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	<title>Rettungsbotschaft Evangelium - RE Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<item>
		<title>Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 18:47:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein „68er“ auf der Suche nach dem wahren Leben &#160; &#160; Vorbemerkung &#160; In diesem Lebensbericht mit dem Titel „Von Karl Marx zu Jesus Christus“ möchte ich meinen Weg vom aufmüpfigen Jugendlichen zum eifrigen Kaderkommunisten, von dort zur Sinnsuche in Meditation und östlichen Religionen und dann zum gläubigen Christen nachzeichnen. Auf der einen Seite soll [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/04/von-marx-zu-christus-ein-glaubenszeugnis/">Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>
Ein „68er“ auf der Suche nach dem wahren Leben</h2>
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<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Vorbemerkung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Lebensbericht mit dem Titel „Von Karl Marx zu Jesus Christus“ möchte ich meinen Weg vom aufmüpfigen Jugendlichen zum eifrigen Kaderkommunisten, von dort zur Sinnsuche in Meditation und östlichen Religionen und dann zum gläubigen Christen nachzeichnen.</p>
<p>Auf der einen Seite soll mein Bericht auch ein Zeitzeugnis sein. Ich bin ein Kind der „68er“-Zeit, und ich möchte aus meiner Erfahrungsperspektive nachzeichnen, welche Einflüsse die Kulturrevolution der 68er Jahre, die ich intensiv miterlebte, für die damaligen jungen Menschen mit sich brachte.</p>
<p>Auf der anderen Seite will ich auch davon berichten, wie ich vom Glauben an Karl Marx und Buddha zum Glauben an den lebendigen Gott der Bibel und an seinen Sohn Jesus Christus gekommen bin. Das war aus meiner persönlichen Sicht das glückliche Ende einer jahrzehntelangen Suche nach dem Sinn meines Lebens.</p>
<p>Aber als Christ lernt man, seine Lebensführungen auch aus einer anderen Sicht zu sehen, aus der Sicht des lebendigen Gottes, der mich in seiner Liebe und Gnade zu sich gezogen hat. Gott hat mir geschenkt, daß ich ihn erkennen durfte, und hat in mein Leben eingegriffen, das sonst einen ganz anderen, für mich zerstörerischen Verlauf genommen hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Leonberg, im April 2018                                                                      Rudolf Ebertshäuser</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">1<br />
</span><span style="color: #800000;">Bürgerlich-christlich, aber ohne Christus:<br />
</span><span style="color: #800000;">Behütete Kindheit in einer strebsamen Familie</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meine Eltern waren beide schon etwas älter, als ich 1953 als ihr erster Sohn auf die Welt kam. Ihr Leben war, wie das vieler anderer in ihrer Generation, in mehrfacher Hinsicht geprägt worden von der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland und vom Zweiten Weltkrieg. Beide kamen aus bescheidenen Verhältnissen und hatten eine konservative, nationalpatriotische Einstellung. Sie hatten sich im Großen und Ganzen positiv zum nationalsozialistischen Deutschland gestellt und waren nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes erschüttert und desillusioniert; sie fühlten sich als Betrogene.</p>
<p>Mein Vater und meine Mutter hatten an eine irreführende politische Ersatzreligion geglaubt und waren schwer enttäuscht worden. Nun lebten sie ohne lebendigen Glauben, ohne innere Beziehung zu dem Gott, zu dem sie sich als „Christen“ bekannten. Ihr Lebenssinn bestand darin, sich mit viel Fleiß und Einsatz ein abgesichertes, angenehmes Leben einzurichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Zusammenbruch Hitlerdeutschlands – ein Zusammenbruch der Ideale</em></strong></p>
<p>Meine Eltern erlebten beide die Niederlage Hitlerdeutschlands als ein sehr belastendes, für sie demütigendes Geschehen. Sie hatten sich von den verführerischen Parolen Hitlers teilweise mitreißen lassen und manchen Propagandalügen der Nazis geglaubt, hatten aber sicherlich von vielem Schrecklichen, das unter Hitler geschah, nichts gewußt. Die Niederlage des „Dritten Reichs“ erschütterte sie schwer und zerstörte erst einmal auch ihre eigene Lebensgrundlage &#8211; beruflich, aber auch geistlich. Meine Eltern waren moralisch und geistig niedergeschmettert vom Zusammenbruch Deutschlands, den sie kaum verwinden konnten. Sie erfuhren nach Kriegsende von den Greueln der Nationalsozialisten und fühlten sich danach in ihren „Idealen“ verraten und von Hitler getäuscht, dem sie vertraut hatten.</p>
<p>Leider gelang ihnen keine tiefere Aufarbeitung der Nazizeit und eine völlige innerliche Distanzierung vom nationalistischen Denken. Sie bejahten den Weg des demokratischen Nachkriegsdeutschlands grundsätzlich als konservative CDU-Wähler, hatten aber immer wieder negative Empfindungen gegenüber den „Siegermächten“ angesichts des „Unrechts“, das Deutschland angeblich geschehen war. Sie konnten die Vergangenheit NS-Deutschlands und den schmerzlichen Bruch in ihrem eigenen Leben nie richtig verarbeiten. Die falsche Religion der nationalistischen „Vaterlandsliebe“ war ihnen weitgehend abhanden gekommen, aber an ihrer Stelle entstand ein Vakuum und eine Wunde, die nicht richtig heilen konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Ehe und Familie im Nachkriegsdeutschland</strong></em></p>
<p>Im Jahr 1947 heirateten meine Eltern; mein Vater war damals schon 34 Jahre alt, meine Mutter neun Jahre jünger. Die ersten Jahre im noch zerbombten Stuttgart waren schwierig; das junge Ehepaar lebte provisorisch in einer Einzimmer-Dachgeschoßwohnung; erst einige Zeit später bekamen sie eine bessere Wohnung und entschlossen sich, ein Kind zu bekommen. Ich wurde 1953 geboren; mein einziger Bruder zwei Jahre später.</p>
<p>Mein Vater arbeitete damals als Ingenieur in verschiedenen Firmen; meine Mutter verdiente als Schneidermeisterin noch Geld hinzu. Nach meiner Geburt beschlossen meine Eltern, ein Haus zu bauen, was angesichts der knappen finanziellen Mittel ein ziemliches Wagnis war. So wuchsen wir in recht bescheidenen Verhältnissen auf, denn die junge Familie mußte viele Jahre erhebliche Mittel für die Schuldentilgung aufwenden. Auf dem Speiseplan standen oft Milchreis, Brotsuppe, Knödel oder Grießbrei; erst nach vielen Jahren gab es auch Urlaubsreisen; mit dem Zelt und später einem Wohnwagen erkundeten meine Eltern Europa. Heute bin ich dankbar dafür, daß wir als Kinder nicht verwöhnt wurden, sondern sparsam und bescheiden aufgezogen wurden.</p>
<p>Mein Vater war ein begabter Ingenieur, strebsam und sehr fleißig. Nach einigen Jahren eröffnete sich ihm die Möglichkeit, als Dozent an die Ingenieurschule in Esslingen/Neckar zu wechseln, was seinen Neigungen sehr entgegenkam. Viele Jahre unterrichtete er dort als engagierter und beliebter Dozent (später Professor) zahlreiche Ingenieurstudenten; daneben war er Herausgeber einer technischen Zeitschrift und verfaßte auch technische Bücher. Jahrelang war er eine gefragte Autorität in seinem Fach und wurde öfters zu Firmenbesprechungen und Ingenieurstagungen eingeladen.</p>
<p>Für seine Kinder hatte der gütige, aber menschlich zurückhaltende Vater vielleicht nicht genügend Zeit; als seine beiden Söhne in die „Pubertätsjahre“ kamen, erlebte er ihre zunehmende Auflehnung und kritische Abgrenzung von den Eltern und ihren Idealen sicherlich als Kränkung und zog sich eher in die erfüllende berufliche Arbeit zurück.</p>
<p>Auch meine Mutter war mit der Erziehung ihrer zwei heranwachsenden Söhne, die zunehmend frech und wild wurden, viel stritten und nicht mehr gehorchten, sicherlich überfordert. Sie war aufgrund der traumatischen Erlebnisse ihrer Vertreibung emotional vielleicht nicht so belastbar, auch mußte sie zuhause neben Haushalt und Kindern Kleider für vermögende Kundinnen schneidern; außerdem versorgte sie ihre eigene Mutter und Großmutter, die mit im Haus wohnten.</p>
<p>Beide Eltern bemühten sich redlich um uns Kinder und gaben gewiß ihr Bestes, und ich bin heute sehr dankbar für meine Eltern und alles Gute, was ich durch sie empfangen durfte. Aber wir Kinder entwickelten uns im „Teenageralter“ in eine Richtung, die sie aufgrund ihrer eigenen, ganz anderen Prägung nicht verstehen und mit der sie auch nicht richtig umgehen konnten.</p>
<p>Ich bin heute sehr dankbar dafür, daß meine Eltern im Großen und Ganzen eine gute, harmonische Ehe führten. Sie lebten ohne Glauben und ohne Gott, akzeptierten aber die biblischen Werte der Ehe und der Treue und blieben auch angesichts gewisser Schwierigkeiten und Enttäuschungen beieinander. Sie haben mir dadurch eine Geborgenheit und innere Stabilität vermittelt, die ich umso höher schätze, je mehr ich sehe, wie katastrophal sich zerbrochene Ehen auf die Stabilität und Persönlichkeit der Kinder auswirken.</p>
<p>Meine Eltern gaben sich alle Mühe, uns nach menschlichen Maßstäben gut zu erziehen und uns vor allem eine höhere Bildung zu vermitteln &#8211; ein Gut, das sie aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung sehr hoch achteten, während wir hochmütigen, selbstbezogenen Wohlstandskinder es leider ziemlich geringschätzten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Die große Leere in der Sinnfrage</strong></em></p>
<p>Doch <em>ein</em> großes Defizit wies meine Kindheit und Jugend auf, wie auch die so vieler junger Leute meiner Generation: Einen wirklichen Lebenssinn konnten meine Eltern uns nicht vermitteln. Für sie machten Werte wie Fleiß, Strebsamkeit, ein guter Beruf, Dienst fürs Vaterland, Wohlstand und bescheidener Lebensgenuß den Sinn des Lebens aus. Das war aber uns heranwachsenden jungen Leuten nicht genug; mit einem gewissen Spürsinn empfanden wir das Hohle und Unzureichende eines solchen „Wertefundaments“.</p>
<p>Doch meine Eltern konnten uns nichts Weiterführendes, Höheres anbieten. Sie waren zwar äußerlich „Christen“, d.h. getaufte Mitglieder der evangelischen Kirche, aber sie hatten keinen lebendigen Glauben an Jesus Christus. Einen Gottesdienst in der Kirche erlebten wir höchstens einmal im Jahr; die Bibel kam nur gelegentlich zu Weihnachten zu Ehren, wenn vielleicht einmal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen wurde.</p>
<p>Meine Mutter war ursprünglich katholisch gewesen, aber ihrer Religion durch die NS-Ideologie und das politische Engagement entfremdet. Sie war um ihrer Heirat willen in die evangelische Kirche übergetreten, fühlt sich dort aber nicht recht zu Hause. Sie lebte bis ins Alter in einer katholisch geprägten Werkgerechtigkeit; sie meinte, sie hätte ja überwiegend Gutes getan und könne damit sicherlich vor Gott einmal bestehen. Im höheren Alter hat sie sich dann doch Christus zugewandt – wie ernsthaft das war, können wir aufgrund ihrer damals schon beginnenden Demenz nicht sagen; die Ewigkeit wird es offenbar machen.</p>
<p>Mein Vater hatte gläubige Eltern gehabt; sein eigener Vater war landeskirchlicher Pietist und hielt in seinem Haus auch „Stundenversammlungen“ ab. Erst viel später erfuhr ich, daß es in meiner Familie väterlicherseits in vielen Generationen gläubige Pietisten gegeben hat. Mein Vater jedoch, der älteste Sohn, lehnte den Glauben seiner Eltern schon als junger Mensch ab und schlug später ganz andere Wege ein. Er suchte sein Lebensglück im Aufbau einer gutbürgerlichen Existenz und verdrängte die Frage nach der Ewigkeit.</p>
<p>Im späteren Alter noch wurde das deutlich; er meinte zwar, die Bibel würde uns gute „Werte“ fürs Leben vorgeben, aber zu Gott hatte er keine wirkliche Beziehung. Meinen Glauben hielt er, obwohl er sich über meine Lebenswende in vielem freuen konnte, für „überzogen“ und „fanatisch“. Er war sich nicht der ernsten Tatsache bewußt, daß ein bloßes Wissen über Gott und ein äußerlich „anständiges“ Leben niemanden in den Himmel bringen, sondern nur die Umkehr und der persönliche Glaube an Jesus Christus.</p>
<p>Mein Vater starb mit 78 Jahren sehr plötzlich an einer Embolie. Er hatte um den Weg zur Vergebung gewußt, aber wenn er sich nicht im letzten Augenblick im Krankenhaus noch bekehrt hat, wird er die Ewigkeit in Finsternis und Gottesferne erleben. Es ist so wichtig, daß wir alle uns rechtzeitig ernsthaft die Frage stellen: Wo werde ich die Ewigkeit zubringen? Was geschieht mit meiner unterblichen Seele, wenn mein irdisches Leben zu Ende ist?</p>
<p>Beide Eltern waren nach dem Krieg, so scheint es zumindest mir, zu einer Art religionsloser „Gesinnungsethik“ gekommen; sie leugneten Gott nicht offen, aber Gott spielte in ihrem Leben keine erkennbare Rolle. Sie wollten auf menschlicher Ebene recht handeln und hofften so, irgendwann einmal bei dem „höheren Wesen“, dessen Existenz sie nicht geradeheraus ableugneten, das aber als sehr fern und unpersönlich empfunden wurde, günstig angenommen zu werden.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2<br />
</span><span style="color: #800000;">Entfremdung und Auflehnung:<br />
</span><span style="color: #800000;">Eine Jugend in den sechziger Jahren</span></h2>
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<p>Irgendwann ab dem zwölften Lebensjahr begann bei mir eine Entwicklung, die ich nicht verstand und die mir große innere Nöte bereitete. Ich fühlte mich seltsam mit mir selbst entzweit und „entfremdet“ &#8211; entfremdet meinen Eltern, auf deren Erziehung die ich zunehmend frech und auflehnend reagierte; aber auch entfremdet meinem Bruder, meinen Klassenkameraden und meiner ganzen Umgebung.</p>
<p>Es entwickelte sich bei mir das Gefühl einer Sinnlosigkeit und Leere; mein Leben erschien mir dumpf und eintönig. Ich zog mich zunehmend in mich selbst zurück, las sehr viel und träumte vor mich hin. Im Gymnasium, in dem ich anfangs ein relativ guter Schüler war, fielen meine Noten immer weiter ab. Ich lernte nur noch, wenn ich dazu „Lust“ hatte, und diese Lust stellte sich immer seltener ein.</p>
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<p><em><strong>Pubertäre Auflehnung gegen die Eltern und die beginnende Studentenrevolte</strong></em></p>
<p>Diese kritische Zeit der „Pubertät“ – vor allem die Jahre 1966 bis 1970 &#8211; fiel nun zusammen mit einer gesellschaftlichen Entwicklung, die ich im nächsten Kapitel etwas ausführlicher schildern möchte. Im Fernsehen wurden Bilder langhaariger Studenten gezeigt, die gegen den Schah von Persien und den Vietnamkrieg, gegen jede Form von Unterdrückung und das „Establishment“ (die etablierte Gesellschaftsordnung und ihre Vertreter) demonstrierten. Meine Eltern waren entsetzt und stellten sich auf die Seite der Polizisten, die „Ruhe und Ordnung“ wiederherstellen sollten. Ich aber schlug mich gefühlsmäßig auf die Seite der Rebellen, auch wenn ich deren Gedanken und Motive nicht recht verstand. Es gab zunehmend hitzige Debatten in der Familie; ich stellte immer mehr die Werte meiner Eltern in Frage.</p>
<p>Das pubertäre Gefühl der Sinnlosigkeit und Enge, die Auflehnung gegen die Autorität meiner Eltern verband sich so mit einer politischen Bewegung der Auflehnung gegen alle Autorität der Gesellschaft. Das Leben meiner Eltern erschien mir leer und spießig, und sie hatten in meinen Augen keine glaubwürdigen Argumente gegen die alles hinterfragenden, aufmüpfigen Sprüche der linken Protestierer. Ihnen fühlte ich mich emotional mehr und mehr zugehörig und interessierte mich für ihre „Sache“ – zum Entsetzen meiner Eltern, die sicherlich viele Gefahren damals schon deutlich erkannten und mich vergeblich von dieser Radikalisierung abhalten wollten.</p>
<p>Angesteckt durch die Literatur dieser Studentenrevolte, durch Leute wie Rudi Dutschke, Bernd Rabehl und Günther Amendt (verbreitet durch blutrote Paperbacks des linken Rowohlt-Verlages, der den Sprechern der sozialistischen Studentenrevolte eine eifrig genutzte Plattform bot), begann ich als blutjunger Bursche die Schriften der Vordenker und Ideologen der neuen Bewegung zu lesen &#8211; Che Guevara, Sigmund Freud und Karl Marx, später auch Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno, Hans Magnus Enzensberger und viele andere (zumeist in den regenbogenfarbigen Taschenbüchern der „Edition Suhrkamp“).</p>
<p>Ich verstand mit meinen 14, 15 Jahren nur relativ wenig von den geschraubten, mit Intellektuellenlatein gespickten Sätzen, aber sie vermittelten mir aufrührerische Gedanken, die mit meinem Lebensgefühl übereinstimmten: Rebellion ist gerechtfertigt! Das Alte, Etablierte ist grundfalsch! Alles, was mich einengt, ist schlecht und muß weg! Auf eine sehr selbstgerechte Weise verurteilte ich meine Eltern und die ganze ältere Generation; ich lehnte sie pauschal als „Nazis“ ab und gab ihnen die Schuld an allen Greueln der Hitlerjahre. Ich fühlte dumpf, ich müsse mich auflehnen, ausbrechen aus dem Mief des bürgerlichen Lebens, um mich selbst zu suchen und diese etablierte, satte Gesellschaftsordnung umzustürzen.</p>
<p>Diese neue Lebenseinstellung, die meine pubertäre Auflehnung gegen die Eltern auf zerstörerische Weise befeuerte und steigerte, prägte mein Verhalten immer mehr. Ich wurde meinen Eltern gegenüber immer selbstgerechter und rebellischer; sie reagierten darauf mit Hilflosigkeit und Rückzug, manchmal auch mit Zorn und Strafen, konnten aber bei mir nichts bewirken. Ich wurde auch in der Schule den Lehrern gegenüber immer frecher und herausfordernder.</p>
<p>Alle Autoritäten, so wurden wir gelehrt, sind böse und „repressiv“ (= unterdrückend), sie müssen entlarvt, lächerlich gemacht, mißachtet und letztlich gestürzt werden. Hier verbündete sich eine sozialistisch gefärbte antiautoritäre, teilweise geradezu anarchistische Weltanschauung mit einer durch die Freud’sche Psychoanalyse gespeisten Verklärung des „Lustprinzips“.</p>
<p>So verweigerte ich in der Schule zunehmend alle „stumpfsinnige“ Lernleistung, zumindest in den Fächern, wo mich die Leistung mühsame Arbeit gekostet hätte. In jenen Jahren war es anfangs noch üblich gewesen, daß die Schüler aufstanden, wenn der Lehrer den Klassenraum betrat, und ihn gemeinsam begrüßten. Solche „militaristische“ Disziplin verweigerten wir bald und blieben sitzen, verspotteten die Lehrer zunehmend und machten sie lächerlich, provozierten sie mit Kreidewerfen, verweigerten die Mitarbeit und redeten dazwischen, wobei ich später zu diesem Zweck eine Zeitlang mitten im Unterricht aus der „Mao-Bibel“, einem kleinen roten Büchlein mit gesammelten „Worten des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ laut vorlas.</p>
<p>„Wir“ &#8211; das war eine kleinere Clique von kritischen, zynischen und provozierenden Jungs (Mädchen gab es in dieser Gruppe eigentlich keine), die überwiegend aus gut situiertem Elternhaus kamen und eigentlich gute Schüler hätten sein können; aber das entsprach nicht unseren antibürgerlichen Idealen. Also übte man demonstrativ Verachtung gegenüber dem „stupiden, kapitalistischen“ Notensystem, das einen nur für „Sachzwänge“ und „Profitmaximierung“ abrichten sollte. Wir waren entschlossen, allen solchen Zwängen zu entfliehen. Wir waren arrogant und verletzend, ironisch und herabwürdigend gegen Mitschüler und Lehrer. Wehe dem, der die Zielscheibe unseres Spottes wurde!</p>
<p>Unser provozierendes, destruktives Verhalten brachte die meisten Lehrer fast zur Verzweiflung; bei unseren Mitschülern ernteten wir damit entweder stille Bewunderung oder kopfschüttelndes Unverständnis. Aber wir gaben den Ton in der Klasse an und terrorisierten nicht nur viele Lehrer, sondern auch manche lernwillige Mitschüler. Wenn man uns damals darauf hingewiesen hätte, wie egoistisch und mies unser Verhalten eigentlich war, hätten wir nur mit Unverständnis und Verachtung reagiert. Wir waren völlig von uns selbst eingenommen und tief davon überzeugt, daß wir im Recht waren. Ich war einer der schlimmsten in dieser Clique, ein Rädelsführer, der andere mitzog und zum Bösen anstiftete.</p>
<p>Im Laufe der Zeit veränderte sich meine schwammige, aus Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Karl Marx und Marcuse seltsam gemischte Weltanschauung. Ich folgte damit einem Trend der Zeit. Aus motzigen antiautoritären Schnöseln wurden in jenen Jahren vielfach ausgesprochen autoritäre, der „Parteidisziplin“ fraglos folgende Kader kommunistischen Zuschnitts. Die alten Vordenker Freud und Reich wurden ausgemustert, und an ihre Stelle traten die großen Lehrer des klassischen Kommunismus: die Cheftheoretiker Marx und Engels, aber auch die blutigen Diktatoren Lenin, Stalin und Mao Tse-tung.</p>
<p>Auch ich vollzog, manchen Vorbildern aus dem SDS („Sozialistischen Deutschen Studentenbund“) folgend, diese Entwicklung in den Jahren 1969-1972. Ich las nicht mehr nur die Werke von Karl Marx und Friedrich Engels (ich war damals stolzer Besitzer einer vielbändigen Gesamtausgabe der „Marx/Engels Werke“), sondern auch von Lenin und Stalin, und fand mein Ideal in der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ des kommunistischen China. Mao Tse-tung wurde der neue Guru, während der Weg der Sowjetunion nach Stalin als Abweichung vom ursprünglichen Kommunismus verurteilt wurde.</p>
<p>Dahinter steckt natürlich eine tiefe Ironie, die ich damals absolut nicht erkannte. Auf der einen Seite zeugt es vom verdorbenen, nach Macht und Selbstverwirklichung verlangenden Herzen des Menschen, daß diejenigen, die lauthals nach der „Abschaffung jeglicher Macht“ gerufen hatten, bald darauf eine dogmatische Lehre fanatisch folgten, die massive Machtausübung einer Elite über das gewöhnliche Volk lehrte. Aus „Keine Macht für niemand!“ wurde: „Keine Macht für die, die heute herrschen, und alle Macht für uns!“</p>
<p>Auf der anderen Seite verdammten wir junge Rebellen von Herzen die ältere Generation, weil sie auf die Verführung eines Diktators wie Hitler hereingefallen waren, und gleichzeitig verehrten wir nun Diktatoren, die Hitler in ihrer Willkür und Grausamkeit kein bißchen nachstanden. Aber damals waren wir blind für solche Zusammenhänge.</p>
<p>An unserer Schule gründete ich eine „marxistisch-leninistische“ Schülerzelle, die eine linke Schülerzeitschrift herausgab. Wir organisierten sogar einen „Schulstreik“ mit Demonstration durch die Leonberger Innenstadt, was mir als einem der Rädelsführer einen zweifelhaften Ruf in unserem eher beschaulichen Städtchen einbrachte. Meine armen Eltern waren entsetzt und schämten sich; meine Mutter klagte, daß sie sich auf keinen Elternabend mehr traute.</p>
<p>Bald traten wir in Verbindung mit kommunistischen Gruppen in Stuttgart, und so kam ich einige Zeit später in die Redaktion des „Roten Signal“, einer Zeitschrift der MLSG, der „Marxistisch-Leninistischen Schüler-Gruppen“, die wiederum einer heute noch aktiven K-Gruppe zugeordnet waren, dem KABD („Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands“), der inzwischen als MLPD („Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands“) firmiert.</p>
<p>Es kann gut sein, daß ich auf den zahlreichen „Demos“ der damaligen Zeit unter roten Fahnen auch einmal, ohne es zu wissen, unserem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer oder Winfried Kretschmann, dem derzeitigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, begegnet bin, die zu jener Zeit in anderen „K-Gruppen“ aktiv waren. Den heutigen Bundesvorsitzenden der „Linken“, Bernd Riexinger, habe ich jedenfalls in jenen Jahren in einem Kreis der Gewerkschaftsjugend kennengelernt. Die „68er“-Generation sitzt heute an den politischen Schalthebeln unseres Landes …</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3<br />
</span><span style="color: #800000;">„Winds of Change“:<br />
</span><span style="color: #800000;">Die Kulturrevolution der sechziger Jahre</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Winds of Change“ – Winde der Veränderung, so hieß ein Musikalbum der Rockgruppe Eric Burden and the Animals, das 1967 herauskam, und dessen Titel den Geist jener Jahre treffend ausdrückt. Es würde ein ganzes Buch erfordern, wenn man die Welle der Veränderungen, ja, Umwälzungen richtig beschreiben wollte, die Mitte der 60er Jahre das zuvor noch in vielem „christlich“ geprägte Abendland, d.h. vor allem die USA und Westeuropa, überrollte und gründlich umgestaltete.</p>
<p>Aber dennoch möchte ich an dieser Stelle, vor allem für meine jüngeren Leser, versuchen, diese Zeitströmung zu kennzeichnen, die tiefgreifenden und bleibenden Einfluß auf unsere Zeit und die nachfolgenden Generationen hatte. Das tue ich aus meiner heutigen Sicht als überzeugter Christ; damals waren mir die meisten Zusammenhänge dieser Zeit kaum oder gar nicht bewußt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Der radikale Umbruch vom „christlichen Abendland“ zur neo-marxistischen Kulturrevolution</strong></em></p>
<p>Deutschland in den 50er und Anfang der 60er Jahre war ein Land, das wir uns heute überhaupt nicht mehr vorstellen können. Der Schock des nationalsozialistischen Regimes und des verlorenen Weltkrieges hatte in der Bundesrepublik eine gewisse äußerliche Rückbesinnung auf christliche Werte bewirkt. Nach dem Krieg waren für eine kurze Zeit die Kirchen voll gewesen; die Massenverführung der Nazis und ihre fanatische Ersatzreligion mit Hitler als falschem Messias-Erlöser hatten bei manchen zu einer heilsamen Ernüchterung geführt. Einige Menschen wandten sich aufrichtig dem christlichen Glauben zu; für andere bot er nur ein Wertegerüst, um wieder Halt zu bekommen. Die Stimme der Kirchen hatte damals jedenfalls moralisches Gewicht. In der Gesellschaft herrschte eine konservative Werteordnung vor.</p>
<p>Diese Werteordnung war, obgleich das vielen nicht so bewußt gewesen sein mag, stark von der Bibel und dem christlichen Glauben geprägt. Ehebruch war noch strafbar und bedeutete den Verlust des gesellschaftlichen Ansehens. Ehescheidung war erschwert und gesellschaftlich geächtet. Es gab noch den Kuppelei-Paragraphen, der es Vermietern verbot, unverheiratet zusammenlebenden Paaren Wohnraum zu vermieten. Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren ebenso unter Strafe gestellt wie Abtreibung; Pornografie zu verbreiten war illegal. Es gab keine Miniröcke und so gut wie keine Kleidung mit „Sex-Appeal“. Gehorsam, Pflichterfüllung, Strebsamkeit, Fleiß, Sparsamkeit waren noch geachtete Tugenden. Lehrer, Polizisten, Richter und Bundespräsidenten waren noch Respektspersonen.</p>
<p>Auf der anderen Seite waren diese aus dem Christentum abgeleiteten „Werte“ vielfach schon unterspült und untergraben. Die allermeisten Menschen waren keine überzeugten gläubigen Christen, sondern eher äußerliche „Kultur-Christen“ ohne eine tiefe persönliche Glaubensbeziehung zu dem Herrn Jesus Christus. Viele Menschen waren in der Nachkriegszeit desillusioniert und innerlich haltlos; sie folgten den christlichen Werten eher aus Tradition und Sorge vor dem Chaos statt aus innerer Überzeugung.</p>
<p>Es gab damals schon viel Zynismus und Abwendung von Gott, innere Skepsis, eine große Verunsicherung über den Sinn und Zweck der menschlichen Existenz und oft genug ein Doppelleben hinter moralischer Fassade. Die große Enttäuschung der NS-Zeit einerseits und auch die Desillusionierung über den „realen Sozialismus“ im Osten hinterließ bei vielen Menschen eine innere Leere und Haltlosigkeit, die von der Jagd nach materiellen Gütern nur unzureichend überdeckt wurde.</p>
<p>Schon in den 50er Jahren kamen die ersten Vorboten der 68er-Flutwelle auf, etwa die atheistisch-nihilistische Philosophie des Existentialismus oder der Kult um die jungen Rebellen James Dean und Elvis Presley. Eine Zeitlang schienen die christlich-abendländischen „Werte“ noch standzuhalten; doch heimlich war schon längst der Materialismus, die Jagd nach Wohlstand und Lebensglück durch äußerliche Güter, zur bestimmenden religiösen Macht, zum obersten Götzen in Deutschland und Europa geworden. Das Haus des „christlichen Abendlandes“ war auf Sand gebaut worden, um das bekannte Gleichnis Jesu Christi anzuführen; als dann der Sturm kam, erwies sich, daß es rasch einstürzen sollte.</p>
<p>Der Sturm setzte so richtig in der Mitte der 60er Jahre ein. In den Jahren 1966–1968 erlebte die westliche Welt eine beispiellose Kulturrevolution, die sich in verschiedenen, miteinander verbundenen Wellen auswirkte. Diese Wellen hatten ihren Ursprung zumeist im angelsächsischen Raum, hauptsächlich in den USA, und sie rollten mit zerstörerischer Macht über ganz Westeuropa hinweg. Rußland und Osteuropa waren dagegen kaum betroffen; die dort herrschenden Kommunisten schirmten ihre Bevölkerung interessanterweise so gut wie möglich von diesen „dekadenten, zersetzenden“ Einflüssen ab. Diese Wellen der Veränderung können am besten als „Kulturrevolution“ eingeordnet werden; sie betrafen weder die wirtschaftlichen noch zunächst die politischen Machtverhältnisse, sondern das Denken und die Moral, die Lebensweise, die Sitten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Prägende Einflüsse in der 68er-Kulturrevolution</strong></em></p>
<p>Die 68er-Revolution setzte nicht, wie „klassische“ Revolutionen, bei den Zentren der politischen und wirtschaftlichen Macht an, sondern zielte auf die junge Generation, auf den Bildungs- und Ausbildungssektor sowie die Freizeit- und Kultureinrichtungen der Gesellschaft. Sie war weitgehend eine Jugendrevolte: Die Aktivisten, die sie propagierten und auslebten, waren 1966 überwiegend zwischen 18 und 28 Jahren alt und zumeist Studenten und Gymnasiasten aus gutbürgerlichen Akademikerfamilien. Aber die radikalen, das Bestehende und Überkommene umstürzenden Gedanken dieser Kulturrevolution strahlten auch auf ältere Menschen aus; sie hatten eine enorme langfristige Auswirkung auf die Politik und die Lebensweise der ganzen Gesellschaft der kommenden Jahrzehnte. Ihre Spätfolgen prägen uns noch heute.</p>
<p>Wir können in dieser Geistesbewegung verschiedene Strömungen und Einflüsse ausmachen, die etwa gleichzeitig auftraten und sich gegenseitig verstärkten und zu einer das Alte hinwegspülenden Flut wurden:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Neo-Marxismus</strong></p>
<p>Ein solcher Einfluß war der Neomarxismus, der über die sozialistische Studentenbewegung vermittelt wurde. Er bezog seine Autorität nicht zuletzt aus dem Anspruch, die einzige wirkliche Alternative zum Faschismus zu sein, den er zu kritisieren und zu erklären suchte. Seine prominenten Sprecher waren ältere Studenten und Akademiker wie Rudi Dutschke und Bernd Rabehl; die intellektuellen Vordenker waren ältere linkssozialistische Soziologen und Philosophen wie Herbert Marcuse und Theodor W. Adorno, flankiert von kritischen Dichtern und Intellektuellen wie Hans Magnus Enzensberger und Erich Fried. Die wichtigsten Denker dieser Strömung gehörten der sogenannten „Frankfurter Schule“ an, die einen undogmatischen Marxismus mit Freudscher Psychoanalyse verbanden.</p>
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<p><strong>Antiautoritarismus und radikale Selbstverwirklichung</strong></p>
<p>Mit dem Neomarxismus eng verbunden war die psychologisch motivierte Bewegung des Antiautoritarismus, der Selbstverwirklichung und der „Triebbefreiung“. Sie folgte einem populären Psychologismus, der sich auf Sigmund Freud und den kommunistischen Freudschüler Wilhelm Reich stützte. Reich, ein Apostel der „sexuellen Revolution“, der später in geistiger Umnachtung starb, predigte samt seinen Schülern radikale Triebenthemmung und Lustverwirklichung als Motor einer persönlichen und gesellschaftlichen Befreiung. Alle Autorität wurde als „unterdrückend“ und „einengend“ abgelehnt. Dies begann mit der Autorität des Vaters in der Familie; in gewisser Weise war diese ganze Bewegung ein Aufstand rebellischer Söhne gegen die von Gott eingesetzte väterliche Autorität und die mit ihr verbundenen Werte des Gehorsams, der Verantwortlichkeit, der Pflichterfüllung, der Treue. Und es war letztlich ein Aufstand gegen den Gott der Bibel, gegen seine Schöpfungsordnungen und seine göttliche Autorität. Die Bibel kennzeichnet diesen Geist treffend: „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2,1-3</a>).</p>
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<p><strong>„Freie Liebe“</strong></p>
<p>Unter dem Einfluß von Freud und Reich wurde die „freie Liebe“, der völlig unbeschränkte Geschlechtsverkehr jeder mit jedem einschließlich der Lebensform der „Kommune“ populär. Das war der Impuls zu einer umfassenden „sexuellen Revolution“, die sexuelle Zügellosigkeit geradezu zur revolutionären Pflicht und Befreiungsstrategie erklärte. Durch bewußten Bruch der „reaktionären“ Tabus und gesellschaftlichen Regeln sollten die Fundamente der Gesellschaftsordnung untergraben werden und so das verhaßte „System“ verändert werden. Das wurde wirksam gefördert durch die Einführung der „Antibabypille“ und flankiert durch Kampagnen zur Freigabe der Abtreibung, um unerwünschte Folgen der sexuellen „Freiheit“ bequem beseitigen zu können. Man wollte nur den Lustgewinn, nicht Kinder als Folge davon &#8211; die Familie war nämlich wie die Ehe für die Revolutionäre ein abzuschaffendes Überbleibsel einer reaktionären Weltanschauung. Die ideale Frau war die selbstbewußte, unabhängige Lustpartnerin, die Hetäre, die dem Mann keinerlei Verpflichtungen auferlegte und für kurzzeitige, auswechselbare „Beziehungen“ zur Verfügung stand. Auf Dauer, womöglich auf Treue angelegte Beziehungen wurden als „reaktionär“ und „einengend“ entschieden abgelehnt.</p>
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<p><strong>Feminismus</strong></p>
<p>Die sexuelle Revolution wurde wiederum verstärkt und radikalisiert von der Bewegung des Feminismus, der „Frauenemanzipation“. Man forderte die „Befreiung“ der Frau vom Joch der Ehe, des Mutterseins, der Familie. Die Frau sollte dem Mann in allem völlig gleichberechtigt sein, sollte frei ihrer Lust leben können, ohne jegliche Grenzen und Verpflichtungen. Dazu mußte sie auch wirtschaftlich vom Mann unabhängig sein, um den „unterdrückenden“ Bindungen einer Ehe entfliehen zu können. Auf dem Gebiet der Mode wurde diese sexuelle Revolution vorangetrieben durch die Einführung des Minirocks, des Bikinis und insgesamt einer auf geschlechtliche Reize bedachten neuen Mode: bewußte Enthemmung und öffentliche Enthüllung, Durchbrechung aller Schambarrieren war der „revolutionäre“ Grundsatz der Mode seit Mitte der sechziger Jahre, und das setzt sich bis heute fort. Die Hose für die Frau war in jenen Jahren ein Symbol des Feminismus, der angestrebten Gleichmacherei von Mann und Frau; die Vermännlichung der Frau wurde durch immer kürzere Haarschnitte unterstrichen, während umgekehrt die Verweiblichung des Mannes durch lange Haare, Ohrringe usw. gefördert wurde. Gottes Schöpfungsordnung, über Jahrhunderte allgemein akzeptiert, wurde innerhalb weniger Jahre radikal angegriffen und ins Gegenteil verkehrt.</p>
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<p><strong>Rock- und Popkultur</strong></p>
<p>Ein machtvoller kultureller Einfluß, der diese Entwicklungen vorantrieb, war die Rock- und Popmusik mit der sie begleitenden Popkultur &#8211; einer von Rockmusik und lustbetontem Tanz, sexueller Hemmungslosigkeit und radikaler Ablehnung christlich-bürgerlicher Werte gekennzeichneter Lebensstil, der innerhalb weniger Jahre einen unheimlichen Einfluß auf die junge Generation der sechziger und siebziger Jahre wie auch auf die folgenden Generationen erlangte. Die Rockmusik hat ihre Wurzeln in der Götzenanbetung afrikanischer Stämme, und sie hatte und hat einen gewaltigen enthemmenden, umprogrammierenden Einfluß auf die Jugend. Unter diesem Einfluß werden Rebellion und Lustverwirklichung, Zuchtlosigkeit und Verantwortungslosigkeit, ungezügeltes Geschlechtsleben und Leistungsverweigerung sowie Realitätsflucht bis hin zum bewußten Drogenkonsum gefördert. Inzwischen ist die Rockmusik und die mit ihr verbundene Kultur zu einer vorherrschenden, fast alle Gesellschaftsbereiche prägenden kulturellen Einrichtung geworden.</p>
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<p><strong>Esoterische Spiritualität</strong></p>
<p>Verbunden mit der Rock- und Popmusik war wiederum ein einflußreicher Strom esoterischer Spiritualität und fernöstlicher religiöser Einflüsse, die teils über die Rockmusiker selbst, teils über hinduistische und buddhistische Missionare, Gurus und Swamis in den Westen kamen. Ein Motor war auch die damals prominente New-Age-Bewegung mit ihrer heidnisch-mystischen, fernöstlich geprägten Spiritualität. Manche Intellektuelle, so etwa der Physiker Frithjof Capra, verbanden westlichen Humanismus mit asiatischer Mystik und propagierten eine neue, spirituelle, ganzheitliche Weltsicht. Der Gott der Bibel und der Glaube an Jesus Christus wurden verächtlich abgelehnt; stattdessen gab es eine vielgestaltige Bewegung zur spirituellen „Selbstverwirklichung“ durch „Erleuchtung“ mithilfe von Yoga, Zen und vielen anderen Meditationstechniken. Man wollte das Aufgehen in einer Gottheit, das Gefühl des Einsseins mit dem All erreichen; das Glaubensbekenntnis dieser Religionen war: „Du bist schon eins mit Gott und bist selbst Gott; du mußt es nur erkennen, und dann bist Du vollkommen“.</p>
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<p><em><strong>Die 68er-Geistesströmung krempelt die junge Generation um</strong></em></p>
<p>Diese mächtige Geistesströmung prägte auf die eine oder andere Weise viele, sehr viele junge Menschen, die damals aufwuchsen. Die meisten wurden von ihr nur bis zu einem gewissen Grad geformt und verließen nicht völlig die normalen Spuren; unter dem Einfluß der antiautoritären Grundstimmung und der Popkultur lebten sie mehr oder weniger konsequent nach den neuen Werten, ohne ganz aus dem bürgerlichen Leben „auszusteigen“.</p>
<p>Gerade diese Gruppe vollzog bewußt oder unbewußt den „Marsch durch die Institutionen“, den einige Vordenker schon in den 68er Jahren proklamiert hatten. Sie, die ja meist einen bürgerlich-akademischen Hintergrund hatten, machten Karriere als Juristen oder Soziologen, als Professoren oder Wirtschaftsmanager, als Lehrer oder Beamte. Und sie nahmen die Weltanschauung der 68er-Zeit mit, wenn auch manchmal pragmatisch abgemildert.</p>
<p>Andere aber ließen sich tiefer auf gewisse Unterströmungen dieser Welle ein und wurden zumindest zeitweise zu „Aussteigern“. Manche wurden von der Hippie- und Drogenwelle erfaßt und endeten oftmals als heroinsüchtige Junkies mit dem „goldenen Schuß“. Andere schlossen sich fernöstlichen Sekten an und versuchten ihr bürgerliches Ich unter Anleitung eines Gurus im Nirwana zu verlieren. Darunter waren übrigens erschreckend viele ehemalige Aktivisten aus der antiautoritären Studentenbewegung. Einige, darunter auch ich, stiegen von einem schwammigen Antiautoritarismus zunächst einmal in die Disziplin einer kommunistischen Revoluzzertruppe um.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4<br />
</span><span style="color: #800000;">Die Ersatzreligion des „Marxismus-Leninismus“<br />
</span><span style="color: #800000;">und mein Leben als Polit-Aktivist einer K-Gruppe</span></h2>
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<p>Nach dem Abitur, das ich aufgrund meiner Leistungsverweigerung mit einem sehr mittelmäßigen Notendurchschnitt bestanden hatte, wußte ich nicht, was ich weiter machen sollte. Zunächst wollte ich eine Berufslehre als Schriftsetzer machen und in die Arbeiterklasse eintauchen, was damals als lobenswerter Lebensweg für die zumeist bürgerlichen Jungkommunisten empfohlen wurde.</p>
<p>Die „K-Gruppen“ (eine Bezeichnung für damals aufgekommene kommunistische Gruppen, deren Namen alle mit „K“ begannen: KBW, KPD-ML, KABD), zu denen ich damals gehörte, förderten einen künstlichen Übergang vom Kleinbürgertum in die Arbeiterklasse, weil sie kaum „echte“ Arbeiter in ihren Reihen hatten. Ich schaute mich bei einem kleinen Unternehmen in Stuttgart um, das damals noch mit Bleisatz arbeitete.</p>
<p>Doch bevor der Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde, bekam ich, zur Erleichterung meiner Eltern, etwas Zweifel an meiner Eignung zum Proletarier und versuchte mich in einem Architekturstudium an einer Fachhochschule, das ich jedoch nach zwei Semestern abbrechen mußte. Meine konsequente Lernverweigerung besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern rächte sich nun; in allen Fächern, die mit Mathematik, Physik oder Ähnlichem zu tun hatten, schnitt ich schlecht ab.</p>
<p>Schließlich landete ich an der Universität Stuttgart, wo ich ab dem Wintersemester 1974 die Fächer Germanistik und Anglistik (deutsche bzw. englische Sprache und Literatur) studierte. Ich hatte keine Ahnung, was ich einmal mit diesem Studium anfangen sollte; ich wählte einfach die Fächer, die mir am meisten lagen. In diesen sprachlichen Fächern hatte ich im Gymnasium trotz meiner Verachtung fürs „Pauken“ immer recht gute Noten gehabt. Ohnehin war das Studium für mich zunächst nur eine Nebenbeschäftigung, eine Basis für meine intensiven Aktivitäten im Dienste der kommunistischen Revolution, der ich mein ganzes Leben widmen wollte.</p>
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<p><em><strong>Ein Blick auf die kommunistische Ideologie, der ich anhing</strong></em></p>
<p>Was bewegte mich damals, diesen Weg einzuschlagen? Die Ideologie der Kommunisten ist, aus meiner heutigen Sicht gesehen, eine regelrechte Ersatzreligion, die ihren Anhängern Glauben und Hingabe, Opfer und Selbstverleugnung im Dienst einer „höheren Sache“ abverlangt. Der Kommunist glaubt an eine anonyme höhere Macht im Ablauf der Weltgeschichte, die mit zwingender Notwendigkeit durch die vorbereitenden Stadien der Feudalwirtschaft und des Kapitalismus zum Sozialismus und dann zum Kommunismus, der höchsten Stufe des menschlich-gesellschaftlichen Lebens, voranschreitet.</p>
<p>Der Ideologie des Marxismus liegt ein unerbittlich konsequenter Evolutionsglaube zugrunde. Der Marxist ist fest davon überzeugt, daß die Weltgeschichte bestimmt wird vom Fortschritt in der Entwicklung der technischen Warenproduktion; der menschliche Fortschritt in der Entwicklung der Produktionsmittel bestimmt angeblich die Fortentwicklung der Produktionsverhältnisse (des Wirtschaftssystems), während die Gesellschaft, Kultur und Politik lediglich den „Überbau“ darstellt, welcher der Fortentwicklung der ökonomischen „Basis“ folgt.</p>
<p>Marx behauptete, in diesem Fortgang ein unaufhaltsam wirkendes geschichtliches Gesetz entdeckt zu haben, nachdem die Entwicklung der Produktionsmittel (der technische Fortschritt) zunächst den Übergang vom „Feudalismus“ (der antiken und mittelalterlichen Lehenswirtschaft) zum „Kapitalismus“, die wirtschaftliche Macht der Kapitaleigner über die Produktionsmittel, notwendig machte.</p>
<p>Die technische Fortentwicklung sowie die dem Kapitalismus eigene Tendenz zu zyklischen Krisen verlange aber nun die Einführung des „Sozialismus“, der durch eine Vergesellschaftung der Produktionsmittel unter der Kontrolle der Arbeiterklasse (des Proletariats) gekennzeichnet sei. Nach der „Diktatur der Bourgeoisie“ (der bürgerlichen Klasse, besonders der Unternehmer) komme also mit geschichtlicher Notwendigkeit die „Diktatur des Proletariats“, die wiederum den Übergang zum paradiesischen Endstadium des „Kommunismus“ einleite.</p>
<p>Es ist bezeichnend, daß der Marxismus, der als höchstes Ideal die Abschaffung aller Machtstrukturen verkündet, in sich selbst ganz und gar auf Machtausübung ausgerichtet ist. Jeder gesellschaftlichen Stufe entspricht eine Machtstruktur, die dann jeweils gewaltsam durch eine höhere, der nächsten gesellschaftlichen Evolutionsstufe entsprechende Machtstruktur abgelöst wird. Dem Feudalismus entspricht die Diktatur der Feudalherren, des Adels; dem Kapitalismus entspricht die Diktatur der Bourgeoisie, des industriellen Bürgertums, und dem Sozialismus entspricht die Diktatur des Proletariats, der Arbeiterklasse.</p>
<p>Diese Diktatur, das sah Marx eiskalt und im scharfen Gegensatz zu vielen Anarchisten, konnte praktisch nur durch die „Avantgarde“, die revolutionäre Elite der kommunistischen Partei ausgeübt werden, die dies stellvertretend für die Proletarier tun mußte, zumindest bis irgendwann das Bewußtsein der Massen so weit verändert war, daß sie selbst zur Übernahme der Herrschaft befähigt waren. Wie schon die radikalen Humanisten der französischen Revolution kennt der Marxismus also keine wirkliche „Demokratie“ (Volksherrschaft“), sondern hält die erzieherisch wirkende Diktatur einer fortgeschrittenen Elite über die unmündigen Massen für unumgänglich.</p>
<p>Der „Kommunismus“ (die Gesellschaft, in der alles gemeinsam ist; von lat. communis = gemeinsam, im Besitz der Gemeinschaft) ist das quasi-religiöse Zukunftsideal der Kommunisten, um dessentwillen sie (zumindest die ernsthaften unter ihnen) bereit sind, ihr Leben zu opfern, aber auch Aufstände und Bürgerkriege anzuzetteln und zu morden. Nach der Marx’schen Ideologie ist Gewalt immer der notwendige Geburtshelfer neuer gesellschaftlicher Zustände, und das kommunistische Ideal kann nur erreicht werden, wenn man zuvor die Kapitalistenherrschaft durch blutige Aufstände, Gewalt und Terror stürzt, wobei der Zweck da schon bei Marx fast alle Mittel rechtfertigte.</p>
<p>Nach Marx braucht es nach dem Sturz der Kapitalisten eine längere Übergangsphase, in der die Arbeiterklasse durch ihre Elite, die kommunistische Kaderpartei, eine rücksichtslose und blutige Diktatur über die Vertreter des „alten Regimes“ ausübt, bis deren Macht auch über die Gedanken der Menschen ganz ausgerottet ist. Dabei spielte die Ideologie, die Weltanschauung, eine große Rolle. Die Partei müsse alles tun, um das Volk zur marxistisch-materialistischen Weltanschauung umzuerziehen. Dabei war besonders auch das Christentum mit seiner Jenseitshoffnung für die Marxisten ein schlimmer Feind („Religion ist das Opium des Volkes“), der ausgerottet werden mußte, wenn die Einführung des Kommunismus gelingen sollte.</p>
<p>Im Kommunismus sollten dann alle Waren im Überfluß vorhanden sein, so daß jeder arbeiten und konsumieren konnte, wie es seinen Bedürfnissen entsprach. Wirtschaftlich war also eine Überflußgesellschaft das Ziel, in der alle Bedürfnisse völlig befriedigt würden, in der es keine Macht mehr gab, weil der „neue kommunistische Mensch“ sich bewußt sozial verhalte, so daß Verteilungskämpfe und Unruhen ausgeschlossen wären. Es gäbe weltweiten Frieden und völlige Gerechtigkeit; die Klassenunterschiede wären überwunden, ebenso Leid und Krankheit. Ein Paradies auf Erden also – aber ohne Gott, vom Menschen selbst errichtet.</p>
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<p><em><strong>Eine faszinierende Utopie – aber ein großer Irrtum</strong></em></p>
<p>Dieses Ideal einer paradiesischen Überflußgesellschaft übte auf viele junge Menschen in der 68er-Zeit eine große Anziehungskraft aus. Es ist keine realistische gesellschaftliche Perspektive, sondern eine von Wunschdenken geprägte Utopie, ein gedanklicher Zukunftsentwurf ohne wirklichen Realitätsbezug. Doch die Faszination dieses Ideals läßt sich nicht nur aus der intellektuellen Überzeugungskraft der Marx’schen Gedanken erklären. Dieses Ideal hat eine religiöse Dimension.</p>
<p>Das höchste Ziel des Marxismus bzw. Kommunismus, die zukünftige kommunistische Gesellschaft, ist interessanterweise sehr stark angelehnt an die Bibel. Karl Marx übernahm im großen und ganzen das Bild des künftigen messianischen Friedensreiches, wie es die Propheten des Alten Bundes zeichnen, und paßte dieses Ideal seiner Ideologie an. Marx war Jude und kannte die Propheten sicherlich gut – er hatte allerdings dem Glauben seiner Vorväter wie auch dem christlichen Glauben schon als Student abgeschworen und sich (nach einigen Biographen) einem esoterisch-okkulten Geheimzirkel angeschlossen.</p>
<p>Im Kommunismus, so glauben es die Marxisten, würde es eine schrankenlose Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung des Menschen geben; alle heutigen Übel der menschlichen Existenz wären ausgerottet &#8211; Armut und Hunger, ja, jede Form des Mangels; Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung, alle Arten von Ungleichheit würden abgeschafft sein. Der Mensch würde im Überfluß, in einem utopischen Schlaraffenland leben; er wäre der Notwendigkeit zu entfremdeter Arbeit enthoben und würde seine Tätigkeit allein nach seinen Bedürfnissen richten – erst ein wenig töpfern, dann Bilder malen, einige Stunden in der Warenherstellung arbeiten, dann sich fortbilden usw.</p>
<p>Diese Utopie, im Grunde die Wiederkehr des Paradieses, spricht eine tief im Herzen des in Sünde gefallenen Menschen wurzelnde Sehnsucht an &#8211; nur der entscheidende Umstand ist, daß Gott aus diesem Paradies radikal ausgeschlossen bleibt. Gott ist nach dem fanatischen Glauben der Marxisten nur eine menschliche Erfindung, eine große Illusion. Die Welt ist nichts anderes als sich selbst bewegende Materie.</p>
<p>Der Mensch ist als höchstes Produkt der darwinistischen Evolution sein eigener Gott und Leitstern und kann niemanden über sich dulden. Der „Gott“ der Marxisten ist eine anonyme, verborgene Macht, welche die Geschicke der Menschen nach aus sich selbst entstandenen historischen Urgesetzen leitet. Diese Gesetze meinen die Marxisten mithilfe des „dialektischen Materialismus“ entschlüsselt zu haben.</p>
<p>Aus der Sicht der Bibel, die nach meiner festen Überzeugung wahr ist und alleine eine Überwindung solcher verführerischer politisch-religiöser Denkgebäude ermöglicht, erweisen sich die Grundannahmen des Marxismus als verhängnisvolle Täuschungen. Das philosophische Fundament des Marxismus ist der erwähnte „dialektische Materialismus“. Nach ihm besteht der Kosmos nur aus sich selbst bewegender Materie; der menschliche Geist ist nur Ausfluß materieller Vorgänge, und Gott existiert angeblich nicht. Der Materie wohnen bestimmte Gesetze inne, die alle zu einer Evolution, einer allmählichen Höherentwicklung führen. Hier ist der Marxismus eine feste Allianz mit dem Darwinismus und seinen Evolutionsvorstellungen eingegangen.</p>
<p>Doch der Materialismus und die Evolutionstheorie gehören zu den tiefsten Irrtümern der modernen Menschheit. Sie können weder die Frage nach der letzten Ursache von allem beantworten, denn sie bleiben die Antwort darauf schuldig, woher denn die Materie kommt und woher ihre beobachtbaren Gesetzmäßigkeiten stammen. Eine solche staunenswerte und überaus komplexe, vielfältig voneinander abhängige Anordnung verschiedenster Elemente, wie wir sie in der Schöpfung („Natur“) finden, kann niemals durch blinden Zufall entstanden sein. Viele Prozesse gerade des organischen Lebens sind so komplex, daß sie unmöglich evolutionär erklärt werden können. Hinter der Schöpfung, das zeigen die Ergebnisse der Naturwissenschaften im Grunde eindrucksvoll, muß ein überaus intelligenter Konstrukteur, ein dem Menschen weit überlegener Schöpfer stehen.</p>
<p>Der zweite Grundirrtum des Marxismus (und mit ihm des modernen Humanismus) besteht darin, daß der Mensch völlig verkannt wird. Einerseits wird er als ein sinnloses Produkt des Zufalls im Universum angesehen, als Nachfahre der Amöben und Affen, als zufällig intelligentes Tier, das sich selbst seinen Weg im Universum bahnen müsse. Damit wird dem Menschen seine Würde und sein Lebenssinn genommen, und er wird aller moralischen Schranken beraubt, die über reines Zweckmäßigkeitsdenken hinausgehen. Der Marxismus kann keine überzeugende Antwort darauf geben, was der Mensch ist und wozu der Mensch lebt.</p>
<p>Zum anderen behauptet die marxistisch-humanistische Weltanschauung, der Mensch sei von Natur aus gut und werde nur durch die Umstände (Erziehung/Familie, Gesellschaft) beeinträchtigt oder zum Bösen geführt. Damit kann der Marxismus die verhängnisvolle Neigung des in Sünde gefallenen Geschöpfes Mensch zur Eigensucht und zur Grausamkeit, zum Ungehorsam und zur Machtmißbrauch gegen andere nicht erklären und auch nicht überwinden.</p>
<p>Im Gegenteil – der Sozialismus ist gerade ganz besonders von diesen Eigenschaften des unerlösten, sündigen Menschen gekennzeichnet, wo immer er aus den Lehrbüchern in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. Die vom Marxismus verheißene „Selbsterlösung“ des Menschen ist gründlich gescheitert, und seine trügerischen Lehren berauben die Menschen der Chance zu einer wirklichen Erlösung von ihrer Sünde, die sie nur bei Gott und bei Jesus Christus finden könnten. Das gilt aber auch von dem heute so weit verbreiteten nichtreligiösen Humanismus, der fast schon die moderne Ersatzreligion des Westens darstellt.</p>
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<p><em><strong>Was die Bibel über den Ursprung des Seins und die Sinnbestimmung des Menschen sagt</strong></em></p>
<p>Die Bibel als das Buch, in dem der lebendige Gott sich selbst und seine Absichten mit der Menschheit geoffenbart hat, bezeugt uns etwas ganz anderes, und ich möchte jeden Leser ermutigen, sie daraufhin zu erforschen. In der Bibel finden wir die Botschaft des Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat, und der auch den Menschen zu einem ganz bestimmten Zweck gebildet hat. Die Bibel ist ein lebensrettendes und lebensprägendes Buch der Wahrheit Gottes. Ihre Worte wurden von menschlichen Verfassern niedergeschrieben, aber von Gott selbst geredet und eingegeben. Deshalb ist sie ein ganz besonderes Buch, das „Buch der Bücher“.</p>
<p><strong>Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. (Jesus Christus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C63&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,63</a>)</strong></p>
<p><strong>Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes! (Simon Petrus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C68-69&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,68-69</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel bezeugt uns zum einen, daß die Welt von dem allmächtigen, ewigen, lebendigen Gott erschaffen wurde, der als Geist in der unsichtbaren Ewigkeitsdimension lebt, die wir Menschen nicht messen und erforschen können, und die über diesem materiellen Universum steht. Er ist der Unfaßbare und Ehrfurchtgebietende, der Ewigseiende, der Allwissende und Allgegenwärtige. Er hat den Menschen in seinem Ebenbild geschaffen, damit er als sein Diener und Haushalter die Erde bebaue und bewahre, und damit er als Priester dem wahren Gott diene und ihn anbete. Das ist unsere wahre Berufung, unser wirklicher Lebenssinn, und nur wenn wir ihn finden, können wir ein erfülltes, gutes Leben führen.</p>
<p><strong>Denn so spricht der HERR, der Schöpfer der Himmel &#8211; Er ist Gott -, der die Erde gebildet und bereitet hat &#8211; Er hat sie gegründet; nicht als Einöde hat er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet -: Ich bin der HERR, und sonst ist keiner! (…) Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+45%2C+18+u.+22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 45, 18 u. 22</a>)</strong></p>
<p>Doch die Bibel zeigt uns auch, was wir alle irgendwo empfinden – die Existenz einer Geistesmacht des Bösen, des Satans oder Teufels (Diabolos), der in dieser Welt mächtig wirksam ist und überall Zerstörung und Tod, Grausamkeit und Haß, Mord und Gewalt schürt. Diese böse Macht ist seit dem Sündenfall des Menschen aufgrund er Zulassung des allmächtigen Gottes der „Fürst dieser Welt“, ja der „Gott dieser Welt“. Alles Böse und Schreckliche, alles Perverse und Notvolle, das auf dieser Erde geschieht, geht letztlich von Satan aus, der die ihm dienenden sündigen Menschen anstiftet und verleitet.</p>
<p><strong>Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 12,9</a>)</strong></p>
<p>Die sündigen Menschen aber, die von Gott ansonsten nichts wissen wollen, klagen regelmäßig den gütigen, gerechten Gott der Bibel wegen dieser bösen Dinge an und fragen: „Wie kann Gott das zulassen?“ Nun, wegen ihrer Sünde und Abkehr von Gott läßt Gott es zu! Der Mensch erwählte sich die Schlange zum Gott, und nun muß er die schlimme Willkürherrschaft dieses bösen gefallenen Engels tragen, bis er umkehrt zu dem wahren Gott, der ihn liebt und sein Bestes will.</p>
<p><strong>… und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind! (Jesus Christus zu Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+26%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 26,17-18</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel teilt uns auch eine weitere, für uns nicht angenehme, aber so entscheidend wichtige Wahrheit mit: daß nämlich der Mensch, wie die (wirklich geschehene, nicht bloß „symbolische“!) Geschichte des Sündenfalls in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 3</a> bezeugt, sich dem Satan geöffnet und seinen Schöpfergott verlassen hat, sodaß er geprägt wurde von Bosheit und Auflehnung, Eigensucht und zerstörerischen Begierden. Der Mensch wandte sich im Unglauben und Ungehorsam von seinem Gott ab, dem er alles verdankt, und seither lebt er in geistlicher Finsternis und kann Gott nicht mehr erkennen. Stattdessen dient er allerlei falschen Göttern (Götzen), die ihm keine Vergebung der Schuld und kein ewiges Leben geben können.</p>
<p><strong>Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nicht! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind, wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! (Der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,9-12</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (Der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,18-21</a>)</strong></p>
<p>Über viele Jahrtausende bewahrten die meisten Menschen bei allem Götzendienst und Sündenleben noch eine gewisse Ahnung, daß es einen höchsten Gott und Schöpfer geben müsse; in vielen Religionen finden wir Spuren dieses Ahnens. Die Athener weihten deshalb einen ihrer zahllosen Altäre dem „unbekannten Gott“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+17%2C22-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 17,22-31</a>). Erst im 19. Jahrhundert begann der hochmütige, von sich selbst eingenommene Mensch der letzten Zeiten, die Existenz Gottes ganz zu leugnen; der Marxismus ist nur eine Variante des damals entstandenen humanistischen Atheismus (der Leugnung, daß es überhaupt einen Gott gibt). Diese Ersatzreligion nährt den Wahn, der Mensch könne sich selbst erlösen und zu einem gottähnlichen Wesen aufsteigen.</p>
<p><strong>Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut. (König David in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+14%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 14,1</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel dagegen bezeugt, daß der in Sünde gefallene Mensch einen Erlöser, einen Retter von oben braucht und sich eben nicht selbst aus seiner Sünde retten kann. Ohne diesen Erlöser muß jeder Mensch vor dem lebendigen Gott als seinem Richter stehen und muß aufgrund von Gottes Gerechtigkeit wegen seiner Übertretungen und Auflehnung gegen Gott zum ewigen Tod im unauslöschlichen Feuer verurteilt werden. Doch weil Gott die Menschen verschonen wollte, sandte er in seiner Liebe seinen eigenen Sohn Jesus Christus, der Mensch wurde und am Kreuz stellvertretend für uns alle unsere Schuld und Sünde auf sich nahm, um mit seinem eigenen Leben den Preis dafür zu bezahlen. Das bedeutet Erlösung – Loskauf des todgeweihten Schuldners durch die Bezahlung der Schuld!</p>
<p><strong>… denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (Der Apostel Paulus im 1. Timotheusbrief 2,2-6)</strong></p>
<p>Wenn ein sündiger Mensch sich von seiner Sünde abkehrt und zu Jesus Christus wendet, wenn er ihm seine verkehrten Taten bekennt und sein Leben ganz übergibt, um fortan für Jesus Christus zu leben statt für sich selbst, dann kommt der Sohn Gottes in sein Leben und macht es neu. Dann zieht der Heilige Geist Gottes in das Herz dieses gläubigen Menschen und gestaltet sein Denken und Fühlen, sein Streben und Tun gründlich um, sodaß der Gläubige innerlich eine neue Schöpfung wird und nunmehr für den lebendigen Gott lebt.</p>
<p>Er ist ein Kind Gottes geworden. Er hat nun das wahre, göttliche, ewige Leben empfangen und hat die Gewißheit, hier auf Erden von Gott getragen und bewahrt zu werden und nach diesem Leben die Ewigkeit im Himmel, in glückseliger Gemeinschaft mit Gott und mit seinem Retter Jesus Christus zubringen zu dürfen. Hier auf der Erde darf er gemeinsam mit anderen Christen Gott dienen und die Botschaft von Jesus Christus auch anderen Menschen weitersagen.</p>
<p><strong>Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn. (Der Apostel Paulus im 1. Thessalonicherbrief 1,9-10)</strong></p>
<p>Dieser Weg zu Lebenserfüllung und Wiederherstellung der verlorengegangenen Gemeinschaft mit Gott, den die Bibel zeigt, ist wahr und real; das habe gleich vielen Millionen Menschen auch ich erfahren und über 30 Lebensjahre erprobt. Die Ideen des Marxismus, des Neomarxismus und nichtreligiösen Humanismus dagegen sind ein verhängnisvoller Irrglaube, der niemanden aus seiner Sündenverstrickung und Gottentfremdung retten kann, sondern die Menschen nur immer weiter in die Gottesferne hineinführt.</p>
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<p><em><strong>Der trügerische Anspruch der Selbsterlösung bei dem Marxisten</strong></em></p>
<p>Stolz habe ich, wie alle Kommunisten und Sozialisten, wahrscheinlich über hundertmal mit geballter Faust die „Internationale“ gesungen, in der es heißt:</p>
<p><em>Es rettet uns kein höh’res Wesen, / kein Gott, kein Kaiser noch Tribun! / Uns aus dem Elend zu erlösen / können wir nur selber tun!</em></p>
<p>Wie kläglich bin ich selbst mit meiner „Selbsterlösung“ gescheitert! Nach langen Irrwegen mußte ich zugeben, daß ich sehr wohl einen Retter brauchte – den Sohn Gottes, der sich für mich am Kreuz hingab. Als ich mein Leben Ihm anvertraute, wurde es wirklich neu und heil, in einer Weise, wie ich sie mir zu meinen kommunistischen Zeiten niemals hätte träumen lassen. Damals war ich ein irregeleiteter Zyniker, der nur eine abstrakte, ideologische Hoffnung hatte, um das Elend seines Alltagslebens zu übertünchen.</p>
<p>Aber die Kommunisten und Marxisten sind mit ihrer atheistischen Anmaßung auch kollektiv, im Weltmaßstab grandios gescheitert. Der lebendige Gott hat dafür gesorgt, daß ihr Hochmut und ihre Selbstüberschätzung gründlich zuschanden wurden. Sie konnten sich nicht selber erretten. Der Zusammenbruch des Sowjetkommunismus in Rußland und Osteuropa ist ein eindrucksvoller Beweis für die Verlogenheit des Marxismus.</p>
<p>Marx und nach ihm Lenin, Stalin und Mao hatten immer wieder damit geprahlt, daß die geschichtlichen Tatsachen die Wahrheit ihrer Lehre beweisen würden. Der Kollaps dieses menschenverachtenden, korrupten und bösartigen Regimes brachte für alle Welt den Beweis, daß die marxistischen Vordenker völlig in die Irre gingen. Die schrecklichen Mißstände im kommunistischen China, wo die Partei während der „Kulturrevolution“ zig Millionen Menschen dahinschlachtete und danach ihre politische Macht nur durch Einführung eines begrenzten Staatskapitalismus sichern konnte, belegt das Versagen dieser Ideologie genauso deutlich wie der offene Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums.</p>
<p>So erlitten die stolzen Atheisten mit ihrem Anspruch, aus eigener Kraft eine ideale Gesellschaft und einen neuen Menschen zu schaffen, völligen Bankrott. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen: Welch eine schreckliche Anmaßung! Wie töricht, wenn der gefallene, von Sünde geprägte Mensch behauptet, er könne sich selbst erlösen! Das marxistische Menschenbild ist, wie das allgemein humanistische, ein großer Selbstbetrug. Die Bibel zeigt dagegen, daß der Mensch von Natur aus verdorben und unfähig zum wirklich Guten ist und deshalb einen übernatürlichen, göttlichen Erlöser und Retter braucht – Jesus Christus, den Sohn Gottes, der am Kreuz für unsere Sünde starb, um uns zu erlösen. Gerade diese lebensverändernde Rettungsbotschaft wollte der Marxismus bekämpfen und ausrotten.</p>
<p>Der Marxismus rühmte sich, eine „wissenschaftliche Weltanschauung“ zu sein, die jeden Glauben überwunden habe. Doch in Wahrheit war der Marxismus ein verhängnisvoller Irrglaube, der den Menschen zu seinem eigenen „Gott“ machte und ihm göttliche Fähigkeiten zuschrieb. Dieser Wahn scheiterte an der schlichten Wirklichkeit, und die beweist, daß der Mensch kein Gott ist, kein vollkommenes Wesen, sondern ein elender Sünder, getrieben von zerstörerischen Begierden.</p>
<p>Wenn man solchen Menschen Macht gibt, dann verhalten sie sich eben nicht selbstlos und zum Wohl der Allgemeinheit, sondern irgendwann verdirbt sie der Zugang zu Macht und Reichtum, und sie mißbrauchen beides in ihrem Eigeninteresse. Der Mensch kann weder sich selbst noch seine Mitmenschen erretten. Wir brauchen tatsächlich ein „höh’res Wesen“, das uns rettet &#8211; und das ist allein Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der Mensch wurde, um unsere Schuld zu tilgen und uns wieder mit unserem Schöpfergott zu versöhnen, von dem wir uns abtrünnig weggewandt hatten.</p>
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<p><em><strong>Alltag eines „Weltveränderers“</strong></em></p>
<p>Nun, damals, zu Anfang der siebziger Jahre, war ich noch überzeugter Marxist-Leninist, und kein Zweifel trübte meinen eifrigen Glauben an die „Sache des Kommunismus“. Ich lebte das Leben eines kommunistischen Asketen, verbrachte meine Zeit mit Flugblatteinsätzen und Verkauf der Parteizeitung „Rote Fahne“ vor Werkstoren, mit Büchertischen an der Uni und „persönlicher Agitation“ zur Gewinnung von Anhängern, mit Zellen- und Leitungssitzungen sowie dem Studium der Partei-Schulungsliteratur und der vielen dicken Bände von Schriften der Führer Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao-Tse-tung, über denen ich viele Stunden verbracht hatte.</p>
<p>Immer wieder sammelten wir uns zu Demonstrationen und anderen Polit-Aktionen. Der gemeinsame Marsch mit Gleichgesinnten unter wehenden roten Fahnen und Transparenten mit auswechselbaren Parolen, die meist begannen mit „NIEDER MIT …“ oder „KAMPF DEM …“, vermittelte uns das erhebende Gefühl, wir seien auf dem richtigen Pfad. Es wurden Parolen gerufen wie „Gemeinsam sind wir stark!“, „Hoch die internationale Solidarität!“. Wir sangen die Internationale, ballten die Fäuste und fühlten uns stark und frei. Dann gab es auch viele Propaganda-Veranstaltungen, wo wir hingingen, um von unseren Führern zündende Reden zu hören und uns neu für den „revolutionären Kampf“ zurüsten zu lassen.</p>
<p>Nur gelegentlich dachte ich etwas unbehaglich darüber nach, daß von mir auch erwartet wurde, im Falle eines bewaffneten Aufstandes zum Sturz des herrschenden Systems, der unser erklärtes strategisches Ziel war, zur Waffe zu greifen und andere zu töten. Eigentlich scheute ich im persönlichen Leben Gewaltanwendung und beschränkte mich auf rhetorische Waffen, aber aufgrund der „höheren Notwendigkeit“ wäre ich auch dazu im Prinzip bereit gewesen – gewiß auch zur Verfolgung gläubiger Christen, denn diese waren ja „Reaktionäre“, die der proletarischen Revolution im Wege standen, und mit solchen Kräften durfte man um der Sache willen nicht zimperlich umgehen …</p>
<p>Meine ganzen politischen Aktivitäten überdeckten nur mühsam die innere Leere und Not meines Lebens. Ich hatte Sehnsucht nach einer dauerhaften, tiefen Beziehung zu einer Frau, hatte aber massive Schwierigkeiten damit. Nach den in diesen Kreisen vorherrschenden Idealen der „freien Liebe“ war das alles ganz einfach, aber mein innerliches Verlangen strebte nach einer verbindlichen Liebesbeziehung, in der ich mich dem Gegenüber anvertrauen und ganz öffnen konnte.</p>
<p>Das paßte nicht zu dem damals üblichen Stil, wie man potentielle Partner „anmachte“ und „aufriß“ und dann gegebenenfalls auch bald wieder wechselte, wenn etwas nicht paßte. Alle Versuche zum Aufbau einer Liebesbeziehung endeten kläglich. So lebte ich voller Sehnsüchte nach Lebenserfüllung und in innerlicher Zerrissenheit, die ich durch meinen Aktivismus überspielte.</p>
<p>Um mich herum nahm ich am Rande manches wahr, was mich gelegentlich irritierte &#8211; z.B. daß „führende Genossen“ ein zerrüttetes Leben als Alkoholiker führten, zynisch und innerlich kaputt, sodaß ihre Ehe geschieden wurde; daß die Ehefrau eines eifrigen Genossen, Mutter mehrerer Kinder, ein ehebrecherisches Verhältnis mit einem ledigen Mitgenossen pflegte; daß junge Frauen angehalten wurden, mit zu gewinnenden Sympathisanten ins Bett zu gehen, um sie näher an die Gruppe zu binden. Dennoch war mein Glaube an den Kommunismus ziemlich ungebrochen, als ich unverhofft in eine ernste Krise schlidderte.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">5<br />
</span><span style="color: #800000;">Die große Sinnkrise:<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein ehemaliger Politaktivist<br />
</span><span style="color: #800000;">auf der Suche nach dem Sinn des Lebens</span></h2>
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<p>In unserer K-Gruppe wurde wieder einmal eine „Säuberungsaktion“ durchgeführt &#8211; das heißt, die Führung erklärte gewisse Gedanken und Deutungen der marxistischen Klassiker für eine gefährliche Abweichung von der Wahrheit, die unbedingt zu verwerfen war. Solche „Säuberungen“ gab es immer wieder einmal, und sie wurden mit rigoroser Härte ausgeführt. Meist ging es um Feinheiten irgendwelcher Theorien, die kaum jemand nachvollziehen konnte; aber im Endergebnis wurden die Betroffenen zu „Feinden des Proletariats“ erklärt; sie wurden ausgeschlossen, und jeder Kontakt zu ihnen wurde verboten.</p>
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<p><em><strong>Der heilsame Zerbruch der kommunistischen Ideale</strong></em></p>
<p>Nichtsahnend war ich nun (etwa 1977) in das Visier der „Säuberer“ aus der höheren Leitungsebene geraten. Mir wurde eine Abweichung von der „proletarischen Linie“ vorgeworfen, und innerhalb weniger Wochen war ich als „Abweichler“ ausgeschlossen. Die „Kritik und Selbstkritik“, die von mir erwartet worden war und die ich versucht hatte zu leisten, war nicht zur Zufriedenheit der Leitung ausgefallen, und man schloß mich als einen „Parteischädling“ aus der kommunistischen Hochschulgruppe aus.</p>
<p>Wie gut, daß ich nicht in einem Land des „real existierenden Sozialismus“ lebte &#8211; sonst hätte mich dieser Vorfall wahrscheinlich das Leben gekostet! So kostete es mich nur den Verlust aller meiner Freunde und meines gesamten sozialen Umfeldes innerhalb weniger Tage &#8211; und den Verlust einiger törichter Illusionen, die ich schon viel zu lange genährt hatte.</p>
<p>Das Erleben dieses Ausschlußprozesses stürzte mich in eine tiefe, aber heilsame Krise. Ich war plötzlich meines bisherigen Lebenssinnes beraubt und fand mein bisheriges Weltbild in Scherben vor. Nun erst begann ich über meinen bisherigen Weg und den kommunistischen Glauben nachzudenken, dem ich angehangen war. Ich stand im Austausch mit einigen anderen, denen es ähnlich ergangen war.</p>
<p>Allmählich dämmerte mir das Sektenhafte, Unehrliche, Verbiegende der kommunistischen Theorie und Praxis. Irgendwann wurde mir bewußt, daß die kommunistische Ideologie gründlich irrte, wenn sie die ungerechten Gesellschaftsstrukturen als Wurzel alles Bösen geißelte. Ich empfand immer deutlicher, daß die Wurzel des Übels, das eigentliche Problem im Herzen des Menschen lag &#8211; auch in meinem Herzen. Mit mir, mit uns mußte etwas nicht stimmen, wenn wir so herzlos, sektenhaft und brutal handeln konnten.</p>
<p>Etwa um diese Zeit erreichten mich auch glaubhafte Tatsachenberichte über die Greuel, die von den chinesischen Kommunisten während der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ an der Bevölkerung begangen worden waren. Diese „reinigende, erneuernde“ Massenbewegung war unser großes Ideal gewesen. Sie hatte uns die Hoffnung gegeben, daß China unter Mao wirklich auf dem Weg zu ersehnten kommunistischen Idealgesellschaft war, während wir den Sozialismus in der DDR und der Sowjetunion als entartet ablehnten. Und nun wurde offenbar, daß auch das ein übler Betrug und eine große Enttäuschung war.</p>
<p>In mir wuchs die Überzeugung, daß keinerlei Spielart von politischer Gesellschaftsveränderung eine echte Alternative war. Viele ehemalige K-Gruppen-Anhänger wanderten in andere linke Gruppen ab &#8211; zur DKP (DDR-nahe „Deutsche Kommunistische Partei“) oder zu den Gewerkschaftslinken, später vielfach zu den „Grünen“. Das alles war für mich keine Alternative; ich konnte und wollte nicht länger im Einsatz für eine „politische Sache“ vor mir selber davonlaufen.</p>
<p>Das führte zunächst dazu, daß ich mich wieder neu mit Psychologie beschäftigte, allerdings nicht mehr mit Freud und Reich, sondern mit der humanistischen Selbstfindungspsychologie, beispielsweise mit den Büchern Erich Fromms, aber auch mit Psychologen aus der New-Age-Bewegung, sowie C. G. Jung. In mir wuchs auch die Überzeugung, es müsse doch etwas Göttliches, Übernatürliches geben, eine „andere Dimension des Seins“. Der primitive „dialektische Materialismus“ hatte seine Überzeugungskraft für mich verloren.</p>
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<p><em><strong>Auf dem Weg in den Irrgarten des New Age</strong></em></p>
<p>Eine wichtige Zeit war für mich der einjährige Aufenthalt als Sprachassistent für Deutsch in London im Rahmen meines Anglistikstudiums 1978-1979. Damals begann ich mich mit esoterischer, meist fernöstlicher Literatur zu beschäftigen und wollte ein neues Leben beginnen, einen Weg der persönlichen Sinnsuche und Selbstverwirklichung gehen. In dieser Zeit kam ich wieder mit der bunten „alternativen“ Szene in Berührung, von der ich mich in meinen marxistischen Jahren ferngehalten hatte.</p>
<p>Wenn Gott nicht schon vorlaufend seine gnädige Hand über mir gehalten hätte, wäre ich in diesem London-Jahr mehrfach in gefährlichen Sackgassen gelandet. Ich lernte in dieser Zeit haschischrauchende Freaks und Aussteiger aus der Leistungsgesellschaft kennen, zwielichtige Anarcho- und Sponti-Anhänger aus der Londoner Hausbesetzerszene, aber auch handfeste Zauberer und Anhänger der Druidenreligion oder des Pyramidenkults. Ich wurde zu einem „Alternativen“, zu einem Anhänger der New-Age-Bewegung, offen für alles Mögliche.</p>
<p>In dieser Zeit und danach begann ich mich unter dem Einfluß des New-Age-Denkens intensiver mit fernöstlichen Religionen zu beschäftigen. Ich las deren religiösen Grundschriften &#8211; das „Tao-Te-King“ und andere Klassiker des Taoismus, das „I-Ging-Orakelbuch“ und Konfuzius, die „Bhagavadgita“ und die „Upanischaden“ des Hinduismus, buddhistische Klassiker und auch das „Tibetanische Totenbuch“. Das Lesen allein genügte mir nicht; ich begann auch zu meditieren und wurde, um meine spirituelle Suche zu fördern, zum Vegetarier. Das Essen von Fleisch, so versicherten verschiedene fernöstliche Gurus, sei für die spirituelle Höherentwicklung hinderlich, während Pflanzenkost diese sehr fördere.</p>
<p>In diesen Jahren versuchte ich es eine Zeitlang mit Yoga und nahm Unterricht bei einem Inder, der gegen gutes Honorar Yogakurse zur „Entspannung“ hauptsächlich für sinnsuchende Hausfrauen anbot. Ich besuchte auch einen Kurs in buddhistischer Zen-Meditation (übrigens gehalten von einem evangelischen Pfarrer in einem Haus, das der evangelischen Landeskirche gehörte!). Schließlich lernte ich noch Tai Chi bei einem chinesischen Meister, der uns in die fließenden Bewegungen dieser tanzähnlichen Meditationsform einführte und dabei versicherte, daß der Fortgeschrittene, wenn er die magische „Chi“-Energie gut beherrsche, auch ohne weiteres einen Menschen durch seine bloße Berührung töten könne. Das entsprach aber dann doch nicht meinem eigentlichen Verlangen, weshalb ich diesen Kurs enttäuscht abbrach.</p>
<p>In dieser Zeit der religiösen Suche lernte ich viele esoterische Richtungen kennen. Ich las anthroposophische Schriften und beschäftigte mich mit dem jüdisch-mystischen Chassidismus; ich interessierte mich für die islamischen Sufi-Mystiker und für die Drogenexperimente von Carlos Castaneda, für indianische Schamanen und tibetische Lamas. Daneben besuchte ich auch für eine Woche ein katholisches Kloster und versuchte, in den dort angebotenen „Stundengebeten“ religiöse Erfüllung zu finden. Zeitweise träumte ich sogar davon, Theologie zu studieren und ein (liberal-esoterischer) landeskirchlicher Pfarrer zu werden, um so meine Sinnsuche zum Beruf zu machen.</p>
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<p><em><strong>Die Anziehungskraft und Gefährlichkeit der esoterischen „Erleuchtung“</strong></em></p>
<p>All die verschiedenen Stationen meines religiösen Weges sollten zu einem mystischen Erlebnis führen, das ich mir ersehnte &#8211; die „Erleuchtung“, einen Moment, in dem der Mensch angeblich sein „Einssein mit dem Universum und mit Gott“ erfahren könne. Die verschiedensten „erleuchteten Meister“ der zumeist fernöstlichen Disziplinen versprachen dem Schüler, der geduldig auf dem Pfad der körperlichen und geistigen Meditationsübungen ausharre, daß er gewiß einmal zu diesem gottgleichen Seinszustand durchdringen könne. Dann sei er eins mit dem Höchsten und könne alles erkennen, aber auch auf magische Weise die Naturkräfte beherrschen und überwinden und sich der Hilfe verschiedener Geistwesen bedienen.</p>
<p>Allerdings lösten die Ausführungen dieser Leute über diesen Zustand der Entgrenzung, der Auflösung des bewußten Ich im „All-Einen“, im Nichts des „Nirwana“, bei mir auch gewisse Ängste und Bedenken aus. Die Aufforderung, den Verstand völlig auszuschalten und sich völlig der Übung, der inneren Erfahrung oder auch dem Guru auszuliefern, war für mich verlockend, aber auch bedrohlich.</p>
<p>Die Warnungen verschiedener „Meister“, daß das Streben nach Erleuchtung auch zu schrecklichen Erfahrungen mit bösen Geistwesen oder zum Verlust des Verstandes und zu Wahnzuständen führen könne, machten mich ebenfalls etwas zurückhaltend. So kam es, daß ich mich nie völlig in einen „spirituellen Weg“ hineingab, sondern immer wieder suchend und skeptisch zwischen den verschiedenen Wegen hin- und herirrte. Im nachhinein ist mir bewußt, daß hier schon die bewahrende Gnade Gottes in meinem Leben wirksam war, der nicht wollte, daß ich in einer Okkultsekte ende.</p>
<p>Es ging in all diesen Lehren immer um die „andere Dimension“, die Jenseitswelt der Geistwesen, die wir nicht erkennen konnten, die uns aber beeinflußte und die anscheinend den Schlüssel zu unserer Sinnerfüllung und Selbstfindung zu besitzen schien. Durch körperliche und geistige Meditationsübungen versuchten die esoterischen Sinnsucher in diese Welt einzudringen, die faszinierende Selbsterfahrung und schließlich höchste Erfüllung durch Selbstauflösung und Einswerden mit einem anonymen Göttlichen versprach.</p>
<p>Auf der einen Seite lockte mich dieses Eindringen in die Geisteswelt; fasziniert las ich so manche Berichte von Menschen, die überwältigende „spirituellen Erlebnisse“ gemacht hatten. Aber auf der anderen Seite hielt mich eine gewisse Furcht zurück. Was, wenn dieses Eindringen in die Geisteswelt mißlang und ich von bösen Mächten verführt oder angegriffen würde? Der esoterische Weg, den ich auf meiner Sinnsuche gefunden hatte, war verlockend und zwielichtig, verheißungsvoll und bedrohlich zugleich, und so schreckte ich davor zurück, mich auf Gedeih und Verderb an ihn auszuliefern.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">6<br />
</span><span style="color: #800000;">Selbsterlösung oder Erlösung durch Jesus Christus?<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Suchender zwischen esoterischer Selbstverwirklichung<br />
</span><span style="color: #800000;">und der Botschaft der Bibel</span></h2>
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<p>Meine religiöse Sinnsuche ließ mich trotz immer neuer Ausflüge in bisher unentdeckte „Erleuchtungswege“ leer und unzufrieden. Neben der Gefährdung der psychischen Gesundheit, die offenkundig mit vielen meditativen Erkundungen der Anderswelt verbunden war, störte mich auch zunehmend, daß die verschiedenen „erleuchteten Meister“ alle behaupteten, in die Wahrheit des höchsten Seins eingeweiht zu sein &#8211; aber die Lehren dieser Meister widersprachen sich in den verschiedensten Gesichtspunkten, und manches daran erschien mir geradezu unsinnig oder auch ziemlich fragwürdig.</p>
<p>Ich nahm auch Anstoß an der Verquickung zwischen „reiner“ Erleuchtung und Selbstauflösung einerseits und handfester Magie andererseits, die mir immer wieder begegnete. Viele esoterische „Wege“ versprechen nämlich neben höchsten spirituellen Zielen auch Macht über die Materie, Hellseherei und Kontakt zu angeblich hilfreichen Geistwesen, die einem Gesundheit, langes Leben und materiellen Erfolg sicherten. Diese magischen Rezepte schienen mir in einem häßlichen Widerspruch zu den hehren Bekenntnissen zu stehen, daß alles Materielle niedrig und böse und eigentlich unwirklich sei.</p>
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<p><em><strong>Vergebliche „Selbstfindung“ durch Jung’sche Psychotherapie</strong></em>Über die ganze Zeit hinweg hatte ich mich immer wieder mit den Schriften des Schweizer Psychologen C. G. Jung beschäftigt, der mir eine interessante Brücke zwischen abendländisch-psychologischem Denken und den esoterischen Schulen des Ostens zu sein schien. Seine Vorstellungen von einer spirituellen Selbstfindung („Individuation“) schienen mir etwas seriöser zu sein als die radikalen und unausgegorenen Rezepte der fernöstlichen Gurus. Er machte Anleihen bei fast allen mir schon etwas vertrauten spirituellen Wegen und suchte eine Art Zusammenfassung und Anwendung für den abendländischen religiösen Menschen anzubieten.</p>
<p>So entschloß ich mich, andere Wege erst einmal zurückzustellen und eine Jung’sche Psychotherapie zu beginnen. Längere Zeit saß ich einmal in der Woche bei einem Therapeuten und brachte Mitschriften meiner Träume mit, denn die Untersuchung der Träume ist der angebliche Königsweg zur Selbstfindung, den Jung empfahl. Durch die Konzentration auf die Botschaft der Träume sollte es zu einer Reaktion der jenseitigen Geistesmacht kommen, die Jung als das „kollektive Unbewußte“ bezeichnete und bei der die Schlüssel zur Selbstfindung liegen sollten. Das Ziel war, zu großen, bedeutsamen und persönlichkeitsverändernden Träumen zu kommen, durch die sich die Kräfte („Archetypen“) des kollektiven Unbewußten offenbaren würden und die dann zu einer Vertiefung und Vervollkommnung des Selbst führen sollten.</p>
<p>Der katholische Arzt und Psychotherapeut, der mich betreute, erschien mir jedenfalls weit vertrauenswürdiger als die exotischen Gurus und Seelenführer, von denen ich sonst gehört oder gelesen hatte. Er bemühte sich wirklich um mich, aber Gott sei Dank kam es auch in dieser Therapie nicht zu dem erhofften „großen Erlebnis“, das nur einen okkulten Charakter gehabt hätte. Denn C. G. Jung ist, ungeachtet seiner gelegentlichen Bezüge zur katholischen Religion, ein gefährlicher Esoteriker und praktizierender Okkultist gewesen, der bekannte, daß ihm viele seiner Bücher von einem Geistwesen diktiert worden seien. Die Jung’sche Psychoanalyse hätte mich im weiteren Verlauf nur tiefer in die Finsternis und Okkultismus verstrickt.</p>
<p>In der Zwischenzeit hatte ich mein Magisterstudium der Anglistik und Germanistik beendet. Ich war mir lange unsicher gewesen, was ich danach beruflich machen sollte, aber nach einigem Hin und Her wurde mir klar, daß ich ins Verlagswesen gehen wollte. Bücher haben mich seit meiner Kindheit fasziniert, und so entschloß ich mich, Verlagslektor zu werden. Dieser Beruf reizte mich &#8211;  Buchmanuskripte, die andere geschrieben haben, inhaltlich und äußerlich zu bearbeiten, zu korrigieren und für den Druck fertig zu machen.</p>
<p>Tatsächlich fand ich in einem Stuttgarter Verlag für Kunstbücher und Bildbände eine Anstellung als Lektoratsassistent. Diese Arbeit interessierte mich sehr und machte mir auch wirklich Freude. Nach vielen Jahren des „Trockenschwimmens“ in Schule und Universität endlich Praxis, endlich eine sinnvolle Arbeit!</p>
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<p><em><strong>Meine Beschäftigung mit der Bibel</strong></em></p>
<p>In jener Zeit hatte ich auch begonnen, in der Bibel zu lesen. Das Christentum, das ich bislang nur in der Form der liberaltheologischen evangelischen Kirche kennengelernt hatte, war für mich eigentlich nicht ernsthaft in meiner „spirituellen Sinnsuche“ vorgekommen. Meine Zuwendung zur Bibel entsprang vordergründig einer Enttäuschung über die vielen dunklen, verworrenen, einander widersprechenden esoterischen Weisheitsbücher und Erleuchtungswege.</p>
<p>Irgendwie dachte ich, daß die Bibel vielleicht für uns Europäer doch einen besseren, leichter gangbaren spirituellen Weg eröffnete als die verstiegenen Traditionen des Fernen Ostens. Der Nebel der esoterischen Lehren wich allmählich, als ich mich in die Bibel, das Buch der Bücher, vertiefte. Durch Gottes Gnade las ich offenen Herzens, neugierig und suchend in diesem Buch, das seit meiner Konfirmationszeit viele Jahre unbeachtet in meinem Bücherregal verstaubt war &#8211; und die Bibel sprach zu mir. Mehr und mehr konnte ich die großartige Botschaft dieses Buches fassen. Insbesondere das Johannesevangelium sprach mich tief in meinem Herzen an.</p>
<p>Im Lesen dieses besonderen Buches erkannte ich, daß Jesus Christus mehr war als bloß ein „erleuchteter Meister“ unter vielen, wie das New Age lehrte. Die Worte, die ich da las, waren wirklich „Geist und Leben“, von ungewöhnlicher Kraft und Klarheit. Ich erkannte immer mehr: Jesus Christus war tatsächlich der, der Er zu sein beanspruchte: der Sohn des lebendigen Gottes, der Messias und Erretter, der Weg, die Wahrheit und das Leben.</p>
<p>Wenn ich in der Bibel las, dann wurde mein Herz warm; ich empfand immer klarer, daß der Weg, den der Herr Jesus Christus verkündigte, etwas Wahres und Echtes war; er unterschied sich für mich positiv von den ganzen esoterischen Wegen, die ich zuvor studiert und ausprobiert hatte. Allerdings wurde mir auch immer deutlicher, daß Jesus Christus von mir eine klare, entschiedene Lebensumkehr erwartete, einen Bruch mit der Sünde und dem Bösen in meinem Leben.</p>
<p>Das forderte mich zunächst heraus, denn der Esoteriker Jung lehrte das ganze Gegenteil: Nach seiner Auffassung gehöre das Böse zur Persönlichkeit des Menschen dazu, und der Mensch müsse es bejahen und bewußt in seine Person eingliedern, um nicht zu verkrüppeln und sich zu blockieren. Die beiden Wege, das merkte ich immer deutlicher, waren nicht vereinbar; ich mußte mich entscheiden.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">7<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Wendepunkt der Umkehr:<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Schritt zum Glauben an Jesus Christus</span></h2>
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<p>In dieser Phase meiner Suche griff Gott souverän und gnädig ein. Ich entschloß mich in dem entscheidenden Jahr 1983, meinen Sommerurlaub in Spanien zu verbringen – u.a. zum Bergwandern in den Pyrenäen. Auf der Rückreise wollte ich noch eine Woche nach Taizé gehen – in eine christliche Mönchskommunität, von der mir einige junge Leute aus meiner Heimatstadt begeistert erzählt hatten, wie toll es dort sei, und daß man dort echtes Christsein kennenlernen könne. Nun, ich wollte das mal ausprobieren.</p>
<p>Ich war recht mißtrauisch, aber ich sagte mir, daß ich ja jederzeit wieder abreisen könne, wenn das Ganze sich als Fehlinformation herausstellen sollte. Aus heutiger Sicht ist diese mystische und ökumenische Kommunität der allerletzte Ort, an dem man Jesus Christus wirklich kennenlernen kann, denn die dort gepflegte katholische Spiritualität hat mit echtem christlichem Glauben nichts zu tun. Aber es gefiel Gott, mich gerade an diesem Ort zum Glauben zu rufen &#8211; ganz direkt, ohne Zutun der Mönche mit ihren mystischen Ritualen.</p>
<p>Ich hatte zu dieser Zeit schon begonnen, zu Jesus Christus zu beten und Ihn zu suchen. Einmal, einige Zeit vorher, hatte ich einen schlimmen Alptraum gehabt, in dem eine dämonische Macht bedrohlich nach mir griff. In dem Traum rief ich laut zu Jesus Christus &#8211; und die böse Macht mußte weichen. Das beschäftigte mich danach noch ziemlich. Das große Hindernis für Hinwendung zu Jesus Christus war letztlich meine mystische Prägung. Ich meinte, ich müßte auf eine übernatürliche Offenbarung des Sohnes Gottes warten, bevor ich zu ihm kommen dürfe &#8211; auf einen Traum, eine Vision, ein Wunderzeichen, das mir zeigte, daß Christus mich angenommen hätte. Doch auf dieses Zeichen wartete ich vergeblich.</p>
<p>Und nun, ausgerechnet in dem mystischen Taizé, wurde mir ganz einfach und unspektakulär klar, daß Gott etwas anderes von mir erwartete &#8211; ich sollte mein Leben schlicht im Glauben an Christus ausliefern, ohne auf irgendein Erlebnis, eine Offenbarung zu warten; ich sollte mich Christus ganz übergeben, und dann würde ich erfahren, was ich geglaubt habe.</p>
<p>Damals faßte ich den Schritt der Bekehrung in ein Bild, das mir eindrücklich war: Die Lebensübergabe an Christus war wie eine Fahrt in einem Boot auf dem offenen Meer, bei der ich Ruder, Segel und das Steuer über Bord werfen müßte, um zu sagen: „So, Herr, nun übernimm Du mein Leben ganz und gar!“. An dieser Vorstellung und an meinem Glauben klebten noch manche verdrehte Gedanken, aber am Abend jenes Tages, an dem ich das erkannte, habe ich mein Leben im Gebet dem Herrn Jesus übergeben &#8211; ganz und gar, bedingungslos, im Glauben.</p>
<p>In der darauffolgenden Nacht wachte ich einige Male auf, und mein Herz war erfüllt von Danksagung und Gebet zu meinem Gott, zu meinem Herrn und Erlöser. Wenn ich zuvor gebetet hatte, dann hatte ich immer das Gefühl, daß diese Gebete nur bis zur Zimmerdecke gingen, um dann wieder herunterzufallen. Nun wußte ich: meine Gebete kommen im Himmel an! Ich habe eine ganz neue, echte Beziehung zu meinem Herrn Jesus! Ich hatte große Freude und großen Frieden im Herzen in jenen Tagen. Auch das Bibellesen war plötzlich anders, tiefer, klarer, erfüllender.</p>
<p>Ich bekannte am folgenden Tag freudig einem Taizé-Mönch, daß ich mich bekehrt hatte &#8211; und war etwas verwundert, daß meine Mitteilung bei ihm eine sehr zurückhaltende Reaktion auslöste und er sich nicht wirklich mit mir freute. Heute ist mir klar, daß er mit seinem mystisch-katholischen Glauben darin wahrscheinlich eher eine Verirrung sah.</p>
<p>Gott gebrauchte diese Tage in Taizé, um die entscheidende, von mir lange ersehnte Wende in meinem Leben zustandezubringen. Später wurde mir anhand der Bibel klar, daß die in Taizé gepflegte falsche Frömmigkeit des ökumenischen Mönchtums mit der Lehre der Bibel gar nicht vereinbar ist. Die Mönche selbst mit ihren Kerzenritualen und lateinischen Gesängen hatten mich auch nur am Rande beeindruckt; vieles fand ich befremdlich. Doch ich kam als ein neuer, innerlich völlig veränderter Mensch aus meinem Urlaub zurück. Das waren Tage der Gnade Gottes, der sich über mich erbarmte und mir Vergebung und Erfüllung, Frieden und Heilung schenkte.</p>
<p>Ich erinnere mich noch, wie ich in meinem ersten Eifer für Christus mit einem jungen Mann vom CVJM sprach und entrüstet war, als ich erfuhr, daß er mit einer Freundin zusammenlebte. Voller Überzeugung sagte ich ihm, daß das doch falsch sei; er müßte um den Willen Gottes beten und dann sich entweder trennen oder sie sofort heiraten. Obwohl ich früher selbst in diesem falschen, sündigen Lebensstil gelebt hatte, war mir instinktiv klar, daß dieser Weg des „Zusammenlebens“ ohne Ehe widergöttlich war und nicht zu einer Christusnachfolge paßte.</p>
<p>Ohne daß ich es ahnte, hatte der gnädige Gott auch auf diesem Gebiet schon Vorsorge getroffen. In dieser schicksalshaften Woche in Taizé sollte ich nicht nur den Herrn Jesus finden, sondern danach auch meine liebe Frau, die mich seither all die Jahre auf meinem Lebensweg begleitet hat. In Taizé wurden die vielen Gäste jeweils in Kleingruppen aufgeteilt, in denen man sich austauschte. Ganz und gar nicht zufällig fand sich eine junge Frau, mit der ich schon beim Schlangestehen vor der Essensausgabe in ein Gespräch gekommen war, mit mir in derselben Gruppe.</p>
<p>Es ergaben sich im Laufe der Tage manche Gespräche, und in einem dieser Gespräche standen wir plötzlich vor der Frage, ob Gott uns füreinander bestimmt hat. Für mich war es in meinem jungen, einfältigen Glauben ganz klar, daß eine unverbindliche Freundschaft gar nicht in Frage kam, und eine Ehe nur dann, wenn Gott selbst das ganz klar zeigte. Das tat Er dann am folgenden Tag, und damit waren wir so gut wie verlobt, auch wenn es bis zur Verlobung noch ein wenig dauerte.</p>
<p>Für uns beide war klar, daß wir mit intimer Gemeinschaft warten wollten bis zum Schluß des Ehebundes, so wie es Gottes Gedanken entspricht. Als wir dann 1984 heirateten, bekamen wir die Gnade eines wirklich reinen Neuanfangs geschenkt; seither dürfen wir erfahren, wie segensreich Gottes Lebensordnung der Ehe für alle ist, die sie im Vertrauen auf Jesus Christus zu verwirklichen suchen.</p>
<p>So hatte Gott in Seiner Güte und Voraussicht sehr rasch nach meiner Bekehrung zu ihm eine für mich sehr notvolle und heikle Frage gelöst. Nach einigen zerbrochenen „Freundschaften“ ohne verbindliche Ehebeziehung hatte ich eigentlich schon vor meiner Entscheidung für Christus immer mehr das Verlangen gehabt, keine unverbindliche Beziehung, sondern einen christlichen Ehebund vor Gott einzugehen; damals beeindruckte mich das Buch des katholischen Psychologen Theodor Bovet über die Ehe sehr. Aber nach den gescheiterten Beziehungen hatte ich kaum noch Mut und Hoffnung, daß so etwas für mich möglich sei.</p>
<p>Nun nahm der Herr mir diese Frage aus der Hand. Er schenkte mir das, was die tiefste Sehnsucht in meinem Herzen in bezug auf das irdischen Leben war: eine treue, erfüllte, gesegnete Ehe mit einer lieben Frau. Nach fast 30 Ehejahren sind wir beide dafür immer wieder zutiefst dankbar. Es ist nicht unser Verdienst; es ist Gottes Gnadengeschenk!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">8<br />
</span><span style="color: #800000;">Schritte in ein neues Leben:<br />
</span><span style="color: #800000;">Als Kind Gottes auf dem Glaubensweg</span></h2>
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<p>Mit dem Schritt der Hinwendung zu Jesus Christus, der ganzen Übergabe meines Lebens an den Sohn Gottes war eine gründliche Veränderung meines Lebens geschehen. Zuvor war ich ein einsamer Rebell gewesen, ein in die Welt geworfenes Wesen, das nicht wußte, woher es kam und wohin es ging, ein Wesen, das sich selbst seine Gesetze machte und alleine seinen Weg durch den dunklen Dschungel des Lebens finden mußte.</p>
<p>Ich wußte nicht, was gut für mein Leben war, welches der rechte, zum Glück führende Weg für mich wäre. Ich war darauf angewiesen, meinen Weg durch Versuch und Irrtum zu finden, mit schmerzlichen Folgen, wenn etwas „schiefging“, ohne recht zu wissen, wie es besser werden sollte. Ich war verletzlich und innerlich wund, und doch verletzte ich mit meinem eigensüchtig und eigenwillig gelebten Leben viele Menschen um mich herum. Ich war spöttisch und zynisch und hart gegen andere, und sehnte mich doch nach Reinheit, Liebe, Geborgenheit, nach guten, heilsamen Beziehungen zu meinen Mitmenschen.</p>
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<p><strong><em>Befreiung von der Schuld des Lebens</em></strong></p>
<p>In meinen „autonomen“ Jahren als Mensch ohne Gottesbeziehung lud ich viel Schuld auf mich. Ich kränkte und belastete vor allem die Menschen aufs Schlimmste, die mir am nächsten standen – meine Eltern. Ich war voller Auflehnung und Ablehnung ihnen gegenüber, folgte ihren gutgemeinten Geboten und Ratschlägen nicht, beleidigte sie, richtete sie mit erschreckender Überheblichkeit gegen ihrer Verstrickung in den Nationalsozialismus und war blind dafür, daß ich doch in eine ebenso bösartige totalitäre Ideologie verstrickt war. Ich verletzte und belastete auch andere Menschen in meiner Umgebung – meinen Bruder und andere Familienangehörige, meine Lehrer und Mitschüler.</p>
<p>Ich sündigte mit tausend „kleinen“ Sünden, die für den gottfernen Menschen „normal“ sind. Ich belog immer wieder meine Eltern und andere Mitmenschen. Ich wußte zwar irgendwo, daß das nicht gut ist, aber ich tat es dennoch, wie alle Menschen (vgl. Römerbrief, 3. Kapitel). Ich betrog andere zu meinem Vorteil.</p>
<p>In meinen „linken Jahren“ stahl ich gelegentlich Bücher bei einem bekannten linken Buchhändler in Stuttgart (als ich ihm das später bekannte und den Schaden wieder gutmachte, reagierte er erstaunt und sagte: „Ich weiß genau, daß ganz viele Linke hier mich beklauen, aber daß einer kommt und das zugibt und wiedergutmachen will, das ist mir noch nie passiert!“). Ich haßte Menschen – und Haß wird von Gott gleichgesetzt mit einem innerlich begangenen Mord (vgl. 1. Johannesbrief 3,15)! Ich verleumdete andere und verspottete sie, war frech und provozierend, faul und aufsässig.</p>
<p>Ich verletzte auch manche junge Frauen, zu denen ich eine Beziehung knüpfen wollte und die ich aus Bindungsängsten oftmals dann wieder verließ, oder die mich verließen. Ich glaubte an das verlogene Ideal der „freien Liebe“, die keine verbindliche Treue in der Ehe nötig habe, und versuchte dementsprechend zu leben – aber ich wurde davon nicht glücklich, sondern mußte schmerzlich meine Beziehungsdefizite und Fehlhaltungen erkennen.</p>
<p>Heute weiß ich, daß diese unverbindlichen Beziehungen zutiefst egoistisch und verkehrt waren. Gott hat die Liebe zwischen Mann und Frau und besonders auch die Geschlechtlichkeit bewußt und aus gutem Grund in den Schutzraum der Ehe gestellt, einer verbindlichen Treuebeziehung auf Lebenszeit. Wenn der gottferne Mensch sie daraus herauslöst und nach „Liebe“ ohne Treue sowie nach „geschlechtlicher Erfüllung“ ohne wirkliche Liebe und Verantwortung sucht, dann entsteht daraus nur Böses. Gottes Gebote und Ordnungen für das Verhältnis von Mann und Frau sind zutiefst gut und richtig; sie sind heilsam und befreiend, wenn man sie bewußt auslebt. Das kann ich nach 30 Jahren Ehe nur von Herzen bezeugen.</p>
<p>Obwohl ich mich als „aufgeklärt“, gebildet und wissend bezeichnet hätte, lebte ich in einer großen Finsternis und Unwissenheit. Die Welt und das Leben war für mich ein großes Rätsel, undurchsichtig, und ich konnte keinen Sinn, keinen klaren Weg für mich erkennen. Ich lehnte den lebendigen Gott ab, der mich geschaffen hatte, und Seine Offenbarung in der Bibel. Ich war innerlich tot, voller Auflehnung gegen Gottes Güte und Autorität, und lebte ein Leben im Aufruhr gegen Gott und voller Übertretung Seiner guten Gebote und Ordnungen. Heute muß ich noch manchmal darüber nachdenken, wie wahr und zutreffend die Bibel meinen damaligen Herzenszustand beschreibt:</p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (Der Apostel Paulus im Titusbrief 3,3)</strong></p>
<p><strong>Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens … (Der Apostel Paulus im Epheserbrief 4,17-18)</strong></p>
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<p><em><strong>Die Torheit meines Atheismus und das Schicksal des Menschen vor Gott</strong></em></p>
<p>Der moderne Mensch lehnt es ab, an den lebendigen Gott zu glauben; er erklärt Gott kühn für „tot“, für eine bloße Einbildung, und so hielt ich es ja auch viele Jahre lang. Dahinter steht der Wunsch, ohne Verantwortung vor einem höheren Wesen unbeschränkt den eigenen Willen tun zu können. Instinktiv spürt der Mensch: „Wenn ich anerkenne, daß es einen Gott gibt, ein höchstes Wesen, das mich geschaffen hat, dann bin ich diesem Gott auch Rechenschaft schuldig; dann hat dieser Schöpfer auch Anspruch auf mein Leben. Wenn ich so tue, als gebe es keinen Gott, kann ich ja tun und lassen, was ich will!“</p>
<p><strong>Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige sagt sich los vom HERRN und lästert ihn. Der Gottlose sagt in seinem Hochmut: »Er wird nicht nachforschen!« Alle seine Gedanken sind: »Es gibt keinen Gott«! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+10%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 10,3-4</a>)</strong></p>
<p>Doch so leicht kann der Mensch es sich nicht machen. Gott verschwindet nicht aus seinem Leben, wenn er Ihn verleugnet, ebensowenig wie der Himmel und das Sonnenlicht verschwinden, wenn ein Blinder behauptet, es gäbe sie nicht. Der Tod, dem jeder Mensch unweigerlich unterworfen ist, mahnt und erinnert uns alle, daß etwas nicht stimmt mit unserem Leben, mit unserer selbstzufriedenen, selbstherrlichen Existenz hier in dieser Welt; genauso mahnen uns Erfahrungen von Krankheit und Leid: wir sind auf einem falschen Weg, wir müssen umkehren und unseren Schöpfer suchen, den wir verlassen haben, sonst geht unser Leben zugrunde!</p>
<p><strong>Du läßt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! (…) Denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell hinweggerafft durch deinen Grimm. Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts. Denn alle unsere Tage schwinden dahin durch deinen Zorn; wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz. Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind&#8217;s achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin. Wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie es der Furcht vor dir entspricht? Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen! (Mose in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+90%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 90,3-12</a>)</strong></p>
<p>Der Mensch ist das höchste der Geschöpfe Gottes, und er ist seinem Schöpfer Rechenschaft schuldig über sein ganzes Leben, das er von Gott bekommen hat. Es gibt ein Gericht Gottes am Ende dieses Lebens, und kein Mensch wird diesem Gericht entrinnen, weil er die Existenz Gottes und seine Verantwortlichkeit bestreitet. Im Gegenteil, das erhöht noch die Schuld, die jeder Mensch ohnehin vor dem gerechten, heiligen Gott ansammelt.</p>
<p>Der Mensch hat eigentlich den Auftrag und die höhere Bestimmung, seinem Schöpfer zu dienen, dessen Gebote zu erfüllen und ihn zu ehren und anzubeten. Das ist der wahre, höchste Sinn unseres Lebens, den unser Schöpfer selbst vorgegeben hat. Jeder Mensch hat die Lebensaufgabe, ein heiliger Priester Gottes auf Erden zu sein, ein Anbeter und ein Diener, der die Erde im Auftrag Gottes treuhänderisch verwalten soll.</p>
<p><strong>Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst? (Mose im 5. Buch Mose 10,12-13)</strong></p>
<p><strong>Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. (Matthäusevangelium 22,37-38)</strong></p>
<p>Jeder Mensch hat diesen Auftrag verfehlt und daher vor Gott sein Leben verwirkt. Der Tod ist der Lohn der Sünde. Und dieser Todeszustand im Feuer der Hölle, fern von Gott, ist die unvermeidliche Konsequenz eines Lebens ohne und gegen Gott. Aus diesem gerechten Gericht Gottes kann nur einer den Menschen retten: Jesus Christus, der Sohn Gottes, der eben dafür Mensch wurde und als unser Stellvertreter all unsere Fehltritte und Sünden, all unser Versagen vor Gott auf sich nahm und mit seinem Leben und Blut für unsere viele Schuld bezahlt hat. Von ihm steht geschrieben:</p>
<p><strong>»Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (Der Apostel Petrus im 1. Petrusbrief 2,22-25)</strong></p>
<p>Der Tod Jesu Christi am Kreuz, das durfte ich bei meiner Bekehrung im Glauben annehmen, hat alle meine Schuld und Sünde vor Gott und den Menschen getilgt; mir ist vergeben worden um dieses Opfertodes willen. Weil ich nun Jesus Christus angehöre, bin ich vor Gott als so gerecht und rein angesehen wie Jesus Christus selbst.</p>
<p>Der auferstandene Sohn Gottes im Himmel ist mein Fürsprecher und Hoherpriester, der für mich eintritt; er ist mein Zugang in den Himmel; durch Ihn darf ich einmal auf ewig in die Herrlichkeit der Gemeinschaft mit Gott eintreten, wenn dieses Leben auf Erden beendet ist. Diese Begnadigung und ewige Rettung von Schuld und Tod bietet Gott in Seiner Liebe und Barmherzigkeit jedem Menschen an, der bereit ist, umzukehren von seinem falschen Weg und an Jesus Christus zu glauben.</p>
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<p><em><strong>Erste Schritte im Glaubensleben als Christ</strong></em></p>
<p>Nach meiner Umkehr zu Gott war mein Leben innerlich ein völlig neues geworden. Ich lebte nun in dem Bewußtsein, daß meine ganze aufgehäufte Schuld und Sünde, die vielen Übertretungen meines Lebens, vor Gott völlig vergeben und für immer getilgt waren. Ich durfte von neuem beginnen. Wie viele Menschen wünschen sich das sehnlich nach Fehlentscheidungen und schmerzlichen Katastrophen – aber wie wenige erkennen, daß allein Jesus Christus die Chance für einen solchen echten Neuanfang gibt, weil Er allein die aufgehäufte Schuld der Vergangenheit tilgt und uns die Kraft zu einem anderen Leben nach den guten Maßstäben Gottes gibt!</p>
<p><strong>Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! Das alles aber [kommt] von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. (Der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief 5,17-19)</strong></p>
<p><strong>Siehe, ich mache alles neu! (Jesus Christus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+21%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 21,5</a>)</strong></p>
<p>Leben als Christ – das bedeutet ein Leben in der lebendigen, täglich, stündlich, jedem Moment gelebten Gemeinschaft mit Jesus Christus als dem neuen Herrn meines Lebens, und mit dem allmächtigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, und der nun mein Vater geworden ist. Vorbei ist die Einsamkeit, der verbissene „Kampf ums Dasein“. Ich darf nun wissen: Der große, unergründliche, allwissende und allmächtige Gott, der das Universum schuf und auch mich gemacht hat, Er ist jetzt mein liebender, gütiger Vater geworden, der mich führen und leiten will, der mich beschützt und versorgt. Diese Fürsorge offenbarte Gott schon im Alten Testament am Volk Israel, und das Neue Testament bekräftigt sie vielfach. Nur zwei Bibelworte will ich erwähnen, die mich immer wieder ansprachen und ermutigten:</p>
<p><strong>Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! (Der Prophet Jesaja in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+43%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 43,1-3</a>)</strong></p>
<p><strong>Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. (…) Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! (Der Apostel Paulus im Römerbrief 8,28-34)</strong></p>
<p>Gott, der ewige, hoch erhabene Schöpfer und Regent des Alls, ist nun für mich; er ist mein Gott geworden. Das ist der gewaltige Unterschied nach der Bekehrung zu Christus, der alles anders macht. Auf der einen Seite weiß ich, daß alle Ereignisse in meinem Leben nicht dem blinden Zufall oder der Macht eines anonymen „Schicksals“ entspringen, sondern von meinem Vater im Himmel so geplant und gesandt wurden zu meinem Besten – auch das Schwere und Leidbringende. Auf der anderen Seite darf ich alles, was mich bewegt und belastet, meinem Vater im Himmel, meinem gütigen Herrn Jesus Christus im Gebet bringen und Ihn um Führung und Bewahrung, um Veränderung der Umstände, um innere Kraft, um Weisheit und Liebe bitten.</p>
<p>Dieses beständige Leben in der Gemeinschaft mit einem liebenden, allmächtigen Gegenüber, mit Gott, der täglich vielfältig in meine Leben eingreift, mich führt und korrigiert, meine Gebete erhört, zu mir spricht durch die Bibel – das gehört für mich heute noch zum Größten und Herrlichsten bei all dem vielen Guten, das Gott mir in meinem neuen Leben mit ihm geschenkt hat.</p>
<p>In den Jahren meiner „spirituellen Suche“ fern von dem wahren Gott hatte ich auch Hermann Hesses Roman „Der Steppenwolf“ gelesen – damals ein Kultbuch der Hippies und Aussteiger. In diesem düsteren Werk schildert Hesse, der tragischerweise so nahe am christlichen Glauben aufwuchs und ihn doch verworfen hat, die Einsamkeit eines Menschen auf dem gefährlichen Weg der „Selbstfindung“. Damals fühlte auch ich mich wie solch ein einsamer Steppenwolf – doch diese blind tappende Pfadsuche und dieses „Auf-sich-selbst-Geworfensein“ war nun endgültig vorbei.</p>
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<p><em><strong>Die Bedeutung der Bibel für das Leben des Christen</strong></em></p>
<p>Als Kind Gottes durfte ich nun lernen, nach den Geboten und Lehren der Bibel zu leben, die das Wort des lebendigen Gottes ist und alles enthält, was ein Mensch braucht, um ein gutes und Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Das Bibellesen ist mir seit meiner Bekehrung zu einem Bedürfnis und einer lieben Gewohnheit geworden, und es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht dieses außergewöhnliche Buch Gottes aufgeschlagen hätte und mit persönlichem Gewinn darin gelesen und über die Worte Gottes nachgedacht hätte.</p>
<p>Die Bibel ist für den Christen das große Lehrbuch des Lebens, in dem der ewige Gott uns zeigt, wer Er ist, und wer sein Sohn ist, wie wir uns selbst und die Umwelt um uns herum sehen und darauf reagieren sollen. Die Bibel ist ein faszinierendes Buch, das uns den Weg zu einem guten, Gott wohlgefälligen Leben zeigt, das uns ermutigt und tröstet, aber auch ermahnt und korrigiert.</p>
<p>Unsere westliche Kultur hat die Bibel völlig verkannt und ins Abseits geschoben. Einst wußten die Christen noch, daß die Bibel ein besonderes Buch ist, das Buch, in dem der lebendige Gott, der Schöpfer des Universums, sich durch die menschlichen Werkzeuge der alttestamentlichen Propheten und der neutestamentlichen Apostel geoffenbart hat. Die Bibel ist Gottes Wort – von Gottes Geist eingegeben, eine übernatürliche Offenbarung von höheren, göttlichen Wahrheiten, die dem Menschen von Natur verschlossen sind, weil er in die unsichtbare Dimension der Geisteswelt nicht hineinsehen kann, in der Gott lebt.</p>
<p>Wir „modernen Menschen“ des 20. und 21. Jahrhunderts brauchen deshalb dieses 2.000 Jahre alte Buch ganz dringend, um Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens zu finden, auf die unsere moderne Wissenschaft und Weltanschauung keine Antworten geben kann &#8211; Fragen, die ich mir früher auch stellte: Woher komme ich? Warum existiere ich überhaupt in dieser Welt? Was ist ein gutes Leben? Weshalb gibt es Schuld und Leid, Krankheit und Tod in dieser Welt? Wohin gehe ich nach dem Tod? Was ist der Sinn meines Lebens?</p>
<p>Heute meint der „aufgeklärte“ westliche Mensch, die Bibel als ein Märchenbuch, als eine Sammlung von Mythen und Geschichten abtun zu können, die längst als unwahr und veraltet erwiesen sei. An dieser menschlichen Überhebung über die Bibel kranken auch die großen christlichen Kirchen, die den wahren christlichen Glauben leider längst verlassen haben.</p>
<p>Das ist die große Not des „christlichen“ Abendlandes: daß es dort so viel leeres, hohles Traditionschristentum gibt, das den schlichten Glauben an die Bibel und an den Sohn Gottes längst verlassen hat und sich an religiösen Zeremonien und sinnentleerten Predigten festhält. Solches „Christentum“, ob protestantisch oder katholisch, hatte ich auf meiner Suche immer wieder angetroffen, und es hat mich eher von Christus abgehalten als zu Ihm hingeführt. Aber in der Bibel und im Leben von den heute wenigen echten Christusgläubigen können wir noch erkennen, was der Herr Jesus Christus wirklich gelehrt und für seine Nachfolger gewollt hat.</p>
<p>Ungeachtet der allgemeinen Mißachtung der Bibel haben immer wieder Menschen in Not, auf der Suche nach Gott und dem Sinn des Lebens sich zu diesem wunderbaren Buch gewandt und erfahren, daß die Heiligen Schriften des alten und neuen Bundes lebendig und kräftig sind, daß sie Worte voller Trost und Klarheit, voller Ermutigung und göttlicher Wahrheit enthalten, die ein Menschenleben völlig umkrempeln und heilen können, wenn man sie im Glauben annimmt. In der Bibel fand ich auch zum Glauben an Jesus Christus; dieses Buch hat mich zu Christus geführt und dadurch mein Leben neu gemacht.</p>
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<p><em><strong>Die Freude der Gemeinschaft mit Gott</strong></em></p>
<p>Im Laufe dieses neuen Lebens lernte ich den Gott des Himmels und der Erde, den Gott der Bibel immer mehr kennen. Vor allem in der ersten Zeit verbrachte ich Stunden über der Bibel und sog die Erzählungen von den Taten Gottes in der Geschichte Israels, vom Wirken des Sohnes Gottes, Jesus Christus, auf der Erde und all die anderen Inhalte in mich auf.</p>
<p>Ich lernte auch, die Bibel in mein Alltagsleben umzusetzen, nach dem Wort Gottes zu leben. Das äußerte sich auch darin, daß ich mein Leben von zerstörerischen, unguten Einflüssen reinigte. Viele esoterische und andere irreführende Bücher sowie meine Rock- und Popschallplatten landeten auf der Müllkippe. Ich machte einiges an Diebstählen wieder gut und entschuldigte mich bei meinen Eltern, bei vielen Lehrern und anderen Menschen, die ich verletzt und geschädigt hatte. Ich fing an, für Menschen zu beten, die mir feindlich gesinnt waren, und ihnen freundlich zu begegnen. Ich begann, im Alltag Fehler ehrlich zuzugeben und mich dafür zu entschuldigen, anstatt sie zu vertuschen und anderen die Schuld zuzuschieben.</p>
<p>Ich lernte, im Gebet einen intensiven Umgang mit meinem Gott und Vater sowie mit meinem Herrn Jesus Christus zu pflegen. Jeden Tag begann (und beginne) ich damit, Gott zu danken, Ihn zu loben und Ihm dann meine Anliegen für den Tag zu bringen. Ich bete für meine Frau, für meine Kinder, für andere Angehörige, für meine Freunde und Feinde, für Vorgesetzte und Kollegen am Arbeitsplatz, für Nachbarn, für meine christliche Gemeinde, für Missionare, für Politiker und Verantwortliche in unserem Land und weltweit… Im Gebet können wir gläubige Christen in einigen Minuten um die ganze Welt reisen und die unterschiedlichsten Anliegen, kleine und große, vor Gott bringen. Und Gott ist ein Gott, der Gebet erhört! Wie oft durfte ich das zusammen mit meiner lieben Frau erfahren!</p>
<p>Eine der ersten erhörten Gebete nach meiner Bekehrung betraf meinen Ausweis, den ich dringend brauchte und trotz gründlicher Suche nicht finden konnte. Plötzlich kam mir der Gedanke: „Du könntest ja auch dafür beten!“ Ich bat meinen Vater im Himmel darum, und in den nächsten Sekunden brachte ein einziger Griff in einen Stapel meinen Ausweis zutage! Das mögen Skeptiker als Zufall abtun, aber für mich war es so eindrücklich, daß ich geradezu einen Schreck bekam. Seitdem hat unser treuer Gott sicherlich viele Tausende von Gebeten erhört.</p>
<p>Eine unserer Töchter bekam als kleines Kind einen großen epileptischen Anfall. Die Ärzte sagten, sie müsse wahrscheinlich lebenslang starke Medikamente nehmen. Wir beteten intensiv, und danach trat kein einziger solcher Anfall mehr auf. Viele Jahre später bewarb sich eine unserer Töchter bei einer Ausbildungsstelle, die wir sehr geeignet fanden. Sie erhielt eine Absage, aber wir beteten weiter und rieten ihr, sie solle sich noch einmal bewerben, falls jemand zurückträte. Kurze Zeit später hielt sie die Zusage dieses Betriebs in Händen.</p>
<p>Wir erlebten in vielen kleinen und großen Dingen die Fürsorge, den Schutz und die Hilfe unseres großen Gottes und Vaters. Einmal, als wir in einem kurzfristigen finanziellen Engpaß waren, fanden wir plötzlich einen Briefumschlag mit einer größeren Geldsumme im Briefkasten. Über die vielen Jahre, in denen ich als freiberuflicher Bibellehrer und Referent in Gemeinden kein festes Einkommen erhielt, hatte es uns nie an irgend etwas gefehlt; Gott sorgte immer für uns und unsere große Kinderschar.</p>
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<p><em><strong>Das Geschenk von dreißig Jahren Ehe und Familie</strong></em></p>
<p>Ein kostbares Geschenk ist mir auch nach 30 Jahren die Ehe mit meiner Frau Undine. Ich war ja überzeugt, daß ich nie zu einer stabilen, glücklichen Ehebeziehung fähig sein würde. Doch Gott hat mich auch in dieser Hinsicht innerlich verändert und beziehungsfähig gemacht. Er hat mir eine gute, liebe, treue Frau an die Seite gestellt, die mich in vielem sehr gut ergänzt. Ich durfte lernen, meine Frau mit der Liebe Jesu Christi zu lieben, sie zu ermutigen, ihr beizustehen, auf ihren Rat zu hören, aber auch, als Mann die geistliche Verantwortung für meine Frau und meine Kinder zu übernehmen und der Familie vorzustehen.</p>
<p>In alldem habe ich zahlreiche Fehler und Versäumnisse begangen, und durfte immer wieder die Vergebung und gnädige Zurechtbringung meines himmlischen Vaters erfahren. Als Christ zu leben, bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Wir versagen, sündigen immer wieder auch und dürfen gerade auch in unserem Versagen sehen, wie Gott an uns arbeitet und uns reinigt und zum Guten verändert. Im Laufe der Jahre darf man erleben, wie Gott tiefgreifende Charakterveränderung, Befreiung von negativen Haltungen und Denkmustern und innere Erneuerung schenkt. Unsere Ehe ist durch Gottes Gnade im Laufe der Jahre immer tiefer und erfüllender geworden, statt schal und kalt zu werden, wie dies leider bei manchen der Fall ist.</p>
<p>Für meine Frau und mich war es eine persönliche Führung Gottes, daß wir viele Kinder bekommen und aus Gottes Hand dankbar annehmen wollten. Gott hat uns zehn Kinder geschenkt, und an ihnen durften wir sehr viel lernen über christliche Liebe und Vergebung; wir durften Geduld und Barmherzigkeit lernen, Opferbereitschaft und Verzicht auf manche Bequemlichkeit. Unsere Kinder sind für uns wirklich eine „Gabe des Herrn“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+127%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 127,3</a>), und wir sind dankbar für jedes einzelne von ihnen. Sie alle wurden von Gott erbeten und werden bis heute mit Gebeten begleitet. Was für ein Segen ist es, beten zu können, wenn man selbst oder Mitmenschen Not leiden!</p>
<p>Gerade auch in bezug auf unsere Kinder durften wir so viele erhörte Gebete erleben, so viel Fürsorge und Hilfe Gottes, daß wir es gar nicht alles aufzählen könnten. Natürlich gab es auch Sorgen und Schwierigkeiten, aber wir staunen immer wieder über Gottes Treue und sind dankbar, daß unser himmlischer Vater uns immer wieder neu die Kraft für diese große Lebensaufgabe gegeben hat und gibt.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">9<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Herr, der voller Liebe, Treue und Güte ist.<br />
</span><span style="color: #800000;">Ein Rückblick nach über 30 Jahren der Nachfolge Jesu Christi</span></h2>
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<p>Wenn ich nach über 30 Jahren zurückblicke, dann kann ich nur zutiefst dankbar sein für die Gnade Gottes, der mir die Augen geöffnet hat für das wahre Leben; das in Jesus Christus zu finden ist und das jedem Menschen angeboten wird. Mein Leben mit dem Herrn Jesus Christus ging durch manche Höhen und Tiefen; ich habe manches Versagen meinerseits zu beklagen, aber immer war die Liebe und Vergebung meines Herrn unwandelbar für mich da.</p>
<p>Ich ging eine Zeit auf verkehrten Wegen und folgte christlichen Kreisen, die ungesunde, nicht der Bibel entsprechende Lehren verkündeten, aber ich durfte das erkennen und wieder zurechtkommen. Gottes Güte, Gnade und Barmherzigkeit haben mich nicht einen Tag verlassen, seit ich Ihm angehören darf. Gott ist gnädig, gütig und treu, das kann ich nur von Herzen bezeugen.</p>
<p><strong>Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit; der dein Alter mit Gutem sättigt, daß du wieder jung wirst wie ein Adler. (…) Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+103%2C2-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 103,2-8</a>)</strong></p>
<p>Vom ersten Tag meiner Umkehr an war mir klar, daß mit diesem großen Gott leben bedeutet, ihm zu dienen, für ihn zu wirken in einer Welt, die nichts von Gott hält. Das habe ich in aller Schwachheit versucht. Gott hat es dann geschenkt, daß ich über sieben Jahre lang vollzeitlich an der Revision einer deutschen Bibelübersetzung, der Schlachter-Bibel, als Redaktionssekretär mitwirken durfte.</p>
<p>Diese Jahre einer intensiven Beschäftigung mit Gottes Wort waren für mich ein großes Vorrecht und eine Segenszeit. Nach dem Ende dieser Arbeit gab mir Gott die innere Führung, meine ganze Zeit der Lehre und Verkündigung von Gottes Wort in mündlicher und schriftlicher Form zur Verfügung zu stellen. Ich durfte in dieser Zeit einige Bücher schreiben und auch eine Webseitenarbeit im Internet beginnen. In alldem habe ich Gottes Segen und Beistand so vielfältig erfahren, daß ich nur staunen kann.</p>
<p>So kann ich nach diesen dreißig Jahren von ganzem Herzen bezeugen: Der Gott der Bibel ist der wahre Gott, der allmächtige, heilige und gerechte Schöpfer und Regent des Universums; Er ist real und erfahrbar; Er ist treu und steht zu den Zusagen, die Er in der Bibel gemacht hat. Er ist der Richter, vor dem einmal alle Geschöpfe Rechenschaft geben müssen; Er ist aber auch der barmherzige, gnädige Retter-Gott, der jedem bereit ist zu vergeben, der aufrichtig nach Vergebung sucht und den Retter annimmt, den Gott gesandt hat: Jesus Christus, Seinen geliebten Sohn.</p>
<p>Dieser Sohn Gottes, der Herr und Retter Jesus Christus, ist seit über dreißig Jahren mein persönlicher Herr, den ich kennenlernen durfte, dem ich dienen darf, der mich all die Jahre wunderbar beschützt und gestärkt, getröstet und zurechtgebracht hat. Er ist der einzige Retter, an den wir Menschen uns wenden können. Er schenkt uns Vergebung unserer Sünden, wenn wir an Ihn glauben; um uns zu retten, hat Er, der Unschuldige, alle Schuld und Sünde der ganzen Menschheit auf sich genommen und am Kreuz die Strafe dafür getragen und uns so erlöst, freigekauft von Tod und Gericht.</p>
<p>Durch den Glauben an Ihn wird ein Mensch zu einem geliebten Kind Gottes, von neuem geboren durch den Geist Gottes, innerlich neu gemacht. Das habe ich erfahren dürfen, und das haben schon Millionen Menschen auf der ganzen Welt erfahren dürfen.</p>
<p>Was ich erlebt habe und noch erleben darf, kann vielleicht ein Abschnitt aus dem Epheserbrief verdeutlichen, in dem der Apostel Paulus die große Gnade Gottes gegenüber irregegangenen, sündigen Menschengeschöpfen beschreibt:</p>
<p><strong>… euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.</strong></p>
<p><strong>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht &#8211; aus Gnade seid ihr errettet! &#8211; und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus.</strong></p>
<p><strong>Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch &#8211; Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.   (Der Apostel Paulus im Epheserbrief 2,1-10)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">10<br />
</span><span style="color: #800000;">Der Gott, der sich finden läßt.<br />
</span><span style="color: #800000;">Eine Ermutigung für Suchende</span></h2>
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<p>Am Ende dieses Lebensberichts möchte ich alle meine Leser ermutigen. Der Gott, der sich mir geoffenbart und mein Leben so gnädig gewendet und in seine Hand genommen hat, dieser Gott der Bibel läßt sich gerne finden von jedem Menschengeschöpf, das ihn aufrichtig sucht. Er hat in seinem Wort eindringliche Aufrufe zur Umkehr und zum Glauben niederschreiben lassen, die allen seinen Menschengeschöpfen gelten:</p>
<p><strong>Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und eßt! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen, und eure Seele soll sich laben an fetter Speise! (…)</strong></p>
<p><strong>Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Der Prophet Jesaja in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+55%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 55,1-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet; und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und ich werde euer Geschick wenden … (Der Prophet Jeremia in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jeremia+29%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jeremia 29,11-14</a>)</strong></p>
<p>Viele suchende Menschen haben schon gebetet: „Gott, wenn es dich gibt, dann zeige mir das und offenbare dich mir!“, und Gott hat geantwortet. Gott offenbart sich in seinem Wort, der Bibel, die er als eine Botschaft an die von ihm abgedrifteten Menschen hat niederschreiben lassen. Gott offenbart sich in seinem Sohn Jesus Christus, von dem die Bibel vielfältig Zeugnis ablegt, in den Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen, in der Offenbarung und auch im Alten Testament.</p>
<p>Wer die Bibel liest mit einer solchen Bitte zu Gott, der wird erleben, daß in diesem erstaunlichen Buch der Gott der Bibel lebendig zu ihm spricht und er diesen Gott erkennen kann. Besonders das erste Buch Mose, das Johannesevangelium, der Prophet Jesaja Kapitel 40 – 66, die Psalmen und der Römerbrief seien als Einstieg empfohlen, wobei es wichtig ist, eine klassische wortgetreue Übersetzung wie die Lutherbibel, die Schlachterbibel oder die Elberfelder Bibel zu benutzen.</p>
<p>Ich kann nur jeden ermutigen, der diese Zeilen gelesen hat, sich aufrichtig an den Herrn Jesus Christus zu wenden und ihm sein Leben anzuvertrauen. Das ist die wichtigste, die bedeutungsschwerste Entscheidung im Leben jedes Menschen – sich für oder gegen Jesus Christus zu entscheiden. Wer sich aufrichtig von seinem Weg des Eigenwillens, der Auflehnung gegen Gott und der Sünde abkehrt, wer seine Sünden Gott bekennt und Jesus Christus als seinen Retter und Herrn annimmt, der wird durch ihn wahres, ewiges Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott finden.</p>
<p><strong>Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.</strong></p>
<p><strong>Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind. (Jesus Christus im Johannesevangelium 3,16-21)</strong></p>
<p><strong>Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben.</strong></p>
<p><strong>Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut … (Der Apostel Paulus im Römerbrief 3,19-25)</strong></p>
<p><strong>Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Der Apostel Paulus im Römerbrief 6,23)</strong></p>
<p>Jesus Christus spricht in der Bibel mit großer Liebe zu allen Menschen, wer sie auch sein mögen, und bietet ihnen Seine Gnade und Erlösung an:</p>
<p><strong>Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Matthäusevangelium 11,29)</strong></p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (Johannesevangelium 5,24)</strong></p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (Johannesevangelium 6,47)</strong></p>
<p>Der ist ewig glücklich, der dieses Angebot im Glauben annimmt.</p>
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<p>Kurzfassung        © Rudolf Ebertshäuser         Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de       April 2018</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/04/von-marx-zu-christus-ein-glaubenszeugnis/">Von Karl Marx zu Jesus Christus &#8211; ein Glaubenszeugnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jesus Christus –  der auferstandene Herr &#8211; Eine biblische Betrachtung</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/11/jesus-christus-der-auferstandene-herr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 16:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung &#160; Wir haben uns in zwei vorhergehenden Betrachtungen daran erinnert, was die Bibel über die Menschwerdung des Sohnes Gottes sagt, der vom Himmel auf die Erde kam, um zu dienen und Sein Leben zum Lösegeld zu geben für viele, und was die Bibel über den Opfertod des Herrn Jesus Christus am Kreuz und seine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/11/jesus-christus-der-auferstandene-herr/">Jesus Christus –  der auferstandene Herr &#8211; Eine biblische Betrachtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>
</h1>
<h2><span style="color: #800000;">Einleitung</span></h2>
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<p>Wir haben uns in zwei vorhergehenden Betrachtungen daran erinnert, was die Bibel über die Menschwerdung des Sohnes Gottes sagt, der vom Himmel auf die Erde kam, um zu dienen und Sein Leben zum Lösegeld zu geben für viele, und was die Bibel über den Opfertod des Herrn Jesus Christus am Kreuz und seine erlösende Bedeutung für uns bezeugt. Nun wollen wir die dritte große geschichtliche Tatsache betrachten, die für unsere Rettung von ausschlaggebender Bedeutung ist – die Auferstehung des Herrn Jesus Christus aus dem Toten und Seine Aufnahme in den Himmel.</p>
<p>Auch hier gilt, daß wir die volle Bedeutung und viele Einzelheiten dieses wunderbaren Vorgangs nicht ergründen können; es ist für uns genug, wenn wir über die Dinge nachdenken, die uns in der Bibel darüber klar gesagt sind. Wir können dann erkennen, daß die leibliche Auferstehung Jesu Christi ein notwendiger Akt in Gottes Heilsplan darstellt und ebenso Seine triumphale Aufnahme in den Himmel, wo Er nun zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit thront.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Die Notwendigkeit der Auferstehung Jesu Christi und ihre prophetische Ankündigung</span></h2>
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<p>Der Tod Jesu Christi am Kreuz auf Golgatha war begleitet worden von übernatürlichen Kundgebungen Gottes. Schon in den Stunden Seines Todesringens hatte sich der Himmel verfinstert (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C45&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,45</a>). Als Er den Geist aufgab, geschahen weitere Wunderzeichen:</p>
<p><strong>Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang im Tempel riß von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C50-54&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,50-54</a>)</strong></p>
<p>All das zeigte, daß hier nicht ein gewöhnlicher Sterblicher sein Leben aushauchte. Wäre Jesus von Nazareth nur ein gewöhnlicher Mensch gewesen, so wäre diese Stunde unwiderruflich seine letzte gewesen; es wäre aus mit Ihm gewesen und damit auch mit allen Hoffnungen, die Er erweckt hatte. So empfanden es die ungläubigen Jünger, die meinten, mit dem Tod des Herrn habe alle ihre Hoffnung auf den Messias sich als vergeblich erwiesen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,19-21</a>). Doch hier war der Sohn Gottes gestorben, der eben deswegen einen menschlichen Leib angenommen hatte, um ihn als Opfer darzubringen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+10%2C4-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 10,4-10</a>).</p>
<p>Dieser heilige und gerechte Sohn des Menschen, der Messias, konnte unmöglich im Tode bleiben und die Verwesung erleben. Die Verwesung war Teil des Fluches über die Sünde, Teil des Zorngerichts, das die Nachkommen Adams unweigerlich alle miteinander trifft: <strong>„Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 3,19</a>). Deshalb bezeugt der Apostel Petrus freimütig vor seinen Volksgenossen die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten:</p>
<p><strong>Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, daß Er von ihm festgehalten würde. David nämlich sagt von ihm: »Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; zudem wird auch mein Fleisch auf Hoffnung ruhen; <u>denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und nicht zulassen, daß dein Heiliger die Verwesung sieht</u>. Du hast mir die Wege des Lebens gezeigt; du wirst mich mit Freude erfüllen vor deinem Angesicht!« </strong></p>
<p><strong>Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden von dem Stammvater David: Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eid verheißen hatte, daß er aus der Frucht seiner Lenden, dem Fleisch nach, den Christus erwecken werde, damit er auf seinem Thron sitze, <u>hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, daß seine Seele nicht dem Totenreich preisgegeben worden ist und auch sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2%2C24-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2,24-31</a>)</strong></p>
<p>Es war unmöglich, daß der Messias Jesus Christus vom Tode festgehalten werden konnte. Das wäre im Widerspruch zum Wesen Gottes und zu den Zusagen und Verheißungen gestanden, die Gott in bezug auf Seinen Messias gegeben hatte. So hatte es der Herr selbst schon Seinen Jüngern angekündigt und ausgelegt:</p>
<p><strong>Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, daß er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+16%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 16,21</a>)</strong></p>
<p>Nach Seiner Auferstehung hat der Herr es den ungläubigen Jüngern noch einmal ausführlich dargelegt, weshalb Er auferstehen mußte:</p>
<p><strong>Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! <u>Mußte nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?</u> Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. (…) </strong></p>
<p><strong>Er aber sagte ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muß, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht. Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: <u>So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen</u>, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C25-27+u.+44-47&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,25-27 u. 44-47</a>)</strong></p>
<p>Wir wollen nachfolgend einige Gründe betrachten, welche die Auferstehung des Sohnes Gottes notwendig machten.</p>
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<h4><span style="color: #ff6600;">Der Sohn Gottes mußte notwendigerweise auferstehen, weil Er gerecht und sündlos war</span></h4>
<p>Der Tod wurde von dem heiligen und gerechten Gott über den Menschen, über Adam und seine Nachkommen verhängt, weil sie in Sünde gefallen waren und nun wesensmäßig verdorbenen Sünder waren. Der Grundcharakter und das innerste Wesen des gefallenen, sündigen Menschen ist von Natur aus durch Auflehnung gegen Gott und Seine Gebote, durch Stolz und Eigenwillen, durch Eigensucht und böse Begierden gekennzeichnet.</p>
<p>Die Gerechtigkeit des allmächtigen Schöpfergottes konnte es nicht zulassen, daß ein solches entartetes Wesen für immer lebt, Sünde auf Sünde häuft und in seiner Bosheit immer weiter zunimmt, bis schließlich die ganze Erde durch die Vielzahl solcher Sünder verdorben würde. Genau das hatte letztlich auch zum Gericht der Sintflut geführt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+6%2C5-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 6,5-13</a>). Der leibliche Tod des einzelnen Sünders verhindert, daß er seine Sünden ins Gigantische anhäufen kann. Dieses von Gott verordnete Ende eines Sünderlebens ist in gewisser Weise auch barmherzig, weil sonst auch die ewige Strafe für die Masse der Sünden immer schlimmer sein müßte.</p>
<p>Doch hier hatte der eine und einzige Mensch den Tod geschmeckt, der innerlich keinerlei Sünde und Verderbnis an sich hatte, und auch äußerlich keinerlei Sünde getan hatte, sondern als der Sohn Gottes vollkommen heilig und gerecht war. Dieser heilige und gerechte Mensch hatte für sich selbst nicht den Tod verdient; es wäre ungerecht gewesen, wenn Er im Tode geblieben wäre. Wohl hatte Er den Tod geschmeckt für andere, für Sünder, die durch Ihn gerettet werden sollten, aber deren Sünde hatte Er ja im Gehorsam gegen Gottes Ratschluß auf sich genommen, und das war eine zutiefst gerechte Tat, in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes.</p>
<p>So erforderte es die heilige, vollkommene Gerechtigkeit Gottes, daß dieser Gerechte den Tod nicht dauerhaft erleiden durfte; er erlitt den Tod, um Sein Blut zum Lösegeld für uns zu geben, aber dann wurde Er von Gott wieder aus den Toten auferweckt und damit öffentlich als Sohn Gottes und Erretter der sündigen Menschen beglaubigt, wie geschrieben steht:</p>
<p><strong>Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er zuvor verheißen hat in heiligen Schriften durch seine Propheten [nämlich das Evangelium] von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch <u>und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unseren Herrn</u> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,1-4</a>)</strong></p>
<p><strong>… diesen, der nach Gottes festgesetztem Ratschluß und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. <u>Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, daß Er von ihm festgehalten würde. </u>David nämlich sagt von ihm: »Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; zudem wird auch mein Fleisch auf Hoffnung ruhen; denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und nicht zulassen, daß dein Heiliger die Verwesung sieht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C23-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,23-27</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Der Sohn Gottes mußte notwendigerweise auferstehen, weil Er der Mann ist, der Gottes Ratschlüsse vollendet</span></h4>
<p>Wir haben gesehen, daß der Auftrag des Herrn Jesus Christus mit Seinem Kreuzestod keinesfalls vollendet war. Nicht nur mußte Er auferstehen, um für uns als Hoherpriester einzutreten, nein, Er wurde auch von Gott auferweckt, damit wir Teilhaber Seiner Gerechtigkeit und Seines Auferstehungslebens würden. Als verherrlichter Mensch im Himmel lebt Er, um Gottes Plan auszuführen und alle Ratschlüsse Gottes zur Vollendung hinauszuführen.</p>
<p><strong>Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen! Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. </strong></p>
<p><strong>Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, daß ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, daß derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+15%2C19-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 15,19-28</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Die Auferstehung Jesu Christi gibt allen, die an Ihn glauben und Ihm angehören, Anteil an Seiner Gerechtigkeit und an dem übernatürlichen, geistlichen Herrlichkeitsleben, das Er in der Auferweckung offenbarte.</span></h4>
<p><strong>Es steht aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, daß es ihm angerechnet worden ist, sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat,<u> ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+4%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 4,23-25</a>)</strong></p>
<p><strong>Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, <u>so auch wir in einem neuen Leben wandeln</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6,4</a>)</strong></p>
<p><strong>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht &#8211; aus Gnade seid ihr errettet! &#8211; <u>und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus</u>, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+2%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 2,4-7</a>)</strong></p>
<p><strong>Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung <u>durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten</u>,</strong> <strong>zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,3-4</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Der Herr wurde auferweckt, um den Seinen in der Auferweckung voranzugehen; Er ist es, der einmal alle die Seinen auferwecken wird aus den Toten.</span></h4>
<p><strong>Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C39-40&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,39-40</a>)</strong></p>
<p><strong>Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+11%2C25-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 11,25-26</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+8%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 8,11</a>)</strong></p>
<p><strong>Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, gemäß dem, was geschrieben steht: »Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet«, so glauben auch wir, und darum reden wir auch, da wir wissen, daß der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich stellen wird. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+4%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 4,13-14</a>)</strong></p>
<p><strong>Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+15%2C20-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 15,20-23</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Der Herr wurde auch auferweckt, um als der kommende Richter und König die Ratschlüsse Gottes hinauszuführen.</span></h4>
<p><strong>Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C30-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,30-31</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, daß er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+14%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 14,9</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die Ereignisse der Auferstehung Jesu Christi und Seiner Aufnahme in den Himmel im geschichtlichen Bericht der Evangelien</span></h2>
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<p>Das so überaus wichtige historische Ereignis der Auferstehung Jesu Christi aus den Toten am dritten Tag nach Seiner Kreuzigung wird in allen vier Evangelienberichten, im Matthäus-, Markus, Lukas- und Johannesevangelium, ausführlich bezeugt. Dabei berichtet jeder der vier Evangelisten aus seiner Perspektive; jeder greift aus der komplexen Gesamtkette der Ereignisse in seinem komprimierten Zeugnis bestimmte Begebenheiten heraus und läßt andere weg.</p>
<p>Die vier Zeugnisse ergänzen einander und widersprechen sich keineswegs, auch wenn sich der ganz genaue Ablauf der Ereignisse aus ihnen nicht ohne weiteres rekonstruieren läßt. Dafür wurden diese Berichte aber auch nicht geschrieben; sie bezeugen mit Kraft und Glaubwürdigkeit die großartige und weltenerschütternde Realität der Auferstehung des Messias – nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Wir wollen hier den kurzen Bericht des Evangelisten Matthäus anführen, der die wichtigsten Begebnisse schildert:</p>
<p><strong>Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot. </strong></p>
<p><strong>Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat! Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, daß er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt! </strong></p>
<p>Das erste Zeugnis der Auferstehung ist das leere Grab, in dem der Herr drei Tage zuvor (nach jüdischer Zeitrechnung zählt jeder angebrochene Tag wie ein voller) von Joseph von Arimathia und Nikodemus begraben worden war. Dieses Grab war den zwei gläubigen Frauen Maria Magdalena und Maria bekannt; sie hatten dem Begräbnis als Zuschauer beigewohnt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C61&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,61</a>).</p>
<p>Nun wollten sie nach jüdischer Sitte noch ihrerseits Weihrauch und Gewürze herbeibringen, um den Leichnam die letzte Ehre zu erweisen. Doch das Grab, eine in Fels gehauene Höhle, war mit einer riesigen, schweren, runden Steinplatte verschlossen, um es gegen Grabräuber und alle Eingriffe von außen zu schützen; diese Steinplatte war versiegelt worden und wurde von römischen Soldaten bewacht. Daher war ihre Sorge: <strong>„Wer wälzt uns den Stein vom Eingang des Grabes?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,3</a>).</p>
<p>Als sie dann zum Grab kamen, da fanden sie es geöffnet, und es lag kein Leichnam mehr darin! Sie konnten sich diesen Umstand nur so erklären, daß irgendwer den Leichnam des Herrn weggenommen hätte. Doch kein Grabräuber hätte dies angesichts der römischen Wache gewagt. Die waffenstarrenden römischen Soldaten lagen von einer übernatürlichen Macht überwältigt bewußtlos am Boden. Maria Magdalena holte angesichts des leeren Grabes rasch Petrus und Johannes herbei, die sich auch davon überzeugten, daß der Herr nicht mehr in Seiner Grabstätte war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+20%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 20,1-9</a>).</p>
<p>Das leere Grab ist ein bleibendes Zeugnis von der Realität der Auferstehung Jesu Christi. Daß es leer war und niemand den Leichnam Jesu vorweisen konnte, wurde in den Jahren danach weder von den Juden noch von den Römern bestritten. Es war eine unabweisbare Tatsache; anderenfalls hätten die Juden das volle Grab wirkungsvoll in ihrem Kampf gegen die Verkündigung der Apostel von der Auferstehung Jesu Christi eingesetzt.</p>
<p>Daß die Jünger den Leichnam selbst geraubt haben könnten, ist eine ausgesprochen unglaubwürdige Behauptung. Sie waren zu der Zeit so schwach und feige, daß sie niemals die Wache hätten überwältigen können; auf der anderen Seite wären ihr kühner Zeugenmut und ihre Bereitschaft, für ihren Herrn zu leiden und zu sterben, völlig unerklärlich, wenn sie gewußt hätten, daß Er nicht auferstanden gewesen wäre.</p>
<p>Das zweite Zeugnis der Auferstehung war das <em>Zeugnis von Engeln</em>, die Gott gesandt hatte. Die Aufklärung ihrer Zweifel und Fragen am leeren Grab bekamen die Frauen zunächst durch diese Gottesboten, der den erschreckten Frauen die Botschaft brachten, daß der Herr Jesus tatsächlich aus den Toten auferweckt worden war, wie Er es so oft angekündigt hatte.</p>
<p>Ein heiliger Engel hatte zuvor in furchtbarer Gestalt den großen Stein vom Grab weggewälzt und die Kriegsknechte so erschreckt, daß sie bewußtlos wurden. Den Frauen aber erschien er nicht schreckenerregend, sondern einfach und nahbar, wie ein junger Mann, wie es der parallele Bericht des Markusevangeliums bezeugt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,5</a>). Später kamen wohl weitere Frauen herzu und hörten nach der Besichtigung des leeren Grabes dasselbe Zeugnis von zwei Engeln (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,1-9</a>).</p>
<p>Diese Engel beauftragten die Frauen, das Gesehene zu bezeugen und den Jüngern mitzuteilen. Das war für Juden ungewöhnlich, weil das Zeugnis einer Frau damals eigentlich nichts oder jedenfalls weniger galt als das eines Mannes. Doch Gott erwählte bewußt Frauen als die ersten Zeugen der Auferstehung, Frauen, die mehr Mut, Glauben und Liebe zum Herrn bewiesen hatten als die Jünger selbst. Wir finden keinen Anhaltspunkt, daß die Engel auch den Jüngern erschienen wären.</p>
<p>Das dritte und entscheidende Zeugnis kam von dem auferstandenen Herrn selbst. Wieder erwählte Gott eine Frau als erste Zeugin des Auferstandenen. Maria Magdalena hatte auf dem Weg, nahe beim Grab, eine direkte Begegnung mit dem auferstandenen Herrn (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+20%2C11-18%3B+Markus+16%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 20,11-18; Markus 16,9</a>). Später begegnete Er offenkundig auch noch anderen Frauen, die auf dem Weg zu den Jüngern waren:</p>
<p><strong>Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden. Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu und umfaßten seine Füße und beteten ihn an. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, daß sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen! (…)</strong></p>
<p>Später begegnete der auferstandene Herr Jesus Christus zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C13-32%3B+Markus+16%2C12-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,13-32; Markus 16,12-13</a>). Er erschien auch Petrus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C34%3B+1Kor+15%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,34; 1Kor 15,5</a>). Danach erschien Er den Jüngern an dem Ort, wo sie sich verbargen (vermutlich in der Nähe von Jerusalem oder in der Stadt selbst), und tadelte sie wegen ihres Unglaubens (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C14%3B+Lukas+24%2C36-43%3B+Johannes+20%2C19-23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,14; Lukas 24,36-43; Johannes 20,19-23</a>). Später erschien Er den Jüngern noch mehrmals, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+20+und+21+sowie+1.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 20 und 21 sowie 1.</a> Korinther 15 bezeugen.</p>
<p><strong>Ihnen erwies er sich auch nach seinem Leiden als lebendig durch viele sichere Kennzeichen, indem er ihnen während 40 Tagen erschien und über das Reich Gottes redete. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+1%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 1,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und daß er begraben worden ist und daß er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften, und daß er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+15%2C3-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 15,3-8</a>)</strong></p>
<p>Diese Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen selbst, der in Seinem Herrlichkeitsleib für sie nicht sofort erkennbar war, ist entscheidend für den weiteren Weg der Jünger. Erst in dieser persönlichen Begegnung mit dem auferweckten Gottessohn wird ihr Glaube ganz fest, sodaß sie danach mutig und mit großer Vollmacht von Ihm Zeugnis ablegen. Als der Auferstandene in ihre Mitte tritt, erschrecken sie zuerst und halten ihn für eine Geisterscheinung; erst als sie Seine Wundmale sehen und Ihn betasten können und Er vor ihren Augen Speise zu sich nimmt, sind sie vollends überzeugt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C36-43%3B+Johannes+20%2C19-29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,36-43; Johannes 20,19-29</a>).</p>
<p>Die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu Christi ist der entscheidende Antrieb für die Zeugniskraft und Leidensbereitschaft der frühen Christen. Niemals hätten diese Menschen für ein Hirngespinst, für eine Truggestalt oder einen selbst erfundenen Mythos solche Leiden und sogar den Tod auf sich genommen. Wie der Apostel Paulus berichtet, lebten auch um 50 n. Chr. noch sehr viele Zeugen, die den Herrn mit eigenen Augen als Auferstandenen gesehen hatten. Die Auferstehung Jesu Christi war eine so vielfältig bezeugte Tatsache, daß auch die ungläubigen Juden keine Möglichkeit hatten, sie zu widerlegen.</p>
<p>Eine wichtige Begebenheit war die erneute Beauftragung der Jünger auf dem Berg (dem Berg der Verklärung?) in Galiläa, die von Matthäus besonders hervorgehoben wird, weil der Herr hier Seinen Jüngern (und allen Gläubigen späterer Generationen) den so bedeutsamen Auftrag gab, bis ans Ende der Weltzeit das Evangelium zu verkündigen und aus allen Völkern Menschen zu lehren und zu Jüngern zu machen:</p>
<p><strong>Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+28%2C1-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 28,1-20</a>)</strong></p>
<p>Die abschließende Belehrung der Jünger vor der Aufnahme des Herrn in den Himmel fand offenkundig in Jerusalem statt und wird von dem Evangelisten Lukas berichtet. Lukas berichtet auch, wie der Herr dann beim Ölberg, in der Nähe des kleinen Dorfes Bethanien, in den Himmel aufgenommen wurde:</p>
<p><strong>Er aber sagte ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muß, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht. Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hiervon! Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe! </strong></p>
<p><strong>Er führte sie aber hinaus bis in die Nähe von Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude; und sie waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott. Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C44-53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,44-53</a>)</strong></p>
<p>Derselbe Verfasser, Lukas, ergänzt diesen Bericht am Anfang seiner Apostelgeschichte durch weitere Einzelheiten. Da wir hier zwei zeitlich und inhaltlich eng verknüpfte Berichte vom selben Verfasser haben, können wir das biblische Prinzip der sich ergänzenden Zeugnisse durch parallele Berichte, die aus ein und demselben Ereignisstrang unterschiedliche, einander vervollständigende Einzelheiten auswählen, gut erkennen.</p>
<p><strong>Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr [- so sprach er -] von mir vernommen habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Da fragten ihn die, welche zusammengekommen waren, und sprachen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel die Königsherrschaft wieder her? Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat; sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! </strong></p>
<p><strong>Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen! Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+1%2C4-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 1,4-12</a>)</strong></p>
<p>Auch das Markusevangelium bezeugt ins seinen letzten Versen die Aufnahme des Herrn in den Himmel:</p>
<p><strong>Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16,19-20</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Der auferstandene Herr in der Herrlichkeit des Himmels</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Seiner Himmelfahrt hat der auferstandene Gottessohn und Herr Jesus Christus nun eine besondere, einmalige Stellung, die für uns auch ein Geheimnis ist, das wir nicht völlig ergründen können. Er wurde nach Seiner Menschwerdung und Kreuzigung von Gott mit einem besonderen Herrlichkeitsleib auferweckt und ist nun der verherrlichte Gott-Mensch in den Himmeln – etwas nie zuvor Dagewesenes. Er ist auch im Himmel der „Sohn des Menschen“, zugleich aber weiterhin der ewige Sohn Gottes.</p>
<p>Er hat einen menschlichen Leib, an dem immer noch die Nägelmale Seines Kreuzesleidens sichtbar sind, aber das ist nicht mehr der sterbliche Fleischesleib, den Er bekam, als Er als der Knecht des HERRN auf Erden wandelte. Nunmehr hat Er einen geistlichen, himmlischen Leib, der mit dem Er sich zwar auf der Erde bewegen konnte wie ein Mensch, der auch berührt werden konnte und mit dem Er Speise aufnehmen konnte –aber zugleich war dies ein übernatürlicher Leib, der durch geschlossene Türen gehen, seine Gestalt verändern, verschwinden und seinen Standort übernatürlich wechseln konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Was der Begriff „Herrlichkeit“ bedeutet</span></h4>
<p>Der Begriff „Herrlichkeit“ ist nicht ganz einfach zu verstehen und etwas vielschichtig, aber wir wollen doch versuchen, ihn etwas näher zu kennzeichnen. Im Alten Testament finden wir unter anderem den Begriff <em>kabod</em> mit „Herrlichkeit“ oder „Ehre“ übersetzt, und <em>kabod</em> bedeutet zunächst „Gewicht“, dann „Ehre“, „Majestät“, „Herrlichkeit“. Das griechische Wort <em>doxa</em> bedeutet u.a. „Ansehen, Wertschätzung, Ehre“ im Sinne der guten Meinung, die andere über eine Person haben, dann aber auch ein Wesen, das des Ruhmes und der Ehre wert ist, die wesensmäßige Ehre und Herrlichkeit, Majestät, Erhabenheit einer Person, wobei es in diesem Sinn meist auf Gott bzw. den Herrn Jesus Christus angewandt wird.</p>
<p>Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, ist herrlich; Er besitzt eine wesensmäßige Herrlichkeit, d.h. Er ist erhaben, allmächtig, allwissend, allgegenwärtig, voller Majestät; Er ist vollkommen und wunderbar, sodaß der Mensch nicht anders kann als Ihn zu rühmen und zu ehren, weil Er so groß, so über alles Menschliche und Geschöpfliche erhaben, so gut und schön, so voller Liebe, Güte und Tugend ist. All das umfaßt die Herrlichkeit Gottes.</p>
<p>Und eben diese göttliche Herrlichkeit hat auch der Sohn Gottes, unser Herr Jesus Christus. Er hatte sie schon vor Seiner Menschwerdung; in einem kleinen Satz offenbart uns der Apostel Johannes, daß der Prophet Jesaja in seiner gewaltigen Vision von der Herrlichkeit des HERRN, der auf Seinem Thron sitzt und dessen Säume den Tempel erfüllen, den Herrn Jesus Christus schaute:</p>
<p><strong>Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit! Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+6%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 6,1-4</a>)</strong></p>
<p><strong>Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+12%2C41&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 12,41</a>)</strong></p>
<p>Der Apostel Paulus nennt Ihn den „Herrn der Herrlichkeit“: <strong>„… die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat &#8211; denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 2,8</a>). Der Sohn Gottes hatte diese Herrlichkeit auch in gewissem Maß in Seinen Erdentagen, wenn sie auch vor den Augen der meisten Menschen verborgen war.</p>
<p><strong>Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,14</a>)</strong></p>
<p>In gewisser Weise hatte Er sich aber auch mancher Aspekte seiner göttlichen Herrlichkeit entäußert, als Er als Mensch auf der Erde wandelte; sonst hätten alle die Ihm begegneten, vergehen müssen. Ja, einmal, auf dem Berg der Verklärung, durften die drei engsten Jünger die Herrlichkeit des Herrn Jesus anschauen: <strong>„Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt. Als sie aber erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+9%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 9,32</a>). Der Apostel Petrus bezeugt am Ende seines Lebens von diesem gewaltigen Ereignis:</p>
<p><strong>Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+1%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 1,17</a>)</strong></p>
<p>Doch dies war nur eine Vorschattung Seiner Herrlichkeit, die Er nach Seiner Auferstehung empfangen sollte. Bei Seiner Aufnahme in den Himmel verlieh der Vater Ihm wieder die Fülle der göttlichen Herrlichkeit, die Er bereits zuvor bei dem Vater gehabt hatte:</p>
<p><strong>Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+17%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 17,5</a>)</strong></p>
<p><strong>… damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+17%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 17,24</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Aus der Selbstentäußerung zur Herrlichkeit</span></h4>
<p>Der Apostel Paulus enthüllt uns, daß diese Herrlichkeit im Zusammenhang steht mit der freiwilligen Selbsterniedrigung des Gottessohnes, der sich entäußerte und den Weg ans Kreuz ging, um Gottes Willen zu erfüllen und Seinen Vater zu verherrlichen. Deshalb erhielt Er den Ehrentitel „Herr“ (oder „Herrscher“, gr. <em>kyrios</em>), der ausdrückt, daß Ihm alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+28%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 28,18</a>).</p>
<p><strong>Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. </strong></p>
<p><strong>Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Philipper+2%2C5-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Philipper 2,5-11</a>)</strong></p>
<p><strong>Mußte nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,26</a>)</strong></p>
<p>Der auferstandene Sohn des Menschen im Himmel hat schon jetzt die Herrlichkeit Gottes, Er wird der <strong>„Herr der Herrlichkeit“ </strong>genannt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+2%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 2,1</a>). In Zukunft werden alle Menschen Ihn in Seiner Herrlichkeit sehen – dann, wenn Er als König und Richter auf die Erde kommt, um die Gottlosen zu bestrafen und Sein Reich aufzurichten:</p>
<p><strong>Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem einzelnem vergelten nach seinem Tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+16%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 16,27</a>)</strong></p>
<p><strong>Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+24%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 24,30</a>)</strong></p>
<p><strong>Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+19%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 19,28</a>)</strong></p>
<p><strong>… bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+1%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 1,7-10</a>)</strong></p>
<p>Diese göttliche Herrlichkeit voll Macht, Majestät und heiligem Lichtglanz des auferstandenen Menschensohnes wird auch darin offenbar, daß Er in den Himmeln zur Rechten Gottes, des Vaters, Platz genommen hat – das heißt in der Ehrenstellung auf dem Thron der Herrlichkeit, der Seine Autorität als Herrscher im Auftrag des Vaters bezeugt. Davon gibt schon Stephanus Zeugnis:</p>
<p><strong>Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+7%2C55-56&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 7,55-56</a>)</strong></p>
<p><strong>Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+3%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 3,22</a>)</strong></p>
<p>Uns Glaubenden ist der Blick auf diese Herrlichkeit nicht in Visionen oder Gesichten gegeben, sondern wir schauen den verherrlichten Herrn im Geist, im Herzen, wenn wir Sein Wort betrachten und darüber nachsinnen. Dann erkennen sie <strong>„das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus“, „welcher Gottes Ebenbild ist“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 4,4</a>). Dann verklärt uns der Geist Gottes den Herrn Jesus Christus in Seiner Herrlichkeit:</p>
<p><strong>Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+3%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 3,18</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden <u>mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+4%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 4,6</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt; sondern an einer Stelle bezeugt jemand ausdrücklich und spricht: »Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, oder der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände; alles hast du seinen Füßen unterworfen.« Indem er ihm aber alles unterworfen hat, hat er nichts übriggelassen, das ihm nicht unterworfen wäre. </strong></p>
<p><strong>Jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles unterworfen ist; <u>wir sehen aber Jesus</u>, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, <u>mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt</u>; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+2%2C5-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 2,5-9</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Die Herrlichkeit des Gottessohnes im Buch der Offenbarung</span></h4>
<p>Im letzten Buch der Bibel gibt uns der Geist Gottes durch den Apostel Johannes noch eine inspirierte Schau der Herrlichkeit des Menschensohnes in den Himmeln, über die wir immer wieder nachdenken sollten:</p>
<p><strong>Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, wie von einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte! und: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asia sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamus und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea! </strong></p>
<p><strong>Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. </strong></p>
<p><strong>Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. </strong></p>
<p><strong>Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+1%2C10-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 1,10-18</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">4. Der auferstandene Herr ruft uns zur Entscheidung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben versucht, in wenigen und schwachen Worten darzulegen, was die Bibel über die Auferstehung des Herrn Jesus Christus und Seine Aufnahme in die Herrlichkeit des Himmels sagt. Diese wunderbaren Aussagen sind uns nicht gegeben, um unsere intellektuelle Neugier zu befriedigen oder lediglich einige religiöse Gefühle wachzurufen.</p>
<p>Die Botschaft der Bibel von Jesus Christus, dem herrlichen Sohn Gottes, der sich entäußerte und Mensch wurde, um am Kreuz die Sünde der Welt auf sich zu nehmen, und der nach Seinem Kreuzestod aus den Toten auferweckt wurde und nun zur Rechten Gottes in der Himmelsherrlichkeit thront, ist ein Appell an unser Herz und Gewissen.</p>
<p>Jeder einzelne, der diese Botschaft gehört oder gelesen hat und also kennt, ist von Gott ernstlich aufgerufen, eine Entscheidung zu treffen. Bin ich bereit, das Sühnopfer, das der Sohn Gottes am Kreuz für mich darbrachte, anzunehmen und mich damit als schuldiger Sünder vor Gott zu bekennen, der auf keinem anderen Weg als durch das Blut Jesu Christi Rettung erlangen kann? Bin ich bereit, mein ganzes Leben Jesus Christus als meinem Herrn zu übergeben, der von nun an das unbeschränkte Recht über mich hat, mich so zu führen, wie es Ihm gefällt?</p>
<p>Der auferstandene, verherrlichte Herr Jesus Christus, ruft alle Menschen zur Umkehr, zum Glauben an Ihn, zu einem neuen Leben in der Gemeinschaft mit Ihm, dem auferstandenen Herrn der Herrlichkeit im Himmel. Wie werde ich antworten? Gehöre ich zu denen, die den Herrn verwerfen und sagen: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche!“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+19%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 19,14</a>)? Oder gehöre ich zu denen, die Ihn als Herrn und Erretter annehmen und dadurch vom Tod zum Leben hindurchdringen?</p>
<p>Denen, die an Ihn glauben, schenkt Er schon jetzt die innige Gemeinschaft mit Ihm, durch die wir in unserem alltäglichen Leben Anteil an Seinen Segnungen, an Seiner Auferstehungskraft, an Seinem Sieg über Sünde, Welt und Satan bekommen. Wir dürfen als Mit-Auferstandene aus der übernatürlichen Geisteskraft leben, die Er uns immer wieder neu schenkt. Wir erfahren Seine Liebe und Fürsorge, Seinen Schutz, Seine Leitung jeden Tag neu.</p>
<p>Wer aber den Auferstandenen verwirft und sich weigert, Seinem Wort zu glauben, der bleibt in der geistlichen Finsternis und Gottesferne und wird einmal dem Auferstandenen als dem heiligen Richter begegnen; das Zorngericht Gottes und die ewige Verdammnis sind das Teil, das er mit der Verwerfung des einzigen Retters erwählt.</p>
<p>Heuten noch ergeht der liebende Ruf des gekreuzigten und auferstandenen Erlösers um die ganze Erde, an jeden Menschen, gleich wie tief er gesunken sein mag:</p>
<p><strong>Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+11%2C28-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 11,28-30</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorene zu retten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+18%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 18,11</a>)</strong></p>
<p><strong>Nachdem aber Johannes gefangengenommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+1%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 1,14</a>)</strong></p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+5%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 5,24</a>)</strong></p>
<p><strong>Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. </strong></p>
<p><strong>Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (…) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C35-40.47&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,35-40.47</a>)</strong></p>
<p>Gesegnet ist, wer sich dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus so im Glauben anvertraut. Er bekommt Anteil an der Auferstehung aus den Toten und an der Himmelsherrlichkeit, in der sein Herr und Erlöser schon jetzt auf ihn wartet!</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/11/jesus-christus-der-auferstandene-herr/">Jesus Christus –  der auferstandene Herr &#8211; Eine biblische Betrachtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jesus Christus – der gekreuzigte Retter</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/10/jesus-christus-der-gekreuzigte-retter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 09:43:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Einleitung &#160; In dieser Betrachtung wollen wir zu erkennen suchen, was uns die Bibel, Gottes heiliges Wort, über den Kreuzestod des Herrn Jesus Christus und seine Bedeutung sagt. Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, verließ die Herrlichkeit des Himmels und wurde Mensch. Er wurde ein niedriger Diener und bezeugte und verherrlichte Seinen Gott [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/10/jesus-christus-der-gekreuzigte-retter/">Jesus Christus – der gekreuzigte Retter</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<h2><span style="color: #800000;">Einleitung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>In dieser Betrachtung wollen wir zu erkennen suchen, was uns die Bibel, Gottes heiliges Wort, über den Kreuzestod des Herrn Jesus Christus und seine Bedeutung sagt. Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, verließ die Herrlichkeit des Himmels und wurde Mensch. Er wurde ein niedriger Diener und bezeugte und verherrlichte Seinen Gott und Vater auf der Erde unter den Menschen durch Seine Verkündigung und durch Seine Wunderzeichen wie auch durch Seinen heiligen, von Gottes Liebe geprägten Lebenswandel. Doch von Anfang an stand Ihm das Ziel Seines Erdenlebens bewußt vor Augen: das Kreuz.</p>
<p>Uns heutigen Menschen ist dieses Kreuz oftmals nicht wirklich in seiner grausamen Wirklichkeit bewußt; zu leicht sehen wir im Kreuz eher ein schön verziertes religiöses Symbol, aus edlem Holz glatt geformt und an der Wand hängend. Doch in Wahrheit war das Kreuz ein Sinnbild des Schreckens, des grausamsten Todes, der Schmach und der Schande. Im römischen Reich wurden nur die schlimmsten Verbrecher und Aufrührer durch das Kreuz hingerichtet – üble Subjekte, durch deren besonders grausame Hinrichtung man öffentlich seine Macht demonstrieren und andere abschrecken wollte. Ein römischer Bürger durfte nicht durchs Kreuz hingerichtet werden.</p>
<p>Der Tod am Kreuz war ein langsamer, sehr qualvoller Tod, der sich öffentlich vor den Augen sensationslüsterner Zuschauer vollzog. Der Verbrecher wurde an den Händen auf den Querbalken des Kreuzes genagelt, den er zuvor durch die Stadt schleppen mußte, damit alle seine Schmach mitbekamen. Er wurde dann an einem hohen Längspfahl angeheftet und hing dort teilweise tagelang.</p>
<p>Der Tod trat langsam ein; der Todeskampf erstreckte sich über viele Stunden. Das Eigengewicht der Gekreuzigten verursachte schreckliche Schmerzen an den durchbohrten Händen und den Armen. In der Regel wurden seine Füße durch die Fersenknochen hindurch an das Holz genagelt, damit er sich durch Aufrichten kurzfristig Erleichterung verschaffen konnte, was aber den Todeskampf und die Qual noch verlängerte. Furchtbarer Durst, Atemnot und Kopfschmerzen quälten den Hingerichteten, der allmählich erstickte, wobei sich in der Leibeshöhle Flüssigkeit ansammelte.</p>
<p>Dieser schreckliche Tod am Holz, der noch dazu für die Juden einen besonderen Fluch beinhaltete (<strong>„Denn von Gott verflucht ist derjenige, der [ans Holz] gehängt wurde, und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt“</strong> – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+21%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 21,23</a>), stand also dem Herrn Jesus immer vor Augen, als Er verkündigte und den Menschen Gutes tat. Er war dem reinen heiligen Gottessohn von Ewigkeit her bestimmt, weil Er stellvertretend für uns sündige Menschen dort an diesem Holz das Zorngericht Gottes tragen sollte, damit der gerechte Gott Sünder begnadigen und ihnen alle ihre Schuld vergeben konnte. So bezeugt es die Bibel.</p>
<p>Wir wollen in dieser kurzen Betrachtung versuchen, wenigstens einige wichtige Aspekte dieses Kreuzestodes Jesu Christi vom Zeugnis der Bibel her zu verstehen und uns vor Augen führen, weshalb dieser unvergleichliche Mensch, Jesus von Nazareth, der so herrlich und vollmächtig predigte und so eindrucksvolle Wunder zum Wohl der Menschen tat, so elendiglich sterben mußte. Dieser Tod des Sohnes Gottes, des verworfenen Messias, am Kreuz ist in gewisser Weise das wichtigste Ereignis der ganzen bisherigen Weltgeschichte, und es hat Auswirkungen auf jeden Menschen, der auf Erden lebt.</p>
<p>Es würde eine viel größere Abhandlung, ja ein dickes Buch erfordern, wenn wir die Bedeutung des Kreuzes Jesu Christi einigermaßen gründlich und ausführlich behandeln wollten. Das ist ausdrücklich nicht das Ziel dieser Zeilen. Wir können vieles nur andeuten, müssen uns beschränken auf das unseres Erachtens Wichtigste, aber die Beschäftigung mit diesem Thema ist so wichtig und so wertvoll, daß wir überzeugt sind, daß auch diese kurze Abhandlung unseren Lesern reichen Segen bringen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Ein Leben im Bewußtsein des kommenden Kreuzestodes</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das edle, vollkommene, ganz Seinem Gott und Vater hingegebene Leben des Gottessohnes Jesus Christus auf Erden war von Anfang an auf das Ziel des Kreuzes hin ausgerichtet, wobei der allwissende Herr auch wußte, daß darauf die Auferstehung und die Rückkehr in die Himmelsherrlichkeit folgen würden.</p>
<p>All das folgte einem Plan, den der Vater im Himmel mit Seinem Sohn schon vor Grundlegung der Welt in der Ewigkeit gefaßt hatte. So bezeugen es die Apostel nach Seiner Auferstehung:</p>
<p><strong>… diesen, der <u>nach Gottes festgesetztem Ratschluß und Vorsehung</u> dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2,23</a>)</strong></p>
<p><strong>Ja, wahrhaftig, gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, um zu tun, <u>was deine Hand und dein Ratschluß zuvor bestimmt hatte, daß es geschehen sollte</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+4%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 4,27-28</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. <u>Er war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt</u>, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,18-20</a>)</strong></p>
<p>Der Herr Jesus Christus bezeugte dies schon in Seinen Erdentagen Seinen Jüngern, die jedoch für diese sie ängstigende Wahrheit nicht bereit waren. Er sagte ihnen Sein Ende frühzeitig voraus und zeigte ihnen auch, daß dieses Ende einer göttlichen Notwendigkeit folgte und unausweichlich war:</p>
<p><strong>Er aber ermahnte sie ernstlich und gebot ihnen, dies niemand zu sagen, indem er sprach: Der Sohn des Menschen muß viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+9%2C21-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 9,21-22</a>)</strong></p>
<p><strong>Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, <u>und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist</u>; denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und mißhandelt und angespuckt werden; und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen. Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+18%2C31-34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 18,31-34</a>)</strong></p>
<p><strong>Ihr wißt, daß in zwei Tagen das Passah ist; dann wird der Sohn des Menschen ausgeliefert, damit er gekreuzigt werde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+26%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 26,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken? <u>Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, daß es so kommen muß? </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+26%2C53-54&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 26,53-54</a>)</strong></p>
<p>So stand unser Herr und Retter beständig in dem Bewußtsein Seines kommenden Leidens und Sterbens, und dieses Bewußtsein, einmal im Zorngericht Gottes am Fluchholz zu hängen, ließ Ihn nicht stoisch kalt. An einer Stelle sagt Er Seinen Jüngern: <strong>„Aber ich muß mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe, und wie ist mir so bange (oder: wie bin ich bedrängt, wie drängt es mich), bis sie vollendet werde!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+12%2C50&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 12,50</a> &#8211; Luther).</p>
<p>Im Garten von Gethsemane steht dann das kommende Gericht unmittelbar vor der Seele unseres Retters, und die Aussicht, mit der ganzen Sünde der Welt beladen zu werden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,29</a>) und im Zorngericht Gottes stehen zu müssen, überwältigt den vollkommenen Menschen Jesus Christus beinahe. Er sieht den gefüllten Kelch des Zornes Gottes vor sich und ringt darum, ihn aus der Hand des Vaters nehmen zu können:</p>
<p><strong>Da kommt Jesus mit ihnen zu einem Grundstück, das Gethsemane genannt wird. Und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier hin, während ich weggehe und dort bete! Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+26%2C36-39&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 26,36-39</a>)</strong></p>
<p>Nicht die äußeren, körperlichen Qualen des Kreuzes vermochten den Sohn des Menschen so in Not zu bringen, sondern vielmehr die innerlichen Qualen des Heiligen und Gerechten, der mit unseren Sünden beladen, vor Gott als dem gerechten Richter erscheinen mußte: <strong>„Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+10%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 10,31</a>).</p>
<p>Aber der Mensch Jesus Christus sagte bewußt und aus freiem Willen Ja zum Kreuz, Ja zu Tod und Todesqual. Er wollte diesen Kreuzestod auf sich nehmen, um damit die Schuld unzähliger Sünder zu sühnen, die durch Ihn als Begnadigte und Gerechte in die Ewigkeit eingehen könnten. Er schaute auf die große Freude, so viele erlöste Menschen in der Gemeinschaft mit Ihm und dem Vater führen zu können, und das stärkte Ihn in der Bereitschaft, das Kreuz zu erleiden.</p>
<p><strong>… indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, <u>der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete </u>und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 12,2</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Der Tod des Retters am Kreuz – von Ewigkeit her beschlossen, von den Propheten vorhergesagt</span></h2>
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<p>Bevor wir auf die Tatsache der Kreuzigung selbst zu sprechen kommen, wollen wir zunächst den wichtigen Umstand betrachten, daß der Tod des Messias durch die Hände von Menschen, letztlich verursacht durch Sein eigenes Volk, die Juden, in zahlreichen Weissagungen der alttestamentlichen Propheten Israels vorhergesagt wurde. Der Herr selbst wie auch die Apostel verweisen darauf, daß diese Vorhersagen der Propheten ein Beweis dafür sind, daß dieser Kreuzestod die von Ewigkeit her festgelegten göttlichen Ratschlüsse erfüllte und daher weder ein Willkürakt der Menschen sein konnte noch ein tragischer Zufall der Geschichte, und schon gar nicht ein Beweis des Scheiterns des Messias Jesus.</p>
<p>Der Herr selbst bringt diesen Bezug mehrfach zum Ausdruck, wie wir im obigen Anschnitt schon sahen. Als der Auferstandene lehrte Er Seine Jünger, daß Sein Tod und Seine Auferstehung in den heiligen Schriften des Alten Testaments schon prophezeit waren und deshalb so eintreffen mußten, weil Gottes Plan sich erfüllen muß:</p>
<p><strong>Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C25-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,25-27</a>)</strong></p>
<p>Wir können unmöglich alle die prophetischen Bezüge zu diesem wichtigen Ereignis aufführen oder ausführlich genug auslegen, aber wir wollen stichwortartig die wichtigsten Aussagen der heiligen Schriften des Alten Testaments zu diesem Punkt erwähnen:</p>
<p>** Die erste Verheißung des Messias-Retters erwähnt Seinen Kreuzestod indirekt: Kurz nach dem Sündenfall spricht der HERR die erste Vorhersage eines Retters aus, und sie enthält einen verblüffenden Bezug zum Kreuzestod Jesu Christi. Es ist die berühmte Verheißung des „Samens der Frau“, der den Satan besiegen würde. Gott sagte damals zu der Schlange:</p>
<p><strong>Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten (w. zermalmen), und du wirst ihn in die Ferse stechen (w. die Ferse zermalmen). (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 3,15</a>)</strong></p>
<p>Hier wird so konkret auf die Umstände der Kreuzigung Jesu Christi Bezug genommen, daß wir nur staunen können. Man durchbohrte die Füße des Herrn bei Seiner Kreuzigung mit einem Nagel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C39-40&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,39-40</a>), sodaß Ihm tatsächlich die Ferse zermalmt wurde. Der Messias mußte also leiden, bevor Er die Schlange besiegen konnte, und die Art Seines Leidens wird durch ein Detail angedeutet, das uns die Allwissenheit Gottes zeigt.</p>
<p>** Im <em>Buch der Psalmen</em>, das in großen Teilen prophetischen Charakter hat, wird das Geschick des Messias immer wieder angedeutet (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+9%2C5%3B+18%2C5-6%3B+40%2C1-18%3B+69%2C1-22%3B+118%2C15-26+u.a.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 9,5; 18,5-6; 40,1-18; 69,1-22; 118,15-26 u.a.</a>) oder sogar ziemlich ins Einzelne gehend beschrieben. Sehr deutlich finden sich Aussagen zum Tod und der Auferstehung des Messias im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 22</a>. Dort finden wir erstaunliche Einzelheiten dieses Kreuzestodes Jahrhunderte vorhergesehen. Wir hören die Stimme des Sohnes Davids durch den Mund des Propheten David:</p>
<p><strong>Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie reißen den Mund auf und schütteln den Kopf: »Er soll doch auf den HERRN vertrauen; der soll ihn befreien; der soll ihn retten, er hat ja Lust an ihm!« (…) Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, und alle meine Gebeine sind ausgerenkt. <u>Mein Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in den Staub des Todes</u>. </strong></p>
<p><strong>Denn Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern umgibt mich; <u>sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben</u>. Ich kann alle meine Gebeine zählen; sie schauen her und sehen mich [schadenfroh] an. <u>Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+22%2C7-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 22,7-19</a>)</strong></p>
<p>In diesem Psalm sind die Marterqualen eines Gekreuzigten bis in die Einzelheiten beschrieben. Wir finden den Spott der Zuschauer, aber auch den erschreckenden Ausruf des Erlösers, von dem sich angesichts aller unserer Sünden, die auf Ihm lagen, das Angesicht des heiligen Gottes abwenden muß: <strong>„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“</strong> Doch im letzten Teil des Psalms finden wir den Triumph der Auferstehung; derjenige, der schon im Staub des Todes lag, verkündigt das Heil Gottes seinen Brüdern.</p>
<p>** Der Prophet <em>Daniel</em> spricht mehrfach von dem Messias (dem Gesalbten) Israels. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a> sieht er Ihn als den Sohn des Menschen, wie Er von dem Vater das ewige Reich empfängt. Doch im neunten Kapitel teilt er uns eine ganz erstaunliche und erschreckende Tatsache mit:</p>
<p><strong>So wisse und verstehe: Vom Erlaß des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. <u>Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteil werden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören</u>, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+9%2C25-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 9,25-26</a>)</strong></p>
<p>Die Jahreszählung dieser Prophetie weist genau auf die Zeit Jesu Christi hin. Hier wird die für die frommen Juden unbegreifliche Tatsache bezeugt, daß der Messias erst einmal ausgerottet (abgeschnitten) werden muß und Sein Reich zunächst nicht empfängt, während sie sich ihren Messias nur als siegreichen Retter vorstellen konnten.</p>
<p>** Im Propheten <em>Sacharja</em> finden wir ebenfalls Weissagungen, die erkennbar auf den Messias bezogen sind und im Kreuzestod des Herrn Jesus ihre Erfüllung fanden.</p>
<p><strong>Und er wird zu ihm sagen: »Was sind das für Wunden in deinen Händen?« &#8211; Und er wird antworten: »Die hat man mir geschlagen im Haus meiner Lieben!« Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Gefährte ist! spricht der HERR der Heerscharen. Schlage den Hirten, und die Schafe werden sich zerstreuen; und ich will meine Hand den Geringen zuwenden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Sacharja+13%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sacharja 13,6-7</a>)</strong></p>
<p>Auch die bekannte Weissagung Sacharjas über die Umkehr des Überrestes Israels am Ende der Zeiten bezeugt indirekt den Kreuzestod des Messias:</p>
<p><strong>Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, <u>und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben</u>, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn], und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Sacharja+12%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sacharja 12,10</a>)</strong></p>
<p>** Das eindrucksvollste prophetische Zeugnis über den Opfertod des Messias findet sich im berühmten 53. Kapitel des Propheten Jesaja, wo wir das Zeugnis des Volkes Israel nach seiner Bekehrung finden; darin wird der stellvertretende Opfertod des Messias, des Knechtes des HERRN vorhergesagt, 600 Jahre, bevor es sich in Jesus Christus wortwörtlich und genau erfüllt hat:</p>
<p><strong>Er wuchs auf vor ihm wie ein Schößling, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. <u>Fürwahr, <em>er</em> hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.</u> </strong></p>
<p><strong><u>Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt</u></strong><strong>, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. </strong></p>
<p><strong>Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen [war er] in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war. Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des HERRN wird in seiner Hand gelingen. </strong></p>
<p><strong>Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, <u>wird er seine Lust sehen und die Fülle haben</u>; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird <em>er</em> tragen. Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, daß er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C2-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,2-12</a>)</strong></p>
<p>In dieser gewaltigen Weissagung wird der leidende Messias Seinem blinden Volk vor Augen gemalt; es wird deutlich, daß Er um der Sünden der Gottlosen wegen durchbohrt wurde, daß Er sterben mußte, aber daß Er danach Seine Tage verlängern und die Fülle haben würde – ein deutlicher Hinweis auf Seine Auferstehung. Es wird klar gesagt, daß der Messias als Gerechter ein stellvertretendes Sühnopfer für die Schuld der sündigen Menschen bringen würde, das Gott wohlgefällig ist.</p>
<p>Wenn wir nur diese ausgewählten prophetischen Zeugnisse ansehen, dann verstehen wir besser, weshalb unser Herr Seinen Jüngern sagte:</p>
<p><strong>Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, <u>und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist</u>; denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und mißhandelt und angespuckt werden; und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+18%2C31-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 18,31-33</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. „Es ist vollbracht!“ &#8211; Der Kreuzestod des Herrn Jesus im Zeugnis der Evangelien</span></h2>
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<p>Die vier von Gott auserwählten Zeugen der Heilsbotschaft von Jesus Christus, die „Evangelisten“ Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, berichten alle übereinstimmend von der Erfüllung des göttlichen Ratschlusses über den Sohn Gottes. Sie bezeugen einmütig, daß Jesus von Nazareth, der Messias, am Vorabend des Passahfestes im dritten Jahr Seines irdischen Dienstes (d.h. wohl im Jahr 32 n. Chr.) von den Führern des jüdischen Volkes an den römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert und daraufhin gekreuzigt wurde.</p>
<p>Dabei erwähnen sie teilweise unterschiedliche Einzelheiten des Vorgangs und ergänzen darin einander, wie auch sonst in ihren geschichtlich zuverlässigen Berichten. Die Tatsache der Kreuzigung Jesu Christi wird auch von dem jüdischen Historiker Josephus und dem heidnischen Historiker Tacitus erwähnt.</p>
<p>Mit der Kreuzigung wird offenbar, daß der Messias, der Heilige und Gerechte, in der Stunde Gottes unter die Übertreter und Gesetzlosen gezählt worden ist. Als Angeklagter muß Er sich vor dem Statthalter Pilatus verantworten. Wie ein gewöhnlicher Aufrührer wird Er gegeißelt und von den römischen Soldaten gemein mißhandelt.</p>
<p>Wie die anderen Verbrecher muß Er Sein Kreuz durch die gaffende Menge in den Straßen Jerusalems tragen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+19%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 19,17</a>), bevor ein anderer gezwungen wird, es anstelle des Gemarterten weiter zu tragen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,32</a>). Er wird in der Mitte zweier brutaler Gewaltverbrecher hingerichtet (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+15%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 15,27-28</a>). In vielem ähnelt das Ende des Erdenlebens des Messias sehr dem unrühmlichen Ende Tausender von Verbrechern im Römischen Reich. Wahrhaftig, Er hat sich unter die Übeltäter und Gesetzlosen zählen lassen!</p>
<p>Und doch war dieser Gekreuzigte so völlig anders wie die ungezählten Hingerichteten vor Ihm. Er ließ sich willig und still ans Kreuz schlagen, nicht stöhnend oder fluchend. Er betete für die, die Ihn peinigten:<strong> „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+23%2C34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 23,34</a>). In den Stunden Seiner furchtbaren Qual schrie oder klagte Er nicht, sondern war im Gebet und rief Seinen Vater im Himmel an. In den Stunden der höchsten Not sorgte Er noch für andere; Er sprach dem reuigen Mörder zu Seiner Seite Gnade und Leben zu: <strong>„Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+23%2C43&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 23,43</a>), und Er befahl Seine Mutter der Fürsorge Seines Jüngers an (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+19%2C26-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 19,26-27</a>).</p>
<p>Als die Schrecken des göttlichen Zorngerichts Ihn überfluteten, betete Er, immer noch in völliger Ergebenheit: <strong>„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+22%2C2%3B+Matth%C3%A4us+27%2C46&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 22,2; Matthäus 27,46</a>). Als Seine Gerichtsnot durchlitten war und der Augenblick des Todes kam, rief Er triumphierend: <strong>„Es ist vollbracht!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+19%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 19,30</a>) und betete dann in vollkommener Hingabe das Gebet aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+31%2C6%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 31,6: </a><strong>„Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+23%2C46&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 23,46</a>).</p>
<p>Im Augenblick Seines Todes geschahen übernatürliche Zeichen – ein Erdbeben, geöffnete Gräber, auferweckte Heilige, der Vorgang zum Allerheiligsten im Tempeln riß von oben nach unten entzwei. Der hartgesottene Hauptmann und die Soldaten des Hinrichtungskommandos war von all dem so ergriffen, daß sie ausriefen: <strong>„Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C51-54&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,51-54</a>).</p>
<p>All das verweist darauf, daß dieser Mensch Jesus Christus mehr war als ein gewöhnlicher Mensch. Es verweist auf Gottes Hand, die sich im Sterben des Messias ebenso offenbarte wie in Seinem Leben und Dienst. Das erweist sich auch dadurch, daß viele Einzelheiten dieses außergewöhnlichen Ereignisses von den Propheten Gottes schon Jahrhunderte zuvor angekündigt und vorhergesagt worden sind. Deshalb lesen wir in den Kreuzigungsberichten der Evangelien immer wieder, daß gewisse Begebenheiten eine Erfüllung der Ratschlüsse Gottes waren, die von den Propheten angekündigt wurden. Nur einige Beispiele wollen wir anführen:</p>
<p>** Bei Seiner Gefangennahme tadelt der Herr den Petrus, der dies mit dem Schwert verhindern wollte: <strong>„Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, daß es so kommen muß? In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen! Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+26%2C53-56&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 26,53-56</a>).</p>
<p>** Nach römischem Brauch werfen die Soldaten des Hinrichtungskommandos das Los um Sein Gewand, nachdem sie Ihn gekreuzigt hatten. Das hatte der prophetische Psalmenschreiber David schon viele Jahrhunderte zuvor genau vorausgesehen: <strong>„Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider unter sich und warfen das Los, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und das Los über mein Gewand geworfen«“</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+27%2C35%3B+vgl.+Psalm+22%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 27,35; vgl. Psalm 22,19</a>).</p>
<p>** Auf dem Höhepunkt Seiner Qualen am Kreuz äußert der Herr noch einmal ein menschliches Bedürfnis und spricht <strong>„Mich dürstet“</strong>. Doch diese Äußerung geschah in dem Bewußtsein, daß noch eine prophetische Aussage an Ihm erfüllt werden mußte, deshalb lesen wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+19%2C28%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 19,28,</a> daß Er dies sagte, <strong>„damit die Schrift erfüllt wurde“</strong>. Daraufhin geben die Soldaten Ihm Essig zu trinken. Doch welche Schrift sollte damit erfüllt werden? Nun, in dem zweiten großen Leidenspalm des Messias lesen wir: <strong>„Die Schmach hat mein Herz gebrochen, und ich bin elend; ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht. Und sie gaben mir Galle zur Speise und Essig zu trinken in meinem Durst“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+69%2C21-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 69,21-22</a>).</p>
<p>** Nach Seinem Tod, als Er seinen Geist in die Hand des Vaters übergeben hatte, lesen wir eine wichtige Begebenheit, die ebenfalls das prophetische Wort der Schrift erfüllte: <strong>„Weil es Rüsttag war &#8211; jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag -, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, daß ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, daß er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt. Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: »Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden«. Und wiederum sagt eine andere Schrift: »Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben«“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+19%2C31-37%3B+vgl.+Psalm+34%2C21%3B+Sacharja+12%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 19,31-37; vgl. Psalm 34,21; Sacharja 12,10</a>). Der Herr war früher gestorben, als dies bei Kreuzigungen normal üblich war; deshalb durchbohrte der Kriegsknecht Seine Seite, um festzustellen, ob der Tod wirklich schon eingetreten war, was durch den Ausfluß von Blut und Wasser erwiesen wurde. Jesus Christus war wirklich tot und nicht etwa nur „scheintot“, wie manche esoterischen Lehren heute behaupten.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Weshalb der Sohn Gottes am Kreuz sterben mußte</span></h2>
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<p>Nun wollen wir auf die allerwichtigste, auf die alles entscheidende Frage eingehen, die der Tod des Messias am Kreuz unvermeidlich aufwirft und auf die jeder Mensch eine Antwort haben sollte. Weshalb mußte Jesus Christus am Kreuz sterben? War Sein Tod einfach die politische Vergeltungsmaßnahme der jüdischen und heidnischen Obrigkeit gegen einen unbequemen Weltveränderer? War Jesus Christus ein Opfer menschlicher Willkür? War Er bloß ein Prophet, der den Märtyrertod starb wie vor Ihm Jeremia?</p>
<p>Die Bibel selbst gibt darauf eine ganz andere Antwort, eine Antwort, die diesen Kreuzestod vor 2.000 Jahren für jeden Menschen höchst bedeutsam macht: Jesus Christus starb dort am Kreuz, um die Schuld der in Sünde gefallenen Menschen zu sühnen und Errettung möglich zu machen für alle, die an Ihn glauben. Der Tod des Messias am Kreuz war das Schlüsselereignis in dem großen Heilsplan Gottes für sündige Menschen. Christus starb dort als unser Stellvertreter, der unsere Schuld auf sich nahm und die Strafe des Todes erlitt, die eigentlich wir verdient haben und die auch jeden trifft, der Gottes Heil nicht annimmt.</p>
<p>So sah es schon der Prophet Jesaja voraus, dessen große Schau des Gekreuzigten in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a> wir schon betrachtet haben. „<strong>Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden</strong>“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,5</a>).</p>
<p>Die Briefe des Neuen Testaments geben uns Gottes Erklärung und Lehre über die Bedeutung des Kreuzestodes Seines Sohnes. Zusammen mit den bereits betrachteten Äußerungen unseres Herrn selbst und den Aussagen der Evangelien sowie den prophetischen Aussagen des Alten Testaments ergeben die Lehraussagen der Briefe das Bild dessen, was Gott mit dem Opfertod Seines Sohnes beabsichtigt und bewirkt hat. Auch wenn bibeltreue Ausleger manche Einzelgesichtspunkte unterschiedlich sehen, können wir doch einige grundlegende Aussagen von der Bibel her festhalten.</p>
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<p><strong><em>Der sündige Mensch steht unter dem Todesurteil Gottes und ist verloren ohne Christus </em></strong></p>
<p>Die Bibel lehrt uns von Anfang an, daß der Mensch, wenn er sich von dem lebendigen Gott, seinem Schöpfer, durch die Sünde abwendet, unter das Urteil des Todes fällt. Gott hat den Menschen mit dem Auftrag und Lebenszweck erschaffen, daß dieses höchste, mit Verstand und freiem Willen begabte Geschöpf Ihm, dem Schöpfer, freiwillig dienen und in Liebe Seine Aufträge auf der Erde erfüllen sollte. Das Leben ist eine Leihgabe des höchsten Gottes an das Geschöpf Mensch. Ohne den von Gott eingehauchten Lebensodem ist der Mensch nichts – von ihm bleibt dann nur eine irdene Hülle übrig, und er zerfällt wieder zu Staub, aus dem er genommen war.</p>
<p>Und Gott hat den ersten Menschen, Adam und Eva, im Paradies feierlich erklärt, daß sie ein einziges Gebot halten müßten, ohne welches sie verloren wären und das Leben verlieren würden, das sie geschenkt bekamen:</p>
<p><strong>Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+2%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 2,16-17</a>)</strong></p>
<p>Die Sünde bringt den Tod – das ist das erste Gesetz, das Gott dem Menschen verkündete. Jede Abweichung von dem guten, liebenden Willen Gottes, jede Übertretung Seiner aus Güte erlassenen Gebote ist Sünde – Grenzüberschreitung, Auflehnung gegen Gott, Zielverfehlung, Verweigerung des Auftrages, zu dem der Mensch geschaffen wurde und das Leben erst eigentlich erhielt.</p>
<p>Tod, das bedeutet Trennung – Trennung des Leibes von der Seele und dem Lebensodem, aber auch Trennung des abtrünnig gewordenen Geschöpfes von einem gerechten und heiligen Schöpfer, der aufgrund Seiner ewigen Grundsätze und Seines heiligen Wesens solche Übertretung mit dem Entzug der Leihgabe des Lebens beantworten muß.</p>
<p>Seit dem Sündenfall des Menschen zieht sich der unerbittliche Zusammenhang von Sünde und Tod durch das Leben der Menschheit wie auch durch die Berichte der Bibel. <strong>„Der Lohn der Sünde ist der Tod“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6,23</a>) – das gilt für jeden Menschen, der als Nachkomme des in Sünde gefallenen Adam auf der Erde lebte.</p>
<p><strong>Darum, gleichwie durch <em>einen</em> Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+5%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 5,12</a>)</strong></p>
<p>Daß sie alle nicht mehr sind, von unserem Vorvater Adam bis zu unseren eigenen Voreltern, wenn sie nach der ihnen bestimmten Zeitspanne ins Grab mußten – das ist einer der stärksten Beweise für die Wahrheit der Bibel und für die Verlogenheit des Humanismus, welcher behauptet, der Mensch sei von Natur aus gut. Wenn er gut ist, weshalb dann Krankheit und Schmerz, Tod und Verwesung? Weshalb lebt der Mensch nicht ewig, wenn er angeblich gut und Gott wohlgefällig ist?</p>
<p>Der Tod ist dem natürlichen Menschen ein Schrecken, ein unerbittliches Ende eines Lebens, das eigentlich weiterleben möchte, eine Katastrophe. Der von Gott losgelöste Mensch möchte gerne selbstbestimmt, autonom leben und alles im Griff haben – und in Wahrheit hat er doch nichts im Griff, und der unausweichliche Tod erinnert ihn immer wieder daran. Der Mensch kann seinem Ende nicht ausweichen; er kann es auch normalerweise nicht selbst bestimmen; es kann plötzlich über ihn kommen, in der Blüte des Lebens. So ist der Tod auch ein düsterer Bote, der den Menschen predigt, daß etwas Entscheidendes in ihrem Leben nicht stimmt.</p>
<p>Ja, der Mensch spürt instinktiv: der Tod ist ein Gericht, und seine allgemeine Herrschaft über den Menschen erinnert ihn dunkel daran, daß es ein Danach gibt, und daß es ein Gericht über den Menschen geben muß, daß es unausweichlich kommt. So lehrt es auch die Bibel: Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, und danach kommt das Gericht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+9%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 9,27</a>).</p>
<p>Der leibliche Tod ist nur der Vorbote, das Symptom der eigentlichen Krankheit &#8211; des ewigen Todes, der Trennung von dem allmächtigen Gott in der Ewigkeit der Jenseitswelt. Die Seele des sündigen Menschen kann unmöglich im Jenseits der Himmelswelt vor dem reinen, gerechten und heiligen Gott bestehen; sie muß die Ewigkeit im Feuer eines von der Gegenwart Gottes entfernten Todesortes zubringen.</p>
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<p><strong><em>Gott wollte Sünder aus dem Tod erretten und ihnen ewiges Leben schenken</em></strong></p>
<p>Nun bezeugt uns die Bibel wieder und wieder, daß der heilige und gerechte Gott, der den sündigen Menschen zum Tode verurteilen mußte, zugleich auch ein Gott der Liebe und des Erbarmens ist. Gott verlangte danach, den im Todeszustand befindlichen Menschen zu erretten. Das bezeugt Er schon durch die alttestamentlichen Propheten:</p>
<p><strong>Oder habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen, spricht GOTT, der Herr, und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hesekiel+18%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hesekiel 18,23</a>)</strong></p>
<p><strong>Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen; denn er wird mich aufnehmen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+49%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 49,16</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tod will ich sie loskaufen. Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist dein Sieg? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hosea+13%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hosea 13,14</a>)</strong></p>
<p>Der ewige, lebendige Gott ist ein Gott des Gerichts, ein gerechter und heiliger Gott, der Sünde nicht verharmlosen oder „tolerieren“ kann. Aber Er ist auch ein gnädiger und barmherziger Gott, der den in Sünde gefallenen Menschen gerne aus seinem Todeszustand erlösen will.</p>
<p><strong>… auch <u>euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden</u>, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. <u>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht &#8211; aus Gnade seid ihr errettet!</u> &#8211; und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+2%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 2,1-7</a>)</strong></p>
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<p><strong><em>Grundlage für die Begnadigung des Sünders muß der Tod eines stellvertretenden Erlösers sein</em></strong></p>
<p>Gott wollte vergeben und begnadigen, aber Er konnte nicht die Grundsätze Seiner Gerechtigkeit beiseitesetzen, die erforderten, daß jede Übertretung auch die angemessene Strafe nach sich ziehen muß. Deshalb war es nötig, daß ein heiliger, gerechter Stellvertreter für die sündigen Menschen gefunden wurde, der bereit war, ihre Schuld und Sünde auf sich zu nehmen und die gerechte Strafe dafür &#8211; den Tod – zu bezahlen. So konnte durch den Tod dieses Mittlers ein Loskauf, eine Erlösung aus Gnade geschehen, die gleichwohl die ewigen Grundsätze der Gerechtigkeit Gottes nicht verletzte.</p>
<p>Die Notwendigkeit eines solchen Mittlers wird auf bemerkenswerte Weise im Buch Hiob ausgesprochen, wo von dem wegen seiner Sünde gezüchtigten elenden Menschen die Rede ist:</p>
<p><strong>… seine Seele naht sich der Grube und sein Leben den Todesmächten. <u>Wenn es dann für ihn einen Gesandten gibt, einen Mittler,</u> einen aus Tausenden, der dem Menschen Seine Gerechtigkeit verkündigt, so wird Er sich über ihn erbarmen und sprechen: »<u>Erlöse ihn, damit er nicht zur Grube hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!</u>« <u>(</u><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+33%2C22-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 33,22-24</a>)</strong></p>
<p>Der Loskauf mußte also durch das Bezahlen des Preises erfolgen, das heißt durch den Tod des Mittlers. Dafür aber mußte der Mittler selbst ohne jede eigene Sünde sein, weil er sonst wegen dieser sterben müßte und sein Tod keine sühnende Wirkung für andere hätte. Der Mittler mußte also ein Mensch sein, aber kein gewöhnlicher Mensch mit einer Sündennatur. Das wird auf bemerkenswerte Weise schon im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+49&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 49</a> ausgesprochen:</p>
<p><strong><u>Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben &#8211; zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen, er muß davon abstehen auf ewig! -, damit er für immer leben könnte, die Grube nicht sähe</u></strong><strong>. (…) <u>Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen;</u> denn er wird mich aufnehmen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+49%2C8-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 49,8-16</a>)</strong></p>
<p>Gott fand diesen vollkommenen Mittler in der Person Seines Sohnes, der ebendeshalb Mensch wurde und Fleisch und Blut annahm (vergleiche unsere Betrachtung: <em>Der Sohn Gottes wird Mensch</em>). Er war der einzige vollkommene Mittler – vollkommen gerecht, weil Er Gott von Ewigkeit war, und zugleich vollkommen Mensch. Er sollte nach Gottes Ratschlüssen für uns sündige Menschen den Tod erleiden, damit wir vom Tode zum Leben hindurchdringen könnten.</p>
<p><strong>… wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; <u>er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.</u> (…) Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+2%2C9+u.+14-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 2,9 u. 14-15</a>)</strong></p>
<p><strong>Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit &#8211; <u>da sein Tod geschehen ist zur Erlösung</u> von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen &#8211; die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+9%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 9,15</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Tod Jesu Christi am Kreuz war ein Sühnopfer für unsere Sünden</em></strong></p>
<p>Die Bibel bezeugt es ganz klar: der Tod Jesu Christi am Kreuz war ein <em>Sühnopfer</em>, ein stellvertretender Tod, der für uns sündige Menschen geschah. <em>Wir</em> hätten eigentlich den Tod für unsere Sünde verdient – für unser verdorbenes, sündhaftes Wesen und auch für die riesige Zahl von einzelnen Sünden, die wir begangen haben: <strong>„Der Lohn der Sünde ist der Tod“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6,23</a>).</p>
<p>Doch Gott sandte an unserer Stelle Seinen Sohn ans Kreuz, damit Er stellvertretend für uns diesen Gerichtstod erleide und dadurch unsere Schuld wegnehme und uns loskaufe (erlöse) mit Seinem kostbaren, unschuldigen Blut. Aus den vielfältigen Aussagen der Bibel zu diesem allerwichtigsten Punkt wollen wir nur einige besonders wichtige hervorheben.</p>
<p>Der Römerbrief bezeugt uns, daß Christus für unsere Sünden starb, um der Gerechtigkeit Gottes Genüge zu tun, die erforderte, daß die Strafe für alle unsere Sünden vollzogen werden muß. Weil Gott uns verschonen wollte, bestrafte Er Seinen eigenen Sohn. Gott hat Christus zum Sühnopfer für Sünder bestimmt, damit Er unsere Schuld aus Gnade vergeben und dabei Seine Gerechtigkeit bewahren kann:</p>
<p><strong>Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade <u>aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist</u>. <u>Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt</u>, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C22-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,22-26</a>)</strong></p>
<p>Weil Christus, der Gerechte, am Kreuz für uns starb, kann Gott nun unsere Schuld wegnehmen und uns die Gerechtigkeit Seines Sohnes zurechnen und uns gerecht machen. Das Gericht über unsere Sünden wurde an unserem Stellvertreter vollzogen, also bleibt Gott gerecht, wenn er uns ehemalige Sünder begnadigt und so behandelt, als hätten wir nie gesündigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Christus als der Hohepriester sühnt die Schuld Seines Volkes</em></strong></p>
<p>Der Hebräerbrief zeigt den Herrn Jesus Christus als den großen Hohenpriester der Glaubenden, der mit Seinem vollkommenen Sühnopfer am Kreuz die Seinen geheiligt (für Gott abgesondert und passend gemacht) hat:</p>
<p><strong>Denn ein solcher Hoherpriester tat uns not, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel ist, der es nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, danach für die des Volkes; denn dieses [letztere] hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst als Opfer darbrachte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+7%2C26-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 7,26-27</a>)</strong></p>
<p><strong>Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für allemal. (…) Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt … (…) Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+10%2C10-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 10,10-14</a>)</strong></p>
<p>Auch an anderer Stelle wird dieser <em>Opfercharakter</em> des Kreuzestodes betont. Die Priesterschaft des Alten Bundes hatte die Aufgabe, die Sünden des Volkes zu sühnen, indem sie statt der todgeweihten Sünder ein unschuldiges Opfertier vor Gott darbrachten, und Gott nahm den stellvertretenden Tod dieses Lammes (oder anderer makelloser Opfertiere) als Sühnung anstelle des Todes des Übertreters gnädig an. Aber alleine Christus konnte als der gerechte, vollkommene Mensch das eine Sühnopfer darbringen, das Gottes Zorn völlig stillte und völlige Erlösung erwirkte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Gekreuzigte starb als das Opferlamm Gottes</em></strong></p>
<p>Der 1. Petrusbrief zeigt uns den Herrn Jesus als das Opferlamm Gottes, das vor der Schöpfung, von Ewigkeit her erwählt war, um unsere Schuld zu sühnen und uns so zu erlösen. So bezeugte es auch Johannes der Täufer, als Er den Herrn sah: <strong>„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,29</a>).</p>
<p><strong>Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, <u>als eines makellosen und unbefleckten Lammes. Er war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt</u>, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,18-20</a>)</strong></p>
<p>Der Apostel Paulus bezeugt den Korinthern: <strong>„Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+5%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 5,7</a>). Das Passahlamm war in der Geschichte Israels das erste, überaus eindrückliche Sühnopfer, welches das Volk vor dem Gericht über die Erstgeburt Ägyptens verschonte. Es steht sinnbildlich für das Opfer Jesu Christi, und deshalb wird der gekreuzigte Messias auch als „das Lamm“ bezeichnet. Der Apostel Johannes schaut in seiner Offenbarung Jesus Christus als das siegreiche, verherrlichte Lamm Gottes im Himmel:</p>
<p><strong>Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem <u>Lamm</u> nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; <u>denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut </u>aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+5%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 5,8-10</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Das Opfer des Sohnes geschah aus Liebe zu uns</em></strong></p>
<p>Immer wieder bezeugt die Bibel: Das Opfer Jesu Christi am Kreuz geschah <em>aus Liebe </em>zu Dir und mir, zu allen Glaubenden und allen Menschen. Der Beweggrund für dieses gewaltige Opfer war die Liebe Gottes, des Vaters zu den gefallenen Menschengeschöpfen, und die Liebe des Sohnes zu den Seinen.</p>
<p><strong>Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+3%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 3,16</a>)</strong></p>
<p><strong>Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe &#8211; nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+4%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 4,9-10</a>) </strong></p>
<p><strong>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, <u>der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 2,20</a>)</strong></p>
<p><strong>… und wandelt in der Liebe, <u>gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer</u>, zu einem lieblichen Geruch für Gott. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5,2</a>)</strong></p>
<p>Dieses Opfer brachte der Sohn Gottes freiwillig und bewußt dar:</p>
<p><strong>Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. <u>Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. </u>Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+10%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 10,14-18</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Kaufpreis der Erlösung war das Blut Jesu Christi </em></strong></p>
<p>Für viele ungläubige Menschen von heute ist der Gedanke, daß das Blut des gerechten Mittlers Jesus Christus für sie fließen mußte, ein Ärgernis; sie stoßen sich an der „primitiven Bluts- und Kreuzestheologie“ der Bibel und wünschen sich eine edlere, „ästhetischere“ Form der Errettung. Dahinter steht das humanistische Denken, nachdem der Mensch ja nicht so schlimm verdorben sein kann, sondern im Kern doch edel und gut sei. Man redet sich ein, Gott sei ja so großmütig und barmherzig, daß Er die Sünder auch ohne Kreuz, ohne das blutige Opfer Seines Sohnes begnadigen könnte.</p>
<p>Doch solche Leute verkennen den Ernst ihrer Sünden ebenso wie die unwandelbare Heiligkeit und Gerechtigkeit des ewigen Gottes, der niemals Sünde ohne Sühnung dahingehen lassen kann. Das würde Seinem ganzen Wesen widersprechen und den ganzen Kosmos ins Chaos stürzen. Nein, Gott muß darauf bestehen, daß jede Sünde bestraft und damit gesühnt wird. Im Alten Testament akzeptierte Gott den Tod stellvertretender Tieropfer, die rein und makellos sein mußten, um dem sündigenden Menschen Vergebung zu gewähren. Dabei spielte das Blut schon eine zentrale Rolle, und der HERR macht auch deutlich, warum:</p>
<p><strong><u>Denn das Leben des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt für die Seele.</u></strong><strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+17%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 17,11</a>)</strong></p>
<p>Das Leben des Menschen liegt also in seinem Blut, und das vergossene Blut, das von allen Opfern für Sünde auf den Altar Gottes gesprengt werden mußte, war das Zeichen, daß der Sühnepreis bezahlt war und deshalb der Sünder Vergebung erlangen konnte. Als der Messias als Erlöser auf die Erde kam, mußte Er wahrer Mensch werden und einen menschlichen Leib annehmen. Sein für uns vergossenes Blut war das von Gott festgesetzte Lösegeld, der Preis, der bezahlt werden mußte, damit der verlorenen Sünde Vergebung und Begnadigung vonseiten des gerechten Gottes empfangen konnte.</p>
<p>Der sündige Mensch kann durch keinerlei eigene Werke oder irgendeinen materiellen Kaufpreis von seinen Sünden freigekauft werden, sondern nur durch einen unendlich viel höheren Preis: durch das für Sünder vergossene Blut des einen vollkommenen und sündlosen Menschen Jesus Christus.</p>
<p><strong>Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, <u>sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,18-19</a>)</strong></p>
<p>Nur das Blut dieses vollkommenen Opferlammes, dieses himmlischen Hohenpriesters und Mittlers kann Menschen von ihrer Sündenschuld wirklich reinwaschen. Das wird im Neuen Testament immer wieder betont und ist zentraler, unverzichtbarer Bestandteil von Gottes Rettungswerk:</p>
<p><strong>(…) und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, <u>und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+9%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 9,22</a>)</strong></p>
<p>Wenn ich gerettet werden will, muß ich glauben, daß Christus Sein Blut auch für mich und meine Sündenschuld am Kreuz vergossen hat und daß eben dieses Blut mich erlöst und reinwäscht. <strong>„Ihn (Christus) hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,25</a>). Wer dies nicht glauben mag und diesen Kaufpreis verschmäht, der hat keine Errettung in Ewigkeit, sondern wird einmal den Zorn Gottes erfahren, der alle Spötter und Verächter des Kreuzes treffen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">5. Die gewaltigen Auswirkungen des Kreuzestodes Jesu Christi</span></h2>
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<p>Das vergossene Blut des Erlösers am Holz des Kreuzes bedeutete ein weltenerschütterndes, einschneidendes, gewaltiges Ereignis in der Heilsgeschichte Gottes wie auch in der Geschichte der Menschheit. Mit dem Ruf „Es ist vollbracht!“ war das Werk des Retters, des heiligen Gottessohnes, der als der Sündlose und Gerechte sich für die Sünder und Ungerechten geopfert hatte, vollendet. In einem weiteren Sinne gehört zu seiner Vollendung natürlich auch Seine Auferstehung, Seine Aufnahme in den Himmel und die Darbringung Seines Blutes im himmlischen Allerheiligsten, doch diese Dinge wollen wir in der nächsten Betrachtung behandeln.</p>
<p>Der Opfertod des Sohnes Gottes am Kreuz bedeutete Sühnung, ewige Tilgung aller Sünden für die Menschen, die Jesus Christus künftig als Herrn und Erlöser im Glauben annehmen würden. Diese Errettung, die Vergebung der Sünden und Gerechtsprechung, war nunmehr nicht nur dem alten Bundesvolk Israel, sondern ausnahmslos allen Menschen zugänglich.</p>
<p><strong>Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,29</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+3%2C16-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 3,16-18</a>)</strong></p>
<p>Das vollkommene Sühnopfer des Herrn und Schöpfers der ganzen Welt reicht auch aus, um die Sünden aller Menschen völlig zu tilgen; doch diese Sündentilgung und Sühnung wird nur für den wirksam, der sich abkehrt von seinem Sündenleben und persönlich an den Herrn Jesus Christus glaubt. Auf allen anderen bleibt der Zorn Gottes. Nur Bekehrung und Glaube des einzelnen Menschen bringen ihn in den Genuß der Errettung; es gibt keine „Allversöhnung“, auch wenn die Versöhnung potentiell für alle ausreicht und niemanden ausschließt.</p>
<p><strong>Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+3%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 3,36</a>)</strong></p>
<p>Auf der Grundlage der erfolgten Sühnung durch Jesus Christus kann und soll nun alle Welt die Botschaft hören, daß es in Christus eine ewige Errettung vor Sünde und Gericht gibt:</p>
<p><strong>Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hiervon! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+24%2C45-48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 24,45-48</a>)</strong></p>
<p>Doch die alleinige und unveränderliche Grundlage dieser Errettung ist das Kreuz, das vergossene Blut, der Opfertod des sündlosen Gottessohnes am Fluchholz. Nicht ein humanistischer „Christus“ als Lehrer und moralisches Vorbild rettet die Menschen, nicht ein gnostischer „Logos“-Christus, der angeblich durch „höhere Erkenntnis“ zu Gott führe, sondern ganz allein Christus, der für uns Gekreuzigte, das Opferlamm Gottes. Das war dem Apostel Paulus, dem großen Evangeliumsboten, zutiefst bewußt, und deshalb war seine Verkündigung radikal auf Christus, den Gekreuzigten konzentriert:</p>
<p><strong>So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+2%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 2,1-2</a>)</strong></p>
<p><strong>Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+1%2C22-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 1,22-24</a>)</strong></p>
<p>Dem Vorbild des Apostels Paulus folgend, haben auch wir versucht, unseren Lesern Christus, den Gekreuzigten vor Augen zu stellen und groß zu machen. Als der Gekreuzigte und Auferstandene, als der lebendige Herr und Retter will uns Jesus Christus begegnen und uns, jeden einzelnen, zur Herzensumkehr und zum Glauben an Ihn rufen. Daß Er, der herrliche Sohn Gottes, am Kreuz für uns sündige Menschen starb, ist ein Anruf an jeden einzelnen Menschen, der auf Gottes Erde lebt.</p>
<p>Es ist ein Anruf zur Besinnung, zur Kehrtwende von einem eigenwillig und eigensüchtig gelebten Leben ohne Gott und Christus hin zu einem Leben, das im Glauben und in der gehorsamen Nachfolge des herrlichen Herrn und Retters geführt wird, den Gott gesandt hat, weil Er nicht will, daß Menschen verlorengehen. In Christus, dem Gekreuzigten, sehen wir die große, brennende Liebe Gottes zu Seinen irregegangenen Geschöpfen.</p>
<p>Gott will unsere Errettung; Er hat alles dafür getan. Er will, daß wir uns bekehren und leben – aber es liegt an jedem Einzelnen, Jesus Christus im Glauben zu ergreifen und Ihn als Herrn und Erlöser anzunehmen. Dann kann Gott auch von uns sagen:</p>
<p><strong>Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2,24-25</a>)</strong></p>
<p>Glückselig ist jeder, der Jesus Christus, den Gekreuzigten, so erkannt und im Glauben angenommen hat.</p>
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		<title>Jesus Christus – der Sohn Gottes wird Mensch um unsertwillen &#8211; Eine biblische Betrachtung</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/08/jesus-christus-der-sohn-gottes-wird-mensch-um-unsertwillen-jesus-christus-unser-erretter-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2017 10:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Einleitung &#160; In dieser Betrachtung wollen wir vorsichtig und voll Ehrfurcht von einem göttlichen Geheimnis sprechen. Die Grundlage dafür, daß wir darüber überhaupt sprechen können, ist die Bibel, das von Gott selbst eingegebene Offenbarungswort. In der Bibel redet der allein wahre, allmächtige, ewige Gott zu sterblichen, geringen Menschen und zeigt ihnen den Weg, wie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4> </h4>
<h2><span style="color: #800000;">Einleitung</span></h2>
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<p>In dieser Betrachtung wollen wir vorsichtig und voll Ehrfurcht von einem göttlichen Geheimnis sprechen. Die Grundlage dafür, daß wir darüber überhaupt sprechen können, ist die Bibel, das von Gott selbst eingegebene Offenbarungswort. In der Bibel redet der allein wahre, allmächtige, ewige Gott zu sterblichen, geringen Menschen und zeigt ihnen den Weg, wie sie zu Ihm finden können.</p>
<p>Die Bibel ist ein überaus kraftvolles, lebensveränderndes Buch, sie ist das Wort des lebendigen Gottes. Sie offenbart uns eine höhere Wahrheit, als der arme Menschenverstand je erdenken oder erforschen kann. Sie offenbart uns Gottes Wahrheit und Gottes Gedanken aus der Himmelswelt, in der der Schöpfer und Allherrscher thront, die für uns Menschen nicht zugänglich und auch nicht erkundbar ist.</p>
<p><strong>Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+1%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 1,20-21</a>)</strong></p>
<p><strong>Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Thessalonicher+2%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Thessalonicher 2,13</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+4%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 4,12-13</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir etwas von Gott erkennen und Ihn suchen wollen, dann muß unsere Grundlage immer die Bibel sein, in der Er sich offenbart. Nicht leere Menschenspekulationen oder Theologenlehren führen uns zu Gott, sondern allein das betende Lesen Seines Wortes. Diesem Wort dürfen wir einfach vertrauen und brauchen uns nicht um ungläubige Gelehrte zu kümmern, die es als bloßes Menschenwort und Legende abtun wollen.</p>
<p><strong>Das Gesetz (die Weisung) des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+19%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 19,8</a>)</strong></p>
<p>In der Bibel bringt uns der ewige, unsichtbare Gott Seine Ratschlüsse und Taten zur Kenntnis. Das Wort Gottes bezeugt uns, daß Gott, der Vater, vor aller Zeit, in der Ewigkeit den Beschluß faßte, einmal Seinen Sohn als Menschen auf die Erde zu senden, damit dieser dort einen gewaltigen, über die Zukunft der ganzen Menschheit und des Kosmos entscheidenden Auftrag ausführen sollte.</p>
<p>Wenn wir im folgenden einen kleinen Blick in die wunderbaren Ratschlüsse Gottes tun wollen, die dazu führten, daß der Sohn Gottes Mensch wurde, dann wollen wir es in Demut tun, im Bewußtsein unserer Begrenztheit in bezug auf die Erkenntnis tiefer göttlicher Geheimnisse. In der Christenheit haben Theologen und Philosophen vergeblich versucht, diese Dinge in irgendwelche Formeln zu pressen, und konnten doch nur Unzulängliches erreichen. Aber der einfältige Glaube kann einiges davon erfassen und darüber anbeten.</p>
<p><strong>Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast! Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+11%2C25-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 11,25-27</a>)</strong></p>
<p><strong>… sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes.</strong></p>
<p><strong>Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muß. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+2%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 2,9-14</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Der ewige Sohn Gottes in der Himmelsherrlichkeit</span></h2>
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<p>Gott ist Seinem Wesen nach ewig und steht über aller Zeit. Gott ist Geist; Er ist der Schöpfer aller Materie und herrscht über sie. Der ganze Kosmos, der Himmel mit seinen ungezählten Sternen, und die Erde mit ihren wunderbar geschaffenen Lebewesen, ist das Werk des allmächtigen Gottes. Der Kosmos folgt den Gesetzen, die der Schöpfer ihm gegeben hat. Gott steht über diesem Universum und kann jederzeit darin eingreifen und darin Dinge tun, die den Ordnungen des Geschaffenen widersprechen. Er ist überall gegenwärtig im Kosmos und Er ist allwissend in bezug auf alles, was in Seiner Schöpfung vor sich geht, aber der wahre Gott, der sich in der Bibel offenbart, ist von der Schöpfung unterschieden und keinesfalls eins mit ihr, wie die östlichen Religionen behaupten.</p>
<p>Von diesem ewigen Gott, der so ganz anders ist als die Götter der Weltreligionen und der Heidenvölker oder die Gottesvorstellungen der Philosophen, bekennt der Apostel Paulus:</p>
<p><strong>Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —, so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+8%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 8,5-6</a>)</strong></p>
<p>Der allein wahre Gott, der Vater, hat vor aller Zeit, bevor irgend etwas geschaffen wurde, Seinen eingeborenen Sohn dazu erwählt, Mensch zu werden, um für die in Sünde gefallenen Menschen Rettung zu bewirken (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,18-20</a>). Das ist ein staunenswerter, gewaltiger Plan, den der Vater faßte; er bedeutete, daß Er Seinen herrlichen Sohn auf einen beispiellosen Weg der Selbsterniedrigung und der Leiden senden würde.</p>
<p>Der ewige Sohn Gottes hat Anteil an Gottes Wesen, er ist selbst Gott von Wesen und damit Geist. Er ist eins mit dem Vater, und der Vater redet und wirkt durch den Sohn.<strong> „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,1-3</a>). Daß der Vater den Sohn Seiner Liebe einen solchen mit Leiden und Not verbundenen Auftrag geben hat, zeigt, wie sehr Ihm die Rettung der Menschen, unsere Errettung am Herzen lag.</p>
<p>Das sind göttliche Geheimnisse, die der Mensch nicht völlig ergründen kann; Gott hat uns in Seinem Wort einiges darüber mitgeteilt, aber längst nicht alles, sodaß wir ehrfürchtig und vorsichtig darüber reden wollen. Dabei wollen wir auf jede Spekulation der Theologen und Philosophen verzichten und uns an das halten, was die Bibel als das untrügliche Wort Gottes darüber bezeugt.</p>
<p><strong>Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+9%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 9,5</a>)</strong></p>
<p><strong>Dieser (Jesus Christus, der Sohn Gottes) ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm (oder: durch ihn) ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,15-17</a>)</strong></p>
<p>Der Sohn Gottes war im überzeitlichen Ewigkeitszustand allezeit bei dem Vater und hatte glückselige, herrliche Gemeinschaft mit dem Vater. Vater und Sohn waren vereint in vollkommener Liebe und Harmonie, in vollkommener Glückseligkeit. Als der Vater die Himmel und die dienenden Engel (= Boten) sowie die Erde und den Menschen erschuf, da erschuf Er alle Dinge in dem Sohn und durch den Sohn. Das wird in einem wunderbaren Abschnitt aus dem Buch der Sprüche angedeutet:</p>
<p><strong>Der HERR besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde. Als noch keine Fluten waren, wurde ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren. Als er die Erde noch nicht gemacht hatte und die Fluren, die ganze Summe des Erdenstaubes, als er den Himmel gründete, war ich dabei; als er einen Kreis abmaß auf der Oberfläche der Meerestiefe, als er die Wolken droben befestigte und Festigkeit gab den Quellen der Meerestiefe; als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinen Befehl nicht überschritten, als er den Grund der Erde legte, da war ich Werkmeister bei ihm, war Tag für Tag seine Wonne und freute mich vor seinem Angesicht allezeit; ich freute mich auf seinem Erdkreis und hatte meine Wonne an den Menschenkindern. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr%C3%BCche+8%2C22-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sprüche 8,22-31</a>)</strong></p>
<p>Am Anfang der Schöpfung war alles in perfekter Harmonie und Herrlichkeit, so, wie der Schöpfergott es sich gedacht hatte: die Engel, geschaffene, dienende Geistwesen, folgten zuerst alle den Anweisungen Gottes; sie dienten willig und beteten Gott an. Die Menschen lebten in der ersten Zeit nach ihrer Erschaffung voller Glück und Vertrauen in dem herrlichen Paradiesgarten, den Gott für sie bereitet hatte. Doch Gott wußte, daß dies nicht so bleiben würde.</p>
<p>Als es dem Vater gefiel, die Welten zu erschaffen, da wußte Er im voraus schon darum, daß das höchste Wesen, das Er im Himmel erschaffen würde, der schirmende Cherub bei Seinem Thron, sich einmal gegen Ihn auflehnen und von Ihm abfallen würde. Er wußte auch darum, daß sich das höchste Wesen, das Er auf der Erde erschaffen würde, der Mensch, durch den Satan verführt, ebenfalls von Ihm abkehren und in Sünde fallen würde.</p>
<p>Dennoch war Gott bereit, diese Welt so zu erschaffen und sowohl Engeln als auch Menschen einen freien Willen zu geben, der die Möglichkeit der Abkehr von Gott offenließ. Auch das sind Geheimnisse, wie wir nicht völlig erfassen können, aber Gott hatte Seine guten Gründe, und alles, was Gott tut, ist gerecht, gut und vollkommen.</p>
<p><strong>Denn ich will den Namen des HERRN verkünden: Gebt unserem Gott die Ehre! Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+32%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 32,3-4</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Der Heilsplan Gottes von Ewigkeit her</span></h2>
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<p>Der Sündenfall der abtrünnigen Engel und später des abtrünnigen Menschen bedeutete eine kosmische Katastrophe, die das Angesicht und das Leben der ganzen Schöpfung veränderte. In die ursprünglich sehr gute Schöpfung Gottes drangen Elemente des Bösen, der Zerstörung, der Gier, des Hasses. Gott hatte Seinem Lieblingsgeschöpf, dem Menschen, wunderbare, perfekte Lebensbedingungen geschaffen. Doch als der Mensch abtrünnig wurde, da formte Gott Seine Schöpfung um, sodaß sie dem Menschen sein Gefallensein und sein Getrenntsein von dem Schöpfer täglich vor Augen führte.</p>
<p>Nun gab es unter all den guten Nahrungspflanzen auch Unkraut, Dornen und Disteln; es gab giftige Pflanzen, Schädlinge, Krankheiten in der Natur. Ein Teil der ursprünglich friedlichen, pflanzenfressenden Tiere wurde in fleischfressende Raubtiere verwandelt, von denen manche auch dem Menschen selbst gefährlich werden konnten. Es gab Krankheit und Seuchen, Umweltkatastrophen, Unwetter, Mißernten, Dürre und Hagel. All das war Teil des göttlichen Gerichts über die Sünde. Der Mensch hatte sich den Satan als falschen Gott erwählt und ihm vertraut und gehorcht; nun mußte er das Gericht Gottes ertragen.</p>
<p>Der Mensch selbst war gefallen und verdorben, in seinem ursprünglich reinen, unschuldigen Herzen wohnten nun Bosheit und Auflehnung, Gier und Undankbarkeit, Neid und Mordlust, Herrschsucht und Lust an der Erniedrigung anderer. Der Mensch hatte sich selbst zu Gott gemacht, zur höchsten Autorität, und hatte die gütige, lebensbringende Autorität seines Schöpfers verworfen. Er trug nun die stolzen, boshaften, perversen Züge jenes rebellischen Engels, dem er gefolgt war, und er vererbte diese sündige Wesensart auf alle seine Nachkommen, denn sie war in seine Gene einprogrammiert, wie wir heute sagen würden.</p>
<p>Der düsterste Zeuge der Sünde und des gefallenen Zustands des Menschen aber war der Tod. Der Mensch kannte ursprünglich keinen Tod, doch als Gott den Adam vor der Sünde warnte, erwähnte er die Gefahr des Todes als Folge des Ungehorsams:</p>
<p><strong>Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+2%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 2,16-17</a>)</strong></p>
<p>Der Apostel Paulus faßt dieses universelle Gesetz später in die Worte: <strong>„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6,23</a>). Der Tod ist der dunkle Mahner, der den selbstsicheren, stolzen, selbstverliebten Sünder immer wieder daran erinnert, daß etwas nicht gut ist, daß etwas nicht stimmt mit seinem Zustand, seinem Sündenleben. Der Tod spricht deutlich und unüberhörbar davon, daß der Mensch dem Verfall und der Verderbnis ausgesetzt ist; sein einst schöner und kraftvoller Leib verwest und zerfällt zu Staub, und zuvor muß er oft schlimme Qualen leiden und den allmählichen Verfall seiner geistigen, seelischen und körperlichen Kräfte mit ansehen.</p>
<p>Doch der Tod zeigt uns auch noch etwas anderes. In ihm haucht der Mensch buchstäblich sein Leben aus. Sein Herz schlägt nicht mehr; er hört auf zu atmen, und plötzlich ist mit dem letzten Atemzug etwas Entscheidendes von ihm gewichen, sodaß nun die Totenstarre und die Verwesung einsetzt: sein Lebensatem.</p>
<p>Dieser geheimnisvolle Lebensatem, den Gott Seinem Geschöpf einhauchte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 2,7</a>), ist die Voraussetzung dafür, daß der Körper des Menschen wirklich lebt. Dieser Lebensodem ist eine Leihgabe, ein Geschenk des ewigen, lebensspendenden Gottes. Nach dem Sündenfall, da der Mensch dieses geschenkte Leben mißbrauchte, um sich gegen seinen Gott aufzulehnen und die Schöpfung zu verwüsten und zu beflecken mit lauter Bösem, sah sich der heilige und gerechte Gott gezwungen, Seinen gefallenen Geschöpfen nach einer begrenzten Lebenszeit diesen Lebensatem durch den Tod wieder zu entziehen.</p>
<p>Und doch begegnen wir gerade hier, angesichts des Sündenfalles und des Todes, der wunderbaren Gnade Gottes. Eigentlich hätte Adam und Eva sofort nach ihrer ersten Sünde sterben müssen. Eigentlich hätte Gott diese von Ihm abgefallene Menschheit bei unzähligen Gelegenheiten völlig vertilgen müssen. Doch Gott verschonte die ersten Sünder und ließ sie weiterleben. Wieder und wieder verschonte Gott sündige Menschen, obwohl sie alle den Tod verdient hatten; selbst bei dem großen weltweiten Gericht der Sintflut verschonte Gott Noah und seine Familie und machte mit ihnen einen Neuanfang.</p>
<p>Daran sehen wir, daß der heilige, gerechte Gott zugleich voller Gnade und Barmherzigkeit ist. Er ist ein Gott des Gerichts; Er muß oft richten und das Todesurteil über Sünder aussprechen, aber in Seiner ewigen Liebe gab Er Seinen Sohn hin, damit Er sündigen Menschen die Chance zur Umkehr geben konnte. Er wollte Sünder retten, wollte, daß der Gottlose umkehre und lebe.</p>
<p><strong>Oder habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen, spricht GOTT, der Herr, und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hesekiel+18%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hesekiel 18,23</a>)</strong></p>
<p><strong>Wer ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erläßt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Micha+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Micha 7,18</a>)</strong></p>
<p>Doch damit Gott Sünden vergeben konnte, mußte einer gefunden werden, der anstelle der Sünder ihre Schuld und Sünde trug und sühnte. Gott konnte Seine Gerechtigkeit nicht brechen oder aussetzen; jede einzelne Sünde mußte bestraft und gesühnt werden. Damit Gott den sündigen Menschen begnadigen konnte, was Sein ernstliches Verlangen war, brauchte Er einen Mittler, einen Erlöser für den Menschen, der dessen Schuld auf sich nahm und vor Gott sühnte, so daß der göttlichen Gerechtigkeit Genüge getan war. Dieser Mittler sollte der Sohn Gottes sein, und dafür mußte er Mensch werden – das war, in kurzen Worten, der Heilsplan Gottes von Ewigkeit her.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Vorauswissen Gottes und Seine Heilsgedanken</h4>
<p>Aus den verschiedenen Äußerungen unseres Herrn und seiner Apostel können wir erschließen, daß der ewige, allwissende, allmächtige Gott den Plan zur Errettung sündiger Menschen schon gefaßt hatte, bevor diese Welt überhaupt erschaffen wurde. Wieder stehen wir vor einem Geheimnis, das wir nur unzureichend ergründen können. Gott ist ewig, das heißt: Er steht über der Zeit. Gott hat Seine Schöpfung so geschaffen, daß sie den Gesetzmäßigkeiten von Raum und Zeit unterworfen ist, aber Er, der Schöpfer, ist außerhalb und über aller Zeit. Für Ihn ist die Zukunft genauso klar und völlig erkennbar wie auch die Gegenwart und die Vergangenheit.</p>
<p>So wußte Gott im Voraus vom Sündenfall Satans und seiner Engel. Er wußte im Voraus von der Sünde Adams und Evas im Paradies. Er wußte bereits vor Grundlegung der Welt von Kain und Abel, von Noah und der Flut, von Abraham und Mose.<strong> „Gott sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+15%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 15,18</a>). Es ist müßig und töricht, wenn Menschen deswegen Gott anklagen und fragen: „Warum hast Du das alles nicht verhindert? Weshalb bin ich dann überhaupt erschaffen worden?“. Mit Recht sagt Gottes Geist durch den Apostel Paulus: <strong>„Ja, o Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+9%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 9,20</a>).</p>
<p>Gott wußte also um den Sündenfall und seine ganzen schrecklichen Auswirkungen. Er wußte, daß der Mensch, der ursprünglich edel und gut geschaffen war, in seinem Wesen ganz und gar verdorben sein würde – eigensüchtig, aufrührerisch, neidisch, boshaft, untreu, seinen Begierden folgend. Ja, der gefallene Mensch trägt seit Adams Fall von Natur aus die Wesenszüge des Teufels an sich, den er sich in seiner Torheit zum Gott erwählte statt seines gütigen Schöpfers. Gott wußte um all das Leid, die ganze düstere Wegstrecke von Lüge und Trug, Intrige und Verrat, Untreue, Raub, Mord und Totschlag, die vor den gefallenen Menschen liegen würde.</p>
<p>Auf der anderen Seite wußte Gott auch um Seinen geliebten Sohn, der sich zum festgesetzten Zeitpunkt als das Lamm Gottes opfern würde, um die Schuld und Sünde gefallener Menschen hinwegzunehmen, die an Gott glauben würden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,29</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Sohn Gottes und Sein Auftrag, Mittler und Erlöser für den gefallenen Menschen zu werden</h4>
<p>Der ewige Sohn, dessen Name unter anderem auch <strong>„Das Wort“</strong> ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+19%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 19,13</a>), war also in der Ewigkeit bei Gott, und Er war schon von Ewigkeit her als das Opferlamm bestimmt, das einmal die Sünde der Welt sühnen sollte. Durch den Sohn wurden alle Dinge; durch Ihn handelte Gott in der Schöpfung, durch Ihn offenbarte sich Gott den Menschen, und durch Ihn wirkte Er auch de Errettung der sündigen Menschen.</p>
<p><strong>In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. (…) Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. (…) Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C1-5+u.+9-10+u.+14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,1-5 u. 9-10 u. 14</a>)</strong></p>
<p>Ja, der Sohn Gottes wußte von Ewigkeit her von dem großen Auftrag, den Er einmal ausführen sollte. Er hat zu diesem Auftrag „Ja“ gesagt in dem brennenden Verlangen, seinen Gott und Vater zu ehren und die wunderbaren göttlichen Heilsratschlüsse auszuführen. Dabei wußte der Sohn um alle Selbstverleugnung, die das fordern würde, und um alles Leid, das Er tragen müßte um unseres Heiles willen. Er war einverstanden, diesen Auftrag auszuführen, auch, weil Er voller Liebe und Erbarmen uns gegenüber war, den irregegangenen, in der Sünde gefangenen Geschöpfen, die ohne Seine Erlösungstat rettungslos verloren gewesen wären.</p>
<p>Im Hinblick auf das Sühnopfer Jesu Christi am Kreuz vergab Gott die Schuld von sündigen Menschen, die zu Ihm umkehrten und Ihm vertrauten. Er tat dies schon mit den ersten Menschen, Adam und Eva. Er tat dies mit Abel, Seth und Henoch, mit Noah und Sem, mit Abraham und Isaak und Jakob, mit Mose und Aaron, mit Josua, Samuel und David, und mit ungezählten anderen Glaubenden.</p>
<p><strong>Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. Er war zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+1%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 1,18-20</a>)</strong></p>
<p>Die Grundlage für die göttliche Vergebung war das von Ewigkeit her festgesetzte Sühnopfer Seines Sohnes, der alle Schuld auf sich nehmen würde und das gerechte Zorngericht Gottes tragen würde, der mit Seinem Blut bezahlen würde für die Übertretungen der sündigen Menschengeschöpfe. Weil Gott der vollkommene gerechte Herrscher und Richter ist, ist es Ihm unmöglich, die Sünden der Menschen einfach so zu übersehen, ohne daß dafür eine gerechte Sühnung erfolgt wäre. Deshalb war dieses Sühnopfer Jesu Christi von Ewigkeit her in den Ratschlüssen Gottes festgesetzt und ist der Grundstein für das große Heil Gottes.</p>
<p>In gewisser Weise ruhte auf dem Sohn Gottes das Geschick der ganzen Welt, der Menschheit, des Universums. Er war ja das Haupt der ganzen Schöpfung,<strong> „der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,15</a>). Er sollte das Sühnopfer vollbringen, das die Grundlage für das Zuwarten Gottes mit der ganzen Welt bildete, das vor allem aber die Erlösung aller derer bewirkte, die an Gottes Verheißungen in bezug auf den Erretter glaubten. Doch dafür mußte etwas Unerhörtes, Gewaltiges geschehen – der ewige Sohn Gottes mußte ein geringer Mensch werden.</p>
<p>Die tiefe Kluft zwischen dem in Sünde gefallenen, verdorbenen, verfinsterten Menschengeschöpf und dem heiligen, erhabenen Gott machte es unbedingt notwendig, daß ein Mittler gefunden wurde – einer, der sowohl Anteil an Gottes heiligem Wesen hatte wie auch am Menschsein. Dieses Bedürfnis erkennt schon der leidende Hiob in seinem Ringen mit Gott:</p>
<p><strong>Denn Er ist nicht ein Mann wie ich, daß ich Ihm antworten dürfte, daß wir miteinander vor Gericht gehen könnten; es gibt auch keinen Mittler zwischen uns, der seine Hand auf uns beide legen könnte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+9%2C32-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 9,32-33</a>)</strong></p>
<p>Die völlige Verderbnis und von Adam vererbte Sündhaftigkeit des ganzen Menschengeschlechts machte es unmöglich, daß sich einer der Menschenkinder zu Gott erheben und so als Mittler wirken konnte. Das bezeugt der Römerbrief wie auch die alttestamentliche Offenbarung:</p>
<p><strong>… wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C10-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,10-12</a>)</strong></p>
<p><strong>Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben &#8211; zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen, er muß davon abstehen auf ewig! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+49%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 49,8-9</a>)</strong></p>
<p>So war es eine Notwendigkeit, wenn Gottes Rettungspläne verwirklicht werden sollten, daß der Sohn Gottes Mensch wurde, sich herabließ aus Seiner göttlichen Herrlichkeitsfülle in die Niedrigkeit der geschöpflichen Existenz. Der Sohn Gottes mußte einen menschlichen Leib annehmen und sich in gewisser Weise eins machen mit den Menschen, um Seinen Mittlerauftrag zu erfüllen. Das war insbesondere nötig, weil die Mittlerschaft auch die Erlösung, den Loskauf der sündigen Menschen von ihrer Schuld vor Gott durch den stellvertretenden Tod des gerechten Mittlers, voraussetzte. Diesen wunderbaren Weg der freiwilligen Selbstentäußerung beschreibt uns der Philipperbrief so eindrücklich:</p>
<p><strong>Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Philipper+2%2C5-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Philipper 2,5-8</a>)</strong></p>
<p>Das Geheimnis dieser Menschwerdung wird uns eindrücklich im 2. Kapitel des Hebräerbriefs beschrieben; dort lesen wir von dem herrlichen Sohn Gottes, daß Er als Mensch vorübergehend niedriger als die Engel war, um durch sein Todesleiden Sünder zu Kindern Gottes, zu Seinen Brüdern zu machen:</p>
<p><strong>Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Daher mußte er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+2%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 2,14-17</a>)</strong></p>
<p>Der Sohn Gottes mußte aber ein ganz besonderer Mensch sein, um als Mittler und Erlöser zu wirken. Er mußte am menschlichen Fleisch und Blut Anteil haben, denn sonst hätte Er nicht für Menschen das Sühnopfer vollbringen können und auch nicht den leiblichen Tod sterben können; aber Er konnte nicht an der Sündennatur und Sündenverderbnis der Menschen Anteil haben, denn sonst wäre Sein Tod die Strafe für seine eigene Sünde gewesen und hätte keine stellvertretende, erlösende Wirkung gehabt. Kurz: Er mußte wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich sein, menschlich und sterblich und zugleich gerecht, rein und sündlos vollkommen.</p>
<p>Das ist wiederum ein Geheimnis, das wir nur unvollkommen begreifen können. Jesus Christus war, als Er auf Erden war, ein echter Mensch mit einem realen Leib aus Fleisch und Blut. Er war hungrig und müde, Er reiste zu Fuß statt auf Engelswagen; Er wurde geschlagen und gequält und spürte diese Qualen. Und doch war Er immer zugleich göttlichen Wesens und eins mit dem Vater. Er war sündlos vollkommen und hatte keinen Anteil an der Sündennatur, denn Er war aus Gott durch den Geist in einer Jungfrau gezeugt und nicht von einem menschlichen Vater. Seine Wunder bezeugten immer wieder Seine Gottheit, als Er als Mensch auf der Erde wandelte.</p>
<p>Er war ein Mensch wie es nie zuvor einen gegeben hatte. Sonst hätte Er nicht als der von Gott eingesetzte Hohepriester uns erretten können:</p>
<p><strong>Denn ein solcher Hoherpriester tat uns not, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel ist, der es nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, danach für die des Volkes; denn dieses [letztere] hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst als Opfer darbrachte. Denn das Gesetz bestimmt Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind; das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Einführung des Gesetzes erfolgte, den Sohn, der in Ewigkeit vollkommen ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+7%2C26-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 7,26-28</a>)</strong></p>
<p>Der Ratschluß Gottes ist ganz präzise und knapp zusammengefaßt in den Worten, die der Apostel Paulus im 1. Timotheusbrief niederschreiben durfte:</p>
<p><strong>… denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+2%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 2,3-6</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Menschwerdung: In der Fülle der Zeit sandte Gott Seinen Sohn</span></h2>
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<p>Der Heilsplan Gottes war in der Ewigkeit gefaßt worden, in den Himmeln, vor aller Zeit, aber er mußte verwirklicht werden in Raum und Zeit, unten auf der von Sünde und Tod belasteten und verseuchten Erde. Das geschah nicht irgendwann und willkürlich, auch wenn das den Menschen so scheinen konnte. Alles Handeln Gottes ist vollkommen, weise und bedacht; alles folgt einer großen Notwendigkeit, die wir Menschen oft nur unvollkommen oder gar nicht nachvollziehen können.</p>
<p>Wir leben in der gleichmäßig dahinfließenden Zeit, die das Neue Testament mit dem griechischen Wort <em>chronos</em> beschreibt. Aber Gott greift darin ein in besonderen, von Ihm festgesetzten und geheiligten Zeitpunkten, welche die Bibel mit dem Begriff kairos wiedergibt. Er steht auch geschrieben, wenn der allmächtige Gott Sein Handeln bei der Menschwerdung Seines Sohnes beschreibt:</p>
<p><strong>Als aber die Zeit (<em>kairos</em>) erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 4,4</a>)</strong></p>
<p>Alles bei der Menschwerdung des ewigen Sohnes Gottes geschah nach Gottes Ratschluß, und alles geschah in Erfüllung der zahlreichen Weissagungen, in denen der Geist Gottes das Kommen des Messias, des von Gott gesalbten Retters, zuvor durch die Propheten des Alten Testaments angekündigt hatte.</p>
<p>Der Messias, der Gesalbte, welcher griechisch übersetzt „der Christus“ genannt wird, Er, der Retter der Welt, mußte als Jude auf die Erde kommen,<strong> „denn das Heil kommt aus den Juden“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+4%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 4,22</a>). Er mußte als Nachkomme Davids im Stamm Juda geboren sein, denn Gott hatte dem David viele Jahrhunderte zuvor verheißen, daß aus seiner Nachkommenschaft der Messias entspringen sollte (vergleiche <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Chronik+17%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Chronik 17,11-14</a>).</p>
<p>Deshalb gehörte Maria, die auserwählte Frau, durch die der Sohn Gottes auf die Welt kommen sollte, dem Stamm Juda an, wie auch sein Pflegevater Joseph, dessen rechtlicher Erbe Jesus von Nazareth war. Der Messias mußte in Bethlehem geboren sein, der Stadt Davids, denn das war schon Jahrhunderte zuvor durch den Propheten Micha geweissagt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+2%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 2,1-6</a>).</p>
<p>Und Er mußte von einer Jungfrau geboren sein, die noch kein Mann erkannt hatte, wie es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+7%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 7,14</a> als ein Wunderzeichen Gottes vorhergesagt worden war. In der ersten Verheißung, die Gott über Ihn aussprach, wird Er nicht umsonst der <strong>„Same (Nachkomme) der Frau“</strong> genannt, obgleich sonst in der Bibel überall die Nachkommen dem Vater zugeordnet werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 3,15</a>).</p>
<p>Über die Jungfrauengeburt des Herrn Jesus Christus lästern und spotten viele Menschen, nicht zuletzt auch Theologen und Prediger auf kirchlichen Kanzeln, doch sie ist eine göttliche Wahrheit und eine göttliche Notwendigkeit, über der der Glaubende anbetet und Gott rühmt. Wenn Jesus von Nazareth durch Joseph gezeugt worden wäre, dann hätte er Anteil an Adams Sündennatur und Fall gehabt und wäre nicht das makellose Opferlamm gewesen, das für die Sünden anderer sterben konnte, weil es eben selbst völlig ohne Sünde war und nicht unter dem Urteil des Todes stand.</p>
<p>So ist es eine wunderbare Erfüllung der Prophetien und Verheißungen Gottes, was wir im Lukasevangelium lesen:</p>
<p><strong>Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei.</strong></p>
<p><strong>Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.</strong></p>
<p><strong>Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+1%2C26-35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 1,26-35</a>)</strong></p>
<p>Die Jungfrauengeburt des Retters Jesus, des Messias, ist eine göttliche Notwendigkeit und eine göttliche Wahrheit. Sie ist einer der Grundpfeiler des echten Evangeliums, der von Gott gegebenen Rettungsbotschaft. Wer sie bestreitet, hat keinen Anteil an der Errettung, sondern ist gefangen in Finsternis und Tod.</p>
<p>Der spottende Menschenverstand kann das Wunder Gottes nicht fassen, daß durch den Geist Gottes ein einzigartiger Mensch im Leib der Jungfrau Maria gezeugt wurde, Gott und Mensch zugleich, heilig, sündlos und gerecht, und auf diesem einen Menschen Jesus Christus ruhte und ruht das Geschick der ganzen Welt, die Rettung oder Verdammnis der Menschen.</p>
<p>Er wuchs als Kind scheinbar ganz normal bei seinen Eltern auf; Er wurde wie alle Juden beschnitten am achten Tag und damit unter das mosaische Gesetz getan, wie von ihm geschrieben steht. Er gehorchte seinen Eltern und lernte einen handwerklichen Beruf wie sein Pflegevater Joseph. Und doch war Er einzigartig und herrlich von Anfang an, heilig und gerecht und ohne eine einzige Sünde. Er war verborgen, aber Er sollte zur festgesetzten Zeit als Messias offenbar werden.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Jesus Christus – der vollkommene Mensch, der den Vater offenbarte und verherrlichte</span></h2>
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<p>Als der Herr Jesus Christus als Mensch auf der Erde lebte, da war dies ein staunenswertes Wunder, das sicherlich von den Engeln mit Ehrfurcht beobachtet wurde: Unter all den ungezählten Scharen von verdorbenen Sündern, von verkehrten, eigensüchtigen, stolzen, aufrührerischen Kreaturen, war da ein Mensch, der ohne Sünde war und in ganzer Hingabe und vollkommenem Gehorsam für Seinen Gott und Vater lebte – der Mensch Christus Jesus. Er tat dies etwa 30 Jahre im Verborgenen, als der Zimmermannssohn in Nazareth, verkannt und unbeachtet.</p>
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<h4>Der Knecht des HERRN wird vor den Menschen offenbar</h4>
<p>Doch es kam die Stunde, da der Sohn des Menschen, der zugleich Gottes Sohn war, aus dem Verborgenen ans Licht trat, weil Sein Vater im Himmel es so wollte. Er wurde offenbar, nicht als der mächtige König und kriegerische Befreier, den die Juden erhofften, sondern als der demütige Knecht des HERRN (hebräisch <em>Ebed Jahweh</em>), der leibeigene Sklave, der ganz für seinen Herrn lebte und Ihm aus Liebe diente (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Mose+21%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Mose 21,5-6</a>). Von Ihm lesen wir die wunderbaren Worte im Propheten Jesaja:</p>
<p><strong>Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen. Er wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, noch seine Stimme auf der Gasse hören lassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen. Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten.</strong></p>
<p><strong>So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schuf und ausspannte und die Erde ausbreitete samt ihrem Gewächs, der dem Volk auf ihr Odem gibt und Geist denen, die darauf wandeln: Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden; daß du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führst und aus dem Kerker die, welche in der Finsternis sitzen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+42%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 42,1-7</a>)</strong></p>
<p>Der Herr Jesus war auf der Erde der vollkommene Knecht des HERRN, Seines himmlischen Vaters, des Gottes Israels. Er hat damit alle prophetischen Voraussagen über den „Knecht des HERRN“ erfüllt, die besonders im Buch des Propheten Jesaja geschrieben stehen.</p>
<p>Er, der Sündlose, beginnt Seinen Weg als Knecht und Bote des HERRN mit einem bemerkenswerten öffentlichen Zeugnis: Er läßt sich wie die Zöllner und Huren von Johannes dem Täufer im Jordan taufen. Das war zugleich eine Demütigung und ein Zeichen der wunderbaren Herabneigung des Sohnes Gottes zu den Sündern, die Er retten wollte: Er machte sich gewissermaßen eins mit ihnen. Er hätte diese „Taufe der Buße“ ja nicht nötig gehabt, wie Johannes sogleich erkennt:</p>
<p><strong>Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen! Da gab er ihm nach. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme [kam] vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+3%2C13-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 3,13-17</a>)</strong></p>
<p>Der allmächtige Vater im Himmel beantwortet dieses öffentliche Zeugnis der Taufe Seines Sohnes, das den Beginn Seines Dienstes markiert, mit einem öffentlichen Zeugnis, das Seine Liebe und Sein Wohlgefallen angesichts dieses wunderbaren Sohnes des Menschen zum Ausdruck bringt. Von nun an sollte der Sohn vor den Menschen Seinen Gott offenbaren und verherrlichen, bis Er das Ende Seines irdischen Dienstes erreichen würde – als Verbrecher schmachvoll am Kreuz hingerichtet.</p>
<p>Der Vater anerkennt den Herrn Jesus Christus öffentlich als den Sohn Gottes, während die meisten Menschen Ihn verkannten als den Zimmermannssohn aus Nazareth, der höchstenfalls ein Prophet sein konnte, aber niemals der Messias, den sie sich nur als triumphierenden König und Befreier vorstellen konnten.</p>
<p>Gleich danach kommt es zu der dramatischen Prüfung des Knechtes des HERRN in der Wüste von Judäa. Der Satan, der listige, bösartige Widerwirker Gottes, sucht den Herrn zu umgarnen und dazu zu verleiten, daß Er sich eigenmächtig helfen und sich damit aus der völligen Abhängigkeit von Seinem Gott und Vater lösen würde.</p>
<p>Der Herr war in Seinem menschlichen Leib gewiß von verzehrendem Hunger gepeinigt; dennoch widerstand Er ruhig und mit Verweis auf das Wort Gottes, das Er vollkommen erfüllte und auslebte, der Versuchung des Bösen, er solle durch ein Wunder sich Brot verschaffen.</p>
<p>Er wies auch die Versuchung zurück, sich durch ein nicht von Gott gewolltes Schauwunder die Anhängerschaft der Masse zu sichern, und zuletzt wies Er auch das diabolische Angebot zurück, sich die Reiche der Welt ohne Leiden und Kreuz zu sichern, indem Er dem rebellischen Engel gehuldigt hätte (vergleiche <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+4%2C1-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 4,1-11</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Geheimnis des Menschensohnes – vollkommene Ergebenheit gegenüber dem Vater</h4>
<p>Diese Versuchungsszene berührt ein Geheimnis, das wir wiederum nicht mit dem Verstand völlig ergründen können. Jesus Christus war als Mensch gerecht und vollkommen, ohne die Sündennatur Adams – und doch war Er Versuchungen ausgesetzt; der Feind versuchte Ihn zum Ungehorsam zu verleiten, und wir lesen im Hebräerbrief:</p>
<p><strong>Daher mußte er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+2%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 2,17-18</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+4%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 4,15</a>)</strong></p>
<p><strong>Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen. Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt; und nachdem er zur Vollendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott genannt: Hoherpriester nach der Weise Melchisedeks. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+5%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 5,7-10</a>)</strong></p>
<p>Welch ein anbetungswürdiges Geheimnis! Der Sohn Gottes brauchte in der Himmelsherrlichkeit keinen Gehorsam, denn Er war und ist eins mit dem Vater und denkt und handelt immer ganz genauso wie Sein Vater. Doch als Mensch auf der Erde hat Er Seinen eigenen Willen, den Er hatte (vergleiche <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,38</a>), allezeit bewußt dem Vater untergeordnet und stets in absoluter Abhängigkeit vom Vater gelebt.</p>
<p>Als Er vor der schrecklichen Aussicht stand, zur Sünde gemacht zu werden und das Zorngericht Gottes für uns zu erleiden, da war dies wohl für Ihn als Menschen unerträglich, und doch hat Er sich im Gehorsam Gott anvertraut. Wir vermögen das nicht logisch zu ergründen, aber so verstehen wir das Gebet des Herrn im Garten Gethsemane:</p>
<p><strong>Und er riß sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete und sprach: Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst &#8211; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+22%2C21-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 22,21-24</a>)</strong></p>
<p>Das innerste Geheimnis der Herrlichkeit des Menschensohnes Jesus Christus, der zugleich der Gottessohn war, bestand in den Jahren Seines Erdenlebens in der völligen Hingabe und Ergebenheit gegenüber Seinem Gott und Vater, im totalen Gehorsam, in der vollständigen Selbstverleugnung, Selbstentäußerung und Abhängigkeit von Gott. So bezeugt es der Herr selbst:</p>
<p><strong>Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+4%2C34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 4,34</a>)</strong></p>
<p><strong>Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. (…) Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+5%2C+19+u.+30&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 5, 19 u. 30</a>)</strong></p>
<p><strong>… sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Philipper+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Philipper 2,7-8</a>)</strong></p>
<p>Der Mensch Jesus Christus hat Seinen Gott und Vater in den Tagen Seines Erdenlebens auf vielfältigste Weise verherrlicht. Er hat Ihn verherrlicht durch die vielen Wunder, die Er tat und die Gottes Macht und Gnade offenbarten. Er hat Ihn verherrlicht durch Seine staunenswerte Liebe, Barmherzigkeit, Geduld und Gnade, mit welcher Er den Sündern begegnete. Er hat Ihn verherrlicht durch Seine vollmächtige Lehre und Verkündigung, mit der Er die Wahrheit Gottes offenbarte. Aber vielleicht wurde der Vater am meisten verherrlicht durch den liebevollen, vertrauenden Gehorsam, den der Sohn allezeit in den Tagen Seines Erdenlebens dem Vater erwies – bis hin zum Tod am Kreuz.</p>
<p>Diese Ergebenheit in Gottes Willen, diese völlige Selbstverleugnung des Sohnes als Mensch ist das totale Gegenteil von dem, was der sündige Mensch gezeigt hat – allseitigen Ungehorsam, starrsinnigen Eigenwillen und gewissenlosen, hartherzigen Egoismus. Wo der gefallene Mensch seit Adam versagt hat, komplett und tiefgreifend, da hat der zweite Adam, der Mensch Gottes, gesiegt und überwunden durch Seinen Gehorsam und Seine Hingabe an Gott. Wie herrlich und anbetungswürdig ist unser Herr gerade in Seiner Selbstverleugnung und Seinem Gehorsam!</p>
<p>Diese völlige Ergebung auch in Leiden und Tod war dem Vater so kostbar, daß Er den Sohn nach Seiner Auferweckung auf den Platz der höchsten Macht und Herrlichkeit in den Himmeln erhöht hat: <strong>„Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Philipper+2%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Philipper 2,9-11</a>).</p>
<h4> </h4>
<h4>Der Bote des HERRN verkündigt den Ratschluß Gottes</h4>
<p>Einer der großen Aufträge, die der Herr Jesus Christus von dem Vater empfangen hatte und als vollkommener Mensch ausführte, bestand darin, das Wort Gottes, die weiterführende Botschaft zu verkündigen, die Gott Seinem Volk Israel in bezug auf den Messias und Sein Reich mitteilen wollte. Der Herr Jesus war damit der vollkommene Prophet (der autorisierte Sprecher Gottes), den Mose einst angekündigt hatte: <strong>„Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+18%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 18,15</a>).</p>
<p>Der Herr lehrte die Worte Gottes in Wahrheit und Vollmacht, mit übernatürlicher Kraft. Er verkündete eine neue Botschaft, die weiterführte als die Boten des Alten Bundes es konnten. Er konnte mit Autorität sagen: <strong>„Wahrlich ich sage euch“</strong>, und die Menschen gaben Ihm Zeugnis: <strong>„Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7%2C28-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7,28-29</a>). Die Diener, die Ihn verhaften sollten, mußten bekennen: <strong>„Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+7%2C46&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 7,46</a>).</p>
<p>Die Heiligkeit und Kühnheit, mit der der Herr Jesus Christus die Worte Gottes verkündete und dabei weder schonte oder schmeichelte, beeindruckten Seine Hörer. Seine Feinde bezeugten: <strong>„Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+22%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 22,16</a>). Und Seine Jünger konnten, nachdem sie Ihn über lange Zeit täglich begleitet hatten, und dabei sowohl Seine Worte wie auch Sein Leben gründlich kennengelernt hatten, nur bekennen:</p>
<p><strong>Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+6%2C68-69&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 6,68-69</a>)</strong></p>
<p>Sein Dienst als der vollkommene Bote und Prophet Gottes wird im Hebräerbrief in den knappen und doch so inhaltsschweren Worten zusammengefaßt:</p>
<p><strong>Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+1%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 1,1</a>)</strong></p>
<p>Wohl uns, wenn wir auf diesen unvergleichlichen Boten hören, der uns die Worte des lebendigen Gottes nahebringt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Heilsbringer bezeugt die Kraft Gottes durch Wunderzeichen</h4>
<p>Ein wichtiger Dienst des Herrn auf der Erde bestand darin, daß Er durch zahlreiche Zeichen und Wunder, die er tat, seinen Gott und Vater verherrlichte. Diese Zeichen und Wunder waren kein Selbstzweck, sondern sie dienten in erster Linie dazu, Ihn als den von Gott gesandten Messias zu beglaubigen und das von Ihm verkündete Wort als die Botschaft des lebendigen Gottes zu bestätigen.</p>
<p><strong>Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wißt … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+2%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 2,22</a>)</strong></p>
<p><strong>… wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Diese wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden, wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 2,3-4</a>)</strong></p>
<p>Der Herr heilte Menschen, die teilweise jahrzehntelang an unheilbaren Krankheiten gelitten hatten. Er befreite Menschen, die aufgrund ihrer Zaubereisünden von Dämonen kontrolliert und geplagt wurden. Er öffnete Blinden die Augen und ließ Stumme wieder sprechen. Ja, Er weckte sogar Tote wieder zum Leben auf und bewies damit, daß Er der Sohn Gottes war, der in göttlicher Vollmacht handelte und sprach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Der Retter und Erlöser bezeugt die Gnade und den Rettungswillen Gottes</h4>
<p>In allem, was der Herr Jesus tat, erzeigte Er eine wunderbare Barmherzigkeit, Liebe und Geduld mit den irrenden, sündenverstrickten Menschen. Damit offenbarte Er die große Liebe, Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Als Er die nach Heil suchenden Juden um sich versammelt sah, lesen wir von Ihm: <strong>„Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+9%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 9,36</a>). Bei einer anderen Gelegenheit lesen wir:<strong> „Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+14%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 14,14</a>).</p>
<p>Unser Herr Jesus lud die Sünder zu sich ein; Er rief sie zur Umkehr, zum Bruch mit ihrem alten Sündenleben, aber Er wandte sich niemals von ihnen ab, weil sie schuldbefleckt und unrein waren. Er sprach zu der überführten Ehebrecherin: <strong>„Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt? Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+8%2C10-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 8,10-11</a>). Er bezeugte von sich: <strong>„Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 2,17</a>).</p>
<p>Auch heute noch richtet sich Sein Aufruf an alle sündigen Menschen, die belastet von ihrer Sünde nach Begnadigung und Heilung suchen:</p>
<p><strong>Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+11%2C28-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 11,28-30</a>)</strong></p>
<p>Dieser niedrige, von den Menschen verkannte und verspottete Knecht des HERRN ist der Retter der Welt; Er hat allein aufgrund Seines Sühnopfers am Kreuz, wo er die Schuld und Sünde der Menschen trug, die Kraft, sündige Menschengeschöpfe aus dem ewigen Gericht zu erretten und ihnen neues Leben, Frieden und Hoffnung zu geben; <strong>„… denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+19%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 19,10</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2><span style="color: #800000;">5. Seht, welch ein Mensch!</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben in dieser Betrachtung darüber nachgedacht, daß der Sohn Gottes wahrer Mensch wurde, um uns gefallene, abgeirrte Menschengeschöpfe zu erretten. Für den ewigen Sohn Gottes war dies eine für uns unvorstellbare Selbstentäußerung, eine gnädige Herablassung und Selbsterniedrigung, die wir wohl nie ganz begreifen können. Er tat dies, um den Rettungsplan Seines himmlischen Vaters auszuführen und um uns Gnade und Heil anzubieten. Er verbarg Seine göttliche Herrlichkeit und wurde ein einfacher, armer Mensch.</p>
<p>Und doch leuchtete Seine Herrlichkeit und göttliche Liebe und Macht immer wieder auf – in Seinen kraftvollen Lebensworten, in Seinen Wundertaten, und ganz besonders auch auf dem Berg der Verklärung. So konnte der Apostel Johannes bezeugen:</p>
<p><strong>Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (…) Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluß [über ihn] gegeben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C14+u.+18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,14 u. 18</a>)</strong></p>
<p><strong>Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens &#8211; und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist -, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+1%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 1,1-4</a>)</strong></p>
<p>Jesus Christus war kein gewöhnlicher Mensch, sondern Er ist der Sohn des lebendigen Gottes, der vollkommene Mittler und der einzige Weg zu Gott. An unserer Haltung zu Ihm entscheidet sich für uns Tod oder Leben, Rettung oder Verlorensein.</p>
<p><strong>Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+3%2C16-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 3,16-18</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+3%2C34-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 3,34-36</a>)</strong></p>
<p>Durch den Menschen Jesus Christus hat Gott Seine rettende Liebe und Gnade eindrücklich und für jeden erkennbar und verständlich geoffenbart. Ja, der Sohn hat als vollkommener Mensch den unsichtbaren, ewigen Gott auf wunderbare Weise für uns sichtbar und erkennbar gemacht, und zugleich hat Er uns den Weg gebahnt, daß wir zu diesem Gott umkehren und wahres Leben empfangen können, wie der Herr von sich selbst bezeugt:</p>
<p><strong>Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!</strong></p>
<p><strong>Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+14%2C6-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 14,6-10</a>)</strong></p>
<p>Wohl uns, wenn wir unser ganzes Leben diesem Retter und Herrn anvertrauen und übergeben!</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/08/jesus-christus-der-sohn-gottes-wird-mensch-um-unsertwillen-jesus-christus-unser-erretter-teil-1/">Jesus Christus – der Sohn Gottes wird Mensch um unsertwillen &#8211; Eine biblische Betrachtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die Güte des lebendigen Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-guete-des-lebendigen-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2017 09:52:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160;   Gott ist in Seinem Wesen gut &#160; Die Bibel lehrt uns, daß der lebendige Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und der sich in der Heiligen Schrift geoffenbart hat, in Seinem ganzen Wesen in jeder Hinsicht vollkommen gut ist. Gott als der Schöpfer aller Dinge ist sozusagen der Inbegriff alles Guten, und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-guete-des-lebendigen-gottes/">Die Güte des lebendigen Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 18pt;"><strong> </strong></span></p>
<h2><span style="color: #800000;">Gott ist in Seinem Wesen gut</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bibel lehrt uns, daß der lebendige Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und der sich in der Heiligen Schrift geoffenbart hat, in Seinem ganzen Wesen in jeder Hinsicht vollkommen gut ist. Gott als der Schöpfer aller Dinge ist sozusagen der Inbegriff alles Guten, und in diesem absoluten Sinn ist Er alleine gut:</p>
<p><em>Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+10%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 10,18</a>)</em></p>
<p>Gott ist edel und rein, Er ist vorzüglich und vollkommen; Er ist lautere Liebe und Güte; Er ist der Inbegriff alles Vollkommenen und Vorzüglichen, deshalb ist Er allein wesensmäßig gut, und wir erlösten Menschen sollten das von Herzen anerkennen. Gott ist der Ursprung und das Maß alles Guten im Universum!</p>
<p><em><u>Du bist gut und tust Gutes</u>; lehre mich deine Anweisungen! (P 119,68)</em></p>
<p><em><u>Denn der HERR ist gut</u>; seine Gnade währt ewiglich und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+100%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 100,5</a>) </em></p>
<p><em>[Meine Seele,] du hast zum HERRN gesagt: »Du bist mein Herr; <u>es gibt für mich nichts Gutes außer dir!</u>« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+16%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 16,2</a>)</em></p>
<p><em>Denn ich will den Namen des HERRN verkünden: Gebt unserem Gott die Ehre! Er ist der Fels; <u>vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht</u>. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5+Mo+32%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5 Mo 32,3-4</a>)</em></p>
<p><em><u>Dieser Gott &#8211; sein Weg ist vollkommen! </u>Das Wort des HERRN ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott außer dem HERRN, und wer ist ein Fels außer unserem Gott? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+18%2C31-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 18,31-32</a>)</em></p>
<p><em>Ich will dir opfern aus freiem Trieb; deinen Namen, o HERR, will ich loben, <u>denn er ist gut! </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+54%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 54,8</a>)</em></p>
<p><em><u>Denn du, Herr, bist gut </u>und vergibst gern; und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen.  (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+86%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 86,5</a>)</em></p>
<p><em>Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+5%2C48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 5,48</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
<h2><span style="color: #800000;">Der sündige Mensch ist nicht gut und erkennt die Güte Gottes nicht an</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ebenso müssen wir anerkennen, daß wir selbst als gefallene Geschöpfe in keiner Weise gut sind, sondern wir sind durch unsere Sündennatur nach dem heiligen Maßstäben Gottes zutiefst verdorben, schlecht und verkehrt.</p>
<p><em>… wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht </em>einer<em>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C10-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,10-12</a>)</em></p>
<p><em>Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,18</a>)</em></p>
<p>In dem Maße, wie wir als Menschen noch fleischlich sind und von unserem eigenen „Gutsein“ überzeugt sind, können wir die wahre Güte und das absolute Gutsein Gottes nicht bzw. nur eingeschränkt erkennen; erst die geistgewirkte Selbsterkenntnis unseres Böse-Seins und unserer Verderbnis öffnet den Weg dafür, die Güte Gottes recht zu erkennen.</p>
<p>Der sündige Mensch hat in seinem verfinsterten, durch die Sünde verzerrten Denken sehr wohl Überlegungen angestellt, nach denen es im Universum ein vollkommenes, höchstes Gutes geben müsse, das er auch abstrakt als göttlich oder einem Gott zugeordnet gedacht hat. Aber den lebendigen Gott der Bibel, der alle Dinge geschaffen hat und regiert, will er dennoch nicht als Inbegriff des Guten anerkennen. Er sucht sich einen selbsterdachten Gott aus, der in seinem abstrakten Gutsein ihn als Mensch in Ruhe sündigen läßt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Der gute Gott und das Böse in der Welt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der sündige Mensch stellt oft Gottes Güte in Frage, wenn er das viele Böse sieht, das die Sünde in der Welt anrichtet. Damit ist ein Geheimnis berührt: Gott, der in sich absolut gut und zugleich allmächtig ist, hat es zugelassen, daß in Seine ursprünglich sehr gute Schöpfung das Böse eindrang und sie weitgehend verformt und beeinträchtigt hat. Gott ließ den Satan nach seiner Rebellion weiter leben. Gott verlieh dem Mensch, der ursprünglich sehr gut und ohne Sünde geschaffen wurde, einen freien Willen und ließ es zu, daß er, verführt durch die Schlange, in Sünde fiel.</p>
<p>Dabei ist der Mensch, der Gott grollt und ruft: „Wie kann ein gütiger Gott solche schlimmen Dinge in der Welt zulassen?“ völlig im Irrtum und klagt Gott zu Unrecht an. Denn Gott hat das Böse zwar zugelassen, aber Er ist niemals der Urheber von Bösem.</p>
<p><em>Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,5</a>)</em></p>
<p><em>Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand; sondern jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,13</a>)</em></p>
<p>Letztlich hat der sündige Mensch, der sich von seinem gütigen Schöpfer losgesagt hat und dem Teufel dient und nachfolgt, es sich selbst zuzuschreiben, wenn er Böses erleidet als Folge der sündenverseuchten Welt und der Herrschaft des Bösen, unter die er sich begeben hat. Die sündigen Menschen haben sich gegen Gott aufgelehnt und betreiben in der einen oder anderen Form Götzendienst (vor allem beten sie den Ich-Götzen an). Wenn sie Böses erleiden, dann ernten sie direkt oder indirekt, was sie an Bösem gesät haben. Anstatt aber in sich zu gehen und umzukehren, klagen sie stattdessen Gott an und machen den für ihr Leid verantwortlich, den sie doch verworfen und mißachtet haben. Und Gott? Er erweist auch denen Güte, die sich solchermaßen gegen Ihn stellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2> </h2>
<h2><span style="color: #800000;">Gottes Gutsein erweist sich im Gericht über das Böse</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch die Güte des wahren Gottes, der auch der Schöpfer und Regent dieses ganzen Universums ist, kann sich mit dem Bösen nicht abfinden und muß das Böse verurteilen, richten und beseitigen. Dieses aktive Gute, die tätige Güte Gottes ist dem Menschen verdächtig und für ihn gefährlich; sie würde ihn tatsächlich zur Umkehr und zum Eingeständnis seiner eigenen Bosheit und Sünde führen. Da flieht er lieber in leere philosophische Denkmodelle und Spekulationen, die ihn nicht in Frage stellen.</p>
<p>Gottes Gutsein führt Ihn dazu, alles Böse, Perverse, Zerstörerische, mit einem Wort: alles Widergöttliche zu hassen, zu verurteilen und zu richten. Wenn Gott das wahrhaft Gute, das Beste für Sein ganzes Universum wie auch für die einzelne Menschenseele will, dann kann Er nicht passiv bleiben und zusehen, wie die Menschen sich selbst und ihre Mitgeschöpfe durch ihre Sünde verletzen, schänden und zugrunderichten. So ist das Zorngericht Gottes über das Böse und Seine unendliche, vollkommene Güte kein Widerspruch, sondern das eine ergibt sich folgerichtig aus dem anderen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Gottes Güte sucht das Beste für den verlorenen Menschen </span><br />
<span style="color: #800000;">und sendet ihm einen Retter</span></h2>
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<p>Wenn nun aber die Güte Gottes dazu führen muß, daß alle sündigen Menschen aufgrund des Bösen, das sie gegen Gott und ihre Mitgeschöpfe begehen, gerichtet werden und dem Verderben überliefert werden müssen, dann kann das Beste für einen solchen gefallenen, in sich bösen Menschen nur darin bestehen, daß Gott ihm eine Möglichkeit zur Vergebung seiner Schuld und zur Begnadigung schenkt. Gottes Güte gegenüber dem sündigen, verdorbenen Menschen kann sich nur darin zeigen, daß Er ihm die Chance zu einem kompletten Neuanfang gibt.</p>
<p>Deshalb war es ein Ausfluß von Gottes Güte, daß Gott Seinen Sohn als Mittler und Erlöser auf der Erde sandte, um den irregegangenen, in der Sünde gefangenen Menschengeschöpfen eine Möglichkeit zur Errettung zu schaffen.</p>
<p><em>Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, da hat er uns &#8211; nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit &#8211; errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,4-7</a>)</em></p>
<p><em>Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,16-17</a>)</em></p>
<p>Es ist wahrhaftig Gottes Güte, sein Verlangen, dem Menschen das wahrhaft Gute, das Beste zu schenken, die uns Menschen zur Buße, zur Herzensumkehr führen will:</p>
<p><em>Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,4</a>)</em></p>
<p>Gottes Gutsein erweist sich also auch darin, daß Er dem verirrten, verdorbenen Menschen einen Ausweg der Errettung geöffnet hat, obgleich Er das nicht nötig hätte und uns gerechterweise der Verdammnis hätte überlassen können.</p>
<p><em>Der HERR ist gut und gerecht, darum weist er die Sünder auf den Weg. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+25%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 25,8</a>)</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">Gottes Güte erweist sich in aktiver Zuwendung zu Seinen Geschöpfen</span></h2>
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<p>Im Deutschen geben wir den Begriff des „Gutseins“ vielfach auch mit „Güte“ wieder. Die Bibel sagt uns an vielen Stellen, daß Gott gütig ist; das heißt, Er ist wesensmäßig gut, aber es bedeutet auch: Er wendet dieses Gutsein auch Seinen Geschöpfen zu und verhält sich ihnen gegenüber so, wie es für sie gut ist und ihrem Besten dient.</p>
<p><em>Lobt den HERRN, denn gütig [od. gut] ist der HERR; lobsingt seinem Namen, denn er ist lieblich! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+135%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 135,3</a>)</em></p>
<p><em>Dankt dem HERRN, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1+Chr+16%2C34&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1 Chr 16,34</a>)</em></p>
<p><em>Ach, wenn ich nicht gewiß wäre, daß ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen – (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+27%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 27,13</a>)</em></p>
<p><em>HERR, die Erde ist erfüllt von deiner Güte; lehre mich deine Satzungen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C64&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,64</a>)</em></p>
<p><em>Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist erfüllt von der Güte des HERRN. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,20</a>)</em></p>
<p>In diesem Sinn ist „Güte“ eine mit „Gutsein“ eng verwandte Wesenseigenschaft Gottes, die bedeutet, daß sich Gott Seinen Geschöpfen gegenüber richtig, gerecht, gut und moralisch vollkommen verhält und daß Er das Gute für sie sucht und im Sinn hat bei allen Seinen Handlungen.</p>
<p><em>Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,8</a>)</em></p>
<p>Mit dieser aktiven Güte Gottes wollen wir uns im folgenden näher beschäftigen; Gottes Wort bezeugt uns so vielfältig, wie gut unser Gott ist und wie Er allen Geschöpfen Gutes zuwendet – auch den undankbaren und bösen Menschen, die Ihn verwerfen, aber noch viel mehr den Gläubigen, die bei Ihm Zuflucht genommen haben.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Gottes Güte gegenüber Seinen Geschöpfen</span></h2>
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<p>Gott erweist, weil Er Seinem innersten Wesen nach gut ist, auch an allen Seinen Geschöpfen Gutes. Er handelt gut und gütig an ihnen. Er gibt ihnen, wo Er es kann, gute Gaben, auch wenn sie Ihm dafür nicht so dankbar sind, wie sie es sein sollten.</p>
<p>Allerdings ist dieses Verlangen, den Geschöpfen Gutes zu erweisen, begrenzt durch die Notwendigkeit, hartnäckige Sünder auch zu züchtigen oder Gericht gegen sie auszuüben. Aber grundsätzlich erweist Gott viel lieber Gutes als Schweres und Schlimmes; letzteres tut Er nur, wenn es gar nicht anders geht.</p>
<p><em>Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist erfüllt von der Güte des HERRN. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,20</a>)</em></p>
<p><em>Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+145%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 145,8</a>)</em></p>
<p><em>Der HERR ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+145%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 145,9</a>)</em></p>
<p><em>Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+104%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 104,28</a>)</em></p>
<p>Die Bibel zeigt, daß alles, was Gott gemacht hat, ursprünglich und wesensmäßig gut ist, weil der Schöpfer selbst gut ist:</p>
<p><em>Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+1%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 1,31</a>) </em></p>
<p><em>Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,4</a>)</em></p>
<p>Das gilt auch für den Menschen, den Gott ursprünglich gut erschaffen hatte; aber leider verderbte sich der Mensch durch die Sünde und zog auch die Schöpfung durch seinen Sündenfall in Mitleidenschaft, sodaß die ganze Schöpfung auch von Sünde, Verderblichkeit und Tod gezeichnet ist.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Gott ist der Geber aller guten Gaben</span></h2>
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<p>Gott ist auch der Geber aller guten Gaben. Er gibt nur Gutes, und alles wirklich Gute kommt von Ihm:</p>
<p><em>Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,17</a>)</em></p>
<p>Gott gibt gerne und reichlich; ER gibt nichts Verdorbenes, sondern nur Gutes, wie die Bibel immer wieder bezeugt:</p>
<p><em>Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,17</a>)</em></p>
<p><em>Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,5</a>)</em></p>
<p><em>Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,11</a>)</em></p>
<p><em>Und Lea sprach: Gott hat mich mit einer guten Gabe beschenkt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+30%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 30,20</a>)</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Güte Gottes gegenüber den sündigen Menschen</span></h2>
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<p>Gott erweist in vielfacher Hinsicht Güte und Gutes auch an sündigen Menschen, die mit Ihm keine Gemeinschaft haben. Gott hat Freude daran, Gutes zu erweisen; Er erweist Seine Güte auch an Geschöpfen, die undankbar sind und das Gute gar nicht anerkennen, das sie empfangen.</p>
<p><em>Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+6%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 6,35</a>)</em></p>
<p><em>… doch wenn irgend ein Mensch ißt und trinkt und Gutes genießt bei all seiner Mühe, so ist das auch eine Gabe Gottes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Pred+3%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Pred 3,13</a>)</em></p>
<p>Gott erweist oft auch Güte, weil Er das Beste der Menschen, ihr ewiges Heil, will, und weil er sie durch Seine Güte zur Umkehr anleiten möchte:</p>
<p><em>Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,4</a>)</em></p>
<p>Wenn der Mensch zu Gott umkehrt, dann wird Er auch die vermehrte Güte Gottes erfahren und sich an Seinen guten Gaben erfreuen können:</p>
<p><em>Und sie werden kommen und auf der Höhe Zions jubeln und herbeiströmen zu der Güte des HERRN, zum Korn, zum Most und zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern; und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht länger verschmachten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+31%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 31,12</a>)</em></p>
<p>Weil Gott gütig ist, ist Er auch bereit, den Menschen gerne zu vergeben, die zu Ihm umkehren. Er will ja ihr Bestes, Er will nicht, daß der Gottlose umkomme, sondern daß er sich bekehrt und lebt:</p>
<p><em>Aber du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Güte, und du hast sie nicht verlassen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+9%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 9,17</a>)</em></p>
<p><em>Denn ein großer Teil des Volkes, viele von Ephraim, Manasse, Issaschar und Sebulon, hatten sich nicht gereinigt, so daß sie das Passah nicht aßen, wie es vorgeschrieben ist; aber Hiskia betete für sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle allen denen vergeben, die ihr Herz darauf gerichtet haben, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie es nicht mit der Reinheit getan haben, die für das Heiligtum erforderlich ist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+30%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 30,18-19</a>)</em></p>
<p><em>O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+51%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 51,3</a>)</em></p>
<p><em>Gedenke nicht an die Sünden meiner Jugend und an meine Übertretungen; gedenke aber an mich nach deiner Gnade, um deiner Güte willen, o HERR! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+25%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 25,7</a>)</em></p>
<p>Eine Voraussetzung, um das Gute Gottes erfahren zu können, ist der Gehorsam gegenüber Gottes guten Geboten, die Er gegeben hat, um die Menschen vom Bösen abzubringen und auf guten Bahnen zu leiten.</p>
<p>Gott möchte eigentlich, daß es uns als Seinen Geschöpfen gut geht. Wer Seine Gebote hält, wird auf jeden Fall dadurch Gutes erfahren – auch wenn ihn das Halten der Gebote nicht erretten kann, sondern der Mensch Christus als Retter annehmen muß, um umfassende und dauerhafte Vergebung der Schuld und ewige Errettung zu erfahren.</p>
<p><em>Darum halte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht, und damit du lange lebst in dem Land, das dir der HERR, dein Gott, gibt, für alle Zeiten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+4%2C40&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 4,40</a>)</em></p>
<p><em>Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie es dir der HERR, dein Gott, geboten hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 5,16</a>)</em></p>
<p><em>… sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht und ihr lange bleibt in dem Land, das ihr besitzen werdet! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+5%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 5,33</a>)</em></p>
<p><em>Und der HERR hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, daß wir den HERRN, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+6%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 6,24</a>)</em></p>
<p>Wie traurig ist es, daß die allermeisten Menschen die Güte Gottes nicht erkennen, die sich so vielfältig in ihrem Leben zeigt! Sie werten Gesundheit, eine gute Arbeitsstelle, Wohlstand oder doch die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen, Gelingen in mancherlei Aufgaben, Bewahrung vor schlimmen Unfällen und vieles andere nicht als Ausfluß von Gottes Güte, sondern nehmen es achtlos als selbstverständlich hin – zumindest so lange, bis sie der Verlust all dieser Segnungen vielleicht daran erinnert, daß all das eben nicht selbstverständlich ist.</p>
<p>Zahllose ungläubige Sünder danken Gott nicht für erfahrene Güte, aber sie beschweren sich lauthals und verklagen Gott, wenn sie Leid erfahren und es nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt haben. Und wir? bei uns sollte es anders sein. Wir sollten unserem Gott jeden Tag danken für die vielen Erweise Seiner Güte und Fürsorge, die wir erleben.</p>
<p>Wir haben es schon gesagt: Gott möchte allen Seinen Geschöpfen Gutes erweisen; aber die sündigen Menschen, die Sein Angebot der Versöhnung durch Jesus Christus nicht annehmen, schließen sich von vielem Guten aus, das Gott ihnen gerne schenken würde. Sie haben sich selbst durch ihren Unglauben unter die Herrschaft jenes bösen Fürsten der Finsternis gestellt, der nur das Böse will und Freude daran hat, die ihm gehorchenden Menschen zu quälen, zu schänden und zu zerstören.</p>
<p>Das Tragische ist, daß diese verblendeten Geschöpfe dann für das Böse, für Leid und Qual, die sie aufgrund ihrer eigene Sünde und ihres Festhaltens an dem Teufel erleben, den lebendigen Gott verantwortlich machen, dem zu folgen sie sich doch weigern. Sie erheben bittere Vorwürfe gegen den allerhöchsten, wahren Gott, anstatt zu erkennen, daß sie ganz einfach das ernten, was sie durch ihre Sünde und ihre Verwerfung des Erlösers Jesus Christus geerntet haben.</p>
<p><em>Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und die Rute seines Übermutes wird ein Ende nehmen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+22%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 22,8</a>)</em></p>
<p><em>Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,7-8</a>)</em></p>
<p>Solche rebellischen, eigenwilligen Menschengeschöpfe schließen sich selbst aus von dem Besten, das Gott uns allen in Seinem Sohn Jesus Christus geben möchte. Die Fülle des Guten, das der große Gott allen geben möchte, können allein jene Menschen empfangen, die zu Gott umgekehrt sind und Seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus, als Herrn und Erlöser ihres Lebens angenommen haben.</p>
<p><em>Wenn auch ein Sünder hundertmal Böses tut und lange lebt, so weiß ich doch, daß es denen gut gehen wird, die Gott fürchten, die sich scheuen vor seinem Angesicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Pred+8%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Pred 8,12</a>)</em></p>
<p>Solche begnadigten Sünder werden durch die neue Geburt zu geliebten Kindern Gottes, denen sich Gottes Herz ganz öffnet und denen Gott aus Seiner Fülle unzählbare Erweise Seiner Güte zukommen läßt.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Güte Gottes gegenüber denen, die auf Ihn vertrauen</span></h2>
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<p>In ganz besonderer Weise zeigt sich die Güte unseres Gottes an den Menschen, die zu Ihm umgekehrt sind und die auf Ihn vertrauen. Wenn unsere Sündenschuld um des Herrn Jesus willen vergeben ist, die uns eigentlich von Gott trennte, wenn der Herr uns als die Seinen annehmen kann, weil wir auf Seine Gnade vertraut haben, dann hat unser gütiger Gott und Vater die Möglichkeit, Seine Güte in vollem Umfang an uns zu zeigen und uns reichlich mit Gutem zu beschenken.</p>
<p>Diese wunderbare Güte Gottes gegenüber den Seinen finden wir schon vielfältig im Alten Testament bezeugt.</p>
<p><em>Schmeckt und seht, wie freundlich [w. gut] der HERR ist; wohl dem, der auf ihn traut! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+34%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 34,9</a>)</em></p>
<p><em>Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+73%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 73,1</a>)</em></p>
<p><em>Gütig ist der HERR, eine Zuflucht am Tag der Not; und er kennt die, welche auf ihn vertrauen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nah+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nah 1,7</a>)</em></p>
<p>Jeder wahre Gläubige darf sich der Güte und Gnade Gottes gewiß sein; er darf mit David bekennen:</p>
<p><em>Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+23%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 23,6</a>)</em></p>
<p>Diese Güte zeigt sich daran, daß unser Gott freudig und gerne denen Gutes gibt, die Ihn fürchten und die Ihm dienen:</p>
<p><em>Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Herrlichkeit, wer in Lauterkeit wandelt, dem versagt er nichts Gutes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+84%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 84,12</a>)</em></p>
<p><em>Junge Löwen leiden Not und Hunger; aber die den HERRN suchen, müssen nichts Gutes entbehren. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+34%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 34,11</a>)</em></p>
<p><em>Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht. (Kl 3,25)</em></p>
<p><em>Wie groß ist deine Güte, die du denen bewahrst, die dich fürchten, und die du an denen erzeigst, die bei dir Zuflucht suchen angesichts der Menschenkinder. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,20</a>)</em></p>
<p>Unser Gott hat Freude daran, den Seinen Gutes zu tun, und Er gibt nicht nur ein wenig Gutes, sondern, wenn immer das möglich ist und nicht zum Schaden der Gläubigen, gibt Gott Gutes in Fülle und in überreichem Maß.</p>
<p><em>Und ich werde die Seele der Priester mit Fett sättigen, und mein Volk soll sich an meiner Güte sättigen! spricht der HERR. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+31%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 31,14</a>)</em></p>
<p><em>Ich will an die Gnadenerweisungen des HERRN gedenken, an die Ruhmestaten des HERRN, [wie es sich gebührt] nach allem, was der HERR an uns getan hat, und dem vielen Guten, das er dem Haus Israel erwiesen hat nach seiner Barmherzigkeit und der Fülle seiner Gnadenerweisungen, (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+63%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 63,7</a>)</em></p>
<p><em>Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,17</a>)</em></p>
<p>Das gilt in besonderem Maße für uns neutestamentliche Kinder Gottes, die wir zu dem allmächtigen und allerhöchsten Gott „Vater“ sagen dürfen. gerade als Vater der Seinen erweist Gott überreiche Güte an jedem Kind Gottes.</p>
<p><em>Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,11</a>)</em></p>
<p>Wie der Vater, so ist auch unser Herr Jesus vollkommen gut und gütig; Er ist ja in allem <em>„das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,15</a>), <em>„die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 1,3</a>). Er zog umher und tat Gutes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+10%2C38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 10,38</a>), um den Vater und Seine Güte zu offenbaren und zu verherrlichen.</p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Wie wir auf die Güte Gottes antworten sollten</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gottes Wort zeigt uns auch, welche Antwort wir auf die Güte Gottes geben können, die wir so reichlich empfangen haben. Gott möchte, daß wir Ihm von Herzen dankbar sind und Ihm immer wieder für alles Gute Lob und Anbetung bringen.</p>
<p><em>Preiset JAHWEH, denn er ist gut, denn seine Güte währt ewiglich! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+107%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 107,1</a> UELB)</em></p>
<p><em>Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+8%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 8,10</a>)</em></p>
<p><em>… und du sollst fröhlich sein wegen all des Guten, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+26%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 26,11</a>)</em></p>
<p>Dieses Lob Gottes sollten wir nicht nur gelegentlich vor Ihn kommen lassen, sondern reichlich und beständig – so reichlich und beständig, wie Er ja Seine Güte an uns erweist!</p>
<p><em>Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,2</a>)</em></p>
<p><em>Das Lob deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+145%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 145,7</a>)</em></p>
<p><em>Ich will dir opfern aus freiem Trieb; deinen Namen, o HERR, will ich loben, denn er ist gut! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+54%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 54,8</a>)</em></p>
<p><em>Ich will den HERRN preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+34%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 34,2</a>)</em></p>
<p><em>In Gott rühmen wir uns alle Tage, und deinen Namen loben wir ewiglich. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+44%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 44,9</a>)</em></p>
<p>Gott möchte, daß wir auch in schwierigen Situationen kindlich auf Seine Güte vertrauen und im Glauben nicht wanken, wenn wir in Nöten sind. Oftmals sind auch Kinder Gottes in Gefahr, an der Güte Gottes zu zweifeln, wenn sie gerade durch Leiden und schwierige Situationen zu gehen haben, aber gerade dann sollten wir Gott ehren, indem wir auf Seine Güte vertrauen und daran festhalten, daß unser Vater gut ist und es gut mit uns meint.</p>
<p>Und wenn unter unseren Lesern jemand sein sollte, der sich noch nicht zu diesem großen, gütigen Gott bekehrt hat und Seine Sohn Jesus Christus als Herrn und Erlöser angenommen hat, dann möchten wir diese Leser ermutigen, auf das gnädige Angebot Gottes zur Umkehr einzugehen! Der große, gütige, gnädige Gott des Himmels und der Erde möchte auch Dir Vergebung der Sünden schenken durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus, und Dich durch Ihn segnen und Dir Gutes tun</p>
<p><em>Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,4</a>)</em></p>
<p><em>So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,9</a>)</em></p>
<p><em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,24</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Gerechtigkeit des lebendigen Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gerechtigkeit-des-lebendigen-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2017 08:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2929</guid>

					<description><![CDATA[<p>  &#160; Einleitung &#160; Es ist heute so wichtig, daß wir den lebendigen, allein wahren Gott recht erkennen. Wir sollen in der Erkenntnis Gottes wachsen und zunehmen (Kol 1,10). In unserer Zeit wird so viel Einseitiges, Verkehrtes und Verwirrendes über unseren Gott, den Gott der Bibel ausgesagt. Falsche Lehrer, opportunistische Prediger und wortgewandte Buchautoren verkündigen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
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<h2><span style="color: #800000;">Einleitung</span></h2>
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Es ist heute so wichtig, daß wir den lebendigen, allein wahren Gott recht erkennen. Wir sollen in der Erkenntnis Gottes wachsen und zunehmen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,10</a>).</p>
<p>In unserer Zeit wird so viel Einseitiges, Verkehrtes und Verwirrendes über unseren Gott, den Gott der Bibel ausgesagt. Falsche Lehrer, opportunistische Prediger und wortgewandte Buchautoren verkündigen einen andersartigen, verfälschten Gott. Sie verkünden einen menschenangepaßten Gott, der scheinbar nur bedingungslose Liebe und Annahme für den Menschen hat, der kein Gericht übt und nicht heilig und gerecht ist.</p>
<p>Auch deshalb ist es gut, wenn wir uns immer wieder vor Augen halten, welches die wunderbaren Wesenseigenschaften unseres Gottes sind – die Eigenschaften des allein wahren, lebendigen Gottes, des Vaters unseres Herrn Jesus Christus, des Gottes, der sich in Seinem Wort geoffenbart hat.</p>
<p>Nun ist das ein Gegenstand, dem wir uns nur ehrfürchtig und demütig nähern können. Unser Gott ist so groß und herrlich, so wunderbar und ehrfurchtgebietend – wir können Sein Wesen nicht ausschöpfen, können Ihn nicht völlig erkennen, solange wir hier auf Erden sind. Auf der anderen Seite dürfen wir wissen, daß Gott sich klar geoffenbart hat in Seinem Wort. Aus der Heiligen Schrift dürfen wir unseren Gott zuverlässig erkennen, wenn auch unsere Erkenntnis aufgrund der Schwachheit unseres Fleisches immer annäherungsweise sein wird.</p>
<p>So wollen wir hier eine Eigenschaft unseres Gottes betrachten, die heute leicht unterbewertet oder mißverstanden wird: die Gerechtigkeit Gottes. Wir können diesen Gegenstand keinesfalls erschöpfend behandeln, sondern wollen nur anhand einiger Bibelworte uns diese wichtige und grundlegende Eigenschaft Gottes vor Augen stellen. Möge der Herr selbst unsere Betrachtung segnen und durch Seinen Geist bewirken, daß wir Ihn recht erkennen und lieben!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Gerechtigkeit als Wesenseigenschaft des wahren Gottes</span></h2>
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Zunächst einmal müssen wir uns die Frage stellen: Was bedeutet „Gerechtigkeit“ nach der göttlichen Offenbarung der Bibel? Aus vielen verschiedenen Aussagen können wir entnehmen, daß die Bibel unter „Gerechtigkeit“ die Übereinstimmung mit dem absolut Guten, Wahren und Richtigen versteht, das heißt die Übereinstimmung mit den Gesetzen und Ordnungen Gottes, der die verbindliche Norm für diese Welt und für alle Lebewesen souverän setzt.</p>
<p>Gott ist absolut gut, vollkommen und wahrhaftig. Gott hat der Welt, die Er schuf, gute und richtige Ordnungen gegeben, nach denen sie zu Seiner Ehre existieren soll (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+148%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 148,6</a>). Wenn die Bibel sagt, daß Gott selbst gerecht ist, dann bedeutet das zunächst einmal, daß Er in vollkommener Weise gemäß Seiner eigenen Wesenseigenschaften und gemäß Seiner Ordnungen und Gesetze handelt und davon niemals und in nichts abweicht.</p>
<p><strong>Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+32%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 32,4</a>)</strong></p>
<p>Aber die Gerechtigkeit Gottes beinhaltet nicht nur eine Wesenshaltung und ein Handeln, das völlig in Übereinstimmung mit den eigenen Normen steht. In einer Schöpfung, die durch den Sündenfall von Gott abgewichen ist, bedeutet „Gerechtigkeit“ auch, daß Gott an Seinen Geschöpfen, an dieser Seiner Welt so handelt, daß Er Seine Normen, Gesetze und Ordnungen vollständig aufrechterhält und durchsetzt und jegliche Abweichung davon richtet. Der gerechte Gott wird jede Zuwiderhandlung gegen Seine guten Anweisungen ahnden und die angemessenen Konsequenzen folgen lassen.</p>
<p><strong>Darum, ihr verständigen Männer, hört mir zu: Fern sei es von Gott, daß er gesetzlos handle, und von dem Allmächtigen, daß er Unrecht tue; sondern er vergilt dem Menschen nach seinem Handeln und läßt es jedem ergehen nach seinem Wandel. Ja wahrlich, Gott handelt nicht gesetzlos, und der Allmächtige beugt das Recht nicht! Wer hätte ihm die Erde unterstellt? Und wer hat den ganzen Erdkreis gegründet? (…) Könnte auch einer herrschen, der das Recht haßt? Oder willst du den Gerechten, den Mächtigen, schuldig sprechen? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+34%2C10-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 34,10-17</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir diese göttliche Wesenseigenschaft betrachten und darüber nachdenken, dann müssen wir sagen, daß sie zutiefst gut und notwendig ist. Jeder Mensch wird von dem Schöpfer und der höchsten Autorität des Universums genau das erwarten, nämlich, daß er gerecht ist und konsequent in Übereinstimmung mit Seinen Normen und Ordnungen handelt. Alles andere wäre eines Herrschers unwürdig und würde Zerrüttung und Unordnung über das Gebiet seiner Herrschaft bringen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+89%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 89,5</a>).</p>
<p>Dies sehen wir Menschen nur zu deutlich an unseren eigenen menschlichen Herrschern, die alle in gewissem Maß ungerecht sind. Sie regieren willkürlich, inkonsequent, im Widerspruch zu ihren eigenen Maßstäben, indem sie die einen richten und bestrafen, obwohl diese gar nicht objektiv gegen die Normen verstoßen haben, und anderseits bei sich selbst und ihren Günstlingen nicht einschreiten, obwohl die Gesetze übertreten wurden. All dies empfinden wir als schlimm und empörend; es untergräbt die Autorität derer, die so ungerecht regieren.</p>
<p>Es ist in gewisser Hinsicht ein großer Trost und eine wichtige Ermutigung für uns, daß wir aus der Heiligen Schrift wissen dürfen, daß unser Gott nicht willkürlich und launisch ist, nicht unberechenbar und heimtückisch, wie die Machtaber dieser Welt es oft sind. Gott wird niemals einen Menschen für etwas bestrafen, was dieser gar nicht getan hat; bei Gott wird der Unschuldige nicht schuldig gesprochen und der Schuldige nicht unschuldig. Aber auf der anderen Seite kann ein gerechter Gott, der über Seine Schöpfung herrscht, auch nicht dulden, daß auch nur eine einzige Sünde in seinem Herrschaftsbereich ungeahndet bleibt. Die Gerechtigkeit Gottes äußert sich auch in einem vollkommenen, gerechten Gericht über alle Seine Geschöpfe.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die Gerechtigkeit Gottes und unsere Sündhaftigkeit</span></h2>
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Und doch – wie erschreckend muß die Botschaft von dem heiligen, gerechten Gott, der ein gerechtes Gericht an allen Seine Geschöpfen übt, für jeden Menschen sein, wenn er sich ehrlich im Licht Gottes sieht!</p>
<p>Schon wenn wir nur die „relative Gerechtigkeit“ des Menschen in bezug auf sein eigenes Gewissen, seine persönlichen Maßstäbe betrachten, so muß jeder Mensch zugeben, daß er ungerecht ist, d. h. oftmals gegen sein eigenes Gewissen handelt bzw. seine eigenen Maßstäbe verletzt (vgl. Römerbrief 2,13-16).</p>
<p>Wie oft tun wir Dinge, von denen wir genau wissen, wir sollten sie nicht tun! Wie oft verurteilen wir andere wegen bestimmter unguter Handlungen, begehen diese aber selbst auch (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 2,1-3</a>)! Und wie oft handeln wir gegenüber anderen nach strengen Maßstäben, wenn sie uns unsympathisch sind, aber nach lockeren Maßstäben, wenn sie uns sympathisch sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 2,11</a>)! So ist jeder Mensch nach dem Verständnis der Bibel ungerecht, und wenn er ehrlich ist, muß er das schon aufgrund seiner eigenen, persönlichen Maßstäbe und seines natürlichen Gewissens zugeben.</p>
<p>Wieviel schlimmer jedoch ist unsere Lage, wenn wir unsere Gerechtigkeit im Lichte der heiligen Ordnungen und Maßstäbe Gottes untersuchen! Gemessen an Gottes unbestechlichem, heiligem, absoluten Maßstab der Gerechtigkeit müssen wir vollends den Bankrott anmelden. Weder in Gedanken oder Worten, geschweige denn in den Taten entsprechen wir den Ordnungen und Geboten, die der gerechte und heilige Gott für uns Menschen festgelegt hat.</p>
<p>Diese Ordnungen und Gebote sind nicht willkürlich; sie sind nicht ungerecht oder unberechtigt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+7%2C7-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 7,7-13</a>). Nein, solche Gebote wie „Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht lügen! Du sollst nicht morden! Du sollst nicht betrügen und andere übervorteilen! Du sollst dich nicht auf Kosten anderer bereichern! Du sollst deinem Nächsten Liebe und Güte erweisen, so wie du es dir selbst wünschst!“ – alle diese Gebote sind völlig berechtigt und notwendig.</p>
<p>Aber jeder Mensch muß bekennen, wenn er sich im Licht Gottes, nach den Maßstäben der Bibel selbst prüft, daß er ungerecht ist, daß er in vielen Punkten den heiligen, berechtigten Geboten und Ordnungen Gottes zuwidergehandelt hat. Jeder Mensch hat z. B. gelogen, und fast immer geschah die erste Lüge schon in früher Kindheit, und meist bestand sie in den Worten „Ich nicht“ („Ich habe es nicht getan; ich habe die Süßigkeit nicht weggegessen“ z.B.). Und seit der Kindheit haben sich in unserem Leben eine unüberschaubar große Zahl von Sünden und Übertretungen angehäuft; viele davon geschahen in Gedanken, die meisten haben wir wieder verdrängt – aber in Gottes unbestechlichen Gerichtsbüchern sind sie aufgezeichnet!</p>
<p>Schlimmer noch: nach den heiligen Maßstäben Gottes, wie sie der Herr Jesus in der „Bergpredigt“ offenbar gemacht hat, sind auch schon böse Gedanken, Haß im Herzen, ein begehrlicher Blick Sünde, ebenso alles, was wie Gutes zu tun versäumt haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+4%2C17%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 4,17:</a> „<strong>Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde“</strong>.)</p>
<p>Wenn wir diesen Maßstab anlegen, dann wird unsere eigene Gerechtigkeit vollends zunichte gemacht. Viele Menschen mögen sich rühmen, daß sie keine schlimmeren Tatsünden begangen haben und manches in Menschenaugen „Gute“ vollbracht haben. Doch das unbestechliche, alles durchdringende Auge Gottes sieht, wieviel Stolz, Selbstgerechtigkeit, Suchen nach Ehre und eigenen Vorteilen im Verborgenen auch in unsere besten Taten mit hineingemischt sind.</p>
<p>Von daher können wir dem nur zustimmen, was die Bibel über unseren Zustand vor Gott sagt:</p>
<p><strong>… wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.« Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C10-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,10-20</a>)</strong></p>
<p>Wie wahr ist das Bekenntnis, das wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+64%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 64,5</a> finden: <strong>„Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine, und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind“</strong>. Es ist auch von größter Wichtigkeit, daß wir in diesem Punkt ehrlich vor Gott sind, denn alles verharren in Selbstgerechtigkeit würde unsere Verurteilung nur noch schlimmer machen und uns zugleich von jenem Rettungsweg abschneiden, den Gott in Seiner Gnade für uns, die Ungerechten, bereitet hat.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Gerechtigkeit Gottes und unsere Errettung</span></h2>
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<p>Zunächst einmal muß uns die Botschaft der Bibel von dem gerechten Gott, der auch ein gerechter Richter über alle Menschen ist, zutiefst beunruhigen, ja erschrecken. Wenn wir noch bedenken, daß dieser Gott ja allwissend ist und in das Verborgenste unseres Herzens hineinsieht, das kein Mensch außer uns kennt, daß vor Ihm jede Sünde registriert ist, die Menschen schon längst vergessen haben; wenn wir ferner bedenken, und daß wir Seinem Gericht niemals entrinnen können, weder durch Flucht noch durch Lüge noch durch Bestechung, dann muß uns das niederschmettern.</p>
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<h4>Der gerechte Gott muß den ungerechten Sünder richten</h4>
<p>Wir sind vor Gott schuldig geworden, haben Seine Anweisungen und strikten Richtlinien für unser Leben mißachtet. Wir stehen vor dem allmächtigen Gott als ein dreister Übertreter, als ein Frevler da, der Seine unendliche Heiligkeit und Majestät verletzt und angetastet hat. Und wir müssen erkennen, daß Gott aufgrund Seiner makellosen Gerechtigkeit geradezu dazu verpflichtet ist, meine Übertretungen gegen Ihn zu ahnden. Er kann sie gar nicht übersehen oder „Fünfe grade sein lassen“, ohne Seine eigene Gerechtigkeit und Heiligkeit aufzugeben, was Ihm unmöglich ist.</p>
<p>Alle unsere Ungerechtigkeiten und Verstöße gegen Seine Ordnungen sind vor Gott in Gerichtsbüchern genauestens protokolliert und klagen uns an, ja, sie fordern eine gerechte Bestrafung, und die kann nur unser Tod sein. So sagt es ja die Heilige Schrift: <strong>„Der Lohn der Sünde ist der Tod“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6,23</a>). <strong>„An dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 2,17</a>).</p>
<p>Nun scheint manchen Menschen die Todesstrafe auf die Sünde eine schwere, zu schwere Konsequenz zu sein. Wir sind ja heute gründlich humanistisch umprogrammiert; die Sünde wird verharmlost, ernste Strafe darf nicht mehr sein; Totschlag und Vergewaltigung kostet bei uns nur noch ein paar Jährchen im Gefängnis. Doch wenn wir einmal in Ruhe darüber nachdenken, müssen wir zugeben, daß diese schmerzliche Konsequenz für unsere Sünden von Gott völlig zu recht verhängt wurde.</p>
<p>Der gerechte, heilige Gott hat dir und mir das Leben gegeben, hat uns als Geist, Seele und Leib erschaffen mit der klaren Zielvorgabe, daß wir unseren Schöpfergott, dem wir alles verdanken, von Herzen lieben und ehren und Ihm willig dienen sollen. Immer wieder finden wir diesen völlig berechtigten Anspruch Gottes an unser Leben in der Bibel ausgedrückt; wir wollen nur als ein Beispiel die Aussage aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+10%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 10,12-13</a> nehmen:</p>
<p><strong>Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst? </strong></p>
<p>Sind diese Erwartungen nicht völlig berechtigt? Gott hat uns Leib und Leben gegeben, damit wir Ihm damit gehorsam und in Liebe dienen. Ist es nicht völlig berechtigt, wenn Gott, nachdem wir diese Gnadengaben dazu mißbraucht haben, gegen unseren Wohltäter aufzubegehren und Seine Ordnungen zu brechen, uns Leib und Leben nimmt? Die ganze Schöpfung um uns herum existiert nur, um die Ordnungen und Gebote Gottes zu erfüllen. Wir dagegen, die höchsten und am meisten privilegierten Geschöpfe auf dieser Erde, mißbrauchen all das Gute, das unser Schöpfer uns gab, um Ihn zu beleidigen und der Sünde und dem Teufel zu dienen.</p>
<p>Wenn wir nun die geistliche Dimension der Sünde betrachten, dann ist es noch viel klarer und folgerichtiger, daß wir als sündige, rebellische Geschöpfe voller Eigensucht, Auflehnung, Unreinheit und Ungerechtigkeit aus der ewigen Gemeinschaft mit dem heiligen Gott ausgeschlossen bleiben müssen. In den Himmeln wird in der kommenden Weltzeit, wenn der Satan und seine Anhänger gerichtet sind, keinerlei Sünde und Unreinheit mehr geduldet werden.</p>
<p>In der Gegenwart des gerechten, heiligen Gottes kann kein Sünder sich aufhalten; er würde die Gerechtigkeit und Majestät Gottes beleidigen, aber er könnte es auch selbst gar nicht aushalten in der Gegenwart eines so reinen, heiligen und gerechten Wesens, wie es unser Gott ist. <strong>„Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+10%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 10,31</a>) <strong>„Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+12%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 12,29</a>).</p>
<p>Das Ende derer, die gegen Gott gesündigt haben und sich der todbringenden Rebellion des Satans angeschlossen haben, ist daher unvermeidlich das verzehrende Gerichtsfeuer der Hölle, des feurigen Pfuhls, der einzige Aufenthaltsort für alle Geschöpfe, die aus der Gemeinschaft mit dem gerechten Gott durch ihre Sünde ausgeschlossen sind und dort in der Ewigkeit ihre Strafe verbüßen müssen.</p>
<p>Die Ewigkeit, die als Heilsordnung und Heilszeit auf die Auflösung der jetzigen Himmel und der Erde folgt, ist nicht identisch mit unendlich langer Zeit, sondern ein Zustand jenseits der Zeit. Wer als Gerechter in die Ewigkeit eingeht, hat herrliche Gemeinschaft mit dem heiligen, gerechten Gott im neuen Himmel, im neuen Jerusalem. Wer als Ungerechter dort eingeht, dem bleibt als einziger Aufenthaltsort der feurige Pfuhl.</p>
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<h4>Der Rettungsweg der Gnade Gottes:<br />
ein gerechter Stellvertreter stirbt für Sünder</h4>
<p>Vom Standpunkt der Gerechtigkeit Gottes aus ist also unser Gericht, unsere rechtmäßige Verurteilung als Übertreter und Rebellen gegen Gott unvermeidlich. Sie ist eine höhere Notwendigkeit. Gott könnte nicht mehr der heilige, gerechte, allmächtige Regent sein, das ganze Universum würde zusammenbrechen, wenn unsere Sünde nicht ihre gerechte Bestrafung empfangen würde.</p>
<p>Doch da Gott nicht nur heilig und gerecht ist, sondern auch voller Barmherzigkeit, Liebe und Gnade, hat Er einen Weg gefunden, um den sündigen, ungerechten Menschen aus dem ewigen Verderben der Hölle herauszuretten. Diese Errettung mußte aber in völliger Übereinstimmung mit Gottes unwandelbarer Gerechtigkeit stehen. Keine Sünde eines Menschen durfte ungesühnt bleiben; Gottes tadellose Gerechtigkeit durfte nicht befleckt werden durch faule Kompromisse, durch Duldung der Sünde.</p>
<p>Der Weg, den unser gnädiger Gott fand, um uns Ungerechte zu rechtfertigen, d. h. zu Gerechten zu machen, ist so ungewöhnlich und gewaltig, so ernst und erschütternd, daß Worte ihn gar nicht zureichend beschreiben können. Wir finden diesen Rettungsweg Gottes in den berühmten Worten aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C21-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,21-26</a> erklärt:</p>
<p><strong>Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. </strong></p>
<p>Der Rettungsweg Gottes bestand darin, daß Gott Seinen eigenen Sohn, der, Ihm gleich, in der himmlischen Herrlichkeit wohnte, vom Himmel auf die Erde sandte und Ihn Mensch werden ließ, ein wahrer Mensch wie wir, der Anteil an Fleisch und Blut hatte, doch mit einem gewaltigen Unterschied: Als von Gott in der Jungfrau Maria erzeugter Mensch hatte der Herr Jesus Christus nicht die Sündennatur Adams und war frei von jeglicher Sünde. So konnte Er, der Herr über alles, der Erbe von allem, freiwillig unsere Schuld und Sünde auf sich nehmen.</p>
<p>Er war der einzige gerechte Mensch, der in allem Gottes Willen tat und alle Gerechtigkeit Gottes erfüllte. Und Er wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch Ihn Gerechtigkeit empfingen, nachdem unsere Schuld durch Sein vergossenes Blut bezahlt war. <strong>„Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden.“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+5%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 5,21</a>) <strong>„Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,5</a>)</p>
<p>Der heilige, gerechte Gott hatte so den Weg gefunden, wie Er gerecht bleiben konnte und zugleich die Sünder, die umkehrten und an Christus glaubten, gerecht sprechen konnte: Gott rechnete alle unsere Sünden, die der ganzen Menschheit, Seinem Sohn zu, der sie als das Lamm Gottes am Kreuz getragen hat (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+1%2C29%3B+1.+Johannes+2%2C2%3B+1.+Petrus+2%2C24%3B+3%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 1,29; 1. Johannes 2,2; 1. Petrus 2,24; 3,18</a>). Umgekehrt rechnet der heilige Gott nun jedem, der an Christus glaubt, alle makellose Gerechtigkeit Seines Sohnes zu. Dabei ist Gott gerecht, denn die Gerechtigkeit erfordert, daß für eine Übertretung nur einmal die gerechte Strafe vollzogen wird, und nicht zweimal. Weil Christus alle unsere Schuld durch Seinen Tod effektiv gesühnt und weggenommen hat, kann Gott uns nun freisprechen und ist dabei völlig gerecht.</p>
<p>Hierbei geht es um unsere Stellung in Christus; Gott hat alle, die an Christus glauben, mit Seinem Sohn einsgemacht – einsgemacht mit Seinem Kreuzestod und mit Seiner Auferstehung, so daß wir nun in Christus sind und Anteil an Ihm und allen geistlichen Gütern des Sohnes haben. Wohl findet sich bei uns noch Sünde und Ungerechtigkeit im Wandel aufgrund unseres Fleisches – aber Gott sieht uns in Christus, bekleidet mit Christi Gerechtigkeit, und behandelt uns um Christi willen als Gerechte und Heilige. Das ist die „Gerechtigkeit Gottes“ im zweiten Sinn, wie sie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3</a> uns begegnet – es ist die Gerechtigkeit, die Gott selbst in Christus uns bereitet hat und die Er uns aus Gnade aufgrund unseres Glaubens an Seinen Sohn verleiht. Wir sind durch Christus in die Stellung von Gerechten gebracht worden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+5%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 5,19</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wie der Sünder zum Gerechten wird: Errettung durch Glauben</h4>
<p>Einen letzten Punkt in diesem wunderbaren Werk der Errettung und Gerechtmachung durch Gott wollen wir noch betrachten. Das Sühnopfer des Herrn Jesus Christus ist zwar in gewisser Weise für alle Menschen geschehen; es ist die Grundlage dafür, daß Gott erst einmal mit Seinem Gericht über die Sünder zuwartet und auf ein sofortiges Gericht verzichtet. Insofern bewirkt das Opfer des Lammes Gottes einen Aufschub des Gerichts für alle Menschen, so daß sie die Möglichkeit zur Umkehr haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 3,9</a>).</p>
<p>Aber eine wirklich rettende, gerechtmachende Wirkung hat das vollkommene Sühnopfer des Herrn Jesus nur für diejenigen, die umkehren und Jesus Christus im Glauben als ihren Herrn und Erlöser annehmen. Nur durch diesen Schritt des Glaubens empfangen wir die Rechtfertigung (Gerechtsprechung) und damit die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und vor Gott gilt. Diejenigen, welche nicht an Christus glauben, bleiben in ihren Sünden; bei ihnen wirkt sich das Sühnopfer Christi nicht zum Heil aus. Deshalb heißt es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3%2C25%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3,25: </a><strong>„Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut“</strong>. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,16-17</a> wird das nochmals bekräftigt:</p>
<p><strong>Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. </strong></p>
<p>Ohne persönlichen Glauben gibt es keine Rechtfertigung und auch keine Errettung. Die Allversöhnung ist ebenso eine Irrlehre, ein falsches Evangelium wie die Vorstellung, Menschen könnten aufgrund des Erlösungswerkes Christi bei Gott angenommen werden ohne persönlich an Christus zu glauben.</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h2><span style="color: #800000;">4. Die Gerechtigkeit Gottes und die zukünftigen Weltzeitalter</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>
Zum Abschluß wollen wir noch betrachten, daß die Gerechtigkeit Gottes über unser jetziges Zeitalter hinaus gültig bleibt und in Gottes Ratschlüssen wirksam ist. Wie in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 3</a> schon angeführt, hat Gott in dieser und den vorhergehenden Heilszeiten darauf verzichtet, die Sünde der Menschen sofort und umfassend zu richten, und hat dieses Gericht auf die Zeit des Endes verschoben.</p>
<p>Wenn der Tag der Gnade, die Heilszeit der Gemeinde vollendet ist, wenn die Vollzahl der Heiden eingegangen ist und die Gemeinde der Gerechten zu Christus entrückt ist, dann beginnt ein anderer Tag, an dem die Gerechtigkeit Gottes in furchterregender Weise offenbar werden wird: der Tag des Gerichts, der große „Tag des Herrn“, den schon die Propheten des Alten Testaments ankündigten und der im 2. Thessalonicherbrief so eindrücklich behandelt wird.</p>
<p>Gott wird dann erst einmal die gottlosen Heidenvölker und die gottlose Mehrheit des Volkes Israel blutig richten durch große und schreckenerregende Gerichte, die im Buch der Offenbarung aufgeschrieben sind. Christus selbst wird als der Richter vom Himmel her geoffenbart werden, und Seine Brautgemeinde an seiner Seite (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Thessalonicher+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Thessalonicher 1</a>). Nach diesen Gerichten wird Gott mit dem bekehrten Überrest Israels und einem Überrest von bekehrten aus den Heidenvölkern einen Neuanfang machen: sie werden eingehen in das tausendjährige Friedensreich des Messias. In diesem Friedensreich wird die Gerechtigkeit Gottes schon in einem sehr weitgehenden Sinn regieren:</p>
<p><strong>Die Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, daß er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+9%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 9,6</a>) </strong></p>
<p><strong>In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Sproß der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jeremia+33%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jeremia 33,15</a>)</p>
<p>Und er [der Messias] wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen Recht sprechen, sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+11%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 11,3-5</a>)</strong></p>
<p>Dennoch ist damit Gottes Handeln in Gerechtigkeit noch nicht abgeschlossen. Noch immer gibt es im messianischen Friedensreich Sünde, Krankheit und Tod, wenn auch abgemildert. Gott ruht nicht länger, bis Er Seine Ratschlüsse vollendet und die Sünde völlig gerichtet und vertilgt hat, was in dem großen Endgericht nach der abermaligen Rebellion des Satans geschehen wird.</p>
<p>Danach wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, in denen es weder Sünde noch Krankheit noch Tod geben wird: <strong>„Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+3%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 3,13</a>). Dann erst wird die Gerechtigkeit Gottes alles erfüllen und die Sünde keinen Platz mehr haben; dann wird Gott alles in allen sein (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+15%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 15,28</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlicht auf www.das-wort-der-wahrheit.de im Mai 2011</p>
<p>
© Rudolf Ebertshäuser Kopieren und Verbreiten erlaubt</p>
<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gerechtigkeit-des-lebendigen-gottes/">Die Gerechtigkeit des lebendigen Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Diese Welt steht vor dem baldigen Zorngericht Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/diese-welt-steht-vor-dem-baldigen-zorngericht-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2017 13:40:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibellehre und Auslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsbotschaft Evangelium - RE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Das unabwendbare Gericht des heiligen, allmächtigen Gottes über diese Welt ist eine ernste und wichtige Tatsache, die immer wieder schon in den alttestamentlichen Propheten verkündet wird. An dem großen Tag des Herrn, am Ende der Zeiten, wird der heilige Gott Abrechnung halten mit allen gottlosen Heidenvölkern; Sein Zorngericht wird die ganze Welt, die ganze [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<div>Das unabwendbare Gericht des heiligen, allmächtigen Gottes über diese Welt ist eine ernste und wichtige Tatsache, die immer wieder schon in den alttestamentlichen Propheten verkündet wird. An dem großen Tag des Herrn, am Ende der Zeiten, wird der heilige Gott Abrechnung halten mit allen gottlosen Heidenvölkern; Sein Zorngericht wird die ganze Welt, die ganze Erde treffen und verzehren. Es wird so kommen, wie die Propheten des AT und des NT es bezeugt haben: Diese gesetzlose, verdorbene Welt wird einmal durch das Zornesfeuer Gottes vernichtet werden. Dieser Tag kommt gewiß, auch wenn Gott immer noch zuwartet.</p>
<p>Uns sollte das im Verhältnis zu dieser Welt vorsichtig machen. Welches Mädchen würde sich gerne an einen Mann ehelich binden, der schon zum Tode verurteilt ist und auf seine Aburteilung wartet? So ist es aber, wenn wir uns auf eine Liebschaft mit dieser Welt einlassen; sie ist bereits durch Gott zum Tode verurteilt und wartet sozusagen täglich auf die Exekution! Sollten wir Kinder Gottes da mit ihr einsmachen und uns auf ihr sündiges Treiben einlassen?</p>
<p>Wir Kinder Gottes sollten uns durch den Geist Gottes und das Wort der Schrift tiefer enthüllen lassen, wie Gott diese Welt wirklich ansieht. Wie schlimm und böse sind in den heiligen Augen Gottes die Sünden dieser Welt! Etwa ihr trotziger Hochmut und törichter Stolz, mit dem die Menschen meinen, ohne Gott gute und gerechte Verhältnisse auf Erden schaffen zu können. Oder die verblendete Undankbarkeit, mit der Menschen Gutes in ihrem Leben sich selbst, anderen Menschen oder den Götzen zuschreiben, da es doch Gnadengaben Gottes sind. Dann ihr Wahn, die sich selbst zu Gott erheben oder aber Götzen verehren, ob sie nun „Mutter Erde“, „Natur“ oder „Vernunft“ heißen, oder „Allah“ oder Buddha oder Shiva.</p>
<p>Ja, auch die „guten“ und „edlen“ Seiten der Menschheit, etwa ihre sozialreformerischen Bestrebungen, humanitäre Hilfsaktionen oder „gemeinnützige“ Aktivitäten, sind von Stolz, Selbstgerechtigkeit und egoistischen Motiven verdorben und stehen unter dem Gerichtsurteil Gottes. Wieviel mehr noch die Gesetzlosigkeiten dieser Welt, ihre bewußte oder unbewußte Übertretung der heiligen Gebote und Ordnungen Gottes! Diese Welt ist voll von Gesetzlosigkeit: Lüge, Betrug, Ausbeutung, Übervorteilung anderer, Gewaltausübung, Unterdrückung der Schwächeren – all das sind nicht Ausnahmen, sondern darauf beruht großenteils dieses ganze Weltsystem, und jeder Weltmensch nimmt daran mehr oder weniger teil.</p>
<p>Die „Kultur“ und „Zivilisation“, auf die sich die Welt soviel einbildet, ist in ihren wirklich hilfreichen Aspekten im Grunde ein Gnadengeschenk Gottes, das durch die Bibel und die Beachtung der Bibel in eine rohe und verderbte Heidenwelt kam. Auf der anderen Seite ist sie vor allem seit der „Aufklärung“ durchsetzt mit widergöttlichen Elementen des antichristlichen Humanismus, Atheismus, dem Irrglauben der „Evolution“ und anderen heidnischen Einflüssen. Besonders die „Wissenschaft“ ist zu einem Bollwerk des Unglaubens und der Gottesleugnung geworden.</p>
<p>Viele heutigen „Wissenschaftler“ erforschen mit dem Verstand, den Gott ihnen gab, die wunderbaren Gesetzmäßigkeiten, die ein weiser Schöpfergott in Seine Schöpfung legte; sie können nur einen kleinen Bruchteil der Wunder unzulänglich begreifen, die sie sehen – und doch leugnen sie frech die Wahrheit, daß Gott alle Dinge geschaffen hat, und huldigen der Lüge der „Evolution“, die im Endeffekt die „Natur“ zur letzten Ursache alles Seins und damit zum obersten Götzen macht.</p>
<p>Wenn man bedenkt, welche schrecklichen Sünden gerade im Namen des „aufgeklärten Humanismus“ begangen wurden und werden, daß gerade das „aufgeklärte“ 20. Jahrhundert die schlimmsten Kriegsgreuel und Massenmorde gesehen hat, dazu die Ermordung „unwerten Lebens“, der millionenfache Massenmord an ungeborenem Leben durch Abtreibung, die systematische Auflösung der göttlichen Ordnungen von Ehe und Familie, die Erhebung von Hurerei und Perversion zum gesellschaftlichen Leitbild – dann müssen wir erkennen, wie groß der Zorn Gottes über diese verdorbene Weltsystem ist, und daß das Gericht nicht mehr sehr lange auf sich warten läßt!</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Der kommende Gerichtstag des HERRN</span></h2>
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<div>
Die Bibel offenbart Gott immer wieder als den unbestechlichen, gerechten Allherrscher und Richter, der über alle Übertretung und Sünde in Seiner Schöpfung einmal unerbittlich und nach seinem göttlichen Recht Gericht üben wird. Eine der Wesenseigenschaften Gottes ist die Gerechtigkeit. Er wird niemals Übertretung und Sünde, Unrecht und Bosheit dulden, wie es so viele menschliche Herrscher und Richter tun. Er wird diejenigen bestrafen, die Böses tun, und wird ihre Bosheiten gerecht vergelten. So kündigen die Propheten schon im AT immer wieder den großen Gerichtstag des HERRN an, an dem Er offenbar wird, um auf Erden die Gottlosigkeit zu richten:</p>
<p><strong>Heult! Denn der Tag des HERRN ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung von dem Allmächtigen! Deshalb werden alle Hände schlaff, und das Herz jedes Sterblichen zerschmilzt. Sie sind bestürzt; Krämpfe und Wehen ergreifen sie, sie winden sich wie eine Gebärende; einer starrt den andern an, ihre Angesichter glühen. Siehe, der Tag des HERRN kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen. Ja, die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht mehr glänzen; die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und der Mond sein Licht nicht leuchten lassen.</p>
<p>Und ich werde an dem Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld; und ich will die Prahlerei der Übermütigen zum Schweigen bringen und den Hochmut der Gewalttätigen erniedrigen. Ich will den Sterblichen seltener machen als gediegenes Gold, und den Menschen [seltener] als Gold von Ophir. Darum will ich die Himmel erschüttern, und die Erde soll von ihrer Stelle aufschrecken, vor dem Zorn des HERRN der Heerscharen, und zwar am Tag der Glut seines Zorns. </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+13%2C6-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 13,6-13</a>)</p>
<p>Gott hat über viele Jahrhunderte, ja, über Jahrtausende dem sündigen Treiben der gottlosen Menschen zugesehen, ohne ein umfassendes und unerbittliches Gericht auf Erden zu üben. Immer wieder hat Gott richtend in die Weltgeschichte eingegriffen, hat arrogante Machthaber gedemütigt und Gottlose gestürzt, hat Gericht geübt durch Naturkatastrophen und Revolutionen – aber diese Welt hat das große, umfassende Gericht Gottes noch nicht gesehen, und deshalb meinen die Gottlosen, sie kämen mit ihrem bösen Treiben ungeschoren davon.</p>
<p>Doch das ist ein großer Irrtum; Gott, der Allherrscher, wird einmal ein schreckenerregendes, umfassendes und gründliches Gericht über diese ganze Welt bringen, einschließlich des abtrünnigen Volkes Israel, eben an jenem „Tag des HERRN“, von dem so viele prophetische Ankündigungen handeln (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+34%2C1-8%3B+Hes+30%2C2-3%3B+Joel+1%2C15%3B+Amos+5%2C18-20%3B+Ob+1%2C15%3B+Zeph+1%2C14-18%3B+Mal+3%2C23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 34,1-8; Hes 30,2-3; Joel 1,15; Amos 5,18-20; Ob 1,15; Zeph 1,14-18; Mal 3,23</a>). Auch im NT wird diese Voraussage bestätigt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C6%3B+R%C3%B6m+3%2C19%3B+1Th+5%2C2%3B+2Pt+3%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,6; Röm 3,19; 1Th 5,2; 2Pt 3,10</a>).</p>
<p>Das NT bekräftigt, daß der alttestamentliche <strong>„Tag des HERRN“</strong> der <strong>„Tag des Christus“</strong> ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Th+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Th 2,2</a> TR), denn Jehovah, der Sohn, der Gesalbte (Messias / Christus), wird diesen Tag als Richter abhalten und die Welt richten. „Denn gleichwie der Blitz, der in einer Himmelsgegend erstrahlt, bis zur anderen leuchtet, so wird auch der Sohn des Menschen sein an seinem Tag“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+17%2C24%3B+vgl.+Mt+24%2C27-42&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 17,24; vgl. Mt 24,27-42</a>). Dann wird die gottlose Welt den Herrn sehen, den sie verwarf, und erschrecken:</p>
<p><strong>(…) bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben (…)</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Th+1%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Th 1,7-10</a>)</p>
<p>Dieses kommende, ja, nahe bevorstehende Gericht Gottes über eine gesetzlose und widergöttliche Welt ist eine Lehre der Bibel, die gerade heute besonders wichtig ist. Sie wird aber leider von vielen Gläubigen kaum ernst genommen und nicht in ihrem Gewicht erkannt. Für jedes Kind Gottes ist es heute von großer Wichtigkeit, sich täglich bewußt zu machen, daß diese leichtfertige, schillernde, verlockende Welt bereits jetzt unter dem Todesurteil Gottes steht, daß der heilige Gott die Sünden dieser Welt haßt und bald diese Welt deswegen im flammenden Feuer vernichten wird.</p></div>
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<div> </div>
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<h2>
<span style="color: #800000;">Weshalb Gott diese sündige Welt noch nicht gerichtet hat</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
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Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die ausführliche Lehre, die der Apostel Petrus in seinem Abschiedsbrief über dieses bevorstehende Gericht Gottes an der Welt gibt. Wir tun gut daran, uns diese heutzutage oft ausgeblendeten Wahrheiten genau anzusehen und darüber nachzudenken.</p>
<p><strong>Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! Dabei übersehen sie aber absichtlich, daß es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und daß durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrundeging. </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,3-6</a>)</p>
<p>Zunächst kündigt der Apostel an, daß in der Endzeit, „am Ende der Tage“ – und da befinden wir uns heute! – Spötter auftreten werden, lockere, skeptische Leute, die sich „Christen“ nennen, aber die Wahrheit von dem nahe bevorstehenden Gericht über die Welt leugnen. Dabei verweisen sie darauf, daß dieses Gericht schon so lange ausgeblieben ist.</p>
<p>Tatsächlich gibt es heute zahlreiche falsche Lehrer innerhalb der Christenheit (auch innerhalb der Evangelikalen), die die biblische Lehre vom kommenden Endgericht und der Aufrichtung des Tausendjährigen Reiches durch Jesus Christus verleugnen. Sie stellen es so dar, als würde die Welt durch die Einwirkung der Christenheit immer christlicher und besser; sie lehren, die Kirche würde anstatt Christus das Friedensreich aufrichten und allmählich verwirklichen. Diese Irrlehren kommen von dem großen Verführer Augustin, der entscheidend für die Verderbnis der katholischen Kirche mit verantwortlich ist, und haben sich in vielen „reformatorischen“ Kreisen gehalten.</p>
<p>Doch das Wort Gottes zeigt, daß diese Leute die Schrift willentlich verdrehen. Sie „übersehen absichtlich“, daß Gott schon einmal ein verheerendes Gericht über die damalige Welt brachte, und das auch erst nach mehr als 1.600 Jahren geduldigen Zuwartens. Die Spötter zur Zeit Noahs haben gewiß auch gelästert und gefragt: „Wo bleibt denn das Gericht, von dem Noah immer redet? Seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt doch alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ Gottes prophetische Vorhersagen werden sich allesamt gewißlich erfüllen, auch wenn die Erfüllung lange dauern mag. <strong>„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,35</a>).</p>
<p><strong>Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,7-10</a>)</p>
<p>Doch wann kommt die Stunde des Gerichts? Weshalb kam sie nicht schon längst? In dem betrachteten Schriftwort <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Petrus+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Petrus 3</a> enthüllt der Geist Gottes, daß bei Gott eine ganz andere Zeitrechnung gilt als bei den Menschen. Der große Gott, der ewig lebt und über Zeit und Raum steht, plant und handelt in anderen Zeitdimensionen wie wir sterblichen Menschen, die wir nur wenige Jahrzehnte überblicken können (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+90%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 90,9-12</a>). <strong>„Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+90%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 90,4</a>).</p>
<p>Für uns ist nun sehr wichtig, wie Gottes Wort das lange Zuwarten Gottes begründet, der diesen Gerichtstag doch schon vor vielen Jahrhunderten mit gutem Recht anbrechen hätte lassen können. Es ist allein das Erbarmen und die Gnade Gottes, die diese Verzögerung verursacht hat: <strong>„(…) sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe“</strong>.</p>
<p>Gott wartet noch zu, trotz all der zum Himmel schreienden Sünden und Bosheiten der gottlosen Welt, weil Er noch etlichen Raum zur Buße geben möchte, weil Er will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen! Welche Gnade und Langmut unseres Heiland-Gottes!</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Gott gab in Seiner Liebe den Sohn für die Welt</span></h2>
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Die staunenswerte Gnade und Liebe des allmächtigen Gottes gegenüber der sündigen Welt ist der Gegenstand, der diesen Abschnitt abschließen soll. Diese Gnade ist uns schon in dem zuletzt betrachteten Bibelwort in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9</a> groß geworden. Gott hat allen Grund, diese Welt, all die stolzen, selbstgerechten, frechen, gesetzlosen Menschen zu verurteilen und zu vertilgen.</p>
<p>Und doch begegnet Gott dieser Welt mit Liebe und Barmherzigkeit. Er heißt nicht ihre Ungerechtigkeiten und Bosheiten gut; Er „toleriert“ sie keineswegs, sondern wird jeden Menschen, der in seiner Gottlosigkeit verharrt, schrecklich richten. Aber Er bietet dieser Welt voller Liebe und Erbarmen Buße und Errettung an in Seinem Sohn, eine Errettung, die Ihn einen überaus teuren und kostbaren Preis gekostet hat:</p>
<p><strong>Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,16-17</a>)</p>
<p><strong>Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,29</a>)</p>
<p><strong>Das alles aber [kommt] von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus (…) weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete (…)</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,18-19</a>)</p>
<p>Gott hat jedem sündigen Menschen gegenüber große, anbetungswürdige Gnade und Liebe erzeigt, indem er ihm die Errettung durch Christus anbietet. Der Herr Jesus Christus hat ein Sühnopfer vollbracht, das für alle Menschen Vergebung der Sünden ermöglicht – wenn sie Buße tun und an Christus glauben.</p>
<p><strong>(…) denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,3-6</a>)</p>
<p>Wohlgemerkt: diese wunderbare Liebe Gottes steht nicht im Widerspruch zur Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. Moderne verführerische Prediger malen den Menschen ein humanistisches Zerrbild der Liebe Gottes vor Augen. Nach ihnen liebt Gott die Welt so, daß er ihre Sünden ohne Buße und Glauben an Christus pauschal vergibt und jeden errettet, ob er sich zu Christus bekehrt oder nicht.</p>
<p>Aber in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,16</a> wird ganz klar die göttliche Bedingung für die Errettung genannt: es ist der Glaube an Jesus Christus, der verbunden ist mit Herzensbuße und Bekehrung. Wer diese Bedingung nicht erfüllt, wer den gnädigen Ruf zur Buße mißachtet, der wird gewißlich unter das Zorngericht Gottes fallen.</p>
<p><strong>Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,18-19</a>)</p>
<p><strong>Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,36</a>)</p>
<p>Wie steht es mit Dir, lieber Leser? Hast Du schon das gnädige Angebot zur Herzensumkehr und zum Glauben an Christus angenommen? Bist Du noch Teil dieser widergöttlichen Welt und mit unter ihrem Gericht? Oder hast Du schon Frieden mit Gott und ewiges Heil durch die Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes?</p>
<p>Wenn Du darüber noch keine Gewißheit hast, dann rufe heute noch den Herrn Jesus Christus an, nimm Sein Sühnopfer am Kreuz zur Vergebung deiner Sünden an und übergib Dein Leben ganz Ihm! Dann bist Du herausgerettet aus dieser todgeweihten Welt und gehörst zu dem, der das Leben ist und das wahre Leben schenkt.</p>
<p><strong>Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für seine Seele geben? </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,26</a>)</div>
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<div><em>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong>&#8222;Habt nicht lieb die Welt!&#8220; In einer gottfernen Welt ein Zeugnis für Christus sein</strong></em></div>
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<p><span style="text-decoration: underline;">Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen und lesen:</span></div>
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<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/habt-nicht-lieb-die-welt-in-einer-gottfernen-welt-ein-zeugnis-fuer-christus-sein/"><strong>&#8222;Habt nicht lieb die Welt!&#8220; In einer gottfernen Welt ein Zeugnis für Christus sein</strong></a></div>
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<div><strong>Bibelauslegungen von Rudolf Ebertshäuser</strong></div>
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<div><strong><em>Bewahre das Wort! Eine Auslegung des 2. Timotheusbriefes.</em></strong> Edition Nehemia Steffisburg, 1. Aufl.  2013, Gebunden, 196 S.</div>
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<p><strong><em>Von Gott bewahrt vor der Verführung. Eine Auslegung des 2. Petrusbriefes und des Judasbriefes. </em></strong>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2015,  Gebunden, 352 S.</p>
<p><strong><em>Baut mit am Haus Gottes! Was der Prophet Haggai uns heute zu sagen hat </em></strong>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2014, Taschenbuch, 120 S.</p>
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<div>Diese Bücher können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten sie u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/diese-welt-steht-vor-dem-baldigen-zorngericht-gottes/">Diese Welt steht vor dem baldigen Zorngericht Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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