewohnten Abläufen der Sommercamps der Royal Rangers und den Aktionen. Aber wir wussten, dass die Sache zum Punkt gebracht werden musste. So beteten wir sehr viel für eine gute Lösung der Situation.</p>
<p>Am 11. September waren die Sommerferien vorbei, und die erste Vorstandsrunde stand an. Wir wussten, dass jetzt die Missstände bei Peter offen angesprochen werden mussten. Nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 18</a> war das schon die zweite Stufe, da Thomas Berner mit Peter schon vor der Sommerpause die Punkte angesprochen hatte. Leider war Peter nicht bereit, die Fehler im Umgang mit Menschen einzusehen und seine unbiblischen Alleingänge zu beenden. Im Gegenteil, er trat eine Schmutz- und Diffamierungskampagne los, wie ich sie nie für möglich gehalten hätte.</p>
<p>Mitten in diesen Tagen im Oktober starb mein Bruder Gottfried an einer Krebserkrankung. Er hatte nahezu 30 Jahren der Gemeinde treu gedient und über Jahrzehnte die Verwaltung aufgebaut und geleitet. Da Gottfried auch Mitglied des Vorstandes war, hatte er auch die Missstände mit Peter besprochen und angemahnt. Der Umgang mit seinem Tod und die Beisetzung war ein schäbiges Armutszeugnis für die Gemeinde. Die meisten Gemeindemitglieder merkten, dass Peter Wenz letzten Endes sogar billigend die Spaltung der Gemeinde in Kauf nehmen würde, um seine Ziele zu erreichen.</p>
<p>Die weiteren Stationen in dieser Spaltung waren eine außerordentliche Mitgliederversammlung und zwei Gemeindeversammlungen, die eher einer Saalschlacht glichen. Da wir als Mitglieder des Vorstandes deutlich machen wollten, dass es uns nicht um Macht ging, entschlossen wir uns, ganz sichtbar diese mögliche „Macht“ abzugeben und zurückzutreten.</p>
<p>Peter Wenz tat das natürlich nicht. Er holte sich „Beistand“ bei befreundeten Leitern des „D-Netzes“ und ließ seine Verbindungen spielen. Andreas Hermann, der Heilungsprediger aus Wiesbaden sagte: „Ich habe für mich im Gebet den Herrn gefragt, wie er die Situation und Peter Wenz sieht. Ich meine, klar gehört zu haben, dass Gott Peter als apostolischen Leiter für die Gemeinde und die Nation eingesetzt hat und dass das nicht revidiert ist“.</p>
<p>Ein inzwischen durch die Mehrheit des Vereins angestrebtes „Minderheitsbegehren“ stand im Raum. Am 13. Dezember kam es dann zum Bruch. Peter Wenz und seine Partei hatten heimlich 117 neue Vereinsmitglieder aufgenommen, die an diesem Abend den neuen Vorstand wählen sollten. Mehr als die Hälfte der alten Mitglieder verließen vor der Wahl demonstrativ den Saal, als dieser Betrug an der Gemeinde offensichtlich wurde.</p>
<p>Der neue Vorstand wurde dann natürlich einstimmig gewählt. In der Folge wurden die drei zurückgetreten Vorstände per anwaltlicher Unterlassungsaufforderung mundtot gemacht. Zitat Peter Wenz: „Hiermit spreche ich euch die geistliche Leiterschaft im Gospel Forum ab, ihr seid keine geistlichen Leiter des Gospel Forums mehr!&#8220; In den darauffolgenden Pastorenrunden wurden Thomas, Matthias und ich zum Teil gar nicht mehr eingeladen, zum Teil auch direkt ausgeladen und wieder nach Hause geschickt. Jedenfalls durften wir nicht mehr Teil der Pastorenrunden sein.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Die neue Bewegung „Wir sind Gemeinde“ (später „God in Life“)</span></h3>
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<p>Die folgenden Wochen über den Jahreswechsel 2018/19 waren sehr intensiv und voller Not. Wie sollte es weitergehen? Für mich persönlich war das größte Problem der riesige Royal Rangers Stamm 35 und die Frage: „Wie können wir die Kinder im Stamm halten“?</p>
<p>Ein lieber Freund, Philipp Degen, hatte uns schon als Architekt und Berater beim Bau des Gospel Forums sehr geholfen. Er hatte mich in diesen Wochen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Pastor die kleine Brothaus-Gemeinde in Stuttgart zu übernehmen. Da der Bruch mit dem Gospel Forum komplett war und nur noch über Anwälte kommuniziert wurde, lag dieser Gedanke einer neuen Gemeinde sehr nahe.</p>
<p>Nach dem 13. Dezember ging eine unübersehbare Flut von Abmeldungen im Gospel Forum ein. Vor allem die langjährigen Mitarbeiter hatten den Betrug an der Gemeinde hautnah mitbekommen und wendeten sich ab. Aber wohin gehen? Viele von ihnen waren mit dem Gospel Forum schon Jahre und Jahrzehnte verbunden.</p>
<p>Ganz spontan organisierte jemand am 1. Januar 2019 einen Neujahrsgottesdienst in der Brothaus-Gemeinde in Zuffenhausen. Der kleine Kirchenraum platzte aus allen Nähten, als über 400 Besucher kamen.</p>
<p>Die folgenden Gottesdienste in der Stadthalle Feuerbach zählten schon weit über 1000 Besucher. Alle warteten auf einen Neuanfang. Der trotzige Slogan „Wir sind Gemeinde“ wurde dann auch zum vorläufigen Namen der neuen Gemeindebewegung.</p>
<p>Thomas Berner, Matthias Frank und ich wollten unter diesen Umständen so schnell wie möglich auch das Arbeitsverhältnis zum Gospel Forum beenden. Thomas und ich waren zu Ende Februar frei und wurden beim neuen Gemeindeverband angestellt, Matthias folgte einige Monate später nach. Mehr als die Hälfte der Pastoren verließen in dieser Zeit das Gospel Forum.</p>
<p>Was keiner von uns für möglich gehalten hätte, geschah bei den Royal Rangers. Der gesamte Hauptstamm mit über 1600 Rangers folgte mit seinen Leitern der neuen Gemeindebewegung, und so wurde am 1. März 2019 der „neue“ alte Stamm 553 gegründet.</p>
<p>Die neue Gemeindebewegung formierte sich sehr schnell in die sieben lokalen Gemeinden Brothaus Zuffenhausen, CaFeWa (Cannstatt, Fellbach, Waiblingen, heute Gemeinde Remstal), Esslingen (Vinea), Nürtingen (New Home), Fildern (Filder Good News), Leonberg (Kirche am Engelberg), God in life Neckar-Enz (Vaihingen und Ludwigsburg).</p>
<p>Die örtliche Nähe der lokalen Gemeinden war für viele der vom Gospel Forum ausgetretenen Mitglieder ein Vorteil, obwohl am Anfang, (bis auf das Brothaus Zuffenhausen) die eigenen Räumlichkeiten fehlten. So begannen die lokalen Gemeinden wieder, geeignete Räumlichkeiten anzumieten und für den Gottesdienst auf- und abzubauen.</p>
<p>Von Anfang an, war das Bedürfnis der Mitglieder, dass „wir zusammenbleiben“. Das drückte sich darin aus, dass trotz der lokalen Gemeinden ein Verbund geschaffen werden sollte, der diese Gemeinschaft erhalten könnte. Dadurch entstand in der Folgezeit der „God in life Verbund“. Die rechtliche Basis dafür bildete das Brothaus mit einem bestehenden eingetragenen Verein.</p>
<p>Schon die ersten gemeinsamen großen Veranstaltungen in der Schwabenlandhalle ließen erkennen, dass dieses „Zusammenbleiben“ in der Zukunft zugunsten der lokalen Gemeinden brüchig sein würde. Vor allem neue Besucher der Gemeinden konnten mit den alten gemeinsamen Strukturen nicht viel anfangen.</p>
<p>Mit Beginn des Jahres 2020 kam durch die Corona-Welle eine völlig neue, ungewohnte Situation auf die Gemeinden zu. Gottesdienste wurden mit Abstand und Maske durchgeführt, Lobpreis war nicht möglich, viele Mitglieder blieben zuhause.</p>
<p>Auch im Umgang mit diesem gesellschaftlichen Thema entstand in allen Gemeinden ein erkennbarer Riss. Die Einstellung der Besucher war so unterschiedlich und damit auch die Haltung und die praktischen Konsequenzen. Den einen war alles zu locker, den Anderen alles zu streng.</p>
<p>Somit gingen die meisten Gemeinden in dieser Zeit zu Gottesdiensten über, die online übertragen wurden. Viele besuchten gar keinen Gottesdienst mehr, sondern „ernährten“ sich geistlich im Internet.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">3. Eine geistliche Zeitenwende für meine Frau und mich</span></h3>
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<p>Meine Frau und ich waren in dieser Zeit auch immer fragender geworden, was die vergangenen 30 Jahre denn so alles geschehen war. Diese Frage beschäftigte uns von Monat zu Monat mehr. Wenn nach so vielen Jahren im Dienst eine solch schäbige Spaltung im Gospel Forum als Frucht zutage trat, konnte das der so oft zitierte „Heilige Geist“ sein?</p>
<p>Wir gingen in Gedanken auch zurück zu dem Punkt, wo wir wirklich in die Gemeinde gingen, um Jesus Christus von Herzen nachzufolgen und für Ihn zu arbeiten. War das alles umsonst? War das die Frucht, die der Herr gewirkt hatte?</p>
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<p><strong>Studium der gesunden Lehre</strong></p>
<p>Persönlich hatten diese Fragestellungen die Konsequenz, tief in das Studium des Wortes Gottes hineinzugehen und nach der Wahrheit und den Antworten aus der Quelle zu suchen.</p>
<p>Uns wurde mehr und mehr bewusst, dass uns gerade das Studium des Wortes Gottes in diesen vergangenen Jahren nahezu abhandengekommen war. Die „erfolgreiche“ Arbeit in der Gemeinde hatte alle Zeit aufgebraucht, so dass kaum Platz war für ein tiefgehendes Studium.</p>
<p>Wir erkannten sehr schnell, welchen unschätzbaren Wert die gesunde Lehre in einer Gemeinde haben muss, um die Menschen geistlich wirklich stabil und stark zu machen. In unserer Zeit im Gospel Forum hatte für die allermeisten das Studium des Wortes eine untergeordnete Bedeutung. Obwohl viele wirklich dem Herrn nachfolgen wollten, blieb durch die falsche Lehre und die oberflächlichen Predigten bei den meisten der Glaube in den geistlichen Kinderschuhen stecken und stagnierte. </p>
<p>In der Zeit der Corona-Maßnahmen in den Jahren 2020/21 begannen viele Christen, im Internet nach guten Predigten und gesunder Lehre Ausschau zu halten. Natürlich war klar, dass dort auch eine Menge an Irrlehre, Verführung und oberflächlicher Predigt zu finden war. Aber einige Namen, die wir vorher nicht kannten, tauchten bei unserer Suche immer wieder auf.</p>
<p>In diesen Tagen stieß meine Frau „durch Zufall“ auf ein Buch mit dem Titel: <em>Der Angriff auf die Wahrheit</em>. Hier wurden viele Fragen, die uns schon länger bewegten, aufgegriffen und beantwortet. Georg Walter, der Autor, war über zwei Jahre Besucher in der BGG/Gospel Forum und auch in einem Hauskreis der damaligen Gemeinde. Ihn wollten wir unbedingt persönlich kennenlernen, um uns auszutauschen.</p>
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<p><strong>Entscheidende Begegnungen</strong></p>
<p>Zeitgleich hörte ich im Internet das Zeugnis eines ehemaligen Pfingstlers: Karl-Hermann Kauffmann. Seine schwäbische Art und sein fundiertes Wissen über die Pfingstbewegung waren sehr authentisch. Ich erfuhr, dass er mehrere Jahre in der Volksmission Albstadt auch in der Leitung war, bevor er sich mit einem Hauskreis von der Pfingstbewegung komplett getrennt hatte. Bei ihm konnte ich sicherlich viel über die Hintergründe der Pfingstbewegung erfahren. Nach einem Anruf, bei dem ich fragte, ob wir uns treffen könnten, verneinte er.</p>
<p>Karl-Hermann schickte mir stattdessen eine persönliche Ausarbeitung (den „Schlüssel“), indem er alle Fragen der pfingstlich-charismatischen Bewegung aufgriff und mit Bibelstellen erklärte. Meine Aufgabe war nun, mit dem „Schlüssel“ all die bekannten Themen der Bewegung (Geistestaufe, Zungenrede, Heilung, Befreiung, Prophetie, geistliche Kriegsführung, Umfallen und Ruhen im Geist usw.) biblisch zu erarbeiten. Für mich war das ungeheuer spannend, weil zum ersten Mal jemand die Dinge biblisch hinterfragte, die uns seit 30 Jahren geläufig waren, die wir aber nie persönlich biblisch erarbeitet und geprüft hatten.</p>
<p>Im Kontakt mit diesen Brüdern kamen immer mehr Namen zum Vorschein, die ich zwar schon einmal gehört, aber in Zeiten des Gospel Forums nur auf der „schwarzen Liste“ gefunden hatte. So besuchte ich Alexander Seibel und Wolfgang Bühne und tauschte mich mit ihnen über die geschichtlichen und aktuellen Geschehnisse der pfingstlich-charismatischen Bewegung aus. Ich erfuhr dabei auch viel über die Kämpfe und Angriffe, welche sie persönlich über die Jahre durch diese Bewegung erlebt hatten.</p>
<p>Ein sehr wertvoller Kontakt entstand bei einem Tagesseminar in der Schweiz. Roger Liebi, den wir schon von Vorträgen aus dem Internet kannten, behandelte ein Kapitel aus dem Hebräerbrief. Und das den ganzen Samstag! Ich war geschockt über die Tiefe der Lehre und die biblischen Zusammenhänge. Eine solch fundierte und authentische Lehre hatten wir in der Vergangenheit noch nie erlebt. Der persönliche Austausch mit ihm und die Bibelstunden haben uns sehr geprägt und ermutigt, weiter im Wort Gottes und der gesunden Lehre zu graben und falsche Lehren damit zu entlarven.</p>
<p>Eine dritte und sehr wertvolle Begegnung war das erste Treffen mit Rudolf Ebertshäuser aus Leonberg. Nach einem Telefonat konnte ich ihn besuchen und alle Fragen stellen, die ich auf dem Herzen hatte. Da er selbst am Ende der 80er Jahre in der charismatischen Bewegung war (JMS Altensteig, Ableger Leonberg), kannte er die Szene sehr gut, zumal er dort auch im Aufbau und der Leitung mitgearbeitet hatte. Durch ihn und den Esra- Schriftendienst hatte ich Zugang zu biblischen Ausarbeitungen über viele wichtige geistliche Fragen, auch, was die Charismatik betraf.</p>
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<p><strong>Der Gemeindedienst im Brothaus</strong></p>
<p>Zeitgleich forderte der Gemeindedienst im Brothaus und die parallele Verantwortung für den Hauptstamm der Royal Rangers in Bad Cannstatt meine ganze Kraft. In der Brothaus-Gemeinde hatten wir mittwochs den Gebets- und Lehrabend online eingeführt, bei dem ich wöchentlich fortlaufend immer nach dem Gebet 45 Minuten biblische Lehre brachte.</p>
<p>Das war eine gute Zeit, vor allem die älteren Leute konnten auch aufgrund der Entfernung daran teilnehmen. Doch auch dort tauchten immer mehr die Fragestellungen der Gemeindemitglieder zu den pfingstlichen Positionen auf. Das war eine angespannte Zeit, da ich nicht leichtfertig mit den Themen umging, sondern ganz persönlich und bibeltreu auf jeden Einzelnen eingehen wollte. Das ist uns meistens auch gelungen, obwohl die strittigen Punkte immer wieder zum Thema wurden.</p>
<p>In der Verbundleitung des God in Life Verbundes hatten wir einen sehr freundschaftlichen und wertschätzenden Umgang miteinander. Zu Beginn dieser gemeinsamen Arbeitsphase wurde mein Forschen in der Schrift als gut und nützlich empfunden.</p>
<p>Es war mir in dieser Zeit ein Anliegen, den Fokus auf unseren Herrn Jesus Christus zu legen, da in der Charismatik hauptsächlich der „Heilige Geist“ und die Erfahrungen mit ihm thematisiert werden. Gerade deshalb war in diesen ersten drei Jahren des neuen Verbundes „God in life“ bei den sieben Gemeinden eine große Bandbreite zu sehen. Es gab und gibt Pastoren und ihre Gemeinden, die einen sehr charismatischen Kurs fahren, mit Zungenreden, Prophetie, Sozo-Seelsorge, „Schatzsuche“ und Lobpreis von Bethel und Hillsong. Dann gibt es auch wieder moderatere Gemeinden, in welchen vor allem gemäßigte, evangelikaler gesinnte Leiter die Richtung bestimmen.</p>
<p>In allen Diskussionen dieser Monate stand am Ende die gemeinsame Aussage: „Der God in life Verbund und das Brothaus sind eine pfingstlich-charismatische Bewegung, die freundschaftlich mit dem BFP verbunden ist“. Die Brothausgemeinde, in der ich Pastor war, hatte schon seit Jahrzehnten den Mitgliedsstatus beim BFP (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden).  </p>
<p>In der Brothausgemeinde waren wir in dieser neuen Phase fünf Älteste. Neben Philipp Degen, der die Gemeinde gegründet und Jahrzehnte lang als Pastor geleitet hatte, waren es noch Werner Wolf, Renato Ribeiro und Evi Petry. Schon seit Beginn dieser gemeinsamen Arbeit hatten wir unterschiedliche Haltungen, was den Dienst der Frau als Älteste betraf.</p>
<p>Das hatte nichts mit der Person von Evi zu tun, sie ist im Beruf eine sehr kompetente Frau. Aber ich konnte aus der Schrift nicht erkennen, dass eine Frau dieses geistliche Amt ausüben sollte. Renato vertrat auch diese schriftgemäße Einstellung. Dies führte regelmäßig zu Spannungen in unseren Treffen, da sich auch meine lehrmäßige Haltung von den Grundlehren der Pfingstbewegung immer weiter entfernte.</p>
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<p><strong>Es muss zu einer Entscheidung kommen</strong></p>
<p>Als der neue Verbund am Entstehen war, hatten die drei Pastoren Thomas Berner, Matthias Frank und ich die Freigabe, nach den nervenaufreibenden Monaten zur Regeneration und Besinnung eine Auszeit zu nehmen. Thomas und Matthias hatten dies schon in den ersten Monaten in Anspruch genommen.</p>
<p>Ich wollte diese Zeit später nehmen, da in den ersten Monaten der Neuaufbau des Royal Ranger-Stammes alle Kräfte erforderte. Deshalb beschlossen meine Frau und ich, zu Beginn des Jahres 2023 für vier Monate in diese Auszeit zu gehen. In Absprache mit den Ältesten und der Verbundleitung sollte das auch eine Zeit sein, in der ich alle geistlichen und theologischen Positionen in Ruhe überprüfen konnte.</p>
<p>Diese Zeit war eine sehr arbeitsreiche Zeit, vor allem das tiefe Forschen in der Schrift, das Studieren von Kommentaren, dem griechischen Mehrheitstext und die Besuche bei Brüdern nahmen mich ganz in Beschlag. Am Ende dieser Monate musste ich der Verbundleitung und den Ältesten bekennen, dass sich meine kritischen Positionen in Bezug auf die Charismatik nicht geändert, sondern vertieft und gefestigt hatten.</p>
<p>Da mir durch die vergangenen Jahre bewusst geworden war, dass eine geistliche Arbeit ausschließlich auf der Grundlage der biblischen Wahrheit in Einheit getan werden kann, wurde dadurch ganz eindeutig, dass ich mich von der Gemeinde, dem Verbund und den Royal Rangers trennen musste.</p>
<p>Das war ein geistlicher Schritt, der umso wichtiger wurde, um die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Wort im Gehorsam umzusetzen und die eigene Authentizität zu wahren. Die vergangenen Monate hatte Gott uns in seiner Gnade Stück für Stück die Themen erkennen lassen, welche um der Wahrheit des Evangeliums willen entscheidend waren.</p>
<p>Das hatte in erster Linie nichts mit Menschen zu tun. Was uns schwer fiel, war und ist die Trennung von lieben Freunden und Menschen, die einem schon über Jahre an das Herz gewachsen waren. Aber auch hier musste ich unterscheiden zwischen der menschlichen und der geistlichen Einheit. Zu vielen besteht heute noch ein guter Kontakt, andere haben sich konsequent abgewandt.  </p>
<p>Vor allem die Brothausgemeinde und die Verbundleitung waren bestrebt, dass wir diese Trennung in Anstand und Respekt durchführten. Das ist auf beiden Seiten gelungen. Nachdem ich mit den Rangers noch eine große Pfingstaktion in Schweden leitete, fand am 16. Juli 2023 meine Verabschiedung bei einem gemeinsamen Gottesdienst des Verbundes statt.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">III. Was wir heute erkannt haben</span></h2>
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<p>In diesen Wochen des Sommers 2024 ist die Trennung von der Charismatik nun bald ein Jahr Vergangenheit. Es ist inzwischen viel bei uns geschehen, und es hat sich recht schnell gezeigt, dass es den Bekannten und Freunden gegenüber wichtig wäre, unsere Beweggründe und Entscheidungen näher zu erklären. Wir waren erstaunt, welche Kontakte sofort abgebrochen sind, vor allem bei Leuten, wo wir das nicht vermutet hätten.</p>
<p>Dann tauchten Weggefährten von früher auf, die so viele Fragen hatten. Bei so vielen Besuchen in diesen Monaten konnten wir dann auch direkt Rede und Antwort stehen. Im Folgenden möchte ich schrittweise ausführen, wie uns der Weg zu unseren heutigen geistlichen Überzeugungen und Entscheidungen Stück für Stück klar geworden ist. Dafür ist es entscheidend, die einzelnen markanten Lehrinhalte der Charismatik auf den biblischen Prüfstand zu stellen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Die „Geistestaufe“</span></h3>
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<p>In der pfingstlich-charismatischen Praxis wird die „Taufe im Heiligen Geist“ oder die „Geistestaufe“ als ein zweites Ereignis nach der Bekehrung eines Menschen gelehrt und praktiziert. Durch diese „Geistestaufe“ soll der Gläubige „Kraft“ empfangen. Diese „Kraft“ ist eines der zentralen Themen und Praktiken der Charismatik. Die Schrift kennt die Geistestaufe in dieser Form nicht, spricht aber über das „Getauftwerden im Heiligen Geist“.</p>
<p>Hier dürfen wir nicht, wie so oft geschehen, das Alte Testament mit der Zeit ab <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> vermischen. Im Alten Testament war der Heilige Geist nur auf bestimmten besonders ausgerüsteten Personengruppen wie Priestern, Königen und Propheten. Ebenso wurde das Kommen des Heiligen Geistes in den Evangelien beschrieben und vorhergesagt, war aber noch nicht geschehen. Das Kommen des Heiligen Geistes, des Geistes der Sohnschaft konnte nur möglich sein, nachdem der Herr Jesus Christus die ganze, vollkommene Erlösung vollbracht hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+4%2C4-7+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 4,4-7 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12,13</a>).</p>
<p>Wir sehen in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 1,8</a> dass der Heilige Geist noch nicht gekommen war. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> sehen wir dann das Kommen des Heiligen Geistes und die Geburtsstunde der Gemeinde. In der Folgezeit sehen wir dann vier unterschiedliche Begebenheiten, welche das Kommen des Heiligen Geistes genau beschreiben:</p>
<ul>
<li>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> kommt der Heilige Geist auf die gläubigen Juden</li>
<li>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 8</a> kommt der Heilige Geist auf die Samariter, das sind Halbjuden</li>
<li>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 10</a> kommt der Heilige Geist auf die Heiden im Hause von Kornelius.</li>
<li>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 19</a> kommt der Heilige Geist auf die Jünger des Johannes des Täufers.</li>
</ul>
<p>Wir sehen besonders in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 10</a> im Haus von Kornelius, dass die Errettung und das Getauft werden im Heiligen Geist ein und derselbe Vorgang sind. Hier werden Menschen, die errettet werden, durch den Heiligen Geist in den Leib Jesu eingefügt. Dasselbe erlebten die Jünger auch an Pfingsten. Sie waren in der Zeit mit Jesus Christus zwar gläubig, aber noch nicht wiedergeboren. Das konnte nur durch die vollkommene Erlösung am Kreuz geschehen, der Heilige Geist war dann für sie der Geist der Sohnschaft.</p>
<p>Dasselbe erleben heute auch die Menschen, welche durch echte Buße und Umkehr zum Glauben an Jesus Christus kommen. Sie empfangen im Augenblick ihrer Errettung den Heiligen Geist „mit allen Segnungen der Himmelswelt“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 1,3</a>). Dass der Heilige Geist, mit dem jeder Wiedergeborene versiegelt ist, uns immer wieder Kraft für den Dienst gibt, das ist unbestritten. Eine der markantesten Stellen zur Wiedergeburt und den Geistesempfang finden wir in</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+8%2C9%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 8,9: </a> Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.</em></p>
<p>Das bedeutet, dass derjenige, der wirklich bekehrt und gerettet ist, damit auch mit dem Heiligen Geist getauft ist. Wir brauchen damit aber auf keinen Fall eine „zweite Geisteserfahrung“ oder „Geistestaufe“.  </p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Die Sprachenrede oder Zungenrede</span></h3>
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<p>Einer der strittigsten Punkte der Charismatik ist das „Reden in neuen Zungen“ oder die Sprachenrede. Gleich nach den Geschehnissen am Anfang der Pfingstbewegung in Topeka und der Azusa Street, war das Zungenreden für die Pfingstler der schlagende Beweis dafür, dass sie „mit dem Geist“ getauft waren.</p>
<p>Bei dieser Thematik hatte ich gleich zu Anfang des kritischen Hinterfragens eine meiner gründlichsten Prüfungen in der Schrift, da ich und meine Frau ja selbst in der Charismatik in Zungen gesprochen, gesungen und gebetet haben. Viele unserer früheren Weggefährten berichteten von einer enormen Geisteserfahrung mit anschließendem Zungenreden. Bei uns wollte das die ersten Monate in der BGG überhaupt nicht klappen. Wir warteten immer auf ein Erlebnis wie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a>.</p>
<p>Nur durch das energische Eingreifen von Peter Wenz (Originalton: „Jetzt reichts“!) bekamen wir nach ca. vier Monaten die Hände aufgelegt und sprachen danach in Zungen. Wir kamen uns dabei schon komisch vor, aber der Zuspruch und das Drängen der Gemeinde („ihr müsst diese Sprache jetzt üben“!) überzeugten uns in der darauffolgenden Zeit.</p>
<p>Was mir heute im Nachhinein mit Schrecken auffällt, ist die Tatsache, dass ich in all den Jahren der Charismatik immer seltener in meiner Muttersprache zum Herrn gebetet habe, sondern hauptsächlich in dieser Zungenrede. Das ist tragisch. Die meisten Zungenredner sind davon überzeugt, dass das Gebet in „neuen Zungen“ eine besondere Durchschlagskraft hat. Wie oft habe ich erlebt, dass im „Befreiungsdienst“ in Zungen geboten, gedroht und „Autorität“ übernommen wurde.</p>
<p>In der Charismatik kennen wir vor allem drei unterschiedliche Praxisfelder für das Sprachenreden. Das erste ist das persönliche Beten in neuen Sprachen, was auch oft mit dem Ziel der persönlichen Auferbauung praktiziert wird.</p>
<p>Das zweite betrifft das gemeinsame Beten in der Gemeinde. Wie oft haben wir im Gospel Forum kollektiv einander an den Händen gehalten und geboten, gebrüllt, gebunden, Finsterniskräfte „zerstört“, oder Bereiche und Situationen freigebetet. Abgewechselt durch Zungengesang und unbiblisches „Proklamieren“.</p>
<p>Die dritte Praxis von Sprachenrede in charismatischen Gemeinden ist das öffentliche Zungenreden in der Versammlung. Dort werden oft „prophetische Botschaften“ in Zungenrede weitergegeben. Meistens legt der Sprecher seine Botschaft dann auch noch selbst aus, was überhaupt nicht biblischer Praxis der Apostelzeit entspricht.</p>
<p>Aber eine solche Botschaft macht schon Eindruck auf die Zuhörer. Wer wollte es wagen, dem Heiligen Geist hier zu widerstehen und das Ganze infrage zu stellen. So kommen die merkwürdigsten Botschaften in die Gemeinde, gespickt mit „Eindrücken“ und „Bildern“, oft von Leuten, die sich gerne profilieren wollen. Eine Prüfung derselben findet in der Regel nicht statt.</p>
<p>Ich musste mich in diesen drei Jahren meiner Überprüfung immer wieder der Frage stellen, ob das Zungenreden denn nun eine biblische Grundlage für unsere Zeit hat, oder ob es eine raffinierte geistliche Täuschung ist, um ernsthafte Christen auf einen falschen Kurs zu führen. Da das Zungenreden eines der ganz wichtigen, wenn nicht das wichtigste Charakteristikum der Pfingstbewegung ist, müssen wir prüfen, welche Bedeutung ihm im Neuen Testament zugemessen wird. Wir haben drei Schwerpunkte, wo das Neue Testament über das Zungenreden spricht.</p>
<ul>
<li>Jesus Christus verheißt es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,17</a></li>
<li>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2%2C1-13%3B+10%2C44-48%3B+19%2C1-&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2,1-13; 10,44-48; 19,1-</a>7 wird es bei wichtigen Ereignissen des Geistesempfangs beschrieben.</li>
<li>Im 1. Korintherbrief gibt Paulus den Korinthern apostolische Lehre über die Praxis.</li>
</ul>
<p>Ansonsten wird in den Briefen nirgends die Zungenrede erwähnt, auch nicht, wenn es um die Erbauung und die Praxis in den Gemeinden geht. Wir finden das Sprachenreden nicht in der Aufzählung von den Gnadengaben in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12%2C6-8.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12,6-8.</a> Es hatte in der Praxis der Gemeinden zu apostolischer Zeit nicht die Bedeutung, die ihm heute von so vielen Menschen zugemessen wird.</p>
<p>In den Evangelien kommt dieses Wort nur einmal vor, in dem Missionsbefehl in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C16-18.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,16-18.</a> Dann sehen wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2</a> an Pfingsten, dass der Heilige Geist auf die Juden in Jerusalem hörbar kam, mit der Sprachenrede in 15 verschiedenen Sprachen oder Dialekten. Die Zuhörer waren auch Juden aus der Diaspora, welche zum Wochenfest gekommen waren. Sie verwunderten sich, weil sie die Jünger in ihrer eigenen Sprache Gott preisen hörten.</p>
<p>In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+10+und+11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 10 und 11</a> lesen wir, wie die ersten Heiden sich im Haus von Kornelius bekehren, wiedergeboren werden und sofort in neuen Sprachen sprechen. Das war für die Juden unfassbar, dass auch die Heiden Teilhaber der Erlösung sein sollten. Petrus musste sich sogar bei seinen Brüdern rechtfertigen und erklären, was bei Kornelius geschehen war.</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+11%2C+15%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 11, 15: </a> Als ich aber zu reden anfing, fiel der Heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang. 16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden. 17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, daß ich Gott hätte wehren können? 18 Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben!</em></p>
<p>In dieser Begebenheit im Hause von Kornelius sehen wir eindeutig, dass Wiedergeburt und die Taufe im Heiligen Geist ein und derselbe Vorgang waren. Das echte Sprachenreden der Gläubigen im Haus von Kornelius war <strong><em>ein Zeichen</em></strong> für die Juden, dass Gott auch die Heiden in den Leib des Christus eingefügt hatte.</p>
<p>Das Erste, was mir bei der biblischen Prüfung der Sprachenrede aufgefallen ist, betrifft die Tatsache, dass in der Apostelzeit die Sprachenrede eine tatsächliche Sprache war. Was wir heute in charismatischen Gottesdiensten und Hauskreisen hören, hat mit dieser echten geistlichen Sprachengabe nichts zu tun. Es sind hauptsächlich phonetische Klangfolgen und Laute, wie sie aber auch in anderen Religionen wie dem Hinduismus praktiziert werden. Ich kenne keinen einzigen praktischen Fall, wo Pfingstler in einer echten Fremdsprache gebetet oder geweissagt haben.   </p>
<p>Die God in Life Bewegung schreibt in ihrer Vorstellung: „Wir glauben an den Heiligen Geist, der Glauben weckt und in jedem Christen wohnt“. Kurz darauf die Aussage: „Durch den Empfang des Heiligen Geistes, wofür das Gebet in neuen Sprachen ein Merkmal ist, macht er uns zu Zeugen für Jesus“.</p>
<p>Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob so viele wiedergeborene Christen weltweit den Heiligen Geist nicht empfangen haben, also nicht wiedergeboren sind, oder dieses „Merkmal“ nur besonderen Leuten vorbehalten ist. Auf jeden Fall ist diese Aussage nicht schlüssig. Selbst bei den Korinthern, wo wir die meisten Schriftstellen über das Sprachenreden finden, stellt Paulus fest, dass nicht alle in Sprachen redeten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12,30</a>).</p>
<p>Das echte biblische Sprachenreden war ein göttliches Zeichen in einer Zeit des Übergangs in der Heilsgeschichte. Welchen Sinn und welchen Zweck beabsichtigte Gott mit dem Sprachenreden?</p>
<p><strong>Die Sprachenrede war ein Zeichen für die Juden</strong>, dass das Heil auch zu den Heiden gehen würde und gegangen ist. Es war auch ein Zeichen für die ungläubigen Juden. Das sehen wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,17</a> wo es um den Missionsbefehl für die Juden <strong>und</strong> die Heiden geht. </p>
<ol>
<li><em> Korinther 14,21-22: Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr«. 22 Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. </em></li>
</ol>
<p>In dieser gewichtigen Lehre des Apostels Paulus werden drei entscheidende biblische Fakten über das biblische Sprachenreden offenbart.</p>
<ol>
<li>Es ist ein Zeichen</li>
<li>Es richtet sich an Ungläubige, nicht an Gläubige</li>
<li>Es richtet sich an Juden und nicht an Heidenchristen</li>
</ol>
<p>Nachdem Israel den Messias verworfen hatte und die meisten Juden das Christentum bekämpften, war das Zeichen auch <strong>ein Zeichen des</strong> <strong>Gerichts für Israel, das verstockt war und ist. </strong>Schon der Prophet Jesaja hat über diese Verstockung geschrieben und das Gericht, das darauf folgen würde:</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+28%2C7%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 28,7: </a> Aber auch diese taumeln vom Wein und schwanken vom Rauschtrank: Priester und Prophet sind vom Rauschtrank berauscht, vom Wein benebelt, sie taumeln vom Rauschtrank; sie sehen nicht mehr klar, urteilen unsicher…</em></p>
<p><em>10 Weil sie sagen: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig«, 11 so wird auch Er zu diesem Volk durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache reden, 12 Er, der zu ihnen gesagt hatte: »Das ist die Ruhe! Erquickt den Müden! Und das ist die Erquickung«, aber sie wollten nicht hören. 13 Und so soll auch ihnen das Wort des Herrn werden: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« – damit sie hingehen und rückwärts hinstürzen, zerbrochen und verstrickt und gefangen werden. </em></p>
<p>Als das Sprachenreden seinen Zweck in der apostolischen Zeit erfüllt hatte, hörte diese Gabe auf, so wie es das Wort Gottes gesagt hatte.</p>
<ol>
<li><em> Korinther 13,8: </em><em>Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.</em></li>
</ol>
<p>Wir sehen in der Kirchengeschichte, dass nach dem ersten Jahrhundert das Sprachenreden in den Gemeinden nicht mehr zu finden war, nur in gewissen Sekten. Erst am Anfang des letzten Jahrhunderts taucht es wieder auf beim Beginn der Pfingstbewegung. Hier brauchen wir eine nüchterne Beurteilung. Ist das heutige Sprachenreden dem biblischen Sprachenreden der ersten Gemeinden zu vergleichen? Wenn wir genau recherchieren, stellen wir fest, dass das heutige Sprachenreden entscheidende Unterschiede zum Original aufweist und getrost als deren Fälschung bezeichnet werden kann.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">3. Körperliche Heilung</span></h3>
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<p>Eines der weiteren wesentlichen Kennzeichen der Pfingstbewegung ist die übernatürliche Krankenheilung. Schon von Beginn dieser Bewegung war das Thema Heilung ein wichtiger evangelistischer Aufhänger bei Verkündigern des „vollen Evangeliums“. Da die Biblische Glaubensgemeinde im Namenszusatz auch diese Floskel des „vollen Evangeliums“ führte, wollte ich mich mit den gesamten biblischen Aussagen zu diesem Themenspektrum vertraut machen – zumal mein Bruder Gottfried mitten in der Zeit der Gemeindespaltung des Gospel Forums nach jahrelangem Kampf an Krebs gestorben war. Und das, obwohl so viele „gesalbte“ Heiler unter Handauflegung für ihn gebetet hatten.  </p>
<p>Im Gospel Forum gab es das „Jakobus 5-Gebet“. Einmal im Monat kamen bis zu hundert kranke und belastete Menschen, um für sich unter Handauflegung und Salbung mit Öl beten zu lassen. Die Pastoren und Ältesten mit einigen „Praktikanten“ aus der Bibelschule beteten zu zweit für diese Menschen. Die allermeisten gingen so krank, wie sie gekommen waren, wieder nach Hause. Im nächsten Monat kamen viele davon wieder. Und das über Jahre!</p>
<p>Da die Lehre des Gospel Forums viele Grundsätze von der Glaubenslehre von Kenneth Hagin vertrat, waren uns die Heilungsevangelisten der alten Garde wohl vertraut. Namen wie Kathryn Kuhlman und Oral Roberts sowie T. L. Osborn waren durch ihre Schriften bekannt. Weitaus bekannter, weil sie zum Teil auch im Gospel Forum „dienten“ war dann die jüngere Generation von Paul Cain, Benny Hinn, Lester Sumrall oder aus Deutschland Andreas Herrmann.</p>
<p>Viele dieser „Glaubensheiler“ vertreten die Ansicht, dass Krankheit grundsätzlich vom Teufel ist. Die biblische Tatsache, dass Krankheit grundsätzlich von Gott zugelassen ist als ein Aufruf zur Buße oder ein Gericht über Sünde, dass sie ein Mittel zur Erziehung sein kann, wird von ihnen abgestritten. Dabei müssen wir doch beachten, was Gott dazu grundsätzlich sagt.</p>
<ol start="5">
<li><em> Mose 32,39: Seht nun, daß Ich, Ich allein es bin und kein Gott neben mir ist! Ich bin&#8217;s, der tötet und lebendig macht, ich zerschlage und ich heile, und niemand kann aus meiner Hand erretten!</em></li>
</ol>
<p>Die wichtigsten Irrtümer und Irrlehren der Charismatik in Bezug auf Heilung sind folgende:</p>
<ul>
<li>Heilung ist immer der grundsätzliche Wille Gottes für jeden Christen.</li>
<li>Heilung ist das Recht eines jeden Gläubigen aufgrund des Opfers von Jesus Christus.</li>
<li>Jesus Christus will, wie in seinem Erdenleben auch heute noch alle Kranken heilen.</li>
<li>Der echte Glaube eines Christen kann jede Heilung bewirken.</li>
</ul>
<p>Wir wollen auf die einzelnen Aussagen eingehen und sie biblisch prüfen.</p>
<p>Im Gemeindeverbund God in Life ist man mit diesen Aussagen sparsamer, haben doch so viele selbst erlebt, dass es nicht funktioniert. In den vergangenen Jahrzehnten wurden Schwerkranke (darunter auch mein Bruder) immer wieder nach erfolglosen Gebeten stigmatisiert: „Wahrscheinlich ist noch Sünde in deinem Leben, welche die Heilung verhindert“: Oder: „Du hast einfach zu wenig Glauben, sonst wärst du schon lange gesund“.</p>
<p>Das treibt gläubige kranke Menschen in die Verzweiflung. Sie fallen danach oft auf noch krassere Heilungsversuche von esoterischen oder charismatischen Scharlatanen herein.</p>
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<p><strong>Was sagt uns die Bibel über die Heilung von Krankheit?</strong></p>
<p>Es ist biblisch (und auch bei vielen Charismatikern) unstrittig, dass die Ursache der Krankheit im Sündenfall Adams zu suchen ist. Durch diese bewusste Trennung von Gott kamen Fluch, Krankheit, Schmerzen und letztendlich der Tod über den Menschen und zerstörten Geist, Seele und Leib.</p>
<p>Da der Teufel nicht einfach freie Hand hat, zu tun, was er will, dürfen wir auch nicht jede Krankheit ihm zuschreiben. Gott selbst hat immer die Oberhoheit über alles, was geschaffen ist, auch über den Teufel. Gott hat in seinem Ratschluss für die gefallene, sündige Menschheit auch den Fluch der Krankheit und des Todes verordnet.</p>
<p>Deshalb ist nicht die Krankheit oder der Fluch das Problem, sondern deren Ursache: die Sünde, welchen jeden Menschen von Gott abgeschnitten hat. Gott benutzt hier bei vielen Menschen die Krankheit, damit sie nach ihm schreien und die Wahrheit der Erlösung kennenlernen.</p>
<p>So können wir auf der Grundlage biblischer Befunde sagen:</p>
<ul>
<li>Gott ist souverän, sein Handeln ist gerecht, sein Ratschluss ist gültig und wahr.</li>
<li>Gott benutzt Krankheit als Gericht und Strafe für sündige Menschen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4.+Mose+17%3B11%3B+5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4. Mose 17;11; 5</a>. Mose 28,21)</li>
<li>Gott prüft seine Nachfolger. Das kann geschehen durch Leiden als Prüfung. Es kann sein, dass Gott seine Kinder durch Krankheitsleiden zurechtbringen muss, weil sie in Sünde gefallen sind. Wir sehen aber auch, dass Wiedergeborene an Krankheit leiden, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre. Ein markantes Beispiel dafür ist Hiob. Er ist heute noch ein Vorbild für uns Gläubige, weil er die Krankheit nicht dem Teufel zuschreibt, sondern aus Gottes Hand nimmt, auch wenn er sie nicht versteht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 2,7</a>)</li>
<li>Wir lesen von den Wundern, welche Gott durch Elisa tat, er selbst starb aber an einer Krankheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+K%C3%B6nige+13%2C14-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Könige 13,14-21</a>)</li>
<li>Auch im Neuen Testament sehen wir echte Männer Gottes, die krank wurden, obwohl sie treu dem Herrn dienten: Paulus, Trophimus, Epaphroditus. Es ist deshalb geistlicher Hochmut und verlogene Vermessenheit, wenn gepredigt wird, dass Christen nicht krank würden. Die Wirklichkeit in den Gemeinden sieht anders aus!</li>
</ul>
<p>Einer der gravierendsten Irrtümer der Charismatik zu diesem Thema besteht darin, dass oft verschiedene Heilszeitalter vermischt werden. Gott hat mit Israel in der Wüste völlig anders gehandelt, als er heute mit uns handelt. Wir können Verheißungen und Zusagen vom Herrn an sein Volk nicht einfach auf die Gemeinde übertragen. Deshalb dürfen wir nicht einfach Gottes Versprechen an sein Volk am Sinai für uns nehmen.</p>
<ol start="2">
<li><em> Mose 23,25: »Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen; und ich will die Krankheit aus deiner Mitte hinwegnehmen«.</em></li>
</ol>
<p>Auch die häufige Aussage, dass der Herr Jesus und die Apostel ja alle Kranken geheilt haben, ist für uns nicht automatisch übertragbar. Jesus Christus ging es vorrangig nicht um die Heilung von körperlichen Leiden, sondern die Menschen sollten ihn durch diese Heilungen als Messias erkennen und annehmen. Es ging um Errettung und Erlösung, um ewiges Leben.</p>
<p>Als wir vor 38 Jahren in die pfingstlich-charismatischen Kreise kamen, war in Bezug auf Krankenheilung immer wieder die berühmte Stelle aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4</a> zitiert worden: <em>„Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt“.</em></p>
<p>Die Argumentation der Heilungsprediger war scheinbar schlüssig. Wenn Jesus meine Krankheit getragen, dann muss ich sie ja nicht auch noch tragen. Es würde hier deutlich den Rahmen sprengen, den biblischen Gesamtzusammenhang von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a> darzulegen. Aber ich habe in der Zeit der Prüfung immer wieder entdeckt, dass gerade in der Charismatik einzelne Bibelverse isoliert betrachtet und angeführt werden. Das kann nur zu falschen Ergebnissen führen. Mit dieser unheiligen Praxis der Oberflächlichkeit kann ich natürlich alles lehren, ich benötige nur die richtige Stelle in der „passenden“ Übersetzung dazu.</p>
<p>Wenn wir <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a> kennen, dann brauchen wir dringend die anderen Stellen über den leidenden Gottesknecht, den Herrn Jesus. Wir erkennen dann, dass das Wort für Krankheit und Leiden mehrere Bedeutungen hat. Was Jesus da getragen hat, war in allererster Linie die geistliche Qual, das innere Leiden wegen unserer Sünden. Wenn wir im ersten Petrusbrief diese Stelle wieder finden, dann entdecken wir, dass es hier um die Verlorenheit der Sünde geht, unsere eigentliche „Krankheit“.</p>
<ol>
<li><em> Petrus 2,21-25: »Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen«.</em></li>
</ol>
<p>Als ich alle diese Stellen genau erforscht habe, zeigte sich Stück für Stück ein Bild, wie Gott heute heilt. Gott heilt souverän wen, wann, wo und wie er will. Wir dürfen als seine Kinder zu ihm kommen und für uns und auch für andere um Heilung bitten. Es ist die Gnade und Barmherzigkeit Gottes, dass er auch Menschen heilt, die in der Sünde tot sind. Sogenannte Heilungsversprechen, Hände auflegen, besondere Praktiken in Bezug auf Heilung entstammen nicht dem Wort, sondern einem trügerischen Geist. Hier gilt es persönlich die Bibel zu lesen und zu prüfen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">4. Befreiungsdienst</span></h3>
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<p>In der charismatischen Gemeindepraxis habe ich sehr oft mit diesem Begriff zu tun gehabt. Der Befreiungsdienst hat bei den allermeisten Gemeinden mehr oder weniger einen festen Platz. Die häufigste Begründung für das gemeindliche Handeln bezieht sich auf die Worte Jesu in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+10%2C8%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 10,8: </a><em>„Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus!“</em></p>
<p>Wir haben ja schon festgestellt, dass nicht alles, was in der Bibel steht, für jeden und zu jeder Zeit zutrifft und anzuwenden ist. Jesus sendet ja an dieser Stelle seine Apostel zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Doch die Pfingstbewegung hat solche Sätze immer wieder isoliert betrachtet und als Legitimation ihres Handelns zugrunde gelegt. Deshalb ist es auch hier wichtig, diese Praktiken, sei es das Gebet um Befreiung unter Handauflegung bis hin zu wüster Dämonenaustreibung, sowie die geistliche Kriegsführung auf einen biblischen Prüfstand zu stellen.</p>
<p>In der Praxis habe ich erlebt, dass vor allem in den ersten Jahren der Biblischen Glaubens-Gemeinde unter Peter Wenz eine extreme Befreiungslehre gelehrt und praktiziert wurde. Frank Hammond, ein Prediger aus den USA, zeigte uns ganz deutlich, wie Befreiungsdienst in der Gemeinde gehandhabt wird. In seinem Buch <em>Pigs in the Parlor </em>(Schweine im Wohnzimmer) fanden wir Listen von Sünden und Gründen für Belastungen. Und natürlich fand jeder von uns etwas, was einen persönlich betraf.</p>
<p>Beim obligatorischen Aufruf am Ende der Gottesdienste kamen auch immer Menschen nach vorne, die mit einer seelsorgerlichen Not oder Suchtproblemen zu kämpfen hatten. Beim Händeauflegen und dem gebietenden Gebet fingen viele an zu zittern, zu schütteln oder auch laut zu schreien. Das war für uns alle ein sichtbares Zeichen, „dass der Herr befreiend am Wirken war“! Welch ein haarsträubender Irrtum!</p>
<p>Wir finden in der Bibel kein einziges Beispiel eines wiedergeborenen Menschen, an dem Befreiungsdienst praktiziert wurde. Die heutige irreführende Praxis des Befreiungsdienstes ist ein geistlicher Irrweg, der das Befreiungswerk unseres Herrn Jesus am Kreuz schmälert und dem Feind Gottes, dem Satan unnötigerweise Aufmerksamkeit und Respekt zollt.</p>
<p>Genau hier hat der Teufel heute Millionen von Christen in eine falsche Praxis geführt. Es steht außer Frage, dass unerlöste Menschen dämonisch befleckt oder sogar belastet sein können. Gerade auf dem Missionsfeld in Afrika erleben wir krasse Fälle von Belastung, bis hin zur Besessenheit. Doch haben wir heute in der Gemeindezeit den biblischen Auftrag, diesen Dämonen in Autorität zu gebieten, so wie der Herr es seinen Aposteln befiehlt?</p>
<p>In der Zeit der Apostel im ersten Jahrhundert sehen wir, wie durch die Hände der Apostel und einiger engen Mitarbeiter wie Stephanus oder Philippus die bösen Geister ausgetrieben wurden. Diese Befreiungen wirkte der Herr, um seine göttliche Macht zu demonstrieren und die nachfolgende Botschaft des Evangeliums durch diese Zeichen zu untermauern.</p>
<p>In den Briefen des neuen Testamentes finden wir nach der Apostelgeschichte und der Zeit der Apostel keine Begebenheit mehr, wo das Austreiben von Dämonen gelehrt oder gar beschrieben wird. Die Apostellehre zeigt uns dagegen unmissverständlich, dass wiedergeborene Gläubige aus dem Herrschaftsbereich des Teufels herausgerettet sind. Sie unterstehen damit der Königsherrschaft Jesu Christi und sind vor dem Zugriff des Feindes geschützt.</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C13-14%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,13-14: </a> Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.</em></p>
<p>Der Heilige Geist, der mit der Wiedergeburt in uns wohnt, wird sicher seine Wohnung nicht mit irgendwelchen unreinen Dämonen teilen. Das wirkliche Erlösungswerk des Herrn Jesus gibt sich nicht mit 85 % zufrieden, wobei der Rest noch befreit werden muss. Das ist pfingstliche „Erfahrungstheologie“, welche dem Wort Gottes widerspricht. Ich kenne viele Menschen, die jahre- oder gar jahrzehntelang in Befreiungsseelsorge waren und sind, immer auf der Suche nach demjenigen, der endlich die Autorität hat, die Misere zu beenden. Sie lassen sich oft in langen Prozessen auf christlich-psychologische Praktiken ein, ohne wirklich frei zu sein, dafür aber finanziell erleichtert.</p>
<p>Indem dem Reich Satans große Bedeutung zugeschrieben wird, werden auch die Gründe von Belastungen und Bindungen zumeist in der Vergangenheit gesucht. Vorfahren, Flüche, Unfälle, Operationen, Krankheiten, Depressionen, Rebellion, alles wird herangezogen, um eine geistliche Anamnese zu erstellen. Die eigentliche „Befreiung“ geschieht dann natürlich mit Handauflegung „im Namen Jesu“. Geister werden gebunden, sie werden in „Vollmacht“ fortgeschickt, es werden Flüche gebrochen, Proklamationen vorgelesen.</p>
<p>Sehr oft werden diese Sitzungen durch geistliche Eindrücke untermauert, Worte der Erkenntnis, Eindrücke, Bilder, bis hin zu hellseherischen Fähigkeiten werden eingesetzt. Zeigt sich beim Hilfesuchenden dann eine Reaktion, wie Husten oder Zittern, wird das als Zeichen gewertet, dass der „Dämon“ reagiert, und es wird ein Gang zugelegt. Wüste Szenen mit Brüllen, Spucken, Lästern, auf dem Boden Wälzen kennen wir aus der Gemeindepraxis zuhauf. Diese Praxis zeigt aber auch deutlich, dass viele dieser Menschen nach jahrelanger Suche bei noch größeren Scharlatanen landen, oder in einer christlich-psychiatrischen Einrichtung in Dauerschleife.</p>
<p>Diese erkennbaren schlechten Früchte sind es, von denen der Herr Jesus spricht. Doch wie kann ein Mensch wirklich frei werden, wenn wir das Wort des Herrn wirklich ernst nehmen?</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+8%2C+36%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 8, 36: </a> Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.</em></p>
<p>Wir brauchen hier dringend die biblische Erkenntnis, dass wahre geistliche Freiheit nur erlebt werden kann, wenn Menschen durch das Wirken des Heiligen Geistes zur Buße geleitet werden, dann von neuem geboren und mit dem Heiligen Geist versiegelt werden. Ohne hier über Menschen zu richten, habe ich persönlich über die Jahre in der Charismatik die Beobachtung gemacht, dass ohne eine klare biblische Verkündigung in den Gottesdiensten Menschen „zu Jesus eingeladen“ werden, ohne Buße, ohne Umkehr, ohne ein Bewusstsein von der eigenen Verlorenheit.</p>
<p>Diese leichtfertige Botschaft, dass „Jesus, best friend“ dein Leben besser machen möchte, bringt leider oftmals leichtfertige Bekehrte hervor, die nie zu einer echten Wiedergeburt durchgedrungen sind, weil sie ein falsches Evangelium gehört haben. Sie stützen sich in ihrem schwachen Glauben auf Erlebnisse, werden verführt, sind nicht gegründet und werden es auch nie sein. Sie sind in Wahrheit doppelt betrogen, weil sie meinen, dass sie gerettet seien, aber oft noch komplett im alten, sündigen Leben stecken.</p>
<p>Für mich ist dieser erlebte tausendfache Vorgang die eigentliche Tragik in der Charismatik. Menschen werden durch einen falschen Geist zu einer Pseudo-Umkehr gerufen, sie sind nicht biblisch belehrt über ein gesundes Glaubensleben. Sie leben dann in der Regel fleischlich und sündig weiter und der Feind kann sie ungehindert ihrer eigentlichen geistlichen Segnungen berauben. Das gilt sicher nicht für alle, ich kenne durchaus ernste und wiedergeborene Freunde in der Charismatik. Doch der falsche Geist wird in der Vermischung von Wahrheit und Irrtum immer darauf hinarbeiten, dass Menschen geschwächt und betrogen werden oder sogar vom Glauben abfallen.</p>
<p><em>Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! (…) Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+8%2C31-32.36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 8,31-32.36</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">5. „Geistliche Kriegsführung“</span></h3>
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<p>Jeder Gläubige wird zustimmen, dass es gute und böse Mächte gibt, Engel Gottes und die Engel Satans. Dass diese Engel auch Einfluss auf die nationalen Geschehnisse von Völkern und Nationen haben, sehen wir schon im Buch des Propheten Daniel und in der Offenbarung. Die Frage, die sich bei mir nach der charismatischen Zeit und der damit verbundenen Praxis der „geistlichen Kriegsführung“ gestellt hat, war, wie sollen wir denn biblisch mit diesen Dingen umgehen?</p>
<p>Wir erkennen klar in der Schrift, dass der Satan die unerretteten Menschen in seinem Machtbereich hat (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C13%3B+1.+Johannes+5%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,13; 1. Johannes 5,19</a>). Die wiedergeborenen Menschen sind aus diesem Machtbereich des Satans durch die Annahme des vollkommenen Opfers unseres Herrn Jesus herausgelöst und in eine himmlische Stellung versetzt worden. Wir sind dadurch als neue Kreaturen in Christus geschützt und geborgen in ihm, weil die Mächte und die Gewaltigen der Finsternis keinerlei Herrschaft in diesem Bereich ausüben können.</p>
<p>In dieser Stellung als Söhne Gottes lässt Gott es immer wieder zu, dass wir hier auf der Erde durch Anfechtungen und Verführungen geprüft werden. Deshalb spricht Paulus im sechsten Kapitel des Epheserbriefes davon, wie wir mit der geistlichen Waffenrüstung diesen Kampf erfolgreich bestehen können. Gott hat in diesen Schwierigkeiten schon den Sieg für uns vorbereitet, wenn wir gelernt haben, nach Seinen Regeln zu kämpfen.</p>
<ol>
<li><em> Korinther 15,57: Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus</em></li>
</ol>
<p>Wenn wir in den charismatischen Gemeinden nach den Begründungen für die geistliche Kriegsführung suchen, stellen wir fest, dass das offensive Angreifen des Feindes in Proklamation und autoritärem Gebet dazu führen soll, den Feind zu schwächen und den Weg für effektive Evangelisation und Gemeindewachstum freizumachen.</p>
<p>Damit eng verwandt ist die Irrlehre des „Dominionismus“. Unter dem frommen Slogan „Macht alle zu Jüngern“ und „Dein Reich komme“, sollen ganze Nationen und gesellschaftliche Bereiche „transformiert“ und das Reich Gottes hier und heute verwirklicht werden. Dies soll geschehen, indem die Macht Satans zerbrochen wird und das Reich Gottes schon hier auf der Erde aufgerichtet werden soll.  Einer der wichtigsten Vertreter dieser Irrlehre war C. P. Wagner. Er wird auch als einer der Gründungsväter der NAR (New Apostolic Reformation) angesehen.</p>
<p>Ganz praktisch habe ich persönlich die Proklamationen und gemeinsamen ekstatischen Gebete der geistlichen Kriegsführung vor allem in den 90er Jahren in der BGG erlebt und praktiziert. Zum Teil wurde auf dem Satan herumgetrampelt, oder es wurden die dämonischen Fürsten wütend beschimpft.</p>
<p>Wir waren damals tatsächlich davon überzeugt, für den Herrn etwas Großartiges im Gebet erreicht zu haben. Auch heute noch gibt es geistliche Leiter, die in Publikationen an Ostern dazu auffordern, „den Tod getrost auszulachen“, so wie es schon die alte Kirche tat, obwohl sogar der Erzengel Michael in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Judas+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Judas 1,9</a> nicht wagte, über den Satan ein lästerndes Urteil zu fällen.</p>
<p>Eines der ganz praktischen Beispiele für geistliche Kriegsführung, das deutschlandweit praktiziert wurde, war der „Jesus Marsch“ im Juni 1994 in Berlin. Mehr als 50.000 Menschen waren nach Berlin gekommen um an diesem Marsch teilzunehmen. Auch wir als Royal Rangers waren mit unseren jungen Leuten vertreten. Schon im Vorfeld wurde über diesen Tag von C. P. Wagner prophezeit: „Ein Tag, der die Welt verändern wird“. Überall auf der Welt liefen zur gleichen Zeit Gebetsinitiativen mit Millionen von Teilnehmern.</p>
<p>Einer der bekannten Leiter der Charismatik in Deutschland sagte: „Der Marsch ist eine Demonstration des Reiches Gottes. Wir bekennen und rufen: Sein Königreich ist hier. Menschen auf der Straße werden das Reich Gottes durch uns sehen“. Unter dem Gedröhne von Lautsprecherfahrzeugen liefen die Teilnehmer in einer Kolonne von 8 Kilometern Länge in brütender Hitze durch Berlin zum Olympiastadion. Die lauten Sprechchöre: „Jesus, Jesus, Jesus, wir verkünden den Namen Jesus allen Nationen. Wir proklamieren allen Generationen: Dein Reich bricht an, König der Völker, Dein Wille geschehe hier in unserem Land. König der Völker!“ Die brütende Hitze an diesem Tag hatte wohl viele Teilnehmer abgehalten, auch noch im Olympiastadion bei der Schlusskundgebung teilzunehmen. Das Stadion war nur halb gefüllt.</p>
<p>Es war im Vorfeld dieses Marsches immer dieses eine Wort zu hören: „Freisetzen, wir müssen freisetzen“! Das konnte natürlich nur durch geistliche Kriegsführung geschehen, zu der die Gemeinden in der Vorbereitung aufgerufen wurden. Es ist eine irregeleitete Lehre, dass der Sieg Jesu am Kreuz der Gemeinde gegeben ist, um hier in Autorität diesen Sieg auf der Erde durchzusetzen. Jetzt, nach genau 30 Jahren wissen wir, dass dieser Tag in Berlin doch nicht die Welt verändert hat. Und Berlin ist auch nicht gesegneter geworden, sondern ein Sumpf von Schulden, politischem Chaos und Gottesferne.</p>
<p>Immer wieder wird in dem Zusammenhang mit der geistlichen Kriegsführung vom „Binden und Lösen“ gesprochen, mit dem Anspruch, dass Charismatiker in der Lage sind, den Teufel und seine Dämonen zu binden oder Menschen aus dämonischen Bindungen herauszulösen. Dabei wird als Grundlage <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+18%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 18,18</a> zitiert, wobei diese Bibelstelle wie bei vielen charismatischen Irrlehren völlig isoliert betrachtet wird. Wenn wir diese Stelle richtig verstehen wollen, müssen wir den Gesamtzusammenhang, d.h. auch die Stellen davor und danach mit einbeziehen. Dies würde aber im Sinne einer sorgfältigen Auslegung hier zu weit führen.</p>
<p>Die geistliche Kriegsführung, wie auch der Befreiungsdienst treten in ihrer Praxis in einen geistlichen Kontakt mit den Mächten der Finsternis, der uns vom Wort Gottes keinesfalls erlaubt ist. Die direkte Ansprache von Geistern der Finsternis ist bei vielen gut gemeint, aber dennoch nichts anderes als getarnte Zauberei. Hier verleitet die charismatische Bewegung ihre Anhänger zu unbiblischem Verhalten, was wie keine andere Praxis direkt in Zauberei und Spiritismus hineinführt. Die meisten charismatischen Leiter sind in diesen Dingen gefangen, mit der täuschenden Selbstwahrnehmung, in der vordersten Linie des Kampfes gegen Satan zu stehen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">6. Was ist „gesunder Glaube“?</span></h3>
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<p>Schon am Anfang unserer Gemeindemitgliedschaft in der BGG stießen wir wöchentlich auf ein Thema, das wir so bisher noch nicht gekannt hatten: „Vollmächtiger Glaube“! Gab es in den früheren Jahren der BGG Mittwochabends regelmäßig die Bibelstunde, veränderte sich diese Bibelstunde in einen „Powerabend“. In unseren früheren pietistischen Kreisen der Hahn’schen Gemeinschaft und der Liebenzeller Mission war dieses Thema, wenn überhaupt, selten gelehrt worden.</p>
<p>Noch bevor wir in die BGG gingen, lasen wir von Robert Schuller und Dale Carnegie Literatur über vollmächtigen Glauben und positives Bekenntnis. Das bereitete sicherlich den Boden für die Literatur von Kenneth Hagin und der „Wort des Glaubens Bewegung“. Seine Bücher, sowie die Hefte von Oral Roberts, Lester Sumrall, John Osteen, Smith Wigglesworth, T. L. Osborn und Derek Prince machten großen Eindruck auf uns, vermittelten sie doch einen vermeintlichen Glauben, der wirklich Berge versetzen konnte. Unsere Täuschung lag einfach darin begründet, dass wir keine gesunde Lehre über die biblischen Gesamtaussagen zu diesem Thema hatten. In der Regel wurde immer mit einzelnen Bibelversen argumentiert, ohne die tatsächlichen Zusammenhänge zu kennen.</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+11%2C6%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 11,6:</a>  Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen“</em></p>
<p>Die kraftvollste Lüge, der wir glaubten, war die Annahme, dass unser früheres kindliches Gebet und das anvertrauende Bitten zu unserem Vater im Himmel nur ein mangelhaftes Gebet sei. Gott wolle, dass wir gebieten, aussprechen, visualisieren, bekennen. Diese Lüge führt dazu, dass Menschen das Heft des Glaubens selbst in die Hand nehmen und mit ihren Glaubenstechniken Gott zwingen wollen, auf ihren Glauben zu handeln.</p>
<p>Diese Verführung zieht sich so durch, dass Menschen tatsächlich glauben, dass sich Gott für ihre Ziele durch Glauben einspannen lässt. Diese Selbstüberhöhung und Machttechnik will der Teufel den Gläubigen zur Falle machen. Hier wird Magie raffiniert durch „Glauben“ getarnt. Nicht alle in den Gemeinden waren auf dieser Linie, aber Vorbilder wie Reinhard Bonnke tönten: „Wenn sich der Heilige Geist nicht bewegt, dann bewegen wir eben den Heiligen Geist“! Das hat mit Glauben nichts zu tun, sondern ist pure Anmaßung.</p>
<p>Diese falsche Glaubenshaltung drückt sich in der Charismatik vor allem durch das „Glaubensgebet“ aus. Stundenlanges Durchbeten bis Ziele erreicht werden, das Fordern von Gott, das Erzwingenwollen von Segnungen und der Dauerschrei nach Erweckung sind Schwerpunkte, die vor allem auch in den charismatischen Gebetshäusern weltweit praktiziert werden.</p>
<p>Das große Vorbild ist das IHOP (International House of Prayer) in Kansas City. Dort wird das 24/7 Gebet praktiziert, Mike Bickle der Leiter, ist ein gern gesehener Freund im Gospel Forum. Inzwischen ist sicher das katholische „Gebetshaus Augsburg“ mit Johannes Hartl der Trendsetter der deutschen Gebetshäuser. Das durchgängige Gebet, vermischt mit charismatischem Lobpreis und katholischer Irrlehre, zieht auch durch die „Mehr“-Konferenzen tausende von evangelikalen jungen Leuten an.</p>
<p>Nach den Erkenntnissen über die falsche Glaubenslehre waren wir natürlich ausgehungert, was biblischen Glauben betrifft. Wir lernten neu, dass biblischer Glaube eine persönliche Beziehung zu unserem Vater im Himmel und seinem Sohn Jesus Christus als Grundlage hat.</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+11%2C1%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 11,1: </a> Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.</em></p>
<p>Da wir aber als sterbliche Menschen Gott nicht sehen können, sind wir grundsätzlich auf das Wort Gottes angewiesen, wo sich Gott uns offenbart. Dieses Wort Gottes ist die Basis, das Fundament unseres Glaubens, Gott offenbart sich darin. Echter Glaube ist nicht der Glaube an etwas, sondern der Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes. Der Heilige Geist erschließt uns dieses Wort in unseren Herzen, er wird auch der „Geist des Glaubens“ genannt.</p>
<p>Der biblische Glaube, den wir hier ganz neu kennenlernen durften ist ein kindlicher Glaube. Er ist gegründet im Vertrauen auf das, was ER gesagt hat, auf SEINE Souveränität und SEINE Zusagen. Wir haben keinen Gott, den wir am Gebetsautomat füttern müssen, damit etwas herauskommt, nein, wir wissen, dass er hört, wenn wir mit gereinigtem Herzen unsere Bitten und Anliegen ihm sagen. Der Apostel Johannes drückt das durch den Heiligen Geist so treffend aus:</p>
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<li><em> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+5%2C14%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 5,14:</a> Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten.</em></li>
</ol>
<p>Dieser biblische Glaube im Gebet ist nicht unser Verdienst oder Können, es ist eine Herzenshaltung, gegründet auf Gottesfurcht und Hingabe.  Wir haben neu gelernt, Gott zu danken, IHM die Ehre und Anbetung zu geben, so wie ER es möchte, im Geist und in der Wahrheit. Es ist keinesfalls mehr ein „Bestürmen des Thrones Gottes“ oder ein „An-sich-Reißen des Reiches der Himmel“. Nein, es ist nicht mehr affektiert, sondern echt. Gott sei Dank!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">7. Was bedeutet eigentlich „Innere Heilung“?</span></h3>
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<p>In unserer Zeit im Gospel Forum war in den 90er Jahren ein Thema allgegenwärtig: Seelsorge. Viele Menschen wurden durch dieses Thema angezogen, da sie durch diese Seelsorge, begleitet durch Eindrücke, Worte der Erkenntnis und vollmächtiges Gebet durch Handauflegung Hilfe für sich erwarteten. Im Nachhinein wurde uns bewusst, dass einzelne „vollmächtige Seelsorger“ diese Menschen an sich banden und den Platz einnahmen, der nur dem Herrn Jesus Christus zusteht.</p>
<p>In der Zeit unserer biblischen Prüfung erkannten wir, dass die meisten dieser charismatischen Seelsorgekonzepte an dem vorbeigehen, was die Bibel darüber lehrt. Hier hatten vor allem die aus der weltlichen Psychologie bekannten Konzepte Einzug gehalten.</p>
<p>Die biblischen Grundlagen, dass ein wiedergeborener Gläubiger mit Christus gekreuzigt ist und daraufhin in seiner Stellung in Christus sein fleischliches Leben täglich ans Kreuz bringt, das wird hier in der charismatischen Seelsorge meistens ausgeblendet. Wenn diese biblischen Grundvoraussetzungen in der Seelsorge nicht beachtet werden, driftet sie in eine humanistisch-psychologische Richtung ab.</p>
<p>Es geht in der charismatischen Seelsorge meistens um „Verletzungen“ und „Traumas der Vergangenheit“, für die „Heilung“ erforderlich ist. Hier wird echte biblische Buße gegen „Heilung“ oder „positive Bekenntnisse“ eingetauscht. Zumeist kommen vom Seelsorger Eindrücke, Weissagungen oder Bilder, bis hin zu Visualisierungen, die vor allem im New Age angewandt werden. Eine Schlüsselrolle dieser Sitzungen spielen das „Freisetzen“ oder das Lossprechen, wie auch das Binden und Lösen.</p>
<p>Gerade die Lehre von der „Inneren Heilung“ geht davon aus, dass jeder Christ diese innere Heilung nötig hat, da aus der Vergangenheit Erinnerungen, Traumas, seelische Verletzungen und Sünden das geistliche Leben und die Beziehung zu Gott behindern. Wir haben erkannt, dass die moderne Psychologie einen wesentlichen Einfluss auf das Thema „Innere Heilung“ hat.</p>
<p>Die Charismatikerin Betty Tapscott , die diesen Irrtum befürwortet, beschreibt ihn in ihrem Buch „Frei gemacht“ sehr treffend: „Innere Heilung ist Psychotherapie plus Gott“. Über die Jahrzehnte hat diese Vermischung von Psychologie und christlichem Glauben vor allem in Amerika viele Pastoren als Befürworter gewonnen. Auch in Deutschland kennt man Namen wie Norman Vincent Peale, James Dobson, Robert Schuller, Bill Hybels und Rick Warren.</p>
<p>Es bleibt festzustellen, dass bei diesem Thema nicht nur die Psychologie, sondern auch etliche Praktiken des New Age Pate standen. In den letzten 70 Jahren hat die Psychologie und ihr Menschenbild immer mehr Einzug in die christlichen Gemeinden gehalten. Die Person des Menschen, seine Bedürfnisse, seine Wünsche und auch seine Verletzungen rückten immer mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung und prägten Lehre und Predigt. Biblische Aussagen wurden Stück für Stück durch psychologische Argumentationen ersetzt.</p>
<p>Prediger sprechen deshalb vom Selbstwertgefühl, das durch die Selbstannahme zu Selbstvertrauen führt. Durch die Selbstentdeckung wird das negative Selbstbild zur Selbstachtung geführt. In diesen Konzepten hat die Sünde keinen Platz mehr, die Selbstgerechtigkeit führt den Menschen in die Lüge hinein, sodass nicht mehr er schuldig ist, sondern ein Opfer der Vergangenheit und der Umstände. Hier tritt der Humanismus in einem christlichen Mantel auf.</p>
<p>Dave Hunt formuliert es so treffend: „Die Psychologie bietet faule Ausreden für Faulheit, Rebellion und Sünde. Niemand ist schuldig, jeder ist ein Opfer. Das Herz ist nicht böse, wie die Bibel wiederholt feststellt; fehlende Selbstachtung ist das Problem, wie James Dobson und andere „Experten“ erklären – eine Wahnidee, die sie von der Welt importiert haben. Sünde ist zur „psychischen Erkrankung“ geworden, die nicht Buße erfordert, sondern „Therapie.“</p>
<p>Paulus bringt es im Brief an die Römer und im Kolosserbrief auf den Punkt:</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+7%2C18%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 7,18: </a> Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.</em></p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+2%2C8%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 2,8: </a> Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.</em></p>
<p>Das Tragische der charismatischen inneren Heilung und den verwandten Techniken ist, dass der Mensch seine Verletzungen, seine Ablehnungen, und seine abartigen Gedanken auf das falsche Verhalten der Eltern, der Vorfahren und den Reaktionen von anderen schieben kann. Es geht nicht mehr um das persönliche, verdorbene, sündige Ich, das gekreuzigt werden muß; es geht um ein Ich, dem geholfen, das geheilt und gestärkt werden muss.</p>
<p>Dadurch wird der Hilfesuchende zu einem Dauerfall, da er durch diese Irrlehre von der biblischen Wahrheit von Buße und Wiedergeburt abgezogen wird, hin zu einer permanenten geistlichen Nabelschau. Ich kenne persönlich viele solcher armen Menschen, die seit Jahrzehnten in sich bei diesem Thema gefangen sind und offen oder latent leiden. Dabei wäre für sie ein Satz unseres Herrn Jesus Christus so heilsam:</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+8%2C31%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 8,31: </a> Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!</em></p>
<p>Im Alltag des Gemeindelebens im Gospel Forum und später bei God in Life sind über die Jahre neue Begriffe und Praktiken in Verbindung mit dem Themenspektrum Seelsorge aufgetaucht:</p>
<p>Visualisierung / Sozo / Hörendes Gebet / Soaking</p>
<p>In unserer Zeit der Prüfung haben wir uns mit diesen Themen näher beschäftigt, um eine Aussage dazu treffen zu können, die auf das Wort Gottes und nicht auf „Erfahrungen“ gegründet ist.</p>
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<p><strong>Visualisierung</strong></p>
<p>Darunter versteht man die gedanklichen Vorstellungen, die Umsetzung der Bilder, wenn man die Augen schließt. Schon früh hatten wir die Argumente dieser Technik im bekannten Buch <em>Die vierte Dimension</em> von Dr. Paul Yonggi Cho kennengelernt. Dieser inzwischen verstorbene bekannte Irrlehrer aus Südkorea zeigte in der „Vierten Dimension“ vielen Christen Wege auf, die ganz klar aus dem Bereich des Schamanismus und der Zauberei kommen. Diese gelenkten Bildvorstellungen werden von Schamanen benutzt, um Kontakt zum Übernatürlichen, zur Welt der Geister zu bekommen. Yonggi Cho hatte trickreich die Geisterwelt durch den „Heiligen Geist“ ersetzt &#8211; einen falschen Geist, wie wir heute wissen.</p>
<p>Der Kern der Visualisierung ist der Glaube, dass wir tatsächlich durch das, was wir als Vision sehen, eine Wirklichkeit erschaffen können. Cho beschreibt in seinem Buch Fälle, wo durch das richtige „Sehen“ Menschen Wohlstand, Glück, Partnerschaft und Heilung empfingen. Es darf uns nicht wundern, dass hier der Satan mit falschen Zeichen und Wundern der letzten Zeit Einzug gehalten hat. Cho war mit seiner „größten Megagemeinde der Welt“ in Seoul/Südkorea das Aushängeschild und Vorbild vieler Charismatiker weltweit. Die Gemeinde JMS Altensteig unter Hermann Riefle war Gastgeber, als Cho nach Deutschland kam. Seine falschen Prophetien hatten Riefle und die Gemeinde maßgeblich in ihrem Werdegang beeinflusst.</p>
<p>Auch heute sehen wir die Visualisierung als satanische Praxis, wie sie in viele Bereiche Einzug gefunden hat. Eine der befreundeten Arbeitsbereiche bei God in life ist LaM (Love after marriage), das von einem lieben Freund und seiner Frau geleitet wird. Diese Arbeit kommt aus Bethel, der hypercharismatischen Gemeinde von Bill Johnson. Die Arbeit an verheirateten Ehepaaren wird im Internet wie folgt vorgestellt:</p>
<p>„Wir wollen Ehepaaren durch unsere Workshop-Angebote die Möglichkeit geben, eine Beziehungskultur kennenzulernen, die „dem Modell des Himmels“ entspricht und in denen die Paare Gott persönlich begegnen. An diesem Punkt, wenn Gott selbst an den Herzen wirkt, findet tiefgreifende Veränderung statt. Das ist die Grundlage für einen Lebensstil und für Beziehungen, die von Offenheit, Vergebung und Versöhnung geprägt sind“.</p>
<p>„Barry und Lori Byrne haben diese Methode zur inneren Heilung auf Basis von mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Ehe- und Familientherapie entwickelt. Auf einem Spirit Connection Training werden die Tools, die auf den Workshops ‚Love after Marriage‘ und dem ‚Single Life Workshop‘ erarbeitet wurden, weiter vertieft und zu diesem Modell der inneren Heilung zusammengeführt“.</p>
<p>Wir sehen, deutlich, wie die Begriffe „Modell des Himmels“, „Spirit Connection“ und „Innere Heilung“ zusammengeführt werden. Diese Linie der Verführung betrifft sehr viele Gemeinden und Christen, nicht nur die charismatischen, auch die evangelikale Welt nimmt daran teil. Petrus beschreibt diese geistliche Situation sehr treffend:</p>
<ol start="2">
<li><em> Petrus 2,20: Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste.</em></li>
</ol>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Sozo</strong></p>
<p>In den vergangenen 20 Jahren im Gospel Forum und in der Gemeindebewegung God in life kam in den Gemeinden immer mehr der Einfluss der „Bethel Church“ in Redding / Kalifornien zum Tragen. Bill Johnson, den Hauptpastor der Bethel Church, konnte man im Gospel Forum persönlich hören und erleben.</p>
<p>Viele junge Erwachsene, aber auch Ehepaare pilgerten nach Redding, um für ein Jahr oder bis zu 3 Jahren die Bibelschule, die „Bethel School of Supernatural Ministry“, zu besuchen. Und diese Leute kamen tatsächlich „verändert“ zurück. Für die Praxis des geistlichen Lebens tauchten neue Begriffe wie „Soaking“, „Schatzsuche“ und „Sozo“ auf.</p>
<p><em>Sozo</em> wurde von zwei Mitarbeiterinnen der Bethel Church, Dawna De Silva und Theresa Liebscher, entwickelt. Das griechische Wort <em>sozo</em> bedeutet retten und heilen. Die Seelsorgepraxis von <em>Sozo</em> geht von dem behaupteten Mangel aus, dass Christen „keine tiefe Beziehung zu den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist haben“. Sie wollen Blockaden beseitigen, damit der Patient Gedanken, Gefühle, Eindrücke, Bilder und Wahrnehmungen in „Gottes Gegenwart“ erleben kann.</p>
<p>Dabei kann der Patient die Art und Weise selbst wählen, wie er „Gott begegnen möchte“. Dort, wo die Bibel eindeutig die Buße und Umkehr lehrt, wird anstelle der Wahrheit durch die Umprogrammierung des Denkens der Patient gelehrt, auf Geisteroffenbarungen zu hören und zu „spüren“.</p>
<p>Dem möchte ich drei wichtige Aussagen aus dem Wort Gottes gegenüber stellen:</p>
<ol start="2">
<li><em> Korinther 11, 13: Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.</em></li>
</ol>
<p>Bill Johnson und seine inzwischen weltweit agierende Bewegung kann man sicherlich als falschen Apostel und Engel des Lichts einordnen. Die Kraft der Verführung, welche von der Bethel-Bewegung ausgeht, nicht zuletzt auch durch den mystischen Lobpreis, ist gewaltig, und Millionen werden dadurch in die geistliche Finsternis gezogen. </p>
<ol>
<li><em> Timotheus 4,1: Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden. </em></li>
</ol>
<p>Hier zeigt Paulus den geistlichen Hintergrund vieler gegenwärtigen Strömungen in den Gemeinden, nicht nur den charismatischen.</p>
<ol>
<li><em> Timotheus 6,16: …der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann;</em></li>
</ol>
<p>Gott kann von niemand gesehen werden. Menschen, die davon berichten, wie sie mal wieder im Thronsaal Gottes waren und „auf Daddy’s Schoß gehüpft“ sind, haben keine Ahnung von der Wirklichkeit und Heiligkeit von Gott. Dieser generelle Mangel an Gottesfurcht hält sie in ihrem Zustand blind und führt in den Untergang.  </p>
<p><em>Sozo</em> ist ein raffiniertes Mittel, um Hilfesuchende in ihrer Not an falsche Geister zu binden. Sie lernen, auf diese Stimmen zu hören, anstatt durch biblische Zurechtbringung wirkliche Befreiung zu erfahren. <em>Sozo </em>ist keine Hilfe, sondern ein Weg des falschen Lichtes, ein satanischer Weg in den Spiritismus. </p>
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<h2><span style="color: #800000;">IV. Wie geht es weiter?</span></h2>
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<p>Über die vergangenen Jahre haben wir diese göttliche Prüfung anhand seines Wortes an uns geschehen lassen. Der Schrei nach Wahrheit, welcher in unseren Herzen immer lauter wurde, diesen Schrei hat Gott erhört. Auf den vorigen Seiten habe ich Schwerpunktthemen dieser Überprüfung aufgeführt. Es gäbe noch viel mehr zu berichten, das würde aber sicherlich den vorgenommenen Rahmen bei weitem sprengen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Wendung auf unserem falschen Weg</strong></p>
<p>Die Verführungen und Irrlehren in der Charismatik zu erkennen, das ist eine Sache. Dazu bedarf es nicht nur der Bereitschaft, sondern vor allen Dingen der Gnade des Herrn. Was wir aber klar erkannt haben, ist die Tatsache, dass wir jahrzehntelang unter dem Einfluss und der Wirkung eines falschen Geistes gelebt und gearbeitet haben. Dieser falsche Geist vermischt sich in den Gemeinden immer mit der biblischen Lehre; er ist wie ein Schleier, der verhindert, biblische Wahrheit klar zu erkennen und auszuleben.</p>
<p>Doch diese erkannte Wahrheit ist sicherlich nur der Anfang. Für uns war es unbedingt notwendig, dass wir uns lossagten von allem, was dieser falsche Geist in unserem Glaubensleben installiert hatte. Das waren die Irrlehren und Praktiken vom Zungenreden, Umfallen, Handauflegungen, Prophetien und vieles mehr.</p>
<p>Eine Gesundung in dieser Zeit war nur möglich, indem wir uns konsequent und praktisch von allem getrennt haben, was der Wahrheit des Wortes entgegensteht. Ohne eine echte Buße, Lossagung und Umkehr wird diese geistliche Gesundheit nicht möglich sein. Leider sind viele unserer Freunde in diesem Prozess stecken geblieben oder haben dabei Kompromisse gemacht. Ihnen gilt unser anhaltendes Gebet.</p>
<p>Der nächste Schritt war dann ein ganz praktischer Schritt. Der Apostel Paulus lehrt so deutlich in seinen Briefen zum Thema „Absonderung“.</p>
<ol start="2">
<li><em> Korinther 6,14: Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15 Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? 16 Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. 17 Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, 18 und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.</em></li>
</ol>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+16%2C17%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 16,17:</a>  Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie! 18 Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen. 19 Denn euer Gehorsam ist überall bekanntgeworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, daß ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen.</em></p>
<ol start="2">
<li><em> Timotheus 3,1: Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2 Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4 Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; 5 dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!</em></li>
</ol>
<p>Dieses Thema ist heute in den Gemeinden generell nicht vertreten, da nicht nur die charismatischen, sondern auch die evangelikalen Gemeinden mit so vielen Dingen vermischt sind, wo die Bibel eine klare Absonderung fordert.</p>
<p>Als wir erkannt hatten, dass hier ein falscher Geist am Wirken ist, blieb nur die Konsequenz, den Einflussbereich dieses falschen Geistes zu verlassen. Das bedeutete die Trennung und Absonderung von unserer charismatischen Gemeindebewegung und deren Arbeitsbereichen.</p>
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<p><strong>Der gesunde, schmale Weg der Nachfolge</strong></p>
<p>Doch wie können wir dann gesund und mit einem biblischen, echten Glauben weitergehen? Es war uns klar, dass der echte Weg mit dem Herrn Jesus kein Spaziergang ist und es auch nicht sein wird. Jesus Christus spricht ja deutlich von dem „schmalen Weg“. Dieser Weg ist nicht die Autobahn, auf der Millionen von Menschen der „Erweckung“ entgegenfahren werden. Wir hatten diese Lüge der großen Erweckung jedes Jahr aufs Neue von Pastoren und irgendwelchen Propheten gehört. Nein, dieser Weg ist schmal.</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7%2C14%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7,14: </a> Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.</em></p>
<p>Dieses Wort unseres Herrn Jesus Christus hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Vor allem für die vielen Freunde, welche wir in der charismatischen Bewegung wissen. Vielen von ihnen sind und bleiben wir von Herzen verbunden.  Wir sind uns so sehr bewusst, dass wir ja einen maßgeblichen Teil unseres Lebens, unserer Kraft und Zielrichtung in die charismatische Bewegung und in diese Menschen investiert haben. Deshalb besteht auch von unserer Seite aus ein großes Mitempfinden mit denen, die in ihren Glaubenskämpfen um die Wahrheit ringen. Unsere Fürbitte begleitet sie dabei ständig.</p>
<p>Ich bin davon überzeugt, dass es in den charismatischen Kreisen echte, wiedergeborene Christen gibt. Aber die biblischen Aussagen deuten darauf hin, dass durch die Oberflächlichkeit der Praxis, sowie die Irreführung der ungesunden Lehre viele Menschen in diesen Kreisen nicht wirklich wiedergeboren sind. Das ist tragisch, vor allem, weil die Bibel genau über diese Gefahr in der Charismatik schreibt:</p>
<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7%2C21%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7,21: </a> Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!</em></p>
<p>Es gibt heute weltweit keine christliche Strömung wie die der charismatischen Bewegung, auf die solche Aussagen zutreffen. Die Schlüsselworte in diesem dramatischen Vers sind ja: Weissagung, Dämonen austreiben und Wundertaten! Das muss doch jedem, der in der charismatischen Bewegung ist, zu denken geben!</p>
<p>In unserem Prozess der geistlichen Gesundung war es entscheidend, dass wir uns gezielt mit dem Wort Gottes anhand einer bibeltreuen Übersetzung beschäftigt haben. Hier konnten uns die Schlachter Übersetzung und die Kommentare von William McDonald erheblich helfen. Gerade die Briefe der Apostel führen in ihrer Anwendung zu einer Nüchternheit und Gesundung, in eine wirkliche geistliche Freiheit. Um sie wurde allerdings in den charismatischen Gemeinden der Vergangenheit immer ein Bogen gemacht, weil sie den Glauben und die Konsequenzen ganz praktisch beschreiben.</p>
<p>Dieser Prozess der biblischen Klärung war für uns in manchen Bereichen wirklich schmerzhaft, vor allem, als wir den persönlichen zeitlichen Verlust der ganzen Jahre erkannten. Aber letztlich führte uns die fortschreitende Gründung im Wort Gottes zur Ruhe, zum Frieden und zum Sieg.</p>
<p>Wir schätzen uns deshalb glücklich, dass uns der Herr in diesen vergangenen Monaten in eine bibeltreue Gemeinde geführt hat, welche die Grundlagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2%2C42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2,42</a> praktiziert: <em>„Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten“.</em></p>
<p>Wenn wir uns die Berliner Erklärung von 1909 genau anschauen, dann stellen wir fest, dass dieses Ringen um die Wahrheit schon unsere Brüder vor 115 Jahren tief beschäftigt hat. Sie haben es sich nicht leicht gemacht mit ihrer Entscheidung. Sie haben gebetet, gefastet und vor allem biblisch geprüft. In einem der letzten Abschnitte schreiben sie in Bezug auf die noch junge Pfingstbewegung:</p>
<p>„Wir bitten hierdurch alle unsere Geschwister um des Herrn und seiner Sache willen, welche Satan verderben will: Haltet Euch von dieser Bewegung fern! Wer aber von Euch unter die Macht dieses Geistes geraten ist, der sage sich los und bitte Gott um Vergebung und Befreiung. Verzaget nicht in den Kämpfen, durch welche dann vielleicht mancher hindurchgehen wird. Satan wird seine Herrschaft nicht leichten Kaufes aufgeben. Aber seid gewiß: der Herr trägt hindurch! Er hat schon manchen frei gemacht und will Euch die wahre Geistesausrüstung geben“.</p>
<p><em> </em></p>
<p>Das wünsche ich jedem geschätzten Leser, dass der echte Heilige Geist die Herzen bewegen und den wahren Jesus Christus im Leben eines jeden verherrlichen kann.</p>
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<p><em>Stuttgart, im Juni 2024</em></p>
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<p>Martin Seiler</p>
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<p>Veröffentlicht im ESRA-Schriftendienst, Ostertagstr. 13, D-71229 Leonberg</p>
<p>ESRA Aktuelle Informationen Nr. I 13</p>
<ol start="2">
<li>Auflage Juni 2024</li>
</ol>
<p>© Martin Seiler 2024</p>
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<p>Hier können Sie das Zeugnis von Martin Seiler als PDF herunterladen: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/martin-seiler-mein-weg-aus-der-charismatik-pdf/"><strong>Martin Seiler: Mein Weg aus der Charismatik (PDF)</strong></a></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/martin-seiler-mein-weg-aus-der-charismatik/">Martin Seiler: Mein Weg aus der Charismatik</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Welt in den Wehen der Endzeit</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2022/07/die-welt-in-den-wehen-der-endzeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2022 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Endzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7050</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zeitgeschichtliche Entwicklungen aus biblischer Perspektive gedeutet &#160; Rudolf Ebertshäuser &#160; &#160; Dieser Beitrag ist der Versuch einer Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklungen in Mitteleuropa und der ganzen Welt auf der Grundlage der Aussagen der Heiligen Schrift. Ein solcher Versuch ist auf der einen Seite heraufordernd, weil ich mir sehr bewußt bin, daß eine solche biblische Deutung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2022/07/die-welt-in-den-wehen-der-endzeit/">Die Welt in den Wehen der Endzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><span style="color: #800000;">Zeitgeschichtliche Entwicklungen aus biblischer Perspektive gedeutet</span></h1>
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<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Rudolf Ebertshäuser </strong></span></p>
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<p><em>Dieser Beitrag ist der Versuch einer Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklungen in Mitteleuropa und der ganzen Welt auf der Grundlage der Aussagen der Heiligen Schrift. Ein solcher Versuch ist auf der einen Seite heraufordernd, weil ich mir sehr bewußt bin, daß eine solche biblische Deutung der Zeitereignisse immer auf Annahmen und Beobachtungen beruht, die der menschlichen Unvollkommenheit unterworfen sind. Auf der anderen Seite ist es doch wichtig, daß wir gläubige Kinder Gottes die Zeichen der Zeit erkennen und geistlich beurteilen, damit wir die richtige Stellung zu den gegenwärtigen Weltentwicklungen einnehmen. So sollte dieser Beitrag als eine Anregung zum eigenständigen Nachdenken und Prüfen verstanden werden.</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">Endzeitliche Entwicklungen – <br />
die Herrschaft des Antichristen wird vorbereitet</span></h2>
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<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muß geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C6-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,6-8</a>)  </strong></p>
<p>Unser Herr Jesus Christus lehrt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 24</a> Seine Jünger, was die <em>Zeichen Seiner Wiederkunft</em> und des <em>Endes der Weltzeit</em> sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,3</a>). Er zeigt ihnen in einem prophetischen Überblick in den Versen 4 bis 14 zunächst, was die Kennzeichen der <em>vor-</em>antichristlichen Zeiten sind, um dann in den Versen 14 bis 31 die Zeit der großen Drangsal für Jakob zu schildern.</p>
<p>Der erste Abschnitt umfaßt all die Jahrhunderte seit der Apostelzeit und nennt Kennzeichen, die über diese ganze Zeit verteilt auftraten, die sich aber heute, gegen Ende dieser letzten Tage, immer mehr zuspitzen. Unser Herr gebraucht dafür das sehr sprechende Bild von den Wehen einer Frau, die anfangs eher schwach und in größeren Abständen auftreten, um dann immer stärker zu werden und immer schneller nacheinander aufzutreten – bis hin zu dem brachialen Höhepunkt der Preßwehen, die zur eigentlichen Geburt führen.</p>
<p>So können wir feststellen, daß alle die hier genannten Kennzeichen immer wieder in den vergangenen Zeiten auftraten, daß sie sich aber seit dem 20. Jahrhundert deutlich häufen und zunehmend schwere Folgen haben. Zu den Gerichten Gottes, die gegen Ende der Endzeit massiver werden, gehören neben Kriegen – wir erleben seit Februar 2022 einen heißen Krieg in Europa &#8211; auch Hungersnöte, Erdbeben sowie auch Seuchen, heimtückische Krankheiten, die sich schnell und weit ausbreiten.</p>
<p>Ja, alle diese Dinge sind, im Licht der Bibel gesehen, göttliche Gerichte; der heilige, allmächtige Gott sendet sie als warnende Botschaften über die immer gesetzloser werdende Welt, um die Völker noch zur Umkehr zu mahnen, und das gilt in diesem Sinn auch für die Corona-Pandemie. Wohl dem, der ganz auf Christus vertraut! <strong>„Habt aber acht auf euch selbst, daß eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt! (…) Darum wacht jederzeit und bittet, daß ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C34-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,34-36</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Wir leben in der vor-antichristlichen Zeit</span></h3>
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<p>Wahrhaftig, in unseren Zeiten können wir das Wort Gottes aus dem Epheserbrief gut nachvollziehen: <strong>„die Tage sind böse“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,16</a>). Sie sind deshalb böse, weil wir in der fortgeschrittenen Endzeit leben, in einer Zeit, da die Masse der Menschen und insbesondere auch die Regierenden sich immer offener gegen den lebendigen Gott, den Schöpfer und Herrscher der Welt, und gegen Seine Ordnungen auflehnen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,1-3</a>) </strong></p>
<p>Ohne es zu wissen, treibt die Menschheit dem letzten, schrecklichen Gipfelpunkt ihrer Sünde entgegen, der weltweiten, alle Völker umfassenden Diktatur eines faszinierenden Menschen, der beansprucht, Herr und Retter der Menschheit zu sein. Er wird sich als falscher Erlöser, als falscher Christus ausgeben.</p>
<p>Diese Diktatur dieses <strong>„Menschen der Sünde“</strong>, des <strong>„Gesetzlosen“</strong> muß kommen; der ewige Gott hat sie in Seiner Allwissenheit schon vor etwa 2.000 Jahren vorausgesagt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 2</a>). Dieser gerissene Machtmensch, der sich selbst zu Gott erklärt und Anbetung verlangt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,4</a>), wird alle Völker der Welt unter seinen verführerischen Bann bringen, aber auch unter eine brutale Steuerung und Unterwerfung des gesamten Lebens, wie sie nie zuvor vorkam (lies dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 13</a>). Hitler, Stalin und Mao sind nur Vorläufer dieses Diktators, die ahnen lassen, was dann auf die Menschen zukommt.</p>
<p>Wenn er herrscht, wird niemand mehr kaufen oder verkaufen können, ohne ein Zeichen der Ergebung auf seiner rechten Hand oder seiner Stirn zu haben, das „Malzeichen des Tieres“. Das scheint vorauszusetzen, daß es in jener Schreckensherrschaft kein Bargeld mehr gibt, über das der Einzelne verfügen könnte, wahrscheinlich auch kein Privateigentum mehr. Die Staatsgewalt wird dann so mächtig sein, daß sie das Privatleben jedes Einzelnen weitestgehend überwachen und kontrollieren kann. Es wird eine perfekte Diktatur sein, mit einem „Übermenschen“ an der Spitze, der an Schläue und Grausamkeit seinesgleichen sucht.</p>
<p>Der antichristliche Weltherrscher wird die Auflehnung gegen Gottes Ordnungen, gegen Gottes Wort auf die Spitze treiben und sich selbst zu Gott erklären. Er wird sich ganz dem Satan zur Verfügung stellen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,1-8</a>) und sich der Dienste falscher Propheten bedienen, die falsche Wunderzeichen tun (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C9-12%3B+Offb+13%2C13-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,9-12; Offb 13,13-14</a>). Das hängt auch damit zusammen, daß er sich als Gegen-Christus und damit auch als trügerischer Retter und Erlöser ausgibt, der den Menschen scheinbar Frieden und Sicherheit vor dem Chaos bringt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,3</a>). Er wird sich als Freund und Helfer der Menschen ausgeben, und zugleich versklavt er die Massen auf schlimmste und heimtückischste Weise.</p>
<p>Er wird unerhörte Lästerungen gegen Gott und gegen den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, aussprechen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+13%2C5%3B+Dan+7%2C25+u.+11%2C36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 13,5; Dan 7,25 u. 11,36</a>). Er wird alle, die dann an Jesus Christus glauben werden, brutal verfolgen. Die Menschen werden dem „Tier“ mit fanatischer, religiöser Verblendung anhängen und von ihm verzaubert sein; diese Macht weiß die Menschen sehr gut zu beeinflussen und zu steuern. Sie wendet raffinierten Betrug und listige Verführung an.</p>
<p>Heute leben wir noch nicht in den Tagen des Antichristen, aber wir eilen rasch auf diesen Gipfelpunkt der Gesetzlosigkeit und Auflehnung der Menschheit zu. Wir leben heute in den letzten Tagen der Endzeit, kurz vor dem Kommen Jesu Christi, kurz vor dem Auftreten des Antichristen. Wir als Gemeinde erwarten jederzeit unsere Entrückung zum Herrn. Wenn dies geschehen ist, werden sich alle Türen für den antichristlichen Weltherrscher öffnen.</p>
<p>In unserer <em>„vor-antichristlichen“ </em>Zeit erleben wir, wie alle von der Bibel vorhergesagten Endzeitentwicklungen sich mehr und mehr erfüllen. Es ist die Zeit der „Wehen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,8</a>), die immer stärker werden und das eigentliche Ende vorbereiten. Das bedeutet auch: Wir müssen erwarten, daß Elemente des antichristlichen Betruges und der Diktatur sich schon heute immer mehr zeigen.</p>
<p>Die Bühne wird vorbereitet für den letzten Akt dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit. Ein großer Teil des Volkes Israel ist wieder in seinem Land, und der dritte Tempel wird in Jerusalem vorbereitet; in der EU sehen wir die Vorformen des dann wieder auftretenden neurömischen Reiches, in den Vereinten Nationen die Keimform einer künftigen Weltregierung, an deren Spitze sich einmal der antichristliche Weltherrscher setzen wird. Für uns Gläubige gibt es keinen Grund, deshalb zu verzagen – unser Herr Jesus ist Sieger, und Er kommt bald, um Seine Gemeinde zu sich zu holen!</p>
<p>Wir können die Zeitereignisse – auch die seit Februar 2020 herrschende Corona-Krise &#8211; nur dann geistlich richtig beurteilen, wenn wie sie in den Rahmen dieser von Gottes Wort vorhergesagten Endzeitentwicklungen einordnen. Deshalb wollen wir ausführlicher die Ausprägung des Zeitgeistes und der politischen Bestrebungen in unserer Zeit untersuchen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Humanismus und Globalismus <br />
als Motoren antichristlicher Entwicklungen</span></h2>
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<p>Die Kernländer des vorhergesagten neuen römischen Reiches, die jahrhundertelang unter dem Einfluß einer gewissen Gottesfurcht und Anerkennung biblischer Ordnungen lebten, haben sich in den letzten Jahrzehnten immer offener von Gott und Christus sowie von den Geboten und Ordnungen der Bibel losgesagt und sich einem aggressiven Humanismus zugewandt, der vielfach von marxistischen, genderpolitischen und öko-religiösen Einflüssen geprägt ist.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>Heute hängen die politisch und gesellschaftlich bestimmenden Eliten des Westens der Ideologie des „Globalismus“ an, der „Eine-Welt-Politik“, die eine „Neue Weltordnung“ anstrebt.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a> Das wird von führenden Politikern und Vordenkern ganz offen ausgesprochen. Biblisch gesehen ist das im Grunde nichts anderes als eine Verwirklichung der Prophetie aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2</a>. Wenn wir im folgenden gewisse politische Entwicklungen der Welt behandeln, dann nur, weil sie uns als Erfüllung des prophetischen Wortes erscheinen und wir die Zeichen der Zeit beachten sollen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C3%3B+1Chr+12%2C33&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,3; 1Chr 12,33</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die Weltveränderungsideologie der Globalisten</span></h3>
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<p>Unter „Globalismus“ verstehe ich die Ideologie und die entsprechende politische Strömung, die davon überzeugt ist, daß sich die Probleme der Welt nur durch weltweite Zusammenarbeit aller Nationen und letztlich durch die Aufrichtung einer starken Weltregierung lösen lassen.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3"><sup>[3]</sup></a> Dafür müßten die klassischen Nationalstaaten zugunsten regionaler Staatenbündnisse und internationaler Politik aufgelöst werden, so daß am Ende eine einheitliche weltweite Gemeinschaft mit einer „Weltinnenpolitik“ („Global Governance“) entsteht.</p>
<p>Der Globalismus muß geistlich als erneuter Versuch der sündigen Menschen gesehen werden, sich zusammenzuschließen, um gegen Gott aufzubegehren und ihre eigene Selbstverwirklichung und Selbstvergottung zu betreiben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,4</a>). Objektiv ist diese Strömung als eine geistige und politische Vorbereitung der antichristlichen Weltherrschaft einzuordnen (wobei auch andere weltliche Strömungen dazu mitwirken).</p>
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<p><em>Die Ideologie des Öko-Sozialismus und der „Great Reset“</em></p>
<p>Globalistisches Gedankengut gibt es auch in einer „konservativ“ geprägten, das Privateigentum betonenden Spielart. Doch heute haben sich die führenden Globalisten mit einer eher links-grün ausgerichteten Ideologie verbündet. Man fordert nun die Einführung eines staatlich gelenkten öko-sozialistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. In dieser „schönen neuen Welt“ gibt es nur noch eingeschränkten privaten Konsum, kaum oder kein Privateigentum für das „Fußvolk“ sowie kein Bargeld mehr. Dazu ist eine einschneidende Wende erforderlich, die auch als „Great Reset“ bezeichnet wird.</p>
<p>Diese hochfliegenden Pläne sollen zu einer besseren Menschheit führen; sie sind eng mit der Ideologie des „Transhumanismus“ verbunden, die eine Evolution eines „Supermenschen“ durch Verknüpfung des Menschen mit Computertechnik, künstlicher Intelligenz, Gentechnik und Hi-Tec-Vorrichtungen anstrebt.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4"><sup>[4]</sup></a> Dieser „Supermensch“ soll dank der modernsten Technik auch Krankheit und Tod überwinden können und mithilfe von Supercomputern geradezu allwissend und allmächtig werden – eine gotteslästerliche Wahnvorstellung.</p>
<p>Dieser Ideologie hängen heute nicht nur einige Utopisten an, sondern viele Mächtige der Welt, u.a. auch eine Gruppe milliardenschwerer Unternehmer wie Bill Gates, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg, die den immer mächtiger werdenden Internetkonzernen vorstehen bzw. mit ihnen verbunden sind. Zu den einflußreichsten Motoren des Globalismus gehört das „Weltwirtschaftsforum“ (<em>World Economic Forum</em> – WEF), in dem etwa 1.000 große Weltkonzerne, Banken und Wirtschaftsexperten zusammengeschlossen sind, die jährlich in Davos mit den mächtigsten Politikern und gesellschaftlich wichtigen Medienvertretern über die künftige Gestaltung der Welt beraten. Viele heutige regierende Politiker sind eng mit diesem Forum verbunden.</p>
<p>Das ganze politisch-gesellschaftliche Programm der jetzigen Machthaber, ihre Utopie des „Great Reset“, einer „Neuen Weltordnung“ und einer weltweiten Staatengemeinschaft mit starker Weltregierung, ist vom biblisch-christlichen Standpunkt aus gesehen vermessen und widergöttlich. Der sündige, von Gott entfremdete Mensch versucht, durch weltweit koordiniertes Vorgehen eine utopische „neue Welt“ zu schaffen, die angeblich das Paradies auf Erden sein wird. Ähnlich wie der Kommunismus würde dieses „Paradies“ aber nur einer kleinen Elite traumhafte Möglichkeiten bieten, während die große Masse in sklavenähnlicher Abhängigkeit ihr Dasein fristen müßte.</p>
<p>Dieser „Globalismus“ ist Rebellion gegen Gott (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C2b%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,2b: </a><strong>„die Fürsten <em>verabreden sich</em> gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten“</strong>), denn Gott selbst hat die Menschen in einzelne Nationen aufgeteilt, als sie mit dem Turmbau von Babel schon einmal versuchten, sich vereint gegen Gott aufzulehnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+11%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 11,1-9</a>). Im Licht der Bibel können wir deutlich erkennen, daß diese Politik des „Globalismus“ und der „Neuen Weltordnung“ objektiv (ohne daß sich seine Befürworter dessen bewußt sein müßten) auf die Errichtung der Weltherrschaft eines antichristlichen Diktators zuläuft und diese vorbereitet.</p>
<p>Manche besorgte Christen schrecken vor solchen Gedanken zurück, weil sie von gewissen weltlich-konservativen Denkern geteilt und von linken Medienvertretern als „Verschwörungstheorie“ eingeordnet werden. Man wird heute rasch in eine „rechtsradikale“ Ecke gestellt, wenn man die progressiv-humanistischen Gedankengebäude kritisch hinterfragt und aus biblischer Sicht ablehnt (Ähnliches geschieht in der Genderfrage). Bibeltreue Gläubige lehnen jedoch den weltlichen Rechtsradikalismus genauso ab wie den heute vorherrschenden grün-marxistischen Zeitgeist und alle anderen weltlichen politischen Strömungen. Wir nehmen die Bibel als unseren Maßstab und beurteilen die Entwicklungen dieser Welt im Licht des prophetischen Wortes.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,19</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Zwangsbeglückung des Volkes: Autoritärer Staat und „Green New Deal“</span></h3>
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<p>Wir erleben heute immer eindrücklicher, daß die humanistisch und globalistisch ausgerichteten Mächtigen dieser Erde weltweit bestimmte politische Ziele festlegen, die sie mit Konsequenz und Härte auch durchsetzen, unabhängig davon, ob das den Bedürfnissen der von ihnen regierten Völker entspricht oder deren Wille ist.</p>
<p>Ganz ähnlich wie der aggressive Humanismus der französischen Revolutionäre oder des Marxismus-Leninismus sind sie davon überzeugt, daß man das uneinsichtige Fußvolk nötigenfalls auch zu seinem „Glück“ bzw. zur Annahme des notwendigen Fortschritts zwingen müsse, wozu auch der Einsatz von Desinformation und Propaganda, psychologischer Manipulation und gesellschaftlichen Druckmitteln gehört.</p>
<p>In diesem Sinn betreibt die globalistische Elite eine Auflösung der bisher in den meisten westlichen Ländern vorherrschenden demokratischen Prinzipien und Grundrechte. Diese haben, auch wenn sie durch die Sündhaftigkeit des Menschen nie vollkommen oder Gottes Maßstäben entsprechend praktiziert wurden, den Völkern im Westen ein hohes Maß an Freiheit und Wohlstand gesichert. Das wurde auch durch die privatwirtschaftliche Ordnung dieser Länder bewirkt, die nun ebenfalls angegriffen wird.</p>
<p>Natürlich wird das Multi-Milliardenvermögen der beteiligten Großbanken, Kapitalfonds und Internetkonzerne unangetastet bleiben und noch zunehmen. Sie arbeiten zusammen mit internationalen Gremien wie den Vereinten Nationen, mit entsprechend gesinnten Regierungen, mit akademischen Instituten und Denkfabriken und nicht zuletzt mit den etablierten internationalen Medien, um ihre Agenda (ihre Zielvorstellungen) voranzutreiben.</p>
<p>Zur gegenwärtigen Agenda der globalistischen Eliten gehört der weltweite Aktivismus gegen eine angeblich bevorstehende Klimakatastrophe und andere „Umweltkatastrophen“, die als menschengemacht dargestellt werden. Unterstützt von fragwürdigen „wissenschaftlichen Prognosen“, werden schreckenerregende Weltuntergangsszenarien verkündet. Um die angebliche Katastrophe abzuwenden, müsse man die weltweite Wirtschaft herunterfahren und völlig umkrempeln. Das gehe nicht ohne starke staatliche Steuerung und Zwangsmaßnahmen.</p>
<p>Seit Jahren gibt es eine intensive weltweite Propagandakampagne, die diese angebliche Gefahr in den schwärzesten Farben ausmalt. Zur „Rettung des Planeten“ werden radikale Einschnitte verlangt. Letztlich läuft das wahrscheinlich auf einen Verlust großer Teile der Industriekapazität und auch des gesellschaftlichen Wohlstandes in vielen Ländern hinaus, was Arbeitslosigkeit im großen Umfang, sozialen Niedergang und entsprechende Unruhen hervorrufen wird. So etwas ist ohne diktatorische Regierungsformen kaum zu bewältigen.</p>
<p>Das beinhaltet auch Verknappung von Rohstoffen und Waren und Einschnitte im persönlichen Konsum der normalen Leute, gezielte Verteuerung von Autoverkehr und Energieverbrauch, Reisebeschränkungen usw. Das Ganze wird als <em>„Green New Deal“ </em>verkauft und soll angeblich den Übergang in eine schöne, „klimaneutrale“ neue Welt eröffnen. Aus dieser Weltsicht ist es auch logisch, das Bevölkerungswachstum drastisch zu reduzieren, was viele Ideologen dieser Bewegung auch fordern – je weniger Menschen, desto besser für die Umwelt.</p>
<p>Es mag durchaus sein, daß viele Befürworter dieser grünen Rettungsbewegung ernstlich von ihrem Anliegen überzeugt sind. Auf jeden Fall sind sie vielfach von einem fanatischen Eifer getrieben, und sie glauben, daß der dringende Zweck, den Weltuntergang zu verhindern, fast alle Mittel rechtfertige. Die apokalyptischen Angstszenarien und die verheißene „Erlösung“ tragen durchaus religiöse Züge. Doch hier handelt es sich um eine widergöttliche falsche Religiosität.</p>
<p>Die Bibel lehrt ganz klar, daß Gott das „Klima“ bestimmt und nicht der Mensch (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+36%2C26-32%3B+37%2C1-18%3B+Ps+135%2C7%3B+Jes+5%2C6%3B+Jer+10%2C12-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 36,26-32; 37,1-18; Ps 135,7; Jes 5,6; Jer 10,12-16</a>). Wenn es zunehmende Umweltkatastrophen gibt, dann sind diese nicht durch unseren CO2-Ausstoß verursacht, sondern durch die immer dreistere Sünde und Gottlosigkeit der Menschen, die immer ernstere Gerichte Gottes hervorruft! Eigentlich müßten die Menschen Buße tun über ihrem gottlosen, ausschweifenden Lebenswandel und den allmächtigen Schöpfergott suchen, doch im Gegenteil meinen sie, aus eigener Kraft eine bessere Welt schaffen zu können.</p>
<p>Natürlich gibt es in unserer Gesellschaft Mißbrauch und Raubbau an der Natur, was durch sinnvolle Politik eingedämmt werden sollte. Wir Christen treten selbstverständlich für einen vernünftigen, schonenden Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen ein. Die heutige Umweltbewegung wird aber großenteils von einer heidnisch-religiösen Verehrung der „Mutter Erde“ bzw. der „Mutter Natur“ inspiriert. Die global inszenierte „Klimaschutzbewegung“ dient im Endeffekt dazu, der antichristlichen „Neuen Weltordnung“ und der Installierung einer Weltregierung Vorschub zu leisten.</p>
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<p><em>Humanismus und Gender-Ideologie bedeuten Auflehnung gegen Gott</em></p>
<p>Zur Agenda der globalistischen Elite gehört auch die Auflösung der gottgegebenen Ordnungen in der Gesellschaft, besonders von Ehe und Familie. Zu diesem Zweck wurde schon vor Jahrzehnten weltweit die Berufstätigkeit auch junger Mütter, ein liberales Scheidungsrecht und das „Recht“ auf Abtreibung gefördert. Heute geht man noch viel weiter; wir erleben eine weltweit koordinierte Aufwertung der Homosexualität, die Förderung von „Homo-Ehen“, die aktive Propagierung der „Transsexualität“ und die Gender-Ideologie von der frei wählbaren „geschlechtlichen Orientierung“.</p>
<p>Mit dieser entschlossen und unnachgiebig von oben nach unten durchgesetzten „neuen Moral“ werden die Gebote und die grundlegende Schöpfungsordnung Gottes verleugnet; <em>der Mensch wird vergottet und zum Maß aller Dinge gemacht</em>, und Gottes Regierung über den Menschen wird offen angegriffen. Dazu gehört auch die Erleichterung des „selbstbestimmten Sterbens“ mit ärztlicher Hilfe und das Adoptionsrecht für alle Arten von „Partnerschaften“.</p>
<p>Alle diese gottlosen und gesetzlosen Entwicklungen bringen zunehmende Gerichte Gottes über diese Welt, die von Ihm nichts wissen will und Seinen Geboten immer frecher zuwiderhandelt. <strong>„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+5%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 5,20</a>). Heute geschieht nicht nur durch einzelne Aktivisten, sondern vonseiten einer gottlos und antichristlich gesinnten Obrigkeit, und das ist eine sehr ernste Entwicklung.</p>
<p>Die endzeitliche Gesetzlosigkeit schreitet voran; die Welt wird vorbereitet auf das Auftreten des antichristlichen Weltherrschers, und sie erntet dafür Gericht. Gott nimmt die Weisheit von den Herrschenden weg (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C1-13%3B+1Kor+1%2C19-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,1-13; 1Kor 1,19-21</a>); Er läßt zu, daß der im Westen jahrzehntelang gewährte Wohlstand und die guten Ordnungen immer mehr verfallen, weil die Menschen Ihm den Rücken gekehrt haben.</p>
<p>Gott läßt es auch zu, daß die meisten früher christlich geprägten Völker des Westens nunmehr Regierungen haben, die fest entschlossen der Ideologie des Globalismus und der Neuen Weltordnung folgen und die Agenda der vor-antichristlichen Auflehnung gegen Gott vorantreiben, ganz gleich, wie die Interessenlage der Völker aussieht, denen sie eigentlich dienen sollten. Die Regierungen verlassen immer mehr die ihnen eigentlich zugedachte Rolle als Sachwalter der Interessen der Völker, die sie wählen, sie haben sich stattdessen der Verwirklichung der humanistisch-globalistischen Agenda verschrieben.</p>
<p>Gerade im ehemals „christlichen“ Westen nimmt der Staat heute mehr und mehr eine neue Rolle als „Retter“ und „Erlöser“ von angeblichen tödlichen Bedrohungen an (was wir auch an der Corona-Politik sehen, siehe nächstes Kapitel). Er fordert dafür aber auch eine komplette Unterwerfung und Loyalität gegenüber seiner „Rettungsmission“. Das ist geistlich gesehen eine Vorbereitung für die falsche „Erlöserrolle“ des antichristlichen Weltherrschers, der auch als ein „Anstatt-Christus“, ein trügerischer Retter und Heilsbringer auftreten wird.</p>
<p>Heute handeln die meisten Staaten zunehmend nach einem ähnlichen Muster wie die kommunistischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Wie diese setzen sie für ihre „gerechte Sache“ ohne große Skrupel politische Druckmittel, Täuschung und Propaganda ein. So werden viele ehemals relativ demokratisch geprägte Länder immer mehr zu autoritär handelnden Staaten, in denen abweichende Meinungen gebrandmarkt und mit gesellschaftlicher Ächtung und Bestrafung beantwortet werden.</p>
<p>Demokratische Grundrechte wie die Religions- und Versammlungsfreiheit, die Meinungsfreiheit, der Schutz der Familie und der Erziehungsrechte der Eltern, die Freiheit der Berufsausübung und des wirtschaftlichen Handelns, werden erst schleichend und dann immer offener ausgehöhlt und außer Kraft gesetzt, und Elemente einer diktatorischen Regierung treten immer deutlicher zutage. Kein Wunder, daß das kommunistische China für viele dieser Ideologen eine Vorbildrolle einnimmt.</p>
<p>Dazu gehört auch die Durchsetzung einer inoffiziellen, aber nicht weniger wirksamen Zensur abweichender Meinungen. Diese Zensur und Unterdrückung nicht genehmer Überzeugungen und Meinungsäußerungen wird heute noch nicht so sehr durch den Staat verwirklicht, sondern durch die ideologisch gleichgerichteten und weitgehend staatstragenden Medien.</p>
<p>„Fortschrittlich“ eingestellte Journalisten schweigen Informationen und Meinungen tot, die für die „progressive Sache“ und die ihr verpflichteten Regierung schädlich zu sein scheinen oder überziehen sie mit Polemik; diese Agitprop-Strategie ist wirksamer als jede staatliche Unterdrückung. Auch die globalen Internetkonzerne wirken aktiv und energisch an solcher „progressiver“ Zensur mit (Löschung von Beiträgen und Konten bei Facebook, Twitter, YouTube usw.).</p>
<p>Dabei wollen wir auch beachten, daß diese Entwicklungen nicht überall gleich massiv sind und es immer noch auch Gegentrends gibt. Noch kann der Fürst dieser Welt sein Diktaturprogramm nicht durchdrücken; nicht zuletzt die betende Gemeinde ist hier ein Hindernis, das zurückhält.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Unsere Antwort als Kinder Gottes auf die Weltentwicklungen</span></h2>
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<p>Als gläubige Christen kämpfen wir keine politischen Kämpfe um „mehr Demokratie“. Wir wissen auch, daß „Menschenrechte“ und „Grundrechte“ der weltlichen Politik entspringen. Und doch dürfen uns die Vorbereitungen auf einen angeblich „heilbringenden“ autoritären Weltstaat nicht gleichgültig lassen. Weil wir als Gemeinde dasjenige sind, was die antichristlichen Entwicklungen noch aufhält (nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,6-7</a>), dürfen wir auch darum beten, daß diese Entwicklungen noch aufgehalten werden und wir noch Freiraum haben für die Ausbreitung des Evangeliums und <strong>„ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,2</a>).</p>
<p>Es ist aber auch sehr wichtig für uns, daß wir uns nicht, wie das im Ersten Weltkrieg und unter dem Nationalsozialismus und Kommunismus vielfach geschah, von antichristlichen Staaten verführen und vor deren Karren spannen lassen. Im Gegenteil müssen wir lernen, gegenüber den Übergriffen solcher Staaten demütig und friedlich, aber entschieden Widerstand zu leisten.</p>
<p>Grundsätzlich sind wir als Fremdlinge und vorübergehende Wanderer in dieser Welt nicht berufen, uns in politische Aktionen und Versuche zur „Weltverbesserung“ zu stürzen. Wir wissen aus dem Wort Gottes, daß diese Welt zum Niedergang und baldigen Gericht Gottes bestimmt ist. Alle Schritte zu weiterer Gesetzlosigkeit und Auflehnung gegen Gott und Seine Ordnungen bringen den Gerichtstag des Herrn näher, von dem geschrieben steht:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß <em>ein</em> Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie <em>ein</em> Tag! Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,7-10</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Sie sind ein Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes, daß ihr des Reiches Gottes würdig geachtet werdet, für das ihr auch leidet; wie es denn gerecht ist vor Gott, daß er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis vergilt, euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C5-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,5-10</a>)</strong></p>
<p>Wir sollen in dieser zerfallenden Welt mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft das Evangelium bezeugen, die Rettungsbotschaft von unserem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, der als wahrer Mensch auf die Erde kam, um am Kreuz unsere Schuld auf sich zu nehmen und stellvertretend für uns das Zorngericht Gottes zu erleiden, sodaß nun jeder, der an Ihn glaubt, freigekauft ist aus dem Verderben und Vergebung der Sünden und ewiges Leben geschenkt bekommt. Diese Botschaft sind wir den Menschen um uns herum schuldig.</p>
<p>Wenn womöglich um uns herum allmählich immer schlimmere chaotische Zustände ausbrechen und die Menschen verzagt sind oder sich auflehnen, sollen wir ein Zeugnis sein durch gelebte Liebe und Hilfsbereitschaft, durch ruhige Glaubenszuversicht. Wir warten auf den wiederkommenden Herrn, der uns aus dieser gerichtsreifen Welt herausretten wird, bevor die Wogen des Zornes Gottes über ihr zusammenschlagen. Unser Herr und Heiland wird uns auch durch alle Krisen und Bedrängnisse hindurchbringen, die noch auf uns zukommen werden. Wir haben eine herrliche Hoffnung! Wir haben einen wunderbaren Herrn, der mit uns ist und uns nie im Stich läßt! Er wird uns in dieser bösen Zeit bewahren und uns zu Seiner Zeit in die Himmelsherrlichkeit einführen. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-14</a>)</strong></p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein bearbeiteter Auszug aus der ESRA-Schrift <strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-corona-krise-aus-endzeitlich-biblischer-sicht-pdf">Die Corona-Krise aus endzeitlich-biblischer Sicht. Versuch einer Beurteilung</a>.</strong></p>
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<p>Veröffentlicht auf https://das-wort-der-wahrheit.de am 6. Juli 2022   © Rudolf Ebertshäuser</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Eine tiefere Untersuchung des neomarxistisch-humanistischen Zeitgeistes und seiner Auswirkungen auf die gläubige Gemeinde gibt mein Buch <em>Paßt euch nicht der Welt an!</em></p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Der Begriff der „Neuen Weltordnung“ wurde von führenden Politikern wie Woodrow Wilson und Winston Churchill wie auch später von George H. W. Bush und Michail Gorbatschow benutzt; er beinhaltete bei vielen politischen Denkern die Errichtung einer Weltregierung, die die zerstörerischen Konflikte zwischen den Nationen endgültig überwinden sollte. Der Bankier und Präsidentenberater James Warburg sagte 1950: „Wir werden eine Weltregierung haben, ob wir es wollen oder nicht. Die Frage ist nur, ob eine Weltregierung durch freiwillige Zustimmung oder gewaltsame Machteroberung zustandekommt [Übers. RE; engl.: <em>is achieved by consent or conquest</em>].“ Inzwischen wird die kritische Benutzung des Begriffs als „Verschwörungstheorie“ abgestempelt, aber aus biblischer Sicht geht es hier um die Vorbereitung der antichristlichen Weltherrschaft. Vgl. Wikipedia engl. „New World Order (conspiracy theory)“ und “New world order (politics)”.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Auch der Begriff „Globalismus“ hat einen „neutralen“, politikwissenschaftlichen Ursprung, aber sein kritischer Gebrauch wird heute z.T. als „Verschwörungstheorie“ abgestempelt. Vgl. Wikipedia engl. „Globalism“. Unter „Ideologie“ verstehe ich eine kämpferisch vertretene Weltanschauung.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Vgl. dazu die interessante Arbeit von Daniel Wiener: <em>Transhumanismus. Der moderne Turmbau zu Babel – Traum oder Wirklichkeit?</em> Ohne sie bewußt zu erwähnen, propagiert Klaus Schwab vom Weltwirtschaftsforum die Agenda des Transhumanismus in seinem Buch <em>Die vierte industrielle Revolution</em>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2022/07/die-welt-in-den-wehen-der-endzeit/">Die Welt in den Wehen der Endzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das priesterliche Gebet der Fürbitte für Gottes Volk und die Welt  (Gebet Teil 4)</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/11/das-priesterliche-gebet-der-fuerbitte-fuer-gottes-volk-und-die-welt-gebet-teil-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 08:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Fürbitte]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6819</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Priesterliche Fürbitte &#160; Einen dritten Aspekt unserer Gebete meine ich erkennen zu können, und ihn möchte ich als priesterliche Fürbitte bezeichnen. Hierbei geht es darum, daß wir ja berufen sind, ein heiliges Priestertum zu sein (1Pt 2,5), und ein wichtiger Bestandteil des priesterlichen Dienstes ist es, sich für andere, für Notleidende und in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/11/das-priesterliche-gebet-der-fuerbitte-fuer-gottes-volk-und-die-welt-gebet-teil-4/">Das priesterliche Gebet der Fürbitte für Gottes Volk und die Welt  (Gebet Teil 4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Priesterliche Fürbitte</span></h2>
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<p>Einen dritten Aspekt unserer Gebete meine ich erkennen zu können, und ihn möchte ich als <em>priesterliche Fürbitte</em> bezeichnen. Hierbei geht es darum, daß wir ja berufen sind, ein heiliges Priestertum zu sein (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>), und ein wichtiger Bestandteil des priesterlichen Dienstes ist es, sich für andere, für Notleidende und in Sünde Gefallene zu verwenden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,1-3</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Das Wesen des priesterlichen Gebets</span></h3>
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<p>Priesterliche Fürbitte bedeutet, sich unter die Not und das Versagen des Volkes Gottes bzw. der Menschen zu stellen und für sie vor dem Thron der Gnade einzutreten, stellvertretend für sie zu beten, um Gottes Gnade und Barmherzigkeit für sie zu erbitten.</p>
<p>Dieses priesterliche Gebet können wir auf eine Weise dem geistlichen Stadium der Väter zuordnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,14</a>). Zwar können wir diesen Dienst schon als jungbekehrte Gläubige ausüben, aber damit er umfassend wirksam wird, ist eine gewisse Reife und Tiefe der Gotteserkenntnis hilfreich.</p>
<p>Worum es bei der priesterlichen Fürbitte geht, können wir am besten an einigen alttestamentlichen Beispielen sehen. Wir sehen das deutlich bei Samuel, der dem Volk nach seinem Rücktritt als Richter Israels sagte: <em>„Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem HERRN zu versündigen, daß ich aufhören sollte, für euch zu beten und euch den guten und richtigen Weg zu lehren!“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+12%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 12,23</a>). Wir sehen es ganz besonders eindrücklich bei Mose, dem geprüften, sanftmütigen Führer des Volkes.</p>
<p>Als Aaron und Mirjam sich gegen Mose auflehnten, bestraft Gott Mirjam mit Aussatz, und Mose tritt für seine Schwester ein: <em>„</em><em>Mose aber schrie zu dem HERRN und sprach: Ach Gott, heile sie doch!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+12%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 12,13</a>). Auch die Fürbitte Moses für das treulose Volk Israel ist ein eindrückliches Beispiel:</p>
<p><em>Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. So laß mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie verzehre; dich aber will ich zu einem großen Volk machen! <strong>Mose aber besänftigte das Angesicht des HERRN, seines Gottes</strong>, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, das du mit so großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten geführt hast? Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? </em></p>
<p><strong><em>Wende dich ab von der Glut deines Zorns und laß dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk [bringen willst]!</em></strong><em> Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ich versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen! Da reute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk anzutun gedroht hatte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+32%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 32,9-14</a>)</em></p>
<p>Ein wichtiges Vorbild dafür finden wir auch in der Fürbitte Abrahams für Sodom (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+18%2C16-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 18,16-33</a>); auch Hiob bat für seine Freunde, die ihm viel Unrecht getan hatten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+42%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 42,7-10</a>).</p>
<p>Schon im Alten Testament finden wir den Gedanken, daß Gott, wenn Er Gericht üben muß und doch eigentlich gerne Vergebung gewähren möchte, nach einem Fürbitter sucht, der für das Volk in den Riß tritt und sich für es verwendet:</p>
<p><em>Das Volk des Landes ist gewalttätig und begeht Raub; es unterdrückt die Armen und Bedürftigen, und den Fremdling mißhandelt es gegen alles Recht! <strong>Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der die Mauer zumauern und vor mir in den Riß treten könnte für das Land, damit ich es nicht zugrunde richte; aber ich fand keinen.</strong> Da schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rieb sie auf im Feuer meines Grimmes und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht GOTT, der Herr. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+22%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 22,29-31</a>)</em></p>
<p><em>Denn unsere Übertretungen sind zahlreich vor dir, und unsere Sünden zeugen gegen uns; denn unsere Übertretungen sind vor uns, und unsere Verschuldungen kennen wir; nämlich, daß wir treulos waren gegen den HERRN und ihn verleugnet haben und von unserem Gott abgewichen sind, daß wir gewalttätig und widerspenstig geredet haben, Lügenworte ersonnen und aus unseren Herzen hervorgebracht haben. (…) <strong>Als der HERR dies sah, mißfiel es ihm, daß kein Recht da war; er sah auch, daß kein Mann vorhanden war, und war verwundert, daß kein Fürsprecher da war.</strong> Da half ihm sein eigener Arm, und seine Gerechtigkeit, die unterstützte ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+59%2C12-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 59,12-16</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Priesterliche Fürbitte als Ausdruck der Barmherzigkeit Gottes und des Hohenpriesters Jesus</span></h3>
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<p>Wenn wir uns nun dem Neuen Testament zuwenden, so können wir erkennen: Die priesterliche Fürbitte der Kinder Gottes auf der Erde richtet sich aus und findet ihr Vorbild in der beständigen Fürbitte unseres großen Hohenpriesters im Himmel, dem Herrn Jesus Christus, der für uns vor Gott eintritt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+7%2C25-28%3B+R%C3%B6m+8%2C34%3B+1Joh+2%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 7,25-28; Röm 8,34; 1Joh 2,1</a>).</p>
<p>Auch von diesem Gebet gilt, daß es nur durch Jesus Christus, Seinen Sohn vor Gott wirksam wird. Wir können nur Priester sein und als Priester dienen um des Hohenpriesters willen, der im Himmel sich für uns verwendet, durch Ihn, auf der Grundlage Seines Sühnopfers und im Geist Seiner großen Barmherzigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,17</a>).</p>
<p>Als Priester sind wir berufen, uns für andere vor Gott zu verwenden und die Gnade Gottes für solche zu erbitten und zu erflehen, die schuldig geworden sind – seien es verlorene Sünder, die Errettung brauchen, oder Kinder Gottes, die versagt haben und in Sünde gefallen sind – oder auch Gläubige, die hart angefochten, verfolgt oder vom Satan verführt und gefangen worden sind. Als Priester können wir uns im Gebet für sie verwenden, weil Gott ein Gott der Barmherzigkeit ist, voller Gnade, Huld und Herabneigung zu uns irrenden, schwachen Menschen.</p>
<p>Der priesterliche Beter appelliert gerade dann an Gottes Gnade und Erbarmen, wenn eigentlich Gericht oder Züchtigung notwendig wäre, und das ist Gott wohlgefällig, weil Er nicht gerne richtet, sondern viel lieber Gnade übt, denn er hat Lust an der Gnade (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mi+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mi 7,18</a>) und vergibt gerne Sünden, wenn wir Ihn darum bitten.</p>
<p><em>Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit (…) Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht immerzu rechten und nicht ewig zornig bleiben. </em></p>
<p><em>Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten; so fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, daß wir Staub sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C1-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,1-14</a>)</em></p>
<p>Als solche, die selbst Barmherzigkeit empfangen haben, sind wir berufen, auch anderen Menschen Barmherzigkeit zu erweisen und gewissermaßen ein Kanal der göttlichen Barmherzigkeit zu werden. Als begnadigte Sünder haben wir das Vorrecht, für andere Sünder einzutreten und Gott anzurufen, damit auch sie Barmherzigkeit und Begnadigung erfahren mögen. Aber auch die Fürbitte für Kinder Gottes in Not ist Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit und gefällt Gott wohl.</p>
<p>Voraussetzung für allen Priesterdienst ist es, daß der priesterliche Beter selbst gerecht vor Gott steht, d.h. in einem bereinigten Zustand der Vergebung ist und im Licht wandelt, gerade so wie der alttestamentliche Priester zuerst für die eigenen Sünden opfern mußte, bevor er für die Sünden des Volkes Sühnung bewirken konnte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+7%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 7,27</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Priesterlich beten für die anvertrauten Geschwister der Gemeinde</span></h3>
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<p>Jedes geistlich bewußte Glied einer Gemeinde sollte sich vor Gott verantwortlich fühlen für die Mitgeschwister, mit denen Er sie zusammengestellt hat. Ganz besonders gilt dies für die Diener in der Gemeinde, für Älteste, Diakone, Jugendleiter und andere Mitarbeiter. Sie alle sollten es sich zu einem Herzensanliegen machen, regelmäßig für ihre Mitgeschwister zu beten und besonders fürbittend in den Riß zu treten für Gläubige, die geistlich in Gefahr oder Anfechtung stehen, und auch für Kranke und Notleidende, nach dem Wort Gottes: <em>„Wenn <strong>ein</strong> Glied leidet, so leiden alle Glieder mit“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,26</a>).</p>
<p>Das sollte der selbstverständliche Ausdruck der geschwisterlichen Liebe zu den Kindern Gottes sein, insbesondere zu denen, die mit uns von Gott in persönliche Gemeinschaft geführt wurden.</p>
<p><em>Die Liebe sei ungeheuchelt! Haßt das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor! Im Eifer laßt nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn! Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet! <strong>Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen</strong>, übt willig Gastfreundschaft! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C9-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,9-13</a>)</em></p>
<p><em>Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt durch den Geist <strong>zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt einander beharrlich und aus reinem Herzen</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,22</a>)</em></p>
<p>Für alle unsere Mitgeschwister im Glauben sollten wir beständig in der Fürbitte sein, wie dies auch der Apostel Paulus so eindrucksvoll vorgelebt hat:</p>
<p><em>Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten (…) <strong>Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten,</strong> daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C3.9-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,3.9-10</a>)</em></p>
<p><strong><em>Wir danken Gott allezeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten, indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben</em></strong><em> und eure Bemühung in der Liebe und euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,2-3</a>)</em></p>
<p><strong><em>Deshalb beten wir auch allezeit für euch,</em></strong><em> daß unser Gott euch der Berufung würdig mache und alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft zur Erfüllung bringe, damit der Name unseres Herrn Jesus Christus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm, gemäß der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,11-12</a>)</em></p>
<p>Dort, wo Versagen oder Not im Leben von Gotteskindern ist, mit denen wir verbunden sind, da tritt der priesterliche Charakter der Fürbitte in den Vordergrund. Eine der Formen des priesterlichen Gebets ist das Gebet für Kranke nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 5</a>. Für notleidende Mitchristen zu beten, damit der Herr sie von Krankheiten heilen möge, ist Ausdruck der Barmherzigkeit Gottes und letztlich priesterlicher Dienst.</p>
<p>Zu diesem priesterlichen Gebet gehört auch die Fürbitte für verführte oder vom geraden Weg abgekommene Gläubige. Solche gibt es je leider in der Endzeit in großer Zahl, innerhalb oder außerhalb der Gemeinden. Für sie dürfen wir anhaltend bitten, daß Gott sie doch noch aufwachen läßt und sie den verführerischen Finsternismächten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a>) und den von ihnen verbreiteten Irrlehren noch entkommen, indem sie diese prüfen und durchschauen und sich klar davon abwenden.</p>
<p>Solche Fürbitte hat je nachdem auch Züge des kämpferischen Gebets, von dem wir oben sprachen. Wir dürfen für irregeführte Geschwister beten nach dem Vorbild von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Timotheus+2%2C25-26%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Timotheus 2,25-26: </a><em>„… ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen“</em>.</p>
<p>Wir dürfen solche Gebete ausdauernd vor Gott bringen, verbunden mit dem Bemühen, solche Gläubigen wieder zurechtzubringen, nach dem Wort des Jakobusbriefes: „<em>Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,19-20</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">In den Riß treten für das notleidende Volk Gottes</span></h3>
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<p>Eine Form des priesterlichen Gebets ist uns im Rahmen dieser Abhandlung besonders wichtig, und das ist die Fürbitte für das endzeitliche Volk Gottes, das sich im geistlichen Niedergang und sündhaften Verstrickungen befindet. Genau das ist, geistlich gesehen, die Not in der gläubigen Gemeinde der letzten Zeit.</p>
<p>Sehr viele Gläubige, echte Gotteskinder, sind heute verführt durch endzeitliche Irrlehren und Verführungsströmungen wie die Pfingst- und Charismatischen Bewegung, die ökumenische Bewegung oder den modernen Evangelikalismus. Sie sind oftmals in Dutzenden von verschiedenen Gemeinden und Kirchen zerstreut; viele sind geistlich gelähmt und bringen wenig Frucht für den Herrn. Echte bibeltreue Gemeinden sind selten, und in ihnen gibt es meist auch manche Nöte und auch Fehlentwicklungen zu beklagen.</p>
<p>Es gibt wenige Arbeiter in der Ernte; es fehlt allenthalben an hingegebenen Männern und Frauen Gottes, die sich dem Herrn ganz für den Dienst weihen und bereit sind, die Opfer und Lasten dieses Dienstes zu tragen. Es gibt wenige geistlich reife und brennende Gläubige, die in der Kraft des Geistes das Evangelium ausbreiten und biblische Gemeinden bauen helfen. Dagegen gibt es viel Uneinigkeit und fleischliche Differenzen, ja sogar Streit und Trennungen unter bibeltreuen Gläubigen.</p>
<p>In dieser endzeitlichen Notsituation brauchen wir priesterliche Beter, die für das Volk Gottes in den Riß treten und Gottes Gnade und erneuerndes Eingreifen erbitten. Dafür haben wir schöne Vorbilder in den Gebeten von Nehemia, Esra und Daniel. Diese Gottesmänner trugen Leid über den Niedergang des Volkes Gottes; sie beugten sich deswegen vor Gott und erbaten Sein gnädiges Eingreifen. So sehen wir Nehemia, wie er sich für den Überrest in Jerusalem einsetzt:</p>
<p><em>Da kam Hanani, einer meiner Brüder, mit etlichen Männern aus Juda, und ich erkundigte mich bei ihm über die Juden, die Entkommenen, die nach der Gefangenschaft übrig geblieben waren, und über Jerusalem. Und sie sprachen zu mir: Die Übriggebliebenen, die nach der Gefangenschaft übrig geblieben sind, befinden sich dort in der Provinz in großem Unglück und in Schmach; und die Mauern Jerusalems sind niedergerissen und ihre Tore mit Feuer verbrannt! </em></p>
<p><strong><em>Und es geschah, als ich diese Worte hörte, da setzte ich mich hin und weinte und trug Leid etliche Tage lang; und ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels</em></strong><em> und sprach: Ach, HERR, du Gott des Himmels, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten! <strong>Laß doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, daß du auf das Gebet deines Knechtes hörst, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht für die Kinder Israels, deine Knechte, und mit dem ich die Sünde der Kinder Israels bekenne, die wir an dir begangen haben! </strong></em></p>
<p><em>Auch ich und das Haus meines Vaters haben gesündigt! Wir haben sehr verwerflich gegen dich gehandelt, daß wir die Gebote, die Satzungen und Rechtsbestimmungen nicht befolgt haben, die du deinem Knecht Mose geboten hast. <strong>Gedenke doch an das Wort, das du deinem Knecht Mose gegeben hast</strong>, indem du sprachst: »Wenn ihr treulos handelt, so will ich euch unter die Völker zerstreuen; kehrt ihr aber zu mir um und befolgt meine Gebote und tut sie — selbst wenn einige von euch bis ans Ende der Himmel verstoßen wären, so würde ich sie doch von dort sammeln und sie an den Ort bringen, den ich erwählt habe, damit mein Name dort wohnen soll!« </em></p>
<p><strong><em>Sie sind ja doch deine Knechte und dein Volk, das du erlöst hast durch deine große Kraft und durch deine mächtige Hand.</em></strong><em> Ach Herr, laß doch dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die das Verlangen haben, deinen Namen zu fürchten, und laß es doch deinem Knecht heute gelingen, und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Mann! — Ich war nämlich der Mundschenk des Königs. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+1%2C4-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 1,4-11</a>)</em></p>
<p>Auch Esra trug in ähnlicher Weise Leid wegen der Abweichung der Juden, die Jerusalem wieder aufbauen sollten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Esra+9%2C1-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Esra 9,1-15</a>). Eine ähnlich vorbildliche Haltung finden wir bei Josia, als er im Licht des Wortes Gottes erkennt, wie weit Juda vom HERRN abgedriftet war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+34%2C14-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 34,14-33</a>). Schließlich ist auch das Bußgebet des Daniel sehr lehrreich für uns, das er aus dem babylonischen Exil an Gott richtet, um die Widerherstellung Judas zu erflehen, die ja dann später auch vom HERRN geschenkt wurde:</p>
<p><strong><em>Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und ich bekannte</em></strong><em> und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren! Wir haben gesündigt und haben unrecht getan und gesetzlos gehandelt; wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen! </em></p>
<p><em>Wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben. <strong>Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht,</strong> wie es jetzt zutage liegt, den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, seien sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben. Uns, HERR, treibt es die Schamröte ins Gesicht, unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben! </em></p>
<p><strong><em>Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung;</em></strong><em> denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt, und wir haben nicht gehört auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, das er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat; sondern ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, sodaß es auf deine Stimme gar nicht hören wollte. Darum hat sich auch über uns ergossen, was als Fluch und Schwur im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen Ihn gesündigt haben. (…) </em></p>
<p><em>Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag: Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. O Herr, laß doch um all deiner Gerechtigkeit willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berg! Denn wegen unserer Sünden und der Missetaten unserer Väter ist Jerusalem und dein Volk allen seinen Nachbarn zum Gespött geworden. </em></p>
<p><em>S<strong>o höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und laß dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes Heiligtum, um des Herrn willen! Neige dein Ohr, mein Gott, und höre; tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen! Herr, höre! Herr, vergib! Herr, achte darauf und handle und zögere nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+9%2C3-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 9,3-19</a>)</em></p>
<p>Möge der Herr es schenken, daß durch Seinen Geist noch Beter erweckt werden, geheiligte, geistlich gesinnte Männer und Frauen Gottes, die in ähnlicher Weise Leid tragen über den notvollen Zustand des Volkes Gottes in unseren Tagen, und die Gottes gnädiges Eingreifen erbitten!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Das Gebet um Belebung und Erweckung im Volk Gottes</span></h3>
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<p>Weil unser Zustand als endzeitliche Gemeinde so traurig und beschämend ist, weil wir in vielem versagt haben und so viel Fleischlichkeit und Weltförmigkeit bei uns zu finden ist, brauchen wir in unserem Dienst nicht nur das kämpferische Gebet im Namen Jesu Christi, so wichtig das ist. Unser Werk, in dem wir Gott dienen dürfen zur Erbauung der Gemeinde, wird nicht nur durch den Satan gehindert, sondern immer wieder auch durch das Fleisch der Gläubigen, durch unsere aus dem Fleisch kommende Schwachheit, Trägheit und Kurzsichtigkeit.</p>
<p>Ja, wir wollen es ehrlich erkennen und zugeben: unsere eigene Fleischlichkeit hemmt das Werk Gottes, die Trägheit und Schwachheit der Diener und Mitarbeiter Gottes! Wir müssen sie ehrlich vor Gott bekennen und richten, sonst werden wir auch die Fleischlichkeit und Schwachheit der Geschwister, die uns anvertraut sind, nicht überwinden können.</p>
<p>Doch aus der Beugung über unser eigenes Versagen, aus der demütigen Anerkenntnis unserer höchstpersönlichen Schwachheit und Verkehrtheit, kann dann etwas Wichtiges und Wertvolles erwachsen, das für das Gelingen unseres Dienstes ebenfalls unerläßlich ist: das <em>priesterliche Gebet um Erweckung, die Fürbitte für unser Mitgeschwister, für die ganze Herde Gottes mit ihren Nöten, ihren Verfehlungen und Schwachheiten.</em></p>
<p>Dieses priesterliche Gebet appelliert an die große Barmherzigkeit unseres Gottes, der um Seines Namens willen in großer Langmut unser Versagen trägt und um Seines Namens willen Sein Werk immer wieder belebt und wiederherstellt, dort wo wir es beeinträchtigt und beschädigt haben. <em>„Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben; er wird auch den Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, nicht vergessen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+4%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 4,31</a>).</p>
<p><em>Gedenke, o HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Gnade, die von Ewigkeit her sind! Gedenke nicht an die Sünden meiner Jugend und an meine Übertretungen; gedenke aber an mich nach deiner Gnade, um deiner Güte willen, o HERR! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+25%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 25,6-7</a>)</em></p>
<p><em>Deine Barmherzigkeit ist groß, o HERR; belebe mich nach deinen Bestimmungen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C156&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,156</a>)</em></p>
<p>Dieses Gebet bekennt die Verfehlungen des Volkes Gottes und auch unsere eigenen Verfehlungen; es appelliert an Gott um Seiner Gnade und Barmherzigkeit willen, in dem Bewußtsein, daß unsere Fleischlichkeit und Sünde Seinen Geist betrübt und Sein Gnadenwirken gehindert hat.</p>
<p>Solches Gebet appelliert aber auch an die Ehre Gottes und verlangt danach, daß Gott Erneuerung und Belebung Seines Volkes schenkt, damit Ihm dann auch die Ehre seines Namens zuteil wird und  Er verherrlicht wird <em>„</em><strong><em>Nicht uns, o HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und Treue willen!</em></strong><em> Warum sollen die Heiden sagen: »Wo ist denn ihr Gott?«“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+115%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 115,1-2</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Alttestamentliche Vorbilder</span></h3>
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<p>Solches priesterliche Gebet um Erneuerung und Heilung der Schäden im Volk Gottes stand am Anfang aller großen Erweckungen im Alten Bund, wie wir oben schon gesehen haben. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist für uns aber auch das Vorbild Salomos in seinem großen Gebet zur Einweihung des Tempels, aus dem wir einige Auszüge anführen wollen, weil sie uns Hinweise geben, wie wir für die neutestamentliche Gemeinde beten dürfen. Salomo betet darum, daß Gott Seinem Volk gnädig ist, wenn es Ihn verlassen hat und dann zu Ihm wieder umkehrt:</p>
<p><em>Aber wohnt Gott wirklich bei den Menschen auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe! <strong>Wende dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o HERR, mein Gott, daß du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht vor dich bringt! </strong>Laß deine Augen Tag und Nacht offen stehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast, daß du deinen Namen dahin setzen willst, daß du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet. </em></p>
<p><em>So höre doch das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu diesem Ort hin richten werden! Höre du es an dem Ort deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib! <strong>Und wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder um und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Haus, so höre du es vom Himmel her und vergib die Sünde deines Volkes Israel,</strong> und bringe sie wieder in das Land, das du ihnen und ihren Vätern gegeben hast! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+6%2C18-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 6,18-25</a>)</em></p>
<p>Das lange und ernstliche Gebet des jungen Königs wird von Gott erhört. Nach der Einweihung des Tempels gibt der HERR dem Salomo eine gnädige Verheißung:</p>
<p><em>Da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: »Ich habe dein Gebet erhört und mir diesen Ort zur Opferstätte erwählt. Wenn ich den Himmel verschließe, sodaß es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende <strong>und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. </strong>So sollen nun meine Augen offen stehen und meine Ohren achten auf das Gebet an diesem Ort. Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt, daß mein Name ewiglich dort sein soll; und meine Augen und mein Herz sollen da sein alle Tage. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+7%2C12-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 7,12-16</a>)</em></p>
<p>Gott ist nur gerecht, wenn Er uns Dürre sendet und gewisse Segnungen zurückhält; doch weil wir Sein Volk sind, weil der Bau der Gemeinde Sein Werk ist, dürfen wir bußfertig und demütig Ihn anrufen, daß Er um Seinetwillen eingreift und uns Belebung und reichen Segen schenkt.</p>
<p><strong><em>Belebe uns, so wollen wir deinen Namen anrufen! O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her!</em></strong><em> Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+80%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 80,19-20</a>)</em></p>
<p><em>Kehre zurück (od. Wende dich wieder zu uns), o HERR! Wie lange noch? Und hab Erbarmen mit deinen Knechten! Sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, wie wir Unglück sahen.<strong> Laß deinen Knechten dein Walten sichtbar werden, und deine Herrlichkeit ihren Kindern! Und die Freundlichkeit des Herrn, unsres Gottes, sei über uns, und das Werk unsrer Hände fördere du für uns, ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+90%2C13-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 90,13-17</a>)</em></p>
<p><strong><em>So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und laß dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes Heiligtum, um des Herrn willen! </em></strong><em>Neige dein Ohr, mein Gott, und höre; tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! <strong>Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen! Herr, höre! Herr, verg</strong>ib! Herr, achte darauf und handle und zögere nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+9%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 9,17-19</a>)</em></p>
<p>Priesterliche Fürbitte bringt das Gnadenwirken Gottes wieder in Fluß, das wir durch unsere Schuld aufgehalten hatten. Es räumt Hindernisse aus dem Weg, die wir selbst verursacht haben, nicht der Widersacher. Es ist ein Gebet aus der Niedrigkeit und Schwachheit, das an den herrlichen, unendlich starken Gott in der Höhe appelliert, das Ihn vertrauensvoll anruft um Seiner ewigen Wesenszüge willen, und um Seiner Verheißungen willen, die ebenfalls ewige Gültigkeit haben.</p>
<p>Unser priesterliche Fürbitte ist verbunden mit einem Sündenbekenntnis und ehrlicher Beugung, und gerade dadurch empfängt sie Vollmacht und Erhörung von Gott, der im Heiligtum den Gnadenthron aufgerichtet hat, auf dem das Blut Jesu Christi für uns spricht, und der uns einen großen Hohenpriester gegeben hat, durch den unsere Gebete vor Ihm wohlgefällig sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>).</p>
<p><em>Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns festhalten an dem Bekenntnis! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. So laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,14-16</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Gebet um Erweckung heute</span></h3>
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<p>Wenn wir heute um Erweckung im Volk Gottes beten wollen, dann geht es dabei nicht um schwärmerische Visionen von ganzen Städten und Landstrichen, die sich bekehren. Es geht bei einer biblischen Erweckung immer zuerst um ein geistgewirktes Aufwachen der Gläubigen, die aus Trägheit und Sündenverstrickung, aus Weltlichkeit und Lauheit zur Umkehr kommen müssen. Es geht darum, daß die echten Gläubigen beginnen, ernstlich den Herrn zu suchen und sich Ihm wieder neu hingeben und zur Verfügung stellen, anstatt für sich selbst zu leben.</p>
<p>Es geht darum, daß wir wieder neu die Herrlichkeit und Allmacht, die Heiligkeit und Gerechtigkeit, die Liebe und Gnade unseres großen Gottes und des Herrn Jesus Christus erkennen und davon ergriffen werden. Es geht darum, daß durch das Wirken des Geistes Gottes echte Gottesfurcht und Heiligung, Gehorsam und Selbstverleugnung die Gläubigen prägen, sodaß mit neuem Eifer das Evangelium bezeugt werden kann und Menschen sich noch bekehren. Wir brauchen geisterfüllte, geistlich gesinnte Arbeiter in der Ernte!</p>
<p>Es geht auch darum, daß wir zu einer tieferen Erkenntnis Gottes und Seines Willens für uns kommen, daß die gesunde Lehre der Bibel durch den Geist Gottes aufgeschlossen wird und die Gläubigen all die vielen irreführenden Lehren und Einflüsse ablegen, die sie heute gefangenhalten. Wir sollen wieder neu das Wort Gottes als die Richtschnur unseres Lebens ergreifen und nach diesem Wort in Glaubensgehorsam auch leben.</p>
<p>Und es geht darum, daß die wahre Brautgemeinde sich von allen Verstrickungen in die Kreise der Hure Babylon reinigt und absondert und mit neuer Hingabe das Kommen ihres Herrn und Bräutigams erwartet, der sie in den Himmel entrückt, um dort mit ihr das Hochzeitsfest zu feiern!</p>
<p>All das sind Anliegen, um die wir beten dürfen und sollen, wenn unser Verlangen nach Erweckung im Volk Gottes steht. Es gibt noch viele andere Anliegen, aber das wird der Herr denen aufs Herz legen, die beginnen, zu beten und den Herrn zu suchen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Ermutigung zum Gebet</span></h2>
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<p>Leider müssen wir, denke ich, zumeist bekennen, daß wir gerade in diesen besonders herausfordernden Zeiten in unserem Gebetsleben relativ schwach und oft auch nachlässig sind. Es mangelt uns an ernstlichem, glaubensvollem Gebet; wir beten zuwenig, wir beten nicht beharrlich genug, wir beten oft nur um die persönlichen Anliegen, die uns stark betreffen, und weniger für die Anliegen anderer Gläubiger oder des weltweiten Reiches Gottes. Wir brauchen dringend Erweckung und Erneuerung auch in unserem Gebetsleben!</p>
<p>Aber das dürfen wir unserem gnädigen, geduldigen Gott und Vater bekennen, und wir dürfen Ihn bitten, daß Er uns eifrig macht im Gebet, daß er unser Gebetsleben so umgestaltet, wie es Ihm wohlgefällig ist, und uns zu Gebetskämpfern macht, die Ihn ernstlich suchen und dann auch die Freude erhörter Gebete erleben dürfen. Das Schöne ist, daß wir beten dürfen, daß Gott selbst das in uns wirkt, was vor Ihm wohlgefällig ist, auch wenn wir die Schwachheit unseres Fleisches nur allzu deutlich spüren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+26%2C41&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 26,41</a>).</p>
<p><em>Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, <strong>er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus</strong>. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,20-21</a>)</em></p>
<p>Wir wollen uns selbst und einander ermuntern, doch im Gebet voranzukommen, und am besten uns mit gleichgesinnten Mitgeschwistern verabreden, gemeinsam regelmäßig zu beten.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Laßt uns mehr für die Verlorenen beten!</span></h3>
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<p>In dem liebenden, gnädigen Wesen unseres Gottes liegt auch das Geheimnis der Fürbitte für Verlorene, die uns aufgetragen ist. Wenn begnadigte Menschen, die selbst einst Sünder waren, von der Erde her den heiligen, gerechten Gott um Gnade für andere Sünder auf Erden anrufen, die noch ferne von Gott sind, dann hat diese Fürbitte Gewicht vor Gott, da sie im Namen des von Gott gesandten Erlösers Jesus Christus vorgebracht wird, auf der Grundlage Seines Sühnopfers, das Gnade für Sünder erworben hat.</p>
<p>Es gefällt unserem Gott wohl, wenn Er um Gnade angerufen wird, wenn erlöste Menschen in den Riß treten und für unerlöste Mitmenschen vor Gott erscheinen. Gott hat Wohlgefallen daran, Gnade zu üben und zu vergeben. Deshalb steht geschrieben:</p>
<p><em>So ermahne ich nun, <strong>daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen,</strong> für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; <strong>denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.</strong> Denn es ist </em>ein<em> Gott und </em>ein<em> Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,1-6</a>)</em></p>
<p>Laßt uns doch diesen Auftrag auch ernstlicher befolgen und eifriger fürbittend für verlorene Menschen eintreten! Gott will unsere Fürbitte für verlorene Sünder; Er will unsere Gebete gebrauchen, um Sein Wort kräftig wirken zu lassen und durch Seinen Geist Sünder zu überführen und zur Buße, zum rettenden Glauben zu leiten! Unsere Gebete bewirken etwas in der unsichtbaren Welt, damit sollten wir viel mehr im Glauben rechnen! Gott will die Verblendung von Verblendeten wegnehmen, will Verfinsterte zu Licht, verhärtete Sünder zur Umkehr und Reue, Verirrte auf den rechten Weg führen, und Er möchte dazu unsere Gebete hören.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Laßt uns auch für unsere Mitknechte im Werk des Herrn beten!</span></h3>
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<p>Es ist unserem Gott auch wohlgefällig, die Fürbitte von erlösten Knechten Gottes für ihre Mitknechte zu erhören, welche an einem schwierigen Frontabschnitt des Evangeliums und Gemeindebaus in große Kämpfe verwickelt sind. Aufgrund dieser Gebete, die von der Erde zum Himmel aufsteigen, strömt den bedrängten Arbeitern und Kämpfern Gnade und Hilfe aus dem himmlischen Heiligtum zu; sie werden erquickt und gestärkt, die Widerstände des Feindes werden zerstreut und müssen weichen, und so wird Gott verherrlicht, auch durch den Dank für die Hilfe.</p>
<p><em>Er hat uns denn auch aus solch großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch; und wir hoffen auf ihn, daß er uns auch ferner retten wird, <strong>wobei auch ihr mitwirkt durch eure Fürbitte für uns,</strong> damit wegen der von vielen Personen für uns [erbetenen] Gnadengabe auch von vielen gedankt werde um unsretwillen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,10-11</a>)</em></p>
<p><em>Denn ich weiß, <strong>daß mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des Geistes Jesu Christi</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,19</a>)</em></p>
<p>Es ist so wichtig, daß wir uns nicht isolieren lassen, uns nicht festbeißen in unseren eigenen Schwierigkeiten, sondern daß wir den Blick für das Ganze des Reiches Gottes und der Gemeinde Jesu Christi behalten und fürbittend für Missionare auf ihren Missionsfeldern, aber auch für Evangelisten und Bibellehrer in unserer Region eintreten, damit sie ihren Dienst in mehr Freimütigkeit und Vollmacht tun können. Wenn dies ein Apostel Paulus nötig hatte und ausdrücklich darum bat, wieviel mehr wir schwachen Knechte am Ende der Endzeit …</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Betet allezeit!</span></h3>
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<p>Unser Herr will, daß wir beständig und immer wieder beten; das drückt das griechische Original von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+6%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 6,18</a> aus.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a> Nun können wir in den allermeisten Fällen nicht im wortwörtlichen Sinn „ständig“ beten, weil wir noch vieles andere tun müssen, aber die innere Haltung des Wachens und Betens führt dazu, daß wir zu jeder von Gott geschenkten Gelegenheit beten (für <em>„zu jeder Zeit“</em> steht im Griechischen das Wort <em>kairos</em>, welches die gelegene, von Gott bestimmte und gegebene Zeit bezeichnet).</p>
<p>Wir sollen also zu jeder gelegenen Zeit immer wieder beten, und zwar mit aller Art von Gebet und Flehen: Preis und Dank, Bitte und Fürbitte, Fasten und ernstes Flehen um ein Eingreifen Gottes, Appell an Gottes Barmherzigkeit und Bitte, daß Gott Seine Allmacht erweisen und Seinen Namen verherrlichen möge, ernstes Bußgebet und Rühmen des Sieges, Lob von Gottes Größe und von Christi Sieg.</p>
<p>Dieses sieghafte, zum Thron Gottes vordringende Gebet kann nicht „im Fleisch“ geschehen, in eigener Kraft, im Seelischen und Menschlichen. Es muß ein Gebet „im Geist“ sein, in der Kraft und unter der Leitung des Heiligen Geistes, wie auch der Judasbrief uns auffordert: <em>„Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben <strong>und betet im Heiligen Geist</strong></em>“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C20%3B+vgl.+auch+Joh+4%2C24%3B+R%C3%B6m+8%2C9%3B+Gal+5%2C25%3B+Phil+3%2C3%3B&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,20; vgl. auch Joh 4,24; Röm 8,9; Gal 5,25; Phil 3,3;</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Ausdauer tut not</span></h3>
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<p>Manchmal wird solches Gebet erst relativ „spät“ erhört, d.h. nicht so schnell, wie wir Menschen uns das oft wünschen. Gott zögert scheinbar die Erhörung lange hinaus; so kommt es jedenfalls uns in unserer Ungeduld vor. Doch der allmächtige Gott, unser großer Gott und Vater ist vollkommen weise und kommt nie zu spät. Er hat Seine eigenen Pläne und wartet mit Seinem Eingreifen aus gutem Grund. Auch deshalb sollten wir ausdauernd sein in unseren Gebeten, wie es uns der Herr mit Seinem eindrücklichen Gleichnis vom ungerechten Richter nahelegt:</p>
<p><em>Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen? Ich sage euch: Er wird ihnen schnell Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+18%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 18,7-8</a>)</em></p>
<p>Deshalb finden wir im NT zweimal die Aufforderung: <em>„Seid ausdauernd im Gebet!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,2</a>) bzw. <em>„Seid beharrlich im Gebet!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,12</a>). Für die Begriffe „seid ausdauernd“ bzw. „seid beharrlich“ steht im Griechischen beidesmal <em>pros-kartereo</em>.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a> Das zugrundeliegende Verb <em>kartereo</em> kann bedeuten: „stark, fest, mutig, standhaft sein“, „ausharren, beharren“; <em>pros-kartereo</em> bedeutet „bei etwas standhaft aushalten, ausharren, beharrlich oder ausdauernd sein“. Frei übersetzt könnten wir also <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+4%2C2+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 4,2 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12,12</a> so formulieren: <em>„Seid stark, standhaft und ausdauernd im Gebet!“</em> oder auch <em>„Bleibt beständig im Gebet!“</em> (so wird das Wort in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C14%2C+2%2C42+und+6%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,14, 2,42 und 6,4</a> in bezug aufs Gebet übersetzt).</p>
<p>Dieses Gebot ist so wichtig, weil uns der Sieg und die Erhörung aller nach dem Willen Gottes vorgebrachten Gebete eigentlich sicher ist, weil aber die Erhörung manchmal erst nach einiger Zeit zur Wirksamkeit kommt (in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+10%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 10,12-13</a> finden wir eine mögliche Erklärung für solche verzögerten Antworten). Wenn wir nicht ausharren und entmutigt aufgeben, dann erleiden wir womöglich eine Niederlage. Wenn wir beständig im Gebet bleiben und darin ausharren, dann beten wir zu jeder von Gott gegebenen Zeit, ohne nachzulassen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,18</a>). Wir beten dann „allezeit“ (<em>pantote</em>),<a href="#_ftn3" name="_ftnref3"><sup>[3]</sup></a> weil wir wissen, daß wir allezeit auf Seinen Beistand, Seine Bewahrung und Führung angewiesen sind.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Laßt uns wachen im Gebet!</span></h3>
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<p>Dieses Gebet im Geist soll in einer <em>beständigen Haltung des Wachens</em> geschehen, indem wir aufmerksam auf Gottes Führungen und Sein Wort achten, in der Leitung des Heiligen Geistes, und zugleich auch beobachten, was der Feind tut und was sich in unserem Arbeitsfeld ereignet. Diese Grundhaltung des Wachens und Betens wird uns immer wieder nahegelegt; sie ist das Gegenteil von schläfrigem, routinehaftem, kraftlosem Gebet. Wie hat uns unser Herr gerade in bezug auf die Endzeit gemahnt:</p>
<p><strong><em>Habt acht, wacht und betet!</em></strong><em> Denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk, und dem Türhüter befahl, daß er wachen solle. So wacht nun! Denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen; damit er nicht, wenn er unversehens kommt, euch schlafend findet. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wacht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33-37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33-37</a>)</em></p>
<p>Immer wieder hören wir diesen Ruf, gerade an die Arbeiter des Herrn: <em>„<strong>Darum wacht jederzeit</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,36</a>); <em>„<strong>So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Herr kommt!</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,42</a>). <em>„Darum wacht und denkt daran, daß ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden Einzelnen unter Tränen zu ermahnen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,31</a>). <em>„<strong>Wacht, steht fest im Glauben, seid mannhaft, seid stark!“</strong> </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,13</a>).</p>
<p><strong><em>Seid nüchtern und wacht!</em></strong><em> Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9</a>)</em></p>
<p>Und immer wieder finden wir die Aufforderung zum Wachen im direkten Zusammenhang mit unserem Gebet:</p>
<p><strong><em>Wacht und betet</em></strong><em>, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+14%2C38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 14,38</a>)</em></p>
<p><strong><em>Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin</em></strong><em> mit Danksagung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,2</a>)</em></p>
<p>Auch hier wieder ist es vielleicht aufschlußreich, wenn wir uns die entsprechenden Begrifffe im griechischen NT ansehen. Da habe wir einmal <em>grègoreuo</em>, „wachen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+26%2C41&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 26,41</a>), das von <em>egeiro</em> kommt: „aufwecken, anregen, in Bewegung bringen“.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4"><sup>[4]</sup></a> Der andere Begriff ist <em>agr-ypneo</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33</a>),<a href="#_ftn5" name="_ftnref5"><sup>[5]</sup></a> das „schlaflos, wach, wachsam, unermüdlich“ bedeuten kann. Wenn wir in geistlicher Weise „wachen“, dann sind wir durch den Geist Gottes aufgeweckt und aus dem geistlichen Schlaf aufgewacht; wir verzichten auf Schlaf und Bequemlichkeit, beobachten alles scharf und sind unermüdlich im Gebet.</p>
<p>Wenn wir im Gebet „wachen“ sollen, dann muß Wachsamkeit unsere geistliche Grundhaltung sein. Wie ein Hirte seine Herde beständig beobachtet und aufpaßt, ob ein Schaf sich von der Herde entfernt oder ein Wolf sich nähert, so sollten auch wir unsere geistlichen Sinne geschärft halten und beständig auf die Situation unseres Arbeitsfeldes achten und alle unsere Beobachtungen, die positiven wie die negativen, zum Gegenstand des Gebets machen.</p>
<p>Dieses Wachen bedeutet aber auch, daß wir regelmäßig die Gemeinschaft mit unserem Herrn suchen und in dieser Gemeinschaft Hinweise und Warnungen vom obersten Hirten der Herde empfangen. Den richtigen geistlichen Blick der Wachsamkeit erhalten wir durch den Geist Gottes, wenn wir für unsere Herde vor Gott stehen und Ihn immer wieder im Gebet suchen.</p>
<p>Wir haben oben schon gesehen: Unser Gebet sollte bei ernsten Anliegen, gerade wenn es um Widerstände aus der Finsternis geht, auch mit Fasten begleitet sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+17%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 17,21</a>). Wir haben schöne Vorbilder für diese Verstärkung des Gebets bei den Heiligen und Gläubigen des Alten Testaments;<a href="#_ftn6" name="_ftnref6"><sup>[6]</sup></a> wir finden aber das Fasten in Verbindung mit dem Gebet auch als Praxis der Gläubigen im Neuen Testament.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7"><sup>[7]</sup></a></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Das beständige Opfer des Lobes und der Anbetung</span></h3>
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<p>Eng verbunden mit allen unseren Gebeten sollten immer auch die Danksagung, das Lob und die Anbetung unseres Gottes sein. Im weiteren Sinn wird Lob und Anbetung oft mit zum Gebet gezählt, obwohl „Gebet“ im engeren Sinne das Bitten und Anrufen Gottes um Eingreifen und Hilfe ist. In jedem Fall zeigen uns die vorbildhaften Gebete des Alten wie des Neuen Testaments immer wieder, daß unsere Bitten, wo immer es die Situation zuläßt, gemischt sind sollten mit dem Wohlgeruch des Lobes und der Anbetung.</p>
<p><em>Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei: Harz, Räucherklaue und Galbanum, wohlriechendes Gewürz und reinen Weihrauch, zu gleichen Teilen, und bereite Räucherwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemischt, gesalzen, rein und heilig. Und zerreibe etwas davon ganz fein und lege etwas davon vor das Zeugnis in die Stiftshütte, wo ich mit dir zusammenkommen will. Das soll euch hochheilig sein. Und was das Räucherwerk betrifft, das du bereiten sollst, so sollt ihr in der gleichen Zusammensetzung für euch selbst keines machen, sondern es soll dir heilig sein für den HERRN. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+30%2C34-37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 30,34-37</a>)</em></p>
<p>Wenn wir uns in Lob und Anbetung an Gottes herrliche Wesenszüge erinnern, an Seine Allmacht, Allwissenheit, Güte und Gnade, dann wird unser Herz auf den Herrn hin ausgerichtet, und unser Glaube wird genährt und gestärkt.</p>
<p>Aller Dank, alles Lob und alle Anbetung Gottes kommt durch den Heiligen Geist in unser Herz, und wenn wir dem Ausdruck geben, werden wir zugleich vom Geist Gottes gestärkt am inneren Menschen und mehr und mehr vom Heiligen Geist erfüllt, je mehr wir uns mit dem Herrn und Seiner Herrlichkeit beschäftigen und Ihn groß machen und Seine Herrlichkeiten rühmen.</p>
<p>So sollten Lobgesänge und geistliche Lieder, aber auch gesprochenes Gotteslob und Danksagung und Anbetung, wo immer möglich, die Einleitung und den Ausklang unserer Gebete bestimmen und darf auch mitten in unseren Bitten immer wieder zu Gott aufsteigen. Das ist gewiß kein gesetzliches Schema, aber das Vorbild der Psalmen oder auch des Apostels Paulus legt uns das doch nahe, und das geistliche Verständnis der Beter wird dies bestätigen.</p>
<p><em>… so laßt auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,5</a>)</em></p>
<p><em>Durch ihn laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,15</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Herr, lehre uns beten!</span></h3>
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<p>Müssen wir nicht zugeben, daß viele von uns die hier vorgestellte Art von ernstem, geistgeleitetem Gebet zu wenig praktizieren, ja, daß es womöglich manchen Gläubigen ziemlich unbekannt ist? Kann es sein, daß manche Niederlage, die wir im Dienst erlitten haben, manche Verwundung, die uns für einige Zeit außer Gefecht gesetzt hat, auf unsere lückenhafte Waffenrüstung, unser mangelhaftes Gebet und unsere fehlende Wachsamkeit zurückzuführen war?</p>
<p>Weil unser Dienst in der Gemeinde ein geistlicher ist, der ganz auf die Wirkungen Gottes in Christus durch den Geist angewiesen ist und aus eigener Kraft nichts vermag, deshalb muß er ständig von unseren geistgeleiteten Gebeten eingehüllt und getragen sein. Wir vergessen das oft, arbeiten unter dem Druck der Umstände im Fleisch, in eigener Kraft, beten nur noch oberflächlich und wenig – und erleben Hindernisse und Niederlagen.</p>
<p>Wenn der Herr es ist, der das Haus baut, und die Bauleute sich ohne Ihn umsonst mühen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+127%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 127,1</a>), dann sollte die wichtigste Tätigkeit der Bauleute das Gebet sein, das den Allmächtigen zum Eingreifen bewegt und die Autorität und Kraft unseres Herrn Jesus Christus zur Wirksamkeit bringt. Wie schwach und ungeübt sind wir in diesen Dingen! <em>„Herr, lehre uns beten!“</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+11%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 11,1</a>).</p>
<p>In der Praxis ist es wichtig, daß wir uns nicht nur persönlich die nötige Zeit nehmen, unseren Dienst im Gebet vorzubereiten, im Gebet zu begleiten und im Gebet auch nachzubereiten, sondern daß wir uns auch im Gebet mit gleichgesinnten geistlichen Gläubigen zusammenschließen, um gemeinsam vor den Thron Gottes zu treten. Darin liegt eine große Kraft und Verheißung:</p>
<p><em>Weiter sage ich euch: <strong>Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+18%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 18,19-20</a>)</em></p>
<p>Es ist für den Segen und das Gelingen einer Gemeindearbeit von großer Bedeutung, daß es vor Ort oder in befreundeten Gemeinden Gebetskreise reifer Gläubiger gibt, die mit geistlicher Einsicht die Anliegen des Werkes beständig vor den Herrn bringen und auch auf aktuelle Ereignisse rasch mit Fürbitte reagieren. Solche Gebetsunterstützung ist auch für alle überörtlichen Dienste von Lehrern oder Evangelisten wichtig: <em>„Im Übrigen betet für uns, ihr Brüder, damit das Wort des Herrn [ungehindert] läuft und verherrlicht wird, so wie bei euch …“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C1%3B+vgl.+Kol+4%2C3%3B+1Thess+5%2C25%3B+Hebr+13%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,1; vgl. Kol 4,3; 1Thess 5,25; Hebr 13,18</a>).</p>
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<p>Was ich hier niedergeschrieben habe, sind unvollkommene, tastende Gedanken zu einem erhabenen und herrlichen Gegenstand, den wir in diesem Leben sicher nicht völlig ausschöpfen können. Ich bin mir meiner eigenen Schwachheit und meines Versagens gerade auf dem Gebiet des Gebets nur zu bewußt. Und doch hoffe ich, daß diese Ausführungen über Gottes Wort zum Thema „Gebet“ uns Dienern in dem großen Werk der Evangeliumsverkündigung und des Gemeindebaus zum Segen sein können, weil es ja Gottes Wort ist, das wir betrachtet haben, Gottes Wort, das lebendig und wirksam ist in uns.</p>
<p>Letztlich gilt auch für unseren Gebetsdienst, was der Apostel Petrus für allen Dienst in der Gemeinde als geistliche Leitlinie gegeben hat, und das möge der Herr uns auch im Hinblick auf unsere Gebete schenken:<em> „Wenn jemand redet, so [rede er es] als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so [tue er es] aus der Kraft, die Gott darreicht, <strong>damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“</strong> </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,10-11</a>).</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Literaturhinweise</span></h2>
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<p>Alexander, H. E.: <em>Der Siegesweg.</em> Zürich: Das Haus der Bibel 1950</p>
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<p>Alexander, H. E.: <em>Manna am Morgen.</em> Romanel-sur-Lausanne: Genfer Bibelgesellschaft 2016</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anonym: <em>Der kniende Christ. </em>Frankfurt/M.: Herold Verlag o.J.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bounds, E. M.: <em>Kraft durch Gebet.</em> Frankfurt/M.: Herold Verlag o.J.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Peters, Benedikt:  <em>Lasst uns anbeten! </em>Lychen: Daniel Verlag 2007</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Peters, Benedikt:  <em>Lehre uns beten!</em> Bielefeld: Christliche Literaturverbreitung 2018</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rice, John R.: <em>Bitten und empfangen.</em> Frankfurt/M.: Herold Verlag o.J.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Van Dooren, L. A. T.: <em>Gebet – lebensnotwendiges Atmen.</em> Frutigen: Trachsel Verlag 1979</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Spurgeon, C. H.: <em>Betet ohne Unterlaß. Gedanken und Predigten über das Reden mit Gott. </em>Berlin: EVB 1989</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlicht auf das-wort-der-wahrheit.de Mai &#8211; November 2021   ©  Rudolf Ebertshäuser</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <em>pros-euchomenoi</em> ist ein Partizip Präsens und drückt hier eine andauernde (durative Bedeutung) oder eher noch eine immer wiederholte Handlung aus (iterative Bedeutung).</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Dieses Wort findet sich an folgenden Stellen im NT: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 3,9</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+1%2C14%3B+2%2C42.46%3B+6%2C4%3B+8%2C13%3B+10%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 1,14; 2,42.46; 6,4; 8,13; 10,7</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C12%3B+13%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,12; 13,6</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C2.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,2.</a></p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> In bezug auf Gebet erscheint dieses Wort an folgenden Stellen: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+18%2C1%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 18,1; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,9</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C4%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,4; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,20</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,4</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C4%3B+4%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,4; 4,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C3.11%3B+2%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,3.11; 2,13</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phlm+1%2C4.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phlm 1,4.</a></p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Dieses Wort finden wir im Zusammenhang mit Gebet an folgenden Stellen (in Klammern Stellen mit allgemeiner Bedeutung „wachsam sein“): <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C42%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,42; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+25%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 25,13</a>; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+26%2C38.40.41&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 26,38.40.41</a>); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C35.37&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,35.37</a>; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+14%2C34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 14,34</a>); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+14%2C38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 14,38</a>; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+12%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 12,37</a>); (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,31</a>); (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,13</a>); <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,2</a>; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,6</a>); (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8</a>); (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C2.3%3B+16%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,2.3; 16,15</a>).</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Dieses Wort finden wir im Zusammenhang mit Gebet an folgenden Stellen: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,36</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,18</a>; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,17</a>).</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ri+20%2C26%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ri 20,26; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+7%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 7,6</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Sam+12%2C16%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Sam 12,16; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+21%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 21,27</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+20%2C3%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 20,3; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Esra+8%2C21-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Esra 8,21-23</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+1%2C4%3B+9%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 1,4; 9,1</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+36%2C9%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 36,9; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+9%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 9,3</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joel+1%2C14%3B+2%2C12.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joel 1,14; 2,12.15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jon+3%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jon 3,5.</a></p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C17%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,17; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+5%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 5,35</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+13%2C3%3B+14%2C23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 13,3; 14,23</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C5%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,5; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,5.</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geistlicher Dienst und Gemeindebau  im Kampffeld von Licht und Finsternis (Gebet Teil 1)</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/05/geistlicher-dienst-und-gemeindebau-im-kampffeld-von-licht-und-finsternis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 17:50:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6659</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Wir leben in den letzten Tagen der Endzeit, und das Wort Gottes zeigt uns, daß diese besondere Zeit gekennzeichnet ist durch außergewöhnliche geistliche Kämpfe, durch ein immer stärker werdendes Wirken des Widersachers, der die Menschen durch verführerische Geister in die Irre führen und auf den kommenden Antichristen vorbereiten will (vgl. Offenbarung 12 und 13). [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wir leben in den letzten Tagen der Endzeit, und das Wort Gottes zeigt uns, daß diese besondere Zeit gekennzeichnet ist durch außergewöhnliche geistliche Kämpfe, durch ein immer stärker werdendes Wirken des Widersachers, der die Menschen durch verführerische Geister in die Irre führen und auf den kommenden Antichristen vorbereiten will (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+12+und+13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 12 und 13</a>). Gerade in der äußerlichen Christenheit, aber auch in der wahren Gemeinde Gottes sind diese Verführungsgeister wirksam; der Feind versucht alles, um den Dienst der wahren Gemeinde, ihr Zeugnis für Christus zu hemmen und zu lähmen.</p>
<p>Aber der Widersacher versucht auch auf andere Weise die Kinder Gottes, die Gemeinde Gottes in dieser Welt anzugreifen, zu schwächen und außer Gefecht zu setzen – durch verschiedene geistliche Angriffsmethoden und „listige Kunstgriffe“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,11</a>). Wenn wir dem Herrn wirksam und ausdauernd dienen wollen, müssen wir uns mit diese Wirklichkeit des geistlichen Kampfes auseinandersetzen und lernen, darin zu bestehen, wobei das Gebet eine Schlüsselrolle spielt. Darum soll es in unserem ersten Kapitel gehen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1.  Die Realität des geistlichen Kampfes im Dienst für den Herrn</span></h2>
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<p>Wenn wir uns dem Herrn zum Dienst zur Verfügung gestellt haben, sollten wir uns beständig dessen bewußt sein: dieser Dienst zur Ausbreitung des Evangeliums, zur Erbauung biblischer Gemeinde, zur Zurüstung der Heiligen ist seinem Wesen nach immer auch ein ernster <em>geistlicher Kampf</em>, ein Frontkampf gegen Widerstände des Satans und seiner Finsternismächte, ganz genauso, wie dies auch bei der Evangeliumsverkündigung und Gemeindegründung auf den weltweiten Missionsfeldern der Fall ist.</p>
<p>Wir wollen unsere Hinweise besonders auf das Werk des Gemeindebaus bei uns im Europa ausrichten. Darunter möchte ich hier alle drei Ebenen verstanden wissen – das Zeugnis des Evangeliums, die Auferbauung der Gläubigen im Rahmen biblischer Gemeinde und die Anbetung Gottes als heiliger Priesterdienst der Gemeinde. Alle an diesem Dienst Beteiligten sind aufgerufen, diesen „guten Kampf“ auszufechten &#8211; geduldig und standhaft, wachsam und gerüstet mit der geistlichen Waffenrüstung in Christus.</p>
<p>Dieser geistliche Kampf ist natürlich nur <em>ein</em> Aspekt unseres geistlichen Lebens und Dienstes, aber er wird vielfach zuwenig beachtet und beleuchtet, deshalb wollen wir dies hier ausführlicher tun. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, als müßten Diener Gottes<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a> ständig nur gegen den Bösen kämpfen; nein, in der Praxis ist die positive Aufbauarbeit, Gott sei Dank, unsere Hauptaufgabe. Der Herr schenkt Seinen Dienern oftmals Zeiten relativer Ruhe, wo wir im Dienst Frieden und Gelingen haben.</p>
<p>Andererseits stehen wir in gewisser Weise beständig in diesem Kampf und können seine Realität nicht einfach ausblenden oder uns aus fleischlichem Ruhebedürfnis daraus zurückziehen. Es gibt immer wieder in unserem Dienst „böse, üble, notvolle, gefährliche Tage“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,13</a>), an denen wir Widerstände und Angriffe der Finsternis relativ konzentriert erleben. Gerade für solche Tage möchte ich versuchen, Zurüstung weiterzugeben.</p>
<p>Es ist heute besonders wichtig, daß sich alle Gläubigen, die dem Herrn dienen wollen, auf der Grundlage des Wortes Gottes auf diesen geistlichen Kampf einstellen, und die Konsequenz ziehen, die unser Herr uns lehrt: <em>„Habt acht, wacht und betet!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33</a>). Gerade dem Gebet kommt heute eine besondere Bedeutung zu; leider ist es aber so, daß wir Diener des Herrn dies oftmals unterschätzen oder zumindest in der Praxis vernachlässigen.</p>
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<h4>Wir stehen im Geschützfeuer des Widersachers</h4>
<p>Jeder Gläubige, der das Evangelium weitergibt und Menschen zu dem Herrn Jesus Christus führen will, ist ein Kämpfer Jesu Christi, der in das Reich der Finsternis eindringt, in dem die unerretteten Menschen unter der Herrschaft des Satans leben (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3%3B+Kol+1%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3; Kol 1,13</a>).</p>
<p>Geistlich gesehen ist Evangelisation ein Vorstoß der Armee des Herrn gegen die Bollwerke der Finsternis, <em>„gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,12</a>). Wir sehen das immer wieder im Dienst des Apostels Paulus, wenn wir etwa die Apostelgeschichte oder seine Briefe studieren (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C5%3B+R%C3%B6m+15%2C30-31%3B+2Thess+3%2C1-3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,5; Röm 15,30-31; 2Thess 3,1-3</a>): <em>„</em><em>denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend; und es gibt viele Widersacher“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,9</a>). Dasselbe gilt auch für biblischen Gemeindebau, der ja sozusagen Brückenköpfe des Evangeliums im Feindesland errichtet. Jeder Gläubige, der dem Herrn geistlich dient, ist auch ein Soldat, ein Kämpfer in Gottes Armee (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,4</a>).</p>
<p>Es muß uns klar sein, daß jede echte, geistgewirkte Aktivität im Dienst für unseren herrlichen Herrn Jesus Christus bedeutet, daß dem Reich der Finsternis Schaden zugefügt wird. Dienst am Evangelium, Dienst in der Gemeinde Gottes bewirkt, daß viele Machenschaften des Fürsten dieser Welt und der ihm dienstbaren Geister gestört oder zerstört werden, daß Menschengeschöpfe, die einst von dem Widersacher beherrscht und benutzt wurden, „abtrünnig“ werden und auf die Seite des Sohnes Gottes treten und nunmehr dem lebendigen und wahren Gott dienen. Das ist dem Bösen ein Dorn im Auge und ruft seinen Widerstand hervor.</p>
<p>Jede biblische Gemeinde, und das gilt auch schon für deren Keimformen, also auch jede Hausversammlung mit zwei, drei oder fünf Kindern Gottes, jede kleine Pioniergemeinde ist gewissermaßen ein Militärstützpunkt des Herrn Jesus mitten im Feindesland. Sie ist eine Zitadelle des Lichts im Territorium des Widersachers, von dem aus die Werke der Finsternis gestört und zerstört werden und Menschen aus der Finsternis zum Licht gebracht werden.</p>
<p>Eine bibeltreue Gemeinde, in der lauter geistlich gesinnte, von neuem geborene Christen einträchtig zusammenwirken, ist für den Feind wie eine von Gott umhüllte Festung, uneinnehmbar, unangreifbar unter dem Schutz des Siegers Jesus Christus, vergleichbar mit Israel, wie es Bileam sah:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Siehe, zu segnen habe ich empfangen; <strong>Er hat gesegnet, und ich kann es nicht abwenden! Er schaut kein Unrecht in Jakob, und er sieht kein Unheil in Israel. Der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und man jubelt dem König zu in seiner Mitte. Gott hat sie aus Ägypten geführt; seine Kraft ist wie die eines Büffels. So hilft denn keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.</strong> Zu seiner Zeit wird man von Jakob sagen und von Israel: Was hat Gott [Großes] getan! Siehe, welch ein Volk! Wie eine Löwin wird es aufstehen und wie ein Löwe sich erheben. Es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+23%2C20-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 23,20-24</a>)</em></p>
<p>Von einer solchen Gemeinde können Segensströme ausgehen; Menschen bekehren sich aus der Finsternis zu Gott, Gläubige werden unterwiesen, gefestigt und zum Dienst zugerüstet, aus ihr steigt lautere Anbetung zu Gott auf, und ihr Glaubenszeugnis verherrlicht Gott. Solange sie in Lauterkeit und Einmütigkeit so wandeln vor Gott in Christus und ihre Gebete sie wie eine Schutzmauer einhüllen, kann der Feind nichts gegen solch einen Stützpunkt des Lichts unternehmen; solch eine Gemeinde ist unangreifbar in Christus.</p>
<p>Doch der Widersacher ist sehr verschlagen und listig, und er kennt aus langer Erfahrung die Schwachpunkte der Kinder Gottes und auch der Gemeinden. Er wird immer wieder versuchen, eine solche Gemeinde anzugreifen, um sie zu blockieren oder zu schwächen und wenn möglich zu zerstören. Es ist gut, wenn wir uns einige seiner Taktiken genauer ansehen, damit wir im Werk des Gemeindeaufbaus wachsam sind und dagegen Vorkehrungen treffen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2.  Die Taktik des Widersachers <br />
im Kampf gegen die Gemeinden und Diener des Herrn</span></h2>
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<p>Der Widersacher wird alles versuchen, um eine bibeltreue Gemeinde unter Beschuß zu nehmen und unwirksam zu machen. Er wird versuchen, sie durch Verfolgung einzuschüchtern oder durch Intrigen und Spaltungen zu zerstören. Wenn ihm das nicht gelingt, sucht er sie durch Einschleusen von Verführern und Irrlehren innerlich zu verderben. Er versucht die Diener am Werk des Gemeindebaus zu schwächen, zu entmutigen, gegeneinander auszuspielen oder durch Hochmut unbrauchbar zu machen. Am liebsten würde er sie so verwunden, daß sie geschlagen vom Wirkungsort ihres Dienstes abziehen müssen.</p>
<p>Dabei benutzt er leider auch fleischliche Gläubige, die nicht mit dem Herrn leben und dem Feind über unbereinigte Sünden und verkehrte Herzenshaltungen (Stolz, Verbitterung) eine offene Tür bieten. Der Feind kann solche Christen beeinflussen, bei ihnen Bindungen und geistliche Blockaden bewirken und ihre Sicht trüben. Er kann sogar Gedankenfestungen bei ihnen errichten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,4-5</a>) und sie durch seine Einflüsse, durch Vernunftschlüsse, falsche Lehren und trügerische Botschaften (falschgeistige Prophetien, Mystik) verführen.</p>
<p>Aus solcher Verführung oder verdeckter Beeinflussung heraus können solche Christen u.U. das Werk des Gemeindebaus schwächen oder gar angreifen. Über solche unklaren Christen kann der Widersacher manchmal hartnäckige Widerstände gegen das Wirken des Geistes Gottes und gegen den Dienst der Gemeindemitarbeiter aufbauen, die nur durch Gebet und die vollmächtige Verkündigung des Wortes zu überwinden sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,1-6</a>). Dasselbe gilt für die Taktik des Widersachers, Mißverständnisse und Konflikte zu schüren und böse Gedanken und Worte zu benutzen, um Gläubige gegeneinander aufzubringen, Mißtrauen zu säen und die kostbare Gemeinschaft der Heiligen so zu beeinträchtigen oder gar zu zerstören.</p>
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<h4>Der Widerstand des Feindes aus der unsichtbaren Welt und unser Sieg darüber</h4>
<p>Die Angriffe des Widersachers können leider gelingen, wenn die Arbeiter am Bau der Gemeinde nicht wachsam sind und nicht nahe beim Herrn, in Seiner Gemeinschaft, bleiben. Es gibt manche Gemeinden oder Gemeindegründungsprojekte, die gescheitert sind wegen hartnäckiger Schwierigkeiten und Widerstände, die „zufällig“ und unzusammenhängend scheinen, geistlich gesehen aber das Werk des Satans darstellen.</p>
<p>Aber eigentlich sollte das nicht so sein. Denn unser Herr Jesus Christus hat mit Seinem Kreuzesopfer und Seiner Auferstehung den Satan für immer besiegt und entwaffnet und im Triumphzug umhergeführt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,13-15</a>). In Christus und durch Ihn haben wir den Sieg über den Teufel und alle seine bösen Mächte und Werke. Wir dürfen triumphierend ausrufen und im Gebet verkünden, daß der Sohn Gottes erschienen ist, um die Werke des Teufels völlig zu zerstören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8</a>). Wir haben die Aufforderung in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 6</a>: „<em>Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. <strong>Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,10-11</a>).</p>
<p>Eigentlich ist der Diener Gottes geschützt durch die Vollrüstung des römischen Kriegers, die er in Geist anziehen darf. Diese Vollrüstung hat er von Seinem wunderbaren, siegreichen Herrn, ja, Christus selbst ist unser Schirm und Schild. Der Feind kann uns also eigentlich gar nicht angreifen, denn dazu müßte er Christus antasten, und das ist ihm völlig unmöglich. So bleibt ihm nur, die Kämpfer des Herrn durch List dazu zu bringen, daß sie ihre Stellung und Deckung in Christus verlassen, ihre Waffenrüstung vernachlässigen und sich damit verwundbar machen.</p>
<p>Der Feind kann dann siegen, wenn die Arbeiter im Werk des Herrn nicht durchschauen, daß ihr Kampf nicht gehen Fleisch und Blut geht, nicht gegen Menschen, die sie angreifen und ihnen Hindernisse in den Weg legen, noch gegen äußere Umstände, die ihnen entgegenstehen, sondern gegen den Fürst dieser Welt und seine bösen Geister. Dann kämpfen sie unter Umständen mit Menschen und hadern mit Umständen, sie werden verletzt und bitter oder entmutigt.</p>
<p>Der Widersacher kann dann Siege erringen, wenn es ihm gelingt, den Diener Gottes aus seiner geistlichen Haltung herauszulocken und dazu zu provozieren, daß er im Fleisch handelt. Dann kämpft er in eigener Kraft und mit menschlichen Mitteln, und die Niederlage ist vorprogrammiert. Wenn wir vergessen, daß unser Kampf geistlich ist und nicht fleischlich, wenn wir seelisch reagieren, mit Enttäuschung und Resignation, mit Selbstrechtfertigung und Selbstbehauptung, dann werden wir nicht standhalten können.</p>
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<h4>Das Waffenarsenal des Widersachers kennen</h4>
<p>Wenn eine Armee gegen ein feindliches Heer Krieg führt, dann gehört es zu den ganz wichtigen Grundlagen für einen siegreichen Feldzug, die Taktik und die Waffen des Feindes zu kennen. Wir müssen wissen, wie er operiert und wie wir seinen Schachzügen begegnen können. Zu den Waffen des Satans gegen die Heiligen, insbesondere auch gegen biblische Gemeinden, gehören folgende listigen Kunstgriffe:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Aufhetzung der Massen oder einzelner Gruppen gegen die Christen, Anstachelung von Verleumdungen, politischer Feindschaft und religiösem Fanatismus</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C19-22%3B+19%2C23-41%3B+1Pt+4%2C12-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,19-22; 19,23-41; 1Pt 4,12-16</a>). Das kann in der Zukunft auch bei uns im nunmehr antichristlich gewordenen „Abendland“ wieder vermehrt geschehen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Verfolgung durch antichristliche Obrigkeiten</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C12-19%3B+2Tim+3%2C12%3B+1Pt+5%2C8-9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,12-19; 2Tim 3,12; 1Pt 5,8-9</a>). Auch diese Erfahrung dürften wir westliche Christen in Zukunft tendenziell mehr machen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Widergöttliche weltliche Ideologien</em> (Marxismus, Feminismus, Humanismus, Philosophie, Psychologie, Evolutionslehre), die das Denken der Gläubigen vergiften sollen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C2%3B+1Kor+3%2C18-20%3B+Kol+2%2C8%21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,2; 1Kor 3,18-20; Kol 2,8!</a>). Der Widersacher versucht durch die nichtige Weisheit dieser Welt die Gläubigen von der Herrlichkeit des Christus abzulenken.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Verführerische scheinchristliche Lehren (Irrlehren, Häresien),</em> die den Glauben zersetzen, hinter denen Dämonen stehen: Pfingst- und Charismatische Bewegung, Bibelkritik, Ökumene, Gemeindewachstumsbewegung, Mystik, Allversöhnung usw. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1-3%3B+1Tim+4%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1-3; 1Tim 4,1</a>)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Falsche Apostel, falsche Propheten, falsche Lehrer, falsche Hirten, falsche Arbeiter</em>, die der Teufel in die Gemeinde einschleust (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-4+u.+13-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-4 u. 13-15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C5.11.24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,5.11.24</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,1</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Joh+1%2C7-11%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Joh 1,7-11; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Joh+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Joh 1,9</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,2</a>)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Einführung von dämonischer Rock- und Popmusik, falschem charismatischem „Lobpreis“ in die Gemeinden</em> als verdorbene, falsche „Anbetung“, die Gottes Gericht zur Folge hat (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Am+5%2C21-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Am 5,21-23</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Streit und Spaltungen durch eingeschleuste sektiererische Menschen</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C10%3B+1Tim+6%2C3-5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,10; 1Tim 6,3-5</a>). Immer wieder erleben Gemeinden, daß der Feind falsche Christen, betrügerische Arbeiter (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,13</a>) mit einer bitteren Wurzel (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,15</a>) einschleust, die dann Streit in die Gemeinden tragen, gegen die Gemeindeleitung aufwiegeln und Irrlehren und Spaltung schüren.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Erzeugung von geistlichen Bindungen und Blockaden sowie geistliche Blindheit bei anfälligen Gläubigen</em>, die dann Widerstand gegen die Diener Gottes leisten, die menschliche statt geistliche Wege fordern und den Dienst hindern.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Anklagen und Verleumdungen gegen Diener Gottes</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C20%3B+Jak+4%2C11%3B+R%C3%B6m+3%2C8%3B+3Joh+1%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,20; Jak 4,11; Röm 3,8; 3Joh 1,10</a>). Der Widersacher benutzt bisweilen unzufriedene, fleischliche Christen, um gegen Diener Gottes böse Gerüchte und Anklagen auszustreuen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Verführung der Diener zu moralischen Sünden </em>z.B. in bezug auf Sexualität, Unwahrhaftigkeit, Zorn, Verleumdung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C3%3B+1Kor+7%2C5%3B+1Thess+4%2C1-8%3B+Eph+4%2C25-31&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,3; 1Kor 7,5; 1Thess 4,1-8; Eph 4,25-31</a>), wobei der Feind hier oft gerade die Verantwortlichen angreift.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Korruption der Diener durch Habgier, Reichtum und Macht </em>(vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C6-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,6-10</a>). Geld- und Machtmißbrauch kann für Diener Gottes eine geistliche Gefahr werden; der Feind wird versuchen, solche Diener darüber zu Fall zu bringen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Krankheiten, Schwächezustände: </em>Manchmal können solche Dinge Angriffe des Teufels sein, und sie verschwinden, wenn wir dem Feind fest im Glauben widerstehen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C9%3B+Jak+4%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,9; Jak 4,7</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Anklagegedanken, böse Gedanken, Verdammnisgefühle, </em>die die Knechte Gottes anfliegen wie feurige Pfeile aus dem Nichts (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,16</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>* Entmutigung, Depression, Hoffnungslosigkeit: </em>Solche Empfindungen können aus unserer Seele kommen, aber bisweilen sind sie auch dämonische Angriffe auf dem Schlachtfeld, die den Diener Gottes lahmlegen und außer Gefecht setzen sollen (vgl. Elia, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+19%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 19,4</a>).</p>
<p>Damit wollen wir nicht sagen, daß jedes dieser Dinge automatisch auf das Wirken des Feindes zurückzuführen sei. Ob das der Fall ist, muß jeder Gläubige selbst geistlich beurteilen. Aber Tatsache ist: Der Widersacher benutzt Menschen und äußere Umstände, um gegen die Gläubigen Krieg zu führen; hinter diesen Menschen stehen finstere Geistesmächte, und der geistliche Kampf der Gläubigen richtet sich gegen diese Mächte, nicht gegen Fleisch und Blut.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3.  Wie die Diener Gottes <br />
gegen die Angriffe des Feindes siegen können</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist, wenn wir die geistliche Dimension unseres Dienstes im Auge haben, ganz logisch, daß der Widersacher und seine gefallenen Engel ihr ganzes Repertoire an geistlichen Angriffen und Fallstricken gegen jeden Kämpfer des Herrn, gegen jedes Heerlager des Lichts richten werden und nichts unversucht lassen, um diese bedrohlichen Eindringlinge in das Reich der Finsternis lahmzulegen und die gegnerischen Streiter zum Rückzug oder gar zur hastigen Flucht zu zwingen.</p>
<p>Wir sind daher als Diener des Herrn, als Seine berufenen Knechte und Mägde, herausgefordert, diesen Angriffen des Feindes geistlich zu begegnen, und zwar nüchtern und ohne Furcht, zielklar und entschlossen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,13</a>). Hierbei ist es entscheidend, die Belehrung des Epheserbriefes über unseren geistlichen Kampf zu beherzigen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Im Übrigen, meine Brüder, seid stark (od. laßt euch stärken) in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; <strong>denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit,</strong> gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C10-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,10-12</a>)</em></p>
<p>Bei diesem geistlichen Kampf gegen die Finsternismächte geht es nicht darum, diese namentlich anzusprechen, zu „binden“ oder zu vertreiben, wie dies die Charismatiker mit ihrer „geistlichen Kriegsführung“ propagieren. Ein solches Ansprechen und Beeinflussen dieser Geistesmächte ist im Grunde christlich getarnter Spiritismus, das „Bannen von Geistern“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+18%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 18,11</a>) und damit eine Zaubereisünde, die die „Kämpfer“ erst recht unter den Einfluß des Feindes bringt.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a></p>
<p>Nein, es geht darum, dem Teufel und seinen Anschlägen „fest im Glauben“ zu „widerstehen“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,9</a>). Dazu berufen wir uns auf das Wort Gottes und stützen uns auf die Verheißung des vollbrachten Sieges und der Allmacht unseres Herrn Jesus Christus und rufen Ihn im Gebet an, den Widersacher zu schlagen und Siege für Seinen Namen zu erringen, Siege und Gelingen für die Evangeliumsverkündigung, für die Erbauung von Gemeinden, für die Sache des Herrn auf allen Gebieten.</p>
<p>In diesem Krieg können wir manchmal auch hart bedrängt werden oder gewisse Niederlagen erleiden, obwohl der Herr ja unser Schutz und im Letzten immer der Sieger ist. Solche Niederlagen üben uns im Glaubenskampf, und Gott zeigt uns durch sie auch Fehler und Schwachpunkte in unserem Glaubensleben, gewissermaßen Lücken in unserer geistlichen Waffenrüstung, die wir dann schließen sollten. Wir dürfen aus jeder Bedrängnis und zeitweiligen Niederlage lernen, um immer mehr zu Überwindern zu werden!</p>
<p><em>Unser geistlicher Siegesboden im Kampf gegen die Anläufe des Feindes ist das Bleiben in Christus.</em> Wir überwinden weit, wenn und solange wir bewußt in unserer Stellung als mit Christus gekreuzigt, gestorben, auferweckt und in die Himmelswelt versetzt, verharren &#8211; und das in allen turbulenten Kampfsituationen, wo die Pfeile fliegen, wo Menschen uns verleumden, wo wir in Gefahr sind, verletzt oder wütend zu reagieren. Solange wir in der Kraft des Geistes in Christus bleiben, ist Er unser Schutz und unsere Stärke, und wir erleben, was David in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 18</a> rühmend bezeugt.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will dich von Herzen lieben, o HERR, meine Stärke! Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung. Den HERRN, den Hochgelobten, rief ich an — und ich wurde von meinen Feinden errettet! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+18%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 18,2-4</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Zieht an die Waffenrüstung Gottes!</h4>
<p>Gegen die Mächte des Feindeskönnen wir nur standhalten, wenn wir, angetan mit der Waffenrüstung Gottes, den vollendeten Sieg des Herrn Jesus über allen Machenschaften der Finsternis ausrufen und den Herrn anrufen, daß Er die Werke des Teufels zerstören möge, wie Er verheißen hat. Deshalb finden wir zunächst in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 6</a> die Ermahnung, wie ein guter Soldat nicht in den Kampf zu ziehen, ohne die komplette Waffenrüstung angelegt zu haben, die uns den Sieg in der Schlacht ermöglicht.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. </em></strong><em>So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C13-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,13-17</a>)</em></p>
<p>Ohne diese Waffenrüstung kann der Feind uns an unseren empfindlichen Stellen, den geistlichen und seelischen und körperlichen Schwachstellen, angreifen und zu Fall bringen. Seine Pfeile können uns durchbohren und verwunden, sodaß wir nicht weiterkämpfen können. Aber wenn wir diese Vollrüstung bewußt tragen und regelgerecht kämpfen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,5</a>), dann ist uns der letztliche Sieg garantiert, und wir können die Werke ausrichten, die Gott für uns bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,10</a>).</p>
<p>Christus selbst und Seine vollkommene Erlösung ist in gewisser Weise die Grundlage für die einzelnen Elemente dieser geistlichen Waffenrüstung. Er ist die Wahrheit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,6</a>), und nur durch die göttliche Wahrheit Seines Wortes und durch eine wahrhaftige Haltung können wir den Vater der Lüge überwinden. Christus ist unsere Gerechtigkeit, und diese vollkommene Gerechtigkeit in Christus ist der sichere Schutz vor den Schlägen des Feindes, wobei wir selbst auch in Gerechtigkeit wandeln müssen, sonst hat der Feind einen Angriffspunkt an uns, wenn wir Sünde in unserem Leben zulassen und nicht bereinigen.</p>
<p>Christus ist der Retter, und Er hat uns ausgesandt, Sein Heil zu bezeugen. Wenn wir Seinem Befehl gehorsam sind und das tun, dann stärkt und bewahrt Er uns auf dem Weg. Wenn wir schuldhaft das Zeugnis des Evangeliums verweigern, ist unser Schutz unvollkommen. Christus ist der Fels unseres Glaubens; Sein vollkommenes Werk, Sein herrlicher Sieg sind die Verheißungen, auf die wir unseren Glauben stützen, unser unbedingtes Vertrauen auf die Treue und Macht unseres wunderbaren Erlösers.</p>
<p>Er ist der Sohn des lebendigen Gottes; Er hat uns völlig erlöst durch Sein Blut; Er tut alles, was wir in Seinem Namen bitten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C12-14%3B+Joh+15%2C7.16%3B+Joh+16%2C23-28&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,12-14; Joh 15,7.16; Joh 16,23-28</a>); Er erfüllt alle Verheißungen Gottes an uns, in Ihm sind sie Ja und Amen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,19-20</a>). Dieser einfältige, feste, sieghafte Glaube läßt alle Angriffe des Feindes, sei es durch böse Menschen, Verleumdungen oder vergiftete Gedanken, völlig abprallen und scheitern.</p>
<p>Die feste Gewißheit unserer ewigen und vollkommenen Errettung in Christus bedeutet den Helm des Heils; diese Gewißheit bewahrt unsere Gedanken in Christus und Seinem Frieden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,7</a>). So gerüstet, können wir auch das <em>„Schwert des Geistes“</em> gut führen, <em>„welches das Wort Gottes ist“</em>. Hier geht es darum, im Kampf des Glaubens uns auf die Verheißungen zu stützen, auf das Zeugnis des vollbrachten Siegens und der Allmacht des Herrn Jesus, dem wir dienen. Was sind solche Verheißungen, die wir wie Schwertstreiche gegen das Wirken des Feindes setzen dürfen?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis</em></strong><em> und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, <strong>in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13-14</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. <strong>Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,13-15</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Dieser (Christus) ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen. </em></strong><em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,22</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, <strong>daß er die Werke des Teufels zerstöre</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Kinder, ihr seid aus Gott <strong>und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,4</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, <strong>und die Pforten des Totenreichs sollen sie nicht überwältigen</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,18</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: <strong>Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.</strong> So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18-20</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
<h4>Der Herr wird für uns kämpfen!</h4>
<p>Es ist von großer Bedeutung, daß wir uns immer wieder bewußt machen: Im geistlichen Kampf sind nicht wir diejenigen, die in erster Linie kämpfen! Der Kampf ist Sache unseres allmächtigen, vollkommen weisen Herrn, des Herrn Jesus Christus, welcher der HERR der himmlischen Heerscharen ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+6%2C3%3B+Joh+12%2C41&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 6,3; Joh 12,41</a>), der Fürst über das Heer des HERRN (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jos+5%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jos 5,13-15</a>). Er hat den Sieg für uns grundsätzlich längst errungen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,13-15</a>)! <em>„Gott aber sei Dank,<strong> der uns [beständig] den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“</strong></em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57</a>).</p>
<p>In Christus haben wir also den Sieg über alle Machenschaften des Bösen, denn unser Herr hat den Feind längst völlig und endgültig besiegt. Gegen unseren Herrn ist der Widersacher letztlich machtlos, auch wenn er in der jetzigen Weltzeit immer noch eine gewisse begrenzte Macht über die unbekehrten Sünder ausüben darf.</p>
<p>Von daher geht es uns ähnlich wie dem Volk Israel im Kampf gegen seine mächtigen und listigen Feinde. Immer wieder lehrt sie der Herr, daß der Kampf Seine Sache ist und das Volk Gottes glaubensvoll auf den Herrn vertrauen soll (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+20%2C2-4%3B+2K%C3%B6n+6%2C15-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 20,2-4; 2Kön 6,15-17</a>) :</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit! <strong>Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+14%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 14,13-14</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich aber sprach zu euch: Entsetzt euch nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen! <strong>Denn der HERR, euer Gott, zieht vor euch her und wird für euch kämpfen,</strong> ganz so, wie er es für euch in Ägypten getan hat vor euren Augen, und in der Wüste, wo du gesehen hast, wie der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr zurückgelegt habt, bis ihr an diesen Ort gekommen seid. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+1%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 1,29-31</a>)</em></p>
<p>In der Geschichte Israels sehen wir, daß, obwohl der Kampf die Sache des Herrn ist, auch Sein Volk dabei mitwirken soll, aber in der Abhängigkeit vom Herrn und im Vertrauen auf Sein mächtiges Wirken. Unsere Aufgabe ist es, im Glauben voranzugehen, so wie der Herr uns leitet, und Ihn dabei im Gebet zu suchen. Der Auftrag des Volkes Israel war bisweilen einfach der, glaubensvoll den Herrn zu preisen, wie dies bei der Eroberung von Jericho so eindrücklich gezeigt wird, aber auch beim Kampf von Josaphat gegen das feindliche Heer bei En-Gedi.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Unser Gott, willst du sie nicht richten? <strong>Denn in uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns herangerückt ist, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet! Und ganz Juda stand vor dem HERRN</strong>, samt ihren Kindern, Frauen und Söhnen. Da kam der Geist des HERRN auf Jehasiel (…), mitten in der Gemeinde, und er sprach: Horcht auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat: So spricht der HERR zu euch: <strong>Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!</strong> (…) </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Aber es ist nicht an euch, dort zu kämpfen. Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des HERRN, der mit euch ist! O Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht und verzagt nicht! Zieht morgen aus gegen sie, und der HERR ist mit euch! </em></strong><em>Da beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an. Und die Leviten von den Söhnen der Kahatiter und von den Söhnen der Korahiter machten sich auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit laut schallender Stimme. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+20%2C12-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 20,12-19</a>)</em></p>
<p>Für unseren Sieg entscheidend ist der vertrauensvolle, gläubige Blick auf unseren verherrlichten Herrn, der den Sieg bereits errungen hat und alle Macht besitzt, auch über alle Fürstentümer und Gewalten in der Himmelswelt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C20-23%3B+Kol+1%2C16%3B+1Pt+3%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,20-23; Kol 1,16; 1Pt 3,22</a>). Wir dürfen im Glauben festhalten und verkünden, daß der Sohn Gottes erschienen ist, um die Werke des Teufels zu zerstören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8</a>). Aber abhängig von der Kampflage erwartet der Herr auch, daß wir glaubend gewisse Schritte tun, damit der Feind besiegt werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Gebet als Hauptwaffe in unserem geistlichen Kampf</h4>
<p>Die geistliche Waffenrüstung des Gläubigen ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, ein wertvolles Hilfsmittel. Sie schützt uns vor den Schlägen des Feindes, aber ihr defensiver Teil gibt uns nicht den Sieg. Sie dient dazu, daß wir den guten Kampf des Glaubens, den geistlichen Kampf gegen den Widersacher siegreich hinausführen, und die wichtigste Waffe, die uns den Sieg verleiht, ist <em>das Gebet</em> – das Gebet, das sich auf Gottes Wort stützt! Verbunden mit dem Gebet ist das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist, und die durch Gebet unterstützte Verkündigung des Wortes Gottes ist ebenfalls eine den Feind überwindende Waffe. Doch in dieser Abhandlung wollen wir uns vor allem mit der entscheidenden Rolle des Gebets beschäftigen.</p>
<p>Es ist wichtig, daß wir verstehen, daß die Verse 18 bis 20 direkt in diesen Abschnitt von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 6</a> mit hineingehören und aufzeigen, wie wir gegen den Feind kämpfen und bestehen sollen: <strong><em>„indem ihr zu jeder Zeit betet“</em></strong>. Gebet ist der Schlüssel zum Sieg! Gebet überwindet die Widerstände des Feindes und bewirkt, daß er geschlagen abziehen muß und wir ungehindert die Werke Gottes ausführen können!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… <strong>indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,</strong> auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, sooft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,18-20</a>)</em></p>
<p>Das ist auch ganz klar und einsichtig, wenn wir uns bewußt machen, daß wir als bloße Menschen gegen diese mächtigen und listigen Geister der Bosheit keine Chance haben. Aber durch das Gebet veranlassen wir den allmächtigen Gott, Seinen starken Arm in Bewegung zu setzen!</p>
<p>Durch das Gebet, das sich auf die Verheißungen des Wortes Gottes stützt und zum Gnadenthron Gottes vordringt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,16</a>), bewirken wir, daß der Herr Jesus, der Allmächtige, der Sieger, der Herrn aller Herren, eingreift und handelt, und dann hat der Feind verloren. Wie kostbar und unfaßbar stark sind die Verheißungen, die unser Herr uns für das Gebet des Glaubens in Seinem herrlichen Namen gegeben hat!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. <strong>Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,12-14</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wir wollen in der Kraft des Herrn das Feld behaupten</h4>
<p>In unserem geistlichen Kampf dient auch unser Gebet dazu, <em>dem Feind im Glauben zu widerstehen </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7%3B+1Pt+5%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7; 1Pt 5,9</a>). Dem Feind zu widerstehen bedeutet auch, gegen seine listigen Anschläge stehen zu bleiben, standzuhalten, den vom Herrn zugewiesenen Dienstplatz und Dienstauftrag unbeirrbar festzuhalten und treu voranzugehen, auch wenn die Geschosse des Feindes fliegen.</p>
<p>Wir kämpfen in unseren Gebeten gegen die listigen Anläufe des Bösen, indem wir den Herrn Jesus Christus, dem allem Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, anrufen und bitten, daß Er den Widersacher und seine Anschläge zunichtemacht und Seinen Knechten beisteht, sodaß sie ihren Dienst unbeeinträchtigt ausführen können.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; <strong>dem widersteht, fest im Glauben,</strong> in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9</a>)</em></p>
<p>Der gute Kampf des Glaubens bedeutet, allezeit am Sieg des Herrn Jesus festzuhalten und mit Seinem mächtigen, gnädigen Eingreifen zu rechnen, und so können wir, nachdem wir unseren Auftrag wohl ausgerichtet haben, uns „behaupten“, oder, militärisch ausgedrückt, „das Feld behaupten“ (Menge).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Gott aber sei Dank, <strong>der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!</strong> Darum, meine geliebten Brüder, <strong>seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn</strong>, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57-58&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57-58</a>)</em></p>
<p>Durch unsere geistgeleiteten, in der Kraft des Heiligen Geistes dargebrachten Gebete (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C20%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,20: </a><em>„betet im Heiligen Geist“</em>) bewirken wir, daß unser mächtiger Herr zu unseren Gunsten eingreift in diesen geistlichen Kampf und uns Siege, Durchbrüche, Befreiungen, Herzensveränderungen schenkt bei uns selbst und bei den Menschen, für die wir im Gebet einstehen – seien es Kinder Gottes oder Ungläubige.</p>
<p>Wichtig ist auch, daß wir wo immer möglich neben dem persönlichen Gebet auch in der Gemeinschaft mit anderen gleichgesinnten Kindern Gottes beten, denn auf dem gemeinschaftlichen Gebet liegen besondere Verheißungen, und wir haben oft mehr Kraft im geistlichen Ringen, wenn wir vereint beten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+18%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 18,19-20</a>).</p>
<p>Einerseits sollte solches kraftvolle Gebet immer auch die Beugung vor dem Herrn und das Bekenntnis eigenen Versagens umfassen, wo dies nötig ist (vgl. die Gebete von Daniel, Esra und Nehemia); andererseits ist es sehr wichtig, daß unser Gebet immer das oberste Ziel hat, daß unser Herr verherrlicht wird und triumphiert; demgegenüber sind unsere Anliegen untergeordnet bzw. darauf hin ausgerichtet. <em>„… damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,11</a>).</p>
<p>Weil dem Gebet solch eine entscheidende Rolle zukommt, wollen wir uns im jetzt folgenden Teil II unserer Abhandlung ausführlich aufgrund vieler Bibelstellen mit dem Gebet als unserer Waffe im geistlichen Kampf beschäftigen.</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Ich verwende in meinen Ausführungen in der Regel die männliche Form in ihrer generischen Bedeutung, das heißt, wenn ich von Gläubigen oder Dienern spreche, sind die gläubigen Frauen überall mit gemeint, wo der Textzusammenhang nicht die männliche Bedeutung verlangt. Nach dem Vorbild der Bibel selbst halte ich es nicht für angebracht, der Genderisierung der Sprache nachzugeben. Unsere lieben Schwestern im Herrn haben eine große Bedeutung im Dienst für den Herrn, sowohl in der Evangelisation als auch im Gemeindebau, auch wenn ihre Aufgabenstellung eine etwas andere ist als die der Männer. Vgl. dazu mein Buch <em>Als Frau zur Ehre Gottes leben</em>.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Vgl. dazu meinen Aufsatz: Die falsche &#8222;geistliche Kriegsführung&#8220; bei den Charismatikern. (Quelle: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-falsche-geistliche-kriegsfuehrung-bei-den-charismatikern/)</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der ESRA-Schrift: <em><strong>Gebet und geistlicher Kampf. Hinweise für Gläubige, die dem Herrn dienen wollen</strong></em>; diese Schrift kann<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/gebet-und-geistlicher-kampf/"> <strong>hier</strong></a> als PDF heruntergeladen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2021/05/geistlicher-dienst-und-gemeindebau-im-kampffeld-von-licht-und-finsternis/">Geistlicher Dienst und Gemeindebau  im Kampffeld von Licht und Finsternis (Gebet Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 16:53:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Jugend]]></category>
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		<category><![CDATA[Verführung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2. Die Botschaft der Verführung: Das falsche Evangelium des „breiten Weges“ &#160; &#160; Wenn wir im folgenden einige grundlegende Wesenszüge des falschen Evangeliums vom breiten Weg kennzeichnen, dann wollen wir betonen, daß wir dabei unvermeidlich verallgemeinern und damit nicht jedem Einzelfall genau entsprechen können. Nicht jeder irregeführte Jugendprediger wird alle Dinge genau so verkünden, wie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #800000;">2. Die Botschaft der Verführung: Das falsche Evangelium des „breiten Weges“</span></h2>
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<p>Wenn wir im folgenden einige grundlegende Wesenszüge des falschen Evangeliums vom breiten Weg kennzeichnen, dann wollen wir betonen, daß wir dabei unvermeidlich verallgemeinern und damit nicht jedem Einzelfall genau entsprechen können. Nicht jeder irregeführte Jugendprediger wird alle Dinge genau so verkünden, wie wir es hier beschreiben. In der Praxis kommen oft Mischformen vor, das heißt, es werden Botschaften verkündigt, in denen Elemente des klassischen biblischen Evangeliums vermischt werden mit Elementen der neuen, verführerischen Botschaft.</p>
<p>Doch das ist kein Grund zur Entwarnung, denn gerade die Mischung von Wahrheit und Irrtum ist besonders gefährlich und wird von vielen ungefestigten Christen nicht durchschaut. Auf eine plump gefälschte Botschaft, die 80% Irrtümer enthält, werden nur wenige Menschen hereinfallen; aber wenn 80% evangelikale Wahrheiten gepredigt werden, vermischt mit 20% Irrtum, dann können viele die Fälschung nicht mehr durchschauen und nehmen die verderblichen Irrtümer an.</p>
<p>Wir wollen auch nicht pauschal behaupten, daß Gott nicht manchmal auch vermischte Predigten und moderne, in Irrtümern gefangene Prediger in Seiner Souveränität benutzen könnte, um Menschen zu Christus hinzuführen. <em>Doch im Regelfall wird eine unbiblische, verfälschte Botschaft zwangsläufig unechte Bekehrungen, unechte Christen hervorbringen, und das ist eine schlimme Sache</em>. Solche Menschen meinen nämlich, und das wird ihnen auch eifrig eingeredet, sie seien nun schon Kinder Gottes mit einem „Ticket in den Himmel“, während sie in Wahrheit noch Sünder sind, ohne Vergebung der Schuld, ohne Errettung, ohne innere Erneuerung durch die Neugeburt aus Gott, nur mit einem christlichen Lacküberzug über der verdorbenen Sündennatur.</p>
<p>In diesem Zustand kommt ein Mensch aber niemals in den Himmel, sondern er endet im Zorngericht eines heiligen Gottes! Ohne die Neugeburt aus dem Heiligen Geist , so lehrt es unser liebender Herr Jesus Christus, können wir das Reich Gottes nicht schauen:</p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: <u>Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!</u> Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: <u>Ihr müßt von Neuem geboren werden!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C3-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,3-7</a>)</strong></p>
<p>Diese Neugeburt ist aber abhängig davon, daß ich das echte, unverfälschte Evangelium, wie es die Bibel bezeugt, im Gehorsam des Glaubens annehme, wie es der Apostel Petrus lehrt:</p>
<p><strong>… <u>denn ihr seid wiedergeboren (od. von Neuem gezeugt) nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.</u> Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.« <u>Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,23-25</a>)</strong></p>
<p>Aufgrund dieser Botschaft wird ein Mensch in echter Herzensumkehr Jesus Christus als Herrn und Erlöser für sich annehmen; das beinhaltet Bekenntnis der Sünde und Abkehr von ihr, eine ganze Lebensübergabe an Jesus Christus als den Herrn. Wenn wir den Herrn Jesus so annehmen, dann kommen wir zur biblischen Neugeburt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,12-13</a>).</p>
<p>Wenn wir aufgrund einer verfälschten Botschaft diese Herzensumkehr im Glauben und diese Unterwerfung unseres Lebens unter die Herrschaft des echten Herrn Jesus Christus versäumen, dann kommen wir auch nicht zur Neugeburt, dann bleiben wir verlorene Sünder mit einem „christlichen“ Anstrich, wie es so viele der 1,2 Milliarden äußerlichen Christen in dieser Welt sind.</p>
<p>Deshalb warnt Gottes Wort so ernst vor einer Irreführung durch falsche Prediger und vom Irrtum vergiftete Botschaften, die „christlich“ klingen, aber todbringend sind und die Menschen irreführen.</p>
<p><strong>Denn wir sind nicht <u>wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen</u>, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 2,17</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich fürchte aber, es könnte womöglich, <u>so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber Christus. Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.</u> (…) Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, <u>denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C3-4.13-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,3-4.13-14</a>)</strong></p>
<p><strong>Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, <u>was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,15-17</a>)</strong></p>
<p>Der Satan verführt viele evangelikale Jugendprediger (und Gemeinde-Prediger ebenso) zur Verkündigung eines gefälschten Evangeliums, indem er ihnen einredet, durch eine stromlinienförmig an das Denken moderner Menschen angepaßte Botschaft könnten sie mehr Menschen „zu Christen machen“ und damit erfolgreicher sein. Ihre Gemeinden würden dann immer mehr wachsen und sie würden bedeutende Leute werden, „Mega-Gemeinden-Pastoren“.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Das Schlimme ist, daß man mit der Verkündigung eines falschen, zeitgeistangepaßten „Evangeliums“ tatsächlich oftmals große Menschenmengen anlocken kann – aber diese Menschen werden betrogen und zu halben, unechten Christen gemacht, und auf einem solchen Betrug steht das Zorngericht Gottes, der Fluch!</p>
<p><strong>Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, <u>zu einem anderen Evangelium (einer andersartigen Heilsbotschaft), während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen</u>. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch <u>etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!</u> Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,6-9</a>)</strong></p>
<p>Wir können und wollen nicht beurteilen, wen von den heutigen Predigern eines falschen Evangeliums dieser Fluch im einzelnen treffen wird; uns steht es nicht zu, zu richten, sondern allein Gott. Aber wir dürfen und müssen prüfen und beurteilen, wer das unverfälschte echte Evangelium verkündet und wer Betrug, und wir müssen die irregeführten jungen Menschen vor jedem falschen Evangelium entschieden warnen, damit sie nicht durch die Verführung von Frevlern verlorengehen, sondern sich zu dem echten Herrn Jesus Christus wenden und errettet werden. Das sind wir dem Herrn und diesen Menschen schuldig.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Ein falscher, toleranter „Gott“ und ein falscher „Jesus“</span></h3>
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<p>Die biblische Heilsbotschaft beginnt dort, wo alles seinen Ursprung hat: bei Gott – bei dem ewigen, lebendigen Gott der Bibel, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Wer ist Gott? Was ist Sein Wesen, was sind Seine Ratschlüsse und Wege? Davon hängt alles ab im Evangelium. Sehr viele Menschen reden von „Gott“ – aber welchen Gott meinen sie?</p>
<p><strong>Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —, so gibt es für uns doch nur <em>einen</em> Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und <em>einen</em> Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+8%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 8,5-6</a>)</strong></p>
<p>In dem modernen, gefälschten „Evangelium des breiten Weges“ muß notwendigerweise auch ein verfälschter „Gott“ verkündigt werden, sowie ein verfälschter „Jesus“. Wenn jemand den wahren Gott der Bibel verkündigt und Sein Wesen, Seine Heilsratschlüsse richtig darstellt, wenn er den echten Herrn Jesus verkündigt, wie Ihn die Bibel bezeugt, dann kann er keine weichgespülte Evangeliumsbotschaft daraus ableiten; der Widerspruch wäre zu offensichtlich. So beginnt die Verfälschung des Evangeliums immer mit einer verfälschten Darstellung des Gottes der Bibel.</p>
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<p><em>Das Wesen Gottes nach der Bibel</em></p>
<p>Die Bibel offenbart uns den allein wahren Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, von ihrem ersten bis zu ihrem letzten Buch. Sie zeigt uns, daß dieser Gott, der alles erschaffen hat und alles regiert, in Seinem Wesen heilige, reine Liebe ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,8</a>), aber auch heiliges, verzehrendes Licht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,5</a>). Wir wollen hier nur einige wichtige Wesenseigenschaften Gottes aufführen, jeweils nur mit einigen ausgewählten Belegstellen aus der Bibel; es ließen sich noch viele mehr finden, und es ist für jeden Leser bereichernd, darüber einmal ein Bibelstudium anhand einer Konkordanz<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> zu machen.</p>
<p><strong><em>* Gott ist allmächtig</em></strong>, die höchste Autorität im Universum, die über alles herrscht und alles regiert, was geschaffen ist im Himmel und auf Erden. Einer Seiner erhabenen Namen ist deshalb <strong>„der Allmächtige“</strong> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+17%2C1%3B+35%2C11%3B+48%2C3%3B+2Mo+6%2C3%3B+Hi+5%2C17%3B+40%2C2%3B+Ps+91%2C1%3B+Jes+13%2C16%3B+2Kor+6%2C18%3B+Offb+1%2C8%3B+4%2C8%3B+11%2C17%3B+15%2C3%3B+16%2C7%3B+19%2C6%3B+21%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 17,1; 35,11; 48,3; 2Mo 6,3; Hi 5,17; 40,2; Ps 91,1; Jes 13,16; 2Kor 6,18; Offb 1,8; 4,8; 11,17; 15,3; 16,7; 19,6; 21,22</a>); ein anderer, verwandter Name ist <strong>„der Allerhöchste“</strong> (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+14%2C18.19%3B+5Mo+32%2C8%3B+Ps+57%2C3%3B+Dan+5%2C18.21%3B+Hebr+7%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 14,18.19; 5Mo 32,8; Ps 57,3; Dan 5,18.21; Hebr 7,1</a>). <strong>„Wir danken dir, o Herr, Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, daß du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+11%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 11,17</a>). Gott vermag alles, selbstverständlich kann Er auch die Kräfte und Ordnungen der Natur außer Kraft setzen und Wunder tun. Er tut alles, was Er will und was Ihm wohlgefällt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+115%2C3%3B+135%2C6%3B+Eph+1%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 115,3; 135,6; Eph 1,11</a>); kein Geschöpf kann Ihm widerstehen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+9%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 9,19</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist heilig</em></strong>, das heißt abgesondert von jeglichem Bösen, rein und fleckenlos (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+15%2C11%3B+1Sam+2%2C2%3B+Ps+22%2C4%3B+89%2C19%3B+97%2C12%3B+99%2C9%3B+111%2C9%3B+Spr+9%2C10%3B+Jes+5%2C16%3B+6%2C3%3B+29%2C23%3B+57%2C15%3B+Hos+11%2C9%3B+Joh+17%2C11%3B+Hebr+7%2C26%3B+1Pt+1%2C15%3B+1Joh+2%2C20%3B+Offb+3%2C7%3B+4%2C8%3B+6%2C10%3B+16%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 15,11; 1Sam 2,2; Ps 22,4; 89,19; 97,12; 99,9; 111,9; Spr 9,10; Jes 5,16; 6,3; 29,23; 57,15; Hos 11,9; Joh 17,11; Hebr 7,26; 1Pt 1,15; 1Joh 2,20; Offb 3,7; 4,8; 6,10; 16,5</a>). <strong>„Niemand ist heilig wie der HERR, ja, es ist keiner außer dir; und es ist kein Fels wie unser Gott!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 2,2</a>). <strong>„… aber der HERR der Heerscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 5,16</a>). Mehr noch: der heilige Gott verabscheut und haßt das Böse, haßt jede Sünde, alle Eigensucht, allen Ungehorsam zutiefst (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+12%2C31%3B+Ps+5%2C6%3B+45%2C8%3B+Spr+6%2C16%3B+Offb+2%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 12,31; Ps 5,6; 45,8; Spr 6,16; Offb 2,6</a>). Die Heiligkeit Gottes wird gegenüber den Sündern auch als verzehrendes Feuer beschrieben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+24%2C17%3B+3Mo+10%2C2%3B+4Mo+16%2C35%3B+26%2C10%3B+5Mo+4%2C24%3B+9%2C3%3B+2Sam+22%2C9%3B+1K%C3%B6n+18%2C38%3B+2K%C3%B6n+1%2C10.12%3B+Ps+50%2C3%3B+Jes+33%2C14%3B+Zeph+3%2C8%3B+Hebr+10%2C27%3B+12%2C29%3B+Offb+20%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 24,17; 3Mo 10,2; 4Mo 16,35; 26,10; 5Mo 4,24; 9,3; 2Sam 22,9; 1Kön 18,38; 2Kön 1,10.12; Ps 50,3; Jes 33,14; Zeph 3,8; Hebr 10,27; 12,29; Offb 20,9</a>). Alle, die Gott nahen wollen, müssen ebenfalls heilig sein, d.h. abgesondert für Gott, geheiligt durch das Sühnopfer Jesu Christi und heilig in ihrer Stellung und ihrem Lebenswandel (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+10%2C3%3B+11%2C44%3B+20%2C7%3B+22%2C32&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 10,3; 11,44; 20,7; 22,32</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gerecht</em></strong>, d.h. Er ist der unbestechliche Richter über alle Seine Geschöpfe (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+9%2C27%3B+1Sam+12%2C7%3B+2Chr+12%2C6%3B+Esr+9%2C5%3B+Neh+9%2C33%3B+Ps+5%2C9%3B+7%2C10.12%3B+9%2C5%3B+25%2C8%3B+36%2C7%3B+71%2C19%3B+89%2C15%3B+Jes+45%2C21%3B+Zeph+3%2C5%3B+R%C3%B6m+3%2C26%3B+1Pt+2%2C24%3B+Offb+16%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 9,27; 1Sam 12,7; 2Chr 12,6; Esr 9,5; Neh 9,33; Ps 5,9; 7,10.12; 9,5; 25,8; 36,7; 71,19; 89,15; Jes 45,21; Zeph 3,5; Röm 3,26; 1Pt 2,24; Offb 16,5</a>). Er muß Seinem Wesen nach jeden Verstoß gegen Seine ewigen Ordnungen bestrafen und alles Wohlverhalten belohnen. Über alle sündigen Menschen muß der gerechte Gott ein Zorngericht verhängen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+9%2C8%3B+Pred+12%2C14%3B+Jer+2%2C35%3B+R%C3%B6m+2%2C5%3B+3%2C5%3B+2Thess+1%2C5.6%3B+2Pt+2%2C9%3B+Offb+16%2C7%3B+19%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 9,8; Pred 12,14; Jer 2,35; Röm 2,5; 3,5; 2Thess 1,5.6; 2Pt 2,9; Offb 16,7; 19,11</a>). <strong>„Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+7%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 7,12</a>). <strong>„Denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, du sitzt auf dem Thron als ein gerechter Richter!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+9%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 9,5</a>). Dieses Zorngericht beinhaltet den leiblichen wie auch den ewigen Tod für jedes Geschöpf, das sündigt und sich gegen Gott auflehnt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+2%2C17%3B+Ps+49%2C8-16%3B+90%2C3-12%3B+Ps+110%2C6%3B+Jer+25%2C31%3B+51%2C52%3B+Mt+5%2C22%3B+23%2C33%3B+Mk+9%2C42-48%3B+R%C3%B6m+1%2C32-2%2C13%3B+6%2C20-23%3B+Offb+20%2C11-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 2,17; Ps 49,8-16; 90,3-12; Ps 110,6; Jer 25,31; 51,52; Mt 5,22; 23,33; Mk 9,42-48; Röm 1,32-2,13; 6,20-23; Offb 20,11-15</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist ehrfurchtgebietend</em></strong>: Der heilige, allmächtige, allgegenwärtige Schöpfer und Beherrscher von Himmel und Erde ist in Seinem Wesen furchtgebietend (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+7%2C21%3B+10%2C17%3B+28%2C58%3B+Neh+1%2C5%3B+66%2C5%3B+68%2C36%3B+Jes+2%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 7,21; 10,17; 28,58; Neh 1,5; 66,5; 68,36; Jes 2,10</a>); <em>Gottesfurcht</em> ist deshalb die Grundlage jeder Erkenntnis Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C7%3B+90%2C11%3B+111%2C10%3B+Spr+9%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,7; 90,11; 111,10; Spr 9,10</a>) und jeder Beziehung zu Gott; sie kennzeichnet alle Gläubigen aller Heilszeiten (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+19%2C9%3B+Ps+2%2C11%3B+5%2C8%3B+19%2C10%3B+119%2C120%3B+Spr+2%2C5%3B+15%2C33%3B+16%2C6%3B+Jes+8%2C13%3B+Jer+32%2C40%3B+Mal+1%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 19,9; Ps 2,11; 5,8; 19,10; 119,120; Spr 2,5; 15,33; 16,6; Jes 8,13; Jer 32,40; Mal 1,6</a>), insbesondere auch die wahren Kinder Gottes in Christus (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C1%3B+Eph+5%2C21%3B+1Tim+2%2C2%3B+6%2C11%3B+Tit+1%2C1%3B+Hebr+12%2C28%3B+1Pt+1%2C17%3B+2Pt+3%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,1; Eph 5,21; 1Tim 2,2; 6,11; Tit 1,1; Hebr 12,28; 1Pt 1,17; 2Pt 3,11</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gnädig und barmherzig</em></strong>; Seine Liebe führt Ihn dazu, daß Er das Verlangen hat, dem sündigen Menschen zu vergeben und ihn zu retten. Gott ist voller Barmherzigkeit (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+34%2C6%3B+1Chr+21%2C13%3B+Neh+9%2C31%3B+Ps+25%2C6%3B+145%2C9%3B+2Kor+1%2C3%3B+Eph+2%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 34,6; 1Chr 21,13; Neh 9,31; Ps 25,6; 145,9; 2Kor 1,3; Eph 2,4</a>); Er sieht unsere Not und Verlorenheit, und Er will nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich bekehrt und lebt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+18%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 18,32</a>). Gott ist ein Gott, der gerne Gnade übt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mi+7%2C18%3B+2Mo+20%2C6%3B+4Mo+14%2C18%3B+Ps+32%2C10%3B+36%2C6%3B+59%2C11%3B+Jer+31%2C3%3B+R%C3%B6m+5%2C15%3B+Eph+2%2C5-8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mi 7,18; 2Mo 20,6; 4Mo 14,18; Ps 32,10; 36,6; 59,11; Jer 31,3; Röm 5,15; Eph 2,5-8</a>); Er möchte, daß alle Menschen errettet werden; aber die Voraussetzung ist, daß sie ihre Sünde vor Ihm bekennen und die Begnadigung und Vergebung, die Gott durch Christus allen anbietet, in aufrichtiger Herzensumkehr annehmen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+1%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 1,15</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist langmütig und geduldig</em></strong>; Er sieht unsere Blindheit und Torheit, und so zögert Er gewöhnlich lange, bevor er Gericht übt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+9%2C17%3B+Ps+103%2C8%3B+Jes+48%2C9%3B+Jer+15%2C15%3B+Joel+2%2C13%3B+Jona+4%2C2%3B+R%C3%B6m+2%2C4%3B+9%2C22%3B+1Tim+1%2C16%3B+1Pt+3%2C20%3B+2Pt+3%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 9,17; Ps 103,8; Jes 48,9; Jer 15,15; Joel 2,13; Jona 4,2; Röm 2,4; 9,22; 1Tim 1,16; 1Pt 3,20; 2Pt 3,9</a>). Er ruft und warnt die Sünder mehrfach, bevor Er im Gericht handelt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+33%2C14-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 33,14-30</a>). <strong>„Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+145%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 145,8</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gütig</em></strong>; d.h. Er ist wesensmäßig vollkommen gut (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+16%2C2%3B+25%2C8%3B+73%2C1%3B+86%2C5%3B+100%2C5%3B+119%2C68%3B+Mt+19%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 16,2; 25,8; 73,1; 86,5; 100,5; 119,68; Mt 19,17</a>) und Er will das Gute, das Beste für jedes Seiner Geschöpfe und besonders für Seine Erlösten.<strong> „Du bist gut und tust Gutes“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C68&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,68</a>). Gott gibt gerne Gutes, wo immer Er nicht durch die Bosheit und Undankbarkeit der Menschen daran gehindert ist, weil sie sonst das Gute zu Bösem mißbrauchen würden (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+34%2C11%3B+84%2C12%3B+145%2C9%3B+Jes+63%2C7%3B+Jer+33%2C9%3B+Sach+1%2C17%3B+Mt+7%2C11%3B+Apg+14%2C17%3B+Jak+1%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 34,11; 84,12; 145,9; Jes 63,7; Jer 33,9; Sach 1,17; Mt 7,11; Apg 14,17; Jak 1,17</a>).</p>
<p>Wenn wir diese ganz knapp gefaßten Punkte bedenken, dann zeigen sie uns, daß der wahre Gott, der sich in der Bibel geoffenbart hat, zugleich voller Liebe und Gnade ist, aber auch gerecht und heilig. Er hat die Welt so geliebt, daß Er Seinen Sohn ans Kreuz sandte, um Menschen zu erretten – aber Er bleibt heilig und gerecht, und alle diejenigen, die das Heilsangebot in Christus ablehnen und mißachten, werden im Zorngericht Gottes verlorengehen. Das betrifft auch alle unechten, nicht von neuem geborenen „Christen“, die nicht wahrhaft im Glauben zu dem biblischen Herrn Jesus Christus umgekehrt und Ihm ihr Leben ausgeliefert haben.</p>
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<p><em>Der falsche „Gott“ der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Wir haben oben nur einen ganz knappen Abriß dessen geben können, was die Bibel alles über Gottes Wesen sagt. Doch schon dadurch wird deutlich, daß die heutigen Trendprediger einen grundlegend anderen Gott verkündigen als die heiligen Propheten und Apostel, die inspirierten Schreiber der Bibel. Wir wollen hier einige Züge dieses falschen „Gottes“ skizzieren; diese Skizze verzichtet bewußt auf Zitate und Einzelnachweise; sie ist aus der Lektüre vieler modern-evangelikaler Quellen zusammengestellt.</p>
<p>* Der falsche Gott des „breiten Weges“ wird mit einer falschen, einseitigen „Liebe“ und „Barmherzigkeit“ geschildert; die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes wird ausgeblendet. Ihm wird eine tolerante, unheilige, lockere „Liebe“ zugeschrieben, die der biblischen Agape-Liebe widerspricht. Diese ist immer göttlich rein und entspricht Gottes heiligem Wesen; sie ruft den sündigen Menschen zur Umkehr von seinen bösen Wegen, warnt ihn vor dem Zorngericht, drängt auf einen entschlossenen Bruch mit der Sünde, auf klare Unterwerfung unter Gottes Autorität. Die falsche „Liebe“ aber ist die eines toleranten „Daddys“, wie man ihn heute gerne hätte. „Gott liebt dich so, wie du bist; er nimmt dich an, wie du bist“ ist der Standardsatz der modernen Prediger. Doch das ist eine halbe Wahrheit, die im Endeffekt eine ganze und schlimme Lüge darstellt.</p>
<p>* Der falsche Gott der betrügerischen „Liebe“ ist angeblich so barmherzig, daß er kein Zorngericht ausübt, sondern allen „bedingungslos“ vergibt. Er hat angeblich seinen Sohn nicht am Kreuz wegen unserer Sünden gerichtet. Die Verfälscher des Evangeliums kommen immer mehr an den Punkt, wo sie das stellvertretende Sühnopfer Jesu Christi leugnen und dem Kreuzestod Jesu Christi seine sühnende Kraft rauben. So hat sich etwa Hans Peter Royer aufgrund der Einflüsterungen des „evangelikal-bibelkritischen“ Theologen H. J. Eckstein in der überarbeiteten Auflage eines seiner Bücher von der biblischen Sühnelehre abgewandt.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Viele andere stoßen ins gleiche Horn. So will Andreas Boppart von<em> Campus für Christus</em> das Wort vom Kreuz neu deuten für eine Generation, die angeblich nicht mehr Schuld empfindet, sondern Scham, und fordert, wir müßten „wegkommen von der Verkürzung der Kreuzesdimension auf reine Schuldvergebung. (…) Er hing am Kreuz nicht nur mit unserer Schuld, sondern hat auch unsere Scham auf sich genommen, damit wir uns nicht mehr selbst schämen und auch nicht mehr andere beschämen müssen.“ Boppart spricht von „Christus, dem Entschämer“.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p>* Der moderne falsche „Gott“ ist weitherzig und locker gegenüber der Sünde; „Gott ist keine Spaßbremse“, verkündet Leo Bigger (s.o.). Angeblich würde Gott das meiste im Vergnügungsleben der heutigen jungen Menschen mehr oder weniger gutheißen, ob es nun Rock- und Popmusik und Discotanz ist, Rumhängen in Bars und Schnapstrinken, lockerer Umgang mit dem anderen Geschlecht bis hin zu vorehelichem Sex, Haschischkonsum und andere Drogen. Gott sei da nachsichtig und verständnisvoll und würde auch mal ein Auge zudrücken – so wird es vielen jungen Menschen eingeredet oder zumindest durch diskretes Schweigen über diese Dinge nahegelegt. Man reitet Attacken gegen „altmodische“, „enge“ und „gesetzliche“ Christen und verkündet, daß die „Gnade“ einem modernen Christen weiteste „Freiheit“ zubillige. Solch ein „Gott“ ist auch nicht mehr zu fürchten; die so wichtige „Gottesfurcht“ wird man weder in den modernen Predigten verkündigt hören noch im Leben der modernen Prediger entdecken.</p>
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<p><em>Der falsche Jesus der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Auch der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, wird Seiner ehrfurchtgebietenden Majestät und Heiligkeit beraubt und als harmloser, netter Kumpel hingestellt, der alle möglichen sündigen und krummen Dinge mitmacht und die Menschen „bedingungslos liebt und annimmt“, ohne sie zur Buße zu rufen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+9%2C13%3B+Mk+2%2C17%3B+Lk+5%2C32&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 9,13; Mk 2,17; Lk 5,32</a>). Es wird beteuert: „Jesus ist dein Freund“, obgleich der Herr Jesus an dieses wunderbare Vorrecht eines entschiedenen Gläubigen eine klare, ernste Bedingung geknüpft hat: <strong>„Ihr seid meine Freunde, <u>wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete</u>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+15%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 15,14</a>). Eine Verheißung allen billig aufzuschwatzen, ohne ihre Bedingung zu erwähnen, ist aber Betrug! So etwas machen unredliche Verkäufer, aber keine echten Boten des Wortes Gottes!</p>
<p>Es ist sehr bezeichnend, daß praktisch alle diese Trendprediger den Herrn der Herrlichkeit durchweg nur „Jesus“ nennen, statt Ihn so zu benennen und anzusprechen, wie es die Apostel nach der Auferstehung fast überall tun, nämlich als den HERRN JESUS CHRISTUS. „Jesus“ war der Name des Sohnes Gottes, als Er in Knechtsgestalt als Mensch auf Erden wirkte, und selbst damals nannten Seine Jünger Ihn „Herr“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+13%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 13,13</a>). Nach Seiner Auferstehung und Himmelfahrt aber hat Gott, der Vater, den Sohn verherrlicht, zu Seiner Rechten erhöht und Ihm eine neue Stellung gegeben:</p>
<p><strong>So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit erkennen, daß Gott Ihn sowohl zum <u>Herrn</u> als auch zum <u>Christus</u> gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,36</a>)</strong></p>
<p>Deshalb sprechen die wahren Gläubigen in der Apostelgeschichte, den Briefen und der Offenbarung den Sohn Gottes immer als „Herr“ oder „Herr Jesus“ oder „Herr Jesus Christus“ an (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+7%2C59-60%3B+Apg+9%2C5%3B+9%2C13%3B+22%2C19%3B+Offb+22%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 7,59-60; Apg 9,5; 9,13; 22,19; Offb 22,20</a>).<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a> Diesen Herrlichkeitstitel zu nennen ist keine bloße Formsache, sondern hier geht es um die rechte Ehrfurcht vor dem Herrn über alles, dem herrlichen, majestätischen Regenten; es geht darum, Ihm die Ehre zu geben, die Ihm gebührt:</p>
<p><strong>Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,9-11</a>)</strong></p>
<p>Die einzigen, die sich konsequent weigern, Jesus Christus den Herrn zu nennen, sind die Dämonen, wie wir aus den Evangelien erkennen können (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C29%3B+Lk+4%2C34%3B+4%2C41%3B+Apg+19%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,29; Lk 4,34; 4,41; Apg 19,15</a>); daran können wir die Botschaft falscher Geister erkennen, daß sie in ihren Botschaften Jesus nicht Herrn nennen, weil sie gegen Seine Herrschaft rebelliert haben: <strong>„Darum lasse ich euch wissen, daß niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt;<u> es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist</u>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,3</a>).</p>
<p>Umgekehrt gehört es zu einem wahren Gläubigen, der errettet ist, daß er Jesus Christus mit seinem Mund als Herrn bekennt: <strong>„Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+10%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 10,9</a>). Deshalb ist es ein ernstes Anzeichen für Verführung, wenn die meisten modernen Jugendprediger immer nur von „Jesus“ reden statt von dem HERRN JESUS!</p>
<p>Sehr viele solche Prediger verkünden einen andersartigen, falschen Jesus, der nicht rettet, so wie der Apostel Paulus gewarnt hat: <strong>„Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>). Wir haben schon gesehen, daß bei vielen „emergenten“, „kontextualisierten“, „kulturrelevanten“ Predigern das stellvertretende Sühnopfer des Sohnes Gottes geleugnet wird, der das Zorngericht Gottes an unserer Stelle erlitten hat, um unsere Schuld zu sühnen.</p>
<p>Wer hier eine moderntheologische Fälschung verkündet (und das wird oft nur zwischen den Zeilen sichtbar), der ist ein böser Betrüger; er bringt einen anderen, falschen Jesus! Dasselbe gilt für den falschen Jesus der Charismatiker, der sich in mystischen Visionen und Gefühlsmanipulationen erweist.</p>
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<p><em>Der falsche Geist der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Es bleibt hervorzuheben, daß die falschen Prediger auch einen <em>andersartigen, falschen Geist</em> vermitteln, einen betrügerischen Geist aus der Finsternis, der sich als Lichtengel verstellt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,13-15</a>). Der echte Heilige Geist überführt von Sünde und verherrlicht den Herrn Jesus Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+16%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 16,14</a>).</p>
<p>Der falsche Geist vermittelt mystische Erlebnisse und Ekstasen, vorzugsweise durch den charismatischen „Lobpreis“, aber auch durch meditativ-katholische Versenkungsübungen, die nichts als heidnische Mystik sind (Rosenkranz, Eucharistische Anbetung, Exerzitien, Lectio Divina) oder durch extremcharismatische Praktiken wie „Zungengebet“, „Feuertunnel“, „Ruhen im Geist“, „hörendes Gebet“, „Soaking“ usw.</p>
<p>Dieser falsche Geist würdigt Gott und den Herrn Jesus herab durch flapsige, unehrfürchtige Bemerkungen; er verleitet zu Aussagen, die die Heiligkeit, Allmacht und Herrlichkeit Gottes in Frage stellen oder abwerten (vgl. Leo Bigger oben S. 15-16); er verführt zu Magie und zauberischen Techniken wie „Positives Denken / Bekenntnis“, „Visualisierung“; er bewirkt Trunkenheit, Trance und zwanghaftes Verhalten, wie sie bei den „Toronto-Segen“ auftraten.</p>
<p>Der falsche Geist verkündet auch irreführende, unbiblische Lehren; er vertritt ein falsches „Soziales Evangelium“, verführt zu politisch-sozialem Aktivismus, propagiert die dämonische Rock- und Popmusik, verleitet die Frauen, eine Führungsrolle als Predigerinnen und Leiterinnen einzunehmen, die Gottes Geist ihnen ausdrücklich verwehrt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C11-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,11-15</a>), und noch vieles mehr.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b.Ein falsches Menschenbild</span></h3>
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<p>Ganz in Entsprechung zu dem falschen „Gottesbild“ der modernen Evangelikalen und Charismatiker finden wir auch ein falsches Menschenbild und eine falsche Auffassung von der Gnade und Errettung Gottes. Hier sind die biblischen Wahrheiten, die Aussagen des echten Evangeliums viel zu hart und eng für die modernen Prediger; sie werden deshalb durch eine weichgespülte humanistische Botschaft ersetzt.</p>
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<p><em> </em></p>
<p><em>Das „harte“, „negative“ Bild der Bibel vom natürlichen Menschen</em></p>
<p>Was sind die unangenehmen Wahrheiten, die uns die Bibel vor Augen führt? Wir wollen einige wichtige Punkte nennen und sie den verfälschten Aussagen der modernen Prediger gegenüberstellen.</p>
<p>* Die Bibel zeigt uns, daß der Mensch von Natur aus ein verdorbener Sünder ist, in dem nach Gottes heiligem Maßstab nichts Gutes vorhanden ist: <strong>„Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C12%3B+vgl.+R%C3%B6m+7%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,12; vgl. Röm 7,18</a>). <strong>„… auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>).</p>
<p>* Der natürliche Mensch steht aufgrund seiner Sünden und Übertretungen unter dem Zorn Gottes und wird im ewigen Feuer der Hölle enden, wenn er nicht Buße tut und Christus im Glauben als Herrn und Erretter annimmt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,32</a> – 2,16; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C8-9%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,8-9; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+9%2C42-48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 9,42-48</a>;). <strong>„Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18</a>). <strong>„Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,5</a>). <strong>„Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,36</a>).</p>
<p>* Die ganze sündige Menschheit steht kurz vor einem katastrophalen Endgericht Gottes, wenn der „Tag des Herrn“ anbricht. Dann wird Gott vom Himmel her Gerichte senden und alle gottlosen Menschen vertilgen. <strong>„Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,2-3</a>).</p>
<p><strong>Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9-12</a>)</strong></p>
<p>Nach der Bibel ist der Mensch also völlig untauglich und verdorben vor Gott; er steht unter dem Zorn Gottes, der ihn verzehren wird, wenn er nicht Buße tut. Er hat nur <em>eine</em> Chance – sich ganz auf die Gnade Gottes zu verlassen und umzukehren zu Gott, um im Glauben die Erlösung anzunehmen, die Jesus Christus am Kreuz für uns erwirkt hat.</p>
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<p><em>Das „positive“ Menschenbild der modernen Prediger</em></p>
<p>Die modernen evangelikalen Prediger, auch die „Jugendprediger“, neigen dazu, die Härte der biblischen Aussagen über den Menschen abzuschwächen. Ihr Menschenbild ist humanistisch verwässert. Sie neigen dazu, den Menschen eher als durch die Sünde „beeinträchtigt“ anzusehen anstatt als völlig verdorben; sie sehen noch viel Gutes im Menschen (wie auch die offizielle katholische Theologie es tut). Sie betonen den Menschen und die Welt als „Gottes gute Schöpfung“ und blenden weitgehend aus, daß die Schöpfung wie auch der Mensch durch den Sündenfall verdorben und dem Tod ausgeliefert ist, und daß er von Natur aus Gott nicht mehr wohlgefällig ist.</p>
<p>Bei vielen modernen Predigern findet sich eine verdeckte Tendenz zur „Allversöhnung“; sie lehren, daß am Ende alle Menschen in den Himmel kommen. Zumindest wird das ewige Gericht Gottes über die Menschen, die sich nicht zu Christus bekehren, kaum noch verkündigt. Gleichermaßen wird auch die Welt, die menschliche Kultur und Zivilisation, nicht als gottfeindlich und gerichtsreif angesehen, wie dies die Bibel tut, sondern auch ihr wird viel Gutes zugeschrieben.</p>
<p>Eine Folge dieser Verführungslehren ist es, daß viele moderne Prediger bestrebt sind, den „Selbstwert“ des Menschen zu stärken; sie fördern in humanistischer Art die „Selbstliebe“ und Selbstannahme“ des Menschen und seine „Selbstverwirklichung“. Sie mischen sehr viel weltliche Psychologie in ihre „aufbauenden Inputs“.</p>
<p>Doch die humanistische Psychologie ist eine antichristliche Irrlehre. Sie geht davon aus, daß der Mensch „von Natur aus gut ist“ oder zumindest einen „guten Kern“ hat; Gottes Wort dagegen erklärt, daß der Mensch böse und untauglich vor Gott ist. Die weltliche Psychologie will den Menschen „heilen“ und „verbessern“, während das biblische Evangelium ihn zur Umkehr und völligen Neuwerdung durch Christus aufruft.</p>
<p>Die biblische Lehre zeigt, daß unser natürlicher Mensch in den Tod muß, daß für ihn das Kreuz des Christus bestimmt ist, durch das er außer Wirksamkeit gesetzt wird, und daß ein echtes Christenleben eine neue Schöpfung beinhaltet und ein geheiligtes Leben in der Kraft des Heiligen Geistes.</p>
<p><strong>Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, <u>so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.</u> Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,24-26</a>)</strong></p>
<p><strong>Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; <u>wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,4-7</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir.</u></strong><strong> Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</strong></p>
<p>Solche Wahrheiten werden bei den modernen Predigern nicht mehr oder nur noch grob verfälscht verkündet. Stattdessen werden die Menschen gelehrt sich „anzunehmen, wie sie sind“, „positiv über sich zu denken“ und ihr natürliches Leben zu reformieren, statt in den Tod zu geben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Eine falsche „Gnade“ ohne Buße und klare Bekehrung</span></h3>
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<p>Es ist nur folgerichtig, wenn die modernen Verführungsprediger auch einen falschen Weg zur Rettung präsentieren, eben den breiten Weg durch die weite Pforte, anstatt den schmalen Weg durch die enge Pforte zu verkünden. Was bedeutet das?</p>
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<p><em>Das Evangelium des schmalen Wegs durch die enge Pforte</em></p>
<p>Die Bibel zeigt uns, daß Gott uns auffordert, mit unserem alten Sündenleben klar zu brechen, von unseren eigenwilligen und eigensüchtigen Wegen entschieden umzukehren und uns Jesus Christus ganz und gar im Glauben anvertrauen sollen und uns dabei bewußt der liebenden Autorität des himmlischen Vaters und des Herrn Jesus unterwerfen sollen. Die Bibel fordert uns auf, <em>Buße zu tun</em> (von Herzen zu Gott umzukehren), an den Herrn Jesus Christus, der für unsere Sünden starb und auferstand, <em>zu glauben</em> und uns <em>zu Ihm zu bekehren</em>, d.h. sich Seiner Herrschaft zu unterstellen. Diese drei Elemente wahren Glaubens finden wir immer wieder in Gottes Wort bezeugt:</p>
<p><strong>* Buße: Das Wort „</strong>Buße“ bedeutet in der Bibel ein radikales Umdenken, eine Herzensumkehr zu Gott; es bedeutet, daß wir so über Gott, über uns und das Leben denken, wie Gott es tut und wie es die Bibel uns lehrt. Wir alle müssen Buße tun (von Herzen zu Gott umkehren) um gerettet zu werden:</p>
<p><strong>Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,17</a>)</strong></p>
<p><strong>So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.</strong></p>
<p><strong>Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,30</a>)</strong></p>
<p><strong>Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9</a>)</strong></p>
<p><strong>* Glaube:</strong> Wir müssen an den Sohn Gottes, den Herrn Jesus Christus, an Seinen Kreuzestod und Seine Auferstehung glauben, um gerettet zu werden, und das bedeutet auch: an das Zeugnis der Bibel glauben, die uns diesen Retter offenbart:</p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C47&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,47</a>)</strong></p>
<p><strong>Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,31</a>)</strong></p>
<p><strong>… indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,21</a>)</strong></p>
<p><strong>… nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,22</a>)</strong></p>
<p><strong>Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben. (…) denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C22-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,22-26</a>)</strong></p>
<p><strong>* Bekehrung:</strong> Wenn wir errettet werden wollen, müssen wir uns von unseren Sünden und unserem Götzendienst (und wir alle leben im Götzendienst, und unser Ego ist meist unser schlimmster Götze) radikal abkehren und uns dem lebendigen Gott und Seinem Sohn bedingungslos und ganz unterwerfen; das bezeichnet die Bibel als „Bekehrung“:</p>
<p><strong>So tut nun Buße <u>und bekehrt euch</u>, daß eure Sünden ausgetilgt werden … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,19</a>)</strong></p>
<p><strong>Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, <u>indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt</u>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,26</a>)</strong></p>
<p><strong>Auch wir sind Menschen, von gleicher Art wie ihr, und verkündigen euch das Evangelium, <u>daß ihr euch von diesen nichtigen [Götzen] bekehren sollt zu dem lebendigen Gott</u>, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+14%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 14,15</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; <u>jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,25</a>)</strong></p>
<p>Diese drei Elemente Buße – Glaube – Bekehrung sind nicht voneinander zu trennen, sondern gehören alle zu einer echten Glaubensentscheidung für Jesus Christus dazu.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> Gesunde Verkündiger der Heilsbotschaft verkünden alle drei Aspekte des biblischen Wegs zur Errettung, wie wir es z.B. auch bei Paulus in der Apostelgeschichte finden, der berichtet, welchen Auftrag ihm der auferstandene Herr gab:</p>
<p><strong>… und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie<u> sich bekehren</u> von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den <u>Glauben an mich</u> geheiligt sind! (…) ich verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden,<u> sie sollten Buße tun </u>(od. von Herzen zu Gott umkehren) und <u>sich zu Gott bekehren</u>, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+26%2C17-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 26,17-20</a>)</strong></p>
<p>Die Konsequenz aus der biblischen Verkündigung ist es, mit dem alten Sündenleben entschlossen und ernstlich zu brechen, sich von der Sünde abzuwenden und ein heiliges, Gott wohlgefälliges Leben in der Kraft des Heiligen Geistes zu führen.</p>
<p><strong>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. <u>Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm</u>, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das falsche Evangelium des breiten Wegs und der weiten Pforte</em></p>
<p>Die modernen Prediger des breiten Weges dagegen verfälschen den biblischen Weg zur Errettung; sie wollen es den Menschen vorgeblich „leichter machen, zu Jesus zu kommen“; deshalb lassen sie zumeist die Buße und Bekehrung weg und reden nur allgemein und schwammig davon, die Menschen sollten „einfach an Jesus glauben“ und „Jesus annehmen“ oder „ins Herz aufnehmen“. Sie verschweigen den klaren Aufruf der Bibel zur Herzensumkehr, zum Bruch mit der Sünde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,24</a>).</p>
<p>Wohl wird von manchen noch ein allgemeines, vages Bekenntnis der Sünde vor Gott gewünscht, aber sie verkünden Gottes heiliges Urteil über die Sünde nicht mehr klar und deutlich, auch nicht, daß die Bereitschaft, mit jeder erkannten Sünde zu brechen, wesentlich für eine echte Bekehrung ist. Genauso verschweigen sie, daß es nicht damit getan ist, irgendein oberflächliches „Übergabegebet“ nachzusprechen, sondern daß echte Bekehrung beinhaltet, daß wir unser Leben ganz in die Hand und unter die Herrschaft des Herrn Jesus Christus ausliefern.</p>
<p>Ein solches falsche Evangelium hat keine Kraft zu retten, die hat nur das echte Evangelium, das nicht umsonst das „Wort vom Kreuz“ genannt wird:</p>
<p><strong>… denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, [und zwar] nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,17-18</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Ein falsches Christenleben in gesetzloser „Freiheit“ und Selbstverwirklichung</span></h3>
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<p>Das Ergebnis einer irreführenden Verkündigung, welche die Heiligkeit und die Gerechtigkeit Gottes sowie die Gottesfurcht ausblendet und eine billige Gnade verkündet, wird notwendigerweise ein lockeres, zügelloses Leben in Selbstverwirklichung und falscher Freiheit für das Fleisch sein. Genau solch ein „Christenleben“ hat Gottes Wort prophetisch für die letzten Zeiten vorausgesagt:</p>
<p><strong>Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. <u>Denn die Menschen werden sich selbst lieben</u>, geldgierig sein, prahlerisch, <u>überheblich</u>, Lästerer, <u>den Eltern ungehorsam</u>, <u>undankbar, unheilig, lieblos</u>, unversöhnlich, verleumderisch, <u>unbeherrscht</u>, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, <u>leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott</u>; dabei haben sie <u>den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie</u>. Von solchen wende dich ab! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>)</strong></p>
<p>Diese erstaunliche Prophetie auf die letzten Zeiten spricht von einem erschreckenden Erscheinung, das dann auftreten und diese Zeiten so schlimm machen wird. Wenn wir den Abschnitt genauer betrachten, zeigt sich: es ist das Auftreten von zahlreichen „Christen“, die gar keine echten Kinder Gottes sind, sondern nur einen äußeren Schein von Gottesfurcht haben, die Kraft wahrer Gottesfurcht, nämlich den Heiligen Geist und die Neugeburt von oben, jedoch nicht kennen!</p>
<p>Diese falschen „Christen“ leben im Prinzip in denselben Sünden wie die gottlosen Heiden, denen der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,29-31</a> den Spiegel vorhält: <strong>„als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig“</strong>.</p>
<p>Der einzige Unterschied ist: jene Menschen kannten den Gott der Bibel überhaupt nicht; sie waren blinde Götzendiener, die nach ihrem eigenen Gutdünken lebten. Doch die falschen Endzeitchristen kennen den Gott der Bibel und Sein Wort sehr wohl auf oberflächliche und verzerrte Weise; sie behaupten sogar, sie liebten Gott, aber in Wahrheit lieben sie sich selbst und ihre Selbstverwirklichung viel mehr und haben ihr Ego zu ihrem Götzen gemacht: <strong>„sie lieben das Vergnügen mehr als Gott“.</strong></p>
<p>Deshalb leben sie auch in allen möglichen Sünden, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Sie sind überheblich und ihren Eltern ungehorsam. Sie sind undankbar gegen Gott und Mitmenschen, prahlerisch und überheblich. Sie sind leichtfertig, unbeherrscht und unheilig. Wir müssen uns fragen: Haben uns diese von Gottes Geist eingegebenen Worte etwas zu sagen?</p>
<p>Kann es sein, daß Gottes Wort hier zahlreiche moderne Christen kennzeichnet – und zwar durchaus nicht nur jüngere? Christen mit einem beredten Lippenbekenntnis zu ihrem falschen, toleranten Gott und ihrem falschen Kumpel-„Jesus“, aber ohne ein vom Kreuz des Christus und vom Heiligen Geist verwandeltes Leben? Ich fürchte, daß genau das der Fall ist! Vielleicht gehörst du, lieber Leser, auch dazu?</p>
<p><strong><u>Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid</u></strong><strong>; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr unecht wärt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,5</a>)</strong></p>
<p>Die Wurzel dieses falschen Christentums ist die Selbstliebe; die falschen Endzeit-Christen werden „sich selbst lieben“ oder „selbstsüchtig sein“; das griechische Wort <em>phil-autoi</em> kann man auch mit „Liebhaber ihres eigenen Selbst“ übersetzen. Aus der Selbstliebe und Selbstverwirklichung entspringt eine Auflehnung gegen Gottes heilige Ordnungen und Gebote; der moderne Endzeitchrist will „selbstbestimmt“ und „frei“ sein. Doch diese „Freiheit“ ist eine falsche Freiheit, eine Freiheit für das Fleisch, welche die Bibel nicht kennt.</p>
<p><strong>Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; <u>nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch</u>, sondern dient einander durch die Liebe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,13</a>)</strong></p>
<p>Die falsche Freiheit für das Fleisch führt zu einem gesetzlosen Leben, zur Zügellosigkeit, zur Verharmlosung und Umdeutung von Dingen, welche die Bibel als Sünde verurteilt. Solche Gesetzlosigkeit hat viele Gesichter, wir wollen hier nur einige wenige Punkte aufführen, die heute eine bedeutsame Rolle spielen:</p>
<p>* Vorehelicher Geschlechtsverkehr (einschließlich unzüchtiger Praktiken wie „Petting“ usw.) wird von der Bibel als Hurerei scharf verurteilt. Aber heute praktizieren das immer mehr „Christen“, und immer weniger Prediger oder Gemeinden sagen noch klar, daß dieses „Zusammenleben“ Sünde vor Gott ist. Und es wird sehr selten praktiziert, daß eine solche Sünde Gemeindezucht und Ausschluß aus der Gemeinde nach sich zieht, wie das die Bibel fordert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,1-13</a>).</p>
<p>* Dasselbe gilt zunehmend für praktizierte Homosexualität; auch hier werden die biblischen Ordnungen immer öfter umgedeutet und außer Kraft gesetzt.</p>
<p>* Die Durchbrechung der biblischen Ordnungen für die Frau, der Unterordnung unter den Ehemann wie auch der Zurückhaltung von Diensten in der Gemeindeleitung und Predigt, wird von vielen modernen Christen nicht nur praktiziert, sondern offensiv mit bibelkritischen „Argumenten“ verteidigt und gefordert.</p>
<p>* Zunehmend werden okkulte und esoterische Praktiken, die von bibeltreuen Christen als Götzendienst scharf abgelehnt wurden, als Bereicherung christlicher Frömmigkeit akzeptiert und beworben, so etwa „Yoga für Christen“, Zen-Meditation, Atemübungen, sowie auch esoterische Psychotechniken wie Familienaufstellung, Enneagramm, Visualisierung, Positives Denken.</p>
<p>* Damit verbunden sind auch weitverbreitete Akzeptanz von okkult bzw. götzendienerisch geprägten Sitten wie Tätowierungen, Piercings usw.</p>
<p>* Schließlich zeugt auch eine zunehmende Zuchtlosigkeit und Übernahme von weltlichen Moden in der Kleidung von Gesetzlosigkeit, insbesondere offen unzüchtige Kleidung wie Miniröcke oder schulterfreie bzw. bauchfreie Oberteile werden von vielen jüngeren Christen kaum noch als problematisch, geschweige denn als Sünde angesehen. Dasselbe gilt von langen Haaren für Männer und kurzen Haaren für Frauen, was die Bibel ausdrücklich als schändlich bezeichnet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C4-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,4-15</a>).</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Methoden der Verführung: Action, Rockmusik und lockere Sprüche</span></h2>
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<p>Wir wollen noch kurz darauf eingehen, mit welchen Methoden die Trendkirchen und Jugendprediger ihr Publikum ansprechen und an sich binden. Wir haben bei unseren Beispielen zu Beginn dieser Broschüre schon einige Einblicke in das Repertoire dieser Leute bekommen, aber es lohnt sich, darüber noch etwas grundsätzlicher nachzudenken.</p>
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<p><em>Verführung durch attraktive Köder</em></p>
<p>Führende Vordenker der Gemeindewachstumsbewegung wie Rick Warren haben ganz offen zugegeben, daß sie ihre Gemeindeaktivitäten und speziell ihre „Gottesdienste“ in allem optimal darauf ausrichten, möglichst viele Besucher ihrer Zielgruppe anzulocken. Damit folgten sie, wie sie selbst zugaben, den Tricks der Marketingspezialisten aus dem weltlichen <em>big business</em>.</p>
<p>Ein besonders wirksamer Köder ist in dieser Hinsicht die <em>Rock- und Popmusik</em>, die viele „kirchenferne“ Menschen anlocken soll. Deshalb wird in diesen Trendgemeinden auch viel Wert auf eine teure Licht- und Soundausrüstung gelegt, die oft mit weltlichen Discotheken und Clubs mithalten kann. Auch ein fähiger „Lobpreisleiter“ und eine professionell spielende „Lobpreisband“ stehen ganz oben auf der Rangliste wirksamer Attraktionen, mit denen man die Leute anlocken möchte.</p>
<p>Das alles wird vordergründig gerechtfertigt mit der Notwendigkeit, „den Griechen ein Grieche zu werden“, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Doch Gottes Wort zeigt, daß ein solcher Einsatz von Lockmitteln betrügerisch und ungöttlich ist. Hier ist das Zeugnis des vollmächtigsten Evangeliumsverkündigers, des Apostels Paulus, von Gewicht:</p>
<p><strong>Darum lassen wir uns nicht entmutigen, weil wir diesen Dienst haben gemäß der Barmherzigkeit, die wir empfangen haben,<em> sondern wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab; wir gehen nicht mit Hinterlist um</em> (<em>panourgia</em>) und fälschen auch nicht das Wort Gottes; sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,1-2</a>)</strong></p>
<p>Der Apostel betont hier, daß er die Evangeliumsbotschaft offen und ehrlich verkündigt, auch mit ihren schweren, herausfordernden Zügen – etwa der Umkehr vom alten Sündenleben, der Selbstverleugnung und Heiligung, dem Preis der Ausgrenzung durch die Welt. Das haben wohl schon damals gewisse Leute verschwiegen, was der Apostel als schändliche Heimlichtuerei verurteilt. Man vergleiche dazu sein Bekenntnis: <strong>„… und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern, indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,20-21</a>).</p>
<p>Der Apostel weigerte sich, mit Hinterlist (oder, wie man <em>panourgia</em> auch übersetzen könnte, mit Schlauheit, Verschlagenheit) umzugehen; er verkündete das Evangelium in Lauterkeit als jemand, der vor Gott steht und Ihm gefallen will, nicht Menschen. Dasselbe finden wir auch im 1. Thessalonicherbrief ausgedrückt – ein Hinweis, wie wichtig diese Sache dem Geist Gottes ist:</p>
<p><strong>Denn unsere Verkündigung <u>entspringt nicht dem Irrtum, noch unlauteren Absichten, noch geschieht sie in listigem Betrug (od. mithilfe von Ködern / Lockmitteln, gr. <em>dolos</em>)</u>; sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch — nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. </strong></p>
<p><strong>Denn wir sind nie mit Schmeichelworten gekommen, wie ihr wißt, noch mit verblümter Habsucht — Gott ist Zeuge —; wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch noch von anderen, obgleich wir als Apostel des Christus würdevoll hätten auftreten können, sondern wir waren liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C3-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,3-7</a>)</strong></p>
<p>Das griechische Wort <em>dolos</em>, das hier verwendet wird, bezeichnet verschiedene Dinge, die überwiegend der Tätigkeit eines Jägers oder Wilderers zugeordnet sind, der ein nichtahnendes Tier einfangen und töten will; es bedeutet u.a. „Köder, Lockspeise, Trugmittel, Falle, Hinterhalt, Hinterlist, Betrug, kluger Anschlag“. Ein Köder ist etwas Attraktives, das dem Opfer begehrenswert erscheint, und das benutzt wird, um es einzufangen und in die Gewalt des Wilderers zu bringen.</p>
<p>Zu diesen Ködern gehören neben Rock- und Popmusik und charismatischem „Lobpreis“ („Worship“) u.a. auch kreative Kultur-Angebote wie Festivals, Musicals und Bühnenshows, wo dem interessierten Einzelnen vielfältige Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung gegeben werden, oder aber zum gehobenen Kulturkonsum mit dezenter „christlicher“ Färbung.</p>
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<p><em>Ziel: Wohlfühl-Events</em></p>
<p>Ein weiterer beliebter Köder ist die lockere, freizügige Atmosphäre von Festivals und Partys, die im Prinzip in die fälschlich zuweilen immer noch so genannten „Gottesdienste“ solcher Trendkirchen eingeführt wird. Alles an diesen Happenings ist auf Wohlfühlen, Gefühlshöhepunkte, Spaß, Ekstase-Erfahrungen und emotionale Gruppendynamik ausgerichtet. Dabei werden nach Bedarf auch weltliche Videos und Musikclips, Theater- und Pantomimeszenen, lästerlicher Rap und verschiedene Effekte aus Unterhaltungsshows eingesetzt.</p>
<p>Dazu gehört auch das bewußt lockere, witzereißende, flapsige Auftreten der sogenannten „Prediger“, die nicht mehr das Wort Gottes in heiligem Ernst verkündigen, sondern mit Händen in der Hosentasche auf der Bühne spazierend coole „Messages“ rüberbringen, welche fast keinen geistlichen Gehalt mehr haben, dafür jede Menge Unterhaltungswert durch Witze, Anekdoten und gewollt komische Kommentare über heilige Dinge (siehe das Beispiel von Leo Bigger oben S. 15-16).</p>
<p>Es ist das Ziel dieser Kirchenstrategen, immer wieder neu ihre „Events“ so zu gestalten, daß eine Wohlfühlatmosphäre erzeugt wird, nach der die jungen Leute oftmals süchtig werden. In diesem „Wohlfühl- und Genußprogramm“ spielen mehrere Elemente eine Rolle:</p>
<p>* Der Verführungsgeist der Charismatik vermittelt ekstatische religiöse Erlebnisse, die als „Nähe Gottes“ gedeutet werden. Das geschieht vor allem durch „Worship“-Musik, die in Trancezustände versetzen kann, wenn sie intensiv gehört wird. Aber es kommen je nach Prägung der Trendkirche auch Prophetien, Handauflegungen, Zungenbeten und –singen und andere charismatische Phänomene vor.</p>
<p>* Das gruppendynamische Erlebnis einer Masse von jungen Menschen, die im Gleichtakt rhythmisch tanzt und zuckt und sich von den Einpeitschern der Band oder den Predigern ergeben dirigieren läßt, schafft Enthemmung, Entgrenzung, seelische Hochgefühle. Das wird oft durch Aufforderungen der Leiter zum gemeinsamen Klatschen, Rufen oder Berühren gezielt gefördert. Auch akustische und optische Elemente wie Lichteffekte, Videoclips oder Soundteppiche werden eingesetzt.</p>
<p>* Die bewußte Lockerheit und Zügellosigkeit der Leiter und der Band überträgt sich auf die Masse; man fühlt sich frei, leicht, meint sich ungehemmt entfalten zu können. Alles ist locker, alles ist easy, man kann sich öffnen und genießen, dem Streß des Alltagslebens mit seinen Pflichten und Begrenzungen entfliehen – den Eltern, der Schule, der „engen“ Gemeinde. Das ist genau derselbe Fluchtmechanismus wie bei weltlichen Popkonzerten oder Rockfestivals, nur übertragen auf eine christliche Zielgruppe.</p>
<p>Worum es hier geht, ist kurz gefaßt das Vergnügen, die Lust, das Wohlgefühl. Genau das meint der griechische Begriff <em>hèdonè</em>, von dem das deutsche Fremdwort „Hedonismus“ abgeleitet ist. Dieses Wort kommt in dem ernsten Urteil über die unechten Endzeitchristen vor: „sie lieben das Vergnügen (<em>phil-hèdonès</em>) mehr als Gott“. <em>Hèdonè</em> ist ein Wort, das das Lebensgefühl vieler moderner Christen ganz gut trifft; es kann u.a. bedeuten: „Vergnügen, Lust, Genuß, Befriedigung, sinnliche Begierde, Genußsucht“. In der Bibel wird es ausschließlich im negativen Sinn verwendet:</p>
<p><strong>Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und <u>Vergnügungen des Lebens</u> erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+8%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 8,14</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und <u>Vergnügungen</u>, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3</a>)</strong></p>
<p><strong>Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den <u>Lüsten</u>, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren <u>Lüsten</u> zu vergeuden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,1-3</a>)</strong></p>
<p><strong>… indem sie so den Lohn der Ungerechtigkeit empfangen. Sie halten die Schwelgerei bei Tage für ihr <u>Vergnügen</u>; als Schmutz- und Schandflecken tun sie groß mit ihren Betrügereien, wenn sie mit euch zusammen schmausen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,13</a>)</strong></p>
<p>Heute gibt es verführerische Lehren, die für einen „christlichen Hedonismus“ werben, aber das widerspricht der Lehre der Bibel völlig. Christus lehrt uns, daß wir unsere eigenen Lüste und Begierden verleugnen und in den Tod geben sollen, damit der Geist Gottes uns zu einem Leben im gehorsamen, hingegebenen Dienst führen kann; daraus zieht der von neuem geborene, geistliche Mensch seine Befriedigung und Freude, nicht aus sinnlichen Genüssen und weltlichen Vergnügungen, die nur notdürftig christlich umettikettiert sind.</p>
<p><strong>Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. <u>Denn wer sein Leben (od. sein seelisches Eigenleben) retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.</u> Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+9%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 9,23-25</a>)</strong></p>
<p><strong>Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,24</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. <u>Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.</u> Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. </strong></p>
<p><strong><u>Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind</u></strong><strong>: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,1-7</a>)</strong></p>
<p><strong>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</strong></p>
<p>Die weltliche Rock- und Popkultur ist genau solch ein heilloser Sumpf der teuflischen Irreführung, des Betrugs, der Begierde und Selbstverwirklichung, und ein echter Christ wird diesen Sumpf fliehen und sich von solchen sündigen Vergnügungen abwenden, anstatt sich in ihnen zu baden. Wie ernst ist dagegen das Urteil des Geistes Gottes über diejenigen, die andere in diesen Sumpf zurücklocken wollen:</p>
<p><strong><u>Denn mit hochfahrenden, leeren Reden locken sie durch ausschweifende fleischliche Lüste diejenigen an, die doch in Wirklichkeit hinweggeflohen waren von denen, die in die Irre gehen. Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklaven des Verderbens sind</u></strong><strong><em>;</em></strong><strong> denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden. </strong></p>
<p><strong>Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. Denn es wäre für sie besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als daß sie, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder umkehren, hinweg von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Doch es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: »Der Hund kehrt wieder um zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm.« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C18-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,18-22</a>)</strong></p>
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<p><em>Die Zielgruppe der Köder-Strategie: junge Christen ohne Glaubensfestigkeit</em></p>
<p>Nun ist es in der Praxis durchaus nicht so, daß mit den Ködern der Trendgemeinden lauter atheistische, dem Evangelium wirklich fernstehende Menschen angesprochen würden. Auch dann wäre dieser Betrug nicht zu rechtfertigen, wie die Aussagen des Apostels Paulus zeigen.</p>
<p>Doch die meisten jungen Leute sind in der Praxis bereits zumindest äußerliche Christen, wenn sie ins ICF oder die Hillsong-Gemeinde kommen. Sie kommen meist aus den vielfältigen evangelikalen Gemeinden wie CVJM, kirchliche Jugendarbeit, Baptisten, Methodisten – viele kommen aber auch aus konservativeren Gemeinden, die selbst oft noch weitgehend oder konsequent bibeltreu sind.</p>
<p>So finden sich bei ICF-Gottesdiensten eine ganze Reihe junger Leute, die früher in Brüdergemeinden, in bibeltreue rußlanddeutsche Gemeinden, in konservative freie Baptistengemeinden gegangen waren, bis es ihnen dort zu „eng“ oder zu „langweilig“ wurde und sie lieber dahin gingen, „wo die Post abgeht“, „wo es fetzig ist“.</p>
<p>Manche jungen Leute besuchen sogar noch ihre alte, konservative Gemeinde und parallel dazu eine moderne Trendkirche mit Rock- und Pop-Disco. Sie leben in zwei Welten – und leider ist es oft so, daß die schillernde, attraktive Disco-Scheinwelt der Trendkirchen sich als stärker erweist und die jungen Leute vollends ganz aus biblischen Gemeinden wegzieht. Das ist tragisch, denn diese jungen Christen sind damit einem teuflischen Betrug zum Opfer gefallen, der sie womöglich für immer von dem wahren Herrn Jesus Christus und dem echten Heil abziehen könnte, wenn sie nicht umkehren und die Falle des Teufels durchschauen.</p>
<p><strong>… damit wir nicht mehr <u>Unmündige</u> seien, <u>hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen</u>, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,14-15</a>)</strong></p>
<p><em>E</em><strong>in Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, <u>ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen</u><em>.</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24-26</a>)</strong></p>
<p><strong>Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, <u>was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben</u>. </strong></p>
<p><strong>Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wißt, <em>so hütet euch, </em><u>daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert! </u>Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C15-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,15-18</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Der Ausweg aus der Verführung:</span><br />
<span style="color: #800000;">Umkehr auf den schmalen Weg der echten Christusnachfolge</span></h2>
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<p>Und nun? Wir haben bis jetzt versucht, einige Grundzüge der breitgefächerten und vielfältigen Verführung christlicher junger Menschen darzustellen. Es ist unsere Hoffnung und unser Gebet, daß diese Warnung vor der Verfälschung des Evangeliums und des Glaubenslebens manche junge Leser dieser Schrift aufgeweckt hat und sie erkennen durften, daß sie auf einem falschen Weg waren, auf dem breiten Weg, vor dem unser Herr Jesus Christus so liebevoll und eindringlich gewarnt hat.</p>
<p>Wenn Gott uns eine solche Erkenntnis geschenkt hat, dann kommt unweigerlich die Frage auf, die damals auch die jüdischen Zuhörer der Pfingstpredigt an den Apostel Petrus richteten: <strong>„Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: <u>Was sollen wir tun</u><em>,</em> ihr Männer und Brüder?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,37</a>).</p>
<p>Nun, auch in unserem Fall ist die Antwort zunächst einmal dieselbe, die auch der Apostel Petrus gab: „Tut Buße – kehrt von Herzen um! Verlaßt den Irrweg, auf dem ihr bisher gegangen seid und von dem ihr dachtet, er sei vor Gott völlig in Ordnung!“ Das Großartige ist, daß wir einen wunderbaren, gnädigen, barmherzigen Herrn und Erlöser haben, der Mitleid hat und uns gerne heraushelfen möchte aus unseren Sünden und Verirrungen, aus unserer Torheit und Oberflächlichkeit.</p>
<p>Unser Herr Jesus Christus ist so gerne bereit, uns zu vergeben, wenn wir zu Ihm kommen und bekennen: „Herr, ich bin von Dir abgewichen. Ich habe mich verführen lassen. Ich habe der Lüge geglaubt und die unangenehme Wahrheit vom schmalen Weg von mir weggeschoben. Vergib mir und bringe mich zurecht!“</p>
<p>Wie wunderbar sind die Verheißungen in Gottes Wort, die auf einer solchen Umkehr liegen!</p>
<p><strong><u>Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen</u></strong><strong>, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+55%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 55,6-7</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. <u>Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+44%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 44,22</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! <u>Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!</u> Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C17-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,17-20</a>)</strong></p>
<p>Solch ein Bekenntnis haben meine Frau und ich vor vielen Jahren dem Herrn abgelegt, als wir nach einigem Ringen klar erkannt hatten, daß wir einem Irrweg gefolgt waren und uns gegen den Herrn Jesus schwer versündigt hatten. Vier Jahre lang waren wir eifrige Anhänger einer charismatischen Gemeinde, wo wir uns einem falschen Jesus und falschen Geistern geöffnet hatten, die durch verführerische Propheten, Gurus und Lehrer Verwirrung und Zerstörung in unserem geistlichen Leben anrichteten.</p>
<p>Wir durften damals zu dem wahren Herrn Jesus Christus umkehren, und Er hat uns ganz neu ausgerichtet und auf dem schmalen Weg der echten Nachfolge geführt – ein Weg der Selbstverleugnung, der Kämpfe und Prüfungen, aber eben auch der echte Weg des Glaubensgehorsams, auf dem wir großen Segen und viel Gnade empfangen haben und für den Herrn echte Frucht bringen durften.</p>
<p>Umkehr zum Herrn! Ein ehrliches, klares Bekenntnis der Sünde, des Abweichens, der Eigensucht, der Selbstverwirklichung, des Mangels an Gottesfurcht und Gehorsam! Das ist demütigend und schmerzlich, aber andererseits auch enorm befreiend und reinigend. Schluß mit Beschönigung und Selbstbetrug!</p>
<p><strong>Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist! Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodaß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. (Sela.) <u>Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: »Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!« Da vergabst du mir meine Sündenschuld.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+32%2C2-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 32,2-5</a>)</strong></p>
<p><strong>O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. <u>An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen</u>, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. <u>Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten</u>: so laß mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+51%2C3-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 51,3-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. <u>Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.</u> (…) Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,8</a> – 2,1)</strong></p>
<p>Solche Umkehr bedeutet für manche jungen Menschen aus dem Dunstkreis der modernen Trendgemeinden, daß sie sich zum ersten Mal wahrhaft zu dem heiligen Gott der Bibel bekehren und echte, rettende Buße zum Heil erleben. Leider sind viele junge Christen, die durch diese Kreise mit ihrer oberflächlichen, verfälschten Verkündigung geprägt wurden, nicht wahrhaft von neuem geboren, sondern nur christlich gefärbt, während im Inneren der alte Mensch mit seinen sündigen Begierden immer noch regiert.</p>
<p>Solche Menschen dürfen ihren Herzenszustand ehrlich vor Gott bekennen und Ihn bitten, daß Er sie zu echter Gottesfurcht und Gotteserkenntnis führt, zu wahrhafter Umkehr vom alten Sündenleben und ganzer Lebensübergabe an den Herrn Jesus, der in Zukunft das Leben regieren will, das an Ihn ausgeliefert wurde.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a> Ohne echte Neugeburt von oben gibt es keine Errettung, keinen Frieden mit Gott, keine echte Nachfolge.</p>
<p>Andere wiederum mögen erkennen, daß sie sich, nach dem sie sich bekehrt hatten und zu Kindern Gottes geworden sind, durch die verlockenden Angebote der modernen Trendgemeinden auf einen Irrweg der Weltlichkeit und Selbstverwirklichung verführen ließen. Sie haben den echten Herrn verlassen und sich einem falschen „Jesus“ zugewandt. Sie haben die Ermahnungen des Wortes Gottes, ihrer Eltern und geistlichen Hirten mißachtet und sich selbst einen scheinbar bequemeren Weg ausgesucht, wo man angeblich „Jesus nachfolgen“ und zugleich die Genüsse und Annehmlichkeiten dieser Welt mitnehmen konnte.</p>
<p>Auch sie dürfen umkehren und vor Gott ihr Abweichen bekennen. Sie werden erfahren, daß unser Gott gnädig und barmherzig ist und ihnen Reinigung und Befreiung schenkt, Erneuerung des Herzens und Denkens, sodaß sie nun danach verlangen, einen treuen Weg nach Gottes Wort zu gehen und den schmalen Weg der Buße, Selbstverleugnung und Ganzhingabe an den Herrn einzuschlagen. Jeder wird diesen Prozeß der Umkehr anders erfahren; Gottes Wege sind hier auf die Situation jedes Einzelnen persönlich zugeschnitten. Dennoch wollen wir einige allgemeine Hinweise geben, was diese Umkehr auf den schmalen Weg alles beinhaltet.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Umkehr zu echter Gottesfurcht und Ehrfurcht vor Gottes Wort</span></h3>
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<p>Wir haben gesehen, daß es ein Hauptkennzeichen der modernen Jugendprediger und Trendgemeinden ist, daß sie keine wirkliche Gottesfurcht erkennen lassen, sondern vielmehr eine falsche Vertraulichkeit und Dreistigkeit gegenüber dem heiligen Gott fördern, eine oberflächliche, lässige Haltung, welche den Geist Gottes zuwider ist, der doch ein Geist der Gottesfurcht ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 11,2</a>).</p>
<p><strong>Ein Urteil über die Abtrünnigkeit des Gottlosen [kommt] aus der Tiefe meines Herzens: <u>Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+36%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 36,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Deine Bosheit straft dich, und deine Abtrünnigkeit züchtigt dich! <u>Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, daß du den HERRN, deinen Gott, verlassen hast und daß keine Furcht vor mir in dir ist!</u>, spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 2,19</a>)</strong></p>
<p>Eine der wichtigsten Punkte bei einer ernsthaften Umkehr zu Gott ist das Bekenntnis dieser frechen, dreisten Fehlhaltung und die Bitte um echte Furcht des Herrn, welche unser ganzes Denken und unser Glaubensleben prägen und erneuern sollte.<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p><strong>… wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+2%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 2,3-6</a>)</strong></p>
<p><strong>Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund; heilig und furchtgebietend ist sein Name. <u>Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit</u>; sie macht alle einsichtig, die sie befolgen. Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+111%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 111,9-10</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut!</u></strong><strong> Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,11-12</a>)</strong></p>
<p>Ein wichtiger Schritt, um die Ehrfurcht vor Gott wiederzugewinnen, ist die Wahl einer wortgetreuen, geistlich gesunden Bibelübersetzung, die Gottes heilige, vom Geist eingegebene Worte getreu und unverfälscht wiedergibt, im Gegensatz zu den vielen modernen Übertragungen, die unter christlichen Jugendlichen leider beliebt sind.</p>
<p>Wer <em>Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neues Leben, NEÜ NGÜ</em> oder gar die <em>„Volxbibel“</em> liest, kann keine gesunde Glaubensentwicklung erfahren. „Bibeln“, in denen der Schlüsselbegriff der „Gottesfurcht“ noch nicht einmal mehr vorkommt, können auch keine Gottesfurcht bewirken; der ernsthafte Christ sollte sie meiden.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a> Unsere Empfehlung lautet: Lies die Schlachterbibel 2000, die sowohl wortgetreu als auch gut verständlich ist und sich vielfach bewährt hat.</p>
<p><strong>Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+19%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 19,8-10</a>)</strong></p>
<p><strong>Mein Fleisch schaudert aus Furcht vor dir, und ich habe Ehrfurcht vor deinen Bestimmungen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C120&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,120</a>)</strong></p>
<p><strong>Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16-17</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Umkehr zu echtem Glaubensgehorsam und Ganzhingabe an Christus</span></h3>
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<p>Neben Sündenerkenntnis, ehrlichem Bekenntnis der eigenen Schuld und gläubiger Annahme des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi ist die Anerkennung des Herrn Jesus Christus als Herr unseres ganzen Lebens, dem wir gehorchen und nachfolgen wollen, ein wesentliches Element echter Bekehrung und biblischer Glaubensnachfolge.</p>
<p>Eine solche Übergabe und Unterwerfung unseres bisher eigensüchtig und rebellisch geführten Lebens unter die liebende Herrschaft und Autorität unseres Erlösers wird heutzutage in den oberflächlichen Verkündigungen der modernen Jugendverführer kaum noch gepredigt. Aber ohne Anerkennung der Autorität des Sohnes Gottes als Herr unseres Lebens gibt es keine wahre Errettung!</p>
<p><strong><u>Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst </u></strong><strong>und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+10%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 10,9-11</a>)</strong></p>
<p><strong>… denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodaß wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, <u>und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus</u>, und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,4-6</a>)</strong></p>
<p><strong>Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, <u>damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.</u> </strong></p>
<p><strong><u>Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid</u></strong><strong>, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C9-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,9-15</a>)</strong></p>
<p>Echter rettender Glaube erweist sich daher auch im <em>Gehorsam</em> gegenüber Gott und dem Sohn Gottes Jesus Christus, den wir als Herrn angenommen haben, und das heißt, daß Er jetzt bestimmen kann, was wir tun und lassen. Echter Glaube ist immer Glaubensgehorsam und äußert sich darin, daß wir bewußt und aus Liebe den Geboten unseres Herrn, die Er uns durch Seine Apostel im Neuen Testament überliefert hat, gehorchen.</p>
<p><strong>… [nämlich das Evangelium] von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unseren Herrn, <u>durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben zum Glaubensgehorsam für seinen Namen</u> unter allen Heiden … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,3-5</a>)</strong></p>
<p><strong>Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber <u>von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre</u>, das euch überliefert worden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,17</a>)</strong></p>
<p><strong>Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,23-24</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir also Jesus Christus wirklich als unseren Schöpfer, unseren Erlöser und unseren Herrn erkannt haben und anerkennen, dann wird sich die ganze Ausrichtung unseres Lebens ändern. Wir werden aufhören, selbstsüchtig für uns zu leben und stattdessen beginnen, in ganzer Hingabe für Gott zu leben, für Jesus Christus, unseren Herrn, der uns mit einem so teuren Preis erkauft hat. Wir suchen dann die Ehre Gottes und den Willen Gottes in unserem Leben, nicht mehr Genuß und Selbstverwirklichung.</p>
<p><strong>Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben (od. sein seelisches Eigenleben) retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,24-25</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, <u>daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist deshalb für alle gestorben, <u>damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</strong></p>
<p>Diese neue Ausrichtung unseres Lebens ist zunächst eine Entscheidung, die wir in der Kraft und Gnade Gottes vor Ihm treffen dürfen und sollen; das wird sich in unserem Leben rasch erweisen und unser Leben umkrempeln, doch dies wiederum ist ein Prozeß, in dem Gott durch Seinen Geist unser Herz und Leben immer mehr prägt und erfüllt und nach Seinem Plan und Willen ausrichtet. Und wir werden erfahren, daß gerade ein solches dem Herrn hingegebenes Leben echte Erfüllung und Segensfülle bringt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Umkehr vom weltlichen und selbstsüchtigen Lebensstil</span></h3>
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<p>Die Grundsatzentscheidung, für den Herrn Jesus zu leben und nicht mehr für uns selbst, wird Folgen haben, wenn sie echt ist. Der Geist Gottes wird uns durch Sein Wort immer mehr Licht geben, auch in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens aufzuräumen und sie immer mehr auf den Herrn und Seinen Willen auszurichten. Das fängt bei unserem Denken an, das immer mehr Christus ähnlich werden soll. Das ist die unmittelbare Folge aus der Hingabe unseres Lebens, von der wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12,1</a> gelesen haben. Darauf folgt nämlich im nächsten Vers die Aufforderung, nun nicht mehr der Welt gleichförmig zu sein, sondern letztlich Christus:</p>
<p><strong><u>Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.</u></strong><strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Als gehorsame Kinder (w. Kinder des Gehorsams) paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.</u></strong><strong> Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-16</a>)</strong></p>
<p>In der Heiligung leben bedeutet, sich vom weltlichen, sündigen Lebensstil, den wir früher hatten, abzusondern und einen Gott gemäßen Lebensstil anzunehmen, der dem Wesen und Willen unseres Gottes und Vaters entspricht und dem Vorbild unseres Herrn, der auf der Erde als vollkommener Mensch lebte. Wir haben es schon einmal gelesen: <strong>„<u>Denn es ist für uns genug</u>, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-4</a>).</p>
<p>Wenn wir von neuem geborene Kinder Gottes sind, gibt uns der Herr Jesus durch Seinen Geist die Kraft, sündige, unheilige Denk- und Lebensweisen abzulegen, zu überwinden. Wir haben durch die Kraft des Heiligen Geistes in uns Sieg über die Sünde und über die Welt, zu der wir nun nicht mehr gehören. Das fängt bei unseren Gedanken an; wir dürfen Buße tun und ablegen, was an egoistischen, rebellischen, bitteren, unreinen und unzüchtigen Gedanken noch in uns wirkt. Wir dürfen unsere Worte reinigen von bösen, anklagenden, verleumderischen, unreinen, unehrfürchtigen Redeweisen, von der Fäkalsprache, die unter jungen Menschen immer populärer wird, von allem flapsigen und lässigen Reden über heilige, göttliche Dinge.</p>
<p>Und wir dürfen unser Handeln, unser Verhalten ändern. Der Herr wird uns zeigen, wo wir egoistisch und eigenwillig, faul und auf unseren Vorteil bedacht gehandelt haben. Er wird uns zeigen, wo wir anderen gegenüber lieblos, verletzend, zynisch, verspottend gehandelt haben, und uns darüber zur Buße leiten. Er wird uns frei machen von allerlei unreinen Begierden und Lüsten und Gebundenheiten, ob nun an Alkohol oder Tabak, an Haschisch oder andere Drogen, an Pornographie und Selbstbefriedigung oder gar an hurerische, unzüchtige voreheliche Beziehungen. Er wird uns zur Umkehr führen von Betrügereien und Lügen, von Konsumsucht und Bindung an teure Markenkleidung.<a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a> Ja, er wird uns lehren, uns anders, nämlich anständig und zur Ehre Gottes, zu kleiden im Gegensatz zu früher.</p>
<p>Dabei ist wichtig, daß wir die Wurzel unserer inneren Untreue dem Herrn gegenüber erkennen. Es ist unser zwiespältiges Herz, da wohl halbherzig dem Herrn dienen möchte, zugleich aber auch noch die Lüste und Sünden der Welt mit genießen möchte. Der Jakobusbrief spricht diesen geistlichen Schaden vieler heutiger Christen klar an:</p>
<p><strong><u>Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist?</u></strong><strong> Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«. <u>So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C4-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,4-8</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir unser Herz ganz dem Herrn weihen und zur Verfügung stellen, dann wird Er die Weltliebe und Weltlust daraus entfernen und uns Liebe zu Ihm ins Herz geben. Er möchte uns zu einer ungeteilten Liebe und Hingabe für Ihn selbst und für den Vater gewinnen und uns das brennende Verlangen schenken, für Ihn zu leben statt für uns selbst.</p>
<p><strong>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; <u>und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</strong></p>
<p>Christus wird uns auch freimachen von einer unheiligen Nutzung der Internetmedien, besonders der „sozialen Netzwerke“ und der Computerspiele, die oft sündige, finstere, ja zuweilen okkulte Inhalte vermitteln und auf der anderen Seite zu einer unehrlichen, aufschneiderischen Selbstdarstellung verleiten. Er wird uns lösen von einer unguten Bindung an irgendwelche fragwürdige „Youtube“-Gurus, auch „Influencer“ genannt, vom Einfluß fragwürdiger, oft aus der Finsternis stammender Videobotschaften, aber auch von dem zeitraubenden Nichtigkeiten übertriebenen Konsums von Instagram, Facebook, WhatsApp oder irgendwelcher anderer Mode-Medien im Internet.<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Nicht zuletzt wird der Geist Gottes viele junge Christen, die mit dem Herrn ernst machen, herauslösen aus den Fallstricken der Rock- und Popkultur mit ihrer dämonischen Musik, die Rebellion, Unzucht, Zügellosigkeit und Ekstase fördert und ein schlimmer geistlicher Fallstrick für junge Christen darstellt. Sehr viele junge Christen sind heute leider an diese Musik gebunden, die einen lähmenden und zerstörerischen Einfluß auf ihr geistliches Leben ausübt, und zwar in ihrer „christlichen“ Spielart mindestens so schlimm wie in der offen weltlichen Rock- und Popmusik.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Umkehr von der charismatischen Irreführung und der Droge „Worship“-Musik</span></h3>
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<p>Ein sehr wichtiger Schritt für viele junge Christen, die in der Verführung der modernen Trendgemeinden gefangen waren und nun umkehren wollen, wird die klare Abkehr und Loslösung von dem Verführungsgeist der Pfingst- und Charismatischen Bewegung sein, der in fast allen Jugendevents und Jugendkirchen eine zentrale und unheilvolle Rolle spielt.</p>
<p>Hier geht es um das irreführende Wirken von Dämonen, die einen falschen „Jesus“ vorspiegeln, der in Visionen und Prophezeiungen unbiblische Dinge sagt und eine raffinierte Fälschung ist. Dadurch werden unzählige Christen von dem wahren Herrn Jesus Christus abgezogen und zu einem eifrigen, aber irregeleiteten „Gottesdienst“ verleitet, der Gott niemals wohlgefällig sein kann. Wir wollen hier noch einmal an das Wort des Apostels Paulus erinnern:</p>
<p><strong>Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, … oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-4</a>)</strong></p>
<p><strong>Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-2</a>)</strong></p>
<p>Und wir erinnern an die Voraussage des Herrn Jesus über die falschen Propheten in der letzten Zeit:</p>
<p><strong><u>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!</u></strong><strong> An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. <u>Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C15-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,15-23</a>)</strong></p>
<p>Dieser falsche Geist äußert sich auch heute noch so, wie unser Herr es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7</a> warnend angekündigt hat: In irreführenden prophetischen Botschaften, Träumen und „Eindrücken“, von denen die falschen Propheten behaupten, sie seien von Gott, sowie in unbiblischen und gefährlichen Dämonenaustreibungen und in falschen Wunderzeichen, die ähnlich aussehen wie die in der Bibel geschilderten echten Wunder des Herrn und der Apostel, aber aus einer finsteren Quelle stammen, wie etwa „Wunderheilungen“ oder dem falschen „Zungenreden“.</p>
<p>Einen ganz besonders weit verbreiteten und gefährlichen Einfluß übt die charismatische „Lobpreis“musik aus, die im wesentlichen auf Rock- und Popmusik mit „christlichen“ Texten beruht. Diese Musik wirkt bei den Anhängern von ICF, Hillsong und anderen Eventkirchen wie eine Droge, die immer wieder aufputscht und das trügerische Erlebnis einer „Gegenwart Gottes“ produziert, die in Wahrheit das Werk verführerischer Geister ist.</p>
<p>Diese eingängigen, süchtig machenden „Worship“-Songs sind pures Gift für ernsthafte, geistlich gesinnte junge Christen. Sie vermitteln ein ekstatisches Gefühlschristentum und öffnen für allerlei charismatische Irrlehren und mystische falsche Frömmigkeit, in der Spüren und Schauen angesagt ist, Träume, Visionen und innere Stimmen, die als „Stimme Gottes“ mißdeutet werden.</p>
<p>Wer sich diesen trügerischen Geisteseinfluß geöffnet hat, sollte dringend darüber vor dem echten Herrn Jesus Christus Buße tun, die Einfallstore des Verführungsgeistes (Handauflegungen, Visionen, Tranceerlebnisse, Zungenreden usw.) als Sünde bekennen und sich entschieden davon lossagen. Er sollte den Herrn um Erneuerung seines Denkens und Glaubenslebens bitten, um Ausrichtung auf Sein Wort und die gesunde Lehre der Apostel.<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a> Wer sich der verführerischen charismatischen „Lobpreismusik“ geöffnet hat, sollte mit diesem finsteren Einfluß brechen und darüber Buße tun und in Zukunft seinen Geist durch reine, klare geistliche Glaubenslieder ernähren.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">e. Umkehr zu verbindlichem Dienst in der Gemeinde des Herrn</span></h3>
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<p>Einen Punkt möchten wir noch ansprechen. Verbindliche Nachfolge des Herrn Jesus Christus bedeutet auch verbindlichen Dienst in Seiner Gemeinde, konkret: in einer bibeltreuen örtlichen Gemeinde. Das wird in der modernen christlichen Jugendszene eher klein geschrieben. Hier herrscht vielfach eine große Unverbindlichkeit; viele suchen sich aus dem Unterhaltungsangebot verschiedener Gruppen jeweils das Attraktivste aus und besuchen mehrere Gemeinden gleichzeitig oder gar keine verbindlich; manche schauen lediglich Internetvideos, statt sich einer Gemeinde anzuschließen.</p>
<p>Aber das ist keine Option für jemand, der sich entschlossen hat, treu und verbindlich mit dem Herrn und für Ihn zu leben. Es ist klar der Wille Gottes, daß ein gläubiger Christ auch in einer biblischen Gemeinde ist und sich dort verbindlich engagiert. Das beinhaltet auch, daß er sich der Gemeindezucht und Ermahnung durch die Geschwister und speziell der Ältesten dieser Gemeinde unterstellt und, so gut er kann, auch die Versammlungen der Gemeinde besucht.</p>
<p>Dabei ist entscheidend, daß dies eine Gemeinde ist, in der die Gottesfurcht und die Lehre der Apostel noch ernstgenommen werden, keine lockere, unverbindliche Wohlfühlgemeinde, sondern eine Gemeinde, die nach Gottes Wort handelt und Gottes Geist wirken läßt. Das beinhaltet auch: eine Gemeinde, die klar abgesondert ist von Charismatik, Ökumene, Bibelkritik, Gemeindewachstumskonzepten sowie auch vom Allianz-Evangelikalismus.</p>
<p>Solche Gemeinden sind oft schwer zu finden; man muß oftmals längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen, um sie besuchen zu können. Auch sind solche Gemeinden oftmals nicht sehr groß; vielfach sind es vorwiegend Hausgemeinden, die noch klar stehen. Nötigenfalls sollte man versuchen, wenigstens einen Bibelhauskreis zu finden oder selbst zu beginnen. Die verbindliche Teilnahme und der Dienst in einer biblischen Gemeinschaft sind ganz wichtige Faktoren für die geistliche Gesundung und das Wachstum von Gläubigen, die aus verführten Kreisen kommen und einen bibeltreuen Neuanfang machen wollen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Zum Abschluß</span></h2>
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<p>Liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr bis hierher durchgehalten habt, dann habt ihr viele herausfordernde Aussagen und Bibelworte aufgenommen. Ihr habt hoffentlich die Irrtümer der modernen christlichen Jugendszene durchschauen dürfen; wenn ihr da noch Unklarheiten habt, betet ernstlich zum Herrn Jesus um Licht und Klarheit!</p>
<p>Ich hoffe und bete von Herzen, daß meine Ausführungen euch aufgeweckt und ermuntert haben, den echten Herrn Jesus Christus zu suchen, euch nach einem echten Leben in Seiner Nachfolge auszustrecken und die billigen, oberflächlichen Fälschungen abzuweisen, die euch von vielen Seiten angeboten werden.</p>
<p>Ich freue mich von Herzen, wenn Gottes Geist und Gottes Wort noch viele junge Christen von dem breiten Weg wegführt, hin auf den wunderbaren, gesegneten schmalen Weg, der wirklich zum Ziel der himmlischen Herrlichkeit führt.</p>
<p>Wenn ihr euch entschieden abkehrt von der modernen Jugendverführung und aussteigt aus dem Sumpf der evangelikalen „Jugendkirchen“ und Trendgemeinden, dann habt ihr einen großen Gewinn davon, auch wenn manche euch nicht verstehen und womöglich über euch spotten werden.</p>
<p>Allein bei dem echten Herrn Jesus Christus finden wir wahre Lebenserfüllung und ein überströmendes geistliches Leben. Allein in der biblischen Christusnachfolge haben wir Sieg über die Sünde, das Fleisch und den Satan. Nur wenn wir glaubend und gehorsam an dem göttlich inspirierten Wort der Heiligen Schrift festhalten, kommen wir sicher ans Ziel.</p>
<p>Seid gewiß, ihr lieben jungen Leser: Wenn ihr euch entschieden habt, auf dem schmalen Weg dem Herrn zu folgen und zu dienen, werdet ihr es nie bereuen, werdet ihr nie wehmütig zurückschauen auf die Zeit im Sumpf der modernen Jugendverführung, sondern ihr werdet voller Freude und Erwartung nach vorne schauen und dem Herrn in Hingabe dienen, bis Er kommt, um uns in die Himmelsherrlichkeit zu führen.</p>
<p><strong>Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C7-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,7-14</a>)</strong></p>
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<p>Dieser Text erscheint auch als Broschüre im ESRA-Schriftendienst.</p>
<p>Veröffentlicht auf der Webseite <strong>www.das-wort-der-wahrheit.de</strong>   Juli 2020</p>
<p>© Rudolf Ebertshäuser 2020</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Fußnoten</span></h3>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Wer sich mit der verwässerten Botschaft und den Methoden der Gemeindewachstumsbewegung näher auseinandersetzen will, kann dies in meinen Broschüren tun: <em>„Pro Christ“ oder biblische Evangelisation? Das echte Evangelium und seine moderne Umdeutung</em> (Leonberg: ESRA-Schriftendienst 6. Aufl. 2018); <em>„Leben mit Vision“ und „Willow Creek“: Gemeindewachstum oder Gemeindeverführung? </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 6. Aufl. 2018); <em>„Emerging Church“ &#8211; die postmoderne Kirche verführt die Evangelikalen</em> (Leonberg: ESRA-Schriftendienst 5. Aufl. 2018).</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Konkordanzen sind alphabetisch angeordnete Wörterverzeichnisse der Bibel, in denen jedes Vorkommen eines bestimmten biblischen Begriffes nachverfolgt werden kann. Sie sind eine große Hilfe zum systematischen Bibelstudium; eine Konkordanz zu der von mir empfohlenen Schlachterbibel 2000 ist im CLV Verlag erschienen; es gibt aber auch einige digitale Konkordanzprogramme.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Hans Peter Royer, <em>Du mußt sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst!</em> 10., überarbeitete Auflage, Vorwort zur 7. Auflage, S. 9, sowie S. 15-40. Vgl. dazu meinen Artikel: https://das-wort-der-wahrheit.de/2011/10/licht-oder-finsternis-ein-beunruhigendes-buch-von-hans-peter-royer/.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Vgl. Andreas Boppart, „So tickt die Jugend“, in: <em>IdeaSpektrum</em> 5/2020, S. 16-19.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Vgl. dazu den Beitrag auf meiner Webseite <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong>: <u>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/11/jesus-christus-ist-der-herr-weshalb-wir-in-unserem-reden-von-jesus-christus-den-titel-herr-verwenden-sollten</u>.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Vgl. dazu meine Schrift: <em>Der Weg zur Errettung: Buße – Glaube – Bekehrung. Eine Erklärung der biblischen Heilsbotschaft für Suchende</em> (Leonberg: Esra-Schriftendienst 2018). Gute Evangeliumsbotschaften für junge Menschen findet man auf der Webseite <strong><a href="https://www.seelenretter.info/video-audio">https://www.seelenretter.info/video-audio</a></strong>; insbesondere möchte ich die Vorträge von David Bubenzer empfehlen: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Wer dazu mehr wissen möchte und biblische Hilfestellung sucht, kann meine oben schon erwähnte Schrift lesen: <em>Der Weg zur Errettung: Buße – Glaube – Bekehrung </em>(vgl. Fußnote 24 auf S. 32 dieser Broschüre). Noch einmal will ich an dieser Stelle empfehlend auf die Vorträge von David Bubenzer hinweisen: u.a. <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Zur Vertiefung dieses Themas empfehle ich mein Buch <em>Gottesfurcht – eine lebensnotwendige Tugend in der Endzeit </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2020).</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Wer sich vertieft mit der Frage der modernen Bibelübertragungen auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich mein Buch: <em>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 3</a>. Aufl. 2016)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Näheres dazu in dem Buch: <em>Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist </em>(Steffisburg: Edition Nehemia 2018)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Zum Umgang von Christen mit den digitalen Medien vgl. R. Ebertshäuser, <em>Als Christ in der Welt des Internets. Hilfen zum geistlichen Umgang mit Smartphones, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Medien </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2015)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Näheres zu diesem Problem in dem Buch des Verfassers: <em>Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verkehrung durch Rockmusik und „Worship“-Lieder. </em>(Steffisburg: Edition Nehemia 2017).</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Eine Hilfe bei der Aufarbeitung charismatischer Verführungseinflüsse kann mein Buch <em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012) bieten. Auf der Webseite <strong>Das-Wort-der-Wahrheit.de</strong> finden sich zahlreiche aufklärende, an der biblischen Lehre orientierte Schriften über Themen wie Geistestaufe, Zungenreden, Wunderheilungen usw., die ebenfalls eine Hilfe sein können, ebenso zahlreiche Audio-Vorträge zu diesen Themen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #ff9900;">Empfehlung: Vorträge von David Bubenzer</span></h3>
<p>Erst vor kurzem bin ich anläßlich der Berufung dieses Bruders in die Himmelsherrlichkeit auf die evangelistischen Vorträge von Bruder David Bubenzer vor allem für junge Leute aufmerksam geworden. Ich möchte suchende junge Menschen auf diese guten Botschaften hinweisen; sie verdienen es, auch an andere weiterempfohlen zu werden. Diese und andere wertvolle Evangeliumsbotschaften für junge Menschen findet man auf der Webseite <strong><a href="https://www.seelenretter.info/video-audio">https://www.seelenretter.info/video-audio</a></strong> und auf dem Youtube-Kanal <a href="https://www.youtube.com/channel/UCwjPS-iq-DhDrsh6gCg6ykQ"><strong>seelenretter</strong></a>; insbesondere möchte ich die Vorträge von David Bubenzer empfehlen: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2020 16:55:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Trendgemeinden]]></category>
		<category><![CDATA[Verführung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung: Vorsicht Verführung! Junge Christen auf dem breiten Weg &#160; &#160; Vielen Gläubigen ist bewußt, daß wir in der letzten Tagen der Endzeit leben, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Wer seine Bibel aufmerksam liest, weiß auch, daß Gottes Wort für diese „letzten Tage“ in besonderer Weise vor religiöser Irreführung im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #800000;">Einleitung: <br />
Vorsicht Verführung! Junge Christen auf dem breiten Weg</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Gläubigen ist bewußt, daß wir in der letzten Tagen der Endzeit leben, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Wer seine Bibel aufmerksam liest, weiß auch, daß Gottes Wort für diese „letzten Tage“ in besonderer Weise vor religiöser Irreführung im Namen Jesu Christi warnt. Davon hat unser Herr selbst in Seiner „Endzeitrede“ auf dem Ölberg in klaren Worten gesprochen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: <u>Habt acht, daß euch niemand verführt!</u> Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,3-5</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.</u></strong><strong> Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. (…) Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C11-13+%2B+23-25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,11-13 + 23-25</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ein gewaltiger geistlicher Kampf tobt um junge Christen</em></p>
<p>In diesen letzten Tagen findet ein gewaltiger geistlicher Kampf statt, ein Kampf um Menschenseelen. Der Widersacher Gottes, der Teufel, versucht mit allen Mitteln, die Menschen von der Erkenntnis von Gottes Wahrheit abzuhalten und sie auf falsche Wege zu bringen. Eine besonders verwundbare und umkämpfte Zielgruppe sind die <em>jungen Menschen</em>, vor allem <em>junge Christen</em>, die sich zu Jesus Christus bekannt haben und an Ihn glauben, auch wenn längst nicht alle von ihnen wirklich zum echten Glauben und zur Neugeburt als Kinder Gottes gefunden haben.</p>
<p>Gerade solche junge Christen laufen Gefahr, daß ihnen ein oberflächliches, falsches Christentum verkündigt wird und sie deshalb auf einen Irrweg kommen. Sie gehen dann nicht auf dem schmalen Weg, der zur Errettung führt, sondern auf dem breiten Weg, der ins Verderben führt. Nicht umsonst hat unser Herr Jesus Christus seine Zuhörer so ernst gewarnt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen.</u></strong><strong> Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden. Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,13-15</a>)</strong></p>
<p>Mit dieser Irreführung sind nicht die Zeugen Jehovas gemeint oder irgendwelche offenkundig esoterischen Sekten, auch wenn diese ebenfalls junge Menschen auf schlimme Abwege führen. Sondern die große Verführung christlicher junger Menschen, von der diese Broschüre handeln soll, geschieht durch wortgewandte Prediger, Lobpreisleiter und Jugendpastoren. Sie führen allesamt den Namen Jesu Christi im Munde und vermitteln mit geschickten, „jugendgemäßen“ Methoden ein faszinierend wirkendes Christentum, das zunächst sehr locker und attraktiv aussieht. Es hat nur einen entscheidenden Fehler: <em>es ist unecht,</em> es ist eine raffiniert produzierte Fälschung, und die jungen Menschen, die sich darauf begeistert einlassen, sind Betrogene.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Verführte Verführer und blinde Blindenleiter</em></p>
<p>Damit wollen wir nicht unterstellen, daß diese vielen selbst meist noch eher jungen Menschen, die da ein falsches Evangelium verbreiten, bewußte Verführer wären, die absichtlich christliche Jugendliche in die Irre leiten. Nein, sie sind in aller Regel selbst Verführte, sind betrogene Betrüger, die sich selber ebenso schaden wie ihren Zuhörern und Nachfolgern. Wir wollen gar nicht über ihren inneren Zustand urteilen; viele sind, so fürchte ich, nicht wiedergeboren, sondern selbst unechte Christen; manche mögen vielleicht verführte Kinder Gottes sein. Auf jeden Fall ist es ein Schachzug des Widersachers, daß er zuerst die verführt, die dann als Multiplikatoren andere irreführen sollen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, <u>indem sie verführen und sich verführen lassen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,13</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Laßt sie; sie sind blinde Blindenleiter!</u></strong><strong> Wenn aber ein Blinder den anderen leitet, werden beide in die Grube fallen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,14</a>)</strong></p>
<p>Die große Verführung, auf die diese coolen Jugendprediger hereingefallen sind, besteht darin, die biblische Botschaft von der Errettung durch Jesus Christus (die Bibel nennt das „Evangelium“) an den modernen Zeitgeist und die Erwartungen der heutigen Menschen anzupassen. Das geschieht, indem man dort wesentliche Abstriche macht, wo diese uralte Botschaft scheinbar nicht mehr „zeitgemäß“ und für den modernen Menschen nicht mehr annehmbar ist.</p>
<p>Um ein biblisches Bild zu verwenden: Man stört sich daran, daß der Herr Jesus Christus und die Apostel uns auffordern, durch die enge Pforte der Herzensumkehr, des Bruchs mit der Sünde und der ganzen Lebenshingabe an Christus zu gehen und dann auf dem schmalen Weg der Gottesfurcht und Heiligung dem Herrn nachzufolgen.</p>
<p>Man hat nun aber herausgefunden, daß moderne Menschen und gerade junge Menschen lieber eine bequeme weite Pforte bevorzugen und nur dann in großen Scharen „Christen“ werden, wenn man ihnen einen komfortabel geteerten breiten Weg bietet. Also macht man einfach die Pforte weit und den Weg breit, um möglichst viele Anhänger zu bekommen. In ihrer Verblendung übersehen diese Leute die ernste und liebevolle Warnung unseres Herrn: <strong>„die Pforte ist weit und der Weg ist breit, <em>der ins Verderben führt</em>; und viele sind es, die da hineingehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,13</a>).</p>
<p>Diese Zeilen wurden geschrieben, um junge Menschen zu warnen und auf den echten, sicheren Weg zur Vergebung der Sünden, zum wahren, ewigen Leben und in die Himmelsherrlichkeit hinzuweisen, und das ist immer noch der schmale Weg, der durch die enge Pforte geht. Ich möchte meinen jungen Lesern, aber auch betroffenen Eltern und Freunden die biblische Warnung zurufen: <strong>„Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3</a>).</p>
<p>Diese Schrift soll ein Weckruf für junge Christen sein, daß sie aufwachen und mündig und urteilsfähig werden, um die echte Heilsbotschaft der Bibel von dem verfälschten Pseudo-Evangelium zu unterscheiden, das heute überwiegend verkündet wird. Solche Prüfung und geistliche Unterscheidung ist der Wille Gottes, <strong>„damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen</strong> <strong>…“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,14</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sucht Gottesfurcht und Weisheit und hört auf reifere Christen!</em></p>
<p>Der Verfasser dieser Zeilen ist selbst ganz und gar nicht mehr „jugendlich“, sondern im „Rentenalter“,<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Vater von zehn teils erwachsenen, teils noch jugendlichen Kindern, sowie einer wachsenden Zahl von Enkeln, für die er regelmäßig betet, daß sie den schmalen Weg finden und auf ihm bleiben.</p>
<p>Ich halte nichts von künstlich auf „jugendgemäß“ frisierten Botschaften und glaube auch nicht, daß nur jugendliche Prediger junge Christen ansprechen können. Ich glaube, daß junge Christen besonders auf ältere, im Glauben bewährte Prediger und Lehrer des Gotteswortes hören sollten und dabei immer prüfen sollten, ob ihre Botschaft wirklich mit den Worten unseres Herrn in der Bibel übereinstimmen.</p>
<p>Ich glaube auch, daß junge Christen ehrlich und demütig anerkennen sollten, daß sie in geistlichen Dingen noch relativ unerfahren und deshalb leichter zu täuschen sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,5-6</a>). Es gehört zu den Fallstricken des Teufels (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C6-7%3B+2Tim+2%2C25-26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,6-7; 2Tim 2,25-26</a>), daß man unerfahrenen, im Wort Gottes ungefestigten und im Glauben bestenfalls unbewährten jungen Menschen einredet: „Ihr seid die Durchblicker! Ihr wißt es besser als die verknöcherten Alten! Ihr seid die Weltverbesserer! Ihr seid die erleuchtete Elite, die das Reich Gottes bauen und die große Erweckung bringen wird!“</p>
<p>Gottes Wort mahnt junge Menschen dagegen zur Demut und zeigt ihnen, daß sie noch unerfahren sind im Wort der Gerechtigkeit, in vielem noch nicht fähig zur Unterscheidung des Guten und des Bösen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,13-14</a>), und daß sie deshalb Rat und Ermahnung von gereiften, im Glauben bewährten, treuen Gläubigen brauchen, anstatt auf die polierten Sprüche von coolen „Jugendleitern“ zu hören, die selbst die göttliche Ermahnung verworfen und den trügerischen breiten Weg erwählt haben und nun andere auf diesen Irrweg mitziehen.</p>
<p>Gerade in der heutigen Zeit der geballten Irreführung sollten junge Christen auf die uralten Worte Gottes aus dem Buch der Sprüche hören, in denen Gott selbst ihnen ans Herz legt, nach Besonnenheit, göttlicher Weisheit, Gottesfurcht und rechtem Urteilsvermögen zu streben und dabei ernsthaft in Gottes Wort zu forschen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>[Dies sind die] Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, die dazu dienen, daß man Weisheit und Unterweisung erkenne und verständige Reden verstehe, daß man Unterweisung empfange, die einsichtig macht, Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit; <u>damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit. Wer weise ist, der hört darauf</u> und vermehrt seine Kenntnisse, und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an, damit er den Spruch und die bildliche Rede verstehe, die Worte der Weisen und ihre Rätsel. Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,1-7</a>)</strong></p>
<p>Wir finden im einleitenden Kapitel der Sprüche auch einen bemerkenswerten Aufruf, den DIE WEISHEIT an ihre jugendlichen Zuhörer richtet. Dieser Aufruf ist heute brandaktuell, besonders, wenn wir bedenken, daß diese göttliche Weisheit niemand anderes ist als unser Herr Jesus Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+8%2C22-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 8,22-36</a>). Wie wichtig wäre es, daß die vielen jungen Christen, die heute in verführerischen Strömungen gefangen sind und betrügerische Botschaften (Jugendsprache: „messages“) hören, auf diese ernsten, mahnenden und doch so liebevollen Worte Gottes hörten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich läßt sie ihre Stimme hören; auf den Plätzen, im ärgsten Straßenlärm schreit sie, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Reden: <u>Wie lange wollt ihr Unverständigen den Unverstand (od. »Naivität«, Offenheit für alles) lieben und ihr Spötter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? Kehrt um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, ich will euch meine Worte verkünden!</u> </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt, so werde auch ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet, wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, wenn euch Angst und Not überfällt! </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, weil sie die Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben. Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen! Denn die Abtrünnigkeit der Unverständigen bringt sie um, und die Sorglosigkeit der Toren stürzt sie ins Verderben. Wer aber auf mich hört, der wird sicher wohnen; er kann ohne Sorge sein und muß kein Unheil fürchten.</strong></p>
<p>Ja, ich fürchte, viele junge Menschen, die sich als „coole Christen“ verstehen, werden einmal mit Schrecken aufwachen, wenn es zu spät ist, und erkennen müssen, daß sie sich um den Preis ihrer Seele geirrt haben, weil sie die Mahnungen der Bibel zur Gottesfurcht und Zucht nicht ernst genommen hatten.</p>
<p>Wie eindringlich warnt Gott hier junge Menschen vor der raffinierten Irreführung durch gerissene Betrüger! Er mahnt uns, Ihn im Gebet zu suchen, in Seinem Wort zu forschen und dieses Wort gehorsam auszuleben, damit wir bewahrt werden vor der tödlichen Verführung. Auch den Anfang des zweiten Kapitels der Sprüche will ich hier noch anführen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodaß du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest; <u>wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.</u> Er hält für die Aufrichtigen Gelingen bereit und beschirmt, die in Lauterkeit wandeln; er bewahrt die Pfade des Rechts, und er behütet den Weg seiner Getreuen. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehen, Aufrichtigkeit und jeden guten Weg. Wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird und die Erkenntnis deiner Seele gefällt, <u>dann wird Besonnenheit dich beschirmen, Einsicht wird dich behüten, um dich zu erretten von dem Weg des Bösen, von dem Menschen, der Verkehrtes spricht; von denen, welche die geraden Pfade verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln</u>; die sich freuen, Böses zu tun, und frohlocken über boshafte Verkehrtheit; deren Pfade krumm sind, und die auf Abwege geraten; — <u>damit du auch errettet wirst von der Verführerin, von der fremden Frau, die glatte Worte gibt</u> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+2%2C1-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 2,1-16</a>)</strong></p>
<p>Möge der Herr in Seiner Gnade schenken, daß noch viele junge Christen diese Botschaft hören und beherzigen!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Wie die Verführung funktioniert: <br />
Szenen vom „Christival“ und aus dem „ICF“</span></h2>
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<p>Zuerst wollen wir an zwei Beispielen deutlich machen, wie die Verführung der jüngeren Generation von Christen heute funktioniert. Das soll hier nur ganz knapp aufgezeigt werden, anhand von zwei hochgeschätzten Vorbildern moderner evangelikaler „Jugendkultur“, dem „Christival“ und dem „ICF“. Diese Beispiele zeigen uns rasch, welche Inhalte und welche Methoden heute vor allem eingesetzt werden, um junge Christen auf den breiten Weg zu locken.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Christival – eine „coole Party mit Jesus“?</span></h3>
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<p>Das Christival in Karlsruhe 2016 war nach Meinung seiner Organisatoren ein voller Erfolg. Über 13.000 Jugendliche Besucher waren vom 4. – 8. Mai zusammengekommen und feierten ein riesiges Fest unter dem Motto „Jesus versöhnt“.</p>
<p>Musik ist ein zentrales Element dieses Festivals, das in gewisser Weise eine „christliche“ Nachahmung weltlicher Rock- und Popfestivals ist und von genau derselben Art von Musik lebt, die auch die weltlichen Jugendlichen hören – nur eben mit „christlich“ aufgemachten Texten. Aber die Rock- und Popmusik und am meisten die fromme Variante des charismatischen „Worship“ ist eine verführerische, Sinnlichkeit, Zuchtlosigkeit und Ekstase fördernde Musik, eine gottlose Musik, die sich aus finsteren Quellen speist.</p>
<p>Das wollen die meisten jungen Christen nicht wahrhaben, die von dieser Musik geradezu abhängig sind – aber es ist eine unbestreitbare, traurige Wahrheit. Diese Musik, die Gesetzlosigkeit, Auflehnung, Unzucht und in schweren Fällen okkulte Belastungen hervorruft, ist ein wesentlicher Grund, weshalb viele christlich angehauchte Jugendliche nicht zu echter Buße und echtem Glauben durchdringen können.</p>
<p>Rock- und Popmusik ist unheimlich populär; sie kann als Köder benutzt werden, um junge Menschen zu „Events“ zu locken – man stelle sich vor, wie viele (oder besser: wie wenige) der 13.000 Besucher gekommen wären, wenn in Karlsruhe „nur“ Bibelarbeiten und geistliche Lieder angeboten worden wären! Aber Pop- und Rockmusik ist geistliches Gift und verdirbt diejenigen, welche sie hören.</p>
<p>Zu den zahlreichen Bands, die die Besucher „rockten“ (man bedenke nur die tatsächliche Bedeutung dieses Slangwortes!), gehört u.a. die Lobpreisgruppe „Outbreakband“ aus dem charismatischen „Glaubenszentrum Bad Gandersheim“. Über sie heißt es im Christival-Programmheft: „Laut und mit viel Rhythmus geht es bei der Outbreakband direkt nach White weiter. Die Halle bebt, wenn die Outbreakband ihre bekannten Songs erklingen lässt und neben dir 3000 Christivaller die halbe Nacht mitrocken“. Als weiteres Beispiel möge das Musikangebot „Hiphop-Zelt“ genügen, zu dem wir im Programmheft lesen:</p>
<p>Start 21:45 Uhr. Pumpender Bass, Graffiti, HipHop-Tanz, DJ’s am Scratchen und natürlich Rap. <u>Im Hip-Hop-Zelt bewegt sich alles im 4/4-Takt und dreht sich um Jesus!</u> HipHop-Newcomer und alte Hasen werden sich die Bühne teilen. (…) Schweißtreibende Action und tiefsinnige Lyrik sind garantiert!</p>
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<p><em>„Jesus versöhnt“ – die verführerische Botschaft einer falschen „Versöhnung“</em></p>
<p>Das Programm wurde schön „jugendgemäß“ angepriesen: „Zum Abschluß des Christivals erlebst du noch einmal einen Knaller! Jesus feiern &#8211; mit Gebet, Lobpreis und einer gemeinsamen Abendmahlsfeier. Jeder ist eingeladen, dazuzukommen! Lea und Daniel werden moderieren und LIVEWORSHIP den Lobpreis leiten.“ Die „Jesus-Freaks“ dürfen einen „Gottesdienst der besonderen Art“ abhalten: „Die Jesusfreaks werden einen gewohnt „lauten“ Gottesdienst abhalten. Die Lobpreisband Eins, Zwo, Fünf wird uns mit ihrer Mischung aus Hardcore und Indirock in die Anbetung führen. Martin Dreyer hält die Predigt zum Thema „Jesus versöhnt“. Versöhnung mit Menschen, die uns in unserer persönlichen Entwicklung ausgegrenzt, bedrängt und verletzt haben.“</p>
<p>Immer wieder ging es um das Motto „Jesus versöhnt“. Das ist ja eigentlich eine wahre Aussage, aber die Art und Weise, wie diese Aussage ausgedeutet wurde, ist handfeste Verführung und Betrug an den jungen Leuten, die diese Worte so oft auf dem Christival hörten. Der liberaltheologische Bischof von Baden, Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, umschrieb sie so: „Und es geht um eine befreiende Botschaft, die Mut macht, weil Jesus dich so liebt und so nimmt, wie du bist“.</p>
<p>Diese Formel, die wir so oft im heutigen evangelikalen Predigten hören, drückt das weichgespülte trügerische „Evangelium“ sehr treffend aus, das auf dem „Christival“, aber auch sonst viel zu oft in evangelikalen Kreisen verkündet wird: „Gott liebt dich und nimmt dich an, wie du bist!“; „Du bist für Gott schön und toll; bei ihm kannst du sein, wie du bist, er segnet dich und hat Großes mit dir vor!“; „Jesus hat alles gut gemacht, du bist jetzt ein geliebtes Kind Gottes; du brauchst nicht heilig leben, die Gnade hat dich vom Gesetz befreit“ usw.</p>
<p>Solche Sprüche haben den Anschein von Wahrheit; sie sind aber nur eine halbe Wahrheit und damit eine ganze Irreführung. Die Wahrheit ist: Der heilige Gott nimmt keinen Sünder an ohne aufrichtige Buße und Herzensumkehr, ohne eine klare Abkehr von dem alten Sündenleben und Lebensübergabe an Christus. Wer weiter in seinen Sünden lebt und sein ungebrochenes Eigenleben behalten will, der kommt nicht zur Geburt aus dem Geist und hat auch keine Vergebung und kein ewiges Leben; er muß einmal von Christus hören: <strong>„Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,23</a>). Er wird mit seinem kraftlosen Scheinchristentum in der Hölle enden!</p>
<p>Die Wahrheit ist: Eine echte Bekehrung und Neugeburt erweist sich daran, daß ein Mensch sich von seinen Sünden abkehrt und aufhört, in der Sünde zu leben, daß er der Heiligung nachjagt und die Gebote Gottes aufrichtig zu halten sucht (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+2+und+3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 2 und 3</a>).</p>
<p>Die falsche „Versöhnung“, die auf dem Christival und auch sonst in modernen Kreisen gepredigt wird, behauptet auch: „Jesus nimmt alle an, auch die Liberaltheologen, die Seinen Sühnetod und Seine Auferstehung leugnen, auch die Muslime, die Ihn als Sohn Gottes verwerfen, auch die Hindus und die Atheisten, die Gesetzlosen und die Spötter, die praktizierenden Hurer und Homosexuellen – alle, alle kommen einmal in den Himmel!“</p>
<p>Die biblische Botschaft von der Versöhnung wird so verfälscht und der heilige Herr Jesus Christus zu einem toleranten „Allversöhner“ umgedeutet. Das aber ist eine furchtbare Lüge, ein Betrug, der dem Wort Gottes klar widerspricht.</p>
<p>In Wahrheit hat nur der Versöhnung, Vergebung und Errettung, der aufgrund des Wortes der Heiligen Schrift von Herzen umgekehrt ist und an den Herrn Jesus Christus glaubt, so wie es die Schrift sagt. Die falschen Lehrer, faschen Propheten und alle, die bewußt in der Sünde leben (auch in der Sünde des vorehelichen Geschlechtsverkehrs, den die Bibel „Hurerei“ bzw. „Unzucht“ nennt), haben kein Heil, sondern auf sie wartet die ewige Verdammnis:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, <u>wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.</u></strong><strong> So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C5-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,5-8</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner &#8211; ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+21%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 21,8</a>)</strong></p>
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<p><em>„Wortwechsel“ statt Wortverkündigung</em></p>
<p>Die Bibel wurde für das Spektakel gekonnt „zeitgemäß“ inszeniert und umgedeutet. Dabei halfen eine Vielzahl von Referenten, teils aus dem bibelkritisch-liberaltheologischen Lager, teils aus dem „evangelikalen“, wobei sich der Unterschied heute zunehmend verwischt. Der Idea-Journalist Karsten Huhn beschreibt die „Bibelarbeiten“ des Festivals (durchaus wohlmeinend) so:</p>
<p>Die Bibelarbeiten heißen „Wortwechsel“ und werden in vier verschiedenen, postmodern anmutenden Ausführungen angeboten. <u>Die junge Generation ist performanceverwöhnt, die Inszenierung muß stimmen. Das wichtigste Gebot: Du sollst nicht langweilen! </u>Also wird alles in einer großen Bibel-Show dargeboten: Gezeigt werden Werbespots, die für christliche Hilfsorganisationen werben, ein Videoclip faßt den vorangegangenen Tag zusammen und kurze Trickfilme führen zum Bibeltext hin. Welches Lied soll als nächstes gesungen werden? Der Moderator zieht es aus einer mit Überraschungseiern gefüllten Schale.</p>
<p>Das Publikum hat fünf Minuten Zeit, um sich in Kleingruppen über den Bibeltext auszutauschen und eine weitere Minute, um eine Frage dazu zu formulieren. Ein Lichtkegel sucht dann eine Gruppe aus, die ihre Frage vortragen darf. Auf der Bühne stehen drei Bibelkenner bereit. Sie plaudern miteinander, etwa so wie man es vom Frühstücksfernsehen kennt. „Versöhnung – läuft bei dir?“ <u>Es klingt lässig und aufgekratzt zugleich, als wolle man den Nachweis führen: Hey, Leute, auch Christen können voll cool sein! </u>Wer die nächste Frage beantwortet, wird per Zufallsgenerator ermittelt. Zwischendurch wird das Publikum aufgefordert, eine La-Ola-Welle schwappen zu lassen.</p>
<p>Für ernsthafte Christen ist diese Show traurig und erschreckend. Die Jugendlichen haben sich sicherlich sehr wohlgefühlt; einer beschrieb in einem Video das Christival als „megageil“. Aber sie haben gar nicht durchschaut, daß sie hier einer raffinierten Verführung zum Opfer gefallen sind – einer Verführung, die, davon wollen wir mal ausgehen, von den Machern sicherlich nicht bewußt geplant war.</p>
<p>Nein, diese Profi-Jugendleiter und -mitarbeiter aus Landeskirchen, Freikirchen, CVJM und anderen Jugendgruppen waren sicher selbst der Überzeugung, hier eine tolle Fete zu veranstalten, an der ihr „Jesus“ begeistert teilnehmen konnte. Aber das alles hat mit dem wahren Herrn Jesus Christus nichts zu tun. Es ist eine pseudochristliche Show, die einen anderen Jesus, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium ausbreitet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>).</p>
<p>Auf solchen Festivals werden, wie auf ihren weltlichen Vorbildern, gruppendynamische Tricks und Techniken benutzt, um jungen Menschen ein euphorisches Gefühl zu vermitteln. Dazu braucht es in diesem Alter nicht viel: das tolle Gefühl, mit so vielen „Gleichgesinnten“ zusammenzusein; gemeinschaftlicher Tanz zu ekstatischer Musik; Videoclips und Lichterzauber, „La-Ola-Wellen“ und Hände aufheben, Gelegenheiten für Flirts und Händchenhalten, Ich-bestätigende Botschaften wie „Schön, daß du da bist“, „Du bist toll, super, schön, begabt, einmalig … du bist der Clou“ …</p>
<p>Daneben gab es natürlich noch mehr: In charismatischen Gebetsgruppen konnte man sich die Hände auflegen und über sich „weissagen“ lassen; in Referaten und Seminaren wurde das falsche „Soziale Evangelium“ der Weltveränderung verbreitet und zu sozialpolitischem Aktionismus aufgerufen; man konnte „Spiritualitätsangebote“ wahrnehmen: „Gott begegnen. Dir selbst begegnen. Der Welt begegnen. Und dich auf den Weg der Versöhnung machen. Dafür stehen dir auf dem Christival kreative, meditative, laute und leise Räume, Zimmer und Zelte zur Verfügung. Auch Menschen wollen hier mit dir auf die Reise gehen. Du bist herzlich eingeladen!“</p>
<p>In diesem falschen Christentum, das auf dem „Christival“ zelebriert wurde, haben biblische Fundamente wie Buße und Erlösung, das Mit-Christus-Gekreuzigtsein und Selbstverleugnung, Heiligung und Gottesfurcht keinen Platz. Es geht um fromm getarnte Selbstverwirklichung und Ausleben weltlicher Lüste; es geht um ein Christentum, dem das Vergnügen wichtiger ist als Gott, und das nur noch einen äußeren Schein von Gottesfurcht besitzt, wie der Apostel Paulus es in seinem prophetischen Wort im 2. Timotheusbrief beschreibt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>).</p>
<p>In dem Bericht von Karsten Huhn wird immer wieder die Ehrfurchtslosigkeit und witzelnde Geschwätzigkeit der falschen Prediger deutlich. Sie reden über Gott in einer erschreckend lässigen Haltung und betrügen dabei die jungen Menschen, sie verschweigen ihnen die Notwendigkeit von echter Herzensumkehr und Bruch mit dem alten Sündenleben. Stattdessen verkünden sie ein „cooles“ Scheinchristentum, in dem der alte Mensch bleiben kann wie wer ist und angeblich dennoch von „Jesus“ bedingungslos angenommen wird. Durchaus bejahend skizziert Huhn den lockeren Stil der Redner beim Christival:</p>
<p>Kaum ein Redner ist über 40, alle reden ohne Manuskript und erfreulich phrasenarm. <u>Locker, flockig, flapsig, wer hören will, wie man Jugendliche mitreißt – hier wird er fündig. „Ich stelle mir die Bibel als Comic vor“, sagt Tobias Teichen</u>, Gemeindegründer und Pastor der charismatischen ICF-Kirche in München. Um zu illustrieren, wie Gut und Böse in ihm kämpfen, sind hinter ihm auf der Leinwand Engelchen und Teufelchen als Comic-Figuren eingeblendet und erteilen ihm Ratschläge. Teichen erzählt die Urgeschichte nach, schlüpft dabei in die Rollen von Gott, Adam und Eva. Adam sieht Eva zum ersten Mal und ist sofort schwer verliebt: „Wow! Was für  ein Design!“ Der Verliebtheitsphase folgen die ersten Konflikte, und Adam fragt Gott: „Kann man die auch zurückgeben?“</p>
<p>Wie anders redet doch Gottes Wort von dem Verhalten eines echten Verkündigers, für das der Apostel Paulus das von Gott gegebene Vorbild darstellt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>In der Lehre erweise Unverfälschtheit, würdigen Ernst, Unverderbtheit, gesunde, untadelige Rede, damit der Gegner beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über euch sagen kann. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,7-8</a>)</strong></p>
<p>Noch deutlicher wird das, wenn wir die Herzensbekenntnisse und Ermahnungen des Apostels in seiner Abschiedsrede an die Ältesten von Ephesus bedenken. Welche Lauterkeit, welcher heilige Ernst und Eifer leuchtet daraus hervor!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asia betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, daß ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter vielen Tränen und Anfechtungen, die mir widerfuhren durch die Nachstellungen der Juden; <u>und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern, indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe. </u>(…) </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag, daß ich rein bin von aller Blut. Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt.</u></strong><strong> So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C18-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,18-30</a>)</strong></p>
<p>Welch ein Gegensatz zu dem ichhaften, lauen und seichten Geschwätz der heutigen Verführer! Ihr jungen Leute, die ihr auf dem Christival Vergnügen und religiöse Aufputsch-Impulse gesucht und gefunden habt &#8211; Ihr werdet verführt und um die echte Errettung durch klare Bekehrung zu Christus betrogen! Ihr seid auf einem falschen Trip, der in der Hölle enden wird, wenn Ihr nicht wirklich ernst macht mit dem Herrn Jesus Christus!</p>
<p>Die Super-Prediger, an deren „coolen“ Botschaften Ihr Euch „aufgebaut“ habt, sind verführte Verführer, die selbst den wahren Herrn nicht kennen und andere von einer echten Umkehr abhalten! Bittet den Herrn Jesus Christus, daß Er euch die Augen öffnet für Seinen Weg und Seine Wahrheit! Lest betend eine wortgetreue Bibel statt der allgegenwärtigen irreführenden Übertragungen, und bittet Gott ernstlich, daß Er Euch seinen Sohn, den echten Herrn Jesus, offenbart, statt irgendwelcher moderner „jugendgemäßer“ falscher Jesus-Gestalten!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Das „ICF“ &#8211; eine attraktive Trendgemeinde <br />
verbreitet Irrlehren der Selbstverwirklichung und des Charismatismus</span></h3>
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<p>Unser zweites Beispiel für die moderne Verführung christlicher Jugendlicher soll das ICF sein – zur Zeit wahrscheinlich die attraktivste Form einer bewußt für junge Menschen zugeschnittenen Trendgemeinde, in der Rock- und Popmusik und charismatischer „Lobpreis“ das ausschlaggebende Element der „Gottesdienste“ bilden. Neben dem ICF gibt es heute zahlreiche andere Modelle solcher charismatisch-„kulturrelevanter“ Gemeinden, eher evangelikal geprägt wie die „Calvary Chapels“, oder betont charismatisch wie etwa die „Hillsong“-Gemeinden, die „Vineyard“-Gemeinden oder das „Gospel-Forum“ in Stuttgart.</p>
<p>Zur Entstehung des ICF gibt Georg-Otto Schmid auf der Webseite „relinfo“ folgende Informationen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Der oder das ICF, ausgeschrieben <em>International Christian Fellowship</em>, auch <em>ICF Movement</em> oder (früher) <em>ICF Church</em> genannt, ist eine vergleichsweise neue Freikirchen-Bewegung, die durch separate Gottesdienstangebote für unterschiedliche Altersgruppen insbesondere junge Menschen anspricht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Ursprungsgemeinde des ICF liegt in Zürich. ICF Zürich kennt gewissermassen zwei Gründungsdaten. Ab 1990 führte Heinz Strupler in der St. Anna-Kappelle in Zürich unter dem Namen International Christian Fellowship (ICF) jeweils am Sonntagabend zweisprachige englisch-deutsche Gottesdienste durch, die evangelikal nicht-charismatisch ausgerichtet waren und insbesondere von jungen Menschen aus Freikirchen intensiv besucht wurden. Struplers ICF verstand sich aber bewusst nicht als eigene Gemeinde, sondern als überdenominationelles Gottesdienstangebot. Der Wunsch nach gemeindlicher Verfestigung führte allerdings zu diversen Gemeindegründungen aus dem Umfeld des ICF heraus, darunter die &#8222;Limmatgemeinde&#8220;.</p>
<p style="padding-left: 40px;">In der Folge war der ICF zu verschiedenen Ortswechseln gezwungen, Spannungen waren die Folge, das trendige Image ging im Laufe der Jahre zunehmend verloren, der ICF verschwand aus der evangelikalen Öffentlichkeit. Im Jahr 1996 übergab Heinz Strupler die Leitung des ICF an den heutigen Senior Pastor Leo Bigger. Der 1968 geborene und als Offset-Drucker ausgebildete Bigger wirkte als Jugendlicher in einem Hauskreis mit, der der Katholischen Charismatischen Erneuerung nahestand. 1992 stiess Bigger zum ICF und absolvierte eine Bibelschule in Heinz Struplers Institut IGW.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Nach der Übernahme der Leitung fusionierte Bigger den ICF mit der von Matthias Bölsterli geleiteten Limmatgemeinde zur ICF Church. Der Zusatz &#8222;Church&#8220; sollte dabei dokumentieren, dass sich ICF fürderhin als eigenständige Gemeinde versteht. Bigger wurde Gesamtleiter, Bölsterli Co-Leiter.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Die ICF-Bewegung hat nicht nur zahlreiche teils recht große Gemeinden in der Schweiz gegründet, sondern hat auch in Deutschland ein wachsendes Netz von Gemeinden aufgebaut, die teilweise große Besucherscharen anziehen, so etwa das ICF München, das seine „Gottesdienste“ mit über 1.000 Besuchern in einer weltlichen Diskothek abhält.</p>
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<p><em>Wie das ICF seine Besucher anzieht</em></p>
<p>Was am ICF für normale Besucher so anziehend ist, hat ein Journalist der <em>„Neuen Züricher Zeitung“</em> ganz interessant geschildert (Unterstreichungen RE).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die ehemalige Industriehalle ist gut gefüllt. <u>Auf der Bühne steht ein Langhaariger mit Tattoos, Dreitagebart und Röhrenhosen und spielt mit seiner Band professionellen Pop-Rock, der unter die Haut geht. Alles erinnert an ein normales Konzert.</u> Doch dafür stimmt die Zeit nicht, es ist Sonntagvormittag, 11 Uhr. Und auch die Texte sind anders: «You are the God who leaves me speechless», singt der Sänger. Nach 30 Minuten Musik tritt Prediger Daniel Nüesch auf und sagt: «Wir lieben Jesus, und wir sind begeistert vom Leben. Ihr seid alle willkommen hier, so wie ihr seid.» Hunderte Gläubige sind gekommen zur «Celebration» der Freikirche International Christian Fellowship – bekannter unter dem Kürzel ICF – im Zürcher Maag-Areal.</p>
<p style="padding-left: 40px;">In einer der vorderen Reihen wippt die Familie Schulthess mit zum Takt der «Worship»-Songs. Mutter Karin schliesst die Augen und hebt die rechte Hand empor, wie es hier viele tun. Vater Jürg und Sohn Sven summen die Melodien mit, die sie bereits kennen, auch sie offensichtlich hingerissen. «Wir sind ganz normale Menschen, wir gehen einfach mit Gott durch unser Leben», wird Jürg später in einem Café sagen. Da ist auch die 17-jährige Tochter Céline hinzugestossen, die den Gottesdienst der Teenager besucht hat, den «Oneighty». (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das Ehepaar, das noch zwei weitere Töchter hat, besuchte mit seinen damals noch kleinen Kindern verschiedene Kirchen. Alle durften nachher ihre Meinung abgeben – und waren sich einig: <u>Bei ICF ist es am «coolsten».</u> «So blieben wir hängen», erzählt Karin, das war im Jahr 2004. Ihr Mann war anfänglich noch skeptisch, die dunklen Räume und die Lautstärke der Musik sagten ihm nicht zu. Es waren die Predigten von ICF-Gründer Leo Bigger, die ihn schliesslich überzeugten. Ehrlich seien diese und immer aus dem Leben gegriffen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Eine Stunde früher sprach Bigger in der Maag-Halle über das biblische Gleichnis vom Weinstock und richtete sich an jene, die in ihrem Leben gerade Frost und Hagel erleiden: «Ein Weinstock ist auch nicht nur ein Jahr da. Du bleibst in Jesus – und nächstes Jahr kommt die Ernte.» Sie sollten sich mit jenen freuen, die Erfolg haben, rief Bigger seinem Publikum zu. <u>«Gott ist keine Spassbremse, er ist dein grösster Fan.</u> Der Teufel jedoch mag es dir nicht gönnen; das Vergleichen und Neiden kommt von ihm, er will auch sein wie Gott.» Hohe Theologie ist das nicht, wie Karin Schulthess später einräumen wird. Aber die ICF-Gemeinde folgt den Worten gebannt. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;">An jenem Sonntagvormittag steht Leo Bigger vor drei riesigen Screens, über die Bilder von Rebbergen flimmern. Bald ist auch für seine Freikirche Erntezeit: Sie zieht in den Event-Park in Zürich Stettbach und erhält damit, über zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, eine feste Heimat. Doch noch ist die Finanzierung nicht gesichert, Bigger fordert die Gemeinde auf zu spenden. «Gott braucht das Geld, um sein Reich zu bewahren», unterstreicht Pastor Daniel Nüesch.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Auf den Bildschirmen erscheint eine Nummer, auf die man per SMS Geld überweisen kann, gleichzeitig gehen Körbe durch die Reihen. Die Familie Schulthess gibt die Körbe weiter, ohne etwas hineinzulegen. Sie haben einen wesentlich grösseren Obolus bereits geleistet: Wie es in der Bibel steht, geben sie den Zehnten an die Kirche oder an humanitäre Projekte. «Wir haben ja sowieso mehr, als wir brauchen», sagt Jürg. Dass die Gläubigen – eine formelle Mitgliedschaft gibt es nicht – grosszügig sind mit ihren Beiträgen, hilft ICF, die aufwendigen Shows zu finanzieren. Doch die Freikirche unterstütze auch bedürftige Menschen in der Schweiz, Kambodscha oder Syrien, betont Jürg Schulthess. «<u>Wir haben Party mit Jesus, aber wir sind mehr als eine Party-Church.</u>».<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p>Andere Besucher sagten in Interviews, was ihnen am ICF gefällt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Pierre-Yves:</strong> <u>Es ist die erste Kirche, in der ich mich wohl fühle</u> und immer etwas von Gottes Wort und Wille erfahre. Ich höre nicht nur etwas über Gott, <u>sondern erlebe ihn immer wieder, z.B. wie er mich auffüllt wenn ich mich leer fühle</u>.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Daniel: </strong>Das Besondere und Beste an icf sind meiner Meinung nach die Leute. Junge Leute, durchgedreht und ausgefallen auf der einen Seite aber gleichzeitig auch sehr fest im Glauben verankert und interessiert daran, eine Gemeinschaft im Glauben zu bilden (eine Gemeinde, eben!). <u>Ich persönlich setze mich in der Worship-Band ein. Das ist für mich die aufregendste Aufgabe in der Gemeinde&#8230; Rock&#8217;n&#8217;Roll und Holy Spirit gleichzeitig! Da kann ich nicht mehr stillsitzen</u>.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was Leo Bigger, der Leiter des ICF, so denkt und sagt</em></p>
<p>Wir wollen uns noch etwas näher ansehen, was der Begründer und „Senior Pastor“ des ICF, der ehemalige Katholik Leo Bigger, an Gedanken und Lehren weiterverbreitet. Er hat das ICF als charismatischer und visionärer Leiter maßgeblich geprägt. In einem Interview erklärt er, wie er auf die Idee einer solchen Jugendkirche kam:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>youthmag.ch (Iris Muhl): </strong>Woher stammt die Idee des icf?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Bigger:</strong> Die Idee des icf wurde eigentlich in der Bibelschule geboren. <u>Wir wollten etwas Neues machen, eine junge Kirche gründen.</u> Dieser Entscheid hing auch mit meiner Vergangenheit zusammen. Ich war früher eben in einer anderen Gemeinde, und das war irgendwie nicht echt. Jeder Freund, den ich mitgenommen habe, bemerkte gleich, dass in dieser Kirche der Glaube nicht echt gelebt wurde. So kannst du keine Leute für Jesus gewinnen, die haben spezielle Antennen dafür. Von daher kam das Bedürfnis, etwas auf die Beine zu stellen, das die Menschen richtig überzeugt. Wir wollten eine lebendige Kirche, modern und ansprechend. <u>Ich habe früher in einer Hardrockband mitgespielt. Da sagten die Leute, diese Musik sei vom Teufel. Es wird viel zu viel verteufelt.</u> Anstatt, dass Christen ihren Glauben echt leben, versuchen einige lieber, vieles schlecht zu machen. Für den icf wollte ich Musik, die vor allem auch junge Leute anspricht, die die Leute auch wieder in die Kirche holt.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a></p>
<p>Leo Bigger ist erkennbar geprägt von extremcharismatischen Lehren des „Wohlstands“- und „Erfolgs“-Evangeliums“ sowie von Methoden des „Positiven Denkens“, die er von Verführern wie Robert Schuller übernommen hat. Das ist deutlich ersichtlich aus seinen Büchern, die ich mir durchgelesen habe (<em>Adlerauge. Ein Buch über Berufung, Vision und Fokussierung</em> [Basel: Fontis-Brunnen 4. Aufl. 2018]; <em>Geist Gottes. Ein Buch über Heiligkeit, Gottes Kraft und Gegenwart</em> [Basel: Fontis-Brunnen 2015]; <em>Erfolgreich leiten. Wie man Mitarbeiter gewinnen und fördern kann</em> [Zürich: ICF Books 2008]).</p>
<p>Hier will ich einige Zitate anführen, die Biggers Weltsicht und seinen lästerlich respektlosen Umgang mit Gott und göttlichen Dingen belegen:</p>
<p>a. Bigger ist ein Verfechter der magischen Irrlehre des „Positiven Denkens“. Ganz im Gegensatz zur Bibel verkündet er, daß unsere Gedanken, Vorstellungen und „Visionen“ die Macht hätten, uns zum Erfolg zu führen.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a> Dieses Gedankengut hat er von Verführern wie Robert Schuller gelernt, den er auch immer wieder zitiert, aber auch von charismatischen Gurus wie John Osteen oder Kenneth Copeland. Diese verführerischen Lehren gaukeln dem Menschen vor, er habe sein Schicksal selbst in der Hand und könne es durch „richtige, positive“ Gedanken, Träume und visionäre Vorstellungen in die von ihm gewünschte Richtung lenken, wobei Gott ihn dabei unterstütze und belohne. Dabei wird der Mensch quasi allmächtig wie Gott dargestellt, Gott aber als ziemlich menschlich.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Visionen und Träume sind unglaublich kraftvoll. Nur schade, dass so wenige diese Kraft anzapfen.</u> (…) Wir alle haben Visionen. Jeder hat ein Bild in seinem Kopf. Von sich selbst. Seiner Familie. Seiner Zukunft. <u>Die entscheidende Frage ist: Wie sieht dein Bild aus? </u>Siehst du dich selbst vorwärtskommen, Hindernisse überwinden, Gipfel stürmen, ein abenteuerliches Leben meistern? Oder siehst du dich niedergeschlagen rumwatschelnd, abhängig und niemals auf einen grünen Zweig kommend? <u>Ich garantiere dir: die Bilder, die du im Kopf hast, bestimmen, was für ein Leben du lebst (…) Wenn deine Vision begrenzt ist, dann wird dein Leben begrenzt sein.</u></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Gott ist bis in die Haarspitzen interessiert an unserer Vision. Er liebt die Visionen seiner Kinder, die mit ihm unterwegs sind</u>. Und er ist unglaublich neugierig. Er hat allergrößtes Interesse daran, dass sich die Vision erfüllt. Schließlich ist er der Anfang der Vision. <u>Aber du musst sie ausbrüten, visualisieren, verinnerlichen</u> (…) <u>Bevor sich dein Traum erfüllen wird, musst du dich selbst sehen, wie du diesen Traum erfüllst.</u> Bevor du das Übergewicht verlierst oder deine Sucht aufgibst, musst du es mit deiner Vorstellungskraft sehen können. Die Bilder, die du siehst, deine Vision, rutschen nicht nur in deinen Geist, sondern prägen auch dein Unterbewusstsein. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Viel zu viele Menschen haben negative Bilder in ihrem Unterbewusstsein.</u> Sie sehen sich selber schwach, geschlagen und minderwertig. Es erstaunt nicht, dass sie das Gefühl haben, dass immer jemand oder etwas gegen sie ist. Ihr Leben ist ein Krampf. Von früh morgens bis abends spät. Sie fühlen sich nie gut. Kein Wunder bei all diesen negativen Bildern in Kopf, Herz und Nieren. Du musst diesen negativen Bildern in den Hintern treten, sie nach Hause schicken und neue aufhängen. <u>Dann wirst du dich sehen, wie Gott dich sieht: gesegnet, glücklich, stark und talentiert. Und du wirst auf Gunst und Wachstum zugehen.</u>“<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich habe mir Werte für mein Leben aufgeschrieben. Mein Name ist Bigger, und ich habe mit meinem Namen Wortspiele gemacht: <u>Ich bin ein Big Vater – Ich bin ein Big Lover – Ich bin ein Big Giver – Ich bin ein Big Preacher – Ich bin ein Big Surpriser – Ich bin ein Big Leader.</u> Ich habe alle Ziele, die ich erreichen will, fein säuberlich aufgeschrieben. Ich fixiere bewusst diese Ziele – und bewusst nicht die Umstände, die mich hindern wollen, diese Ziele zu erreichen.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Denn Gott der Vater flüstert uns immer wieder zu: „Ich bin stolz auf dich.“ „Du hast eine große Zukunft.“ „Du wirst Großes bewegen.“</u><a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Gottes Traum für dein Leben ist so viel größer als du dir vorstellen kannst.</u> Du hast noch nicht mal an der Oberfläche dessen gekratzt, was Gott für dich bereithält. Sei kein Frosch, der im viel zu kleinen Brunnen bei jedem Hupferl an die Wand klatscht.  Gehe weiter. <u>Lass dich auf eine neue Art des Denkens ein.</u> Lebe anders, als du es bisher gewohnt warst. <u>Brich aus deiner Box aus. Renne mit grossen Schritten dem Horizont entgegen. Träume größer. Denke größer. Sehe größer. Auf dich wartet Gottes Ozean.</u><a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Ein großer Teil des Reizes, den das ICF auf junge Menschen ausübt, besteht darin, daß ihm dort Botschaften zur Selbstverwirklichung und psychologischen Überwindung jugendbedingter Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühle geboten werden, in Verbindung mit kreativen Events, bei denen viele mitmachen und Bestätigung erfahren können, etwa bei den Musicals.</p>
<p>Doch das alles hat mit biblischem Glauben an Christus und echter Nachfolge des Herrn nichts zu tun. Es wird Selbstverwirklichung und Selbsterhöhung gepredigt statt Selbstverleugnung, Psycho-Krücken statt echter geistgewirkter Umgestaltung in das Bild Christi. Bigger will immer größer werden; der echte Christ strebt nach dem Gegenteil: Christus muß immer größer werden, und er selbst muß immer kleiner werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C30%3B+Mt+16%2C24-26%3B+Lk+9%2C48&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,30; Mt 16,24-26; Lk 9,48</a>). Die magischen Verführungslehren des „positiven Denkens“ führen die Menschen weg von Gott und verstricken ihn letztlich immer mehr in Okkultismus und christlich getarnte Esoterik.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
<p>b. Bigger spricht in einem erschreckend lässigen, respektlosen Ton über Gott und göttliche Dinge. Er schreibt in seinen Büchern zahlreiche Aussagen, die ich wegen Gotteslästerung nicht abdrucken möchte. Nur um Ahnungslose zu warnen, gebe ich hier einige dieser lästerlichen, ohne jegliche Gottesfurcht hervorgebrachten Aussagen wieder.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gott kickte mich aus dem Nest. Ich kannte niemanden. Ich hatte noch nie etwas geleitet. Und ich war der neue Worship-Leiter. Ich musste fliegen lernen. <u>Ich fragte Gott: „Wie leitet man eigentlich Worship?“. Er antwortete etwa so: „Keine Ahnung. Die Engel wüssten da besser Bescheid.“</u> Ich fing einfach mal an. Und wenn ich heute unserer Worship-Crew zuhöre, <u>bin ich schon ein wenig stolz.</u> Wer hat dazu das Fundament gelegt?“<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a></p>
<p>Das Buch über den Geist Gottes schließt Bigger mit einem „Gebet“, das seinen perversen Umgang mit Göttlichem sehr deutlich macht:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Darum Danke, <u>lieber Daddy im Himmel</u>, dass du mir einen neuen Freund zur Seite gestellt hast, einen richtigen Goldjungen, deinen Heiligen Geist. Mamma mia, bin ich glücklich!“<a href="#_ftn14" name="_ftnref14">[14]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Obwohl wir nicht perfekt sind und Fehler machen, <u>können wir zusammen mit Gott über den Planeten stiefeln, und das find ich definitiv endgeil.</u><a href="#_ftn15" name="_ftnref15">[15]</a></p>
<p>Diese betonte Ehrfurchtslosigkeit und lästerliche Herabwürdigung des heiligen Gottes ist ein gemeinsames Kennzeichen fast aller modernen „Jugendgurus“. Sie suchen ihren Zuhörern durch betonte Lässigkeit alle Gottesfurcht zu rauben und ihnen den Eindruck zu vermitteln, ihr Gott sei ein toleranter „Daddy“, der das mit Sünde nicht so eng sieht und alles „absegnet“, was jungen Leuten an weltlichen Lüsten und Aktivitäten so in den Sinn kommt. Das ist eine teuflische Irreführung; die betonte Ehrfurchtslosigkeit dieser Leute sollte für jeden aufrichtigen jungen Christen ein lautes Warnsignal sein, daß er es hier mit endzeitlicher Verführung zu tun hat!</p>
<p>Leute wie Bigger sind im biblischen Sinn „gottlose“ Scheinchristen, die den wahren, ehrfurchtgebietenden Gott der Bibel nie erkannt haben, sondern nur den falschen Gott und den falschen Jesus der Charismatiker. Wenn die Briefe des Neuen Testaments von „Gottlosigkeit“ sprechen, dann meint das nach dem griechischen Wort <em>a-sebeia</em> eben das Fehlen von Gottesfurcht, die freche, frevelhaft-lässige Umgang mit dem großen, heiligen Gott (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18%3B+2Tim+2%2C16%3B+Tit+2%2C12%3B+1Pt+4%2C18%3B+2Pt+3%2C7%3B+Jud+1%2C4.15.18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18; 2Tim 2,16; Tit 2,12; 1Pt 4,18; 2Pt 3,7; Jud 1,4.15.18</a>).</p>
<p>c. Bigger vertritt zahlreiche extremcharismatische Irrlehren. Er ist auf jeden Fall überzeugter Charismatiker, und innerhalb des charismatischen Spektrums äußert er sich oft im Sinne der extremsten Vertreter der „Wort-des-Glaubens“-Lehren. Er hält sich selbst für einen inspirierten Propheten, treibt Dämonen aus und erteilt dem Satan Befehle, redet in Zungen und behauptet, Menschen heilen zu können.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Aus dieser Bibelstelle [<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 9</a>,25] geht hervor, dass diese Krankheit ein Geist war. Jesus sprach hier zum Geist der Krankheit (…) er befahl dem Geist, die Person zu verlassen. (…) Was es bedeutet, einen Geist auszutreiben, möchte ich mit einem einfachen Bild erklären: Wenn ich zum Beispiel bei einer Person den Geist der Herzrhythmusstörung austreibe, ist es so, wie wenn ich die Wurzeln einer Pflanze wegschneiden würde. Wenn von einer Pflanze die Wurzel weggeschnitten ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ganze Pflanze sterben wird. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Bete für jeden Kranken, der dir begegnet. (…) Mit der Gabe der Heilung kann die ursprüngliche Schöpfungsordnung wiederhergestellt werden.</u> (…) Du betest zum Beispiel für deine Tochter, sie hat Migräne. <u>Du legst ihr die Hände auf und sagst: „Geist der Migräne, du wurdest nicht eingeladen, ich wüsste nicht, wann. Du bist nicht unser Freund. Im Namen von Jesus befehle ich dir: Verlass meine Tochter!“</u><a href="#_ftn16" name="_ftnref16">[16]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Es scheint so, als wäre in Zungen zu singen eine Sprache, die der Teufel nicht versteht, die auch du selber nicht verstehst, die aber direkt zum Herzen Gottes spricht und ihm Komplimente macht. <u>Und Gott ist extrem berührt. Er sagt: „Ich mag das richtig gern!“</u><a href="#_ftn17" name="_ftnref17">[17]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Gott kann klar und deutlich durch Träume zu dir sprechen. (…) Jeden Abend, bevor ich schlafen gehe, sage ich: „Heiliger Geist, ich unterstelle alle meine Träume dir. Wenn ich schon träume, dann lass mich einen göttlichen Traum träumen. <u>Mit viel Action. So, wie ich es mag! </u>(…) <u>Meine Erfahrung dabei ist: Je ungewöhnlicher das Reden oder der Gedanke sind, desto wahrscheinlicher ist, dass sie von Gott sind. Gott hat ein Faible für das Ungewöhnliche. Deshalb mag er mich wohl auch so.</u><a href="#_ftn18" name="_ftnref18">[18]</a></p>
<p>In mehreren Schriften habe ich nachgewiesen, daß die Pfingst- und Charismatische Bewegung genau die geweissagten falschen Propheten der letzten Tage darstellt, die mit falschen Wunderzeichen viele verführen wollen.<a href="#_ftn19" name="_ftnref19">[19]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!</u></strong><strong> An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. <u>Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C15-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,15-23</a>)</strong></p>
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<p><em>Die Beliebtheit und Gefährlichkeit des ICF</em></p>
<p>Das ICF ist eine der erfolgreichsten charismatischen Trendbewegungen für junge Christen im deutschsprachigen Raum. Es verbindet charismatische Elemente, insbesondere eine starke Betonung von Rock- und Popmusik und „Lobpreis“, mit Rezepten der Gemeindewachstumsbewegung: Bedürfnisorientierung, ein ausgefeiltes Konzept zur Erreichung der „Zielgruppe“ (Jugendliche und junge Erwachsene bis ca. 30), Anpassung an kulturelle Trends. Es orientiert sich dabei auch an anderen ähnlichen charismatischen Gruppen wie den „Hillsong“-Gemeinden sowie an Gemeindewachstums-Gurus wie Robert Schuller, Bill Hybels und Rick Warren.</p>
<p>Das ICF hat mit seinem Konzept an einigen Orten (z.B. Zürich, München, Karlsruhe) rasch eine recht große Menge von jungen Christen angezogen, die aber zu einem großen Teil aus anderen Gemeinden (bibeltreuen Gemeinden, evangelikalen oder Pfingstgemeinden, Landeskirche, CVJM) herkommen. Das ICF beteuert, solche jungen Christen nicht abwerben zu wollen, aber die Anziehungskraft ihrer offenen Erlebnisangebote bewirkt eine objektive Sogwirkung, die anderen Gemeinden teils schwer schadet. Vielen jungen Christen gefällt das ICF sehr gut, weil sie dort unter sich sind, mit vielen Gleichaltrigen zusammensein können und ein religiöses Erlebnis der Euphorie und „Gottesnähe“ vermittelt bekommen.</p>
<p>Das ICF gibt sich von der Lehre her „evangelikal“ und wird von Kritikern sogar zuweilen als „fundamentalistisch“ eingestuft, weil sie nach außen hin vorehelichen Geschlechtsverkehr und Homosexualität als mit der Bibel nicht vereinbar ablehnen. In Wahrheit aber haben sie die biblischen Gebote aufgeweicht und üben keine konsequente Gemeindezucht; bei ihnen können alle möglichen Leute mitmachen. Solche klar biblischen Lehren wie das Verbot für Frauen, zu predigen oder über Männer Autorität auszuüben, haben sie durchbrochen; zumindest Susanne Bigger predigt auch.</p>
<p>Das ICF versteht sich als missionarisch-evangelistische Bewegung zur Erreichung von Menschen ohne Gemeindebindung, aber in der Praxis ziehen sie hauptsächlich ungefestigte junge Christen an. Ihre Evangeliumsverkündigung ist oberflächlich und von humanistischen Elementen und „positivem Denken“ durchsetzt. Sie reden von „Bekehrung“, aber sie verkündigen weder das Gericht noch die Heiligkeit Gottes in angemessener Weise. Im Gegenteil untergraben sie mit ihrer locker-lässigen Predigt und ihrem zügellosen Verhalten die echte Gottesfurcht und vermitteln eine oberflächliche, verwässerte Botschaft, die kaum zu klaren Bekehrungen führen kann.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Die geistliche Gefahr der weltangepaßten Jugendbewegungen</span></h3>
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<p>Diese beiden Beispiele sollen uns vor Augen führen, wo die Gefahren dieser poppig-lässigen Jugendbewegungen liegen. Die hier angesprochenen Verführungsmethoden finden wir in vielleicht abgewandelter Form in zahllosen Kreisen und Veranstaltungen moderner christlicher Jugendarbeit wieder. Wir hätten auch die Pro-Christ-Jugendveranstaltung „Jesus House“ anführen können oder die Events der „Hillsong“- oder „Vineyard“-Gemeinden; sie alle unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Und erschreckend viele Jugendveranstaltungen konservativerer Kreise, etwa in der Gemeinschaftsbewegung oder bei den Baptisten oder FEGs, bis hin zu den Wiedenester oder Dillenburger Jugendtagen oder „SAT-Gottesdiensten“ aus der „Brüderbewegung“, versuchen diese „Erfolgsrezepte“ zu kopieren und auf der „Jugendwelle“ mitzureiten.<a href="#_ftn20" name="_ftnref20">[20]</a></p>
<p>Es geht um die jugendgemäß gestylte und aufpolierte Version eines „zeitgemäßen“ Glaubens, eines „relevanten“ Christentums fürs 21. Jahrhundert, um einen verführerischen „Jesus-Trip“, der geprägt ist von Selbstverwirklichung, Vergnügen, ekstatischen Erlebnissen, Aktivismus, rock- und pop-getränktem „Lobpreis“ und immer wieder „Partys mit Jesus“.<a href="#_ftn21" name="_ftnref21">[21]</a> Den meisten jugendlichen Anhängern dieses „Jesus-Trips“ fällt nicht auf, was fehlt: das Kreuz; die wahre Heiligung; Gottesfurcht, Leiden um Christi willen, Gehorsam, Glauben statt Schauen und Fühlen. Ich will diesen verfälschten religiösen Trip in dieser Broschüre das „Christentum des breiten Weges“ nennen.</p>
<p>Ja, dieses „Christentum“ fühlt sich gut an, und leider gehen viele junge Leute in ihrem geistlichen Urteil über Musik und Events und in ihrer Wahl einer Gemeinde nach ihren Gefühlen, nach ihrem eigenen Gutdünken. Sie prüfen nicht anhand der Bibel, was der Gott wohlgefällige Weg für sie ist; oftmals lesen sie recht wenig in der Bibel und das nur in verwässerten modernen Übertragungen, die ihnen die Wahrheit des göttlichen Wortes verschleiern.<a href="#_ftn22" name="_ftnref22">[22]</a></p>
<p>Viele junge Menschen werden, so fürchte ich, in dieser trendigen Jugendszene um ihr ewiges Heil betrogen. Sie meinen, sie seien im rechten Glauben und würden dem biblischen Jesus nachfolgen, und merken gar nicht, daß ihr Glaube unecht und ihr „Jesus“ eine raffinierte Fälschung ist. Ich fürchte, daß dies die große Mehrheit der jungen Menschen ist, die sich in dieser Szene bewegen. Ich fürchte sehr, daß sie in der Ewigkeit erst merken, daß sie vom Satan betrogen wurden, wenn es ihnen nicht hier schon jemand sagt.</p>
<p>Andere wiederum mögen gläubig und von neuem geboren sein, aber sie driften in dieser Szene ab von dem wahren Herrn Jesus Christus und nehmen großen Schaden in ihrem geistlichen Leben; vieles von dem, was sie treiben, wird einmal brennen und sie ohne Frucht und Lohn lassen. In jedem Fall ist der geistliche Schaden groß, den die „Jugendbewegung des breiten Weges“ anrichtet.</p>
<p>Es ist deshalb sehr wichtig, daß wir sie nüchtern von der Bibel her prüfen und aufdecken, wo sie Gottes geoffenbartem Wort widerspricht und umgekehrt genau dem entspricht, wovor der Herr in Seinem Wort uns ausdrücklich warnt. Im nächsten Abschnitt möchte deshalb ich aufzeigen, worin die Irreführung dieser trendigen Bewegung besteht und worin sie der echten, unverfälschten Botschaft der Bibel zuwiderläuft.</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich als Germanist aus Überzeugung bei der alten Rechtschreibung geblieben bin; ich bitte meine jungen Leser um Verständnis dafür.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> In allen angeführten Zitaten sind Unterstreichungen von mir.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Quelle: http://www.relinfo.ch/icf/kurz.html.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Quelle: https://www.nzz.ch/schweiz/freikirchliche-familie-schulthess-unglaublich-begeistert-von-jesus-ld.122142</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Datum: 05.01.2003; Quelle: revolution-one.ch</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Quelle: https://www.jesus.ch/magazin/jugend/youthmag/churches/105382-interview_mit_leo_bigger_ pastor_der_groessten_kirche_in_der_schweiz.html</p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Diese falschen Glaubenslehren werden in meinem Aufsatz näher untersucht: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/wort-des-glaubens-und-positives-bekenntnis-falsche-glaubenslehren-bei-charismatikern</p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 15-16.</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 60.</p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 98.</p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 32.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Vgl. dazu meinen Aufsatz: <em>&#8222;Wort des Glaubens&#8220; und &#8222;Positives Bekenntnis&#8220;: Falsche &#8222;Glaubens&#8220;lehren bei Charismatikern</em> (https://das-wort-der-wahrheit.de/download/wort-des-glaubens-und-positives-bekenntnis-falsche-glaubenslehren-bei-charismatikern/).</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 44.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 159.</p>
<p><a href="#_ftnref15" name="_ftn15">[15]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 141.</p>
<p><a href="#_ftnref16" name="_ftn16">[16]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 75. Zu den falschen Lehren der Charismatiker über Krankenheilung und Dämonenaustreibung vergleiche meine Aufsätze: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/heute-daemonen-austreiben-der-truegerische-befreiungsdienst-der-charismatiker/ sowie https://das-wort-der-wahrheit.de /download/die-charismatischen-wunderheilungen-im-licht-der-heiligen-schrift/.</p>
<p><a href="#_ftnref17" name="_ftn17">[17]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 98.</p>
<p><a href="#_ftnref18" name="_ftn18">[18]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 60.</p>
<p><a href="#_ftnref19" name="_ftn19">[19]</a> Vgl. dazu u.a. die im ESRA-Schriftendienst erschienenen Broschüren: <em>Die Charismatische Bewegung – endzeitliche Erweckung oder endzeitliche Verführung? Eine biblische Orientierungshilfe; Die charismatische „Geistestaufe“ – der Schlüssel zu Vollmacht und geistlicher Kraft?; Redet Gott heute noch durch Propheten und Wunderzeichen? </em>Alle Broschüren sind auch als PDF auf meiner Webseite <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong> zum Herunterladen angeboten.</p>
<p><a href="#_ftnref20" name="_ftn20">[20]</a> Vgl. dazu meine Schrift: <em>Der Einbruch charismatischen Liedguts in „Brüdergemeinden“. Eine Stellungnahme zum Liederbuch „Glaubenslieder 2015“ und zu den „SAT-Jugendgottesdiensten“ </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2. Aufl. 2016)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref21" name="_ftn21">[21]</a> Näheres zur Rolle der Rock- und Popmusik findet sich in meiner Broschüre: <em>„Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“ Ein Aufruf zur Reinigung vom geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der „Lobpreis“-Lieder </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2018).</p>
<p><a href="#_ftnref22" name="_ftn22">[22]</a> Dazu Näheres in meiner Broschüre: <em>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ zur „Volxbibel“</em> (Leonberg: Esra-Schriftendienst 5. Aufl. 2018), die auch auf meiner Webseite verfügbar ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deiser Beitrag ist ein Auszug aus der im Esra-Schriftendienst im Juli 2020 erschienenen Broschüre:  <strong><em>Vorsicht &#8211; Verführung!</em> <em>Wie junge Christen durchs ICF und andere Trendgemeinden irregeleitet werden.</em></strong> Der komplette Text dieser Broschüre kann auch als PDF heruntergeladen werden:</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/vorsicht-verfuehrung-wie-junge-christen-durchs-icf-und-andere-trendgemeinden-irregeleitet-werden-pdf/"><strong>Vorsicht &#8211; Verführung! Wie junge Christen durchs ICF und andere Trendgemeinden irregeleitet werden (PDF)</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>Paßt euch nicht der Welt an! 2. Auflage 2021 (Buchinfo)</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/passt-euch-nicht-der-welt-an-buchinfo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2018 08:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher von Rudolf Ebertshäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  &#160; &#160; Rudolf Ebertshäuser Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist &#160; Steffisburg (Edition Nehemia)  2. Auflage 2021  Taschenbuch, 320 S., Preis 9,90 Euro &#160; Leseprobe &#160; Kurztext &#160; Dieses Buch zeigt klar und verständlich auf, was die Bibel über unser Verhältnis als [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4621" src="https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an-204x300.jpg" alt="cover book weltanpassung" width="288" height="424" srcset="https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an-204x300.jpg 204w, https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an-768x1127.jpg 768w, https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an-698x1024.jpg 698w, https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an-1080x1585.jpg 1080w, https://das-wort-der-wahrheit.de/wp-content/uploads/2018/07/Passt-euch-nicht-der-Welt-an.jpg 1453w" sizes="(max-width: 288px) 100vw, 288px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser</p>
<h2><span style="color: #800000;">Paßt euch nicht der Welt an!</span></h2>
<h3><span style="color: #800000;">Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Steffisburg (Edition Nehemia)  2. Auflage 2021  </strong><strong>Taschenbuch, 320 S., Preis 9,90 Euro</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/leseprobe-passt-euch-nicht-der-welt-an/#">Leseprobe</a></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Kurztext</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses Buch zeigt klar und verständlich auf, was die Bibel über unser Verhältnis als Kinder Gottes zu der uns umgebenden gottfeindlichen Welt lehrt: Wir sollen abgesondert für Christus in dieser Welt als Fremdlinge leben. Gleichzeitig zeigt das Buch auch die Gefahren für uns Christen auf, uns dieser Welt und dem heute herrschenden Zeitgeist anzupassen, der geprägt ist von Humanismus, Feminismus, Gesetzlosigkeit und Unzucht. Ein aktuelles, herausforderndes und ermutigendes Buch über ein wichtiges Thema.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Langtext</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir gläubigen Christen des 21. Jahrhunderts sind sehr in Gefahr, uns der uns umgebenden Welt der ungläubigen Menschen anzupassen und in unserem Glaubensleben faule Kompromisse zu machen. Wir tun das manchmal, weil wir auf die verführerischen Lockangebote der Welt hereinfallen und unsere fleischlichen Begierden befriedigen wollen. Manchmal tun wir es auch, um uns der Ausgrenzung und Verfolgung durch unsere Umgebung zu entziehen. Doch damit schaden wir unserem geistlichen Leben und betrüben unseren Herrn.</p>
<p>Dieses Buch ist einerseits eine biblische Studie und zeigt anschaulich, wie Gottes Wort unser Verhältnis als Kinder Gottes zu der uns umgebenden gottfeindlichen Welt sieht. Zum anderen nimmt es die aktuellen Zeitgeisteinflüsse unter die Lupe, die im Gefolge der 68er-Kulturrevolution unsere heutigen Welt im ehemals „christlichen Abendland“ prägen: Humanismus und Feminismus, Gesetzlosigkeit und Rock&amp;Pop-Kultur, Jugendbewegung und Unzucht sowie die allgegenwärtigen Unterhaltungsmedien des Internetzeitalters.</p>
<p>Alle diese Zeitgeisteinflüsse, so macht dieses Buch deutlich, haben auch uns gläubige Christen stark beeinflußt, und zwar oftmals, ohne daß uns dies bewußt ist. Die Bibel aber fordert uns nicht ohne Grund auf: <em>„Paßt euch nicht dieser Welt an!“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12,2</a>). Der Verfasser, Rudolf Ebertshäuser, zeigt als ehemaliger „68er“ anschaulich auf, wo wir in Gefahr stehen, die biblische Christusnachfolge aus Anpassung an Zeitgeisttrends zu verlassen. Er zeigt aber auch Wege, wie wir unsere gefährliche Weltförmigkeit überwinden und ein Leben in der echten Nachfolge Jesu Christi führen können. Ein aktuelles, herausforderndes und anspornendes Buch, das vor allem auch jüngere Christen mit geistlichem Gewinn lesen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Inhalt</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Vorbemerkung: Weltliebe und Weltförmigkeit – eine Herausforderung für unser Glaubensleben</h4>
<h4> </h4>
<h4>I. Was die Bibel uns über „die Welt“ sagt</h4>
<p>1. Das Wesen dieser Welt im Licht des Wortes Gottes</p>
<p>2. Die Stellung des wiedergeborenen Christen zu dieser Welt</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>II. Die Welt als Verführungsmacht</h4>
<p>1. Die Welt ist eine gefährliche Verführerin, vor der wir uns in acht nehmen müssen</p>
<p>2. Unser Fleisch als Bündnispartner der Welt und wie wir es überwinden können</p>
<p>3. Die Fallstricke der Welt für gläubige Christen</p>
<p>4. Die verweltlichte Christenheit und ihr verführerischer Einfluß</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>III. Der Geist dieser Welt: Heutige Zeitgeistströmungen aus biblischer Sicht</h4>
<p>1. Der Geist der Welt und der Zeitgeist</p>
<p>2. Die 68er-Kulturrevolution: endzeitlicher Einbruch der Rebellion und der Gesetzlosigkeit</p>
<p>3. Der Mensch im Mittelpunkt – Humanismus als Religion unserer Zeit</p>
<p>4. Die allgegenwärtige Macht des Feminismus</p>
<p>5. Unzucht und Hurerei: Die planmäßige Zerstörung von Treue, Keuschheit und Anstand</p>
<p>6. Die neue Rolle der Jugend nach 1968</p>
<p>7. Der 68er-Zeitgeist durchdringt unsere Kultur und Gesellschaft</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>IV. Welt-förmig oder Christus-förmig? Die große Anpassung der Christen an den Zeitgeist</h4>
<p>1. Die humanistische Verführung der Christen in ihrer Beziehung zu Gott</p>
<p>2. Feminismus und Gesetzlosigkeit infizieren das Verhältnis von Mann und Frau</p>
<p>3. Jugendaufstand und Gesetzlosigkeit: Die Untergrabung der Familie</p>
<p>4. Streben nach Karriere, Geld und Luxus</p>
<p>5. Tanz am Abgrund – die Jagd nach weltlicher Unterhaltung und Vergnügung</p>
<p>6. Zeitgeisteinflüsse und Weltförmigkeit in christlichen Gemeinden</p>
<p>7. Eine Bilanz: Der Zeitgeist prägt uns Christen mehr, als wir denken!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>V. Paßt euch nicht der Welt an! Weltförmigkeit als geistliche Gefahr für uns Christen</h4>
<p>1. Die raffinierte Verführung zur Weltförmigkeit</p>
<p>2. Das klare Gebot der Bibel: Paßt euch nicht dieser Welt an!</p>
<p>3. Die Gefahr der Anpassung für das Volk Israel – eine Warnung für uns</p>
<p>4. Weltförmigkeit – eine ernste Gefahr für unser geistliches Leben</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>VI. Wie wir in der Endzeit die Welt überwinden können</h4>
<p>1. Jesus Christus – der herrliche Überwinder, durch den wir die Welt überwinden können</p>
<p>2. Fleischlich-weltliche Haltungen und Denkweisen in uns überwinden</p>
<p>3. Ein geheiligtes Glaubensleben in einer gerichtsreifen Welt</p>
<p>4. Die heilige Brautgemeinde in der Erwartung des wiederkommenden Bräutigams</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Literaturhinweise</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/04/von-marx-zu-christus-ein-glaubenszeugnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 18:47:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein „68er“ auf der Suche nach dem wahren Leben &#160; &#160; Vorbemerkung &#160; In diesem Lebensbericht mit dem Titel „Von Karl Marx zu Jesus Christus“ möchte ich meinen Weg vom aufmüpfigen Jugendlichen zum eifrigen Kaderkommunisten, von dort zur Sinnsuche in Meditation und östlichen Religionen und dann zum gläubigen Christen nachzeichnen. Auf der einen Seite soll [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/04/von-marx-zu-christus-ein-glaubenszeugnis/">Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>
Ein „68er“ auf der Suche nach dem wahren Leben</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Vorbemerkung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Lebensbericht mit dem Titel „Von Karl Marx zu Jesus Christus“ möchte ich meinen Weg vom aufmüpfigen Jugendlichen zum eifrigen Kaderkommunisten, von dort zur Sinnsuche in Meditation und östlichen Religionen und dann zum gläubigen Christen nachzeichnen.</p>
<p>Auf der einen Seite soll mein Bericht auch ein Zeitzeugnis sein. Ich bin ein Kind der „68er“-Zeit, und ich möchte aus meiner Erfahrungsperspektive nachzeichnen, welche Einflüsse die Kulturrevolution der 68er Jahre, die ich intensiv miterlebte, für die damaligen jungen Menschen mit sich brachte.</p>
<p>Auf der anderen Seite will ich auch davon berichten, wie ich vom Glauben an Karl Marx und Buddha zum Glauben an den lebendigen Gott der Bibel und an seinen Sohn Jesus Christus gekommen bin. Das war aus meiner persönlichen Sicht das glückliche Ende einer jahrzehntelangen Suche nach dem Sinn meines Lebens.</p>
<p>Aber als Christ lernt man, seine Lebensführungen auch aus einer anderen Sicht zu sehen, aus der Sicht des lebendigen Gottes, der mich in seiner Liebe und Gnade zu sich gezogen hat. Gott hat mir geschenkt, daß ich ihn erkennen durfte, und hat in mein Leben eingegriffen, das sonst einen ganz anderen, für mich zerstörerischen Verlauf genommen hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Leonberg, im April 2018                                                                      Rudolf Ebertshäuser</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1<br />
</span><span style="color: #800000;">Bürgerlich-christlich, aber ohne Christus:<br />
</span><span style="color: #800000;">Behütete Kindheit in einer strebsamen Familie</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meine Eltern waren beide schon etwas älter, als ich 1953 als ihr erster Sohn auf die Welt kam. Ihr Leben war, wie das vieler anderer in ihrer Generation, in mehrfacher Hinsicht geprägt worden von der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland und vom Zweiten Weltkrieg. Beide kamen aus bescheidenen Verhältnissen und hatten eine konservative, nationalpatriotische Einstellung. Sie hatten sich im Großen und Ganzen positiv zum nationalsozialistischen Deutschland gestellt und waren nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes erschüttert und desillusioniert; sie fühlten sich als Betrogene.</p>
<p>Mein Vater und meine Mutter hatten an eine irreführende politische Ersatzreligion geglaubt und waren schwer enttäuscht worden. Nun lebten sie ohne lebendigen Glauben, ohne innere Beziehung zu dem Gott, zu dem sie sich als „Christen“ bekannten. Ihr Lebenssinn bestand darin, sich mit viel Fleiß und Einsatz ein abgesichertes, angenehmes Leben einzurichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Zusammenbruch Hitlerdeutschlands – ein Zusammenbruch der Ideale</em></strong></p>
<p>Meine Eltern erlebten beide die Niederlage Hitlerdeutschlands als ein sehr belastendes, für sie demütigendes Geschehen. Sie hatten sich von den verführerischen Parolen Hitlers teilweise mitreißen lassen und manchen Propagandalügen der Nazis geglaubt, hatten aber sicherlich von vielem Schrecklichen, das unter Hitler geschah, nichts gewußt. Die Niederlage des „Dritten Reichs“ erschütterte sie schwer und zerstörte erst einmal auch ihre eigene Lebensgrundlage &#8211; beruflich, aber auch geistlich. Meine Eltern waren moralisch und geistig niedergeschmettert vom Zusammenbruch Deutschlands, den sie kaum verwinden konnten. Sie erfuhren nach Kriegsende von den Greueln der Nationalsozialisten und fühlten sich danach in ihren „Idealen“ verraten und von Hitler getäuscht, dem sie vertraut hatten.</p>
<p>Leider gelang ihnen keine tiefere Aufarbeitung der Nazizeit und eine völlige innerliche Distanzierung vom nationalistischen Denken. Sie bejahten den Weg des demokratischen Nachkriegsdeutschlands grundsätzlich als konservative CDU-Wähler, hatten aber immer wieder negative Empfindungen gegenüber den „Siegermächten“ angesichts des „Unrechts“, das Deutschland angeblich geschehen war. Sie konnten die Vergangenheit NS-Deutschlands und den schmerzlichen Bruch in ihrem eigenen Leben nie richtig verarbeiten. Die falsche Religion der nationalistischen „Vaterlandsliebe“ war ihnen weitgehend abhanden gekommen, aber an ihrer Stelle entstand ein Vakuum und eine Wunde, die nicht richtig heilen konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Ehe und Familie im Nachkriegsdeutschland</strong></em></p>
<p>Im Jahr 1947 heirateten meine Eltern; mein Vater war damals schon 34 Jahre alt, meine Mutter neun Jahre jünger. Die ersten Jahre im noch zerbombten Stuttgart waren schwierig; das junge Ehepaar lebte provisorisch in einer Einzimmer-Dachgeschoßwohnung; erst einige Zeit später bekamen sie eine bessere Wohnung und entschlossen sich, ein Kind zu bekommen. Ich wurde 1953 geboren; mein einziger Bruder zwei Jahre später.</p>
<p>Mein Vater arbeitete damals als Ingenieur in verschiedenen Firmen; meine Mutter verdiente als Schneidermeisterin noch Geld hinzu. Nach meiner Geburt beschlossen meine Eltern, ein Haus zu bauen, was angesichts der knappen finanziellen Mittel ein ziemliches Wagnis war. So wuchsen wir in recht bescheidenen Verhältnissen auf, denn die junge Familie mußte viele Jahre erhebliche Mittel für die Schuldentilgung aufwenden. Auf dem Speiseplan standen oft Milchreis, Brotsuppe, Knödel oder Grießbrei; erst nach vielen Jahren gab es auch Urlaubsreisen; mit dem Zelt und später einem Wohnwagen erkundeten meine Eltern Europa. Heute bin ich dankbar dafür, daß wir als Kinder nicht verwöhnt wurden, sondern sparsam und bescheiden aufgezogen wurden.</p>
<p>Mein Vater war ein begabter Ingenieur, strebsam und sehr fleißig. Nach einigen Jahren eröffnete sich ihm die Möglichkeit, als Dozent an die Ingenieurschule in Esslingen/Neckar zu wechseln, was seinen Neigungen sehr entgegenkam. Viele Jahre unterrichtete er dort als engagierter und beliebter Dozent (später Professor) zahlreiche Ingenieurstudenten; daneben war er Herausgeber einer technischen Zeitschrift und verfaßte auch technische Bücher. Jahrelang war er eine gefragte Autorität in seinem Fach und wurde öfters zu Firmenbesprechungen und Ingenieurstagungen eingeladen.</p>
<p>Für seine Kinder hatte der gütige, aber menschlich zurückhaltende Vater vielleicht nicht genügend Zeit; als seine beiden Söhne in die „Pubertätsjahre“ kamen, erlebte er ihre zunehmende Auflehnung und kritische Abgrenzung von den Eltern und ihren Idealen sicherlich als Kränkung und zog sich eher in die erfüllende berufliche Arbeit zurück.</p>
<p>Auch meine Mutter war mit der Erziehung ihrer zwei heranwachsenden Söhne, die zunehmend frech und wild wurden, viel stritten und nicht mehr gehorchten, sicherlich überfordert. Sie war aufgrund der traumatischen Erlebnisse ihrer Vertreibung emotional vielleicht nicht so belastbar, auch mußte sie zuhause neben Haushalt und Kindern Kleider für vermögende Kundinnen schneidern; außerdem versorgte sie ihre eigene Mutter und Großmutter, die mit im Haus wohnten.</p>
<p>Beide Eltern bemühten sich redlich um uns Kinder und gaben gewiß ihr Bestes, und ich bin heute sehr dankbar für meine Eltern und alles Gute, was ich durch sie empfangen durfte. Aber wir Kinder entwickelten uns im „Teenageralter“ in eine Richtung, die sie aufgrund ihrer eigenen, ganz anderen Prägung nicht verstehen und mit der sie auch nicht richtig umgehen konnten.</p>
<p>Ich bin heute sehr dankbar dafür, daß meine Eltern im Großen und Ganzen eine gute, harmonische Ehe führten. Sie lebten ohne Glauben und ohne Gott, akzeptierten aber die biblischen Werte der Ehe und der Treue und blieben auch angesichts gewisser Schwierigkeiten und Enttäuschungen beieinander. Sie haben mir dadurch eine Geborgenheit und innere Stabilität vermittelt, die ich umso höher schätze, je mehr ich sehe, wie katastrophal sich zerbrochene Ehen auf die Stabilität und Persönlichkeit der Kinder auswirken.</p>
<p>Meine Eltern gaben sich alle Mühe, uns nach menschlichen Maßstäben gut zu erziehen und uns vor allem eine höhere Bildung zu vermitteln &#8211; ein Gut, das sie aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung sehr hoch achteten, während wir hochmütigen, selbstbezogenen Wohlstandskinder es leider ziemlich geringschätzten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Die große Leere in der Sinnfrage</strong></em></p>
<p>Doch <em>ein</em> großes Defizit wies meine Kindheit und Jugend auf, wie auch die so vieler junger Leute meiner Generation: Einen wirklichen Lebenssinn konnten meine Eltern uns nicht vermitteln. Für sie machten Werte wie Fleiß, Strebsamkeit, ein guter Beruf, Dienst fürs Vaterland, Wohlstand und bescheidener Lebensgenuß den Sinn des Lebens aus. Das war aber uns heranwachsenden jungen Leuten nicht genug; mit einem gewissen Spürsinn empfanden wir das Hohle und Unzureichende eines solchen „Wertefundaments“.</p>
<p>Doch meine Eltern konnten uns nichts Weiterführendes, Höheres anbieten. Sie waren zwar äußerlich „Christen“, d.h. getaufte Mitglieder der evangelischen Kirche, aber sie hatten keinen lebendigen Glauben an Jesus Christus. Einen Gottesdienst in der Kirche erlebten wir höchstens einmal im Jahr; die Bibel kam nur gelegentlich zu Weihnachten zu Ehren, wenn vielleicht einmal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen wurde.</p>
<p>Meine Mutter war ursprünglich katholisch gewesen, aber ihrer Religion durch die NS-Ideologie und das politische Engagement entfremdet. Sie war um ihrer Heirat willen in die evangelische Kirche übergetreten, fühlt sich dort aber nicht recht zu Hause. Sie lebte bis ins Alter in einer katholisch geprägten Werkgerechtigkeit; sie meinte, sie hätte ja überwiegend Gutes getan und könne damit sicherlich vor Gott einmal bestehen. Im höheren Alter hat sie sich dann doch Christus zugewandt – wie ernsthaft das war, können wir aufgrund ihrer damals schon beginnenden Demenz nicht sagen; die Ewigkeit wird es offenbar machen.</p>
<p>Mein Vater hatte gläubige Eltern gehabt; sein eigener Vater war landeskirchlicher Pietist und hielt in seinem Haus auch „Stundenversammlungen“ ab. Erst viel später erfuhr ich, daß es in meiner Familie väterlicherseits in vielen Generationen gläubige Pietisten gegeben hat. Mein Vater jedoch, der älteste Sohn, lehnte den Glauben seiner Eltern schon als junger Mensch ab und schlug später ganz andere Wege ein. Er suchte sein Lebensglück im Aufbau einer gutbürgerlichen Existenz und verdrängte die Frage nach der Ewigkeit.</p>
<p>Im späteren Alter noch wurde das deutlich; er meinte zwar, die Bibel würde uns gute „Werte“ fürs Leben vorgeben, aber zu Gott hatte er keine wirkliche Beziehung. Meinen Glauben hielt er, obwohl er sich über meine Lebenswende in vielem freuen konnte, für „überzogen“ und „fanatisch“. Er war sich nicht der ernsten Tatsache bewußt, daß ein bloßes Wissen über Gott und ein äußerlich „anständiges“ Leben niemanden in den Himmel bringen, sondern nur die Umkehr und der persönliche Glaube an Jesus Christus.</p>
<p>Mein Vater starb mit 78 Jahren sehr plötzlich an einer Embolie. Er hatte um den Weg zur Vergebung gewußt, aber wenn er sich nicht im letzten Augenblick im Krankenhaus noch bekehrt hat, wird er die Ewigkeit in Finsternis und Gottesferne erleben. Es ist so wichtig, daß wir alle uns rechtzeitig ernsthaft die Frage stellen: Wo werde ich die Ewigkeit zubringen? Was geschieht mit meiner unterblichen Seele, wenn mein irdisches Leben zu Ende ist?</p>
<p>Beide Eltern waren nach dem Krieg, so scheint es zumindest mir, zu einer Art religionsloser „Gesinnungsethik“ gekommen; sie leugneten Gott nicht offen, aber Gott spielte in ihrem Leben keine erkennbare Rolle. Sie wollten auf menschlicher Ebene recht handeln und hofften so, irgendwann einmal bei dem „höheren Wesen“, dessen Existenz sie nicht geradeheraus ableugneten, das aber als sehr fern und unpersönlich empfunden wurde, günstig angenommen zu werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2<br />
</span><span style="color: #800000;">Entfremdung und Auflehnung:<br />
</span><span style="color: #800000;">Eine Jugend in den sechziger Jahren</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Irgendwann ab dem zwölften Lebensjahr begann bei mir eine Entwicklung, die ich nicht verstand und die mir große innere Nöte bereitete. Ich fühlte mich seltsam mit mir selbst entzweit und „entfremdet“ &#8211; entfremdet meinen Eltern, auf deren Erziehung die ich zunehmend frech und auflehnend reagierte; aber auch entfremdet meinem Bruder, meinen Klassenkameraden und meiner ganzen Umgebung.</p>
<p>Es entwickelte sich bei mir das Gefühl einer Sinnlosigkeit und Leere; mein Leben erschien mir dumpf und eintönig. Ich zog mich zunehmend in mich selbst zurück, las sehr viel und träumte vor mich hin. Im Gymnasium, in dem ich anfangs ein relativ guter Schüler war, fielen meine Noten immer weiter ab. Ich lernte nur noch, wenn ich dazu „Lust“ hatte, und diese Lust stellte sich immer seltener ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Pubertäre Auflehnung gegen die Eltern und die beginnende Studentenrevolte</strong></em></p>
<p>Diese kritische Zeit der „Pubertät“ – vor allem die Jahre 1966 bis 1970 &#8211; fiel nun zusammen mit einer gesellschaftlichen Entwicklung, die ich im nächsten Kapitel etwas ausführlicher schildern möchte. Im Fernsehen wurden Bilder langhaariger Studenten gezeigt, die gegen den Schah von Persien und den Vietnamkrieg, gegen jede Form von Unterdrückung und das „Establishment“ (die etablierte Gesellschaftsordnung und ihre Vertreter) demonstrierten. Meine Eltern waren entsetzt und stellten sich auf die Seite der Polizisten, die „Ruhe und Ordnung“ wiederherstellen sollten. Ich aber schlug mich gefühlsmäßig auf die Seite der Rebellen, auch wenn ich deren Gedanken und Motive nicht recht verstand. Es gab zunehmend hitzige Debatten in der Familie; ich stellte immer mehr die Werte meiner Eltern in Frage.</p>
<p>Das pubertäre Gefühl der Sinnlosigkeit und Enge, die Auflehnung gegen die Autorität meiner Eltern verband sich so mit einer politischen Bewegung der Auflehnung gegen alle Autorität der Gesellschaft. Das Leben meiner Eltern erschien mir leer und spießig, und sie hatten in meinen Augen keine glaubwürdigen Argumente gegen die alles hinterfragenden, aufmüpfigen Sprüche der linken Protestierer. Ihnen fühlte ich mich emotional mehr und mehr zugehörig und interessierte mich für ihre „Sache“ – zum Entsetzen meiner Eltern, die sicherlich viele Gefahren damals schon deutlich erkannten und mich vergeblich von dieser Radikalisierung abhalten wollten.</p>
<p>Angesteckt durch die Literatur dieser Studentenrevolte, durch Leute wie Rudi Dutschke, Bernd Rabehl und Günther Amendt (verbreitet durch blutrote Paperbacks des linken Rowohlt-Verlages, der den Sprechern der sozialistischen Studentenrevolte eine eifrig genutzte Plattform bot), begann ich als blutjunger Bursche die Schriften der Vordenker und Ideologen der neuen Bewegung zu lesen &#8211; Che Guevara, Sigmund Freud und Karl Marx, später auch Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno, Hans Magnus Enzensberger und viele andere (zumeist in den regenbogenfarbigen Taschenbüchern der „Edition Suhrkamp“).</p>
<p>Ich verstand mit meinen 14, 15 Jahren nur relativ wenig von den geschraubten, mit Intellektuellenlatein gespickten Sätzen, aber sie vermittelten mir aufrührerische Gedanken, die mit meinem Lebensgefühl übereinstimmten: Rebellion ist gerechtfertigt! Das Alte, Etablierte ist grundfalsch! Alles, was mich einengt, ist schlecht und muß weg! Auf eine sehr selbstgerechte Weise verurteilte ich meine Eltern und die ganze ältere Generation; ich lehnte sie pauschal als „Nazis“ ab und gab ihnen die Schuld an allen Greueln der Hitlerjahre. Ich fühlte dumpf, ich müsse mich auflehnen, ausbrechen aus dem Mief des bürgerlichen Lebens, um mich selbst zu suchen und diese etablierte, satte Gesellschaftsordnung umzustürzen.</p>
<p>Diese neue Lebenseinstellung, die meine pubertäre Auflehnung gegen die Eltern auf zerstörerische Weise befeuerte und steigerte, prägte mein Verhalten immer mehr. Ich wurde meinen Eltern gegenüber immer selbstgerechter und rebellischer; sie reagierten darauf mit Hilflosigkeit und Rückzug, manchmal auch mit Zorn und Strafen, konnten aber bei mir nichts bewirken. Ich wurde auch in der Schule den Lehrern gegenüber immer frecher und herausfordernder.</p>
<p>Alle Autoritäten, so wurden wir gelehrt, sind böse und „repressiv“ (= unterdrückend), sie müssen entlarvt, lächerlich gemacht, mißachtet und letztlich gestürzt werden. Hier verbündete sich eine sozialistisch gefärbte antiautoritäre, teilweise geradezu anarchistische Weltanschauung mit einer durch die Freud’sche Psychoanalyse gespeisten Verklärung des „Lustprinzips“.</p>
<p>So verweigerte ich in der Schule zunehmend alle „stumpfsinnige“ Lernleistung, zumindest in den Fächern, wo mich die Leistung mühsame Arbeit gekostet hätte. In jenen Jahren war es anfangs noch üblich gewesen, daß die Schüler aufstanden, wenn der Lehrer den Klassenraum betrat, und ihn gemeinsam begrüßten. Solche „militaristische“ Disziplin verweigerten wir bald und blieben sitzen, verspotteten die Lehrer zunehmend und machten sie lächerlich, provozierten sie mit Kreidewerfen, verweigerten die Mitarbeit und redeten dazwischen, wobei ich später zu diesem Zweck eine Zeitlang mitten im Unterricht aus der „Mao-Bibel“, einem kleinen roten Büchlein mit gesammelten „Worten des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ laut vorlas.</p>
<p>„Wir“ &#8211; das war eine kleinere Clique von kritischen, zynischen und provozierenden Jungs (Mädchen gab es in dieser Gruppe eigentlich keine), die überwiegend aus gut situiertem Elternhaus kamen und eigentlich gute Schüler hätten sein können; aber das entsprach nicht unseren antibürgerlichen Idealen. Also übte man demonstrativ Verachtung gegenüber dem „stupiden, kapitalistischen“ Notensystem, das einen nur für „Sachzwänge“ und „Profitmaximierung“ abrichten sollte. Wir waren entschlossen, allen solchen Zwängen zu entfliehen. Wir waren arrogant und verletzend, ironisch und herabwürdigend gegen Mitschüler und Lehrer. Wehe dem, der die Zielscheibe unseres Spottes wurde!</p>
<p>Unser provozierendes, destruktives Verhalten brachte die meisten Lehrer fast zur Verzweiflung; bei unseren Mitschülern ernteten wir damit entweder stille Bewunderung oder kopfschüttelndes Unverständnis. Aber wir gaben den Ton in der Klasse an und terrorisierten nicht nur viele Lehrer, sondern auch manche lernwillige Mitschüler. Wenn man uns damals darauf hingewiesen hätte, wie egoistisch und mies unser Verhalten eigentlich war, hätten wir nur mit Unverständnis und Verachtung reagiert. Wir waren völlig von uns selbst eingenommen und tief davon überzeugt, daß wir im Recht waren. Ich war einer der schlimmsten in dieser Clique, ein Rädelsführer, der andere mitzog und zum Bösen anstiftete.</p>
<p>Im Laufe der Zeit veränderte sich meine schwammige, aus Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Karl Marx und Marcuse seltsam gemischte Weltanschauung. Ich folgte damit einem Trend der Zeit. Aus motzigen antiautoritären Schnöseln wurden in jenen Jahren vielfach ausgesprochen autoritäre, der „Parteidisziplin“ fraglos folgende Kader kommunistischen Zuschnitts. Die alten Vordenker Freud und Reich wurden ausgemustert, und an ihre Stelle traten die großen Lehrer des klassischen Kommunismus: die Cheftheoretiker Marx und Engels, aber auch die blutigen Diktatoren Lenin, Stalin und Mao Tse-tung.</p>
<p>Auch ich vollzog, manchen Vorbildern aus dem SDS („Sozialistischen Deutschen Studentenbund“) folgend, diese Entwicklung in den Jahren 1969-1972. Ich las nicht mehr nur die Werke von Karl Marx und Friedrich Engels (ich war damals stolzer Besitzer einer vielbändigen Gesamtausgabe der „Marx/Engels Werke“), sondern auch von Lenin und Stalin, und fand mein Ideal in der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ des kommunistischen China. Mao Tse-tung wurde der neue Guru, während der Weg der Sowjetunion nach Stalin als Abweichung vom ursprünglichen Kommunismus verurteilt wurde.</p>
<p>Dahinter steckt natürlich eine tiefe Ironie, die ich damals absolut nicht erkannte. Auf der einen Seite zeugt es vom verdorbenen, nach Macht und Selbstverwirklichung verlangenden Herzen des Menschen, daß diejenigen, die lauthals nach der „Abschaffung jeglicher Macht“ gerufen hatten, bald darauf eine dogmatische Lehre fanatisch folgten, die massive Machtausübung einer Elite über das gewöhnliche Volk lehrte. Aus „Keine Macht für niemand!“ wurde: „Keine Macht für die, die heute herrschen, und alle Macht für uns!“</p>
<p>Auf der anderen Seite verdammten wir junge Rebellen von Herzen die ältere Generation, weil sie auf die Verführung eines Diktators wie Hitler hereingefallen waren, und gleichzeitig verehrten wir nun Diktatoren, die Hitler in ihrer Willkür und Grausamkeit kein bißchen nachstanden. Aber damals waren wir blind für solche Zusammenhänge.</p>
<p>An unserer Schule gründete ich eine „marxistisch-leninistische“ Schülerzelle, die eine linke Schülerzeitschrift herausgab. Wir organisierten sogar einen „Schulstreik“ mit Demonstration durch die Leonberger Innenstadt, was mir als einem der Rädelsführer einen zweifelhaften Ruf in unserem eher beschaulichen Städtchen einbrachte. Meine armen Eltern waren entsetzt und schämten sich; meine Mutter klagte, daß sie sich auf keinen Elternabend mehr traute.</p>
<p>Bald traten wir in Verbindung mit kommunistischen Gruppen in Stuttgart, und so kam ich einige Zeit später in die Redaktion des „Roten Signal“, einer Zeitschrift der MLSG, der „Marxistisch-Leninistischen Schüler-Gruppen“, die wiederum einer heute noch aktiven K-Gruppe zugeordnet waren, dem KABD („Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands“), der inzwischen als MLPD („Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands“) firmiert.</p>
<p>Es kann gut sein, daß ich auf den zahlreichen „Demos“ der damaligen Zeit unter roten Fahnen auch einmal, ohne es zu wissen, unserem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer oder Winfried Kretschmann, dem derzeitigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, begegnet bin, die zu jener Zeit in anderen „K-Gruppen“ aktiv waren. Den heutigen Bundesvorsitzenden der „Linken“, Bernd Riexinger, habe ich jedenfalls in jenen Jahren in einem Kreis der Gewerkschaftsjugend kennengelernt. Die „68er“-Generation sitzt heute an den politischen Schalthebeln unseres Landes …</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3<br />
</span><span style="color: #800000;">„Winds of Change“:<br />
</span><span style="color: #800000;">Die Kulturrevolution der sechziger Jahre</span></h2>
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<p>„Winds of Change“ – Winde der Veränderung, so hieß ein Musikalbum der Rockgruppe Eric Burden and the Animals, das 1967 herauskam, und dessen Titel den Geist jener Jahre treffend ausdrückt. Es würde ein ganzes Buch erfordern, wenn man die Welle der Veränderungen, ja, Umwälzungen richtig beschreiben wollte, die Mitte der 60er Jahre das zuvor noch in vielem „christlich“ geprägte Abendland, d.h. vor allem die USA und Westeuropa, überrollte und gründlich umgestaltete.</p>
<p>Aber dennoch möchte ich an dieser Stelle, vor allem für meine jüngeren Leser, versuchen, diese Zeitströmung zu kennzeichnen, die tiefgreifenden und bleibenden Einfluß auf unsere Zeit und die nachfolgenden Generationen hatte. Das tue ich aus meiner heutigen Sicht als überzeugter Christ; damals waren mir die meisten Zusammenhänge dieser Zeit kaum oder gar nicht bewußt.</p>
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<p><em><strong>Der radikale Umbruch vom „christlichen Abendland“ zur neo-marxistischen Kulturrevolution</strong></em></p>
<p>Deutschland in den 50er und Anfang der 60er Jahre war ein Land, das wir uns heute überhaupt nicht mehr vorstellen können. Der Schock des nationalsozialistischen Regimes und des verlorenen Weltkrieges hatte in der Bundesrepublik eine gewisse äußerliche Rückbesinnung auf christliche Werte bewirkt. Nach dem Krieg waren für eine kurze Zeit die Kirchen voll gewesen; die Massenverführung der Nazis und ihre fanatische Ersatzreligion mit Hitler als falschem Messias-Erlöser hatten bei manchen zu einer heilsamen Ernüchterung geführt. Einige Menschen wandten sich aufrichtig dem christlichen Glauben zu; für andere bot er nur ein Wertegerüst, um wieder Halt zu bekommen. Die Stimme der Kirchen hatte damals jedenfalls moralisches Gewicht. In der Gesellschaft herrschte eine konservative Werteordnung vor.</p>
<p>Diese Werteordnung war, obgleich das vielen nicht so bewußt gewesen sein mag, stark von der Bibel und dem christlichen Glauben geprägt. Ehebruch war noch strafbar und bedeutete den Verlust des gesellschaftlichen Ansehens. Ehescheidung war erschwert und gesellschaftlich geächtet. Es gab noch den Kuppelei-Paragraphen, der es Vermietern verbot, unverheiratet zusammenlebenden Paaren Wohnraum zu vermieten. Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren ebenso unter Strafe gestellt wie Abtreibung; Pornografie zu verbreiten war illegal. Es gab keine Miniröcke und so gut wie keine Kleidung mit „Sex-Appeal“. Gehorsam, Pflichterfüllung, Strebsamkeit, Fleiß, Sparsamkeit waren noch geachtete Tugenden. Lehrer, Polizisten, Richter und Bundespräsidenten waren noch Respektspersonen.</p>
<p>Auf der anderen Seite waren diese aus dem Christentum abgeleiteten „Werte“ vielfach schon unterspült und untergraben. Die allermeisten Menschen waren keine überzeugten gläubigen Christen, sondern eher äußerliche „Kultur-Christen“ ohne eine tiefe persönliche Glaubensbeziehung zu dem Herrn Jesus Christus. Viele Menschen waren in der Nachkriegszeit desillusioniert und innerlich haltlos; sie folgten den christlichen Werten eher aus Tradition und Sorge vor dem Chaos statt aus innerer Überzeugung.</p>
<p>Es gab damals schon viel Zynismus und Abwendung von Gott, innere Skepsis, eine große Verunsicherung über den Sinn und Zweck der menschlichen Existenz und oft genug ein Doppelleben hinter moralischer Fassade. Die große Enttäuschung der NS-Zeit einerseits und auch die Desillusionierung über den „realen Sozialismus“ im Osten hinterließ bei vielen Menschen eine innere Leere und Haltlosigkeit, die von der Jagd nach materiellen Gütern nur unzureichend überdeckt wurde.</p>
<p>Schon in den 50er Jahren kamen die ersten Vorboten der 68er-Flutwelle auf, etwa die atheistisch-nihilistische Philosophie des Existentialismus oder der Kult um die jungen Rebellen James Dean und Elvis Presley. Eine Zeitlang schienen die christlich-abendländischen „Werte“ noch standzuhalten; doch heimlich war schon längst der Materialismus, die Jagd nach Wohlstand und Lebensglück durch äußerliche Güter, zur bestimmenden religiösen Macht, zum obersten Götzen in Deutschland und Europa geworden. Das Haus des „christlichen Abendlandes“ war auf Sand gebaut worden, um das bekannte Gleichnis Jesu Christi anzuführen; als dann der Sturm kam, erwies sich, daß es rasch einstürzen sollte.</p>
<p>Der Sturm setzte so richtig in der Mitte der 60er Jahre ein. In den Jahren 1966–1968 erlebte die westliche Welt eine beispiellose Kulturrevolution, die sich in verschiedenen, miteinander verbundenen Wellen auswirkte. Diese Wellen hatten ihren Ursprung zumeist im angelsächsischen Raum, hauptsächlich in den USA, und sie rollten mit zerstörerischer Macht über ganz Westeuropa hinweg. Rußland und Osteuropa waren dagegen kaum betroffen; die dort herrschenden Kommunisten schirmten ihre Bevölkerung interessanterweise so gut wie möglich von diesen „dekadenten, zersetzenden“ Einflüssen ab. Diese Wellen der Veränderung können am besten als „Kulturrevolution“ eingeordnet werden; sie betrafen weder die wirtschaftlichen noch zunächst die politischen Machtverhältnisse, sondern das Denken und die Moral, die Lebensweise, die Sitten.</p>
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<p><em><strong>Prägende Einflüsse in der 68er-Kulturrevolution</strong></em></p>
<p>Die 68er-Revolution setzte nicht, wie „klassische“ Revolutionen, bei den Zentren der politischen und wirtschaftlichen Macht an, sondern zielte auf die junge Generation, auf den Bildungs- und Ausbildungssektor sowie die Freizeit- und Kultureinrichtungen der Gesellschaft. Sie war weitgehend eine Jugendrevolte: Die Aktivisten, die sie propagierten und auslebten, waren 1966 überwiegend zwischen 18 und 28 Jahren alt und zumeist Studenten und Gymnasiasten aus gutbürgerlichen Akademikerfamilien. Aber die radikalen, das Bestehende und Überkommene umstürzenden Gedanken dieser Kulturrevolution strahlten auch auf ältere Menschen aus; sie hatten eine enorme langfristige Auswirkung auf die Politik und die Lebensweise der ganzen Gesellschaft der kommenden Jahrzehnte. Ihre Spätfolgen prägen uns noch heute.</p>
<p>Wir können in dieser Geistesbewegung verschiedene Strömungen und Einflüsse ausmachen, die etwa gleichzeitig auftraten und sich gegenseitig verstärkten und zu einer das Alte hinwegspülenden Flut wurden:</p>
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<p><strong>Neo-Marxismus</strong></p>
<p>Ein solcher Einfluß war der Neomarxismus, der über die sozialistische Studentenbewegung vermittelt wurde. Er bezog seine Autorität nicht zuletzt aus dem Anspruch, die einzige wirkliche Alternative zum Faschismus zu sein, den er zu kritisieren und zu erklären suchte. Seine prominenten Sprecher waren ältere Studenten und Akademiker wie Rudi Dutschke und Bernd Rabehl; die intellektuellen Vordenker waren ältere linkssozialistische Soziologen und Philosophen wie Herbert Marcuse und Theodor W. Adorno, flankiert von kritischen Dichtern und Intellektuellen wie Hans Magnus Enzensberger und Erich Fried. Die wichtigsten Denker dieser Strömung gehörten der sogenannten „Frankfurter Schule“ an, die einen undogmatischen Marxismus mit Freudscher Psychoanalyse verbanden.</p>
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<p><strong>Antiautoritarismus und radikale Selbstverwirklichung</strong></p>
<p>Mit dem Neomarxismus eng verbunden war die psychologisch motivierte Bewegung des Antiautoritarismus, der Selbstverwirklichung und der „Triebbefreiung“. Sie folgte einem populären Psychologismus, der sich auf Sigmund Freud und den kommunistischen Freudschüler Wilhelm Reich stützte. Reich, ein Apostel der „sexuellen Revolution“, der später in geistiger Umnachtung starb, predigte samt seinen Schülern radikale Triebenthemmung und Lustverwirklichung als Motor einer persönlichen und gesellschaftlichen Befreiung. Alle Autorität wurde als „unterdrückend“ und „einengend“ abgelehnt. Dies begann mit der Autorität des Vaters in der Familie; in gewisser Weise war diese ganze Bewegung ein Aufstand rebellischer Söhne gegen die von Gott eingesetzte väterliche Autorität und die mit ihr verbundenen Werte des Gehorsams, der Verantwortlichkeit, der Pflichterfüllung, der Treue. Und es war letztlich ein Aufstand gegen den Gott der Bibel, gegen seine Schöpfungsordnungen und seine göttliche Autorität. Die Bibel kennzeichnet diesen Geist treffend: „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2,1-3</a>).</p>
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<p><strong>„Freie Liebe“</strong></p>
<p>Unter dem Einfluß von Freud und Reich wurde die „freie Liebe“, der völlig unbeschränkte Geschlechtsverkehr jeder mit jedem einschließlich der Lebensform der „Kommune“ populär. Das war der Impuls zu einer umfassenden „sexuellen Revolution“, die sexuelle Zügellosigkeit geradezu zur revolutionären Pflicht und Befreiungsstrategie erklärte. Durch bewußten Bruch der „reaktionären“ Tabus und gesellschaftlichen Regeln sollten die Fundamente der Gesellschaftsordnung untergraben werden und so das verhaßte „System“ verändert werden. Das wurde wirksam gefördert durch die Einführung der „Antibabypille“ und flankiert durch Kampagnen zur Freigabe der Abtreibung, um unerwünschte Folgen der sexuellen „Freiheit“ bequem beseitigen zu können. Man wollte nur den Lustgewinn, nicht Kinder als Folge davon &#8211; die Familie war nämlich wie die Ehe für die Revolutionäre ein abzuschaffendes Überbleibsel einer reaktionären Weltanschauung. Die ideale Frau war die selbstbewußte, unabhängige Lustpartnerin, die Hetäre, die dem Mann keinerlei Verpflichtungen auferlegte und für kurzzeitige, auswechselbare „Beziehungen“ zur Verfügung stand. Auf Dauer, womöglich auf Treue angelegte Beziehungen wurden als „reaktionär“ und „einengend“ entschieden abgelehnt.</p>
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<p><strong>Feminismus</strong></p>
<p>Die sexuelle Revolution wurde wiederum verstärkt und radikalisiert von der Bewegung des Feminismus, der „Frauenemanzipation“. Man forderte die „Befreiung“ der Frau vom Joch der Ehe, des Mutterseins, der Familie. Die Frau sollte dem Mann in allem völlig gleichberechtigt sein, sollte frei ihrer Lust leben können, ohne jegliche Grenzen und Verpflichtungen. Dazu mußte sie auch wirtschaftlich vom Mann unabhängig sein, um den „unterdrückenden“ Bindungen einer Ehe entfliehen zu können. Auf dem Gebiet der Mode wurde diese sexuelle Revolution vorangetrieben durch die Einführung des Minirocks, des Bikinis und insgesamt einer auf geschlechtliche Reize bedachten neuen Mode: bewußte Enthemmung und öffentliche Enthüllung, Durchbrechung aller Schambarrieren war der „revolutionäre“ Grundsatz der Mode seit Mitte der sechziger Jahre, und das setzt sich bis heute fort. Die Hose für die Frau war in jenen Jahren ein Symbol des Feminismus, der angestrebten Gleichmacherei von Mann und Frau; die Vermännlichung der Frau wurde durch immer kürzere Haarschnitte unterstrichen, während umgekehrt die Verweiblichung des Mannes durch lange Haare, Ohrringe usw. gefördert wurde. Gottes Schöpfungsordnung, über Jahrhunderte allgemein akzeptiert, wurde innerhalb weniger Jahre radikal angegriffen und ins Gegenteil verkehrt.</p>
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<p><strong>Rock- und Popkultur</strong></p>
<p>Ein machtvoller kultureller Einfluß, der diese Entwicklungen vorantrieb, war die Rock- und Popmusik mit der sie begleitenden Popkultur &#8211; einer von Rockmusik und lustbetontem Tanz, sexueller Hemmungslosigkeit und radikaler Ablehnung christlich-bürgerlicher Werte gekennzeichneter Lebensstil, der innerhalb weniger Jahre einen unheimlichen Einfluß auf die junge Generation der sechziger und siebziger Jahre wie auch auf die folgenden Generationen erlangte. Die Rockmusik hat ihre Wurzeln in der Götzenanbetung afrikanischer Stämme, und sie hatte und hat einen gewaltigen enthemmenden, umprogrammierenden Einfluß auf die Jugend. Unter diesem Einfluß werden Rebellion und Lustverwirklichung, Zuchtlosigkeit und Verantwortungslosigkeit, ungezügeltes Geschlechtsleben und Leistungsverweigerung sowie Realitätsflucht bis hin zum bewußten Drogenkonsum gefördert. Inzwischen ist die Rockmusik und die mit ihr verbundene Kultur zu einer vorherrschenden, fast alle Gesellschaftsbereiche prägenden kulturellen Einrichtung geworden.</p>
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<p><strong>Esoterische Spiritualität</strong></p>
<p>Verbunden mit der Rock- und Popmusik war wiederum ein einflußreicher Strom esoterischer Spiritualität und fernöstlicher religiöser Einflüsse, die teils über die Rockmusiker selbst, teils über hinduistische und buddhistische Missionare, Gurus und Swamis in den Westen kamen. Ein Motor war auch die damals prominente New-Age-Bewegung mit ihrer heidnisch-mystischen, fernöstlich geprägten Spiritualität. Manche Intellektuelle, so etwa der Physiker Frithjof Capra, verbanden westlichen Humanismus mit asiatischer Mystik und propagierten eine neue, spirituelle, ganzheitliche Weltsicht. Der Gott der Bibel und der Glaube an Jesus Christus wurden verächtlich abgelehnt; stattdessen gab es eine vielgestaltige Bewegung zur spirituellen „Selbstverwirklichung“ durch „Erleuchtung“ mithilfe von Yoga, Zen und vielen anderen Meditationstechniken. Man wollte das Aufgehen in einer Gottheit, das Gefühl des Einsseins mit dem All erreichen; das Glaubensbekenntnis dieser Religionen war: „Du bist schon eins mit Gott und bist selbst Gott; du mußt es nur erkennen, und dann bist Du vollkommen“.</p>
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<p><em><strong>Die 68er-Geistesströmung krempelt die junge Generation um</strong></em></p>
<p>Diese mächtige Geistesströmung prägte auf die eine oder andere Weise viele, sehr viele junge Menschen, die damals aufwuchsen. Die meisten wurden von ihr nur bis zu einem gewissen Grad geformt und verließen nicht völlig die normalen Spuren; unter dem Einfluß der antiautoritären Grundstimmung und der Popkultur lebten sie mehr oder weniger konsequent nach den neuen Werten, ohne ganz aus dem bürgerlichen Leben „auszusteigen“.</p>
<p>Gerade diese Gruppe vollzog bewußt oder unbewußt den „Marsch durch die Institutionen“, den einige Vordenker schon in den 68er Jahren proklamiert hatten. Sie, die ja meist einen bürgerlich-akademischen Hintergrund hatten, machten Karriere als Juristen oder Soziologen, als Professoren oder Wirtschaftsmanager, als Lehrer oder Beamte. Und sie nahmen die Weltanschauung der 68er-Zeit mit, wenn auch manchmal pragmatisch abgemildert.</p>
<p>Andere aber ließen sich tiefer auf gewisse Unterströmungen dieser Welle ein und wurden zumindest zeitweise zu „Aussteigern“. Manche wurden von der Hippie- und Drogenwelle erfaßt und endeten oftmals als heroinsüchtige Junkies mit dem „goldenen Schuß“. Andere schlossen sich fernöstlichen Sekten an und versuchten ihr bürgerliches Ich unter Anleitung eines Gurus im Nirwana zu verlieren. Darunter waren übrigens erschreckend viele ehemalige Aktivisten aus der antiautoritären Studentenbewegung. Einige, darunter auch ich, stiegen von einem schwammigen Antiautoritarismus zunächst einmal in die Disziplin einer kommunistischen Revoluzzertruppe um.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4<br />
</span><span style="color: #800000;">Die Ersatzreligion des „Marxismus-Leninismus“<br />
</span><span style="color: #800000;">und mein Leben als Polit-Aktivist einer K-Gruppe</span></h2>
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<p>Nach dem Abitur, das ich aufgrund meiner Leistungsverweigerung mit einem sehr mittelmäßigen Notendurchschnitt bestanden hatte, wußte ich nicht, was ich weiter machen sollte. Zunächst wollte ich eine Berufslehre als Schriftsetzer machen und in die Arbeiterklasse eintauchen, was damals als lobenswerter Lebensweg für die zumeist bürgerlichen Jungkommunisten empfohlen wurde.</p>
<p>Die „K-Gruppen“ (eine Bezeichnung für damals aufgekommene kommunistische Gruppen, deren Namen alle mit „K“ begannen: KBW, KPD-ML, KABD), zu denen ich damals gehörte, förderten einen künstlichen Übergang vom Kleinbürgertum in die Arbeiterklasse, weil sie kaum „echte“ Arbeiter in ihren Reihen hatten. Ich schaute mich bei einem kleinen Unternehmen in Stuttgart um, das damals noch mit Bleisatz arbeitete.</p>
<p>Doch bevor der Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde, bekam ich, zur Erleichterung meiner Eltern, etwas Zweifel an meiner Eignung zum Proletarier und versuchte mich in einem Architekturstudium an einer Fachhochschule, das ich jedoch nach zwei Semestern abbrechen mußte. Meine konsequente Lernverweigerung besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern rächte sich nun; in allen Fächern, die mit Mathematik, Physik oder Ähnlichem zu tun hatten, schnitt ich schlecht ab.</p>
<p>Schließlich landete ich an der Universität Stuttgart, wo ich ab dem Wintersemester 1974 die Fächer Germanistik und Anglistik (deutsche bzw. englische Sprache und Literatur) studierte. Ich hatte keine Ahnung, was ich einmal mit diesem Studium anfangen sollte; ich wählte einfach die Fächer, die mir am meisten lagen. In diesen sprachlichen Fächern hatte ich im Gymnasium trotz meiner Verachtung fürs „Pauken“ immer recht gute Noten gehabt. Ohnehin war das Studium für mich zunächst nur eine Nebenbeschäftigung, eine Basis für meine intensiven Aktivitäten im Dienste der kommunistischen Revolution, der ich mein ganzes Leben widmen wollte.</p>
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<p><em><strong>Ein Blick auf die kommunistische Ideologie, der ich anhing</strong></em></p>
<p>Was bewegte mich damals, diesen Weg einzuschlagen? Die Ideologie der Kommunisten ist, aus meiner heutigen Sicht gesehen, eine regelrechte Ersatzreligion, die ihren Anhängern Glauben und Hingabe, Opfer und Selbstverleugnung im Dienst einer „höheren Sache“ abverlangt. Der Kommunist glaubt an eine anonyme höhere Macht im Ablauf der Weltgeschichte, die mit zwingender Notwendigkeit durch die vorbereitenden Stadien der Feudalwirtschaft und des Kapitalismus zum Sozialismus und dann zum Kommunismus, der höchsten Stufe des menschlich-gesellschaftlichen Lebens, voranschreitet.</p>
<p>Der Ideologie des Marxismus liegt ein unerbittlich konsequenter Evolutionsglaube zugrunde. Der Marxist ist fest davon überzeugt, daß die Weltgeschichte bestimmt wird vom Fortschritt in der Entwicklung der technischen Warenproduktion; der menschliche Fortschritt in der Entwicklung der Produktionsmittel bestimmt angeblich die Fortentwicklung der Produktionsverhältnisse (des Wirtschaftssystems), während die Gesellschaft, Kultur und Politik lediglich den „Überbau“ darstellt, welcher der Fortentwicklung der ökonomischen „Basis“ folgt.</p>
<p>Marx behauptete, in diesem Fortgang ein unaufhaltsam wirkendes geschichtliches Gesetz entdeckt zu haben, nachdem die Entwicklung der Produktionsmittel (der technische Fortschritt) zunächst den Übergang vom „Feudalismus“ (der antiken und mittelalterlichen Lehenswirtschaft) zum „Kapitalismus“, die wirtschaftliche Macht der Kapitaleigner über die Produktionsmittel, notwendig machte.</p>
<p>Die technische Fortentwicklung sowie die dem Kapitalismus eigene Tendenz zu zyklischen Krisen verlange aber nun die Einführung des „Sozialismus“, der durch eine Vergesellschaftung der Produktionsmittel unter der Kontrolle der Arbeiterklasse (des Proletariats) gekennzeichnet sei. Nach der „Diktatur der Bourgeoisie“ (der bürgerlichen Klasse, besonders der Unternehmer) komme also mit geschichtlicher Notwendigkeit die „Diktatur des Proletariats“, die wiederum den Übergang zum paradiesischen Endstadium des „Kommunismus“ einleite.</p>
<p>Es ist bezeichnend, daß der Marxismus, der als höchstes Ideal die Abschaffung aller Machtstrukturen verkündet, in sich selbst ganz und gar auf Machtausübung ausgerichtet ist. Jeder gesellschaftlichen Stufe entspricht eine Machtstruktur, die dann jeweils gewaltsam durch eine höhere, der nächsten gesellschaftlichen Evolutionsstufe entsprechende Machtstruktur abgelöst wird. Dem Feudalismus entspricht die Diktatur der Feudalherren, des Adels; dem Kapitalismus entspricht die Diktatur der Bourgeoisie, des industriellen Bürgertums, und dem Sozialismus entspricht die Diktatur des Proletariats, der Arbeiterklasse.</p>
<p>Diese Diktatur, das sah Marx eiskalt und im scharfen Gegensatz zu vielen Anarchisten, konnte praktisch nur durch die „Avantgarde“, die revolutionäre Elite der kommunistischen Partei ausgeübt werden, die dies stellvertretend für die Proletarier tun mußte, zumindest bis irgendwann das Bewußtsein der Massen so weit verändert war, daß sie selbst zur Übernahme der Herrschaft befähigt waren. Wie schon die radikalen Humanisten der französischen Revolution kennt der Marxismus also keine wirkliche „Demokratie“ (Volksherrschaft“), sondern hält die erzieherisch wirkende Diktatur einer fortgeschrittenen Elite über die unmündigen Massen für unumgänglich.</p>
<p>Der „Kommunismus“ (die Gesellschaft, in der alles gemeinsam ist; von lat. communis = gemeinsam, im Besitz der Gemeinschaft) ist das quasi-religiöse Zukunftsideal der Kommunisten, um dessentwillen sie (zumindest die ernsthaften unter ihnen) bereit sind, ihr Leben zu opfern, aber auch Aufstände und Bürgerkriege anzuzetteln und zu morden. Nach der Marx’schen Ideologie ist Gewalt immer der notwendige Geburtshelfer neuer gesellschaftlicher Zustände, und das kommunistische Ideal kann nur erreicht werden, wenn man zuvor die Kapitalistenherrschaft durch blutige Aufstände, Gewalt und Terror stürzt, wobei der Zweck da schon bei Marx fast alle Mittel rechtfertigte.</p>
<p>Nach Marx braucht es nach dem Sturz der Kapitalisten eine längere Übergangsphase, in der die Arbeiterklasse durch ihre Elite, die kommunistische Kaderpartei, eine rücksichtslose und blutige Diktatur über die Vertreter des „alten Regimes“ ausübt, bis deren Macht auch über die Gedanken der Menschen ganz ausgerottet ist. Dabei spielte die Ideologie, die Weltanschauung, eine große Rolle. Die Partei müsse alles tun, um das Volk zur marxistisch-materialistischen Weltanschauung umzuerziehen. Dabei war besonders auch das Christentum mit seiner Jenseitshoffnung für die Marxisten ein schlimmer Feind („Religion ist das Opium des Volkes“), der ausgerottet werden mußte, wenn die Einführung des Kommunismus gelingen sollte.</p>
<p>Im Kommunismus sollten dann alle Waren im Überfluß vorhanden sein, so daß jeder arbeiten und konsumieren konnte, wie es seinen Bedürfnissen entsprach. Wirtschaftlich war also eine Überflußgesellschaft das Ziel, in der alle Bedürfnisse völlig befriedigt würden, in der es keine Macht mehr gab, weil der „neue kommunistische Mensch“ sich bewußt sozial verhalte, so daß Verteilungskämpfe und Unruhen ausgeschlossen wären. Es gäbe weltweiten Frieden und völlige Gerechtigkeit; die Klassenunterschiede wären überwunden, ebenso Leid und Krankheit. Ein Paradies auf Erden also – aber ohne Gott, vom Menschen selbst errichtet.</p>
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<p><em><strong>Eine faszinierende Utopie – aber ein großer Irrtum</strong></em></p>
<p>Dieses Ideal einer paradiesischen Überflußgesellschaft übte auf viele junge Menschen in der 68er-Zeit eine große Anziehungskraft aus. Es ist keine realistische gesellschaftliche Perspektive, sondern eine von Wunschdenken geprägte Utopie, ein gedanklicher Zukunftsentwurf ohne wirklichen Realitätsbezug. Doch die Faszination dieses Ideals läßt sich nicht nur aus der intellektuellen Überzeugungskraft der Marx’schen Gedanken erklären. Dieses Ideal hat eine religiöse Dimension.</p>
<p>Das höchste Ziel des Marxismus bzw. Kommunismus, die zukünftige kommunistische Gesellschaft, ist interessanterweise sehr stark angelehnt an die Bibel. Karl Marx übernahm im großen und ganzen das Bild des künftigen messianischen Friedensreiches, wie es die Propheten des Alten Bundes zeichnen, und paßte dieses Ideal seiner Ideologie an. Marx war Jude und kannte die Propheten sicherlich gut – er hatte allerdings dem Glauben seiner Vorväter wie auch dem christlichen Glauben schon als Student abgeschworen und sich (nach einigen Biographen) einem esoterisch-okkulten Geheimzirkel angeschlossen.</p>
<p>Im Kommunismus, so glauben es die Marxisten, würde es eine schrankenlose Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung des Menschen geben; alle heutigen Übel der menschlichen Existenz wären ausgerottet &#8211; Armut und Hunger, ja, jede Form des Mangels; Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung, alle Arten von Ungleichheit würden abgeschafft sein. Der Mensch würde im Überfluß, in einem utopischen Schlaraffenland leben; er wäre der Notwendigkeit zu entfremdeter Arbeit enthoben und würde seine Tätigkeit allein nach seinen Bedürfnissen richten – erst ein wenig töpfern, dann Bilder malen, einige Stunden in der Warenherstellung arbeiten, dann sich fortbilden usw.</p>
<p>Diese Utopie, im Grunde die Wiederkehr des Paradieses, spricht eine tief im Herzen des in Sünde gefallenen Menschen wurzelnde Sehnsucht an &#8211; nur der entscheidende Umstand ist, daß Gott aus diesem Paradies radikal ausgeschlossen bleibt. Gott ist nach dem fanatischen Glauben der Marxisten nur eine menschliche Erfindung, eine große Illusion. Die Welt ist nichts anderes als sich selbst bewegende Materie.</p>
<p>Der Mensch ist als höchstes Produkt der darwinistischen Evolution sein eigener Gott und Leitstern und kann niemanden über sich dulden. Der „Gott“ der Marxisten ist eine anonyme, verborgene Macht, welche die Geschicke der Menschen nach aus sich selbst entstandenen historischen Urgesetzen leitet. Diese Gesetze meinen die Marxisten mithilfe des „dialektischen Materialismus“ entschlüsselt zu haben.</p>
<p>Aus der Sicht der Bibel, die nach meiner festen Überzeugung wahr ist und alleine eine Überwindung solcher verführerischer politisch-religiöser Denkgebäude ermöglicht, erweisen sich die Grundannahmen des Marxismus als verhängnisvolle Täuschungen. Das philosophische Fundament des Marxismus ist der erwähnte „dialektische Materialismus“. Nach ihm besteht der Kosmos nur aus sich selbst bewegender Materie; der menschliche Geist ist nur Ausfluß materieller Vorgänge, und Gott existiert angeblich nicht. Der Materie wohnen bestimmte Gesetze inne, die alle zu einer Evolution, einer allmählichen Höherentwicklung führen. Hier ist der Marxismus eine feste Allianz mit dem Darwinismus und seinen Evolutionsvorstellungen eingegangen.</p>
<p>Doch der Materialismus und die Evolutionstheorie gehören zu den tiefsten Irrtümern der modernen Menschheit. Sie können weder die Frage nach der letzten Ursache von allem beantworten, denn sie bleiben die Antwort darauf schuldig, woher denn die Materie kommt und woher ihre beobachtbaren Gesetzmäßigkeiten stammen. Eine solche staunenswerte und überaus komplexe, vielfältig voneinander abhängige Anordnung verschiedenster Elemente, wie wir sie in der Schöpfung („Natur“) finden, kann niemals durch blinden Zufall entstanden sein. Viele Prozesse gerade des organischen Lebens sind so komplex, daß sie unmöglich evolutionär erklärt werden können. Hinter der Schöpfung, das zeigen die Ergebnisse der Naturwissenschaften im Grunde eindrucksvoll, muß ein überaus intelligenter Konstrukteur, ein dem Menschen weit überlegener Schöpfer stehen.</p>
<p>Der zweite Grundirrtum des Marxismus (und mit ihm des modernen Humanismus) besteht darin, daß der Mensch völlig verkannt wird. Einerseits wird er als ein sinnloses Produkt des Zufalls im Universum angesehen, als Nachfahre der Amöben und Affen, als zufällig intelligentes Tier, das sich selbst seinen Weg im Universum bahnen müsse. Damit wird dem Menschen seine Würde und sein Lebenssinn genommen, und er wird aller moralischen Schranken beraubt, die über reines Zweckmäßigkeitsdenken hinausgehen. Der Marxismus kann keine überzeugende Antwort darauf geben, was der Mensch ist und wozu der Mensch lebt.</p>
<p>Zum anderen behauptet die marxistisch-humanistische Weltanschauung, der Mensch sei von Natur aus gut und werde nur durch die Umstände (Erziehung/Familie, Gesellschaft) beeinträchtigt oder zum Bösen geführt. Damit kann der Marxismus die verhängnisvolle Neigung des in Sünde gefallenen Geschöpfes Mensch zur Eigensucht und zur Grausamkeit, zum Ungehorsam und zur Machtmißbrauch gegen andere nicht erklären und auch nicht überwinden.</p>
<p>Im Gegenteil – der Sozialismus ist gerade ganz besonders von diesen Eigenschaften des unerlösten, sündigen Menschen gekennzeichnet, wo immer er aus den Lehrbüchern in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. Die vom Marxismus verheißene „Selbsterlösung“ des Menschen ist gründlich gescheitert, und seine trügerischen Lehren berauben die Menschen der Chance zu einer wirklichen Erlösung von ihrer Sünde, die sie nur bei Gott und bei Jesus Christus finden könnten. Das gilt aber auch von dem heute so weit verbreiteten nichtreligiösen Humanismus, der fast schon die moderne Ersatzreligion des Westens darstellt.</p>
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<p><em><strong>Was die Bibel über den Ursprung des Seins und die Sinnbestimmung des Menschen sagt</strong></em></p>
<p>Die Bibel als das Buch, in dem der lebendige Gott sich selbst und seine Absichten mit der Menschheit geoffenbart hat, bezeugt uns etwas ganz anderes, und ich möchte jeden Leser ermutigen, sie daraufhin zu erforschen. In der Bibel finden wir die Botschaft des Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat, und der auch den Menschen zu einem ganz bestimmten Zweck gebildet hat. Die Bibel ist ein lebensrettendes und lebensprägendes Buch der Wahrheit Gottes. Ihre Worte wurden von menschlichen Verfassern niedergeschrieben, aber von Gott selbst geredet und eingegeben. Deshalb ist sie ein ganz besonderes Buch, das „Buch der Bücher“.</p>
<p><strong>Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. (Jesus Christus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C63&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,63</a>)</strong></p>
<p><strong>Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes! (Simon Petrus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C68-69&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,68-69</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel bezeugt uns zum einen, daß die Welt von dem allmächtigen, ewigen, lebendigen Gott erschaffen wurde, der als Geist in der unsichtbaren Ewigkeitsdimension lebt, die wir Menschen nicht messen und erforschen können, und die über diesem materiellen Universum steht. Er ist der Unfaßbare und Ehrfurchtgebietende, der Ewigseiende, der Allwissende und Allgegenwärtige. Er hat den Menschen in seinem Ebenbild geschaffen, damit er als sein Diener und Haushalter die Erde bebaue und bewahre, und damit er als Priester dem wahren Gott diene und ihn anbete. Das ist unsere wahre Berufung, unser wirklicher Lebenssinn, und nur wenn wir ihn finden, können wir ein erfülltes, gutes Leben führen.</p>
<p><strong>Denn so spricht der HERR, der Schöpfer der Himmel &#8211; Er ist Gott -, der die Erde gebildet und bereitet hat &#8211; Er hat sie gegründet; nicht als Einöde hat er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet -: Ich bin der HERR, und sonst ist keiner! (…) Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+45%2C+18+u.+22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 45, 18 u. 22</a>)</strong></p>
<p>Doch die Bibel zeigt uns auch, was wir alle irgendwo empfinden – die Existenz einer Geistesmacht des Bösen, des Satans oder Teufels (Diabolos), der in dieser Welt mächtig wirksam ist und überall Zerstörung und Tod, Grausamkeit und Haß, Mord und Gewalt schürt. Diese böse Macht ist seit dem Sündenfall des Menschen aufgrund er Zulassung des allmächtigen Gottes der „Fürst dieser Welt“, ja der „Gott dieser Welt“. Alles Böse und Schreckliche, alles Perverse und Notvolle, das auf dieser Erde geschieht, geht letztlich von Satan aus, der die ihm dienenden sündigen Menschen anstiftet und verleitet.</p>
<p><strong>Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 12,9</a>)</strong></p>
<p>Die sündigen Menschen aber, die von Gott ansonsten nichts wissen wollen, klagen regelmäßig den gütigen, gerechten Gott der Bibel wegen dieser bösen Dinge an und fragen: „Wie kann Gott das zulassen?“ Nun, wegen ihrer Sünde und Abkehr von Gott läßt Gott es zu! Der Mensch erwählte sich die Schlange zum Gott, und nun muß er die schlimme Willkürherrschaft dieses bösen gefallenen Engels tragen, bis er umkehrt zu dem wahren Gott, der ihn liebt und sein Bestes will.</p>
<p><strong>… und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind! (Jesus Christus zu Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+26%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 26,17-18</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel teilt uns auch eine weitere, für uns nicht angenehme, aber so entscheidend wichtige Wahrheit mit: daß nämlich der Mensch, wie die (wirklich geschehene, nicht bloß „symbolische“!) Geschichte des Sündenfalls in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 3</a> bezeugt, sich dem Satan geöffnet und seinen Schöpfergott verlassen hat, sodaß er geprägt wurde von Bosheit und Auflehnung, Eigensucht und zerstörerischen Begierden. Der Mensch wandte sich im Unglauben und Ungehorsam von seinem Gott ab, dem er alles verdankt, und seither lebt er in geistlicher Finsternis und kann Gott nicht mehr erkennen. Stattdessen dient er allerlei falschen Göttern (Götzen), die ihm keine Vergebung der Schuld und kein ewiges Leben geben können.</p>
<p><strong>Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nicht! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind, wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! (Der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,9-12</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (Der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,18-21</a>)</strong></p>
<p>Über viele Jahrtausende bewahrten die meisten Menschen bei allem Götzendienst und Sündenleben noch eine gewisse Ahnung, daß es einen höchsten Gott und Schöpfer geben müsse; in vielen Religionen finden wir Spuren dieses Ahnens. Die Athener weihten deshalb einen ihrer zahllosen Altäre dem „unbekannten Gott“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+17%2C22-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 17,22-31</a>). Erst im 19. Jahrhundert begann der hochmütige, von sich selbst eingenommene Mensch der letzten Zeiten, die Existenz Gottes ganz zu leugnen; der Marxismus ist nur eine Variante des damals entstandenen humanistischen Atheismus (der Leugnung, daß es überhaupt einen Gott gibt). Diese Ersatzreligion nährt den Wahn, der Mensch könne sich selbst erlösen und zu einem gottähnlichen Wesen aufsteigen.</p>
<p><strong>Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut. (König David in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+14%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 14,1</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel dagegen bezeugt, daß der in Sünde gefallene Mensch einen Erlöser, einen Retter von oben braucht und sich eben nicht selbst aus seiner Sünde retten kann. Ohne diesen Erlöser muß jeder Mensch vor dem lebendigen Gott als seinem Richter stehen und muß aufgrund von Gottes Gerechtigkeit wegen seiner Übertretungen und Auflehnung gegen Gott zum ewigen Tod im unauslöschlichen Feuer verurteilt werden. Doch weil Gott die Menschen verschonen wollte, sandte er in seiner Liebe seinen eigenen Sohn Jesus Christus, der Mensch wurde und am Kreuz stellvertretend für uns alle unsere Schuld und Sünde auf sich nahm, um mit seinem eigenen Leben den Preis dafür zu bezahlen. Das bedeutet Erlösung – Loskauf des todgeweihten Schuldners durch die Bezahlung der Schuld!</p>
<p><strong>… denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (Der Apostel Paulus im 1. Timotheusbrief 2,2-6)</strong></p>
<p>Wenn ein sündiger Mensch sich von seiner Sünde abkehrt und zu Jesus Christus wendet, wenn er ihm seine verkehrten Taten bekennt und sein Leben ganz übergibt, um fortan für Jesus Christus zu leben statt für sich selbst, dann kommt der Sohn Gottes in sein Leben und macht es neu. Dann zieht der Heilige Geist Gottes in das Herz dieses gläubigen Menschen und gestaltet sein Denken und Fühlen, sein Streben und Tun gründlich um, sodaß der Gläubige innerlich eine neue Schöpfung wird und nunmehr für den lebendigen Gott lebt.</p>
<p>Er ist ein Kind Gottes geworden. Er hat nun das wahre, göttliche, ewige Leben empfangen und hat die Gewißheit, hier auf Erden von Gott getragen und bewahrt zu werden und nach diesem Leben die Ewigkeit im Himmel, in glückseliger Gemeinschaft mit Gott und mit seinem Retter Jesus Christus zubringen zu dürfen. Hier auf der Erde darf er gemeinsam mit anderen Christen Gott dienen und die Botschaft von Jesus Christus auch anderen Menschen weitersagen.</p>
<p><strong>Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn. (Der Apostel Paulus im 1. Thessalonicherbrief 1,9-10)</strong></p>
<p>Dieser Weg zu Lebenserfüllung und Wiederherstellung der verlorengegangenen Gemeinschaft mit Gott, den die Bibel zeigt, ist wahr und real; das habe gleich vielen Millionen Menschen auch ich erfahren und über 30 Lebensjahre erprobt. Die Ideen des Marxismus, des Neomarxismus und nichtreligiösen Humanismus dagegen sind ein verhängnisvoller Irrglaube, der niemanden aus seiner Sündenverstrickung und Gottentfremdung retten kann, sondern die Menschen nur immer weiter in die Gottesferne hineinführt.</p>
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<p><em><strong>Der trügerische Anspruch der Selbsterlösung bei dem Marxisten</strong></em></p>
<p>Stolz habe ich, wie alle Kommunisten und Sozialisten, wahrscheinlich über hundertmal mit geballter Faust die „Internationale“ gesungen, in der es heißt:</p>
<p><em>Es rettet uns kein höh’res Wesen, / kein Gott, kein Kaiser noch Tribun! / Uns aus dem Elend zu erlösen / können wir nur selber tun!</em></p>
<p>Wie kläglich bin ich selbst mit meiner „Selbsterlösung“ gescheitert! Nach langen Irrwegen mußte ich zugeben, daß ich sehr wohl einen Retter brauchte – den Sohn Gottes, der sich für mich am Kreuz hingab. Als ich mein Leben Ihm anvertraute, wurde es wirklich neu und heil, in einer Weise, wie ich sie mir zu meinen kommunistischen Zeiten niemals hätte träumen lassen. Damals war ich ein irregeleiteter Zyniker, der nur eine abstrakte, ideologische Hoffnung hatte, um das Elend seines Alltagslebens zu übertünchen.</p>
<p>Aber die Kommunisten und Marxisten sind mit ihrer atheistischen Anmaßung auch kollektiv, im Weltmaßstab grandios gescheitert. Der lebendige Gott hat dafür gesorgt, daß ihr Hochmut und ihre Selbstüberschätzung gründlich zuschanden wurden. Sie konnten sich nicht selber erretten. Der Zusammenbruch des Sowjetkommunismus in Rußland und Osteuropa ist ein eindrucksvoller Beweis für die Verlogenheit des Marxismus.</p>
<p>Marx und nach ihm Lenin, Stalin und Mao hatten immer wieder damit geprahlt, daß die geschichtlichen Tatsachen die Wahrheit ihrer Lehre beweisen würden. Der Kollaps dieses menschenverachtenden, korrupten und bösartigen Regimes brachte für alle Welt den Beweis, daß die marxistischen Vordenker völlig in die Irre gingen. Die schrecklichen Mißstände im kommunistischen China, wo die Partei während der „Kulturrevolution“ zig Millionen Menschen dahinschlachtete und danach ihre politische Macht nur durch Einführung eines begrenzten Staatskapitalismus sichern konnte, belegt das Versagen dieser Ideologie genauso deutlich wie der offene Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums.</p>
<p>So erlitten die stolzen Atheisten mit ihrem Anspruch, aus eigener Kraft eine ideale Gesellschaft und einen neuen Menschen zu schaffen, völligen Bankrott. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen: Welch eine schreckliche Anmaßung! Wie töricht, wenn der gefallene, von Sünde geprägte Mensch behauptet, er könne sich selbst erlösen! Das marxistische Menschenbild ist, wie das allgemein humanistische, ein großer Selbstbetrug. Die Bibel zeigt dagegen, daß der Mensch von Natur aus verdorben und unfähig zum wirklich Guten ist und deshalb einen übernatürlichen, göttlichen Erlöser und Retter braucht – Jesus Christus, den Sohn Gottes, der am Kreuz für unsere Sünde starb, um uns zu erlösen. Gerade diese lebensverändernde Rettungsbotschaft wollte der Marxismus bekämpfen und ausrotten.</p>
<p>Der Marxismus rühmte sich, eine „wissenschaftliche Weltanschauung“ zu sein, die jeden Glauben überwunden habe. Doch in Wahrheit war der Marxismus ein verhängnisvoller Irrglaube, der den Menschen zu seinem eigenen „Gott“ machte und ihm göttliche Fähigkeiten zuschrieb. Dieser Wahn scheiterte an der schlichten Wirklichkeit, und die beweist, daß der Mensch kein Gott ist, kein vollkommenes Wesen, sondern ein elender Sünder, getrieben von zerstörerischen Begierden.</p>
<p>Wenn man solchen Menschen Macht gibt, dann verhalten sie sich eben nicht selbstlos und zum Wohl der Allgemeinheit, sondern irgendwann verdirbt sie der Zugang zu Macht und Reichtum, und sie mißbrauchen beides in ihrem Eigeninteresse. Der Mensch kann weder sich selbst noch seine Mitmenschen erretten. Wir brauchen tatsächlich ein „höh’res Wesen“, das uns rettet &#8211; und das ist allein Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der Mensch wurde, um unsere Schuld zu tilgen und uns wieder mit unserem Schöpfergott zu versöhnen, von dem wir uns abtrünnig weggewandt hatten.</p>
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<p><em><strong>Alltag eines „Weltveränderers“</strong></em></p>
<p>Nun, damals, zu Anfang der siebziger Jahre, war ich noch überzeugter Marxist-Leninist, und kein Zweifel trübte meinen eifrigen Glauben an die „Sache des Kommunismus“. Ich lebte das Leben eines kommunistischen Asketen, verbrachte meine Zeit mit Flugblatteinsätzen und Verkauf der Parteizeitung „Rote Fahne“ vor Werkstoren, mit Büchertischen an der Uni und „persönlicher Agitation“ zur Gewinnung von Anhängern, mit Zellen- und Leitungssitzungen sowie dem Studium der Partei-Schulungsliteratur und der vielen dicken Bände von Schriften der Führer Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao-Tse-tung, über denen ich viele Stunden verbracht hatte.</p>
<p>Immer wieder sammelten wir uns zu Demonstrationen und anderen Polit-Aktionen. Der gemeinsame Marsch mit Gleichgesinnten unter wehenden roten Fahnen und Transparenten mit auswechselbaren Parolen, die meist begannen mit „NIEDER MIT …“ oder „KAMPF DEM …“, vermittelte uns das erhebende Gefühl, wir seien auf dem richtigen Pfad. Es wurden Parolen gerufen wie „Gemeinsam sind wir stark!“, „Hoch die internationale Solidarität!“. Wir sangen die Internationale, ballten die Fäuste und fühlten uns stark und frei. Dann gab es auch viele Propaganda-Veranstaltungen, wo wir hingingen, um von unseren Führern zündende Reden zu hören und uns neu für den „revolutionären Kampf“ zurüsten zu lassen.</p>
<p>Nur gelegentlich dachte ich etwas unbehaglich darüber nach, daß von mir auch erwartet wurde, im Falle eines bewaffneten Aufstandes zum Sturz des herrschenden Systems, der unser erklärtes strategisches Ziel war, zur Waffe zu greifen und andere zu töten. Eigentlich scheute ich im persönlichen Leben Gewaltanwendung und beschränkte mich auf rhetorische Waffen, aber aufgrund der „höheren Notwendigkeit“ wäre ich auch dazu im Prinzip bereit gewesen – gewiß auch zur Verfolgung gläubiger Christen, denn diese waren ja „Reaktionäre“, die der proletarischen Revolution im Wege standen, und mit solchen Kräften durfte man um der Sache willen nicht zimperlich umgehen …</p>
<p>Meine ganzen politischen Aktivitäten überdeckten nur mühsam die innere Leere und Not meines Lebens. Ich hatte Sehnsucht nach einer dauerhaften, tiefen Beziehung zu einer Frau, hatte aber massive Schwierigkeiten damit. Nach den in diesen Kreisen vorherrschenden Idealen der „freien Liebe“ war das alles ganz einfach, aber mein innerliches Verlangen strebte nach einer verbindlichen Liebesbeziehung, in der ich mich dem Gegenüber anvertrauen und ganz öffnen konnte.</p>
<p>Das paßte nicht zu dem damals üblichen Stil, wie man potentielle Partner „anmachte“ und „aufriß“ und dann gegebenenfalls auch bald wieder wechselte, wenn etwas nicht paßte. Alle Versuche zum Aufbau einer Liebesbeziehung endeten kläglich. So lebte ich voller Sehnsüchte nach Lebenserfüllung und in innerlicher Zerrissenheit, die ich durch meinen Aktivismus überspielte.</p>
<p>Um mich herum nahm ich am Rande manches wahr, was mich gelegentlich irritierte &#8211; z.B. daß „führende Genossen“ ein zerrüttetes Leben als Alkoholiker führten, zynisch und innerlich kaputt, sodaß ihre Ehe geschieden wurde; daß die Ehefrau eines eifrigen Genossen, Mutter mehrerer Kinder, ein ehebrecherisches Verhältnis mit einem ledigen Mitgenossen pflegte; daß junge Frauen angehalten wurden, mit zu gewinnenden Sympathisanten ins Bett zu gehen, um sie näher an die Gruppe zu binden. Dennoch war mein Glaube an den Kommunismus ziemlich ungebrochen, als ich unverhofft in eine ernste Krise schlidderte.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">5<br />
</span><span style="color: #800000;">Die große Sinnkrise:<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein ehemaliger Politaktivist<br />
</span><span style="color: #800000;">auf der Suche nach dem Sinn des Lebens</span></h2>
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<p>In unserer K-Gruppe wurde wieder einmal eine „Säuberungsaktion“ durchgeführt &#8211; das heißt, die Führung erklärte gewisse Gedanken und Deutungen der marxistischen Klassiker für eine gefährliche Abweichung von der Wahrheit, die unbedingt zu verwerfen war. Solche „Säuberungen“ gab es immer wieder einmal, und sie wurden mit rigoroser Härte ausgeführt. Meist ging es um Feinheiten irgendwelcher Theorien, die kaum jemand nachvollziehen konnte; aber im Endergebnis wurden die Betroffenen zu „Feinden des Proletariats“ erklärt; sie wurden ausgeschlossen, und jeder Kontakt zu ihnen wurde verboten.</p>
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<p><em><strong>Der heilsame Zerbruch der kommunistischen Ideale</strong></em></p>
<p>Nichtsahnend war ich nun (etwa 1977) in das Visier der „Säuberer“ aus der höheren Leitungsebene geraten. Mir wurde eine Abweichung von der „proletarischen Linie“ vorgeworfen, und innerhalb weniger Wochen war ich als „Abweichler“ ausgeschlossen. Die „Kritik und Selbstkritik“, die von mir erwartet worden war und die ich versucht hatte zu leisten, war nicht zur Zufriedenheit der Leitung ausgefallen, und man schloß mich als einen „Parteischädling“ aus der kommunistischen Hochschulgruppe aus.</p>
<p>Wie gut, daß ich nicht in einem Land des „real existierenden Sozialismus“ lebte &#8211; sonst hätte mich dieser Vorfall wahrscheinlich das Leben gekostet! So kostete es mich nur den Verlust aller meiner Freunde und meines gesamten sozialen Umfeldes innerhalb weniger Tage &#8211; und den Verlust einiger törichter Illusionen, die ich schon viel zu lange genährt hatte.</p>
<p>Das Erleben dieses Ausschlußprozesses stürzte mich in eine tiefe, aber heilsame Krise. Ich war plötzlich meines bisherigen Lebenssinnes beraubt und fand mein bisheriges Weltbild in Scherben vor. Nun erst begann ich über meinen bisherigen Weg und den kommunistischen Glauben nachzudenken, dem ich angehangen war. Ich stand im Austausch mit einigen anderen, denen es ähnlich ergangen war.</p>
<p>Allmählich dämmerte mir das Sektenhafte, Unehrliche, Verbiegende der kommunistischen Theorie und Praxis. Irgendwann wurde mir bewußt, daß die kommunistische Ideologie gründlich irrte, wenn sie die ungerechten Gesellschaftsstrukturen als Wurzel alles Bösen geißelte. Ich empfand immer deutlicher, daß die Wurzel des Übels, das eigentliche Problem im Herzen des Menschen lag &#8211; auch in meinem Herzen. Mit mir, mit uns mußte etwas nicht stimmen, wenn wir so herzlos, sektenhaft und brutal handeln konnten.</p>
<p>Etwa um diese Zeit erreichten mich auch glaubhafte Tatsachenberichte über die Greuel, die von den chinesischen Kommunisten während der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ an der Bevölkerung begangen worden waren. Diese „reinigende, erneuernde“ Massenbewegung war unser großes Ideal gewesen. Sie hatte uns die Hoffnung gegeben, daß China unter Mao wirklich auf dem Weg zu ersehnten kommunistischen Idealgesellschaft war, während wir den Sozialismus in der DDR und der Sowjetunion als entartet ablehnten. Und nun wurde offenbar, daß auch das ein übler Betrug und eine große Enttäuschung war.</p>
<p>In mir wuchs die Überzeugung, daß keinerlei Spielart von politischer Gesellschaftsveränderung eine echte Alternative war. Viele ehemalige K-Gruppen-Anhänger wanderten in andere linke Gruppen ab &#8211; zur DKP (DDR-nahe „Deutsche Kommunistische Partei“) oder zu den Gewerkschaftslinken, später vielfach zu den „Grünen“. Das alles war für mich keine Alternative; ich konnte und wollte nicht länger im Einsatz für eine „politische Sache“ vor mir selber davonlaufen.</p>
<p>Das führte zunächst dazu, daß ich mich wieder neu mit Psychologie beschäftigte, allerdings nicht mehr mit Freud und Reich, sondern mit der humanistischen Selbstfindungspsychologie, beispielsweise mit den Büchern Erich Fromms, aber auch mit Psychologen aus der New-Age-Bewegung, sowie C. G. Jung. In mir wuchs auch die Überzeugung, es müsse doch etwas Göttliches, Übernatürliches geben, eine „andere Dimension des Seins“. Der primitive „dialektische Materialismus“ hatte seine Überzeugungskraft für mich verloren.</p>
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<p><em><strong>Auf dem Weg in den Irrgarten des New Age</strong></em></p>
<p>Eine wichtige Zeit war für mich der einjährige Aufenthalt als Sprachassistent für Deutsch in London im Rahmen meines Anglistikstudiums 1978-1979. Damals begann ich mich mit esoterischer, meist fernöstlicher Literatur zu beschäftigen und wollte ein neues Leben beginnen, einen Weg der persönlichen Sinnsuche und Selbstverwirklichung gehen. In dieser Zeit kam ich wieder mit der bunten „alternativen“ Szene in Berührung, von der ich mich in meinen marxistischen Jahren ferngehalten hatte.</p>
<p>Wenn Gott nicht schon vorlaufend seine gnädige Hand über mir gehalten hätte, wäre ich in diesem London-Jahr mehrfach in gefährlichen Sackgassen gelandet. Ich lernte in dieser Zeit haschischrauchende Freaks und Aussteiger aus der Leistungsgesellschaft kennen, zwielichtige Anarcho- und Sponti-Anhänger aus der Londoner Hausbesetzerszene, aber auch handfeste Zauberer und Anhänger der Druidenreligion oder des Pyramidenkults. Ich wurde zu einem „Alternativen“, zu einem Anhänger der New-Age-Bewegung, offen für alles Mögliche.</p>
<p>In dieser Zeit und danach begann ich mich unter dem Einfluß des New-Age-Denkens intensiver mit fernöstlichen Religionen zu beschäftigen. Ich las deren religiösen Grundschriften &#8211; das „Tao-Te-King“ und andere Klassiker des Taoismus, das „I-Ging-Orakelbuch“ und Konfuzius, die „Bhagavadgita“ und die „Upanischaden“ des Hinduismus, buddhistische Klassiker und auch das „Tibetanische Totenbuch“. Das Lesen allein genügte mir nicht; ich begann auch zu meditieren und wurde, um meine spirituelle Suche zu fördern, zum Vegetarier. Das Essen von Fleisch, so versicherten verschiedene fernöstliche Gurus, sei für die spirituelle Höherentwicklung hinderlich, während Pflanzenkost diese sehr fördere.</p>
<p>In diesen Jahren versuchte ich es eine Zeitlang mit Yoga und nahm Unterricht bei einem Inder, der gegen gutes Honorar Yogakurse zur „Entspannung“ hauptsächlich für sinnsuchende Hausfrauen anbot. Ich besuchte auch einen Kurs in buddhistischer Zen-Meditation (übrigens gehalten von einem evangelischen Pfarrer in einem Haus, das der evangelischen Landeskirche gehörte!). Schließlich lernte ich noch Tai Chi bei einem chinesischen Meister, der uns in die fließenden Bewegungen dieser tanzähnlichen Meditationsform einführte und dabei versicherte, daß der Fortgeschrittene, wenn er die magische „Chi“-Energie gut beherrsche, auch ohne weiteres einen Menschen durch seine bloße Berührung töten könne. Das entsprach aber dann doch nicht meinem eigentlichen Verlangen, weshalb ich diesen Kurs enttäuscht abbrach.</p>
<p>In dieser Zeit der religiösen Suche lernte ich viele esoterische Richtungen kennen. Ich las anthroposophische Schriften und beschäftigte mich mit dem jüdisch-mystischen Chassidismus; ich interessierte mich für die islamischen Sufi-Mystiker und für die Drogenexperimente von Carlos Castaneda, für indianische Schamanen und tibetische Lamas. Daneben besuchte ich auch für eine Woche ein katholisches Kloster und versuchte, in den dort angebotenen „Stundengebeten“ religiöse Erfüllung zu finden. Zeitweise träumte ich sogar davon, Theologie zu studieren und ein (liberal-esoterischer) landeskirchlicher Pfarrer zu werden, um so meine Sinnsuche zum Beruf zu machen.</p>
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<p><em><strong>Die Anziehungskraft und Gefährlichkeit der esoterischen „Erleuchtung“</strong></em></p>
<p>All die verschiedenen Stationen meines religiösen Weges sollten zu einem mystischen Erlebnis führen, das ich mir ersehnte &#8211; die „Erleuchtung“, einen Moment, in dem der Mensch angeblich sein „Einssein mit dem Universum und mit Gott“ erfahren könne. Die verschiedensten „erleuchteten Meister“ der zumeist fernöstlichen Disziplinen versprachen dem Schüler, der geduldig auf dem Pfad der körperlichen und geistigen Meditationsübungen ausharre, daß er gewiß einmal zu diesem gottgleichen Seinszustand durchdringen könne. Dann sei er eins mit dem Höchsten und könne alles erkennen, aber auch auf magische Weise die Naturkräfte beherrschen und überwinden und sich der Hilfe verschiedener Geistwesen bedienen.</p>
<p>Allerdings lösten die Ausführungen dieser Leute über diesen Zustand der Entgrenzung, der Auflösung des bewußten Ich im „All-Einen“, im Nichts des „Nirwana“, bei mir auch gewisse Ängste und Bedenken aus. Die Aufforderung, den Verstand völlig auszuschalten und sich völlig der Übung, der inneren Erfahrung oder auch dem Guru auszuliefern, war für mich verlockend, aber auch bedrohlich.</p>
<p>Die Warnungen verschiedener „Meister“, daß das Streben nach Erleuchtung auch zu schrecklichen Erfahrungen mit bösen Geistwesen oder zum Verlust des Verstandes und zu Wahnzuständen führen könne, machten mich ebenfalls etwas zurückhaltend. So kam es, daß ich mich nie völlig in einen „spirituellen Weg“ hineingab, sondern immer wieder suchend und skeptisch zwischen den verschiedenen Wegen hin- und herirrte. Im nachhinein ist mir bewußt, daß hier schon die bewahrende Gnade Gottes in meinem Leben wirksam war, der nicht wollte, daß ich in einer Okkultsekte ende.</p>
<p>Es ging in all diesen Lehren immer um die „andere Dimension“, die Jenseitswelt der Geistwesen, die wir nicht erkennen konnten, die uns aber beeinflußte und die anscheinend den Schlüssel zu unserer Sinnerfüllung und Selbstfindung zu besitzen schien. Durch körperliche und geistige Meditationsübungen versuchten die esoterischen Sinnsucher in diese Welt einzudringen, die faszinierende Selbsterfahrung und schließlich höchste Erfüllung durch Selbstauflösung und Einswerden mit einem anonymen Göttlichen versprach.</p>
<p>Auf der einen Seite lockte mich dieses Eindringen in die Geisteswelt; fasziniert las ich so manche Berichte von Menschen, die überwältigende „spirituellen Erlebnisse“ gemacht hatten. Aber auf der anderen Seite hielt mich eine gewisse Furcht zurück. Was, wenn dieses Eindringen in die Geisteswelt mißlang und ich von bösen Mächten verführt oder angegriffen würde? Der esoterische Weg, den ich auf meiner Sinnsuche gefunden hatte, war verlockend und zwielichtig, verheißungsvoll und bedrohlich zugleich, und so schreckte ich davor zurück, mich auf Gedeih und Verderb an ihn auszuliefern.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">6<br />
</span><span style="color: #800000;">Selbsterlösung oder Erlösung durch Jesus Christus?<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Suchender zwischen esoterischer Selbstverwirklichung<br />
</span><span style="color: #800000;">und der Botschaft der Bibel</span></h2>
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<p>Meine religiöse Sinnsuche ließ mich trotz immer neuer Ausflüge in bisher unentdeckte „Erleuchtungswege“ leer und unzufrieden. Neben der Gefährdung der psychischen Gesundheit, die offenkundig mit vielen meditativen Erkundungen der Anderswelt verbunden war, störte mich auch zunehmend, daß die verschiedenen „erleuchteten Meister“ alle behaupteten, in die Wahrheit des höchsten Seins eingeweiht zu sein &#8211; aber die Lehren dieser Meister widersprachen sich in den verschiedensten Gesichtspunkten, und manches daran erschien mir geradezu unsinnig oder auch ziemlich fragwürdig.</p>
<p>Ich nahm auch Anstoß an der Verquickung zwischen „reiner“ Erleuchtung und Selbstauflösung einerseits und handfester Magie andererseits, die mir immer wieder begegnete. Viele esoterische „Wege“ versprechen nämlich neben höchsten spirituellen Zielen auch Macht über die Materie, Hellseherei und Kontakt zu angeblich hilfreichen Geistwesen, die einem Gesundheit, langes Leben und materiellen Erfolg sicherten. Diese magischen Rezepte schienen mir in einem häßlichen Widerspruch zu den hehren Bekenntnissen zu stehen, daß alles Materielle niedrig und böse und eigentlich unwirklich sei.</p>
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<p><em><strong>Vergebliche „Selbstfindung“ durch Jung’sche Psychotherapie</strong></em>Über die ganze Zeit hinweg hatte ich mich immer wieder mit den Schriften des Schweizer Psychologen C. G. Jung beschäftigt, der mir eine interessante Brücke zwischen abendländisch-psychologischem Denken und den esoterischen Schulen des Ostens zu sein schien. Seine Vorstellungen von einer spirituellen Selbstfindung („Individuation“) schienen mir etwas seriöser zu sein als die radikalen und unausgegorenen Rezepte der fernöstlichen Gurus. Er machte Anleihen bei fast allen mir schon etwas vertrauten spirituellen Wegen und suchte eine Art Zusammenfassung und Anwendung für den abendländischen religiösen Menschen anzubieten.</p>
<p>So entschloß ich mich, andere Wege erst einmal zurückzustellen und eine Jung’sche Psychotherapie zu beginnen. Längere Zeit saß ich einmal in der Woche bei einem Therapeuten und brachte Mitschriften meiner Träume mit, denn die Untersuchung der Träume ist der angebliche Königsweg zur Selbstfindung, den Jung empfahl. Durch die Konzentration auf die Botschaft der Träume sollte es zu einer Reaktion der jenseitigen Geistesmacht kommen, die Jung als das „kollektive Unbewußte“ bezeichnete und bei der die Schlüssel zur Selbstfindung liegen sollten. Das Ziel war, zu großen, bedeutsamen und persönlichkeitsverändernden Träumen zu kommen, durch die sich die Kräfte („Archetypen“) des kollektiven Unbewußten offenbaren würden und die dann zu einer Vertiefung und Vervollkommnung des Selbst führen sollten.</p>
<p>Der katholische Arzt und Psychotherapeut, der mich betreute, erschien mir jedenfalls weit vertrauenswürdiger als die exotischen Gurus und Seelenführer, von denen ich sonst gehört oder gelesen hatte. Er bemühte sich wirklich um mich, aber Gott sei Dank kam es auch in dieser Therapie nicht zu dem erhofften „großen Erlebnis“, das nur einen okkulten Charakter gehabt hätte. Denn C. G. Jung ist, ungeachtet seiner gelegentlichen Bezüge zur katholischen Religion, ein gefährlicher Esoteriker und praktizierender Okkultist gewesen, der bekannte, daß ihm viele seiner Bücher von einem Geistwesen diktiert worden seien. Die Jung’sche Psychoanalyse hätte mich im weiteren Verlauf nur tiefer in die Finsternis und Okkultismus verstrickt.</p>
<p>In der Zwischenzeit hatte ich mein Magisterstudium der Anglistik und Germanistik beendet. Ich war mir lange unsicher gewesen, was ich danach beruflich machen sollte, aber nach einigem Hin und Her wurde mir klar, daß ich ins Verlagswesen gehen wollte. Bücher haben mich seit meiner Kindheit fasziniert, und so entschloß ich mich, Verlagslektor zu werden. Dieser Beruf reizte mich &#8211;  Buchmanuskripte, die andere geschrieben haben, inhaltlich und äußerlich zu bearbeiten, zu korrigieren und für den Druck fertig zu machen.</p>
<p>Tatsächlich fand ich in einem Stuttgarter Verlag für Kunstbücher und Bildbände eine Anstellung als Lektoratsassistent. Diese Arbeit interessierte mich sehr und machte mir auch wirklich Freude. Nach vielen Jahren des „Trockenschwimmens“ in Schule und Universität endlich Praxis, endlich eine sinnvolle Arbeit!</p>
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<p><em><strong>Meine Beschäftigung mit der Bibel</strong></em></p>
<p>In jener Zeit hatte ich auch begonnen, in der Bibel zu lesen. Das Christentum, das ich bislang nur in der Form der liberaltheologischen evangelischen Kirche kennengelernt hatte, war für mich eigentlich nicht ernsthaft in meiner „spirituellen Sinnsuche“ vorgekommen. Meine Zuwendung zur Bibel entsprang vordergründig einer Enttäuschung über die vielen dunklen, verworrenen, einander widersprechenden esoterischen Weisheitsbücher und Erleuchtungswege.</p>
<p>Irgendwie dachte ich, daß die Bibel vielleicht für uns Europäer doch einen besseren, leichter gangbaren spirituellen Weg eröffnete als die verstiegenen Traditionen des Fernen Ostens. Der Nebel der esoterischen Lehren wich allmählich, als ich mich in die Bibel, das Buch der Bücher, vertiefte. Durch Gottes Gnade las ich offenen Herzens, neugierig und suchend in diesem Buch, das seit meiner Konfirmationszeit viele Jahre unbeachtet in meinem Bücherregal verstaubt war &#8211; und die Bibel sprach zu mir. Mehr und mehr konnte ich die großartige Botschaft dieses Buches fassen. Insbesondere das Johannesevangelium sprach mich tief in meinem Herzen an.</p>
<p>Im Lesen dieses besonderen Buches erkannte ich, daß Jesus Christus mehr war als bloß ein „erleuchteter Meister“ unter vielen, wie das New Age lehrte. Die Worte, die ich da las, waren wirklich „Geist und Leben“, von ungewöhnlicher Kraft und Klarheit. Ich erkannte immer mehr: Jesus Christus war tatsächlich der, der Er zu sein beanspruchte: der Sohn des lebendigen Gottes, der Messias und Erretter, der Weg, die Wahrheit und das Leben.</p>
<p>Wenn ich in der Bibel las, dann wurde mein Herz warm; ich empfand immer klarer, daß der Weg, den der Herr Jesus Christus verkündigte, etwas Wahres und Echtes war; er unterschied sich für mich positiv von den ganzen esoterischen Wegen, die ich zuvor studiert und ausprobiert hatte. Allerdings wurde mir auch immer deutlicher, daß Jesus Christus von mir eine klare, entschiedene Lebensumkehr erwartete, einen Bruch mit der Sünde und dem Bösen in meinem Leben.</p>
<p>Das forderte mich zunächst heraus, denn der Esoteriker Jung lehrte das ganze Gegenteil: Nach seiner Auffassung gehöre das Böse zur Persönlichkeit des Menschen dazu, und der Mensch müsse es bejahen und bewußt in seine Person eingliedern, um nicht zu verkrüppeln und sich zu blockieren. Die beiden Wege, das merkte ich immer deutlicher, waren nicht vereinbar; ich mußte mich entscheiden.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">7<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Wendepunkt der Umkehr:<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Schritt zum Glauben an Jesus Christus</span></h2>
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<p>In dieser Phase meiner Suche griff Gott souverän und gnädig ein. Ich entschloß mich in dem entscheidenden Jahr 1983, meinen Sommerurlaub in Spanien zu verbringen – u.a. zum Bergwandern in den Pyrenäen. Auf der Rückreise wollte ich noch eine Woche nach Taizé gehen – in eine christliche Mönchskommunität, von der mir einige junge Leute aus meiner Heimatstadt begeistert erzählt hatten, wie toll es dort sei, und daß man dort echtes Christsein kennenlernen könne. Nun, ich wollte das mal ausprobieren.</p>
<p>Ich war recht mißtrauisch, aber ich sagte mir, daß ich ja jederzeit wieder abreisen könne, wenn das Ganze sich als Fehlinformation herausstellen sollte. Aus heutiger Sicht ist diese mystische und ökumenische Kommunität der allerletzte Ort, an dem man Jesus Christus wirklich kennenlernen kann, denn die dort gepflegte katholische Spiritualität hat mit echtem christlichem Glauben nichts zu tun. Aber es gefiel Gott, mich gerade an diesem Ort zum Glauben zu rufen &#8211; ganz direkt, ohne Zutun der Mönche mit ihren mystischen Ritualen.</p>
<p>Ich hatte zu dieser Zeit schon begonnen, zu Jesus Christus zu beten und Ihn zu suchen. Einmal, einige Zeit vorher, hatte ich einen schlimmen Alptraum gehabt, in dem eine dämonische Macht bedrohlich nach mir griff. In dem Traum rief ich laut zu Jesus Christus &#8211; und die böse Macht mußte weichen. Das beschäftigte mich danach noch ziemlich. Das große Hindernis für Hinwendung zu Jesus Christus war letztlich meine mystische Prägung. Ich meinte, ich müßte auf eine übernatürliche Offenbarung des Sohnes Gottes warten, bevor ich zu ihm kommen dürfe &#8211; auf einen Traum, eine Vision, ein Wunderzeichen, das mir zeigte, daß Christus mich angenommen hätte. Doch auf dieses Zeichen wartete ich vergeblich.</p>
<p>Und nun, ausgerechnet in dem mystischen Taizé, wurde mir ganz einfach und unspektakulär klar, daß Gott etwas anderes von mir erwartete &#8211; ich sollte mein Leben schlicht im Glauben an Christus ausliefern, ohne auf irgendein Erlebnis, eine Offenbarung zu warten; ich sollte mich Christus ganz übergeben, und dann würde ich erfahren, was ich geglaubt habe.</p>
<p>Damals faßte ich den Schritt der Bekehrung in ein Bild, das mir eindrücklich war: Die Lebensübergabe an Christus war wie eine Fahrt in einem Boot auf dem offenen Meer, bei der ich Ruder, Segel und das Steuer über Bord werfen müßte, um zu sagen: „So, Herr, nun übernimm Du mein Leben ganz und gar!“. An dieser Vorstellung und an meinem Glauben klebten noch manche verdrehte Gedanken, aber am Abend jenes Tages, an dem ich das erkannte, habe ich mein Leben im Gebet dem Herrn Jesus übergeben &#8211; ganz und gar, bedingungslos, im Glauben.</p>
<p>In der darauffolgenden Nacht wachte ich einige Male auf, und mein Herz war erfüllt von Danksagung und Gebet zu meinem Gott, zu meinem Herrn und Erlöser. Wenn ich zuvor gebetet hatte, dann hatte ich immer das Gefühl, daß diese Gebete nur bis zur Zimmerdecke gingen, um dann wieder herunterzufallen. Nun wußte ich: meine Gebete kommen im Himmel an! Ich habe eine ganz neue, echte Beziehung zu meinem Herrn Jesus! Ich hatte große Freude und großen Frieden im Herzen in jenen Tagen. Auch das Bibellesen war plötzlich anders, tiefer, klarer, erfüllender.</p>
<p>Ich bekannte am folgenden Tag freudig einem Taizé-Mönch, daß ich mich bekehrt hatte &#8211; und war etwas verwundert, daß meine Mitteilung bei ihm eine sehr zurückhaltende Reaktion auslöste und er sich nicht wirklich mit mir freute. Heute ist mir klar, daß er mit seinem mystisch-katholischen Glauben darin wahrscheinlich eher eine Verirrung sah.</p>
<p>Gott gebrauchte diese Tage in Taizé, um die entscheidende, von mir lange ersehnte Wende in meinem Leben zustandezubringen. Später wurde mir anhand der Bibel klar, daß die in Taizé gepflegte falsche Frömmigkeit des ökumenischen Mönchtums mit der Lehre der Bibel gar nicht vereinbar ist. Die Mönche selbst mit ihren Kerzenritualen und lateinischen Gesängen hatten mich auch nur am Rande beeindruckt; vieles fand ich befremdlich. Doch ich kam als ein neuer, innerlich völlig veränderter Mensch aus meinem Urlaub zurück. Das waren Tage der Gnade Gottes, der sich über mich erbarmte und mir Vergebung und Erfüllung, Frieden und Heilung schenkte.</p>
<p>Ich erinnere mich noch, wie ich in meinem ersten Eifer für Christus mit einem jungen Mann vom CVJM sprach und entrüstet war, als ich erfuhr, daß er mit einer Freundin zusammenlebte. Voller Überzeugung sagte ich ihm, daß das doch falsch sei; er müßte um den Willen Gottes beten und dann sich entweder trennen oder sie sofort heiraten. Obwohl ich früher selbst in diesem falschen, sündigen Lebensstil gelebt hatte, war mir instinktiv klar, daß dieser Weg des „Zusammenlebens“ ohne Ehe widergöttlich war und nicht zu einer Christusnachfolge paßte.</p>
<p>Ohne daß ich es ahnte, hatte der gnädige Gott auch auf diesem Gebiet schon Vorsorge getroffen. In dieser schicksalshaften Woche in Taizé sollte ich nicht nur den Herrn Jesus finden, sondern danach auch meine liebe Frau, die mich seither all die Jahre auf meinem Lebensweg begleitet hat. In Taizé wurden die vielen Gäste jeweils in Kleingruppen aufgeteilt, in denen man sich austauschte. Ganz und gar nicht zufällig fand sich eine junge Frau, mit der ich schon beim Schlangestehen vor der Essensausgabe in ein Gespräch gekommen war, mit mir in derselben Gruppe.</p>
<p>Es ergaben sich im Laufe der Tage manche Gespräche, und in einem dieser Gespräche standen wir plötzlich vor der Frage, ob Gott uns füreinander bestimmt hat. Für mich war es in meinem jungen, einfältigen Glauben ganz klar, daß eine unverbindliche Freundschaft gar nicht in Frage kam, und eine Ehe nur dann, wenn Gott selbst das ganz klar zeigte. Das tat Er dann am folgenden Tag, und damit waren wir so gut wie verlobt, auch wenn es bis zur Verlobung noch ein wenig dauerte.</p>
<p>Für uns beide war klar, daß wir mit intimer Gemeinschaft warten wollten bis zum Schluß des Ehebundes, so wie es Gottes Gedanken entspricht. Als wir dann 1984 heirateten, bekamen wir die Gnade eines wirklich reinen Neuanfangs geschenkt; seither dürfen wir erfahren, wie segensreich Gottes Lebensordnung der Ehe für alle ist, die sie im Vertrauen auf Jesus Christus zu verwirklichen suchen.</p>
<p>So hatte Gott in Seiner Güte und Voraussicht sehr rasch nach meiner Bekehrung zu ihm eine für mich sehr notvolle und heikle Frage gelöst. Nach einigen zerbrochenen „Freundschaften“ ohne verbindliche Ehebeziehung hatte ich eigentlich schon vor meiner Entscheidung für Christus immer mehr das Verlangen gehabt, keine unverbindliche Beziehung, sondern einen christlichen Ehebund vor Gott einzugehen; damals beeindruckte mich das Buch des katholischen Psychologen Theodor Bovet über die Ehe sehr. Aber nach den gescheiterten Beziehungen hatte ich kaum noch Mut und Hoffnung, daß so etwas für mich möglich sei.</p>
<p>Nun nahm der Herr mir diese Frage aus der Hand. Er schenkte mir das, was die tiefste Sehnsucht in meinem Herzen in bezug auf das irdischen Leben war: eine treue, erfüllte, gesegnete Ehe mit einer lieben Frau. Nach fast 30 Ehejahren sind wir beide dafür immer wieder zutiefst dankbar. Es ist nicht unser Verdienst; es ist Gottes Gnadengeschenk!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">8<br />
</span><span style="color: #800000;">Schritte in ein neues Leben:<br />
</span><span style="color: #800000;">Als Kind Gottes auf dem Glaubensweg</span></h2>
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<p>Mit dem Schritt der Hinwendung zu Jesus Christus, der ganzen Übergabe meines Lebens an den Sohn Gottes war eine gründliche Veränderung meines Lebens geschehen. Zuvor war ich ein einsamer Rebell gewesen, ein in die Welt geworfenes Wesen, das nicht wußte, woher es kam und wohin es ging, ein Wesen, das sich selbst seine Gesetze machte und alleine seinen Weg durch den dunklen Dschungel des Lebens finden mußte.</p>
<p>Ich wußte nicht, was gut für mein Leben war, welches der rechte, zum Glück führende Weg für mich wäre. Ich war darauf angewiesen, meinen Weg durch Versuch und Irrtum zu finden, mit schmerzlichen Folgen, wenn etwas „schiefging“, ohne recht zu wissen, wie es besser werden sollte. Ich war verletzlich und innerlich wund, und doch verletzte ich mit meinem eigensüchtig und eigenwillig gelebten Leben viele Menschen um mich herum. Ich war spöttisch und zynisch und hart gegen andere, und sehnte mich doch nach Reinheit, Liebe, Geborgenheit, nach guten, heilsamen Beziehungen zu meinen Mitmenschen.</p>
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<p><strong><em>Befreiung von der Schuld des Lebens</em></strong></p>
<p>In meinen „autonomen“ Jahren als Mensch ohne Gottesbeziehung lud ich viel Schuld auf mich. Ich kränkte und belastete vor allem die Menschen aufs Schlimmste, die mir am nächsten standen – meine Eltern. Ich war voller Auflehnung und Ablehnung ihnen gegenüber, folgte ihren gutgemeinten Geboten und Ratschlägen nicht, beleidigte sie, richtete sie mit erschreckender Überheblichkeit gegen ihrer Verstrickung in den Nationalsozialismus und war blind dafür, daß ich doch in eine ebenso bösartige totalitäre Ideologie verstrickt war. Ich verletzte und belastete auch andere Menschen in meiner Umgebung – meinen Bruder und andere Familienangehörige, meine Lehrer und Mitschüler.</p>
<p>Ich sündigte mit tausend „kleinen“ Sünden, die für den gottfernen Menschen „normal“ sind. Ich belog immer wieder meine Eltern und andere Mitmenschen. Ich wußte zwar irgendwo, daß das nicht gut ist, aber ich tat es dennoch, wie alle Menschen (vgl. Römerbrief, 3. Kapitel). Ich betrog andere zu meinem Vorteil.</p>
<p>In meinen „linken Jahren“ stahl ich gelegentlich Bücher bei einem bekannten linken Buchhändler in Stuttgart (als ich ihm das später bekannte und den Schaden wieder gutmachte, reagierte er erstaunt und sagte: „Ich weiß genau, daß ganz viele Linke hier mich beklauen, aber daß einer kommt und das zugibt und wiedergutmachen will, das ist mir noch nie passiert!“). Ich haßte Menschen – und Haß wird von Gott gleichgesetzt mit einem innerlich begangenen Mord (vgl. 1. Johannesbrief 3,15)! Ich verleumdete andere und verspottete sie, war frech und provozierend, faul und aufsässig.</p>
<p>Ich verletzte auch manche junge Frauen, zu denen ich eine Beziehung knüpfen wollte und die ich aus Bindungsängsten oftmals dann wieder verließ, oder die mich verließen. Ich glaubte an das verlogene Ideal der „freien Liebe“, die keine verbindliche Treue in der Ehe nötig habe, und versuchte dementsprechend zu leben – aber ich wurde davon nicht glücklich, sondern mußte schmerzlich meine Beziehungsdefizite und Fehlhaltungen erkennen.</p>
<p>Heute weiß ich, daß diese unverbindlichen Beziehungen zutiefst egoistisch und verkehrt waren. Gott hat die Liebe zwischen Mann und Frau und besonders auch die Geschlechtlichkeit bewußt und aus gutem Grund in den Schutzraum der Ehe gestellt, einer verbindlichen Treuebeziehung auf Lebenszeit. Wenn der gottferne Mensch sie daraus herauslöst und nach „Liebe“ ohne Treue sowie nach „geschlechtlicher Erfüllung“ ohne wirkliche Liebe und Verantwortung sucht, dann entsteht daraus nur Böses. Gottes Gebote und Ordnungen für das Verhältnis von Mann und Frau sind zutiefst gut und richtig; sie sind heilsam und befreiend, wenn man sie bewußt auslebt. Das kann ich nach 30 Jahren Ehe nur von Herzen bezeugen.</p>
<p>Obwohl ich mich als „aufgeklärt“, gebildet und wissend bezeichnet hätte, lebte ich in einer großen Finsternis und Unwissenheit. Die Welt und das Leben war für mich ein großes Rätsel, undurchsichtig, und ich konnte keinen Sinn, keinen klaren Weg für mich erkennen. Ich lehnte den lebendigen Gott ab, der mich geschaffen hatte, und Seine Offenbarung in der Bibel. Ich war innerlich tot, voller Auflehnung gegen Gottes Güte und Autorität, und lebte ein Leben im Aufruhr gegen Gott und voller Übertretung Seiner guten Gebote und Ordnungen. Heute muß ich noch manchmal darüber nachdenken, wie wahr und zutreffend die Bibel meinen damaligen Herzenszustand beschreibt:</p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (Der Apostel Paulus im Titusbrief 3,3)</strong></p>
<p><strong>Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens … (Der Apostel Paulus im Epheserbrief 4,17-18)</strong></p>
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<p><em><strong>Die Torheit meines Atheismus und das Schicksal des Menschen vor Gott</strong></em></p>
<p>Der moderne Mensch lehnt es ab, an den lebendigen Gott zu glauben; er erklärt Gott kühn für „tot“, für eine bloße Einbildung, und so hielt ich es ja auch viele Jahre lang. Dahinter steht der Wunsch, ohne Verantwortung vor einem höheren Wesen unbeschränkt den eigenen Willen tun zu können. Instinktiv spürt der Mensch: „Wenn ich anerkenne, daß es einen Gott gibt, ein höchstes Wesen, das mich geschaffen hat, dann bin ich diesem Gott auch Rechenschaft schuldig; dann hat dieser Schöpfer auch Anspruch auf mein Leben. Wenn ich so tue, als gebe es keinen Gott, kann ich ja tun und lassen, was ich will!“</p>
<p><strong>Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige sagt sich los vom HERRN und lästert ihn. Der Gottlose sagt in seinem Hochmut: »Er wird nicht nachforschen!« Alle seine Gedanken sind: »Es gibt keinen Gott«! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+10%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 10,3-4</a>)</strong></p>
<p>Doch so leicht kann der Mensch es sich nicht machen. Gott verschwindet nicht aus seinem Leben, wenn er Ihn verleugnet, ebensowenig wie der Himmel und das Sonnenlicht verschwinden, wenn ein Blinder behauptet, es gäbe sie nicht. Der Tod, dem jeder Mensch unweigerlich unterworfen ist, mahnt und erinnert uns alle, daß etwas nicht stimmt mit unserem Leben, mit unserer selbstzufriedenen, selbstherrlichen Existenz hier in dieser Welt; genauso mahnen uns Erfahrungen von Krankheit und Leid: wir sind auf einem falschen Weg, wir müssen umkehren und unseren Schöpfer suchen, den wir verlassen haben, sonst geht unser Leben zugrunde!</p>
<p><strong>Du läßt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! (…) Denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell hinweggerafft durch deinen Grimm. Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts. Denn alle unsere Tage schwinden dahin durch deinen Zorn; wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz. Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind&#8217;s achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin. Wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie es der Furcht vor dir entspricht? Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen! (Mose in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+90%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 90,3-12</a>)</strong></p>
<p>Der Mensch ist das höchste der Geschöpfe Gottes, und er ist seinem Schöpfer Rechenschaft schuldig über sein ganzes Leben, das er von Gott bekommen hat. Es gibt ein Gericht Gottes am Ende dieses Lebens, und kein Mensch wird diesem Gericht entrinnen, weil er die Existenz Gottes und seine Verantwortlichkeit bestreitet. Im Gegenteil, das erhöht noch die Schuld, die jeder Mensch ohnehin vor dem gerechten, heiligen Gott ansammelt.</p>
<p>Der Mensch hat eigentlich den Auftrag und die höhere Bestimmung, seinem Schöpfer zu dienen, dessen Gebote zu erfüllen und ihn zu ehren und anzubeten. Das ist der wahre, höchste Sinn unseres Lebens, den unser Schöpfer selbst vorgegeben hat. Jeder Mensch hat die Lebensaufgabe, ein heiliger Priester Gottes auf Erden zu sein, ein Anbeter und ein Diener, der die Erde im Auftrag Gottes treuhänderisch verwalten soll.</p>
<p><strong>Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst? (Mose im 5. Buch Mose 10,12-13)</strong></p>
<p><strong>Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. (Matthäusevangelium 22,37-38)</strong></p>
<p>Jeder Mensch hat diesen Auftrag verfehlt und daher vor Gott sein Leben verwirkt. Der Tod ist der Lohn der Sünde. Und dieser Todeszustand im Feuer der Hölle, fern von Gott, ist die unvermeidliche Konsequenz eines Lebens ohne und gegen Gott. Aus diesem gerechten Gericht Gottes kann nur einer den Menschen retten: Jesus Christus, der Sohn Gottes, der eben dafür Mensch wurde und als unser Stellvertreter all unsere Fehltritte und Sünden, all unser Versagen vor Gott auf sich nahm und mit seinem Leben und Blut für unsere viele Schuld bezahlt hat. Von ihm steht geschrieben:</p>
<p><strong>»Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (Der Apostel Petrus im 1. Petrusbrief 2,22-25)</strong></p>
<p>Der Tod Jesu Christi am Kreuz, das durfte ich bei meiner Bekehrung im Glauben annehmen, hat alle meine Schuld und Sünde vor Gott und den Menschen getilgt; mir ist vergeben worden um dieses Opfertodes willen. Weil ich nun Jesus Christus angehöre, bin ich vor Gott als so gerecht und rein angesehen wie Jesus Christus selbst.</p>
<p>Der auferstandene Sohn Gottes im Himmel ist mein Fürsprecher und Hoherpriester, der für mich eintritt; er ist mein Zugang in den Himmel; durch Ihn darf ich einmal auf ewig in die Herrlichkeit der Gemeinschaft mit Gott eintreten, wenn dieses Leben auf Erden beendet ist. Diese Begnadigung und ewige Rettung von Schuld und Tod bietet Gott in Seiner Liebe und Barmherzigkeit jedem Menschen an, der bereit ist, umzukehren von seinem falschen Weg und an Jesus Christus zu glauben.</p>
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<p><em><strong>Erste Schritte im Glaubensleben als Christ</strong></em></p>
<p>Nach meiner Umkehr zu Gott war mein Leben innerlich ein völlig neues geworden. Ich lebte nun in dem Bewußtsein, daß meine ganze aufgehäufte Schuld und Sünde, die vielen Übertretungen meines Lebens, vor Gott völlig vergeben und für immer getilgt waren. Ich durfte von neuem beginnen. Wie viele Menschen wünschen sich das sehnlich nach Fehlentscheidungen und schmerzlichen Katastrophen – aber wie wenige erkennen, daß allein Jesus Christus die Chance für einen solchen echten Neuanfang gibt, weil Er allein die aufgehäufte Schuld der Vergangenheit tilgt und uns die Kraft zu einem anderen Leben nach den guten Maßstäben Gottes gibt!</p>
<p><strong>Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! Das alles aber [kommt] von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. (Der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief 5,17-19)</strong></p>
<p><strong>Siehe, ich mache alles neu! (Jesus Christus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+21%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 21,5</a>)</strong></p>
<p>Leben als Christ – das bedeutet ein Leben in der lebendigen, täglich, stündlich, jedem Moment gelebten Gemeinschaft mit Jesus Christus als dem neuen Herrn meines Lebens, und mit dem allmächtigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, und der nun mein Vater geworden ist. Vorbei ist die Einsamkeit, der verbissene „Kampf ums Dasein“. Ich darf nun wissen: Der große, unergründliche, allwissende und allmächtige Gott, der das Universum schuf und auch mich gemacht hat, Er ist jetzt mein liebender, gütiger Vater geworden, der mich führen und leiten will, der mich beschützt und versorgt. Diese Fürsorge offenbarte Gott schon im Alten Testament am Volk Israel, und das Neue Testament bekräftigt sie vielfach. Nur zwei Bibelworte will ich erwähnen, die mich immer wieder ansprachen und ermutigten:</p>
<p><strong>Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! (Der Prophet Jesaja in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+43%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 43,1-3</a>)</strong></p>
<p><strong>Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. (…) Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! (Der Apostel Paulus im Römerbrief 8,28-34)</strong></p>
<p>Gott, der ewige, hoch erhabene Schöpfer und Regent des Alls, ist nun für mich; er ist mein Gott geworden. Das ist der gewaltige Unterschied nach der Bekehrung zu Christus, der alles anders macht. Auf der einen Seite weiß ich, daß alle Ereignisse in meinem Leben nicht dem blinden Zufall oder der Macht eines anonymen „Schicksals“ entspringen, sondern von meinem Vater im Himmel so geplant und gesandt wurden zu meinem Besten – auch das Schwere und Leidbringende. Auf der anderen Seite darf ich alles, was mich bewegt und belastet, meinem Vater im Himmel, meinem gütigen Herrn Jesus Christus im Gebet bringen und Ihn um Führung und Bewahrung, um Veränderung der Umstände, um innere Kraft, um Weisheit und Liebe bitten.</p>
<p>Dieses beständige Leben in der Gemeinschaft mit einem liebenden, allmächtigen Gegenüber, mit Gott, der täglich vielfältig in meine Leben eingreift, mich führt und korrigiert, meine Gebete erhört, zu mir spricht durch die Bibel – das gehört für mich heute noch zum Größten und Herrlichsten bei all dem vielen Guten, das Gott mir in meinem neuen Leben mit ihm geschenkt hat.</p>
<p>In den Jahren meiner „spirituellen Suche“ fern von dem wahren Gott hatte ich auch Hermann Hesses Roman „Der Steppenwolf“ gelesen – damals ein Kultbuch der Hippies und Aussteiger. In diesem düsteren Werk schildert Hesse, der tragischerweise so nahe am christlichen Glauben aufwuchs und ihn doch verworfen hat, die Einsamkeit eines Menschen auf dem gefährlichen Weg der „Selbstfindung“. Damals fühlte auch ich mich wie solch ein einsamer Steppenwolf – doch diese blind tappende Pfadsuche und dieses „Auf-sich-selbst-Geworfensein“ war nun endgültig vorbei.</p>
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<p><em><strong>Die Bedeutung der Bibel für das Leben des Christen</strong></em></p>
<p>Als Kind Gottes durfte ich nun lernen, nach den Geboten und Lehren der Bibel zu leben, die das Wort des lebendigen Gottes ist und alles enthält, was ein Mensch braucht, um ein gutes und Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Das Bibellesen ist mir seit meiner Bekehrung zu einem Bedürfnis und einer lieben Gewohnheit geworden, und es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht dieses außergewöhnliche Buch Gottes aufgeschlagen hätte und mit persönlichem Gewinn darin gelesen und über die Worte Gottes nachgedacht hätte.</p>
<p>Die Bibel ist für den Christen das große Lehrbuch des Lebens, in dem der ewige Gott uns zeigt, wer Er ist, und wer sein Sohn ist, wie wir uns selbst und die Umwelt um uns herum sehen und darauf reagieren sollen. Die Bibel ist ein faszinierendes Buch, das uns den Weg zu einem guten, Gott wohlgefälligen Leben zeigt, das uns ermutigt und tröstet, aber auch ermahnt und korrigiert.</p>
<p>Unsere westliche Kultur hat die Bibel völlig verkannt und ins Abseits geschoben. Einst wußten die Christen noch, daß die Bibel ein besonderes Buch ist, das Buch, in dem der lebendige Gott, der Schöpfer des Universums, sich durch die menschlichen Werkzeuge der alttestamentlichen Propheten und der neutestamentlichen Apostel geoffenbart hat. Die Bibel ist Gottes Wort – von Gottes Geist eingegeben, eine übernatürliche Offenbarung von höheren, göttlichen Wahrheiten, die dem Menschen von Natur verschlossen sind, weil er in die unsichtbare Dimension der Geisteswelt nicht hineinsehen kann, in der Gott lebt.</p>
<p>Wir „modernen Menschen“ des 20. und 21. Jahrhunderts brauchen deshalb dieses 2.000 Jahre alte Buch ganz dringend, um Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens zu finden, auf die unsere moderne Wissenschaft und Weltanschauung keine Antworten geben kann &#8211; Fragen, die ich mir früher auch stellte: Woher komme ich? Warum existiere ich überhaupt in dieser Welt? Was ist ein gutes Leben? Weshalb gibt es Schuld und Leid, Krankheit und Tod in dieser Welt? Wohin gehe ich nach dem Tod? Was ist der Sinn meines Lebens?</p>
<p>Heute meint der „aufgeklärte“ westliche Mensch, die Bibel als ein Märchenbuch, als eine Sammlung von Mythen und Geschichten abtun zu können, die längst als unwahr und veraltet erwiesen sei. An dieser menschlichen Überhebung über die Bibel kranken auch die großen christlichen Kirchen, die den wahren christlichen Glauben leider längst verlassen haben.</p>
<p>Das ist die große Not des „christlichen“ Abendlandes: daß es dort so viel leeres, hohles Traditionschristentum gibt, das den schlichten Glauben an die Bibel und an den Sohn Gottes längst verlassen hat und sich an religiösen Zeremonien und sinnentleerten Predigten festhält. Solches „Christentum“, ob protestantisch oder katholisch, hatte ich auf meiner Suche immer wieder angetroffen, und es hat mich eher von Christus abgehalten als zu Ihm hingeführt. Aber in der Bibel und im Leben von den heute wenigen echten Christusgläubigen können wir noch erkennen, was der Herr Jesus Christus wirklich gelehrt und für seine Nachfolger gewollt hat.</p>
<p>Ungeachtet der allgemeinen Mißachtung der Bibel haben immer wieder Menschen in Not, auf der Suche nach Gott und dem Sinn des Lebens sich zu diesem wunderbaren Buch gewandt und erfahren, daß die Heiligen Schriften des alten und neuen Bundes lebendig und kräftig sind, daß sie Worte voller Trost und Klarheit, voller Ermutigung und göttlicher Wahrheit enthalten, die ein Menschenleben völlig umkrempeln und heilen können, wenn man sie im Glauben annimmt. In der Bibel fand ich auch zum Glauben an Jesus Christus; dieses Buch hat mich zu Christus geführt und dadurch mein Leben neu gemacht.</p>
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<p><em><strong>Die Freude der Gemeinschaft mit Gott</strong></em></p>
<p>Im Laufe dieses neuen Lebens lernte ich den Gott des Himmels und der Erde, den Gott der Bibel immer mehr kennen. Vor allem in der ersten Zeit verbrachte ich Stunden über der Bibel und sog die Erzählungen von den Taten Gottes in der Geschichte Israels, vom Wirken des Sohnes Gottes, Jesus Christus, auf der Erde und all die anderen Inhalte in mich auf.</p>
<p>Ich lernte auch, die Bibel in mein Alltagsleben umzusetzen, nach dem Wort Gottes zu leben. Das äußerte sich auch darin, daß ich mein Leben von zerstörerischen, unguten Einflüssen reinigte. Viele esoterische und andere irreführende Bücher sowie meine Rock- und Popschallplatten landeten auf der Müllkippe. Ich machte einiges an Diebstählen wieder gut und entschuldigte mich bei meinen Eltern, bei vielen Lehrern und anderen Menschen, die ich verletzt und geschädigt hatte. Ich fing an, für Menschen zu beten, die mir feindlich gesinnt waren, und ihnen freundlich zu begegnen. Ich begann, im Alltag Fehler ehrlich zuzugeben und mich dafür zu entschuldigen, anstatt sie zu vertuschen und anderen die Schuld zuzuschieben.</p>
<p>Ich lernte, im Gebet einen intensiven Umgang mit meinem Gott und Vater sowie mit meinem Herrn Jesus Christus zu pflegen. Jeden Tag begann (und beginne) ich damit, Gott zu danken, Ihn zu loben und Ihm dann meine Anliegen für den Tag zu bringen. Ich bete für meine Frau, für meine Kinder, für andere Angehörige, für meine Freunde und Feinde, für Vorgesetzte und Kollegen am Arbeitsplatz, für Nachbarn, für meine christliche Gemeinde, für Missionare, für Politiker und Verantwortliche in unserem Land und weltweit… Im Gebet können wir gläubige Christen in einigen Minuten um die ganze Welt reisen und die unterschiedlichsten Anliegen, kleine und große, vor Gott bringen. Und Gott ist ein Gott, der Gebet erhört! Wie oft durfte ich das zusammen mit meiner lieben Frau erfahren!</p>
<p>Eine der ersten erhörten Gebete nach meiner Bekehrung betraf meinen Ausweis, den ich dringend brauchte und trotz gründlicher Suche nicht finden konnte. Plötzlich kam mir der Gedanke: „Du könntest ja auch dafür beten!“ Ich bat meinen Vater im Himmel darum, und in den nächsten Sekunden brachte ein einziger Griff in einen Stapel meinen Ausweis zutage! Das mögen Skeptiker als Zufall abtun, aber für mich war es so eindrücklich, daß ich geradezu einen Schreck bekam. Seitdem hat unser treuer Gott sicherlich viele Tausende von Gebeten erhört.</p>
<p>Eine unserer Töchter bekam als kleines Kind einen großen epileptischen Anfall. Die Ärzte sagten, sie müsse wahrscheinlich lebenslang starke Medikamente nehmen. Wir beteten intensiv, und danach trat kein einziger solcher Anfall mehr auf. Viele Jahre später bewarb sich eine unserer Töchter bei einer Ausbildungsstelle, die wir sehr geeignet fanden. Sie erhielt eine Absage, aber wir beteten weiter und rieten ihr, sie solle sich noch einmal bewerben, falls jemand zurückträte. Kurze Zeit später hielt sie die Zusage dieses Betriebs in Händen.</p>
<p>Wir erlebten in vielen kleinen und großen Dingen die Fürsorge, den Schutz und die Hilfe unseres großen Gottes und Vaters. Einmal, als wir in einem kurzfristigen finanziellen Engpaß waren, fanden wir plötzlich einen Briefumschlag mit einer größeren Geldsumme im Briefkasten. Über die vielen Jahre, in denen ich als freiberuflicher Bibellehrer und Referent in Gemeinden kein festes Einkommen erhielt, hatte es uns nie an irgend etwas gefehlt; Gott sorgte immer für uns und unsere große Kinderschar.</p>
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<p><em><strong>Das Geschenk von dreißig Jahren Ehe und Familie</strong></em></p>
<p>Ein kostbares Geschenk ist mir auch nach 30 Jahren die Ehe mit meiner Frau Undine. Ich war ja überzeugt, daß ich nie zu einer stabilen, glücklichen Ehebeziehung fähig sein würde. Doch Gott hat mich auch in dieser Hinsicht innerlich verändert und beziehungsfähig gemacht. Er hat mir eine gute, liebe, treue Frau an die Seite gestellt, die mich in vielem sehr gut ergänzt. Ich durfte lernen, meine Frau mit der Liebe Jesu Christi zu lieben, sie zu ermutigen, ihr beizustehen, auf ihren Rat zu hören, aber auch, als Mann die geistliche Verantwortung für meine Frau und meine Kinder zu übernehmen und der Familie vorzustehen.</p>
<p>In alldem habe ich zahlreiche Fehler und Versäumnisse begangen, und durfte immer wieder die Vergebung und gnädige Zurechtbringung meines himmlischen Vaters erfahren. Als Christ zu leben, bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Wir versagen, sündigen immer wieder auch und dürfen gerade auch in unserem Versagen sehen, wie Gott an uns arbeitet und uns reinigt und zum Guten verändert. Im Laufe der Jahre darf man erleben, wie Gott tiefgreifende Charakterveränderung, Befreiung von negativen Haltungen und Denkmustern und innere Erneuerung schenkt. Unsere Ehe ist durch Gottes Gnade im Laufe der Jahre immer tiefer und erfüllender geworden, statt schal und kalt zu werden, wie dies leider bei manchen der Fall ist.</p>
<p>Für meine Frau und mich war es eine persönliche Führung Gottes, daß wir viele Kinder bekommen und aus Gottes Hand dankbar annehmen wollten. Gott hat uns zehn Kinder geschenkt, und an ihnen durften wir sehr viel lernen über christliche Liebe und Vergebung; wir durften Geduld und Barmherzigkeit lernen, Opferbereitschaft und Verzicht auf manche Bequemlichkeit. Unsere Kinder sind für uns wirklich eine „Gabe des Herrn“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+127%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 127,3</a>), und wir sind dankbar für jedes einzelne von ihnen. Sie alle wurden von Gott erbeten und werden bis heute mit Gebeten begleitet. Was für ein Segen ist es, beten zu können, wenn man selbst oder Mitmenschen Not leiden!</p>
<p>Gerade auch in bezug auf unsere Kinder durften wir so viele erhörte Gebete erleben, so viel Fürsorge und Hilfe Gottes, daß wir es gar nicht alles aufzählen könnten. Natürlich gab es auch Sorgen und Schwierigkeiten, aber wir staunen immer wieder über Gottes Treue und sind dankbar, daß unser himmlischer Vater uns immer wieder neu die Kraft für diese große Lebensaufgabe gegeben hat und gibt.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">9<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Herr, der voller Liebe, Treue und Güte ist.<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Rückblick nach über 30 Jahren der Nachfolge Jesu Christi</span></h2>
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<p>Wenn ich nach über 30 Jahren zurückblicke, dann kann ich nur zutiefst dankbar sein für die Gnade Gottes, der mir die Augen geöffnet hat für das wahre Leben; das in Jesus Christus zu finden ist und das jedem Menschen angeboten wird. Mein Leben mit dem Herrn Jesus Christus ging durch manche Höhen und Tiefen; ich habe manches Versagen meinerseits zu beklagen, aber immer war die Liebe und Vergebung meines Herrn unwandelbar für mich da.</p>
<p>Ich ging eine Zeit auf verkehrten Wegen und folgte christlichen Kreisen, die ungesunde, nicht der Bibel entsprechende Lehren verkündeten, aber ich durfte das erkennen und wieder zurechtkommen. Gottes Güte, Gnade und Barmherzigkeit haben mich nicht einen Tag verlassen, seit ich Ihm angehören darf. Gott ist gnädig, gütig und treu, das kann ich nur von Herzen bezeugen.</p>
<p><strong>Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit; der dein Alter mit Gutem sättigt, daß du wieder jung wirst wie ein Adler. (…) Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+103%2C2-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 103,2-8</a>)</strong></p>
<p>Vom ersten Tag meiner Umkehr an war mir klar, daß mit diesem großen Gott leben bedeutet, ihm zu dienen, für ihn zu wirken in einer Welt, die nichts von Gott hält. Das habe ich in aller Schwachheit versucht. Gott hat es dann geschenkt, daß ich über sieben Jahre lang vollzeitlich an der Revision einer deutschen Bibelübersetzung, der Schlachter-Bibel, als Redaktionssekretär mitwirken durfte.</p>
<p>Diese Jahre einer intensiven Beschäftigung mit Gottes Wort waren für mich ein großes Vorrecht und eine Segenszeit. Nach dem Ende dieser Arbeit gab mir Gott die innere Führung, meine ganze Zeit der Lehre und Verkündigung von Gottes Wort in mündlicher und schriftlicher Form zur Verfügung zu stellen. Ich durfte in dieser Zeit einige Bücher schreiben und auch eine Webseitenarbeit im Internet beginnen. In alldem habe ich Gottes Segen und Beistand so vielfältig erfahren, daß ich nur staunen kann.</p>
<p>So kann ich nach diesen dreißig Jahren von ganzem Herzen bezeugen: Der Gott der Bibel ist der wahre Gott, der allmächtige, heilige und gerechte Schöpfer und Regent des Universums; Er ist real und erfahrbar; Er ist treu und steht zu den Zusagen, die Er in der Bibel gemacht hat. Er ist der Richter, vor dem einmal alle Geschöpfe Rechenschaft geben müssen; Er ist aber auch der barmherzige, gnädige Retter-Gott, der jedem bereit ist zu vergeben, der aufrichtig nach Vergebung sucht und den Retter annimmt, den Gott gesandt hat: Jesus Christus, Seinen geliebten Sohn.</p>
<p>Dieser Sohn Gottes, der Herr und Retter Jesus Christus, ist seit über dreißig Jahren mein persönlicher Herr, den ich kennenlernen durfte, dem ich dienen darf, der mich all die Jahre wunderbar beschützt und gestärkt, getröstet und zurechtgebracht hat. Er ist der einzige Retter, an den wir Menschen uns wenden können. Er schenkt uns Vergebung unserer Sünden, wenn wir an Ihn glauben; um uns zu retten, hat Er, der Unschuldige, alle Schuld und Sünde der ganzen Menschheit auf sich genommen und am Kreuz die Strafe dafür getragen und uns so erlöst, freigekauft von Tod und Gericht.</p>
<p>Durch den Glauben an Ihn wird ein Mensch zu einem geliebten Kind Gottes, von neuem geboren durch den Geist Gottes, innerlich neu gemacht. Das habe ich erfahren dürfen, und das haben schon Millionen Menschen auf der ganzen Welt erfahren dürfen.</p>
<p>Was ich erlebt habe und noch erleben darf, kann vielleicht ein Abschnitt aus dem Epheserbrief verdeutlichen, in dem der Apostel Paulus die große Gnade Gottes gegenüber irregegangenen, sündigen Menschengeschöpfen beschreibt:</p>
<p><strong>… euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.</strong></p>
<p><strong>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht &#8211; aus Gnade seid ihr errettet! &#8211; und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus.</strong></p>
<p><strong>Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch &#8211; Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.   (Der Apostel Paulus im Epheserbrief 2,1-10)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">10<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Gott, der sich finden läßt.<br />
</span><span style="color: #800000;">Eine Ermutigung für Suchende</span></h2>
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<p>Am Ende dieses Lebensberichts möchte ich alle meine Leser ermutigen. Der Gott, der sich mir geoffenbart und mein Leben so gnädig gewendet und in seine Hand genommen hat, dieser Gott der Bibel läßt sich gerne finden von jedem Menschengeschöpf, das ihn aufrichtig sucht. Er hat in seinem Wort eindringliche Aufrufe zur Umkehr und zum Glauben niederschreiben lassen, die allen seinen Menschengeschöpfen gelten:</p>
<p><strong>Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und eßt! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen, und eure Seele soll sich laben an fetter Speise! (…)</strong></p>
<p><strong>Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Der Prophet Jesaja in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+55%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 55,1-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet; und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und ich werde euer Geschick wenden … (Der Prophet Jeremia in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jeremia+29%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jeremia 29,11-14</a>)</strong></p>
<p>Viele suchende Menschen haben schon gebetet: „Gott, wenn es dich gibt, dann zeige mir das und offenbare dich mir!“, und Gott hat geantwortet. Gott offenbart sich in seinem Wort, der Bibel, die er als eine Botschaft an die von ihm abgedrifteten Menschen hat niederschreiben lassen. Gott offenbart sich in seinem Sohn Jesus Christus, von dem die Bibel vielfältig Zeugnis ablegt, in den Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen, in der Offenbarung und auch im Alten Testament.</p>
<p>Wer die Bibel liest mit einer solchen Bitte zu Gott, der wird erleben, daß in diesem erstaunlichen Buch der Gott der Bibel lebendig zu ihm spricht und er diesen Gott erkennen kann. Besonders das erste Buch Mose, das Johannesevangelium, der Prophet Jesaja Kapitel 40 – 66, die Psalmen und der Römerbrief seien als Einstieg empfohlen, wobei es wichtig ist, eine klassische wortgetreue Übersetzung wie die Lutherbibel, die Schlachterbibel oder die Elberfelder Bibel zu benutzen.</p>
<p>Ich kann nur jeden ermutigen, der diese Zeilen gelesen hat, sich aufrichtig an den Herrn Jesus Christus zu wenden und ihm sein Leben anzuvertrauen. Das ist die wichtigste, die bedeutungsschwerste Entscheidung im Leben jedes Menschen – sich für oder gegen Jesus Christus zu entscheiden. Wer sich aufrichtig von seinem Weg des Eigenwillens, der Auflehnung gegen Gott und der Sünde abkehrt, wer seine Sünden Gott bekennt und Jesus Christus als seinen Retter und Herrn annimmt, der wird durch ihn wahres, ewiges Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott finden.</p>
<p><strong>Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.</strong></p>
<p><strong>Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind. (Jesus Christus im Johannesevangelium 3,16-21)</strong></p>
<p><strong>Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben.</strong></p>
<p><strong>Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut … (Der Apostel Paulus im Römerbrief 3,19-25)</strong></p>
<p><strong>Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Der Apostel Paulus im Römerbrief 6,23)</strong></p>
<p>Jesus Christus spricht in der Bibel mit großer Liebe zu allen Menschen, wer sie auch sein mögen, und bietet ihnen Seine Gnade und Erlösung an:</p>
<p><strong>Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Matthäusevangelium 11,29)</strong></p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (Johannesevangelium 5,24)</strong></p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (Johannesevangelium 6,47)</strong></p>
<p>Der ist ewig glücklich, der dieses Angebot im Glauben annimmt.</p>
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<p>Kurzfassung        © Rudolf Ebertshäuser         Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de       April 2018</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/04/von-marx-zu-christus-ein-glaubenszeugnis/">Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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