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	<title>Ermutigung und Seelsorge Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Ermutigung und Seelsorge Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<item>
		<title>Biblische Seelsorge statt „christlicher Psychologie“: Gedanken über die Gefahren humanistischer Psychologie für Christen</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/12/biblische-seelsorge-statt-christlicher-psychologie-gedanken-ueber-die-gefahren-humanistischer-psychologie-fuer-christen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 11:57:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Dieser Aufsatz behandelt nur die Frage der „normalen“ Seelsorge unter gläubigen Christen und in biblischen Gemeinden. Dort haben sich unter modernen Evangelikalen und Charismatikern zahlreiche weltlich-humanistische Lehren und Methoden eingeschlichen, die nach meiner Überzeugung eine geistliche Gefahr darstellen. Mir ist sehr bewußt, daß es gewisse schwerwiegende Fälle geistlicher und psychischer Erkrankungen auch unter Christen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/12/biblische-seelsorge-statt-christlicher-psychologie-gedanken-ueber-die-gefahren-humanistischer-psychologie-fuer-christen/">Biblische Seelsorge statt „christlicher Psychologie“: Gedanken über die Gefahren humanistischer Psychologie für Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em>Dieser Aufsatz behandelt nur die Frage der „normalen“ Seelsorge unter gläubigen Christen und in biblischen Gemeinden. Dort haben sich unter modernen Evangelikalen und Charismatikern zahlreiche weltlich-humanistische Lehren und Methoden eingeschlichen, die nach meiner Überzeugung eine geistliche Gefahr darstellen. Mir ist sehr bewußt, daß es gewisse schwerwiegende Fälle geistlicher und psychischer Erkrankungen auch unter Christen gibt, die eine gesonderte Betrachtung erfordern. Auch hier versagt die weltliche Psychologie und Psychotherapie, aber es sind u. U. besondere psychiatrische Fachkenntnisse nötig, die die biblische Seelsorge ergänzen. Das kann nicht Gegenstand der vorliegenden Abhandlung sein.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">A. „Ermahnt einander!“ Was das Neue Testament uns zum Thema „Seelsorge“ lehrt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir können im begrenzten Rahmen dieses Aufsatzes unmöglich mit der eigentlich wünschenswerten Ausführlichkeit auf das umfassende und vielgestaltige Thema der Seelsorge in der Bibel und besonders im Neuen Testament eingehen. Dennoch will ich versuchen, einige grundlegende Aussagen kurz und überblicksweise darzustellen, damit wir den Maßstab vor Augen haben, mit dem wir gewisse moderne Seelsorgemethoden messen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">1. Grundlage der Seelsorge: die Stellung des Gläubigen in Christus</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Grundlage jeder biblischen Seelsorge an Kindern Gottes bildet die Lehre des Neuen Testaments vom Wesen und der neuen Natur des wiedergeborenen Christen. Nachdem der Christ an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden ist, Buße getan hat und sich echt bekehrt hat, ist er durch den Geist Gottes von neuem gezeugt worden; er ist nunmehr eine neue Schöpfung in Christus:<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> <em>„Ist jemand in Christus,<strong> so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>).</p>
<p>Der Gläubige ist von neuem gezeugt aus dem Geist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C5-8%3B+1%2C12-13%3B+Tit+3%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,5-8; 1,12-13; Tit 3,5</a>); er ist jetzt ein Kind Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,1-2</a>), ein Sohn und Erbe Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,14-17</a>), teilhaftig der göttlichen Natur (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,4</a>), ein Heiliger und Gerechter (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C2%3B+6%2C11%3B+R%C3%B6m+5%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,2; 6,11; Röm 5,19</a>). Der Geist Gottes wohnt nun in ihm (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C9%3B+1Kor+6%2C19-20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,9; 1Kor 6,19-20</a>). Das bedeutet auch: Christus ist in ihm, und er ist <em>in Christus</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C27%3B+1Kor+1%2C30%3B+2Kor+5%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,27; 1Kor 1,30; 2Kor 5,17</a>). Diese neue Stellung des Kindes Gottes vor Gott, eine Stellung als Sohn in Christus, ist ein Schlüssel für gesundes biblisches Glaubensleben.</p>
<p>Wichtig ist auch, daß wir alle diese Segnungen <em>durch den Glauben</em> und <em>im Glauben</em> empfangen. Wir können sie nicht fühlen, spüren und sehen, weil es unsichtbare, geistliche Segnungen sind. Sie sind in der Himmelswelt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,3</a>), Wirkungen des unsichtbaren Geistes Gottes. Wir erleben wohl ihre Auswirkungen in unserem Leben – Friede, Freude, Kraft, Heilsgewißheit, Gebetserhörungen usw. – aber niemand kann „fühlen“ oder „schauen“, wie er von neuem gezeugt oder mit dem Geist versiegelt wird. Wir können es nicht sehen oder fühlen, daß wir Gerechte und Heilige sind, sondern wir nehmen es <em>im Glauben</em> an, weil Gottes Wort es uns sagt. <em>„Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,7</a>).</p>
<p>Eine ganz wesentliche Grundlage für alle Seelsorge ist die biblische Lehre, daß das Kind Gottes zwar durch die Neugeburt aus dem Geist eine neue Natur eingepflanzt bekommen hat und daß sein Geist neu geworden ist (der „neue Mensch“ bzw. der „innere Mensch“ – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C24%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,24; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,10</a>), daß aber in ihm auch noch die alte Natur existiert, welche die Bibel als „Fleisch“ bezeichnet (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C18.25%3B+8%2C3%3B+Gal+5%2C16-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,18.25; 8,3; Gal 5,16-21</a>). Die neue Natur ist die nunmehr bestimmende, während der Mensch früher durch seine sündige, von rebellischen Begierden geprägte alte Adams-Natur bestimmt war, als er noch <em>„im Fleisch“</em> war und <em>„gemäß dem Fleisch“</em> lebte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8</a>) und sein Geist tot war.</p>
<p>Als Kind Gottes ist nunmehr sein Geist lebendig und neu geworden, und dem Geist nach ist er <em>„eine neue Schöpfung“, „das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>). Aber sein Leib ist der alte Adamsleib geblieben, ein Leib der Sünde und des Todes, und durch ihn sind die alten sündigen Begierden immer noch latent vorhanden und können aktiv werden. Auch seine Seele mit ihren Gedanken und Gefühlen ist nur insofern erneuert, als sie unter der Herrschaft des Geistes steht; sie ist immer noch für die Einflüsse des Fleisches offen. Sie ist ein wichtiges Kampffeld, auf dem vieles im Glaubensleben des Kindes Gottes entschieden wird.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>Von daher zeigt die Bibel, daß der Kampf zwischen Geist und Fleisch eine wichtige Rolle für das geistliche Leben jedes Kindes Gottes spielt. Lebt und wandelt ein Gläubiger „im Geist“, nach den Impulsen und in der Kraft des Heiligen Geistes, der durch seinen erneuerten menschlichen Geist wirkt, dann wächst er gesund und erlebt Sieg, Frieden und reiche Frucht in seinem Christenleben. Folgt er jedoch in vielem noch den Impulsen seines Fleisches, dann ist er ein fleischlicher, kranker Gläubiger, der geistlich nicht vorwärtskommt und der Sünde und dem Teufel viel Raum in seinem Leben gibt.</p>
<p>Eine weitere wesentliche Wahrheit der neutestamentlichen Lehre ist, daß unsere Stellung in Christus beinhaltet, daß wir durch die Taufe des Geistes mit Christus vereinigt wurden in Seinem Kreuzestod und Seiner Auferstehung; diese wichtige Tatsache wird vor allem in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6</a> gelehrt. Wir sind „in Christus“, und das bedeutet, daß wir mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C5-11%3B+Gal+2%2C20%3B+Kol+2%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,5-11; Gal 2,20; Kol 2,12</a>). Damit sind wir unserem Fleisch geistlich gesehen gestorben; durch den Kreuzestod des Christus ist es ausgeschaltet und kann uns nicht mehr beherrschen, wenn wir diese Haltung im Glauben einnehmen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C3-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,3-11</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,4-7</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,11</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</em></p>
<p>Es bedeutet aber auch, daß wir mit Christus auferstanden, lebendig gemacht und in die Himmelswelt versetzt sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C4-5%3B+Eph+2%2C5-6%3B+Kol+2%2C12%3B+3%2C1-4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,4-5; Eph 2,5-6; Kol 2,12; 3,1-4</a>). Ja, die Bibel sagt uns, daß wir <em>ein Geist</em> sind mit Ihm, dem verherrlichten Herrn zur Rechten Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,17</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht — aus Gnade seid ihr errettet! — und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,4-6</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,1-3</a>)</em></p>
<p>Weil der Gläubige <em>in Christus</em> ist, hat er Anteil an der ganzen Fülle des Lebens, des Segens, der Kraft und des Sieges seines Herrn. <em>„Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,9-10</a>). In Christus, im Geist kann der Gläubige auch ein Überwinderleben führen, frei von den Lasten des alten Lebens, im Sieg über Satan, Sünde und Welt, voller Ruhe und Frieden, Freude und Hoffnung des Geistes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57%3B+R%C3%B6m+8%2C37&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57; Röm 8,37</a>). Wenn er aber dem Fleisch Raum gibt und seinen Begierden folgt, erleidet er Niederlagen, fällt in Sünde, wird von den listigen Angriffen des Teufels getroffen und von der Welt verführt.</p>
<p>Deshalb spricht die Bibel auch immer wieder vom <em>„guten Kampf des Glaubens“</em> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C12%3B+1%2C18%3B+2Tim+4%2C7%3B+2Kor+10%2C4%3B+Eph+6%2C10-18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,12; 1,18; 2Tim 4,7; 2Kor 10,4; Eph 6,10-18</a>), den wir auszufechten haben. Jeder Gläubige hat einen Kampf gegen das Fleisch, die Sünde, die Welt und den Teufel zu führen und zu bestehen. In diesem Kampf gibt der Herr Jesus ihm Schutz und Durchblick, Kraft und Sieg, solange er in der Gemeinschaft mit Ihm bleibt. Wenn er sich im Unglauben und Ungehorsam von seinem Herrn wegbewegt, erleidet er schmerzliche Niederlagen.</p>
<p>Die Bibel zeigt auch, daß wir in diesem Kampf den verschiedenen Gegnern unterschiedlich begegnen sollen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Gegenüber unserem Fleisch und seinen Begierden, die uns zur Sünde verleiten wollen, sollen wir so handeln, daß wir sie bewußt in den Tod geben und im Glauben annehmen, daß sie gekreuzigt und außer Wirksamkeit gesetzt sind;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Gegenüber der Welt und ihren Versuchungen zur Sünde sollen wir so reagieren, daß wir uns ihr für gestorben halten und ihren Versuchungen entfliehen;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Gegenüber dem Teufel, der uns in Gedanken oder durch Menschen angreifen oder zur Sünde versuchen will, sollen wir mit entschlossenem Widerstand im Glauben reagieren.</p>
<p>Wenn wir im Kampf eine Niederlage erleiden und straucheln und sündigen, dann heißt Gottes Heilmittel: Aufrichtiges Bekenntnis der Sünde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C5-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,5-9</a>), Selbstgericht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C28-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,28-32</a>) und ehrliche, tiefgreifende Buße und Herzensumkehr zu Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7-10</a>). Dann vergibt uns unser himmlischer Vater gerne, die Gemeinschaft mit Ihm wird wiederhergestellt, wir können aufstehen und weitergehen und für das nächste Mal aus unserem Versagen lernen, sodaß wir immer mehr im Sieg leben dürfen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">2. Krankheiten des Glaubens: Fleischlichkeit, ungekreuzigtes Eigenleben und unbereinigte Sünde</span></h3>
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<p>Das Neue Testament spricht an vielen Stellen von den Schwachstellen und Krankheiten im geistlichen Leben der Kinder Gottes. Dabei zeigt Gottes Wort ganz klar, daß jeder Gläubige in Christus alles hat, um gegen Satan, Welt und Sünde zu siegen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C9-10%3B+2Pt+1%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,9-10; 2Pt 1,3</a>). Solange er „im Geist wandelt“, d.h. sein Leben in der Kraft und unter der Leitung des Heiligen Geistes führt, in gelebter Gemeinschaft mit seinem erhöhten Herrn, bringt er gute Frucht und erlebt den Segen des Herrn (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C16-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,16-25</a>).</p>
<p>Sobald er aber seinem Fleisch Raum gibt, d.h. als fleischlicher Christ lebt, beeinflußt von seinen sündigen Begierden, von falschen Gedanken und Impulsen, wird sein Glaube krank und schwach, und er lebt ein notvolles, geschwächtes, beflecktes Leben, das nicht zur Ehre Gottes ist, sondern den Herrn verunehrt und auch die Gemeinde Gottes schädigt. Der fleischliche Christ ist geistlich krank; er wird immer wieder in Sünde fallen. Er erlebt den Schutz und Segen Gottes nicht so wie gesunde Gläubige; er öffnet sich für die Einflüsterungen und Einwirkungen der Welt und des Teufels; alte Prägungen aus dem früheren Sündenleben gewinnen womöglich wieder Macht über ihn.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und ich, meine Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu geistlichen, sondern als zu fleischlichen [Menschen], als zu Unmündigen in Christus. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie nicht vertragen, ja ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen, denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,1-3</a>)</em></p>
<p>Das ist vor allem auch dann der Fall, wenn fleischliche Christen, wie wir es z.B. bei den Korinthern sehen, nicht klar und entschieden mit verschiedenen Sünden ihres alten Lebens als Heiden gebrochen hatten, sondern sie mit in ihr neues Leben schleppten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ich fürchte, wenn ich komme, könnte ich euch nicht so finden, wie ich wünsche, und ihr könntet auch mich so finden, wie ihr nicht wünscht; es könnte Streit unter euch sein, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Verleumdung, Verbreitung von Gerüchten, Aufgeblasenheit, Unruhen, sodaß mein Gott mich nochmals demütigt bei euch, wenn ich komme, und ich trauern muß über viele, die zuvor schon gesündigt und nicht Buße getan haben wegen der Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie begangen haben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,20-21</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>)</em></p>
<p>Der fleischliche Christ wird auch als „Unmündiger“ (als ein unreifes, unverständiges Kleinkind im Glauben) bezeichnet, weil er nicht verstanden hat, was seine Gemeinschaft mit Christus und seine Berufung als Christ überhaupt bedeutet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C1%3B+Eph+4%2C14%3B+Hebr+5%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,1; Eph 4,14; Hebr 5,13</a>): <em>„… damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen …“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,14</a>).</p>
<p>Der fleischliche Christ ist auch innerlich zerrissen und hat ein zwiespältiges Herz, was ihn daran hindert, im Glauben die Segnungen Gottes zu ergreifen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C6-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,6-8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«. So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,1-8</a>)</em></p>
<p>Der gesunde Christ wächst, nach einer unvermeidlichen Anfangsphase der Unkenntnis (oder Unmündigkeit) in seinem „Babystadium“, kontinuierlich weiter in der Vollerkenntnis Gottes und Seines Willens und des Christus und Seiner Fülle (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C9-12%3B+2Thess+1%2C3-4%3B+2Pt+3%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,9-12; 2Thess 1,3-4; 2Pt 3,18</a>). Das kommt daher, daß er sich reichlich mit der gesunden Milch des Wortes ernährt und im Glauben gesund heranreift (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,2</a>).<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Wenn er den Impulsen des Heiligen Geistes und der Unterweisung seines himmlischen Vaters eifrig folgt, wird er bald das Stadium der Unmündigkeit und anfänglichen Fleischlichkeit hinter sich lassen und zu einem Jüngling und dann zu einem erwachsenen Mann in Christus heranwachsen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,12-14</a>). Solches gesunde Wachstum beschreibt der Apostel Paulus in seinen Briefen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis </em>(d.h. richtige, genaue, vollständige Erkenntnis, gr. epi-gnosis)<em> seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden, indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,9-12</a>)</em></p>
<p>Bei dem kranken, fleischlichen Christen fehlt es an der rechten Buße und Erneuerung des Denkens; er denkt und reagiert noch menschlich, wie in seinem alten Leben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C1-3%3B+2Pt+1%2C3-11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,1-3; 2Pt 1,3-11</a>). Das hemmt seine Erkenntnis des Sohnes Gottes und die Entfaltung seines neuen Lebens; er bleibt hin- und hergerissen und schleppt noch viel Ballast aus seinem alten Leben mit sich herum – alte Sündenbindungen und charakterliche Fehlhaltungen, alte Verletzungen und Süchte, Groll und Verbitterung, Hochmut und ungekreuzigtes Selbstleben, Ungehorsam und Eigenwilligkeit, Streitsucht und Begehrlichkeit, Unreinheit und Unzucht, Zorn und Gefühlsausbrüche, Depressionen und Aggressionen.</p>
<p>Ein solcher fleischlicher Zustand ist ausgesprochen notvoll und schmerzhaft, für die betroffenen Gläubigen, aber auch für die Gemeinschaft der Gemeinde und auch für ihren liebenden Herrn und Erlöser, der sich als guter Hirte um seine irregegangenen Schafe müht. Oftmals kann man bei solchen fleischlichen Christen kaum unterscheiden, ob sie wirklich wiedergeboren sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,5</a>) oder bloße Namenschristen, die nur einen <em>„äußeren Schein von Gottesfurcht“</em> haben, <em>„deren Kraft aber verleugnen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,5</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">3. Gottes Heilmittel: Zuspruch zur Zurechtbringung und Auferbauung der Gläubigen</span></h3>
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<p>Unser gütiger, allwissender himmlischer Vater kennt den Zustand Seiner erlösten Kinder ganz genau, bis in die innersten Bereiche ihres Herzens (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+17%2C9-19%3B+Ps+139%2C1-7.23-24%3B+Hebr+4%2C12-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 17,9-19; Ps 139,1-7.23-24; Hebr 4,12-13</a>). Er hat das Verlangen, auch Seine kranken, schwierigen Kinder zurechtzubringen und zu einem gesunden Glaubensleben zu führen, in dem sie sich der Segnungen und der Kraft einer ungetrübten Gemeinschaft mit Christus erfreuen und ein Leben führen können, das Gott ehrt.</p>
<p>Gottes Methoden zur Zurechtbringung beinhalten Unterweisung im Wort der Heiligen Schrift, geduldige Ermahnung und Ermunterung zur Umkehr und Nachfolge, aber auch manchmal schmerzhafte Züchtigungsmaßnahmen, wenn Belehrung und Ermahnung nicht fruchten. All dies geschieht vielfach ganz persönlich in der Gemeinschaft des Gläubigen mit Gott, aber Gott gebraucht fast immer auch andere Gläubige dazu, einem kranken und irrgegangenen Gotteskind zurechtzuhelfen.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a> An diesem Punkt kommt ins Spiel, was wir heute üblicherweise als „Seelsorge“ bezeichnen.</p>
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<p><em>Was die Bibel unter „Seelsorge“ versteht</em></p>
<p>Wenn wir die Bibel, genauer gesagt: die Briefe des Neuen Testaments zum Thema „Seelsorge“ studieren, stellen wir rasch fest, daß dort nichts von den Praktiken der Charismatiker zu finden ist. Wir finden dort keine Traumdeutung, keine visionären Offenbarungen von Seelenzuständen oder zurückliegenden Verletzungen, keine „innere Heilung“ durch „Ruhen im Geist“ oder durch gezielte Visualisierung von Geisthelfern. Stattdessen redet das Neue Testament davon, daß Älteste der Gemeinden und reifere Christen die ungefestigten, labilen und nicht ganz gesunden Christen durch die gesunde Lehre der Bibel <em>lehren</em> sollen<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a> und sie aufgrund des Wortes Gottes zurechtweisen<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> und ermahnen<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a>, ermuntern<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a> und trösten<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a> sollen. Das finden wir beispielhaft in dem Bekenntnis des Apostels Paulus:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen <strong>ermahnen</strong> und jeden Menschen <strong>lehren</strong> in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen (od. ausgereift, erwachsen) in Christus Jesus darzustellen. Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28-29</a>)</em></p>
<p>So gibt es der Apostel auch als dringliches Gebot seinem Mitknecht Timotheus mit:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: <strong>Verkündige das Wort</strong>, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; <strong>überführe</strong>, <strong>tadle</strong>, <strong>ermahne</strong> mit aller Langmut und <strong>Belehrung</strong>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,1-2</a>)</em></p>
<p>Der Grundgedanke des im Neuen Testament häufig vorkommenden Wortes <em>para-kaleo</em> ist „Zuspruch geben, jemandem ermunternd oder ermahnend zureden“. Je nach Situation kann es mehr im Sinne von „ermuntern, anspornen, ermutigen“ gebraucht werden oder aber im Sinne von „ermahnen, zurechtweisen, korrigieren“. So wird von den Ältesten gesagt: <em>„… einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, wie es der Lehre entspricht, damit er imstande ist, sowohl <strong>mit der gesunden Lehre</strong> zu <strong>ermahnen</strong> als auch die Widersprechenden zu<strong> überführen</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9</a>). Allgemeiner wird gesagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen (od. unterweisen / erziehen), ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24-26</a>)</em></p>
<p>In dieser Aufgabe der Ermahnung und Ermunterung sind alle, insbesondere die reiferen Gläubigen beteiligt, obwohl den Ältesten dabei eine besondere Rolle zukommt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Darum ermahnt einander (od. ermuntert einander / spornt einander an) und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut! Wir bitten euch aber, ihr Brüder, daß ihr diejenigen anerkennt, die an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch zurechtweisen, und daß ihr sie umso mehr in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Lebt im Frieden miteinander! Wir ermahnen euch aber, Brüder: Verwarnt die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen jedermann! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,11-14</a>)</em></p>
<p>Daneben kommt dem <em>Gebet</em> eine wichtige Rolle zu; in den Briefen des Apostels Paulus finden wir einige Gebete für die jungen Gläubigen in den Gemeinden, in denen er für deren geistliche Entwicklung Fürbitte tut.<a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a> Daß zur Seelsorge unter Umständen auch das Bekenntnis von Sünden vor Menschen gehört, erfahren wir aus dem Jakobusbrief: <em>„Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,16</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Der Dienst der Zurechtbringung</em></p>
<p>Die Seelsorge an Gläubigen, die in Fehlhaltungen und Sünden stecken, wird im Neuen Testament auch mit dem wichtigen Begriff der „Zurechtbringung“ bzw. „Zurüstung“ bezeichnet. Das hier zugrundeliegende griechische Wort (<em>kat-artizo / kat-artismos</em>) bedeutet u.a. „etwas richtig einrichten, in Ordnung bringen, ausrüsten, vollenden, wiederherstellen, zurechtbringen“. Es wird auch für das „In-Ordnung-Bringen von Fischernetzen gebraucht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,21</a>). In vielen Stellen bezeichnet es jedoch das seelsorgerliche Einwirken von Gotteskindern auf Mitgeschwister, die in irgendeiner Form abgekommen sind oder Mangel leiden. <em>„Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,19-20</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht (kat-artizo); und gib dabei acht auf dich selbst, daß du nicht auch versucht wirst! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,1</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wir freuen uns nämlich, wenn wir schwach sind, ihr aber stark seid; das aber wünschen wir auch, euer Zurechtkommen (kat-artisis). (…) Im Übrigen, ihr Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen (kat-artizo), laßt euch ermahnen, seid </em>eines<em> Sinnes, haltet Frieden; so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C9.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,9.11</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung (kat-artismos) der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,11-12</a>)</em></p>
<p>Letztlich ist dieses Zurüsten und Zurechtbringen ein Werk Gottes an uns, in dem wir Gläubige mitwirken dürfen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus (kat-artizo) zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,20-21</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten (kat-artizo), festigen, stärken, gründen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,10</a>)</em></p>
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<p><em>Praktische Seelsorge im Neuen Testament</em></p>
<p>Im Neuen Testament haben wir also vonseiten der Gemeinschaft der Gläubigen drei Mittel der Seelsorge:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Lehre des Wortes Gottes</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Biblisch begründeter Zuspruch und Ermahnung</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Gebet und Fürbitte für die Betroffenen</p>
<p>Diese gegenseitige Verantwortung wird auch im Hebräerbrief vor dem Hintergrund schwerer Verfolgungen immer wieder betont:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Ermahnt einander vielmehr jeden Tag</em></strong><em>, solange es »Heute« heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,13</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Laßt uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken — denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat —, <strong>und laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken</strong>, indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, <strong>sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,23-25</a>)</em></p>
<p>Die Verantwortung der Betroffenen, vom Weg der Nachfolge abgewichenen Gläubigen wird im Wort auch klar genannt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* sie sollen Buße tun über ihrer Fleischlichkeit und Sünde, sie bereuen und bekennen und sich zu einer Sinneswandlung und Herzensumkehr zu Gott entschließen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C9-10%3B+12%2C21%3B+2Tim+2%2C25%3B+Offb+2%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,9-10; 12,21; 2Tim 2,25; Offb 2,5</a>). Das schließt das bewußte Ablegen von Sünden und Fehlhaltungen ein, und auch das Bemühen um Bereinigung und Versöhnung mit Geschädigten und gegebenenfalls Wiedergutmachung;</p>
<p style="padding-left: 40px;">* sie sollen die Ermahnung und Ermunterung annehmen und sich zu Herzen nehmen und sich etwas sagen lassen (2Ko 13,11; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C22%3B+Jak+3%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,22; Jak 3,17</a>);</p>
<p style="padding-left: 40px;">* sie sollen sich belehren lassen, das Wort Gottes studieren und in der Erkenntnis Gottes und Seines Willens wachsen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,9-10</a>);</p>
<p style="padding-left: 40px;">* sie sollen ihr Denken erneuern lassen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>) und der Heiligung nachjagen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,14</a>);</p>
<p style="padding-left: 40px;">* sie sollen sich Gott ganz zur Verfügung stellen und nicht mehr für sich selbst leben, sondern für Christus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C13-23%3B+12%2C1%3B+2Kor+5%2C14-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,13-23; 12,1; 2Kor 5,14-15</a>).</p>
<p>Das Neue Testament hebt hervor, daß die reiferen Gläubigen bei ihren Bemühungen zur Zurechtbringung der geistlich kranken Geschwister Geduld und Langmut, Barmherzigkeit, Liebe und Einfühlungsvermögen walten lassen sollen. Aber die gesunde Lehre betont auch die Verantwortung der irregegangenen Kinder Gottes, sich ihrem Fehlverhalten zu stellen, ihre Sünden zu erkennen und zu lassen und die Heilsfülle, die ihnen in Christus angeboten wird, auch im Glaubensgehorsam zu ergreifen.<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Die geistlich kranken Gläubigen haben die Verantwortung, Ermahnung und Korrektur anzunehmen, sich in Buße vor Gott und Menschen zu beugen, sich etwas sagen zu lassen, Sünde und Fehlverhalten abzulegen, ihr Fleisch in den Tod zu geben und heilig und gottesfürchtig zu leben. Das Neue Testament sieht sie nicht als Opfer, sondern als mündige Christen, die vor Gott Verantwortung für ihre Haltung und ihr Abweichen tragen. Das Neue Testament kennt auch nicht den dominierenden Seelsorge-Guru, der dem Patienten alles vorschreibt, was er tun und lassen soll und ihn immer wieder „freibetet“ und ihn so unmerklich entmündigt und sich zwischen ihn und Gott schiebt.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">B. Moderne christliche Seelsorgemethoden wie die „Innere Heilung“ richten Schaden an</span></h2>
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<p>In dem vielfältig schillernden Seelsorge- und Heilungsangebot in evangelikalen und charismatischen Kreisen finden wir immer wieder eine „Therapie“ erwähnt: die sogenannte »Innere Heilung«, auch »Heilung der Erinnerungen« genannt. Hier geht es im wesentlichen um Heilung von seelischen Verletzungen bei Christen, verbunden mit einer »Heilung des Selbstbildes«.<a href="#_ftn23" name="_ftnref23">[23]</a></p>
<p>Folgt man den Aussagen der Experten für »Innere Heilung«, so hat jeder Christ diese Art von Therapie nötig, weil er durch traumatische Kindheitserlebnisse, Versagen der Eltern, Ablehnung, durch eigene Sünden o.ä. innerliche Verletzungen in sich trägt, die sein Verhalten angeblich beeinflussen und ihn in seiner Beziehung zu Gott und seinem christlichen Leben blockieren oder beeinträchtigen. Von diesen Blockaden und Bindungen werde man nur frei, wenn die zugrundeliegenden verletzenden Erlebnisse bewußt gemacht und verarbeitet würden. Hierbei spielen in der charismatischen Variante der »Inneren Heilung« falschgeistige „Offenbarungen“ (Bildeindrücke und »Worte der Erkenntnis«) sowie die esoterische Technik der »Visualisierung« und „heilende“ Geisteswirkungen wie das »Ruhen im Geist« eine wesentliche Rolle.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">1. Was bedeutet die Seelsorgemethode der »Inneren Heilung«?</span></h3>
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<p>Wenn man sich mit der Bewegung der »inneren Heilung« beschäftigt, so fällt auf, daß sie beansprucht, nach 1.900 Jahren christlicher Gemeinde und gelebter Christusnachfolge erstmals ein existentielles Problem des Christseins entdeckt zu haben und zugleich eine völlig neue Lösung für dieses Problem zu bieten. Dabei geben die Verfechter dieser Methode meist offen zu, daß die Erkenntnisse der modernen Psychologie bei der Entstehung der »Inneren Heilung« Pate gestanden haben. Der katholische Charismatiker Francis MacNutt drückt das so aus: »Seelische Heilung ist keine Verleugnung des Evangeliums, sondern baut auf die Schrift auf. Sie wendet die Schrift auf das an, was die Psychologie heute über den Menschen weiß.«<a href="#_ftn24" name="_ftnref24">[24]</a> Betty Tapscott formuliert prägnant: »Innere Heilung ist Psychotherapie plus Gott.«<a href="#_ftn25" name="_ftnref25">[25]</a></p>
<p>In der Tat besteht die Methode der »Inneren Heilung« aus klassischen Elementen der weltlichen Psychotherapie, vermischt mit biblisch klingenden Inhalten und christlichen »Seelsorge«methoden. Aus der Psychoanalyse ist der Ansatz übernommen, die verletzenden Erfahrungen aufzudecken; Begriffe wie »das Unbewußte«, »traumatische Erlebnisse« oder »Heilung des Selbstbildes« entstammen der Psychotherapie. Darüberhinaus ist aber auch der ganze Ansatz dieser Richtung von einem Menschenbild geprägt, das der humanistischen Psychologie entspringt und der Bibel, wie wir sehen werden, grundsätzlich fremd ist.</p>
<p>Wie die bibeltreuen Autoren Martin und Deidre Bobgan und Dave Hunt und T. A. McMahon ausführlich belegen, hat diese Vermischung von Psychologie und christlichem Glauben unter amerikanischen Evangelikalen eine breite Anhängerschaft gefunden.<a href="#_ftn26" name="_ftnref26">[26]</a> Zu den Befürwortern „christlicher“ Psychologie bzw. Psychoanalyse gehören als Pionier der „Pastor“ Norman Vincent Peale und sein Schüler Robert Schuller, sodann vor allem der sehr bekannte Psychologe und Familienexperte James Dobson, außerdem weitere „Experten“ wie Bruce Narramore, David Seamands, Gary Smalley, Archibald D. Hart, Richard Dobbins, James G. Friesen, Gary Collins, H. Norman Wright. Zu den Theologen, die die christliche Psychologie unterstützen, gehören bekannte Megagemeinden-Pastoren wie Rick Warren oder Bill Hybels.</p>
<p>Zunächst muß es den wachsamen Gläubigen befremden, daß der Herr Jesus Christus, der ja der gute Hirte Seiner Schafe ist, der in allem für die Seinen sorgt, und bei dem sie volle Genüge finden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+10%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 10,10</a> – Luther), angeblich die Gemeinde über fast zwei Jahrtausende im Dunkeln gelassen haben soll über zahlreiche wichtige Erkenntnisse, von denen anscheinend ein gesundes Christenleben abhängt. Brauchen wir wirklich die moderne Psychologie, um Christen zu helfen? Zeigt uns nicht die Bibel einen ganz anderen Umgang mit den Nöten des Lebens?<a href="#_ftn27" name="_ftnref27">[27]</a></p>
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<p><em>Was die Bibel über „Verletzungen“ und ihre Heilung sagt</em></p>
<p>»Seelische Verletzungen« hat es ja gegeben, solange die Menschen als sündige, von Gott getrennte Geschöpfe auf der Erde leben. Die Bibel verschweigt durchaus nicht die »traumatischen Erfahrungen«, durch die Menschen immer wieder gehen müssen, seit sie von Gott losgelöst in einer sündigen Welt leben. Man denke nur an Mose, den Mann Gottes. Ein Psychiater würde in seiner frühen Kindheit viele Anlässe für »seelische Verletzungen« finden: die Angst der Mutter vor der möglichen Ermordung des Kindes, das Erlebnis des Ausgesetztseins im Korb auf dem Nil, das Hin- und Hergerissensein zwischen der israelitischen Mutter und der ägyptischen Adoptivmutter …</p>
<p>Man könnte auch Lea heranziehen oder Ruth – sie wären heute Kandidatinnen für charismatische Seelsorge! Was für traumatische Erlebnisse hatte Joseph zu bewältigen – von seinen eigenen Brüdern beinahe ermordet, dann als Sklave verkauft, von seiner Herrin falsch beschuldigt, schließlich in einem ägyptischen Gefängnis begraben. Und doch schaut dieser Mann Gottes auf all diese Nöte zurück und sagt seinen Brüdern:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Fürchtet euch nicht! Bin ich denn an Gottes Stelle? <strong>Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt,</strong> um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten. So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen! Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+50%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 50,19-21</a>)</em></p>
<p>Wenn wir das Wort Gottes betrachten, so geht es in keinem Fall „analytisch“ oder „therapeutisch“ auf die »seelischen Verletzungen« ein. Die vorbildlichen Menschen der Bibel vertrauen Gott, in Ihm finden sie Kraft und Hilfe; sie lassen sich an Seiner Gnade genügen und bewältigen das Leben durch alle Tiefs hindurch im glaubensvollen Blick auf Ihn, wie es besonders die Psalmen bezeugen. Die Menschen Gottes erwarten Heilung und Rettung allein von Gott, wobei sie sich dessen bewußt sind, daß manche innere Not aus einer göttlichen Züchtigung entspringt und nur Buße Heilung bringt: <em>„Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesündigt!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+41%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 41,5</a>). <em>„Siehe, wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht! <strong>Denn er verwundet und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+5%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 5,17-18</a>).</p>
<p>Der Psalmist bekennt von dem Ewigen: <em>„<strong>Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+147%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 147,3</a>). Glaubensvoll ruft der leidende und bedrängte Prophet Jeremia aus: <em>„Heile du mich, HERR, so werde ich heil! Hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm!“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+17%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 17,14</a>).</p>
<p>Schon im Alten Testament ist offenbar, daß in vielen Fällen die Heilung seelischer und körperlicher Nöte mit der Vergebung der Sünden verbunden ist. Letztlich hat alle Heilung ihren Felsengrund in dem vollkommenen Sühnopfer des Messias, wie schon der Prophet Jesaja ausspricht: <em>„Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, <strong>und durch seine Wunden sind wir geheilt worden</strong></em>“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+53%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 53,5</a>).</p>
<p>So sieht es auch der Psalmdichter David: <em>„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! <strong>Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen</strong>; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit …“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,2-4</a>).</p>
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<p><em>Gott verheißt den Seinen geistliche und seelische Heilung</em></p>
<p>In den Propheten verheißt Gott immer wieder, die Wunden des Volkes Gottes zu heilen, wenn sie zu Ihm von ganzem Herzen umkehren. Die Heilung ist hier in erster Linie geistlich zu verstehen, schließt aber gewiß auch seelischen Schmerz und Leid ein.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und das Licht des Mondes wird dem Licht der Sonne gleichen, das Licht der Sonne aber wird siebenmal stärker sein, wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, <strong>da der HERR den Bruch seines Volkes verbinden und die ihm geschlagene Wunde heilen wird</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+30%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 30,26</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Seine Wege habe ich gesehen; dennoch will ich es heilen </em></strong><em>und es leiten und ihm und seinen Trauernden mit Tröstungen vergelten, indem ich Frucht der Lippen schaffe: Friede, Friede den Fernen und den Nahen, spricht der HERR; ja, ich will es heilen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+57%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 57,18-19</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen Wunden heilen</em></strong><em>, spricht der HERR, weil sie dich eine »Verstoßene« nennen [und sagen]: »Das ist Zion, nach der niemand fragt!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+30%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 30,17</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Siehe, <strong>ich verschaffe ihr Linderung und Heilung</strong>, und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Treue offenbaren. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+33%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 33,6</a>)</em></p>
<p>Es ist also keine Frage, daß der lebendige Gott der Bibel voller Barmherzigkeit und Gnade über denen wacht, die an Ihn glauben, die Ihn fürchten und sich Ihm anvertrauen. Er heilt sie, tröstet sie, verbindet ihre Wunden. Es ist ihnen zwar nicht verheißen, hier auf Erden schon eine allumfassende Heilung, ein vollkommenes Heilwerden von Geist, Seele und Leib zu erfahren; das schenkt Gott erst in der kommenden Herrlichkeit. Dennoch wirkt Gott bei Seinen Kindern Heilung und Erneuerung schon in diesem Leben, so wie Er es für gut hält.</p>
<p>Doch <em>wie</em> tut Er das? Durch analytische Aufarbeitung irgendwelcher frühkindlicher Traumata und durch psychotherapeutische Rituale? Das sehen wir eben nicht in der Bibel. Gott heilt ganz im Stillen und Verborgenen, unmerklich und unsichtbar diejenigen, die ihre Lebensführungen im Glauben aus Seiner Hand annehmen, die sich Ihm umfassend anvertrauen. In ihrer Heilung können manche schweren, leidvollen Lebensführungen eine wichtige Rolle spielen, ebenso Schritte der Selbsterkenntnis, der Demütigung, der Herzensumkehr.</p>
<p>Das gilt ganz genauso für das Neue Testament und die Kinder Gottes in Christus. Auch die Gläubigen des Neuen Testaments wuchsen vielfach in Verhältnissen auf, die nicht weniger »traumatisierend« oder »verletzend« waren wie die unseren. Gerade deshalb fällt auf, daß das Neue Testament Begriffe wie »seelische Verletzungen« oder »Heilung des Selbstbildes« nicht kennt und keinerlei spezielle Therapiemethoden für seelische Nöte und Fehlentwicklungen der Gläubigen erwähnt. Ganz im Sinne des Alten Testaments ist das Gebot im Jakobusbrief, das gewiß auch seelische Wunden und Erkrankungen einschließt: <em>„<strong>Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! </strong>Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,16</a>).</p>
<p>„Innere Heilung“, wenn wir diesen umstrittenen Begriff einmal positiv deuten wollen, geschieht in der gelebten Christusnachfolge, die immer auch Kreuzesnachfolge ist, das heißt Selbstverleugnung und das In-den-Tod-Geben der eigenen fleischlichen Begierden und des Selbstlebens beinhaltet. Heilung geschieht durch Glaubens- und Gehorsamsschritte, durch Buße über sündigen Fehlhaltungen und konkreten Tatsünden, durch eine Ausrichtung des Denkens und Lebens am Wort Gottes, nicht durch spezielle „Heilungsseelsorge“.</p>
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<p><em>Jesus Christus – der wahre Arzt der Seele</em></p>
<p>Der Herr Jesus wird im Neuen Testament im ganz umfassenden Sinn als der Heiland, der Heilsbringer geoffenbart, der auch alle geistlichen und seelischen Wunden und Krankheiten heilen kann. Das beginnt mit dem Bezug auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+61&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 61</a>, ein Bibelwort, das der Herr für sich in Anspruch nimmt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, <strong>den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen,</strong> um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.« Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+4%2C17-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 4,17-21</a>)</em></p>
<p>Gläubige werden heil durch den Glauben an Christus, indem sie sich ihrem liebenden Herrn und Heiland völlig anvertrauen und Ihm dienen, Ihm nachfolgen in Gehorsam und Leidensbereitschaft, in Selbstverleugnung und Kreuzigung des Eigenlebens. Gerade dann geschieht im Verborgenen Heilung, Trost, innere Erneuerung und Stärkung. Das vollkommene Sühnopfer des Herrn Jesus am Kreuz ist das große Heilmittel, das Gott den Verwundeten, Beladenen und Mühseligen vor Augen stellt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; <strong>durch seine Wunden seid ihr heil geworden.</strong> Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,24-25</a>)</em></p>
<p>Der neutestamentliche Gläubige wird heil, wenn er ganz auf Christus vertraut und im Glauben damit rechnet: <em>„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>). Die Heilmethoden der neutestamentlichen „Seelsorge“ sind das Wort Gottes, Ermunterung, Trost und Ermahnung sowie das gläubige Gebet. Etwas anderes sehen wir in den Schriften des Neuen Testaments nicht.</p>
<p>Und zugleich bezeugt uns die Bibel selbst, daß sie alles enthält, was einen Gläubigen auferbauen und zu seinem Glaubensleben tüchtig machen kann: <em>»Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, <strong>damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet</strong>« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16-17</a>). Ja, die Schrift bezeugt uns, daß Gott uns in Seinem Sohn <em>alles</em> geschenkt hat (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,32</a>), daß wir durch Ihn <em>alles</em> haben, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht erforderlich ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,3</a>).</p>
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<p><em> </em></p>
<h3><span style="color: #800000;">2. Die untaugliche Krücke der weltlichen Psychologie</span></h3>
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<p>Weshalb brauchen wir dann heute die Hilfe der weltlichen Psychologie, um die Gläubigen von ihren angeblichen seelischen Verkrüppelungen zu befreien? Was sind die geistlichen Wurzeln dieser „Lehre von der Seele“? Nun, sie hat ihre frühen Ursprünge in den heidnischen Religionen und besonders in der heidnischen <em>Philosophie</em>. Vor allem die griechischen Philosophen haben sich viele Gedanken über das Wesen und die Funktionsweise der Seele (griechisch <em>psyche</em>) gemacht.</p>
<p>Erst im 19. Jahrhundert gab es Bemühungen, die Psychologie zu einer empirischen (auf die Beobachtung von Tatsachen beruhenden) Humanwissenschaft zu entwickeln, die strikt atheistisch vorging und den Anspruch hatte, die Vorgänge der Seele wissenschaftlich zu erforschen, so wie die Medizin dies für die Vorgänge des Körpers beanspruchte.<a href="#_ftn28" name="_ftnref28">[28]</a></p>
<p>Aus der modernen „Seelenkunde“ (<em>Psychologie</em>) wurden dann auch verschiedene „Heilmethoden“ für seelische Erkrankungen abgeleitet, die unter dem Sammelbegriff <em>Psychotherapie</em> zusammengefaßt werden. Aus der Medizin hat sich über die Neurologie (Nervenheilkunde) das Fachgebiet der <em>Psychiatrie</em> (von <em>psyche</em> und <em>iatros</em> = Arzt) entwickelt, das sich im Rahmen der Medizin mit schweren Nerven- und Seelenerkrankungen befaßt.</p>
<p>Der „wissenschaftliche“, an der Medizin orientierte Anspruch ist jedoch für große Bereiche der Psychologie eine Täuschung, weil die menschliche Seele nicht menschlich meßbaren und überprüfbaren Gesetzen folgt und insgesamt wenig objektiv gesichertes Wissen über seelische Vorgänge vorhanden ist. Nicht umsonst sagt Gottes Wort: <em>„Überaus <strong>trügerisch</strong> ist das Herz und bösartig; <strong>wer kann es ergründen?</strong> Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren …</em>“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+17%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 17,9-10</a>). Die Bibel entlarvt den Anspruch der „wissenschaftlichen Psychologie“, die Seele des Menschen zu erforschen, als anmaßend. Entgegen diesem hochtrabenden Anspruch wurden viele Lehren der Psychologie aus esoterischen und okkulten Quellen geschöpft; einer der „Väter“ der modernen Psychologie war der Franzose Mesmer, der Menschen durch Hypnose und okkulte „Magnetismus“-Energien „heilen“ wollte.</p>
<p>Einige einflußreiche Vertreter der Psychoanalyse waren im Grunde moderne Schamanen und praktizierende Okkultisten, die sich mit Spiritismus und Geisterbefragung, mit Astrologie und griechischer Mythologie befaßten und abenteuerliche Spekulationen zu unumstößlichen Gewißheiten erklärten. Der Psychiater C. G. Jung war bekennender Spiritist und befaßte sich mit vielen okkulten Religionen und Traditionen; der kokainsüchtige Freud bekam viele „Erkenntnisse“, indem er Patienten in Hypnose versetzte und quasi als Medien nutzte; Abraham Maslow öffnete sich dem New Age.<a href="#_ftn29" name="_ftnref29">[29]</a></p>
<p>Der Psychiater Arthur Shapiro hat deshalb die Psychoanalyse sehr kritisch beurteilt: „… ein magisches Ritual, das auf primitivem Schamanismus beruht … ein esoterisches System, das selbst von einem gebildeten Patienten nicht leicht verstanden werden kann“.<a href="#_ftn30" name="_ftnref30">[30]</a> Und der Psychiater E. Fuller Torrey schreibt: „Die Techniken, die von westlichen Psychiatern eingesetzt werden, sind, mit wenigen Ausnahmen, auf derselben wissenschaftlichen Ebene wie die Techniken, die von Zauberheilern eingesetzt werden.“<a href="#_ftn31" name="_ftnref31">[31]</a> Der Philosoph Karl Popper urteile nach einer ausführlichen Untersuchung der Psychotherapie, daß ihre Theorien, „obwohl sie sich als Wissenschaft ausgeben, tatsächlich mehr mit primitiven Mythen gemeinsam haben als mit Wissenschaft“.<a href="#_ftn32" name="_ftnref32">[32]</a></p>
<p>Viele weltliche Wissenschaftler und medizinische Psychiater haben die Wirksamkeit der weltlichen Psychoanalysemethoden untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, daß keine besondere Wirksamkeit nachgewiesen werden kann, wenn man berücksichtigt, daß es immer eine Anzahl von Fällen gibt, wo die Symptome ohne besondere Therapie wieder verschwinden oder ein Placeboeffekt wirksam ist. Mehrere vergleichende Untersuchungen ergaben, daß Gespräche mit nicht psychologisch ausgebildeten „Laien“ therapeutisch genauso wirksam waren wie die Therapiesitzungen professioneller Psychotherapeuten.<a href="#_ftn33" name="_ftnref33">[33]</a> In einem Forschungsbericht heißt es dazu: „… nachdem etwa 500 Ergebnisstudien untersucht worden sind, ist uns nicht ein einziger überzeugender Nachweis bekannt, daß der Nutzen der Psychotherapie für echte Patienten größer wäre als der von Plazebos.“<a href="#_ftn34" name="_ftnref34">[34]</a></p>
<p>Im Gegenteil gibt es viele Beweise dafür, daß die Psychotherapie mit ihrer Ego-Zentriertheit und ihrem Ansatz, die Schuld anderen Menschen in der Lebensumgebung zuzuweisen, vielfach beträchtlichen Schaden angerichtet hat. Martin und Deidre Bobgan bezeugen: „Wir haben zahlreiche Fälle von Personen gesehen, die als Ergebnis einer durchlaufenen Therapie eine ganze Familie geschädigt haben, einschließlich ihres Ehepartners, der Kinder, Eltern, Schwiegereltern und Freunde.“<a href="#_ftn35" name="_ftnref35">[35]</a> Eine zerstörerische Wirkung solcher Therapien ist es, daß die „Patienten“ vom Therapeuten bzw. immer neuen Therapien regerecht abhängig gemacht werden und meinen, ohne sie nicht mehr zurechtzukommen.<a href="#_ftn36" name="_ftnref36">[36]</a></p>
<p>Dr. Tana Dineen, eine klinische Psychologin, kommt in ihrem Buch <em>Manufacturing Victims</em> zu der Schlußfolgerung:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Psychologie stellt sich selbst als einen engagierten und fürsorglichen Berufsstand dar, der für das Wohl ihrer Klienten arbeitet. Aber sie läßt beschädigte Menschen zurück, zertrennte Familien, eine verbogene Rechtsprechung, zerstörte Firmen, und eine geschwächte Nation. Hinter der wohltätigen Fassade steht eine unersättliche, auf ihr Eigeninteresse bedachte Industrie, die „Fakten“ anbietet, die oft gar nicht begründet sind, eine „Therapie“ liefert, die für die Therapierten schädlich sein kann und einen Einfluß ausübt, der ruinöse Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft hat.<a href="#_ftn37" name="_ftnref37">[37]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Als Christen dürfen wir nicht auf die Weisheit dieser Welt vertrauen</em></p>
<p>Als Kinder Gottes sind wir nicht an die Spekulationen der weltlichen Experten gebunden. Wir werden hier an die überaus wichtige und folgenreiche Warnung des Wortes Gottes erinnert: <em>„<strong>Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,8</a>). Die heidnische Philosophie ist von Gott ausdrücklich verworfen worden. Von dieser „Liebe zur Weisheit“ (gr. <em>philo-sophia</em>) bezeugt der Apostel Paulus:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit (sophia) der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C19-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,19-24</a>)</em></p>
<p>Und kurz darauf kommt der Apostel noch einmal auf die Torheit der Menschenweisheit zu sprechen und betont, die Überlegenheit des göttlichen Offenbarungswortes, das er im Auftrag des Herrn niederschreiben durfte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft. Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat… (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C4-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,4-8</a>)</em></p>
<p>Diese Aussagen sind ein Aufruf, im Hinblick auf geistliche Dinge (und dazu gehören auch und Fehlentwicklungen des Glaubens und des Seelenlebens bei Kindern Gottes) nicht auf die nichtige, von Gott verworfene Menschenweisheit der Philosophie, Psychologie oder Theologie<a href="#_ftn38" name="_ftnref38">[38]</a> zu vertrauen, sondern allein auf das lebendige und kräftige Offenbarungswort Gottes. Nicht umsonst warnt uns der Apostel Paulus:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Der natürliche (od. seelische) Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muß.</em></strong><em> Der geistliche [Mensch] dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt; denn »wer hat den Sinn des Herrn erkannt, daß er ihn belehre?« Wir aber haben den Sinn des Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,14-16</a>)</em></p>
<p>Es ist also ein schwerwiegender Irrtum, wenn wir zur Lösung seelischer und damit letztlich geistlicher Probleme von Kindern Gottes die verfinsterten Gedanken von ungläubigen Psychologen heranziehen wollen.<a href="#_ftn39" name="_ftnref39">[39]</a> Dabei wollen wir aber festhalten, daß auch Gläubige in seltenen Fällen schwere psychische Erkrankungen erleiden können, die oftmals eine körperliche Komponente haben und ärztliche Behandlung erfordern können – allerdings nicht durch Psychologen oder Psychotherapeuten, sondern gegebenenfalls durch Fachärzte wie Neurologen oder Psychiater.</p>
<p>Aber für geistliche „Krankheiten des Glaubens“ gilt, daß uns hier nur das lebendige, kräftige und wirksame Wort Gottes weiterhelfen kann, von dem wir lesen: <em>„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,12</a>).</p>
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<p><em>Gottes Wort ist genügend für alle geistlichen Nöte und Bedürfnisse der Gläubigen!</em></p>
<p>Die gefährliche Verführung hinter der Werbung „christlicher Psychologen“ für eine Verschmelzung von Psychologie und Bibel liegt daran, daß damit stillschweigend unterstellt wird, die Bibel allein, Gottes wirksames inspiriertes Wort, sei nicht ausreichend, um die geistlichen und seelischen Probleme der modernen Christen zu lösen. Angeblich brauche es dazu die fragwürdigen „Erkenntnisse“ der weltlichen Psychologie und Psychotherapie, die man dann notdürftig mit Bibelworten garniert, um ihnen einen „biblischen“ Anschein zu verleihen.</p>
<p>Ergänzend dazu wird die Behauptung verbreitet, die „Einsichten“ der weltlichen Psychologie seinen von Gott anerkannt und wären Teil von „Gottes Wahrheit“. Die verführerische Losung lautet: „Alle Wahrheit ist Gottes Wahrheit“. Doch das ist eine Lüge.<a href="#_ftn40" name="_ftnref40">[40]</a> Wer so argumentiert, begeht einen ernsten Irrtum, indem er die von Gottes Geist eingegebenen heiligen Worte Gottes auf dieselbe Stufe stellt mit den vagen, verfinsterten Spekulationen unbekehrter Sünder, die sich ihren Expertenstatus nur anmaßen. Dabei wollen wir anerkennen, daß rein erfahrungsbasierte psychologische Methoden wie etwa eine Verhaltenstherapie unter bestimmten Umständen sicher begrenzten Nutzen haben können; unsere Kritik betrifft in erster Linie die von weltlicher Ideologie gelenkte humanistische Psychologie bzw. Psychoanalyse.</p>
<p>Die Bibel selbst lehrt, daß ihr Wort völlig ausreichend, um den Menschen Gottes, den Gläubigen, in allem zuzurüsten: <em>„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, <strong>damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16-17</a>). Christus betet für die Seinen: <em>„Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+17%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 17,17</a>).</p>
<p>Das Wort Gottes allein kann auch in die Tiefen des menschlichen Herzens dringen und Dinge bewußt machen, die dort angesiedelt sind: <em>„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, <strong>und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,12</a>). Göttliche Heilung geschieht durch das Wort Gottes: <em>„Er sandte sein Wort und machte sie gesund“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+107%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 107,20</a>). Die gesunde Lehre, das gesunde Wort der Apostel ist immer auch ein gesundmachendes, heilsames Wort (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C10%3B+6%2C3%3B+2Tim+1%2C13%3B+4%2C3%3B+Tit+1%2C9%2C+2%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,10; 6,3; 2Tim 1,13; 4,3; Tit 1,9, 2,1</a>). Dieses Gotteswort wollen wir jetzt auch als Prüfmaßstab heranziehen, um die modernen charismatischen Psychotherapiemethoden zu beurteilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die moderne Verführung der Christenheit durch die Psychologie</em></p>
<p>Die charismatische Bewegung der »Inneren Heilung« steht im direkten Zusammenhang mit einem etwa seit den 60er Jahren zunehmenden Einfluß weltlicher psychologischer Lehren auf die christliche Gemeinde.<a href="#_ftn41" name="_ftnref41">[41]</a> Was zunächst in gottlosen, liberaltheologischen Kreisen begann, hat sich mehr und mehr auch in evangelikal ausgerichteten Kreisen fortgesetzt: Die Seele des Menschen, seine Gefühle und Bedürfnisse, sein »Selbstwertgefühl« und seine »Verletzungen« geraten zunehmend ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Psychologische Fachbegriffe und Anschauungen prägen zahlreiche Bücher zu Seelsorge und Lebensberatung, die in den letzten Jahrzehnten großen Absatz fanden – ja, mehr noch, sie beeinflussen auch die Predigten und Bibelauslegungen vieler evangelikaler Prediger.</p>
<p>Ganz unmerklich verschieben sich die Maßstäbe, werden klare geistliche Aussagen der Bibel durch schillernde psychologische Begriffe ersetzt. War es früher für bibeltreue Christen klar, daß die Sünde, die sündige, verderbte, von Ichsucht und Rebellion geprägte menschliche Natur die Quelle alles Übels der menschlichen Existenz ist, so erwecken die »christlichen« Psychologen den Eindruck, das Grundübel seien die Verletzungen und Demütigungen, die dem seelischen Ichleben zugefügt werden.</p>
<p>Dahinter steckt die von Satan inspirierte humanistische Grundannahme, daß der Mensch im Innersten seines Wesens gut sei und nur durch die negativen Umstände schlechte Eigenschaften entwickle. Für den humanistischen Psychologen ist ein Kind gut und unschuldig; seine Probleme entstehen erst durch »negative« Erlebnisse, »Verletzungen« und »traumatische« Einflüsse. Wenn der Mensch sich selbst frei entfalten könne, dann sei der Weg zu Erfüllung und Lebensglück gebahnt, und die Aufgabe der Psychotherapie sei es, durch Auflösung »negativer« Einflüsse den Menschen zu diesem Lebensglück zu führen.</p>
<p>Die humanistische Psychologie ist mit dieser Weltanschauung alles andere als eine »neutrale« Wissenschaft. Sie ist eine Pseudoreligion von großer Ausstrahlungskraft, die die satanische Botschaft der Selbsterlösung unter Millionen von westlichen Menschen ausgebreitet hat. Dabei setzt sie zunehmend nicht nur auf die »Selbstheilungsfähigkeiten« der Vernunft und des Bewußtseins, sondern auch auf angebliche »Kraftquellen« des Unbewußten, der »geistigen Welt«, auf okkulte Techniken wie Meditation, Entspannungsmethoden, Hypnose und Suggestion, den Einsatz von »inneren Geistführern«, Visualisierung u. a.</p>
<p>Die Beziehung dieser falschen Religion zur New-Age-Bewegung wird immer stärker; beiden gemeinsam ist die Vergötzung des menschlichen Ich, der Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung. Getreu der teuflischen Losung »Ihr werdet sein wie Gott« dreht sich diese Religion um den Menschen als kleinen Gott, um die Entfaltung seines angeblich »guten« Potentials (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+10%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 10,18</a>). Es ist deshalb gefährlich und verwerflich, wenn viele moderne Christen, darunter auch das Gros charismatischer Seelsorger, eine „christliche Psychotherapie“ entwickeln, in welcher Aussagen der biblischen Lehre vermischt werden mit Theorien und Therapiemethoden weltlicher Psychologie. Dazu schreiben Martin und Deidre Bobgan:</p>
<p>Der große Unterschied zwischen denen, die biblisch (in der Seelsorge) dienen und denen, die die Psychologie integrieren, besteht darin, daß man sich im einen Fall allein auf das Wort Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes verläßt, während man im anderen Fall sich auf eine Kombination von menschlichen Meinungen und Elementen des christlichen Glaubens stützt. (…)</p>
<p>Wie gefährlich ist dieser wachsende Einfluß christlicher Psychologie in der Gemeinde? Wir glauben, daß er ein teuflisches Mittel darstellt, um der Gemeinde die Wege und Gedanken der Welt einzuflößen. Das wendet die Augen von Christus ab und hin zum Selbst. Es ersetzt das Wort Gottes mit Menschenweisheit und das Wirken des Heiligen Geistes mit menschlichem Einfallsreichtum. Es nährt das Fleisch und hindert geistliches Wachstum.<a href="#_ftn42" name="_ftnref42">[42]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das falsche Evangelium der Psychologie und das echte Evangelium sind unvereinbar</em></p>
<p>Gegenüber dieser »positiven«, für den sündigen Menschen oberflächlich betrachtet so wohltuend-»heilenden« Botschaft des psychologischen falschen Evangeliums hat das echte Evangelium für den modernen Menschen zunächst eine sehr »negative«, ja vielleicht sogar »verletzende« Botschaft bereit. Die Bibel sieht nämlich das von Gott abgelöste Selbstleben des Menschen mit seiner sündigen Selbstlieben und Selbstsucht als ein entscheidendes Hindernis für gesundes geistliches Leben. Der Apostel Paulus nennt als ein hervorstechendes Merkmal der unechten Endzeit-Christenheit: <em>„Denn die Menschen <strong>werden sich selbst lieben</strong> (w. Eigenliebige sein &#8211; gr. phil-autoi)“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1</a>).</p>
<p>Der Herr Jesus zeigt in seiner überaus wichtigen Aussage über echte Nachfolge, daß sie auf Selbstverleugnung statt Selbstliebe und Selbstverwirklichung beruht:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, <strong>schone dich selbst</strong>! Das widerfahre dir nur nicht! Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Weiche von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; <strong>denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!</strong> Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, <strong>so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich </strong>und folge mir nach! <strong>Denn wer sein Leben </strong>(od. seine Seele; sein seelisches Eigenleben, gr. psyche)<strong> retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C22-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,22-25</a>)</em></p>
<p>Der Gegensatz zwischen dem falschen »Evangelium des Selbstwerts« und dem biblischen Evangelium könnte nicht größer und schärfer sein. Der Herr Jesus sagt: <em>»Wer sein Leben liebt, wird es verlieren, und wer sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,25</a>). Das hier verwendete Wort für Leben ist <em>psychè</em> und kann auch »Seele« bedeuten. Schlachter 1905 übersetzt diese Stelle daher: »Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren.« Wir können in diesem Zusammenhang <em>psychè</em> als »seelisches Eigenleben« auffassen.</p>
<p>Dieses seelische Eigenleben des Menschen steht unter dem göttlichen Gericht; es gehört zu dem »alten Menschen«, der am Kreuz gerichtet und getötet ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,6</a>). Der »seelische Mensch« (gr. <em>psychikos</em>, auch übersetzt mit »natürlich«, »irdisch gesinnt«, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C14%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,14; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,19</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+3%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 3,15</a>) ist gerade der Gegensatz zum wiedergeborenen »geistlichen« Menschen; er hat den Heiligen Geist nicht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,20</a>) und ist Gott fremd. Von daher lehrt uns das Neue Testament gerade Selbstverleugnung und die Kreuzigung des Selbstlebens.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und <strong>nicht Gefallen an uns selbst zu haben</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+15%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 15,1</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,9</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, <strong>nicht mehr für sich selbst leben</strong>, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,15</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir</em></strong><em>. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen <strong>höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine</strong>, sondern jeder auf das des anderen. <strong>Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war</strong>, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er <strong>entäußerte sich selbst</strong>, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, <strong>erniedrigte er sich selbst</strong> und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C4-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,4-8</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Verführung durch »christliche Psychotherapie«</em></p>
<p>Und doch treten heute zahlreiche Menschen auf, die sich Christen nennen und z.T. als Pfarrer, Professoren oder Seelsorgeexperten einen Namen haben, die diese beiden unvereinbaren Botschaften miteinander verschmelzen wollen. Sie bieten der Gemeinde verschiedene Spielarten von »christlicher Therapie«, »christlicher Psychologie«, »therapeutischer Seelsorge« o. ä. an, um einem angeblich dringenden Mangel abzuhelfen und Christen in seelischen Nöten Hilfe zu geben. Manches von diesen »Konzepten« mag recht gut und biblisch klingen, aber es enthält Elemente einer Pseudoreligion, die erklärtermaßen gottfeindlich und für Gläubige geistliches Gift ist.<a href="#_ftn43" name="_ftnref43">[43]</a></p>
<p>Hier wird mit manipulativen Techniken gearbeitet, die einem anderen Geist und einem anderen Menschenbild als dem biblischen entstammen und keine gute geistliche Frucht bringen können. Ein verdorbener Baum kann keine gute Frucht bringen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,18</a>)! Und doch werden die verdorbenen Früchte vom Baum der weltlichen Psychologie, christlich eingepackt, dem Volk Gottes als heilbringende, gesunde Nahrung verkauft.</p>
<p>Der Kern auch der »christlichen« Psychotherapie ist es, das von der Sünde verderbte, gottfeindliche seelische Eigenleben des Menschen zu stärken, aufzupäppeln, zu flicken, zu »heilen«. Einer der führenden Köpfe dieser Bewegung, Bruce Narramore, schreibt: »Unter dem Einfluß der humanistischen Psychologen wie etwa Carl Rogers und Abraham Maslow haben viele von uns Christen zum ersten Mal unser Bedürfnis nach Liebe zu uns selbst und nach einem Selbstwertgefühl entdeckt. Das ist ein gutes und notwendiges Interesse.«<a href="#_ftn44" name="_ftnref44">[44]</a></p>
<p>Begriffe wie »Selbstwertgefühl«, »Selbstbild«, »Selbstannahme« gehören zu den Schlüsselworten des falschen Evangeliums. Es wurde im Amerika maßgeblich von dem Irrlehrer Norman Vincent Peale, einem prominenten Vertreter des „positiven Denkens“ eingeführt.<a href="#_ftn45" name="_ftnref45">[45]</a> Sein Schüler Robert Schuller, einer der führenden Propheten der neuen Bewegung, behauptet, daß das größte Verlangen des Menschen sein Hunger nach Selbstachtung sei, die er auch mit Stolz seines Menschseins (!!) gleichsetzt.<a href="#_ftn46" name="_ftnref46">[46]</a></p>
<p>Schuller versteigt sich soweit, eine »neue Reformation« zu proklamieren, die die gottzentrierte Theologie der ersten Reformation durch eine menschenzentrierte ersetzen solle, die auch die Psychologie mit einschließt. Diese neue Reformation werde »unser Interesse auf das heilige Recht eines jeden Menschen auf die Selbstwerterfahrung lenken«.<a href="#_ftn47" name="_ftnref47">[47]</a> Schuller, der ein auch im amerikanischen Fernsehen einflußreicher Prediger war („Hour of Power“), verkündet:</p>
<p>Die Liebe zu sich selbst ist die Krönung des Selbstwertgefühls. Sie ist eine erhebende Empfindung der Selbstachtung (…) ein bleibender Glaube an sich selbst, die aufrichtige Überzeugung vom eigenen Wert. Sie entsteht durch die Selbstentdeckung, die Selbstdisziplin, die Vergebung sich selbst gegenüber und die Annahme des eigenen Ichs. Und sie bringt Selbstvertrauen und eine innere Sicherheit hervor, die uns eine tiefe Ruhe gibt.<a href="#_ftn48" name="_ftnref48">[48]</a></p>
<p>Nicht immer wird der christlich verbrämte Humanismus so offen vertreten, aber seine Grundauffassungen liegen aller »christlichen Psychotherapie« zugrunde. Der Mensch ist nicht länger der verlorene, durch und durch verdorbene Sünder, der von sich mit Paulus bekennen muß:<em> »Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,18</a>) – im Gegenteil, in ihm steckt angeblich viel mehr Gutes, als er ahnt, und gerade die »fehlende Selbstannahme«, das »negative Selbstbild« sind die tiefsten Wurzeln all seiner Probleme, auch seines »Fehlverhaltens«.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Umdeutung biblischer Grundbegriffe</em></p>
<p>»Sünde« hat in einem solchen Konzept keinen rechten Platz mehr; sie entspringt auch nicht mehr der verderbten menschlichen Natur, dem bösen Herzen, sondern »Ablehnungsgefühlen« und »Verletzungen«, die »kompensiert« wurden. Diese satanisch inspirierte Selbstgerechtigkeit und Selbsterhöhung geht sogar so weit, daß Christen dazu angeleitet werden, nicht nur »sich selbst zu vergeben« (was ja nur eine Bestätigung des »guten Selbst« ist), sondern auch – welch üble Lästerung – Gott »zu vergeben« für das, was Er ihnen angeblich »angetan« hat!! Der Mensch wird zum unschuldigen »Opfer«, und Gott soll auf die Anklagebank gebracht werden, als einer, dem »vergeben« werden müsse. Welche Verblendung des ichhaften Menschen wird hier offenbar!</p>
<p>Mit Recht sagt Dave Hunt: „Die Psychologie bietet faule Ausreden für Faulheit, Rebellion und Sünde. Niemand ist schuldig, jeder ist ein Opfer. Das Herz ist nicht böse, wie die Bibel wiederholt feststellt; fehlende Selbstachtung ist das Problem, wie James Dobson und andere ‚Experten‘ erklären – eine Wahnidee, die sie von der Welt importiert haben. Sünde ist zur ‚psychischen Erkrankung‘ geworden, die nicht Buße erfordert, sondern Therapie.“<a href="#_ftn49" name="_ftnref49">[49]</a></p>
<p>Der »alte Mensch« muß nicht länger <em>abgelegt</em>, sondern »geheilt« und aufgebaut werden, indem der Hilfesuchende erkennt, wie gut und positiv er eigentlich ist, daß Gott ihn angeblich so liebe und annehme, wie er ist, und daß er es auch tun müsse. Während die Bibel es als eines der schlimmen Zeichen der letzten Tage bezeichnet, daß die Menschen »sich selbst lieben« werden (<em>phil-autoi</em>, auch übersetzt mit »eigensüchtig / selbstsüchtig sein«, »viel von sich halten« <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,2</a> – Elb), wird genau diese Eigenschaft von redegewandten Verführern als <em>die</em> christliche Grundtugend angepriesen.</p>
<p>Die christlichen Therapeuten versuchen, dem Menschen einzureden, er sei etwas, sei gut und wertvoll und solle sich selbst entfalten; die Bibel sagt uns, daß wir in uns selbst ganz verdorben und nichtig sind und unser egoistisches Eigenleben verlieren und verleugnen sollen. Das Wort Gottes stellt uns den Herrn Jesus als Vorbild vor Augen, der <em>»nicht an sich selbst Gefallen«</em> hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+15%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 15,3</a>). Es ermahnt uns:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C5-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,5-8</a>)</em></p>
<p>Die Frucht solcher verderblichen Lehren ist im Grunde, daß der Mensch nicht mehr im Letzten für seine Sünden verantwortlich ist; das boshafte, stolze, selbstsüchtige Eigenleben wird gerechtfertigt und die Sünde mit »Verletzungen«, letztlich mit äußeren Umständen entschuldigt.</p>
<p>Auch wenn solche Leute noch das Wort »Buße« im Mund führen, ist es doch durch die humanistisch-psychologischen Irrtümer von seinem biblischen Gehalt entleert. Jesus Christus ist hier nicht mehr der Heiland der Sünder, sondern der Heiler der Verletzten. So gewiß Jesus Christus die heilt, die verletzt sind – Er kann das nur bei solchen tun, die als verlorene Sünder Buße getan haben und Ihn als Herrn und Erretter anerkennen, nicht nur als Arzt, bei dem man Hilfe sucht, um dann weiter eigensüchtig und ohne echte Lebenshingabe seinen Weg zu gehen.</p>
<p>Hier scheiden sich die Geister, und jeder bibeltreue Christ ist aufgerufen, diesen verführerischen Irrlehren zu widerstehen und das Seine dazu zu tun, die vielen vor allem jüngeren Christen, die von solchen falschen Strömungen beeinflußt werden, zu warnen und zum biblischen Weg zurückzuweisen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">C. Heilung und Zurechtbringung finden wir in Christus</span></h2>
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<p>Angesichts des verführerischen Heilungsangebotes aus den Reihen der Charismatischen Bewegung wie auch aus gewissen evangelikal eingestuften Strömungen ist es von großer Wichtigkeit, die biblische Wahrheit von der vollen Genüge in Christus festzuhalten und den Glaubensweg der Kreuzesnachfolge und Selbstverleugnung gegen alle irrgeistigen Verfälschungen und psychologischen Umdeutungen zu verteidigen.</p>
<p>Wenn wir diesen »Weg dem Lamme nach« vertrauensvoll und gehorsam gehen, dann werden wir mehr und mehr los von uns selbst, von unserem verkehrten alten Wesen und allen Lasten der Vergangenheit. Jeder, der so von sich auf seinen Herrn und Heiland hinwegschaut, darf letztlich erfahren, daß die Verheißung unseres Herrn Jesus Christus immer noch gilt: <em>»Wenn</em> <em>euch</em> <em>nun</em> <em>der</em> <em>Sohn</em> <em>frei</em> <em>machen wird,</em> <em>so</em> <em>seid</em> <em>ihr</em> <em>wirklich</em> <em>frei«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,36</a>).</p>
<p>Es kann und soll nicht abgestritten werden, daß Christen in ihrem Leben manchmal sehr schwere Dinge durchzumachen haben und bisweilen Prägungen aus ihrer Vergangenheit mitbekommen haben, die ihr geistliches Leben beeinträchtigen können. Die entscheidende Frage ist nur: Wie gehen wir mit solchen Dingen um? Liegt die Lösung in einer Beschäftigung mit uns selbst, mit unseren Problemen und »Verletzungen«, in „Analyse“ und „Therapie“, oder liegt sie im genauen Gegenteil – in der entschlossenen Abkehr von uns selbst, von unserem Eigenleben einschließlich unserer Vergangenheit, in einer ebenso entschlossenen Hinwendung zu unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus?</p>
<p>Daß das zweitere der richtige, biblische Weg ist, war 1900 Jahre wohl jedem ernsthaften Nachfolger Jesu Christi bewußt. Daß der gegenteilige Weg heute so attraktiv erscheint und so viele Christen sich von dieser Verführung beeinflussen lassen, liegt nicht zuletzt an den oberflächlichen Bekehrungen, dem Steckenbleiben im Seelischen und Fleischlichen, der verbreiteten Selbstsucht und Kreuzesscheu unter den Christen dieser letzten Zeit (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>).</p>
<p>Ja, das Kreuz ist ein zunehmend unpopuläres Thema unter den heutigen Christen geworden. Die tiefere Bedeutung des Kreuzestodes Jesu Christi für unser Leben erkennen wohl nur noch wenige Gläubige, und doch liegt hier die Befreiung von allen Lasten des alten Lebens. Georg Steinberger, ein pietistischer Prediger und Seelsorger aus dem letzten Jahrhundert, hat diese Wahrheit in die folgenden Worte gefaßt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Praktische Heiligung ist ein <em>Heilwerden</em> von dem falschen Leben, von dem Ichleben. Die falsche Heiligungsbewegung bewegt den Menschen in die Höhe und macht aus seinem Ich etwas, das andere anstaunen und bewundern sollen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die biblische Heiligungsbewegung führt den Menschen zum Kreuz und zeigt ihm, daß seine Natur so schlecht ist, daß Gott dieselbe im Kreuz als verflucht beiseite gesetzt hat, und daß unser eigenes Ich im Kreuz gerichtet und dem Tode übergeben worden ist. Dann hören wir auf, die Natur beschneiden und verbessern und sie mit einem Heiligenschein überkleiden zu wollen; aber dann hören wir auch auf, verzagt zu werden, wenn wir nichts Gutes in uns finden, in dem Gott anknüpfen könnte.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Denn jede Heiligungsbewegung, die nicht vom Kreuz ausgeht, ist falsch und endet entweder im geistlichen Hochmut oder in Schwermut. Am Kreuz sind wir <em>eins</em> gemacht worden mit Seinem Tod (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m.+6%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm. 6,5</a>). Und die am Kreuz mit Ihm eins Gewordenen führt der Geist der Heiligung weiter in die Wege Jesu hinein, die so eingerichtet sind, daß unser Eigenleben praktisch darin umkommen muß. </p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn nach <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m.+6%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm. 6,22</a> die Heiligung eine Frucht ist des Freigemachtseins von der Sünde, so muß Heiligung auch heißen: freigemacht sein von sich selbst. Denn alle Versuchungen knüpfen an unsere Selbstsucht an. Ohne Selbstsucht gäbe es keine Sünde. Darum nimmt der Feind immer Stellung für unser eigenes Ich, hilft unserer Selbstsucht auf, geht aus nach Brot für unser Eigenleben. Er ist der beste Freund unseres eigenen Ichs und ist sehr besorgt, daß dieser Funke aus der Hölle in uns nicht erlöscht (…).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Jede Nahrung, die dein Ichleben stärkt, ist Brot aus der Hölle, und jede Stimme, die dein Eigenleben in Schutz nimmt, ist eine Satansstimme. Petrus wollte Jesu Leben in Schutz nehmen, und Jesus wandte sich um und sprach ›Satan!‹ Darin war Jesus nicht in erster Linie hart gegen Petrus, sondern <em>hart</em> <em>gegen</em> <em>sich</em> <em>selbst</em>, weil Er nicht erlaubte, daß Petrus in unrichtiger Weise Partei ergreifen sollte für Sein Leben. Die Erlösung kam dadurch zustande, daß Gott Seines eigenen Sohnes nicht verschonte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6.+8%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Rö. 8,32</a>), und deine Erlösung wird dadurch praktisch, daß du deines eigenen Lebens nicht schonst.«<a href="#_ftn50" name="_ftnref50">[50]</a></p>
<p>Wenn wir erkennen, daß der Sinn des Kreuzestodes Jesu Christi ist, daß <em>»die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,15</a>), wenn wir erkennen, daß wir hineingetauft sind in den Tod Jesu Christi samt unserem Ichleben, samt all unseren selbstsüchtigen Begierden und samt all unserer Vergangenheit mit ihren Sünden und »Verletzungen«, dann erkennen wir das Kreuz als ein gött­liches Mittel zur Befreiung von allem Alten, das uns noch ankleben will.</p>
<p>Gott hat uns mitgerichtet, als Er Seinen Sohn ans Kreuz gab; unser alter Mensch ist mitgekreuzigt, wir sind einsgemacht mit Seinem Tod. Wir dürfen im Glauben erkennen, daß wir mit Christus gestorben <em>sind</em> – das ist eine vollendete Tatsache, die Gott gewirkt hat, denn wir können uns nicht selbst kreuzigen. Gott hat auch ein Ziel mit diesem Werk am Kreuz: Wir sollen <em>»in einem neuen Leben wandeln«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,4</a>). Paulus konnte bekennen: <em>»Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>).</p>
<p>So kann das Wunder geschehen: <em>»Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>). »Das Alte ist vergangen«. In Christus haben wir auch Befreiung von den Lasten der Vergangenheit, sind nicht gebunden durch vergangene Sünden, Flüche oder belastende Erlebnisse. Wir wissen, daß wir aus unserer nichtigen, von den Vätern überlieferten Lebensweise losgekauft wurden durch das kostbare Blut des Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,18-19</a>). Wenn uns diesbezügliche Belastungen bewußt werden, dürfen wir sie dem Herrn bringen und Ihn einfach bitten, daß Er uns davon freimacht und uns in Seinem neuen Leben wandeln läßt.</p>
<p>Solchermaßen erlöst, können wir wie Paulus sagen: <em>»Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,13-14</a>). Diese uns von Gott geschenkte Stellung in Christus auch im Glauben einzunehmen und in unserem Leben zu verwirklichen, ist die Grundlage des biblischen Weges zu Befreiung und Neuwerden. <em>»Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, <strong>das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes</strong>, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>).</p>
<p>Das alte seelische Leben soll nicht aufgepäppelt und geheilt, sondern abgelegt und verleugnet werden; wir sollen den neuen Menschen anziehen und im Geist wandeln, im Gehorsam gegen das Wort Gottes und im ständigen Vertrauen auf die wirksame Gnade unseres Herrn Jesus. Das Hinwegblicken von uns selbst und unseren Schwierigkeiten auf Ihn, unseren Herrn und Erlöser, unser Leben, läßt uns neu werden. In Ihm haben wir alles, was wir nur brauchen. Wo es uns mangelt, da mangelt es an der geistlichen Erkenntnis des Christus, an der Glaubensbeziehung zu Ihm, an Gehorsam und Hingabe.</p>
<p>Viele Christen brauchen hier ganz sicherlich biblisch gegründete Hilfestellung, um Fehlentwicklungen zu überwinden und das Alte ganz ablegen zu können. Solche Hilfestellung ist in erster Linie in echter biblischer, geistlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu finden, in der der Herr durch Ermahnung, Ermutigung, Belehrung und praktische Hilfe zurechtbringen kann. Wer im Rahmen einer solchen Gemeinschaft für den Herrn lebt, Ihm dient und im Glauben vorwärtsgeht, wird oft feststellen, daß auch tiefgreifende Probleme sich unmerklich lösen, ohne daß sie in langwieriger »Behandlung« »aufgearbeitet« wurden.<a href="#_ftn51" name="_ftnref51">[51]</a></p>
<p>In manchen Fällen werden intensivere Gespräche oder ein besonderer, geschützter Rahmen unvermeidlich sein; aber in jedem Fall gilt, daß eine solche Hilfe, wenn sie in geistlicher Liebe und nicht im Seelischen geschieht, den Hilfesuchenden zum Herrn selbst weisen wird, zu Seinem Kreuz. Sie kann dem Bedürfnis des Fleisches nach seelischem Mitleid und Dauerzuwendung nicht entsprechen, weil der Hilfesuchende sonst an Menschen statt an den Herrn gebunden würde und von echter Heilung abgehalten würde. Sie stellt ihn vor klare Schritte der Buße, des Gehorsams, der Selbstverleugnung. Wer aber bereit ist, aufrichtig diesen Weg zu gehen, der darf ganz gewiß auch die verwandelnde Gnade Gottes erfahren, der auch in unser Leben spricht: <em>»Siehe, ich mache alles neu!« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+21%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 21,5</a>).</p>
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<p><em>Dieser Beitrag ist ein überarbeiteter Auszug aus dem 2026 erscheinenden Buch von Rudolf Ebertshäuser: <strong>Falsche Propheten der Endzeit. Die Pfingst- und Charismatische Bewegung im Licht der Bibel </strong>(Kapitel II/4: „‘Innere Heilung‘ oder Verführung der Seele? Charismatische ‚Seelsorge‘-Praktiken unter der Lupe“)</em></p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Nachdem heute gerade auch in charismatischen Kreisen vielfach ein verwässertes, oberflächliches Evangelium verkündet wird, habe ich in meinem Buch <em>Gottes Weg zur Errettung. Eine Erklärung des biblischen Evangeliums für Suchende</em> eine gründliche Darstellung des biblischen Heilsweges unternommen. Viele charismatische Christen haben nie eine klare Verkündigung der biblischen Heilsbotschaft gehört und sind leider nicht zur Wiedergeburt durchgedrungen – das gilt auch für viele moderne evangelikale Christen. Daraus ergeben sich viele schwerwiegende seelsorgerliche Probleme und Verwicklungen. In dem Buch wird genau erklärt, was Buße, Glaube und Bekehrung wirklich bedeutet und wie ein Mensch zur Neugeburt aus dem Geist kommen kann.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Diese Zusammenhänge habe ich ausführlicher erklärt in meinem Buch <em>Seid heilig, denn ich bin heilig!</em>. Sie werden auch in meinen Büchern <em>Ein guter Start im Glaubensleben</em> und <em>Gesundes Wachstum in Christus</em> vertieft und auf unseren Lebenswandel bezogen behandelt.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Wichtige vertiefende Hinweise zu einem gesunden Glaubensleben vermitteln meine Bücher <em>Ein guter Start im Glaubensleben, Gesundes Wachstum in Christus, „Seid heilig, denn ich bin heilig!“, Gottesfurcht </em>und <em>Paßt euch nicht der Welt an!</em></p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,31</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C11-14%3B+15%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,11-14; 15,14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C16%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,16; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C13.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,13.</a></p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Vgl. dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C17%3B+12%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,17; 12,7</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C6.26%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,6.26; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,21</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28%3B+2%2C7%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28; 2,7; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C10%3B+3%2C2%3B+4%2C6.11.13.16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,10; 3,2; 4,6.11.13.16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24%3B+3%2C16%3B+4%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24; 3,16; 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9%3B+2%2C1.3.7%3B+2%2C15.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9; 2,1.3.7; 2,15.</a></p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Vgl. zum Stichwort „zurechtweisen“ (<em>noutheteo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C11%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,11; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,1</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C12%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,12; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C15%3B+1Tim+5%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,15; 1Tim 5,20</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C25%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,25; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C13%3B+2%2C15%3B+3%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,13; 2,15; 3,10</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,5.</a></p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Vgl. zum Stichwort „ermahnen“ (<em>para-kaleo</em>; <em>noutheteo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C8%3B+15%2C14.30%3B+16%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,8; 15,14.30; 16,17</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C10%3B+4%2C14.16%3B+14%2C3.31%3B+16%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,10; 4,14.16; 14,3.31; 16,15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C1%3A+10%2C1%3B+13%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,1: 10,1; 13,11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C1%3B+6%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,1; 6,4</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C1%3B+4%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,1; 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C11%3B+4%2C1.10%3B+5%2C11.14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,11; 4,1.10; 5,11.14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C1%3B+4%2C13%3B+5%2C1.21%3B+6%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,1; 4,13; 5,1.21; 6,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9%3B+2%2C6.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9; 2,6.15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C13%3B+10%2C25%3B+13%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,13; 10,25; 13,22</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C11%3B+5%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,11; 5,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3.</a></p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Vgl. zum Stichwort „ermuntern/ermutigen“ (<em>para-kaleo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+18%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 18,27</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C14%3B+2%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,14; 2,19</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C2%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,2; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+6%2C18.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 6,18.</a></p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Vgl. zum Stichwort „trösten/Trost“ u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C12%3B15%2C4.5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,12;15,4.5</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+4%2C13%3B+14%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 4,13; 14,3</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C4.6%3B+7%2C7.13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,4.6; 7,7.13</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C22%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,22; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C8.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,8.11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+3%2C2.7%3B+4%2C18%3B+5%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 3,2.7; 4,18; 5,14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C16%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,16; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phlm+1%2C7.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phlm 1,7.</a></p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C15-19%3B+3%2C14-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,15-19; 3,14-21</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C3-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,3-11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C3-14%3B+4%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,3-14; 4,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C2-7%3B+5%2C23-24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,2-7; 5,23-24</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C3-4%3B+2%2C13-17.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,3-4; 2,13-17.</a></p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Eine sehr wertvolle Darstellung neutestamentlicher Seelsorge für heute findet sich bei Martin und Deidre Bobgan, <em>Competent to Minister. The Biblical Care of Souls.</em> Die Verfasser betonen den Dienst einfacher Gläubiger und der Gemeindehirten im Rahmen der örtlichen Gemeinde und sprechen sich gegen professionelle bezahlte „Seelsorger“ außerhalb der Gemeinden aus.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Nachdem heute gerade auch in charismatischen Kreisen vielfach ein verwässertes, oberflächliches Evangelium verkündet wird, habe ich in meinem Buch <em>Gottes Weg zur Errettung. Eine Erklärung des biblischen Evangeliums für Suchende</em> eine gründliche Darstellung des biblischen Heilsweges unternommen. Viele charismatische Christen haben nie eine klare Verkündigung der biblischen Heilsbotschaft gehört und sind leider nicht zur Wiedergeburt durchgedrungen – das gilt auch für viele moderne evangelikale Christen. Daraus ergeben sich viele schwerwiegende seelsorgerliche Probleme und Verwicklungen. In dem Buch wird genau erklärt, was Buße, Glaube und Bekehrung wirklich bedeutet und wie ein Mensch zur Neugeburt aus dem Geist kommen kann.</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Diese Zusammenhänge habe ich ausführlicher erklärt in meinem Buch <em>Seid heilig, denn ich bin heilig!</em>. Sie werden auch in meinen Büchern <em>Ein guter Start im Glaubensleben</em> und <em>Gesundes Wachstum in Christus</em> vertieft und auf unseren Lebenswandel bezogen behandelt.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Wichtige vertiefende Hinweise zu einem gesunden Glaubensleben vermitteln meine Bücher <em>Ein guter Start im Glaubensleben, Gesundes Wachstum in Christus, „Seid heilig, denn ich bin heilig!“, Gottesfurcht </em>und <em>Paßt euch nicht der Welt an!</em></p>
<p><a href="#_ftnref15" name="_ftn15">[15]</a> Vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,31</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C11-14%3B+15%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,11-14; 15,14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C16%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,16; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C13.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,13.</a></p>
<p><a href="#_ftnref16" name="_ftn16">[16]</a> Vgl. dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C17%3B+12%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,17; 12,7</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C6.26%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,6.26; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,21</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28%3B+2%2C7%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28; 2,7; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C10%3B+3%2C2%3B+4%2C6.11.13.16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,10; 3,2; 4,6.11.13.16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24%3B+3%2C16%3B+4%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24; 3,16; 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9%3B+2%2C1.3.7%3B+2%2C15.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9; 2,1.3.7; 2,15.</a></p>
<p><a href="#_ftnref17" name="_ftn17">[17]</a> Vgl. zum Stichwort „zurechtweisen“ (<em>noutheteo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C11%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,11; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,1</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C12%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,12; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C15%3B+1Tim+5%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,15; 1Tim 5,20</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C25%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,25; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C13%3B+2%2C15%3B+3%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,13; 2,15; 3,10</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C5.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,5.</a></p>
<p><a href="#_ftnref18" name="_ftn18">[18]</a> Vgl. zum Stichwort „ermahnen“ (<em>para-kaleo</em>; <em>noutheteo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C8%3B+15%2C14.30%3B+16%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,8; 15,14.30; 16,17</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C10%3B+4%2C14.16%3B+14%2C3.31%3B+16%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,10; 4,14.16; 14,3.31; 16,15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C1%3A+10%2C1%3B+13%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,1: 10,1; 13,11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C1%3B+6%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,1; 6,4</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C1%3B+4%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,1; 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28%3B+3%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28; 3,16</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C11%3B+4%2C1.10%3B+5%2C11.14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,11; 4,1.10; 5,11.14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C1%3B+4%2C13%3B+5%2C1.21%3B+6%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,1; 4,13; 5,1.21; 6,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+1%2C9%3B+2%2C6.15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 1,9; 2,6.15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+3%2C13%3B+10%2C25%3B+13%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 3,13; 10,25; 13,22</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C11%3B+5%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,11; 5,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3.</a></p>
<p><a href="#_ftnref19" name="_ftn19">[19]</a> Vgl. zum Stichwort „ermuntern/ermutigen“ (<em>para-kaleo</em>) die Vorkommen u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+18%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 18,27</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C14%3B+2%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,14; 2,19</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C2%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,2; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+6%2C18.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 6,18.</a></p>
<p><a href="#_ftnref20" name="_ftn20">[20]</a> Vgl. zum Stichwort „trösten/Trost“ u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C12%3B15%2C4.5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,12;15,4.5</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+4%2C13%3B+14%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 4,13; 14,3</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C4.6%3B+7%2C7.13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,4.6; 7,7.13</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C22%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,22; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C8.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,8.11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+3%2C2.7%3B+4%2C18%3B+5%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 3,2.7; 4,18; 5,14</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C16%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,16; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phlm+1%2C7.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phlm 1,7.</a></p>
<p><a href="#_ftnref21" name="_ftn21">[21]</a> Vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C15-19%3B+3%2C14-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,15-19; 3,14-21</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C3-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,3-11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C3-14%3B+4%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,3-14; 4,12</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C2-7%3B+5%2C23-24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,2-7; 5,23-24</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C3-4%3B+2%2C13-17.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,3-4; 2,13-17.</a></p>
<p><a href="#_ftnref22" name="_ftn22">[22]</a> Eine sehr wertvolle Darstellung neutestamentlicher Seelsorge für heute findet sich bei Martin und Deidre Bobgan, <em>Competent to Minister. The Biblical Care of Souls.</em> Die Verfasser betonen den Dienst einfacher Gläubiger und der Gemeindehirten im Rahmen der örtlichen Gemeinde und sprechen sich gegen professionelle bezahlte „Seelsorger“ außerhalb der Gemeinden aus.</p>
<p><a href="#_ftnref23" name="_ftn23">[23]</a> Für diesen Abschnitt wurden u. a. folgende charismatischen Werke herangezogen: B. Tapscott, <em>Innere</em> <em>Heilung</em>; B. Tapscott / R. DeGrandis, <em>Heilung</em> <em>des</em> <em>Selbstbildes</em>; F. MacNutt, <em>Die</em> <em>Kraft</em> <em>zu</em> <em>heilen</em>; Wimber/Springer, <em>Heilung</em>, S. 83-100.</p>
<p><a href="#_ftnref24" name="_ftn24">[24]</a> MacNutt, aaO, S. 123.</p>
<p><a href="#_ftnref25" name="_ftn25">[25]</a> Tapscott, aaO, S. 26.</p>
<p><a href="#_ftnref26" name="_ftn26">[26]</a> Vgl. Hunt / McMahon, <em>Psychology and the Church. Critical Questions – Crucial Answers</em> und Bobgan / Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>. Die psychologisch ausgerichtete Amerikanische Vereinigung christlicher Seelsorger hat 50.000 Mitglieder (Hunt / McMahon, S. 46-47).</p>
<p><a href="#_ftnref27" name="_ftn27">[27]</a> Vgl. zum Thema „Innere Heilung“ auch den aufschlußreichen Aufsatz von Roland Antholzer: „Zur Ruhe kommen – auf der Couch oder am Kreuz?, in Maleachi-Kreis (Hrsg.), <em>Gefährliche Stille!,</em> S. 97-119.</p>
<p><a href="#_ftnref28" name="_ftn28">[28]</a> Eine sehr sachkundige und klare Kritik der weltlichen psychologischen und psychotherapeutischen Ansätze vom bibeltreuen Standpunkt aus findet sich bei Martin und Deidre Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>.</p>
<p><a href="#_ftnref29" name="_ftn29">[29]</a> Belege dafür bei Bobgan / Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>, S. 99-214; Hunt / McMahon: <em>Psychology and the Church</em>, S. 19; 49; 50-51; 235.</p>
<p><a href="#_ftnref30" name="_ftn30">[30]</a> Zitat nach Hunt / McMahon, <em>Psychology</em>, S. 235.</p>
<p><a href="#_ftnref31" name="_ftn31">[31]</a> Zitat nach Hunt / McMahon, aaO, S. 49.</p>
<p><a href="#_ftnref32" name="_ftn32">[32]</a> Zitat nach Hunt / McMahon, aaO, S. 19.</p>
<p><a href="#_ftnref33" name="_ftn33">[33]</a> Ausführliche Nachweise bei Bobgan / Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>, S. 65-98.</p>
<p><a href="#_ftnref34" name="_ftn34">[34]</a> Zitiert n. ebd., S. 77.</p>
<p><a href="#_ftnref35" name="_ftn35">[35]</a> Ebd., S. 94.</p>
<p><a href="#_ftnref36" name="_ftn36">[36]</a> Der Psychologe Bernie Zilbergeld schreibt: „Eine der durchgängigsten und wichtigsten Auswirkungen von Therapie ist das Verlangen nach mehr Therapie (…) es ist nicht länger ungewöhnlich, Menschen zu treffen, die nach (…) einen Therapeuten suchen, der die Probleme löst, die in einer vorhergehenden Therapie verursacht wurden.“ Zitiert n. Hunt / McMahon, <em>Psychology</em>, S. 298.</p>
<p><a href="#_ftnref37" name="_ftn37">[37]</a> Tana Dineen,<em> Manufacturing Victims: What the Psychology Industry is Doing to People</em>, Westmount (Robert Davies Publishing) 1996, S. 15-16; zitiert n. Hunt / McMahon, aaO, S. 107.</p>
<p><a href="#_ftnref38" name="_ftn38">[38]</a> Ich verstehe unter „Theologie“ die von den vom Glauben abgefallenen Kirchen entwickelte Mischung aus Philosophie und biblischen Teilwahrheiten; im Gegensatz dazu sehe ich die von Gott gegebene biblische <em>Lehre</em>, die sich ausschließlich auf die Bibel selbst stützt und keine Zuflucht zur heidnischen Philosophie nimmt. Vgl. meine Schrift <em>Theologie oder gesunde Lehre? Eine Warnung vor den geistlichen Gefahren der Theologie und des Theologiestudiums</em> (Quelle: https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/theologie-oder-gesunde-lehre/).</p>
<p><a href="#_ftnref39" name="_ftn39">[39]</a> Eine umfassende Kritik psychologischer Methoden in der christlichen Seelsorge findet sich – neben den bereits erwähnten Werken &#8211; u.a. in folgenden Büchern: Martin u. Deidre Bobgan, <em>Psychotherapie oder biblische Seelsorge</em>; dieselben: <em>Psychoheresy</em>. <em>The Psychological Seduction of Christianity</em>; Jim Owen:<em> Christliche Psychologie im Krieg mit Gottes Wort. Die Victimisierung des Gläubigen</em>; E. S. Williams:<em> The Dark Side of Christian Counselling</em><em>; </em>Roland Antholzer / Thomas Schirrmacher:<em> Psychotherapie – der fatale Irrtum</em>.</p>
<p><a href="#_ftnref40" name="_ftn40">[40]</a> Mit Recht schreibt Dave Hunt: „‘Alle Wahrheit ist Gottes Wahrheit‘ ist eine große Lüge Satans, die die gottlosen, von Antichristen übernommenen Theorien rechtfertigen soll, auf welche die ‚christliche Psychologie‘ gegründet ist.“ Hunt / McMahon, <em>Psychology</em>, S. 65.</p>
<p><a href="#_ftnref41" name="_ftn41">[41]</a> Zu diesem Thema finden sich sehr klare Ausführungen in den älteren Büchern von Hunt / McMahon, <em>Die Verführung der Christenheit </em>und Hunt, <em>Rückkehr zum biblischen Christentum.</em> Diese beiden Bücher sollte jeder Verantwortliche in der Gemeinde und jeder wachsame Christ aufmerksam studieren. Viele dort für die USA berichteten verführerischen Strömungen sind inzwischen längst auch bei uns angekommen, und es ist gut, wenn wir diese gefährlichen Entwicklungen kennen und durchschauen. Eine ausführlichere, sehr lesenswerte Darstellung zum Thema findet sich auch in dem neueren Buch von Hunt / McMahon, <em>Psychology and the Church</em>, das leider nur auf englisch erhältlich ist.</p>
<p><a href="#_ftnref42" name="_ftn42">[42]</a> Bobgan / Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>, S. 62-63. Neben dem zitierten Werk finden sich auch in ihrem Buch <em>Psychoheresy</em> zahlreiche Beispiele und kritische Argumente in bezug auf „christliche Psychologie“.</p>
<p><a href="#_ftnref43" name="_ftn43">[43]</a> Die Bobgans zitieren den berühmten weltlichen Psychiater Thomas Szaz, der offen erklärt, daß die Psychotherapie „nicht bloß der Religion gegenüber gleichgültig ist, sondern ihr unversöhnlich feindlich gegenübersteht. Darin liegt eine der höchsten Ironien der modernen Psychotherapie: sie ist nicht nur eine Religion, die vorgibt, eine Wissenschaft zu sein, sie ist eigentlich eine falsche Religion, die die echte Religion zu zerstören sucht“ (zit. n. Bobgan / Bobgan, <em>The End of „Christian Psychology“</em>, S. 107-108). Ein Psychiater stellte fest: „Die Psychiatrie steht nur mit denjenigen Formen von Religion im Streit, welche die Lehre von der Erbsünde betonen. Jeder Glaube, der den Gedanken hervorhebt, daß der Mensch von Natur als böse ist, steht im Konflikt mit der grundsätzlich humanistischen Herangehensweise, der die Psychiatrie folgen muß“ (ebd., S. 108). Sie zitieren auch den berühmten Psychologen Carl Rogers, der offen erklärt: „Ja, es ist wahr, Psychotherapie ist subversiv. … Die Therapie, die Theorien und die Techniken, fördern ein neues Verständnis des Menschen, daß im Gegensatz zu dem traditionell akzeptierten steht“ (ebd., S. 111).</p>
<p><a href="#_ftnref44" name="_ftn44">[44]</a> Zit. n. Hunt, <em>Rückkehr</em>, S. 148.</p>
<p><a href="#_ftnref45" name="_ftn45">[45]</a> Vgl. Hunt / McMahon, <em>Psychology and the Church</em>, S. 10-13.</p>
<p><a href="#_ftnref46" name="_ftn46">[46]</a> Vgl. Tapscott / De Grandis, aaO, S. 21. Diese beiden charismatischen Autoren zitieren Schuller neben David Seamands und Norman Wright zustimmend und rühmen sein Werk <em>Self-Esteem</em> als »ausgezeichnet«.</p>
<p><a href="#_ftnref47" name="_ftn47">[47]</a> Zit. n. Hunt, <em>Rückkehr</em>, S. 184-185.</p>
<p><a href="#_ftnref48" name="_ftn48">[48]</a> Zit. n. ebd., S. 163.</p>
<p><a href="#_ftnref49" name="_ftn49">[49]</a> Hunt / McMahon, <em>Psychology</em>, S. 101.</p>
<p><a href="#_ftnref50" name="_ftn50">[50]</a> G. Steinberger, <em>Kleine</em> <em>Lichter</em> <em>auf</em> <em>dem</em> <em>Weg</em> <em>der</em> <em>Nachfolge</em>, S. 61-62. Wertvolle Hinweise auf den biblischen Wandel als Mitgekreuzigte geben auch die anderen Werke dieses Autors: <em>Der</em> <em>Weg</em> <em>dem</em> <em>Lamme</em> <em>nach</em>, <em>In</em> <em>den</em> <em>Spuren</em> <em>Jesu</em>, <em>Komm</em> <em>zum</em> <em>Kreuz</em> und <em>Das</em> <em>Geheimnis</em> <em>eines</em> <em>siegreichen</em> <em>Lebens</em>, sowie J. Lohmann, <em>Nicht</em> <em>ich … </em>und <em>Tausendfache</em> <em>Kraft</em>.</p>
<p><a href="#_ftnref51" name="_ftn51">[51]</a> Dazu gibt es auch eine ausführlichere Ausarbeitung des Verfassers: https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/05/siehe-ich-mache-alles-neu-wie-glaeubige-seelische-noete-ueberwinden-koennen/.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/12/biblische-seelsorge-statt-christlicher-psychologie-gedanken-ueber-die-gefahren-humanistischer-psychologie-fuer-christen/">Biblische Seelsorge statt „christlicher Psychologie“: Gedanken über die Gefahren humanistischer Psychologie für Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Christ und die Macht des Widersachers</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/11/der-christ-und-die-macht-des-widersachers-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 18:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Satan]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7732</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; 1. Was die Bibel über den Satan und die Dämonen lehrt &#160; Zunächst wollen wir uns in aller nötigen Kürze vor Augen führen, was Gottes Wort über den Satan und seine dienstbaren Geister, die Dämonen, sagt.[1] Eine ausgewogene und gesunde Lehre ist gerade auch in dieser Frage unerläßlich, wenn man gefährliche falschlehren durchschauen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/11/der-christ-und-die-macht-des-widersachers-2/">Der Christ und die Macht des Widersachers</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Was die Bibel über den Satan und die Dämonen lehrt</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zunächst wollen wir uns in aller nötigen Kürze vor Augen führen, was Gottes Wort über den Satan und seine dienstbaren Geister, die Dämonen, sagt.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Eine ausgewogene und gesunde Lehre ist gerade auch in dieser Frage unerläßlich, wenn man gefährliche falschlehren durchschauen und vermeiden will.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das Wesen des gefallenen Engels und Widersachers</em></p>
<p>Die Bibel zeigt, daß der Satan (hebr. Widersacher / Feind) ein mächtiges Engelwesen ist, das ursprünglich wie alle Geschöpfe gut geschaffen war, ausgestattet mit einem freien Willen und großer Macht und Herrlichkeit. Die Engel sind Geistwesen, die im Vergleich zu uns Menschen mehr Macht und Wissen besitzen und sich in den himmlischen Regionen aufhalten, aber auch auf der Erde erscheinen und wirken können. Dieses hochgestellte Engelwesen, das andeutungsweise in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hesekiel+28%2C12-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hesekiel 28,12-18</a> geschildert wird, hat sich schon vor dem Sündenfall des Menschen gegen Gott erhoben; in seinem Hochmut wollte es sich selbst zu Gott machen und dem wahren Gott Anbetung und Macht rauben. In diesen Abfall hat es offenkundig eine größere Zahl von Engeln mit hineingezogen, die nun als „seine Engel“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,9</a>) und als Dämonen oder unreine, böse Geister bezeichnet werden.</p>
<p>Der Satan ist ein geschaffenes Wesen, von großer Macht und List, aber weit davon entfernt, Gott gleich zu sein. Der ewige, heilige Gott der Bibel, der Schöpfer und Allherrscher, ist allein allmächtig, allgegenwärtig und allwissend. Der Satan, der auch als Teufel (<em>diabolos</em> = Durcheinanderwerfer, Verkläger) sowie als Schlange und Drache bezeichnet wird (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,9</a>), ist begrenzt in seiner Macht und seinem Wissen; er ist Gott unterworfen, hat aber von Gott für eine begrenzte Zeit eine gewisse Machtstellung in der gefallenen Welt bekommen.</p>
<p>Er wird deshalb als der <em>„Fürst dieser Welt“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C31%3B+14%2C30%3B+16%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,31; 14,30; 16,11</a>) bezeichnet und auch, weil er hinter den Götzen dieser Welt steckt und sich so von den Sündern verehren läßt, als der <em>„Gott dieser Weltzeit“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,4</a>). Sein Fürstentum kommt von Gott, und er hat immer noch eine gewisse Machtstellung, die ihm auch Zutritt zum Thronsaal Gottes verschafft (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+1%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 1,6</a>); wir dürfen ihn deshalb nicht unterschätzen, geringschätzen oder lästern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C10-11%3B+Jud+1%2C8-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,10-11; Jud 1,8-10</a>); wir dürfen aber auch seine Macht nicht überschätzen und ihm in falscher Weise Ehre und Aufmerksamkeit erweisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das zerstörerische Wirken des Teufels und seiner Engel</em></p>
<p>Der Satan ist durch und durch böse, hochmütig und von tiefem Haß gegen den ewigen Gott erfüllt. Er hat viel Weisheit und List und verfügt über eine begrenzte, aber für den natürlichen Menschen überwältigende Macht, die er durch seine ihm dienstbaren Geister ausübt, weshalb der Herr Jesus auch vom Reich (Königreich) des Teufels spricht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+12%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 12,26</a>). Unter den gefallenen Engeln gibt es offensichtlich ein Machtgefüge; es wird von Engelfürsten gesprochen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+10%2C13.20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 10,13.20</a>); es gibt in der Geisteswelt „Herrschaften, (…) Gewalten, (…) Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, (…) geistliche [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,12</a>). Aber die Einzelheiten dieser Hierarchie sind uns nicht geoffenbart, und wir sollten uns vor Spekulationen und falscher Neugier hüten.</p>
<p>Der Satan haßt auch die Menschen und tut alles, um sie zur Auflehnung gegen Gott zu verführen und mit in das Zorngericht des Höllenfeuers hineinzureißen, von dem er genau weiß, daß es über ihn beschlossen ist, und dem er nicht entrinnen kann. Er ist ein listiger Verführer, ein Lügner und Betrüger (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C44b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,44b</a>), und er ist auch ein Mörder der Menschen, der es liebt, Leid und Verderbnis, Qual und Not über die Menschen zu bringen, die ihm folgen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C44a&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,44a</a>). Er lockt sie mit Versprechungen von Macht, Erfolg und Lustbefriedigung, er verspricht ihnen zügellose „Freiheit“ und fängt sie dadurch in seinen Fallstricken (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,26</a>); er versklavt und beherrscht sie, er reizt sie, alle möglichen bösen und widerlichen Sünden zu begehen, er quält und erniedrigt sie und reißt sie in den Tod.</p>
<p>Die ihm dienenden bösen Geister werden im NT sehr oft „Dämonen“ genannt.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Die Bibel lehrt uns nichts Systematisches über deren Wirken, aber sie zeigt, daß sie in vielfältiger Weise auf ungläubige, sündige Menschen einwirken, daß sie Menschen bisweilen krank machen, in ihnen Wahnsinn und zerstörerisches Verhalten auslösen, sie binden und niederwerfen können, sie stumm machen können oder durch sie Wahrsagebotschaften verkünden können. Sie verleihen solchen Menschen, die von ihnen bewohnt und kontrolliert werden, übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten. Solche Menschen, in denen Dämonen wohnen und die sie kontrollieren, werden im NT als „dämonisiert“ bezeichnet (in deutschen Bibeln in der Regel mit „besessen“ übersetzt).<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Verstrickung der Menschen in Götzendienst und Okkultismus</em></p>
<p>Obwohl jeder unbekehrte Mensch unter der Herrschaft und im Machtbereich des Teufels lebt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13%3B+Apg+26%2C18%3B+Eph+2%2C1-3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13; Apg 26,18; Eph 2,1-3</a>), zeigt die Erfahrung wie auch das Zeugnis der Schrift, daß es eine von Gott verordnete Schranke für das Wirken der Dämonen gibt, so daß massive dämonische Einwirkung nur bei Menschen auftritt, die sich bewußt selbst für die Welt der bösen Geister geöffnet und ihre Hilfe in Anspruch genommen haben. Das geschieht im Heidentum sehr häufig, weil alle heidnischen Religionen mit Magie und Zauberei und Anbetung von Götzen verbunden sind, hinter denen die Dämonen und letztlich der Teufel stehen. Auch im Judentum war zur Zeit Jesu Christi die Verstrickung in Magie und Okkultismus, deren schlimmster Ausdruck die Geheimlehre der Kabbala ist, weit verbreitet, wie die häufigen Dämonenaustreibungen im NT zeigen.</p>
<p>Die menschlichen Religionen hatten und haben alle eine mehr oder weniger ausgeprägte Ausrichtung auf die jenseitige Welt, die Welt der Geister und Götter. Die durch die Sünde von Gott getrennten Menschen haben instinktiv um die Existenz von Geistwesen gewußt, die mächtiger sind und mehr wissen als sie. Doch sie streckten sich nicht nach dem allein wahren Gott aus, sondern verfielen in Götzendienst, und das ist eine schwere Sünde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18-32%3B+Ps+96%2C5%3B+Jes+42%2C8%3B+Offb+9%2C20%3B+21%2C8%3B+22%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18-32; Ps 96,5; Jes 42,8; Offb 9,20; 21,8; 22,15</a>). Auch Israel, das Volk Gottes im alten Bund, ergab sich dem Götzendienst, und das war seine schlimmste Sünde (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+19%2C4%3B+26%2C1%3B+5Mo+32%2C15-42%3B+Jer+18%2C15%3B+Hes+6%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 19,4; 26,1; 5Mo 32,15-42; Jer 18,15; Hes 6,9</a>). Dieser Götzendienst, die Anrufung falscher Götter und Geistwesen um Hilfe und deren Verehrung durch Opfer und Anbetung, ist seinem Wesen nach immer eine Verehrung und Anrufung von Dämonen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+32%2C16-20%3B+3Mo+17%2C7%3B+1Kor+10%2C20-22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 32,16-20; 3Mo 17,7; 1Kor 10,20-22</a>).</p>
<p>Aller Götzendienst ist verbunden mit dem Bestreben des Menschen, durch Kontakt mit der Geisterwelt für sich selbst Vorteile zu erlangen: Macht, Erfolg, Lustbefriedigung, Gesundheit und Reichtum; dem dienten alle Spielarten der Magie, Zauberei und Wahrsagerei. Zugleich strebte der sündige Mensch danach, durch Zuhilfenahme der bösen Geister den Feinden Schaden zuzufügen. Alle heidnischen Religionen kannten deshalb Mittler und Kanäle zu der Geisterwelt – Zauberer und Schamanen, Medizinmänner und Geistheiler, Wahrsager und Medien, Geisterbeschwörer und Götzendpriester, denen übernatürliche Macht und Fähigkeiten zur Kommunikation mit jenseitigen Geistern zugeschrieben wurde.</p>
<p>Von all dem müssen sich die Angehörigen des Volkes Gottes ernstlich hüten. Immer wieder finden wir in der Bibel das strenge Gebot des heiligen Gottes, daß die Angehörigen des Gottesvolkes alle Spielarten des Götzendienstes und der Zauberei meiden sollten:</p>
<p><em>Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern ist, tiefer als die Erdoberfläche. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+5%2C6-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 5,6-11</a>)</em></p>
<p><em>Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, so sollst du nicht lernen, nach den Greueln jener Heidenvölker zu handeln. Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten; denn diese Heidenvölker, die du aus ihrem Besitz vertreiben sollst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber erlaubt der HERR, dein Gott, so etwas nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+18%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 18,9-14</a>)</em></p>
<p>Das gilt natürlich auch für die neutestamentlichen Gläubigen, die sich von den Götzen zu Gott bekehrt haben, um dem allein wahren Gott zu dienen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 1,9</a>). Götzendienst und Zauberei sind schwerwiegende Sünden gegen den großen Gott, der die Gläubigen aus Heiden und Juden um des Blutes Jesu Christi willen begnadigt und angenommen hat. Die Gläubigen in Christus sind aufgefordert, sich von aller Macht und Verführung Satans durch klare Buße abzukehren und ihrem Gott in Heiligkeit zu dienen.</p>
<p><em>Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst! Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage! (…) Was sage ich nun? Dass ein Götze etwas sei, oder dass ein Götzenopfer etwas sei? Nein, sondern dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C14-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,14-22</a>)</em></p>
<p><em>Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14</a> &#8211; 7,1)</em></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. Der Christ und die Macht des Widersachers</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn wir im folgenden die Stellung eines Gläubigen in Christus dem Widersacher gegenüber kurz umreißen, dann muß betont werden, daß diese Ausführungen nur für wahrhaft gläubige, durch Gottes Geist und den Samen des Wortes von neuem gezeugte Gotteskinder gelten. Menschen, die noch nicht durchgedrungen sind zu einer echten, klaren Bekehrung »von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+26%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 26,18</a>), stehen immer noch unter der Herrschaft Satans, wie jeder natürliche, nicht wiedergeborene Mensch, auch wenn er vielleicht von einer schwarmgeistigen Religiosität erfaßt wurde.</p>
<p>Dies muß so gesagt werden, weil es vor allem in der Charismatischen Bewegung durchaus nicht selten ist, daß Menschen ohne klare, biblische Verkündigung des Evangeliums unter dem Einfluß des dämonischen Schwarmgeistes eine »Entscheidung für Jesus« treffen und von diesem trügerischen Geist erfüllt werden, ohne jemals eine wahre, vom Heiligen Geist bewirkte Wiedergeburt erlebt zu haben. Sie meinen, sie seien Christen, sogar besonders erleuchtete und vollmächtige Christen, und sind in Wahrheit immer noch in der Finsternis, zweifach betrogene Sünder. Denn Errettung und Gotteskindschaft haben nach der Schrift die Voraussetzung, daß das Wort Gottes, das wahre Evangelium gehört und geglaubt wird und eine klare Abkehr von der Sünde und eine Aufnahme des wahren Sohnes Gottes als Herrn und Erlöser erfolgt.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Dort, wo ein anderer Geist wirkt, wo ein anderes Evangelium verkündigt wird und ein anderer Jesus, dort sind echte biblische Bekehrungen keineswegs die Regel; in manchen Kreisen sind sie eher selten. Dafür trifft man in diesen Kreisen Menschen, die sich aufgrund von schwarmgeistigen <em>Erlebnissen</em> (etwa Visionen, Gefühlen beim »Ruhen im Geist«, falschen Wunderheilungen usw.) und einer »Predigt«, die ihnen ein erfolgreiches, tolles, dynamisches »Super-Leben« versprach, »zu Jesus bekehrt« haben, ohne daß die echte Frucht eines Wiedergeburtslebens bei ihnen erkennbar ist.</p>
<p>Bei solchen Menschen können durch die dämonische »Geistestaufe« zuweilen seelische Erkrankungen, frühere mediale Veranlagungen und dämonische Einflüsse noch verstärkt werden, so daß sie in einen Zustand seelischer und geistlicher Zerrüttung und Gebundenheit kommen. Sie können erst wirklich frei werden, wenn sie durch Gottes Gnade von ihrem irrgeistigen religiösen Wahn loskommen und sich wahrhaft zu dem biblischen Herrn und Heiland Jesus Christus bekehren. Anderenfalls stehen sie wie andere Sünder und Kinder der Finsternis immer noch unter der Herrschaft des Fürsten dieser Welt, der sie beeinflussen, quälen und durch falschreligiöse Offenbarungen verführen kann.</p>
<p>Denn die eigentliche Grundlage für die Herrschaft und Einwirkung des Teufels und seiner Dämonen auf unbekehrte Sünder ist nicht nur die vor Gott aufgehäufte Schuld und Sünde, die sie von Gott trennt, sondern auch der verderbte, durch die Sünde vergiftete Zustand ihres Herzens, die vom Sündenfall geprägte menschliche Natur, die sich in Eigensucht, Hochmut, Haß, Unversöhnlichkeit, Lügenhaftigkeit, Machtgier und anderen sündigen Haltungen äußert. Jeder, der noch unter der Herrschaft des »Fleisches« lebt, wie es die Bibel nennt, steht automatisch unter der Herrschaft Satans und kann von ihm angegriffen, gebunden und verführt werden. Konsequenterweise bezeichnet die Bibel daher auch Okkultsünden wie Zauberei und Götzendienst als Werke des Fleisches (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>).</p>
<p>Nur der klare Bruch mit der Sünde und das gläubige Erfassen des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi, die bewußte Unterstellung unter Seine Herrschaft führen zur biblischen Errettung, die zugleich auch eine Befreiung von aller Kontrolle des Satans im Leben eines Menschen beinhaltet. Dann sind wir, um ein Schlüsselwort dieses Kapitels zu zitieren, <em>»errettet aus der Herrschaft der Finsternis</em>“ und <em>„versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Unsere Stellung in Christus gegenüber der Macht der Finsternis</span></h3>
<p>Wer sich in Wahrheit von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott bekehrt und im Glauben den Herrn Jesus Christus als Erretter und Herrn angenommen hat, ist Teilhaber an einer wunderbaren Erlösung, einem herrlichen Heil geworden. Der stellvertretende Sühnetod Jesu Christi am Kreuz, Sein für uns vergossenes Blut tilgt alle unsere Sündenschuld, die uns von Gott trennte und dem Satan Herrschaftsrecht über uns gab. In der Kraft Seiner Auferstehung sind die, die an Ihn glauben, herausgenommen aus der Macht Satans und zu einer neuen Schöpfung geworden, hineinversetzt in das himmlische Reich des Christus. In Seinem herrlichen Namen ist vollkommene Errettung von der Sünde und damit auch vor der Macht Satans!</p>
<p>Diese völlige Erlösung und Befreiung können wir aber nur dann auch wirklich einnehmen und in unserem Leben erfahren, wenn wir sie im rechten Glauben erfassen, denn wir wandeln im Glauben an die unsichtbaren, geistlichen Heilstatsachen, nicht schon im Schauen, Spüren und Fühlen. Obwohl jedes Gotteskind seiner Stellung in Christus nach einen gleichen Anteil an diesem Heil hat, ist doch das Ausleben und Erleben dieser Stellung in Christus sehr unterschiedlich.</p>
<p>Wieweit wir uns am Heil in Christus erfreuen und es in unserem Leben auch erfahren können, hängt im wesentlichen von drei Voraussetzungen ab.</p>
<p>*  Zum einen kommt es entscheidend auf unsere <em>Herzenshaltung</em> Gott gegenüber an; es macht einen großen Unterschied, ob wir in geistlicher Gesinnung wandeln, in Aufrichtigkeit, Demut, Gehorsam und Gottesfurcht, in echtem Glauben und Hingabe an unseren Herrn, oder ob wir in fleischlich-selbstsüchtiger Gesinnung wandeln, unaufrichtig, zwiespältig, voll Weltliebe, seelisch-gefühlsabhängig und dem Wort ungehorsam (vgl. u. a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+2%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 2; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,1-3</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,11-14</a>).</p>
<p>*  Eine wichtige Grundlage der Freiheit in Christus ist die klare <em>Erkenntnis</em> dessen, wer wir in Christus sind und was unser Herr in Seinem vollkommenen Sühnopfer für uns bereitet hat. Ein aufmerksames, betendes Lesen in der Schrift, besonders in den Briefen des NT, und ein Wachsen in der gesunden Lehre sind die Voraussetzung für ein gesundes Glaubensleben. Hier herrscht viel Not in der Gemeinde. Aufgrund des Mangels an guter, biblischer Lehre und durch den Einfluß falscher Menschenlehren wissen viele Gläubige nicht, was ihnen geschenkt ist, und der Feind kann sie umdunkeln, ängstigen und berauben.</p>
<p>*  Zur Erkenntnis des Wortes Gottes müssen jedoch auch der <em>Glaube</em> und der <em>Gehorsam</em> kommen. Die geoffenbarten Heilswahrheiten der Schrift werden in vielem erst dann für mich zur Realität, wenn ich sie im Glauben für mich erfasse und im Gehorsam umsetze. Wenn ich mit den unsichtbaren Realitäten des Lebens in Christus nicht rechne, nicht von ihnen überzeugt bin, dann kann der Feind mich durch Gefühle, Gedanken und Erlebnisse verunsichern und irreführen.</p>
<p>Hier sollen einige wenige, kurze Andeutungen folgen, die uns den Blick für die Herrlichkeit und die vielfachen Segnungen unserer Stellung in Christus öffnen mögen, die sich erst nach und nach dem erschließen, der das Wort Gottes mit offenem Herzen liest. Der Verfasser schreibt sie nieder als einer, der selbst erst ein wenig von dieser Fülle erkennen durfte und doch bezeugen kann, wie befreiend und aufbauend die biblische Wahrheit nach Jahren schwarmgeistiger Irrlehre wirkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die vollkommene Erlösung in Christus</em></p>
<p>Die alles entscheidende, felsenfeste Grundlage unserer völligen Erlösung ist der Herr Jesus Christus selbst. Durch Seinen stellvertretenden Kreuzestod, durch Sein vergossenes Blut hat Er Gott ein einmaliges, heiliges, vollkommen genügendes Sühnopfer dargebracht, das das ewig gültige Fundament unseres Heils ist. Durch dieses Sühnopfer ist alle unsere Schuld und Sünde für immer getilgt und weggetan, wenn wir es im Glauben für uns annehmen und uns Jesus Christus als unserem Herrn und Heiland ausliefern.</p>
<p>Durch die Auferweckung Jesu Christi aus den Toten hat Gott die Gültigkeit dieses Sühnopfers besiegelt und damit auch uns gerechtgesprochen, die wir Christus angehören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+4%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 4,25</a>). Er hat Seinen Sohn zum Erstling der neuen Schöpfung gemacht: Christus ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,18</a>). Aber Gott hat damit auch alle, die Christus angehören, mitauferweckt, mitlebendig gemacht durch die Kraft des Auferstehungslebens Christi, an dem wir Anteil haben.</p>
<p><em>Auch euch [hat er auferweckt], die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.</em></p>
<p><em>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! – und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus.</em></p>
<p><em>Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. (Eph</em> <em>2,1-10)</em></p>
<p>In Christus haben wir ewiges Leben, Leben aus Gott, und sind eine neue Schöpfung, durch die der Tod und die Sünde, das »Alte« grundsätzlich überwunden ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C15-17%3B+2Pt+1%2C4%3B+Gal+6%2C15%3B+R%C3%B6m+6%2C4-11%3B+R%C3%B6m+8%2C5-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,15-17; 2Pt 1,4; Gal 6,15; Röm 6,4-11; Röm 8,5-17</a>). Gott hat uns bei der Wiedergeburt durch die Taufe mit dem Heiligen Geist in Christus versetzt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6</a>); Er hat bewirkt, daß wir mit Christus gekreuzigt, gestorben, begraben und auferweckt sind. Der Kreuzestod Jesu Christi und Sein Auferstehungsleben ist in uns wirksam, damit unsere alte Sündennatur unwirksam gemacht wird und wir in Neuheit des Lebens wandeln können (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C6.4%3B+Gal+2%2C20%3B+Gal+5%2C24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,6.4; Gal 2,20; Gal 5,24</a>). Durch den Glauben dürfen wir erkennen, daß wir unserem sündigen Eigenleben gestorben sind, damit wir in Seiner Kraft für Ihn, unseren Herrn, leben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C10-11%3B+2Kor+5%2C14-15%3B+Kol+3%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,10-11; 2Kor 5,14-15; Kol 3,3</a>) und Tag für Tag mit dem rechnen, was Er in uns vollbracht hat und vollbringt.</p>
<p>Durch Buße und Glauben an Christus haben wir den alten Menschen ausgezogen (d. h. die sündhafte Herzenshaltung und Gesinnung unseres alten Lebens) und den neuen Menschen angezogen, <em>»der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C20-24%3B+vgl.+Kol+3%2C8-11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,20-24; vgl. Kol 3,8-11</a>).</p>
<p>Das Fleisch, unsere sündhafte menschliche Natur, ist zwar noch vorhanden, solange wir in diesem Leib der gefallenen Schöpfung leben; wir erreichen in dieser Heilszeit nicht einen Zustand der Perfektion oder Sündlosigkeit, wie es manche falsche »Heiligungs«lehrer verkünden. Aber kraft der Erlösung in Christus müssen wir nicht mehr dem Fleisch gehorchen und der Sünde dienen; seine Begierden müssen uns nicht mehr versklaven und beherrschen; wir können im Glauben die Sünde und das Fleisch überwinden und im Geist wandeln. <em>»Wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,6-7</a>).</p>
<p>All das sind Aussagen der Heiligen Schrift über unsere <em>Stellung</em> <em>in</em> <em>Christus;</em> es ist ein Werk Gottes in Christus an uns, das wir nur durch Glauben empfangen und annehmen können, indem wir uns dafür halten und mit den uns zugesagten unsichtbaren Tatsachen glaubend rechnen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,11</a>).</p>
<p>Wieweit wir diese uns zugesicherten Heilsgüter in unserem <em>Wandel,</em> in unserem alltäglichen Glaubensleben verwirklichen können, ist eine andere Sache; hier müssen wir immer wieder feststellen, wie wenig wir im Grunde auf der Höhe und in der Kraft der uns geschenkten Gnade zu leben vermögen. Hierin zu wachsen und zuzunehmen durch Buße und Erneuerung der Gesinnung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C23%3B+R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,23; Röm 12,2</a>) sowie durch zunehmende Erkenntnis und geistliche Reife (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C15-23%3B+Eph+4%2C13-16%3B+Phil+1%2C9-11%3B+Kol+1%2C29%3B+4%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,15-23; Eph 4,13-16; Phil 1,9-11; Kol 1,29; 4,12</a>), ist eine stete Herausforderung für jeden treuen Gläubigen.</p>
<p>Biblisches Glaubensleben bedeutet, daß wir trotz all unseres Versagens beständig mit dieser unserer Gnadenstellung in Christus rechnen, immer neu auf das bauen, was unser Herr und Heiland für uns und in uns vollbracht hat und was wir in Ihm (und nicht in uns selbst!) sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Die Errettung aus der Macht der Finsternis</span></h3>
<p>Für unser Thema sind nun vor allem jene Aussagen bedeutsam, die die Heilige Schrift über die Stellung eines Gotteskindes gegenüber dem Satan und seinen Dämonen macht. Hier wollen wir zuerst die zentrale Stelle anführen:</p>
<p><em>Er [Gott, der Vater] hat <strong>uns errettet aus der Herrschaft</strong> [od. dem Machtbereich, der Gewalt] <strong>der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe</strong>, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.</em> <em>(Kol</em> <em>1,12-14)</em></p>
<p>Dieses Wort zeigt uns, was Gott an denen tut, die an Jesus Christus glauben, und zwar in dem Moment, wo sie sich <em>»bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+26%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 26,18</a>). Paulus sagt denen, die Christus angehören, daß Gott sie aus der Macht der Finsternis errettet <em>hat</em>, daß sie nicht mehr unter der Macht und Kontrolle des Widersachers stehen, sondern hineinversetzt <em>sind</em> in das himmlische Reich Jesu Christi. Diese Errettung, dieser grundlegende, radikale Herrschaftswechsel wird uns im Wort Gottes als ein abgeschlossenes Handeln Gottes gezeigt: <em>»Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,8</a>).</p>
<p><strong>Es ist sehr wichtig, zu verstehen, daß unsere Herauslösung aus allen Herrschaftsansprüchen Satans eine vollendete Tatsache ist, die aufgrund des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi von Gott selbst gewirkt wurde und die der Satan niemals von sich aus rückgängig machen kann. </strong>Gott bekräftigt diesen Herrschaftswechsel, indem er jeden Gläubigen versiegelt hat mit dem Heiligen Geist der Verheißung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,13</a>). Dieses Siegel bedeutet nach dem Rechtsbrauch des Altertums das Zeichen, daß ein erworbener Gegenstand rechtmäßig dem neuen Eigentümer gehört. Dazu schreibt Albert von der Kammer:</p>
<p>So ist es auch mit dem Gläubigen. Erkauft durch das Lösegeld des kostbaren Blutes Jesu Christi, ist er jetzt ein Schaf Christi und Gottes unverletzbares Eigentum, auf das Gott Sein Eigentumssiegel gedrückt hat. Obgleich wir inmitten der Welt des Unglaubens gehen und stehen, gehören wir ihr doch nicht mehr an, sondern sind eines anderen geworden, ›des aus den Toten Auferweckten‹, dessen Siegel wir jetzt tragen. (…) Sobald ein Beamter das Staats- oder Gerichtssiegel einem Gegenstand aufdrückt, ist der Gegenstand für jeden anderen unantastbar. So sind auch wir Sein unverletzliches Eigentum. Die Macht eines Staates mag nicht hinreichen, die Unverletzbarkeit seines Siegels zu schützen; der aber uns versiegelt hat <em>auf</em> <em>den</em> <em>Tag</em> <em>der</em> <em>Erlösung,</em> dessen Macht reicht aus, jedes Schaf bis zum Tag der Erlösung zu bewahren.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>Wir sind als Gläubige <em>in</em> <em>Christus;</em> wir sind mit Ihm versetzt in die Himmelswelt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,6</a>), ja, unser Leben ist <em>»verborgen mit dem Christus in Gott« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,3</a>) – wie könnte uns da der Satan angreifen oder gar beherrschen? Das Wort Gottes sagt uns, daß der Böse einen aus Gott Geborenen nicht willkürlich antasten kann (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,18</a>). Jede Einwirkung des Satans auf ein Kind Gottes ist nur möglich, wenn Gott selbst sie aus erzieherischen Gründen zuläßt (vgl. Hiob, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+22%2C31-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 22,31-32</a>) oder wenn der Gläubige dem Feind selbst durch Aberglauben, Öffnung für Irrgeister oder Verharren in Sünde dazu Raum gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Ein wiedergeborenes Gotteskind kann nicht »besessen« sein</span></h3>
<p>Christus, der König der Könige, ist in uns – wo Er, der Herr der Herrlichkeit, Seine Königsherrschaft im Leben eines wahren Gotteskindes aufgerichtet hat, da kann kein Dämon mehr herrschen oder Kontrolle ausüben. <strong>Die vielfach vertretene Lehre, nach der ein Gotteskind »besessen« sein könnte, ist daher irreführend und falsch. Besessenheit ist nach den Aussagen der Heiligen Schrift nur bei nicht wiedergeborenen Sündern möglich. </strong>Genauso ist es unbiblisch und irreführend, von einer »Innewohnung« von Dämonen bei Gläubigen zu sprechen. Wenn der Heilige Geist in einem Menschen wohnt, kann dieser nicht von Dämonen bewohnt sein. Der Tempel Gottes kann nicht zugleich ein Tempel von bösen Geistern sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+3%2C16%3B+1Kor+6%2C11.19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 3,16; 1Kor 6,11.19</a>).</p>
<p>Wohl spricht das Wort Gottes von der ernsten Möglichkeit, daß Gotteskinder Gemeinschaft mit Dämonen haben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,20</a>) und einen falschen Geist »empfangen« können (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>). Beides ist nach unserer Überzeugung in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der Fall, wie auch die erschreckende Tatsache, daß Gotteskinder durch leichtfertige Öffnung für einen falschen Geist zum Sprachrohr für dämonische Botschaften werden können (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C3%3B+2Thess+2%2C2%3A+eine+irref%C3%BChrende+Botschaft+in+der+Gemeinde+erfolgte+%C2%BBdurch+Geist%C2%AB&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,3; 2Thess 2,2: eine irreführende Botschaft in der Gemeinde erfolgte »durch Geist«</a>).</p>
<p>Von der Gesamtaussage der Bibel her ist es am zutreffendsten, davon zu sprechen, daß Gläubige sich für das Wirken falscher Geister öffnen und ihnen Raum geben können; es wäre jedoch falsch und irreführend, von einer Innewohnung oder gar Besessenheit auszugehen. Zwar mag es in Ausnahmefällen auch bei Gotteskindern, die dem Feind durch schwere Sünden, Auslieferung des Willens oder Öffnung für falsche Geister o.ä. starke Einwirkungsmöglichkeiten gegeben haben, zu Symptomen kommen, die denen Besessener ähneln, aber dennoch darf man diese Wirkungen des Feindes nicht als Besessenheit deuten oder behandeln.</p>
<p>Entweder ein Mensch steht unter der Herrschaft Satans – dann ist er ein Kind der Finsternis und muß sich bekehren, um frei zu werden. Oder ein Mensch steht unter der Herrschaft Jesu Christi – dann ist er ein Kind des Lichts und kann durch Buße und gläubiges Erfassen seiner Stellung in Christus frei werden. Bei einem Kind Gottes kann der Feind nur in Teilbereichen des Lebens und nur begrenzt Kontrolle ausüben; die wahre Herrschaft über das Leben eines Gotteskindes liegt in der Hand seines Herrn.</p>
<p>Ein Gläubiger, der eine klare Abkehr von seinen Sünden vollzogen hat und in der Heiligung lebt, kann vom Feind nicht wirklich angetastet, willkürlich angegriffen oder beherrscht werden. Er ist völlig beschützt und bewahrt durch seinen Erlöser und Herrn. Dies bedeutet allerdings nicht, daß er vor allen <em>Versuchungen</em> und <em>Anfechtungen</em> bewahrt würde – diese Angriffe des Feindes gehören vielmehr zur Glaubenserziehung eines jeden Gotteskindes, und der Herr Jesus erspart sie uns nicht, sondern trägt uns durch sie hindurch und lehrt uns, in ihnen zu überwinden.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Christus hat uns von allen Flüchen und Anrechten des Feindes erlöst</span></h3>
<p>Es ist völlig unbiblisch und zerstörerisch, wenn falsche Lehrer behaupten, ein Gotteskind sei noch unter dem Bann von Flüchen oder okkulten »Belastungen« seiner Voreltern, die alle einzeln erkannt und »gelöst« werden müßten. Das Wort Gottes lehrt uns, daß wir <em>erlöst</em> <em>worden</em> <em>sind</em> von unserem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel mit dem kostbaren Blut Jesu Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,19</a>). Für die Schuld unserer Väter gilt wie für unsere eigenen Okkultsünden vor der Bekehrung: <em>»Aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,11</a>); <em>»Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>).</p>
<p>Alle Anrechte des Feindes sind durch das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi am Kreuz getilgt und unwirksam gemacht – es sei denn, der Gläubige hat sich von bestimmten Sünden, okkulten Fähigkeiten oder Praktiken nicht klar und bewußt abgewandt, sondern hält noch an ihnen fest. In diesem Fall bedarf es aber lediglich einer klaren Abkehr, um die Erlösung auch für diese Punkte wirksam zu machen und dem Feind jegliche Einwirkung zu verwehren. Grundsätzlich gilt für jeden wahren Gläubigen:</p>
<p><em>Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. (Kol</em> <em>2,13-15)</em></p>
<p>Preis sei unserem Herrn Jesus Christus! <strong>Dieser Sieg über den Feind und seine Mächte, diese unsere Befreiung ist bereits vollbracht; ist am Kreuz für uns errungen worden.</strong> Das sind geistliche Tatsachen, die vor Gott gelten und die auch der Feind anerkennen muß. Aber auch wir müssen diese vollbrachte Befreiung im Glauben annehmen und unsere Stellung in Christus durch alle Anfechtungen hindurch bewahren und verteidigen, sonst werden wir in der Praxis ihre Segnungen und Vorrechte nicht im vollen Umfang erleben und genießen können. Denn der Feind kann und darf unseren Glauben prüfen und versuchen, uns aus unserer Glaubensstellung herauszulocken; das ist Teil von Gottes Erziehungsplan für uns.</p>
<p>Es mag in bestimmten Fällen Belastungen geben, bei denen der Herr dahin führt, daß die Betroffenen <em>sich selbst</em> von dem Einfluß okkulter Praktiken oder anderer Sünden ihrer Eltern bewußt lossagen und den Herrn bitten, sie davon ganz freizumachen, indem sie sich im Glauben auf die vollbrachte Erlösung Jesu Christi berufen. Doch das steht im klaren Gegensatz Praktiken vieler Okkultseelsorger, die behaupten, <em>sie</em> müßten Menschen „lösen“ und Mächte „binden“, damit Befreiung geschehen kann.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Wie der Feind Gläubigen die Freiheit rauben kann</span></h3>
<p>Der Feind kann uns den Genuß unserer völligen Befreiung in Christus auf zwei Wegen rauben: Der eine Weg besteht in der <em>Verführung</em> <em>zur</em> <em>Sünde</em> <em>und</em> <em>zum</em> <em>Verharren</em> <em>in</em> <em>ihr;</em> auf diese Weise verliert ein Gotteskind die Vorrechte der beständigen Gemeinschaft mit Christus, Seinen Frieden und Schutz. Ein Gläubiger, der in Sünde verharrt, gewährt dem Feind Einwirkungsmöglichkeiten und kann zum Ziel dämonischer Angriffe werden.</p>
<p>Es ist in diesem Sinn auch Sünde, und zwar eine besonders gefährliche, wenn ein Gläubiger sich dem Einfluß und Wirken eines falschen Geistes öffnet, wie es in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der Fall ist. In diese Bewegung hineinzugehen und ihre »Geistestaufe« zu empfangen bedeutet Gemeinschaft mit Dämonen zu haben. Diese Sünde gibt dem Feind weitergehende Einwirkungsmöglichkeiten wie religiöse Wahnideen, Lästergedanken, Selbstmordgedanken, Depressionen usw. bis hin zu Manifestationen, die an Besessenheit erinnern. Daher sind gerade solche schwarmgeistig beeinflußten Gläubigen öfters Kandidaten für einen »Befreiungsdienst«, der sie nur umso tiefer verstrickt.</p>
<p>Der andere Weg besteht darin, daß der Feind Gotteskindern durch <em>Einflüsterung verkehrter, lügenhafter Gedanken</em> oder durch <em>falsche</em> <em>Lehren</em> <em>den</em> <em>Blick</em> <em>für</em> <em>ihre</em> <em>völlige</em> <em>Erlösung</em> <em>in</em> <em>Christus</em> <em>raubt</em>, sie zum abergläubischen Starren auf ihn verführt, sodaß sie seine Macht überschätzen und durch Unglauben zu Opfern seiner Einwirkungen werden. Durch Lügengedanken (z.B. Verklagungsgedanken, depressive Ideen) können Gläubige dazu verführt werden, ihre Stellung in Christus zu mißachten und sich auf die Lügen des Feindes festnageln zu lassen. Solcher Unglaube und Aberglaube eröffnet dem Feind zusätzliche Einwirkungsmöglichkeiten. Der Widersacher baut „Gedankenfestungen“ auf, durch die er die Christen in die Irre führt und sie am einfältigen Glaubensgehorsam hindert. Davon spricht der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief:</p>
<p><em>Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodaß wir Vernunftschlüsse (od. Berechnungen / klug erdachte Anschläge) zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,3-5</a>)</em></p>
<p>Genau das ist auch die Taktik des Widersachers bei der Irrlehre des »Befreiungsdienstes«. Er verdunkelt den Gläubigen ihre vollbrachte Erlösung und Befreiung in Christus und spiegelt ihnen vor, daß sie erst noch »Befreiung« bräuchten. Er verführt sie, nicht mehr mit ihrem Herrn Jesus Christus, Seinem vollkommenen Sühnopfer und Seiner Macht zu rechnen, sondern mit der Macht und Herrschaft des Feindes in ihrem Leben.</p>
<p>Solchermaßen irregeführte Gläubige schauen nicht mehr glaubensvoll auf Christus, sondern auf die Symptome und Wirkungen, die der Feind inszeniert, auf die bösen Geister, die angeblich überall und in allem, besonders in ihnen selbst, stecken. Solcher Aberglaube ist Sünde und gibt dem Feind erst recht Einwirkungsmöglichkeiten. Wer diesen Irrlehren glaubt, verliert seine in Christus geschenkte Freiheit immer mehr; er erkennt nicht mehr den biblischen Weg, satanischen Belästigungen zu widerstehen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7-8</a>) und wird ein Opfer teuflischer Verwirrungs- und Zermürbungstaktik.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Der von Gott zugelassene Handlungsspielraum des Widersachers</span></h2>
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<p>Manche Gläubige lassen sich von falschen »Befreiungs«lehren einfangen, weil sie keine klare, biblisch gegründete Vorstellung von dem durch Gott zugelassenen Handlungsspielraum des Feindes in ihrem Leben haben. Sie haben Angst, von Dämonen belastet oder gar besetzt zu sein, wo sie in Wahrheit Anfechtungen ausgesetzt sind, die zu einem normalen Glaubensleben dazugehören und von Gott dazu gebraucht werden, uns zur Wachsamkeit und Heiligung zu erziehen und unseren Glauben zu stärken.</p>
<p>Das Wort Gottes zeigt uns, daß der Feind unter der Zulassung Gottes die Gläubigen auf drei Weisen angehen darf – wobei er klare, von Gott gesetzte Grenzen beachten muß (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+1%2C12%3B+2%2C6%3B+Lk+22%2C31-32%3B+1Kor+10%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 1,12; 2,6; Lk 22,31-32; 1Kor 10,13</a>): durch <em>Angriffe</em> gegen uns (Luther prägte dafür den Begriff »Anfechtungen«), durch <em>Versuchung</em> <em>zur</em> <em>Sünde</em> und durch <em>betrügerische</em> <em>Irreführung</em>. Alle drei Methoden des Widersachers wollen wir kurz näher betrachten.</p>
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<h4>Anfechtungen bzw. Angriffe</h4>
<p><em>»Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, <strong>der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben,</strong> in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9</a>). Der Feind darf Gläubige in bestimmten Situationen angreifen, sie in äußerliche und innere Bedrängnis bringen, wie wir an Hiob, aber auch an Paulus besonders deutlich sehen. Jede solche Anfechtung hat zwei Seiten, und wir müssen darauf achten, von welcher Seite wir sie ansehen. <strong>Der Feind verfolgt dabei das Ziel, uns zu Fall zu bringen; aber Gottes Ziel ist das Wachstum und die Bewährung unseres Glaubens.</strong> Wenn wir die Anfechtungen treu und gehorsam, im Glauben durchstehen, dann wird der Ausgang nach dem Wort Josephs sein: <em>»Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+50%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 50,20</a>).</p>
<p>Wenn uns der Feind jedoch einmal zu Fall gebracht hat, dürfen wir wieder aufstehen, uns reinigen und vom Herrn stärken lassen und von Ihm lernen, zu überwinden. Das ist Gottes Erziehungsziel mit uns, wenn Er uns den Anfechtungen aussetzt: Wir sollen lernen, Überwinder zu werden im Aufblick zu Jesus Christus, der für uns überwunden hat.</p>
<p>Anfechtungen können durch Menschen erfolgen (Widerstand und Angriffe, Verleumdungen, Intrigen, Tätlichkeiten, Verfolgungen), aber auch durch böse Geister (Lästergedanken, manche Zustände von Angst, Depression, Verwirrung, Zweifel, Schwächung, manchmal auch körperliche Krankheiten). Den unmittelbaren Angriffen der Dämonen sollen wir entschlossen widerstehen, wozu uns die Waffenrüstung Gottes gegeben ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7%3B+Eph+6%2C10-17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7; Eph 6,10-17</a>). Das bedeutet z. B. böse Gedanken, die der Feind in unser Denken senden will, klar abzuweisen und nicht anzunehmen; Ängsten, Depressionen, Krankheiten usw. im Glaubensgebet und Festhalten an den Verheißungen Gottes zu begegnen, uns im Glauben auf das Wort Gottes zu stellen und unsere Stellung in Christus bewußt einzunehmen.</p>
<p>Es ist wichtig, zu erkennen, daß ein bedeutender Teil der Angriffe des Widersachers aus Angriffen auf unsere Gedankenwelt besteht. Der Widersacher sendet feurige Pfeile in unsere Gedanken; das können lästernde und perverse Gedanken sein, oder aber bitterböse, lügenhafte Anklagen gegen uns selbst oder gegen andere, unter Umständen auch massive Gefühle der Angst, Verzweiflung, Wut usw. Solchen Gedankenangriffen sollen wir entschlossen widerstehen: <em>„Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7b</a>). Der Feind muß dann weichen, auch wenn das manchmal ein längerer Kampf sein kann.</p>
<p>Im gläubigen Gebet dürfen wir allen listigen Angriffen des Widersachers widerstehen (natürlich ohne ihn anzusprechen):<em> „dem widersteht, fest im Glauben“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,9</a>). Wir dürfen den Herrn bitten, daß Er alle Werke und Anschläge des Bösen zunichtemachen möge nach Seiner Verheißung:<em> „Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8</a>). Dazu gehört auch der glaubensvolle Dank und das bewußte Preisen der vollbrachten Erlösung und des durch den Herrn errungenen völligen Sieges über alle Finsternismächte. Wenn der Feind sieht, daß wir so unsere Glaubensstellung in Christus eingenommen haben, muß er geschlagen abziehen.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Angriffe von Menschenseite müssen wir oft einfach erdulden und durch die Liebe und Sanftmut Jesu Christi überwinden, wobei das gläubige Gebet zu Gott, daß Er die dahinterstehenden Pläne und Absichten des Feindes zunichtemachen möge, nicht fehlen darf.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a> Wir müssen uns hüten vor Bitterkeit oder Unvergebenheit gegen Menschen, die uns angegriffen und Schaden zugefügt haben, dann solche sündigen Fehlhaltungen öffnen dem Feind eine Tür, uns anzugreifen oder zu beeinflussen.</p>
<p>Wesentlich ist, daß wir in der Anfechtung eine Haltung der demütigen Unterwerfung unter den allmächtigen Gott und Seinen heiligen Willen bewahren, daß wir die Anfechtungen aus Seiner Hand nehmen und Ihm vertrauen, der alle unsere Wege lenkt, der uns befestigen und vor dem Bösen bewahren wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,3</a>), der uns durchträgt und einen guten Ausgang aus der Anfechtung schenken wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C6-7%3B+Jak+4%2C4-10%3B+2Kor+12%2C7-10%3B+1Kor+10%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,6-7; Jak 4,4-10; 2Kor 12,7-10; 1Kor 10,13</a>). Dann wird die böse Absicht Satans, uns zu Unglauben, Murren, Rebellion und fleischlicher Selbsthilfe zu verführen, zunichte werden – nicht umsonst hat uns das Wort Gottes hier die Wüstenwanderung des Volkes Israel als warnendes Vorbild vor Augen gestellt! Die Frucht der Anfechtung für uns wird dann Bewährung im Glauben, Reifung und zuletzt der Siegeskranz sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C2-4.12%3B+Offb+2%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,2-4.12; Offb 2,10</a>).</p>
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<h4>Versuchung zur Sünde</h4>
<p><em>»Entzieht euch einander nicht, außer nach Übereinkunft eine Zeitlang, damit ihr euch dem Fasten und dem Gebet widmen könnt, und kommt wieder zusammen, <strong>damit euch der Satan nicht versucht</strong>, um eurer Unenthaltsamkeit willen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,5</a>). Der Feind wirkt unter Gottes Zulassung als Versucher und Verführer zur Sünde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C3%3B+1Thess+3%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,3; 1Thess 3,5</a>); durch ihn werden wir geprüft, damit offenbar wird, was in unseren Herzen ist. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+1%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 1,13-15</a> gibt uns das Wort Gottes eine wichtige Lehre zu diesem Thema. Gottes Wort stellt heraus, daß letztlich die sündige Natur des Menschen mit seinen fleischlichen Begierden für die Wirksamkeit der Versuchung verantwortlich ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C18-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,18-20</a>).</p>
<p>Verschiedene Irrlehrer des »Befreiungsdienstes« machen für Sünden einseitig den Satan verantwortlich und leugnen damit die Verderbtheit des menschlichen Herzens und die Verantwortlichkeit des Menschen für die Sünde, die er tut. Wenn Christen an eine bestimmte Sünde gebunden sind, so sind dafür letztlich sie selbst verantwortlich, weil sie ihrem Fleisch mit seinen Begierden Raum gegeben und sich somit in Knechtschaft begeben haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C13-25%3B+R%C3%B6m+6%2C12-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,13-25; Röm 6,12-16</a>). Keinesfalls darf man solche Sündenbindungen »innewohnenden Dämonen« zuschreiben.</p>
<p>Gottes Absicht mit der Versuchung ist, uns zu tieferer Buße und Reinigung von Sünden zu führen und uns stark zu machen, den uns in Christus geschenkten Sieg über die Sünde auch tatsächlich zu ergreifen und nach Kräften auszuleben. Gott selbst verführt nie zur Sünde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,13-15</a>), aber Er läßt die Verlockung zur Sünde aus erzieherischen Gründen oder auch als Gericht zu.</p>
<p>Solche Versuchungen sind also Teil des uns von Gott verordneten Glaubensweges hier auf Erden; unser Herr Jesus wurde in allem versucht, und so begegnen auch Seinen Jüngern allerlei Versuchungen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+2%2C18%3B+1Pt+1%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 2,18; 1Pt 1,6</a>). Dabei dürfen wir jedoch wissen: <em>»Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C13%3B+vgl.+Hebr+12%2C4-11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,13; vgl. Hebr 12,4-11</a>). Sind wir einmal gefallen, so dürfen wir im Vertrauen auf das Sühnopfer Jesu Christi wieder aufstehen, klare Buße tun und die Reinigung durch das Blut Jesu empfangen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,7-10</a>). Wir dürfen lernen, in kindlichem Vertrauen auf die Kraft der vollkommenen Erlösung in Christus und in gottesfürchtigem Gehorsam zu widerstehen, und wir dürfen das Wort für uns annehmen: <em>»Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,37</a>), und: <em>»So weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,9</a>).</p>
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<h4>Verführung durch betrügerische Geister</h4>
<p>Diese Taktik satanischer Versuchung ist die raffinierteste und wohl auch gefährlichste. Sie ist im besonderen in der Endzeit ausgeprägt. Der Vater der Lüge versucht, durch falschgeistige Erlebnisse und Offenbarungen (Visionen, Stimmen, Wunder, Prophetien, Hellseherei) sowie durch unbiblische Irrlehren, die von Dämonen inspiriert sind, den gesunden Glauben der Gotteskinder zu verderben und zu untergraben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C18%3B+2Kor+11%2C14%3B+1Tim+4%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,18; 2Kor 11,14; 1Tim 4,1</a>). Er zerstört die Einfalt und Lauterkeit des Glaubens (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,3</a>), indem er das Herz von Gläubigen abwendet von dem wahren Jesus Christus und seine Aufmerksamkeit auf einen falschen Jesus und seine Botschaften, Visionen und Krafttaten lenkt.</p>
<p>Durch falsche Lehren entzieht der Feind den Gläubigen, die sich verführen lassen, den Felsengrund ihres ganzen Glaubenslebens: die Heilige Schrift als Gottes geoffenbarte Wahrheit. Eine solche Verführung ist jedoch auf Dauer nur bei denen möglich, die dieser Wahrheit in gewissem Maß untreu und ungehorsam wurden,<em> »die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,12</a>).</p>
<p>Solche Christen – wahre Gläubige und Scheingläubige – wird es nach den Aussagen der Bibel gerade in den letzten Tagen viele geben, die <em>»die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,3-4</a>). Wer aber der ernüchternden, demütigenden, zur Buße rufenden Wahrheit der Bibel ausweichen will, um sich schwärmerischen Höhenflügen und einem falschen »Über-Christentum« zuzuwenden, muß einen teuren Preis bezahlen.</p>
<p>Die betrügerischen Lehren des Feindes scheinen zwar sehr »geistlich«, »vollmächtig« und »erleuchtet«, aber wer sich ihnen öffnet, gerät in schwarmgeistige Verblendung; er wird bis zu einem gewissen Grad für die Wahrheit der Schrift blind. Das gilt natürlich nicht nur für pfingstlich-charismatische, sondern genauso für liberal-bibelkritische, feministische oder andere Irrlehren, die in der Gemeinde Fuß zu fassen suchen. Solche Irrlehren sind ein gefährliches Gift, das jeder wahre Gläubige meiden sollte wie die Pest, denn es vermag den gesunden Glauben zu zerstören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,18</a>).</p>
<p>Erscheint Satan in der Anfechtung als brüllender Löwe, in der Versuchung als listige Schlange, so nimmt er in der Irreführung die Gestalt eines Engels des Lichts an, um falschprophetische Offenbarungen und Lehren von Dämonen in die Gemeinde zu schleusen. Sie verkehren das Wort Gottes und vermischen es mit verführerischen Lügen des Teufels, so daß letztlich ein Pseudo-Christentum entsteht, durch das Menschen vom wahren Glauben abgewendet werden sollen.</p>
<p>Daß der Feind auf diese Weise unter der Zulassung Gottes sein zerstörerisches Werk treiben darf, ist für viele Christen schwer verständlich und beunruhigend, und sie verschließen gern die Augen vor dieser Tatsache. Aber auch in dieser notvollen Erscheinung unserer letzten Zeit ist die Hand Gottes in Gericht und Gnade erkennbar; auch dadurch wird die Echtheit des Glaubens, die Liebe zur Wahrheit geprüft, und der allmächtige, gnädige Gott vermag Seine Auserwählten vor der Verführung zu bewahren (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C24%3B+2Thess+3%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,24; 2Thess 3,3</a>). Doch ist gegenüber dieser Art von Versuchung in besonderem Maß Wachsamkeit, Gottesfurcht, Beugung unter die Wahrheit des Wortes und auch eine feste Gründung im Wort Gottes nötig.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Versuchungen sind uns gegeben, damit wir sie überwinden</span></h3>
<p>Der biblische Begriff, mit dem vor allem die beiden ersten Arten satanischer Aktivität benannt werden, ist <em>peirasmos,</em> zu deutsch »Prüfung, Erprobung; Versuchung; Anfechtung«. Der Grundgedanke ist, daß der Widersacher ausprobieren darf, wie echt unsere Herzenshaltung vor Gott ist, wie klar unser Stand im Glauben und wie gerecht unser Wandel in Christus ist.</p>
<p>Dies führt uns in die Selbstprüfung und Buße, erhält uns wachsam und läßt uns reifen im Glauben und in der Heiligung, wenn unsere Herzensbeziehung zu unserem Herrn und Heiland stimmt. So tröstet das Wort Gottes auch uns, wenn es das göttliche Ziel der Anfechtungen und Versuchungen nennt: <em>»Damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,7</a>).</p>
<p>Wenn uns also Versuchungen und Anfechtungen widerfahren, brauchen wir nicht ängstlich auf den Widersacher zu starren und uns nicht verunsichern lassen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,12-13</a>), als habe der Feind irgendwelche Macht über uns oder müsse gar ausgetrieben werden. Diese Dinge sind Teil unseres Wandels als Christen; sie setzen auch keineswegs notwendigerweise voraus, daß wir dem Feind durch Sünden besondere Anrechte gegeben hätten (obwohl dies bei allen hartnäckigen und schweren Angriffen geprüft werden muß). <strong>Wir haben über solche Versuchungen den Sieg in Christus und müssen lernen, ihn auch in der täglichen Lebenspraxis zu verwirklichen.</strong> Als Schutz gegen diese Angriffe, die sich besonders gegen unsere Gedanken- und Gefühlswelt richten – hat uns der Herr Seine göttliche Waffenrüstung gegeben:</p>
<p><em>Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.</em></p>
<p><em>So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. (Eph</em> <em>6,10-17)</em></p>
<p>Gerade weil der Kampf gegen satanische Anfechtungen hauptsächlich in unseren Gedanken, unseren Gefühlen und unserem Willen ausgefochten wird, ist das <em>Wort</em> <em>Gottes</em> so entscheidend wichtig bei der Überwindung dieser Angriffe. Es stärkt und überführt uns; es ermutigt uns und richtet unseren Glaubensblick immer neu auf unseren Herrn, <em>»den Anfänger und Vollender des Glaubens«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,2</a>), es zeigt uns unsere Vorrechte in Christus und lehrt uns Gerechtigkeit. Dieses kostbare Gotteswort in Lauterkeit und Glauben, in Gehorsam und Fleiß aufzunehmen und auszuleben ist ein entscheidender Faktor für unseren Sieg; es hat die Kraft, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,32</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die Rolle des Fleisches als Grundlage für Angriffe des Feindes</span></h3>
<p>Bei allen seinen Aktivitäten gegen den Gläubigen knüpft der Widersacher an das Fleisch an, die alte menschliche Natur. Diese ist sozusagen seine Operationsbasis, weil der sündige alte Mensch von den Wesenszügen und der Gesinnung Satans geprägt und vergiftet ist. Obwohl die alte Sündennatur durch die Kraft der Erlösung in Christus grundsätzlich überwunden und abgetan ist, ist sie im Gläubigen noch vorhanden und kann wirksam werden, wenn er nicht im Glauben und im Geist wandelt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C13-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,13-25</a>). Sie ist im Leib der gefallenen Schöpfung verwurzelt, durch den wir mit Adam verbunden sind, dem »Leib der Sünde« mit seinen Begierden und Lüsten.</p>
<p>In unserer geistlichen Beziehung Gott gegenüber ist der Leib der Sünde und unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben. Unserer Stellung nach sind wir nicht mehr »im Fleisch«, d. h. Sünder von Natur, sondern »im Geist« aufgrund der Wiedergeburt und Innewohnung des Heiligen Geistes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C8-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,8-15</a>). Aber was unseren Wandel, unser alltägliches Leben hier auf Erden betrifft, so müssen wir das, was uns durch unsere geistliche Stellung in Christus gegeben ist, im Glauben und Gehorsam auch umsetzen und verwirklichen.</p>
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<p><em>Unsere Verantwortung, das Fleisch im Kreuzestod Jesu Christi zu halten</em></p>
<p>Deshalb fordert der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+3%2C5-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 3,5-11</a> die Gläubigen unter Hinweis auf die Erlösung in Christus auf: <em>»Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind«</em> und: <em>»Legt auch ihr das alles ab«</em>, nämlich Zorn, Wut, Bosheit usw. Der Sieg über die Sünde ist uns in Christus objektiv gegeben, aber er wirkt sich nicht automatisch aus, sondern muß im Glauben ergriffen und in der Kraft des Heiligen Geistes ausgelebt werden. Damit werden wir in einen Kampf gestellt, den Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 5,17</a> schildert: <em>»Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt.«</em></p>
<p>Hier sind wir selbst gefordert, hier liegt unsere Verantwortung für unser Leben in der Nachfolge: Wir können die uns in Christus geschenkte Freiheit zu einem Vorwand für das Fleisch mißbrauchen und immer wieder den Begierden des Fleisches nachgeben, sodaß wir sündigen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,13</a>), oder wir können in der Kraft des Heiligen Geistes das Fleisch überwinden aufgrund der Wirksamkeit des Kreuzestodes Jesu Christi und der Kraft Seines Auferstehungslebens in uns: <em>»Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,16</a>).</p>
<p>Wenn das Fleisch ungehinderte Entfaltungsmöglichkeit hat, dann ist die Auswirkung unweigerlich Sünde: <em>»Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>). Wir sehen im 1. Korintherbrief, daß wiedergeborene Gotteskinder, die fleischlich gesinnt waren, statt der Heiligung nachzujagen, fast alle diese Sünden begehen konnten. Und wie sieht es mit uns selbst aus? Wo geben wir dem Fleisch noch Entfaltungsmöglichkeiten, anstatt den Sieg Jesu Christi über die Sünde in Anspruch zu nehmen?</p>
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<p><em>Der Mensch ist für seine Sünde verantwortlich und nicht irgendwelche Dämonen</em></p>
<p>All diese Fragen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der unbiblischen »Befreiungs«lehre, die wir untersuchen wollen. Mit dieser Lehre ist nämlich vielfach die Auffassung verbunden, daß schwere oder hartnäckige Sünden wie Unzucht, Zornausbrüche oder Zauberei bei Gläubigen ihre Ursache in dämonischem Einfluß oder gar in der Innewohnung von Dämonen hätten. Der Weg zur Befreiung von solchen Sünden wird daher in einer Austreibung oder einem Vertreiben der verursachenden Geister gesehen.</p>
<p><strong>Demgegenüber sagt die Heilige Schrift sehr deutlich, daß solche Sünden ihre Wurzeln in der gefallenen menschlichen Natur, in der Bosheit des menschlichen Herzens haben. Der Mensch selbst ist für diese Sünden verantwortlich; er kann sie nicht irgendwelchen Geistern in die Schuhe schieben! </strong>Hier wird ein verdeckter Humanismus, eine heimliche Rechtfertigung des Menschen deutlich, der selbst zu solchen Sünden scheinbar nicht fähig ist und für sie auch nicht zur Verantwortung gezogen werden will. Solche Lehren verleugnen letztlich die Verderbtheit der menschlichen Natur; indem sie den Menschen von seiner Verantwortung »entlasten« wollen, verbauen sie ihm den Weg zu wirklicher Befreiung.</p>
<p>Das Wort Gottes betont die Verantwortung des Menschen für die Sünde, die er tut, und es nennt die Wurzel des Übels ganz deutlich beim Namen. Nicht der Satan ist diese Wurzel, sondern unsere alte, gefallene sündige Natur: <em>»Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Das ist&#8217;s, was den Menschen verunreinigt! …«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C19-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,19-20</a>). Der biblische Weg zur Befreiung von Sündenbindungen besteht daher nicht in der Austreibung von »Unzuchts«- »Lügen«- oder »Kritik«geistern, sondern in gründlicher Herzensumkehr, im gläubigen Erfassen des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi, in der Erneuerung unserer Gesinnung und einem bewußten Wandel im Geist. Wenn dies geschieht, dann können die Versuchungen zur Sünde, die der Feind an uns herantragen darf, überwunden werden, und dort, wo infolge unserer schuldhaften Verstrickung der Feind Möglichkeiten zu dämonischen Belästigungen und Einwirkungen hatte, werden diese weichen müssen.</p>
<p>Dort wo Christen infolge der Irrlehre der »Befreiung« die Schuld für ihre Sünden auf Dämonen abschieben wollen und nicht selbst die Verantwortung für sie vor Gott übernehmen, dort wo sie die Wahrheiten des Wortes Gottes über ihre alte Natur und über ihre neue Stellung in Christus verleugnen, indem sie sich angebliche innewohnende Geister austreiben lassen, werden sie die Sünden nicht wirklich überwinden können, sondern sich in zusätzliche Gebundenheiten verstricken. Wenn ein Christ aber erkennt, daß er in Christus eigentlich Befreiung von Sündenbindungen und satanischen Belästigungen <em>bereits</em> <em>hat</em> und daher die Ursache für seine Gebundenheiten bei ihm selbst liegt, dann ist der Weg offen für eine echte und bleibende Befreiung, auch wenn dies längere Zeit dauern mag und vielleicht Prozesse der Reinigung und des Zerbruchs einschließt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Ursachen für dämonische Einwirkungen bei Gläubigen</span></h3>
<p>Wenn man von den oben dargelegten Aussagen der Bibel ausgeht, dann gibt es eigentlich nur zwei mögliche Ursachen dafür, daß ein Christ die in Christus gegebene völlige Befreiung aus dem Herrschaftsbereich des Satans nicht erlangt bzw. wieder verliert und es zu wirklichen dämonischen Einwirkungen kommt. Entweder war seine Abkehr von der Finsternis und von der Macht des Satans nicht tief und klar genug, sodaß er noch an gewissen Sünden oder okkulten Bindungen im Grunde seines Herzens hängt, oder aber der Christ hat durch Unglauben, Aberglauben und Verharren in bestimmten Sünden dem Feind Wirkungsraum in seinem Leben gelassen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C27%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,27: </a><em>„Gebt auch nicht Raum dem Teufel!“</em>) und sich damit freiwillig unter dessen Knechtschaft begeben.</p>
<p>Handelt es sich um einen wirklichen, von neuem geborenen Christen, dann ist jede Innewohnung von bösen Geistern oder gar Besessenheit unmöglich. <strong>In jedem Gotteskind wohnt der Heilige Geist, und wer mit dem Heiligen Geist versiegelt ist, kann nicht von einem anderen Geist bewohnt oder beherrscht werden.</strong> Allerdings können böse Geister auch wahre Gläubige über das »normale« Maß der Anfechtung und Versuchung hinaus beeinflussen, belästigen und sogar quälen, wenn diese ihnen durch Fehlverhalten das Recht dazu einräumen. Einige mögliche Einfallstore für solche dämonischen Einwirkungen sollen kurz aufgezählt werden:</p>
<ol>
<li><strong> Unglaube und Aberglaube: </strong>Wer im Unglauben in bezug auf die völlige Erlösung und seine Stellung in Christus lebt, wer die Wahrheiten des Wortes nicht im Glauben festhält, den kann der Feind leicht einschüchtern und belästigen. Verschiedene magisch-abergläubische Auffassungen, die die Macht des Feindes in unbiblischer Weise überzeichnen, können ihm Einwirkungsmöglichkeiten öffnen. Dazu zählen gerade auch viele Lehren der »Befreiungs-Seelsorge«. Wer also in dem Glauben lebt, bestimmte Krankheiten und Sünden seien von Dämonen verursacht, die in ihm wirken, kann durch solchen Aberglauben dem Feind Möglichkeiten geben, genau das durch Einwirkungen zu »bestätigen«. Ähnliches gilt für abergläubische Ängste vor Gegenständen und jede Form des magischen Denkens.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a></li>
<li><strong> Verharren in der Sünde: </strong><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+5%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 5,18</a> deutet an, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Meiden der Sünde und der Zusicherung, daß der Feind ein Kind Gottes nicht antastet. Ein Verbleiben in Sünden wie etwa Lüge, Unversöhnlichkeit oder Unzucht, die Weigerung, über erkannten Sünden klare Buße zu tun, kann einen Christen sehr wohl unter dämonischen Einfluß bringen; er gibt damit dem Teufel Raum (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,27</a>). Das muß sich nicht nur in Belästigungen und Nöten für den Betroffenen äußern; der Feind kann solche Menschen auch bis zu einem gewissen Grad gebrauchen und durch sie zerstörerisch wirken. Es mag also sein, daß durch einen in Sünde lebenden Christen ein unzüchtiger, lügnerischer, rebellischer Geist wirkt, der auch andere, ja eine ganze Gemeinde beeinflußt und befleckt.</li>
</ol>
<p>    Hochmut und Verblendung, Gebundenheiten und Zwänge können Folgen von Unbußfertigkeit sein; sie sind Ausdruck der Züchtigung Gottes für einen schlimmen, gefährlichen Herzenszustand, dessen ganzen Ernst wir aus Oberflächlichkeit und mangelnder Gottesfurcht heraus kaum noch zu erfassen vermögen. Doch das Wort bleibt gültig: <em>»Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,7</a>).</p>
<ol start="3">
<li><strong> Passivität und Auslieferung des Willens: </strong><em>»Wißt ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müßt ihm gehorchen?« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,16</a>). Im Zuge der endzeitlichen Verführung versucht der Feind immer mehr, durch Manipulation und Ausschaltung des Willens Kontrolle über Menschen zu bekommen.</li>
</ol>
<p>Alle Arten von Meditation, »Entspannungs«- und »Atemübungen«, Hypnose, Trancezustände, autogenes Training, Yoga und Zen sowie eine Vielzahl von New-Age-»Bewußtseinstechniken« dienen letztlich dazu, den Willen und das Bewußtsein, die Selbstkontrolle des Menschen auszuschalten und ihn in eine willenlose, passiv-aufnahmebereite Haltung zu führen, in der er für dämonische Einwirkungen empfänglich wird. Dasselbe gilt für den suggestiven Einfluß des pfingstlich-charismatischen Irrgeistes, der ebenfalls durch gruppendynamische Wirkungen und hypnotische Anziehung versucht, die Ausschaltung von Bewußtsein und Willen seiner Anhänger zu erreichen.</p>
<p>    Während der Geist Gottes die bewußte Persönlichkeit des Menschen respektiert und in seinem Wirken gerade Herz, Gewissen, Bewußtsein und Willen des Menschen anspricht, ist es ein Charakteristikum dämonischer Geister, daß sie den Willen des Menschen umgehen und vergewaltigen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,2</a>), daß sie aus dem Dunkel des »Unterbewußtseins« wirken und passive Unterwerfung unter ihren Willen fordern. Im Zuge der endzeitlichen Unterwanderung der Gemeinde Jesu gibt es immer mehr solche dämonischen »Bewußtseinstechniken« auch unter christlichem Tarnmantel.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> Die verderbliche Wirkung ist jedoch die gleiche geblieben, und alle solchen Praktiken sollten als Sünde bekannt und abgelegt werden.</p>
<ol start="4">
<li><strong> Empfang eines verführerischen Geistes: </strong>Öffnet sich ein Christ bewußt einem verführerischen Irrgeist, wie es vor allem in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung der Fall ist, so kommt er dadurch in Gemeinschaft mit Dämonen und unter ihren verstärkten Einfluß. Die Bibel sagt uns, daß ein wiedergeborener Christ einen anderen, betrügerischen Geist empfangen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>) und auf seine Lehren und Offenbarungen achten kann (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1</a>). Das ist, auch wenn es aus Unwissenheit und Täuschung heraus geschieht, ganz klar Sünde.</li>
</ol>
<p>    Zwar gilt auch hier, daß bei wiedergeborenen Christen nicht von »Besessenheit« gesprochen werden darf; aber ein solcher irregeführter Christ räumt einem dämonischen Geist große Einflußmöglichkeiten auf sein Herz und sein Leben ein, ja, er unterwirft ihm seinen Willen und folgt blindlings seinen Impulsen und Offenbarungen, in der irrigen Annahme, es handele sich um den Heiligen Geist. Die Folgen sind in manchen Fällen ähnlich wie bei anderen okkulten Einflüssen: Es treten Lästergedanken, unreine Zwangsvorstellungen oder Phantasien, Selbstmordgedanken oder Hellseherei auf. Es kommt zu einer Beeinträchtigung und Verfälschung des Glaubenslebens, nicht selten zum Verlust der Heilsgewißheit und zu geistlicher Blindheit, immer wieder auch zu Wahnvorstellungen, die in der Psychiatrie enden.</p>
<ol start="5">
<li><strong> Nicht bereinigte okkulte Verstrickungen: </strong>Es mag auch bei Gläubigen vorkommen, daß sie sich von gewissen okkulten Verstrickungen ihrer ungläubigen Vergangenheit nicht klar abgekehrt haben, so daß der Feind hierüber noch gewisse Wirkungsmöglichkeiten hat. Dinge wie Meditation, esoterische Therapien, Astrologie und Wahrsagerei, Tischerücken, aber auch tiefe Verstrickung in dämonische Rock- und Popmusik können Einfallstore für Einwirkungen des Feindes sein, wenn darüber nicht klar Buße getan wurde, was eine bewußte Lossagung von diesen Dingen einschließen sollte. Manche Christen verstricken sich auch nach ihrer Bekehrung noch in okkulte Praktiken – etwa Pendeln, Augendiagnostik, Homöopathie u. ä. Auch das kann dem Feind Möglichkeiten zur Einwirkung geben, wenn darüber nicht klar Buße getan wird.</li>
</ol>
<p>    Menschen, die sich in pfingstlich-charismatischen Kreisen bewegen, können über verschiedene Praktiken in okkulte Verstrickungen kommen: durch Handauflegung und »Ruhen im Geist«, durch hellseherische »Offenbarungen«, denen Glauben geschenkt wurde, durch Geistheilungen, durch »Dämonenaustreibungen« und magische »Glaubens«techniken wie »In-Existenz-Sprechen« usw.</p>
<p>All dies ist jedoch für Gläubige kein Grund zur Angst oder zur Niedergeschlagenheit. Kraft der Erlösung in Christus gibt es für alle solchen Einwirkungen des Bösen Befreiung – und zwar nicht durch ein Austreiben von Geistern, sondern durch Buße und Glauben. Nötigenfalls sollten Betroffene alle Kontakte mit finsteren Mächten (Handauflegungen, übersinnliche Erlebnisse usw.) vor Gott als Sünde konkret bekennen und sich davon lossagen. Dann dürfen sie im Glauben die Befreiung annehmen, die Christus ihnen zusichert.</p>
<p><em>Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! (…) Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C31-32.36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,31-32.36</a>)</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Der biblische Weg zu echter Befreiung</span></h2>
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<p>Die ermutigende Wahrheit für alle, die in den irrgeistigen „Befreiungsdienst“ verstrickt waren, lautet: In Christus <em>haben</em> wir bereits völlige Befreiung! Sie muß nicht von Menschen durch Gebieten und Austreiben und „vollmächtige“ Rituale bewirkt werden, sondern sie ist durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi so vollkommen geschehen, daß kein Mensch das Geringste dazutun kann. In Christus haben wir auch Vergebung für alle Befleckung durch magisches Denken und spiritistische Praktiken – wie kostbar ist Seine völlige Erlösung, Seine Gnade, Sein reinigendes Blut! Wer durch die Irrlehren der falschen „Befreiung“ in Gebundenheit, Aberglauben und Sünde hineinkam, kann sich in der Kraft des Sühnopfers Jesu Christi davon klar lösen und dafür aufrichtig Buße tun, und er darf frei werden, darf hineinfinden in die kostbare Freiheit der Kinder Gottes, die ihm in Christus erworben und zugesagt ist.</p>
<p>In der Wahrheit des Wortes Gottes finden solche, die vom Feind durch Irrlehren verblendet wurden, Licht und Klarheit über das völlige Heil in Christus, über ihre Stellung als Gläubige und über den biblischen Weg des Überwindens. Sie dürfen sich vom Vater erleuchtete Augen des Verständnisses erbitten und wachsen in der göttlichen Wahrheit, die wirklich frei macht.</p>
<p><em>Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! (…) Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C31.36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,31.36</a>)</em></p>
<p>Was wir tun müssen, ist, diese Befreiung im Glauben zu ergreifen und unserer Stellung in Christus gemäß zu leben – dann wird die Befreiung für uns auch wirksam. Dort, wo der Herr uns noch Sünden, auch Verstrickungen in Wirkungen der Finsternis, aufdeckt, gilt es, im Gebet diese Sünden klar zu bekennen und sich von allen Einwirkungen des Widersachers loszusagen. Das sollte verbunden werden mit einer tieferen Hinwendung und Lebensübergabe an den Herrn Jesus Christus und an unseren Gott und Vater. Hier ist der Ratschlag des Jakobusbriefes wertvoll: <em>„So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7-8</a>).</p>
<p>Die ganze Hingabe an den Herrn Jesus Christus und klare Abkehr von erkannter Sünde ist ein erster, wesentlicher Schritt zu echter Befreiung. Zumeist ist die Verstrickung in dämonische Angriffe auch das Ergebnis eines inneren Abdriftens von Gott und Seinen Wegen. Dieser Schaden muß zuerst geheilt werden, damit die Wiederherstellung wirksam werden kann. Erst dann hat der Gläubige die innere Kraft, den Anfechtungen des Feindes zu widerstehen.</p>
<p>Die Schrift nennt Hochmut und Rebellion als zwei Wesenszüge des Widersachers und seiner bösen Geister. Dort, wo Christen Hochmut und Auflehnung gegen Gott und von Gott eingesetzte Menschen bei sich dulden, haben sie nicht die innere Herzenshaltung und Stärke, den Feind zu überwinden. Dasselbe gilt für Unvergebenheit und Unversöhnlichkeit gegenüber anderen Menschen; mit einer solchen Fehlhaltung machen wir uns im Grunde zu Genossen des Verklägers, der ständig versucht, Menschen aufgrund ihrer Sünden anzuklagen und ins Verderben zu ziehen. Die demütige Unterwerfung unter die Hand des Vaters ist nötig, damit wir die Befreiung in Christus behalten und dem Feind widerstehen können:</p>
<p><em>So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. </em></p>
<p><em>Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen! Ihm sei die Herrlichkeit und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.</em> <em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C6-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,6-11</a>)</em></p>
<p>Biblische Nüchternheit ist das Gegenteil von seelisch-schwärmerischem Gefühlschristentum, von unbiblischen Wunschträumen und dem Hunger nach irrgeistigen, falschen Lehren. Wer frei werden will, muß sein ganzes Leben und Denken auf die gesunde Lehre der Schrift gründen statt auf Irrlehren und schwarmgeistige Gefühlserlebnisse. <strong>Ohne klare Abkehr vom Irrgeist der Pfingst- und Charismatischen Bewegung wird kein Gotteskind dauerhafte Befreiung von dämonischen Einwirkungen empfangen.</strong></p>
<p>Wachsamkeit bedeutet, daß sich der Gläubige nicht in Illusionen wiegt über den Charakter unserer Endzeit mit ihren Verführungen, daß er auf der Hut ist vor falschen Lehren und falschen Hirten, die wie Wölfe in die Herde des Herrn eindringen. Es bedeutet auch, daß der Gläubige erkennt, daß es in dieser letzten Zeit schwerwiegende Folgen hat, wenn man mit der Sünde spielt und die Heiligung, das Leben in Gottes Licht und Wahrheit mißachtet.</p>
<p>Im Glauben fest zu stehen und zu widerstehen ist nur möglich, wenn man sich die biblische Erkenntnis von der vollkommenen Erlösung in Christus von Herzen aneignet und sie nach Kräften auch auslebt. Es bedeutet, allem schwärmerischen Schauen- und Spürenwollen abzusagen und mit der geistlichen Wirklichkeit des Wortes zu rechnen. Und es bedeutet, in allen Anfechtungen fest auf die Gnade unseres Gottes zu vertrauen, der auch uns durch alle Gefahren dieser letzten Zeit durchtragen und uns <em>„völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen“</em> wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,10</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Buße und klare Loslösung im Fall von dämonischen Verstrickungen</em></p>
<p>Wenn ein Kind Gottes sich massiven, nicht allein aus normaler Anfechtung erklärbaren Einwirkungen des Feindes gegenübersieht (etwa hartnäckigen Lästergedanken, Zwangsvorstellungen, Stimmen, Visionen und spiritistischen „Erscheinungen“), dann ist es sehr wichtig, zu erkennen, daß die Ursache dafür letztlich darin liegen muß, daß der Christ selbst dem Feind durch bestimmte Haltungen und Handlungen (Aberglauben, charismatische „Geistestaufe“ oder Handauflegungen, okkulte Heilmethoden, Rockmusik, esoterische „Meditation“ u. a.) den Raum für sein Wirken gegeben hat.</p>
<p>Die Lösung liegt in solchen Fällen nicht darin, eine „Befreiungsseelsorge“ durch „vollmächtige“ Exorzisten in Anspruch zu nehmen. Stattdessen sollte der Gläubige den Herrn Jesus ernstlich bitten, ihm alle solchen Übertretungen und Grenzüberschreitungen ins Okkulte aufzudecken, und er sollte darüber ernstlich und aufrichtig <em>Buße tun</em>, d.h. von Herzen von diesem Irrweg umkehren und sie bereuen, diese Übertretungen im einzelnen bekennen und auch die zugrundeliegende sündhafte Herzenshaltung klar beim Namen nennen und sich davon entschieden abkehren.</p>
<p>Dazu ist es hilfreich, wenn sich der Gläubige bewußt im Gebet von allen solchen Praktiken, Erlebnissen und verführerischen Geistesmächten lossagt bzw. trennt und abkehrt. Das kann alleine vor Gott geschehen, aber es ist oft hilfreich, dies vor anderen Gläubigen zu tun, die aber nicht ihrerseits „lossprechen“ oder „losbeten“, sondern lediglich als Zeugen und Mitbeter anwesend sein sollten. Die Befreiung kommt vom Herrn Jesus Christus selbst, sobald der Gläubige seine schuldhafte Öffnung für den Widersacher bekannt und darüber Buße getan hat. Das bewußte Lossagen oder Sich-Trennen ist deshalb hilfreich, weil der Widersacher oft versucht, so lange wie möglich den Fuß in der Tür zu behalten, die ihm einmal geöffnet wurde – bis der Betroffene diese Tür bewußt und energisch schließt.</p>
<p>Ein Lossagen ohne klare Buße und Sündenbekenntnis dürfte dagegen kaum wirkungsvoll sein, denn es geht nicht um Formeln, sondern um die Wiederherstellung unserer gestörten Beziehung zum Herrn; wenn wir diese durch Buße bereinigt haben, dann wirkt auch der Schutz des Herrn wieder, wie es sein sollte. Dabei sollten weder der Widersacher noch irgendwelche Dämonen direkt angesprochen werden; wir Kinder Gottes haben es im Gebet nur mit unserem himmlischen Vater und unserem verherrlichten Herrn Jesus zu tun, nicht mit dem Widersacher.</p>
<p>Wir brauchen uns nach meiner Überzeugung nicht in irgendeiner formelhaften Weise „unter den Schutz des Blutes stellen“, wie dies von „Befreiungsseelsorgern“, aber auch anderen Christen oft geraten wird. Dagegen dürfen wir uns bewußt machen, daß in der Tat unsere Befreiung aus der Macht der Finsternis in dem für uns vergossenen Blut Jesu Christi begründet liegt, der für uns die Strafe trug und uns heilig und gerecht gemacht hat.</p>
<p>Je nach Schwere der okkulten Verstrickung kann es durchaus noch längerdauernde „Nachgefechte“ geben, weil der Feind seine Opfer nicht gerne und leicht freigibt. Hier ist einerseits wichtig, fest die Glaubensstellung der erfolgten Erlösung und Befreiung in Christus einzunehmen; andererseits mag es sein, daß im Verlauf noch weitere Verstrickungen und Einfallstore des Feindes offenbar werden und geschlossen werden müssen.</p>
<p>Es ist manchmal wichtig, bedrängenden Gedanken entschlossen zu widerstehen, wie wir schon gesehen haben: <em>„Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C7b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,7b</a>)<em>. </em>Die Betroffenen dürfen lernen, den Herrn Jesus in aller Bedrängnis anzurufen und im Gebet Seinen vollbrachten Sieg über die Finsternis zu preisen. Sie dürfen dem Herrn angesichts der Angriffe des Feindes danken, daß Er offenbar wurde, um die Werke des Teufels zu zerstören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8</a>). Sie dürfen Gott dafür preisen, daß er in Christus den Feind und seine Mächte bereits besiegt und entwaffnet hat und im Triumphzug mitführt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,13-15</a>).</p>
<p>Vor allem dürfen sie ihrem Gott und Vater danken, <em>„der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,12-14</a>).</p>
<p>Die Festigung und Stabilisierung der erfolgten Befreiung geschieht in der Regel wachstümlich, wobei ein gesundes Leben in der Heiligung und Christusnachfolge und die Gemeinschaft einer guten biblischen Gemeinde wichtig und besonders förderlich sind. Wir dürfen lernen, <em>in Christus</em> zu bleiben und in Ihm zu wandeln; wir dürfen lernen, Ihm entschieden zu dienen und Ihn immer mehr zu erkennen. Unser Denken wird verwandelt durch die Verinnerlichung des Wortes Gottes, und all das festigt den Schutzschild, der uns in Christus umgibt und vor den listigen Anläufen des Feindes abschirmt.</p>
<p>Weil unser herrlicher Herr Jesus Christus uns völlig und auf ewig von aller Sünde und Schuld erlöst hat, muß der Feind letztlich zuschanden werden und besiegt abziehen – auch wenn wir im Widerstand des Glaubens manche Gefechte auszukämpfen haben. Laßt uns unseren wunderbaren Herrn immer für Sein Opfer am Kreuz und Seinen Auferstehungssieg preisen und alles tun, um ein Leben zu Seiner Ehre zu führen!</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Für eine ausführlichere Lehre verweise ich auf die in Fn. 148 erwähnten Bücher von Roland Antholzer und Benedikt Peters / Walter Nitsche.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Das Wort <em>daimon</em> bedeutet im Griechischen u.a.: „Gottheit, göttliches Wesen, böser Geist, Schutzgeist, Unheilsgeist“.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Im Griechischen <em>daimonizomai</em>: „dämonisiert sein“, von einem bösen Geist beherrscht / geplagt sein, rasen, verrückt sein. Vgl. dazu die interessanten sprachlichen Ausführungen von Benedikt Peters in Nitsche / Peters, aaO, S. 84-99.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Näheres dazu findet sich u.a. in meinem Buch<em> Gottes Weg zur Errettung</em>.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> A. v. d. Kammer, <em>Der</em> <em>Heilige</em> <em>Geist,</em> <em>der</em> <em>in</em> <em>uns</em> <em>wohnt,</em> S. 37.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> In meiner Schrift <em>Gebet und geistlicher Kampf</em> gehe ich auf diese Zusammenhänge näher ein.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C12%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,12; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+3%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 3,1-8</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C6-7%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,6-7; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,19</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C12-19%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,12-19; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 3,2</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+15%2C30-31%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 15,30-31; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,18-19</a>)</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Vgl. dazu die näheren Ausführungen bei Nitsche/Peters, <em>Dämonische</em> <em>Verstrickungen</em>, S. 46-56, »Das magische Denken«.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Hierzu gibt A. Seibel in seinem Buch <em>Die</em> <em>sanfte</em> <em>Verführung</em> <em>der</em> <em>Gemeinde</em> wertvolle Hinweise, vgl. vor allem S. 11-25.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text ist ein Auszug aus dem 2026 erscheinenden Buch <strong>Falsche Propheten der Endzeit. Die Pfingst- und Charismatische Bewegung im Licht der Bibel.</strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/11/der-christ-und-die-macht-des-widersachers-2/">Der Christ und die Macht des Widersachers</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Krankheit und Krankenheilung im Leben des Christen</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/09/krankheit-und-krankenheilung-im-leben-des-christen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 12:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenheilung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7523</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Krankheit und Heilung von Krankheit – dieses Thema betrifft alle gläubigen Christen genauso wie ihre ungläubigen Mitmenschen. Wir alle sind direkt und indirekt ständig mit der Realität von Erkrankungen des menschlichen Leibes konfrontiert, sei es bei uns selbst oder bei Familienangehörigen, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen. Wir wissen es, daß wir Kinder Gottes nicht schon deshalb [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/09/krankheit-und-krankenheilung-im-leben-des-christen/">Krankheit und Krankenheilung im Leben des Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Krankheit und Heilung von Krankheit – dieses Thema betrifft alle gläubigen Christen genauso wie ihre ungläubigen Mitmenschen. Wir alle sind direkt und indirekt ständig mit der Realität von Erkrankungen des menschlichen Leibes konfrontiert, sei es bei uns selbst oder bei Familienangehörigen, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen. Wir wissen es, daß wir Kinder Gottes nicht schon deshalb von Krankheiten verschont sind, weil wir auf ewig errettet sind und durch Gottes Gnade in Christus Vergebung unserer Sünden empfangen durften.</p>
<p>Gerade will die Krankheit Teil unserer menschlichen Existenz ist und unser Glaubensleben immer wieder durch sie herausgefordert ist, ist es gut, wenn wir einmal vom Standpunkt der biblischen Lehre her vertieft mit dem Thema „Krankheit und Krankenheilung im Glaubensleben des Christen“ auseinandersetzen. Wir wollen dazu einen kurzen, notwendigerweise unvollständigen Überblick über das geben, was die Bibel lehrt, und dann auch praktische Konsequenzen für unseren Umgang mit Krankheiten ziehen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Ursache und Sinn der Krankheit nach den Aussagen der Schrift</span></h2>
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<p>Die Krankheit erscheint dem Menschen als eine Plage, als eine empfindliche Störung seines Wohlbefindens, die den Genuß des Lebens hier auf dieser Erde schwer beeinträchtigen kann. Sie ist mit Schwächung und Schmerzen verbunden, mit Behinderungen und teilweise schweren Funktionsstörungen des Leibes. Sie kann ein ganzes Menschenleben überschatten und aus der Bahn werfen, und in vielen Fällen führt sie auch heute, im Zeitalter der medizinischen Machbarkeiten, zum schroffen Abbruch des irdischen Lebens, zum Tod.</p>
<p>Kein Wunder, daß der Mensch die Krankheit immer als einen Feind gesehen hat und alle Anstrengungen unternahm, um sie loszuwerden – vergeblich. Im Kampf gegen die Krankheit hat der Mensch mit seiner Erfindungskunst die Medizin zu ungeahnten Höhen entwickelt. Auf der anderen Seite gab es immer schon das Suchen nach Wunderheilung, nach übernatürlichen Kräften, die die ersehnte Befreiung von der Geißel Krankheit versprachen. Alle Spielarten des Heidentums kennen die »Medizinmänner«, »Heiler« und »Gesundbeter«, zu denen die Menschen auf der Suche nach Heilung kamen, wenn die gottgegebenen Naturmittel nichts halfen.</p>
<p>Auch wenn diese Zauberer in manchen Fällen tatsächlich „Geistheilungen“ und okkulte Heilungswunder vollbrachten – der Mensch wurde die Geißel Krankheit nicht los. Sie bleibt Teil seiner Existenz und erinnert ihn an die Vergänglichkeit und Todgeweihtheit des natürlichen Lebens, das er von Gott empfing und gottwidrig und sündhaft für sich auszuleben sucht. So erscheint uns die Krankheit aus der menschlichen Perspektive – und wie sieht Gott sie? Was sagt uns die Bibel über Wesen und Sinn der Krankheit?</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Krankheit und Tod als göttliches Gericht über die Sünde</span></h3>
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<p>Aus der ganzen Lehre der Heiligen Schrift ist ersichtlich, daß die Krankheit des Leibes wie der Seele, genauso wie der Tod, erst durch den Sündenfall Adams in die Menschheit und in die ganze Schöpfung eindrang. Adam kannte als vollkommenes Geschöpf vor dem Sündenfall weder Krankheit noch Tod. Als der Mensch sich von Gott abkehrte, verderbte und verwandelte sich sein ganzes Wesen, Leib, Seele und Geist. Aus dem ursprünglich »sehr guten« Geschöpf wurde eine von Gott getrennte, verunstaltete, von der Sünde geprägte und vergiftete Kreatur, die dem Tod geweiht war. Ja, die Sünde des Menschen, der zur Herrschaft über die Welt berufen war, brachte einen Fluch der Zerstörung und des Todes über die ganze Schöpfung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C19-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,19-22</a>).</p>
<p>Die Krankheit als eine zeitweise und teilweise Störung oder Zerstörung der natürlichen Lebensfunktionen von Leib und Seele hat wie der Tod ihre Ursache in der Sünde, in dem gefallenen, von der Sünde verderbten Zustand der menschlichen Natur. Sie ist in diesem Sinn mit dem leiblichen Tod verwandt und wie dieser ein schmerzhaftes Mahnzeichen für den ewigen Tod, der auf den Sünder wartet. Nach den Aussagen der Schrift ist dieser ganze böse Äon, die gegenwärtige Weltzeit, geprägt von Tod und Zerstörung, von Krankheit und Leid, von Streit und Krieg, von Bosheit, Macht- und Habgier.</p>
<p>Die Krankheit ist jedoch ebensowenig wie der Tod eine blinde, unpersönliche Macht. <strong>Das Wort Gottes zeigt uns unzweideutig, daß alles, was in dieser Welt geschieht, letztendlich auf die souveräne Regierung und Allmacht Gottes zurückgeht.</strong> Daher ist jede Lehre, die die Krankheit einseitig als »Werk des Teufels« bezeichnet, eine Irrlehre, die die Oberhoheit und die Regierungswege Gottes leugnet und dem Satan falsche Ehre erweist.</p>
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<p><em>Krankheit als Gottes Gerichtshandeln</em></p>
<p>Das Wort Gottes zeigt uns, daß Krankheiten wie auch Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen, u. a. von Gott ausgehen und Wirkungen Seines Gerichtshandelns an den Sündern sind. Unter den gewaltigen und herrlichen Selbstoffenbarungen, die Gott im Buch Jesaja gibt, ist auch diese: <em>»Ich bin der Herr, und sonst ist keiner, der ich das Licht mache und die Finsternis schaffe; <strong>der ich Frieden [od. Heil] gebe und Unheil schaffe. Ich, der Herr, vollbringe dies alles</strong>«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+45%2C6-7%3B+vgl.+Jes+46%2C8-11%3B+Jes+40%2C21-26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 45,6-7; vgl. Jes 46,8-11; Jes 40,21-26</a>). Der Prophet Amos bezeugt: <em>»Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht gewirkt hat?« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Am+3%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Am 3,6</a>).</p>
<p>Die Krankheit ist also wesenhaft ein Wirken Gottes, ein Gericht über die sündigen Menschen, bisweilen auch ein konkretes Gericht über ganz bestimmte Sünden. So bezeugt die Bibel immer wieder, daß <em>Gott</em> es ist, der mit Krankheit schlägt. Das beginnt schon im 1. Buch Mose:<em> „Aber der HERR schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais, der Frau Abrams, willen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+12%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 12,17</a>). Im 2. Buch Mose richtet sich das Gericht der Krankheit ebenfalls gegen den Pharao: <em>„Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, daß du von der Erde vertilgt worden wärst“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+9%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 9,15</a>); das gilt für die Krankheitsplage der Geschwüre, mit der Gott die Ägypter schlug (2Mo9,8-12).</p>
<p>Daß Krankheit vom Herrn verordnet ist und in bestimmten Fällen ein Gericht Gottes sein kann, wird auch in bezug auf das Volk Gottes im Alten Bund deutlich geoffenbart; so wurde Miriam wegen ihrer Auflehnung gegen Mose aussätzig (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+12%2C8-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 12,8-15</a>), und der HERR schlug das Volk mehrfach mit Krankheitsplagen wegen ihrer Auflehnung in der Wüste (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+11%2C33%3B+17%2C11-14%3B+25%2C3-8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 11,33; 17,11-14; 25,3-8</a>). Wir finden dies insbesondere im 5. Buch Mose geschrieben:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der HERR wird dir die Pest anhängen, bis er dich vertilgt hat aus dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen. <strong>Der HERR wird dich mit Schwindsucht schlagen, mit Fieberhitze, Brand, Entzündung, Dürre, mit Getreidebrand und Vergilben</strong>; die werden dich verfolgen, bis du umgekommen bist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+28%2C21-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 28,21-22</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der HERR wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens und mit Beulen, mit Räude und Krätze, sodaß du nicht geheilt werden kannst. Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Verwirrung der Sinne. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+28%2C27-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 28,27-28</a>)</em></p>
<p>Das gilt grundsätzlich auch für das Neue Testament. Es ist der Engel des Herrn (und nicht etwa Satan), der den Herodes schlägt, daß er von Würmern zerfressen wird und stirbt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+12%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 12,23</a>). Es wird aber auch von den gläubigen Korinthern, die das Mahl des Herrn unwürdig nahmen, gezeigt, daß sie durch ein Gericht Gottes mit Krankheit gezüchtigt wurden:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken; denn wer unwürdig ißt und trinkt, <strong>der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht,</strong> weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. <strong>Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke</strong>, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; <strong>wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt</strong>, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C28-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,28-32</a>)</em></p>
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<p><em>„Ich zerschlage und ich heile“</em></p>
<p>So gilt nach dem Zeugnis der Schrift grundsätzlich: <em>»</em><em>Seht nun, daß Ich, Ich allein es bin und kein Gott neben mir ist! Ich bin&#8217;s, der tötet und lebendig macht, <strong>ich zerschlage und ich heile</strong>, und niemand kann aus meiner Hand erretten!« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+32%2C39&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 32,39</a>).</p>
<p>Die Tatsache, daß Gott bisweilen den Widersacher als Werkzeug gebraucht, um Krankheiten auszulösen (vgl. Hiob; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C7%3B+1Kor+5%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,7; 1Kor 5,5</a>), bedeutet nicht, daß <em>jede</em> Krankheit als »Werk Satans« bezeichnet werden darf. Bisweilen wird hier <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+10%2C38&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 10,38</a> angeführt, wo von Jesus Christus berichtet wird: <em>»… wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren«</em> (Me: »die unter der Herrschaft des Teufels standen«).</p>
<p>Hier wird nicht gesagt, daß alle Krankheiten ein Werk des Widersachers seien, sondern daß es sich um Sünder handelte, die der Teufel beherrschen konnte, und die sich daher das Gericht der Krankheit aufgrund ihrer Sünden zugezogen hatten. Dort, wo die Krankheit nicht Zubereitungsleiden ist, sondern menschliche Sünde zur Wurzel hat, hat der Herr Jesus die Verantwortlichkeit des Menschen für dieses Gericht deutlich ausgesprochen und die Krankheit nicht auf den Teufel geschoben. So bezeichnet Er selbst die Vergebung der Sünden als Voraussetzung und Grundlage Seiner Heilungen (vgl. z. B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+5%2C17-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 5,17-26</a>), und gelegentlich ermahnt Er den Geheilten: <em>»Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+5%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 5,14</a>).</p>
<p>Gott selbst hat nach Seinem souveränen Ratschluß die Krankheit als Teil des Fluches über die sündige, von Ihm abgefallene Menschheit verordnet. <strong>Nicht die Krankheit ist das tiefste Übel, sondern die Sünde der Menschen, ihr Abfall von dem lebendigen Gott.</strong> Die leibliche Krankheit ist wie ein Stachel, ein mahnender Spiegel, der den hochmütigen, verblendeten Menschen an die Verkehrung und Entartung seiner ursprünglichen, gottgewollten Existenz erinnert. In der Strafe der Krankheit sehen wir, wenn wir unseren Gott wahrhaft kennen, zugleich die Gnade, die suchende Liebe Gottes, die den sündigen Menschen durch allerlei Widrigkeiten und Nöte aus seinem selbstsicheren, gottfeindlichen Leben zur Besinnung und Umkehr führen will. Wieviele Menschen können bezeugen, daß sie durch schwere Krankheiten ins Nachdenken kamen und schließlich zum rettenden Glauben gefunden haben!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Die Krankheit als Gottes Erziehungsmittel im Leben von Gläubigen</span></h3>
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<p>Gilt das auch für die Gläubigen, für das Volk Gottes? Auch hier ist Gott der Handelnde, der entweder Krankheiten sendet als Züchtigung für Sünden und Fehlhaltungen, oder aber sie zuläßt, um die Seinen zu läutern oder zuzubereiten.</p>
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<p><strong>1. Krankheit als Züchtigung für Sünden</strong></p>
<p>Im AT finden wir die Fluchandrohung in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 28</a>, wo Mose dem Volk ankündigt, daß sein Ungehorsam dem heiligen Bund gegenüber das Gericht Gottes zur Folge haben wird: <em>»Der Herr wird dir die Pest anhängen …«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+28%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 28,21</a> u. a.). Als aufgrund des Murrens des Volkes eine Plage ausbricht, sagt Mose: <strong><em>»Denn der Zorn ist vom Herrn ausgegangen, die Plage hat begonnen«</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+17%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 17,11</a>). So handelte der Herr mit Seinen Knechten, die gesündigt hatten.</p>
<p>Usija wurde aussätzig, weil der Herr ihn geschlagen hatte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+26%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 26,20</a>); der Herr schlug Joram, seine Familie und sein Volk mit großen Plagen wegen der geistlichen Hurerei (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+21%2C11-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 21,11-15</a>). David selbst berichtet von schweren Krankheitsleiden, die unmittelbar infolge von Sünde auftraten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+32%2C3-5%3B+Ps+38&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 32,3-5; Ps 38</a>). Auch das Kind, das Bathseba dem David geboren hatte, wurde vom Herrn geschlagen, so daß es schwer krank wurde und starb (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Sam+12%2C15-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Sam 12,15-23</a>). Die Haltung, mit der David diese Krankheit aus Gottes Hand nahm und vor Gott trug, ist auch heute noch vorbildlich für wahre Gläubige, die Gott fürchten.</p>
<p>Im NT sehen wir grundsätzlich dasselbe Bild: Krankheit kann bei Gläubigen eine Züchtigung für begangene Sünden sein, und es ist Gott, der Seine Kinder züchtigt. Am klarsten wird dieser Zusammenhang in der Ermahnung des Paulus wegen des Herrenmahls in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C30-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,30-32</a> deutlich: <em>»Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; wenn wir aber gerichtet werden, <strong>so werden wir vom Herrn gezüchtigt</strong>, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.«</em> Auch für Gotteskinder gilt also, daß Krankheiten von Gott verordnete Züchtigungen sein können. Doch sind sie, anders als bei den Ungläubigen, keine Vorboten des ewigen Gerichtes, sondern väterliche Erziehungsmaßnahmen für Seine Kinder, die für ewig errettet sind.</p>
<p>So gilt, trotz aller gegenteiligen Behauptungen charismatischer Irreführer, eindeutig auch für Krankheiten, was wir über die Züchtigungen Gottes lesen: »<em>Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne (…) er [züchtigt uns] aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C7-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,7-11</a>). Auch hier sehen wir mitten im Schmerz und Leid die Liebe Gottes, die unser Zurechtkommen will, und die unsere Heiligung für die Ewigkeit höher bewertet als unser irdisches Wohlergehen.</p>
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<p><strong>2. </strong><strong>Krankheit als Zubereitungs- und Läuterungsmittel</strong></p>
<p>Es gibt auch Krankheitsleiden bei Gläubigen, die nicht als Züchtigung für Sünden zu werten sind, sondern als Zubereitungs- und Prüfungsleiden. Nicht immer trifft die Krankheit Gotteskinder, die in Sünde gefallen sind oder die Gott durch den Stachel des Leidens aus ihrer Weltliebe und Diesseitsverhaftetheit lösen muß. Immer wieder werden auch treue, hingegebene Kinder Gottes krank und müssen durch schwere Leiden gehen, ohne daß irgendeine konkrete Sünde als Grund für die Krankheit erkennbar wäre.</p>
<p>Im AT können wir die Unfruchtbarkeit von Hanna nennen, die solch eine kostbare geistliche Frucht brachte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Samuel+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Samuel 1</a>). Der Prophet Elisa, der Mann Gottes, der so viele Wunder tat, der die Heilung Naemans sehen durfte und den Sohn der Schunemiterin lebendig gemacht hatte, erkrankte an einer Krankheit, die durch Gottes Vorsehung zu seinem Tod führen sollte, obgleich wir keine Andeutung in der Schrift finden, daß er untreu geworden wäre (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2K%C3%B6+13%2C14-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kö 13,14-21</a>).</p>
<p>Das eindrücklichste Beispiel von zubereitendem Krankheitsleiden ist jedoch Hiob. Von ihm bezeugt die Schrift, daß seine schweren Krankheiten der Prüfung seines Glaubens und der Vertiefung seiner Frömmigkeit dienten und ausdrücklich dem Beschluß Gottes entsprangen, auch wenn der Satan der Ausführende war (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+1%2C6-12%3B+2%2C1-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 1,6-12; 2,1-10</a>). Gerade dieser Bericht gibt uns wertvolle Einblicke in Gottes Erziehungswege. Der Satan ist unmittelbar derjenige, der die Krankheit verursacht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 2,7</a>), aber dennoch ist es Gott, der diese Anfechtung zuläßt und damit Seine weisen Absichten hat.</p>
<p>Der gläubige, gottesfürchtige Hiob schreibt sein Leid nicht etwa dem Satan zu, sondern er nimmt es ganz zu recht aus Gottes Hand: <strong><em>»Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?«</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+2%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 2,10</a>). Eine solche Haltung würde von den »Glaubensheilern« unserer Tage als sträflicher Unglaube und Auswirkung eines »religiösen Geistes« gewertet, und doch ist sie für zahllose wahre Gläubige auch heute noch Vorbild in Prüfungs- und Zubereitungsleiden, zu denen auch Krankheiten zählen können.</p>
<p>Im NT hören wir ebenfalls von Männern Gottes, die ihrem Herrn treu ergeben waren und dennoch erkrankten, ohne daß wir irgendeine Sünde als Ursache vermuten dürfen. Zu ihnen zählen die Mitarbeiter des Paulus Timotheus, Trophimus und Epaphras, aber auch der Apostel selbst, der seinen »Stachel im Fleisch« auch aus Gottes Hand annahm und nicht etwa dem Satan zuschrieb, obgleich es ein Engel Satans war, der ihn schlug (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,7-10</a>).</p>
<p>Bisweilen mögen Züchtigung und Läuterung miteinander verbunden sein; so ahnt man es bei dem König Hiskia, der krank wurde und vom Herrn sogar den Tod angekündigt bekam, dem aber auf sein gebet hin noch eine zusätzliche Lebensfrist gewährt wurde. Er bekennt, was nach ihm noch viele Gottesfürchtige sagen konnten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Siehe, zum Frieden diente mir bitteres Leid; du hast ja meine Seele liebevoll umfangen und sie aus der Grube des Verderbens herausgezogen; denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+38%2C14-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 38,14-17</a>)</em></p>
<p>In jedem Falle gilt: In allem Schweren, das durch Krankheit in das Leben eines Geheiligten und Geliebten in Christus kommen kann, wird dennoch die Güte, Gnade und Liebe Gottes sichtbar, der uns auch schwere Zerbruchs- und Zubereitungswege führt, um uns näher zu sich zu ziehen und uns zu formen für die künftige Herrlichkeit. Wahre Kinder des himmlischen Vaters erkennen das, wenn auch zuweilen unter Kämpfen; nur irdisch Gesinnte, Fleischliche begehren gegen solche Wege auf und erwarten von Gott, daß Er ständig für ihr äußerliches Wohlergehen sorgen müsse.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Göttliche Krankenheilung in heilsgeschichtlicher Perspektive</span></h2>
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<p>Durch alle Gerichtswege Gottes scheint immer wieder Seine Barmherzigkeit und Gnade durch. Wie das Wort sagt: <strong><em>»Ich zerschlage, und ich, ich heile«</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+32%2C39&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 32,39</a>). So hat Gott selbst für die Sünder vorgesorgt und ihnen in Seiner Schöpfung Mittel zur Linderung und Heilung vieler Krankheiten gegeben. Das Wissen um die Heilungsmöglichkeiten durch natürliche Mittel wie auch die wachsenden Fähigkeiten der Ärzte, Krankheiten zu heilen, dürfen wir auch als Gaben der Gnade Gottes inmitten des Leidens der Welt sehen und für sie dankbar sein, auch wenn wir ihre Begrenztheit klar erkennen.</p>
<p>Wieviel mehr gilt für die Heiligen und Gläubigen aller Zeitalter, daß Gott, der ihnen die Krankheit sandte, sie immer wieder auch heilte und heilt. Gott heilte Hiob wieder vollständig von seinen Gebrechen. Gott heilte David, als dieser seine Sünde bekannte. Gott heilte Hiskia, als dieser um Verlängerung seines Lebens bat. Gott heilte Epaphroditus wieder von seiner lebensgefährlichen Krankheit. Wir dürfen sicher sein, daß Gott Seine Heiligen nicht länger und nicht mehr leiden läßt, als es Seinen göttlichen Gedanken und Erziehungszielen entspricht.</p>
<p>Aber Gott macht Heilung des Leibes nicht zu einem bedingungslosen Versprechen für alle Gläubigen. Heilung oder Nichtheilung ist abhängig von Seinem souveränen Ratschluß, von Seinen verborgenen Absichten bei der Zubereitung und Führung Seiner Kinder. Gott wollte weder den Elisa heilen noch den Sohn von David und Bathseba, und so starben sie an ihrer Krankheit.</p>
<p>Göttliche Heilung ist auch abhängig von den heilsgeschichtlich unterschiedlichen Wegen, die der Herr mit Israel und mit Seiner Gemeinde geht. Gott hat in Seiner Weisheit für Sein irdisches Bundesvolk andere Ordnungen und Verheißungen in bezug auf Krankenheilung gegeben als für Sein himmlisches Eigentumsvolk. Es ist daher wichtig, daß wir Gottes geoffenbarten Ratschluß in bezug auf Krankenheilung genauer kennenlernen.</p>
<p>Wenn wir die Frage von Krankheit und Krankenheilung in der Bibel studieren, erkennen wir bald, daß wir heilsgeschichtlich unterscheiden müssen zwischen Gottes Wegen mit Seinem Bundesvolk Israel, dessen Bürgerrecht und Segnungen auf der Erde sind, und der Gemeinde, deren Bürgerrecht und Segnungen in den Himmeln sind.</p>
<p>Gott ist zwar wesenhaft ewig derselbe, so wie auch von Jesus Christus bezeugt wird: <em>»Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,8</a>) – aber Seine Handlungsweise mit den Menschen ist unterschiedlich; sie hat in jeder Heilszeit ihr eigenes Gepräge (man vergleiche etwa den Bund mit Noah mit dem Sinai-Bund) und unterscheidet sich grundlegend, je nachdem, ob es um die ungläubigen Nationen, um Israel oder um die Gemeinde geht. Wenn wir diese Wahrheit außer Acht lassen, gehen wir in die Irre – und der Widersacher kann uns zum Irrtum verführen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Israel unter dem Sinai-Bund</span></h3>
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<p>Als der Herr mit Israel den Bund am Sinai schloß, forderte Er von seinem Volk die Bundestreue, den Gehorsam gegenüber Seinen Geboten, und Er gab ihnen eine irdische Verheißung: ein Leben voll Frieden, Fruchtbarkeit und Segen im Land Kanaan. Ein Teil dieser Verheißung war das Versprechen: <em>»Und ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen; und ich will die Krankheit aus deiner Mitte hinwegnehmen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+23%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 23,25</a>). Schon zuvor hatte der Herr Bedingung und Verheißung genannt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist</em></strong><em>, und seine Gebote zu Ohren faßt und alle seine Satzungen hältst, <strong>so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+15%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 15,26</a>)</em></p>
<p>Als das Volk Israel kurz vor dem Einzug ins Land der Verheißung steht, ruft Mose es zur Bekräftigung und Erneuerung des heiligen Bundes mit Gott auf. In feierlicher Ermahnung legt er ihm Segen und Fluch vor. Unter den Segnungen, die dem Gehorsam und der Bundestreue folgen, ist auch die Verheißung: <em>»Und der Herr wird jede Krankheit von dir abwenden«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+7%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 7,15</a>).</p>
<p>Unter den Gerichten, die dem Ungehorsam und Bundesbruch folgen, ist, wie wir schon sahen, auch das Gericht der Krankheit: <em>»Wenn du nicht darauf achten wirst, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, (…), so wird der Herr dich und deinen Samen mit außerordentlichen Plagen treffen, ja, mit großen und andauernden Plagen und mit bösen und andauernden Krankheiten« </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+28%2C58-59&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 28,58-59</a>).</p>
<p>Gott hatte Seinem Bundesvolk Israel ein irdisches Zeichen Seiner Gnade verheißen, indem Er versprach, Seinem Volk keine Krankheit aufzuerlegen. Diese Verheißung beruhte, wie der ganze Bund des Gesetzes, bereits vorgreifend auf der Gnade durch das vollkommene Erlösungswerk Jesu Christi. Die Krankheit ist, wie der Tod, wesensmäßig nicht nur mit Sünd<em>en</em>, sondern mit <em>der</em> <em>Sünde</em>, mit der Verderbtheit der menschlichen Natur seit Adam, verbunden, und der bloße Gehorsam gegenüber den Geboten des Gesetzes hätte den Israeliten niemals Befreiung von allen Krankheiten bringen können.</p>
<p>Die Verheißung »Wenn du gehorsam bist, will ich dir keine Krankheit auferlegen« ist also kein ewiges Gesetz Gottes, sondern ein erzieherisches, zeichenhaftes Angebot für das Volk Israel. Gott wollte den Israeliten, die unter dem Zuchtmeister des Gesetzes standen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C21-24%3B+R%C3%B6mer+7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,21-24; Römer 7</a>), die Sündhaftigkeit der Sünde und ihre eigene Erlösungsbedürftigkeit durch Christus bewußt machen. Jede Krankheit war für sie eine Erinnerung an die eigenen Sünden und sollte sie zu Gott führen, zu Buße und Glauben.</p>
<p>Die kollektive Verheißung, daß der Herr alle Krankheiten von ihm wenden werde, hat Israel durch seine Untreue verspielt, wie auch die anderen irdischen Segnungen des Gesetzesbundes. Stattdessen stand es unter dem vorhergesagten Gericht Gottes, das sich an ihm erfüllte bis zur völligen Zerstreuung unter die Nationen nach 70 n. Chr. Dennoch schenkte Gott immer wieder in der Heilszeit des Gesetzes Einzelnen, die umkehrten und Ihn suchten, auch körperliche Heilung von Krankheiten – aus Gnade, nach Seinem erzieherischen Ermessen. Sie konnten sich nicht mehr auf die Verheißung am Anfang berufen, denn Israel hatte die Bedingung nicht eingehalten. Sie konnten nur an die Gnade und Barmherzigkeit des Herrn appellieren.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Die Verheißung des messianischen Reiches für Israel</span></h3>
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<p>Mitten im Gericht über das abtrünnige Israel gab Gott, der die Liebe ist, in Seiner Gnade und Barmherzigkeit Seinem Volk eine Hoffnung, eine Zukunftsverheißung: Am Ende der Zeiten wird sich Sein Zorn über Israel wieder wenden; Er wird sich von neuem erbarmen und Israel sammeln aus der Zerstreuung, ihm einen neuen Bund gewähren, geistliche Erneuerung und Wiederherstellung des irdischen Reiches durch den Messias, den verheißenen Erlöser und König.</p>
<p>Dieses messianische Reich, auch »Tausendjähriges Reich« genannt, ist eine Verheißung für Israel, d.h. genauer: für den gläubiggewordenen Überrest Israels, der die Gerichte der großen Drangsal überlebt hat. Aus Gnade, aufgrund des Erlösungswerkes Jesu Christi am Kreuz, gewährt Gott diesem Überrest eine umfassende Vergebung und Wiederherstellung.</p>
<p>In diesem messianischen Reich, der irdischen Erfüllung des »Reiches Gottes«, kommt Israel in den Genuß all der Segnungen, die ihm schon im alten Bund verheißen waren und die es durch seine Untreue verloren hatte: Frieden, Wohlergehen, Fruchtbarkeit und reichen Segen über Mensch und Natur. Von diesem Reich handelt ein großer Teil der Prophetie des AT, vom 5. Buch Mose über die Psalmen bis zu den eigentlichen prophetischen Büchern.</p>
<p>Die Grundlage für das verheißene Heil im messianischen Reich ist das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi. Er hat die Schuld auch Seines irdischen Volkes getragen und gesühnt. So kann Er die Verheißung aussprechen: <em>»Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+43%2C25%3B+vgl.+Jes+44%2C21-23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 43,25; vgl. Jes 44,21-23</a>).</p>
<p>Mit dieser vollkommenen Tilgung der Sünden Israels ist auch die Grundlage gegeben, daß Gott seine ursprüngliche Verheißung wahrmachen kann, alle Krankheit von Israel wegzunehmen. Im 103. Psalm bekennt Israel: <em>»Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! <strong>Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen</strong>«</em> (V. 2-3). Dieses Wort kann sich nicht auf die Zeit Davids beziehen (vgl. V. 6+10+12); es bezieht sich im unmittelbaren Sinn auch nicht auf die Gemeinde des Christus, sondern auf Israel (vgl. V. 6-7; V. 9.10.18), obgleich jeder Gläubige sich mit dem Lobpreis über Gottes Güte identifizieren kann. Es ist ein prophetisches, vorweggenommenes Loblied des erlösten Überrestes im Tausendjährigen Reich.</p>
<p>Prophetische Hinweise auf die Wegnahme aller Krankheiten im messianischen Reich finden sich u. a. auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+33%2C24%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 33,24: </a><strong><em>»Und kein Einwohner [Jerusalems] wird sagen: ‚Ich bin schwach!‘ Dem Volk, das darin wohnt, wird die Sünde vergeben sein«</em></strong> (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+25%2C6-8%3B+Jes+65%2C18-25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 25,6-8; Jes 65,18-25</a>).<sup>7</sup></p>
<p><strong>Heilsgeschichtlich gesehen sind also diejenigen alttestamentlichen Worte, die Israel eine völlige Befreiung von Krankheiten im irdischen Leben verheißen, nicht auf die Gemeinde anwendbar.</strong> Der Herr wird sie <em>an</em> <em>Israel</em> in wunderbarer Weise erfüllen, wenn Er Sein messianisches Reich auf Erden aufrichtet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Gläubigen in Christus bereits mit Ihm vereint und haben, im Unterschied zum Überrest Israels, bereits Auferstehungsleiber; sie haben weit mehr empfangen als das irdische Bundesvolk, aber nicht schon in der Zeit ihres irdischen Wandels, sondern mit der völligen Erlösung und Entrückung, die die Verwandlung des »Leibes der Niedrigkeit« in die Gleichgestalt seines »Leibes der Herrlichkeit« mit sich bringt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20-21</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Die zeichenhaften Heilungen des Messias unter Seinem Volk Israel</span></h3>
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<p>Sehr viel Verwirrung in der Frage göttlicher Heilung wird dadurch gestiftet, daß man die Bedeutung der Wunderheilungen verkennt, die der Herr Jesus Christus und Seine Apostel unter dem Volk Israel taten. Oft wird gesagt, daß der Herr die kranken Menschen aus Mitleid über ihren Zustand geheilt habe; daß Seine Heilungen Ausdruck dessen seien, daß Er grundsätzlich alle Kranken heilen wolle, weil Er ihr Bestes wolle. Die heutigen Wunderheiler nehmen die Heilungen des Herrn aus ihrem biblischen Sinnzusammenhang und konstruieren das Bild von »Jesus, dem Heiler«, dem es darum gehe, mit Wunderkraft allen von Krankheit belasteten Menschen zu helfen.</p>
<p>Damit wird aber die wahre Bedeutung der Heilungen verdreht, die der Herr tat, und auch Seine wahren Beweggründe werden verfälscht. Dem Herrn ging und geht es nicht in erster Linie um die Linderung körperlicher Leiden, sondern um die Errettung von der ewigen Verdammnis. <strong>Er heilte die Menschen nicht, um ihnen in einer vorübergehenden leiblichen Not zu helfen, sondern um sie auf die Heilsbotschaft Gottes hinzuweisen, die ihnen ewiges Leben verhieß </strong>(vgl. z. B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+9%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 9,1-8</a>). Er wußte, daß die körperliche Heilung den Menschen nicht wirklich hilft, sondern nur die Errettung durch den Glauben. Er sagte darum: <em>»Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 5,29</a>).</p>
<p><strong>Die Heilungen des Herrn in Israel waren also kein Selbstzweck, sondern sie waren <em>Zeichen,</em> Wundertaten, die auf etwas Bestimmtes hinweisen sollten, die Ihn als den Messias erweisen und Seine Botschaft vom Reich Gottes beglaubigen sollten.</strong> Jesus Christus verkündete Israel, daß das lange verheißene messianische Reich nahe herbeigekommen war. Seine Heilungen waren vorhergesagte Zeichen des Messias und nahmen die für das Tausendjährige Reich verheißene völlige Befreiung von Krankheiten vorweg (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+9%2C35%3B+Mt+10%2C7-8%3B+Mk+16%2C17%3B+Joh+7%2C31%3B+Joh+9%2C16%3B+Apg+4%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 9,35; Mt 10,7-8; Mk 16,17; Joh 7,31; Joh 9,16; Apg 4,16</a>).</p>
<p>Deshalb nennt <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr%C3%A4er+6%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebräer 6,5</a> diese Zeichen auch die <em>»Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters« </em>(Elb), nämlich des Tausendjährigen Reiches. Deshalb auch betont der Heilige Geist gerade im Matthäusevangelium, das den Herrn Jesus als Messias Israels besonders herausstellt, die Vorerfüllung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+103%2C3%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 103,3: </a><em>»Jesus (…) heilte <strong>jede</strong> Krankheit und <strong>jedes</strong> Gebrechen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+9%2C35%3B+vgl.+4%2C23-24%3B+8%2C16-17%3B+10%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 9,35; vgl. 4,23-24; 8,16-17; 10,1</a>). In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+8%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 8,16-17</a> wird die Heilung von Kranken durch Jesus Christus als eine Erfüllung messianischer Prophetie bezeichnet: <em>»… und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: ›Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen.‹«</em></p>
<p>Die massenhafte Heilung <em>aller</em> Kranken ist also ein <em>heilsgeschichtliches</em> <em>Zeichen</em> für das ungläubige Israel gewesen; ein Zeichen, das übrigens nur bei den wenigsten Geheilten rettenden Glauben bewirkt hat. Der Heilungsdienst des Herrn war eine prophetische Vorwegnahme dessen, was Israel erfahren wird, wenn es wirklich den Messias angenommen und das Reich empfangen hat. Als Zeichen waren diese Heilungen an Ungläubige gerichtet, und die Evangelien berichten keine einzige Heilung, die ausdrücklich an echten Jüngern des Herrn geschehen wäre.</p>
<p>Wir können aus diesen Heilungen keineswegs ableiten, daß Christus Seiner Gemeinde die Verheißung völliger Gesundheit gegeben habe oder im heutigen Heilszeitalter alle Kranken heilen wolle. Schon in der Apostelzeit wurden nicht alle Heiden geheilt wie in Israel; die Heilungen der Apostel waren wesentlich seltener und dienten nicht als messianische Zeichen, sondern zur Beglaubigung des Evangeliums der Gnade, das sie verkündeten.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Heilungen als Wunderzeichen </span><br />
<span style="color: #800000;">im apostolischen Verkündigungsdienst der Gemeindezeit</span></h3>
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<p>Entsprechend dem Auftrag des Herrn an die Apostel in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 10</a> geschahen auch im Verkündigungsdienst der Apostel und ihrer Mitarbeiter Heilungswunder. Auch sie dienten dazu, die neue Heilsbotschaft der Errettung durch den Glauben an Jesus Christus zu bekräftigen und die Botschafter als von Gott gesandt auszuweisen. Die Heilungswunder der Apostelzeit nach Pfingsten geschahen jedoch nicht so umfassend wie vor Pfingsten in Israel, sondern eher punktuell, und aus dem Bericht der Apostelgeschichte läßt sich ein Abnehmen der Häufigkeit erkennen.</p>
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<p>Richard Mayhew sagt dazu:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Schriften lehren, daß die Wunder, die durch menschliche Stellvertreter ausgeführt wurden, einem ganz besonderen Zweck dienten. Diese Absicht konzentriert sich auf die Bestätigung der Propheten und Apostel als beglaubigte Botschafter, die mit dem zuverlässigen Wort Gottes beauftragt worden sind. Nachdem mit der Offenbarung der Kanon der Schrift abgeschlossen war, gab es für Gott keinen Grund mehr, Wunder von Menschen ausführen zu lassen. Somit ist es schriftgemäß, daß derartige Wunder aufhörten.</p>
<p>Wiederum muß betont werden, daß die Heilungswunder als Zeichen sich nicht an Gläubige, sondern an Ungläubige richteten und auch an Ungläubigen geschahen. In der Apostelgeschichte und den Briefen finden wir keinen einzigen Fall, wo ein an Christus Gläubiger durch ein apostolisches Wunder geheilt worden wäre. Das gilt auch für die in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 12</a> erwähnte Gnadengaben der Heilungen.</p>
<p>In jedem Fall richtete sich auch diese Heilungswunder nach außen, an Ungläubige. Seinen Kindern hat Gott einen anderen Weg gewiesen, wie sie Heilung suchen können: Das gläubige Gebet, wo nötig verbunden mit Buße (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,13-18</a>). Dieser Weg gilt auch heute noch, während die Wunderzeichen der Heilung nach Ende der Apostelzeit und mit Abschluß der Offenbarung des Neuen Testaments ihren Zweck erfüllt hatten und aufhörten (vgl. dazu Kap. II/2).</p>
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<p><em>Das Ende der öffentlichen Wunderheilungen ist von Gott souverän angeordnet </em></p>
<p>Wenn wir feststellen, daß die Wunderheilungen des Messias und die der Apostel mit der apostolischen Zeit aufgehört haben und wir sie heute nicht mehr erwarten können, dann handelt es sich hierbei nicht um Unglauben oder eine Einschränkung der Allmacht Gottes, wie das die Anhänger charismatischer Wunderheiler behaupten.</p>
<p>Jeder bibeltreue Gläubige wird bezeugen, daß Gott allmächtig ist und allezeit in der Lage ist, jegliches Wunder zu tun und jegliche Krankenheilung zu vollbringen. Ebenso wird er zustimmen, daß Jesus Christus derselbe ist gestern und heute und auch in Ewigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+13%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 13,8</a>), und daß der verherrlichte Herr, wenn Er will, jede Machttat und jedes Heilungswunder zu tun vermag, das vorstellbar ist. Ihm ist schließlich alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18</a>).</p>
<p>Das schließt auch die Überzeugung ein, daß der Herr durchaus z.B. in einer Missionsarbeit unter unerreichten Völkern sich durch Heilungswunder auf das Gebet von Missionaren hin bezeugen kann. Solche Taten Gottes sind immer wieder von den Missionsfeldern berichtet worden, und zwar von Brüdern, die keine schwärmerischen Neigungen hatten. Doch das ist etwas anders als die Gabe der Wunderheilungen, und das ist heute nicht die Regel, sondern die souveräne Ausnahme.</p>
<p>Wenn nämlich die vielen Wunderheilungen, die der Herr vollbrachte, ganz besondere Zeichen waren, die Ihn als den Messias ausweisen sollten, dann waren diese Zeichen nicht mehr nötig, sobald Sein Dienst auf Erden vollendet war. Das zeigt Henry W. Frost sehr einleuchtend auf:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn Mitleid der Hauptgrund war, weshalb Christus Wunder tat, dann könnten wir argumentieren, daß heute genausoviel Bedarf an Mitleid besteht wie in der Vergangenheit, und könnten erwarten, daß heute dieselben Erweise davon auftreten wie damals. Wenn es jedoch das Hauptziel war, das Christus vor Augen hatte, den Beweis anzutreten, daß Er war, was Er zu sein beanspruchte, nämlich der Sohn Gottes, dann müssen wir den Schluß ziehen, daß diese besondere Notwendigkeit für Sein Wunderwirken einschließlich Heilungswunder, vergangen ist, nachdem Er seinen Beweis erbracht und Seinen Anspruch begründet hatte.</p>
<p>Frost zeigt dann auf, daß die anschließenden Wunder der Apostel in ihrem Dienst nach Pfingsten bereits weniger hervorstechend waren als die Wunder, die der Herr selbst tat, und auch seltener vorkamen. Sie waren ja nicht als Erweise der Gottessohnschaft nötig, sondern dienten dazu, die Apostel als Boten Gottes zu beglaubigen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wir müssen beachten, daß Christus den Apostel die Vollmacht gab, Wunder zu wirken, um sie, wie im Fall der Propheten, vor denen zu beglaubigen, die ihre Handlungen sahen und ihre Botschaften hörten. Wir müssen uns auch erinnern, daß die Notwendigkeit einer solchen Beglaubigung mit dem Hingang der Apostel aufhörte, da ihre Macht demonstriert und das Vertrauen gewonnen war. Wiederum müssen wir beachten, daß es keine Wiederkehr der apostolischen Wunder geben kann – was auch immer Gott gewähren möge -, weil die Apostel als eine besondere Kategorie aufgehört haben zu bestehen, und auch weil es gegenwärtig keine Notwendigkeit für solche Wunder gibt, da ja das inspirierte Neue Testament in den Händen der Menschen ist und in ihnen der Bericht von den apostolischen Zeichen enthalten ist.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Jesaja 53 – ist die Heilung für uns im Sühnopfer inbegriffen?</span></h2>
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<p>Von vielen Pfingstlern und Charismatikern wird <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4</a> als unumstößliche Garantie angesehen, die jedem Christen Heilung von allen seinen Krankheiten zusichert. Sie sagen: »Wenn Jesus Christus deine Krankheiten getragen hat, dann mußt du sie ebensowenig tragen wie deine Sünden, die dir der Herr abgenommen hat.« Das hört sich zunächst durchaus überzeugend an. Haben wir hier nicht eine verläßliche göttliche Zusage, ein verbrieftes Anrecht auf Heilung?</p>
<p>Wenn wir uns in echtem, lauterem Glauben eine Verheißung aus dem Wort Gottes aneignen wollen, so müssen wir zuerst nüchtern und gewissenhaft prüfen, ob sie überhaupt uns gilt, und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Hier wird in der charismatischen Bewegung weithin Mißbrauch mit dem Wort Gottes getrieben, indem je nach Bedarf Bibelworte (als »Rhema«) zur göttlichen Verheißung für Christen erklärt werden, ohne den Zusammenhang der Schrift zu beachten.</p>
<p>Vor allem im Alten Testament müssen wir sorgfältig prüfen, welche Schriftworte wir wie auf uns beziehen können. Hier reden wir wohlgemerkt von einer <em>lehrmäßigen</em> Anwendung von Schriftworten – daß jedem Christen alttestamentliche Gottesworte zur Erbauung, Unterweisung und zum tröstlichen Zuspruch dienen, bleibt davon unberührt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Der Sinn der Aussagen von Jesaja 53,1-6</span></h3>
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<p>Wenn wir <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53</a> in seinem Zusammenhang betrachten, erkennen wir, daß es eine prophetische Vorwegnahme des Bekenntnisses ist, das der erlöste Überrest in Israel sprechen wird, wenn sie auf den blicken, den sie durchbohrt haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Sach+12%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sach 12,10</a>), und Jesus Christus als ihren Messias erkennen. <em>Zurückblickend</em> (»und als wir ihn sahen …«) erkennen sie, daß Er, den sie damals verachtet und verworfen hatten, für sie und ihre Übertretungen am Kreuz hing, während sie dachten, Er sei von Gott bestraft worden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+53%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 53,1-6</a>). Vor diesem Zusammenhang können wir die die Verse 3 bis 5 so verstehen (sinngemäße Ergänzungen in eckigen Klammern von R.E.):</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>3 verachtet war er und verlassen von den Menschen [als er am Kreuz hing], ein Mann der Schmerzen und mit Leiden [Leiden, Heimsuchung, Bedrängnis, Krankheit, hebr. <em>holi</em>] vertraut; wie einer, vor dem man [wegen seiner schändlichen Hinrichtung] das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>4 Fürwahr, <em>er</em> hat unsere Leiden [d.h. die Leiden und Bedrängnisse, die eigentlich wir verdient hätten; hebr. <em>holi</em>; andere Deutung: unsere Krankheit im Sinne von „Sündenkrankheit“, so SCH2000] getragen, und unsere Schmerzen [die Todesqualen, die uns hätten treffen sollen] auf sich geladen; wir aber hielten ihn [wegen seiner eigenen Vergehen] für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>(5) Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. (eÜ)</strong></p>
<p>Viele deutsche Übersetzungen haben hier eine andere Deutung. Sie geben die Verse 3 und 4 so wieder: »Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und <em>Krankheit</em> (…) Fürwahr, er trug unsere <em>Krankheit</em> und lud auf sich unsere Schmerzen« (Lu84). Diese Übersetzung gibt jedoch zu Mißverständnissen Anlaß. Das hebräische Wort <em>holi</em> bedeutet zwar zumeist »Krankheit«, kann aber auch die übertragene Bedeutung »Leiden, Bedrängnis, Heimsuchung« haben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+6%2C7%3B+10%2C19%3B+Pred+5%2C16%3B+6%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 6,7; 10,19; Pred 5,16; 6,2</a>). Besonders im Vers 3 scheint diese übertragene Bedeutung zutreffender zu sein. Christus war nach dem Zeugnis des NT weder in Seinem Erdenleben noch als Er am Kreuz hing, mit <em>Krankheiten</em> vertraut, wohl aber mit <em>Leiden</em> <em>und</em> <em>Heimsuchung</em>. Aus diesem inneren Grund sollten wir auch Vers 4 mit „Leiden“ übersetzen.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><sup>[1]</sup></a></p>
<p>Für die Übersetzung „Leiden“ spricht auch der deutliche Parallelismus von V. 3 und 4: „ein Mann der <em>Schmerzen</em>, mit <em>Leiden</em> vertraut – er trug unsere <em>Leiden</em> und lud auf sich unsere <em>Schmerzen</em>“. Diese Übersetzung wird nicht nur von Elberfelder so wiedergegeben, sondern auch von Menge 1926: „… ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut … Jedoch, <em>unsere</em> Leiden waren es, die ertrug, und unsere Schmerzen hatte er sich aufgeladen“. Bemerkenswerterweise deutet auch der jüdische Übersetzer Leopold Zunz die Stelle so: „… ein Mann der Schmerzen und vertraut mit Leiden … Aber unsere Leiden trug er und unsere Schmerzen lud er sich auf“.</p>
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<p><em>In welchem Sinn trug Christus unsere Krankheit?</em></p>
<p>In diesem Sinn können wir mit der Aussage von Vers 4 also nicht begründen, daß Christus neben unseren Sünden auch unsere Krankheiten am Kreuz getragen hätte, sondern hier erfahren wir, daß Sein Leiden, Seine geistliche, innerliche Qual am Kreuz (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+26%2C39%3B+Mt+27%2C46&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 26,39; Mt 27,46</a>) stellvertretend für uns geschah, die wir eigentlich so hätten leiden müssen. Er hat am Kreuz die schrecklichen Qualen des Zorngerichtes Gottes getragen, die eigentlich für uns bestimmt waren – das ist die Aussage von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4.</a></p>
<p>Jede andere Deutung würde die Wahrheit des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi beeinträchtigen. <strong>Christus hat unsere Krankheiten nicht in derselben Weise stellvertretend getragen wie unsere Sünden, und wir können aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4</a> keinen automatischen Anspruch auf Heilung ableiten</strong><em>.</em></p>
<p>Das wird auch aus dem 1. Petrusbrief deutlich, wo der Apostel die geistliche Bedeutung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4-6</a> für die Gemeinde erläutert. Er zeigt uns den Herrn Jesus Christus: <em>»Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C21-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,21-25</a>).</p>
<p>Petrus erwähnt nirgends eine angebliche Erlösung von aller Krankheit, sondern allein das Heil durch die Sühnung unserer Sünden als Frucht von Golgatha. Den Vers <em>»durch seine Wunden seid ihr heil geworden«</em>, der von manchen auf körperliche Heilung bezogen wird, deutet er unmißverständlich auf die Errettung hin. Das bestätigt, daß wir es hier bei Jesaja mit prophetischer Bildersprache zu tun haben, die leibliche Heilung sinnbildlich für das geistliche Heil gebraucht (vgl. dazu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+57%2C18%3B+Jer+3%2C22%3B+Hos+6%2C1%3B+14%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 57,18; Jer 3,22; Hos 6,1; 14,5</a>).</p>
<p>Auch sonst findet sich in den Lehrbriefen der Apostel nirgends ein Hinweis darauf, daß die Befreiung von allen Krankheiten in dieser Heilszeit der Gnade das Gut aller Gläubigen sei, geschweige denn eine eindeutige Verheißung Gottes. Dagegen gibt es, wie wir im weiteren sehen werden, zahlreiche Belege für ein Weiterexistieren von Krankheiten, solange die Gemeinde hier auf Erden lebt.</p>
<p>Wir wollen betonen, daß das vollkommene Erlösungswerk des Herrn, indem es unsere Sünden getilgt hat, im Hinblick auf die künftige Heilsvollendung natürlich auch die Grundlage für eine zukünftige Befreiung von aller Krankheit beinhaltet. Unsere verherrlichten Leiber, die wir als Gläubige in Christus in der Auferstehung empfangen, werden niemals krank sein können.</p>
<p>Wir können auch sagen, daß das Sühnopfer unseres Herrn in gewisser Weise auch die Grundlage für jede körperliche Heilung ist, die Gott aus Gnaden in der heutigen Heilszeit an den Kindern Gottes oder auch an Ungläubigen wirkt. Aber dieses Sühnopfer gibt eben dem Gläubigen nicht die Garantie für die völlige Befreiung von allen Krankheiten hier und heute, so wie es uns sehr wohl die Garantie für die völlige Vergebung aller unserer Sünden gibt, wenn wir an Christus glauben.</p>
<p>Auch die Erlösten in Israel im kommenden Reich des Messias werden nicht krank werden, wenn sie nicht sündigen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+33%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 33,24</a>). Die Heilungen, die der Messias in Seinen Erdentagen in Israel vollbrachte, waren ja gerade zeichenhafte Vorwegnahmen dessen, was Er Seinem Volk für das kommende Friedensreich verheißen hatte (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+35%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 35,5-6</a>). Darauf nimmt ja auch die Anspielung auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53+in+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53 in </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+8%2C16-&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 8,16-</a>17 Bezug.</p>
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<p><em><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+8%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 8,16-17</a> und die Krankenheilungen des Messias</em></p>
<p>Vielfach wird diese Stelle in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+8%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 8,16-17</a> als Einwand gegen die Übersetzung „Leiden“ in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4</a> herangezogen: <em>»… und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: ›Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen‹«</em>.</p>
<p>Doch hier bezieht der Heilige Geist das prophetische Wort von Jesaja nicht unmittelbar auf das Opfer am Kreuz, sondern auf seine Auswirkungen in der kommenden Heilszeit, wenn das erlöste Israel im Reich des Messias sich körperlicher Gesundheit erfreuen wird. Diese Segnung des messianischen Reiches nimmt der Messias en Dienst an Seinem Volk vor Golgatha zeichenhaft vorweg und erfüllt so ansatzweise diese Verheißung, die aber im Vollsinn erst im Tausendjährigen Reich erfüllt sein wird.</p>
<p>An dieser Stelle hebt der Geist Gottes als souveräner Autor der Schrift eine etwas andere Bedeutung eines Bibelwortes hervor, als die des ursprünglichen Textzusammenhangs. Wir haben ja gesehen, daß <em>holi</em> sowohl „Leiden“ als auch „Krankheit“ bedeuten kann. Einen solchen ausdeutenden Bezug auf Mehrdeutigkeiten im inspirierten Wortlaut der Bibel finden wir auch bei anderen alttestamentlichen Zitaten im NT (vgl. z. B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hos+11%2C1+in+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hos 11,1 in </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 2,15</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+40%2C7+in+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 40,7 in </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,5</a>).</p>
<p>Der Herr wird also als der göttliche Arzt vorgestellt, der in Seinem Erdenleben die Krankheiten Israels zeichenhaft schon jetzt fortnimmt, wie Er es Israel verheißen hat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+15%2C26%3B+Ps+103%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 15,26; Ps 103,3</a>). Dadurch erweist Er sich als der Messias, von dem die Propheten sprachen. Dabei muß beachtet werden, was Richard Mayhew unterstreicht:</p>
<p>Matthäus sagt, daß der Herr Jesus die Krankheiten der Leute ‚wegnahm‘. Der Herr ‚trug‘ nicht die Krankheit von Petrus‘ Schwiegermutter in einem stellvertretenden Sinn. Er sagte nicht: ‚Das Fieber gehe von ihr auf mich über‘. Er berührte lediglich ihre Hand, und sofort war das Fieber weg. Ebensowenig trug er die Gebrechen der anderen Kranken noch die Geister der Besessenen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,16</a>). Später sollte er auf Golgatha Sünden tragen, aber an diesem Punkt in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 8</a> nahm er lediglich Krankheiten weg.</p>
<p>Es ist offensichtlich, daß die Verheißung in diesem Sinn Israel gegolten hat und im irdischen Wirken Jesu Christi nur eine Vorerfüllung fand; die endgültige Erfüllung wird Israel im Tausendjährigen Reich sehen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Die Frage der Krankenheilung für die Gläubigen in Christus heute</span></h2>
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<p>Welchen Stellenwert hat die Krankenheilung nun in der Gemeinde Jesu Christi? Die Gemeinde hat ja eine ganz andere heilsgeschichtliche Stellung als Israel; ihr Bürgerrecht ist in den Himmeln (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,20</a>), ihre Segnungen sind nicht irdischer Natur, sondern geistliche Segnungen in der Himmelswelt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,3</a>). Sie hat ja schon jetzt, aufgrund des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi, volle Vergebung ihrer Sünden, ja, mehr noch, sie ist göttlicher Natur teilhaftig geworden durch die neue Geburt aus dem Geist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,4</a>).</p>
<p>Bedeutet das nicht auch die Befreiung von jeglicher Krankheit? Wenn die Erlösung, das Heil in Christus vollkommen sind, dann müßte das die Überwindung der Krankheitsgeißel doch eigentlich einschließen? Ist Heilung nicht unser Erstgeburtsrecht als Gotteskinder, das wir im Glauben einnehmen dürfen? Solche Fragen sind durchaus berechtigt, und wir müssen im Wort Gottes sorgfältig nach einer Antwort ausschauen. Es wäre ja genauso verkehrt und schädlich, wenn wir vom Heil in Christus etwas wegstreichen würden, als wenn wir uns in schwärmerischer Weise nach etwas ausstrecken, was Gott uns erst im kommenden Äon verheißen hat.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Das volle Heil in Christus und seine Verwirklichung für Geist, Seele und Leib</span></h3>
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<p>Der Sühnetod Jesu Christi bedeutet also nicht den Anspruch auf sofortige Erlösung von Krankheit. <strong>Dennoch ist es eine unumstößliche Wahrheit, daß das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi am Kreuz (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+7%2C22-28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 7,22-28</a>) grundsätzlich die Erlösung vom Fluch der Krankheit mit einschließt.</strong></p>
<p>Wenn wir Sein herrliches Erlösungswerk in Tod und Auferstehung betrachten, das Kraft hat, uns völlig zu erretten (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+7%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 7,25</a>), durch das wir geheiligt und für immer vollkommen gemacht sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C10-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,10-14</a>), dann erkennen wir, daß Er nicht nur unsere Sünden gesühnt und hinweggetragen hat, sondern <em>grundsätzlich</em> damit auch <em>alle</em> Folgen der Sünde aufgehoben hat – allen Fluch über der Schöpfung, alles Leid und alles Gericht, nicht nur die Krankheit, sondern auch den Tod, der der Lohn der Sünde ist.</p>
<p><strong>Die Frage ist nur: <em>Wann und wie</em> bekommt unser Leib Anteil an dieser Erlösung?</strong> Haben wir in dem Moment, wo wir durch den Glauben teilhaben am Heil in Christus, auch schon unmittelbar Teil an der Erlösung von allen <em>Folgen</em> der Sünde? Ist deshalb die Befreiung von jeder Krankheit ein verbrieftes Anrecht jedes Gläubigen, wie es die Vergebung der Sünden ist, oder besteht hier ein Unterschied?</p>
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<p><em>Gottes Erlösungsplan für Geist, Seele und Leib</em></p>
<p>Die grundlegende Belehrung über das Erlösungswerk Jesu Christi finden wir im Römerbrief, und hier erhalten wir auch einige wichtige Antworten auf unsere Frage. Wir erkennen, daß Gott in Seinem Erlösungshandeln am Menschen einen Unterschied macht zwischen Geist, Seele und Leib des Menschen (vgl. dazu auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C23%3B+Hebr+4%2C12%3B+Jak+2%2C26%3B+1Kor+2%2C11%3B+5%2C5%3B+2Kor+7%2C1%3B+1Kor+7%2C34&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,23; Hebr 4,12; Jak 2,26; 1Kor 2,11; 5,5; 2Kor 7,1; 1Kor 7,34</a>).</p>
<p>Zunächst geschieht das Erlösungshandeln Gottes in Christus am <em>Geist</em> des Menschen, der lebendig gemacht wird durch die Innewohnung des Heiligen Geistes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C9-11%3B+1Pt+3%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,9-11; 1Pt 3,18</a>). Der <em>Geist</em> des Gläubigen hat also sofort Anteil an der Errettung; nach dem leiblichen Tod kommt er in die Gemeinschaft mit Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C23%3B+Apg+7%2C59&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,23; Apg 7,59</a>). Auf die Rolle der Seele, die im Wort Gottes teilweise mit dem Geist einsgesetzt, teilweise gesondert behandelt wird, können wir in der hier notwendigen Kürze nicht eingehen.</p>
<p>Was geschieht mit dem <em>Leib</em> des Erlösten? Wird er auch im Augenblick der Wiedergeburt erlöst, verwandelt, lebendig gemacht? Hier bezeugt uns die Schrift ganz eindeutig, daß dies <em>nicht</em> der Fall ist! <em>»Der Leib ist tot der Sünde wegen«</em>, er ist ein <em>»Leib der Sünde«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,6</a>), in dem noch böse, sündige Begierden sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,12</a>), sündhafte Handlungen des Leibes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,13</a>), die wir töten sollen (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C5f.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,5f.</a>).</p>
<p>Der Leib der Sünde steht in enger Beziehung zu dem Schlüsselbegriff »Fleisch«, der die sündige Natur des Menschen als gefallenes Geschöpf kennzeichnet. Das zeigt sich insbesondere in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C11%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,11,</a> wo Paulus vom <em>»fleischlichen Leib der Sünden«</em> spricht. Dieser Leib der Sünde, das Fleisch mit seinen innewohnenden Begierden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C17-24%3B+R%C3%B6m+7%2C5%3B+Gal+5%2C24%3B+1Joh+2%2C16+u.+a.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,17-24; Röm 7,5; Gal 5,24; 1Joh 2,16 u. a.</a>) ist nach Gottes Willen nicht miterlöst, sondern dem Tod verfallen; er ist ein »Todesleib« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+7%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 7,24</a>), ein sterblicher Leib (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,11</a>), der unter dem Beschluß Gottes steht, <em>»daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C50&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,50</a>).</p>
<p>So kommt es, daß alle Christen bis auf die letzte Generation, die die Wiederkunft des Herrn miterlebt, dem Leibe nach sterben müssen – obwohl die Schrift ja bezeugt, daß Jesus Christus den Tod am Kreuz bereits besiegt <em>hat</em>: <em>»… der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat …«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C10%3B+vgl.+Hebr+2%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,10; vgl. Hebr 2,14</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die zukünftige Hoffnung auf die Erlösung des Leibes</em></p>
<p>Das, was an uns noch aus der alten Natur, vom ersten Adam ist, muß sterben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,22</a>). <strong>Unsere Erlösung ist daher in dieser Welt noch nicht vollkommen; als Gläubige haben wir durch den innewohnenden Geist erst ein Angeld, ein Unterpfand der kommenden völligen Erlösung</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C14%3B+Eph+4%2C30&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,14; Eph 4,30</a>). Im Römerbrief zeigt uns Paulus dieses Spannungsfeld zwischen der völligen Erlösung in Christus und der schrittweisen <em>Auswirkung</em> dieser Erlösung beim Gläubigen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der <strong>Herrlichkeit</strong>, die an uns geoffenbart werden soll. Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei. Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit [od. des Verderbens] zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, <strong>auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes</strong>. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+8%2C18-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 8,18-25</a>)</em></p>
<p>Hier bezeugt Paulus, daß der letzte, endgültige Schritt der Errettung und Erlösung der Christen noch zukünftig ist, eine Sache der Hoffnung und des Ausharrens: die Erlösung des Leibes. Sie geschieht erst, wenn der Herr Jesus Christus für Seine Gemeinde wiederkommt. Die Toten in Christus werden auferweckt und ihre sterblichen Leiber lebendig gemacht, d. h. verwandelt in unsterbliche Auferstehungsleiber, geistliche Leiber, die Anteil haben an der Herrlichkeit des auferstandenen Christus; die noch lebenden Gläubigen werden ebenfalls verwandelt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C11%3B+1Kor+15%2C20-26%3B+35-58&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,11; 1Kor 15,20-26; 35-58</a>). So sagt es auch der Apostel Johannes:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,2</a>)</em></p>
<p>Auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+3%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 3,1-4</a> finden wir dieselbe Wahrheit in bezug auf unsere Stellung als Erlöste, deren wahres, herrliches, göttliches Leben noch verborgen ist mit dem Christus in Gott: <em>»Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit« </em>(V. 4). Dann wird uns weder Sünde, Krankheit noch Tod mehr anhaften; das Errettungswerk Jesu Christi an uns wird dann seine Vollendung finden. Das ist auch der Grund, weshalb die Errettung, die doch in einem Sinn dem Gotteskind mit seiner Wiedergeburt bereits gegeben ist (vgl. u. a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,8</a>), zugleich als etwas Zukünftiges bezeichnet wird, das erst bei der Wiederkunft des Christus geschieht (u. a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,3-5</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">b. Krankheit und Krankenheilung in der Heilszeit der Gemeinde</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Zeit ihres Erdenlebens stehen die Gläubigen in Christus in einem Spannungsverhältnis, was ihre Leiblichkeit und die Frage der Krankheit betrifft. Auf der einen Seite sind sie Glieder am Leib Christi, eine neue Schöpfung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17%3B+Gal+6%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17; Gal 6,15</a>), errettet von der Macht der Sünde, gerecht gemacht in Christus. Auf der anderen Seite tragen sie diesen Schatz in irdenen Gefäßen, <em>»damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,7</a>). Paulus, der von sich selbst bekennt: <em>»Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir«</em>, bezeugt von sich dennoch, daß er noch »im Fleisch«, d. h. in einem sterblichen, unerlösten Leib lebt: <em>»was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben …«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ein lebendiger Geist in einem todgeweihten Leib</em></p>
<p>Der Leib eines Gläubigen ist noch ein sterblicher Leib; er gehört zum Erbe Adams und ist als Leib der Sünde dem Tod geweiht. Er ist daher auch nicht von Krankheiten verschont. Die Tatsache, daß er ein Tempel des Heiligen Geistes ist, bewahrt ihn nicht vor dem Zerfall im Tod, auch nicht vor der Schwächung und dem Verschleiß in Krankheiten, wie schwärmerische Christen immer wieder annehmen. <strong>Nicht in erster Linie Gesundheit, sondern Geisteszucht und ein heiliger Gebrauch des Leibes verherrlicht seinen Erlöser und kennzeichnet ihn als Tempel (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C11-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,11-20</a>).</strong></p>
<p>Die innewohnende Auferstehungskraft des Geistes ist den Christen nicht gegeben, um der Welt ein Vorbild völliger Gesundheit zu geben, sondern um mit dem Leib Gutes zu tun und die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes zu bezeugen. Deshalb redet Paulus auch von den <em>irdenen</em> <em>Gefäßen</em>, die im Gegensatz zum herrlichen Inhalt zerbrechlich und vergänglich sind: <strong><em>»Wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert«</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,16</a>). Unser Leib soll Christus verherrlichen, aber er hat noch keine eigene Herrlichkeit; oft werden wir so geführt, den Herrn durch die Schwachheiten und Krankheiten unseres Leibes hindurch zu verherrlichen, wie es auch Paulus erfahren hat: <em>»Denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,9</a>).</p>
<p>Allerdings hat die Krankheit beim Christen einen anderen Charakter als bei einem unerlösten Sünder. Ist sie bei jenem ein Mahnzeichen des Gerichts über die Sünde, eine Vorschattung des Todes und ewigen Verderbens, so ist ihr beim Gläubigen, der ja mit Gott versöhnt und nicht mehr unter dem Zorn ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C36%3B+R%C3%B6m+5%2C9-10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,36; Röm 5,9-10</a>), dieser Gerichtscharakter genommen. Die Krankheit der neutestamentlichen Gläubigen dient zum einen zur <em>väterlichen Züchtigung</em>, wo Christen in Sünde leben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C4-11%3B+1Kor+11%2C28-32&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,4-11; 1Kor 11,28-32</a>), zum anderen kann sie, wie andere Leiden und Bedrängnisse, der <em>erzieherischen Zubereitung und Läuterung des Gläubigen</em> dienen, ohne daß konkrete Sünden vorliegen müssen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C17-18%3B+2Kor+4%2C7-18%3B+2Kor+12%2C7-10%3B+Jak+1%2C2-4%3B+Jak+5%2C10-16%3B+1Pt+1%2C6-9%3B+1Pt+4%2C1-3%3B+1Pt+5%2C6-6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,17-18; 2Kor 4,7-18; 2Kor 12,7-10; Jak 1,2-4; Jak 5,10-16; 1Pt 1,6-9; 1Pt 4,1-3; 1Pt 5,6-6</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Bedeutung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 5</a> für die Krankenheilung in der Gemeinde</em></p>
<p>Dennoch will Gott sich über die Leiden Seiner Kinder immer wieder erbarmen. Er weiß, was für ein Gebilde wir sind:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, daß wir Staub sind.</em></strong><em> Die Tage des Menschen sind wie Gras; er blüht wie eine Blume auf dem Feld; wenn ein Wind darübergeht, so ist sie nicht mehr da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr. Aber die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit bis zu den Kindeskindern bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote gedenken, um sie zu tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+103%2C13-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 103,13-18</a>)</em></p>
<p>Es gefällt unserem Gott wohl, in vielen Fällen die zeitlichen körperlichen Leiden der Seinen zu lindern oder ganz wegzunehmen, wenn ihr erzieherischer Zweck erfüllt ist. Davon redet im besondere der Jakobusbrief, und er zieht nicht umsonst die Leiden des Hiob als ein Vorbild für uns heran, bevor er von körperlicher Heilung spricht.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; <strong>denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,11</a>)</em></p>
<p>Die wichtigste Aussage über Krankheit und Krankenheilung in der Gemeinde finden wir dann in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+5%2C14-16%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 5,14-16:</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>14 Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden.</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>16 Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.</strong></p>
<p>Im Vers 14 geht der Heilige Geist ganz selbstverständlich davon aus, daß es Krankheit unter Gläubigen geben kann und gibt. Sie wird als erzieherisches Handeln Gottes ganz einfach hingenommen, und es werden Ratschläge erteilt, wie der kranke Christ sich verhalten soll. Jakobus behandelt hauptsächlich den Fall, daß die Krankheit eine Züchtigung für begangene Sünden ist, aber er schließt auch die Prüfungsleiden mit ein.</p>
<p>Zunächst wird deutlich, daß Krankheit keine Privatangelegenheit des einzelnen Christen ist; wir sind alle <em>ein</em> <em>Leib</em>, und <em>»wenn </em>ein<em> Glied leidet, so leiden alle Glieder mit«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,26</a>). Wenn ein Gläubiger krank wird, so sollte die Gemeinde mit tragen und helfen. Wenn die Ursache der Krankheit Sünde war, so muß die Sünde bereinigt werden. Dabei soll jedoch die Initiative vom Kranken ausgehen; er muß an dem Punkt sein, wo er seine Krankheit als Züchtigung für bestimmte Sünden erkannt hat. Daß er sie den Ältesten bekennen soll, geht aus dem Zusammenhang indirekt hervor.</p>
<p>Wenn kein Zusammenhang zu Sünden erkennbar ist, darf der leidende Gläubige sicherlich ebenfalls den priesterlichen Beistand der Ältesten suchen; im Leib des Christus sind wir berufen, die Lasten des anderen zu tragen und ihm in allen Anfechtungen und Bedrängnissen liebend beizustehen. Deshalb heißt es: <em>»und <strong>wenn</strong> er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden«</em>. Das ist also nicht notwendigerweise die Voraussetzung für ein Gebet der Ältesten.</p>
<p>Es ist bedeutsam, daß nirgends die »Gnadengaben der Heilungen« erwähnt werden, die zur Zeit der Abfassung des Jakobusbriefes sicherlich noch wirksam waren. Gott hat diese vorübergehende Zeichengabe nicht zur Heilung von Gläubigen gegeben, denn Zeichen sind ja für die Ungläubigen, nicht für die Gläubigen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+14%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 14,22</a>). Sein Weg für die Gemeinde ist die priesterliche Fürbitte unter Gläubigen, verbunden mit einer zeichenhaften Handlung, dem Salben mit Öl im Namen des Herrn (nicht aber mit Handauflegung!).<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><sup>[2]</sup></a></p>
<p>Was verheißt das Wort Gottes nun als Frucht dieser Fürbitte? <em>»Und das <strong>Gebet des Glaubens</strong> wird den Kranken <strong>retten</strong>.«</em> Zunächst wird das Gebet der Ältesten dann als wirksam bezeichnet, wenn diese geistlich gereiften Brüder nach Sündenbekenntnis oder Aussprache zu der inneren Glaubensüberzeugung kommen, daß es der Wille Gottes ist, hier zu heilen, bzw. zu helfen. Das muß je nach seelsorgerlicher Lage durchaus nicht immer der Fall sein! Doch für diesen Fall gilt das Wort: <em>»Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,14</a>).</p>
<p>Die Wirkung des geistgeleiteten Glaubensgebetes wird sein, daß der Kranke »gerettet« wird. Das bedeutet in diesem Zusammenhang in erster Linie, daß er körperliche Heilung erfahren wird, obgleich das Wort auch von der ewigen Errettung und dem Herausführen aus Nöten verwendet wird. <em>»Der Herr wird ihn aufrichten«</em> – das kann sich auf körperliche Heilung oder auch innere Stärkung beziehen. Der nächste Satz <em>»und <strong>wenn</strong> er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden«</em> zeigt, daß dies nicht in jedem Fall die Ursache von Krankheiten bei Gläubigen sein muß.</p>
<p>Durch V. 16 wird der priesterliche Dienst der Fürbitte und Seelsorge auch über die Ältesten hinaus auf die Glieder des Leibes ausgeweitet; nicht immer kann der Dienst von Ältesten in Anspruch genommen werden, wohl aber der Beistand und die Fürbitte von Glaubensgeschwistern. Solcher Gebetsdienst und solche seelsorgerliche Begleitung von Kranken und Leidenden ist eine sehr wichtige Aufgabe jeder Gemeinde, und auch für Ihr Gebet gilt die Verheißung: <em>„Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C16b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,16b</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">c. Zum rechten Umgang mit der Krankheit im Glaubensleben des Christen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir dürfen den weisen Ratschluß Gottes darin erkennen, daß der sterbliche, von der Sünde verderbte Leib des Menschen nicht sofort Anteil an der völligen Erlösung in Christus hat. Obwohl der Herr Jesus am Kreuz mit der Sünde grundsätzlich auch Krankheit und Tod hinweggenommen und besiegt hat, ist der Leib des Gläubigen nicht von Krankheit und Tod befreit, solange die letzte Stufe des Erlösungswerkes Jesu Christi, die Auferstehung derer, die Ihm angehören, bei Seiner Wiederkunft, noch nicht verwirklicht wurde.</p>
<p>Das mag eine Erinnerung an die Tatsache sein, daß wir hier Fremdlinge auf Erden sind, die sehnsüchtig auf ihre völlige Erlösung warten sollen – und oft allzu sehr am Irdischen, Vergänglichen hängen. Es mag Ausdruck dessen sein, daß Gottes Gericht über das sündige Fleisch, den Leib der Sünde durch die Errettung von Geist und Seele nicht aufgehoben ist; auch der Leib des Christen ist dem Verderben ausgesetzt und wird nicht erneuert, sondern durch einen geistlichen Leib ersetzt.</p>
<p>Es ist in jedem Fall Ausdruck der Tatsache, daß die Gläubigen in Christus nicht in erster Linie äußerliche Segnungen, Wohlbefinden und ein gutes Leben auf Erden von Gott empfangen, wie die gläubigen Israeliten, sondern geistliche, innerliche, himmlische Segnungen, die unendlich viel kostbarer und höher sind als jene. So gefiel es Gott, sich an Israel durch die Verheißung völliger Leibesgesundheit zu verherrlichen, während Er Seinen Kindern den Stachel der Krankheit in diesem Leben nicht erspart hat und sich an ihnen durch innere Kraft, gelebte Liebe und Heiligkeit verherrlichen will.</p>
<p>Mit Recht sagt Henry W. Frost dazu:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ist nicht das Ertragen körperlicher Anfechtung, wenn es nötig ist, die Aufrechterhaltung unserer hohen Stellung als Christen, die beweist, daß wir schwach sein können und doch stark, daß wir Leid tragen und dennoch uns freuen können, daß wir gezüchtigt werden können und doch dies nicht mißverstehen, daß wir leiden und dennoch preisen können?“.</p>
<p>Heilung von Krankheiten ist also, wie wir gesehen haben, nicht das automatische Recht von Christen; wir können sie nicht einfach »im Glauben beanspruchen«, sondern wir sollen sie von unserem Vater erbitten, in der Zuversicht, daß Er für uns das Gute will und uns gerne hilft, aber auch in Demut und Gottesfurcht und dem Wissen, daß uns »alle Dinge«, auch die Bedrängnisse und Nöte, zum Guten mitwirken, wenn wir Ihn lieben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,28</a>).</p>
<p>Gott mag in Seiner Souveränität zu manchem sprechen wie zu Paulus: <em>»Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,9</a>). Dann gilt es, die Ratschläge zu beherzigen, die uns Gott durch den Apostel Petrus gibt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! <strong>Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,6-7</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, <strong>die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.</strong> Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,6-9</a>)</em></p>
<p>So mag es durchaus sein, daß Gott uns eine Krankheit erleiden läßt, damit wir ganz besondere Lektionen in Seiner väterlichen Schule lernen oder Segnungen empfangen, die uns in einer Phase der Gesundheit und normalen Aktivität entgangen wären. Die Krankheit legt uns ja still und zwingt uns, unsere manchmal getriebenen, oberflächlichen Aktivitäten einzuschränken oder gar einzustellen.</p>
<p>Viele Krankheiten werfen uns in ganz anderer Weise unmittelbar auf Gott und veranlassen uns, Ihn in besonderer Weise zu suchen und uns selbst zu überprüfen. So tadelt Jakobus auch nicht irgendwelchen Unglauben, wenn er auf das Vorhandensein von Krankheit im Leben eines Gläubigen zu sprechen kommt, und tut nicht so, als sei das ein ungewöhnlicher Ausnahmefall. Krankheit kann vorkommen im Leben eines Gläubigen, und er soll dann zum Gebet seine Zuflucht nehmen, und nötigenfalls auch die Fürbitte der Ältesten suchen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+5%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 5,14-16</a>).</p>
<p>Henry Frost, der spätere Leiter der China-Inland-Mission und Mitarbeiter Hudson Taylors, bezeugt in seinem Buch <em>Miraculous Healing</em>:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Herr Taylor sagte mir einmal, daß seine größten geistlichen Segnungen im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten zu ihm kamen (…) Und, wenn es mir erlaubt ist, auf meine eigene Erfahrung in dieser Hinsicht zu sprechen zu kommen, möchte ich die Tatsache bezeugen, daß die tiefsten, die kostbarsten und die dauerhaftesten geistlichen Lektionen, die Gott mich nach Seinem Wohlgefallen lehrte, infolge und während meiner verschiedenen Krankheitserfahrungen gelernt wurden. Letzteres trifft besonders zu im Hinblick auf das Gebetsleben, das Leben des Lobes, das Leben in Abhängigkeit von Gott und das Leben, das sich entscheidet, nicht für das Sichtbare zu leben, sondern für das Unsichtbare, nicht für das Zeitliche, sondern für das Ewige.</p>
<p>An anderer Stelle sagt Frost:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Für mich ist es eine gesegnete Erfahrung, wenn eine Krankheit eingetreten ist, nicht zuerst den Arzt aufzusuchen, sondern vielmehr Gott, indem ich mich Ihm ganz zur Verfügung stelle, entweder zur Krankheit oder zur Gesundheit. Ich will erfragen, was Er von mir möchte, wenn ich Heilung suche und Ihn zu bitten, wenn die Umstände dies nahelegen, daß Er mich wunderbar heilen möge und, wenn eine solche Heilung nicht eintritt, seinen Willen in bezug auf andere Arten von Heilung zu erkennen, und schließlich, darin Seinen Willen anzunehmen, was immer er sein mag, nicht bloß in Form von Ergebung, sondern auch im Vertrauen und im Lob.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Heilung und Heiligung des Leibes</em></p>
<p>Was jeder Gläubige, der Heilung sucht, sorgsam beachten sollte, ist der im Wort geoffenbarte Wille Gottes für unseren Leib.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.</em></strong><em> (…) Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder des Christus sind? (…) Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? <strong>Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C13-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,13-20</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, <strong>daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr [der Sünde] nicht durch die Begierden [des Leibes] gehorcht; gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, <strong>sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,12-13</a>)</em></p>
<p>Kein Gläubiger, der krank geworden ist, braucht dies automatisch auf Sünden zurückzuführen oder sich dadurch unter falsche Selbstanklage oder Verdammnis bringen zu lassen. Dennoch gehört zum geistlichen Umgang mit Krankheit sicherlich die aufrichtige Selbstprüfung vor Gott: Wo habe ich meinen Leib entheiligt und mißbraucht für eigensüchtige Genußbefriedigung oder gar für offene Sünde? Habe ich mich so verhalten, als ob ich mir selbst gehörte? Habe ich meinen Leib als Werkzeug der Ungerechtigkeit zur Verfügung gestellt? Bin ich mir bewußt gewesen, daß auch meine Augen, meine Ohren und meine Zunge in dieses Gebot der Hingabe und Heiligung eingeschlossen sind?</p>
<p>Solche Selbstprüfung ist der Wille Gottes für uns (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,31</a>), und eine klare, aufrichtige Buße über alle bewußt gewordenen Sünden ist in jedem Fall sehr heilsam für uns, ob nun Gott als Antwort die Krankheit wegnimmt oder nicht. Im Letzten will uns der Vater durch jedes Krankheitsleiden tiefer in die Hingabe und Heiligung führen und die Umgestaltung in das Bild Jesu Christi fördern; Schritte der tieferen Hingabe und Heiligung sind daher die beste Antwort auf Gottes Erziehungshandeln an uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das Beispiel des Epaphroditus</em></p>
<p>Die geistliche Haltung zur Krankheit kommt besonders in einem biblischen Beispiel von Krankheit und Krankenheilung zum Ausdruck: bei Epaphroditus, dem Abgesandten der Gemeinde zu Philippi, der dem Paulus beistand und dabei schwer krank wurde. Über ihn schreibt Paulus: <em>»Er war auch wirklich todkrank; aber Gott hat sich über ihn erbarmt, und nicht nur über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Betrübnis um die andere hätte«</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,27</a>).</p>
<p>Wir müssen bei Epaphroditus, den Paulus voll Liebe seinen Mitstreiter nennt, keine unbereinigten Sünden als Ursache der Krankheit vermuten; Paulus bezeugt ihm, daß er um des Werkes Christi willen dem Tode nahe kam (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,30</a>). Und dennoch ist seine Heilung für Paulus keine Selbstverständlichkeit. Er berichtet nicht: »Ich legte ihm die Hände auf, und er war gesund.« Er sagt auch nicht, daß Epaphroditus in einen »Heilungsgottesdienst« der Gemeinde zu Rom gegangen wäre, wo er durch ein »Wort der Erkenntnis« oder einen Bruder mit Heilungsgaben gesund geworden sei.</p>
<p>In keiner Weise gibt Paulus zu verstehen, daß Heilung von Krankheiten für solch einen bewährten, hingegebenen Christen eine Selbstverständlichkeit sei. <em>»Gott hat sich über ihn erbarmt«</em> – in diesen Worten schwingt die Gottesfurcht, die innere Beugung vor dem souveränen Ratschluß Gottes mit, auch eine feine Andeutung, daß er selbst wie Epaphroditus in dieser Not gewiß das Angesicht Gottes im Gebet gesucht hat.</p>
<p>Aber es war die Gnade Gottes, die den Kranken gesunden ließ, nicht ein angebliches »Recht auf Heilung«. So verweist Paulus seinen kranken Mitarbeiter Timotheus ohne Scheu auf das natürliche Heilmittel Wein, was manche schwarmgeistig beeinflußten Christen heute empört ablehnen würden; er, durch dessen Hände einst an Ungläubigen (!) »außergewöhnliche Wunderwerke« geschehen waren, muß seinen Mitarbeiter Trophimus krank in Milet zurücklassen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,20</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die richtige geistliche Haltung im Streben nach Heilung</em></p>
<p>Auch wenn die Krankheit ein göttliches Erziehungsmittel ist, das der Gläubige aus der Hand des Vaters annehmen soll, ist damit nicht eine fatalistische Ergebung in die Krankheit eingeschlossen. Jeder Gläubige kann auf den erzieherischen Anruf Gottes mit Buße und Hingabe antworten und dann auch Heilung von der Krankheit erbitten, und er sollte das auch tun. Wenn Sünden die Ursache der göttlichen Erziehungsmaßnahme sind, dann ist aufrichtige Umkehr und Bekenntnis der Vergehungen unerläßlich für göttliche Heilung.</p>
<p>Auch bei Zubereitungsleiden dürfen wir Gott in einer Haltung der Ergebenheit in Seinen Willen um Heilung bitten (vgl. Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,8</a>). In gewissen Fällen kann einer Krankheit auch ein satanischer Angriff zur Verhinderung des Dienstes eines Christen zugrundeliegen; dann dürfen wir im Glauben widerstehen und den Sieg Jesu Christi ergreifen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9%3B+Jak+4%2C7-8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9; Jak 4,7-8</a>).</p>
<p>Die Schrift bezeugt uns, daß Gott auf gläubiges Gebet und Buße hin übernatürlich eingreifen und Heilung von aller Art von Krankheit schenken kann. Aber für schwarmgeistige Überzogenheiten wie ein angebliches automatisches Anrecht auf Gesundheit für jeden Christen, der nur richtig »glaubt«, finden wir im Wort Gottes keine Grundlage. Es mag sein, daß Gott in Seiner Souveränität, Weisheit und väterlichen Liebe sich entscheidet, unsere Gebete nicht mit Heilung zu beantworten, oder doch nicht so rasch, wie wir es uns wünschen. Und auch dann sollten wir Ihm dankbar sein, Ihn preisen und an Seiner Güte festhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Unsere Haltung zur modernen Medizin</em></p>
<p>Dasselbe gilt für die Geringschätzung von Ärzten und den Ausschluß von medizinischer Behandlung bei Krankheiten. Das ist eine gefährliche schwärmerische Verirrung. Als Kinder Gottes sollten wir auf der einen Seite nüchtern die Begrenzungen der modernen Medizin sehen und unser Vertrauen nie auf die Medizin oder den Arzt als „Heiler“ setzen, sondern auf unseren Gott, der in jedem Fall unser Arzt ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+15%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 15,26</a>). Bei Ihm allein steht letztlich die Macht, zu heilen, auch wenn Er dabei Ärzte immer wieder gebraucht.</p>
<p>Wir dürfen auch deshalb nüchtern und wachsam sein und nicht blind den Ärzten vertrauen, weil die weltliche Medizin in manchem auch heidnische, von der humanistischen Ideologie geprägte Züge trägt und Teil dieses Weltsystems ist. Manchmal ist es durchaus sinnvoll, auf wirklich nicht-esoterische Naturheilverfahren zu setzen statt auf die moderne Chemie- und Apparatemedizin. Manche modernen medizinischen Heilverfahren sind aus christlicher Sicht bedenklich und abzulehnen; dazu gehört für viele Gläubige die Organtransplantation.</p>
<p>Je weiter wir in der Endzeit kommen, desto fragwürdiger wird die Verflechtung vieler Bereiche der Medizin mit den großen Pharmakonzernen, wie u.a. die Auseinandersetzung um die Corona-Impfstoffe gezeigt hat. Gläubige Christen müssen genau prüfen, in welchen Fällen sie sich den „wissenschaftlichen Erkenntnissen“ der modernen Medizin anvertrauen sollen. Natürlich müssen sie genauso wachsam sein in bezug auf die vielen esoterischen Heilverfahren, die mit magischen „kosmischen Kräften“ und Aberglauben operieren (Akupunktur, Homöopathie, Bachblüten usw.).</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es viele Errungenschaften der Medizin, die wir als Gläubige dankbar aus der Hand Gottes annehmen dürfen, wie etwa die Erfindung der Antibiotika oder manche Fortschritte in der Diagnostik, in der Chirurgie oder Orthopädie. Selbst charismatische „Heiler“ greifen bei Kurzsichtigkeit auf Brillen zurück, kaum jemand wird einen Knochenbruch ohne ärztliche Behandlung lassen, und nur wenige Frauen werden einen Notkaiserschnitt verweigern.</p>
<p>In manchen Fällen sind Krankheiten einfach auch Folge eines verkehrten, sündigen Lebensstils, etwa des Konsums von Alkohol oder andren Drogen, des Rauchens oder des übermäßigen Essens. Ein bewußter Christ wird seinen Leib einerseits gegenüber zerstörerischen Begierden im Zaum halten und ihn andererseits vernünftig pflegen, damit er als Werkzeug Gottes und Tempel des Heiligen Geistes gut funktioniert. Das schließt oftmals auch ein gewisses Maß an Bewegung (Schwimmen, Wandern) ein, auf jeden Fall auch eine gesunde Ernährung und ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Christen dürfen guten Gewissens ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen</em></p>
<p>Dort, wo Gott Christen durch Krankheiten erzieht, verbietet Er ihnen nicht, ärztliche Hilfe zu suchen und auf eine Gesundung mit medizinischen Mitteln hinzuwirken. Niemand braucht besorgt zu sein, daß damit den erzieherischen Absichten Gottes widerstanden werde, wie dies manche Schwärmer spöttisch behaupten. Erst recht ist es eine üble Irreführung, wenn die Inanspruchnahme von Medikamenten oder ärztlicher Hilfe als sündhafter Unglaube gebrandmarkt wird.</p>
<p>Die ohnehin begrenzten Möglichkeiten der Medizin sind in Gottes Vorsehung und Wegplanung bereits einbegriffen; gerade auch in der medizinischen Behandlung weiß sich das Gotteskind immer von der Gnade und dem Wirken Gottes abhängig. Wie könnte es sich gegen den Willen des Vaters Gesundheit ertrotzen?</p>
<p>Wenn manche Gläubige aus aufrichtigen Motiven in bestimmten Situationen auf die Hilfe von Ärzten verzichten wollen, so ist das eine Angelegenheit persönlicher Gewissensführung, die sie nur vor ihrem Herrn verantworten; in dem Moment aber, wo sie diese Haltung selbstgerecht als den besseren oder einzig richtigen Weg propagieren oder gar anderen vorschreiben wollen, ist die Grenze zum Schwärmertum überschritten. Das gilt erst recht, wenn, wie es immer wieder vorkam, verblendete Eltern ihren Kindern dringend nötige ärztliche Hilfe verweigert haben und sie einem elenden Tod ausgeliefert haben.</p>
<p>Ja, es gibt auch heute wunderbare Heilung durch Gott aufgrund von Glaubensgebeten. Gott kann selbst schwerste Krankheiten in souveräner Krafterweisung heilen; nichts ist Ihm unmöglich! Aber wir müssen uns hüten, daraus ein Gesetz, eine unbeschränkte Garantie für Heilung zu machen, die mit der Münze »Glauben« jederzeit eingelöst werden könnte. Der Herr selbst entscheidet in Seiner Weisheit und Souveränität, ob und wann Er in diesem Heilszeitalter den Seinen Heilung von Krankheiten gewährt oder nicht.</p>
<p>Auch das »Wie« der Heilung darf nicht dogmatisch vorgeschrieben werden; Gott heilt manchen durch übernatürliche Wunder, andere durch Medikamente und Ärzte, und jeder Gläubige muß sich im Glauben seines Weges gewiß sein, auf dem er Heilung sucht. In jedem Fall soll er sie bei Gott suchen und von Ihm erwarten – was die Zuflucht zu gottwidrigen, okkult beeinflußten Heilungsmethoden und »Heilern« eindeutig ausschließt.</p>
<p>Der Rat des erfahrenen Missionsleiters Henry Frost scheint mir wertvolle Hinweise für unser Vorgehen als Christen zu geben:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn der Gläubige Heilung sucht, sollte er die Art der Krankheit beachten, von der er betroffen ist. Wenn diese ganz im Bereich der Möglichkeiten für menschliche Hilfe liegt, wäre es – abgesehen von besonderen anderslautenden Führungen – nicht recht, das beiseitezusetzen, was Gott in Seiner Gnade zur Verfügung gestellt hat, und deshalb sollte man sich an einen Arzt wenden. Wenn sie keine ärztliche Hilfe erfordert und Ruhe und Veränderung im Lebensablauf genügt, dann wäre es wiederum nicht recht, diese von Gott festgesetzten Hilfsmittel beiseitezusetzen, und man sollte eine Wiederherstellung durch Ruhe zuhause suchen, durch Freiluftübungen, durch eine Reise in die Berge oder ans Meer usw.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wenn die Krankheit aber so geartet ist, daß alle Hilfsmittel versagen, dann darf man Gott anrufen, daß Er tun möge, was der Mensch und natürliche Vorgänge nicht bewirken konnten und können. Bei allen drei Vorgehensweisen sollte man Gebet und Glauben einsetzen, weil es Gott ist, der heilt, ganz gleich, ob Hilfsmittel benutzt werden oder nicht. (…) Dabei sollte der Gläubige immer dem Willen Gottes ergeben bleiben, was immer das bedeuten mag. Zugleich darf er sicher sein, daß er einen Vater im Himmel hat, der sehr barmherzig und voller Mitgefühl ist, der nicht willkürlich Leid zufügt, sondern viel williger ist, Seinen Kindern gute Gaben zu geben, als es irdische Eltern mit ihren Kindern sind.</p>
<p>Wir können also sagen: In allen Situationen, sei es durch die Heilung oder durch das geduldige und geistgewirkte Ertragen von Krankheiten, sollen wir danach streben, Gott zu verherrlichen und Ihm zur Ehre zu leben, der uns ein ewiges, unverwelkliches Heil geschenkt hat – <em>„damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C11b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,11b</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,20</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,16</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> »Krankheit« steht bei Luther, Zürcher, Schlachter, Einheitsübersetzung. Menge 1926, revidierte und nichtrevidierte Elberfelder haben »Leiden«. Die »King James Version«, die „New King James Version“, die »New American Standard Bible«, die „Darby Translation“ haben für <em>holi</em> »grieves« (Betrübnisse, Leiden, Gram) und folgen damit derselben Deutung wie die Elberfelder Bibel. Ebenso übersetzt auch Segond („souffrances“). Manche Übersetzungen wie etwa SCH2000 übersetzen in V. 3 „Leiden“ und in V. 4 „Krankheit“ und geben damit den Parallelismus auf (vgl. auch Ostervald); hier wird der im Original stehende Plural abstrakt wiedergegeben im Sinne von „er hat unsere Sündenkrankheit getragen.“</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Manche Ausleger sehen die Salbung mit Öl als rein medizinische Maßnahme, aber der Zusatz »im Namen des Herrn« scheint eher auf eine zeichenhafte Handlung hinzudeuten (Öl wäre als Medizin auch nur in einigen ausgewählten Fällen wirksam gewesen). Öl ist häufig ein Sinnbild des Heiligen Geistes und kann hier die Heiligung und Weihung des Leibes für Christus bedeuten. Hier besteht ein Bezug zu der zeichenhaften Handlung bei der Reinigung von Aussätzigen im AT (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+14%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 14,14-18</a>), bei der die Verbindung von Sünde und Krankheit besonders hervortritt. Dabei wird der Leib zunächst an bestimmten Stellen mit Blut bestrichen (Reinigung von Sünden) und dann an denselben Stellen mit Öl gesalbt (Heiligung und Weihung des Leibes).</p>
<p>Die hier zitierten Werke anderer Verfasser sind: Henry W. Frost: <em>Divine Healing Today</em> (OMF International 1999) und Richard Mayhue: <em>Dein Glaube hat dich geheilt</em> (CLV 1999).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diesen Beitrag können Sie<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/krankheit-und-krankenheilung-im-leben-des-christen-pdf/"><strong> hier</strong> </a>auch als PDF herunterladen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/09/krankheit-und-krankenheilung-im-leben-des-christen/">Krankheit und Krankenheilung im Leben des Christen</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leben im Sieg Jesu Christi</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/leben-im-sieg-jesu-christi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 18:18:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensleben]]></category>
		<category><![CDATA[Sieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7462</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Von den „Jünglingen“ wird im 1. Johannesbrief gesagt, daß sie „den Bösen überwunden (od. besiegt)“ haben (1Joh 2,14). Ein stabiles Glaubenswachstum ist nur möglich, wenn der Gläubige nicht immer wieder durch Sündenfälle, durch Versuchungen des Feindes, durch menschliche Widerstände aus der Bahn geworfen wird. Ein gereifter Gläubiger hat gelernt, solche Anfechtungen zu überwinden. In [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/leben-im-sieg-jesu-christi/">Leben im Sieg Jesu Christi</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Von den „Jünglingen“ wird im 1. Johannesbrief gesagt, daß sie <em>„den Bösen überwunden (od. besiegt)“</em> haben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,14</a>). Ein stabiles Glaubenswachstum ist nur möglich, wenn der Gläubige nicht immer wieder durch Sündenfälle, durch Versuchungen des Feindes, durch menschliche Widerstände aus der Bahn geworfen wird. Ein gereifter Gläubiger hat gelernt, solche Anfechtungen zu überwinden. In dem Herrn Jesus Christus haben wir dafür alle Gnade und Kraft; in Ihm haben wir den Sieg über Satan, Welt und Sünde, weil Er auf ewig gesiegt hat.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Sieg über den Teufel</span></h3>
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<p>Ein gereifter Gläubiger hat gelernt, den Angriffen des Feindes fest im Glauben zu widerstehen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,7</a>); er hat gelernt, die Waffenrüstung Gottes anzuziehen und den listigen Kunstgriffen des Feindes standzuhalten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C10-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,10-18</a>)</strong></p>
<p>Ein gefestigter Gläubiger ist grundsätzlich in der Lage, allen Versuchungen, Listen und gedanklichen Angriffen des Teufels zu widerstehen und auch den Widerstand von Menschen richtig einzuordnen – auch wenn er in der Praxis des Kampfes dabei manchmal versagen mag. Er kämpft nicht gegen Fleisch und Blut, sondern betet, daß der Herr die Anschläge des Bösen zunichtemacht.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Er rechnet mit dem Sieg Jesu Christi, des Sohnes Gottes, der geoffenbart wurde, um die Werke des Teufels zu zerstören (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C8b&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,8b</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Sieg über die Sünde</span></h3>
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<p>Ein geistlich reifer Gläubiger läßt sich nicht ohne weiteres durch Sünden verstricken und zu Fall bringen. Er hat sein Fleisch mit Christus gekreuzigt und übt in der Kraft des Heiligen Geistes Selbstbeherrschung. Er hat gelernt, den Sieg Jesu Christi in seinem Leben auch in bezug auf die Sünde anzuwenden und zu praktizieren:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+15%2C57&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 15,57</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Aber in dem allem überwinden (od. siegen) wir weit durch den, der uns geliebt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,37</a>)</strong></p>
<p>Die Grundlage für dieses Siegesleben ist das vollkommene Sühnopfer unseres Retters und unser Mitgekreuzigtsein und Mitauferstandensein in Ihm. Das wird in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 6</a> ausgeführt; wir wollen diese wunderbaren Verheißungsworte hier nur verkürzt behandeln, weil wir im Kapitel III darauf noch ausführlicher eingehen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. (…) </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr [als Sklaven] dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. (…) Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür (od.: rechnet damit), daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr [der Sünde] nicht durch die Begierden [des Leibes] gehorcht; gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,1-13</a>)</strong></p>
<p>Als solche, die in Christus hineinversetzt sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,30</a>), haben wir auch Anteil an der Wirksamkeit Seines Kreuzestodes und Seiner Auferstehung. Wir sind mit Christus geistlicherweise gekreuzigt, gestorben und begraben. Damit sind wir auch für die Welt und die Sünde gekreuzigt und gestorben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,14</a>). Wir müssen nicht mehr sündigen, wir können die Sünde grundsätzlich überwinden und sollten in der Praxis immer mehr dazu in der Lage sein.</p>
<p>Dieser Sieg ist uns in Christus aus Gnade geschenkt. Die Sünde hat keine Macht mehr über uns; sie kann nicht mehr über uns herrschen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,14</a>); wir sind von ihr befreit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,18</a>) und damit auch von der Versklavung unter die Sünde (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C20-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,20-22</a>). Wir sind der Sünde gestorben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,2</a>), und das ist die Grundlage dafür, daß wir grundsätzlich auch Sieg über die Sünde haben. Doch diese Befreiung müssen wir im Glauben einnehmen; wir müssen im Glauben damit rechnen, daß wir für die Sünde tot sind und für Gott leben in Christus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C11%3B+Gal+2%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,11; Gal 2,20</a>).</p>
<p>Dieses Leben im Sieg über die Sünde kann durchaus durch einzelne Niederlagen beeinträchtigt sein; es ist bei keinem Christen perfekt, weil und solange wir noch unser Fleisch an uns haben, das uns durch seine Begierden immer wieder zur Sünde verleiten möchte. Aber ein reifer Christ hat gelernt, auch Niederlagen mit dem Herrn zu verarbeiten. Er wird dadurch nicht umgeworfen oder aus der Rennbahn gedrängt, sondern steht nach einem Fall sofort wieder auf und geht mit dem Herrnweiter.</p>
<p>Das ist wesentlich für geistliche Reife und das Erwachsenenstadium, denn wenn wir immer wieder durch Sündenfälle straucheln, sind wir nicht brauchbar für einen verantwortungsvolleren Dienst. Wenn der Feind uns immer wieder aus der Bahn drängen kann, können wir im Glaubenslauf nicht siegreich laufen; wir werden beständig ausgebremst und aufgehalten. Der Feind kann uns verklagen und unbrauchbar machen. So gehört der Sieg über die Sünde zum Wachsen in der geistlichen Reife dazu.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Sieg über die Welt und ihr Drohen</span></h3>
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<p>In Christus haben wir auch Sieg über die Welt, wie unser Herr uns verheißen hat:<em> „In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+16%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 16,33</a>). Durch unseren Glauben an den verherrlichten Herrn und Sein vollkommenes Rettungswerk überwinden wir Kinder Gottes die Welt mit ihren Verlockungen und Drohungen, mit ihrer Verführung und Verfolgung:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,4</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,4-5</a>)</strong></p>
<p>Ein geistlich reifer Christ überwindet die Welt, wenn sie ihn durch ihre menschlichen Werkzeuge bedrängen und verfolgen will, sei es durch Spott und Ausgrenzung oder auch durch massivere Angriffe bis hin zur Bedrohung von Leib und Leben. Nicht wenige Gläubige in anderen Regionen der Erde erfahren heute schon die Siegeskraft des Herrn Jesus auch gegenüber blutiger Verfolgung: <em>„Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+12%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 12,11</a>). Wir wissen nicht, ob das nicht auch einmal uns betrifft, aber unser Herr bringt uns durch alle Bedrängnisse zum Ziel!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht. Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C12-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,12-16</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,8-9</a>)</strong></p>
<p>Auch dieser Sieg gehört zur geistlichen Reife dazu; wenn der Feind Gläubige immer wieder durch Drohungen und Einschüchterung dazu bringen kann, sich mutlos zurückzuziehen und in Deckung zu gehen, sind wir nicht gereift und stabil im Glauben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;"><strong>Sieg über die Verführungskünste der Welt</strong></span></h3>
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<p>Die Welt sucht beständig die Kinder Gottes dazu zu verleiten, daß sie sich ihrem sündigen Treiben angleichen und ihr gleichförmig („weltförmig“) werden. Unser himmlischer Vater dagegen ist bestrebt, uns zu heiligen und immer mehr von dieser Welt abzusondern (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C1-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,1-8</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,15-17</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+17%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 17,14-16</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an (od. seid nicht gleichförmig der Welt), sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>)</strong></p>
<p>Der Geist dieser Welt sucht alle Menschen in Sünde zu verstricken und dazu zu verführen, den Lüsten dieser Welt nachzufolgen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>— auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>)</strong></p>
<p>Wir aber sind aus Gott geboren und haben den Geist Gottes, sodaß wir diesen Verführungen widerstehen können: <em>„Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodaß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,12</a>).</p>
<p>Der Geist dieser Welt sucht die Christen weltförmig zu machen, sodaß sie in praktischer Gegnerschaft zu Gott leben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,4</a>).<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Der Anreiz ist, daß sie dadurch weniger Ausgrenzung vonseiten der Ungläubigen zu erwarten haben; aber der Verlust ist sehr groß, und solche Gläubigen können sich nicht des Herrn und Seiner Segnungen erfreuen; sie können auch nicht zu geistlicher Reife und Fruchtbarkeit kommen.</p>
<p>Der Geist dieser Welt sucht die Christen eigenliebig und stolz zu machen, nach Selbstverwirklichung strebend statt nach Selbstverleugnung, unheilig und umhergetrieben von mancherlei Begierden. Ein solches weltförmiges „Christentum“ wird uns im 2. Timotheusbrief warnend vor Augen gestellt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>)</strong></p>
<p>Von diesen Dingen müssen sich Gläubige tatsächlich entschieden abwenden und sich dabei reinigen von aller Befleckung durch diese Welt und ihre Denkweise (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+1%2C27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 1,27</a>), sonst können sie nicht zur geistlichen Reife und Brauchbarkeit für den Herrn kommen. Heutzutage haben viele Gläubige noch manche Einflüsse dieses gesetzlosen Zeitgeistes an sich; es kommt darauf an, sich davon wirklich zu reinigen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,1</a>) und durch Erneuerung unseres Denkens zu echter Heiligung zu kommen.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 80px;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Zur Vertiefung dieses Gesichtspunkts empfehle ich meine Schrift: <em>Gebet und geistlicher Kampf. Hinweise für Gläubige, die dem Herrn dienen wollen </em>(Leonberg: Esra-Schriftendienst 1. Aufl. 2021)</p>
<p style="padding-left: 80px;"><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Wie wir die Gefahren der Weltliebe und Weltanpassung überwinden können, behandelt mein Buch <em>Paßt euch nicht der Welt an!</em> <em>Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist.</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Ein ausführliches Bibelstudium und lebenspraktische Hinweise zum Thema „Heiligung“ vermittelt mein Buch <em>Seid heilig, denn ich bin heilig!</em> <em>Der biblische Ruf zur Heiligung in der Endzeit.</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"> </p>
<p>Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/03/gesundes-wachstum-in-christus-buchinfo/"><strong>Gesundes Wachstum in Christus. Geistliche Reife und Bewährung im Glaubensleben.</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/06/leben-im-sieg-jesu-christi/">Leben im Sieg Jesu Christi</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Siehe, ich mache alles neu!  Wie Gläubige seelische Nöte überwinden können</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/05/siehe-ich-mache-alles-neu-wie-glaeubige-seelische-noete-ueberwinden-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 18:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>
		<category><![CDATA[Nöte]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Überwinden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; 4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p style="padding-left: 80px;"><strong><em>4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. </em></strong></p>
<p style="padding-left: 80px;"><strong><em>5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!</em></strong><em> Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! </em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! </em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>7 Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+21%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 21,4-7</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em> </em></p>
<p style="padding-left: 80px;"><em>Darum: <strong>Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>)</em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Einleitung</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir alle als gläubige Kinder Gottes, die wir in einer gefallenen, von Sünde geprägten, gottlosen Welt leben, erfahren mancherlei Leiden und Bedrängnisse. Das ist uns von Gott so verordnet; es steht geschrieben: <em>„… dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und [sagten ihnen,] <strong>daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+14%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 14,22</a>).</p>
<p>Diese Bedrängnisse haben eigentlich alle auch Auswirkungen auf unsere Seele, denn wir Menschen bestehen, wie uns Gottes Wort sagt, aus Geist, Seele und Leib.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, <strong>und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib</strong>, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,23</a>)</em></p>
<p>Wenn wir Sünde und Leid erleben, Not und Bedrängnis, dann sind fast immer Geist, Seele und Leib davon betroffen, und sehr oft wirken sich solche Erfahrungen besonders auf die Seele des Menschen aus.</p>
<p>In dieser Predigt wollen wir versuchen, einige biblische Grundsätze zu vermitteln, wie wir Nöte der Seele geistlich überwinden können. Das kann kein „Lehrvortrag“ im eigentlichen Sinne sein, denn eine biblische Lehre von der Seele und ihren Problemen zu entwickeln, ist ein sehr herausforderndes Unterfangen. Vielmehr wollen wir einige Aussagen der Bibel beleuchten, die das Wesen und das Leben unserer Seele beleuchten, und einige Ratschläge geben, wie wir als Gläubige mit den Nöten unserer Seele umgehen können.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Die menschliche Seele im Licht der Bibel</span></h2>
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<p>Wenn wir die Dreiteilung aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,23</a> zugrundelegen, können wir versuchen, genauer zu klären, was die Bibel unter „Seele“ (<em>psychè</em>) versteht. Das ist eigentlich durchaus vielschichtig und nicht ganz einfach abzugrenzen, aber wir versuchen es hier zu vereinfachen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>GEIST               verwandt mit „Herz“; umfaßt Bewußtsein, Wille, Gesinnung, auch das Bewußtsein in der Beziehung zu Gott (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C29%3B+8%2C16%3B+1Kor+2%2C11%3B+14%2C14%3B+1Pt+3%2C4%3B+Hi+32%2C8%3B+Ps+51%2C12-19%3B+Ps+77%2C7%3B+143%2C4%3B+Spr+20%2C27%3B+Jes+26%2C9%3B+Mal+2%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,29; 8,16; 1Kor 2,11; 14,14; 1Pt 3,4; Hi 32,8; Ps 51,12-19; Ps 77,7; 143,4; Spr 20,27; Jes 26,9; Mal 2,15</a>)</p>
<p>SEELE               Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Begierden, Lüste (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+10%2C1%3B+14%2C22%3B+27%2C2%3B+Ps+13%2C3%3B+Pr+6%2C2%3B+Mt+11%2C29%3B+Mk+12%2C30%3B+Apg+15%2C24%3B+Hebr+4%2C12%3B+1Pt+1%2C22%3B+4%2C19%3B+Offb+18%2C14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 10,1; 14,22; 27,2; Ps 13,3; Pr 6,2; Mt 11,29; Mk 12,30; Apg 15,24; Hebr 4,12; 1Pt 1,22; 4,19; Offb 18,14</a>)</p>
<p>LEIB                 der menschliche Körper mit seinen psychosomatischen Reaktionen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C12-13.19%3B+12%2C1%3B+1Kor+6%2C13-20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,12-13.19; 12,1; 1Kor 6,13-20</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt viele Wechselwirkungen zwischen diesen Elementen, besonders zwischen Geist und Seele und zwischen Seele und Leib (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+4%2C12%3B+Ps+31%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 4,12; Ps 31,10</a>). Wenn der Geist bedrückt ist, wirkt ich das auch auf Seele und Leib aus; wenn der Leib krank ist, wirkt dies wiederum auch auf die Seele und womöglich den Geist aus.</p>
<p>Geist, Seele und Leib des Menschen sind von Gott erschaffen und sind eigentlich wunderbare, vielschichtige, staunenswerte Aspekte unseres Wesens,</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+139%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 139,14</a>)</em></p>
<p>Die Seele ist eigentlich dazu angelegt, um uns im Zusammenspiel mit unserem Geist ein gutes, verantwortungsvolles Leben im Dienst unseres Gottes und Schöpfers zu ermöglichen. Die Seele ist ein staunenswertes, höchst komplexes nichtmaterielles „Organ“, mit dem der Mensch seine emotionalen Beziehungen zu seiner Umwelt gestaltet und verarbeitet.</p>
<p>Die Seele besteht aus vielfältigen Regungen, Gefühlen und Empfindungen, die sich ergänzen. Sie kommuniziert ständig mit unserem Geist und unserem Leib wie auch mit der Außenwelt. Sie hat eine erstaunliche Fähigkeit zur Selbststabilisierung, zum inneren Ausgleich und zur Verarbeitung von Belastungen.</p>
<p>Doch dieses Wunderwerk Gottes funktioniert nicht mehr so, wie Gott es ursprünglich angelegt hatte. Der Mensch fiel in Sünde und wandte sich von seinem Schöpfergott ab, und so wurden Geist, Seele und Leib durch die Sünde deformiert und verdorben.</p>
<p>Der natürliche Mensch ist deshalb nach Geist, Seele und Leib unter der Herrschaft der Sünde und des Satans; Geist, Seele und Leib sind verfinstert und funktionieren nicht mehr nach der gottgemäßen Ordnung und Wesensbestimmung. Wir sind bestimmt durch unsere gefallene, sündige Natur, welche in der Bibel „Fleisch“ genannt wird.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>— auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>)</em></p>
<p>Das wirkt sich auf den Geist aus, auf unsere Gedanken, unseren Willen und unser Bewußtsein, aber eben auch auf unsere Seele.</p>
<p>Die Seele des natürlichen, sündigen Menschen ist geprägt von vielfältigen Lüsten und Begierden; sie erfährt neben relativ normalen und positiven Gefühlsregungen wie Zufriedenheit, Lust an Tätigkeit, Glücksgefühlen und Freude immer wieder Belastendes und Sündiges:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Angst und Sorge,</p>
<p style="padding-left: 40px;">zerstörerische Begierden und Süchte,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Sehnsüchte und Enttäuschungen,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Frustration und Wut,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Bitterkeit und Haß,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Auflehnung gegen Autoritäten und Einschränkungen,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Neid und Eigensucht,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Bitterkeit und Unvergebenheit,</p>
<p style="padding-left: 40px;">Niedergeschlagenheit und Depression,</p>
<p style="padding-left: 40px;">aber auch Euphorie und Selbstüberschätzung,</p>
<p style="padding-left: 40px;">krankhafte Selbstbezogenheit</p>
<p style="padding-left: 40px;">Einbildung und Wahn.</p>
<p>All das kann sich in einem relativ „normalen“, kontrollierbaren Rahmen abspielen, so wie es die meisten Menschen erleben. Praktisch jeder Mensch erlebt gewisse negativen Seelenzustände immer wieder, kann sie aber ausgleichen, verdrängen oder überspielen, sodaß seine Seele zwar davon zeitweise stärker belastet wird, aber dennoch „normal“ weiterfunktionieren kann.</p>
<p>Manchmal aber wird die Seele ernsthaft krank, sodaß sie ihre normale Funktion, dem Menschen in seinen Beziehungen zu seiner Umwelt Orientierung und Halt zu geben, nicht mehr erfüllen kann. Dann kommt es zu Dingen wie Psychosen oder schweren Depressionen, zu schweren Angststörungen, zu massiver seelischer Erschöpfung oder Schwäche, zu Schizophrenie. Das kann vielfältige Ursachen haben; Auslöser können konkrete eigene Sünden sein, traumatische Erfahrungen, körperliche Störungen oder auch Einwirkungen okkulter Mächte, denen der Mensch sich geöffnet hat.</p>
<p>In unserem Vortrag wollen wir uns in erster Linie mit den „normalen“, alltäglichen Belastungen der Seele beschäftigen; der Umgang mit echten Erkrankungen ist ein viel komplexere Thema.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">2. Das Kind Gottes und sein Seelenleben</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jedes Kind Gottes war zuvor einmal ein verlorener Sünder, der mehr oder weniger lang ein von Gott getrenntes Sündenleben gelebt hat und damit einiges an Belastungen seines Geistes und seiner Seele erfahren hat. Dann sind wir zum Glauben an den Herrn Jesus gekommen und durften das Wunder der Neugeburt aus dem Geist Gottes erfahren. Wie herrlich ist es, loszukommen von der Last unserer Sünden, von den Schatten der gottlosen Vergangenheit! Uns sind die Sünden vergeben, wir haben von dem Herrn Jesus ein neues Leben empfangen! Wahrhaftig, wir erleben das, was Gottes Wort uns sagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Darum: <strong>Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>)</em></p>
<p>Gott hat Seinen Geist in uns wohnen lassen; Er hat uns von neuem gezeugt und in uns einen neuen Menschen erschaffen, der auch der „innere Mensch“ genannt wird.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid — wie es auch Wahrheit ist in Jesus —, daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, <strong>den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.</strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C20-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,20-24</a>)</em></p>
<p>Wir haben den alten Menschen, das rebellische, sündige Adamswesen, bei der Bekehrung abgelegt; es ist nun mit Christus gekreuzigt und im Tode (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C3-7.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,3-7.11</a>). Wir haben ein neues Wesen angezogen, und in bezug auf dieses Wesen gilt: <em>„das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“</em>. Unserer Stellung nach sind wir nunmehr Heilige und Gerechte, Söhne Gottes in Christus.</p>
<p>Auf der anderen Seite haben wir unsere alte sündige Natur noch nicht völlig verloren; solange wir in diesem Leib der Sünde leben, ist unser Fleisch noch in uns wirksam. Unser Leib ist der alte Adamsleib geblieben, in dem die Sünde sozusagen genetisch verankert ist. Das Fleisch mit seinen sündigen Lüsten und Begierden ist noch aktiv, und wir müssen es gekreuzigt halten und immer wieder in den Tod geben, wenn es sich regt.</p>
<p>So ist auch unsere Seele nicht völlig neu geworden; wir haben immer noch alte Prägungen, Begierden und sündhafte Gefühlsregungen in uns, die wir bewußt ablegen und in den Tod geben müssen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C25-31%3B+Kol+3%2C+5-9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,25-31; Kol 3, 5-9</a>). Immer wieder kommen in uns Gefühle auf, die aus dem Fleisch, aus unserer alten Natur, kommen: Unmut und Ärger, Neid und Stolz, Unzufriedenheit und Bitterkeit, Resignation und Verzagtheit. Auch unser Geist muß noch erneuert werden; in ihm wirkt zwar der Heilige Geist, aber er kann auch befleckt oder beunruhigt werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C23%3B+2Kor+2%2C13%3B+7%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,23; 2Kor 2,13; 7,1</a>).</p>
<p>Hier ist es wichtig, bewußt den Schritt zu tun, uns selbst, unser ganzes Wesen Gott zur Verfügung zu stellen, damit er es umgestalten kann, und besonders unser Denken und unsere Gesinnung durch das Wort Gottes und den Geist Gottes erneuern zu lassen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber (od. euer ganzes Wesen) darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1-2</a>)</em></p>
<p>So ist es für unser geistliches Leben und Wachstum sehr wichtig, daß wir unser Seelenleben, unsere Gefühle und Impulse unter die Zucht und Leitung des Heiligen Geistes stellen und alles Sündige in den Kreuzestod Jesu Christi geben, statt ihm Raum zu geben und zu folgen. Im Prozeß der Heiligung, der wir nachjagen sollen, ist es sehr wichtig, unser Seelenleben durch Gottes Geist reinigen, erneuern und disziplinieren zu lassen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben! Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müßt ihr sterben; <strong>wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C12-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,12-14</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust </em></strong><em>und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. <strong>Jetzt aber legt auch ihr das alles ab — Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, häßliche Redensarten aus eurem Mund.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C5-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,5-8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodaß ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. (…) <strong>Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C16-18.24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,16-18.24</a>)</em></p>
<p>Wir haben die Verantwortung, jeden Gedanken und jede Gefühlsregung, die sich gegen Gottes Wort und Willen richtet, in den Tod zu geben und unsere Gedanken und Gefühle gefangenzunehmen zum Gehorsam gegenüber unserem Herrn Jesus Christus, wie der Apostel Paulus sagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, <strong>sodaß wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,3-5</a>)</em></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Wie wir Nöte unserer Seele geistlich überwinden können</span></h2>
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<p>Als Kinder Gottes leben wir noch in dieser bösen, gottfeindlichen Welt, und zwar als solche, deren Fleisch auch noch nicht abgetötet und überwunden ist. Deshalb erleben wir alle immer wieder Ängste, Sorgen, negative Emotionen, seelische Bedrängnisse und Anfechtungen, und das ist ein Stückweit normal und von Gott zu unserer Erziehung so zugelassen. Unser treuer Herr hat es uns zugesagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis (od. Angst); aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+16%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 16,33</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… und sandten Timotheus, unseren Bruder, der Gottes Diener und unser Mitarbeiter am Evangelium von Christus ist, damit er euch stärke und euch tröste in eurem Glauben, damit niemand wankend werde in diesen Bedrängnissen; <strong>denn ihr wißt selbst, daß wir dazu bestimmt sind</strong>. Als wir nämlich bei euch waren, sagten wir euch voraus, daß wir Bedrängnisse erleiden müßten, und so ist es auch gekommen, wie ihr wißt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+3%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 3,2-4</a>)</em></p>
<p>Doch manche Gläubige erfahren im Laufe ihres Glaubenslebens zu gewissen Zeiten seelische Nöte und Bedrängnisse, die über das normale Maß hinausgehen. Sie erleben innerliche Anfechtungen wie Ängste, Enttäuschung, Depression, mit denen sie nicht ohne weiteres fertig werden, die sie ziemlich bedrängen und manchmal ihrem Glaubenslauf stark beeinträchtigen. Wie kann ein Kind Gottes mit solchen Erfahrungen umgehen und solche seelischen Nöte im Glauben überwinden? Dazu wollen wir in diesem dritten Teil unserer Betrachtung einige Hinweise geben.</p>
<p>Eines müssen wir schon einmal betonen: Viele Gläubige wenden sich in solchen Fällen an Fachleute, die in weltlicher Psychologie ausgebildet sind, oftmals auch an Christen, die versuchen, mit einer Mischung aus christlicher Seelsorge und weltlicher Psychotherapie zu helfen. Das ist ein oftmals ziemlich gefährlicher Weg, weil die weltliche Psychologie weder die Abgründe unseres Seelenlebens richtig versteht noch wirksame Heilung anbieten kann, schon gar nicht für wiedergeborene Kinder Gottes, deren geistliches Leben ganz anderen Grundsätzen folgt als das Leben natürlicher Menschen.</p>
<p>Vor allem liegt das daran, daß aller Psychologie das gottfeindliche humanistische Menschenbild zugrundeliegt, nachdem der Mensch von Natur aus gut ist. In der Psychologie werden die Realitäten des Sündenfalls und der Verderbnis der Menschen ebenso ausgeblendet wie die Realität der Macht des Teufels und seiner Dämonen – von der Macht Gottes und der Erlösung in Christus ganz zu schweigen.</p>
<p>Auch in christlichen Psychotherapien wie der sogenannten „Biblisch-Therapeutischen Seelsorge“ werden weltliche Methoden wie die Rückführung aller möglichen Probleme auf frühe Kindheitserlebnisse oder die analytische Zerlegung belastender Erfahrungen praktiziert, die oftmals die Betroffenen tiefer in den Sumpf ihrer Probleme hineintreiben und eine geistgewirkte Heilung und Befreiung hintertreiben statt fördern.</p>
<p>Die Alternative zu solchen weltlichen Therapieversuchen kann für jeden Gläubigen nur darin liegen, bei unserem gnädigen, liebenden, allwissenden und allvermögenden Herrn und Retter Hilfe zu suchen, der doch unsere Seele genau kennt und auch die Macht hat, sie zu heilen und zurechtzubringen. Doch das ist ein Weg, der Glauben und Vertrauen auf das Wort Gottes erfordert sowie auch die Bereitschaft, das eigene Leben zu überprüfen und sich von Gott verändern zu lassen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Vertrauen auf Jesus Christus, den Hirten und Heiland unserer Seelen</span></h3>
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<p>Unser Herr Jesus ist der wunderbare Erlöser unserer Seele; Er hat mit Seinem Blut am Kreuz dafür bezahlt, uns aus dem Gericht des ewigen Todes zu erretten und uns als Kindern Gottes neues Leben gegeben. In Christus ist Gnade und Segen die Fülle (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C9-10%3B+Phil+4%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,9-10; Phil 4,19</a>), um uns aus unseren seelischen Nöten herauszuführen und uns Heilung und Frieden zu bringen – Frieden auch im Sinne von Wohlergehen und Gesundung der Seele.</p>
<p>Die Errettung in Christus ist vollkommen und betrifft Geist, Seele und Leib des Menschen. Allerdings ist die Vollendung dieses Heils ausdrücklich an die Auferstehung und endgültige Verherrlichung der Söhne Gottes bei der Entrückung gebunden. Solange wir hier im Leibe auf Erden leben, haben wir zwar eine vollkommene Errettung in bezug auf unseren inneren, neuen Menschen, aber weder die Seele noch der Leib können vollkommen geheilt und erneuert sein, solange wir noch unsere Fleischesnatur an uns tragen.</p>
<p>Deshalb dürfen wir vertrauensvoll damit rechnen, daß unser Vater durch Christus uns in mancher Hinsicht Heilsein und Heilung der Seele und des Leibes gewährt, aber wir haben keine Verheißung vollkommener und immerwährender geistlicher, seelischer oder leiblicher Gesundheit. Gott mag uns durchaus verordnen, daß wir gewisse Leiden der Seele und des Leibes geduldig ertragen, die Er erst bei unserer Verwandlung bzw. unserem Abscheiden wegnehmen wird; der Stachel im Fleisch des Apostels Paulus ist ein Beispiel dafür (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,7-10</a>).</p>
<p>Auch ist unser Heilsein in mancher Hinsicht von unserem eigenen Wandel in Heiligung und Gehorsam abhängig, sodaß Versäumnisse darin auch Konsequenzen für Geist, Seele und Leib haben können, die wir in Unterordnung unter Gottes väterlicher Zucht tragen müssen.</p>
<p>Dennoch dürfen wir mit unseren inneren Nöten immer vertrauensvoll zu unserem himmlischen Vater und zu unserem guten Hirten Jesus Christus kommen und Ihn um Linderung und Heilung bitten; dafür gibt uns Gottes Wort viele kostbare Verheißungen. Wir wunderbar ist für uns etwa der bekannte <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 23</a> – gerade wenn wir in seelischen Bedrängnissen sind:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>PSALM 23</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>1 Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>2 Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>2 AÜ [Er läßt mich lagern auf grünen Auen; / er führt mich behutsam zu den Ruheplätzen am Wasser.] </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>3 Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>3AÜ <strong>[Er bringt meine Seele wieder zurück / Er stellt meine Seele wieder her;</strong> / Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.]</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.</em></p>
<p>Wie tröstlich ist die Aufforderung unseres liebenden Herrn und Retters im Matthäusevangelium:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken [od. zur Ruhe bringen]!</em></strong><em> Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; <strong>so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!</strong> Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+11%2C28-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 11,28-30</a>)</em></p>
<p>Das bedeutet: Ruhe und Heilung für unsere Seele wird uns dann verheißen, wenn wir das Joch unseres Herrn auf uns nehmen, das heißt: wenn wir Ihm gehorsam und in Selbstverleugnung nachfolgen und dienen! Heilung geschieht eben nicht dann, wenn wir uns um uns selbst drehen und unsere Wunden lecken, sondern dann, wenn wir von uns selbst wegschauen und uns um Christus drehen!</p>
<p>Jesus Christus ist der große Therapeut unserer Seele. Er ist der Hirte und Hüter unserer Seele (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,25</a>).<em> „Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine Tröstungen meine Seele“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+94%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 94,19</a>). Wie Er uns aus unseren Nöten befreit und innerlich heil macht, können wir oft gar nicht sagen. Er fordert uns auf, Ihm uns ganz anzuvertrauen und Ihm gehorsam nachzufolgen, im Glauben, ohne zu spüren und zu schauen.</p>
<p>Im Laufe dieser Nachfolge geschieht oft Heilung und Befreiung von Fehlhaltungen und Verletzungen, ohne daß wir uns dessen bewußt werden. Je mehr wir von uns selbst wegschauen und uns mit dem Herrn beschäftigen und für Ihn leben, desto leichter bewältigen wir manches Schwere, was uns niederdrücken will. Wir werden erleben, wie unser guter Hirte dann sich um uns kümmert, wenn wir ergeben auf Ihn harren.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich will frohlocken und mich freuen an deiner Gnade, denn du hast mein Elend angesehen, <strong>du hast auf die Nöte meiner Seele geachtet</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,8</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Nur auf Gott wartet still meine Seele</em></strong><em>; von ihm kommt meine Rettung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+62%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 62,2</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der HERR behütet dich vor allem Übel,<strong> er behütet deine Seele</strong>; der HERR behütet deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+121%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 121,7-8</a> – Menge)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Der HERR ist mein Teil!, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht.</em></strong><em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Klgl+3%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Klgl 3,24-25</a>)</em></p>
<p>In vielem geht es einfach darum, alles aus Seiner Hand anzunehmen, was uns widerfährt und in der Vergangenheit widerfahren ist, und dieses zurückzulassen, um für Christus zu leben.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: <strong>Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir.</em></strong><em> Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>… um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden,<strong> indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange</strong>. Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: <strong>Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C10-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,10-14</a>)</em></p>
<p>Dennoch können wir in manchen Fällen selbst erkennen, woher gewisse Nöte und Probleme in unserem Seelenleben kommen. Es gibt Nöte, die die Folge gewisser Sünden sind, die wir selbst begangen haben, sei es in unserem alten Leben oder als Gläubige. Es gibt Nöte, die aus vergangenen belastenden Erfahrungen stammen, bei denen sich andere an uns versündigt haben – etwa die Not einer Ehescheidung der Eltern.</p>
<p>Es gibt auch Nöte, die wir gewissermaßen zugeteilt bekommen haben – etwa erbliche Veranlagungen zu Depression oder psychischen Problemen, oder Unfall- bzw. Krankheitsfolgen. Und es gibt Nöte, die aus okkulten Belastungen stammen, wo der Feind unserer Seelen direkt der Verursacher ist. Wir wollen versuchen, für solche Situationen einige Hinweise zu geben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Herzensumkehr und Erneuerung unseres Denkens und der Gefühle</span></h3>
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<p>In manchen Fällen sind die seelischen Nöte eines Gotteskindes direkte Folgen eigener sündhafter Gedanken oder Taten oder Fehlhaltungen. Sünde hat schmerzhafte Folgen für Geist, Seele und Leib. Wenn wir etwa uns mit Pornographie oder Unzucht abgeben, oder wenn wir rebellisch und bitter gegen Mitmenschen sind, oder wenn wir Groll und Unvergebenheit gegen jemanden hegen, dann kann das schwerwiegende schmerzhafte Folgen für unser geistliches Leben, aber auch für unsere Seele und unseren Leib haben.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! <strong>Heile meine Seele</strong>, denn ich habe gegen dich gesündigt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+41%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 41,5</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>1 Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! 2 Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist! <strong>3 Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. 4 Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodaß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. </strong>(Sela.) 5 Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: »Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!« Da vergabst du mir meine Sündenschuld. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+31%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 31,1-5</a>)</em></p>
<p>Solche Sünden können in der Vergangenheit liegen oder noch andauern. In jedem Fall sollte ein Gläubiger, der Heilung sucht, auch den Herrn suchen, daß Er ihm aufzeigt, ob irgendwelche Sünden die Ursache der Leiden sein könnten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; </em></strong><em>prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+139%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 139,23-24</a>)</em></p>
<p>Manchmal kann es dann sein, daß seelische oder körperliche Nöte mit dazu beitragen, daß ein geistliches Sündengeschwür aufgedeckt und bereinigt werden kann, sodaß als Folge die Not weggenommen wird und ein bleibender geistlicher Gewinn die Frucht ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: <strong>»Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst! Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.</strong>« (…) Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C4-6.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,4-6.11</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! <strong>Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. </strong>Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+55%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 55,6-9</a>)</em></p>
<p>Befreiung von inneren Nöten geschieht oft dort, wo wir unser Leben bereinigen von Sünden und Altlasten, die uns niederdrücken und in unserem Glaubenslauf hemmen wollen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, <strong>so laßt uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt</strong>, und laßt uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens,</em></p>
<p>Ein Leben in der Heiligung und Gottesfurcht ist sehr hilfreich und fördert die Heilung von seelischen Belastungen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Bewältigung schwerer Erfahrungen in der Vergangenheit</span></h3>
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<p>Manche seelischen Leiden werden verursacht durch belastende Erlebnisse, etwa die Scheidung der Eltern oder der Verlust eines Elternteils, die man in der Kindheit erleben mußte, oder andere traumatische Erfahrungen, auch in der Jugend und im Erwachsenenalter. Hier wird der Mensch oft zum Opfer der Sünden anderer aus seiner Umgebung, oder aber er erfährt notvolle Lebensführungen, an denen er nicht schuld ist, die ihn aber verletzen.</p>
<p>Wie tröstlich ist die Verheißung, die unser Herr in der Synagoge von Nazareth aus dem Propheten Jesaja vorlas und auf sich bezog:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden;<strong> er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen (od. zerschlagenen) Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden</strong> und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+4%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 4,18-19</a>)</em></p>
<p>Er ist gesandt, denen Heilung zu bringen, die ein verwundetes, zerschlagenes und zerbrochenes Herz haben! Das dürfen wir für uns so im Glauben annehmen! Von Ihm heißt es ja auch noch an anderer Stelle: <em>„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, <strong>und verbindet ihre Wunden</strong>“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+147%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 147,3</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden</em></strong><em>; das Schwache will ich stärken … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+43%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 43,16</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Seine Wege habe ich gesehen; dennoch will ich es heilen und es leiten und ihm und seinen Trauernden mit Tröstungen vergelten</em></strong><em>, indem ich Frucht der Lippen schaffe: Friede, Friede den Fernen und den Nahen, spricht der HERR; ja, ich will es heilen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+57%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 57,18-19</a>)</em></p>
<p>Bei einem solchen Heilungsprozeß ist es wichtig, daß wir darauf achten, wie unsere Reaktionen auf leidvolle Erfahrungen waren und sind. Es ist wesentlich für Heilung, daß wir die Nöte nachträglich aus Gottes Hand annehmen und den Menschen vergeben, die uns geschädigt haben; dann dürfen wir solche Lasten ablegen beim Herrn und erfahren, daß Er Befreiung und Erneuerung schenkt. Leider reagieren wir oftmals mit Verbitterung, Vorwürfen oder Auflehnung gegen Gott auf solche Dinge, das aber hindert den Herrn daran, in uns Linderung und Heilung zu wirken.</p>
<p>Wenn wir uns aber von Ihm zu einer inneren Klärung und Läuterung führen lassen, dann dürfen wir auch erfahren, wie einstmals schmerzliche und notvolle Erfahrungen ihren Stachel verlieren und sogar mit zu unserer geistlichen Reifung und einer vertieften Gemeinschaft mit unserem Herrn beitragen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Siehe, zum Frieden diente mir bitteres Leid; <strong>du hast ja meine Seele liebevoll umfangen und sie aus der Grube des Verderbens herausgezogen</strong>; denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+38%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 38,7</a>)</em></p>
<p>Der Herr kann uns dann wunderbare Wiederherstellung schenken, wie sie im Propheten Jesaja so schön beschrieben ist:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Der HERR wird dich ohne Unterlaß leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken</em></strong><em>; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+58%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 58,11</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Umgang mit den Folgen okkulter Belastung</span></h3>
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<p>Manche seelischen Nöte, u.a. auch Depressionen oder psychotische Symptome (Stimmenhören) oder gewisse Gebundenheiten und Zwangserscheinungen können auch dadurch verursacht sein, daß der Betroffene sich mit Mächten der Finsternis eingelassen hat, entweder im alten Leben (z.B. durch Tischrücken, Horoskope, Reiki) oder als Christ, z.B. durch Handauflegungen von Charismatikern. In solchen Fällen kommt Befreiung dadurch, daß man diese Sünden dem Herrn bekennt und darüber klar Buße tut, sich lossagt und entschlossen trennt, auch von falscher Gemeinschaft.</p>
<p>Bei dem Herrn ist Befreiung von allen solchen Einwirkungen der Finsternis, wenn wir klar umkehren und uns entschieden von aller Verstrickung in die Machenschaften des Teufels trennen, und wenn wir unsere Stellung in Christus einnehmen und uns auf die Verheißungen stellen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><em>Er (Gott) hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis </em></strong><em>und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: <strong>Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!</strong> (…) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. (…) <strong>Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+8%2C31-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 8,31-36</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">e. Ergebung in die Erziehung unseres himmlischen Vaters</span></h3>
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<p>Es mag sein, daß trotz mancher Gebete und Schritte zur Gesundung die erwünschte Heilung und Befreiung dennoch ausbleibt und ein Christ mit gewissen Belastungen und Einschränkungen seines Lebens weiterleben muß. Das gilt u.a. dann, wenn seelische Nöte durch körperliche Erkrankungen oder Unfälle verursacht sind.</p>
<p>Das sind Situationen, in denen wir lernen dürfen und müssen, uns unter die Hand Gottes zu beugen und uns der souveränen Führung unseres Gottes zu ergeben. Er weiß, was für uns gut ist; Er hat einen Plan mit allem, und Seine Wege sind immer gut und gerecht. <em>„Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+32%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 32,4</a>).<em> „Denn er verwundet und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+5%2C18%3B+siehe+auch+Klgl+3%2C22-41&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 5,18; siehe auch Klgl 3,22-41</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, <strong>ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen</strong> und dabei das Gute tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,19</a>)</em></p>
<p>In solchen Fällen dürfen wir den Herrn bitten, daß Er uns still macht und wir lernen, Ihm vertrauensvoll still zu halten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+62%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 62,2</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Nein, ich habe meine Seele beruhigt und gestillt; wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele still in mir. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+131%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 131,2</a>)</em></p>
<p>Wenn wir unsere Sache dem allmächtigen, gnädigen Gott anvertrauen, dann macht Er es am Ende recht.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+42%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 42,6</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mißhandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+12%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 12,9-10</a>)</em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align: center;">*  *  *</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle Nöte, die wir erleben und durchleben müssen, sollen nach den Gedanken Gottes dazu dienen, uns näher zu unserem Herrn Jesus Christus zu bringen, in dem wir Erlösung und ewige Errettung haben, aber auch Trost, Hilfe, Linderung und Heilung von allerlei irdischen und zeitlichen Bedrängnissen. Wenn uns unser Herr Jesus immer größer wird, wenn wir die Gnade Gottes, unseres himmlischen Vaters, immer heller leuchten sehen über unserem Leben, dann dienen uns alle Dinge, die wir erleben, zum Besten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+73%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 73,26</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden. Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C15-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,15-18</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C28-32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,28-32</a>)</em></p>
<p>So wollen wir uns am Ende dieser Betrachtung noch einmal an das Segenswort erinnern, das wir zu Anfang gelesen haben:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, <strong>und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib</strong>, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,23-24</a>)</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/05/siehe-ich-mache-alles-neu-wie-glaeubige-seelische-noete-ueberwinden-koennen/">Siehe, ich mache alles neu!  Wie Gläubige seelische Nöte überwinden können</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hinwachsen zu Christus– Gottes Ziel mit unserem Leben</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/04/hinwachsen-zu-christus-gottes-ziel-mit-unserem-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 13:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[geistliches Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensleben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Reife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=7440</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Aus der Einleitung zu meinem neuen Buch Gesundes Wachstum in Christus: &#160; &#160; Wir wollen in diesem Buch Hilfestellungen für ein geistliches Wachstum geben, das über die Anfangsgründe hinausführt und zur Reife, zum Erwachsenenstadium gelangt (vgl. Hebr 5,11 – 6,1). Es ist aufschlußreich, daß der Geist Gottes immer wieder in der Heiligen Schrift [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/04/hinwachsen-zu-christus-gottes-ziel-mit-unserem-leben/">Hinwachsen zu Christus– Gottes Ziel mit unserem Leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Aus der Einleitung zu meinem neuen Buch <strong>Gesundes Wachstum in Christus</strong>:</span></em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Wir wollen in diesem Buch Hilfestellungen für ein geistliches Wachstum geben, das über die Anfangsgründe hinausführt und zur Reife, zum Erwachsenenstadium gelangt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,11</a> – 6,1). Es ist aufschlußreich, daß der Geist Gottes immer wieder in der Heiligen Schrift das Wachstum des inneren Menschen mit Begriffen beschreibt, die vom Wachstum des äußeren Menschen abgeleitet sind; hier gibt es also Parallelen, die uns helfen, das Wesen und Geheimnis des geistlichen Wachstums besser zu verstehen.</p>
<p>Ja, es ist ein Geheimnis, wie unser himmlischer Vater durch Seinen Geist die einzelnen Kinder Gottes in ihrem geistlichen Leben vorwärtsführt, beschneidet, reinigt, stärkt und festigt und so zur Reife bringt. Dieses Wirken läßt sich nicht in ein Schema pressen, läßt sich auch nicht durch Methoden, durch Schulungen und Glaubenskurse beschleunigen oder gar ersetzen. Dieses weise und in vielem verborgene Wirken Gottes können wir nur unvollkommen verstehen und nachvollziehen; wir sehen aber seine Früchte, seine Auswirkungen in unserem Leben und im Leben gereifter Christen um uns herum.</p>
<p>Allerdings können wir aus der Bibel, aus Gottes Wort zahlreiche Lehraussagen, Ermahnungen und Vorbilder erkennen, die uns helfen, bewußt an diesem Prozeß des Wachstums mitzuwirken und Sorge zu tragen, daß wir diesem Wirken Gottes in uns und an uns nicht widerstreben und es nicht hindern. Darin hat jeder gläubige Mensch eine Verantwortung, und dazu möchte uns die gesunde Lehre der Bibel anleiten. Deshalb bringt es uns, wie wir im folgenden sehen werden, großen Gewinn, wenn wir uns vertieft mit den Aussagen in der Bibel beschäftigen, die unser geistliches Wachstum als Kinder Gottes beschreiben und uns dafür Anleitung geben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Voranschreiten zur vollen Reife</span></h3>
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<p>In unserem ersten Buch <em>Ein guter Start im Glaubensleben</em>, das mit dem vorliegenden inhaltlich verbunden ist, haben wir versucht, einige Grundlagen für das gesunde Wachstum von frischbekehrten Christen aufzuzeigen, die sozusagen den Weg vom unmündigen Kleinkind zum herangewachsenen jungen Mann, zum „Jüngling“ zurücklegen wollen.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Im vorliegenden Buch wollen wir darauf aufbauen und schwerpunktmäßig biblische Hilfen zum weiteren Wachstum geben, sozusagen das Wachstum des Jünglings zum erwachsenen Mann und Vater begleiten. So deutet es ja der Apostel Johannes an, der diese drei Wachstumsstadien unterscheidet:</p>
<p><em>Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, <strong>ihr Kinder</strong>, weil ihr den Vater erkannt habt. Ich habe euch geschrieben, <strong>ihr Väter</strong>, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich habe euch geschrieben,<strong> ihr jungen Männer</strong>, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,13-14</a>)</em></p>
<p>Ein ähnliches Anliegen sehen wir auch im Hebräerbrief: <em>„Darum wollen wir die Anfangsgründe des Wortes von Christus lassen <strong>und zur vollen Reife übergehen</strong>“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+6%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 6,1</a>).</p>
<p>Es gibt zahlreiche Aussagen in der Bibel und besonders im Neuen Testament, die besonders darauf hinzielen, die Gläubigen in Christus zu einer möglichst vollständigen Reife und Festigkeit des Glaubens, der Erkenntnis und der praktizierten Liebe zu bringen.</p>
<p>Eine Schlüsselrolle spielt dabei nach meiner Überzeugung die Lehre des Apostels Paulus im Epheserbrief, der zusammen mit dem Kolosserbrief, dem Philipper- und dem 2. Korintherbrief besonders viele Lektionen für geistliches Wachstum enthält. Im 4. Kapitel dieses so wichtigen Briefes zeigt uns der Geist Gottes das Ziel, auf das Er in der Gemeinde unermüdlich hinwirkt, wobei Er dabei nicht nur Hirten, Lehrer und Evangelisten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,11</a>), sondern auch örtliche Gemeindeälteste und die verschiedenen Gläubigen in der örtlichen Gemeinde gebraucht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,16</a>):</p>
<p><em>… bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis (od. Vollerkenntnis, gr. epi-gnosis) des Sohnes Gottes gelangen, <strong>zur vollkommenen Mannesreife (w. zum erwachsenen Mann), zum Maß der vollen Größe des Christus (od. zum Vollmaß des Wuchses in der Fülle des Christus)</strong>; damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, <strong>sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,13-15</a>)</em></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Gottes Wachstumsziel mit unserem geistlichen Leben</span></h3>
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<p>Alle echten Kinder Gottes sollen nach Gottes Willen also zu einem bestimmten Ziel hingelangen, und dieses Ziel wird mit den Begriffen des Wachstums eines natürlichen Menschen ausgedrückt: Es ist die <em>„vollkommene Mannesreife“</em> oder der „ausgewachsene, reif gewordene Mann“, im Gegensatz zum Kleinkind oder unreifen Christen, der im Vers 14 als „unmündig“ gekennzeichnet wird.</p>
<p>Unser Glaube soll also wachsen und immer weiter wachsen, bis er einen Zielzustand erreicht, der auch als <em>„Vollmaß des Wuchses in der Fülle des Christus“</em> bezeichnet wird (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+2%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 2,9-10</a>). Dieser Reifezustand ist auch durch die Einheit der Gläubigen in bezug auf den Glauben an Christus und die Vollerkenntnis (<em>epi-gnosis</em>) des Sohnes Gottes gekennzeichnet. Es ist deutlich, daß wir all dies im Vollsinn erst erreichen werden, wenn die Gemeinde in Christus vollendet und in die Herrlichkeit gebracht ist. Dennoch dürfen wir auch hier auf der Erde, wo alles durch das Fleisch unvollkommen bleibt, dieses Wachstumsziel schon ins Auge fassen und ihm immer näherkommen.</p>
<p>Es geht dann also darum, daß wir zu einem gefestigten, stabilen und geistlich voll ausgerüsteten und orientierten Erwachsenen im Glauben heranwachsen. Das ist nicht der absolute Endpunkt des Wachstums; wir können es durchaus so verstehen, daß dieser mit dem nachfolgenden Halbsatz bezeichnet wird; jeder Gläubige soll in das Vollmaß des Wuchses in der Fülle des Christus immer mehr hineinwachsen. Dieses Maß wird erst am Ende des irdischen Lebens weitestmöglich ausgeschöpft werden.</p>
<p>Also wächst auch der erwachsen gewordene, ausgereifte Gläubige weiter hin zu seinem Ziel, dem Christus. Doch ist er mit dem Erwachsenwerden voll tauglich zum fortgeschrittenen, verantwortungsvollen Dienst in der Gemeinde, so wie auch die Priester und Leviten erst mit einem gewissen Alter befähigt waren, den Dienst am Heiligtum zu übernehmen, die Leviten ab dem 25. Lebensjahr (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+8%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 8,24</a>), die Priester ab dem 30. Lebensjahr (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=4Mo+4%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">4Mo 4,3</a>).</p>
<p>So gehört es zu der Auferbauung des Leibes des Christus, daß wir als bewußte Kinder Gottes und Diener des Christus bestrebt sind, selbst zur vollkommenen Mannesreife voranzuschreiten und dann auch andere dafür zuzurüsten. Das sehen wir am Vorbild des Apostels Paulus, der seinen Dienst unter den Heiligen so beschrieb:</p>
<p><em>Ihn (Christus) verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, <strong>um jeden Menschen vollkommen (od. ausgereift, erwachsen) in Christus Jesus darzustellen</strong>. Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C28-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,28-29</a>)</em></p>
<p>Wir sollen immer weiter hinwachsen zu Christus, unserem Haupt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,15</a>). Das ist im Grunde identisch mit Gottes Ziel mit uns, daß wir verwandelt, hineingestaltet werden in das Bild des Christus, <strong><em>„bis Christus in euch Gestalt gewinnt“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+4%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 4,19</a>). Das Zitat aus dem Galaterbrief zeigt uns, daß Gott schon hier auf der Erde darin möglichst weit mit uns kommen möchte, auch wenn dieses Ziel erst völlig erreicht ist mit unserer Verwandlung und Verherrlichung bei der Entrückung. Das sehen wir auch aus anderen Aussagen der Schrift:</p>
<p><em>Denn die er zuvor ersehen hat, <strong>die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden</strong>, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,29</a>)</em></p>
<p><em>Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, <strong>werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn</strong>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+3%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 3,18</a>)</em></p>
<p>Wir werden auf diese so wichtige Schlüsselstellen später noch einmal ausführlicher zurückkommen (vgl. S. XXX). Hier wollen wir festhalten, daß es Gottes Wille ist, daß wir vom Kleinkinderstadium und der Unmündigkeit, die einem sehr jungen Christen zwangsläufig anhaftet, fortschreiten sollen hin zum geistlichen Erwachsenenalter. Und das nicht in erster Linie um unseretwillen, damit wir vervollkommnet würden, sondern um des Herrn willen, damit Er uns einsetzen und gebrauchen kann in Seinem großen Werk, und damit wir Ihn immer mehr erkennen und tiefer lieben können (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C10-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,10-15</a>).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Weshalb haben wir lauter männliche Bezeichnungen für die Reife?</span></h3>
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<p>Es ist für meine geschätzten Schwestern im Herrn, die sich hoffentlich zahlreich unter den Lesern dieses Buches finden, noch wichtig, darauf einzugehen, aus welchem Grund praktisch alle bildhaften Begriffe für geistliche Reife <em>männlich</em> sind: Jünglinge, Väter, erwachsener Mann … Das hat seine guten geistlichen Gründe und liegt keinesfalls, wie es einige moderne, feministisch beeinflußte Theologen unterstellen, an einer „patriarchalischen“ oder „frauenfeindlichen“ Haltung der biblischen Schreiber.</p>
<p>Wenn wir die Schrift daraufhin genauer studieren, dann zeigt sich, daß die Bibel in bezug auf unsere Stellung in Christus den Unterschied der Geschlechter für überwunden erklärt (<em>„da ist weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle </em>einer<em> in Christus Jesus“</em> – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,28</a>). Nach dem Zeugnis der Bibel sind wir alle, gläubige Männer und Frauen, zur Sohnschaft, d.h. zur Sohnesstellung vor Gott berufen, und damit sind auch die gläubigen Frauen ihrer Stellung nach <em>„Söhne Gottes“</em>: <em>„… denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C26%3B+vgl.+R%C3%B6m+8%2C14.15.19.23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,26; vgl. Röm 8,14.15.19.23</a>). In der Vollendung im Himmel gibt es den Unterschied von Mann und Frau nicht mehr; wir alle werden dann dem Sohn Gottes gleichgestaltet sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+22%2C30%3B+1Joh+3%2C2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 22,30; 1Joh 3,2</a>).</p>
<p>Wenn wir uns darüber hinaus die symbolische Bedeutung der männlichen Begriffe ansehen, dann wird deutlich, daß die Begriffe „Sohn“ / „Mann“ mehr die aktiven, kämpferischen Elemente des Glaubenslebens betonen. Der Sohn ist im natürlichen Leben in biblischer Zeit in der Regel der Erbe gewesen, er hatte die Hauptesstellung und Verantwortung über seine Familie inne. So spricht die Sohnschaft von der Einnahme unseres geistlichen Erbes in Christus, vom aktiven, kämpferischen Glauben, der sich auf die Verheißungen Gottes stellt und vorwärtsgeht, entschlossen den Willen Gottes tut und geistlich stark ist (vgl. z. B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+16%2C13%3B+2Tim+2%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 16,13; 2Tim 2,1</a>).</p>
<p>Diese „männliche“ Entschlossenheit und aktive, einnehmende Haltung in bezug auf unser geistliches Erbe in Christus sollte auch geistlich reifen Frauen zu eigen sein, wie z. B. das alttestamentliche Vorbild der Achsa oder der Töchter Zelophchads zeigt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jos+15%2C17-19%3B+4Mo+27%2C1-7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jos 15,17-19; 4Mo 27,1-7</a>). Umgekehrt bezeichnet die Bibel auch gläubige Männer in ihrer Beziehung zu Christus mit weiblichen Begriffen wie „Braut“ oder „verlobte Jungfrau“ bzw. Ehefrau (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2%3B+Eph+5%2C24-32%3B+Offb+21%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2; Eph 5,24-32; Offb 21,9</a>), die auf Hingabe und eine empfangende, sich hingebende Haltung deuten.</p>
<p>Wir werden in diesem Buch bei der Auslegung die männlichen Begriffe beibehalten und voraussetzen, daß die gläubigen Frauen diese geistlichen Zusammenhänge genauso auf ihr Leben und ihren Dienst anwenden können. Darüber hinaus habe ich an entsprechender Stelle einiges über die Reife und das Wachstum gläubiger Frauen gesagt (vgl. S. XXX-XXX in diesem Buch).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Gottes Erziehungsschule und unser Wachstum</span></h3>
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<p>Wir wollen dieses Buch nicht als theoretische Abhandlung über Wachstum an sich und in der Bibel verstehen, sondern als ein lebenspraktisch ausgerichtetes Buch, in dem biblische Lehre mit seelsorgerlicher Hilfestellung zum Wachstum verbunden wird. Wir können und wollen das Thema „geistliches Wachstum und Reife“ nicht systematisch und schematisch abhandeln; es gibt auch keine einfachen Rezepte wie „Sieben Schritte zur geistlichen Reife“.</p>
<p>Der Prozeß des fortgeschrittenen geistlichen Wachstums ist sehr vom jeweiligen Stand des Einzelnen abhängig, aber auch von Gottes Führung und Erziehung, die bei jedem Seiner Kinder unterschiedlich ist. Wir können deshalb nur einige Grundsätze und Linien aufzeigen, die wir in Gottes Wort finden; jeder Leser sollte für sich herausnehmen, was ihm in seiner konkreten Situation hilfreich ist und vorwärtsbringt.</p>
<p>Sehr häufig wird das geistliche Wachstum des Einzelnen nicht gleichmäßig sein, sondern es gibt bestimmte Gebiete, wo schon manche Frucht gewachsen ist, während es auf anderen Gebieten nicht recht vorangegangen ist, weil gewisse Fehlhaltungen oder auch Sünden das Wachstum blockieren. Wir können nur dann geistlich gesund wachsen, wenn wir demütig und nüchtern unsere eigenen Fehlhaltungen und Defizite im geistlichen Leben anerkennen und vor Gott bringen. Wir sollten unseren Herrn immer wieder bitten, uns in Sein Licht zu stellen und aufzudecken, was uns mangelt, wo wir Ihm im Weg stehen oder Hindernisse für Sein Wirken zugelassen oder gar errichtet haben.</p>
<p>Wir sollten uns immer wieder, wenn wir lesen, was Gottes Wort über geistliches Wachstum und gereiften Glauben sagt, die Frage stellen: Wo stehe ich in meinem Glaubensleben? Wo gibt es Defizite? Was hindert mein geistliches Wachstum, und wie kann ich die Hindernisse beseitigen? Wer nach der Art Laodizeas von sich meint, er sei schon recht und stehe gut und ihm mangele es an nichts, der wird nicht wachsen können. Umgekehrt ist auch eine krankhafte Beschäftigung mit dem eigenen Mangel, eine depressive Selbstbespiegelung nicht förderlich für geistliches Wachstum.</p>
<p>Gerade das fortgeschrittene geistliche Wachstum hat sehr viel mit <em>Haltungen</em> und <em>Denkweisen</em>, mit unserer <em>Gesinnung</em> und unserem <em>Charakter</em> zu tun. Es sollte an diesem Punkt nicht mehr um einzelne Tatsünden gehen, über die wir stolpern, oder um hartnäckige Sündenbindungen; das sollte im Jünglingsstadium überwunden sein.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Der Geist Gottes wirkt an uns weiter und tiefer, um unser Denken umzugestalten und unsere Herzenshaltung zu heiligen und Christus ähnlich zu machen.</p>
<p>Dabei spielt das erzieherische Wirken unseres Gottes und Vaters eine wichtige Rolle. Geistlich reif zu werden bedeutet auch, die formende und züchtigende Hand Gottes immer klarer in unserem Leben zu erkennen und uns ihr zu fügen und zu beugen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C4-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,4-11</a>).</p>
<p><em>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht (od. sie erzieht / unterweist uns), damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-12</a>)</em></p>
<p>Die unangenehme, manchmal verdrängte Wahrheit lautet: Wir können keine wirkliche geistliche Reife erlangen, ohne Zerbruch und Leiden, ohne schwierige und schmerzhafte Prüfungen und Bedrängnisse geistlich durchzustehen. Nur so wird das Wachstumsgesetz in unserem Leben verwirklicht, das wir im Johannesevangelium geoffenbart finden: <em>„Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,30</a>), was bedeutet: Christus muß in meinem Leben immer größer und bedeutender werden, ich aber muß immer kleiner und geringer werden und ganz in den Hintergrund treten. Und der Herr selbst sagt uns:</p>
<p><em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+12%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 12,24</a>)</em></p>
<p><em>Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+9%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 9,23-24</a>)</em></p>
<p>Wenn wir die zentrale Rolle des Kreuzes in unserem Glaubensleben nicht anerkennen wollen, werden wir nicht zur Reife und vertieften Fruchtbarkeit gelangen. Der Weg zur geistlichen Reife wird durch das Mitgekreuzigtsein und Mitauferwecktsein mit Christus real:</p>
<p><em>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</em></p>
<p>Nur wenn wir unser eigensüchtiges, rebellisches Fleisch im Tod halten, kann die Auferstehungskraft Jesu Christi, kann der Heilige Geist unser Leben umgestalten und prägen. Aus diesem Grund habe ich in diesem Buch ein ausführliches Kapitel über dieses Thema aufgenommen (vgl. unten S. XXX-XXX).</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die rechten Motive für unser Verlangen zu wachsen</span></h3>
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<p>Weshalb sollten wir immer weiter wachsen wollen? Ist es in erster Linie, um uns selbst zu fördern, um in unserer Frömmigkeit fortschreiten zu können? Oder um unseres Herrn willen, damit ich Ihm wohlgefalle und Er mich mehr gebrauchen kann?</p>
<p>Das Verlangen danach, im Glaubensleben zu wachsen und reifer zu werden, sollte letztlich vor allem aus der Liebe zu unserem Gott und Vater und zu unserem Herrn Jesus Christus gespeist sein. Unser wunderbarer Herr und Retter ist für uns in Leid und Tod gegangen, um uns als eine heilige Brautgemeinde für sich zu erlösen und um uns als Seine Diener und Zeugen in dieser Welt zu gebrauchen. Wir können Ihn nur so lieben, wie es recht ist, und Ihm nur so dienen, daß Er verherrlicht wird, wenn wir alles Hindernde ablegen und wachsen in der Gnade und Vollerkenntnis Seiner herrlichen Person (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,18</a>).</p>
<p>Wir wollen drei Gründe nennen, die uns bewegen sollten, immer mehr zu Christus hinzuwachsen:</p>
<ol>
<li>Wir wollen immer weiter wachsen und zur Reife kommen, um unseren Gott und Vater und unseren Herrn Jesus Christus immer mehr erkennen und lieben zu können, um eine immer tiefere Gemeinschaft mit Gott zu haben, der nach dieser Gemeinschaft verlangt, um Ihn immer tiefer im Geist und in der Wahrheit verehren und anbeten zu können.</li>
<li>Wir wollen immer weiter wachsen und zur Reife kommen, damit Christus in uns Gestalt gewinnt und Gott die Liebe und Gnade durch uns immer klarer und stärker ausstrahlen kann, damit noch Menschen für Christus gewonnen werden.</li>
<li>Wir wollen immer weiter wachsen und reifen, damit Gott immer mehr Frucht im Dienst durch uns wirken kann, zu Seiner Ehre und Verherrlichung.</li>
</ol>
<p>Letztlich laufen alle drei Motive auf das geistgewirkte Verlangen hinaus, daß Gott, unser liebender Heiland-Gott und Vater, durch uns mehr verherrlicht wird und mit uns zu Seinem Ziel kommt. Wenn das unser Herzenswunsch ist, wenn wir uns ganz Gott zur Verfügung stellen und zu unserem Vater im Himmel immer wieder beten: „Komme Du zu Deinem Ziel mit meinem Leben!“, dann dürfen wir vertrauensvoll erwarten, daß Er das gute Werk, das Er in unserem Leben begonnen hat, auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+1%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 1,6</a>).</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Wir werden in diesem Buch das schöne alte Luther-Wort „Jüngling“ weiter benutzen, um dieses Wachstumsstadium zu benennen.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Nicht im Sinne der falschen Lehre von der „sündlosen Vollkommenheit“, sondern im biblischen Sinn, daß ich lerne, Tatsünden, die ich begangen habe, umgehend zu bekennen und zu bereinigen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 1</a>) und dann weiter zu gehen in der Nachfolge. Vgl. hierzu mein Buch <em>Seid heilig, denn ich bin heilig,</em> S. 141-159. (In den Fußnoten zitierte Literatur wird im Literaturhinweisen am Ende des Buches genauer nachgewiesen.)</p>
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<p>Auszug aus dem Buch <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/03/gesundes-wachstum-in-christus-buchinfo/"><strong>Gesundes Wachstum in Christus</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/04/hinwachsen-zu-christus-gottes-ziel-mit-unserem-leben/">Hinwachsen zu Christus– Gottes Ziel mit unserem Leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>„Du sollst Vater und Mutter ehren!“  Gedanken über die Bedeutung eines biblischen Gebots</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/02/du-sollst-vater-und-mutter-ehren-gedanken-ueber-die-bedeutung-eines-biblischen-gebots/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 13:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern ehren]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Wir wollen im Folgenden ein Gebot betrachten, das zu den grundlegendsten in Gottes Schöpfungsordnung gehört und ein Fundament für die göttliche Einrichtung der Familie bildet. Dieses uralte Gebot lautet: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“ Es wurde schon dem Volk Israel in den 10 Geboten von Gott aufgetragen (vgl. 2Mo 20,12; 5Mo [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/02/du-sollst-vater-und-mutter-ehren-gedanken-ueber-die-bedeutung-eines-biblischen-gebots/">„Du sollst Vater und Mutter ehren!“  Gedanken über die Bedeutung eines biblischen Gebots</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wir wollen im Folgenden ein Gebot betrachten, das zu den grundlegendsten in Gottes Schöpfungsordnung gehört und ein Fundament für die göttliche Einrichtung der Familie bildet. Dieses uralte Gebot lautet: <strong>„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“</strong> Es wurde schon dem Volk Israel in den 10 Geboten von Gott aufgetragen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+20%2C12%3B+5Mo+5%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 20,12; 5Mo 5,16</a>), und es wurde von dem Herrn Jesus und Seinen Aposteln vielfach bekräftigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Die geistliche Bedeutung des Gebotes, die Eltern zu ehren</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses Gebot wurde von Gott gegeben, um den Zusammenhalt von Eltern und Kindern zu sichern und dem Auftrag der Eltern ein Fundament der göttlichen Autorität zu geben. Gottes Auftrag an die Eltern ist es, zum einen ihre Kinder mit Nahrung, Kleidung und allem äußerlich Notwendigen für ihr Leben zu versorgen, und zum anderen, sie nach Gottes Geboten und für ein gottesfürchtiges Leben zu erziehen.</p>
<p>Beides tun sie im Auftrag des allmächtigen Schöpfergottes, der Ehe und Familie als die elementarsten Gemeinschaftsformen des menschlichen Lebens ins Leben gerufen und ihnen bestimmte Ordnungen gegeben hat. Gott, der Allerhöchste, hat dem Vater als Haupt der Familie (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,1-3</a>) und nach ihm und mit ihm der Mutter als seiner Gehilfin eine Autoritätsstellung gegeben. Der Ehemann und Vater soll der Leiter und das Oberhaupt der Familie sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,4-5</a>); seine Frau soll sich ihm unterordnen und ihm Ehrfurcht erweisen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C22-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,22-33</a>), und die Kinder sollen sich Vater und Mutter unterordnen und ihnen Respekt und Ehre erweisen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C1-3%3B+Kol+3%2C18-20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,1-3; Kol 3,18-20</a>).</p>
<p>Das beinhaltet nach Gottes Willen eine innere Herzenshaltung, die sich in mehreren praktischen Verhaltensweisen äußert:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* <strong>Die Kinder sollen ihren Eltern aufrichtig und beständig Wertschätzung, Respekt und Ehrfurcht erweisen,</strong> was sich in respektvollem Reden und Handeln äußern soll (sowohl im Reden mit ihnen als auch über sie vor Dritten). Jede Art von Spott, Respektlosigkeit, Frechheit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,5</a>) oder gar Verachtung ist eine schwere Sünde gegen Gott (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+19%2C3%3B+5Mo+27%2C16%3B+Spr+30%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 19,3; 5Mo 27,16; Spr 30,17</a>). Kinder, die ihren Eltern fluchten (Böses wünschten), sollten im Alten Bund getötet werden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+20%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 20,9</a>). Dieser Respekt galt natürlich auch den Schwiegereltern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+4%2C18%3B+18%2C7%3B+Mi+7%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 4,18; 18,7; Mi 7,6</a>). Letztlich ehrt das Kind, das seine Eltern ehrt, damit auch Gott, der sie gemacht und dem Kind als Autoritäten gegeben hat; wer seine Eltern mißachtet, mißachtet auch Gott und versündigt sich gegen Ihn (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mal+1%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mal 1,6</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">* <strong>Die Kinder sollen ihren Eltern gehorchen und sich ihnen unterordnen,</strong> zumindest bis sie selbst eine Ehe bzw. Familie gründen; im AT gab es eine gewisse Unterordnung in vielen Punkten auch unter das Oberhaupt einer Sippe (eines Familienverbandes). Jede Art von Ungehorsam, Widersetzlichkeit und Zuchtlosigkeit ist Sünde gegen Gott; in schweren Fällen wiederholten Ungehorsams mußte ein aufsässiger Sohn getötet werden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+21%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 21,18-21</a>). Ein positives Gegenbeispiel sind die Söhne Jonadabs, die von Gott als Vorbilder hervorgehoben werden, weil sie noch nach Generationen dem Gebot ihres Vorvaters gehorsam waren (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+35%2C6-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 35,6-19</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>* Die Kinder sollen ihren Eltern dienen </strong>(<em>„wie ein Kind dem Vater dient“</em> – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,22</a>) und für sie gehorsam und fleißig alle nötigen Aufgaben in Familie und Betrieb übernehmen, solange sie im Familienverband leben. Das ist in dem Gebot, die Eltern zu ehren, eingeschlossen. Es ist eine traurige Entehrung und Sünde gegen Gott, wenn ein Sohn oder eine Tochter Aufgaben, die sie ohne weiteres übernehmen könnten, verweigern und stattdessen ihren Eltern aufbürden. Im AT war es selbstverständlich, daß die unverheirateten Söhne ihrem Vater und ihrer Mutter dienten und alle möglichen Arbeiten für sie übernahmen, wie etwa das Schafehüten (die Söhne Josefs, Mose, David) oder das Pflügen (Elisa) bzw. Dreschen (Gideon); so ging auch Ruth selbstverständlich arbeiten, um sich und ihre verwitwete Schwiegermutter Naemi zu versorgen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Rt+2%2C2.11.18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Rt 2,2.11.18</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>* Die Kinder sollen für ihre Eltern sorgen,</strong> wenn diese altersschwach werden und sich nicht mehr selbst versorgen können. Das ist schon im Alten Testament im Gebot des „Ehrens“ mit eingeschlossen (wie der Herr Jesus bestätigt; vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,4-5</a>) und wird im Neuen Testament nochmals stark betont (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C4.8.16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,4.8.16</a>). Damit sollen sie „den Eltern Empfangenes vergelten“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,4</a>) und ihren Eltern, die sie jahrelang ihrerseits versorgt haben, durch die Tat Liebe und Achtung erweisen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C16-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,16-18</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;"> </p>
<h4>Gottes Auftrag an Vater und Mutter</h4>
<p>Gott selbst hat Vater und Mutter den Auftrag gegeben, ihre Kinder für Ihn zu ernähren und zu erziehen. Gott hat den Eltern Autorität über die Kinder gegeben – keine absolute oder zerstörerische Autorität, sondern eine Autorität im Rahmen Seiner Liebe und Barmherzigkeit und in den Richtlinien Seiner Gebote. Die Eltern sollten aufgrund dieser erzieherischen Autorität und der Unterweisung der Kinder in Gottes Wort ihre Kinder zur Furcht des Herrn erziehen und sie zu einer Beziehung des Glaubens und des Gehorsams Gott gegenüber anleiten; das finden wir besonders deutlich im Buch der Sprüche geoffenbart. Aber es steht auch an manchen anderen Stellen geschrieben:</p>
<p><em>Abraham soll doch gewiß zu einem großen und starken Volk werden, und alle Völker der Erde sollen in ihm gesegnet werden. <strong>Denn ich habe ihn ersehen, daß er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebiete, den Weg des HERRN zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben,</strong> damit der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+18%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 18,18-19</a>)</em></p>
<p><em>»Versammle mir das Volk, damit ich sie meine Worte hören lasse, und damit sie mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden, <strong>und damit sie auch ihre Kinder unterweisen!</strong>« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+4%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 4,10</a>)</em></p>
<p><em>O wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 5,29</a>)</em></p>
<p><em>… daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder alle Tage deines Lebens, damit du lange lebst. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+6%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 6,2</a>)</em></p>
<p><em>Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. <strong>Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;</strong> und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+6%2C4-9%3B+vgl.+11%2C18-21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 6,4-9; vgl. 11,18-21</a>)</em></p>
<p><em>Versammle das Volk, Männer und Frauen und Kinder, auch deinen Fremdling, der in deinen Toren ist,<strong> damit sie es hören und lernen, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen. Und ihre Kinder, die es noch nicht kennen, sollen es auch hören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt,</strong> in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+31%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 31,12-13</a>)</em></p>
<p>Die Kinder sollten anhand der Beziehung zu ihren Eltern, besonders zu ihrem Vater, lernen, Gott zu ehren und sich Ihm unterzuordnen. Wenn die Kinder dies tun, stehen sie unter dem Segen Gottes; wenn sie ihre Eltern mißachten und ihnen ungehorsam sind, mißachten sie zugleich Gott und sind Ihm ungehorsam.</p>
<p>Das zieht zwangsläufig negative Folgen für die Kinder nach sich; sie müssen ein Stückweit ernten, was sie Böses gesät haben – bis hinein ins Erwachsenenalter, ja, womöglich bis an ihr Lebensende. <em>„Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,7</a>). <em>„Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und die Rute seines Übermutes wird ein Ende nehmen“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+22%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 22,8</a>).</p>
<p>Gott sei Dank, diese unheilvolle Ernte kann im Zeitalter der Gnade durch aufrichtige Buße und Sündenbekenntnis seitens der Kinder, die an den Herrn Jesus gläubig sind, zumindest teilweise abgewendet werden. <em>„Sät euch Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Gnade! Pflügt einen Neubruch, denn es ist Zeit, den HERRN zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen läßt!“</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hos+10%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hos 10,12</a>).</p>
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<h4>Das Ziel der elterlichen Erziehung</h4>
<p>Die elterliche Erziehung soll, das zeigt das Buch der Sprüche ganz deutlich, die Kinder lehren, ihren Eigenwillen und alle schädliche Begierden und Impulse des Fleisches zu verleugnen und Gottes Geboten und Ordnungen gehorsam zu sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-14</a>). So sollen die Kinder Weisheit und Besonnenheit lernen. Durch die Unterordnung unter die Eltern soll ihr Charakter von negativen Zügen gereinigt werden, und sie sollen zu treuen, zuchtvollen, gottesfürchtigen Dienern des Herrn werden.</p>
<p>Voraussetzung und Grundlage eines einsichtigen Gehorsams ist aber die Herzenshaltung der Kinder, ihre Eltern zu ehren, das heißt, ihnen Wertschätzung, Respekt und auch Ehrfurcht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+12%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 12,9</a>) entgegenzubringen. Von daher ist das Gebot, das wir betrachten, eine wesentliche Grundlage der göttlichen Ordnung in Gemeinde und Gesellschaft.</p>
<p>Gott regiert diese sündige Welt, die von Ihm entfremdete Menschheit durch ein System von delegierter Autorität, durch Obrigkeiten, die von Gott bestimmte Vollmacht erhalten haben und das Böse bestrafen und das Gute belohnen sollen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,1-7</a>). Die elementarste Ebene dieser Obrigkeit sind die Eltern in der Basiszelle der Familie, und hier in erster Linie der Vater als Oberhaupt.</p>
<p>Auflehnung gegen Vater und Mutter bedeutet eine Auflehnung gegen Gott selbst; es ist eine schwerwiegende Sünde, die Gottes Gericht und Züchtigung über die Kinder bringt, die so handeln. Wer Vater und Mutter nicht ehrt, dem muß Gott in vielem widerstehen und den muß Gott züchtigen, weil das eine Sünde ist, die die Grundlagen Seiner Ordnung antastet und Seiner eigenen Autorität zuwiderhandelt.</p>
<p>Zugleich bringt solche Entehrung der Eltern oftmals schwere Schäden für die betroffenen Kinder mit sich. Sie werden in ihrer eigenen Persönlichkeit geschädigt und an echter Reife, Verantwortungsfähigkeit und Lebenstüchtigkeit zumindest teilweise gehindert. Sie weisen Defizite in ihrem Mann- und Vatersein bzw. in ihrem Frau- und Muttersein auf, und nicht selten ernten sie bei ihren eigenen Kindern die Frechheit und Auflehnung, die sie bei ihren Eltern gesät haben.</p>
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<h4>Der Segen des Respekts</h4>
<p>Umgekehrt bringen Respekt und Gehorsam wichtige Segnungen für die Kinder mit sich: Der Gehorsam der Kinder ihren Eltern gegenüber formt und prägt die heranwachsenden Menschen, daß sie bewahrt werden vor den zerstörerischen Folgen ihrer eigenen Unwissenheit, Torheit und Lüste (vgl. Sprüche!). Sie lernen Selbstbeherrschung, Disziplin und Fleiß nur durch solche bewußte Unterordnung.</p>
<p>Damit werden sie auch lebenstüchtig und vorbereitet für die Einordnung in Autoritätsstrukturen im späteren Leben (Unterordnung unter Lehrer, Vorgesetzte und Chefs, Gesetze und Staatsbeamte usw.; Einhaltung von Regeln und Ordnungen). Zugleich lernen sie, eigene Lüste und Impulse zurückzustellen bzw. zu verleugnen, um vorgegebenen Notwendigkeiten zu genügen.</p>
<p>Sie lernen auch <em>Besonnenheit</em>, die Fähigkeit, das eigene Denken und Handeln zu überlegen und abzuwägen sowie die Folgen eigenen Handelns im voraus abzuschätzen und daraufhin bewußt und willentlich negative, zerstörerische Impulse zu unterdrücken und unpassende, unzeitige Impulse einzuhegen und für eine geeignete Zeit zurückzustellen. Aus der Besonnenheit kann dann, verbunden mit biblischer Belehrung, auch <em>Weisheit</em> erwachsen, d.h. ein Denken und Handeln, das sich auf Gott, Seine Gebote und Seine Lehre ausrichtet.</p>
<p>Wenn Kinder die Eltern ehren, hat dies normalerweise auch zur Folge, daß sie sie zu <em>Vorbildern</em> für ihr eigenes Denken und Handeln nehmen. Das ist den Kindern in gewisser Weise angeboren, und der Respekt erhält diesen Zug zur Nachahmung auch beim heranwachsenden Kind aufrecht. Der Mensch lernt nach Gottes Ordnung vieles durch Nachahmung von Vorbildern. Es ist Gottes Wille, daß sich kleine Jungen mit ihrem Vater identifizieren, zu ihm aufschauen, ihn als positives Vorbild ansehen und einmal so werden wollen, wie der Vater ist. Dasselbe gilt für kleine Mädchen, sie sollen sich mit ihrer Mutter identifizieren und so werden wollen, wie die Mutter ist.</p>
<p>So lernen Kinder durch das Vorbild der Eltern und entwickeln wichtige Elemente eigener menschlich-persönlicher Reife. Auch die Geschlechtsidentität als Mann und Frau wird durch diese positive Vater- und Mutterbeziehung stark gefördert und gefestigt. Das Gebot, die Eltern zu ehren, soll diese Übertragung von richtigen Haltungen und Denkweisen beschützen und fördern. Wer seine Eltern nicht ehrt, bei dem ist diese Neigung, sie zum Vorbild zu nehmen, beeinträchtigt oder blockiert; er lernt auch nicht das von ihrem Vorbild, was Gott eigentlich sie lehren will, und das wird immer zu ihrem eigenen Schaden sein.</p>
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<h4>Wir sollen Gottes Ordnung achten</h4>
<p>Das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, ist ohne Einschränkung gegeben und damit nicht an den vorbildlichen Lebenswandel oder den perfekten Erziehungsstil der Eltern geknüpft; es ist von der Stellung der Eltern in Gottes Ordnung abgeleitet. Kinder sollen ihre Eltern auch dann ehren und sich ihnen unterordnen, wenn diese Fehler machen oder charakterliche Defizite aufweisen.</p>
<p>Allerdings ist der Gehorsam den Eltern gegenüber im Prinzip eingeschränkt durch den übergeordneten Gehorsam Gott gegenüber; wenn Eltern von ihren Kindern böse, sündige Dinge verlangen, dann ist Ungehorsam oftmals unvermeidlich und sogar notwendig. Auch ist klar, daß Kinder ihre Eltern nur dort als Vorbild nehmen dürfen, wo diese sie nicht zu Sünde verleiten.</p>
<p>Es ist offenkundig, daß es Eltern gibt – auch im Volk Gottes, von dem wir hier in erster Linie reden wollen -, die ihren göttlichen Auftrag nur sehr unvollkommen erfüllen und ihre Kinder nicht so erziehen, wie es Gott will. Manche Eltern sind in manchem ein schlechtes Vorbild für ihre Kinder und machen es ihnen schwer, Vater und Mutter zu ehren. Manche Väter reizen ihre Kinder durch Überstrenge oder Willkür und bewirken, daß sie verbittert oder mutlos werden, und das ist Sünde und Versagen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+6%2C4%3B+Kol+3%2C21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 6,4; Kol 3,21</a>).</p>
<p>Es ist aber auch ein Versagen der Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht zur Zucht und zum Gehorsam anhalten, wenn sie ihnen die Zügel schießen lassen und es versäumen, sie in der Gottesfurcht und im Wort Gottes zu unterweisen; dafür sind Eli und auch David warnende Beispiele (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C4-5%3B+Tit+1%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,4-5; Tit 1,6</a>). Wenn Eltern selbst heuchlerisch und ungehorsam gegen Gottes Gebote leben, dann werden sie zwangsläufig etwas von der Achtung ihrer Kinder verlieren und diese schädigen.</p>
<p>Auch wenn wohl alle Eltern in bestimmten Punkten versagen und ihren Auftrag nicht vollkommen ausführen und manche Eltern stärker versagen – so ist das dennoch kein Grund, das Gebot, sie zu ehren, zu mißachten. Kinder, die das tun, haben vor Gott keine Ausrede. Sie sollen auch dann ihre Eltern grundsätzlich ehren, wenn diese verkehrt sind und sündigen, auch wenn das manchmal dann nur mit gewissen Einschränkungen möglich ist.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Das Buch der Sprüche <br />
und das Hören auf die Ermahnung der Eltern</span></h2>
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<p>In gewisser Weise ist das <strong>Buch der Sprüche </strong>auch eine praxisorientierte Auslegung und Anwendung des Gebotes, die Eltern zu ehren. In den Sprüchen wird eine ganz starke Betonung darauf gelegt, daß der gottesfürchtige, verständige junge Mensch auf die Belehrung und die Gebote seiner Eltern hören und sie befolgen soll, damit er weise, reif und lebenstüchtig wird. Das wird dort nicht nur von jüngeren Kindern, sondern auch von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen gesagt, wie der Zusammenhang zeigt (etwa die Gefahr der hurerischen Frau).</p>
<p>Nur wenn der junge Mensch respektvoll und gehorsam auf die Unterweisungen und Gebote seiner Eltern hört, kann er den Verführungen der sündigen Welt entgehen und sich den Segen Gottes sichern. Wer dies nicht tut, und die Unterweisung, das Vorbild und die Anweisungen seines Vaters und seiner Mutter in den Wind schlägt, wird in den Sprüchen als töricht und unverständig bezeichnet; er muß die bitteren Früchte dieser Fehlhaltung essen.</p>
<p>So weisen die Sprüche immer wieder auf die Not und die selbst verschuldete göttliche Züchtigung eines unverständigen, unreifen und törichten jungen Menschen hin, der unbesonnen und eigenwillig ist, sich auf sein eigenes Urteilsvermögen verläßt und seinen Eltern ungehorsam ist.</p>
<p><em>[Dies sind die] Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, die dazu dienen, daß man Weisheit und Unterweisung erkenne und verständige Reden verstehe, daß man Unterweisung empfange, die einsichtig macht, Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit; damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit. </em></p>
<p><em>Wer weise ist, der hört darauf und vermehrt seine Kenntnisse, und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an, damit er den Spruch und die bildliche Rede verstehe, die Worte der Weisen und ihre Rätsel. <strong>Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht! Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter!</strong> Denn sie sind ein schöner Kranz für dein Haupt und ein Schmuck um deinen Hals. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,1-9</a>)</em></p>
<p><strong><em>Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst</em></strong><em>, sodaß du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest; wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. </em></p>
<p><em>Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht. Er hält für die Aufrichtigen Gelingen bereit und beschirmt, die in Lauterkeit wandeln; er bewahrt die Pfade des Rechts, und er behütet den Weg seiner Getreuen. Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehen, Aufrichtigkeit und jeden guten Weg. <strong>Wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird und die Erkenntnis deiner Seele gefällt, dann wird Besonnenheit dich beschirmen, Einsicht wird dich behüten, um dich zu erretten von dem Weg des Bösen, von dem Menschen, der Verkehrtes spricht</strong> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+2%2C1-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 2,1-12</a>)</em></p>
<p><strong><em>Mein Sohn, vergiß meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote!</em></strong><em> Denn sie werden dir Verlängerung der Tage und Jahre des Lebens und viel Frieden bringen. Gnade und Wahrheit werden dich nicht verlassen! <strong>Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Gunst und Wohlgefallen erlangen in den Augen Gottes und der Menschen.</strong> Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn (od. Erkenne Ihn an, gedenke an Ihn) auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen. <strong>Halte dich nicht selbst für weise; fürchte den HERRN und weiche vom Bösen! </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+3%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 3,1-7</a>)</em></p>
<p><strong><em>Ihr Söhne, gehorcht der Unterweisung des Vaters, und gebt acht, damit ihr zu unterscheiden wißt!</em></strong><em> Denn ich habe euch eine gute Lehre gegeben; verlaßt meine Weisung nicht! Denn da ich noch als Sohn bei meinem Vater war, als zartes und einziges Kind unter den Augen meiner Mutter, da lehrte er mich und sprach zu mir: <strong>Dein Herz halte meine Worte fest; bewahre meine Gebote, so wirst du leben!</strong> </em></p>
<p><strong><em>Erwirb Weisheit, erwirb Verständnis; vergiß sie nicht und weiche nicht ab von den Reden meines Mundes! Verlaß du sie nicht, so wird sie dich bewahren; </em></strong><em>liebe du sie, so wird sie dich behüten! Der Anfang der Weisheit ist: Erwirb Weisheit, und um allen deinen Erwerb erwirb Verstand! Halte sie hoch, so wird sie dich erhöhen; sie wird dich ehren, wenn du sie umfängst. Sie wird deinem Haupt einen lieblichen Kranz verleihen; eine prächtige Krone wird sie dir reichen. </em></p>
<p><strong><em>Höre, mein Sohn, nimm meine Worte an</em></strong><em>, sie werden dir die Lebensjahre verlängern! Ich will dich den Weg der Weisheit lehren, dich leiten auf gerader Bahn. Wenn du gehst, so wird dein Schritt nicht gehemmt, und wenn du läufst, so wirst du nicht straucheln. <strong>Halte fest an der Unterweisung, laß sie nicht los; bewahre sie, denn sie ist dein Leben!</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+4%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 4,1-13</a>)</em></p>
<p><strong><em>Ein weiser Sohn hört auf die Unterweisung des Vaters,</em></strong><em> ein Spötter hört nicht einmal aufs Schelten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+13%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 13,1</a>)</em></p>
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<h4>Gottes Gedanken in bezug auf die Unterordnung der Kinder</h4>
<p>Das Buch der Sprüche zeigt uns deutlich: Die ehrfürchtige Unterordnung unter Vater und Mutter, unter ihre Belehrung und ihre Gebote ist ein lebenswichtiger, heilsam prägender Einfluß für die formbaren Kinder und Jugendlichen, die in vielen Dingen des Lebens noch unerfahren und unreif sind, unsicher und leicht vom Bösen beeinflußbar. Junge Menschen unterschätzen oftmals die Bedeutung der Lebenserfahrung und geistlichen Reife, die ihnen fehlt, und die den Eltern, wenn sie mit dem Herrn leben, zu eigen sind.</p>
<p>Dagegen überschätzen sie ihr eigenes Urteilsvermögen, das oftmals noch sehr begrenzt ist. Ihnen ist noch nicht bewußt, wie sehr ihre Gedanken und Gefühle von ihrem Fleisch und den Einflüssen der Welt um sie herum geprägt sind. Sie verlassen sich auf ihren begrenzten, noch nicht umfassend vom Wort Gottes geformten Verstand (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 3,5</a>) und vor allem auf ihr „Bauchgefühl“, das sie oft schlimm in die Irre führt.</p>
<p>Gottes Liebe und Güte will die jungen Menschen in dieser verletzlichen und gefährdeten Phase ihres Lebens beschützen und bewahren, sie auf dem rechten Weg leiten und ihnen allmählich „Weisheit“ vermitteln, das bedeutet: geistgewirkte, vom Wort Gottes geformte Erkenntnis, Urteilsvermögen und besonnene Einschätzung ihrer selbst und ihrer Lebenssituation.</p>
<p>Gott hat das Gebot, die Eltern zu ehren, aus Liebe und Fürsorge gegeben &#8211; wie auch alle anderen Seiner Gebote. Der Mensch mißachtet sie oft in dem törichten Gefühl, sie würden ihn einengen und seine Selbstentfaltung beschränken. Doch in Wahrheit dienen alle Gebote Gottes zu unserem Besten und sollen uns vor Grenzüberschreitungen bewahren, die unüberschaubaren Schaden in unserem Leben anrichten können.</p>
<p><em> </em></p>
<h4>Gefahren für heranwachsenden junge Menschen</h4>
<p>Das gilt vor allem für heranwachsende junge Menschen, die in der Altersspanne von etwa 13 bis 23 Jahren schon einen einigermaßen entwickelten Verstand haben und schon manches wissen und können, dabei aber dennoch in vielem unwissend und ahnungslos sind über viele Gefahren und Fallstricke in einer bösen, gottlosen Weltumgebung. Gottes Wort bezeichnet sie als „Unverständige“. Sie sind vielfach naiv und träumerisch, von Wunschdenken und Selbstüberschätzung geprägt.</p>
<p>Sie halten sich selbst schon für weise und kennen die Abgründe ihrer fleischlichen Sündennatur noch nicht gut, ebensowenig die tückischen Verführungen und Lockfallen des Teufels in ihrem Lebensumfeld. Sie verlassen sich auf ihre trügerischen Gefühle und Gedanken und sind deshalb in Gefahr, den listigen Verführungen zur Sünde zu erliegen, die der Fürst dieser Welt für sie ausgelegt hat.</p>
<p>Die Gefahr ist, daß solche jungen Menschen, wenn sie nicht auf ihre Eltern hören, zum Opfer von Verführerinnen und gottlosen Sündern werden, die sie in ihren verdorbenen Lebensstil hineinziehen wollen, wie das Buch der Sprüche mehrfach betont. Dann kann es geschehen, daß aus ahnungslosen Kindern gottesfürchtiger Eltern unverständige Erwachsene werden, oder, schlimmer noch, <em>Toren</em>, die wiederholt und beständig gegen Gottes Gebote handeln und ihre eigenen verkehrten Impulse ungehemmt ausleben. Das schlimmste Stadium, das uns die Sprüche vorstellen, ist das des <em>Spötters</em>, der zynisch gegen die Gottesfürchtigen und gegen Gott selbst lästert und bewußt Böses begeht.</p>
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<h4>Gottes Erziehungsziele: Weisheit, Zucht, Besonnenheit</h4>
<p>Deshalb ist es Gottes Wille für jungen Menschen, daß sie ihre eigenen Gedanken und Empfindungen zurückstellen und erst einmal die Belehrung der Eltern annehmen und auf ihre Ermahnungen hören, sodaß sie Zucht lernen und vor Bösem bewahrt werden. Durch diese Übung des Gehorsams den Eltern und anderen Autoritäten gegenüber (z.B. Gemeindeälteste) bilden sich bei den Kindern und Jugendlichen mehr und mehr <em>Besonnenheit</em> und <em>Selbstbeherrschung</em> aus, zwei Charaktereigenschaften, die Gott bei uns sucht und die im Buch der Sprüche immer wieder hervorgehoben werden.</p>
<p>Ohne Gehorsam den Eltern gegenüber gibt es große Schwierigkeiten mit Selbstbeherrschung, und die Menschen werden bis ins Erwachsenenalter im Leben immer wieder anecken und scheitern. Ungehorsam gegen die Eltern ist letztlich auch Ungehorsam gegenüber Gott – ausgenommen den Fall, daß die Eltern zu einer Sünde anleiten wollten. Wer die Eltern nicht ehrt, ehrt auch Gott nicht, der sie über das Kind gesetzt hat.</p>
<p>Umgekehrt ist es nach den Gedanken Gottes so, daß die Kinder an den gottesfürchtigen Eltern und insbesondere am Vater lernen sollen, wer Gott ist und wie Er handelt. Deshalb ist gerade das Verhältnis der Kinder zum Vater oft auch so vom Satan angegriffen. Der Widersacher will die Kinder zur Mißachtung des Vaters und zur Auflehnung gegen seine Gebote und Lehren anreizen, weil er weiß, daß er sie damit auch Gott entfremdet und in ihnen Auflehnung gegen Gott züchtet.</p>
<p>Das bringt die Kinder auch unter einen gewissen Fluch und ein Gericht, und gerade das liegt mit in der Absicht des Widersachers. Er kann solche Kinder dann viel leichter beeinflussen und ihnen weiter schaden. Damit möchte er die Segenslinie zerstören, die eigentlich den Kindern gottesfürchtiger Eltern verheißen ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+18%2C18-19%3B+5Mo+5%2C29%3B+6%2C1-9%3B+7%2C9%3B+11%2C18-25%3B+Ps+103%2C17%3B+115%2C13%3B+128%3B+Spr+14%2C26%3B+13%2C22%3B+20%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 18,18-19; 5Mo 5,29; 6,1-9; 7,9; 11,18-25; Ps 103,17; 115,13; 128; Spr 14,26; 13,22; 20,7</a>).</p>
<p>Vater und Mutter zu ehren ist mehr als Gehorsam; es geht tiefer und sollte letztlich in der Anerkenntnis gegründet sein, daß Gott uns unsere Eltern gegeben und als Autoritäten über uns gesetzt hat und ihnen auch die nötige Weisheit und Führung für uns gibt, solange wir unter ihrer Obhut stehen. Solcher Respekt vor den Eltern ist eine wichtige Voraussetzung dafür, daß Kinder und junge Menschen auf ihre Eltern wirklich <em>hören</em> und das Wort ihrer Eltern wirklich beherzigen, statt es beiseitezuschieben.</p>
<p>Wenn die gottesfürchtigen Kinder ihre Eltern ehren, auf sie hören und ihnen gehorchen, dann empfangen sie dadurch Segen von dem allmächtigen Gott. Gott ist mit ihnen und schenkt ihnen Gelingen; sie werden in einer gottesfürchtigen, verständigen Denkhaltung geprägt und bekommen dadurch Weisheit und menschliche sowie geistliche Reife.</p>
<p>Wenn sie dieses Stadium der Reife und des Erwachsenseins erreicht haben, dann sind sie auch in der Lage, eventuelle Fehler und Schwachpunkte bei den Eltern (die es ja immer gibt) zu erkennen und einzuordnen und in ihrem eigenen Leben zu vermeiden. Sie können sich auf eine gute, von Gott gesegnete Weise von den Eltern ablösen, ohne sich über sie zu erheben oder in der fleischlichen Opposition gegen die Eltern in anders gelagerte Fehler zu verfallen, wie dies sonst oft der Fall ist.</p>
<p>Sie können dann ihrerseits wieder ihre Kinder in Gottesfurcht und Respekt gegenüber den Eltern unterweisen, sodaß auch diese wieder eine gute geistliche Charakterprägung mitbekommen. Das sind, so wie wir es erkennen können, Gottes Gedanken hinter diesem wichtigen Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“. Möge der Herr schenken, daß wir sie beachten und verwirklichen!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Bedeutung dieses Gebotes in der heutigen Zeit</span></h2>
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<p>Wir leben im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts in der ausreifenden Endzeit, in der Zeit kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn, in der eine immer zunehmende Gesetzlosigkeit vorhergesagt ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C11%3B+2Thess+2%2C7-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,11; 2Thess 2,7-12</a>). Durch die antiautoritäre Revolte der 1967er Jahre wurde im ehemals christlich geprägten Westen eine beispiellose Attacke auf die Autorität der Eltern und besonders des Vaters ausgelöst.</p>
<p>Die Würde und Autorität der Eltern und überhaupt der älteren Menschen wurden systematisch untergraben; Vater und Mutter wurden als engstirnig, von gestern, einengend und unterdrückend dargestellt. Gehorsam den Eltern gegenüber wurde als Schwäche verspottet, Rebellion und Eigenwillen wurden als fortschrittlich verherrlicht. Das alles war zugleich ein satanischer Angriff auf Gottes grundlegende Ordnung und Autorität.</p>
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<h4>Der antiautoritäre Jugendkult nach 1968</h4>
<p>Es wurde ein Kult der Jugend und der eigensüchtigen Selbstentfaltung propagiert, verbunden mit systematischer Auflehnung gegen die Werte, die Denkweise und die Gebote der Elterngeneration, die als „reaktionär“ und „repressiv“ (unterdrückend) gegeißelt wurden. Jugend und jugendliche Unbekümmertheit und Selbstverwirklichung wurde als „fortschrittlich“ und „befreiend“ gefeiert.</p>
<p>Die junge Generation wurde gelehrt, die Fesseln der Gebote von Vater und Mutter samt ihrem Vorbild pauschal abzulehnen und sich an den anarchischen und lustbetonten Werten einer Generation von rebellischen Gegenvorbildern auszurichten, meist jungen Menschen, die sich durch Zügellosigkeit, Frechheit, Gottlosigkeit und schrankenlose Selbstbefriedigung auszeichneten. Hurerei, Drogenkonsum, Leistungsverweigerung und Verachtung der Eltern und der älteren Generation wurden zum Kult erhoben. Solche „Vorbilder“ waren etwa Ikonen der Rock- und Popkultur wie Elvis Presley, Janis Joplin, die Beatles oder Rolling Stones, oder aber politische Helden wie Che Guevara oder Fidel Castro.</p>
<p>Erste Anfänge dieses letztlich satanischen Angriffs auf die Familie und die schützende und erziehende Autorität und Respektsstellung der Eltern waren schon im 19. Jahrhundert wirksam, zum Beispiel in der Ideologie des Marxismus und Sozialismus und des verwandten Anarchismus, aber auch bei Freud und anderen Psychologen.</p>
<p>Die christlich geprägte Familie wurde mit einer gewissen Berechtigung als Bollwerk der bestehenden, als „reaktionär“ und „unterdrückend“ gebrandmarkten Verhältnisse angesehen. Marx war überzeugt, daß eine Revolution nur möglich wäre, wenn die „bürgerliche Familie“ zerstört würde. Vordenker der antiautoritären Rebellion wie Wilhelm Reich oder Ludwig Marcuse führten diese zerstörerische Linie weiter, die zum Programm aller irgendwie links gerichteten Strömungen und schließlich zur vorherrschenden Denkweise wurde.</p>
<p>In der Folge wurde Auflehnung gegen die elterlichen Gebote und Lehren unter den jungen Menschen immer mehr üblich. Disziplin und Gehorsam gegen die Eltern, Fleiß und Hilfsbereitschaft, Respekt und Höflichkeit wurden als „Strebertum“ und „Duckmäusertum“ geächtet; den Jugendlichen wurde eingeredet, sie seien dann stark und frei, wenn sie ihre Eltern geringschätzig behandelten und sich weigerten, ihnen zu gehorchen. Vater und Mutter wurden immer mehr zum Gegenstand des Spottes und der Verachtung; sie wurden als engstirnig und rückständig abgewertet. Lebenserfahrung und Altersweisheit wurden abgetan, jugendliche Unbekümmertheit und wagemutige Übertretung von Normen wurden glorifiziert.</p>
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<h4>Die Folgen für christliche Familien</h4>
<p>All das wirkte sich im Laufe der Zeit auch in christlichen Familien und Gemeinden aus. Der antiautoritäre, familienfeindliche Zeitgeist wird durch die Schulen und durch die allgemeine Atmosphäre auch auf Kinder gläubiger Eltern übertragen. Die zunehmenden Einflüsse der Medien, besonders der Filme, des Fernsehens und der Rock- und Popmusik, spielen hier eine unheilvolle Rolle. Auch in den Häusern der Gläubigen kommt so der Geist der Gesetzlosigkeit zur Wirkung, und es entsteht vielfach eine Haltung, die im Wort Gottes bereits prophetisch für die endzeitliche Christenheit beschrieben wird:</p>
<p><em>Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden <strong>sich selbst lieben</strong>, geldgierig sein, prahlerisch, <strong>überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht</strong>, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>)</em></p>
<p>Konkret wirkt sich das so aus, daß in vielen Fällen die Kinder der Zucht und Unterweisung ihrer Eltern nicht mehr willig und in allem gehorchen und ihre Eltern nicht mehr ehren. Vor allem der Einfluß der Schule, sowohl der Lehrer als auch der Mitschüler, bewirkt einen kritischen Geist den Eltern gegenüber, ja vielfach das Gefühl, es besser zu wissen als die Eltern und ihnen überlegen zu sein. Die weltlichen Einflüsse vermitteln den christlichen Kindern, daß sie das Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung hätten und daß ihre Eltern rückständig, einengend und spaßverderbend seien.</p>
<p>Die Kinder werden verleitet, gegen ihre Eltern aufzubegehren und ihnen den Gehorsam zu verweigern. Die biblisch begründete Lehre der Eltern, ihre Ermahnungen werden als übertrieben, engstirnig und rückständig abgetan. Stattdessen werden die törichten, gottlosen Ratschläge weltlicher Jugendverführer und verführter junger Leute aufgenommen.</p>
<p>Dabei stützen sich solche jungen Christen vielfach auch auf eine Subkultur gleichaltriger aufmüpfiger christlicher Jugendlicher, die ebenfalls die Autorität ihrer Eltern mißachten und sich gegenseitig darin bestärken. Die „peer group“ gleichaltriger oder nur wenig älterer fragwürdiger Vorbilder, die sich von ihren Eltern erfolgreich „emanzipiert“ haben, wirkt in solchen Fällen prägender als die Eltern.</p>
<p>Viele jungen Leute saugen neugierig und fasziniert die unguten Einflüsse gewisser weltlicher Belustigungen auf, vor denen ihre Eltern sie gewarnt haben – Rock- und Popmusik, weltliche Romane und Spielfilme, Fernsehen, Computerspiele usw. Auch im Lebensstil übernimmt man teilweise gerne und genußvoll Dinge, von denen die Eltern abgeraten hatten – weltliche Mode, Konsumjagd, lose Redensarten, viele Freiheiten für das Fleisch. Dadurch wird ihr Geist und ihr Fleisch befleckt, und sie stumpfen ab, so daß sie in vielen sündigen Belustigungen nichts Böses oder Gottwidriges mehr sehen können. Sie passen sich immer mehr an diesen Weltlauf an – im direkten Ungehorsam gegen das Gebot des Herrn:</p>
<p><em>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! <strong>Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an</strong>, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1-2</a>)</em></p>
<p>Das Ergebnis ist eine teilweise, vielfach sogar eine weitgehende Angleichung an den endzeitlichen Zeitgeist. Das Leben vieler christlich geprägter junger Leute trägt in manchem die Züge der zügellosen Endzeitchristenheit, von der sie doch eigentlich sich hätten absondern sollen, und die Gottes Wort in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Timotheus+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Timotheus 3,1-5</a> schonungslos beschreibt. Wenn es gut geht, verbleiben die Kinder noch im christlichen Glauben und leben eben ein halbherziges, zwiespältiges Leben, halb Nachfolge, halb Weltförmigkeit. Sie meiden ein offenes Sündenleben, aber sie meiden auch das Leben in echter Gottesfurcht und Heiligung.</p>
<p>Die traurige Frucht dieser Entwicklung ist, daß sowohl ihr Gewissen als auch ihr geistliches Gespür beeinträchtigt werden, sodaß es an geistlicher Unterscheidungsfähigkeit fehlt und das Gewissen auch nicht ohne weiteres vom Geist Gottes zur Buße geleitet werden kann. Viele werden zu törichten, leicht beeinflußbaren Menschen, die den endzeitlichen Verführungen nicht viel entgegenzusetzen haben.</p>
<p>Sie können in diesem Zustand auch kaum dem Herrn dienen, zu dem sie sich doch eigentlich bekehrt haben. Sie nehmen oftmals Anstoß an bibeltreuen Gemeinden und fühlen sich eher zu modernen, lockeren Gemeinden hingezogen, die einen ähnlich weltförmigen Lebensstil praktizieren wie sie selbst.</p>
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<h4>Geistliche Schäden im Leben der nächsten Generation</h4>
<p>Zudem gibt eine Verweigerung des Gebotes, die Eltern zu ehren, leider manche traurige Frucht in der geistlichen und menschlichen Persönlichkeit der jungen Menschen. Ihnen mangelt es in der Regel an einem ausgewogenen, gefestigten Charakter; ihnen fehlen oft Realitätssinn und Reife, Einfühlungsvermögen, Sittsamkeit und Takt – Dinge, die der junge Mensch durch Unterordnung in der Familie und Identifikation mit seinen Eltern entwickelt.</p>
<p>Sie werden als Erwachsene keine ausgereiften Männer oder Frauen sein; es bleiben ihnen oft unreife, pubertäre Züge, und sie sind teilweise nur begrenzt lebenstüchtig. Negative, zerstörerische Gefühle und Gedanken kommen immer wieder in ihrem Leben zum Tragen, ohne daß sie dem widerstehen könnten. Wenn sie heiraten und selbst Familien gründen, mangelt es ihnen vielfach an geistlicher Gesinnung, an echter Liebe zum Ehepartner und gesunder erzieherischer Autorität den Kindern gegenüber.</p>
<p>Das Gute ist, daß es unter Gottes Gnade immer möglich ist, diese negativen Konsequenzen sündigen Fehlverhaltens umzukehren und dafür Vergebung und Erneuerung von unserem Herrn Jesus Christus zu empfangen. Wenn wir uns demütigen und unsere Fehlhaltungen bekennen, vergibt uns der Herr. Und die Kinder dürfen auch, solange die Eltern noch leben, solche Sünden wiedergutmachen durch die Bitte um Vergebung und ein künftiges Verhalten, das die Eltern ehrt. Die Betroffenen dürfen erhoffen und von Gott erbitten, daß die schlechten Früchte in ihrem Charakter und Leben dann überwunden werden können.</p>
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<h4>Selbstprüfung und Umkehr sind notwendig und heilsam</h4>
<p>Diese Betrachtung soll denn auch eine Hilfe sein, sich selbst zu prüfen und zu einer heilsamen Umkehr im eigenen Leben zu kommen, damit Gottes Segensstrom wieder neu fließen kann und Gott zum Ziel kommt in dem Leben, in den Ehen und Familien derer, die den Namen Jesu Christi tragen. Gott möchte im Leben der Seinen Seine Gnade überströmend werden lassen, sodaß die Folgen der Sünde überwunden werden.</p>
<p><em>Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+5%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 5,20-21</a>)</em></p>
<p>Die Voraussetzung dafür ist jedoch aufrichtiges Selbstgericht, Bekenntnis der Sünde und eine von Herzen kommende Umkehr. Wohl jeder Gläubige in der heutigen Zeit hat dazu einigen Anlaß.</p>
<p>So wäre es eine hilfreiche Konsequenz aus dieser Betrachtung, wenn wir uns einige Fragen stellen würden:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Habe ich meinen Vater und meine Mutter geehrt, wie es Gottes Wort sagt? Habe ich sie respektvoll behandelt, mit ihnen achtungsvoll und wertschätzend geredet? Wie habe ich vor anderen über sie geredet? Wo war ich frech, geringschätzig, rebellisch, egoistisch im Umgang mit ihnen?</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Habe ich meinen Eltern die Liebe erzeigt, die ich ihnen hätte erzeigen sollen? Habe ich ihnen die praktische Unterstützung und Fürsorge im Alter erwiesen, die Gott von mir erwartet?</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Bin ich als Kind und Jugendlicher den Lehren, Geboten und Anweisungen meiner Eltern gehorsam gewesen und habe ihnen willig gedient, wenn sie Hilfeleistungen von mir wollten? Wo war ich ungehorsam und habe ihre Lehren und Ermahnungen in den Wind geschlagen oder auch nur halbherzig befolgt?</p>
<p style="padding-left: 40px;">* Habe ich das Vorbild meiner Eltern zu Herzen genommen und sie nachgeahmt, wo dies richtig gewesen wäre? Habe ich mich meinen Eltern verweigert und stattdessen andere, fragwürdige Vorbilder nachgeahmt? Habe ich ihre guten Seiten, ihre Vorzüge und Tugenden mißachtet, wo Gott doch gewollt hat, daß ich sie wertschätze und mir zu Herzen nehme?</p>
<p>Im Grunde muß wohl jeder Gläubige angesichts einer solchen Selbstprüfung erkennen, daß er sich in Kindheit und Jugend mehr oder weniger schwerwiegend gegen Gott und seine Eltern verfehlt hat. Das Problem ist, daß viele Christen dies gar nie wirklich aufgearbeitet haben. Es ist aber sehr wichtig, diese Verfehlungen sich selbst klar und unbeschönigt bewußt zu machen, darüber vor Gott aufrichtig und gründlich Buße zu tun und, soweit möglich, auch die eigenen Eltern deswegen um Vergebung zu bitten und, wo möglich, die Sünden wiedergutzumachen.</p>
<p>Das ist nach der Lehre des Wortes Gottes der Schlüssel dafür, daß die negativen Folgen dieser Sünde in unserem Leben wenigstens ansatzweise geheilt und überwunden werden können. Allzu viele Gläubige schleppen Charakterverbiegungen, psychische Probleme und verkehrtes Verhalten mit sich herum, weil sie nie zu einer umfassenden und tiefgreifenden Umkehr über die Sünden ihrer Kindheit und Jugend bereit waren.</p>
<p>Wie sehr würde unser großer Gott und Vater geehrt, wenn noch viele Gläubige ihre Verstöße gegen dieses wichtige Gebot, Vater und Mutter zu ehren, auf solche Weise bekennen und bereuen würden! Wie viele christliche Familien könnten durch eine solche Umkehr gesegnet werden und zu einem leuchtenden Zeugnis für Gott werden! Möge unser Herr es wirken!</p>
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<p>Gekürzter Auszug aus dem PDF-Dokument mit gleichem Titel: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/du-sollst-vater-und-mutter-ehren/"><strong>&#8222;Du sollst Vater und Mutter ehren!&#8220;</strong></a></p>
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<p>Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de  im Februar 2024  © Rudolf Ebertshäuser</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/02/du-sollst-vater-und-mutter-ehren-gedanken-ueber-die-bedeutung-eines-biblischen-gebots/">„Du sollst Vater und Mutter ehren!“  Gedanken über die Bedeutung eines biblischen Gebots</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie werde ich frei von okkulter Belastung?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/wie-werde-ich-frei-von-okkulter-belastung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2018 13:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=4799</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; FRAGE Ich hätte eine Frage an Sie, vielleicht können Sie mir weiterhelfen: Was raten Sie zu tun, damit man eine okkulte Belastung wieder los wird? Ich getraue mich an niemanden mehr zu wenden, weil überall, wo ich Hilfe gesucht habe, alles noch schlimmer wurde. Erst durch das Lesen Ihrer Artikel sind mir die Augen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/wie-werde-ich-frei-von-okkulter-belastung/">Wie werde ich frei von okkulter Belastung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2>FRAGE</h2>
<p>Ich hätte eine Frage an Sie, vielleicht können Sie mir weiterhelfen: Was raten Sie zu tun, damit man eine okkulte Belastung wieder los wird? Ich getraue mich an niemanden mehr zu wenden, weil überall, wo ich Hilfe gesucht habe, alles noch schlimmer wurde. Erst durch das Lesen Ihrer Artikel sind mir die Augen über Charismatiker / Wohlstandsprediger &amp; Co. aufgegangen und mir wurde ganz klar, daß ich es mit einem Irrgeist, der ja mittlerweile fast überall herrscht, zu tun hatte. Leider kam die Erkenntnis viel zu spät, nämlich als das Kind sozusagen schon „in den Brunnen gefallen“ war. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ratschläge für mich hätten, was ich tun könnte.</p>
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<h2>ANTWORT</h2>
<p>Ich möchte diese Antwort bewußt etwas ausführlicher gestalten, denn die Bandbreite der Belastungen, um die es geht, ist groß, und es ist sehr wichtig, daß wir im Licht der Bibel klar verstehen, woher sie kommen und wie ein Mensch sie loswerden kann.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Was ist eine „okkulte Belastung“?</span></h3>
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<p>Die Frage nach Befreiung von okkulten, dämonisch verursachten Belastungen wird immer wieder gestellt. Die Symptome solcher Belastungen sind vielfältig:</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Lästergedanken, die man kaum los wird</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Depressive Anwandlungen bis hin zu schweren Depressionen (diese können aber auch andere Ursachen haben!)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Selbstmordgedanken</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Verklagende Gedanken; die Vorstellung, man sei von Gott verworfen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* massive unreine und hurerische Gedanken und Phantasien, die sich einem aufdrängen (diese können aber auch andere Ursachen haben!)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Verschiedene Arten von Zwangsgedanken, Zwangsvorstellungen und Zwangshandlungen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Abergläubische Vorstellungen und Rituale</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Massive Angstzustände (diese können aber auch andere Ursachen haben!)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Hellsichtigkeit und Vorahnungen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* In schweren Fällen auch Verwirrungszustände, Wahnvorstellungen („Ich bin Elia“, „Ich bin Christus“), Stimmenhören oder Visionen von bösen Geistern.</p>
<p>Die Ursache ist praktisch immer, daß ein Mensch sich auf verschiedenen Wegen für die unsichtbare Welt der Dämonen, über die der Satan als gefallener Engel regiert, geöffnet und übernatürliche Kräfte und „Hilfen“ aus dieser Dämonenwelt in Anspruch genommen hat. Bisweilen, wenn okkulte Symptome schon von Kindheit an auftreten, sind sie auch die Folge okkulter Verstrickungen der Eltern.</p>
<p>Okkulte Verstrickungen können durch verschiedene magische Praktiken ausgelöst werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Magie und Zauberei, Voodoo, Hexerei</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Spiritismus und Geisterbefragung, Tischerücken usw.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Hellseherei / Wahrsagerei und Horoskope</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Positives Denken / positives Bekenntnis</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Anthroposophie, „Christengemeinschaft“</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Hypnose, Aktive Imagination, Jung’sche Traumdeutung</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Meditationstechniken wie Yoga oder Zen, Tai Chi oder Transzendentale Meditation</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Phantasiereisen oder Mandalamalen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* I-Ging, hinduistische Mantras, Taoismus, Buddhismus, Hinduismus</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Schamanismus, New-Age-Lehren</p>
<p style="padding-left: 30px;">* „Bewußtseinserweiternde“ Drogen aller Art (LSD, Pilze, Haschisch usw.)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Intensive Verstrickung in Rock- und Popmusik u.a. Okkultmusik (Meditationsmusik)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Handauflegung durch einen Guru / Heiler</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Okkulte „Heilmethoden“ wie Akupunktur, Geistheilung, Besprechen oder Homöopathie</p>
<p>Als Folge davon empfängt ein Mensch oftmals tatsächlich eine gewisse „Hilfe“ – er hat Erfolg, wird von einer Krankheit gesund, erlangt Macht über andere oder übernatürliche Erkenntnisse. Dieser „Erfolg“ ist der Köder des Feindes der Seelen, mit dem er die Menschen oft in immer tiefere Verstrickungen lockt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die Folgen der Verbindung mit der bösen Geisterwelt: Gebundenheit und Gericht</span></h3>
<p><em> </em></p>
<p>Aber zugleich wird jeder Mensch, der in den okkulten Bereich der Geister eindringt, gebunden von den Mächten der Finsternis, denen er sich öffnete, und irgendwann muß er für diese sündige und böse Inanspruchnahme der Finsternismächte bezahlen – hier in diesem Leben bereits mit körperlichen oder psychischen Qualen, die ihm diese bösen Geister zufügen, denn der Satan und seine Dämonen hassen jeden Menschen, auch die, welche sich törichterweise ihnen öffnen, und wird sie unweigerlich früher oder später binden und quälen, wie es oben beschrieben wurde.</p>
<p>Die schlimmste Folge solcher Okkultsünden ist jedoch das ewige Zorngericht des heiligen, gerechten Gottes. Der lebendige und wahre Gott, der Schöpfer der Welt und aller Menschen, hat das alleinige Recht darauf, von Seinen Menschengeschöpfen gesucht und angerufen zu werden. Wenn Menschen sich um Hilfe an den Widersacher und seine bösen Geister wenden, dann ist das eine überaus schwerwiegende Sünde gegen den wahren Gott – die Sünde der Zauberei und des Götzendienstes.</p>
<p>Viele gottferne Menschen machen sich darüber keine Gedanken, aber in der Bibel, Gottes heiliger Botschaft an die Menschheit, werden die Folgen solcher Zaubereisünden deutlich beim Namen genannt. Es ist von lebenswichtiger Bedeutung, daß betroffene Menschen betend die Bibel lesen und den Herrn Jesus Christus bitten, ihnen Licht und Aufschluß über diese Dinge zu geben.</p>
<p>Es sind unsichtbare, geistliche Wahrheiten und Realtäten, die dem natürlichen Auge und dem Menschenverstand verborgen sind – dennoch sind sie real und überaus ernst. In der Bibel werden diese Zusammenhänge geoffenbart und für jeden Menschen zur Warnung aufgezeigt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodaß sie keine Entschuldigung haben. <u>Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C18-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,18-21</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst! Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage! (…) Was sage ich nun? Daß ein Götze etwas sei, oder daß ein Götzenopfer etwas sei? <u>Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+10%2C14-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 10,14-20</a>)</strong></p>
<p>Wenn ein solcher Mensch nicht umkehrt und den Herrn Jesus und Seine Vergebung annimmt, dann empfängt er als Lohn für diese Okkultsünden eine gerechte und strenge Bestrafung im Feuer der Hölle. Gott haßt es, wenn der Mensch sich mit dem Satan verbündet, und Sein Gericht trifft jeden solchen Menschen doppelt schwer, wenn er nicht Buße tut.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, so sollst du nicht lernen, nach den Greueln jener Heidenvölker zu handeln. Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten; denn diese Heidenvölker, die du aus ihrem Besitz vertreiben sollst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber erlaubt der HERR, dein Gott, so etwas nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+18%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 18,9-14</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben. Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum abschneiden, auch sollst du den Rand deines Bartes nicht beschädigen. Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine [abgeschiedene] Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen! Ich bin der HERR. Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zur Unzucht anhältst, damit das Land nicht Unzucht treibt und voller Schandtaten wird! </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Haltet meine Sabbattage und fürchtet mein Heiligtum! Ich bin der HERR. Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der HERR, bin euer Gott. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+19%2C26-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 19,26-31</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Er (der König Manasse) ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in den Augen des HERRN, um ihn herauszufordern. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+K%C3%B6nige+21%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Könige 21,6</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+21%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 21,8</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+22%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 22,15</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">Es gibt nur bei <em>einem</em> Befreiung – bei dem Herrn Jesus Christus!</span></h3>
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<p>Wenn sündige Menschen aufgrund ihrer Kontakte mit der Finsternismächten quälende Symptome bekommen, dann suchen sie nach Linderung und Befreiung, was nur zu verständlich ist. Doch alle „Heiler“ und „Gurus“, die selbst dem Reich der Finsternis angehören, können keine dauerhafte Befreiung bewirken. Manchmal verschwinden manche Symptome, dafür treten dann andere auf. Zumeist wird die Verstrickung in die Klauen der Finsternis immer schlimmer.</p>
<p>Der Grund dafür ist, daß jeder sündige Mensch von Natur aus unter der Herrschaft des Teufels steht, weil er durch seine Sünden, durch seine Auflehnung gegen den allmächtigen, gütigen Gott der Bibel sich auf die Seite des listigen, rebellischen Widersachers Gottes gestellt hat.</p>
<p>Unsere Sünde ist die Machtbasis, durch die der Teufel unser Leben beherrschen kann. Solange wir in unserer sündigen Auflehnung gegen Gott bleiben, hat der Satan Macht über uns und kann die Menschen quälen, die seine „Hilfe“ in Anspruch genommen haben. Und wir Menschen können unsere Schuld gegen Gott nicht ungeschehen machen, niemals mit eigenen Bemühungen tilgen. Ohne Rettung von außen – eigentlich: von oben &#8211; steuern alle Menschen unweigerlich auf das Zorngericht Gottes in der Hölle zu.</p>
<p>Doch diese „Rettung von oben“ ist geschehen: der Sohn des lebendigen Gottes, Jesus Christus wurde aus Liebe und Erbarmen gegenüber den sündigen, verlorenen Menschen selbst Mensch. Er, der seinem Wesen nach Gott war und ist, nahm Menschengestalt an und war bereit, als Stellvertreter und Mittler für sündigen Menschen am Kreuz zu sterben.</p>
<p>Am Kreuz, diesem schrecklichen Hinrichtungswerkzeug für Gesetzlose, nahm der schuldlose, reine Sohn Gottes alle unsere Schuld und Sünde auf sich und sühnte sie, bezahlte die gerechte Strafe selbst durch die Opferung Seines Lebens, durch Sein vergossenes Blut.</p>
<p>Von diesem stellvertretenden Sühnopfer Jesu Christi gibt die berühmte Weissagung des Propheten Jesaja Zeugnis:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Fürwahr, <em>er</em> hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+53%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 53,4-6</a>)</strong></p>
<p>Und im Neuen Testament bezeugt der Apostel Petrus:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>»Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Petrus+2%2C22-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Petrus 2,22-25</a>)</strong></p>
<p>Deshalb kann nun jeder sündenbeladene Mensch, der von seinem bösen Weg umkehrt und sein Leben ganz dem Herrn Jesus Christus übergibt und Ihn im Glauben als Herrn und Erlöser annimmt, Vergebung seiner Schuld und Frieden mit Gott erlangen. Er wird von Gott zu einem Kind Gottes gemacht und empfängt in der Neugeburt von oben den Heiligen Geist.</p>
<p>Aufgrund der Reinigung durch das für ihn vergossene Blut Jesu Christi ist er ganz rein geworden von allen seinen Sünden (auch den Okkultsünden), und er steht nun gerecht und heilig vor Gott und darf Ihm als seinem himmlischen Vater nahen (Näheres u.a. in unserer Schrift: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-weg-zur-errettung-busse-glaube-bekehrung/"><strong>Der Weg zur Errettung: Buße – Glaube – Bekehrung</strong></a>).</p>
<p>Damit ist etwas ganz Herrliches und Gewaltiges geschehen, das umwälzende Auswirkungen auf sein ganzes Leben hat. Er gehört nun als ewiges Eigentum dem Herrn Jesus Christus und folgt Ihm nach, dient dem auferstandenen und in den Himmel aufgenommenen Sohn Gottes. Und er ist durch Gottes Allmacht herausgerettet aus dem Herrschaftsbereich der Finsternis und des Satans. Der Satan hat keine Macht mehr über ein bekehrtes, gläubiges, von neuem geborenes Gotteskind! So steht es geschrieben in Gottes heiligem Wort:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Er (Gott, der Vater) hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 1,13-14</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Er (Gott, der Vater) hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen (d.h. unbekehrten) Zustand eures Fleisches, mit ihm (dem auferstandenen Christus) lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. Als er so die Herrschaften und Gewalten (der Finsternis) entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kolosser+2%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kolosser 2,13-15</a>)</strong></p>
<p>Bei sündigen Menschen, die in ihrem alten Leben Okkultsünden begangen haben, ist es wichtig, daß sie bei der Bekehrung (oder nötigenfalls danach) diese Sünden umfassend vor Gott bekennen und bereuen und sich innerlich entschieden von ihnen trennen. Dann sind diese Sünden getilgt und vergeben, und der Satan darf keine Macht mehr über diese neu gewordenen Menschen in Christus ausüben. Christus ist ihr Befreier und ihr Schutz.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! (…) Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+8%2C31-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 8,31-36</a>)</strong></p>
<p>Die Befreiung kommt nicht durch einen Menschen, durch einen „vollmächtigen Seelsorger“, der belastete Menschen „freibetet“, sondern durch den festen, einfachen Glauben an das Wort, an das vollkommene Werk und die Befreiermacht des auferstandenen und erhöhten Sohnes Gottes, des Herrn Jesus Christus.</p>
<p>Die Befreiung kommt nicht durch Dämonenaustreibung bzw. „Exorzismus“, nicht durch Gebete von besonderen „Seelsorgern“ oder spezielle Rituale, sondern allein durch den Herrn selbst. Wenn ich Sein Wort, Seine Zusagen im Glauben ergreife und mich Ihm anvertraue, dann handelt Er nach Seinem Wort, Seiner Verheißung, und macht mich frei.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Die Falle für Christen: der fromm getarnte Okkultismus in Charismatik und Mystik</span></h3>
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<p>Wir haben oben gesehen, daß jeder wiedergeborene Christ seiner Stellung nach sich nicht mehr im Machtbereich der Finsternis befindet, sondern unter der liebenden, wohltätigen Königsherrschaft des geliebten Sohnes Gottes. Dennoch kann es auch gläubigen Christen passieren, daß sie von okkulten Belastungen betroffen sind.</p>
<p>Wie kann das sein? Nun, der Teufel ist ein listiger Betrüger. Er bietet die Wirkung seiner finsteren Geister nicht nur in der offen heidnischen, widergöttlichen Gestalt der Esoterik und des Okkultismus an. Diesen Bereich werden alle ernsthaften Christen instinktiv meiden. Doch der Feind schleust immer wieder falsche, von finsteren Geistern inspirierte religiöse Strömungen ins Christentum ein und präsentiert sie dort unter „christlicher“ Tarnung. Davor hat schon der Apostel Paulus gewarnt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch <em>einem</em> Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. <u>Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber Christus. Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.</u> Denn ich meine, daß ich jenen »bedeutenden Aposteln« in nichts nachstehe. (…)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich,<u> denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts</u>. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-5+%2B+13-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-5 + 13-15</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Der Geist aber sagt ausdrücklich, <u>daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden</u> durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-3</a>)</strong></p>
<p>Solche finsteren Geisteswirkungen und von listigen Irrgeistern verfälschte Lehren finden wir bei allen klassischen Sekten wie Neuapostolischen, Zeugen Jehovas usw.; wir finden sie bei den Anhängern Jakob Lorbers, allen Atren von Spiritisten, im New Age usw.</p>
<p>Wir finden sie aber auch in der <em>Katholischen Kirche</em>, die sich weit von den Lehren der Apostel entfernt hat und viele verdrehte und esoterische Praktiken verübt, vor allem im Bereich der Marien- und Heiligenverehrung, aber auch in der widerbiblischen Opferritual der „Eucharistie“. Auch viele Praktiken der katholischen „Volksfrömmigkeit“ wie das Bekreuzigen, die Nutzung von „Weihwasser“, „Besprechen“ usw. sind okkult.</p>
<p>Eine besonders gefährliche Einfallstür für okkulte Verstrickungen ist die <em>katholische (und auch orthodoxe) Mystik</em>, in der sich sehr viele okkulte Wirkungen wiederfinden, die man aus den offen dämonischen Mystikrichtungen des Yoga oder des Buddhismus kennt (z.B. Austritt des Geistes aus dem Körper, Astralreisen, Verzückungen, Trance und Ekstasen, Schweben über dem Boden, Visionen und okkulte Kraftwirkungen und Geistheilungen).</p>
<p>Ebenfalls sehr gefährlich und weit verbreitet ist die Verführungsströmung der seit 1901 auftretenden <em>Pfingst- und Charismatischen Bewegung</em>. Diese Strömung hat den Anschein erwecklich-evangelikalen Christentums, aber in ihr wirken verführerische Geistesmächte, falsche Propheten, falsche Lehrer, Geistheiler und okkulte Wundertäter. Diese Bewegung ist im Grunde das „christliche“ Gegenstück zum New Age. Sie gehören zu den vom Herrn vorhergesagten falschen Propheten der Endzeit, vor denen wahre Christen sich hüten müssen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: <u>Habt acht, daß euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+24%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 24,3-5</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><u>Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. </u>Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. (…) Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! <u>Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. </u>Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+24%2C11-12+%2B+23-25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 24,11-12 + 23-25</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><u>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. </u>Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. <u>Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7%2C15-17+%2B+21-23&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7,15-17 + 21-23</a>)</strong></p>
<p>Diese vom Widersacher gesteuerte Verführungsbewegung hat zahlreiche gläubige Christen in die Irre führen können. Ihre Haupt-Irrlehre betrifft die sogenannte „Geistestaufe“, nach der ein wiedergeborener Christ angeblich den Heiligen Geist noch nicht hätte und ihn in einem besonderen Ritual empfangen müßte; dies geschieht meist durch Handauflegung unter Zungenreden.</p>
<p>Doch der Geist, der durch Handauflegungen, aber auch durch Zungenreden, „Segnungs“handlungen, Rückwärtsstürzen, Visionen, Heilungsgebete, Geisteraustreibungen usw. vermittelt wird, ist nicht der wahre Heilige Geist sondern ein betrügerischer falscher Geist, der sich auch durch Kraftwirkungen, Visionen, innere Stimmen, durch Wahrsagungen und falsche Prophetenbotschaften u.a. äußert.</p>
<p>Die im Grunde okkulten Wirkungen dieses Irrgeistes der Charismatik und Pfingstbewegung wie auch der „christlichen“ Mystik äußern sich ganz ähnlich wie in der klassischen Esoterik auch:</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Ektstatisches Zungenreden in unverständlichen Lauten</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Trance- und Euphoriezustände durch rhythmische Lieder und Trommeln („Lobpreis“)</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Rückwärtsstürzen und Trance nach Handauflegungen durch Gurus oder durch deren okkulte Anweisungen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* „Geistheilungen“, die oft suggestiven Charakter tragen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Unkontrollierbare Zwangshandlungen wie Lachen, Zucken, Hüpfen, Sich-Winden auf dem Boden</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Angeblich göttliche Visionen und Stimmen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Engelserscheinungen, Entrückung in einen angeblichen Himmel oder in trügerische Geistesregionen</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Magische Proklamationen, „positive Bekenntnisse“</p>
<p style="padding-left: 30px;">* Spiritistische „Geisterbeschwörungen“ und Exorzismen, „geistliche Kriegsführung“, Binden von Geistern usw.</p>
<p>Die Spätfolgen der oft faszinierenden und berauschenden Ekstaseerfahrungen mit dem Irrgeist dieser Bewegung sind bei vielen Betroffenen genau dieselben, die wir oben schon geschildert haben: Lästergedanken, Depressionen, innere Stimmen, verschiedenste psychische Störungen und geistliche Verwirrungen (vgl. auch meine Schrift <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/an-ihren-fruechten-werdet-ihr-sie-erkennen-welcher-geist-bewirkt-das-zittern-schreien-und-rueckwaertsstuerzen-im-toronto-segen/"><strong>Welcher Geist bewirkt den „Toronto-Segen“? Rückwärtsstürzen und Trance in biblischer Sicht</strong></a>).</p>
<p>An diesen bösen Früchten kann man auch erkennen, daß dies niemals der wahre Heilige Geist sein kann (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7%2C15-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7,15-19</a>). Die Frucht des Geistes Gottes, die Auswirkung Seines Wirkens, ist etwas ganz anderes:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Galater+5%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Galater 5,22</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+3%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 3,17</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Korinther+14%2C32-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Korinther 14,32-33</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5,8-9</a>)</strong></p>
<p>Der falsche Geist der Pfingst- und Charismatischen Bewegung dagegen bewirkt Bewußtlosigkeit und Trance, Verwirrung und Rausch, Euphorie und Depression, Hochmut und Zwanghaftigkeit, und am Ende oftmals die klassischen Symptome dämonischer Belastung.</p>
<p>Die Betroffenen können das oft nicht recht einordnen; ihre charismatischen Gurus sagen ihnen in der Regel, daß das „dämonische Belastungen“ aus der Vergangenheit seien, die unter der Wirkung des angeblichen „Heiligen Geistes“ jetzt offenbar würden. In Wahrheit sind diese Symptome sehr oft ganz allein durch den falschen Geist dieser Bewegung hervorgerufen worden. Diese irregeleiteten „Seelsorger“ raten oft zu Geisteraustreibungen, die bestenfalls die Symptome verschieben, schlimmstenfalls sie noch verstärken, im Extremfall bis zu psychotischen und schizophrenen Zuständen, die meist eine Einweisung in die Psychiatrie zur Folge haben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Was soll ich tun, damit ich frei werde? Ratschläge für gläubige Christen</span></h3>
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<p>Wir haben oben schon gesehen, daß Menschen, die noch nicht den rettenden Glauben an den Herrn Jesus Christus haben, nur frei werden können, wenn sie sich radikal abkehren von ihren bösen, sündigen Wegen und sich zu dem einzigen Retter und Mittler bekehren und Ihn im Glauben annehmen, Sein vollkommenes Sühnopfer für uns am Kreuz und Seine Auferstehung.</p>
<p>Was aber sollen Menschen tun, die bereits gläubige Christen sind und durch den frommen Betrug der Charismatik und Mystik unter dämonische Wirkungen gekommen sind? Für solche Gläubigen will ich einige Ratschläge in Briefform weitergeben, die sich so ähnlich schon vielen Anfragenden weitergegeben habe:</p>
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<p>Zunächst möchte ich sagen: Ich kann Sie nur ermutigen, daß es bei dem Herrn Jesus Christus auf jeden Fall umfassende Befreiung von solchen finsteren Belastungen gibt! Wen der Sohn Gottes freimacht, den macht Er recht frei! Es gehört zum „Geburtsrecht“ eines wiedergeborenen Christen, daß er frei sein darf von der Macht der Finsternis, frei von den quälenden und zerstörerischen Eingriffen des Satans und seiner Dämonen (vgl. oben <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,13-14</a>). Wohl darf der Widersacher uns unter der Zulassung Gottes in gewissen Grenzen angreifen und prüfen, aber solche okkulten Symptome, wie wir sie oben geschildert haben, sind Übergriffe, die kein Kind Gottes erleiden muß.</p>
<p>Wenn das doch der Fall ist, dann liegt die Ursache klar daran, daß wir durch irgendeine Sünde, durch eine Inanspruchnahme finsterer Kräfte dem Feind Raum gegeben haben. Der Feind kann Kinder Gottes nur durch List und Betrug zu so etwas verführen. Meist ist das religiöser Betrug, wenn er uns z.B. durch die Irrlehren der Charismatik oder Mystik dazu verleitet, uns für einen Geist von unten zu öffnen; gelegentlich geschieht das auch durch Inanspruchnahme okkulter Heilmethoden, „Yoga für Christen“ o.ä.</p>
<p>Wenn wir solche Symptome erleiden, so ist das nicht, weil der Herr uns im Stich gelassen hätte – Er läßt uns nie im Stich! -, sondern weil wir uns durch eigenes Verschulden willentlich für finstere Geisteswirkungen geöffnet haben. Dann läßt der Herr es auch zu, daß die Seinen gezüchtigt werden, damit sie umkehren und den Fehltritt bereuen. Der Schlüssel zur Befreiung ist Buße und klares Bekenntnis der Sünde, durch die der Feind Zutritt bekam. Wenn wir das nicht genau wissen, dann sollten wir Gott bitten, es uns bewußt zu machen und klar zu zeigen.</p>
<p>Allerdings ist in einer solchen ernsten Situation eine tiefergehende, ernste Selbstprüfung und eine entschlossene Umkehr von sündigen Wegen wichtig – nicht nur von dem Pfingstlertum oder der Mystik selbst, sondern vielleicht auch von anderen Irrwegen und falschen Haltungen, die uns erst in die Arme der Pfingstler getrieben haben!</p>
<p>Es reicht auch nicht aus, uns nur um der Vermeidung der schmerzhaften Konsequenzen willen von der Sünde abzuwenden. Wir sollten die dahinterstehenden falschen Herzenshaltungen erkennen und bekennen, uns klar von ihnen abwenden: Religiöser Stolz und Geltungssucht, Sucht nach beseligenden Erlebnissen statt nüchterner Kreuzesnachfolge, Unglaube und Sucht nach dem Schauen, mehr Verlangen nach körperlicher Heilung als nach Gottesfurcht und Ergebung in Christus, letztlich die unersättliche Ichhaftigkeit unseres Fleisches.</p>
<p>Wenn es konkreter um die Befreiung von Belastungen geht, gibt es einige Schritte, die empfehlenswert sind; diese Schritte kann man sehr gut auch alleine vor Gott tun; eine Unterstützung durch einen Seelsorger ist nicht unbedingt nötig. Vor allem darf man sich keinem „Seelsorger“ überlassen, der den Irrgeist durch Dämonenaustreibung/Exorzismus „wegbeten“ will; das macht es meiner Überzeugung nach noch schlimmer! Ein reiferer Bruder bzw. eine Schwester als Zeuge und Mitbeter dagegen kann eine Hilfe sein – aber die Befreiung dürfen wir nur von dem Herrn erwarten, nicht von Menschen!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Schritte zur Befreiung</span></h3>
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<p>Der erste wichtige Schritt ist, klar zu erkennen, daß der Geist der Pfingst- und Charismatischen Bewegung wie auch der Mystik ein dämonischer Verführungsgeist in frommer Tarnung ist. Dazu sollen u.a. die von mir verfaßten Schriften dienen. Wir müssen von der Bibel her eine feste Überzeugung haben, daß dies nicht der Heilige Geist ist, sondern ein dämonischer Truggeist. Wenn das nicht klar ist, dann bewirkt ein Lossagegebet wenig, schafft vielleicht sogar vermehrte Turbulenzen. Ich muß in meinem Willen, mich von diesem Geist und allen seinen Wirkungen zu lösen, biblisch überzeugt und fest entschlossen sein.</p>
<p>Der zweite Schritt ist, vor den Herrn klar und aufrichtig Buße zu tun darüber, daß wir – oftmals aus unbiblischem religiösem Ehrgeiz, um Problemen einfach zu entfliehen oder aus anderen falschen Motiven – diese Mächte in Anspruch nahmen und uns den Gurus dieser Bewegung öffneten, ihre Handauflegung wollten, ihre Prophetenbotschaften verschlangen…</p>
<p>Wir sollten Buße tun über ekstatischem „Lobpreis“, über falschen magischen Gebetstechniken, über Zungenreden und Dämonenaustreibungen und den ganzen verkehrten Dingen, wie wir in der Charismatik getan haben. „Buße tun“ – das bedeutet, entschlossen umzukehren, uns innerlich aus Überzeugung abzuwenden von diesem sündigen Treiben, es vor Gott aufrichtig und ernstlich zu verurteilen und zu verwerfen und als böse zu erachten und jede Verbindung dazu durchzuschneiden.</p>
<p>Der dritte damit verbundene Schritt ist, daß wir uns ausdrücklich und entschieden im Namen des Herrn Jesus lossagen bzw. trennen von dem Irrgeist der Charismatik, von allen Handauflegungen und Weissagungen, von Visionen und Rückwärtsstürzen, von Dämonenaustreibungen, unserem Zungenreden usw. Wir haben dem Feind willentlich Raum gegeben und uns mit ihm verbunden, nun müssen wir diese Räume willentlich verschließen und die Verbindung durchtrennen. Dabei sprechen wir niemals den Feind an, sondern wenden uns im Gebet an den Herrn Jesus.</p>
<p>In diesem Prozeß sollten wir möglichst alle wichtigeren Ereignisse, die uns beeinflußt haben, die uns als ungut vor Augen stehen, einzeln nennen, ebenso Gurus, Prophetien, die über uns ausgesprochen wurden, Rückwärtsstürzen und der Trance, Geisteraustreibungen und „Binden von Fürsten“ usw. Vielleicht fallen uns später noch andere Dinge ein, dann sollten wir das weiterführen, bis die Symptome verschwinden.</p>
<p>Wichtig ist danach zur Festigung und Absicherung unserer Befreiung, daß wir uns in Zukunft von allen pfingstlerischen und charismatischen, mystischen und „christlich“-esoterischen Predigern, Gemeinden und Praktiken klar fernhalten bzw. absondern. Wir sollten unsere Sammlung von Büchern, CDs, Internetpredigten usw. gründlich reinigen und „ausmisten“.</p>
<p>Wenn der Feind wieder mit gewissen Dingen, z.B. Gedankenangriffen ankommen will, dann sollten wir ihm entschieden widerstehen in dem Namen Jesu Christi, etwa so: „Ich widerstehe diesen Gedanken im Namen Jesu Christi!“ – natürlich ohne den Feind anzusprechen, einfach gemäß der Verheißung: <strong>„Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch“</strong> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jakobus+4%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jakobus 4,7-8</a>). Wir dürfen auch im Gebet jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegenüber Christus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Korinther+10%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Korinther 10,4-5</a>).</p>
<p>Diese „negative“ Abgrenzung ist sehr wichtig, wenn wir frei bleiben wollen. Sie genügt jedoch nicht; wir müssen auch unser ganzes Glaubensleben neu ausrichten auf den Herrn und Sein Wort. Allzu viele ehemalige Charismatiker tingeln ziellos in der Gemeindelandschaft und noch mehr im Internet umher und versäumen es, eine klare Kursänderung in ihrem geistlichen Leben zu vollziehen. Sie gehen vielfach immer noch in – ihrer Meinung nach – „gemäßigtere“ charismatische Gemeinden, hören immer noch die dämonische „Lobpreis“musik, sehen sich Joyce Meyer oder ähnliche Verführungsprediger an, oder leben nur noch von Internetkonserven, was auf die Dauer ungesund und gegen den Willen Gottes ist.</p>
<p>Nach unserer Umkehr von einer dämonischen Verstrickung sollten wir vielmehr bestrebt sein, ein nüchternes, geheiligtes Glaubensleben zu führen, das sich auf eifriges Bibellesen stützt, auf nüchternes Gebet, auf den treuen Besuch und die verbindliche Mitarbeit in einer bibeltreuen Gemeinde, die sich von Charismatik, Ökumene und Bibelkritik abgesondert hält.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Vertiefendes Bibelstudium tut not</span></h3>
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<p>Es ist wichtig, über all die angeschnittenen Fragen eine gefestigte, biblisch gegründete Überzeugung zu gewinnen. Das kann hier auf diesem knappen Raum nur angedeutet werden. Ausgiebiges Bibelstudium und insbesondere das Studium der<em> gesunden Lehre</em> der Bibel ist äußerst wichtig und dringend empfohlen, wenn man wirklich frei werden will. Vielleicht hilft es Ihnen, einige der folgenden Schriften zu studieren:</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-charismatische-bewegung-endzeitliche-erweckung-oder-endzeitliche-verfuehrung-eine-biblische-orientierungshilfe/">Die Charismatische Bewegung – endzeitliche Erweckung oder endzeitliche Verführung? Eine biblische Orientierungshilfe</a></strong></p>
<p>[Diese Schrift vergleicht die charismatische Botschaft von der “Endzeiterweckung” mit den Aussagen der Bibel über die Endzeit und zeigt, daß die Bibel für die letzte Zeit Verführung und Gesetzlosigkeit statt massenhafter Erweckung voraussagt. Veröffentlicht 2004]</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-charismatische-geistestaufe-der-schluessel-zu-vollmacht-und-geistlicher-kraft/">Die charismatische “Geistestaufe” – der Schlüssel zu Vollmacht und geistlicher Kraft?</a></strong></p>
<p>[Die pfingstlich-charismatischen Lehren von der “Geistestaufe” werden anhand der Bibel untersucht und widerlegt. Eine Orientierungshilfe auch für Jugendliche und charismatisch Beeinflußte. Zur Weitergabe an fragende Charismatiker geeignet. Ein bearbeiteter Auszug aus dem Buch “Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel”. Veröffentlicht 2004]</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/redet-gott-heute-noch-durch-propheten-und-wunderzeichen/">Redet Gott heute noch durch Propheten und Wunderzeichen?</a></strong></p>
<p>[Sind die Wunderzeichen, die heute von Charismatikern vollbracht werden, Zeichen der göttlichen Bevollmächtigung? Oder sind sie als Mittel zur Irreführung der Gläubigen anzusehen? Hier werden Antworten von der Heiligen Schrift her gegeben. Ein bearbeiteter Auszug aus dem Buch “Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel”. Veröffentlicht 2009]</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/an-ihren-fruechten-werdet-ihr-sie-erkennen-welcher-geist-bewirkt-das-zittern-schreien-und-rueckwaertsstuerzen-im-toronto-segen/">&#8222;An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen&#8220;. Welcher Geist bewirkt das Zittern, Schreien und Rückwärtsstürzen im &#8222;Toronto-Segen&#8220;?</a></strong></p>
<p>[Anhand der biblischen Eigenschaften und Früchte des Heiligen Geistes wird gezeigt, daß Rückwärtsstürzen, Verlust der Selbstkontrolle, Ekstase usw. kein echtes Geisteswirken sein kann, sondern nur das Werk eines verführerischen Geistes.]</p>
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<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-gefahren-der-unbiblischen-befreiungsseelsorge-der-weg-zu-echter-befreiung-von-daemonischen-angriffen/">Die Gefahren der unbiblischen „Befreiungsseelsorge“ Der Weg zu echter Befreiung von dämonischen Angriffen</a></strong></p>
<p>[Die verkehrte Lehre, daß ein wiedergeborener Christ von Dämonen besessen und durch Sünden der Vorväter oder okkulte Belastungen aus der Zeit vor seiner Bekehrung gebunden sein könne, wird anhand der Heiligen Schrift widerlegt. Die Schrift zeigt auch, wie Christen wirklich frei werden können.]</p>
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<p>Möge unser treuer Herr Jesus Christus Sie segnen, lieber Leser, liebe Leserin, und Ihnen groß werden als der wunderbare, gnädige, liebende Befreier aus Sünde und Finsternis!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Nachbemerkung:</span></h3>
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<p>Mir war es wichtig, als einstmals selbst Betroffener diese Hilfestellungen zur Befreiung aus okkulten Belastungen niederzuschreiben, so wie ich es vom Wort Gottes her und aus meiner Erfahrung (auch mit anderen Betroffenen) erkennen durfte. Ich möchte aber darauf hinweisen, daß es mir leider nicht möglich ist, okkult Belastete persönlich seelsorgerlich zu begleiten oder alle Fragen zu diesem Thema zu beantworten. Mein Auftrag ist Bibellehre und nicht Seelsorge; dafür bitte ich um Verständnis. Wenn Fragen offen bleiben, dann sollte man zuerst die genannten Schriften gründlich studieren; danach dürften die meisten Fragen klar geworden sein.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/wie-werde-ich-frei-von-okkulter-belastung/">Wie werde ich frei von okkulter Belastung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die gefährlichen Folgen des unbiblischen &#8222;Befreiungsdienstes&#8220;</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gefaehrlichen-folgen-des-unbiblischen-befreiungsdienstes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2017 17:05:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2860</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Der sogenannte &#8222;Befreiungsdienst&#8220; (Exorzismus, Dämonenaustreibung) ist eine Form der Seelsorge, die den Lehren des Wortes Gottes widerspricht und weder notwendig noch wirksam ist. Es muß jedoch auch auf die besondere Gefährlichkeit dieser schwarmgeistigen und letztlich spiritistischen Praxis hingewiesen werden. Sie wird ja in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung sehr oft praktiziert, aber auch in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gefaehrlichen-folgen-des-unbiblischen-befreiungsdienstes/">Die gefährlichen Folgen des unbiblischen &#8222;Befreiungsdienstes&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<div>Der sogenannte &#8222;Befreiungsdienst&#8220; (Exorzismus, Dämonenaustreibung) ist eine Form der Seelsorge, die den Lehren des Wortes Gottes widerspricht und weder notwendig noch wirksam ist. Es muß jedoch auch auf die besondere Gefährlichkeit dieser schwarmgeistigen und letztlich spiritistischen Praxis hingewiesen werden. Sie wird ja in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung sehr oft praktiziert, aber auch in anderen, nichtpfingstlerischen Kreisen, die ansonsten viel Biblisches lehren können. Wie alle irreführenden Lehren, die aus der bösen List des Verführers stammen, ist auch die Irrlehre des &#8222;Befreiungsdienstes&#8220; nicht nur einfach falsch, sondern sie hat böse, für Gläubige gefährliche Früchte. Es ist daher nicht nur eine Ansichtssache, wie wir zu ihr stehen; jeder bibeltreue Gläubige sollte sich gründlich mit ihr auseinandersetzen, sie verwerfen und aktiv bekämpfen.</div>
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<h2><span style="color: #800000;">Der sündhafte Eingriff in die Geisterwelt</span></h2>
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Die sündhafte Verfehlung, die dem &#8222;Befreiungsdienst&#8220; zugrundeliegt, besteht in einem eigenmächtigen, vom Wort Gottes nicht gedeckten Eingriff in den Machtbereich der bösen Geister. Der &#8222;Seelsorger&#8220; wendet sich an Dämonen und spricht sie persönlich an; er gibt ihnen Befehle und stellt ihnen womöglich Fragen.</p>
<p>Eine solche eigenmächtige Kontaktaufnahme und Einwirkung auf böse Geister ist uns durch Gottes Wort streng untersagt. Die &#8222;Befreiungs&#8220;praxis läuft im Grunde auf Geisterbeschwörung, Zauberei und Spiritismus in christlichem Gewand hinaus.</p>
<p>Solche Praktiken, verbunden mit fromm-abergläubischen Lehren über die angebliche Macht von Dämonen über Gotteskinder, geben dem Widersacher erst recht die Möglichkeit, einzugreifen und sich bei einer &#8222;Befreiung&#8220; kräftig und listig zu offenbaren, was dann wiederum von den verblendeten Okkult-Seelsorgern als Beweis einer angeblichen &#8222;Besessenheit&#8220; bzw. Belastung gewertet wird. Damit entsteht ein wahrer &#8222;Teufelskreis&#8220;, in dessen Verlauf der Hilfesuchende oft immer stärker von dämonischen Belästigungen heimgesucht wird und die &#8222;Austreibungs&#8220;versuche immer mehr ausgeweitet werden.</p>
<p>Diese Zusammenhänge werden auch von einzelnen Charismatikern gesehen, und es erheben sich warnende Stimmen gegen solche Praktiken. Peter Kierner schreibt:</p></div>
<div style="padding-left: 30px;">
<p>&#8222;An wiedergeborenen Gotteskindern darf kein &#8222;Befreiungsdienst&#8220; durchgeführt werden. Hier kann – laut biblischer Aussage – keine &#8222;Besetzung&#8220; vorliegen. Wer es dennoch praktiziert, greift in die unsichtbare Welt der Geister ein und berechtigt dadurch die Dämonen, zu erscheinen. Sie werden kommen, durch Gebärden und Stimmen auf sich aufmerksam machen und den Hilfesuchenden durch Lügen verführen. Ich kann nur eindringlich warnen und herzlich bitten: Finger weg von solchen unbiblischen Praktiken! Gott hat verboten, mit der unsichtbaren Welt Kontakt aufzunehmen. Deshalb muß diese Parallele im Vergleich zwischen &#8222;Spiritismus&#8220; und &#8222;Befreiung&#8220; von Dämonen in Wiedergeborenen sehr, sehr ernst genommen werden.&#8220;</p></div>
<div>
<p>Kierner trifft sogar die für einen Charismatiker ungewöhnlich klare Feststellung: &#8222;Die Erkenntnis, daß wiedergeborene Christen von Dämonen besetzt sein können, kommt weder aus der Heiligen Schrift noch aus einer Inspiration des Heiligen Geistes. Diese Botschaft verbreitet der satanische Geist der Verführung.&#8220;</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Die zerstörerischen Auswirkungen der Dämonenaustreibung auf die Beteiligten</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
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Die Frucht einer solchen irrgeistig inspirierten &#8222;Seelsorge&#8220; ist keine echte Befreiung, sondern eine tiefere Verstrickung in die Machenschaften der Finsternis; sie bedeutet in vielen Fällen für die Hilfesuchenden, obwohl die &#8222;Befreier&#8220; das sicherlich nicht beabsichtigen, Seelenverführung und Seelenquälerei. Auf die gefährlichsten Folgen des &#8222;Befreiungsdienstes&#8220; soll im folgenden noch eingegangen werden.</div>
<div> </div>
<h3>
<p>
<span style="color: #800000;">a) Geistliche Entmündigung statt echter Buße</span></h3>
<div>
<p>Weil die meisten &#8222;Befreiungs-Seelsorger&#8220; Sünden und Bindungen im Leben der Hilfesuchenden einseitig mit dem Wirken von Dämonen erklären, lenken sie von der eigentlichen Wurzel, der alten Sündennatur, ab und hindern die Hilfesuchenden daran, ihre eigene Verantwortung für diese Sünden und den Weg zu echter Befreiung klar zu erkennen. Die schwarmgeistige &#8222;Befreiung&#8220; von angeblich innewohnenden Dämonen wird zum Ersatz für echte, tiefgehende biblische Buße. Ein ganz entscheidender Schritt zu echter &#8222;Gesinnungsänderung&#8220; und Befreiung, nämlich das gläubige Erfassen und Festhalten der vollkommenen Erlösung, die uns in Christus bereits gegeben ist, wird durch die falschen Lehren geradezu verhindert.</p>
<p>Auf diesem falschen Weg kann der Hilfesuchende nicht von seiner Sündenbindung loskommen. Wenn die Grundlage für dämonische Einwirkungen nicht durch klare biblische Buße beseitigt wurde, ist das Ergebnis von &#8222;Austreibungen&#8220; nur, daß neue &#8222;Belastungen&#8220; zu den alten hinzukommen bzw. diese ersetzen. Wo hingegen in der &#8222;Befreiungs-Seelsorge&#8220; echte, bleibende Befreiungen geschehen, so ist das nicht auf die &#8222;Austreibung&#8220; von Dämonen, sondern auf die Aufrichtigkeit und klare Buße der Hilfesuchenden und das Erbarmen Gottes zurückzuführen.</p>
<p>Wenn der Hilfesuchende nicht seine eigene Verantwortung vor Gott für die Sünden und dämonischen Verstrickungen erkennt, sondern sie bewußt oder unbewußt auf die Dämonen abschiebt, muß er für diese verkehrte Haltung einen teuren Preis bezahlen.</p>
<p>Er bleibt nicht nur in seinen Bindungen gefangen; er kommt auch in weitere Bindungen hinein: in eine krankhafte und ungeistliche Abhängigkeit von &#8222;Befreiungs-Seelsorgern&#8220;, die für ihn stellvertretend handeln sollen und ohne deren &#8222;Vollmacht&#8220; und &#8222;Offenbarungserkenntnis&#8220; für ihn keine Aussicht auf Hilfe besteht. So wird eine bestehende geistliche Unmündigkeit noch vertieft, und es besteht Gefahr, daß sich der Hilfesuchende immer mehr an Menschen klammert und zu einem &#8222;Dauer-Seelsorgefall&#8220; wird.</p>
<p>Solch eine Situation kommt andererseits oftmals der verkehrten, ichbezogenen fleischlichen Gesinnung mancher Hilfesuchenden entgegen, denen eine klare Buße und die Konsequenzen eines Lebens in Heiligung und Gehorsam auf diese Weise &#8222;erspart&#8220; bleiben und die bewußt oder unbewußt ein Leben in Gebundenheit dem schmalen Weg der biblischen Christusnachfolge vorziehen. Man darf nicht außer acht lassen, daß die Rituale der &#8222;Befreiungs-Seelsorge&#8220; solchen verkehrt gesinnten Menschen auch eine Befriedigung ihrer Geltungssucht oder eines seelisch-fleischlichen Wunsches nach Zuwendung verschaffen. Walter Nitsche schreibt dazu:</p></div>
<div style="padding-left: 30px;">
<p>&#8222;Mancher Ratsuchende umgeht durch die Okkult-Seelsorge die nüchterne, biblische Seelsorge und letztlich das Kreuz. So unterstützt diese unbiblische Seelsorge oftmals die Egozentrik solcher Ratsuchender. Nach entsprechenden Sitzungen erzählen diese oftmals bereitwillig von besonderen Erfahrungen und Erlebnissen, fühlen sich plötzlich als etwas Besseres und stellen sich durch ihre Erzählungen unaufhörlich in den Mittelpunkt. Eine wieder nüchtern gewordene Glaubensschwester gab offen zu, wie sie es während solcher Seelsorge genossen hatte, von &#8222;geistlichen&#8220; Brüdern umsorgt zu werden und im Mittelpunkt ihres Interesses zu stehen.&#8220;</p></div>
<div> </div>
<div> </div>
<h3>
<p><span style="color: #800000;">b) Zerrüttung des Glaubenslebens</span></h3>
<div>
<p>Die falsche Lehre der &#8222;Befreiung&#8220; schreibt dem Feind viel mehr Anrechte und Einflußmöglichkeiten im Leben eines Gläubigen zu, als er eigentlich haben darf. Auf der anderen Seite verfälscht sie die wahre Stellung des Gotteskindes und leugnet die vollbrachte Befreiung, die jeder Gläubige in Christus bereits besitzt. Damit schwächt und verbiegt sie den Glauben der Hilfesuchenden und macht sie gegenüber den Listen und Angriffen des Feindes wehrlos.</p>
<p>Die vom Feind selbst inspirierte Vorstellung, man habe als Gläubiger noch verschiedene Dämonen in sich wohnen und sei ihnen ausgeliefert ohne einen &#8222;vollmächtigen Seelsorger&#8220;, erzeugt zumindest schwere Nöte und Anfechtungen; sensiblere und im Glauben schwächere Opfer solcher &#8222;Seelsorge&#8220; können diese Lehren in massive Ängste und geistliche und seelische Zerrüttung bringen.</p>
<p>Der Hilfesuchende wird in der Praxis dazu verführt, sein Augenmerk immer mehr auf den Feind und seine &#8222;Manifestationen&#8220; zu richten statt auf den Erlöser Jesus Christus und Seinen vollbrachten Sieg. Ihnen wird ein falscher Glaube an die Macht des Feindes und eine verkehrte, abergläubische Erwartungshaltung eingeimpft, die den Einwirkungen des Widersachers die Türe erst richtig öffnet und es ihm ermöglicht, ein böses Verwirrspiel mit dem Betroffenen zu treiben. Der Teufel erhält damit eine Aufmerksamkeit und Ehre, die ihm absolut nicht zusteht.</p>
<p>Die Gefahr ist groß, daß bei dem Betroffenen eine abergläubisch-magische Sicht entsteht, die immer mehr mit dem Wirken des Widersachers rechnet und nicht mehr mit der vollbrachten Erlösung des Herrn. Solcher Unglaube und Aberglaube ist aber Sünde und kann zu einem wachsenden Einfluß des Feindes auf das Denken und Leben eines Christen führen.</p>
<p>In Verbindung mit solchen falschen Lehren tritt eine &#8222;fromme&#8220; Spielart des magischen Denkens auf, die recht weit verbreitet ist.9 Dabei werden übernatürliche Wirkungen, Schutz oder Gefahr von bestimmten Formeln und Handlungen oder von &#8222;beseelten&#8220;, mit besonderen Kräften versehen Gegenständen erwartet, statt von dem Herrn Jesus Christus. Die allermeisten Christen werden solche magisch-abergläubische Bräuche dort erkennen und ablehnen, wo sie sich im Katholizismus oder im Volksaberglauben äußern (Bekreuzigen, Rosenkranzbeten als Abwehrmagie gegen böse Geister, Aberglaube in bezug auf Vorzeichen, &#8222;beschützende&#8220; Gegenstände wie Kreuze, Weihwasser usw.).</p>
<p>Manche Gläubige sind sich jedoch nicht der Tatsache bewußt, daß auch einige Praktiken charismatischer und nichtcharismatischer &#8222;Befreiungsseelsorger&#8220; objektiv magisch-abergläubischen Charakter haben. Dazu zählt die Furcht vor &#8222;dämonisch verunreinigten&#8220; oder &#8222;wirksamen&#8220; Gegenständen, vor Flüchen oder okkulten Handlungen anderer, die angeblich über Gotteskinder noch Macht haben können.</p>
<p>Wer z.B. meint, er müsse ein Haus mit besonderen &#8222;Austreibungsgebeten&#8220; und unter magischer Anwendung des &#8222;Blutes Jesu&#8220; erst von Dämonen &#8222;freibeten&#8220;, wer meint, Okkultisten hätten mit ihren Zaubereien Macht über wahre Christen, wer meint, über gekaufte Gegenstände in eine okkulte Belastung hineinzukommen, ist im Grunde bereits einem fromm getarnten Aberglauben aufgesessen.</p>
<p>In der &#8222;Befreiungs-Seelsorge&#8220; verleitet die unbiblische Beschäftigung mit dem Feind zu einer Spielart weißer Abwehrmagie, die gefährliche Sünde und Verführung ist. Es ist interessant, daß dabei Charismatiker mit &#8222;evangelikaler&#8220; Vergangenheit bedenkenlos uralte magische Praktiken der katholischen Kirche übernehmen, weil sie sich angeblich durch &#8222;Erfahrungen&#8220; bzw. Aussagen von Dämonen als &#8222;wirksam&#8220; erwiesen haben. Man verwendet &#8222;geweihtes&#8220; Wasser oder Öl oder Kreuzeszeichen als &#8222;bannende&#8220; Mittel gegen böse Geister und scheut sich nicht, auch das Blut Jesu Christi als ein magisches Abwehrmittel zu mißbrauchen, indem man Menschen oder Gegenstände mit ihm &#8222;besprengen&#8220; oder &#8222;reinigen&#8220; will (das Wort Gottes sagt dagegen, daß jeder wahre Christ von Gott einmalig und wirksam durch das Blut Jesu Christi gereinigt und mit ihm besprengt ist!).</p>
<p>Auch die unter Christen weitverbreitete Vorstellung, man sei vor dem Feind besser geschützt, wenn man sich &#8222;unter den Schutz des Blutes Jesu&#8220; stelle, und der Feind könne einen angreifen, wenn man das unterlasse, entspricht nicht dem Wort Gottes und unserer Stellung in Christus; in ihren extremeren Formen nähert sie sich magischem Denken. Christus selbst ist unser Schirm und Schild; wir sind in Ihm befreit und vor den Einwirkungen des Feindes bewahrt!10</p>
<p>Es ist für einen klarsichtigen Christen erschreckend, die Verwandtschaft der charismatischen Dämonenaustreibung mit dem alten katholischen Ritual des &#8222;Exorzismus&#8220; und den auch im Heidentum überall verbreiteten Praktiken der Geisterbeschwörung zu sehen. Walter Nitsche und Benedikt Peters geben in ihrem Buch die Darstellung eines katholischen Exorzismus wieder, die sehr aufschlußreich ist, nicht zuletzt deshalb, weil die Geister hier auch auf die Anrufung von Maria hin &#8222;ausfahren&#8220;.</p>
<p>Das biblische Beispiel der jüdischen Geisterbeschwörer (diese Spielart der Magie wird mit dem griechischen Wort <em>exorkistès </em>bezeichnet) in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apostelgeschichte+19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apostelgeschichte 19</a> zeigt, daß auch Heiliges und Göttliches wie der Name Jesus oder das Blut Jesu Christi magisch mißbraucht und in abergläubischen &#8222;Gebeten&#8220; eingesetzt werden kann, um Macht über Geister auszuüben.</p>
<p>Wenn Christen sich zu solchem magischen Denken und Handeln verführen lassen, dann betrüben sie den Heiligen Geist, und ihr Glaubensleben wird dadurch vergiftet und krank. Sie geraten nur tiefer in Unglauben, Angst und Gebundenheit. Der Weg zu wirklicher Freiheit im Geist führt nur durch klare, tiefe Buße und Abkehr von diesen falschen Lehren und Praktiken.</p></div>
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<span style="color: #800000;">c) Spiritistische Verstrickungen der &#8222;Befreier&#8220; und &#8222;Befreiten&#8220;</span></h3>
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<p>Die schwerwiegendste Folge der unbiblischen Dämonenaustreibung ist die Verstrickung in die Sünde des Spiritismus, die eigenmächtige Kontaktaufnahme mit Geistern der Finsternis und der Versuch, sie zu beeinflussen oder auszufragen. Rudi Holzhauer weist auf diese gefährliche Verirrung hin:</p></div>
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<p>&#8222;Der Schlüssel zu den massiven Geisterbekundungen in Schwärmerkreisen liegt letztlich (&#8230;) in der geistigen Artverwandtschaft mit dem Spiritismus. Die Furchtsamkeit vor Geistern und gleichzeitig das Streben nach Kontakt mit ihnen, um auf sie einzuwirken und sie zu beherrschen, kommt aus den Lehren des Spiritismus/Spiritualismus und bewirkt überhaupt erst die Manifestationen der Mächte der Finsternis. Das ist darum im tiefsten Grunde blanker Aberglaube. (&#8230;) Aberglaube kommt immer einer Einladung für böse Geister gleich und öffnet ihnen alle Türen.&#8220;</p></div>
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<p>Jede Art von Dämonenaustreibung ist mit einem Anrufen und Einwirken auf böse Geister verbunden, das an sich schon Sünde ist und die Reaktion der Mächte nach sich zieht:</p></div>
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<p>&#8222;Auch das Anreden der sich im Exorzismus bekundenden Geister ist ein gefährliches Unterfangen. Wo es geschieht, vollzieht sich im Grunde nichts anderes als mittelalterliche Hexenmeisterei! Zauber wird mit Gegenzauber bekämpft! Die Folgen sind dann auch entsprechend: Durch das Anreden und Gebieten wird den Dämonen eine illegale Machtbefugnis eingeräumt, die ihnen nicht zusteht, die sie aber trefflich zu nutzen wissen. So eröffnet man den Mächten unwillentlich eine vorzügliche Operationsbasis. Die Folge ist ein mächtiger &#8222;Theaterdonner&#8220;. Die so provozierten Dämonen produzieren sich durch übernatürliche Kundgaben (&#8230;) Aber auch betrügerische Enthüllungen gehören in das Konzept dieser Geister, denen alles darauf ankommt, daß man sich intensiv mit ihnen beschäftigt.&#8220;</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Verführung zur Kontaktaufnahme mit Geistern der Finsternis</span></h2>
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Hier liegt eine weitere Falle des Feindes bereit. Immer wieder lassen sich &#8222;Okkult-Seelsorger&#8220; dazu verleiten, den Äußerungen der sich offenbarenden Geister Glauben zu schenken und sie zu befragen, um verborgene Informationen aus der Geisterwelt oder dem Leben des Opfers zu erhalten. Auch wenn dies in scheinbar guter Absicht geschieht, ist diese Geisterbefragung eine schwere Zaubereisünde, die in Israel mit Steinigen bestraft wurde (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mo.+18%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mo. 18,9-14</a>). Auch der Hilfesuchende kann sich in Sünde verstricken, wenn er den &#8222;Offenbarungen&#8220; der Dämonen Glauben schenkt.</p>
<p>Die Schrift sagt uns ganz klar, was von solchen Äußerungen der Finsternisgeister zu halten ist. Unser Herr Jesus sagt vom Teufel: &#8222;[Er] steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben&#8220; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh.+8%2C44&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh. 8,44</a>).</p>
<p>Die Dämonen, von denen manche &#8222;Befreier&#8220; wichtige Aufschlüsse gewinnen wollen, werden in der Bibel ausdrücklich <em>irreführende [od. betrügerische] Geister</em> genannt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Tim.+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Tim. 4,1</a>). Auch wenn sie, um die Täuschung zu perfektionieren, wahre Informationen in ihre Lügen mischen, ist es schwere Sünde, auf solche Äußerungen zu achten und ihnen Glauben zu schenken. Hierdurch gerät man in eine Schlinge des Satans, in dämonische Gebundenheit und Verblendung. Nur klare Buße und radikale Abkehr von allen solchen Kontakten mit der Geisterwelt können hier zu einer Befreiung führen.</p>
<p>Besonders die &#8222;vollmächtigen Seelsorger&#8220; selbst verstricken sich durch solche Praktiken aufs schwerste und werden, ohne es zu wollen oder sich dessen bewußt zu sein, zu Werkzeugen des Feindes, der sie manipuliert und benutzt, um seine irreführenden Lehren weiterzutragen und Christen in seine Fallstricke zu bringen. Geschickt versucht der Feind, ihren Hochmut zu nähren und sie durch Erlebnisse und Äußerungen &#8222;ausfahrender&#8220; Dämonen im Wahn einer besonderen &#8222;Vollmacht&#8220; zu bestärken und auf dem falschen Weg der Austreibung zu bestätigen. Zunehmende geistliche Blindheit und Offenheit für die betrügerischen Botschaften der Dämonen kann die Folge sein.</p>
<p>Der Feind benutzt solche verstrickten und verblendeten Personen nicht selten, um spiritistische Irrlehren in die Gemeinde einzuschleusen. Er gibt ihnen angebliche &#8222;Offenbarungen&#8220; über die jenseitige Welt, über unerlöste Seelen Verstorbener, die durch stellvertretend-magisches Handeln &#8222;erlöst&#8220; werden wollen, ja, er läßt sogar angebliche Totengeister Verstorbener auftreten (die in Wahrheit dämonische Fälschungen sind).</p>
<p>Hier muß man leider feststellen, daß dieser Betrug ihm auch bei manchen pietistischen &#8222;Vätern&#8220; (eigentlich ein unbiblischer Begriff, vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt.+23%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt. 23,9</a>!) gelungen ist. Wenn man die Lebensgeschichte etwa von Jung-Stilling, Oetinger, Oberlin, Johannes Gommel oder Michael Hahn daraufhin untersucht, wird man bald Spuren mehr oder weniger starken spiritistischen Einflusses und falscher, aus irrgeistiger Quelle stammender Offenbarungen finden.15 Das sollte uns eine Warnung sein, daß auch ernste Christen verführt werden können, wenn sie sich aus einem verkehrten Streben nach Einblicken in die Geisteswelt und Erkenntnissen über die Schrift hinaus falschgeistigen Offenbarungen öffnen.</p>
<p>Im Zusammenhang mit Dämonenaustreibungen wird hier von den Befürwortern oft das &#8222;Vorbild&#8220; Johann Christoph Blumhardts angeführt, der als Gottesmann und Erweckungsprediger einen guten Ruf hat. Sein &#8222;Befreiungsdienst&#8220; an der Gottliebin Dittus ist berühmt geworden und hat nicht wenig dazu beigetragen, daß die Dämonenaustreibung auch in manchen pietistischen Kreisen zur &#8222;biblischen Seelsorge&#8220; gezählt wird.</p>
<p>Betrachtet man diesen &#8222;Kampf&#8220; jedoch einmal nüchtern aus biblischer Sicht, so wird deutlich, daß sich dieser Diener Gottes hier in gefährliche Irrtümer und unbiblische Praktiken verstricken ließ, die denen moderner charismatischer (und nichtcharismatischer) Dämonenaustreiber stark ähneln.</p>
<p>Nicht nur ließ sich Blumhardt durch die dämonischen Manifestationen zu einem unbiblischen &#8222;Austreibungs&#8220;marathon verleiten; er beging auch die schwerwiegende Verfehlung, auf die Äußerungen der Dämonen zu achten und ihre Verstellungs- und Lügenkünste für die Wahrheit zu halten. Er ließ sich auf Gespräche mit angeblichen Geistern Verstorbener ein und wurde durch ihre Äußerungen dazu verführt, Verstorbene durch Gebete aus ihren angeblichen Bindungen an den Satan &#8222;loszulösen&#8220;. Ja, Blumhardt war durch den Betrug der Dämonen so verblendet, daß er einem angeblichen Totengeist auf dessen Bitten gestatten wollte, sich in seiner Kirche aufzuhalten, einem anderen gar sein Pfarrhaus als Aufenthaltsort anbot.</p>
<p>Es ist erschütternd, zu lesen, wie raffiniert der Feind diesen Mann durch allerlei Listen in die Irre führte. Letztlich hat sich Blumhardt in Spiritismus verstrickt, und sein Beispiel kann uns nicht als Vorbild, sondern nur als Mahnung zu biblischer Nüchternheit und Klarheit dienen.</p>
<p>Die Dämonenaustreibung ist nicht nur ein falscher, sondern ein geistlich überaus gefährlicher Weg, der zur Verstrickung in Zauberei und Spiritismus führt und die Ketten, die er zu sprengen vorgibt, nur noch verstärkt.</p></div>
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<div><em>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong>Die unbiblische „Befreiungsseelsorge“ und der echte Weg zur Befreiung von dämonischen Angriffen</strong></em></div>
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<span style="text-decoration: underline;">Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen:</span></div>
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<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/die-gefahren-der-unbiblischen-befreiungsseelsorge-der-weg-zu-echter-befreiung-von-daemonischen-angriffen/"><strong>Die unbiblische „Befreiungsseelsorge“ und der echte Weg zur Befreiung von dämonischen Angriffen</strong></a></p>
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<p><strong>Seelsorgerliche Bücher von Rudolf Ebertshäuser </strong></p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/07/als-frau-zur-ehre-gottes-leben-buchinfo/"><strong><em>Als Frau zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Frausein. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  2. Aufl. 2014, Paperback, 224 S.</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/09/als-mann-zur-ehre-gottes-leben-buchinfo/"><strong><em>Als Mann zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Mannsein. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  3. Auflage 2015, Paperback, 187 S.</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2011/10/christus-unsere-heiligung-buchinfo/"><strong><em>Christus –unsere Heiligung. Eine biblische Ermutigung zu einem geheiligten Leben für Gott. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2011, Paperback, 224 Seiten</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/10/auf-dem-weg-zur-geistlichen-reife-buchinfo/"><strong><em>Auf dem Weg zur geistlichen Reife. Biblische Hilfen für unser geistliches Wachstum. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  1. Aufl. 2010, Paperback, 192 S.</p>
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<p>Diese Bücher können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten sie u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-gefaehrlichen-folgen-des-unbiblischen-befreiungsdienstes/">Die gefährlichen Folgen des unbiblischen &#8222;Befreiungsdienstes&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die gläubige Frau in Ehe und Familie</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-glaeubige-frau-in-ehe-und-familie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2017 16:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermutigung und Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Treue Nachfolge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2853</guid>

					<description><![CDATA[<p>  In Seiner großen Gnade und Barmherzigkeit hat Gott uns sündigen, verkehrten Menschen einen Weg zur Vergebung unserer Sünden und zu einem neuen Leben eröffnet – durch den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der für unsere Schuld stellvertretend am Kreuz starb. Dort trug der Herr Jesus, das Lamm Gottes, auch alle Schuld der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-glaeubige-frau-in-ehe-und-familie/">Die gläubige Frau in Ehe und Familie</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<div>In Seiner großen Gnade und Barmherzigkeit hat Gott uns sündigen, verkehrten Menschen einen Weg zur Vergebung unserer Sünden und zu einem neuen Leben eröffnet – durch den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der für unsere Schuld stellvertretend am Kreuz starb. Dort trug der Herr Jesus, das Lamm Gottes, auch alle Schuld der Menschen in bezug auf ihr Verhältnis als Mann und Frau untereinander.</div>
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<h2><span style="color: #800000;">In Christus ist alles neu geworden</span></h2>
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Jeder sündige Mensch, der zur Herzensumkehr kommt, an Jesus Christus glaubt und Ihn als seinen Herrn und Erretter annimmt, wird durch das Blut Jesu Christi reingewaschen von allen seinen Sünden und losgekauft aus Tod und Gericht. Aufgrund des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi hat er nun Vergebung der Sünden, Gerechtigkeit vor Gott und ewiges Leben. Er ist nun aus einem gefallenen, rebellischen, geistlich toten Geschöpf zu einem begnadigten und geliebten Kind Gottes geworden, von neuem geboren durch den Geist Gottes, der nun in ihm wohnt und ihn leitet. In Christus, durch die neu geschenkte Gemeinschaft mit dem auferstandenen und erhöhten Herrn, ist er zu einer neuen Schöpfung geworden. <strong>„Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,17</a>).</p>
<p>Diese grundlegende Erneuerung des Lebens bei einem wiedergeborenen Christen hat Auswirkungen auf buchstäblich alle Bereiche des Lebens. Durch das Leben aus Gott, durch den innewohnenden Heiligen Geist werden alte, sündige Haltungen und Lebensgewohnheiten verändert; es geschieht Buße, d.h. Gesinnungswandlung, Herzensumkehr von verkehrten Wegen. Gottes Geist bewirkt das, was die Sündennatur des Menschen nie vermochte – das Kind Gottes wird willens und fähig, den guten, wohlgefälligen und vollkommenen Willen Gottes zu tun (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1-2</a>).</p>
<p>Wenn wir Kinder Gottes werden, dann erkennen wir den ewigen, allmächtigen Gott, wie Er in Wahrheit ist. Wir sehen mit geöffneten geistlichen Augen Seine vollkommene Liebe und Güte, Seine Weisheit und erhabene Herrlichkeit, Seine Macht und Autorität. Wir anerkennen nun, was wir früher immer verleugnet hatten: daß ER vollkommen ist, daß alle Seine Wege, Ordnungen und Gebote gut und vollkommen sind und es ebenso unerläßlich wie heilsam für uns ist, von nun an von ganzem Herzen Sein Wort und Seinen Willen zu erfüllen – so rasch wie möglich, so vollständig wie möglich. Was auch immer dieser wunderbare, gütige, weise Gott für uns vorgesehen und festgesetzt haben mag – es ist das Beste, ja, das einzig Gute und Richtige für uns!</p>
<p>So sollte jede gläubige Frau eifrig im Wort Gottes forschen, was es über ihren Weg und Wandel sagt, um diese Anweisungen auch wirklich auszuleben. Sie sollte im Licht des Wortes Gottes ihre frühere Haltung zu ihrem Frausein, zu ihrem Verhalten Männern gegenüber, zu Ehe und Familie überprüfen und verändern und alles ablegen, was nicht der Schrift entspricht und vom Wort Gottes als Sünde aufgedeckt wird (dasselbe gilt natürlich entsprechend für den gläubigen Mann!). Durch die Wirkung des Wortes wird dann ihre Herzenseinstellung und ihr Leben immer mehr umgestaltet nach dem Willen und Wohlgefallen ihres Gottes und Herrn. Dazu möchten wir Anregungen geben, indem wir jetzt einige wichtige Aussagen des Neuen Testaments über das Leben der Frau in Christus betrachten.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Gleichwertigkeit der Frau vor Gott in Christus</span></h2>
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Was die Stellung vor Gott angeht, so macht das Neue Testament sehr deutlich, daß es hier keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Beide sind um den gleichen Preis des kostbaren Blutes Jesu Christi erkauft; sie haben gleichen, ungeschmälerten Anteil an der Erlösung, am ewigen Leben, an den Segnungen in Christus. <strong>„Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C28%3B+vgl.+1Pt+3%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,28; vgl. 1Pt 3,7</a>). Männer und Frauen haben durch Christus den gleichen Zugang zu Gott; ihre Stellung in Christus unterscheidet sich in nichts.</p>
<p>Das unterstreicht auch der Apostel Petrus, wenn er die Männer ermahnt, ihren Frauen Ehre (od. Achtung, Wertschätzung) zu erweisen, <strong>„weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,7</a>). Die gläubigen Frauen sind völlig gleichberechtigte Erben der Gnade des Lebens in Christus; jede Geringschätzung und willkürliche, verächtliche Behandlung der Frau durch den Mann betrübt den Herrn, so daß der Apostel zu seiner Ermahnung hinzufügt: „damit eure Gebete nicht verhindert werden“.</p>
<p>Gottes Liebe und Gnade, Gottes Verheißungen und Segnungen in Christus gelten der gläubigen Frau in genau demselben Maß wie dem Mann. Die Frauen in Christus haben denselben durch das Blut Jesu Christi ermöglichten freien Zugang zum Gnadenthron Gottes; sie haben dieselben Vorrechte der persönlichen Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, dieselbe priesterliche Berufung, dem Herrn in persönlicher Anbetung und Fürbitte, in Loblied und Danksagung zu dienen. Es ist sehr wichtig, daß im geistlichen Leben in der Ehe wie in der Gemeinde diese von Christus geschenkte und durch Sein Blut erworbene geistliche Würde der Frau von den Männern geachtet wird.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Der besondere Auftrag und Aufgabenbereich der christlichen Frau</span><br />
<span style="color: #800000;">in Ehe und Familie</span></h2>
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Für das Leben hier auf der Erde gibt das Neue Testament den Frauen denselben göttlichen Auftrag, den wir schon im Schöpfungsbericht des Alten Testaments geoffenbart gesehen haben: Ihr Aufgabenbereich, soweit sie verheiratet ist, liegt in erster Linie in der Familie, in der Sorge um ihren Mann und die Kinder.</p>
<p><strong>„(&#8230;) daß sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren, damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird.“ </strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,3-5</a>)</p>
<p>Hier wird deutlich, daß die im Alten Testament geoffenbarte Schöpfungsordnung Gottes in Christus nicht aufgehoben ist, sondern im Gegenteil zur vollen Entfaltung gebracht und auf höhere Weise verwirklicht wird, als dies im Alten Testament möglich war. Die Frau in Christus ist ebenfalls berufen, die Gehilfin ihres Mannes zu sein und in der Familie Liebe zu üben, für den Mann und die Kinder zu sorgen und sich zur Ehre Gottes um die Angelegenheiten des Hauses zu kümmern.</p>
<p>Die Anweisungen für jüngere Ehefrauen beginnen damit, daß sie ihre Ehemänner und Kinder lieben sollen (wobei hier das griechische phileo gebraucht wird, das den Akzent etwas mehr auf liebevolle Zuneigung und Freundlichkeit legt). Solche Liebe ist im Alltag von Ehe und Familie nicht selbstverständlich. Der Ehemann und die Kinder mögen manchesmal an der Frau schuldig werden, sie enttäuschen, sich anders entwickeln als erhofft – dennoch sollte die Frau ihnen Liebe erweisen. Das muß sie sich immer wieder neu von Gott schenken lassen, Vergebung üben, Geduld bewahren. Praktizierte Liebe untereinander ist eine der schönsten Segnungen eines christlichen Heimes.</p>
<p>So ist es auch eine wichtige Berufung der gläubigen Frau, ihrem Ehemann eine geistliche Hilfe und ein Gegenüber zu sein, das ihn unterstützt und ergänzt, so daß er dem Herrn dienen kann in Familie, Beruf und Gemeinde. Welch ein Segen ist es, wenn ein gläubiger Mann eine solche Frau zur Seite hat, die treu für ihn betet, die ihn ermutigt und bestärkt, dem Herrn nachzufolgen, die ihren Platz der Unterordnung und Gehilfenschaft bewußt und willig einnimmt!</p>
<p>Dadurch kann eine Frau den geistlichen Dienst ihres Mannes entscheidend unterstützen und hat dann vor Gott auch Anteil am Lohn des Mannes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+31%2C23.31&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 31,23.31</a>). Der Herr sieht allen Verzicht, alles Lastentragen, das damit verbunden ist, einem von Gott berufenen Ehemann den Rücken für seinen Dienst freizuhalten und ihm die Zeit zu geben, die er für den Herrn braucht. Eine solche geistlich gesinnte Ehefrau wird auch in ihrem geistlichen und familiären Leben den besonderen Segen des Herrn erfahren.</p>
<p>Umgekehrt ist es eine große Verantwortung für die Ehefrau, wenn sie durch eigensüchtige Ansprüche an diesseitige Selbstverwirklichung oder Wohlleben, durch fleischliche Gesinnung oder Auflehnung gegen die Hauptschaft des Mannes ihren Mann dem Herrn zu entziehen sucht und seinen Dienst und sein geistliches Wachstum hemmt. Das geschieht manchmal durch eine scheingeistliche Anspruchshaltung und durch Kritisieren und Nörgeln am Mann. Manche Frauen halten sich für den „geistlicheren“ Partner und versuchen ihren Mann zu gängeln oder in Minderwertigkeit zu halten.</p>
<p>Die Frau verstößt gegen die Liebe wie gegen die Unterordnung, wenn sie sich über ihren Mann stellt und ihn von oben herab kritisiert. Dagegen ist eine liebevolle, sanfte Ermahnung, ein geistlich aufrichtiger Hinweis auf Fehlentwicklungen oder Sünden beim Mann, die die Ehefrau als sein Gegenüber ja am deutlichsten bemerkt, ein wichtiger geistlicher Dienst, den ein geistlich gesinnter Ehemann ebenso schätzen wird wie allen demütig gegebenen Rat.</p>
<p>Ein geistlicher Ehemann wird bestrebt sein, die gemeinsamen Angelegenheiten mit seiner Frau zu besprechen und möglichst vor dem Herrn mit ihr eines Sinnes zu werden, anstatt alles nur alleine entscheiden zu wollen. So wird eine wirklich geistlich gesinnte Ehefrau einen großen positiven Einfluß auf ihren Mann und in ihrer Familie haben, gerade weil sie darauf verzichtet, ihn einzufordern oder mit fleischlichen Mitteln durchzusetzen.</p>
<p>Wir sehen auch in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,5</a> an dem Begriff <strong>„häuslich“</strong>: Das Heim ist der gottgegebene Schwerpunkt des Dienstes der christlichen Frau, zumindest bis die Kinder in die Selbstständigkeit entlassen werden. Dieser Dienstplatz hat vor Gott Würde und Gewicht; er ist keinesfalls unwichtig und beschränkt, wie das die meisten Ungläubigen heutzutage meinen. Er ist der Platz des Segens und der geistlichen (nicht fleischlichen) Lebenserfüllung für jüngere Ehefrauen, egal was die Welt sagt! Die bekannten Aussagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr%C3%BCche+31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sprüche 31</a> zeigen Gottes Wertschätzung für den Dienst einer tugendhaften, gottesfürchtigen Frau.</p>
<p>Ein von einer geistlich gesinnten Frau gestaltetes christliches Heim kann ein wichtiger Ort des Segens für viele sein. Es ist eine Quelle geistlicher Stärkung, der Wärme und Geborgenheit für den Mann und die Kinder; es ist aber auch eine Quelle der Erquickung für andere Gläubige, wenn sie zu Besuch kommen und erbauliche Gemeinschaft, Trost und Ermunterung erfahren; es ist ein wichtiges evangelistisches Zeugnis in einer Welt voll zerrütteter Ehen und kalter Zwei-Vollverdiener-Haushalte. Hier kann manchem ungläubigen Kind der Same des Evangeliums ins Herz gepflanzt werden; manche ungläubige Frau kann hier zum Herrn finden.</p>
<p>Ganz besonders möchte ich unsere Mütter dazu ermutigen, die ihnen von Gott gegebene Aufgabe der Versorgung und Erziehung ihrer Kinder wertzuschätzen und ernst zu nehmen. Diese Aufgabe ist gerade heute nicht leicht; sie fordert oft die ganze Kraft einer Frau. Vor allem erfordert sie hingegebene, sich verschenkende Agape-Liebe, die nichts vom anderen erwartet, sondern um des Herrn willen gibt und segnet, Lasten trägt und Mühen willig auf sich nimmt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+13%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 13,4-7</a>).</p>
<p>Es ist so wichtig, daß gläubige Mütter gerade heute die Kindererziehung als bedeutsamen geistlichen Dienst verstehen, der vor Gott sehr kostbar ist. Durch ihren alltäglichen engen Umgang mit den Kindern können gläubige Mütter viel dazu mitwirken, daß der Same des Wortes Gottes in ihre Kinder eingepflanzt wird und schließlich auch aufgeht. Eine gottesfürchtige, liebende Mutter ist sicherlich einer der wichtigsten Antriebe für Kinder, den Herrn zu suchen und Ihm auch treu nachzufolgen. Wie viele gesegnete Diener Gottes bezeugen, daß sie entscheidende Impulse für ihr geistliches Leben ihren Müttern verdanken!</p>
<p>Auch so alltägliche Dinge wie Kochen, Tisch decken, Kinder wickeln und Putzen sind Dienst für den Herrn, sind geistliche, geheiligte Tätigkeiten, wenn die christliche Mutter sie bewußt für den Herrn tut. Und gerade der sicher nicht leichte Alltag christlicher Hausfrauen und Mütter bietet so viele Möglichkeiten, ein Zeugnis für den Herrn zu geben und andere Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.</p>
<p>Wie wichtig ist es hier, diesen Dienst bewußt vom Herrn anzunehmen und sich auch von Ihm die nötige Gnade und Kraft dafür schenken zu lassen – jeden Tag neu! Wie wichtig ist es, das Herz vor der Verführung der Welt zu verschließen, die den Frauen einflüstert, daß sie so schnell wie möglich die Kinder weggeben und wieder in den Beruf gehen soll! Die Anwesenheit der Mutter zuhause ist für die Kinder – auch für Jugendliche! – so wichtig, gibt so viel Geborgenheit und Segen, daß es ein schwerer Fehler wäre, ohne Not das Haus zu verlassen.</p>
<p>Für ältere Frauen, bei denen die familiären Pflichten weniger geworden sind, eröffnen sich daneben eine ganze Reihe von Gott wohlgefälligen Diensten im diakonischen Bereich (wie u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+5%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 5,9-10</a> zeigt), in der Seelsorge und Unterweisung jüngerer Frauen wie auch im evangelistischen Zeugnis.</p>
<p>Die gute Schöpfungsordnung Gottes sollte auch bei der Entscheidung über die Berufsausbildung und Berufstätigkeit gläubiger Frauen bedacht werden. Die heute so verfemte Bevorzugung pflegerischer oder erzieherischer Berufe für Mädchen hat sicher seinen guten Grund. Dennoch ist der biblische Rahmen für die Berufswahl um einiges weiter, wie etwa die Tätigkeiten der Frau aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr%C3%BCche+31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Sprüche 31</a> und das Beispiel der Purpurhändlerin Lydia (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C11-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,11-15</a>) zeigen.</p>
<p>Hier sollten Eltern wie betroffene Mädchen ernstlich um Gottes Führung bitten. In jedem Fall sollten gläubige Frauen die Wahl ausgesprochener Männerberufe oder das Streben nach Karriere- und Führungspositionen meiden und immer bedenken, daß der angestrebte Beruf kein Hindernis für ein späteres Leben als Hausfrau und Mutter bilden sollte.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Der Wandel der Frau als Zeugnis für Christus</span></h2>
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Jeder Gläubige ist ja berufen, durch sein ganzes Leben ein Zeuge für den Herrn Jesus Christus zu sein. Dieses Zeugnis besteht zum einen in Worten, in einem geistgeleiteten, klaren Bekenntnis zu Jesus Christus vor ungläubigen Menschen in unserem Lebensumfeld. Ein wichtiger Bereich des Zeugnisses für den Herrn ist aber auch unser Wandel, unser ganz praktisches Verhalten im Alltag. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,4-5</a> nennt einige Eigenschaften, durch die gläubige Frauen ein gutes Zeugnis für Christus vor ihrer Umgebung ablegen können. Gott möchte, daß sie das als junge Frauen von den älteren Schwestern lernen, die diese Eigenschaften natürlich selbst auch haben sollten:</p>
<p><strong><em>1. die Frauen sollen besonnen (oder tugendhaft, züchtig, verständig) sein.</em></strong> Hier geht es vor allem darum, bewußt das Wort Gottes im Alltag auszuleben, selbstbeherrscht statt launisch und emotional labil zu sein, ein zuchtvolles, vom Geist Gottes und den Geboten der Schrift geprägtes Verhalten an den Tag zu legen. Besonnenheit ist eine geistliche, vom Geist Gottes gewirkte Haltung, die im Gegensatz steht zum Sich-Gehenlassen, zum Sich-Beherrschenlassen von Gefühlen und Aggressionen, Ängsten oder Sorgen.</p>
<p>Hier gibt Gottes Wort ein wichtiges Gegengewicht zu der natürlichen Gefühlsbetontheit und Gefühlsorientierung, die für manche Frauen eine geistliche Gefahr bilden kann. Unter den Bedingungen des Sündenfalls kann diese Eigenschaft nämlich sehr leicht in Reizbarkeit und Gefühlsschwankungen, gefühlsmäßige Beeinflußbarkeit oder umgekehrt das Ausüben von emotionalem Druck und Manipulation gegenüber anderen ausarten. Eine Frau in Christus stellt auch ihr Gefühlsleben unter die Herrschaft und Leitung des Heiligen Geistes.</p>
<p>Die Betonung der Besonnenheit bezieht sich aber auch auf das geistliche Leben der Frau. Die Erfahrung zeigt, daß Frauen, wenn sie nicht fest in Christus, in der Gnade, im Wort gegründet sind, manchmal dazu neigen, in einseitige, übersteigerte, unbiblische Frömmigkeit zu verfallen. Solche fleischlich-falsche Glaubensverzerrung kann sich in Fanatismus und Neigung zu unbiblischen Lehren äußern, in Überhebung über ihre Männer und scheinbar „geistlichem“ Druck auf andere, und allgemein in einer Anfälligkeit für Irrlehren und schwärmerische Verführung. Deshalb ist die geistliche Nüchternheit und Besonnenheit sehr wichtig für das gesunde Glaubensleben einer Frau.</p>
<p><strong><em>2. die Frauen sollen keusch (oder rein, heilig) sein, d.h. sittlich rein in Gedanken, Worten und Taten.</em></strong> Als ein Kind Gottes darf die christliche Frau erkennen, daß Gottes Wille für sie ihre Heiligung ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-16%3B+1Th+4%2C3%3B+1Kor+6%2C9-20%3B+1Tim+2%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-16; 1Th 4,3; 1Kor 6,9-20; 1Tim 2,15</a>). Sie wird, sofern sie ledig ist, alle fleischlich-sündigen Verhaltensweisen Männern gegenüber ablegen und jede sündige, unzüchtige Beziehung aus ihrem alten Leben abbrechen. Sie darf aus der Bibel erkennen, daß die wichtigste Beziehung in ihrem Leben nunmehr die Liebesbeziehung zu ihrem Herrn und Erlöser Jesus Christus ist, dem sie als eine keusche Jungfrau verlobt ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2</a>). Seinem Willen soll sich in ihrem neuen Leben alles unterordnen.</p>
<p>Dazu gehört Schamhaftigkeit, Anstand und Zurückhaltung im Umgang mit dem anderen Geschlecht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-4%3B+1Tim+2%2C9%3B+1Pt+3%2C2%3B+Tit+2%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-4; 1Tim 2,9; 1Pt 3,2; Tit 2,5</a>). Was bedeutet das in praktischen Leben? Das muß jede Frau im Letzten nach ihrem geistlichen Urteil und Gewissen vor Gott entscheiden. Weil aber das geistliche Urteil mancher gläubigen Frauen durch viele Einflüsse der Welt getrübt zu sein scheint, seien mir hier einige Hinweise erlaubt. Falsche Vertraulichkeit und Distanzlosigkeit Männern gegenüber, „Begrüßungsküßchen“ und zweideutige Bemerkungen, verführerisches, schamloses Verhalten sollte eine Frau, die für ihren Herrn lebt, konsequent vermeiden.</p>
<p>Sie sollte weder enganliegende, figurbetonte Kleidung tragen (wozu die meisten heutigen Frauenhosen gehören) noch entblößende Kleidung wie kurze, kniefreie oder hoch geschlitzte Röcke, durchsichtige Kleidungsstücke und was sonst sich noch die Mode der sündigen Welt ausdenkt, um Männer zu verleiten. Es sollte einer gläubigen Frau bewußt sein, daß sie durch Betonung und Entblößung ihrer Körperformen Männern einen Anstoß und Verführung zur Sünde bereitet, die ja bei der Augenlust und begehrlichen Blicken beginnt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C16%3B+Mt+5%2C27-29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,16; Mt 5,27-29</a>).</p>
<p>Eine gottesfürchtige, gläubige Frau wird auch das Tragen von Männerkleidung vermeiden, das ihrem Gott ein Greuel ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+22%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 22,5</a>). Sie wird stattdessen danach trachten, ihr Frausein nach Gottes Schöpfungsordnung durch züchtige und weibliche Kleidung zu bezeugen, und das geschieht in unserer Kultur am besten und klarsten durch anständige Röcke oder Kleider. Sie wird alles vermeiden, was die Aufmerksamkeit in unguter Weise auf sie lenken könnte und danach trachten, in Verhalten und Kleidung den Herrn zu ehren, der sie mit Seinem teuren Blut erlöst hat.</p>
<p>Die ledige Frau, die sich einen Mann wünscht (und das ist ja in Gottes Schöpfungsordnung das Normale) sollte diese wichtige Frage, wie alle anderen Fragen ihres Lebens, ganz und gar in die Hand ihres Vaters im Himmel und ihres Herrn und Erlösers legen. Gott hat einen vollkommenen Plan und Willen für das Leben jeder Frau, die Sein Kind ist.</p>
<p>Wenn Gottes Plan einen Ehepartner für die Frau vorgesehen hat, dann wird Gott selbst dafür sorgen, daß sie den von Ihm bestimmten Ehepartner findet. Alles menschliche Drängen und Drähteziehen ist hier nur schädlich und entehrt den Herrn. Es entspricht nicht den Linien der Bibel, wenn zunehmend junge Frauen die Initiative ergreifen und um Männer werben statt umgekehrt. Gesegnet ist die Frau Gottes, die in dieser Sache sich ganz dem Herrn anvertraut und auf Ihn warten kann!</p>
<p>Es ist eine schlimme Entwicklung der heutigen Zeit, daß manche junge christliche Frauen heute ein „Ausprobieren“ von Beziehungen vor der Ehe für normal und richtig halten. Unverbindliche „Freundschaften“ werden geschlossen, in denen es vor der Ehe (und oft ohne ernste Absicht und Möglichkeit zu einer Ehe) zu einer viel zu engen und weitgehenden gefühlsmäßigen Bindung und manchmal sogar zu geschlechtlichen Annäherungen kommt. Das ist eine ernste Sünde, auch wenn es nicht bis „zum Äußersten“ geht!</p>
<p>Die Schrift nennt das klar „Unzucht“ (oder „Hurerei“) und mahnt gläubige junge Männer wie Frauen: <strong>„Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; daß es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen, nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Th+4%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Th 4,3-5</a>).</p>
<p>Wir lesen auch: <strong>„Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C18-20%3B+vgl.+auch+Eph+5%2C3-14%3B+1Kor+5%2C1-13%3B+Kol+3%2C5-8%3B+Gal+5%2C19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,18-20; vgl. auch Eph 5,3-14; 1Kor 5,1-13; Kol 3,5-8; Gal 5,19</a>).</p>
<p>Solche Unzucht beginnt ja nicht erst bei der vollendeten Tat des vorehelichen Geschlechtsverkehrs; sie beginnt, wie die Bibel lehrt, schon bei begehrlichen Blicken und Gedanken (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+5%2C28%3B+Eph+5%2C3-14%3B+Hiob+31%2C1%3B+Spr+5%3B+Spr+6%2C25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 5,28; Eph 5,3-14; Hiob 31,1; Spr 5; Spr 6,25</a>). Wird so etwas geduldet oder noch vorangetrieben, dann ist die biblische Keuschheit und Reinheit schon verletzt und der Heilige Geist betrübt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,30</a>). Meist hat der junge Mensch dann auch nicht die Kraft, sich vor schwereren Sünden zu bewahren. Zumindest geht der große Segen verloren, den Gott darauf gelegt hat, wenn ein junger Mann und eine junge Frau in Christus in wahrhafter Keuschheit und Reinheit, unbefleckt von vorherigen „Liebesaffären“, in den Bund der Ehe eingehen.</p>
<p>Eine dem Herrn hingegebene junge Frau wird auch sehr darum beten und darauf achten, einen gottesfürchtigen, geistlich gesinnten Ehemann zu bekommen, der seinerseits dem Herrn mit Ernst und Hingabe dient. Sie wird nüchtern prüfen, ob ihr zukünftiger Mann nicht bloß fromme Lippenbekenntnisse abgibt und in Wahrheit lau und weltförmig lebt. Sie wird auch alles tun, damit die Anfänge einer solchen Beziehung und die Verlobungszeit in Keuschheit und echter geistlicher Vorbereitung auf die Ehezeit ablaufen. Wohl der Frau, die in diesen Dingen ihrem Herrn vertraut und Seine Wege geht!</p>
<p><strong><em>3. die jungen Frauen sollen häuslich sein, d.h. daß sie sich gewissenhaft und treu um die Angelegenheiten des Hauses und der Familie kümmern.</em></strong> Diese heute so mit Ablehnung und Verachtung der Welt überschüttete Eigenschaft der Frau ist gerade in dieser Zeit ein wichtiges Zeugnis für Gott.</p>
<p>Die liebevolle Fürsorge für die Familie und die warmherzige Gestaltung eines Heimes kennen die gottfernen Menschen immer weniger. Wir haben selbst erlebt, wie die ungläubigen Teenager-Klassenkameradinnen einer unserer Töchter mit Verwunderung und Sehnsucht zur Kenntnis nahmen, daß unsere Kinder jeden Mittag von der Mutter ein warmes Essen auf den Tisch gestellt bekamen, wo sie sich mittags oft in der Stadt etwas zum Essen kaufen mußten, weil die Mutter „selbstverständlich“ berufstätig ist.</p>
<p><strong><em>4. schließlich sollen die Frauen gütig sein,</em></strong> d.h. eine gütige, freundliche und sanftmütige Herzenshaltung haben, die das Gute für ihre Umgebung will, aber auch in der Praxis Güte weitergeben durch gute Werke an ihren Nächsten. Das fängt beim Ehemann und den Kindern an. Durch ganz praktisch erwiesene Liebe und Güte an Mann und Kindern kann und soll eine gläubige Frau für ihre Familie ein Segen sein.</p>
<p>Es ist wichtig, daß gläubige Frauen sich davor bewahren, zänkisch und bitter zu werden, scharfzüngig und verletzend gegenüber ihren Nächsten. Im Alten Testament finden wir Hinweise darauf, welche Not eine zänkische Frau für ihre Umgebung sein kann (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+21%2C9.19&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 21,9.19</a>). Auch Verleumdung und Klatsch gehören zu den geistlichen Gefahren, bei denen gläubige Frauen wachsam sein müssen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C11%3B+1Tim+5%2C13%3B+Tit+2%2C3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,11; 1Tim 5,13; Tit 2,3</a>).</p>
<p>Demgegenüber heißt es von der tugendhaften Frau in bezug auf ihren Mann: <strong>„Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+31%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 31,12</a>). Auch Bedürftigen gegenüber erweist sie Güte: <strong>„Sie tut ihre Hand dem Unglücklichen auf und reicht ihre Hände dem Armen“</strong> (V. 20). Das kann nachbarliche Hilfe umfassen, Fürsorge für verwahrloste Kinder, für ältere Menschen oder Kranke in ihrer Umgebung. Es kann Offenheit für ein Gespräch mit Menschen in Not bedeuten oder materielle Hilfe für Arme.</p>
<p>Im Grunde gibt es auch heute in unserer Wohlstandsgesellschaft sehr viele Möglichkeiten für christliche Frauen, ihren Herrn durch gute Werke zu ehren und Ihm zu dienen. Wenn eine christliche Frau diese Eigenschaften aufweist, wird sie ein kraftvolles Zeugnis für Gottes Gnade in einer verdorbenen Welt sein und im Wohlgefallen und Segen Gottes wandeln.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Unterordnung der Frau unter den Mann</span></h2>
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In ihrem Verhältnis zum Ehemann betont die Schrift sehr deutlich die Unterordnung der Ehefrau unter ihren Mann als eine wichtige Grundhaltung in ihrem Wandel. Unterordnung bedeutet nicht Minderwertigkeit, sondern bewußte Anerkenntnis von Gottes Lebensordnungen und bewußtes Sich-Unterstellen unter die gottgegebene Führungsstellung des Ehemannes (auch des ungläubigen!).</p>
<p>Das biblische Gebot der Unterordnung der Frau besagt nicht, daß der Mann besser oder bei Gott größer und wichtiger sei als die Frau, auch nicht, daß er klüger oder befähigter als die Frau sei. Gott hat dem Mann den Auftrag gegeben, die Autorität in der Familie auszuüben; das ist eine objektiv gültige göttliche Ordnung, die eine gläubige Frau bewußt anerkennen soll.</p>
<p>Diese Unterordnung bedeutet, daß die Frau in allen Angelegenheiten der Familie durchaus sich mit dem Mann besprechen und ihre Gesichtspunkte darlegen kann, daß sie aber dem Mann die letzte Entscheidung überläßt, ohne auf ihn emotionalen oder sonstigen Druck auszuüben – in dem Vertrauen, daß der Herr die Entscheidungen des Mannes richtig lenken wird.</p>
<p>Das gilt bei einem gläubigen Ehemann auch für viele Angelegenheiten ihres geistlichen Lebens, wobei es hier einen persönlichen Bereich der Beziehung zum Herrn gibt, wo die Frau auch eigene Gewissensentscheidungen treffen muß, die der Mann respektieren sollte. In allem gilt für die Unterordnung der Frau unter den Mann, ähnlich wie bei der Obrigkeit, die Grenze, daß kein Mann seine Frau zwingen darf, gegen Gottes Gebote zu sündigen. Hier gilt dann: <strong>„Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+5%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 5,29</a>). Ein geistlich gesinnter Ehemann wird nie Zwang ausüben oder über den Glauben seiner Frau zu herrschen suchen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+1%2C24%3B+1Th+2%2C6-8%3B+1Pt+5%2C1-3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 1,24; 1Th 2,6-8; 1Pt 5,1-3</a>).</p>
<p>Wenn eine gläubige Frau einen ungläubigen Ehemann hat, dann wird die Frage der Unterordnung für sie nach der Bibel ein ganz entscheidender Faktor dafür sein, ob sie ihren Mann für Christus gewinnen kann oder nicht:<strong> „Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche dem Wort nicht glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht reinen Wandel ansehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,1-2</a>).</p>
<p>Unterordnung bedeutet in der Bibel nicht ein nur widerwilliges, äußerliches Sich-Fügen unter aufgezwungene Autorität. Wenn eine gläubige Frau von Herzen anerkennt, daß die Autorität ihres Mannes von Christus kommt und letztlich ihr Herr dahintersteht, dann wird sie sich dem Mann bewußt und willig unterordnen, <strong>„von ganzem Herzen als dem Herrn“</strong>. Sie wird dem Mann tatsächlich Ehrfurcht und Respekt erweisen, wie es <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,33</a> sagt.</p>
<p>Wenn die Unterordnung in dieser geistlichen Herzenshaltung geschieht, dann wird die Frau auch erleben, daß ihr Herr sie in der Unterordnung reichlich segnet. Sie wird den Beistand und Frieden des Christus erfahren und immer wieder feststellen, daß der Herr ihren Mann weise leitet, das Richtige zu entscheiden und zu ihrem Besten zu handeln.</p>
<p>Wenn ihr die Unterordnung zunächst vielleicht wie ein schweres Joch erscheint, dann darf die gläubige Frau auf den blicken, der Dienen und Unterordnung auf vollkommene Weise vorgelebt hat und ihren großen Wert vor Gott bezeugt hat: auf unseren Herrn Jesus Christus, der sich in allem vollkommen dem Vater unterordnete und zum Knecht aller wurde. In Christus sind Dienst und Unterordnung nichts Herabwürdigendes, keine zerstörerische Last, sondern im Grunde ein Vorrecht. Die Frau kann damit Gott ehren und darf zugleich erfahren, daß die willige und bewußte Unterordnung unter den Mann ihr Geborgenheit, Schutz und geistliche Vollmacht in ihrem Dienst für den Herrn gibt.</p>
<p>Und doch – angesichts des immer stärkeren Einflusses des Zeitgeistes unter den Gläubigen muß eine Frau heute schon kräftig gegen den Strom schwimmen, wenn sie die biblischen Aussagen zur Unterordnung noch ernst nimmt und auslebt. Und es gehört Selbstverleugnung dazu, wie zu jeder echten Christusnachfolge.</p>
<p>Der biblische Weg für eine christliche Frau ist der Weg der Kreuzesnachfolge und setzt voraus, daß die christliche Frau ihr Fleisch, ihr Selbstleben als gekreuzigt betrachtet und bewußt in den Tod gibt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C24-26%3B+Gal+5%2C22-25%3B+R%C3%B6m+6%2C1-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,24-26; Gal 5,22-25; Röm 6,1-13</a>). Aber der Segen und die Frucht eines solchen biblischen Lebenswandels bleiben auch heute noch dieselben: Gehorsamswege bringen geistliche Kraft und großen Frieden, eine tiefe Gemeinschaft mit Christus und Segensspuren im Leben von anderen mit sich.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Die innere Herzenshaltung der christlichen Frau</span></h2>
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Bei alledem geht es Gott um mehr. Es geht Ihm um die innere Hingabe und lautere Liebe der erlösten Frauen zu Ihm selbst – nicht nur um äußerlichen Gehorsam gegen Seine Gebote, sondern um Lauterkeit des Herzens vor Ihm. Das macht uns <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,3-6</a> deutlich:</p>
<p><strong>„Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn ‚Herr’ nannte. Deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen laßt.“</strong></p>
<p>Zunächst wird hier eine Schwäche der weiblichen Natur angesprochen – das Bedürfnis, sich zu schmücken und in falscher Weise mit Äußerlichkeiten beschäftigt zu sein. Es ist vielleicht eine grundsätzliche Gefahr für die christliche Frau, daß sie sich zu sehr mit äußeren Dingen beschäftigt statt mit dem geistlich Wesentlichen (vgl. Martha und Maria, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+10%2C38-42&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 10,38-42</a>). Äußerlicher Schmuck hat eigentlich damit zu tun, daß man Menschen gefallen und sich in ein vorteilhafteres Licht setzen möchte. Gottes Wertmaßstäbe sind hier ganz anders als die der Menschen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+16%2C7%3B+Gal+1%2C10%3B+Jes+3%2C16-24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 16,7; Gal 1,10; Jes 3,16-24</a>).</p>
<p>Die Bibelstelle <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+3%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 3,3-6</a> zeigt uns, daß Gott nicht der äußerliche Schmuck wohlgefällt, sondern etwas ganz anderes – der innerliche Schmuck eines keuschen, Gott ergebenen Herzens, das in Stille auf Gott vertraut und sich in Sanftmut unter seine Führung und mächtige Hand fügt, anstatt gegen Gott aufzubegehren und seine Sache in die eigene Hand zu nehmen, wie das die Ungläubigen tun. In einer solchen Haltung liegt nicht nur etwas Kostbares vor Gott, sondern eine Art geistlicher Adel (das deutet der Name der Frau Abrahams an: Sarah bedeutet „Fürstin“).</p>
<p>Gott sucht auch heute noch Frauen, die von ganzem Herzen danach streben, ihrem Gott zu gefallen, die der Herzenslauterkeit und ungeteilten Hingabe an ihren Herrn nachjagen statt der Selbstverwirklichung und Anerkennung der Welt, die bestrebt sind, in Keuschheit und Zucht, in Stille und Sanftmut für Gott zu leben und in Selbstverleugnung auch heute noch den Weg der Unterordnung unter den Mann bejahen – nicht aus angeblicher „Gesetzlichkeit“, nicht widerwillig und einer bloßen Tradition folgend, sondern bewußt und freiwillig, aus Liebe zu ihrem Erlöser und zur Ehre Gottes.</p></div>
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<h2><span style="color: #800000;">Das große Geheimnis:</span><br />
<span style="color: #800000;">Mann und Frau – Christus und die Gemeinde</span></h2>
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Als letzten Punkt in diesem Abschnitt wollen wir die Aussagen des Wortes Gottes über den tieferen Sinn von Gottes geistlicher Eheordnung im Neuen Testament behandeln, wie er uns in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Epheser+5%2C22-33&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Epheser 5,22-33</a> geoffenbart wird.</p>
<p><strong>„22 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. 24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 damit er sie heilige, und sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort; 27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich ist, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. 28 Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. 31 Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. 32 Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. 33 Doch auch ihr, jeder von euch liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!“</strong></p>
<p>Diesen so reichhaltigen Abschnitt können wir leider hier nicht ausführlich auslegen. Im Rahmen unseres Themas wollen wir uns auf einige wichtige Aussagen beschränken. Der Epheserbrief gibt ja insgesamt so tiefschürfende Einblicke in Gottes Ratschlüsse, besonders was das Geheimnis der Gemeinde betrifft. In diesen Versen finden wir eine tiefe geistliche Wahrheit geoffenbart, die uns sehr helfen kann, Gottes Ordnungen über Mann und Frau in der Familie wie in der Gemeinde besser zu verstehen und bewußter zu befolgen.</p>
<p>Am Anfang steht wiederum das Gebot an die gläubigen Frauen, sich ihren Ehemännern unterzuordnen (wir finden dieses Gebot insgesamt fünfmal im NT). Doch hier wird es mit dem wichtigen Zusatz versehen <strong>„als dem Herrn“</strong>, d.h. wenn sie dem Mann gehorchen, dann gehorchen sie auch dem Herrn, der ihn als ihr Haupt eingesetzt hat. Und dann kommt die geistliche Begründung: <strong>„denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist. (&#8230;) Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem“</strong> (V. 23-24).</p>
<p>Hier wird uns gezeigt, daß in Gottes Ratschluß ein direkter Zusammenhang besteht zwischen der Unterordnung der Frau unter ihr Haupt, den Mann, und der Unterordnung der Gemeinde unter ihr Haupt, den Herrn Jesus Christus. Beide Beziehungen entsprechen einander – der Mann ist die Entsprechung des Christus, die Frau ist die Entsprechung der Gemeinde. So wie die Gemeinde sich in allem dem Christus unterordnen soll, so soll es auch die Frau in bezug auf ihren Mann.</p>
<p>Dieser Zusammenhang wird ab Vers 30 noch weiter erhellt: <strong>„Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde“</strong>. Das bedeutet: Als Gott Mann und Frau erschuf, da bildete Er bereits zeichenhaft die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde im Verhältnis von Mann und Frau ab!</p>
<p>Gott wollte nicht, daß Sein Sohn allein sei; er wollte Ihm eine Gefährtin, eine Gehilfin machen – die Gemeinde. Dazu mußte Christus für uns den Tod erleiden, der durch Adams tiefen Schlaf angedeutet wird. Die Gemeinde wurde aus Christus gebildet; Seine durchstochene Seite ist es, aus der sie genommen wurde. Sie sollte von Seinem Fleisch und Gebein sein, so wie wir alle in Christus Söhne Gottes sind und Ihm einmal gleichgestaltet sein werden. Er hat sich unlösbar mit ihr verbunden; sie ist Sein Leib.</p>
<p>So bildet also Gottes Eheordnung das Verhältnis von Christus und der Gemeinde ab! Das ist wahrhaftig ein großes Geheimnis. Wenn wir es bedenken, dann erkennen wir, wie schön und herrlich der Weg der Unterordnung für eine geistlich gesinnte Frau sein darf.</p>
<p>So wie der Mann berufen ist, die fürsorgliche Liebe und sanftmütige Führung des Christus gegenüber der Gemeinde in seiner Beziehung zu seiner Ehefrau darzustellen und auszuleben, so ist die Frau berufen, die Hingabe und die gehorsame Unterordnung der Gemeinde unter Christus in ihrem Verhältnis zu ihrem Ehemann darzustellen und auszuleben.</p>
<p>Beide, Mann und Frau, können so mit ihrem Lebenswandel Christus verherrlichen und Seine Herrschaft, Sein Herr-Sein groß machen, indem sie ihre jeweils zugewiesene Rolle bewußt einnehmen und für sich annehmen. Die christliche Frau, die sich ihrem Mann unterordnet, ehrt damit ihren Herrn und Erlöser und macht Seine Autorität groß.</p>
<p>Sie gibt vor den Mächten und Gewalten der Engelwelt, denen Gott durch die Gemeinde seine mannigfaltige Weisheit bekanntmachen will (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,10</a>), ein kräftiges und herrliches Zeugnis von der Kraft der Erlösung in Christus, die aus rebellischen, ungehorsamen Geschöpfen Kinder gemacht hat, die in freiwilligem Gehorsam zur Ehre Gottes leben.</p>
<p>Gott hat der christlichen Frau die Rolle der Stille und Unterordnung übertragen, um in der Gemeinde Christus zu ehren und Seine Autorität zu verherrlichen, so wie Er aus demselben Grund dem Mann die Rolle des Hauptes anvertraut hat. Beide sollen leben zur Verherrlichung Gottes und Seines Christus – welch ein wunderbarer Weg! Welch eine kostbare Berufung für solche, die Er aus dem Schmutz der Sünde und aus dem Abgrund der Auflehnung gegen Gott errettet hat! Das gesegnete Zusammenleben des christlichen Mannes mit der christlichen Frau als Haupt und Gehilfin wird zu einem gelebten Sinnbild von Gottes Ratschluß in Christus mit der Gemeinde.</p>
<p>Diesen Grundsatz Gottes sollten alle gläubigen Frauen und Männer immer wieder überdenken und in ihren Herzen bewegen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 2,19</a>), dann werden sie Kraft empfangen, dieser gesetzlosen, gottlosen Welt freudig Gottes Liebe, Weisheit und Erlösermacht zu bezeugen, anstatt aus selbstsüchtigen Gründen diese Berufung zu verfehlen und Gott mit einem ungeistlichen Eheleben Unehre zu machen.</p>
<p>Ich möchte deshalb alle gläubigen Frauen und Mädchen ermutigen, ganz neu das Wort Gottes zu erforschen und darüber nachzusinnen, was es über Gottes Auftrag an sie sagt. Wir konnten hier ja nur einige wenige Andeutungen geben. Gott hat ihnen einen kostbaren, wichtigen Auftrag gegeben, wie sie in dieser gottfeindlichen Welt Ihn verherrlichen und Ihm dienen können.</p>
<p>Es kostet Mut und Selbstverleugnung, sich angesichts des Drucks von seiten der Welt und der weltförmigen Christen heute noch zu diesem Auftrag, zu Gottes Berufung für die Frau zu stellen und sie auszuleben. Aber es liegt ein großer Segen darin, nicht nur für das persönliche Leben der gläubigen Frauen, sondern auch für ihre Männer und Kinder, für die Gemeinde, in die Gott sie gestellt hat.</p></div>
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<div><em>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <strong>Der biblische Weg für die gläubige Frau</strong></em></div>
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<p><span style="text-decoration: underline;">Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen:</span></div>
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<div><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-biblische-weg-fuer-die-glaeubige-frau/"><strong>Der biblische Weg für die gläubige Frau</strong></a></div>
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<p><strong>Bücher von Rudolf Ebertshäuser über Mann und Frau aus biblischer Sicht</strong></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/09/als-mann-zur-ehre-gottes-leben-buchinfo/"><strong><em>Als Mann zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Mannsein. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  3. Auflage 2015, Paperback, 187 S.</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/07/als-frau-zur-ehre-gottes-leben-buchinfo/"><strong><em>Als Frau zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Frausein. </em></strong></a>Edition Nehemia Steffisburg  2. Aufl. 2014, Paperback, 224 S.</p>
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<p>Diese Bücher können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten sie u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/die-glaeubige-frau-in-ehe-und-familie/">Die gläubige Frau in Ehe und Familie</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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