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	<title>Evangelikale Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Evangelikale Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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		<title>Das falsche &#8222;Soziale Evangelium&#8220; auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/07/das-falsche-soziale-evangelium-auf-dem-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 15:29:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Gospel]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Evangelium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Auftrag Weltverbesserung? Die Lehren des „Sozialen Evangeliums“  &#160; &#160; Wir haben uns im ersten Kapitel vor Augen geführt, was die Apostellehre, die Lehre des Neuen Testaments über den Auftrag der wahren Gemeinde Gottes auf Erden sagt. Wir sollten allerdings berücksichtigen, daß diese Grundsätze der Apostellehre im Laufe der Gemeindegeschichte in vielen Kreisen auch der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/07/das-falsche-soziale-evangelium-auf-dem-pruefstand/">Das falsche &#8222;Soziale Evangelium&#8220; auf dem Prüfstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Auftrag Weltverbesserung? Die Lehren des „Sozialen Evangeliums“ </span></h2>
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<p>Wir haben uns im ersten Kapitel vor Augen geführt, was die Apostellehre, die Lehre des Neuen Testaments über den Auftrag der wahren Gemeinde Gottes auf Erden sagt. Wir sollten allerdings berücksichtigen, daß diese Grundsätze der Apostellehre im Laufe der Gemeindegeschichte in vielen Kreisen auch der echten Gläubigen nur unvollständig verstanden und verwirklicht wurden. In den Kirchen der Reformation etwa wurde die Absonderung von der Welt ersetzt durch die unbiblische Vorstellung von einer „Volkskirche“, die als Stütze der „christlichen Obrigkeit“ in einer „christlichen Gesellschaft“ mitwirken müsse. Ähnliche Vorstellungen gab es auch im Pietismus. Nur die unabhängigen Gemeinden der Waldenser, der biblischen Täufer, der Mennoniten und späteren biblischen Baptisten oder der Brüderbewegung verwirklichten diese Grundsätze mehr oder weniger konsequent.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die unbiblischen Lehren von einer Christianisierung der Gesellschaft sind alt</h4>
<p>Der unbiblische Gedanke, daß die christliche Kirche die Gesellschaft prägen und bessern müsse, ist von daher uralt und hat seine Wurzeln in den falschen Lehren der römischen Kirche, die meinte, sie sei berufen, anstelle von Christus das Tausendjährige Reich auf Erden zu verwirklichen. Besonders im Calvinismus setzte sich diese Linie auch nach der Reformation fort. Manche calvinistischen Puritaner nahmen den angeblichen Auftrag zur Weltveränderung so ernst, daß sie deshalb sogar Bürgerkriege führten (vgl. Cromwell) und eine Theokratie („Gottesherrschaft“) auf Erden einführen wollten wie Calvin in Genf.</p>
<p>Auch viele kirchliche Pietisten waren davon überzeugt, daß sie die als „christlich“ verstandene Gesellschaft ihrer Zeit verändern und durch soziale Reformprojekte bessern sollten. Sie hatten sich weder geistlich noch äußerlich von der protestantischen „Volkskirche“ gelöst, die ihrerseits mit der unter „christlichem“ Etikett firmierenden weltlichen Obrigkeit eng verzahnt war. Nicht zuletzt weil manche Vertreter dieser Obrigkeit das Engagement der Pietisten sehr schätzten und förderten, fühlten sie sich berufen, vielerlei Sozialreformprojekte ins Leben zu rufen, die teilweise durchaus gut gemeint waren, leider aber allzu bald verweltlichten und keine geistliche Frucht mehr brachten.</p>
<p>Die überwiegend calvinistisch-puritanisch geprägte Erweckungsbewegung im englischsprachigen Raum (John Wesley, George Whitefield, Jonathan Edwards u.a.) hatte zur Bekehrung sehr vieler Menschen geführt. In ihr waren aber waren neben dem vorrangigen Anliegen der Errettung von Seelen auch sozialreformerische Ansichten wirksam, die sich teilweise auf die Vorstellung stützten, Amerika sei berufen, als das „gelobte Land“ der Christenheit das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen. Solche Tendenzen müssen im Licht der biblischen Lehre als trügerisch und falsch eingeordnet werden. Allerdings besteht der gewaltige Unterschied zu der heutigen „Transformationstheologie“ darin, daß die damaligen Gläubigen vorrangig bemüht waren, das biblische, wahre Evangelium von der ewigen Errettung der Seelen durch Christus auszubreiten und Menschen zu einer biblischen Bekehrung und Neugeburt zu führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Ein anderer Geist: die Wurzeln des Sozialen Evangeliums und der ökumenischen Bewegung</h4>
<p>Das „Soziale Evangelium“ dagegen knüpfte zwar in manchem an die oben beschriebenen falschen Lehren des Calvinismus und der Erweckungsbewegung an, aber es entstammt einer völlig anderen Richtung, die nicht mehr als Teil der wahren Gemeinde Jesu Christi angesehen werden kann, sondern als endzeitliche Strömung der Verführung und des Abfalls vom Glauben gewertet werden muß. Hier geht es nicht mehr um Irrtümer echter Gläubiger, sondern um verderbliche Verfälschungen des Evangeliums selbst durch die Bibelkritik und die sogenannte „Liberaltheologie“, die als Frucht der Aufklärung und des Rationalismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wie ein Steppenbrand um sich griff und rasch die zuvor schon innerlich toten protestantischen Großkirchen eroberte.</p>
<p>Aus der Vermischung evangelikal-pietistischer und liberal-humanistischer Tendenzen entstand Anfang des 20. Jahrhunderts die ökumenische Weltbewegung, die zunächst als Weltbewegung für „Mission“ begann. In ihr waren aufrichtige Bestrebungen, das Evangelium zu verkündigen und Seelen zu retten, vermischt mit modern-theologischen Irrtümern und Weltveränderungsillusionen. Ihre Parole lautete: „Die Evangelisation der Welt in dieser Generation“. Hinter dieser auf den ersten Blick gut klingenden Losung stand die verkehrte Vorstellung, es würden sich in dieser Heilszeit ganze Völker und letztlich die ganze Welt zu Christus bekehren, und unter Führung einer vereinten Kirche könne man das Reich Gottes ohne Christus auf der ganzen Erde verwirklichen.</p>
<p>Daraus wurde ein ebenfalls unbiblischer Plan abgeleitet, die Einheit aller sich zum Christentum bekennenden Kirchen herzustellen, damit die Welt glauben könne. In dieser mit großem Elan beginnenden Bewegung gewannen bald die liberaltheologischen Kräfte die Überhand. Sie schrieben das im 19. Jahrhundert von Liberaltheologen entwickelte „Soziale Evangelium“ auf ihre Fahnen und breiten es seither in aller Welt, nicht zuletzt in den Ländern und Kirchen der „Dritten Welt“, aus. Die ökumenische Weltbewegung ist vor allem im „Ökumenischen Rat der Kirchen“ (ÖRK, engl. <em>World Council of Churches</em>) mit Sitz in Genf organisiert. Der ÖRK vereint etwa 345 liberal-protestantische, orthodoxe oder pfingstlerische Kirchen mit ca. 500 Millionen Mitgliedern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die bibeltreuen „Fundamentalisten“ und die „Evangelikalen“ als „dritte Kraft“</h4>
<p>Der entschiedene Gegner der liberal-ökumenischen Kräfte waren und sind die bibeltreuen, von der Welt abgesonderten Gläubigen, die sich in unabhängigen Gemeinden zusammenfinden und an der Autorität und Irrtumslosigkeit der Bibel, am biblischen Evangelium der Gnade und am neutestamentlichen Auftrag der Gemeinde festhalten.</p>
<p>Sie wurden im Amerika im 20. Jahrhundert als <em>fundamentalists</em> bezeichnet, als „Fundamentalisten“, die die Fundamente des wahren biblischen Glaubens verteidigten. Diese Kräfte setzten der abgeirrten ökumenischen Sozialmission eine eifrige bibeltreue Missionsarbeit entgegen und verkündeten offensiv die biblische Lehre, daß die gegenwärtige böse Welt nicht reformierbar ist, sondern dem Zorngericht Gottes entgegeneilt, daß Jesus Christus als Herr und Richter in Bälde kommt, um Seine Gemeinde zu sich zu entrücken und dann Gericht über die Gottlosen zu üben. Sie hielten fest an der biblischen Lehre vom Reich Gottes, das der Messias selbst errichten wird. Erst in diesem Friedensreich, so lehrten sie mit der Bibel, kann Frieden und soziale Gerechtigkeit verwirklicht werden.</p>
<p>In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde zwischen diesen beiden Lagern eine „dritte Kraft“ immer stärker und einflußreicher. Die aus dem Pietismus und der Erweckungsbewegung entstandenen neuen „Evangelikalen“ grenzen sich sowohl von den bibeltreuen Fundamentalisten als auch von den ökumenischen Liberalen ab. Sie nannten sich noch „Evangelikale“, was eigentlich „Anhänger des biblischen Evangeliums“ bedeutet, aber sie entwickelten sich in eine bedenkliche Richtung, die immer weiter von dem Weg der klassischen <em>„evangelicals“</em> früherer Zeiten abdriftete. In ihren Reihen gibt es eine eher konservative, mit bibeltreuen Lehren sympathisierende Unterströmung, die im Lauf der Zeit immer mehr an Einfluß verlor, und eine eher für die Liberaltheologie sowie auch für die Charismatik offene, gesellschaftsreformerische Strömung, die bald zur beherrschenden, auch theologisch einflußreicheren Kraft wurde und heute das Erscheinungsbild der Evangelikalen prägt.</p>
<p>Zwischen diesen weltoffenen „Neo-Evangelikalen“ und den liberalen Ökumenikern gab es einen beständigen geistigen Austausch und „konstruktive“ Zusammenarbeit, was sich u.a. darin äußerte, daß führende Evangelikale aktiv an den theologischen Diskussionen und Kongressen des ÖRK teilnahmen. Das führte dazu, daß die theologischen Denkmuster der Ökumeniker mehr und mehr auch von evangelikalen Theologen, Bibelseminaren und Kirchenführern übernommen wurden. Es kam zu einer schlimmen Vermischung in der Lehre, so daß bibelkritische Grundsätze und Gedanken mit Bekenntnissen zur Autorität der Bibel vermischt wurden. Das führte u.a. dazu, daß auch das ökumenische Soziale Evangelium mit gewissen Abschwächungen bei den Evangelikalen zunehmend Anerkennung fand, obwohl man sich auch auf ältere Glaubensbekenntnisse berief, die noch der biblischen Lehre näherstanden.</p>
<p>Das bildet den geschichtlich-geistlichen Hintergrund für die Breitenwirkung des Sozialen Evangeliums, das wir im folgenden näher untersuchen wollen. Daß wir uns überhaupt mit diesen Lehren auseinandersetzen müssen, hängt mit jener Offenheit und Durchlässigkeit für falsche Lehren zusammen, die zwischen Ökumenikern und liberalen Evangelikalen, leider aber auch zwischen bibeltreu geprägten Christen und den liberalen Evangelikalen besteht. Durch diese unbiblische Offenheit können schlimme Irrtümer immer weiter „diffundieren“ und erreichen auch bibeltreue Kreise, die oftmals arglos und unwissend in bezug auf die problematischen Quellen und Hintergründe dieser Konzepte sind.</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<p>Im folgenden wollen wir uns auf der Grundlage der biblischen Lehre die Aussagen der neuen Missions- und Gemeindebewegungen näher ansehen, die alle irgendwo darauf hinauslaufen, daß die Gemeinde den Auftrag habe, das Reich Gottes auf der Erde auszubreiten und die ungerechte Gesellschaft vor Ort und weltweit zu verändern, zu „transformieren“ (umzugestalten), wie es im Soziologen- und Theologenlatein heißt.</p>
<p>Wir wollen untersuchen, wie der Ruf nach einer gesellschaftlichen Umgestaltung in die Christenheit eingedrungen ist. Wir wollen die einzelnen Argumente der Verfechter eines sozialpolitischen, transformierenden Auftrags für die Gemeinde Jesu Christi von der Bibel her beleuchten und prüfen, ob sie mit der gesunden Lehre der Heiligen Schrift übereinstimmen. Dabei soll uns der Grundsatz leiten, daß wir nur diejenigen Lehren annehmen können, die mit den Aussagen des Neuen Testaments und besonders der Apostelbriefe übereinstimmen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;"><strong>2. Social Gospel: Das „Soziale Evangelium“, seine Entstehung und seine Hintergründe</strong></span></h2>
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<p>Hinter den heutigen Bestrebungen, die Gläubigen zur Weltveränderung anzuleiten, steht ein ziemlich altes Gedankengebäude, dessen Hintergründe wir kennen sollten, um zu einem geistlichen Urteil über diese neue Strömung zu kommen. Auch wenn manche Anwälte der Weltveränderung einen Bezug ihrer Überzeugungen zum „Sozialen Evangelium“ weit von sich weisen, muß man bei nüchterner Prüfung doch festhalten, daß die Grundsätze dieser schon mehr als 100 Jahre alten Strömung heute noch einen entscheidenden Einfluß auf die liberal-evangelikalen Lehren vom sozialpolitischen Auftrag der Gemeinde haben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;"><strong>a) Zur Geschichte des „Sozialen Evangeliums“</strong></span></h3>
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<p>Die theologische Bewegung für ein „soziales Evangelium“ (<em>Social Gospel</em>) entstand vorwiegend in den USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; auch in England gab es ähnliche Bestrebungen zu einem „christlichen Sozialismus“ in der Gesellschaft der Fabier. Die Bewegung beeinflußte vor allem protestantische Theologen und Großkirchen und hatte ihren Höhepunkt Anfang des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Was führte zur Social-Gospel-Bewegung?</h4>
<p>Die Ursachen für diese Bewegung lagen in zwei Faktoren:</p>
<ol>
<li>In der aufkommenden liberal-bibelkritischen Theologie, die die bisherige Ausrichtung des Protestantismus an der irrtumslosen Heiligen Schrift aufgab und unter dem Einfluß der Aufklärung und humanistischer Ideen ein neues, auf weltlicher Philosophie beruhendes religiöses System aufbaute. In diesem „liberalen“ Christentum stand der Mensch im Mittelpunkt; seine Selbstentfaltung sowie die Verbesserung der diesseitigen Lebensverhältnisse ersetzte das „alte Evangelium“ von der Errettung aus ewiger Verdammnis.</li>
</ol>
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<ol start="2">
<li>In der Zuspitzung sozialer Konflikte in der aufstrebenden industriellen Gesellschaft und dem Aufkommen des Marxismus und Sozialismus. Der Aufstieg der marktwirtschaftlichen Unternehmen und die Anfänge der Industrialisierung erfolgten ohne soziale Absicherung der Arbeiter, was zu schlimmen Mißständen und zur Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten führte. Slums, Hunger, katastrophale familiäre und soziale Nöte, Alkoholismus gehörten damals in den ganz armen Schichten zur Tagesordnung, während die Oberschicht sich massiv bereicherte. Hier setzte die bewußt antichristliche marxistische Agitation ein, die die Unterschichten, das „Proletariat“ zum Aufstand und zum politischen Umsturz aufrief. Der Marxismus und der Sozialismus verfolgten ein konsequent humanistisches Programm zur Selbsterlösung der Menschen durch radikale Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“ So schallte es in den Versen der „Internationale“ durch die Straßen. Der Marxismus hatte beträchtlichen Einfluß auf die Bewegung des „Sozialen Evangeliums“, und das ist bis heute so geblieben.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soziale Not und Armut hat es immer gegeben, solange die Gemeinde existiert. Schon das Römische Reich, in dem sie entstand, war geprägt von Zuständen, die heute als soziale Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Armut und Verelendung großer Bevölkerungsteile bewertet würden. Aber die wahre Gemeinde hatte daraus nie ein „soziales Evangelium“ abgeleitet, weil die Heilige Schrift, der sie sich verpflichtet weiß, so etwas nirgends lehrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Vordenker des Sozialen Evangeliums</h4>
<p>Unter dem Eindruck der tatsächlich schwerwiegenden sozialen Nöte des 19. Jahrhunderts begannen theologisch liberale Pastoren in den USA, die biblische Unterordnung der Gemeinde unter die bestehenden sozialen Ordnungen in Frage zu stellen. Sie forderten, daß sich die Kirchen aktiv für die Lösung sozialer Probleme einsetzen und die Ungerechtigkeiten in der Welt beseitigen sollten. Im Gegensatz zur biblischen Lehre lösten sie die Aussagen des Herrn in der Bergpredigt aus ihrem geistlichen Zusammenhang und erklärten sie zu einem ethischen Programm für die Welt, dessen Verwirklichung Gerechtigkeit und Frieden bringen würden. Zu den Vordenkern dieser Bewegung gehörten die protestantischen amerikanischen Pfarrer Washington Gladden (1836-1918), Josiah Strong (1847-1916) und Walter Rauschenbusch (1861-1918).</p>
<p><em>Washington Gladden</em> wuchs in einer gläubigen Umgebung auf, erlebte jedoch selbst keine Bekehrung. Dennoch wollte er später Pastor werden und wurde früh beeinflußt von der sich damals rasch ausbreitenden liberal-bibelkritischen Theologie, die er später als einer ihrer führenden Sprecher verteidigte. Er war einer der einflußreichsten Pastoren seiner Zeit. In seinem Dienst erlebte er die sich verschärfenden sozialen Konflikte zwischen Kapital und Arbeit und entwickelte Lehren, die die „Ethik Jesu Christi“ auf die gesellschaftlichen Probleme seiner Zeit anwenden wollten. Das war das Thema zahlreicher Bücher, die er zu sozialen Themen verfaßte. Er wollte das Reich Gottes hier auf Erden verwirklichen und glaubte, die Gebote Jesu Christi seien die Leitlinie für das soziale und politische Leben dieser Welt, und durch ihre Umsetzung könne die Welt immer christlicher werden.</p>
<p>Eine ähnliche Entwicklung nahm <em>Walter Rauschenbusch</em>, der eine Generation später der führende Sprecher der Social-Gospel-Bewegung war. Er war der Sohn lutherisch-pietistischer Eltern und strebte früh nach dem Pastorenamt. 1886 wurde er Prediger einer deutschen Baptistengemeinde in einem Elendsviertel New Yorks, das damals wegen seiner schlimmen sozialen Mißstände <em>Hell´s Kitchen</em> (Küche der Hölle) genannt wurde. Er beschäftigte sich mit der sozialen Frage und mit der liberalen Theologie, die ihn ab 1891 immer mehr prägte. Er kam zu der unbiblischen Überzeugung: „Das Königreich Gottes ist das erste und wesentlichste Dogma des christlichen Glaubens“; ihm ordnete er alles unter. Dabei leugnete er das kommende Königreich des Messias, das die Bibel lehrt, und meinte, die Kirche sei nur dafür da, das Königreich hier und jetzt auszubreiten. Er verstand dieses Königreich als „die Menschheit, die nach dem Willen Gottes organisiert ist“. Er glaubte an die evolutionäre Höherentwicklung der Menschheit: „Übersetze die Evolutionstheorien in den religiösen Glauben, und du hast die Lehre des Reiches Gottes“. Er schrieb mehrere sehr einflußreiche Bücher, die die Lehren des Sozialen Evangeliums popularisierten.</p>
<p>Die „Social-Gospel“-Bewegung hatte einen relativ starken Einfluß in den USA und Kanada zwischen ca. 1890 und 1920; danach ging ihr direkter Einfluß zurück, nicht zuletzt auch unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges und der nachfolgenden weltweiten Krisen, die den irregeleiteten Optimismus der Propheten des sozialen Evangeliums in bezug auf die gute Wesensart des Menschen und die baldige Verbesserung der Weltverhältnisse als Irrtum entlarvten. Dennoch setzt sich der irreführende geistliche Einfluß dieser Bewegung bis in die Gegenwart fort.</p>
<p>Das Gedankengut des „Sozialen Evangeliums“ prägt auch heute noch viele protestantische Großkirchen und insbesondere die weltweite ökumenische Bewegung. Der ökumenische „Weltrat der Kirchen“ hat es zu seiner Grundlage gemacht, was sich in zahlreichen Aktionen äußerte, von dem Verzicht auf die Aussendung westlicher Missionare bis hin zur Unterstützung militanter sozialistischer Befreiungsbewegungen. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten auch immer stärker unter den Evangelikalen ausgebreitet &#8211; sowohl in der Weltweiten Evangelischen Allianz wie auch der „Lausanner Bewegung“ und im deutschsprachigen Raum in vielen Allianzkreisen. Das äußert sich u.a. in der <em>„Micha-Initiative“,</em> die Christen zum sozialpolitischen Engagement für die Verwirklichung der Milleniumsziele der Vereinten Nationen aufruft. Nicht zuletzt prägt es heute die neu aufkommende emergente Bewegung (Emerging Church) und die mit ihr verwandten missionalen Gemeindebewegungen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;"><strong>b) Das soziale Evangelium – humanistische Utopie und tödlicher Irrtum</strong></span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In aller notwendigen Kürze wollen wir die Grundgedanken des Sozialen Evangeliums darstellen und uns dabei auf Aussagen zweier prominenter Sprecher aus den Anfängen der Bewegung stützen – Washington Gladden und Walter Rauschenbusch. Auch die heutigen Anhänger sagen im Prinzip nichts Neues und Anderes; die elementaren Leitsätze des <em>Social Gospel</em> sind dieselben geblieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Das Reich Gottes muß angeblich hier in dieser Welt gebaut werden</h4>
<p>Eine grundlegende Annahme der Verfechter des Sozialen Evangeliums ist es, daß das Reich Gottes nicht etwas Zukünftiges sei, sondern hier und jetzt schon in dieser Welt verwirklicht werden müsse. Gladden schreibt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Im weitesten Sinn des Wortes können wir sagen, daß das Reich Gottes der gesamte gesellschaftliche Organismus ist, insoweit er durch göttliche Einflüsse beeinflußt ist. (…) Wo immer Gesellschaft existiert, wo immer Menschen friedlich und in gegenseitiger Hilfe zusammenleben, findet das Leben, das in Christus Fleisch wurde, eine gewisse schwache Verwirklichung. In ihm wurde die Welt geschaffen, durch ihn wurde sie erlöst. <u>Ich sage nicht daß sie erlöst werden wird, ich sage, daß sie schon erlöst worden ist. Diese Welt ist Christi Welt. Diese Welt ist nicht errettet (…) sie ist im Begriff, errettet zu werden. Das Werk, sie wieder zurückzuerobern und zu erneuern, ist immer im Gang.</u> Das Menschengeschlecht ist erlöst, und es ist im Begriff, errettet zu werden (…) die Menschheit bewegt sich langsam vorwärts auf der Spur des großen göttlichen Ratschlusses. (Übers. hier wie im folgenden RE; Unterstreichungen RE)</p>
<p>Hier sehen wir die dialektisch begründete Täuschung dieser Theologen. Sie sehen das Reich Gottes mitten in dieser gottfeindlichen Welt am Wirken und meinen, es breite sich allmählich aus. Es wird auch deutlich, daß die Voraussetzung für solche Lehren eine angebliche Allversöhnung ist, während das Gericht Gottes über die Welt ganz ausgeblendet wird.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das Reich der Himmel ist da, so wie der Frühling da ist, wenn die Krokusse sich öffnen (…) Es wird mehr folgen, aber der Frühling ist da. (…) Wir beten, daß es kommt, immer mehr, aber immer voller Dank und Lob für das, was bereits gekommen ist. Wenn es vollends gekommen ist, was wird es dann sein? Was werden wir sehen? <u>Jeder Bereich des menschlichen Lebens – Familie, Schulwesen, Freizeitvergnügen, Kunst, Geschäftsleben, Weltpolitik, Industrie, nationale Maßnahmen, internationale Beziehungen – wird vom christlichen Gesetz regiert werden und von christlichen Einflüssen beherrscht werden.</u> (…) Wofür wir beten und arbeiten, wenn wir für das Kommen des Reiches der Himmel beten und arbeiten, das ist die vollständige <u>Christianisierung des ganzen Lebens</u>. (zit. n. Handy, <em>The Social Gospel in America</em>, S. 103-104)</p>
<p>Hier wird die unbiblische Utopie des Sozialen Evangeliums offen ausgesprochen. Gladden meint, das Reich der Himmel sei „wie der verborgene Sauerteig, schon hier und lebt und wirkt auf der Erde“ (<em>Social Gospel, </em>105). Die Kirche betrachtete er als dem Reich Gottes untergeordnet: „Das Reich der Himmel ist der gesamte gesellschaftliche Organismus in seiner völligen Vollkommenheit; die Kirche ist eines seiner Organe“ (<em>Social Gospel, </em>105).</p>
<p>Rauschenbusch sagte einst in einer Ansprache vor einem CVJM:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das Reich Gottes, lieber Freund, ist ein <u>gesellschaftliches Konzept. Es ist ein Konzept für dieses unser Leben hier</u>, denn Jesus sagt: ‚Dein Reich komme, dein Wille geschehe‘ hier. Es ist etwas, das sich hier auf der Erde befindet, das in der Stille die ganze Menschheit durchdringt, das immerzu hinwirkt auf das vollkommene Leben Gottes. Es kann nicht alleine ausgelebt werden – du mußt es mit mir zusammen ausleben, und mit dem Bruder, der neben dir sitzt. Wir müssen es zusammen verwirklichen. Es ist eine Angelegenheit des Gemeinschaftslebens. Die vollkommene Gemeinschaft der Menschen – das wäre das Reich Gottes! (<em>Social Gospel, </em>267)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Kirche ist angeblich verpflichtet, der Welt zu dienen und sie christlicher zu machen</h4>
<p>Konsequenterweise wird die Kirche ganz der innerweltlichen Reichsverwirklichung untergeordnet; ihre Berufung als heilige Priesterschaft für Gott wird dagegen unterschlagen. Gladden vergleicht die Kirche (damit meint er die äußerliche, namenschristliche Weltkirche) mit dem Gehirn, das eine wichtige Rolle im sozialen Organismus der Menschheit bzw. des Reiches Gottes einnimmt, aber auch von ihm abhängig ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das Leben und die Gesundheit des Gehirns können nur verwirklicht werden, wenn es dem ganzen Körper dient. <u>Genau auf dieselbe Weise ist die Kirche mit allen anderen Bereichen der menschlichen Gesellschaft verbunden. Deren Leben ist ihr Leben, sie kann nicht getrennt von ihnen leben; sie lebt von dem, was sie ihnen gibt; sie hat weder Bedeutung noch Daseinsberechtigung außer durch das, was sie tut, um das Geschäftsleben und die Politik zu beleben und geistlich zu prägen, den Unterhaltungssektor, Kunst, Literatur und Erziehung, und jedes andere Interessengebiet der Gesellschaft</u>. In dem Moment, wo sie sich zurückzieht und versucht, einen selbstgenügsamen kleinen Gemeindebetrieb zu eröffnen, mit ihren eigenen Interessen, ihrem eigenen Gottesdienst, mit eigenen Maßstäben und Empfindungen und Freuden, in dem Moment, wo sie anfängt, die Menschen zu lehren, daß sie religiös sein sollen um des Religiösseins willen – in dem Moment wird sie tot und verflucht, sie ist schlimmer als nur nutzlos; sie ist eine tödliche Plage und ein Pesthauch für die ganze Gesellschaft, in der sie sich befindet. (<em>Social Gospel, </em>106)</p>
<p>Das sind starke Worte; dieser verweltlichte liberale Theologe hat einen ausgesprochenen Haß auf die von der Welt abgesonderte wahre Gemeinde, wie sie die Bibel uns zeigt. Er kann der Gemeinde keine andere Existenzberechtigung zuerkennen als alleine Dienstmagd der Welt zu sein, in der Welt aufzugehen und sie mit religiösem Getriebeöl zu versorgen. Rauschenbusch schreibt in seinem Buch <em>A Theology for the Social Gospel</em>:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Weil das Königreich das höchste Ziel Gottes ist, <u>muß es auch der Zweck sein, für den die Kirche existiert</u>. Das Maß, in dem sie diesen Zweck erfüllt, ist auch das Maß ihrer spirituellen Autorität und Ehre. Die Institution der Kirche, ihre Aktivitäten, ihr Gottesdienst und ihre Theologie <u>müssen letzten Endes aufgrund ihrer Effektivität bei der Erschaffung des Reiches Gottes bewertet werden</u>. (…) Das Reich Gottes ist nicht auf die Grenzen der Kirche und ihre Aktivitäten beschränkt. Es umfaßt die Ganzheit des menschlichen Lebens. <u>Es ist die christliche Umgestaltung der gesellschaftlichen Ordnung.</u> Die Kirche ist eine gesellschaftliche Einrichtung neben der Familie, der industriellen Organisation der Gesellschaft, und des Staates. Das Reich Gottes ist in und verwirklicht sich durch alle diese Einrichtungen. (<em>Theology</em>, 143-145)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Kirche ist angeblich verpflichtet, in dieser Welt für mehr soziale Gerechtigkeit einzutreten</h4>
<p>Die Verfechter des Sozialen Evangeliums vertraten die Meinung, es sei die Aufgabe der Kirche, sich aktiv und energisch für die Interessen der Armen einzusetzen und für mehr soziale Gerechtigkeit in der weltlichen Gesellschaft zu kämpfen. Sie schmiedeten Pläne für die soziale Reform der kapitalistischen Gesellschaft. Gladden etwa setzte sich nicht nur für gerechte Entlohnung der Arbeiter ein, sondern meinte, die soziale Frage müsse durch eine genossenschaftliche Selbstorganisation der Arbeitenden geregelt werden; die Arbeiter selbst sollten ihre Ersparnisse zusammenlegen und kooperative Unternehmen bilden, deren Eigentümer sie seien. So meinte er, die Mißstände seiner Zeit reformieren zu können (<em>Social Gospel, </em>45-47).</p>
<p>Doch solche humanistisch inspirierten Pläne, wie sie damals von vielen vorgebracht wurden, scheiterten in aller Regel am Egoismus, Machtmißbrauch oder der Unfähigkeit der Betroffenen zu unternehmerischer Führung. Entweder solche Kooperativen gingen bald ein, oder sie entwickelten sich zu schlagkräftigen kapitalistischen Unternehmen, die sich kaum von ihren privat geführten Konkurrenten unterschieden. Der „reale Sozialismus“ des 20. Jahrhunderts machte schließlich vollends deutlich, daß alle Vergesellschaftungspläne und andere Sozialreformen keine wirkliche Besserung bringen, solange der sündige Mensch sein eigensüchtiges, begehrliches, verdorbenes Herz behält. Von irgendeiner Verwirklichung des „Reiches Gottes“ sind solche Maßnahmen in jedem Fall weit entfernt.</p>
<p>Rauschenbusch meinte, die Entfaltung des „Reiches Gottes“ auf Erden beinhalte auch „die Erlösung der Gesellschaft von autokratischen politischen Systemen und wirtschaftlichen Oligarchien“ (<em>Theology</em>, 143). Er entwickelte unter dem Motto „praktischer Sozialismus“ ein soziales Reformprogramm für die amerikanische Gesellschaft, das u.a. folgende Maßnahmen einschloß: Grundsteuern, Umwandlung von Monopolen wie Wasser-, Strom- und Gasversorgung in öffentlich-städtisches Eigentum; öffentliche Bibliotheken, Museen, Spielplätze und Bäder für die Bevölkerung; gewerkschaftliche Organisation der Arbeitnehmer; Arbeitsgesetzgebung mit Begrenzung der Arbeitszeit und verbesserten Arbeitsbedingungen, Verbot der Kinderarbeit (<em>Social Gospel, </em>321).</p>
<p>Solche Maßnahmen mögen durchaus sinnvoll sein für eine wirksamere Organisierung der weltlichen Gesellschaft und einen maßvollen Interessenausgleich unter den verschiedenen sozialen Kräften. Kein gläubiger Christ wird sich gegen solche Maßnahmen empören oder sie kritisieren. Sie sind heute in Deutschland und vielen anderen Ländern längst umgesetzt. Aber hat dies wirklich das „Reich Gottes“ vorangebracht? Haben die Menschen unter der Wirkung dieser Maßnahmen eine größere Anerkennung der Bibel und des Herrn Jesus Christus entwickelt? Wir alle wissen, daß dies nicht der Fall ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die persönliche Errettung wird umgedeutet und einer sozialpolitischen „kollektiven Errettung“ untergeordnet</h4>
<p>Gladden, Rauschenbusch und viele anderen Verfechter des Sozialen Evangeliums plädierten für eine „weitere“ Vorstellung von Errettung, die die „soziale Errettung“ von Ausbeutung und Ungerechtigkeit, von ungerechten Gesellschaftsstrukturen mit einschließen müsse. Dabei wurden sie nicht müde, zu betonen, daß sie die Botschaft von der persönlichen Errettung des Einzelnen nicht völlig ablehnten. Bei aller bibelkritischen Liberaltheologie bemühten sie sich, Bekenntnisse ihrer „persönlichen Frömmigkeit“ einzuflechten und zu beteuern, daß ihnen das Heil der Seelen auch am Herzen läge.</p>
<p>Im Endeffekt aber bedeutet das Soziale Evangelium zugleich eine grundlegende und massive Umdeutung und Verfälschung der biblischen Botschaft von der Rettung des einzelnen Menschen. Das soziale Evangelium hat eben den Humanismus der liberalen Theologie zur Grundlage; es geht davon aus, daß der Mensch kein verdorbener, in Sünden toter Rebell ist, sondern ein im Kern gutes und gottähnliches Wesen, das lediglich gewisse sündhafte Schwächen und Unvollkommenheiten ablegen müsse, um vor Gott bestehen zu können. Das Soziale Evangelium leugnet die Sündenverderbnis des Menschen genauso wie das Zorngericht Gottes über die Sünde und das stellvertretende Sühnopfer des Herrn Jesus. Wenn diese Liberalen von „Errettung“ sprechen, dann meinen sie etwas völlig anderes als ein bibelgläubiger Christ.</p>
<p>Gladden etwa greift das Evangelium von der persönlichen Errettung nicht frontal an, sondern er deutet es geschickt und dialektisch um, indem er behauptet, der Einzelne könne gar nicht gerettet werden, wenn die Gesellschaft nicht gerettet sei. Damit widerspricht er natürlich direkt der Bibel, in der wir etwa den Aufruf des Apostels Petrus lesen: <strong>„Laßt euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C40&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,40</a>).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Dennoch ist das Evangelium sehr unvollkommen aufgenommen worden, wenn es keine andere Botschaft vermittelt hat als die der persönlichen Errettung. <u>In Wahrheit ist nämlich der Einzelne erst dann errettet, wenn er in die richtige Beziehung zu der Gemeinschaft gebracht wurde, in der er lebt. Die Herstellung dieser richtigen Beziehungen unter den Menschen ist gerade das Werk, für dessen Verwirklichung Christus kam. </u>Das individuelle Evangelium und das soziale Evangelium stehen deshalb in wesensmäßiger Beziehung zueinander und sind untrennbar verbunden. Die Errettung kann genausowenig zum einzelnen Menschen getrennt von der Gemeinschaft kommen, wie Leben zur Rebe kommen kann, wenn sie vom Weinstock getrennt ist. (<em>Social Gospel, </em>141-142).</p>
<p>Für die wahren Gläubigen ist der Weinstock Christus; hier aber wird die biblische Wahrheit so verdreht, daß die menschliche Gesellschaft der Weinstock ist und der einzelne Mensch eine Rebe. Nach dieser absurden Lehre wäre bis heute noch kein einziger Mensch errettet worden, weil die menschliche Gesellschaft, in der wir leben, ja noch alles andere als „errettet“ ist. Nach der Lehre des Apostels Paulus aber hat uns Gott herausgerettet aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,4</a>).</p>
<p>Das falsche humanistische „Evangelium“ der liberalen Sozialreformer wird deutlich in der verführerischen Lehre von der Vaterschaft Gottes in bezug auf alle sündigen Menschen, die pauschal als „Kinder Gottes“ bezeichnet werden, und die damit verbundene Lehre von der „Bruderschaft aller Menschen“.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Wir haben ein besseres Verständnis [!] des Evangeliums von Jesus. Die Vaterschaft Gottes, die Bruderschaft der Menschen, der Wert der einzelnen Seele, Größe durch Dienen, Rettung durch Opfer, das Reich Gottes als das Ziel der Menschheit – diese Wahrheiten, so unerschöpflich in ihrem Reichtum und ihrer Frische, werden als sein (Jesu) besonderer Beitrag zum religiösen Denken der Menschheit angesehen. (<em>Social Gospel, </em>162)</p>
<p style="padding-left: 40px;">… die heutige [modern-liberale &#8211; RE] Theologie hat zu einer sehr weiten Auffassung von Jesus Christus und seinem Werk gefunden. Aber sie erreichte diese inspirierende Überzeugung durch die Entdeckung, daß die große Kluft, welche die traditionelle Theologie zwischen dem Menschen und Gott festgelegt hat, nicht existiert, <u>daß das Menschliche und das Göttliche keine gegensätzlichen Naturen sind. Die grundlegende Tatsache ist, daß Gott unser Vater ist und wir seine Kinder.</u> (…) Wenn irgend etwas klar ist, dann, daß die Kinder dieselbe Natur haben müssen wir ihr Vater. <u>Alles wesensmäßig Menschliche ist in der Natur Gottes eingeschlossen; alles wesensmäßig Göttliche findet man in der Natur des Menschen</u>. (<em>Social Gospel, </em>162)</p>
<p>Ähnliche Überzeugungen äußert auch Rauschenbusch. Geschickt fängt er seine Argumentation damit an, daß er behauptet, noch niemand habe das Evangelium von Christus völlig verstanden und richtig verkündet; jede Generation müsse wieder neu das Evangelium für sich konstruieren. Dabei müsse das Evangelium sich verändern, wenn die Zeiten und die Denkweise der Menschen sich veränderten: „Wenn das Evangelium über einem Zeitalter Macht haben soll, dann muß es der höchste Ausdruck der moralischen und religiösen Wahrheiten sein, die dieses Zeitalter anerkennt. Wenn es hier zurückbleibt und veraltete Vorstellungen vom Leben und unserer Pflicht verkündet, ist es nicht mehr das Evangelium im vollen Sinn des Wortes“ (<em>Social Gospel, </em>324).</p>
<p>In seinem Buch <em>A Theology for the Social Gospel</em> schreibt Rauschenbusch: „Wo immer das Reich Gottes eine lebendige Wirklichkeit im christlichen Denken ist, wird jeder Fortschritt der sozialen Gerechtigkeit als Teil der Erlösung angesehen und ruft innere Freude und das triumphierende Gefühl der Errettung hervor“ (<em>Theology</em>, 136-137).</p>
<p>Rauschenbuschs Gedanken ähneln in vielem überraschend deutlich den Argumenten der heutigen Anhänger der Emerging Church. Wie sie verwandelt er das ewige, von Gott festgesetzte und dem Apostel Paulus ein für allemal geoffenbarte Evangelium von Christus in eine jederzeit veränderbare Botschaft, die jeweils der höchste Ausdruck des religiösen Empfindens <em>der Menschen</em> sein soll. Neue Zeiten, neue Bedürfnisse verlangen ein neues Evangelium – heutzutage eben ein „soziales Evangelium“. Dann kann er neutral-beschreibend von seinen Zeitgenossen feststellen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gute Menschen [!] widmen ihrer persönlichen Errettung weniger Aufmerksamkeit als unsere Väter, aber ihr Mitgefühl für die Sorgen anderer ist geschärfter (…) Wir können uns der Tatsache nicht verschließen, daß der alte ‚Heilsplan‘ mechanisch und weit entfernt erscheint. (…) Wir stehen stark unter dem Eindruck kommender großer Veränderungen, der von einem besseren Wissen über die Möglichkeiten der Menschheit zur Anpassung erzeugt wird. Wir haben eine neue Hoffnung für die Menschheit … (<em>Social Gospel, </em>326)</p>
<p>Schon Rauschenbusch verwendet den Begriff „<em>emerging</em>“ (<em>Social Gospel, </em>325) und spricht von einem „neuen Zeitalter“ (<em>new age</em>); er schwärmt: „Das neue Leben durchdringt die alte Menschheit und transformiert sie“ (332-333). Es gibt also auch hier nichts Neues unter der Sonne.</p>
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<h4>Der Sauerteig des „Sozialen Evangeliums“ wirkt heute noch weiter</h4>
<p>Die Bewegung des „Sozialen Evangeliums“ erlebte massive Rückschläge als Folge des Ersten Weltkrieges und den Krisenzeiten danach. Ihre unbiblischen Utopien von einer baldigen Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden und der bevorstehenden Christianisierung der ganzen Welt erwiesen sich angesichts der harten Wirklichkeit als unwahr und untauglich. Nach dem Ersten Weltkrieg und in der Weltwirtschaftskrise von 1929 zeigte sich, daß die Massen im „christlichen Abendland“ eher radikal antichristlichen Volksverführern wie Hitler oder Lenin nachliefen, als daß sie sich dem aufgeklärten solidarischen Sozialchristentum zuwandten, das die Sprecher der <em>Social-Gospel</em>-Bewegung verkündeten.</p>
<p>Selbst innerhalb der liberaltheologischen Großkirchen ging der Trend eher zu den etwas skeptischeren und realistischeren Lehren eines Karl Barth und seiner „neo-orthodoxen“ Schule. Diese vertrat zwar ebenfalls Bibelkritik und fundamentale Falschlehren, doch sie war etwas skeptischer in bezug auf die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden und trug der offenbar gewordenen Sündhaftigkeit und Verführbarkeit der Menschen etwas mehr Rechnung.</p>
<p>Dennoch wurden die unbiblischen Grundgedanken des Sozialen Evangeliums auch nach dem Abebben der eigentlichen Bewegung weitergeführt. In den liberalen Großkirchen wie auch besonders im Ökumenischen Weltrat der Kirchen wurde und wird nach wie vor verkündet, man müsse das Reich Gottes auf Erden verwirklichen und sich für die politische Veränderung der Welt nach den Maßstäben der biblischen Ethik einsetzen. Nur wird die Verwirklichung nicht mehr so naiv als bald anstehend dargestellt; man betont, daß die endgültige Verwirklichung des Gottesreichs wohl erst in fernerer Zukunft, vielleicht erst beim Kommen des Christus geschehen könne.</p>
<p>Doch auch diese etwas abgeschwächte Spielart des Sozialen Evangeliums ist grundfalsch und verführerisch. Sie leitet die Menschen von der ewigen Errettung aus Schuld und Sünde weg und stellt ihnen das Ziel vor Augen, für „mehr Gerechtigkeit hier und jetzt“ zu kämpfen und diese gegenwärtige gottfeindliche Welt zu reformieren. Auch hier ist die unterschwellige Basis eine irreführende Auffassung von einer bereits geschehenen Errettung, durch die angeblich alle Menschen ohne Buße und Glauben schon mit Gott versöhnt seien. Gott baue sein Reich angeblich schon im Hier und Jetzt, in einer Welt, die scheinbar schon mit Gott versöhnt ist und nur noch immer mehr vom „Sauerteig“ des Gottesreiches durchdrungen werden muß.</p>
<p>Heute sind diese unbiblischen Lehren einflußreicher denn je; sie haben inzwischen auch die Evangelikalen weitgehend von ihrer früheren biblischen Überzeugung abgebracht und kommen weltweit durch die „Linksevangelikalen“, durch die von ihnen dominierte Lausanner Bewegung und im deutschsprachigen Bereich besonders durch die missional-emergenten Kreise immer mehr in den Vordergrund. Darauf werden wir im folgenden noch näher eingehen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c) Eine biblische Bewertung des „Sozialen Evangeliums“</span></h3>
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<p>Wenn wir das Soziale Evangelium mit dem vergleichen, was wir aus der Heiligen Schrift über das echte Evangelium und die Stellung der Gemeinde Gottes in dieser Welt wissen, dann erkennt der bibelgläubige Christ rasch, daß es sich hier um unvereinbare Gegensätze handelt. Das echte Evangelium verheißt demjenigen Errettung vom ewigen Tod und dem Zorngericht Gottes, der sich bekehrt und an den Herrn Jesus Christus glaubt. Die Grundlage für diese Errettung ist das stellvertretende Sühnopfer des Herrn Jesus Christus, der als der Sohn des lebendigen Gottes um unseretwillen Mensch wurde und unsere Sündenschuld auf sich nahm, um am Kreuz die Strafe zu tragen, die wir eigentlich verdient hätten. Durch Sein für uns vergossenes Blut sind wir losgekauft vom ewigen Gericht der Hölle, das uns sonst getroffen hätte.</p>
<p>Durch den Glauben gehören wir nun Christus an; wir sind Kinder Gottes mitten in einem gottlosen, verkehrten Geschlecht, von dem wir durch das Kreuz und den Heiligen Geist abgesondert sind. Unser Leben, unsere Hoffnung, unser Erbteil und unser Bürgertum sind nunmehr im Himmel, wo der Christus ist, nicht mehr auf der Erde, wo der Satan als Fürst dieser Welt herrscht. Wir sind berufen, vor der Welt unser Zeugnis eines heiligen Lebens abzulegen und die wunderbare Rettungsbotschaft von Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Erlöser, weiterzusagen.</p>
<p>Wir leben als Fremdlinge ohne Bürgerrecht in dieser Welt und halten uns unbefleckt von ihren Interessenkämpfen und schmutzigen Händeln. Wir dienen den Menschen in Güte und Barmherzigkeit durch gute Werke, aber wir haben keinen Auftrag, diese Welt zu verbessern, die durch die Sünde und die Herrschaft des Teufels unrettbar im Bösen verstrickt und gefangen ist. Wir erwarten den Herrn Jesus Christus aus dem Himmel, der diese böse Welt richten und Seine Königsherrschaft des Friedens und der Gerechtigkeit aufrichten wird.</p>
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<h4>Die Irreführung durch das Soziale Evangelium</h4>
<p>Das „Soziale Evangelium“ dagegen ist ein Betrug, weil es niemanden wirklich rettet. Es beruht wesensmäßig auf der Lüge, daß die Menschen eigentlich keine völlig verderbten Sünder seien, sondern durch die Sünde nur beeinträchtigt, aber zur Besserung und allmählichen Höherentwicklung fähig. Es beruht weiterhin auf der Lüge, daß durch Christus irgendwie alle schon versöhnt seien und bereits Kinder Gottes wären, auch ohne Buße und persönlichen Glauben an den Herrn Jesus Christus, ohne Geburt von oben und die Heiligung des Geistes.</p>
<p>Die Bibel dagegen bezeugt sehr deutlich, daß der Mensch völlig durch die Sünde verderbt ist und nichts Gutes hervorbringen kann:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht <em>einer</em>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,12</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong> </strong><strong>… auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>)</strong></p>
<p>Die Bibel zeigt auch sehr klar, daß der sündige Mensch als Feind Gottes nur durch Herzensumkehr und Glauben an den Herrn Jesus Christus aus dem sicheren Zorngericht errettet werden kann. Das Sühnopfer Jesu Christi wird nur wirksam durch persönlichen Glauben; wer nicht glaubt, bleibt unter dem Zorn. Dazu seien nur auswahlweise einige Schriftstellen angeführt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,18</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,36</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C22-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,22-25</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch &#8211; Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,8-9</a>)</strong></p>
<p>Die Errettung ist im Neuen Testament etwas zutiefst Persönliches und Individuelles; kein Mensch kann für den anderen umkehren und glauben, jeder muß es für sich selbst tun. <strong>„So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+14%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 14,12</a>). Jeder einzelne Sünder muß sich von seiner Bosheit bekehren, um das Heil zu empfangen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,26</a>).</p>
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<h4>Das Gericht Gottes über diese Welt</h4>
<p>Diese Welt steht unter dem Gerichtsurteil Gottes wegen ihrer Rebellion und Sünde; auf sie wartet das Verderben, und Verderben herrscht bereits jetzt durch die Begierde in ihr. Der einzelne Gläubige ist durch seine Bekehrung und den Glauben an Christus diesem Verderben und den Befleckungen der Welt entflohen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C4%3B+2%2C20%3B+Jak+1%2C27&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,4; 2,20; Jak 1,27</a>). Er überführt nunmehr die Welt durch seinen heiligen, gottesfürchtigen Wandel, indem er nicht mehr mitläuft in dem heillosen Sündenschlamm dieser Welt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,4</a>). Aber mit keinem Wort wird im Neuen Testament gelehrt, die Gläubigen sollten sich für Sozialreformen einsetzen oder diese böse Welt zu „verbessern“ suchen.</p>
<p>Es steht für die Bibel außer Frage, daß Sünde auch eine gesellschaftliche Dimension hat. Jede Sünde ist für den Einzelnen zunächst eine Sünde gegen Gott, seinen Schöpfer; Sünde bedeutet Übertretung der Gebote Gottes, Auflehnung gegen Gott, selbstsüchtige Versklavung unter die eigenen Begierden statt unter den Willen Gottes. Aber viele Sünden richten sich auch gegen andere Menschen, gegen die eigenen Familienangehörigen und Nachbarn, gegen den Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, gegen die Obrigkeit oder gegen die Armen.</p>
<p>Gemessen an dem vollkommenen Gesetz Gottes ist jede menschliche Sozialordnung sündig und ungerecht – Sklaverei und Lehnsknechtschaft genauso wie Kapitalismus oder Sozialismus. Auch jede Regierung bzw. Obrigkeit ist vor Gott sündig und ungerecht, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. In Seinen Botschaften an die jüdischen Jünger, die in den Evangelien aufgezeichnet sind, spricht der Herr Jesus viel vom Reich Gottes bzw. Reich der Himmel, in dem eine andere Gerechtigkeit herrschen wird. Damit ist zunächst und vor allem das kommende messianische Friedensreich auf Erden gemeint, das der Herr Jesus als der Messias aufrichten wird, und an dem die jüdischen Gläubigen wie auch die Gemeinde Gottes Anteil haben werden.</p>
<p>Innerhalb der Gemeinde, unter den Christusgläubigen sollen die Grundsätze dieses kommenden Reiches schon heute praktiziert werden; denn die Gemeinde ist die verborgene Gestalt des Reiches Gottes in der heutigen Weltzeit (vgl. den nächsten Abschnitt). Aber nirgends sagt der Herr oder lehren die Apostel, daß diese Grundsätze in der gegenwärtigen bösen Weltzeit bereits <em>in der Welt</em>, unter den Ungläubigen Anwendung finden sollten oder auch könnten. Deshalb sagte unser Herr ja ausdrücklich:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+18%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 18,36</a>)</strong></p>
<p>Solange die Menschen unter der Macht der Sünde stehen, verderbt in den Begierden ihres Fleisches, verfinstert am Verstand (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,17-19</a>), können sie gar nicht nach den Grundsätzen des Reiches Gottes handeln; das setzt den von neuem geborenen Gläubigen voraus. Der Fleischesmensch kann gar nicht Gottes Gebote befolgen, wie die Schrift klar bezeugt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; <u>denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht</u>; und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+8%2C6-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 8,6-8</a>)</strong></p>
<p>Deshalb hat die Gemeinde keinen Auftrag, diese im Bösen liegende Welt zu verbessern oder nach christlichen Grundsätzen zu reformieren. Sie nimmt die von den jeweils Mächtigen vorgegebene soziale Ordnung hin, ordnet sich ihr unter und bezeugt in ihr die herrliche Botschaft von der Begnadigung des Sünders in Christus. Ihre gesellschaftliche Hoffnung dagegen ist ausschließlich zukünftig; sie bezeugt, daß allein der kommende Christus dieser Welt Frieden und Gerechtigkeit bringen wird. Jeder Versuch, dies mit stümperhaften, zum Scheitern verurteilten Reformen schon jetzt vorwegzunehmen, würde die Kraft der biblischen Christusbotschaft und Christushoffnung brechen und die Gemeinde in die schmutzigen, auf allen Seiten von sündigen Interessen geprägten Machtkämpfe dieser Welt verstricken.</p>
<p>Das Soziale Evangelium ist deshalb betrügerisch und geht von einem völlig unbiblischen Lehrgebäude aus. Es setzt die Fähigkeit des natürlichen Menschen zur Selbstvervollkommnung voraus und verleugnet die völlige Sündenverderbnis des Menschen. Es ist im Kern eine <em>humanistische Weltanschauung</em>, d.h. es erklärt den Menschen als im Kern gut und macht ihn anstatt Gott zum Maß aller Dinge. Es leugnet die prophetische Aussage der Bibel, daß diese Welt immer weiter zum Bösen und zur Gesetzlosigkeit voranschreiten wird, bis zur Offenbarung des Antichristen, auf die dann das schreckliche, blutige Zorngericht Gottes über alle gottlosen und sündigen Menschen erfolgt (vgl. u.a. 2. Thessalonicher; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C1-3%3B+2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,1-3; 2</a>. Petrus 3). Stattdessen verbreitet es den verhängnisvollen Irrtum, daß der Tag des Herrn niemals käme (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C3-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,3-7</a>), sondern daß die Welt auf dem Weg evolutionärer Höherentwicklung immer besser und Gott wohlgefälliger werden könne.</p>
<p>Damit ist es im Kern eine anti-christliche Ideologie; denn alles, was dem Menschen vorgaukelt, er selbst könne durch gute Vorsätze und eifriges Bemühen etwas Gutes schaffen und ohne Christus die Mißstände dieser Welt beseitigen, lenkt Wasser auf die Mühlen des Antichristen, der genau ein solches Programm zur Weltverbesserung vorlegen wird. In der Zeit des Antichristen wird „Friede und Sicherheit“ eine verbreitete Parole sein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,3</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/06/soll-die-gemeinde-die-welt-veraendern-buchinfo/"><strong>Soll die Gemeinde die Welt verändern? Das &#8222;Soziale Evangelium&#8220;erobert die Evangelikalen</strong></a>, S. 71-97.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2025/07/das-falsche-soziale-evangelium-auf-dem-pruefstand/">Das falsche &#8222;Soziale Evangelium&#8220; auf dem Prüfstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>UNUM24 &#8211; Rückblick auf ein ökumenisch-charismatisches Verführungsspektakel</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/07/unum24-rueckblick-auf-ein-oekumenisch-charismatisches-verfuehrungsspektakel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2024 10:55:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliche Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[notiert & kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Charismatische Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>
		<category><![CDATA[Toronto-Segen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Vom 20. bis zum 22. Juni 2024 fand in der Münchner Olympiahalle eine großangelegte ökumenisch-charismatische Konferenz statt: „UNUM24 – Eins Sein Konferenz“. Die Veranstalter hatten mit der Olympiahalle einen sehr großen Rahmen gewählt und erwarteten offenkundig Massen von katholischen, charismatischen und evangelikalen Christen, die ein Zeichen für die große Einheit setzen sollen, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/07/unum24-rueckblick-auf-ein-oekumenisch-charismatisches-verfuehrungsspektakel/">UNUM24 &#8211; Rückblick auf ein ökumenisch-charismatisches Verführungsspektakel</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>Vom 20. bis zum 22. Juni 2024 fand in der Münchner Olympiahalle eine großangelegte ökumenisch-charismatische Konferenz statt: „UNUM24 – Eins Sein Konferenz“. Die Veranstalter hatten mit der Olympiahalle einen sehr großen Rahmen gewählt und erwarteten offenkundig Massen von katholischen, charismatischen und evangelikalen Christen, die ein Zeichen für die große Einheit setzen sollen, die allen Beteiligten offenkundig sehr wichtig ist. Nach dem Vorbild großer charismatischer Konferenzen (man wird ein wenig an Volkhart Spitzers großes „Erweckungs“-Event im Berliner Olympiastadion 1981 erinnert, das dann einige Nummern kleiner ausfiel als geplant) zogen die Veranstalter alle Register, um mit bekannten „Lobpreis“-Bands und hochrangigen Sprechern die Besucher mitzureißen und für die große Einheit aller Weltchristen zu gewinnen. Es kamen dann lediglich 6.000 Leute – deutlich weniger als etwa bei den MEHR-Konferenzen im Gebetshaus Augsburg.</p>
<p>Im Programm der vier Tage waren tägliche Lobpreiszeiten eingeplant (u.a. mit „Lobpreis“-Bands von Bethel Music, Hillsong, der Outbreakband, ICF München, Urban Life Worship und den „O-Bros“), aber auch Ansprachen von Bill Johnson, dem bekannten Pastor der <em>Bethel Church</em> in Redding, einer der weltweit einflußreichsten extremcharismatischen Gemeinden, sowie von Johannes Hartl, dem bekannten charismatischen Katholiken, der mit seinem Gebetshaus in Augsburg und den MEHR-Konferenzen tausende von Christen erreicht. Am Sonntag konnte man eine katholische Messe mit dem römischen Bischof Heinrich Timmerevers erleben. Den Abschluß machte eine Predigt des evangelischen Landesbischofs von Sachsen, Tobias Bilz.</p>
<p>Die Initiatoren der Konferenz waren Fadi Krikor und Gerhard Kehl. Kehl, ein pfingstlerischer Pastor der „Alpen Church“ in Kempten, die zum „Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden“ gehört, hat mit seiner „Jordan-Stiftung“ das Event wesentlich mit organisiert. Zuvor organisierte er andere charismatische Groß-Events wie &#8222;The Call Deutschland&#8220;, &#8222;Calling All Nations&#8220;, &#8222;Awakening Europe&#8220;, &#8222;Miteinander für Europa&#8220; oder &#8222;Global Outreach Day&#8220;. Krikor ist in verschiedenen charismatisch-ökumenischen Initiativen engagiert, u.a. ist er Leiter des ökumenischen Werkes „Father&#8217;s House for all Nations“ und des ebenfalls ökumenisch ausgerichteten &#8222;Treffens von Verantwortlichen&#8220; (TvV) und Mitglied der Leitung von &#8222;Deutschland betet&#8220;. Er gehört auch dem &#8222;Christlichen Convent Deutschland&#8220; (CCD) und anderen nationalen und internationalen Netzwerken an.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Eine eher kritische Bilanz der Konferenz findet sich im Bericht des IDEA-Reporters Karsten Huhn, der das ökumenische Event besucht hatte. Er schildert, wie der charismatische Pastor der Bethel Church, Bill Johnson, wieder einmal eine „Ausgießung des Heiligen Geistes“ ankündigt, die eine „große Transformation“ des Landes auslösen werde. Es ist diesem modern-evangelikalen Theologen vielleicht gar nicht bekannt, daß dies eine uralte Falschprophetie ist, die von hunderten von pfingstlerischen „Propheten“ seit über hundert Jahren immer wieder wiederholt wurde und sich einfach nie erfüllt hat und auch nicht erfüllen wird, weil das Wort Gottes für unsere letzten Tage Abfall und Gesetzlosigkeit voraussagt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+17%2C26-30%3B+Mt+24%2C11-12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 17,26-30; Mt 24,11-12</a>) und nicht Massenerweckung und Einbruch des Reiches Gottes. Ja, es findet eine „Transformation“ statt, aber eine Transformation hin zu einer globalen Diktatur des Antichristen, wie es <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offenbarung+13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offenbarung 13</a> voraussagt!</p>
<p style="padding-left: 40px;">Huhn nimmt verständlicherweise Anstoß am Umgang des extremcharismatischen Pastors mit dem Tod seiner Frau Beni, die im Juli 2022 mit 67 Jahren nach längerer Krebserkrankung starb. Huhn zitiert Bill Johnson: „Wir haben gebetet, gefastet, haben Gottes Wort proklamiert … Wir haben die versprechen der Schrift ausgesprochen … Wir haben prophetisch über ihre Gesundheit gesprochen, wir haben ihr die Hände aufgelegt … Wir haben Gott gelobt, daß er der Heiler ist … Gott heilt jede Krankheit“. Der Kenner nimmt wahr, daß diese Extremcharismatiker und Anhänger der „Wort-des-Glaubens“ &#8211; Irrlehren alle Register in ihrem Wunderheiler-Repertoire gezogen haben, um bei einer ihrer prominenten Führungsgestalten Heilung zu erreichen – aber Gott hat diese Frau, die gegen Sein Wort als Bibellehrerin aufgetreten war (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,12</a>) und teilweise haarsträubende New-Age-Irrtümer verbreitet hatte, an Krebs sterben lassen. Huhn registriert ratlos, daß Bill Johnson dennoch seine falschen Lehren über Glaubensheilung festhält. Gewiß war dieser Tod ein Anruf Gottes an die Anhänger der falschen Heilungslehren, umzukehren und nüchtern zu werden. Aber das blinde Festhalten an den falschen Glaubensformeln ist die schmerzhafte Folge einer tiefsitzenden Verblendung, die auf all den Gurus und Propheten dieser weltweiten Verführungsströmung liegt.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Als nächstes berichtet Huhn über einen südamerikanischen Megagemeinden-Pastor namens „Cash Luna“, den er als „Fernsehevangelist, Glaubensheiler und Wohlstandsprediger“ kennzeichnet. Dieser Erfolgsprediger aus Guatemala hat sich doch tatsächlich den Kunstnamen „Cash“ (englisch für „Bargeld“) zugelegt, was uns an <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Timotheus+6%2C7-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Timotheus 6,7-10</a> erinnert. Im Laufe seiner Predigt versteigt er sich zu einer sensationell aufgemachten „Offenbarung“, die angeblich vom Heiligen Geist sein soll: „Das ist, was der Heilige Geist gesagt hat, was ich sagen soll: Der Heilige Geist ist nicht die dritte Person der Dreieinigkeit.“ Cash beruft sich fälschlich auf gewisse Bibelstellen wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Mose+1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Mose 1</a>: „Zuerst war der Geist aktiv, dann sprach Gott, schließlich wurde das Wort Fleisch … Der Heilige Geist ist immer zuerst da … Ich glaube, viele verstehen das nicht ganz“.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Huhn versteht offenkundig auch nicht ganz, was für eine frevelhafte Anmaßung dieser von einem Irrgeist gesteuerte „Prophet“ hier begeht, indem er die biblischen Aussagen über den Geist Gottes durch eine Neuoffenbarung beiseitesetzt und eine neue Theologie erfindet, und zwar angeblich auf Anweisung des Geistes, in der dieser Geist die erste und wichtigste Person der Gottheit sein soll. Dasselbe tun sehr viele Charismatiker in der Praxis, aber dieser Mann ist so blind dem Irrgeist hörig, der ihn steuert, daß er die Lehre der Bibel komplett außer Acht läßt. Und sein Publikum war so trunken von ebendemselben Verführungsgeist, daß sie offensichtlich keinen Anstoß an seiner Neuoffenbarung nahmen. Kurz danach beginnt Luna damit, diesen falschen Geist aktiv unter den Konferenzteilnehmern „auszuteilen“. Huhn berichtet:</p>
<p style="padding-left: 80px;">„Luna ruft dazu auf, die Hände zu heben, um den Heiligen Geist zu empfangen. Er geht durch die Reihen und ruft: ‚Mehr, mehr‘, als würde er persönlich den Geist ausschenken. Cash Luna legt seine Hände auf die Köpfe, einige Menschen fangen an zu zucken, andere lachen ekstatisch. Luna hält das Mikrophon vor ihren Mund, damit es jeder hören kann. ‚Das ist ansteckend‘, sagt Luna. ‚das ist noch schlimmer als die Pandemie.‘ ‚Steck dich an mit dem Heiligen Geist‘, ruft Luna. ‚Mehr!“ – ‚Geben wir dem Heiligen Geist die Bedeutung, die er verdient.‘ – ‚Alles wird sich verändern.‘ ‚Hebt eure Hände und trinkt daraus, es ist kostenlos.‘ – In der Olympiahalle hört man von verschiedenen Seiten Lachen, das wie Gackern klingt. Wohlwollend könnte man sagen: Lunas Zuhörer machen gerade eine tiefe Erfahrung, kritisch ließe sich feststellen: Was hier geschieht, ist zutiefst verstörend.“</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das sind genau die in der Tat verstörenden, offensichtlich falschgeistigen Erscheinungen der falschen „Erweckung“, die von den extremcharismatischen Kreisen der „Neuen Apostolischen Reformation“, der „Wort-des-Glaubens“-Bewegung und der Bethel Church ausgebreitet werden soll, und die im „Toronto-Segen“ ihre bekanntesten Auswirkungen gefunden hat. Diese ekstatischen Symptome wie Zittern, Schütteln, unkontrolliertes Lachen, Tierschreie, „Tanzen im Geist“ sind dämonischer Natur und bewirken eben die „Trunkenheit im Geist“, die ihren Anhängern zeitweise jede Selbstbeherrschung raubt, aber auch und längerfristig jede geistliche Wachsamkeit und jedes biblische Urteilsvermögen. Wer von diesem Irrgeist trunken ist, kann nicht mehr die Geister prüfen, ob sie aus Gott sind (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,1</a>); er ist nicht mehr nüchtern und wachsam (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C6%3B+2Tim+2%2C26%3B+1Pt+4%2C7%3B+5%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,6; 2Tim 2,26; 1Pt 4,7; 5,8</a>). Es ist deshalb kein Zufall, daß gerade Anhänger dieser falschen „Erweckung“ sich willig einsmachen mit den Irrlehren und heidnischen Ritualen der katholischen Kirche. Diese wiederum kennt solche Geisterwirkungen aus ihrer reichen mystischen Tradition und kann sie hervorragend integrieren und ausnutzen.</p>
<p>Diese Konferenz ist ein weiteres Symptom für die zunehmende ökumenische Verführung und Verblendung unter den deutschen wie auch weltweiten Charismatikern, Evangelikalen und liberaltheologischen evangelischen Kirchenchristen. Beständig wird das Mantra wiederholt, daß man nur durch eine umfassende Einheit aller irgendwie christlich orientierten Kirchen und Gruppierungen vor der Welt ein Zeugnis sein könne. Zu Unrecht berufen sich diese Leute auf die Worte des Herrn Jesus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 17</a>. Dort spricht der Herr von den wahren Kindern Gottes, die eine Neugeburt aus dem Geist erlebt haben und das echte Evangelium verkünden und leben. Nur solche können wahrhaft im Geist eins sein.</p>
<p>Die wachsende ökumenische Weltbewegung aber ist eine raffinierte Verführung des Teufels, der eine unbiblische, widergöttliche Einheit aller möglichen Gruppen schmieden möchte, die dem Namen nach christlich sind, aber allesamt von verschiedenen Irrlehren und falschgeistigen Einflüssen geprägt sind: die römische Kirche mit ihrem falschen Evangelium der Errettung durch Werke und Sakramente, die liberaltheologisch geprägten evangelischen Kirchen und Freikirchen, die einen falschen Jesus verkündigen, der aus ihrer Sicht nicht von einer Jungfrau geboren ist, nicht am Kreuz für uns starb und nicht wahrhaft auferstanden ist. Zu dieser ökumenischen Allianz stoßen seit längerer Zeit verschiedene charismatische Gruppierungen, die ebenfalls einen falschen mystischen „Jesus“ verkünden und von vielfältigen irrgeistigen Einflüssen verführt sind, u.a. von der unbiblischen „Zeichen und Wunder“-Bewegung, der auch die Bethel Church angehört, und von den widergöttlichen Geisteswirkungen der „Toronto-Erweckung“.</p>
<p>Es ist ein Zeichen der sich zuspitzenden Endzeit, daß diese falschen Strömungen, die einen großen Teil der äußerlichen Weltchristenheit ausmachen, sich immer mehr annähern und immer intensiver auf eine unbiblische „Einheit“ hinarbeiten, welche die biblische Wahrheit ausklammert und verfälscht und sich stattdessen vielfach auf mystische und ekstatische Erlebnisse wie gemeinsamen „Lobpreis“, charismatische „Geisteserfahrungen“ oder katholische mystische Übungen beruft. Die katholische Kirche kann diese Dinge sehr gut benutzen und einbeziehen, weil sie selbst ja eine reiche mystische und esoterische Tradition hat.</p>
<p>An dieser unbiblischen Vermischung wirken auch einige moderne Evangelikale mit, wie ein Blick in den Träger- und Unterstützerkreis der Konferenz UNUM24 zeigt. Dort finden sich neben sehr charismatisch ausgerichteten Leitern (wie z.B. Juri Friesen, Urban Life Church; Walter Heidenreich, FCJG Lüdenscheid; Ulrike Lesch, Schule der Erweckung; Jean-Christof Nadon, Jesus Haus Netzwerk Allgäu; Tobias Teichen, ICF München; Ash Thorpe, YWAM Germany) und katholischen Unterstützern (Dr. Johannes Hartl; Pater Johannes Rothärmel, Orden der Passionisten; Pfarrei St. Anton Kempten, Dekan Bernhard Hesse; Loretto Gemeinschaft) auch einige evangelikale Leiter (Dr. Dominik Klenk, Fontis Verlag; Matthias Kunick, CVJM München; Bernd Oettinghaus, Ev. Allianz Frankfurt; Gerhard Proß, Miteinander für Europa). Auch der Bischof Dr. Yassir Eric, der angekündigt war, aber anscheinend nicht redete, wird dem evangelikalen Spektrum zugeordnet.</p>
<p>Es ist traurig, daß auch in München sicherlich eine ganze Anzahl von aufrichtig suchenden jungen Evangelikalen und Charismatikern durch begeisternde Reden, schöne Gemeinschafterlebnisse und esoterische „Gotteserfahrungen“ dazu verführt wurden, sich immer mehr auf die große falsche Einheit der Ökumene einzulassen, eine Einheit, die letztlich in die große Welteinheitskirche münden wird, welche die Bibel im Buch der Offenbarung enthüllt als die Hure Babylon:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Komm!, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht (od. Hurerei) getrieben haben, und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind.  Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Greueln und der Unreinheit ihrer Unzucht, und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu; und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+17%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 17,1-6</a>)</em></p>
<p>Und danach lesen wir den bemerkenswerten Aufruf:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+18%2C4-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 18,4-5</a>)</em></p>
<p>Es scheint also, daß es Gläubige geben wird, die sich verführen lassen, Teil der großen Hurenkirche zu sein, und der Herr ruft sie ausdrücklich auf, sich von Babylon abzusondern. Wir aber, die wir von Gottes Wort gewarnt sind, sollten das schon heute tun:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.</em> <em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 6,14-18</a>)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen: <a href="https://www.unum24.de/">https://www.unum24.de/</a></p>
<p>Karsten Huhn: „Jesus, küss Deutschland wach!“, in: <em>IDEA – Das christliche Spektrum</em> 26/2024, S. 14-16</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu diesem Thema können Sie Ausführlicheres lesen in unseren ESRA-Schriften:</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/oekumene-wohin-fuehrt-die-einheit-aller-namenschristen/"><strong>Ökumene. Wohin führt die Einheit aller Namenschristen?</strong></a></p>
<p><a class="package-title" href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/an-ihren-fruechten-werdet-ihr-sie-erkennen-welcher-geist-bewirkt-das-zittern-schreien-und-rueckwaertsstuerzen-im-toronto-segen/"><strong>„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Welcher Geist bewirkt das Zittern, Schreien und Rückwärtsstürzen im „Toronto-Segen“?</strong></a></p>
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<p>Die überarbeitete und aktualisierte Fassung dieses Artikels wurde auf https://das-wort-der-wahrheit.de am 2. 7. 2024 veröffentlicht</p>
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<p>© Rudolf Ebertshäuser 2024</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/07/unum24-rueckblick-auf-ein-oekumenisch-charismatisches-verfuehrungsspektakel/">UNUM24 &#8211; Rückblick auf ein ökumenisch-charismatisches Verführungsspektakel</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Wurzeln der modernen christlichen Musik:  Wesenszüge der weltlichen Rock- und Popmusik</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/01/die-wurzeln-der-modernen-christlichen-musik-wesenszuege-der-weltlichen-rock-und-popmusik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 16:56:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Alle christliche Rock- und Popmusik wie auch fast alle charismatische Lobpreismusik hat ihre Wurzeln in der weltlichen Rock- und Popmusik, die sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer kulturprägenden Kraft sondersgleichen entwickelt hat. Wenn wir die christlichen Töchter beurteilen wollen, müssen wir uns zunächst mit der weltlichen Mutter beschäftigen, die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>Alle christliche Rock- und Popmusik wie auch fast alle charismatische Lobpreismusik hat ihre Wurzeln in der weltlichen Rock- und Popmusik, die sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer kulturprägenden Kraft sondersgleichen entwickelt hat. Wenn wir die christlichen Töchter beurteilen wollen, müssen wir uns zunächst mit der weltlichen Mutter beschäftigen, die ihre Gene eindeutig an die Töchter weitergegeben hat.</p>
<p>Seit über 60 Jahren prägt die Rock- und Popmusik die Kultur der westlichen Welt, ja man kann heute zunehmend sagen: die Kultur der ganzen Welt nachhaltiger und tiefer als das irgendeine Musikrichtung zuvor tun konnte.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Wir Menschen im nachchristlichen Westen sind heute eingetaucht in ein permanentes akustisches Bad von Rock- und Popmusik: sie begegnet dem Zeitgenossen in den meisten Radiosendungen, im Fernsehen, im Internet, in unzähligen Kaufläden; sie dudelt vom Nachbarbalkon oder beschallt uns mit wummernden Bässen, wenn ein Auto neben uns an der Ampel hält.</p>
<p>Diese Musik hat den Lebensstil, das Lebensgefühl und die Weltanschauung mehrerer Generationen entscheidend beeinflußt. Sie war eine treibende Kraft in den kulturellen und sozialen Umwälzungen der 68er-Zeit, die aus dem ehemals christlich geprägten „westlichen Abendland“ die nachchristliche, neuheidnische Gesellschaft machten, in der wir heute leben. Diese Musik hat viele Menschen wirklich bewegt und geprägt, und wir müssen uns die Frage stellen: Was sind ihre geistlichen Ursprünge? Was ist das Geheimnis ihrer außerordentlichen Wirkung auf junge Menschen, aber auch inzwischen auf ältere?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<h2><span style="color: #800000;">1. Die geistlichen Quellen der weltlichen Rock- und Popmusik</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>Wenn wir im folgenden über <em>Rock- und Popmusik</em> sprechen, dann ist das ein vereinfachter Sammelbegriff; wir meinen damit die vielfältig untergliederte Hauptströmung der Popularmusik seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich aus Blues, Rhythm&amp;Blues, Spiritual, Gospel, Jazz, amerikanischer Country&amp;Folk-Musik und zahlreichen anderen Quellen speist. Sie ist unter anderem durch eine starke Rhythmusbetonung (<em>beat</em>) mit Gegenschlag (<em>backbeat</em>), durch motorischen Rhythmus, durch Synkopierung, sowie durch ständige Wiederholung musikalischer und textlicher Elemente gekennzeichnet.</p>
<p>Wie alle Dinge, denen wir begegnen, müssen wir auch diese Musik geistlich, nach biblischen, vom Geist Gottes gegebenen Maßstäben prüfen und beurteilen, um unsere Haltung dazu festzulegen. Hierzu müssen wir untersuchen, aus welchen Quellen diese Musik schöpft.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die musikalischen und geistlichen Quellen des Rock&amp;Roll</h4>
<p>Rein musikgeschichtlich lassen sich natürlich sehr verschiedene Einflüsse feststellen, aber eine wesentliche Rolle spielt (auch nach dem Urteil weltlicher Experten) der Einfluß der afro-amerikanischen Musik, die sich über Blues, Rhythm&amp;Blues Jazz und andere Richtungen auf die Voodoo-Musik und auf afrikanische Trommelriten zurückführen läßt.</p>
<p>Der bekannte Rock-Historiker Robert Palmer (der kein Christ, sondern überzeugter Anhänger der Rockmusik ist) führt die Aussage des nigerianischen Musikwissenschaftlers Fela Sowande an, der über die traditionelle Musik Afrikas schreibt: „Wenn wir die Fundamente der traditionellen Musik in Afrika entdecken möchten, dann müssen wir sie nach meiner Überzeugung … in der Vorliebe des traditionellen Afrikaners für das Esoterische und Okkulte suchen, in Religion und Magie.“<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Palmer selbst stimmt dieser Einschätzung zu und äußert dann sehr bemerkenswerte Einsichten über die musikalischen Ursprünge des Rock&amp;Roll in Afrika:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Der Gedanke, daß bestimmte Rhythmusmuster oder Abfolgen als Kanäle für spirituelle Energien dienen, die das menschliche Bewußtsein des Einzelnen mit den Göttern verbinden, ist grundlegend für traditionelle afrikanische Religionen und für die aus Afrika stammenden Religionen in allen Teilen Amerikas. Und ob wir es nun geschichtlich oder musikwissenschaftlich betrachten: <u>Die grundlegenden Riffs, Licks, Baßfiguren und Trommelrhythmen, die Rock and Roll zum <em>Rock</em> machen, können letztlich zurückverfolgt werden zu einer afrikanischen Musik, die in erster Linie eine spirituelle und rituelle Natur hat. </u></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>In einem gewissen Sinn ist Rock and Roll eine Art von ‚Voodoo‘, das gegründet ist in einer kraftvollen Tradition</u>, welche Natur und Geist feiert und weit entfernt ist von den nüchternen patriarchalen Wertvorstellungen, die von den selbsternannten Wächtern der westlichen Kultur geschätzt werden. Die ‚Dschungelrhythmen‘ des Rock and Roll, sein reiches und hochentwickeltes rhythmisches Erbe, wanderten von besonderen afrikanischen Kulturen über die Karibik (besonders Kuba), zu den schwarzen Kirchen des ländlichen Südens, von dort zu den Tanzsälen der Region, und schließlich, über Plattenfirmen und Radiosender, in die allgemeine populäre Kultur. Diese Wanderung, oder dieser Prozeß, ist ein zentraler Faktor des Rock and Roll.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Weiße Musiker haben seit langem die Sprache des Rock and Roll zu der Ihren gemacht; weiße Produzenten haben größere und kleinere Veränderungen bewirkt; weiße Händler haben die Musik der Welt angeboten. <u>Doch die Tatsache bleibt daß die Quellen dieser Musik, ihre bestimmenden ästhetischen Regeln, ihre „Tiefenstrukturen“ grundlegend afrikanisch und afro-amerikanisch sind.</u> Geist und Rhythmus, die Botschaft und der Beat, sind die beherrschenden Grundsätze dieser Musik. Bei einer bestimmten emotionalen Temperatur verschmelzen sie: der Rhythmus wird spiritualisiert und die Spiritualität hat einen Beat, zu dem du tanzen kannst.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a></p>
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<h4>Rhythmusmusik als Brücke zu den „Göttern“</h4>
<p>Palmer weist nach, daß wesentliche Elemente des Rock&amp;Roll gemeinsame Wurzeln mit der auf die westafrikanische Religion der Youruba zurückgehenden <em>Lucumi</em>-Religion Kubas hat. In dieser von westafrikanischen Sklaven nach dem Muster ihrer Vorfahren gebildeten Religion spielen Trommelrituale eine große Rolle, mit der die „Götter“, sprich die Dämonen, denen diese Leute dienen, angerufen werden. Palmer zeigt, daß Elemente dieser Trommelrituale sich im Rock&amp;Roll wiederfinden:</p>
<p><em>Bata</em>-Trommler schlagen ihre <em>toques</em>, oder Rhythmusmuster, wie Signale in das Reich der Götter und laden sie ein oder reizen sie, herabzukommen und ihre „Pferde“ oder Verehrer zu „besteigen“. (…) <u>Unter den speziellen Trommelmustern oder <em>toques</em> sind einige Riffs oder Licks, die grundlegend für das Vokabular des Rock and Roll sind</u>.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a></p>
<p>Palmer zitiert die Untersuchungen eines Anthropologen namens Robert A. Friedman, der die Bata-Trommler der kubanischen Religion genauer untersucht hat.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die wichtigste Verantwortung der <em>Bata</em>-Trommler ist es, <u>zwischen der Welt der Menschen und der Welt der <em>Orisha</em> [afrikanische Götter] zu vermitteln; sie führen andere durch Trance-Erfahrungen</u>, müssen aber selbst bei wachem Verstand bleiben. (…) Bei den <em>Bata</em>-Trommlern wird das Gesamtbild [ihrer Trommelrhythmen] als „der Groove“ bezeichnet, nach Friedman und seinen Informanten „der Punkt, an dem „die Energie der Musik beständig wird und alles Klick macht“. Ein Groove wird auf der Ebene der Gruppe aufgebaut statt vom Einzelnen her … und kann nur durch tatsächliches Spielen erreicht werden. Mit anderen Worten: das Geben und Nehmen (‚das Gespräch“) zielt immer darauf, eine Einheit zu schaffen, den Groove. Und umgekehrt wird der Groove erst ganz mit Energie aufgeladen durch ein Geben und Nehmen zwischen den Rhythmusmustern und zwischen Spielern und Zuhörern.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Rock and Roll wird von derselben Art von gemeinschaftlichem Groove getragen</u>: Wenn wir sagen, daß eine Band <em>rockt</em>, dann meinen wir, daß sie im <em>Groove</em> sind, zusammen haben sie den Punkt der „vorwärtstreibenden Ausrichtung (…) erreicht, wenn ‚die Energie der Musik beständig wird und alles Klick macht“. (…) <u>Ist es ein Wunder, daß Hörer von Rock and Roll-Musik sich oft scheinbar wie in Trance gefallene Verehrer von Gottheiten verhalten, wie echte Gläubige? Die grundlegenden Rhythmusstrukturen der Musik ermutigen, ja fordern sogar die hingegebenste Art von Teilnahme. Wie in einer afro-kubanischen <em>Bembé</em>-Feier wird der Zuhörer Teil des Groove. </u>Mißbilligende Eltern und selbsternannte Autoritäten sind nicht in der Lage, in diesen verzauberten Kreis einzudringen; sie empfangen den Groove nicht; er <em>rockt</em> sie nicht.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a></p>
<p>Palmer zieht aus der ausführlichen Untersuchung der afrikanisch-religiösen Wurzeln des Rock&amp;Roll bemerkenswerte Schlußfolgerungen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Übereinanderschichtung von eindringlichen, wiederholten Rhythmusmustern, die schieben und ziehen in einem raffiniert modulierten Spiel von Spannung und Befreiung, ist zentral für die Sprache des Rock and Roll. <u>Gepaart mit Gruppengesang, Tanz und anderen Arten der Beteiligung können diese rhythmischen Gebräuche eine Zuhörerschaft umformen in Teilnehmer einer gemeinschaftlichen Ekstase</u>.<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p>Dieser ungläubige Rockmusiker und Rock-Experte bestätigt hier genau das geistliche Urteil vieler bibeltreuer Gläubiger, die ebenso die sinnlich-erotische wie auch die heidnisch-magische Dimension der Rock- und Popmusik erkannt haben.</p>
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<h4>Trance und Ekstase – Schlüsselbegriffe heidnischer religiöser Erfahrung</h4>
<p>Weil in unserer Untersuchung vielfach davon gesprochen wird, daß Rockmusik zu Trance und Ekstase führt, dann wollen wir hier eine Definition dieser Begriffe weitergeben:</p>
<p style="padding-left: 40px;">* <strong>Trance</strong>: „Schlafähnlicher Zustand [bei spiritistischen Medien]; Dämmerzustand, Übergangsstadium zum Schlaf“ (Fremdwörter-DUDEN); „Trance (lat. <em>transire</em> hinübergehen, überschreiten) ist ein Sammelbegriff für veränderte Bewußtseinszustände mit einem intensiven mentalen Erleben, die sich, in Abgrenzung zum gewöhnlichen Wachbewußtsein, durch eine hochfokussierte Konzentration auf einen Vorgang bei gleichzeitig sehr tiefer Entspannung und unter Ausschaltung des logisch-reflektierenden Verstandes auszeichnen (…) Die Ethnologie belegt, daß Trancen, die als spirituell, rituell oder ekstatisch bezeichnet werden, in 90 Prozent aller menschlichen Kulturen zum religiösen oder therapeutischen Repertoire gehören. Bei diesen ekstatischen Trancen, die vor allem in Zusammenhang mit Schamanismus-Konzepten beschrieben werden, werden sehr real wirkende bildhafte Halluzinationen von diversen Geistwesen durch verschiedene Techniken willentlich herbeigeführt.<u> In vielen Religionen wird Trance als Mittel angesehen, um spirituell oder magisch mit Gott, Geistern oder anderen Wesen oder mythischen Orten in Verbindung zu treten.</u> Dadurch sollen Botschaften oder Erkenntnisse erlangt werden, um weltliche Probleme zu lösen. In manchen Kulturen werden dazu Drogen verwendet. <u>Fast überall werden bestimmte rituelle Körperhaltungen in Verbindung mit rhythmischen Trommel- oder Rasselklängen zur Einleitung spiritueller Trancen verwendet. Die rhythmische Anregung ist dabei eine zwingende Voraussetzung</u>“ (Wikipedia dt. Stand 9-2016: Unterstreichung RE).</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>* Ekstase:</strong> „[religiöse] Verzückung, rauschhafter Zustand, in dem der Mensch der Kontrolle des normalen Bewußtseins entzogen ist“ (Fremdwörter-DUDEN). „Ekstase (griechisch ἔκστασις <em>ékstasis</em> ‚das Außersichgeraten‘, ‚die Verzückung‘ von ἐξ-ίστασθαι <em>ex-histasthai</em> ‚aus sich heraustreten‘, ‚außer sich sein‘) ist ein Begriff der Religionswissenschaft, der auch in der Psychologie verwendet wird. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für besonders intensive trance-ähnliche oder durch Trance entfesselte psychische Ausnahme-Zustände, die von den Betroffenen als dramatische Zustandsveränderungen des Bewußtseins beschrieben werden. Das Bewußtsein wird ihren Angaben zufolge während der Ekstase als ‚erweitert‘ oder ‚erhöht‘ erlebt. Durch diese Erweiterung oder Erhöhung erhält der Betroffene (oder auch ein ihn Beobachtender) den Eindruck, er sei ‚außer sich‘ oder ‚nicht bei sich‘. Damit ist gemeint, er sei aus dem Bereich seiner vertrauten Umwelt und des normalen Wahrnehmungsvermögens herausgetreten und in einen Bereich andersartiger Wahrnehmungsmöglichkeiten eingetreten (…) Andererseits vermögen aber auch zahlreiche sensorische Reize ekstatische oder ekstaseähnliche Erfahrungen auszulösen. Dazu zählen Musik, Tanz (beispielsweise Derwischtänze, Trancetanz), Trommeln, Gesänge, Lichteffekte (z. B. mittels Mindmachine)&#8230;“ (Wikipedia dt. Stand 9-2016)</p>
<p>Der Grad der Veränderung des Wachbewußtseins zur Trance bzw. Ekstase ist entscheidend davon abhängig, wie stark sich der Mensch für die Musik und die damit verbundenen Rituale und Sinnesreize (Tanz, Lichtorgeln usw.) öffnet und in sie hineingibt.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a> Trance und Ekstase sind Wesensmerkmale heidnischer Religionen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C2%3B+Apg+8%2C9.11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,2; Apg 8,9.11</a>); der christliche Glaube wird durch Nüchternheit, Wachsamkeit, Besonnenheit und Selbstbeherrschung gekennzeichnet, das heißt durch geistgewirkte Bewußtheit, bei der das Wort Gottes eine Schlüsselrolle spielt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+13%2C33%3B+1Thess+5%2C6.8%3B+1Tim+3%2C2%3B+Tit+2%2C2%3B+1Pt+1%2C13%3B+4%2C7%3B+5%2C8%3B+2Tim+1%2C7%3B+Tit+2%2C6.12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 13,33; 1Thess 5,6.8; 1Tim 3,2; Tit 2,2; 1Pt 1,13; 4,7; 5,8; 2Tim 1,7; Tit 2,6.12</a>).<a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a></p>
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<h4>Heidnischer Götzendienst und Ekstase-Musik</h4>
<p>Geistlich gesehen müssen wir daraus schlußfolgern: <em>wesentliche, prägende Elemente der modernen Popmusik entstammen verschiedenen Formen</em> <em>des Götzendienstes </em>– sei es den afrikanischen Ritualen der Götzenanbetung, die zu Ekstase, Trance und Besessenheit führen, oder der asiatisch-meditativen Verführungsmusik, die im hinduistischen oder buddhistischen Götzendienst eingesetzt wird und ebenfalls zu Trance und Ekstase führt.</p>
<p>Ekstasefördernde Musik als Ritual ist in so gut wie allen heidnischen Götzenreligionen bekannt. Die Teilnehmer geben sich den monotonen Rhythmen und den Gesängen hin, bis sie in einen Zustand der Trance fallen und, von den Götzengeistern besessen, Ekstase und „Vereinigung mit der Gottheit“ erleben. Martin Heide stellt dazu fest, daß »im Heidentum die Musik in erster Linie als Mittel zum Zweck« diente. »Sie ist auf das Engste mit dem Götzendienst verknüpft und ist magisches Instrument in den Händen der Götzendiener.« Dabei spielte auch der »heilige Tanz« oft eine wichtige Rolle. Martin Heide führt verschiedene Berichte über alte Mysterienkulte an:</p>
<p>Einige von denen, die in Ekstase geraten, werden begeistert, wenn sie Flöten oder Tamburine oder Pauken oder eine gewisse Melodie hören; das gilt von denen, die am Meterkult, die vom Korybantiasmus ergriffen sind oder vom Sabazios (Dionysos) besessen sind. (…) Der Schauer der Nacht, die Musik, namentlich jene phrygischen Flöten, deren Klängen die Griechen die Kraft zuschrieben, die Hörer „des Gottes voll“ zu machen, der wirbelnde Tanz: dies alles konnte in geeigneten Naturen wirklich einen Zustand der visionären Überreizung hervorbringen&#8230;<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Interessanterweise finden wir in der Bibel ein eindrucksvolles Beispiel solcher Musik zur Förderung des Götzendienstes:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit, das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. (…) Sobald nun die Satrapen, Vorsteher und Statthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte, und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: Das laßt euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen: Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 3,1-5</a>)</em></p>
<p>Auch der Tanz der Baalspriester um den Altar des Baal auf dem Berg Karmel spricht von solchen ekstatischen Ritualen des Heidentums (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1K%C3%B6n+18%2C26-29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kön 18,26-29</a>), ebenso die Anbetung des goldenen Kalbes durch die Israeliten am Berg Horeb, von dem geschrieben steht: <em>„Da standen sie am Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen“ </em>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+32%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 32,6</a>). Später hört Mose einen Wechselgesang und sieht das Volk beim Reigentanz (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+32%2C18-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 32,18-19</a>). Das Neue Testament erklärt dazu, daß die Israeliten damals Götzendienst betrieben (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+10%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 10,7</a>).</p>
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<h4>Rockmusik und Dionysoskult</h4>
<p>Durch die magisch wirkende Trommelmusik wie auch durch psychedelische Musik wurden und werden im Endeffekt Geister angerufen und zum Wirken an den Singenden und Spielenden eingeladen. Diese Musik ist ihrem Wesen nach magisch und dämonisch inspiriert. Es ist interessant, daß viele Rockmusiker auch offen zugeben, von Geistern inspiriert oder sogar kontrolliert zu sein; sie bezeugen, wie ihnen bestimmte Lieder von Geistern eingegeben wurden oder wie sie beim Spielen ihrer Musik von einer Macht ergriffen werden, die durch sie spielt.</p>
<p>Der weltliche Rock-Experte Tony Palmer argumentiert durchaus überzeugend, daß die „Religion“ des Rock&amp;Roll starke Bezüge zum griechischen Kult des Dionysos und verwandten Götzen-Kulten des Altertums hat (Pan, Shiva).<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a> Dionysos war ein Gott der Ekstase und der ungehemmten Sexualität; in den Kulten wurden neben Alkohol „Musik, Tanz und Prophetie“ praktiziert, um die Anhänger zu berauschen. Dieser „Gott“ war oft begleitet von zügellosen, verrückten Gestalten; Palmer zitiert den Gelehrten Alain Danielou und schildert diese Begleiter des Dionysos:</p>
<p>„… Tänzer, Musiker, Akrobaten, Witzereißer und Faulenzer. Sie pressen die Weintrauben aus und werden betrunken. Sie sind ständig übererregt … ekstatische Dämonen, für die Erotik eine Form des Lebensausdrucks ist.“ Ihr Kommen wird angekündigt durch Musik von Dudelsäcken, Flöten, Zimbeln und vor allem Trommeln, je lauter desto besser. „Bestimmte Rhythmen und ihre allmähliche Beschleunigung spielen eine große Rolle, ebenso wie die plötzlichen Veränderungen in den rhythmischen Abläufen, die den Tänzern einen psychologischen Schock versetzen“, schreibt Danielou. „Ein sehr hoher Schallpegel ist nützlich, um Trancezustände zu erzeugen …“<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a></p>
<p>Dionysos wurde immer wieder auch als „gehörnter Gott“ dargestellt, und seine Geistesverwandtschaft mit dem Satan ist für jeden Christen augenfällig. Diese Hinweise sollen genügen, um zu zeigen, wie stark die Rock- und Popmusik des 20. Jahrhunderts verwandt ist mit heidnischen Ekstasekulten des Altertums, gegen die sich der christliche Glaube ja zur Zeit der Apostel entschieden wehrte:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,17-19</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3-12</a>)</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"> </p>
<h4>Die Rolle der schwarzen „Gospel-Musik“ und der afroamerikanischen Pfingstgemeinden</h4>
<p>Palmer sieht neben der heidnischen Ekstasereligion auch einige Einflüsse scheinbar „christlicher“ Art als prägend für den Rock&amp;Roll an, insbesondere bestimmte Elemente der schwarzen Gospelmusik und ekstatische Praktiken des Gesangs und Tanzens in schwarzen „Heiligungs“- und Pfingstgemeinden, die viele Elemente der heidnischen schwarzafrikanischen Religionen aufnahmen. Das ist insofern sehr interessant, weil diese Seitenströmung höchstwahrscheinlich wiederum Wege für die Aufnahme der Rock- und Popmusik in christlichen Kreisen gebahnt hat.</p>
<p>Gewisse Gebräuche, wie ekstatische Ringtänze (<em>ring shouts</em>), gingen durch gemischte „Erweckungstreffen“ auch auf weiße Christen über.<a href="#_ftn14" name="_ftnref14">[14]</a> Interessanterweise hatten einige frühe und einflußreiche Pioniere des Rock&amp;Roll eine Sozialisation in schwarzen oder weißen Pfingstgemeinden bzw. südlichen Baptistengemeinden erlebt, bevor sie in sie säkulare Musik gingen, u.a. Lionel Hampton, Jerry Lee Lewis, Bo Diddley, Buddy Holly, Chuck Berry, Little Richard und Elvis Presley.<a href="#_ftn15" name="_ftnref15">[15]</a> Sie erlebten dort schwarzafrikanische Elemente ekstatischer Musik und brachten sie später in der weltlichen Rockmusik ein, die ebenfalls ekstatischen Charakter trug.</p>
<p>Lionel Hampton, einer der Pioniere des „Rhythm&amp;Blues“, bezeugt, daß er wichtige musikalische Einflüsse durch die ekstatische Gottesdienstmusik der Pfingstkirche bekam, die u.a. mehrere Trommeln einsetzte.<a href="#_ftn16" name="_ftnref16">[16]</a> Hampton bekennt: „Und ich glaube, ich war der erste, der die ganze Musik aus der Heiligungskirche – den Beat, das Klatschen, das Rufen – in das Bandgeschäft hineinbrachte. Als der Rock and Roll kam, übernahmen sie eine Menge Sachen von uns.“<a href="#_ftn17" name="_ftnref17">[17]</a></p>
<p>Hampton erwähnt als eine seiner wichtigen Inspirationen den Auftritt eines schwarzen Pfingst-Heilers namens „Whirlin‘ Willie“. Sein Augenzeugenbericht zeigt, wie weit magisch-afrikanische Musikpraktiken damals schon in diesen Kirchen herrschten, verbunden mit handfestem Spiritismus und „Geistheilung“:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich ging zu der Erweckungsversammlung. Whirlin‘ Willies Band begann zu spielen. Was für eine Band! (…) <u>Sie begannen zu swingen, fingen an, den Heiligen Geist zu spüren, und, Mann, sie fanden echt einen Groove. (…) sie hatten den Geist und die Kraft</u>. Und als sie richtig in Fahrt gekommen waren, da öffnete sich hinten eine Tür, und Whirlin‘ Willie kam rein; er wirbelte, wirbelte einfach herum und hörte nicht ein einziges Mal damit auf! Die Band begann noch stärker zu grooven, und die Leute standen einfach auf, Kranke kamen nach vorne, Leute in Rollstühlen. Whirlin‘ Willie traf diese Leute wie ein Wirbelsturm! Er packte sie, einen nach dem anderen, und schmiß sie aus ihren Rollstühlen, dabei bellte er sie bloß an: „Du bist <em>geheilt</em>!“ Woff! „Du bist <em>geheilt</em>!“ Woff! Woff! Die verkrüppelten Leute landeten haufenweise auf dem Boden, und dann standen sie auf mit einer Art benommenem Gesichtsausdruck, und sie liefen einfach weg. Das gehörte zu den kraftvollsten, eindrucksvollsten Sachen, die ich je gesehen habe. Weil wir niemand von seinen Musikern anstellen konnten, begann ich meine Musiker zu bearbeiten und dazu zu bringen, daß <em>sie</em> mit dieser Art von Inspiration spielten.<a href="#_ftn18" name="_ftnref18">[18]</a></p>
<p>Der heutige Leser ist stark an die Praktiken heutiger charismatischer „Geistheiler“ erinnert, die mit ganz ähnlichen Methoden operieren. Suggestion und Trance spielen jeweils eine Schlüsselrolle für den „Erfolg“. Palmer führt auch den Bericht eines Volkskundlers an, der 1934 einen traditionellen Ringtanz in einer schwarzen Kirche in Louisiana aufnahm und beobachtete. Palmer kommentiert die Audio-Aufnahmen: „sie rocken so hart oder noch härter als irgendeine Schallplattenmusik“. Er schildert dann den Verlauf des Tanzes:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Ein Vorsänger krächzt diese und andere Sätze im Telegrammstil; seine Stimme ist so mit Gefühl geladen, daß sie oft die Bedeutung der Worte für einen bloßen Ton preisgibt. Ein Chor antwortet in dem überall gegenwärtigen <em>call-and-response</em> [Ruf-und-Antwort]-Stil. Der Holzboden der ländlichen Kirche schwingt mit wie ein riesiges Trommelfell zu der unerbittlichen Wucht koordinierter Fußstampfrhythmen, wobei rhythmisches Händeklatschen dazu synkopierte Gegenrhythmen beisteuert. Immer wieder merkt der Beobachter bei Augenzeugenberichten solcher Ringtänze an, daß die Füße wie Trommeln klingen. <u>Sie wirken auch als Trommeln, indem sie Tranceerfahrungen auslösen und dann anleiten oder formen.</u> Die Sklaven hatten in den Holzböden von Plantagenhäusern und Schuppen und später von ihren eigenen Kirchengebäuden den einzigen wirksamen Ersatz für die verbotenen Trommeln gefunden, der ihnen verfügbar war. Die Böden dröhnten mit genügend tiefen Grundvibrationen und ausreichender Resonanz und Frequenzbreite, um die starke motorische und sensorische Stimulation zu erzeugen, die nötig ist, um Tranceerfahrungen auszulösen und zu steuern.<a href="#_ftn19" name="_ftnref19">[19]</a></p>
<p>Angesichts des flächendeckenden Einsatzes von rockiger Ekstasemusik im heutigen charismatischen „Lobpreis“, in dem ähnliche Trancezustände hervorgerufen werden und der heute zunehmend auch wieder den „religiösen Tanz“ einsetzt, um die Menschen auf das Wirken des Schwarmgeistes einzustimmen, sind solche geschichtlichen Bezüge zu pseudochristlicher, in Wahrheit heidnischer und dämonisch hochwirksamer schwarzer „Gospelmusik“ sehr aufschlußreich. Dasselbe gilt für die Tatsache, daß auffällig viele Schlüsselfiguren in der frühen Geschichte des Rockmusik und der zeitgenössischen „christlichen“ Rock- und Popmusik (CCM) aus der Pfingst- und Charismatischen Bewegung stammen.</p>
<p>Im übrigen soll noch erwähnt werden, daß sich neben den afrikanischen Musiktraditionen auch noch „spirituelle“ Einflüsse aus dem Fernen Osten in der Rock- und Popmusik finden. Solche vor allem psychedelischen Züge sind auf die hinduistische und buddhistische Meditationsmusik zurückzuführen, von der die Beatles und andere Popgruppen einige Elemente übernommen haben.</p>
<p>Die Beatles und einige andere prominente Popmusiker öffneten sich bekanntlich den Lehren des hinduistischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi und der „transzendentalen Meditation“ und sympathisierten auch mit der Hare-Krishna-Bewegung und anderen fernöstlichen Einflüssen, was sich in ihrer Musik teilweise niederschlug. Doch diese Einflüsse sind für Christen genauso abzulehnen, weil sie aus der Finsternis des Götzendienstes Asiens stammen. Auch okkulte Trancemusik aus arabisch-muslimischer Tradition spielte bei einigen Rockgruppen eine Rolle.<a href="#_ftn20" name="_ftnref20">[20]</a></p>
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<h2><span style="color: #800000;">2. Die bewußtseinsverändernde Wirkung stark rhythmusbetonter Musik</span></h2>
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<p>Für unsere Fragestellung ist es wichtig, uns bewußt zu machen, daß wie bei den heidnischen musikalischen Vorläufern auch bestimmte Bestandteile der Rock- und Popmusik eine bewußtseinsverändernde, trancefördernde und verzaubernde Wirkung haben. Besonders der <em>„beat“</em>, die Betonung und Gestaltung des Rhythmus mit Schlagzeug, Baßgitarre u.a., bewirkt, wenn man sich ihm öffnet, eine Herabsetzung des normalen, wachen Bewußtseins auf eine tranceähnliche Ebene. Ähnlich wirken auch andere Elemente dieser Musik wie Synkopen, die große Lautstärke usw.<a href="#_ftn21" name="_ftnref21">[21]</a> Das ist heutzutage auch medizinisch-wissenschaftlich nachweisbar.</p>
<p>John Blanchard zitiert zwei Autorinnen zum Thema <em>Superlearning</em>, die schreiben: „Seit Jahrhunderten haben Leute von Asien über den Mittleren Osten bis Südamerika Musik genutzt, damit sie sie in veränderte Bewußtseinszustände bringt.“ Ein bulgarischer Arzt beschreibt das Ergebnis jahrelanger Experimente: „Bestimmte Trommelrhythmen wirken wie eine Art Schrittmacher, sie steuern den Rhythmus von Gehirnwellen und Atmung, was zu biochemischen Veränderungen führt, die veränderte Bewußtseinszustände hervorrufen.“</p>
<p>Der Popsänger Donovan bekennt: „Popmusik ist <em>das</em> Massenmedium, um die Art und Weise zu formen, wie Menschen denken“. Mick Jagger bestätigt das: „Musik ist der Schlüssel zu dem allem, weil Musik die Tür zu jedermanns Bewußtsein öffnet“.<a href="#_ftn22" name="_ftnref22">[22]</a></p>
<p>Diese unterschwellig beeinflussende Wirkung der Rockmusik, die die Hörer unkritisch und lenkbar macht und sie öffnet für ekstatische Erlebnisse, ist im medizinischen Experiment nachweisbar und von der Musikpsychologie anerkannt.<a href="#_ftn23" name="_ftnref23">[23]</a> Sie ist, wie wir oben schon gesehen haben, auch den weltlichen Rockmusikern und Musikexperten großenteils voll bewußt. Sie reden ganz offen von der „magischen“, „verzaubernden“ Wirkung dieser Musik, während christliche Verteidiger des Rock und Pop dies entschieden abstreiten.</p>
<p>Diese trancefördernde, auf die Begegnung und Erfüllung mit Geistern zielende Wirkung der Popmusik macht es auch verständlich, weshalb sie wie eine Droge wirkt und diejenigen, die sich ihr ergeben, regelrecht süchtig macht. Viele Menschen können gar nicht mehr arbeiten oder ihre Freizeit gestalten, ohne daß diese Musik nicht wenigstens im Hintergrund spielt. Sie vermittelt ein je nach Persönlichkeit unterschiedlich starkes emotionales Aufputsch-Erlebnis, bis hin zum Berauscht- und Ergriffensein und zu ekstatischen Zuständen. Diesen „Kick“ suchen ihre Anhänger immer wieder, und im Endeffekt sind sie von ihm abhängig (was sich zeigt, wenn sie einmal vier Wochen auf ihre heißgeliebte Musik verzichten müßten).</p>
<p>Letztlich ist die Rock- und Popmusik auch eine Art Religionsersatz, ein heidnisches religiöses Ritual, das dem seiner musikalischen Ursprünge durchaus verwandt ist. Dabei spielt es keine wesentliche Rolle, ob es sich nun um „Soft-Rock“, „Sacro-Pop“, „Hard-Rock“ oder „Hiphop“ oder irgendwelche anderen Stilvarianten handelt, Gerade auch die weichen, langsameren, psychedelischen Melodien wirken oft sehr stark verführerisch.</p>
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<h4>Zeugnisse weltlicher Rockmusiker offenbaren, wes Geistes Kind ihre Musik ist</h4>
<p>Wir wollen hier aus einer Fülle von Bekenntnissen weltlicher Rockmusiker einige wenige Aussagen herausgreifen, um zu zeigen, welchen finsteren, antichristlichen Charakter diese Musik hat – ganz unabhängig vom Text der Lieder, der in den meisten Fällen genau denselben Charakter trägt.</p>
<p>So bezeugte etwa der Rock&amp;Roll-Sänger Little Richard, der selbst zwei vergebliche Versuche machte, von dieser Musik loszukommen, und eine halbherzige Hinwendung zu Christus vollzog: „Meine wahre Überzeugung über Rock’n’Roll … ist die: Ich glaube, diese Art von Musik ist dämonisch. … <u>Viele Beats in der heutigen Musik stammen aus dem Voodoo, von den Voodoo-Trommeln … Ich glaube, daß diese Sorte Musik Menschen von Christus wegtreibt.</u> Sie ist ansteckend.“<a href="#_ftn24" name="_ftnref24">[24]</a></p>
<p>Der Rockstar David Bowie bestätigt dies offenherzig: „<u>Rock war immer schon die Musik des Teufels</u>. Du kannst mich nicht davon überzeugen, daß sie das nicht ist. Ich bin ehrlich überzeugt von allem, was ich gesagt habe. Ich bin überzeugt, daß der Rock‘n‘Roll gefährlich ist“.<a href="#_ftn25" name="_ftnref25">[25]</a></p>
<p>Der Rockmusiker Jimmy Hendrix sagt: „Bestimmte Stimmungen [‚atmospheres’] werden durch Musik erzeugt, denn Musik hat eine nur ihr eigene Spiritualität.<u> Du kannst die Leute mit Musik hypnotisieren, und wenn du sie an ihrem schwächsten Punkt erwischst, kannst du ihnen in das Unterbewußtsein predigen, was wir ihnen sagen wollen</u>.“<a href="#_ftn26" name="_ftnref26">[26]</a></p>
<p>Timothy Leary, einer der Sprecher der antichristlichen Drogen- und Jugendkultur, sagt in bezug auf die Popmusik: „Hör nicht auf die Worte, <u>die Musik selbst hat ihre eigene Botschaft</u> (&#8230;) ich bin schon sehr oft von der Musik high [= berauscht] geworden (&#8230;) die Musik ist’s, die dich treiben wird.“<a href="#_ftn27" name="_ftnref27">[27]</a> Der Musiker Peter Michael Hamel sagt über die bewußtseinsverändernden Wirkungen monotoner Rhythmen: „Durch Rhythmus erwacht das magische Bewußtsein.“<a href="#_ftn28" name="_ftnref28">[28]</a></p>
<p>Der Technomusiker Mathias Hoffmann schreibt über die Wirkung der monotonen Rhythmen in seiner Musik: „Das archaische Element, das Fallenlassen, das Den-Kopf-Abschalten kann auch sehr positiv wirken. Tekkno funktioniert ähnlich wie Meditation. Die Monotonie gibt dir das eine Wort, das ‚Omm’ des Tantra. Durch die ständige Repetition wirst du von der Welt losgelassen und kannst zu dir selber finden.“</p>
<p>Gabrielle Roth, eine als „Großstadt-Schamanin“ bezeichnete Veranstalterin von Tanz- und Musik-Workshops, sagte in einem Interview: <u>„Gib dich dem Beat hin, gib dich dem Beat nochmal hin und noch mal und noch mal, und irgendwann hast du einen Zustand von Ekstase erreicht.</u>“ Über ihre Zielgruppe schreibt sie: „Die Leute, die zu meinen Workshops kommen, sind zum größten Teil erst knapp über zwanzig. Sie wollen Trance, Ekstase und Spiritualität. All das finden sie im Tanz, im Rhythmus, in der Musik.“<a href="#_ftn29" name="_ftnref29">[29]</a></p>
<p>Jimmy Page von der Rockgruppe »Led Zeppelin« beschreibt die Wirkung der Rock- und Popmusik sehr offen: »Ein Rockkonzert ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Ritual, bei dem übersinnliche [engl. <em>psychic</em>] Kraft freigesetzt und umgesetzt wird. Konzerte von Led Zeppelin beruhen im wesentlichen auf Lautstärke, Wiederholung und Rhythmus. Sie haben viel Ähnlichkeit mit der Trance-Musik Marokkos, die in ihrem Ursprung und Zweck magischen Charakters ist. (…) Im Led-Zeppelin-Konzert ist das Ziel Energie bei den Spielern und beim Publikum. Um das zu erlangen, muss man die Quellen magischer Kraft anzapfen, so gefährlich das auch sein mag.«<a href="#_ftn30" name="_ftnref30">[30]</a></p>
<p>Ein Rockmusiker wirkt deshalb normalerweise wie ein Schamane in den götzenanbetenden Naturvölkern. Er ist ein Kanal der Geister und er führt die Menschen über Rituale und meist auch über Musik zur ekstatischen Begegnung mit den Geistern.</p>
<p>Das beinhaltet auch, daß viele Lieder dieser modernen Schamanen durch Inspiration finsterer Geister entstanden. Keith Richards von den Rolling Stones bekennt dies offen: „Wir empfangen unsere Lieder durch Inspiration, wie bei einer Séance [= spiritistischen Sitzung].“<a href="#_ftn31" name="_ftnref31">[31]</a> Yoko Ono sagt über die Beatles: „Sie waren wie Medien. Sie waren sich nicht aller Dinge bewußt, die sie sagten, sondern es kam durch sie.“ Michael Jackson bekannte: „Wenn ich auf die Bühne komme, dann kommt plötzlich etwas ‚Magisches‘ irgendwo her, und der Geist packt dich einfach, und du verlierst die Kontrolle über dich selbst.“</p>
<p>Der Keyboarder der Band <em>Doors</em> erzählte über deren Konzerte: „Es war, als ob Jim [Morrison] ein elektrischer Schamane wäre und wir die elektrische Musikgruppe des Schamanen, die nach seiner Führung das Trommelfeuer eröffnete.“<a href="#_ftn32" name="_ftnref32">[32]</a> Und der weltberühmte Rockgitarrist Ginger Baker erzählte: „Es passiert uns ziemlich oft – es kommt mir vor, als ob nicht ich mein Instrument spiele, etwas anderes spielt es, und dieses Etwas spielt die Instrumente von uns Dreien. Das meinte ich, wenn ich sage, manchmal ist es furchterregend.“<a href="#_ftn33" name="_ftnref33">[33]</a></p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Pop- und Rockmusik &#8211; endzeitliche Musik der Gesetzlosigkeit</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>All dies muß uns ganz klar machen: Rock- und Popmusik ist nicht einfach ein moderner zeitgenössischer Musikstil wie frühere zu ihrer Zeit auch. Diese Musik ist <em>Endzeitmusik</em>, ist eine der stärksten Waffen des Satans in der Verführung der Welt zur Gesetzlosigkeit und widergöttlichen Rebellion. Es ist eine vom Teufel inspirierte, magische, götzenanbeterische Musik, die dem heiligen Gott ein absolutes Greuel ist. Wer solche Musik nimmt und in das Heiligtum der Gemeinde bringen will, der begeht eine schwere Sünde; der begeht Frevel gegen Gott und den Herrn Jesus Christus.</p>
<p>In dieser bewußt anarchischen, zügellosen, orgiastischen Musik wird eine geistliche Macht wirksam, die uns die Bibel als <em>„das Geheimnis der Gesetzlosigkeit“</em> beschreibt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,7</a>). Die Bibel zeigt uns, daß die gottferne Menschheit am Ende der Zeiten, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus, von einer mächtigen Welle von Gesetzlosigkeit erfaßt werden wird.</p>
<p>Die Menschen werden sich bewußt gegen Gottes Gebote und Ordnungen, einschließlich der grundlegenden Schöpfungsordnungen von Ehe und Familie, auflehnen. Sie betreiben den Kult des „autonomen“ (sich selbst das Gesetz gebenden) Übermenschen, der sich für Gott hält (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,4</a>). Sie feiern die Grenzüberschreitung, die Übertretung göttlicher Gebote, die zügellose Selbstentfaltung und Verwirklichung ihrer Begierden und Lüste – bis zum Exzeß. Das wird für sie wie eine Gegenreligion.</p>
<p>Rockmusik ist ihrem Wesen nach Ausdruck und Ansporn jener endzeitlichen Gesetzlosigkeit. John Lennon erklärte in einem Interview: „Die ganze Idee der Beatles war es, zu tun, was du willst“, wobei er sich offenkundig auf eine Lebensregel des Satanisten Aleister Crowley bezog, der die ganze Rockmusik stark beeinflußte. Crowley gab bereits den Fingerzeig, daß man die junge Generation durch „eine auf Wiederholung und Rhythmus basierende Musik“ sowie durch Drogen und sexuelle Magie für das Übersinnliche öffnen könne.<a href="#_ftn34" name="_ftnref34">[34]</a></p>
<p>Mick Jagger von den Rolling Stones sagte einmal: „Anarchie ist der einzige schwache Hoffnungsschimmer. Jeder sollte fähig sein, dorthin zu gehen, wo er will, und zu tun, was er will“. In dem berüchtigten ACDC-Song „Highway to Hell“ wird diese gesetzlose Lebensphilosophie so ausgedrückt: „Ich bin auf der Schnellstraße zur Hölle … keine Stopschilder, keine Begrenzungen, niemand wird mich zum Abbremsen bringen.“ Der Schlagzeuger von Black Sabbath, Bill Ward, sagte: „Wir haben rebelliert, und wir haben gegen so gut wie alles rebelliert.“<a href="#_ftn35" name="_ftnref35">[35]</a> Das war nicht nur die Lebensüberzeugung der Rockmusiker – das war auch die Botschaft ihrer bewußt aufrührerischen, unharmonischen, aufputschenden Musik, die wiederum diese Haltung in die Herzen ihrer Hörer einprägte.</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<h4>Die antichristliche Auflehnung der 68er-Jugendrevolte</h4>
<p>Damit aber ist diese Musik nicht nur zutiefst <em>un</em>christlich, sondern ausgesprochen <em>anti</em>christlich. Der Antichristus ist der Mensch der Sünde, der sich gegen Gott erhebt und Seine Ordnungen über den Haufen wirft – inspiriert von Satan, dem großen Rebellen gegen Gott und Widersacher des Herrn Jesus Christus. Der Geist der antichristlichen Bestrebungen wird im <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 2</a> so deutlich geschildert:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde l<strong>ehnen sich auf</strong>, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: <strong>»Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!«</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 2,1-3</a>)</em></p>
<p>Das alles wird im Auftreten des Antichristen gipfeln, welcher <em>„der Gesetzlose“</em>, die Personifizierung der Gesetzlosigkeit, genannt wird (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,8</a>), und von dem geschrieben steht:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und <strong>der Mensch der Sünde</strong> geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, <strong>der sich widersetzt und sich über alles erhebt</strong>, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-4</a>)</em></p>
<p>Die „68er-Kulturrevolution“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war also eine Erfüllung der prophetischen Voraussagen der Bibel über die Endzeit, in der alles Böse und Gottwidrige in der Menschheit zur Ausreifung kommt und einen schrecklichen Gipfelpunkt erreicht, auf den dann das Zorngericht Gottes folgt.</p>
<p>Diese als „Jugendrevolte“ deklarierte antichristliche Geisteswelle überschwemmte von den USA ausgehend buchstäblich das ganze frühere „christliche Abendland“ und brachte Anarchie und Auflehnung, Ungehorsam gegen Eltern und alle Autoritäten, zügellose Selbstbefreiung, Untergrabung von Ehe und Familie, die kultische Zelebration von Hurerei, Homosexualität und jeglicher Perversion, Drogenexzesse und die Hinwendung zum Magischen und Dämonischen. Hier gelangte zum vollen Ausdruck, was die Bibel über die Sünde des Menschen sagt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C28-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,28-31</a>)</em></p>
<p>Ein Wesenszug dieser Jugendrevolte war die Zerstörung der Familie – zunächst durch die systematische Anstachelung der oft nur 12, 13 Jahre alten Jugendlichen zur Auflehnung gegen ihre Eltern und deren Autorität, die durch die Rockmusik systematisch angefeuert wurde. Die Werte der Gesellschaft (und der Bibel) wurden genau umgekehrt – es war „out“ und verachtenswert, wenn ein junger Mensch gehorsam, ordentlich, fleißig und strebsam war. „In“ war Frechheit, Leistungsverweigerung, Ungehorsam, Lässigkeit, Sinnlichkeit, sofortige Lusterfüllung, Flucht in den Rausch der Musik oder der Drogen.</p>
<p>Damit wurden diese irregeführten, ihres elterlichen Schutzes beraubten Jugendlichen systematisch in die Labyrinthe des Bösen eingeweiht: vorehelicher Geschlechtsverkehr, Abtreibungen, Mißbrauch (wie weit verbreitet er war, kommt jetzt erst durch die Enthüllungen über „Sir Jimmy Savile“, „Gary Glitter“ und andere ans Licht), Drogenkult, Prostitution, esoterische Sekten.</p>
<p>Diese 68er-Jugendkultur – zu der der Verfasser dieser Zeilen auch viele Jahre gehörte – fand ihren musikalischen Ausdruck in der Rock- und Popmusik; diese befeuerte aber auch die antichristliche Kulturrevolution und führte ihr scharenweise neue Anhänger zu. Einer der damaligen Aktivisten, Jerry Rubin, sagte: „Rock’n’Roll war der Anfang der Revolution &#8230; Wir haben Jugend, Musik, Sex, Drogen und Rebellion mit Hochverrat verbunden, und diese Verbindung kannst du schwer besiegen.“</p>
<p>Die satanische Rebellion und Gesetzlosigkeit steckte nicht nur in den Texten, sondern auch in den Rhythmen, im treibenden Beat, in den Riffs und wiederholenden Mantras, in der allgegenwärtigen sexuellen Anzüglichkeit und Stimulation, im provokativen und perversen Verhalten der angehimmelten „Stars“, die zu den neuen Vorbildern der irregeführten jungen Leute wurden.</p>
<p>Die Rock- und Popmusik ist also im Letzten antichristliche Musik, Musik, mit der der Teufel versucht, die Menschen zu beeinflussen, von Gott und Seiner Wahrheit wegzuziehen und für den Antichristen gefügig zu machen. H. T. Spence schreibt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Aber der Antichrist muß noch kommen, und Satan arbeitet seit dem Turmbau zu Babel daran, die Welt wieder zurückzubringen zu einer Einheit in Puls, Herzschlag, Vision und Ziel. (…) Musik ist das machtvolle Werkzeug, um Massenmanipulation zu bewirken oder eine Bevölkerung emotional und weltanschaulich zu beherrschen. Sie ist die Macht, um Menschen zu gewinnen, in der säkularen oder religiösen Welt. (…) Sie kann die Stimmung einer Nation, eines Volkes, eine Familie oder einer christlichen Gemeinde vorgeben. (…) Das zwanzigste Jahrhundert ist durch seine Technik und Synthese von Musik in der Lage gewesen, jeden gewünschten Effekt hervorzubringen. Moderne Musik ist wahrhaftig eine emotionale und geistige Droge für die Massen geworden.<a href="#_ftn36" name="_ftnref36">[36]</a></p>
<p>Wir müssen bedenken, daß der Feind einmal alles daransetzt, die Welt zur Anbetung des Antichristen und zur Anbetung seiner selbst zu verführen. Dabei müssen wir damit rechnen, daß er auch raffiniert gemachte Musik einsetzt, um die Menschen zu berauschen und willig zu machen, wie wir es in dem bedeutungsvollen Vorbild des goldenen Standbildes von Nebukadnezar sehen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+3%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 3,7</a>)</em></p>
<p>Die weltweite Ausbreitung der Rock- und Popmusik und ihr suchtartiger Konsum durch Milliarden Menschen läßt uns ahnen, daß diese Musik (oder ihre Weiterentwicklung) vielleicht noch eine wichtige Rolle in den Verführungsplänen des Bösen spielen könnte.</p>
<p>All das steht in einem tiefen und unversöhnlichen Gegensatz zur Botschaft der Bibel. Die Bibel deckt auf, daß gerade die Auflehnung und Rebellion des gefallenen Menschen gegen den ewigen, allmächtigen Gott, gegen Seine Ordnungen und Gebote die Ursache des Verderbens der Menschen ist.</p>
<p>Christsein bedeutet Abkehr von dieser todbringenden Rebellion und aller Gesetzlosigkeit, bedeutet bewußte Unterwerfung unter Gottes Autorität und auch unter die menschliche Obrigkeit. Wer sich zu Christus bekennt, muß sich entschieden abwenden von aller Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,19</a>). Das bedeutet auch einen bewußten Bruch mit der von Rebellion, Zügellosigkeit und Gesetzlosigkeit geprägten „Jugendkultur“ und ihrer Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Eine sehr interessante Geschichte des Vormarsches von Rock&amp;Roll im Westen aus biblischer Perspektive gibt Spence, <em>Confronting</em>, S. 61-74. Vgl. auch die geschichtliche Darstellung in Peters/Peters, <em>Why Knock Rock</em>, S. 13-31.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Eine Bewertung der Rock- und Popmusik aus christlicher Sicht findet man in einigen empfehlenswerten Büchern bzw. Schriften. Eine kurze, treffende Warnung gibt Roger Liebis Broschüre: <em>Rockmusik – Daten, Fakten, Hintergründe. </em>Ebenfalls relativ knapp ist die Darstellung von Ulrich Bäumer: <em>Wir wollen nur deine Seele. Hardrock: Daten, Fakten, Hintergründe. </em>Musikwissenschaftlich fundiert und mit vielen Zitaten und Fakten argumentieren die Bücher von Matthias Steup:<em> Gute Musik! Böse Musik? </em>und von Adolf Graul: <em>Rock-, Pop- und Technomusik und ihre Wirkungen. </em>Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das Büchlein von Joachim Rosenthal: <em>Popmusik im Gottesdienst? </em>Im englischsprachigen Bereich finden sich sehr gute Darstellungen u.a. bei: Peter Masters: <em>Worship in the Melting Pot</em> sowie Blanchard/Anderson/Cleave: <em>Pop goes the Gospel.</em> Die wohl ausführlichste Sammlung von Zitaten und Fakten bietet David Cloud: <em>Rock Music vs. the God of the Bible. </em>In den Fußnoten wird die Literatur nur mit Kurztitel zitiert; vgl. die ausführlichen bibliographischen Angaben im Literaturverzeichnis im Anhang.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 52; vgl. seine ausdrückliche Bestätigung von Sowandes Aussage auf S. 72. Robert Franklin Palmer jr. (1945-1997) war ein weißer US-amerikanischer Musiker und Rock-Experte, der jahrelang für die <em>New York Times</em> Musikartikel schrieb und Mitherausgeber der Zeitschrift <em>Rolling Stone</em> war. Er lehrte an mehreren Universitäten über amerikanische Musikgeschichte und war einer der führenden Kenner des Blues und der Rockmusik in den USA (vgl. auch seine Biographie in Wikipedia engl.). Ich zitiere ihn ausführlich, weil er mehr und fundierter als andere Fachleute auf die religiös-spirituellen Wurzeln der Rockmusik eingeht.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 53. Hervorhebungen durch Unterstreichung sind immer von RE. Die Verbindung des Rock&amp;Roll zum Voodoo wird auch von anderen Kennern offen angesprochen; vgl. DeBruyn, <em>Drumming</em>, S. 18.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 77.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 62.</p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 62-64.</p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 66. An anderer Stelle sagt Palmer: „Rock and Roll zielt auf Befreiung und Transzendenz [Jenseitserfahrung], er erotisiert das Spirituelle und spiritualisiert das Erotische, denn das ist sein ökumenisches [aus seiner multireligiösen Entstehung abgeleitetes] Geburtsrecht.“ S. 72.</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Vgl. die wertvollen Ausführungen von Matthias Steup zu Trance und Ekstase durch Rockmusik in <em>Gute Musik,</em> S. 69-81.</p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Das gr. <em>ekstasis</em> wird zur Beschreibung von außerordentlichen Visionen der Apostel Petrus und Paulus gebraucht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+10%2C10%3B+11%2C5%3B+22%2C17%3B+vgl.+2Kor+5%2C13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 10,10; 11,5; 22,17; vgl. 2Kor 5,13</a>), wurde aber von ihnen als Ausnahmeerfahrung erlebt, die mit ihrem besonderen Aposteldienst zu tun hatte, während beide für das Glaubensleben die Nüchternheit und den bewußten Verstand sehr betonen.</p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> M. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 41f.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Palmer schreibt: „Rock war unsere Religion. Aber was für eine Art von Religion war es? Die alten Griechen schlossen den philosophischen Dualismus in ihre Hierarchie der Götter und Mythen ein, indem sie spirituelle Kräfte oder Mächte feststellten, die zwei grundlegende Tendenzen in Gesellschaft und Kultur verkörperten: der „ausgewogene, vernünftige‘ Apollo und der ‚berauschte, unvernünftige‘ Dionysos. Die Verehrung des Dionysos gehört zu den ältesten Weltreligionen und hat Wurzeln in der noch älteren, vor-arischen Verehrung von Shiva. (…) Wie Shiva und Pan wird der griechische Dionysos oft als ein gehörnter Gott dargestellt. Das sind Götter der Ekstase und der zügellosen Sexualität (…) Dionysos war der Gott der hochgepriesenen Ekstase und der hingerissensten Liebe (…) <u>Rock and Roll forderte die vorherrschenden Normen und Werte mit einer wahrhaft dionysischen Leidenschaft heraus.</u> Verglichen mit einer antiken dionysischen Orgie – Trancezustände, Besessenheiten, Verehrer, die Opfertiere mit ihren bloßen Händen zerrissen und das rohe Fleisch aßen -, ist eine Rock&amp;Roll-Aufführung beinahe zahm. Aber in einer Kultur, deren Vorstellung von musikalischer Unterhaltung in Perry Como, Doris Day und ‚Deiner Hitparade‘ bestand, war das Auftreten eines Elvis Presley, ganz zu schweigen von Little Richard, radikal und beispiellos.“ Palmer zitiert dann einen Rock-Philosophen, der die Rockkonzerte im Jargon der linken Guerillakrieger als „für begrenzte Zeit existierende autonome Gebiete“ bezeichnet, und definiert diese als „eine Art effektiver herrschaftsfreier Zustand [functional anarchy], der in einer mehr oder weniger unterdrückenden vorherrschenden Kultur existieren kann“; er bezeichnet Rock-Konzerte als „<u>eine für gewisse Zeit existierende dionysische Gemeinschaft</u>“; vgl. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 147-150.</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 148-149.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Vgl. dazu Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 66-72.</p>
<p><a href="#_ftnref15" name="_ftn15">[15]</a> Vgl. dazu auch Kopfermann, <em>Das Geheimnis,</em> S. 185-189; Kopfermann deutet diese Prägungen so, als seien diese Rockmusiker „verlorene Söhne“, die in der Kirche hätten bleiben können, wenn diese toleranter gewesen wäre.</p>
<p><a href="#_ftnref16" name="_ftn16">[16]</a> Palmers Anmerkung zu dieser Kirche ist bemerkenswert: „Die C.O.G.I.C [= Church of God in Christ], die in Memphis Mitte der 1890er Jahre gegründet wurde, ist eine Pfingstkirche, deren Mitglieder direkten Kontakt mit dem Heiligen Geist aufnehmen. Tranceverhalten – „getting happy“ – ist weit verbreitet und wird gefördert, und kein Musikinstrument wird für unwürdig gehalten, das Lob Gottes zu singen. Geheiligte Gospelmusik, die sich etwa um dieselbe Zeit entwickelte wie der frühe Blues und Jazz, <u>ist eine der wichtigsten und vielleicht die am wenigsten dokumentierte der musikalischen Sprachen, die die Fundamente des Rock and Roll bereitstellten.</u>“ S. 47.</p>
<p><a href="#_ftnref17" name="_ftn17">[17]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 48-49.</p>
<p><a href="#_ftnref18" name="_ftn18">[18]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 48.</p>
<p><a href="#_ftnref19" name="_ftn19">[19]</a> Zit. n. Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 67-68.</p>
<p><a href="#_ftnref20" name="_ftn20">[20]</a> Belege dafür finden sich u.a. bei Palmer, <em>Rock&amp;Roll</em>, S. 72; 88; 109; 124-125. Heide führt aus: „Aber schon Timothy Leary sah die trancehafte Wirkung von Rockmusik nicht allein durch ihren Rhythmus bedingt; spätestens seit den 70er Jahren experimentierten nämlich namhafte Rockmusiker (oft unter Drogeneinfluß) mit psychedelischen Klangteppichen, um ‚Trip‘-Erlebnisse beim Hörer hervorzurufen (…) Grundlagen solcher ‚Funktionsmusik‘ ließen sich leicht in der Musik des Hinduismus finden (…)“ <em>Musik</em>, S. 69. Spence merkt an: „Acid-Rock [LSD-Rock] war langsamer und spannungsärmer als Hardrock, und er führte vieles aus der orientalischen Musik ein, die Hintergrundklänge für die Drogenerfahrungen dieser Zeit bereitstellte.“ <em>Confronting</em>, S. 66.</p>
<p><a href="#_ftnref21" name="_ftn21">[21]</a> Vgl. dazu das Buch von Adolf Graul, <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em>, in dem wir viele Beispiele und aufschlußreiche Zitate in bezug auf die Wirkung von Rockmusik finden<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref22" name="_ftn22">[22]</a> Alle Zitate nach Blanchard,<em> Pop goes the Gospel</em>, S. 70-71.</p>
<p><a href="#_ftnref23" name="_ftn23">[23]</a> Adolf Graul weist auf die Zusammenhänge in seinem Buch <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em> mehrfach hin, so z. B. S. 76-84; 103-127; 138-140; Zitate und Auszüge aus wissenschaftlicher Literatur finden sich auf S. 259-320. Auch bei Macujina, <em>Measuring</em>, findet sich ein aufschlußreiches Kapitel mit solchen psychologischen Experimenten über die Wirkung von Rockmusik („Rock Music and Psychological Studies“, S. 162-181).</p>
<p><a href="#_ftnref24" name="_ftn24">[24]</a> Zit. n. Cloud, <em>Contemporary Christian Music</em>, S. 352.</p>
<p><a href="#_ftnref25" name="_ftn25">[25]</a> Zit. n. Blanchard, <em>Pop goes the Gospel</em>, S. 45.</p>
<p><a href="#_ftnref26" name="_ftn26">[26]</a> Zit. n. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 71.</p>
<p><a href="#_ftnref27" name="_ftn27">[27]</a> Zit. n. Heide, <em>Musik um jeden Preis?</em>, S. 68.</p>
<p><a href="#_ftnref28" name="_ftn28">[28]</a> Zit. n. Graul, <em>Rock-, Pop- und Technomusik</em>, S. 46.</p>
<p><a href="#_ftnref29" name="_ftn29">[29]</a> Zit. n. Graul, S. 50.</p>
<p><a href="#_ftnref30" name="_ftn30">[30]</a> Zit. n. Graul, S. 47.</p>
<p><a href="#_ftnref31" name="_ftn31">[31]</a> <em>Rolling Stone</em> 5. 5. 1977, zit. n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 225.</p>
<p><a href="#_ftnref32" name="_ftn32">[32]</a> Zitate n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 225-226.</p>
<p><a href="#_ftnref33" name="_ftn33">[33]</a> Zit. n. Blanchard, <em>Pop goes the Gospel</em>, S. 43.</p>
<p><a href="#_ftnref34" name="_ftn34">[34]</a> Zit. n. Bäumer, <em>Wir wollen nur deine Seele</em>, S. 97.</p>
<p><a href="#_ftnref35" name="_ftn35">[35]</a> Zit. n. Cloud, <em>Rock Music</em>, S. 210-211.</p>
<p><a href="#_ftnref36" name="_ftn36">[36]</a> Spence, <em>Confronting</em>, S. 26-27.</p>
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<p>Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/charismatischer-lobpreis-fremdes-feuer-im-heiligtum-gottes/"><strong>Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verkehrung durch Rockmusik und „Worship“-Lieder</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2024/01/die-wurzeln-der-modernen-christlichen-musik-wesenszuege-der-weltlichen-rock-und-popmusik/">Die Wurzeln der modernen christlichen Musik:  Wesenszüge der weltlichen Rock- und Popmusik</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>Evangelikale Lobeshymnen auf den toten Papst –  die ökumenische Verblendung nimmt zu</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2023/01/evangelikale-lobeshymnen-auf-den-toten-papst-die-oekumenische-verblendung-nimmt-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 16:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Am 31. Dezember 2022 verstarb der emeritierte Papst Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger. Er war von 2005 bis 2013 Oberhaupt der römischen Kirche, der mit über 1,3 Milliarden Mitgliedern zahlenmäßig weitaus mächtigsten religiösen Organisation in dieser Welt. Wie es sich für einen bedeutenden Führer dieses Weltsystems gehört, wurde der tote Papst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>Am 31. Dezember 2022 verstarb der emeritierte Papst Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger. Er war von 2005 bis 2013 Oberhaupt der römischen Kirche, der mit über 1,3 Milliarden Mitgliedern zahlenmäßig weitaus mächtigsten religiösen Organisation in dieser Welt. Wie es sich für einen bedeutenden Führer dieses Weltsystems gehört, wurde der tote Papst von vielen Großen und Mächtigen aus aller Welt gewürdigt und gelobt. Das ist normal, denn die Welt ehrt alle die, welche aus ihr sind und in ihr eine tragende und bedeutende Rolle spielen, und das sind die Führer der römischen Kirche allemal. Von ihnen gilt, was der Apostel Johannes bezeugt: <strong>„Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,5</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die römische Kirche und die Päpste</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die römisch-katholische Kirche ist in der Tat der mächtigste religiöse Verführungsapparat im gegenwärtigen bösen Weltsystem. Sie vertritt eine schlimme, dämonisch inspirierte Verkehrung des wahren Christentums (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-3</a>), eine äußerlich „christliche“, in Wahrheit aber heidnische Religion, die ein falsches Evangelium des „Heils“ aus Werken und Sakramenten lehrt. Von diesem falschen Evangelium Roms gilt das ernste Wort des Apostels Paulus:</p>
<p><strong>Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht! Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,6-9</a>)</strong></p>
<p>Die allermeisten echten Gläubigen, von den frühen Waldensern und den Reformatoren bis zu den Täufern, haben im Licht des Wortes Gottes erkannt, daß die römische Kirche von Irrlehren und betrügerischen heidnischen Ritualen geprägt ist, von der Macht einer falschen Priesterschaft und einem anmaßenden „Stellvertreter Christi“, dem Papst, der die höchste religiöse und weltliche Autorität und dazu noch seit 1870 Unfehlbarkeit in seinen Lehräußerungen beansprucht. Zu recht haben sie festgestellt, daß die Päpste mit ihrem völlig widerbiblischen Anspruch, Stellvertreter des Christus zu sein, „Antichristen“ waren, weil „Anti-Christus“ auf griechisch eben auch „Anstatt-Christus“ bedeutet.</p>
<p>Die römische Kirche wurde von den klarstehenden wahren Christusgläubigen stets als Verführungsmacht durchschaut, als eine von Christus abtrünnige, letztlich antichristliche Macht, als die unheimliche Verwirklichung des prophetischen Wortes von der Hure Babylon, das dem Apostel Johannes am Ende der Apostelzeit in einer gewaltigen Vision zuteilwurde:</p>
<p><strong>Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Komm!, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht (od. Hurerei) getrieben haben, und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind. </strong></p>
<p><strong>Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Greueln und der Unreinheit ihrer Unzucht, und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis (gr. <em>mysterion</em>), Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu; und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+17%2C1-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 17,1-6</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Trügerische Lobreden führender Evangelikaler auf den verstorbenen Papst</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Umso trauriger und erschreckender ist es, daß nach dem Tode Ratzingers einige einflußreiche Evangelikale in öffentlichen Stellungnahmen den Papst als echten Gläubigen bezeichneten und seine angeblichen „Verdienste“ laut rühmten. Im Nachrichtenmagazin der Evangelischen Allianz in Deutschland, IDEA, war in der Ausgabe 1/2023 schon das Editorial dem toten Papst gewidmet. Christoph Raedel, Professor für systematische Theologie an der FTH Gießen, behauptete darin, Ratzinger habe „sein Leben in den Dienst des Evangeliums gestellt“.</p>
<p>Raedel räumt zwar ein, daß es zwischen der römischen Kirche und den „evangelischen Kirchen“ „tiefgreifende Lehrdifferenzen“ gibt, aber er ordnet die Lehren der römischen Kirche nicht, wie das bibeltreue Gläubige tun, als verderbliche Irrlehren und ein falsches Evangelium aus einem falschen Geist mit einem falschen Jesus ein (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C3-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,3-4</a>), sondern spielt sie herunter und bescheinigt Ratzinger im Grunde, ein wahrer Christ und biblischer Gläubiger zu sein. Sein Buch <em>Jesus von Nazareth</em> führe „ins Herz des christlichen Glaubens“.</p>
<p>Hier täuscht Raedel sich selbst und seine Leser. Katholische Theologen wie Ratzinger können sehr wohl Äußerungen von sich geben, die geradezu „evangelikal“ klingen und die tiefen Gegensätze zum biblischen Standpunkt in der Lehre übertünchen; aber im Kern bleiben sie natürlich dem römischen Dogma verpflichtet. Aus biblischer Sicht ist der Christus der römischen Kirche, der von den Priestern immer wieder zur Sündenvergebung geopfert wird, ein falscher Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+10%2C10-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 10,10-14</a>). Gerade Ratzinger, der jahrelang Leiter der „Kongregation für die Glaubenslehre“ (heutiger Name für die frühere Inquisition) war, blieb natürlich in den Linien der katholischen Dogmatik, auch wenn er sie so hindrehte, daß sie für Evangelische attraktiv erschien (vgl. meinen Artikel <strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/01/fth-rektor-stadelmann-erteilt-einem-papstbuch-das-praedikat-wegweisend/">FTH-Rektor Stadelmann erteilt einem Papstbuch das Prädikat „wegweisend“</a></u></strong>).</p>
<p>IDEA veröffentlicht in derselben Ausgabe auch noch einen Nachruf von Werner Neuer, einem evangelikalen Theologen, der es im freundschaftlichen Dialog mit Rom so weit gebracht hatte, daß er als Gast zu den Tagungen des katholischen „Schülerkreises“ von Ratzinger eingeladen wurde. Neuer ergeht sich in überschwenglichen Lobreden auf den Papst, der angeblich „von Gott heimgerufen“ wurde (also ein echter Gläubiger gewesen sein soll). Benedikt XVI. habe „das Leben und Denken vieler Menschen bereichert“ und sei „ein Mann des Glaubens“ und „ein Bote Gottes“ gewesen. Sein Jesus-Buch lobt er überschwenglich: „In besonderer Weise kam Benedikts innere Nähe zur biblisch-reformatorischen Theologie in seinen drei zutiefst biblischen Jesus-Büchern geradezu meisterhaft zum Ausdruck“. Was für eine traurige Verblendung, die Neuer hier an Tausende von evangelikalen IDEA-Lesern weitergibt!</p>
<p>Wie wenig Ratzinger ein echter Gläubiger im biblischen Sinne war und wie gründlich er das echte Evangelium der Errettung aus Gnade verkannt hat und dem falschen Evangelium Roms verhaftet war, zeigt auch seine letzte Botschaft an die Kirchenanhänger: „Betet für mich, damit der Herr mich trotz all meiner Sünden und Unzulänglichkeiten in die ewigen Wohnungen einläßt“. Aber immer mehr Evangelikale vernebeln die abgrundtiefen Gegensätze zwischen den Irrlehren Roms und dem wahren Glauben.</p>
<p>Ein Wurzelboden dafür ist ihre zunehmende Abkehr vom einfältigen Glauben und demütigen Gehorsam gegenüber der Bibel als Gottes unfehlbarem, irrtumslosem und vollständig inspiriertem Wort. Eine weitere Wurzel ist das opportunistische Streben nach weltlich-politischem Gewicht und Anerkennung, was sie verleitet, die Nähe zu dem so einflußreichen Koloß der römischen Kirche zu suchen.</p>
<p>Eine dritte Wurzel ist die Illusion, in der konservativen Rhetorik der römischen Kirche einen „Bündnispartner“ gegen die Exzesse der liberaltheologischen evangelischen Kirchenführer zu suchen. Das bringt der Theologe und ehemalige Allianzvorsitzende Rolf Hille zum Ausdruck, der in IDEA zitiert wird: „Für evangelikale Christen ergibt sich daraus die Konstellation, daß sie sich hinsichtlich der Inspiration der Schrift, des Bekenntnisses zu Christus und zur Trinität mit ‚Rom‘ gegen die liberalen Strömungen in ihren jeweils eigenen Kirchen verbünden können“. Das ist das verführerische Konzept einer „Bekenntnisökumene“, das auch der Theologieprofessor Peter Beyerhaus immer wieder verfocht.</p>
<p>Die traurigen ökumenischen Irrtümer vieler evangelikaler Meinungsmacher kamen schon 2011 in dem Buch <em>Lieber Bruder in Rom!</em> zum Ausdruck. Damals schon wandten sich mehrere Evangelikale, darunter prominente Persönlichkeiten wie Ulrich Parzany, Roland Werner, Ulrich Wilckens, aber auch weniger bekannte Leute wie Martin Dreyer, Markus Spieker oder Dominik Klenk, an den römischen Papst und überhäuften ihn mit Lob und Anerkennung sowie mit illusionären Appellen, was er alles Gutes vollbringen solle (vgl. meinen Artikel: <strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2011/10/lieber-bruder-in-rom-evangelikale-anbiederung-an-den-papst-und-die-katholische-kirche/?hilite=lieber+drucer">„Lieber Bruder in Rom“ – Evangelikale Anbiederung an den Papst und die katholische Kirche</a>).</u></strong></p>
<p>Diejenigen Gläubigen, die wirklich in der Bibel gegründet sind, werden alle diese Traumgedanken einer evangelikal-katholischen Bruderschaft und ökumenischen Einheit zurückweisen. Sie wissen aus dem Wort Gottes, daß die einzige Haltung gegenüber der römischen Kirche, die Gott wohlgefällt, die der entschiedenen Absonderung ist, verbunden mit einem entschiedenen Kampf für den wahren biblischen Glauben.</p>
<p><strong>Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht (od. Hurerei)haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden.</strong></p>
<p><strong>Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: <u>Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! </u>Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+18%2C2-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 18,2-5</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen!</u> Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? </strong></p>
<p><strong><u>Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein?</u> Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«.<u> Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an!</u> Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-18</a>)</strong></p>
<p><strong>Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,3</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>IDEA 1/2023; S. 3; S. 16-18.</p>
<p><a href="https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/emeritierter-papst-ist-tot-vatikan-ver%C3%B6ffentlicht-video-und-letzte-worte-von-josef-ratzinger/ar-AA15RPp4">https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/emeritierter-papst-ist-tot-vatikan-ver%C3%B6ffentlicht-video-und-letzte-worte-von-josef-ratzinger/ar-AA15RPp4</a></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI">https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI</a>.</p>
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<p><em>Zu diesem Thema gibt es weitere Artikel und grundlegendere Schriften auf dieser Webseite; auf einige möchte ich hinweisen:</em></p>
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<p>Rudolf Ebertshäuser: <strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/oekumene-wohin-fuehrt-die-einheit-aller-namenschristen/">Ökumene – wohin führt die Einheit aller Namenschristen?</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/08/im-eiltempo-auf-dem-weg-zur-welteinheitskirche-die-preisgabe-der-reformation-durch-liberale-und-evangelikale-protestanten/">Im Eiltempo auf dem Weg zur Welteinheitskirche: Die Preisgabe der Reformation durch liberale und evangelikale Protestanten</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/04/intensiver-dialog-zwischen-katholischer-kirche-und-weltallianz/">Intensiver Dialog zwischen Katholischer Kirche und Weltallianz</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/09/papst-franziskus-umwirbt-die-evangelikalen-immer-offensiver/">Papst Franziskus umwirbt die Evangelikalen immer offensiver</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/06/von-benedikt-zu-franziskus-die-evangelikalen-und-der-roemische-papst/">Von Benedikt zu Franziskus: Die Evangelikalen und der römische Papst</a></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2023/01/evangelikale-lobeshymnen-auf-den-toten-papst-die-oekumenische-verblendung-nimmt-zu/">Evangelikale Lobeshymnen auf den toten Papst –  die ökumenische Verblendung nimmt zu</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 16:53:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[ICF]]></category>
		<category><![CDATA[Verführung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=6431</guid>

					<description><![CDATA[<p>2. Die Botschaft der Verführung: Das falsche Evangelium des „breiten Weges“ &#160; &#160; Wenn wir im folgenden einige grundlegende Wesenszüge des falschen Evangeliums vom breiten Weg kennzeichnen, dann wollen wir betonen, daß wir dabei unvermeidlich verallgemeinern und damit nicht jedem Einzelfall genau entsprechen können. Nicht jeder irregeführte Jugendprediger wird alle Dinge genau so verkünden, wie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #800000;">2. Die Botschaft der Verführung: Das falsche Evangelium des „breiten Weges“</span></h2>
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<p>Wenn wir im folgenden einige grundlegende Wesenszüge des falschen Evangeliums vom breiten Weg kennzeichnen, dann wollen wir betonen, daß wir dabei unvermeidlich verallgemeinern und damit nicht jedem Einzelfall genau entsprechen können. Nicht jeder irregeführte Jugendprediger wird alle Dinge genau so verkünden, wie wir es hier beschreiben. In der Praxis kommen oft Mischformen vor, das heißt, es werden Botschaften verkündigt, in denen Elemente des klassischen biblischen Evangeliums vermischt werden mit Elementen der neuen, verführerischen Botschaft.</p>
<p>Doch das ist kein Grund zur Entwarnung, denn gerade die Mischung von Wahrheit und Irrtum ist besonders gefährlich und wird von vielen ungefestigten Christen nicht durchschaut. Auf eine plump gefälschte Botschaft, die 80% Irrtümer enthält, werden nur wenige Menschen hereinfallen; aber wenn 80% evangelikale Wahrheiten gepredigt werden, vermischt mit 20% Irrtum, dann können viele die Fälschung nicht mehr durchschauen und nehmen die verderblichen Irrtümer an.</p>
<p>Wir wollen auch nicht pauschal behaupten, daß Gott nicht manchmal auch vermischte Predigten und moderne, in Irrtümern gefangene Prediger in Seiner Souveränität benutzen könnte, um Menschen zu Christus hinzuführen. <em>Doch im Regelfall wird eine unbiblische, verfälschte Botschaft zwangsläufig unechte Bekehrungen, unechte Christen hervorbringen, und das ist eine schlimme Sache</em>. Solche Menschen meinen nämlich, und das wird ihnen auch eifrig eingeredet, sie seien nun schon Kinder Gottes mit einem „Ticket in den Himmel“, während sie in Wahrheit noch Sünder sind, ohne Vergebung der Schuld, ohne Errettung, ohne innere Erneuerung durch die Neugeburt aus Gott, nur mit einem christlichen Lacküberzug über der verdorbenen Sündennatur.</p>
<p>In diesem Zustand kommt ein Mensch aber niemals in den Himmel, sondern er endet im Zorngericht eines heiligen Gottes! Ohne die Neugeburt aus dem Heiligen Geist , so lehrt es unser liebender Herr Jesus Christus, können wir das Reich Gottes nicht schauen:</p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: <u>Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!</u> Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: <u>Ihr müßt von Neuem geboren werden!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C3-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,3-7</a>)</strong></p>
<p>Diese Neugeburt ist aber abhängig davon, daß ich das echte, unverfälschte Evangelium, wie es die Bibel bezeugt, im Gehorsam des Glaubens annehme, wie es der Apostel Petrus lehrt:</p>
<p><strong>… <u>denn ihr seid wiedergeboren (od. von Neuem gezeugt) nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.</u> Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.« <u>Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,23-25</a>)</strong></p>
<p>Aufgrund dieser Botschaft wird ein Mensch in echter Herzensumkehr Jesus Christus als Herrn und Erlöser für sich annehmen; das beinhaltet Bekenntnis der Sünde und Abkehr von ihr, eine ganze Lebensübergabe an Jesus Christus als den Herrn. Wenn wir den Herrn Jesus so annehmen, dann kommen wir zur biblischen Neugeburt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C12-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,12-13</a>).</p>
<p>Wenn wir aufgrund einer verfälschten Botschaft diese Herzensumkehr im Glauben und diese Unterwerfung unseres Lebens unter die Herrschaft des echten Herrn Jesus Christus versäumen, dann kommen wir auch nicht zur Neugeburt, dann bleiben wir verlorene Sünder mit einem „christlichen“ Anstrich, wie es so viele der 1,2 Milliarden äußerlichen Christen in dieser Welt sind.</p>
<p>Deshalb warnt Gottes Wort so ernst vor einer Irreführung durch falsche Prediger und vom Irrtum vergiftete Botschaften, die „christlich“ klingen, aber todbringend sind und die Menschen irreführen.</p>
<p><strong>Denn wir sind nicht <u>wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen</u>, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+2%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 2,17</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich fürchte aber, es könnte womöglich, <u>so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber Christus. Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.</u> (…) Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, <u>denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C3-4.13-14&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,3-4.13-14</a>)</strong></p>
<p><strong>Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, <u>was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C15-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,15-17</a>)</strong></p>
<p>Der Satan verführt viele evangelikale Jugendprediger (und Gemeinde-Prediger ebenso) zur Verkündigung eines gefälschten Evangeliums, indem er ihnen einredet, durch eine stromlinienförmig an das Denken moderner Menschen angepaßte Botschaft könnten sie mehr Menschen „zu Christen machen“ und damit erfolgreicher sein. Ihre Gemeinden würden dann immer mehr wachsen und sie würden bedeutende Leute werden, „Mega-Gemeinden-Pastoren“.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Das Schlimme ist, daß man mit der Verkündigung eines falschen, zeitgeistangepaßten „Evangeliums“ tatsächlich oftmals große Menschenmengen anlocken kann – aber diese Menschen werden betrogen und zu halben, unechten Christen gemacht, und auf einem solchen Betrug steht das Zorngericht Gottes, der Fluch!</p>
<p><strong>Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, <u>zu einem anderen Evangelium (einer andersartigen Heilsbotschaft), während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen</u>. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch <u>etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!</u> Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,6-9</a>)</strong></p>
<p>Wir können und wollen nicht beurteilen, wen von den heutigen Predigern eines falschen Evangeliums dieser Fluch im einzelnen treffen wird; uns steht es nicht zu, zu richten, sondern allein Gott. Aber wir dürfen und müssen prüfen und beurteilen, wer das unverfälschte echte Evangelium verkündet und wer Betrug, und wir müssen die irregeführten jungen Menschen vor jedem falschen Evangelium entschieden warnen, damit sie nicht durch die Verführung von Frevlern verlorengehen, sondern sich zu dem echten Herrn Jesus Christus wenden und errettet werden. Das sind wir dem Herrn und diesen Menschen schuldig.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Ein falscher, toleranter „Gott“ und ein falscher „Jesus“</span></h3>
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<p>Die biblische Heilsbotschaft beginnt dort, wo alles seinen Ursprung hat: bei Gott – bei dem ewigen, lebendigen Gott der Bibel, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Wer ist Gott? Was ist Sein Wesen, was sind Seine Ratschlüsse und Wege? Davon hängt alles ab im Evangelium. Sehr viele Menschen reden von „Gott“ – aber welchen Gott meinen sie?</p>
<p><strong>Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —, so gibt es für uns doch nur <em>einen</em> Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und <em>einen</em> Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+8%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 8,5-6</a>)</strong></p>
<p>In dem modernen, gefälschten „Evangelium des breiten Weges“ muß notwendigerweise auch ein verfälschter „Gott“ verkündigt werden, sowie ein verfälschter „Jesus“. Wenn jemand den wahren Gott der Bibel verkündigt und Sein Wesen, Seine Heilsratschlüsse richtig darstellt, wenn er den echten Herrn Jesus verkündigt, wie Ihn die Bibel bezeugt, dann kann er keine weichgespülte Evangeliumsbotschaft daraus ableiten; der Widerspruch wäre zu offensichtlich. So beginnt die Verfälschung des Evangeliums immer mit einer verfälschten Darstellung des Gottes der Bibel.</p>
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<p><em>Das Wesen Gottes nach der Bibel</em></p>
<p>Die Bibel offenbart uns den allein wahren Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, von ihrem ersten bis zu ihrem letzten Buch. Sie zeigt uns, daß dieser Gott, der alles erschaffen hat und alles regiert, in Seinem Wesen heilige, reine Liebe ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+4%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 4,8</a>), aber auch heiliges, verzehrendes Licht (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,5</a>). Wir wollen hier nur einige wichtige Wesenseigenschaften Gottes aufführen, jeweils nur mit einigen ausgewählten Belegstellen aus der Bibel; es ließen sich noch viele mehr finden, und es ist für jeden Leser bereichernd, darüber einmal ein Bibelstudium anhand einer Konkordanz<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> zu machen.</p>
<p><strong><em>* Gott ist allmächtig</em></strong>, die höchste Autorität im Universum, die über alles herrscht und alles regiert, was geschaffen ist im Himmel und auf Erden. Einer Seiner erhabenen Namen ist deshalb <strong>„der Allmächtige“</strong> (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+17%2C1%3B+35%2C11%3B+48%2C3%3B+2Mo+6%2C3%3B+Hi+5%2C17%3B+40%2C2%3B+Ps+91%2C1%3B+Jes+13%2C16%3B+2Kor+6%2C18%3B+Offb+1%2C8%3B+4%2C8%3B+11%2C17%3B+15%2C3%3B+16%2C7%3B+19%2C6%3B+21%2C22&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 17,1; 35,11; 48,3; 2Mo 6,3; Hi 5,17; 40,2; Ps 91,1; Jes 13,16; 2Kor 6,18; Offb 1,8; 4,8; 11,17; 15,3; 16,7; 19,6; 21,22</a>); ein anderer, verwandter Name ist <strong>„der Allerhöchste“</strong> (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+14%2C18.19%3B+5Mo+32%2C8%3B+Ps+57%2C3%3B+Dan+5%2C18.21%3B+Hebr+7%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 14,18.19; 5Mo 32,8; Ps 57,3; Dan 5,18.21; Hebr 7,1</a>). <strong>„Wir danken dir, o Herr, Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, daß du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+11%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 11,17</a>). Gott vermag alles, selbstverständlich kann Er auch die Kräfte und Ordnungen der Natur außer Kraft setzen und Wunder tun. Er tut alles, was Er will und was Ihm wohlgefällt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+115%2C3%3B+135%2C6%3B+Eph+1%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 115,3; 135,6; Eph 1,11</a>); kein Geschöpf kann Ihm widerstehen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+9%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 9,19</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist heilig</em></strong>, das heißt abgesondert von jeglichem Bösen, rein und fleckenlos (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+15%2C11%3B+1Sam+2%2C2%3B+Ps+22%2C4%3B+89%2C19%3B+97%2C12%3B+99%2C9%3B+111%2C9%3B+Spr+9%2C10%3B+Jes+5%2C16%3B+6%2C3%3B+29%2C23%3B+57%2C15%3B+Hos+11%2C9%3B+Joh+17%2C11%3B+Hebr+7%2C26%3B+1Pt+1%2C15%3B+1Joh+2%2C20%3B+Offb+3%2C7%3B+4%2C8%3B+6%2C10%3B+16%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 15,11; 1Sam 2,2; Ps 22,4; 89,19; 97,12; 99,9; 111,9; Spr 9,10; Jes 5,16; 6,3; 29,23; 57,15; Hos 11,9; Joh 17,11; Hebr 7,26; 1Pt 1,15; 1Joh 2,20; Offb 3,7; 4,8; 6,10; 16,5</a>). <strong>„Niemand ist heilig wie der HERR, ja, es ist keiner außer dir; und es ist kein Fels wie unser Gott!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Sam+2%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Sam 2,2</a>). <strong>„… aber der HERR der Heerscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+5%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 5,16</a>). Mehr noch: der heilige Gott verabscheut und haßt das Böse, haßt jede Sünde, alle Eigensucht, allen Ungehorsam zutiefst (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+12%2C31%3B+Ps+5%2C6%3B+45%2C8%3B+Spr+6%2C16%3B+Offb+2%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 12,31; Ps 5,6; 45,8; Spr 6,16; Offb 2,6</a>). Die Heiligkeit Gottes wird gegenüber den Sündern auch als verzehrendes Feuer beschrieben (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+24%2C17%3B+3Mo+10%2C2%3B+4Mo+16%2C35%3B+26%2C10%3B+5Mo+4%2C24%3B+9%2C3%3B+2Sam+22%2C9%3B+1K%C3%B6n+18%2C38%3B+2K%C3%B6n+1%2C10.12%3B+Ps+50%2C3%3B+Jes+33%2C14%3B+Zeph+3%2C8%3B+Hebr+10%2C27%3B+12%2C29%3B+Offb+20%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 24,17; 3Mo 10,2; 4Mo 16,35; 26,10; 5Mo 4,24; 9,3; 2Sam 22,9; 1Kön 18,38; 2Kön 1,10.12; Ps 50,3; Jes 33,14; Zeph 3,8; Hebr 10,27; 12,29; Offb 20,9</a>). Alle, die Gott nahen wollen, müssen ebenfalls heilig sein, d.h. abgesondert für Gott, geheiligt durch das Sühnopfer Jesu Christi und heilig in ihrer Stellung und ihrem Lebenswandel (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+10%2C3%3B+11%2C44%3B+20%2C7%3B+22%2C32&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 10,3; 11,44; 20,7; 22,32</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gerecht</em></strong>, d.h. Er ist der unbestechliche Richter über alle Seine Geschöpfe (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+9%2C27%3B+1Sam+12%2C7%3B+2Chr+12%2C6%3B+Esr+9%2C5%3B+Neh+9%2C33%3B+Ps+5%2C9%3B+7%2C10.12%3B+9%2C5%3B+25%2C8%3B+36%2C7%3B+71%2C19%3B+89%2C15%3B+Jes+45%2C21%3B+Zeph+3%2C5%3B+R%C3%B6m+3%2C26%3B+1Pt+2%2C24%3B+Offb+16%2C5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 9,27; 1Sam 12,7; 2Chr 12,6; Esr 9,5; Neh 9,33; Ps 5,9; 7,10.12; 9,5; 25,8; 36,7; 71,19; 89,15; Jes 45,21; Zeph 3,5; Röm 3,26; 1Pt 2,24; Offb 16,5</a>). Er muß Seinem Wesen nach jeden Verstoß gegen Seine ewigen Ordnungen bestrafen und alles Wohlverhalten belohnen. Über alle sündigen Menschen muß der gerechte Gott ein Zorngericht verhängen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+9%2C8%3B+Pred+12%2C14%3B+Jer+2%2C35%3B+R%C3%B6m+2%2C5%3B+3%2C5%3B+2Thess+1%2C5.6%3B+2Pt+2%2C9%3B+Offb+16%2C7%3B+19%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 9,8; Pred 12,14; Jer 2,35; Röm 2,5; 3,5; 2Thess 1,5.6; 2Pt 2,9; Offb 16,7; 19,11</a>). <strong>„Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+7%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 7,12</a>). <strong>„Denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, du sitzt auf dem Thron als ein gerechter Richter!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+9%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 9,5</a>). Dieses Zorngericht beinhaltet den leiblichen wie auch den ewigen Tod für jedes Geschöpf, das sündigt und sich gegen Gott auflehnt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Mo+2%2C17%3B+Ps+49%2C8-16%3B+90%2C3-12%3B+Ps+110%2C6%3B+Jer+25%2C31%3B+51%2C52%3B+Mt+5%2C22%3B+23%2C33%3B+Mk+9%2C42-48%3B+R%C3%B6m+1%2C32-2%2C13%3B+6%2C20-23%3B+Offb+20%2C11-15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Mo 2,17; Ps 49,8-16; 90,3-12; Ps 110,6; Jer 25,31; 51,52; Mt 5,22; 23,33; Mk 9,42-48; Röm 1,32-2,13; 6,20-23; Offb 20,11-15</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist ehrfurchtgebietend</em></strong>: Der heilige, allmächtige, allgegenwärtige Schöpfer und Beherrscher von Himmel und Erde ist in Seinem Wesen furchtgebietend (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+7%2C21%3B+10%2C17%3B+28%2C58%3B+Neh+1%2C5%3B+66%2C5%3B+68%2C36%3B+Jes+2%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 7,21; 10,17; 28,58; Neh 1,5; 66,5; 68,36; Jes 2,10</a>); <em>Gottesfurcht</em> ist deshalb die Grundlage jeder Erkenntnis Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C7%3B+90%2C11%3B+111%2C10%3B+Spr+9%2C10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,7; 90,11; 111,10; Spr 9,10</a>) und jeder Beziehung zu Gott; sie kennzeichnet alle Gläubigen aller Heilszeiten (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+19%2C9%3B+Ps+2%2C11%3B+5%2C8%3B+19%2C10%3B+119%2C120%3B+Spr+2%2C5%3B+15%2C33%3B+16%2C6%3B+Jes+8%2C13%3B+Jer+32%2C40%3B+Mal+1%2C6&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 19,9; Ps 2,11; 5,8; 19,10; 119,120; Spr 2,5; 15,33; 16,6; Jes 8,13; Jer 32,40; Mal 1,6</a>), insbesondere auch die wahren Kinder Gottes in Christus (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+7%2C1%3B+Eph+5%2C21%3B+1Tim+2%2C2%3B+6%2C11%3B+Tit+1%2C1%3B+Hebr+12%2C28%3B+1Pt+1%2C17%3B+2Pt+3%2C11&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 7,1; Eph 5,21; 1Tim 2,2; 6,11; Tit 1,1; Hebr 12,28; 1Pt 1,17; 2Pt 3,11</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gnädig und barmherzig</em></strong>; Seine Liebe führt Ihn dazu, daß Er das Verlangen hat, dem sündigen Menschen zu vergeben und ihn zu retten. Gott ist voller Barmherzigkeit (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+34%2C6%3B+1Chr+21%2C13%3B+Neh+9%2C31%3B+Ps+25%2C6%3B+145%2C9%3B+2Kor+1%2C3%3B+Eph+2%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 34,6; 1Chr 21,13; Neh 9,31; Ps 25,6; 145,9; 2Kor 1,3; Eph 2,4</a>); Er sieht unsere Not und Verlorenheit, und Er will nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich bekehrt und lebt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+18%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 18,32</a>). Gott ist ein Gott, der gerne Gnade übt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mi+7%2C18%3B+2Mo+20%2C6%3B+4Mo+14%2C18%3B+Ps+32%2C10%3B+36%2C6%3B+59%2C11%3B+Jer+31%2C3%3B+R%C3%B6m+5%2C15%3B+Eph+2%2C5-8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mi 7,18; 2Mo 20,6; 4Mo 14,18; Ps 32,10; 36,6; 59,11; Jer 31,3; Röm 5,15; Eph 2,5-8</a>); Er möchte, daß alle Menschen errettet werden; aber die Voraussetzung ist, daß sie ihre Sünde vor Ihm bekennen und die Begnadigung und Vergebung, die Gott durch Christus allen anbietet, in aufrichtiger Herzensumkehr annehmen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+1%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 1,15</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist langmütig und geduldig</em></strong>; Er sieht unsere Blindheit und Torheit, und so zögert Er gewöhnlich lange, bevor er Gericht übt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+9%2C17%3B+Ps+103%2C8%3B+Jes+48%2C9%3B+Jer+15%2C15%3B+Joel+2%2C13%3B+Jona+4%2C2%3B+R%C3%B6m+2%2C4%3B+9%2C22%3B+1Tim+1%2C16%3B+1Pt+3%2C20%3B+2Pt+3%2C9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 9,17; Ps 103,8; Jes 48,9; Jer 15,15; Joel 2,13; Jona 4,2; Röm 2,4; 9,22; 1Tim 1,16; 1Pt 3,20; 2Pt 3,9</a>). Er ruft und warnt die Sünder mehrfach, bevor Er im Gericht handelt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hi+33%2C14-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hi 33,14-30</a>). <strong>„Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+145%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 145,8</a>).</p>
<p><strong><em>* Gott ist gütig</em></strong>; d.h. Er ist wesensmäßig vollkommen gut (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+16%2C2%3B+25%2C8%3B+73%2C1%3B+86%2C5%3B+100%2C5%3B+119%2C68%3B+Mt+19%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 16,2; 25,8; 73,1; 86,5; 100,5; 119,68; Mt 19,17</a>) und Er will das Gute, das Beste für jedes Seiner Geschöpfe und besonders für Seine Erlösten.<strong> „Du bist gut und tust Gutes“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C68&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,68</a>). Gott gibt gerne Gutes, wo immer Er nicht durch die Bosheit und Undankbarkeit der Menschen daran gehindert ist, weil sie sonst das Gute zu Bösem mißbrauchen würden (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+34%2C11%3B+84%2C12%3B+145%2C9%3B+Jes+63%2C7%3B+Jer+33%2C9%3B+Sach+1%2C17%3B+Mt+7%2C11%3B+Apg+14%2C17%3B+Jak+1%2C17&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 34,11; 84,12; 145,9; Jes 63,7; Jer 33,9; Sach 1,17; Mt 7,11; Apg 14,17; Jak 1,17</a>).</p>
<p>Wenn wir diese ganz knapp gefaßten Punkte bedenken, dann zeigen sie uns, daß der wahre Gott, der sich in der Bibel geoffenbart hat, zugleich voller Liebe und Gnade ist, aber auch gerecht und heilig. Er hat die Welt so geliebt, daß Er Seinen Sohn ans Kreuz sandte, um Menschen zu erretten – aber Er bleibt heilig und gerecht, und alle diejenigen, die das Heilsangebot in Christus ablehnen und mißachten, werden im Zorngericht Gottes verlorengehen. Das betrifft auch alle unechten, nicht von neuem geborenen „Christen“, die nicht wahrhaft im Glauben zu dem biblischen Herrn Jesus Christus umgekehrt und Ihm ihr Leben ausgeliefert haben.</p>
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<p><em>Der falsche „Gott“ der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Wir haben oben nur einen ganz knappen Abriß dessen geben können, was die Bibel alles über Gottes Wesen sagt. Doch schon dadurch wird deutlich, daß die heutigen Trendprediger einen grundlegend anderen Gott verkündigen als die heiligen Propheten und Apostel, die inspirierten Schreiber der Bibel. Wir wollen hier einige Züge dieses falschen „Gottes“ skizzieren; diese Skizze verzichtet bewußt auf Zitate und Einzelnachweise; sie ist aus der Lektüre vieler modern-evangelikaler Quellen zusammengestellt.</p>
<p>* Der falsche Gott des „breiten Weges“ wird mit einer falschen, einseitigen „Liebe“ und „Barmherzigkeit“ geschildert; die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes wird ausgeblendet. Ihm wird eine tolerante, unheilige, lockere „Liebe“ zugeschrieben, die der biblischen Agape-Liebe widerspricht. Diese ist immer göttlich rein und entspricht Gottes heiligem Wesen; sie ruft den sündigen Menschen zur Umkehr von seinen bösen Wegen, warnt ihn vor dem Zorngericht, drängt auf einen entschlossenen Bruch mit der Sünde, auf klare Unterwerfung unter Gottes Autorität. Die falsche „Liebe“ aber ist die eines toleranten „Daddys“, wie man ihn heute gerne hätte. „Gott liebt dich so, wie du bist; er nimmt dich an, wie du bist“ ist der Standardsatz der modernen Prediger. Doch das ist eine halbe Wahrheit, die im Endeffekt eine ganze und schlimme Lüge darstellt.</p>
<p>* Der falsche Gott der betrügerischen „Liebe“ ist angeblich so barmherzig, daß er kein Zorngericht ausübt, sondern allen „bedingungslos“ vergibt. Er hat angeblich seinen Sohn nicht am Kreuz wegen unserer Sünden gerichtet. Die Verfälscher des Evangeliums kommen immer mehr an den Punkt, wo sie das stellvertretende Sühnopfer Jesu Christi leugnen und dem Kreuzestod Jesu Christi seine sühnende Kraft rauben. So hat sich etwa Hans Peter Royer aufgrund der Einflüsterungen des „evangelikal-bibelkritischen“ Theologen H. J. Eckstein in der überarbeiteten Auflage eines seiner Bücher von der biblischen Sühnelehre abgewandt.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Viele andere stoßen ins gleiche Horn. So will Andreas Boppart von<em> Campus für Christus</em> das Wort vom Kreuz neu deuten für eine Generation, die angeblich nicht mehr Schuld empfindet, sondern Scham, und fordert, wir müßten „wegkommen von der Verkürzung der Kreuzesdimension auf reine Schuldvergebung. (…) Er hing am Kreuz nicht nur mit unserer Schuld, sondern hat auch unsere Scham auf sich genommen, damit wir uns nicht mehr selbst schämen und auch nicht mehr andere beschämen müssen.“ Boppart spricht von „Christus, dem Entschämer“.<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p>* Der moderne falsche „Gott“ ist weitherzig und locker gegenüber der Sünde; „Gott ist keine Spaßbremse“, verkündet Leo Bigger (s.o.). Angeblich würde Gott das meiste im Vergnügungsleben der heutigen jungen Menschen mehr oder weniger gutheißen, ob es nun Rock- und Popmusik und Discotanz ist, Rumhängen in Bars und Schnapstrinken, lockerer Umgang mit dem anderen Geschlecht bis hin zu vorehelichem Sex, Haschischkonsum und andere Drogen. Gott sei da nachsichtig und verständnisvoll und würde auch mal ein Auge zudrücken – so wird es vielen jungen Menschen eingeredet oder zumindest durch diskretes Schweigen über diese Dinge nahegelegt. Man reitet Attacken gegen „altmodische“, „enge“ und „gesetzliche“ Christen und verkündet, daß die „Gnade“ einem modernen Christen weiteste „Freiheit“ zubillige. Solch ein „Gott“ ist auch nicht mehr zu fürchten; die so wichtige „Gottesfurcht“ wird man weder in den modernen Predigten verkündigt hören noch im Leben der modernen Prediger entdecken.</p>
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<p><em>Der falsche Jesus der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Auch der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, wird Seiner ehrfurchtgebietenden Majestät und Heiligkeit beraubt und als harmloser, netter Kumpel hingestellt, der alle möglichen sündigen und krummen Dinge mitmacht und die Menschen „bedingungslos liebt und annimmt“, ohne sie zur Buße zu rufen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+9%2C13%3B+Mk+2%2C17%3B+Lk+5%2C32&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 9,13; Mk 2,17; Lk 5,32</a>). Es wird beteuert: „Jesus ist dein Freund“, obgleich der Herr Jesus an dieses wunderbare Vorrecht eines entschiedenen Gläubigen eine klare, ernste Bedingung geknüpft hat: <strong>„Ihr seid meine Freunde, <u>wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete</u>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+15%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 15,14</a>). Eine Verheißung allen billig aufzuschwatzen, ohne ihre Bedingung zu erwähnen, ist aber Betrug! So etwas machen unredliche Verkäufer, aber keine echten Boten des Wortes Gottes!</p>
<p>Es ist sehr bezeichnend, daß praktisch alle diese Trendprediger den Herrn der Herrlichkeit durchweg nur „Jesus“ nennen, statt Ihn so zu benennen und anzusprechen, wie es die Apostel nach der Auferstehung fast überall tun, nämlich als den HERRN JESUS CHRISTUS. „Jesus“ war der Name des Sohnes Gottes, als Er in Knechtsgestalt als Mensch auf Erden wirkte, und selbst damals nannten Seine Jünger Ihn „Herr“ (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+13%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 13,13</a>). Nach Seiner Auferstehung und Himmelfahrt aber hat Gott, der Vater, den Sohn verherrlicht, zu Seiner Rechten erhöht und Ihm eine neue Stellung gegeben:</p>
<p><strong>So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit erkennen, daß Gott Ihn sowohl zum <u>Herrn</u> als auch zum <u>Christus</u> gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,36</a>)</strong></p>
<p>Deshalb sprechen die wahren Gläubigen in der Apostelgeschichte, den Briefen und der Offenbarung den Sohn Gottes immer als „Herr“ oder „Herr Jesus“ oder „Herr Jesus Christus“ an (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+7%2C59-60%3B+Apg+9%2C5%3B+9%2C13%3B+22%2C19%3B+Offb+22%2C20&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 7,59-60; Apg 9,5; 9,13; 22,19; Offb 22,20</a>).<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a> Diesen Herrlichkeitstitel zu nennen ist keine bloße Formsache, sondern hier geht es um die rechte Ehrfurcht vor dem Herrn über alles, dem herrlichen, majestätischen Regenten; es geht darum, Ihm die Ehre zu geben, die Ihm gebührt:</p>
<p><strong>Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,9-11</a>)</strong></p>
<p>Die einzigen, die sich konsequent weigern, Jesus Christus den Herrn zu nennen, sind die Dämonen, wie wir aus den Evangelien erkennen können (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C29%3B+Lk+4%2C34%3B+4%2C41%3B+Apg+19%2C15&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,29; Lk 4,34; 4,41; Apg 19,15</a>); daran können wir die Botschaft falscher Geister erkennen, daß sie in ihren Botschaften Jesus nicht Herrn nennen, weil sie gegen Seine Herrschaft rebelliert haben: <strong>„Darum lasse ich euch wissen, daß niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt;<u> es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist</u>“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+12%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 12,3</a>).</p>
<p>Umgekehrt gehört es zu einem wahren Gläubigen, der errettet ist, daß er Jesus Christus mit seinem Mund als Herrn bekennt: <strong>„Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+10%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 10,9</a>). Deshalb ist es ein ernstes Anzeichen für Verführung, wenn die meisten modernen Jugendprediger immer nur von „Jesus“ reden statt von dem HERRN JESUS!</p>
<p>Sehr viele solche Prediger verkünden einen andersartigen, falschen Jesus, der nicht rettet, so wie der Apostel Paulus gewarnt hat: <strong>„Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>). Wir haben schon gesehen, daß bei vielen „emergenten“, „kontextualisierten“, „kulturrelevanten“ Predigern das stellvertretende Sühnopfer des Sohnes Gottes geleugnet wird, der das Zorngericht Gottes an unserer Stelle erlitten hat, um unsere Schuld zu sühnen.</p>
<p>Wer hier eine moderntheologische Fälschung verkündet (und das wird oft nur zwischen den Zeilen sichtbar), der ist ein böser Betrüger; er bringt einen anderen, falschen Jesus! Dasselbe gilt für den falschen Jesus der Charismatiker, der sich in mystischen Visionen und Gefühlsmanipulationen erweist.</p>
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<p><em>Der falsche Geist der modernen Verkündiger</em></p>
<p>Es bleibt hervorzuheben, daß die falschen Prediger auch einen <em>andersartigen, falschen Geist</em> vermitteln, einen betrügerischen Geist aus der Finsternis, der sich als Lichtengel verstellt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,13-15</a>). Der echte Heilige Geist überführt von Sünde und verherrlicht den Herrn Jesus Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+16%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 16,14</a>).</p>
<p>Der falsche Geist vermittelt mystische Erlebnisse und Ekstasen, vorzugsweise durch den charismatischen „Lobpreis“, aber auch durch meditativ-katholische Versenkungsübungen, die nichts als heidnische Mystik sind (Rosenkranz, Eucharistische Anbetung, Exerzitien, Lectio Divina) oder durch extremcharismatische Praktiken wie „Zungengebet“, „Feuertunnel“, „Ruhen im Geist“, „hörendes Gebet“, „Soaking“ usw.</p>
<p>Dieser falsche Geist würdigt Gott und den Herrn Jesus herab durch flapsige, unehrfürchtige Bemerkungen; er verleitet zu Aussagen, die die Heiligkeit, Allmacht und Herrlichkeit Gottes in Frage stellen oder abwerten (vgl. Leo Bigger oben S. 15-16); er verführt zu Magie und zauberischen Techniken wie „Positives Denken / Bekenntnis“, „Visualisierung“; er bewirkt Trunkenheit, Trance und zwanghaftes Verhalten, wie sie bei den „Toronto-Segen“ auftraten.</p>
<p>Der falsche Geist verkündet auch irreführende, unbiblische Lehren; er vertritt ein falsches „Soziales Evangelium“, verführt zu politisch-sozialem Aktivismus, propagiert die dämonische Rock- und Popmusik, verleitet die Frauen, eine Führungsrolle als Predigerinnen und Leiterinnen einzunehmen, die Gottes Geist ihnen ausdrücklich verwehrt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C11-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,11-15</a>), und noch vieles mehr.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b.Ein falsches Menschenbild</span></h3>
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<p>Ganz in Entsprechung zu dem falschen „Gottesbild“ der modernen Evangelikalen und Charismatiker finden wir auch ein falsches Menschenbild und eine falsche Auffassung von der Gnade und Errettung Gottes. Hier sind die biblischen Wahrheiten, die Aussagen des echten Evangeliums viel zu hart und eng für die modernen Prediger; sie werden deshalb durch eine weichgespülte humanistische Botschaft ersetzt.</p>
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<p><em> </em></p>
<p><em>Das „harte“, „negative“ Bild der Bibel vom natürlichen Menschen</em></p>
<p>Was sind die unangenehmen Wahrheiten, die uns die Bibel vor Augen führt? Wir wollen einige wichtige Punkte nennen und sie den verfälschten Aussagen der modernen Prediger gegenüberstellen.</p>
<p>* Die Bibel zeigt uns, daß der Mensch von Natur aus ein verdorbener Sünder ist, in dem nach Gottes heiligem Maßstab nichts Gutes vorhanden ist: <strong>„Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C12%3B+vgl.+R%C3%B6m+7%2C18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,12; vgl. Röm 7,18</a>). <strong>„… auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,1-3</a>).</p>
<p>* Der natürliche Mensch steht aufgrund seiner Sünden und Übertretungen unter dem Zorn Gottes und wird im ewigen Feuer der Hölle enden, wenn er nicht Buße tut und Christus im Glauben als Herrn und Erretter annimmt (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C32&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,32</a> – 2,16; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+1%2C8-9%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 1,8-9; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+9%2C42-48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 9,42-48</a>;). <strong>„Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18</a>). <strong>„Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes …“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,5</a>). <strong>„Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,36</a>).</p>
<p>* Die ganze sündige Menschheit steht kurz vor einem katastrophalen Endgericht Gottes, wenn der „Tag des Herrn“ anbricht. Dann wird Gott vom Himmel her Gerichte senden und alle gottlosen Menschen vertilgen. <strong>„Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C2-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,2-3</a>).</p>
<p><strong>Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9-12</a>)</strong></p>
<p>Nach der Bibel ist der Mensch also völlig untauglich und verdorben vor Gott; er steht unter dem Zorn Gottes, der ihn verzehren wird, wenn er nicht Buße tut. Er hat nur <em>eine</em> Chance – sich ganz auf die Gnade Gottes zu verlassen und umzukehren zu Gott, um im Glauben die Erlösung anzunehmen, die Jesus Christus am Kreuz für uns erwirkt hat.</p>
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<p><em>Das „positive“ Menschenbild der modernen Prediger</em></p>
<p>Die modernen evangelikalen Prediger, auch die „Jugendprediger“, neigen dazu, die Härte der biblischen Aussagen über den Menschen abzuschwächen. Ihr Menschenbild ist humanistisch verwässert. Sie neigen dazu, den Menschen eher als durch die Sünde „beeinträchtigt“ anzusehen anstatt als völlig verdorben; sie sehen noch viel Gutes im Menschen (wie auch die offizielle katholische Theologie es tut). Sie betonen den Menschen und die Welt als „Gottes gute Schöpfung“ und blenden weitgehend aus, daß die Schöpfung wie auch der Mensch durch den Sündenfall verdorben und dem Tod ausgeliefert ist, und daß er von Natur aus Gott nicht mehr wohlgefällig ist.</p>
<p>Bei vielen modernen Predigern findet sich eine verdeckte Tendenz zur „Allversöhnung“; sie lehren, daß am Ende alle Menschen in den Himmel kommen. Zumindest wird das ewige Gericht Gottes über die Menschen, die sich nicht zu Christus bekehren, kaum noch verkündigt. Gleichermaßen wird auch die Welt, die menschliche Kultur und Zivilisation, nicht als gottfeindlich und gerichtsreif angesehen, wie dies die Bibel tut, sondern auch ihr wird viel Gutes zugeschrieben.</p>
<p>Eine Folge dieser Verführungslehren ist es, daß viele moderne Prediger bestrebt sind, den „Selbstwert“ des Menschen zu stärken; sie fördern in humanistischer Art die „Selbstliebe“ und Selbstannahme“ des Menschen und seine „Selbstverwirklichung“. Sie mischen sehr viel weltliche Psychologie in ihre „aufbauenden Inputs“.</p>
<p>Doch die humanistische Psychologie ist eine antichristliche Irrlehre. Sie geht davon aus, daß der Mensch „von Natur aus gut ist“ oder zumindest einen „guten Kern“ hat; Gottes Wort dagegen erklärt, daß der Mensch böse und untauglich vor Gott ist. Die weltliche Psychologie will den Menschen „heilen“ und „verbessern“, während das biblische Evangelium ihn zur Umkehr und völligen Neuwerdung durch Christus aufruft.</p>
<p>Die biblische Lehre zeigt, daß unser natürlicher Mensch in den Tod muß, daß für ihn das Kreuz des Christus bestimmt ist, durch das er außer Wirksamkeit gesetzt wird, und daß ein echtes Christenleben eine neue Schöpfung beinhaltet und ein geheiligtes Leben in der Kraft des Heiligen Geistes.</p>
<p><strong>Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, <u>so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.</u> Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,24-26</a>)</strong></p>
<p><strong>Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; <u>wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodaß wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C4-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,4-7</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir.</u></strong><strong> Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 2,20</a>)</strong></p>
<p>Solche Wahrheiten werden bei den modernen Predigern nicht mehr oder nur noch grob verfälscht verkündet. Stattdessen werden die Menschen gelehrt sich „anzunehmen, wie sie sind“, „positiv über sich zu denken“ und ihr natürliches Leben zu reformieren, statt in den Tod zu geben.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Eine falsche „Gnade“ ohne Buße und klare Bekehrung</span></h3>
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<p>Es ist nur folgerichtig, wenn die modernen Verführungsprediger auch einen falschen Weg zur Rettung präsentieren, eben den breiten Weg durch die weite Pforte, anstatt den schmalen Weg durch die enge Pforte zu verkünden. Was bedeutet das?</p>
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<p><em>Das Evangelium des schmalen Wegs durch die enge Pforte</em></p>
<p>Die Bibel zeigt uns, daß Gott uns auffordert, mit unserem alten Sündenleben klar zu brechen, von unseren eigenwilligen und eigensüchtigen Wegen entschieden umzukehren und uns Jesus Christus ganz und gar im Glauben anvertrauen sollen und uns dabei bewußt der liebenden Autorität des himmlischen Vaters und des Herrn Jesus unterwerfen sollen. Die Bibel fordert uns auf, <em>Buße zu tun</em> (von Herzen zu Gott umzukehren), an den Herrn Jesus Christus, der für unsere Sünden starb und auferstand, <em>zu glauben</em> und uns <em>zu Ihm zu bekehren</em>, d.h. sich Seiner Herrschaft zu unterstellen. Diese drei Elemente wahren Glaubens finden wir immer wieder in Gottes Wort bezeugt:</p>
<p><strong>* Buße: Das Wort „</strong>Buße“ bedeutet in der Bibel ein radikales Umdenken, eine Herzensumkehr zu Gott; es bedeutet, daß wir so über Gott, über uns und das Leben denken, wie Gott es tut und wie es die Bibel uns lehrt. Wir alle müssen Buße tun (von Herzen zu Gott umkehren) um gerettet zu werden:</p>
<p><strong>Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+4%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 4,17</a>)</strong></p>
<p><strong>So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.</strong></p>
<p><strong>Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,30</a>)</strong></p>
<p><strong>Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,9</a>)</strong></p>
<p><strong>* Glaube:</strong> Wir müssen an den Sohn Gottes, den Herrn Jesus Christus, an Seinen Kreuzestod und Seine Auferstehung glauben, um gerettet zu werden, und das bedeutet auch: an das Zeugnis der Bibel glauben, die uns diesen Retter offenbart:</p>
<p><strong>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C47&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,47</a>)</strong></p>
<p><strong>Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+16%2C31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 16,31</a>)</strong></p>
<p><strong>… indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,21</a>)</strong></p>
<p><strong>… nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,22</a>)</strong></p>
<p><strong>Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben. (…) denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C22-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,22-26</a>)</strong></p>
<p><strong>* Bekehrung:</strong> Wenn wir errettet werden wollen, müssen wir uns von unseren Sünden und unserem Götzendienst (und wir alle leben im Götzendienst, und unser Ego ist meist unser schlimmster Götze) radikal abkehren und uns dem lebendigen Gott und Seinem Sohn bedingungslos und ganz unterwerfen; das bezeichnet die Bibel als „Bekehrung“:</p>
<p><strong>So tut nun Buße <u>und bekehrt euch</u>, daß eure Sünden ausgetilgt werden … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,19</a>)</strong></p>
<p><strong>Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, <u>indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt</u>! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+3%2C26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 3,26</a>)</strong></p>
<p><strong>Auch wir sind Menschen, von gleicher Art wie ihr, und verkündigen euch das Evangelium, <u>daß ihr euch von diesen nichtigen [Götzen] bekehren sollt zu dem lebendigen Gott</u>, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+14%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 14,15</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; <u>jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+2%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 2,25</a>)</strong></p>
<p>Diese drei Elemente Buße – Glaube – Bekehrung sind nicht voneinander zu trennen, sondern gehören alle zu einer echten Glaubensentscheidung für Jesus Christus dazu.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> Gesunde Verkündiger der Heilsbotschaft verkünden alle drei Aspekte des biblischen Wegs zur Errettung, wie wir es z.B. auch bei Paulus in der Apostelgeschichte finden, der berichtet, welchen Auftrag ihm der auferstandene Herr gab:</p>
<p><strong>… und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie<u> sich bekehren</u> von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den <u>Glauben an mich</u> geheiligt sind! (…) ich verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden,<u> sie sollten Buße tun </u>(od. von Herzen zu Gott umkehren) und <u>sich zu Gott bekehren</u>, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+26%2C17-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 26,17-20</a>)</strong></p>
<p>Die Konsequenz aus der biblischen Verkündigung ist es, mit dem alten Sündenleben entschlossen und ernstlich zu brechen, sich von der Sünde abzuwenden und ein heiliges, Gott wohlgefälliges Leben in der Kraft des Heiligen Geistes zu führen.</p>
<p><strong>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. <u>Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm</u>, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das falsche Evangelium des breiten Wegs und der weiten Pforte</em></p>
<p>Die modernen Prediger des breiten Weges dagegen verfälschen den biblischen Weg zur Errettung; sie wollen es den Menschen vorgeblich „leichter machen, zu Jesus zu kommen“; deshalb lassen sie zumeist die Buße und Bekehrung weg und reden nur allgemein und schwammig davon, die Menschen sollten „einfach an Jesus glauben“ und „Jesus annehmen“ oder „ins Herz aufnehmen“. Sie verschweigen den klaren Aufruf der Bibel zur Herzensumkehr, zum Bruch mit der Sünde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Dan+4%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Dan 4,24</a>).</p>
<p>Wohl wird von manchen noch ein allgemeines, vages Bekenntnis der Sünde vor Gott gewünscht, aber sie verkünden Gottes heiliges Urteil über die Sünde nicht mehr klar und deutlich, auch nicht, daß die Bereitschaft, mit jeder erkannten Sünde zu brechen, wesentlich für eine echte Bekehrung ist. Genauso verschweigen sie, daß es nicht damit getan ist, irgendein oberflächliches „Übergabegebet“ nachzusprechen, sondern daß echte Bekehrung beinhaltet, daß wir unser Leben ganz in die Hand und unter die Herrschaft des Herrn Jesus Christus ausliefern.</p>
<p>Ein solches falsche Evangelium hat keine Kraft zu retten, die hat nur das echte Evangelium, das nicht umsonst das „Wort vom Kreuz“ genannt wird:</p>
<p><strong>… denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, [und zwar] nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,17-18</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Ein falsches Christenleben in gesetzloser „Freiheit“ und Selbstverwirklichung</span></h3>
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<p>Das Ergebnis einer irreführenden Verkündigung, welche die Heiligkeit und die Gerechtigkeit Gottes sowie die Gottesfurcht ausblendet und eine billige Gnade verkündet, wird notwendigerweise ein lockeres, zügelloses Leben in Selbstverwirklichung und falscher Freiheit für das Fleisch sein. Genau solch ein „Christenleben“ hat Gottes Wort prophetisch für die letzten Zeiten vorausgesagt:</p>
<p><strong>Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. <u>Denn die Menschen werden sich selbst lieben</u>, geldgierig sein, prahlerisch, <u>überheblich</u>, Lästerer, <u>den Eltern ungehorsam</u>, <u>undankbar, unheilig, lieblos</u>, unversöhnlich, verleumderisch, <u>unbeherrscht</u>, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, <u>leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott</u>; dabei haben sie <u>den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie</u>. Von solchen wende dich ab! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>)</strong></p>
<p>Diese erstaunliche Prophetie auf die letzten Zeiten spricht von einem erschreckenden Erscheinung, das dann auftreten und diese Zeiten so schlimm machen wird. Wenn wir den Abschnitt genauer betrachten, zeigt sich: es ist das Auftreten von zahlreichen „Christen“, die gar keine echten Kinder Gottes sind, sondern nur einen äußeren Schein von Gottesfurcht haben, die Kraft wahrer Gottesfurcht, nämlich den Heiligen Geist und die Neugeburt von oben, jedoch nicht kennen!</p>
<p>Diese falschen „Christen“ leben im Prinzip in denselben Sünden wie die gottlosen Heiden, denen der Apostel Paulus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+1%2C29-31&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 1,29-31</a> den Spiegel vorhält: <strong>„als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig“</strong>.</p>
<p>Der einzige Unterschied ist: jene Menschen kannten den Gott der Bibel überhaupt nicht; sie waren blinde Götzendiener, die nach ihrem eigenen Gutdünken lebten. Doch die falschen Endzeitchristen kennen den Gott der Bibel und Sein Wort sehr wohl auf oberflächliche und verzerrte Weise; sie behaupten sogar, sie liebten Gott, aber in Wahrheit lieben sie sich selbst und ihre Selbstverwirklichung viel mehr und haben ihr Ego zu ihrem Götzen gemacht: <strong>„sie lieben das Vergnügen mehr als Gott“.</strong></p>
<p>Deshalb leben sie auch in allen möglichen Sünden, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Sie sind überheblich und ihren Eltern ungehorsam. Sie sind undankbar gegen Gott und Mitmenschen, prahlerisch und überheblich. Sie sind leichtfertig, unbeherrscht und unheilig. Wir müssen uns fragen: Haben uns diese von Gottes Geist eingegebenen Worte etwas zu sagen?</p>
<p>Kann es sein, daß Gottes Wort hier zahlreiche moderne Christen kennzeichnet – und zwar durchaus nicht nur jüngere? Christen mit einem beredten Lippenbekenntnis zu ihrem falschen, toleranten Gott und ihrem falschen Kumpel-„Jesus“, aber ohne ein vom Kreuz des Christus und vom Heiligen Geist verwandeltes Leben? Ich fürchte, daß genau das der Fall ist! Vielleicht gehörst du, lieber Leser, auch dazu?</p>
<p><strong><u>Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid</u></strong><strong>; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr unecht wärt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+13%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 13,5</a>)</strong></p>
<p>Die Wurzel dieses falschen Christentums ist die Selbstliebe; die falschen Endzeit-Christen werden „sich selbst lieben“ oder „selbstsüchtig sein“; das griechische Wort <em>phil-autoi</em> kann man auch mit „Liebhaber ihres eigenen Selbst“ übersetzen. Aus der Selbstliebe und Selbstverwirklichung entspringt eine Auflehnung gegen Gottes heilige Ordnungen und Gebote; der moderne Endzeitchrist will „selbstbestimmt“ und „frei“ sein. Doch diese „Freiheit“ ist eine falsche Freiheit, eine Freiheit für das Fleisch, welche die Bibel nicht kennt.</p>
<p><strong>Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; <u>nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch</u>, sondern dient einander durch die Liebe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,13</a>)</strong></p>
<p>Die falsche Freiheit für das Fleisch führt zu einem gesetzlosen Leben, zur Zügellosigkeit, zur Verharmlosung und Umdeutung von Dingen, welche die Bibel als Sünde verurteilt. Solche Gesetzlosigkeit hat viele Gesichter, wir wollen hier nur einige wenige Punkte aufführen, die heute eine bedeutsame Rolle spielen:</p>
<p>* Vorehelicher Geschlechtsverkehr (einschließlich unzüchtiger Praktiken wie „Petting“ usw.) wird von der Bibel als Hurerei scharf verurteilt. Aber heute praktizieren das immer mehr „Christen“, und immer weniger Prediger oder Gemeinden sagen noch klar, daß dieses „Zusammenleben“ Sünde vor Gott ist. Und es wird sehr selten praktiziert, daß eine solche Sünde Gemeindezucht und Ausschluß aus der Gemeinde nach sich zieht, wie das die Bibel fordert (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C1-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,1-13</a>).</p>
<p>* Dasselbe gilt zunehmend für praktizierte Homosexualität; auch hier werden die biblischen Ordnungen immer öfter umgedeutet und außer Kraft gesetzt.</p>
<p>* Die Durchbrechung der biblischen Ordnungen für die Frau, der Unterordnung unter den Ehemann wie auch der Zurückhaltung von Diensten in der Gemeindeleitung und Predigt, wird von vielen modernen Christen nicht nur praktiziert, sondern offensiv mit bibelkritischen „Argumenten“ verteidigt und gefordert.</p>
<p>* Zunehmend werden okkulte und esoterische Praktiken, die von bibeltreuen Christen als Götzendienst scharf abgelehnt wurden, als Bereicherung christlicher Frömmigkeit akzeptiert und beworben, so etwa „Yoga für Christen“, Zen-Meditation, Atemübungen, sowie auch esoterische Psychotechniken wie Familienaufstellung, Enneagramm, Visualisierung, Positives Denken.</p>
<p>* Damit verbunden sind auch weitverbreitete Akzeptanz von okkult bzw. götzendienerisch geprägten Sitten wie Tätowierungen, Piercings usw.</p>
<p>* Schließlich zeugt auch eine zunehmende Zuchtlosigkeit und Übernahme von weltlichen Moden in der Kleidung von Gesetzlosigkeit, insbesondere offen unzüchtige Kleidung wie Miniröcke oder schulterfreie bzw. bauchfreie Oberteile werden von vielen jüngeren Christen kaum noch als problematisch, geschweige denn als Sünde angesehen. Dasselbe gilt von langen Haaren für Männer und kurzen Haaren für Frauen, was die Bibel ausdrücklich als schändlich bezeichnet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C4-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,4-15</a>).</p>
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<h2><span style="color: #800000;">3. Die Methoden der Verführung: Action, Rockmusik und lockere Sprüche</span></h2>
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<p>Wir wollen noch kurz darauf eingehen, mit welchen Methoden die Trendkirchen und Jugendprediger ihr Publikum ansprechen und an sich binden. Wir haben bei unseren Beispielen zu Beginn dieser Broschüre schon einige Einblicke in das Repertoire dieser Leute bekommen, aber es lohnt sich, darüber noch etwas grundsätzlicher nachzudenken.</p>
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<p><em>Verführung durch attraktive Köder</em></p>
<p>Führende Vordenker der Gemeindewachstumsbewegung wie Rick Warren haben ganz offen zugegeben, daß sie ihre Gemeindeaktivitäten und speziell ihre „Gottesdienste“ in allem optimal darauf ausrichten, möglichst viele Besucher ihrer Zielgruppe anzulocken. Damit folgten sie, wie sie selbst zugaben, den Tricks der Marketingspezialisten aus dem weltlichen <em>big business</em>.</p>
<p>Ein besonders wirksamer Köder ist in dieser Hinsicht die <em>Rock- und Popmusik</em>, die viele „kirchenferne“ Menschen anlocken soll. Deshalb wird in diesen Trendgemeinden auch viel Wert auf eine teure Licht- und Soundausrüstung gelegt, die oft mit weltlichen Discotheken und Clubs mithalten kann. Auch ein fähiger „Lobpreisleiter“ und eine professionell spielende „Lobpreisband“ stehen ganz oben auf der Rangliste wirksamer Attraktionen, mit denen man die Leute anlocken möchte.</p>
<p>Das alles wird vordergründig gerechtfertigt mit der Notwendigkeit, „den Griechen ein Grieche zu werden“, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Doch Gottes Wort zeigt, daß ein solcher Einsatz von Lockmitteln betrügerisch und ungöttlich ist. Hier ist das Zeugnis des vollmächtigsten Evangeliumsverkündigers, des Apostels Paulus, von Gewicht:</p>
<p><strong>Darum lassen wir uns nicht entmutigen, weil wir diesen Dienst haben gemäß der Barmherzigkeit, die wir empfangen haben,<em> sondern wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab; wir gehen nicht mit Hinterlist um</em> (<em>panourgia</em>) und fälschen auch nicht das Wort Gottes; sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 4,1-2</a>)</strong></p>
<p>Der Apostel betont hier, daß er die Evangeliumsbotschaft offen und ehrlich verkündigt, auch mit ihren schweren, herausfordernden Zügen – etwa der Umkehr vom alten Sündenleben, der Selbstverleugnung und Heiligung, dem Preis der Ausgrenzung durch die Welt. Das haben wohl schon damals gewisse Leute verschwiegen, was der Apostel als schändliche Heimlichtuerei verurteilt. Man vergleiche dazu sein Bekenntnis: <strong>„… und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern, indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C20-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,20-21</a>).</p>
<p>Der Apostel weigerte sich, mit Hinterlist (oder, wie man <em>panourgia</em> auch übersetzen könnte, mit Schlauheit, Verschlagenheit) umzugehen; er verkündete das Evangelium in Lauterkeit als jemand, der vor Gott steht und Ihm gefallen will, nicht Menschen. Dasselbe finden wir auch im 1. Thessalonicherbrief ausgedrückt – ein Hinweis, wie wichtig diese Sache dem Geist Gottes ist:</p>
<p><strong>Denn unsere Verkündigung <u>entspringt nicht dem Irrtum, noch unlauteren Absichten, noch geschieht sie in listigem Betrug (od. mithilfe von Ködern / Lockmitteln, gr. <em>dolos</em>)</u>; sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch — nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. </strong></p>
<p><strong>Denn wir sind nie mit Schmeichelworten gekommen, wie ihr wißt, noch mit verblümter Habsucht — Gott ist Zeuge —; wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch noch von anderen, obgleich wir als Apostel des Christus würdevoll hätten auftreten können, sondern wir waren liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C3-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,3-7</a>)</strong></p>
<p>Das griechische Wort <em>dolos</em>, das hier verwendet wird, bezeichnet verschiedene Dinge, die überwiegend der Tätigkeit eines Jägers oder Wilderers zugeordnet sind, der ein nichtahnendes Tier einfangen und töten will; es bedeutet u.a. „Köder, Lockspeise, Trugmittel, Falle, Hinterhalt, Hinterlist, Betrug, kluger Anschlag“. Ein Köder ist etwas Attraktives, das dem Opfer begehrenswert erscheint, und das benutzt wird, um es einzufangen und in die Gewalt des Wilderers zu bringen.</p>
<p>Zu diesen Ködern gehören neben Rock- und Popmusik und charismatischem „Lobpreis“ („Worship“) u.a. auch kreative Kultur-Angebote wie Festivals, Musicals und Bühnenshows, wo dem interessierten Einzelnen vielfältige Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung gegeben werden, oder aber zum gehobenen Kulturkonsum mit dezenter „christlicher“ Färbung.</p>
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<p><em>Ziel: Wohlfühl-Events</em></p>
<p>Ein weiterer beliebter Köder ist die lockere, freizügige Atmosphäre von Festivals und Partys, die im Prinzip in die fälschlich zuweilen immer noch so genannten „Gottesdienste“ solcher Trendkirchen eingeführt wird. Alles an diesen Happenings ist auf Wohlfühlen, Gefühlshöhepunkte, Spaß, Ekstase-Erfahrungen und emotionale Gruppendynamik ausgerichtet. Dabei werden nach Bedarf auch weltliche Videos und Musikclips, Theater- und Pantomimeszenen, lästerlicher Rap und verschiedene Effekte aus Unterhaltungsshows eingesetzt.</p>
<p>Dazu gehört auch das bewußt lockere, witzereißende, flapsige Auftreten der sogenannten „Prediger“, die nicht mehr das Wort Gottes in heiligem Ernst verkündigen, sondern mit Händen in der Hosentasche auf der Bühne spazierend coole „Messages“ rüberbringen, welche fast keinen geistlichen Gehalt mehr haben, dafür jede Menge Unterhaltungswert durch Witze, Anekdoten und gewollt komische Kommentare über heilige Dinge (siehe das Beispiel von Leo Bigger oben S. 15-16).</p>
<p>Es ist das Ziel dieser Kirchenstrategen, immer wieder neu ihre „Events“ so zu gestalten, daß eine Wohlfühlatmosphäre erzeugt wird, nach der die jungen Leute oftmals süchtig werden. In diesem „Wohlfühl- und Genußprogramm“ spielen mehrere Elemente eine Rolle:</p>
<p>* Der Verführungsgeist der Charismatik vermittelt ekstatische religiöse Erlebnisse, die als „Nähe Gottes“ gedeutet werden. Das geschieht vor allem durch „Worship“-Musik, die in Trancezustände versetzen kann, wenn sie intensiv gehört wird. Aber es kommen je nach Prägung der Trendkirche auch Prophetien, Handauflegungen, Zungenbeten und –singen und andere charismatische Phänomene vor.</p>
<p>* Das gruppendynamische Erlebnis einer Masse von jungen Menschen, die im Gleichtakt rhythmisch tanzt und zuckt und sich von den Einpeitschern der Band oder den Predigern ergeben dirigieren läßt, schafft Enthemmung, Entgrenzung, seelische Hochgefühle. Das wird oft durch Aufforderungen der Leiter zum gemeinsamen Klatschen, Rufen oder Berühren gezielt gefördert. Auch akustische und optische Elemente wie Lichteffekte, Videoclips oder Soundteppiche werden eingesetzt.</p>
<p>* Die bewußte Lockerheit und Zügellosigkeit der Leiter und der Band überträgt sich auf die Masse; man fühlt sich frei, leicht, meint sich ungehemmt entfalten zu können. Alles ist locker, alles ist easy, man kann sich öffnen und genießen, dem Streß des Alltagslebens mit seinen Pflichten und Begrenzungen entfliehen – den Eltern, der Schule, der „engen“ Gemeinde. Das ist genau derselbe Fluchtmechanismus wie bei weltlichen Popkonzerten oder Rockfestivals, nur übertragen auf eine christliche Zielgruppe.</p>
<p>Worum es hier geht, ist kurz gefaßt das Vergnügen, die Lust, das Wohlgefühl. Genau das meint der griechische Begriff <em>hèdonè</em>, von dem das deutsche Fremdwort „Hedonismus“ abgeleitet ist. Dieses Wort kommt in dem ernsten Urteil über die unechten Endzeitchristen vor: „sie lieben das Vergnügen (<em>phil-hèdonès</em>) mehr als Gott“. <em>Hèdonè</em> ist ein Wort, das das Lebensgefühl vieler moderner Christen ganz gut trifft; es kann u.a. bedeuten: „Vergnügen, Lust, Genuß, Befriedigung, sinnliche Begierde, Genußsucht“. In der Bibel wird es ausschließlich im negativen Sinn verwendet:</p>
<p><strong>Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und <u>Vergnügungen des Lebens</u> erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+8%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 8,14</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und <u>Vergnügungen</u>, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+3%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 3,3</a>)</strong></p>
<p><strong>Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den <u>Lüsten</u>, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren <u>Lüsten</u> zu vergeuden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,1-3</a>)</strong></p>
<p><strong>… indem sie so den Lohn der Ungerechtigkeit empfangen. Sie halten die Schwelgerei bei Tage für ihr <u>Vergnügen</u>; als Schmutz- und Schandflecken tun sie groß mit ihren Betrügereien, wenn sie mit euch zusammen schmausen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,13</a>)</strong></p>
<p>Heute gibt es verführerische Lehren, die für einen „christlichen Hedonismus“ werben, aber das widerspricht der Lehre der Bibel völlig. Christus lehrt uns, daß wir unsere eigenen Lüste und Begierden verleugnen und in den Tod geben sollen, damit der Geist Gottes uns zu einem Leben im gehorsamen, hingegebenen Dienst führen kann; daraus zieht der von neuem geborene, geistliche Mensch seine Befriedigung und Freude, nicht aus sinnlichen Genüssen und weltlichen Vergnügungen, die nur notdürftig christlich umettikettiert sind.</p>
<p><strong>Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. <u>Denn wer sein Leben (od. sein seelisches Eigenleben) retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.</u> Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+9%2C23-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 9,23-25</a>)</strong></p>
<p><strong>Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,24</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. <u>Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.</u> Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. </strong></p>
<p><strong><u>Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind</u></strong><strong>: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+3%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 3,1-7</a>)</strong></p>
<p><strong>Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-5</a>)</strong></p>
<p>Die weltliche Rock- und Popkultur ist genau solch ein heilloser Sumpf der teuflischen Irreführung, des Betrugs, der Begierde und Selbstverwirklichung, und ein echter Christ wird diesen Sumpf fliehen und sich von solchen sündigen Vergnügungen abwenden, anstatt sich in ihnen zu baden. Wie ernst ist dagegen das Urteil des Geistes Gottes über diejenigen, die andere in diesen Sumpf zurücklocken wollen:</p>
<p><strong><u>Denn mit hochfahrenden, leeren Reden locken sie durch ausschweifende fleischliche Lüste diejenigen an, die doch in Wirklichkeit hinweggeflohen waren von denen, die in die Irre gehen. Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklaven des Verderbens sind</u></strong><strong><em>;</em></strong><strong> denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden. </strong></p>
<p><strong>Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. Denn es wäre für sie besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als daß sie, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder umkehren, hinweg von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Doch es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: »Der Hund kehrt wieder um zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm.« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C18-22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,18-22</a>)</strong></p>
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<p><em>Die Zielgruppe der Köder-Strategie: junge Christen ohne Glaubensfestigkeit</em></p>
<p>Nun ist es in der Praxis durchaus nicht so, daß mit den Ködern der Trendgemeinden lauter atheistische, dem Evangelium wirklich fernstehende Menschen angesprochen würden. Auch dann wäre dieser Betrug nicht zu rechtfertigen, wie die Aussagen des Apostels Paulus zeigen.</p>
<p>Doch die meisten jungen Leute sind in der Praxis bereits zumindest äußerliche Christen, wenn sie ins ICF oder die Hillsong-Gemeinde kommen. Sie kommen meist aus den vielfältigen evangelikalen Gemeinden wie CVJM, kirchliche Jugendarbeit, Baptisten, Methodisten – viele kommen aber auch aus konservativeren Gemeinden, die selbst oft noch weitgehend oder konsequent bibeltreu sind.</p>
<p>So finden sich bei ICF-Gottesdiensten eine ganze Reihe junger Leute, die früher in Brüdergemeinden, in bibeltreue rußlanddeutsche Gemeinden, in konservative freie Baptistengemeinden gegangen waren, bis es ihnen dort zu „eng“ oder zu „langweilig“ wurde und sie lieber dahin gingen, „wo die Post abgeht“, „wo es fetzig ist“.</p>
<p>Manche jungen Leute besuchen sogar noch ihre alte, konservative Gemeinde und parallel dazu eine moderne Trendkirche mit Rock- und Pop-Disco. Sie leben in zwei Welten – und leider ist es oft so, daß die schillernde, attraktive Disco-Scheinwelt der Trendkirchen sich als stärker erweist und die jungen Leute vollends ganz aus biblischen Gemeinden wegzieht. Das ist tragisch, denn diese jungen Christen sind damit einem teuflischen Betrug zum Opfer gefallen, der sie womöglich für immer von dem wahren Herrn Jesus Christus und dem echten Heil abziehen könnte, wenn sie nicht umkehren und die Falle des Teufels durchschauen.</p>
<p><strong>… damit wir nicht mehr <u>Unmündige</u> seien, <u>hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen</u>, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,14-15</a>)</strong></p>
<p><em>E</em><strong>in Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, <u>ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen</u><em>.</em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C24-26&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,24-26</a>)</strong></p>
<p><strong>Und seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, <u>was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben</u>. </strong></p>
<p><strong>Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wißt, <em>so hütet euch, </em><u>daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert! </u>Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C15-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,15-18</a>)</strong></p>
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<h2><span style="color: #800000;">4. Der Ausweg aus der Verführung:</span><br />
<span style="color: #800000;">Umkehr auf den schmalen Weg der echten Christusnachfolge</span></h2>
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<p>Und nun? Wir haben bis jetzt versucht, einige Grundzüge der breitgefächerten und vielfältigen Verführung christlicher junger Menschen darzustellen. Es ist unsere Hoffnung und unser Gebet, daß diese Warnung vor der Verfälschung des Evangeliums und des Glaubenslebens manche junge Leser dieser Schrift aufgeweckt hat und sie erkennen durften, daß sie auf einem falschen Weg waren, auf dem breiten Weg, vor dem unser Herr Jesus Christus so liebevoll und eindringlich gewarnt hat.</p>
<p>Wenn Gott uns eine solche Erkenntnis geschenkt hat, dann kommt unweigerlich die Frage auf, die damals auch die jüdischen Zuhörer der Pfingstpredigt an den Apostel Petrus richteten: <strong>„Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: <u>Was sollen wir tun</u><em>,</em> ihr Männer und Brüder?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+2%2C37&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 2,37</a>).</p>
<p>Nun, auch in unserem Fall ist die Antwort zunächst einmal dieselbe, die auch der Apostel Petrus gab: „Tut Buße – kehrt von Herzen um! Verlaßt den Irrweg, auf dem ihr bisher gegangen seid und von dem ihr dachtet, er sei vor Gott völlig in Ordnung!“ Das Großartige ist, daß wir einen wunderbaren, gnädigen, barmherzigen Herrn und Erlöser haben, der Mitleid hat und uns gerne heraushelfen möchte aus unseren Sünden und Verirrungen, aus unserer Torheit und Oberflächlichkeit.</p>
<p>Unser Herr Jesus Christus ist so gerne bereit, uns zu vergeben, wenn wir zu Ihm kommen und bekennen: „Herr, ich bin von Dir abgewichen. Ich habe mich verführen lassen. Ich habe der Lüge geglaubt und die unangenehme Wahrheit vom schmalen Weg von mir weggeschoben. Vergib mir und bringe mich zurecht!“</p>
<p>Wie wunderbar sind die Verheißungen in Gottes Wort, die auf einer solchen Umkehr liegen!</p>
<p><strong><u>Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen</u></strong><strong>, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+55%2C6-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 55,6-7</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. <u>Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+44%2C22&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 44,22</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! <u>Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!</u> Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+3%2C17-20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 3,17-20</a>)</strong></p>
<p>Solch ein Bekenntnis haben meine Frau und ich vor vielen Jahren dem Herrn abgelegt, als wir nach einigem Ringen klar erkannt hatten, daß wir einem Irrweg gefolgt waren und uns gegen den Herrn Jesus schwer versündigt hatten. Vier Jahre lang waren wir eifrige Anhänger einer charismatischen Gemeinde, wo wir uns einem falschen Jesus und falschen Geistern geöffnet hatten, die durch verführerische Propheten, Gurus und Lehrer Verwirrung und Zerstörung in unserem geistlichen Leben anrichteten.</p>
<p>Wir durften damals zu dem wahren Herrn Jesus Christus umkehren, und Er hat uns ganz neu ausgerichtet und auf dem schmalen Weg der echten Nachfolge geführt – ein Weg der Selbstverleugnung, der Kämpfe und Prüfungen, aber eben auch der echte Weg des Glaubensgehorsams, auf dem wir großen Segen und viel Gnade empfangen haben und für den Herrn echte Frucht bringen durften.</p>
<p>Umkehr zum Herrn! Ein ehrliches, klares Bekenntnis der Sünde, des Abweichens, der Eigensucht, der Selbstverwirklichung, des Mangels an Gottesfurcht und Gehorsam! Das ist demütigend und schmerzlich, aber andererseits auch enorm befreiend und reinigend. Schluß mit Beschönigung und Selbstbetrug!</p>
<p><strong>Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist! Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodaß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. (Sela.) <u>Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: »Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!« Da vergabst du mir meine Sündenschuld.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+32%2C2-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 32,2-5</a>)</strong></p>
<p><strong>O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. <u>An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen</u>, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. <u>Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten</u>: so laß mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+51%2C3-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 51,3-9</a>)</strong></p>
<p><strong>Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. <u>Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.</u> (…) Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 1,8</a> – 2,1)</strong></p>
<p>Solche Umkehr bedeutet für manche jungen Menschen aus dem Dunstkreis der modernen Trendgemeinden, daß sie sich zum ersten Mal wahrhaft zu dem heiligen Gott der Bibel bekehren und echte, rettende Buße zum Heil erleben. Leider sind viele junge Christen, die durch diese Kreise mit ihrer oberflächlichen, verfälschten Verkündigung geprägt wurden, nicht wahrhaft von neuem geboren, sondern nur christlich gefärbt, während im Inneren der alte Mensch mit seinen sündigen Begierden immer noch regiert.</p>
<p>Solche Menschen dürfen ihren Herzenszustand ehrlich vor Gott bekennen und Ihn bitten, daß Er sie zu echter Gottesfurcht und Gotteserkenntnis führt, zu wahrhafter Umkehr vom alten Sündenleben und ganzer Lebensübergabe an den Herrn Jesus, der in Zukunft das Leben regieren will, das an Ihn ausgeliefert wurde.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a> Ohne echte Neugeburt von oben gibt es keine Errettung, keinen Frieden mit Gott, keine echte Nachfolge.</p>
<p>Andere wiederum mögen erkennen, daß sie sich, nach dem sie sich bekehrt hatten und zu Kindern Gottes geworden sind, durch die verlockenden Angebote der modernen Trendgemeinden auf einen Irrweg der Weltlichkeit und Selbstverwirklichung verführen ließen. Sie haben den echten Herrn verlassen und sich einem falschen „Jesus“ zugewandt. Sie haben die Ermahnungen des Wortes Gottes, ihrer Eltern und geistlichen Hirten mißachtet und sich selbst einen scheinbar bequemeren Weg ausgesucht, wo man angeblich „Jesus nachfolgen“ und zugleich die Genüsse und Annehmlichkeiten dieser Welt mitnehmen konnte.</p>
<p>Auch sie dürfen umkehren und vor Gott ihr Abweichen bekennen. Sie werden erfahren, daß unser Gott gnädig und barmherzig ist und ihnen Reinigung und Befreiung schenkt, Erneuerung des Herzens und Denkens, sodaß sie nun danach verlangen, einen treuen Weg nach Gottes Wort zu gehen und den schmalen Weg der Buße, Selbstverleugnung und Ganzhingabe an den Herrn einzuschlagen. Jeder wird diesen Prozeß der Umkehr anders erfahren; Gottes Wege sind hier auf die Situation jedes Einzelnen persönlich zugeschnitten. Dennoch wollen wir einige allgemeine Hinweise geben, was diese Umkehr auf den schmalen Weg alles beinhaltet.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Umkehr zu echter Gottesfurcht und Ehrfurcht vor Gottes Wort</span></h3>
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<p>Wir haben gesehen, daß es ein Hauptkennzeichen der modernen Jugendprediger und Trendgemeinden ist, daß sie keine wirkliche Gottesfurcht erkennen lassen, sondern vielmehr eine falsche Vertraulichkeit und Dreistigkeit gegenüber dem heiligen Gott fördern, eine oberflächliche, lässige Haltung, welche den Geist Gottes zuwider ist, der doch ein Geist der Gottesfurcht ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+11%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 11,2</a>).</p>
<p><strong>Ein Urteil über die Abtrünnigkeit des Gottlosen [kommt] aus der Tiefe meines Herzens: <u>Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+36%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 36,2</a>)</strong></p>
<p><strong>Deine Bosheit straft dich, und deine Abtrünnigkeit züchtigt dich! <u>Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, daß du den HERRN, deinen Gott, verlassen hast und daß keine Furcht vor mir in dir ist!</u>, spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+2%2C19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 2,19</a>)</strong></p>
<p>Eine der wichtigsten Punkte bei einer ernsthaften Umkehr zu Gott ist das Bekenntnis dieser frechen, dreisten Fehlhaltung und die Bitte um echte Furcht des Herrn, welche unser ganzes Denken und unser Glaubensleben prägen und erneuern sollte.<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p><strong>… wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+2%2C3-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 2,3-6</a>)</strong></p>
<p><strong>Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund; heilig und furchtgebietend ist sein Name. <u>Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit</u>; sie macht alle einsichtig, die sie befolgen. Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+111%2C9-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 111,9-10</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut!</u></strong><strong> Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C11-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,11-12</a>)</strong></p>
<p>Ein wichtiger Schritt, um die Ehrfurcht vor Gott wiederzugewinnen, ist die Wahl einer wortgetreuen, geistlich gesunden Bibelübersetzung, die Gottes heilige, vom Geist eingegebene Worte getreu und unverfälscht wiedergibt, im Gegensatz zu den vielen modernen Übertragungen, die unter christlichen Jugendlichen leider beliebt sind.</p>
<p>Wer <em>Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neues Leben, NEÜ NGÜ</em> oder gar die <em>„Volxbibel“</em> liest, kann keine gesunde Glaubensentwicklung erfahren. „Bibeln“, in denen der Schlüsselbegriff der „Gottesfurcht“ noch nicht einmal mehr vorkommt, können auch keine Gottesfurcht bewirken; der ernsthafte Christ sollte sie meiden.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a> Unsere Empfehlung lautet: Lies die Schlachterbibel 2000, die sowohl wortgetreu als auch gut verständlich ist und sich vielfach bewährt hat.</p>
<p><strong>Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+19%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 19,8-10</a>)</strong></p>
<p><strong>Mein Fleisch schaudert aus Furcht vor dir, und ich habe Ehrfurcht vor deinen Bestimmungen! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C120&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,120</a>)</strong></p>
<p><strong>Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16-17</a>)</strong></p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Umkehr zu echtem Glaubensgehorsam und Ganzhingabe an Christus</span></h3>
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<p>Neben Sündenerkenntnis, ehrlichem Bekenntnis der eigenen Schuld und gläubiger Annahme des vollkommenen Sühnopfers Jesu Christi ist die Anerkennung des Herrn Jesus Christus als Herr unseres ganzen Lebens, dem wir gehorchen und nachfolgen wollen, ein wesentliches Element echter Bekehrung und biblischer Glaubensnachfolge.</p>
<p>Eine solche Übergabe und Unterwerfung unseres bisher eigensüchtig und rebellisch geführten Lebens unter die liebende Herrschaft und Autorität unseres Erlösers wird heutzutage in den oberflächlichen Verkündigungen der modernen Jugendverführer kaum noch gepredigt. Aber ohne Anerkennung der Autorität des Sohnes Gottes als Herr unseres Lebens gibt es keine wahre Errettung!</p>
<p><strong><u>Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst </u></strong><strong>und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+10%2C9-11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 10,9-11</a>)</strong></p>
<p><strong>… denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodaß wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, <u>und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus</u>, und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+10%2C4-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 10,4-6</a>)</strong></p>
<p><strong>Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, <u>damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.</u> </strong></p>
<p><strong><u>Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid</u></strong><strong>, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+2%2C9-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 2,9-15</a>)</strong></p>
<p>Echter rettender Glaube erweist sich daher auch im <em>Gehorsam</em> gegenüber Gott und dem Sohn Gottes Jesus Christus, den wir als Herrn angenommen haben, und das heißt, daß Er jetzt bestimmen kann, was wir tun und lassen. Echter Glaube ist immer Glaubensgehorsam und äußert sich darin, daß wir bewußt und aus Liebe den Geboten unseres Herrn, die Er uns durch Seine Apostel im Neuen Testament überliefert hat, gehorchen.</p>
<p><strong>… [nämlich das Evangelium] von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unseren Herrn, <u>durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben zum Glaubensgehorsam für seinen Namen</u> unter allen Heiden … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,3-5</a>)</strong></p>
<p><strong>Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber <u>von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre</u>, das euch überliefert worden ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+6%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 6,17</a>)</strong></p>
<p><strong>Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+14%2C23-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 14,23-24</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir also Jesus Christus wirklich als unseren Schöpfer, unseren Erlöser und unseren Herrn erkannt haben und anerkennen, dann wird sich die ganze Ausrichtung unseres Lebens ändern. Wir werden aufhören, selbstsüchtig für uns zu leben und stattdessen beginnen, in ganzer Hingabe für Gott zu leben, für Jesus Christus, unseren Herrn, der uns mit einem so teuren Preis erkauft hat. Wir suchen dann die Ehre Gottes und den Willen Gottes in unserem Leben, nicht mehr Genuß und Selbstverwirklichung.</p>
<p><strong>Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben (od. sein seelisches Eigenleben) retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C24-25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,24-25</a>)</strong></p>
<p><strong>Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, <u>daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,1</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist deshalb für alle gestorben, <u>damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</strong></p>
<p>Diese neue Ausrichtung unseres Lebens ist zunächst eine Entscheidung, die wir in der Kraft und Gnade Gottes vor Ihm treffen dürfen und sollen; das wird sich in unserem Leben rasch erweisen und unser Leben umkrempeln, doch dies wiederum ist ein Prozeß, in dem Gott durch Seinen Geist unser Herz und Leben immer mehr prägt und erfüllt und nach Seinem Plan und Willen ausrichtet. Und wir werden erfahren, daß gerade ein solches dem Herrn hingegebenes Leben echte Erfüllung und Segensfülle bringt.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Umkehr vom weltlichen und selbstsüchtigen Lebensstil</span></h3>
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<p>Die Grundsatzentscheidung, für den Herrn Jesus zu leben und nicht mehr für uns selbst, wird Folgen haben, wenn sie echt ist. Der Geist Gottes wird uns durch Sein Wort immer mehr Licht geben, auch in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens aufzuräumen und sie immer mehr auf den Herrn und Seinen Willen auszurichten. Das fängt bei unserem Denken an, das immer mehr Christus ähnlich werden soll. Das ist die unmittelbare Folge aus der Hingabe unseres Lebens, von der wir in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6mer+12%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Römer 12,1</a> gelesen haben. Darauf folgt nämlich im nächsten Vers die Aufforderung, nun nicht mehr der Welt gleichförmig zu sein, sondern letztlich Christus:</p>
<p><strong><u>Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.</u></strong><strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,2</a>)</strong></p>
<p><strong><u>Als gehorsame Kinder (w. Kinder des Gehorsams) paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.</u></strong><strong> Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C14-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,14-16</a>)</strong></p>
<p>In der Heiligung leben bedeutet, sich vom weltlichen, sündigen Lebensstil, den wir früher hatten, abzusondern und einen Gott gemäßen Lebensstil anzunehmen, der dem Wesen und Willen unseres Gottes und Vaters entspricht und dem Vorbild unseres Herrn, der auf der Erde als vollkommener Mensch lebte. Wir haben es schon einmal gelesen: <strong>„<u>Denn es ist für uns genug</u>, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+4%2C1-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 4,1-4</a>).</p>
<p>Wenn wir von neuem geborene Kinder Gottes sind, gibt uns der Herr Jesus durch Seinen Geist die Kraft, sündige, unheilige Denk- und Lebensweisen abzulegen, zu überwinden. Wir haben durch die Kraft des Heiligen Geistes in uns Sieg über die Sünde und über die Welt, zu der wir nun nicht mehr gehören. Das fängt bei unseren Gedanken an; wir dürfen Buße tun und ablegen, was an egoistischen, rebellischen, bitteren, unreinen und unzüchtigen Gedanken noch in uns wirkt. Wir dürfen unsere Worte reinigen von bösen, anklagenden, verleumderischen, unreinen, unehrfürchtigen Redeweisen, von der Fäkalsprache, die unter jungen Menschen immer populärer wird, von allem flapsigen und lässigen Reden über heilige, göttliche Dinge.</p>
<p>Und wir dürfen unser Handeln, unser Verhalten ändern. Der Herr wird uns zeigen, wo wir egoistisch und eigenwillig, faul und auf unseren Vorteil bedacht gehandelt haben. Er wird uns zeigen, wo wir anderen gegenüber lieblos, verletzend, zynisch, verspottend gehandelt haben, und uns darüber zur Buße leiten. Er wird uns frei machen von allerlei unreinen Begierden und Lüsten und Gebundenheiten, ob nun an Alkohol oder Tabak, an Haschisch oder andere Drogen, an Pornographie und Selbstbefriedigung oder gar an hurerische, unzüchtige voreheliche Beziehungen. Er wird uns zur Umkehr führen von Betrügereien und Lügen, von Konsumsucht und Bindung an teure Markenkleidung.<a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a> Ja, er wird uns lehren, uns anders, nämlich anständig und zur Ehre Gottes, zu kleiden im Gegensatz zu früher.</p>
<p>Dabei ist wichtig, daß wir die Wurzel unserer inneren Untreue dem Herrn gegenüber erkennen. Es ist unser zwiespältiges Herz, da wohl halbherzig dem Herrn dienen möchte, zugleich aber auch noch die Lüste und Sünden der Welt mit genießen möchte. Der Jakobusbrief spricht diesen geistlichen Schaden vieler heutiger Christen klar an:</p>
<p><strong><u>Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist?</u></strong><strong> Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«. <u>So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C4-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,4-8</a>)</strong></p>
<p>Wenn wir unser Herz ganz dem Herrn weihen und zur Verfügung stellen, dann wird Er die Weltliebe und Weltlust daraus entfernen und uns Liebe zu Ihm ins Herz geben. Er möchte uns zu einer ungeteilten Liebe und Hingabe für Ihn selbst und für den Vater gewinnen und uns das brennende Verlangen schenken, für Ihn zu leben statt für uns selbst.</p>
<p><strong>Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; <u>und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+5%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 5,14-15</a>)</strong></p>
<p>Christus wird uns auch freimachen von einer unheiligen Nutzung der Internetmedien, besonders der „sozialen Netzwerke“ und der Computerspiele, die oft sündige, finstere, ja zuweilen okkulte Inhalte vermitteln und auf der anderen Seite zu einer unehrlichen, aufschneiderischen Selbstdarstellung verleiten. Er wird uns lösen von einer unguten Bindung an irgendwelche fragwürdige „Youtube“-Gurus, auch „Influencer“ genannt, vom Einfluß fragwürdiger, oft aus der Finsternis stammender Videobotschaften, aber auch von dem zeitraubenden Nichtigkeiten übertriebenen Konsums von Instagram, Facebook, WhatsApp oder irgendwelcher anderer Mode-Medien im Internet.<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Nicht zuletzt wird der Geist Gottes viele junge Christen, die mit dem Herrn ernst machen, herauslösen aus den Fallstricken der Rock- und Popkultur mit ihrer dämonischen Musik, die Rebellion, Unzucht, Zügellosigkeit und Ekstase fördert und ein schlimmer geistlicher Fallstrick für junge Christen darstellt. Sehr viele junge Christen sind heute leider an diese Musik gebunden, die einen lähmenden und zerstörerischen Einfluß auf ihr geistliches Leben ausübt, und zwar in ihrer „christlichen“ Spielart mindestens so schlimm wie in der offen weltlichen Rock- und Popmusik.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
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<h3><span style="color: #800000;">d. Umkehr von der charismatischen Irreführung und der Droge „Worship“-Musik</span></h3>
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<p>Ein sehr wichtiger Schritt für viele junge Christen, die in der Verführung der modernen Trendgemeinden gefangen waren und nun umkehren wollen, wird die klare Abkehr und Loslösung von dem Verführungsgeist der Pfingst- und Charismatischen Bewegung sein, der in fast allen Jugendevents und Jugendkirchen eine zentrale und unheilvolle Rolle spielt.</p>
<p>Hier geht es um das irreführende Wirken von Dämonen, die einen falschen „Jesus“ vorspiegeln, der in Visionen und Prophezeiungen unbiblische Dinge sagt und eine raffinierte Fälschung ist. Dadurch werden unzählige Christen von dem wahren Herrn Jesus Christus abgezogen und zu einem eifrigen, aber irregeleiteten „Gottesdienst“ verleitet, der Gott niemals wohlgefällig sein kann. Wir wollen hier noch einmal an das Wort des Apostels Paulus erinnern:</p>
<p><strong>Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, … oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C2-4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,2-4</a>)</strong></p>
<p><strong>Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-2</a>)</strong></p>
<p>Und wir erinnern an die Voraussage des Herrn Jesus über die falschen Propheten in der letzten Zeit:</p>
<p><strong><u>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!</u></strong><strong> An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. <u>Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C15-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,15-23</a>)</strong></p>
<p>Dieser falsche Geist äußert sich auch heute noch so, wie unser Herr es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 7</a> warnend angekündigt hat: In irreführenden prophetischen Botschaften, Träumen und „Eindrücken“, von denen die falschen Propheten behaupten, sie seien von Gott, sowie in unbiblischen und gefährlichen Dämonenaustreibungen und in falschen Wunderzeichen, die ähnlich aussehen wie die in der Bibel geschilderten echten Wunder des Herrn und der Apostel, aber aus einer finsteren Quelle stammen, wie etwa „Wunderheilungen“ oder dem falschen „Zungenreden“.</p>
<p>Einen ganz besonders weit verbreiteten und gefährlichen Einfluß übt die charismatische „Lobpreis“musik aus, die im wesentlichen auf Rock- und Popmusik mit „christlichen“ Texten beruht. Diese Musik wirkt bei den Anhängern von ICF, Hillsong und anderen Eventkirchen wie eine Droge, die immer wieder aufputscht und das trügerische Erlebnis einer „Gegenwart Gottes“ produziert, die in Wahrheit das Werk verführerischer Geister ist.</p>
<p>Diese eingängigen, süchtig machenden „Worship“-Songs sind pures Gift für ernsthafte, geistlich gesinnte junge Christen. Sie vermitteln ein ekstatisches Gefühlschristentum und öffnen für allerlei charismatische Irrlehren und mystische falsche Frömmigkeit, in der Spüren und Schauen angesagt ist, Träume, Visionen und innere Stimmen, die als „Stimme Gottes“ mißdeutet werden.</p>
<p>Wer sich diesen trügerischen Geisteseinfluß geöffnet hat, sollte dringend darüber vor dem echten Herrn Jesus Christus Buße tun, die Einfallstore des Verführungsgeistes (Handauflegungen, Visionen, Tranceerlebnisse, Zungenreden usw.) als Sünde bekennen und sich entschieden davon lossagen. Er sollte den Herrn um Erneuerung seines Denkens und Glaubenslebens bitten, um Ausrichtung auf Sein Wort und die gesunde Lehre der Apostel.<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a> Wer sich der verführerischen charismatischen „Lobpreismusik“ geöffnet hat, sollte mit diesem finsteren Einfluß brechen und darüber Buße tun und in Zukunft seinen Geist durch reine, klare geistliche Glaubenslieder ernähren.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">e. Umkehr zu verbindlichem Dienst in der Gemeinde des Herrn</span></h3>
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<p>Einen Punkt möchten wir noch ansprechen. Verbindliche Nachfolge des Herrn Jesus Christus bedeutet auch verbindlichen Dienst in Seiner Gemeinde, konkret: in einer bibeltreuen örtlichen Gemeinde. Das wird in der modernen christlichen Jugendszene eher klein geschrieben. Hier herrscht vielfach eine große Unverbindlichkeit; viele suchen sich aus dem Unterhaltungsangebot verschiedener Gruppen jeweils das Attraktivste aus und besuchen mehrere Gemeinden gleichzeitig oder gar keine verbindlich; manche schauen lediglich Internetvideos, statt sich einer Gemeinde anzuschließen.</p>
<p>Aber das ist keine Option für jemand, der sich entschlossen hat, treu und verbindlich mit dem Herrn und für Ihn zu leben. Es ist klar der Wille Gottes, daß ein gläubiger Christ auch in einer biblischen Gemeinde ist und sich dort verbindlich engagiert. Das beinhaltet auch, daß er sich der Gemeindezucht und Ermahnung durch die Geschwister und speziell der Ältesten dieser Gemeinde unterstellt und, so gut er kann, auch die Versammlungen der Gemeinde besucht.</p>
<p>Dabei ist entscheidend, daß dies eine Gemeinde ist, in der die Gottesfurcht und die Lehre der Apostel noch ernstgenommen werden, keine lockere, unverbindliche Wohlfühlgemeinde, sondern eine Gemeinde, die nach Gottes Wort handelt und Gottes Geist wirken läßt. Das beinhaltet auch: eine Gemeinde, die klar abgesondert ist von Charismatik, Ökumene, Bibelkritik, Gemeindewachstumskonzepten sowie auch vom Allianz-Evangelikalismus.</p>
<p>Solche Gemeinden sind oft schwer zu finden; man muß oftmals längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen, um sie besuchen zu können. Auch sind solche Gemeinden oftmals nicht sehr groß; vielfach sind es vorwiegend Hausgemeinden, die noch klar stehen. Nötigenfalls sollte man versuchen, wenigstens einen Bibelhauskreis zu finden oder selbst zu beginnen. Die verbindliche Teilnahme und der Dienst in einer biblischen Gemeinschaft sind ganz wichtige Faktoren für die geistliche Gesundung und das Wachstum von Gläubigen, die aus verführten Kreisen kommen und einen bibeltreuen Neuanfang machen wollen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Zum Abschluß</span></h2>
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<p>Liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr bis hierher durchgehalten habt, dann habt ihr viele herausfordernde Aussagen und Bibelworte aufgenommen. Ihr habt hoffentlich die Irrtümer der modernen christlichen Jugendszene durchschauen dürfen; wenn ihr da noch Unklarheiten habt, betet ernstlich zum Herrn Jesus um Licht und Klarheit!</p>
<p>Ich hoffe und bete von Herzen, daß meine Ausführungen euch aufgeweckt und ermuntert haben, den echten Herrn Jesus Christus zu suchen, euch nach einem echten Leben in Seiner Nachfolge auszustrecken und die billigen, oberflächlichen Fälschungen abzuweisen, die euch von vielen Seiten angeboten werden.</p>
<p>Ich freue mich von Herzen, wenn Gottes Geist und Gottes Wort noch viele junge Christen von dem breiten Weg wegführt, hin auf den wunderbaren, gesegneten schmalen Weg, der wirklich zum Ziel der himmlischen Herrlichkeit führt.</p>
<p>Wenn ihr euch entschieden abkehrt von der modernen Jugendverführung und aussteigt aus dem Sumpf der evangelikalen „Jugendkirchen“ und Trendgemeinden, dann habt ihr einen großen Gewinn davon, auch wenn manche euch nicht verstehen und womöglich über euch spotten werden.</p>
<p>Allein bei dem echten Herrn Jesus Christus finden wir wahre Lebenserfüllung und ein überströmendes geistliches Leben. Allein in der biblischen Christusnachfolge haben wir Sieg über die Sünde, das Fleisch und den Satan. Nur wenn wir glaubend und gehorsam an dem göttlich inspirierten Wort der Heiligen Schrift festhalten, kommen wir sicher ans Ziel.</p>
<p>Seid gewiß, ihr lieben jungen Leser: Wenn ihr euch entschieden habt, auf dem schmalen Weg dem Herrn zu folgen und zu dienen, werdet ihr es nie bereuen, werdet ihr nie wehmütig zurückschauen auf die Zeit im Sumpf der modernen Jugendverführung, sondern ihr werdet voller Freude und Erwartung nach vorne schauen und dem Herrn in Hingabe dienen, bis Er kommt, um uns in die Himmelsherrlichkeit zu führen.</p>
<p><strong>Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+3%2C7-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 3,7-14</a>)</strong></p>
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<p>Dieser Text erscheint auch als Broschüre im ESRA-Schriftendienst.</p>
<p>Veröffentlicht auf der Webseite <strong>www.das-wort-der-wahrheit.de</strong>   Juli 2020</p>
<p>© Rudolf Ebertshäuser 2020</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Fußnoten</span></h3>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Wer sich mit der verwässerten Botschaft und den Methoden der Gemeindewachstumsbewegung näher auseinandersetzen will, kann dies in meinen Broschüren tun: <em>„Pro Christ“ oder biblische Evangelisation? Das echte Evangelium und seine moderne Umdeutung</em> (Leonberg: ESRA-Schriftendienst 6. Aufl. 2018); <em>„Leben mit Vision“ und „Willow Creek“: Gemeindewachstum oder Gemeindeverführung? </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 6. Aufl. 2018); <em>„Emerging Church“ &#8211; die postmoderne Kirche verführt die Evangelikalen</em> (Leonberg: ESRA-Schriftendienst 5. Aufl. 2018).</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Konkordanzen sind alphabetisch angeordnete Wörterverzeichnisse der Bibel, in denen jedes Vorkommen eines bestimmten biblischen Begriffes nachverfolgt werden kann. Sie sind eine große Hilfe zum systematischen Bibelstudium; eine Konkordanz zu der von mir empfohlenen Schlachterbibel 2000 ist im CLV Verlag erschienen; es gibt aber auch einige digitale Konkordanzprogramme.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Hans Peter Royer, <em>Du mußt sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst!</em> 10., überarbeitete Auflage, Vorwort zur 7. Auflage, S. 9, sowie S. 15-40. Vgl. dazu meinen Artikel: https://das-wort-der-wahrheit.de/2011/10/licht-oder-finsternis-ein-beunruhigendes-buch-von-hans-peter-royer/.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Vgl. Andreas Boppart, „So tickt die Jugend“, in: <em>IdeaSpektrum</em> 5/2020, S. 16-19.</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Vgl. dazu den Beitrag auf meiner Webseite <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong>: <u>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/11/jesus-christus-ist-der-herr-weshalb-wir-in-unserem-reden-von-jesus-christus-den-titel-herr-verwenden-sollten</u>.</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Vgl. dazu meine Schrift: <em>Der Weg zur Errettung: Buße – Glaube – Bekehrung. Eine Erklärung der biblischen Heilsbotschaft für Suchende</em> (Leonberg: Esra-Schriftendienst 2018). Gute Evangeliumsbotschaften für junge Menschen findet man auf der Webseite <strong><a href="https://www.seelenretter.info/video-audio">https://www.seelenretter.info/video-audio</a></strong>; insbesondere möchte ich die Vorträge von David Bubenzer empfehlen: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Wer dazu mehr wissen möchte und biblische Hilfestellung sucht, kann meine oben schon erwähnte Schrift lesen: <em>Der Weg zur Errettung: Buße – Glaube – Bekehrung </em>(vgl. Fußnote 24 auf S. 32 dieser Broschüre). Noch einmal will ich an dieser Stelle empfehlend auf die Vorträge von David Bubenzer hinweisen: u.a. <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Zur Vertiefung dieses Themas empfehle ich mein Buch <em>Gottesfurcht – eine lebensnotwendige Tugend in der Endzeit </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2020).</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Wer sich vertieft mit der Frage der modernen Bibelübertragungen auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich mein Buch: <em>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 3</a>. Aufl. 2016)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Näheres dazu in dem Buch: <em>Paßt euch nicht der Welt an! Ermutigung zu einem entschiedenen Leben für Christus im Widerstand gegen den Zeitgeist </em>(Steffisburg: Edition Nehemia 2018)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Zum Umgang von Christen mit den digitalen Medien vgl. R. Ebertshäuser, <em>Als Christ in der Welt des Internets. Hilfen zum geistlichen Umgang mit Smartphones, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Medien </em>(Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 2</a>. Aufl. 2015)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Näheres zu diesem Problem in dem Buch des Verfassers: <em>Charismatischer „Lobpreis“: Fremdes Feuer im Heiligtum Gottes. Die echte Anbetung der Gemeinde und ihre Verkehrung durch Rockmusik und „Worship“-Lieder. </em>(Steffisburg: Edition Nehemia 2017).</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Eine Hilfe bei der Aufarbeitung charismatischer Verführungseinflüsse kann mein Buch <em>Die Pfingst- und Charismatische Bewegung. Eine biblische Orientierung</em> (Steffisburg: Edition Nehemia 2012) bieten. Auf der Webseite <strong>Das-Wort-der-Wahrheit.de</strong> finden sich zahlreiche aufklärende, an der biblischen Lehre orientierte Schriften über Themen wie Geistestaufe, Zungenreden, Wunderheilungen usw., die ebenfalls eine Hilfe sein können, ebenso zahlreiche Audio-Vorträge zu diesen Themen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #ff9900;">Empfehlung: Vorträge von David Bubenzer</span></h3>
<p>Erst vor kurzem bin ich anläßlich der Berufung dieses Bruders in die Himmelsherrlichkeit auf die evangelistischen Vorträge von Bruder David Bubenzer vor allem für junge Leute aufmerksam geworden. Ich möchte suchende junge Menschen auf diese guten Botschaften hinweisen; sie verdienen es, auch an andere weiterempfohlen zu werden. Diese und andere wertvolle Evangeliumsbotschaften für junge Menschen findet man auf der Webseite <strong><a href="https://www.seelenretter.info/video-audio">https://www.seelenretter.info/video-audio</a></strong> und auf dem Youtube-Kanal <a href="https://www.youtube.com/channel/UCwjPS-iq-DhDrsh6gCg6ykQ"><strong>seelenretter</strong></a>; insbesondere möchte ich die Vorträge von David Bubenzer empfehlen: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y2Ai2h3BHg0">KENNT JESUS DICH? &#8211; Klartext für Oberberg</a></strong> sowie <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OkAbFJSHBMY">Wie ein Dieb in der Nacht&#8230;.</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/08/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-2/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2020 16:55:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgewählte Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Lese-Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Trendgemeinden]]></category>
		<category><![CDATA[Verführung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung: Vorsicht Verführung! Junge Christen auf dem breiten Weg &#160; &#160; Vielen Gläubigen ist bewußt, daß wir in der letzten Tagen der Endzeit leben, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Wer seine Bibel aufmerksam liest, weiß auch, daß Gottes Wort für diese „letzten Tage“ in besonderer Weise vor religiöser Irreführung im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #800000;">Einleitung: <br />
Vorsicht Verführung! Junge Christen auf dem breiten Weg</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Gläubigen ist bewußt, daß wir in der letzten Tagen der Endzeit leben, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Wer seine Bibel aufmerksam liest, weiß auch, daß Gottes Wort für diese „letzten Tage“ in besonderer Weise vor religiöser Irreführung im Namen Jesu Christi warnt. Davon hat unser Herr selbst in Seiner „Endzeitrede“ auf dem Ölberg in klaren Worten gesprochen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: <u>Habt acht, daß euch niemand verführt!</u> Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C3-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,3-5</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.</u></strong><strong> Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. (…) Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C11-13+%2B+23-25&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,11-13 + 23-25</a>)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ein gewaltiger geistlicher Kampf tobt um junge Christen</em></p>
<p>In diesen letzten Tagen findet ein gewaltiger geistlicher Kampf statt, ein Kampf um Menschenseelen. Der Widersacher Gottes, der Teufel, versucht mit allen Mitteln, die Menschen von der Erkenntnis von Gottes Wahrheit abzuhalten und sie auf falsche Wege zu bringen. Eine besonders verwundbare und umkämpfte Zielgruppe sind die <em>jungen Menschen</em>, vor allem <em>junge Christen</em>, die sich zu Jesus Christus bekannt haben und an Ihn glauben, auch wenn längst nicht alle von ihnen wirklich zum echten Glauben und zur Neugeburt als Kinder Gottes gefunden haben.</p>
<p>Gerade solche junge Christen laufen Gefahr, daß ihnen ein oberflächliches, falsches Christentum verkündigt wird und sie deshalb auf einen Irrweg kommen. Sie gehen dann nicht auf dem schmalen Weg, der zur Errettung führt, sondern auf dem breiten Weg, der ins Verderben führt. Nicht umsonst hat unser Herr Jesus Christus seine Zuhörer so ernst gewarnt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen.</u></strong><strong> Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden. Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C13-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,13-15</a>)</strong></p>
<p>Mit dieser Irreführung sind nicht die Zeugen Jehovas gemeint oder irgendwelche offenkundig esoterischen Sekten, auch wenn diese ebenfalls junge Menschen auf schlimme Abwege führen. Sondern die große Verführung christlicher junger Menschen, von der diese Broschüre handeln soll, geschieht durch wortgewandte Prediger, Lobpreisleiter und Jugendpastoren. Sie führen allesamt den Namen Jesu Christi im Munde und vermitteln mit geschickten, „jugendgemäßen“ Methoden ein faszinierend wirkendes Christentum, das zunächst sehr locker und attraktiv aussieht. Es hat nur einen entscheidenden Fehler: <em>es ist unecht,</em> es ist eine raffiniert produzierte Fälschung, und die jungen Menschen, die sich darauf begeistert einlassen, sind Betrogene.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Verführte Verführer und blinde Blindenleiter</em></p>
<p>Damit wollen wir nicht unterstellen, daß diese vielen selbst meist noch eher jungen Menschen, die da ein falsches Evangelium verbreiten, bewußte Verführer wären, die absichtlich christliche Jugendliche in die Irre leiten. Nein, sie sind in aller Regel selbst Verführte, sind betrogene Betrüger, die sich selber ebenso schaden wie ihren Zuhörern und Nachfolgern. Wir wollen gar nicht über ihren inneren Zustand urteilen; viele sind, so fürchte ich, nicht wiedergeboren, sondern selbst unechte Christen; manche mögen vielleicht verführte Kinder Gottes sein. Auf jeden Fall ist es ein Schachzug des Widersachers, daß er zuerst die verführt, die dann als Multiplikatoren andere irreführen sollen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, <u>indem sie verführen und sich verführen lassen</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,13</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Laßt sie; sie sind blinde Blindenleiter!</u></strong><strong> Wenn aber ein Blinder den anderen leitet, werden beide in die Grube fallen. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+15%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 15,14</a>)</strong></p>
<p>Die große Verführung, auf die diese coolen Jugendprediger hereingefallen sind, besteht darin, die biblische Botschaft von der Errettung durch Jesus Christus (die Bibel nennt das „Evangelium“) an den modernen Zeitgeist und die Erwartungen der heutigen Menschen anzupassen. Das geschieht, indem man dort wesentliche Abstriche macht, wo diese uralte Botschaft scheinbar nicht mehr „zeitgemäß“ und für den modernen Menschen nicht mehr annehmbar ist.</p>
<p>Um ein biblisches Bild zu verwenden: Man stört sich daran, daß der Herr Jesus Christus und die Apostel uns auffordern, durch die enge Pforte der Herzensumkehr, des Bruchs mit der Sünde und der ganzen Lebenshingabe an Christus zu gehen und dann auf dem schmalen Weg der Gottesfurcht und Heiligung dem Herrn nachzufolgen.</p>
<p>Man hat nun aber herausgefunden, daß moderne Menschen und gerade junge Menschen lieber eine bequeme weite Pforte bevorzugen und nur dann in großen Scharen „Christen“ werden, wenn man ihnen einen komfortabel geteerten breiten Weg bietet. Also macht man einfach die Pforte weit und den Weg breit, um möglichst viele Anhänger zu bekommen. In ihrer Verblendung übersehen diese Leute die ernste und liebevolle Warnung unseres Herrn: <strong>„die Pforte ist weit und der Weg ist breit, <em>der ins Verderben führt</em>; und viele sind es, die da hineingehen“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,13</a>).</p>
<p>Diese Zeilen wurden geschrieben, um junge Menschen zu warnen und auf den echten, sicheren Weg zur Vergebung der Sünden, zum wahren, ewigen Leben und in die Himmelsherrlichkeit hinzuweisen, und das ist immer noch der schmale Weg, der durch die enge Pforte geht. Ich möchte meinen jungen Lesern, aber auch betroffenen Eltern und Freunden die biblische Warnung zurufen: <strong>„Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3</a>).</p>
<p>Diese Schrift soll ein Weckruf für junge Christen sein, daß sie aufwachen und mündig und urteilsfähig werden, um die echte Heilsbotschaft der Bibel von dem verfälschten Pseudo-Evangelium zu unterscheiden, das heute überwiegend verkündet wird. Solche Prüfung und geistliche Unterscheidung ist der Wille Gottes, <strong>„damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen</strong> <strong>…“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+4%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 4,14</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sucht Gottesfurcht und Weisheit und hört auf reifere Christen!</em></p>
<p>Der Verfasser dieser Zeilen ist selbst ganz und gar nicht mehr „jugendlich“, sondern im „Rentenalter“,<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Vater von zehn teils erwachsenen, teils noch jugendlichen Kindern, sowie einer wachsenden Zahl von Enkeln, für die er regelmäßig betet, daß sie den schmalen Weg finden und auf ihm bleiben.</p>
<p>Ich halte nichts von künstlich auf „jugendgemäß“ frisierten Botschaften und glaube auch nicht, daß nur jugendliche Prediger junge Christen ansprechen können. Ich glaube, daß junge Christen besonders auf ältere, im Glauben bewährte Prediger und Lehrer des Gotteswortes hören sollten und dabei immer prüfen sollten, ob ihre Botschaft wirklich mit den Worten unseres Herrn in der Bibel übereinstimmen.</p>
<p>Ich glaube auch, daß junge Christen ehrlich und demütig anerkennen sollten, daß sie in geistlichen Dingen noch relativ unerfahren und deshalb leichter zu täuschen sind (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+5%2C5-6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 5,5-6</a>). Es gehört zu den Fallstricken des Teufels (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C6-7%3B+2Tim+2%2C25-26&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,6-7; 2Tim 2,25-26</a>), daß man unerfahrenen, im Wort Gottes ungefestigten und im Glauben bestenfalls unbewährten jungen Menschen einredet: „Ihr seid die Durchblicker! Ihr wißt es besser als die verknöcherten Alten! Ihr seid die Weltverbesserer! Ihr seid die erleuchtete Elite, die das Reich Gottes bauen und die große Erweckung bringen wird!“</p>
<p>Gottes Wort mahnt junge Menschen dagegen zur Demut und zeigt ihnen, daß sie noch unerfahren sind im Wort der Gerechtigkeit, in vielem noch nicht fähig zur Unterscheidung des Guten und des Bösen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,13-14</a>), und daß sie deshalb Rat und Ermahnung von gereiften, im Glauben bewährten, treuen Gläubigen brauchen, anstatt auf die polierten Sprüche von coolen „Jugendleitern“ zu hören, die selbst die göttliche Ermahnung verworfen und den trügerischen breiten Weg erwählt haben und nun andere auf diesen Irrweg mitziehen.</p>
<p>Gerade in der heutigen Zeit der geballten Irreführung sollten junge Christen auf die uralten Worte Gottes aus dem Buch der Sprüche hören, in denen Gott selbst ihnen ans Herz legt, nach Besonnenheit, göttlicher Weisheit, Gottesfurcht und rechtem Urteilsvermögen zu streben und dabei ernsthaft in Gottes Wort zu forschen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>[Dies sind die] Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, die dazu dienen, daß man Weisheit und Unterweisung erkenne und verständige Reden verstehe, daß man Unterweisung empfange, die einsichtig macht, Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit; <u>damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit. Wer weise ist, der hört darauf</u> und vermehrt seine Kenntnisse, und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an, damit er den Spruch und die bildliche Rede verstehe, die Worte der Weisen und ihre Rätsel. Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C1-7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,1-7</a>)</strong></p>
<p>Wir finden im einleitenden Kapitel der Sprüche auch einen bemerkenswerten Aufruf, den DIE WEISHEIT an ihre jugendlichen Zuhörer richtet. Dieser Aufruf ist heute brandaktuell, besonders, wenn wir bedenken, daß diese göttliche Weisheit niemand anderes ist als unser Herr Jesus Christus (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+8%2C22-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 8,22-36</a>). Wie wichtig wäre es, daß die vielen jungen Christen, die heute in verführerischen Strömungen gefangen sind und betrügerische Botschaften (Jugendsprache: „messages“) hören, auf diese ernsten, mahnenden und doch so liebevollen Worte Gottes hörten:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich läßt sie ihre Stimme hören; auf den Plätzen, im ärgsten Straßenlärm schreit sie, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Reden: <u>Wie lange wollt ihr Unverständigen den Unverstand (od. »Naivität«, Offenheit für alles) lieben und ihr Spötter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? Kehrt um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, ich will euch meine Worte verkünden!</u> </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt, so werde auch ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet, wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, wenn euch Angst und Not überfällt! </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, weil sie die Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben. Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen! Denn die Abtrünnigkeit der Unverständigen bringt sie um, und die Sorglosigkeit der Toren stürzt sie ins Verderben. Wer aber auf mich hört, der wird sicher wohnen; er kann ohne Sorge sein und muß kein Unheil fürchten.</strong></p>
<p>Ja, ich fürchte, viele junge Menschen, die sich als „coole Christen“ verstehen, werden einmal mit Schrecken aufwachen, wenn es zu spät ist, und erkennen müssen, daß sie sich um den Preis ihrer Seele geirrt haben, weil sie die Mahnungen der Bibel zur Gottesfurcht und Zucht nicht ernst genommen hatten.</p>
<p>Wie eindringlich warnt Gott hier junge Menschen vor der raffinierten Irreführung durch gerissene Betrüger! Er mahnt uns, Ihn im Gebet zu suchen, in Seinem Wort zu forschen und dieses Wort gehorsam auszuleben, damit wir bewahrt werden vor der tödlichen Verführung. Auch den Anfang des zweiten Kapitels der Sprüche will ich hier noch anführen:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodaß du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest; <u>wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.</u> Er hält für die Aufrichtigen Gelingen bereit und beschirmt, die in Lauterkeit wandeln; er bewahrt die Pfade des Rechts, und er behütet den Weg seiner Getreuen. </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehen, Aufrichtigkeit und jeden guten Weg. Wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird und die Erkenntnis deiner Seele gefällt, <u>dann wird Besonnenheit dich beschirmen, Einsicht wird dich behüten, um dich zu erretten von dem Weg des Bösen, von dem Menschen, der Verkehrtes spricht; von denen, welche die geraden Pfade verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln</u>; die sich freuen, Böses zu tun, und frohlocken über boshafte Verkehrtheit; deren Pfade krumm sind, und die auf Abwege geraten; — <u>damit du auch errettet wirst von der Verführerin, von der fremden Frau, die glatte Worte gibt</u> … (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+2%2C1-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 2,1-16</a>)</strong></p>
<p>Möge der Herr in Seiner Gnade schenken, daß noch viele junge Christen diese Botschaft hören und beherzigen!</p>
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<h2><span style="color: #800000;">1. Wie die Verführung funktioniert: <br />
Szenen vom „Christival“ und aus dem „ICF“</span></h2>
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<p>Zuerst wollen wir an zwei Beispielen deutlich machen, wie die Verführung der jüngeren Generation von Christen heute funktioniert. Das soll hier nur ganz knapp aufgezeigt werden, anhand von zwei hochgeschätzten Vorbildern moderner evangelikaler „Jugendkultur“, dem „Christival“ und dem „ICF“. Diese Beispiele zeigen uns rasch, welche Inhalte und welche Methoden heute vor allem eingesetzt werden, um junge Christen auf den breiten Weg zu locken.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
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<h3><span style="color: #800000;">a. Christival – eine „coole Party mit Jesus“?</span></h3>
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<p>Das Christival in Karlsruhe 2016 war nach Meinung seiner Organisatoren ein voller Erfolg. Über 13.000 Jugendliche Besucher waren vom 4. – 8. Mai zusammengekommen und feierten ein riesiges Fest unter dem Motto „Jesus versöhnt“.</p>
<p>Musik ist ein zentrales Element dieses Festivals, das in gewisser Weise eine „christliche“ Nachahmung weltlicher Rock- und Popfestivals ist und von genau derselben Art von Musik lebt, die auch die weltlichen Jugendlichen hören – nur eben mit „christlich“ aufgemachten Texten. Aber die Rock- und Popmusik und am meisten die fromme Variante des charismatischen „Worship“ ist eine verführerische, Sinnlichkeit, Zuchtlosigkeit und Ekstase fördernde Musik, eine gottlose Musik, die sich aus finsteren Quellen speist.</p>
<p>Das wollen die meisten jungen Christen nicht wahrhaben, die von dieser Musik geradezu abhängig sind – aber es ist eine unbestreitbare, traurige Wahrheit. Diese Musik, die Gesetzlosigkeit, Auflehnung, Unzucht und in schweren Fällen okkulte Belastungen hervorruft, ist ein wesentlicher Grund, weshalb viele christlich angehauchte Jugendliche nicht zu echter Buße und echtem Glauben durchdringen können.</p>
<p>Rock- und Popmusik ist unheimlich populär; sie kann als Köder benutzt werden, um junge Menschen zu „Events“ zu locken – man stelle sich vor, wie viele (oder besser: wie wenige) der 13.000 Besucher gekommen wären, wenn in Karlsruhe „nur“ Bibelarbeiten und geistliche Lieder angeboten worden wären! Aber Pop- und Rockmusik ist geistliches Gift und verdirbt diejenigen, welche sie hören.</p>
<p>Zu den zahlreichen Bands, die die Besucher „rockten“ (man bedenke nur die tatsächliche Bedeutung dieses Slangwortes!), gehört u.a. die Lobpreisgruppe „Outbreakband“ aus dem charismatischen „Glaubenszentrum Bad Gandersheim“. Über sie heißt es im Christival-Programmheft: „Laut und mit viel Rhythmus geht es bei der Outbreakband direkt nach White weiter. Die Halle bebt, wenn die Outbreakband ihre bekannten Songs erklingen lässt und neben dir 3000 Christivaller die halbe Nacht mitrocken“. Als weiteres Beispiel möge das Musikangebot „Hiphop-Zelt“ genügen, zu dem wir im Programmheft lesen:</p>
<p>Start 21:45 Uhr. Pumpender Bass, Graffiti, HipHop-Tanz, DJ’s am Scratchen und natürlich Rap. <u>Im Hip-Hop-Zelt bewegt sich alles im 4/4-Takt und dreht sich um Jesus!</u> HipHop-Newcomer und alte Hasen werden sich die Bühne teilen. (…) Schweißtreibende Action und tiefsinnige Lyrik sind garantiert!</p>
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<p><em>„Jesus versöhnt“ – die verführerische Botschaft einer falschen „Versöhnung“</em></p>
<p>Das Programm wurde schön „jugendgemäß“ angepriesen: „Zum Abschluß des Christivals erlebst du noch einmal einen Knaller! Jesus feiern &#8211; mit Gebet, Lobpreis und einer gemeinsamen Abendmahlsfeier. Jeder ist eingeladen, dazuzukommen! Lea und Daniel werden moderieren und LIVEWORSHIP den Lobpreis leiten.“ Die „Jesus-Freaks“ dürfen einen „Gottesdienst der besonderen Art“ abhalten: „Die Jesusfreaks werden einen gewohnt „lauten“ Gottesdienst abhalten. Die Lobpreisband Eins, Zwo, Fünf wird uns mit ihrer Mischung aus Hardcore und Indirock in die Anbetung führen. Martin Dreyer hält die Predigt zum Thema „Jesus versöhnt“. Versöhnung mit Menschen, die uns in unserer persönlichen Entwicklung ausgegrenzt, bedrängt und verletzt haben.“</p>
<p>Immer wieder ging es um das Motto „Jesus versöhnt“. Das ist ja eigentlich eine wahre Aussage, aber die Art und Weise, wie diese Aussage ausgedeutet wurde, ist handfeste Verführung und Betrug an den jungen Leuten, die diese Worte so oft auf dem Christival hörten. Der liberaltheologische Bischof von Baden, Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, umschrieb sie so: „Und es geht um eine befreiende Botschaft, die Mut macht, weil Jesus dich so liebt und so nimmt, wie du bist“.</p>
<p>Diese Formel, die wir so oft im heutigen evangelikalen Predigten hören, drückt das weichgespülte trügerische „Evangelium“ sehr treffend aus, das auf dem „Christival“, aber auch sonst viel zu oft in evangelikalen Kreisen verkündet wird: „Gott liebt dich und nimmt dich an, wie du bist!“; „Du bist für Gott schön und toll; bei ihm kannst du sein, wie du bist, er segnet dich und hat Großes mit dir vor!“; „Jesus hat alles gut gemacht, du bist jetzt ein geliebtes Kind Gottes; du brauchst nicht heilig leben, die Gnade hat dich vom Gesetz befreit“ usw.</p>
<p>Solche Sprüche haben den Anschein von Wahrheit; sie sind aber nur eine halbe Wahrheit und damit eine ganze Irreführung. Die Wahrheit ist: Der heilige Gott nimmt keinen Sünder an ohne aufrichtige Buße und Herzensumkehr, ohne eine klare Abkehr von dem alten Sündenleben und Lebensübergabe an Christus. Wer weiter in seinen Sünden lebt und sein ungebrochenes Eigenleben behalten will, der kommt nicht zur Geburt aus dem Geist und hat auch keine Vergebung und kein ewiges Leben; er muß einmal von Christus hören: <strong>„Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,23</a>). Er wird mit seinem kraftlosen Scheinchristentum in der Hölle enden!</p>
<p>Die Wahrheit ist: Eine echte Bekehrung und Neugeburt erweist sich daran, daß ein Mensch sich von seinen Sünden abkehrt und aufhört, in der Sünde zu leben, daß er der Heiligung nachjagt und die Gebote Gottes aufrichtig zu halten sucht (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1.+Johannes+2+und+3&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1. Johannes 2 und 3</a>).</p>
<p>Die falsche „Versöhnung“, die auf dem Christival und auch sonst in modernen Kreisen gepredigt wird, behauptet auch: „Jesus nimmt alle an, auch die Liberaltheologen, die Seinen Sühnetod und Seine Auferstehung leugnen, auch die Muslime, die Ihn als Sohn Gottes verwerfen, auch die Hindus und die Atheisten, die Gesetzlosen und die Spötter, die praktizierenden Hurer und Homosexuellen – alle, alle kommen einmal in den Himmel!“</p>
<p>Die biblische Botschaft von der Versöhnung wird so verfälscht und der heilige Herr Jesus Christus zu einem toleranten „Allversöhner“ umgedeutet. Das aber ist eine furchtbare Lüge, ein Betrug, der dem Wort Gottes klar widerspricht.</p>
<p>In Wahrheit hat nur der Versöhnung, Vergebung und Errettung, der aufgrund des Wortes der Heiligen Schrift von Herzen umgekehrt ist und an den Herrn Jesus Christus glaubt, so wie es die Schrift sagt. Die falschen Lehrer, faschen Propheten und alle, die bewußt in der Sünde leben (auch in der Sünde des vorehelichen Geschlechtsverkehrs, den die Bibel „Hurerei“ bzw. „Unzucht“ nennt), haben kein Heil, sondern auf sie wartet die ewige Verdammnis:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, <u>wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden</u>. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+5%2C19-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 5,19-21</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.</u></strong><strong> So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber! Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C5-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,5-8</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner &#8211; ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+21%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 21,8</a>)</strong></p>
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<p><em>„Wortwechsel“ statt Wortverkündigung</em></p>
<p>Die Bibel wurde für das Spektakel gekonnt „zeitgemäß“ inszeniert und umgedeutet. Dabei halfen eine Vielzahl von Referenten, teils aus dem bibelkritisch-liberaltheologischen Lager, teils aus dem „evangelikalen“, wobei sich der Unterschied heute zunehmend verwischt. Der Idea-Journalist Karsten Huhn beschreibt die „Bibelarbeiten“ des Festivals (durchaus wohlmeinend) so:</p>
<p>Die Bibelarbeiten heißen „Wortwechsel“ und werden in vier verschiedenen, postmodern anmutenden Ausführungen angeboten. <u>Die junge Generation ist performanceverwöhnt, die Inszenierung muß stimmen. Das wichtigste Gebot: Du sollst nicht langweilen! </u>Also wird alles in einer großen Bibel-Show dargeboten: Gezeigt werden Werbespots, die für christliche Hilfsorganisationen werben, ein Videoclip faßt den vorangegangenen Tag zusammen und kurze Trickfilme führen zum Bibeltext hin. Welches Lied soll als nächstes gesungen werden? Der Moderator zieht es aus einer mit Überraschungseiern gefüllten Schale.</p>
<p>Das Publikum hat fünf Minuten Zeit, um sich in Kleingruppen über den Bibeltext auszutauschen und eine weitere Minute, um eine Frage dazu zu formulieren. Ein Lichtkegel sucht dann eine Gruppe aus, die ihre Frage vortragen darf. Auf der Bühne stehen drei Bibelkenner bereit. Sie plaudern miteinander, etwa so wie man es vom Frühstücksfernsehen kennt. „Versöhnung – läuft bei dir?“ <u>Es klingt lässig und aufgekratzt zugleich, als wolle man den Nachweis führen: Hey, Leute, auch Christen können voll cool sein! </u>Wer die nächste Frage beantwortet, wird per Zufallsgenerator ermittelt. Zwischendurch wird das Publikum aufgefordert, eine La-Ola-Welle schwappen zu lassen.</p>
<p>Für ernsthafte Christen ist diese Show traurig und erschreckend. Die Jugendlichen haben sich sicherlich sehr wohlgefühlt; einer beschrieb in einem Video das Christival als „megageil“. Aber sie haben gar nicht durchschaut, daß sie hier einer raffinierten Verführung zum Opfer gefallen sind – einer Verführung, die, davon wollen wir mal ausgehen, von den Machern sicherlich nicht bewußt geplant war.</p>
<p>Nein, diese Profi-Jugendleiter und -mitarbeiter aus Landeskirchen, Freikirchen, CVJM und anderen Jugendgruppen waren sicher selbst der Überzeugung, hier eine tolle Fete zu veranstalten, an der ihr „Jesus“ begeistert teilnehmen konnte. Aber das alles hat mit dem wahren Herrn Jesus Christus nichts zu tun. Es ist eine pseudochristliche Show, die einen anderen Jesus, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium ausbreitet (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+11%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 11,4</a>).</p>
<p>Auf solchen Festivals werden, wie auf ihren weltlichen Vorbildern, gruppendynamische Tricks und Techniken benutzt, um jungen Menschen ein euphorisches Gefühl zu vermitteln. Dazu braucht es in diesem Alter nicht viel: das tolle Gefühl, mit so vielen „Gleichgesinnten“ zusammenzusein; gemeinschaftlicher Tanz zu ekstatischer Musik; Videoclips und Lichterzauber, „La-Ola-Wellen“ und Hände aufheben, Gelegenheiten für Flirts und Händchenhalten, Ich-bestätigende Botschaften wie „Schön, daß du da bist“, „Du bist toll, super, schön, begabt, einmalig … du bist der Clou“ …</p>
<p>Daneben gab es natürlich noch mehr: In charismatischen Gebetsgruppen konnte man sich die Hände auflegen und über sich „weissagen“ lassen; in Referaten und Seminaren wurde das falsche „Soziale Evangelium“ der Weltveränderung verbreitet und zu sozialpolitischem Aktionismus aufgerufen; man konnte „Spiritualitätsangebote“ wahrnehmen: „Gott begegnen. Dir selbst begegnen. Der Welt begegnen. Und dich auf den Weg der Versöhnung machen. Dafür stehen dir auf dem Christival kreative, meditative, laute und leise Räume, Zimmer und Zelte zur Verfügung. Auch Menschen wollen hier mit dir auf die Reise gehen. Du bist herzlich eingeladen!“</p>
<p>In diesem falschen Christentum, das auf dem „Christival“ zelebriert wurde, haben biblische Fundamente wie Buße und Erlösung, das Mit-Christus-Gekreuzigtsein und Selbstverleugnung, Heiligung und Gottesfurcht keinen Platz. Es geht um fromm getarnte Selbstverwirklichung und Ausleben weltlicher Lüste; es geht um ein Christentum, dem das Vergnügen wichtiger ist als Gott, und das nur noch einen äußeren Schein von Gottesfurcht besitzt, wie der Apostel Paulus es in seinem prophetischen Wort im 2. Timotheusbrief beschreibt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1-5</a>).</p>
<p>In dem Bericht von Karsten Huhn wird immer wieder die Ehrfurchtslosigkeit und witzelnde Geschwätzigkeit der falschen Prediger deutlich. Sie reden über Gott in einer erschreckend lässigen Haltung und betrügen dabei die jungen Menschen, sie verschweigen ihnen die Notwendigkeit von echter Herzensumkehr und Bruch mit dem alten Sündenleben. Stattdessen verkünden sie ein „cooles“ Scheinchristentum, in dem der alte Mensch bleiben kann wie wer ist und angeblich dennoch von „Jesus“ bedingungslos angenommen wird. Durchaus bejahend skizziert Huhn den lockeren Stil der Redner beim Christival:</p>
<p>Kaum ein Redner ist über 40, alle reden ohne Manuskript und erfreulich phrasenarm. <u>Locker, flockig, flapsig, wer hören will, wie man Jugendliche mitreißt – hier wird er fündig. „Ich stelle mir die Bibel als Comic vor“, sagt Tobias Teichen</u>, Gemeindegründer und Pastor der charismatischen ICF-Kirche in München. Um zu illustrieren, wie Gut und Böse in ihm kämpfen, sind hinter ihm auf der Leinwand Engelchen und Teufelchen als Comic-Figuren eingeblendet und erteilen ihm Ratschläge. Teichen erzählt die Urgeschichte nach, schlüpft dabei in die Rollen von Gott, Adam und Eva. Adam sieht Eva zum ersten Mal und ist sofort schwer verliebt: „Wow! Was für  ein Design!“ Der Verliebtheitsphase folgen die ersten Konflikte, und Adam fragt Gott: „Kann man die auch zurückgeben?“</p>
<p>Wie anders redet doch Gottes Wort von dem Verhalten eines echten Verkündigers, für das der Apostel Paulus das von Gott gegebene Vorbild darstellt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+5%2C3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 5,3</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>In der Lehre erweise Unverfälschtheit, würdigen Ernst, Unverderbtheit, gesunde, untadelige Rede, damit der Gegner beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über euch sagen kann. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C7-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,7-8</a>)</strong></p>
<p>Noch deutlicher wird das, wenn wir die Herzensbekenntnisse und Ermahnungen des Apostels in seiner Abschiedsrede an die Ältesten von Ephesus bedenken. Welche Lauterkeit, welcher heilige Ernst und Eifer leuchtet daraus hervor!</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asia betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, daß ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter vielen Tränen und Anfechtungen, die mir widerfuhren durch die Nachstellungen der Juden; <u>und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern, indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe. </u>(…) </strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag, daß ich rein bin von aller Blut. Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt.</u></strong><strong> So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C18-30&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,18-30</a>)</strong></p>
<p>Welch ein Gegensatz zu dem ichhaften, lauen und seichten Geschwätz der heutigen Verführer! Ihr jungen Leute, die ihr auf dem Christival Vergnügen und religiöse Aufputsch-Impulse gesucht und gefunden habt &#8211; Ihr werdet verführt und um die echte Errettung durch klare Bekehrung zu Christus betrogen! Ihr seid auf einem falschen Trip, der in der Hölle enden wird, wenn Ihr nicht wirklich ernst macht mit dem Herrn Jesus Christus!</p>
<p>Die Super-Prediger, an deren „coolen“ Botschaften Ihr Euch „aufgebaut“ habt, sind verführte Verführer, die selbst den wahren Herrn nicht kennen und andere von einer echten Umkehr abhalten! Bittet den Herrn Jesus Christus, daß Er euch die Augen öffnet für Seinen Weg und Seine Wahrheit! Lest betend eine wortgetreue Bibel statt der allgegenwärtigen irreführenden Übertragungen, und bittet Gott ernstlich, daß Er Euch seinen Sohn, den echten Herrn Jesus, offenbart, statt irgendwelcher moderner „jugendgemäßer“ falscher Jesus-Gestalten!</p>
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<h3><span style="color: #800000;">b. Das „ICF“ &#8211; eine attraktive Trendgemeinde <br />
verbreitet Irrlehren der Selbstverwirklichung und des Charismatismus</span></h3>
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<p>Unser zweites Beispiel für die moderne Verführung christlicher Jugendlicher soll das ICF sein – zur Zeit wahrscheinlich die attraktivste Form einer bewußt für junge Menschen zugeschnittenen Trendgemeinde, in der Rock- und Popmusik und charismatischer „Lobpreis“ das ausschlaggebende Element der „Gottesdienste“ bilden. Neben dem ICF gibt es heute zahlreiche andere Modelle solcher charismatisch-„kulturrelevanter“ Gemeinden, eher evangelikal geprägt wie die „Calvary Chapels“, oder betont charismatisch wie etwa die „Hillsong“-Gemeinden, die „Vineyard“-Gemeinden oder das „Gospel-Forum“ in Stuttgart.</p>
<p>Zur Entstehung des ICF gibt Georg-Otto Schmid auf der Webseite „relinfo“ folgende Informationen:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Der oder das ICF, ausgeschrieben <em>International Christian Fellowship</em>, auch <em>ICF Movement</em> oder (früher) <em>ICF Church</em> genannt, ist eine vergleichsweise neue Freikirchen-Bewegung, die durch separate Gottesdienstangebote für unterschiedliche Altersgruppen insbesondere junge Menschen anspricht.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die Ursprungsgemeinde des ICF liegt in Zürich. ICF Zürich kennt gewissermassen zwei Gründungsdaten. Ab 1990 führte Heinz Strupler in der St. Anna-Kappelle in Zürich unter dem Namen International Christian Fellowship (ICF) jeweils am Sonntagabend zweisprachige englisch-deutsche Gottesdienste durch, die evangelikal nicht-charismatisch ausgerichtet waren und insbesondere von jungen Menschen aus Freikirchen intensiv besucht wurden. Struplers ICF verstand sich aber bewusst nicht als eigene Gemeinde, sondern als überdenominationelles Gottesdienstangebot. Der Wunsch nach gemeindlicher Verfestigung führte allerdings zu diversen Gemeindegründungen aus dem Umfeld des ICF heraus, darunter die &#8222;Limmatgemeinde&#8220;.</p>
<p style="padding-left: 40px;">In der Folge war der ICF zu verschiedenen Ortswechseln gezwungen, Spannungen waren die Folge, das trendige Image ging im Laufe der Jahre zunehmend verloren, der ICF verschwand aus der evangelikalen Öffentlichkeit. Im Jahr 1996 übergab Heinz Strupler die Leitung des ICF an den heutigen Senior Pastor Leo Bigger. Der 1968 geborene und als Offset-Drucker ausgebildete Bigger wirkte als Jugendlicher in einem Hauskreis mit, der der Katholischen Charismatischen Erneuerung nahestand. 1992 stiess Bigger zum ICF und absolvierte eine Bibelschule in Heinz Struplers Institut IGW.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Nach der Übernahme der Leitung fusionierte Bigger den ICF mit der von Matthias Bölsterli geleiteten Limmatgemeinde zur ICF Church. Der Zusatz &#8222;Church&#8220; sollte dabei dokumentieren, dass sich ICF fürderhin als eigenständige Gemeinde versteht. Bigger wurde Gesamtleiter, Bölsterli Co-Leiter.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Die ICF-Bewegung hat nicht nur zahlreiche teils recht große Gemeinden in der Schweiz gegründet, sondern hat auch in Deutschland ein wachsendes Netz von Gemeinden aufgebaut, die teilweise große Besucherscharen anziehen, so etwa das ICF München, das seine „Gottesdienste“ mit über 1.000 Besuchern in einer weltlichen Diskothek abhält.</p>
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<p><em>Wie das ICF seine Besucher anzieht</em></p>
<p>Was am ICF für normale Besucher so anziehend ist, hat ein Journalist der <em>„Neuen Züricher Zeitung“</em> ganz interessant geschildert (Unterstreichungen RE).</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die ehemalige Industriehalle ist gut gefüllt. <u>Auf der Bühne steht ein Langhaariger mit Tattoos, Dreitagebart und Röhrenhosen und spielt mit seiner Band professionellen Pop-Rock, der unter die Haut geht. Alles erinnert an ein normales Konzert.</u> Doch dafür stimmt die Zeit nicht, es ist Sonntagvormittag, 11 Uhr. Und auch die Texte sind anders: «You are the God who leaves me speechless», singt der Sänger. Nach 30 Minuten Musik tritt Prediger Daniel Nüesch auf und sagt: «Wir lieben Jesus, und wir sind begeistert vom Leben. Ihr seid alle willkommen hier, so wie ihr seid.» Hunderte Gläubige sind gekommen zur «Celebration» der Freikirche International Christian Fellowship – bekannter unter dem Kürzel ICF – im Zürcher Maag-Areal.</p>
<p style="padding-left: 40px;">In einer der vorderen Reihen wippt die Familie Schulthess mit zum Takt der «Worship»-Songs. Mutter Karin schliesst die Augen und hebt die rechte Hand empor, wie es hier viele tun. Vater Jürg und Sohn Sven summen die Melodien mit, die sie bereits kennen, auch sie offensichtlich hingerissen. «Wir sind ganz normale Menschen, wir gehen einfach mit Gott durch unser Leben», wird Jürg später in einem Café sagen. Da ist auch die 17-jährige Tochter Céline hinzugestossen, die den Gottesdienst der Teenager besucht hat, den «Oneighty». (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;">Das Ehepaar, das noch zwei weitere Töchter hat, besuchte mit seinen damals noch kleinen Kindern verschiedene Kirchen. Alle durften nachher ihre Meinung abgeben – und waren sich einig: <u>Bei ICF ist es am «coolsten».</u> «So blieben wir hängen», erzählt Karin, das war im Jahr 2004. Ihr Mann war anfänglich noch skeptisch, die dunklen Räume und die Lautstärke der Musik sagten ihm nicht zu. Es waren die Predigten von ICF-Gründer Leo Bigger, die ihn schliesslich überzeugten. Ehrlich seien diese und immer aus dem Leben gegriffen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Eine Stunde früher sprach Bigger in der Maag-Halle über das biblische Gleichnis vom Weinstock und richtete sich an jene, die in ihrem Leben gerade Frost und Hagel erleiden: «Ein Weinstock ist auch nicht nur ein Jahr da. Du bleibst in Jesus – und nächstes Jahr kommt die Ernte.» Sie sollten sich mit jenen freuen, die Erfolg haben, rief Bigger seinem Publikum zu. <u>«Gott ist keine Spassbremse, er ist dein grösster Fan.</u> Der Teufel jedoch mag es dir nicht gönnen; das Vergleichen und Neiden kommt von ihm, er will auch sein wie Gott.» Hohe Theologie ist das nicht, wie Karin Schulthess später einräumen wird. Aber die ICF-Gemeinde folgt den Worten gebannt. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;">An jenem Sonntagvormittag steht Leo Bigger vor drei riesigen Screens, über die Bilder von Rebbergen flimmern. Bald ist auch für seine Freikirche Erntezeit: Sie zieht in den Event-Park in Zürich Stettbach und erhält damit, über zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, eine feste Heimat. Doch noch ist die Finanzierung nicht gesichert, Bigger fordert die Gemeinde auf zu spenden. «Gott braucht das Geld, um sein Reich zu bewahren», unterstreicht Pastor Daniel Nüesch.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Auf den Bildschirmen erscheint eine Nummer, auf die man per SMS Geld überweisen kann, gleichzeitig gehen Körbe durch die Reihen. Die Familie Schulthess gibt die Körbe weiter, ohne etwas hineinzulegen. Sie haben einen wesentlich grösseren Obolus bereits geleistet: Wie es in der Bibel steht, geben sie den Zehnten an die Kirche oder an humanitäre Projekte. «Wir haben ja sowieso mehr, als wir brauchen», sagt Jürg. Dass die Gläubigen – eine formelle Mitgliedschaft gibt es nicht – grosszügig sind mit ihren Beiträgen, hilft ICF, die aufwendigen Shows zu finanzieren. Doch die Freikirche unterstütze auch bedürftige Menschen in der Schweiz, Kambodscha oder Syrien, betont Jürg Schulthess. «<u>Wir haben Party mit Jesus, aber wir sind mehr als eine Party-Church.</u>».<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p>Andere Besucher sagten in Interviews, was ihnen am ICF gefällt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Pierre-Yves:</strong> <u>Es ist die erste Kirche, in der ich mich wohl fühle</u> und immer etwas von Gottes Wort und Wille erfahre. Ich höre nicht nur etwas über Gott, <u>sondern erlebe ihn immer wieder, z.B. wie er mich auffüllt wenn ich mich leer fühle</u>.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Daniel: </strong>Das Besondere und Beste an icf sind meiner Meinung nach die Leute. Junge Leute, durchgedreht und ausgefallen auf der einen Seite aber gleichzeitig auch sehr fest im Glauben verankert und interessiert daran, eine Gemeinschaft im Glauben zu bilden (eine Gemeinde, eben!). <u>Ich persönlich setze mich in der Worship-Band ein. Das ist für mich die aufregendste Aufgabe in der Gemeinde&#8230; Rock&#8217;n&#8217;Roll und Holy Spirit gleichzeitig! Da kann ich nicht mehr stillsitzen</u>.<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was Leo Bigger, der Leiter des ICF, so denkt und sagt</em></p>
<p>Wir wollen uns noch etwas näher ansehen, was der Begründer und „Senior Pastor“ des ICF, der ehemalige Katholik Leo Bigger, an Gedanken und Lehren weiterverbreitet. Er hat das ICF als charismatischer und visionärer Leiter maßgeblich geprägt. In einem Interview erklärt er, wie er auf die Idee einer solchen Jugendkirche kam:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>youthmag.ch (Iris Muhl): </strong>Woher stammt die Idee des icf?</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>Bigger:</strong> Die Idee des icf wurde eigentlich in der Bibelschule geboren. <u>Wir wollten etwas Neues machen, eine junge Kirche gründen.</u> Dieser Entscheid hing auch mit meiner Vergangenheit zusammen. Ich war früher eben in einer anderen Gemeinde, und das war irgendwie nicht echt. Jeder Freund, den ich mitgenommen habe, bemerkte gleich, dass in dieser Kirche der Glaube nicht echt gelebt wurde. So kannst du keine Leute für Jesus gewinnen, die haben spezielle Antennen dafür. Von daher kam das Bedürfnis, etwas auf die Beine zu stellen, das die Menschen richtig überzeugt. Wir wollten eine lebendige Kirche, modern und ansprechend. <u>Ich habe früher in einer Hardrockband mitgespielt. Da sagten die Leute, diese Musik sei vom Teufel. Es wird viel zu viel verteufelt.</u> Anstatt, dass Christen ihren Glauben echt leben, versuchen einige lieber, vieles schlecht zu machen. Für den icf wollte ich Musik, die vor allem auch junge Leute anspricht, die die Leute auch wieder in die Kirche holt.<a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a></p>
<p>Leo Bigger ist erkennbar geprägt von extremcharismatischen Lehren des „Wohlstands“- und „Erfolgs“-Evangeliums“ sowie von Methoden des „Positiven Denkens“, die er von Verführern wie Robert Schuller übernommen hat. Das ist deutlich ersichtlich aus seinen Büchern, die ich mir durchgelesen habe (<em>Adlerauge. Ein Buch über Berufung, Vision und Fokussierung</em> [Basel: Fontis-Brunnen 4. Aufl. 2018]; <em>Geist Gottes. Ein Buch über Heiligkeit, Gottes Kraft und Gegenwart</em> [Basel: Fontis-Brunnen 2015]; <em>Erfolgreich leiten. Wie man Mitarbeiter gewinnen und fördern kann</em> [Zürich: ICF Books 2008]).</p>
<p>Hier will ich einige Zitate anführen, die Biggers Weltsicht und seinen lästerlich respektlosen Umgang mit Gott und göttlichen Dingen belegen:</p>
<p>a. Bigger ist ein Verfechter der magischen Irrlehre des „Positiven Denkens“. Ganz im Gegensatz zur Bibel verkündet er, daß unsere Gedanken, Vorstellungen und „Visionen“ die Macht hätten, uns zum Erfolg zu führen.<a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a> Dieses Gedankengut hat er von Verführern wie Robert Schuller gelernt, den er auch immer wieder zitiert, aber auch von charismatischen Gurus wie John Osteen oder Kenneth Copeland. Diese verführerischen Lehren gaukeln dem Menschen vor, er habe sein Schicksal selbst in der Hand und könne es durch „richtige, positive“ Gedanken, Träume und visionäre Vorstellungen in die von ihm gewünschte Richtung lenken, wobei Gott ihn dabei unterstütze und belohne. Dabei wird der Mensch quasi allmächtig wie Gott dargestellt, Gott aber als ziemlich menschlich.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Visionen und Träume sind unglaublich kraftvoll. Nur schade, dass so wenige diese Kraft anzapfen.</u> (…) Wir alle haben Visionen. Jeder hat ein Bild in seinem Kopf. Von sich selbst. Seiner Familie. Seiner Zukunft. <u>Die entscheidende Frage ist: Wie sieht dein Bild aus? </u>Siehst du dich selbst vorwärtskommen, Hindernisse überwinden, Gipfel stürmen, ein abenteuerliches Leben meistern? Oder siehst du dich niedergeschlagen rumwatschelnd, abhängig und niemals auf einen grünen Zweig kommend? <u>Ich garantiere dir: die Bilder, die du im Kopf hast, bestimmen, was für ein Leben du lebst (…) Wenn deine Vision begrenzt ist, dann wird dein Leben begrenzt sein.</u></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Gott ist bis in die Haarspitzen interessiert an unserer Vision. Er liebt die Visionen seiner Kinder, die mit ihm unterwegs sind</u>. Und er ist unglaublich neugierig. Er hat allergrößtes Interesse daran, dass sich die Vision erfüllt. Schließlich ist er der Anfang der Vision. <u>Aber du musst sie ausbrüten, visualisieren, verinnerlichen</u> (…) <u>Bevor sich dein Traum erfüllen wird, musst du dich selbst sehen, wie du diesen Traum erfüllst.</u> Bevor du das Übergewicht verlierst oder deine Sucht aufgibst, musst du es mit deiner Vorstellungskraft sehen können. Die Bilder, die du siehst, deine Vision, rutschen nicht nur in deinen Geist, sondern prägen auch dein Unterbewusstsein. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Viel zu viele Menschen haben negative Bilder in ihrem Unterbewusstsein.</u> Sie sehen sich selber schwach, geschlagen und minderwertig. Es erstaunt nicht, dass sie das Gefühl haben, dass immer jemand oder etwas gegen sie ist. Ihr Leben ist ein Krampf. Von früh morgens bis abends spät. Sie fühlen sich nie gut. Kein Wunder bei all diesen negativen Bildern in Kopf, Herz und Nieren. Du musst diesen negativen Bildern in den Hintern treten, sie nach Hause schicken und neue aufhängen. <u>Dann wirst du dich sehen, wie Gott dich sieht: gesegnet, glücklich, stark und talentiert. Und du wirst auf Gunst und Wachstum zugehen.</u>“<a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Ich habe mir Werte für mein Leben aufgeschrieben. Mein Name ist Bigger, und ich habe mit meinem Namen Wortspiele gemacht: <u>Ich bin ein Big Vater – Ich bin ein Big Lover – Ich bin ein Big Giver – Ich bin ein Big Preacher – Ich bin ein Big Surpriser – Ich bin ein Big Leader.</u> Ich habe alle Ziele, die ich erreichen will, fein säuberlich aufgeschrieben. Ich fixiere bewusst diese Ziele – und bewusst nicht die Umstände, die mich hindern wollen, diese Ziele zu erreichen.<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Denn Gott der Vater flüstert uns immer wieder zu: „Ich bin stolz auf dich.“ „Du hast eine große Zukunft.“ „Du wirst Großes bewegen.“</u><a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Gottes Traum für dein Leben ist so viel größer als du dir vorstellen kannst.</u> Du hast noch nicht mal an der Oberfläche dessen gekratzt, was Gott für dich bereithält. Sei kein Frosch, der im viel zu kleinen Brunnen bei jedem Hupferl an die Wand klatscht.  Gehe weiter. <u>Lass dich auf eine neue Art des Denkens ein.</u> Lebe anders, als du es bisher gewohnt warst. <u>Brich aus deiner Box aus. Renne mit grossen Schritten dem Horizont entgegen. Träume größer. Denke größer. Sehe größer. Auf dich wartet Gottes Ozean.</u><a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a></p>
<p>Ein großer Teil des Reizes, den das ICF auf junge Menschen ausübt, besteht darin, daß ihm dort Botschaften zur Selbstverwirklichung und psychologischen Überwindung jugendbedingter Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühle geboten werden, in Verbindung mit kreativen Events, bei denen viele mitmachen und Bestätigung erfahren können, etwa bei den Musicals.</p>
<p>Doch das alles hat mit biblischem Glauben an Christus und echter Nachfolge des Herrn nichts zu tun. Es wird Selbstverwirklichung und Selbsterhöhung gepredigt statt Selbstverleugnung, Psycho-Krücken statt echter geistgewirkter Umgestaltung in das Bild Christi. Bigger will immer größer werden; der echte Christ strebt nach dem Gegenteil: Christus muß immer größer werden, und er selbst muß immer kleiner werden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C30%3B+Mt+16%2C24-26%3B+Lk+9%2C48&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,30; Mt 16,24-26; Lk 9,48</a>). Die magischen Verführungslehren des „positiven Denkens“ führen die Menschen weg von Gott und verstricken ihn letztlich immer mehr in Okkultismus und christlich getarnte Esoterik.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
<p>b. Bigger spricht in einem erschreckend lässigen, respektlosen Ton über Gott und göttliche Dinge. Er schreibt in seinen Büchern zahlreiche Aussagen, die ich wegen Gotteslästerung nicht abdrucken möchte. Nur um Ahnungslose zu warnen, gebe ich hier einige dieser lästerlichen, ohne jegliche Gottesfurcht hervorgebrachten Aussagen wieder.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Gott kickte mich aus dem Nest. Ich kannte niemanden. Ich hatte noch nie etwas geleitet. Und ich war der neue Worship-Leiter. Ich musste fliegen lernen. <u>Ich fragte Gott: „Wie leitet man eigentlich Worship?“. Er antwortete etwa so: „Keine Ahnung. Die Engel wüssten da besser Bescheid.“</u> Ich fing einfach mal an. Und wenn ich heute unserer Worship-Crew zuhöre, <u>bin ich schon ein wenig stolz.</u> Wer hat dazu das Fundament gelegt?“<a href="#_ftn13" name="_ftnref13">[13]</a></p>
<p>Das Buch über den Geist Gottes schließt Bigger mit einem „Gebet“, das seinen perversen Umgang mit Göttlichem sehr deutlich macht:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Darum Danke, <u>lieber Daddy im Himmel</u>, dass du mir einen neuen Freund zur Seite gestellt hast, einen richtigen Goldjungen, deinen Heiligen Geist. Mamma mia, bin ich glücklich!“<a href="#_ftn14" name="_ftnref14">[14]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Obwohl wir nicht perfekt sind und Fehler machen, <u>können wir zusammen mit Gott über den Planeten stiefeln, und das find ich definitiv endgeil.</u><a href="#_ftn15" name="_ftnref15">[15]</a></p>
<p>Diese betonte Ehrfurchtslosigkeit und lästerliche Herabwürdigung des heiligen Gottes ist ein gemeinsames Kennzeichen fast aller modernen „Jugendgurus“. Sie suchen ihren Zuhörern durch betonte Lässigkeit alle Gottesfurcht zu rauben und ihnen den Eindruck zu vermitteln, ihr Gott sei ein toleranter „Daddy“, der das mit Sünde nicht so eng sieht und alles „absegnet“, was jungen Leuten an weltlichen Lüsten und Aktivitäten so in den Sinn kommt. Das ist eine teuflische Irreführung; die betonte Ehrfurchtslosigkeit dieser Leute sollte für jeden aufrichtigen jungen Christen ein lautes Warnsignal sein, daß er es hier mit endzeitlicher Verführung zu tun hat!</p>
<p>Leute wie Bigger sind im biblischen Sinn „gottlose“ Scheinchristen, die den wahren, ehrfurchtgebietenden Gott der Bibel nie erkannt haben, sondern nur den falschen Gott und den falschen Jesus der Charismatiker. Wenn die Briefe des Neuen Testaments von „Gottlosigkeit“ sprechen, dann meint das nach dem griechischen Wort <em>a-sebeia</em> eben das Fehlen von Gottesfurcht, die freche, frevelhaft-lässige Umgang mit dem großen, heiligen Gott (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+1%2C18%3B+2Tim+2%2C16%3B+Tit+2%2C12%3B+1Pt+4%2C18%3B+2Pt+3%2C7%3B+Jud+1%2C4.15.18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 1,18; 2Tim 2,16; Tit 2,12; 1Pt 4,18; 2Pt 3,7; Jud 1,4.15.18</a>).</p>
<p>c. Bigger vertritt zahlreiche extremcharismatische Irrlehren. Er ist auf jeden Fall überzeugter Charismatiker, und innerhalb des charismatischen Spektrums äußert er sich oft im Sinne der extremsten Vertreter der „Wort-des-Glaubens“-Lehren. Er hält sich selbst für einen inspirierten Propheten, treibt Dämonen aus und erteilt dem Satan Befehle, redet in Zungen und behauptet, Menschen heilen zu können.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Aus dieser Bibelstelle [<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 9</a>,25] geht hervor, dass diese Krankheit ein Geist war. Jesus sprach hier zum Geist der Krankheit (…) er befahl dem Geist, die Person zu verlassen. (…) Was es bedeutet, einen Geist auszutreiben, möchte ich mit einem einfachen Bild erklären: Wenn ich zum Beispiel bei einer Person den Geist der Herzrhythmusstörung austreibe, ist es so, wie wenn ich die Wurzeln einer Pflanze wegschneiden würde. Wenn von einer Pflanze die Wurzel weggeschnitten ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ganze Pflanze sterben wird. (…)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><u>Bete für jeden Kranken, der dir begegnet. (…) Mit der Gabe der Heilung kann die ursprüngliche Schöpfungsordnung wiederhergestellt werden.</u> (…) Du betest zum Beispiel für deine Tochter, sie hat Migräne. <u>Du legst ihr die Hände auf und sagst: „Geist der Migräne, du wurdest nicht eingeladen, ich wüsste nicht, wann. Du bist nicht unser Freund. Im Namen von Jesus befehle ich dir: Verlass meine Tochter!“</u><a href="#_ftn16" name="_ftnref16">[16]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Es scheint so, als wäre in Zungen zu singen eine Sprache, die der Teufel nicht versteht, die auch du selber nicht verstehst, die aber direkt zum Herzen Gottes spricht und ihm Komplimente macht. <u>Und Gott ist extrem berührt. Er sagt: „Ich mag das richtig gern!“</u><a href="#_ftn17" name="_ftnref17">[17]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;">Gott kann klar und deutlich durch Träume zu dir sprechen. (…) Jeden Abend, bevor ich schlafen gehe, sage ich: „Heiliger Geist, ich unterstelle alle meine Träume dir. Wenn ich schon träume, dann lass mich einen göttlichen Traum träumen. <u>Mit viel Action. So, wie ich es mag! </u>(…) <u>Meine Erfahrung dabei ist: Je ungewöhnlicher das Reden oder der Gedanke sind, desto wahrscheinlicher ist, dass sie von Gott sind. Gott hat ein Faible für das Ungewöhnliche. Deshalb mag er mich wohl auch so.</u><a href="#_ftn18" name="_ftnref18">[18]</a></p>
<p>In mehreren Schriften habe ich nachgewiesen, daß die Pfingst- und Charismatische Bewegung genau die geweissagten falschen Propheten der letzten Tage darstellt, die mit falschen Wunderzeichen viele verführen wollen.<a href="#_ftn19" name="_ftnref19">[19]</a></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><u>Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!</u></strong><strong> An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. <u>Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+7%2C15-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 7,15-23</a>)</strong></p>
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<p><em>Die Beliebtheit und Gefährlichkeit des ICF</em></p>
<p>Das ICF ist eine der erfolgreichsten charismatischen Trendbewegungen für junge Christen im deutschsprachigen Raum. Es verbindet charismatische Elemente, insbesondere eine starke Betonung von Rock- und Popmusik und „Lobpreis“, mit Rezepten der Gemeindewachstumsbewegung: Bedürfnisorientierung, ein ausgefeiltes Konzept zur Erreichung der „Zielgruppe“ (Jugendliche und junge Erwachsene bis ca. 30), Anpassung an kulturelle Trends. Es orientiert sich dabei auch an anderen ähnlichen charismatischen Gruppen wie den „Hillsong“-Gemeinden sowie an Gemeindewachstums-Gurus wie Robert Schuller, Bill Hybels und Rick Warren.</p>
<p>Das ICF hat mit seinem Konzept an einigen Orten (z.B. Zürich, München, Karlsruhe) rasch eine recht große Menge von jungen Christen angezogen, die aber zu einem großen Teil aus anderen Gemeinden (bibeltreuen Gemeinden, evangelikalen oder Pfingstgemeinden, Landeskirche, CVJM) herkommen. Das ICF beteuert, solche jungen Christen nicht abwerben zu wollen, aber die Anziehungskraft ihrer offenen Erlebnisangebote bewirkt eine objektive Sogwirkung, die anderen Gemeinden teils schwer schadet. Vielen jungen Christen gefällt das ICF sehr gut, weil sie dort unter sich sind, mit vielen Gleichaltrigen zusammensein können und ein religiöses Erlebnis der Euphorie und „Gottesnähe“ vermittelt bekommen.</p>
<p>Das ICF gibt sich von der Lehre her „evangelikal“ und wird von Kritikern sogar zuweilen als „fundamentalistisch“ eingestuft, weil sie nach außen hin vorehelichen Geschlechtsverkehr und Homosexualität als mit der Bibel nicht vereinbar ablehnen. In Wahrheit aber haben sie die biblischen Gebote aufgeweicht und üben keine konsequente Gemeindezucht; bei ihnen können alle möglichen Leute mitmachen. Solche klar biblischen Lehren wie das Verbot für Frauen, zu predigen oder über Männer Autorität auszuüben, haben sie durchbrochen; zumindest Susanne Bigger predigt auch.</p>
<p>Das ICF versteht sich als missionarisch-evangelistische Bewegung zur Erreichung von Menschen ohne Gemeindebindung, aber in der Praxis ziehen sie hauptsächlich ungefestigte junge Christen an. Ihre Evangeliumsverkündigung ist oberflächlich und von humanistischen Elementen und „positivem Denken“ durchsetzt. Sie reden von „Bekehrung“, aber sie verkündigen weder das Gericht noch die Heiligkeit Gottes in angemessener Weise. Im Gegenteil untergraben sie mit ihrer locker-lässigen Predigt und ihrem zügellosen Verhalten die echte Gottesfurcht und vermitteln eine oberflächliche, verwässerte Botschaft, die kaum zu klaren Bekehrungen führen kann.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">c. Die geistliche Gefahr der weltangepaßten Jugendbewegungen</span></h3>
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<p>Diese beiden Beispiele sollen uns vor Augen führen, wo die Gefahren dieser poppig-lässigen Jugendbewegungen liegen. Die hier angesprochenen Verführungsmethoden finden wir in vielleicht abgewandelter Form in zahllosen Kreisen und Veranstaltungen moderner christlicher Jugendarbeit wieder. Wir hätten auch die Pro-Christ-Jugendveranstaltung „Jesus House“ anführen können oder die Events der „Hillsong“- oder „Vineyard“-Gemeinden; sie alle unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Und erschreckend viele Jugendveranstaltungen konservativerer Kreise, etwa in der Gemeinschaftsbewegung oder bei den Baptisten oder FEGs, bis hin zu den Wiedenester oder Dillenburger Jugendtagen oder „SAT-Gottesdiensten“ aus der „Brüderbewegung“, versuchen diese „Erfolgsrezepte“ zu kopieren und auf der „Jugendwelle“ mitzureiten.<a href="#_ftn20" name="_ftnref20">[20]</a></p>
<p>Es geht um die jugendgemäß gestylte und aufpolierte Version eines „zeitgemäßen“ Glaubens, eines „relevanten“ Christentums fürs 21. Jahrhundert, um einen verführerischen „Jesus-Trip“, der geprägt ist von Selbstverwirklichung, Vergnügen, ekstatischen Erlebnissen, Aktivismus, rock- und pop-getränktem „Lobpreis“ und immer wieder „Partys mit Jesus“.<a href="#_ftn21" name="_ftnref21">[21]</a> Den meisten jugendlichen Anhängern dieses „Jesus-Trips“ fällt nicht auf, was fehlt: das Kreuz; die wahre Heiligung; Gottesfurcht, Leiden um Christi willen, Gehorsam, Glauben statt Schauen und Fühlen. Ich will diesen verfälschten religiösen Trip in dieser Broschüre das „Christentum des breiten Weges“ nennen.</p>
<p>Ja, dieses „Christentum“ fühlt sich gut an, und leider gehen viele junge Leute in ihrem geistlichen Urteil über Musik und Events und in ihrer Wahl einer Gemeinde nach ihren Gefühlen, nach ihrem eigenen Gutdünken. Sie prüfen nicht anhand der Bibel, was der Gott wohlgefällige Weg für sie ist; oftmals lesen sie recht wenig in der Bibel und das nur in verwässerten modernen Übertragungen, die ihnen die Wahrheit des göttlichen Wortes verschleiern.<a href="#_ftn22" name="_ftnref22">[22]</a></p>
<p>Viele junge Menschen werden, so fürchte ich, in dieser trendigen Jugendszene um ihr ewiges Heil betrogen. Sie meinen, sie seien im rechten Glauben und würden dem biblischen Jesus nachfolgen, und merken gar nicht, daß ihr Glaube unecht und ihr „Jesus“ eine raffinierte Fälschung ist. Ich fürchte, daß dies die große Mehrheit der jungen Menschen ist, die sich in dieser Szene bewegen. Ich fürchte sehr, daß sie in der Ewigkeit erst merken, daß sie vom Satan betrogen wurden, wenn es ihnen nicht hier schon jemand sagt.</p>
<p>Andere wiederum mögen gläubig und von neuem geboren sein, aber sie driften in dieser Szene ab von dem wahren Herrn Jesus Christus und nehmen großen Schaden in ihrem geistlichen Leben; vieles von dem, was sie treiben, wird einmal brennen und sie ohne Frucht und Lohn lassen. In jedem Fall ist der geistliche Schaden groß, den die „Jugendbewegung des breiten Weges“ anrichtet.</p>
<p>Es ist deshalb sehr wichtig, daß wir sie nüchtern von der Bibel her prüfen und aufdecken, wo sie Gottes geoffenbartem Wort widerspricht und umgekehrt genau dem entspricht, wovor der Herr in Seinem Wort uns ausdrücklich warnt. Im nächsten Abschnitt möchte deshalb ich aufzeigen, worin die Irreführung dieser trendigen Bewegung besteht und worin sie der echten, unverfälschten Botschaft der Bibel zuwiderläuft.</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich als Germanist aus Überzeugung bei der alten Rechtschreibung geblieben bin; ich bitte meine jungen Leser um Verständnis dafür.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> In allen angeführten Zitaten sind Unterstreichungen von mir.</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Quelle: http://www.relinfo.ch/icf/kurz.html.</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Quelle: https://www.nzz.ch/schweiz/freikirchliche-familie-schulthess-unglaublich-begeistert-von-jesus-ld.122142</p>
<p><a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a> Datum: 05.01.2003; Quelle: revolution-one.ch</p>
<p><a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a> Quelle: https://www.jesus.ch/magazin/jugend/youthmag/churches/105382-interview_mit_leo_bigger_ pastor_der_groessten_kirche_in_der_schweiz.html</p>
<p><a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a> Diese falschen Glaubenslehren werden in meinem Aufsatz näher untersucht: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/wort-des-glaubens-und-positives-bekenntnis-falsche-glaubenslehren-bei-charismatikern</p>
<p><a href="#_ftnref8" name="_ftn8">[8]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 15-16.</p>
<p><a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 60.</p>
<p><a href="#_ftnref10" name="_ftn10">[10]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 98.</p>
<p><a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 32.</p>
<p><a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a> Vgl. dazu meinen Aufsatz: <em>&#8222;Wort des Glaubens&#8220; und &#8222;Positives Bekenntnis&#8220;: Falsche &#8222;Glaubens&#8220;lehren bei Charismatikern</em> (https://das-wort-der-wahrheit.de/download/wort-des-glaubens-und-positives-bekenntnis-falsche-glaubenslehren-bei-charismatikern/).</p>
<p><a href="#_ftnref13" name="_ftn13">[13]</a> Bigger, <em>Adlerauge</em>, S. 44.</p>
<p><a href="#_ftnref14" name="_ftn14">[14]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 159.</p>
<p><a href="#_ftnref15" name="_ftn15">[15]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 141.</p>
<p><a href="#_ftnref16" name="_ftn16">[16]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 75. Zu den falschen Lehren der Charismatiker über Krankenheilung und Dämonenaustreibung vergleiche meine Aufsätze: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/heute-daemonen-austreiben-der-truegerische-befreiungsdienst-der-charismatiker/ sowie https://das-wort-der-wahrheit.de /download/die-charismatischen-wunderheilungen-im-licht-der-heiligen-schrift/.</p>
<p><a href="#_ftnref17" name="_ftn17">[17]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 98.</p>
<p><a href="#_ftnref18" name="_ftn18">[18]</a> Bigger, <em>Geist Gottes</em>, S. 60.</p>
<p><a href="#_ftnref19" name="_ftn19">[19]</a> Vgl. dazu u.a. die im ESRA-Schriftendienst erschienenen Broschüren: <em>Die Charismatische Bewegung – endzeitliche Erweckung oder endzeitliche Verführung? Eine biblische Orientierungshilfe; Die charismatische „Geistestaufe“ – der Schlüssel zu Vollmacht und geistlicher Kraft?; Redet Gott heute noch durch Propheten und Wunderzeichen? </em>Alle Broschüren sind auch als PDF auf meiner Webseite <strong>das-wort-der-wahrheit.de</strong> zum Herunterladen angeboten.</p>
<p><a href="#_ftnref20" name="_ftn20">[20]</a> Vgl. dazu meine Schrift: <em>Der Einbruch charismatischen Liedguts in „Brüdergemeinden“. Eine Stellungnahme zum Liederbuch „Glaubenslieder 2015“ und zu den „SAT-Jugendgottesdiensten“ </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2. Aufl. 2016)<em>.</em></p>
<p><a href="#_ftnref21" name="_ftn21">[21]</a> Näheres zur Rolle der Rock- und Popmusik findet sich in meiner Broschüre: <em>„Tue hinweg von mir den Lärm deiner Lieder!“ Ein Aufruf zur Reinigung vom geistlichen Gift der Rock- und Popmusik und der „Lobpreis“-Lieder </em>(Leonberg: ESRA-Schriftendienst 2018).</p>
<p><a href="#_ftnref22" name="_ftn22">[22]</a> Dazu Näheres in meiner Broschüre: <em>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ zur „Volxbibel“</em> (Leonberg: Esra-Schriftendienst 5. Aufl. 2018), die auch auf meiner Webseite verfügbar ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deiser Beitrag ist ein Auszug aus der im Esra-Schriftendienst im Juli 2020 erschienenen Broschüre:  <strong><em>Vorsicht &#8211; Verführung!</em> <em>Wie junge Christen durchs ICF und andere Trendgemeinden irregeleitet werden.</em></strong> Der komplette Text dieser Broschüre kann auch als PDF heruntergeladen werden:</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/vorsicht-verfuehrung-wie-junge-christen-durchs-icf-und-andere-trendgemeinden-irregeleitet-werden-pdf/"><strong>Vorsicht &#8211; Verführung! Wie junge Christen durchs ICF und andere Trendgemeinden irregeleitet werden (PDF)</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2020/07/die-grosse-verfuehrung-unter-der-christlichen-jugend-teil-1/">Die große Verführung unter der christlichen Jugend Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<title>William MacDonald: Evangelium zum Schleuderpreis?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/william-macdonald-evangelium-zum-schleuderpreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2019 17:27:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Warnruf des Bibellehrers William MacDonald &#160; &#160; Wir sehen uns heute in der evangelikalen Welt mit einem merkwürdigen Problem konfrontiert, welches nicht nur die Gemeinde, sondern auch den einzelnen Gläubigen vor einer ganzen Reihe ernüchternder Fragen stellt. Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Man hat ein ganzes Heer von Seelengewinnern mobilisiert, um die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein Warnruf des Bibellehrers William MacDonald</h2>
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<p>Wir sehen uns heute in der evangelikalen Welt mit einem merkwürdigen Problem konfrontiert, welches nicht nur die Gemeinde, sondern auch den einzelnen Gläubigen vor einer ganzen Reihe ernüchternder Fragen stellt. Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Man hat ein ganzes Heer von Seelengewinnern mobilisiert, um die breite Masse für Christus zu gewinnen. Es handelt sich dabei durchweg um ernsthaft bemühte, eifrige, begeisterte und überzeugende Menschen. Zu ihren Gunsten muß gesagt werden, daß sie auch tatkräftig ihren Aufgaben nachgehen. Und es ist ein Phänomen unserer Zeit, daß sie eine erstaunliche Anzahl von Bekehrungen aufweisen können. Soweit sieht alles recht positiv aus.</p>
<p>Das Problem liegt nun aber darin, daß diese Bekehrungen nicht von Dauer sind. Die Frucht bleibt nicht. Ein halbes Jahr später ist von dem Ergebnis dieser dynamischen Evangelisation nichts mehr zu sehen. Die im Schnellverfahren für Jesus gewonnenen Menschen erweisen sich im Nachhinein als Totgeburten. Was steckt hinter diesen verkehrten Praktiken, mit denen man Menschen zur Wiedergeburt bringen will?</p>
<p>Seltsamer weise beginnt es  mit dem richtigen Entschluß, nur das reine Evangelium von der Gnade Gottes zu verkündigen. Wir möchten die Botschaft einfach halten, frei von jedem Gedanken, daß der Mensch sich je das ewige Leben verdienen könne oder eine Aussicht darauf habe. Rechtfertigung geschieht allein aus dem Glauben, ohne die Werke des Gesetzes. Somit lautet die Botschaft: „Glaube allein“.</p>
<p>Davon ausgehend reduzieren wir die Botschaft auf eine knappe Formel. Der Weg zur Errettung zum Beispiel wird auf ein paar grundlegende Fragen und Antworten gekürzt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Glauben Sie, daß sie ein Sünder sind?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Glauben Sie, daß Christus für Sünder gestorben ist?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Wollen Sie Ihn als Ihren Erretter annehmen?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Dann sind Sie errettet!“</p>
<p>„Bin ich das wirklich?“</p>
<p>„Ja, denn die Bibel sagt, daß Sie errettet sind.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf den ersten Blick scheinen Methode und Botschaft über jede Kritik erhaben zu sein. Bei näherem Hinsehen allerdings werden wir zwangsläufig stutzig und kommen zu dem Schluß, daß wir das Evangelium zu sehr vereinfacht haben.</p>
<p>Der erste verhängnisvolle Fehler besteht darin, daß wir nicht genügend Nachdruck auf echte Buße legen. Eine echte Bekehrung ohne tiefes Bewußtsein der eigenen Sündhaftigkeit gibt es nicht. Es ist eine Sache, verstandesmäßig zu bejahen, daß ich ein Sünder bin, aber es ist etwas ganz anderes, durch den Heiligen Geist von persönlicher Schuld in meinem Leben überführt zu werden.</p>
<p>Wenn ich nicht eine geistgewirkte Erkenntnis meines völlig verlorenen Zustandes habe, kann ich auch niemals zum rettenden Glauben kommen. Es ist sinnlos, Sünder, die ihre persönliche Schuld noch nicht erkannt haben, zum Glauben an Jesus Christus aufzufordern – diese Botschaft gilt nur denjenigen, die wissen, daß sie verloren sind. Wir nehmen dem Evangelium die Schärfe, wenn wir den gefallenen Zustand des Menschen nicht nachdrücklich hervorheben.</p>
<p>Wenn wir ein derart verwässertes Evangelium bringen, nehmen die Menschen das Wort Gottes mit Freude an – statt mit tiefer Reue auf. Sie haben keine tiefen Wurzeln; eine Zeitlang halten sie vielleicht durch. Wenn aber Drangsal oder Verfolgung entsteht, geben sie sehr bald ihr Bekenntnis auf (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+13%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 13,21</a>). Wir haben vergessen, daß die Botschaft sowohl Buße vor Gott als auch Glauben an unseren Herrn Jesus Christus enthält (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+20%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 20,21</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine zweite schwere Unterlassung ist, daß der Herrschaft Jesu Christi nicht das rechte Gewicht beigemessen wird. Eine leichte und lockere verstandesmäßige Zustimmung, daß Jesus der Heiland ist, trifft die Sache nicht im Kern. Jesus Christus ist zuerst Herr, dann Heiland. Das Neue Testament stellt ihn immer zuerst als Herrn und dann als Heiland vor. Stellen wir den Menschen wirklich Seine Herrschaft mit all den sich daraus ergebenden Konsequenzen vor Augen? ER tat es immer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein dritter Mangel in unserer Verkündigung liegt darin, daß wir mit den Bedingungen der Nachfolge solange hinterm Berg halten, bis eine Entscheidung für Jesus getroffen wurde. Das aber hat unser Herr nie getan. Die Botschaft, die ER verkündete, schloß das Kreuz wie eine Krone ein. ER verleugnete seine Wunden niemals, um Jünger zu gewinnen. Er machte das Schwerste zusammen mit dem Besten bekannt und forderte dann Seine Zuhörer auf, die Kosten zu überschlagen. Wir popularisieren die Botschaft und versprechen viel Spaß im Leben.</p>
<p>Das Ende vom Lied ist dann, daß wir Menschen vor uns haben, die glauben ohne zu wissen, was sie eigentlich glauben. In vielen Fällen besitzen sie keine lehrmäßige Grundlage für ihre Entscheidung. Die Konsequenzen einer Übergabe an Christus sind ihnen unbekannt. Sie haben das geheimnisvolle und wunderbare Wirken des Heiligen Geistes in der Wiedergeburt niemals erfahren.</p>
<p>Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die durch die gewandte Verkaufstechnik des Seelengewinners zu einer Bekehrung überredet wurden. Oder diejenigen, die dem freundlichen, netten jungen Mann mit dem gewinnenden Lächeln einen Gefallen tun wollten. Und einige andere wollten nur diesen religiösen Eindringling wieder loswerden, der sich ungefragt in ihr Privatleben eingemischt hat. Satan lacht nur, wenn diese „Bekehrungen“ triumphierend verkündet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte einige Fragen aufwerfen, die uns vielleicht dazu führen können, unsere Evangelisationsmethoden in einigen Punkten zu ändern.</p>
<p>Erstens: Können wir im allgemeinen damit rechnen, daß jemand sein Leben schon beim ersten Hören des Evangeliums bewußt Christus übergibt? Gewiß gibt es den Fall, daß ein Mensch vom Heiligen Geist vorbereitet wurde, doch das bleibt die Ausnahme. Im allgemeinen ist es ein Prozeß, der das Säen und das Begießen der Saat und später das Einbringen der Ernte umfaßt. In unserer Sucht nach „Sofort-Bekehrungen“ haben wir vergessen, daß Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt nicht auf den selben Tag fallen.</p>
<p>Zweitens: Kann ein im Schnellverfahren gepredigtes Evangelium einer so gewaltigen Botschaft wirklich gerecht werden? Als Verfasser einiger evangelistischer Traktate muß ich bekennen, daß allein schon der Versuch, die frohe Botschaft auf vier knappe Seiten zusammenzupressen, in mir oft ungute Gefühle hervorgerufen hat. Wäre es nicht sinnvoller, den Menschen die Botschaft als Ganzes vorzustellen, wie sie in den vier Evangelien oder überhaupt im Neuen Testament dargelegt wird?</p>
<p>Drittens: Ist all dieses Drängen zur Entscheidung wirklich schriftgemäß? Wo wurden im Neuen Testament jemals Menschen zu einem solchen Bekenntnis gedrängt? Wir rechtfertigen unsere Praxis mit der Behauptung, daß sich die Sache schon gelohnt habe, wenn nur eine von zehn Bekehrungen echt sei. Aber was ist mit den restlichen neun? Sie bleiben enttäuscht, verbittert und vielleicht betrogen durch ein falsches Bekenntnis auf dem Weg zur Hölle zurück.</p>
<p>Und dann noch eine Frage: Ist diese Prahlerei über Bekehrungen wirklich in Ordnung? Manchen von uns ist schon ein Mann begegnet, der uns mit feierlicher Stimme von den zehn Menschen berichtet, mit denen er an diesem Tag in Kontakt gekommen ist, und die alle ohne Ausnahme errettet wurden. Ein junger Arzt bezeugte mir, daß er jedesmal, wenn er in eine neue Stadt kommt, im Telefonbuch die Personen heraussucht, die den gleichen Nachnamen haben wie er. Dann ruft er sie nacheinander an und geht mit ihnen &#8218;Die vier geistlichen Gesetze&#8216; durch. Erstaunlicherweise öffnete jeder von ihnen die Tür seines Herzens dem Herrn Jesus. Ich möchte die Aufrichtigkeit solcher Menschen nicht anzweifeln, aber habe ich etwa Unrecht, wenn ich sie für äußerst naiv halte? Wo sind denn alle diese erretteten Menschen? Sie sind nirgends zu finden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was ich sagen möchte ist, daß wir einmal ernsthaft unsere durchorganisierten, auf schnellen, sichtbaren Erfolg getrimmten Evangelisationsmethoden unter die Lupe nehmen sollten. Wir sollten bereit sein, Zeit dafür einzusetzen, durch eine umfassende Unterweisung im Evangelium eine solide, lehrmäßige Grundlage zu legen, auf welcher der Glaube ruhen kann. Wir sollten die Notwendigkeit der Buße nachdrücklich betonen – einer völligen Um und Abkehr von der Sünde. Wir sollten sämtliche Konsequenzen der Herrschaft Jesu Christi sowie die Bedingungen der Nachfolge mit Nachdruck hervorheben.</p>
<p>Wir sollten darlegen, was Glaube wirklich umfaßt. Wir sollten darauf warten können, daß der Heilige Geist den einzelnen von seiner persönlichen Schuld überführt. Dann sollten wir bereit sein, den einzelnen zum rettenden Glauben an den Herrn Jesus Christus zu führen.</p>
<p>Wenn wir so handeln, wird die Anzahl sogenannter Bekehrungen nicht mehr so astronomisch sein, aber wir werden mehr Fälle echter geistlicher Wiedergeburt erleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>AUTOR: William MacDonald, amerikanisch-kanadischer Bibellehrer</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wiedergabe mit Erlaubnis des Rechteverwalters</em></strong></p>
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		<title>Sollen Christen für soziale Gerechtigkeit kämpfen?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/sollen-christen-fuer-soziale-gerechtigkeit-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2019 15:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Evangelium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Die Forderung nach Weltveränderung wird besonders kämpferisch vorgetragen von einer Gruppe von Theologen in der Weltchristenheit, die gewöhnlich als „Befreiungstheologen“ bezeichnet werden. Sehr einflußreich waren in dieser seit den 1970er Jahren öffentlich auftretenden Strömung marxistisch beeinflußte katholische Theologen aus Lateinamerika wie Gustavo Gutiérrez, Helder Camara, Ernesto Cardenal oder Oscar Romero sowie ebenfalls vom Marxismus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3> </h3>
<p>Die Forderung nach Weltveränderung wird besonders kämpferisch vorgetragen von einer Gruppe von Theologen in der Weltchristenheit, die gewöhnlich als „Befreiungstheologen“ bezeichnet werden. Sehr einflußreich waren in dieser seit den 1970er Jahren öffentlich auftretenden Strömung marxistisch beeinflußte katholische Theologen aus Lateinamerika wie Gustavo Gutiérrez, Helder Camara, Ernesto Cardenal oder Oscar Romero sowie ebenfalls vom Marxismus geprägte protestantische Theologen aus Lateinamerika, Afrika und Asien, die zumeist mit der ökumenischen Weltbewegung verbunden sind (z.B. Emilio Castro, Philipp Potter, Alan Boesak). Sie forderten eine sozialistisch geprägte Umgestaltung der ungerechten kapitalistischen Gesellschaft und befürworteten dafür teilweise auch den Einsatz von „revolutionärer Gewalt“.</p>
<p>Etwas später entstand auch unter den Evangelikalen eine verwandte Strömung, die von der „Befreiungstheologie“ in den theologischen Argumenten vielfach beeinflußt war und ist, allerdings den Einsatz von Gewalt und dogmatische sozialistische Ansätze ablehnt. Dabei spielten z. B. Samuel Escobar, Orlando Costas und René Padilla eine wichtige Rolle, die unter dem Stichwort „integrale“ (oder „holistische“) Mission nach einer der Bibel widersprechenden Verbindung von Evangeliumsverkündigung und sozialpolitischem Engagement strebten.</p>
<p>Einige linksevangelikale US-Theologen wie Ronald Sider und Jim Wallis verbündeten sich mit ihnen; sie beeinflußten als „radikale Evangelikale“ oder „Evangelikale für soziale Gerechtigkeit“ immer stärker die theologischen Diskussionen im weltweiten Evangelikalismus und besonders die Lausanner Bewegung für Weltevangelisation, die seit 1974 die angebliche „Verpflichtung zum sozialpolitischen Engagement der Christen“ immer stärker betonte und sich daher immer mehr an die Lehren des Ökumenischen Weltrates der Kirchen annäherte. Auch andere Theologen aus der „Dritten Welt“ wie Vinay Samuel und Chris Sugden (Indien) oder Caesar Molebatsi (Südafrika) zählen zu den evangelikalen Befürwortern einer radikalen weltweiten Gesellschaftsveränderung.</p>
<p>Auch der inzwischen recht bekannte calvinistisch und missional eingestellte Pastor und Buchautor Tim Keller vertritt die falschen Lehren des Sozialen Evangeliums in seinem Buch <em>„Warum Gerechtigkeit?“</em>. Er versucht zwar, die extrem bibelkritisch-liberalen Spitzen aus dieser Lehre abzumildern, aber er hält dennoch daran fest, daß die Gemeinde angeblich den Auftrag habe, sich in dieser Welt für Gerechtigkeit, Frieden und bessere Zustände einzusetzen.</p>
<p>Allen diesen Theologen der Weltverbesserung ist gemeinsam, daß sie sich in ihren Argumenten sehr stark auf das Alte Testament stützen. Wir haben schon gesehen, daß man aus der Lehre des Neuen Testaments und besonders der Apostelbriefe keinerlei „Theologie der Befreiung“ ableiten kann; zu eindrucksvoll und geschlossen ist dort die klare Lehre festgeschrieben, daß die Gläubigen der Gemeinde Fremdlinge sind, die zwar um das Böse dieser Welt wissen, aber es nicht stürzen oder verändern wollen, sondern sich dem bestehenden Gesellschaftssystem unterordnen, weil sie wissen, daß nur der wiederkommende Herr Frieden und Gerechtigkeit in diese Welt bringen kann und wird.</p>
<p>Deshalb berufen sich die Befürworter des „Auftrages Weltveränderung“ in erster Linie auf das Alte Testament, dessen Anweisungen für das Zusammenleben der Israeliten sie aus ihrem heilsgeschichtlichen Bezug auf Israel herauslösen und als Gottes Gesellschaftsprogramm für die ganze Welt deklarieren. Gott habe sich im AT als der Gott gezeigt, der überall die Armen bevorzuge und sich mit ihnen solidarisiere, der den Armen Befreiung von Ausbeutung, Benachteiligung und Willkürherrschaft versprochen habe und der wolle, daß alle Christen sich überall für Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen dieser Welt einsetzten. Besonders wird für diese Deutung der Exodus (Auszug) Israels aus Ägypten herangezogen, sodann die mosaische Gesetzgebung im Buch Levitikus (3. Mose) über das „Jubeljahr“, und schließlich die Botschaft der alttestamentlichen Propheten, die in der Tat die sozialen Mißstände im Volk Gottes scharf verurteilten.</p>
<p>Mit eindrucksvollen Zitaten aus diesen alttestamentlichen Schriften versuchen die Weltveränderungstheologen nachzuweisen, daß es Gottes Wille für Christen sei, hier und heute aufzustehen gegen ungerechte soziale Strukturen, gegen Ausbeutung der Armen in der Dritten Welt und für eine gerechtere Gesellschaft im Weltmaßstab. Doch ist eine solche Argumentation im Licht der biblischen Lehre wirklich haltbar? Wie können wir die unbezweifelbaren „sozialpolitischen“ Aussagen im mosaischen Gesetz und in den alttestamentlichen Propheten einordnen, wenn wir nicht, wie die Befürworter des „Sozialen Evangeliums“, aus einer bibelkritischen Einstellung heraus sie willkürlich umdeuten, sondern versuchen, sie so zu verstehen, wie der HERR sie gemeint hat?</p>
<p>Das geht nur, wenn wir die Grundsätze der gesunden Lehre beachten, wie sie uns durch das Neue Testament gezeigt werden. So ist es etwa wichtig, daß wir das mosaische Gesetz „gesetzmäßig anwenden“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+1%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 1,8</a>) und erkennen, daß es für das Volk Israel als Bundesvolk des HERRN gegeben war, das in einem vom HERRN geführten Königreich leben sollte. Wir müssen das Wort der Wahrheit recht teilen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+2%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 2,15</a>) und die heilsgeschichtlichen Unterschiede zwischen der Gemeinde und Israel beachten. Und wir müssen beachten, daß keine Lehre gesund ist, die sich nur auf einige Bibelstellen stützt und dabei anderen dafür bedeutsamen Bibelstellen widerspricht. So wollen wir versuchen, in aller Kürze zu zeigen, wie die „sozialpolitischen“ Aussagen des AT zu verstehen sind und was sie uns in der Gemeinde zu sagen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Das Königreich Israel <br />
und die soziale Botschaft des Gesetzes und der Propheten</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach der Schöpfung der Welt und des Menschen waren die Menschen, die am meisten privilegierten Geschöpfe der Erde, durch den Sündenfall aus der Gemeinschaft mit Gott herausgetreten, und die Nachkommen Adams gingen als Sünder ihre eigenen Wege. In dem Geschlecht Seths gab es einzelne gottesfürchtige Seelen, die den HERRN verehrten, aber die Masse der Menschen lebte gottlos und in okkulter Gesetzlosigkeit vor sich hin, bis das Zorngericht Gottes heranreifte, das in der Sintflut alle damaligen Menschen vernichtete &#8211; bis auf Noah und seine Familie.</p>
<p>Auch die Nachkommen Noahs verfielen großenteils wieder der Sünde; nur einzelne gottesfürchtige Männer nennt uns die Chronik Gottes, die insbesondere aus der Nachkommenschaft Sems stammten. Unter ihnen erwählte der HERR den Abraham, um ihm die Verheißung künftigen Segens durch den Messias, den kommenden Retter-König, zu geben. Die Segenslinie ging weiter über Isaak zu Jakob-Israel und seinen 12 Söhnen, den Stammeltern der 12 Stämme des Volkes Israel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Gottes Plan mit Israel</h4>
<p>Durch die Mittlerschaft Moses errettete der HERR die 12 Stämme aus der Sklaverei Ägyptens und erwählte sie sich zu einem heiligen Priestervolk. Er verhieß ihnen, wie schon Abraham zuvor, das Land Kanaan, wo der HERR sie zu einem vorbildlichen Gemeinwesen formen wollte, das Seine Gnade und Güte, Seine Gerechtigkeit und Seine weisen Ratschlüsse auf Erden und unter den Heidenvölkern sichtbar machen sollte. Israel sollte nach dem guten Gesetz (<em>Thorah</em>, die Weisung) des HERRN in seinem aus Gnade gewährten Land leben und dort dem wahren Gott des Universums priesterlich dienen. Gott selbst wollte ihr König sein und über sie regieren.</p>
<p>Doch Israel versagte schon kurz nach seiner feierlichen Berufung am Berg Sinai, indem es das goldene Kalb machte und damit in den heidnischen Götzendienst zurückfiel. Eine ungläubige Generation von Israeliten mußte in der Wüste sterben, bis das Volk endlich in das verheißene Land kommen konnte. Dieses Land wurde aufgrund von Unglauben und Ungehorsam nie völlig erobert, und die Heidenvölker verführten Israel immer wieder zum Götzendienst und Ungehorsam gegen Gott. Dennoch erfüllte der HERR aus Gnade Seine Verheißungen dem Volk gegenüber; sie konnten das Land bewohnen und richteten dort, allerdings sehr unvollkommen, einen priesterlichen Dienst für den HERRN ein.</p>
<p>Der HERR, der Gott der ganzen Erde, gab ihnen aus Gnade das Land, wobei Er deutlich machte, daß alles Land eigentlich Ihm gehört (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+25%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 25,23</a>). Die Israeliten waren also nur Pächter und Untertanen des HERRN, der als der wahre König über Sein Volk regieren wollte. Gott teilte jedem Stamm und jeder Familie einen Erbgrundbesitz zu, die diese nach dem im Gesetz geoffenbarten Willen Gottes bebauen und bewahren sollten. Daraus ergaben sich verschiedene Verpflichtungen, die der HERR als oberster Regent Seinen Untertanen auferlegte. Viele davon betrafen den priesterlichen Opferdienst im Heiligtum, der von zentraler Bedeutung für Gott und für das Wohl des Volkes war. Andere betrafen den brüderlichen Umgang der Israeliten untereinander, die als Abkömmlinge von einem Vater untereinander Brüder waren und als Leibeigene des HERRN Seinen Weisungen verpflichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Soziale Gerechtigkeit als Grundsatz für das Leben im verheißenen Land</h4>
<p>Ausgehend von dem übergeordneten „Eigentumsrecht“ des HERRN, dem alle Dinge gehören, vergab Gott den Israeliten Land und Güter zum privat genutzten Eigentum, das aber durch die Furcht des HERRN und die brüderliche Rücksicht auf den Nächsten in seiner Nutzung begrenzt war. Überall wird dabei stillschweigend vorausgesetzt, daß die Israeliten ja noch natürliche, sündige Menschen mit ihrer gierigen, egoistischen Adamsnatur waren. Das Gesetz offenbarte Gottes Gerechtigkeit in einer gefallenen Welt und für rebellische, sündige Menschen, die diese Gerechtigkeit nie völlig erfüllen konnten. Es würde also noch Tod und Not geben, Egoismus und Rücksichtslosigkeit – doch all dies sollte im Land des HERRN eingedämmt und gemildert werden.</p>
<p>Daraus ergaben sich zahlreiche Regelungen des mosaischen Gesetzes, die den Israeliten Rücksicht auf die Schwächeren (Witwen und Waisen), auf die Verarmten und Verschuldeten (bis zu jenen, die sich wegen Überschuldung als Sklaven verkaufen mußten) vorschrieben und insgesamt auf einen guten, barmherzigen, gerechten Umgang des Israeliten mit seinem Bundesbruder zielten. Dazu gehörten auch die Sabbatjahr- und Erlaßjahr-Regelungen (jedes siebte Jahr) sowie die Einrichtung des Jubel- oder Halljahres (jedes 50. Jahr), in dem alles verpfändete und verkaufte Land wieder in den Erbbesitz des ursprünglichen Besitzers übergehen sollte und alle israelitischen Sklaven freigelassen werden sollten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 25</a>).</p>
<p>Die Heidenvölker waren von all diesen Gesetzen nicht angesprochen und nicht betroffen; alleine die Fremdlinge, die sich entschlossen, bei dem Volk Israel zu wohnen, das Gesetz zu halten und den Gott Israels ebenfalls zu verehren, waren ausdrücklich berücksichtigt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+12%2C48%3B+3Mo+17%2C8%3B+18%2C26%3B+19%2C34%3B+22%2C18%3B+24%2C22%3B+4Mo+9%2C14%3B+15%2C15-16%3B+19%2C10%3B+5Mo+5%2C14%3B+16%2C11%3B+24%2C17%3B+31%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 12,48; 3Mo 17,8; 18,26; 19,34; 22,18; 24,22; 4Mo 9,14; 15,15-16; 19,10; 5Mo 5,14; 16,11; 24,17; 31,12</a>). Ansonsten schrieb das Gesetz den Israeliten die Absonderung von den umgebenden gottlosen und götzendienerischen Heidenvölkern vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die Abweichung Israels vom Gesetz des HERRN und die Botschaft der Propheten</h4>
<p>Zahlreiche Bibellehrer sind zu der Einsicht gelangt, daß der Mensch in jeder Heilszeit die Segnungen Gottes mißbrauchte und die Gebote und Ordnungen Gottes rasch brach. Adam versagte, Noah versagte, Israel versagte – und auch die Gemeinde versagte in bezug auf das, was Gott von ihnen erwartete. So sollte es uns nicht erstaunen, daß die Israeliten, die bei allen ihren Vorrechten des Bundes immer noch natürliche, sündige Menschen waren, angesichts der Aufgabe, im verheißenen Land nach den Geboten Gottes und in Abhängigkeit von Ihm zu leben, gründlich versagten.</p>
<p>Die Zeit der Richter war eine schlimme Phase der Abweichung vom HERRN. Dann, am Ende der Richterzeit, machte das Volk seinen Abfall noch schlimmer, indem es einen menschlichen König verlangte wie alle Heidenvölker, und damit den HERRN als seinen König verwarf. Das Königtum Davids brachte einen geistlichen Aufschwung, aber schon unter Salomo wurde der Same des erneuten Niedergangs gesät. Die zehn Stämme des abgeteilten Nordreiches verfielen in schrecklichen Götzendienst und wichen immer weiter vom HERRN ab; aber auch im Königreich Juda hielten Gesetzlosigkeit und Götzendienst immer stärker Einzug.</p>
<p>Bis auf wenige Zeiten der Buße und Erweckung kann man vermuten, daß das Volk Israel nie auch nur annähernd die Gebote hielt, die Gott ihnen gegeben hatte. Selbst auf den Höhepunkten ihres nationalen Lebens, unter den Königen David und Salomo, oder dann wieder unter Hiskia und Josia, gab es Gesetzesbruch, Götzendienst und schwere Mißstände im Volk. Das Volk hielt sich nicht an seine priesterlichen Verpflichtungen; so wurde das Passah offenkundig nie ganz im Sinne Gottes gefeiert bis zu den Tagen Josias (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Chr+35%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Chr 35,18</a>). Und das Volk hielt sich auch nicht konsequent an seine sozialen Verpflichtungen. Es ist zu vermuten, daß z. B. weder das Sabbatjahr noch das Halljahr in Israel jemals eingehalten wurden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3Mo+26%2C43%3B+2Chr+36%2C21&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3Mo 26,43; 2Chr 36,21</a>).</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erklären sich die Bußbotschaften der Propheten, die im Auftrag des HERRN die Könige und die Priester, die Ältesten und die einfachen Israeliten an ihre Abweichungen vom HERRN und Seinem Gesetz erinnerten und sie zur nationalen wie auch persönlichen Umkehr riefen. Dabei steht im Mittelpunkt die Untreue dem HERRN gegenüber und die geistliche Hurerei des Götzendienstes und der Vermischung mit den Heidenvölkern (ein Umstand, den die Prediger des „Sozialen Evangeliums“ meist eher ausklammern).</p>
<p>Aber natürlich geißelt der HERR in den Botschaften der Propheten auch alle Ausbeutung und Rechtsbeugung vor allem der reichen Oberschicht gegenüber den Gebeugten und Armen, den Rechtlosen und Witwen. Diese Dinge waren eine schlimme Sünde, weil damit der HERR als oberster Eigentümer und Herr des Landes verleugnet wurde und der Bund gebrochen wurde, an dem die Israeliten doch alle Anteil hatten.</p>
<p>Als das Volk Israel sich immer wieder hartnäckig weigerte, der Bußbotschaft der Propheten Folge zu leisten, kam die Zeit, wo das schon lange zuvor (im 5. Buch Mose) angekündigte Gericht über Israel kommen mußte (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5.+Mose+28&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5. Mose 28</a>). Zunächst wurden die zehn Stämme aus dem Land herausgerissen und in die Zerstreuung vertrieben, dann das Königreich Juda.</p>
<p>Das theokratische Reich Israel war vorerst gescheitert an der Sündhaftigkeit der Menschen, die es bilden sollten. Gott nahm das davidische Königtum hinweg; die Zeiten der Heiden kamen herauf – Zeiten, in denen große heidnische Herrscher die Welt beherrschten und unter sich aufteilten, Zeiten der Bedrückung, der Ausbeutung, der Kriege und der Willkürherrschaft. Der Überrest des Volkes Israel, der noch einmal für eine Zeit nach Juda zurückkehren durfte, war ein klägliches Häuflein ohne eigenen König und ohne eigenes Land. Die Juden, die nicht Sklaven des HERRN sein wollten, waren unter die Knute fremder Großmächte versklavt.</p>
<p>Damit gab es nun kein äußerliches Königreich mehr auf Erden, in dem der Wille des ewigen Gottes verwirklicht werden sollte und konnte. Israel hatte in seinem Auftrag völlig versagt, und Gott nahm ihm das Königreich weg und brachte das auserwählte Volk wiederum unter die Knute heidnischer Könige. Die „Zeiten der Heiden“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+21%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 21,24</a>) waren angebrochen, in der Prophetie symbolisiert in dem großen Standbild aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 2</a>. Die Welt wurde regiert und beherrscht von mächtigen, götzendienerischen Völkern und Königen, die größtenteils grausam und ungerecht waren, wie es auch in dem prophetischen Bild der Raubtiere in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a> symbolisiert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die gegenwärtige böse Weltzeit <br />
und das kommende Reich des Messias</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Zeugnis des NT befinden wir uns immer noch in den „Zeiten der Heiden“. Diese Welt wird regiert von willkürlichen Herrschern (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+20%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 20,25</a>), und Gottes Gerechtigkeit wird von ihnen mit Füßen getreten. Gottes Herrschaft wird nur in der kleinen, rechtlosen Fremdlingsschar der Gläubigen anerkannt – zuerst bei den unterworfenen gottesfürchtigen Israeliten und später dann der Fremdlingsschar der Gemeinde.</p>
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<h4>Die Ratschlüsse Gottes in der gegenwärtigen bösen Weltzeit</h4>
<p>Wir müssen nun gut verstehen, daß all dies genau den ewigen Ratschlüssen des HERRN entspricht. Diese Weltzeit ist wesensmäßig böse, weil böse, gottlose Menschen die Herrschaft innehaben, und weil der Teufel als Fürst der Welt regiert. Der Irrtum der falschen Propheten des Sozialen Evangeliums liegt ja nicht darin, daß sie betonen, wie sehr die gegenwärtige kapitalistische Weltordnung Gottes Gedanken zuwiderläuft. Natürlich tut sie das. Jede von Menschen errichtete Weltordnung ist ungerecht, sündig und böse vor Gott.</p>
<p>Die Lehren des Sozialen Evangeliums von einer „strukturellen Sünde“ bzw. von „sündigen Gesellschaftsstrukturen“ haben darin einen richtigen Kern, daß natürlich die Sozialordnung unseres Weltsystems dem Willen Gottes widerspricht und insofern sündig ist. Aber sie irren darin, daß sie behaupten, Gott würde Seine Kinder für schuldig halten, wenn sie sich im Rahmen solcher „sündiger Systeme“ bewegten, anstatt gegen sie zu protestieren und alles zu tun, um sie zu ändern. Gott selbst hat Seine Kinder mitten in diese Weltsysteme gestellt, damit sie dort Zeugen des rettenden Evangeliums sind und Ihm priesterlich dienen. Sonst müßten sie aus dieser Welt hinausgehen, was ausdrücklich nicht dem Willen Gottes entspricht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C9-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,9-12</a>). <strong>„Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb [der Gemeinde] sind, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind?“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,12</a>).</p>
<p>Genau aus diesem Grund haben die Apostel die Unterwerfung der Gläubigen unter das System der Sklaverei gelehrt, wie auch unser Herr den Juden befahl, sie sollten dem römischen Kaiser die Steuer bezahlen, die gewiß auch als ungerecht und „unterdrückend“ empfunden wurde. Gott wies in Seinem Wort die gläubigen Sklavenhalter eben nicht an, alle Sklaven freizulassen und aus dem „strukturell sündigen“ System der Sklaverei auszusteigen, sondern Er gebot nur: <strong>„Ihr Herren, gewährt euren Knechten (w. Sklaven), was recht und billig ist, da ihr wißt, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+4%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 4,1</a>).</p>
<p>Auch die ausdrückliche Unterwerfung unter die jeweilige – immer gottlose und ungerechte – Obrigkeit zeigt klar, daß es einfach nicht Gottes Wille für die Gemeinde ist, daß sie sich für Systemveränderungen und Weltverbesserung einsetzt. <strong>„</strong><strong>Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu“ </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+13%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 13,2</a>).</p>
<p>Eine versuchte Weltveränderung ist auch deshalb Untreue gegen die Lehre der Bibel und damit gegen Gott, weil sie die unverbesserliche Sündenverderbnis des Menschen leugnet. Alle Bestrebungen zur „Systemverbesserung“ werden immer wieder in Ausbeutung und Unterdrückung enden, weil der Mensch unreformierbar böse ist. Der gegenwärtige Kapitalismus, gegen den die Anwälte des Sozialen Evangeliums so eifrig angehen, war ja seinerseits aus einer „Systemreform“ der vorhergehenden Sozialordnung des Feudalismus hervorgegangen, die damals den „modernen, progressiven“ Menschen ungerecht, unterdrückerisch und ausbeutend erschien. Und alle Bemühungen der Menschen, im Rahmen des Marxismus und Sozialismus dem „ungerechten, ausbeuterischen, unterdrückenden“ Kapitalismus zu entfliehen, haben zu einem System geführt, das für die Menschen noch ausbeuterischer und unterdrückender war als das vorherige.</p>
<p>Deshalb ist alles Bemühen um eine Gesellschaftsverbesserung diesseits des verheißenen messianischen Gottesreiches letztlich unbiblisch, widergöttlich und antichristlich, wie sehr es sich auch mit „christlichen“ Motiven schmücken mag.</p>
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<h4>„Exodus“ und „Erlaßjahr“ als irreführende Schlagwörter des Sozialen Evangeliums</h4>
<p>Das Evangelium Jesu Christi verheißt den Gläubigen eine Errettung, aber in klarer Abstufung: Hier auf dieser Erde, in der gegenwärtigen Heilszeit, empfangen sie durch den Glauben an Christus Vergebung der Sünden, ewiges Leben und ewiges Heil, aber sie bleiben Fremdlinge in einer bösen, ungerechten Welt, in der sie kein Erbteil haben, und auch keinen Auftrag, diese Welt zu „verbessern“ oder „christlich zu machen“. In der kommenden Heilszeit des Reiches empfangen sie außer der Verherrlichung des Leibes auch Frieden und Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Leben, und in der neuen Schöpfung erst kommt das Heil Gottes zur völligen Vollendung.</p>
<p>Die missionalen Theologen lösen diese klare heilsgeschichtliche Ordnung auf und werfen alle Dinge durcheinander. Sie behaupten, Gott habe <em>in dieser Heilszeit</em> das Ziel, unter den gottlosen Heidenvölkern Frieden und Gerechtigkeit nach denselben Maßstäben aufzurichten, die einst für Israel galten. In diesem Sinne nehmen sie den <em>„Exodus“</em>, die Erlösung Israels aus der ägyptischen Gefangenschaft, und machen daraus ein Zerrbild ihrer „holistischen Mission Gottes“, die angeblich hier und jetzt schon das leibliche Wohl, das humanistische Wohlbefinden, die Freiheit und soziale Gerechtigkeit in dieser Welt zum Ziel habe. Doch in dieser Heilszeit sind die Heidenvölker als Ganzes unter dem Zorn Gottes und dem ungerechten Regiment des Fürsten dieser Welt und einer gottlosen Obrigkeit.</p>
<p>Durchaus zu recht wird argumentiert, daß Israel zur Zeit des Exodus politisch und ökonomisch unterdrückt war und Gott sie auch davon befreite. Doch ganz im Gegensatz zum NT, das aus dem Exodusbericht in erster Linie das Passahopfer hervorhebt und als Vorbild auf das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi deutet, konstruieren diese Theologen eine sozialpolitische Vorbildbedeutung des Exodus für die „Mission Gottes in der Welt“ und damit auch für den „missionalen“ Auftrag der Gemeinde. Die Gemeinde müsse hier und jetzt „erlösend“ und „versöhnend“ gegen soziale Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen angehen und sich „ganzheitlich“ um alle ihre Bedürfnisse kümmern.</p>
<p>Das ist jedoch eine völlig willkürliche Umdeutung der biblischen Lehre; wenn das wahr wäre, hätten die Apostel sich vehement gegen die damalige Einrichtung der Sklaverei wie auch gegen manche Willkür der Obrigkeit wehren müssen – aber das genaue Gegenteil war der Fall! Die Gemeinde hat heute nur den Auftrag, Verlorenen das Evangelium von der ewigen Errettung zu verkünden; ihr „sozialpolitischer Auftrag“ findet erst im Tausendjährigen Reich statt! Geistlich gesehen ist der Exodus Israels ein Vorbild auf die persönliche Errettung des Gläubigen aus der Macht der Welt und ihres Fürsten, kein Programm für sozialpolitische Transformationsstrategien der Kirchen.</p>
<p>Ähnlich verkehrt ist auch das falsche <em>„Erlaßjahr-Evangelium“</em>, das besonders aus der Aussage des Herrn Jesus in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+4%2C16-21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 4,16-21</a> abgeleitet werden soll. Der Herr führt in der Synagoge von Nazareth das messianische Prophetenwort aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+61%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 61,1-2</a> an, das Ihn als den Erlöser Israels ankündigt, und erklärt dann: <strong>„Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“</strong> (V. 21). Verschiedene liberale und evangelikale Theologen konstruierten nun daraus, mit dem „angenehmen Jahr“ aus V. 19 sei das Erlaßjahr aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=3.+Mose+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">3. Mose 25</a> gemeint, das Jesus Christus nun eingeläutet habe und das für die Welt gelte (in Wirklichkeit ist diese Formulierung ein Hinweis auf die Wiederannahme Israels zu Beginn des messianischen Reiches). Andere deuten das Erlaßjahr zumindest als Beleg für eine „holistische Mission“ der Gemeinde heute, die für alle Bedürfnisse der Menschen sorgen müsse, einschließlich der Befreiung aus sozialen und ökonomischen Zwängen.</p>
<p>Doch auch das setzt die klare heilsgeschichtliche Ordnung der neutestamentlichen Lehre außer Kraft. Der Herr gebrauchte das Jesajawort, um sich als den verheißenen Messias zu offenbaren, der diese Zusagen in Seinem künftigen Reich verwirklichen würde. In der heutigen Zeit führt die Erlösung in Christus zur geistlichen Befreiung und Heilung des einzelnen Gläubigen, der von Sündenknechtschaft und Bedrückung durch den Satan reettet wird und im geistlichen Sinn Heilung seiner Seele erfährt; in diesem Sinn können wir die Aussagen von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lukas+4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lukas 4</a> heute anwenden. Doch die gesellschaftliche Dimension der Erlösung wird erst in dem kommenden messianischen Reich verwirklicht, auf das der Herr sich ganz klar mit dem Jesajawort bezog. Wer dieses Wort für die Einführung eines falschen „holistischen“ Sozialevangeliums benutzt, verführt die Gläubigen.</p>
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<h4>Ist Gott „solidarisch mit den Armen dieser Welt“?</h4>
<p><em> </em>Gott wird in der Tat alle gottlosen Gewaltherrscher einmal richten, alle Reichen, die die Armen ausgenutzt und ausgebeutet haben, alle Profiteure von Währungsspekulationen und Nahrungsmittelkrisen, all die Großen und Mächtigen dieser Erde. Aber Er wird auch all die gottlosen Armen richten, all die elenden Kreaturen, die sich der Zauberei und dem Götzendienst ergaben, die ihre Frauen arbeiten ließen, um die Zeit im Drogenrausch zu verschlafen, alle Säufer und Hurer und Ehebrecher(innen).</p>
<p>Vor dem heiligen Gott des Gerichts sind alle Menschen verloren, die in dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit leben, ohne die Gnade des Herrn Jesus Christus angenommen zu haben. Gott haßt die Sünden der Großen und Mächtigen, die andere ins Elend stürzen um ihres Gewinnes und ihrer Macht willen. Aber Gott haßt auch die Sünden der Geringen, die sich untereinander treten und betrügen, die huren und ehebrechen, saufen und lästern, die fluchen und andere bestehlen. Gott wird die gottlosen Kapitalisten und Großgrundbesitzer einmal richten.</p>
<p>Aber Gott wird auch die gottlosen Sozialisten, Kommunisten und Scheinchristen richten, die Seinen Sohn mit Füßen getreten, Seine Wahrheit verleugnet und Seine Gnade verschmäht haben. Der reiche Minenbesitzer, der seine Arbeiter im vergifteten Minenstaub sterben läßt, wird vom Zorn Gottes getroffen werden – aber auch der marxistische Minenarbeiter, der seine Faust gegen Gott erhebt und seine Kameraden als Streikbrecher zusammenschlägt.</p>
<p>Gott ist eben nicht einfach nur ein „Gott der Armen“. Er ist auch nicht einfach „solidarisch mit den Armen“ oder „ergreift Partei für die Armen“, wie dies die Prediger des Sozialen Evangeliums behaupten. In den Propheten gilt Gottes Erbarmen und Hilfe ausschließlich den <em>gottesfürchtigen Armen</em>, denen in Seinem auserwählten Bundesvolk, die nach dem hebräischen Grundtext auch als „Geringe“, als „Bedrückte“, „Gebeugte“ und „Elende“ bezeichnet werden. Sie waren vielfach gerade deshalb Geringe und Bedürftige, weil sie den HERRN fürchteten und Seine Gebote hielten und so gegenüber den frechen Frevlern vordergründig benachteiligt waren, die das Recht des HERRN beugten und willkürlich handelten. Solchen gottesfürchtigen Armen, die ihr Vertrauen ganz auf IHN setzen, verheißt der HERR Seinen Beistand.</p>
<p>Die Armen dieser Welt dagegen stehen genauso unter dem Gericht Gottes wie die Reichen dieser Welt. Ihre Verantwortung und der Schweregrad ihrer Sünden mag teilweise geringer sein als bei vielen Großen – aber der heilige Gott haßt ihre Sünden ebenso; Er sieht die Person nicht an (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+2%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 2,11</a>), Er richtet Arm und Reich gleichermaßen. Die „sozialen Sünden“ sind eben nicht die einzig oder hauptsächlich maßgeblichen, wie die marxistisch irregeführten Vertreter des Sozialen Evangeliums meinen. Die Sünden des Geschöpfes Mensch gegen den heiligen Schöpfer wiegen noch viel schwerer und würden den Menschen ewig von Gott trennen, auch wenn er nie eine Sünde gegen seine Mitmenschen begangen hätte. So haben die Armen keine Vorzugsstellung vor Gott, außer der Tatsache, daß Gott Seine begnadigten Kinder überwiegend aus ihren Reihen erwählt hat und nur wenige Große und Reiche zu Ihm finden (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+2%2C5%3B+1Kor+1%2C26-29&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 2,5; 1Kor 1,26-29</a>).</p>
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<h4>Die Gemeinde ordnet sich den gesellschaftlichen Verhältnissen in dieser Weltzeit unter</h4>
<p>Denjenigen aber, die als Reiche gläubig geworden sind, gebietet die Lehre der Apostelbriefe nicht etwa, sie müßten alles verkaufen und den Armen geben, wie es der Herr Seinen Jüngern sagte. Sie werden auch nicht aufgefordert, aus dem bestehenden System des Wirtschaftens und des Handels auszusteigen und „alternativ zu leben“, etwa alle ihre Sklaven zu entlassen. Stattdessen werden sie aufgefordert, mit ihrem Wohlstand, den Gott ihnen gegeben hat, Gutes zu tun und anderen Gläubigen Anteil daran zu geben:</p>
<p><strong>Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1+Tim+6%2C17-19&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1 Tim 6,17-19</a>)</strong></p>
<p>Es ist deshalb irreführend und verfälschend, wenn die Anwälte des Sozialen Evangeliums behaupten, es sei Ungehorsam gegen Gott, wenn Gläubige sich nicht zur Überwindung der Weltarmut, bei der AIDS-Bekämpfung oder Kampagnen für gerechten Welthandel engagieren. Oftmals wird von solchen Leuten <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25%2C31-46&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25,31-46</a> angeführt. Diese Aussagen des Herrn Jesus, die sich auf das Gericht an den <em>Heidenvölkern</em> beziehen, werden radikal umgedeutet. Angeblich würde Christus alle an Ihn Gläubigen danach richten, ob sie den Armen dieser Welt materielle Hilfe zuteil werden ließen, und alle, die dies nicht getan hätten, würden deshalb in die Hölle geworfen.</p>
<p>Dabei wird bewußt übersehen, daß der Herr von „diesen <em>meinen geringsten Brüdern</em>“ spricht, d.h. also von christusgläubigen Sendboten unter den Heidenvölkern, und keineswegs von irgendwelchen ungläubigen Armen. Das in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25</a> beschriebene Gericht betrifft heilsgeschichtlich gesehen die Heidenvölker, die nach der Verherrlichung der Gemeinde die Botschaft messiasgläubiger Juden gehört haben und diesen Boten aufgrund ihres Glaubens Beistand in der Verfolgung geleistet haben, so wie Rahab an den Kundschaftern. Diese Umdeutung von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Matth%C3%A4us+25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Matthäus 25</a>, die man immer wieder bei Befürwortern des Sozialen Evangeliums findet, kommt aus einem finsteren, dem Evangelium der Gnade fremden Geist.</p>
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<h4>Das Ende der gegenwärtigen bösen Weltzeit</h4>
<p>Das Ende dieser gegenwärtigen bösen Weltzeit, daran läßt die Bibel keinen Zweifel, wird ein hartes, ernstes Gericht vom Himmel her sein – der von alters her angekündigte Gerichtstag des HERRN, vor dem die Propheten erzitterten, wenn sie ihn im Geist sahen. Gott läßt die Sünder lange gewähren, viele Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende lang. Aber eines Tages, und dieser Tag ist nicht mehr ferne, da wird der König der Könige vom Himmel her geoffenbart werden in großer Macht und Herrlichkeit. Und dieser König wird die Gottlosen mit Feuer verzehren – die gottlosen Reichen und die gottlosen Armen, die Mächtigen und die Machtlosen.</p>
<p>Gott hat heute ganz bewußt kein Programm der Sozialreform oder Weltverbesserung auf Seiner Tagesordnung. Er selbst hat diese Weltzeit eingerichtet, wo das Böse scheinbar schrankenlos herrschen kann. Diese schlimmen Zustände dienen zur Prüfung für die Menschen, aber auch zum Heil für diejenigen, die durch die Leiden an dieser bösen Weltzeit dahin kommen, nach dem wahren Leben und ewiger Errettung zu suchen. Solchen Seelen, und zwar Armen und Reichen, die durch das Böse in dieser Welt und in ihnen selbst nach etwas Höherem, Besserem suchend werden, denen offenbart Gott Seinen Sohn, den Retter der Sünder, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Und dann rettet Er sie aus dieser bösen Welt heraus, um sie für Seinen Sohn zu heiligen und in Seiner heiligen Gemeinde zu sammeln, die heute der Tempel Gottes und Sein Priestervolk auf Erden ist.</p>
<p>Und Gottes Willen für die Menschen? Seine Gesetze der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit, des Erbarmens für die Armen – alle jene Ordnungen, die das Gesetz bezeugte und zu deren Verwirklichung die Propheten einst aufforderten? Hat Gott sie abgeschrieben? O nein, mitnichten! Gottes Ratschlüsse sind ewig und unveränderlich. Aber Er erfüllt sie zu Seiner Zeit und auf Seine Weise, nicht so, wie Menschen sich das denken. Er erfüllt sie in göttlicher Kraft und Machtvollkommenheit, ohne Beihilfe eines schwachen Menschen – <strong>„damit sich vor ihm kein Fleisch rühme“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+1%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 1,29</a>). Seine Antwort ist zunächst das blutige Gericht am Tag des Herrn, nicht menschengemachte Sozialreformen und Weltverbesserungsprogramme. Der Mensch wird völlig beiseitegesetzt am Tag des HERRN. Dann redet und handelt Gott, der zuvor so lange geschwiegen und sich zurückgehalten hatte.</p>
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<h4>Das Friedensreich des Messias: Gottes Wille geschieht auf Erden wie im Himmel</h4>
<p>Auf das Gericht folgt dann der Neuanfang der Gnade unter der persönlichen Herrschaft des Messias, des Menschensohnes von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Daniel+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Daniel 7</a>, des Mannes nach dem Herzen Gottes. Dieser Neuanfang ist erst möglich nach dem schrecklichen, radikalen Gericht über alles Fleisch. Der Neuanfang wird gemacht mit den Erben des Reiches – gedemütigten, zerbrochenen, geläuterten, durch die Neugeburt von oben erneuerten Menschen, die von Herzen an den Messias Jesus, den Herrn, glauben und Ihm dienen, Ihn verherrlichen wollen.</p>
<p>Und nun, auf der Basis des gründlichen Gerichts über alle Sünde und Gottlosigkeit, auf der Grundlage erneuerter Herzen, in denen der Geist Gottes wohnt und in die das Gesetz Gottes geschrieben ist, nun endlich kann auch Gottes Reich auf Erden verwirklicht werden. Nun kann die Gerechtigkeit und der Friede nach Gottes Gedanken auf Erden verwirklicht werden. Jetzt erst kann die Bergpredigt wirklich die Grundlage gesellschaftlichen Verhaltens werden, wie es die irregeleiteten Liberaltheologen für die heutige Zeit fordern.</p>
<p>Dann kommt endlich das so oft mißverstandene Gebet des Herrn für die jüdischen Jünger zum Zuge (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C9-13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,9-13</a>). Darin heißt es ja zuerst: <strong>„Dein Reich komme!“</strong>, nämlich das durch die Propheten verheißene Friedensreich des Messias auf Erden, auf das die Juden nach der Entrückung der Gemeinde wieder sehnlichst warten werden. Und dann kommt die Folge daraus:<strong> „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!“</strong> Das kann erst Wirklichkeit werden, wenn der Messias persönlich Seine göttliche Königsherrschaft aufgerichtet hat. Und dann wird diese Welt völlig verwandelt sein. Gott wird durch Christus alle die Probleme lösen, die der sündige Mensch nicht lösen kann und an denen sich die irregeleiteten christlichen Weltverbesserer abarbeiten – von der Armut über die Krankheiten bis hin zur Umweltkrise.</p>
<p>Wie naiv und letztlich gotteslästerlich sind all die Versuche der Theologen, hier und heute schon Elemente eines „gegenwärtigen Gottesreiches“ am Wirken zu sehen und zu verkünden, daß Menschen, armselige, sündenbefleckte, schwache Menschlein dieses erhabene Reich des Friedens und der Gerechtigkeit errichten sollten. Wenn das Reich Gottes wirklich durch den Messias auf die Erde kommt, dann wird sie erstrahlen in gottgewirkter Herrlichkeit; das Angesicht der Erde und das Aussehen des Himmels wird erneuert sein; die Schöpfung wird erneuert sein, zumindest in vielen Aspekten befreit vom Fluch der Sünde (der Löwe und das Lamm werden miteinander weiden – <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+65%2C25&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 65,25</a>). Dann werden auch endlich die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen untereinander eine völlig neue, unter den Bedingungen der Sündensklaverei nicht verwirklichbare Qualität erreichen.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Das Zeitalter der Gemeinde <br />
und die Frage der sozialen Gerechtigkeit</span></h2>
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<p>Die herausgerufene, in Christus errettete und geheiligte Gemeinde des lebendigen Gottes hat keinen Auftrag von Gott, hier und heute „das Reich Gottes in der Welt zu verwirklichen“. Sie enthält sich aller Weltverbesserungsversuche und verzichtet auf jegliches „sozialpolitische Engagement“ aus dem einzigen Grund, weil das nicht der Wille Gottes für sie ist. Ihr ist eine seelenrettende Ewigkeitsbotschaft anvertraut, die sie ihren Mitmenschen ausrichten soll. Diese Botschaft geht davon aus, daß diese gegenwärtige böse Welt nicht reformierbar ist. Der Ruf geht an den Einzelnen, von seinen Sündenwegen umzukehren und Christus als Herrn und Retter anzunehmen. Dann empfängt er als Einzelner Vergebung der Schuld, Frieden mit Gott und ewiges Leben – mitten in einer immer noch ungerechten Welt, in der er vielleicht als Armer zu leiden hat.</p>
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<h4>Die Gemeinde hat keinen Auftrag zur Gesellschaftsveränderung</h4>
<p>Die Gemeinde verzichtet ganz konsequent auf jedes Engagement zur „Gesellschaftsveränderung“, obwohl sie sich durchaus der Ungerechtigkeit der herrschenden Verhältnisse bewußt ist. Es geht ja keineswegs darum, die schweren Mängel des weltweiten kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Systems abzustreiten oder dieses als „gut“ oder „Gott wohlgefällig“ hinzustellen. Vielmehr akzeptiert die Gemeinde das gegenwärtige wie auch jedes vergangene soziale System in dem tiefen Bewußtsein, daß alle überhaupt möglichen sozialen Formen des Zusammenlebens immer den Maßstäben Gottes zuwider sein und in irgendeiner Weise ungerecht sein müssen – ganz einfach, weil der Mensch im innersten Kern durch die Sünde verdorben ist. Diese völlige Sündenverderbnis des Menschen leugnen alle Entwürfe zur christlichen Weltverbesserung; sie sind deshalb unbiblisch und bloß humanistische Religion.</p>
<p>Die Gemeinde verzichtet deshalb bewußt auf jegliche sozialreformerische „Weltverbesserung“, weil Gott in Seinem Wort bezeugt, daß diese Welt unverbesserlich böse und gerichtsreif ist. Sie verzichtet darauf, weil sie weiß, daß nur der Messias persönlich auf einer durchs Gericht gereinigten und erneuerten Erde wirkliche Gerechtigkeit und wirklichen Frieden bewirken kann. Sie durchschaut den Ruf nach „Gesellschaftstransformation“ als humanistische Illusion, ja als einen gefährlichen Betrug, der letztlich Wasser auf die Mühlen des Antichristen lenkt.</p>
<p>Aus dem prophetischen Wort wird klar, daß die humanistische widergöttliche Falschreligion der letzten Tage noch einen faszinierenden Weltverbesserer hervorbringen muß, eine schillernde Erlösergestalt, die die Verkörperung aller Hoffnungen der gottlosen Menschen darstellt. Er wird als Parole „Frieden und Sicherheit“ predigen und den Gipfel aller Versuche des Menschen darstellen, aus eigener Kraft ein menschengemachtes „Reich Gottes“ auf Erden zu verwirklichen und eine „neue Weltordnung“ herbeizuführen. Sehr wahrscheinlich wird er für seine Bestrebungen ein „christlich“ klingendes Mäntelchen finden. Die Hoffnung aller Menschen auf eine „bessere Welt“ wird auf ihm ruhen.</p>
<p>Doch das Wort Gottes nennt diesen großen humanistischen Weltveränderer den „Menschen der Sünde“, „<em>den</em> Gesetzlosen“  und den „Sohn des Verderbens“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Thess+2%2C3-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Thess 2,3-12</a>). Er wird von dem kommenden Messias persönlich getötet werden, und seine Anhänger werden ein schreckliches Zorngericht empfangen. Wahre Weltveränderung im Sinne Gottes kann eben niemals vom Menschen ausgehen, selbst nicht von erlösten Menschen. Nach dem Willen Gottes geht sie allein von dem einen vollkommenen Gott-Menschen aus, der die Erlösung für uns vollbrachte und dann auferstand und verherrlicht wurde. Gott allein soll in Christus die Ehre für dies alles erhalten, und kein Mensch kann sich rühmen, das „Reich Gottes“ verwirklicht zu haben und die Welt verbessert zu haben.</p>
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<h4>Die Gläubigen müssen auf das ewige Heil hinweisen</h4>
<p>Deshalb kämpft die Gemeinde nicht für Weltveränderung, für eine „bessere Welt“, sondern sie verweist in allen persönlichen wie gesellschaftlichen Nöten auf den einen Herrn und Retter, der allein alles neu machen kann. Durch Glaube und Buße darf heute schon jeder innerlich neu werden, der Ihm angehört; die Erneuerung der Gesellschaft aber bleibt der kommenden Heilszeit vorbehalten. Dabei ist klar, daß unter den Gläubigen, gegenüber armen oder in Bedrängnis geratenen Kindern Gottes selbstlose, großzügige Hilfe geboten ist (s. u.).</p>
<p>Wenn die Gemeinde sich in das falsche Fahrwasser der „Gesellschaftstransformation“ ablenken läßt, dann verstrickt sie sich in die schmutzigen Interessenkämpfe dieser Welt und verliert die Kraft, die Ewigkeitsbotschaft von dem neuen Leben in Christus glaubhaft weiterzugeben. Der Weg der „Weltveränderung“ ist für die Gemeinde ein schlimmer Irrweg, der zur Verweltlichung und letztlich zur humanistischen Entartung führt. Das hat die Geschichte der ökumenischen Weltbewegung eindrucksvoll bewiesen, die diesen Irrweg gegangen ist.</p>
<p>Der Auftrag der Gemeinde ist nicht Weltveränderung, sondern der Ruf an verlorene Sünder zur Bekehrung, die Verkündigung des biblischen Evangeliums von der ewigen Errettung in Christus, damit Menschen aus der gegenwärtigen bösen Weltzeit herausgerettet werden. Das Evangeliumszeugnis ist der große Auftrag, den die Gemeinde der Welt gegenüber hat (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+24%2C45-48&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 24,45-48</a>). Das hat nie ausgeschlossen, sondern schon von Anfang an eingeschlossen, daß gläubige Kinder Gottes auch ungläubigen Menschen, die in Not geraten sind, helfen, soweit dies möglich ist. Aber diese Hilfsdienste oder guten Werke sind eindeutig dem Auftrag zum Evangeliumszeugnis untergeordnet.</p>
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<h4>Die Gemeinde, der Evangeliumsauftrag und gute Werke an Bedürftigen</h4>
<p>Wenn die Gemeinde auch keinerlei Auftrag zur Weltveränderung hat, so soll sie doch in den inneren Beziehungen der Kinder Gottes untereinander die Gebote und den Willen Gottes umsetzen; das bedeutet eine Beziehung selbstloser Liebe und gegenseitiger Hilfe, wie sie der Heidenwelt in dieser Form fremd ist, die aber zu allen Zeiten auch ein kraftvolles Zeugnis für das Evangelium war. Das kommt in den Lehrbriefen des Neuen Testaments immer wieder zum Ausdruck:</p>
<p><strong>Die Liebe sei ungeheuchelt! Haßt das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor! Im Eifer laßt nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn! Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet! <u>Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft!</u> Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+12%2C9-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 12,9-14</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+2%2C15-16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 2,15-16</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt &#8211; wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, laßt uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+3%2C17-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 3,17-18</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong>Die gegenseitige Hilfe und Fürsorge, besonders für die Witwen und Waisen, aber auch für verarmte oder erkrankte Gläubige, war von Anfang an auffällig für die heidnische Umgebung, in der Notleidende oft kalt und gleichgültig behandelt und vernachlässigt wurden. Der Apostel Paulus leitete die Gläubigen aus den Heiden zu einer großangelegten Hilfsaktion für die in Not geratenen Gläubigen in Jerusalem an und zeigt in seiner Belehrung dazu, wie wichtig dem Herrn solche praktische Hilfe innerhalb des Leibes des Christus ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2.+Korinther+8+und+9&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2. Korinther 8 und 9</a>).</p>
<p>Darüber hinaus leitet der Herr uns durch Seine Apostel auch an, wo möglich auch an den ungläubigen Menschen in unserer Lebensumgebung Gutes zu tun und ihnen auf diese Weise die Liebe des Herrn Jesus Christus praktisch zu erweisen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! (…) Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten. <u>So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+6%2C2.9.10&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 6,2.9.10</a>)</strong></p>
<p><strong>Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen <u>und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.</u> (…) Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, daß du dies mit allem Nachdruck bekräftigst, damit die, <u>welche an Gott gläubig wurden, darauf bedacht sind, eifrig gute Werke zu tun. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.</u> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Tit+2%2C11-14%2B3%2C8&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Tit 2,11-14+3,8</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong>Solche „guten Werke“ einzelner Gläubiger an Ungläubigen hat Gott immer schon als ein kräftiges Zeugnis der Tat gebraucht, das das Zeugnis des Wortes, das Zeugnis des Evangeliums hilfreich unterstützte und begleitete. Hilfe bei Krankheit, Trost im Leiden, Zeit für ein Gespräch, Gaben der Barmherzigkeit für hungernde oder obdachlose Menschen – all das war zu allen Zeiten von den gläubigen Christen praktiziert worden und ist Teil des biblischen Glaubenslebens. Dabei sind von der Lehre her zunächst insbesondere die einzelnen Gläubigen gemäß ihren Möglichkeiten angesprochen; soziale Hilfswerke sind der Gemeinde als Ganzes nur gegenüber ihren eigenen Bedürftigen (Diakonendienst, Witwenversorgung) aufgetragen.</p>
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<h4>Gute Werke und materielle Hilfe als Unterstützung der Mission und Evangelisation</h4>
<p>Auch in der Evangeliumsverkündigung unter den Heidenvölkern in der Ferne („Mission“) spielten gute Werke und Hilfsmaßnahmen für in Not geratene Menschen zu recht immer eine wichtige Rolle, wobei sie auch überall, wo es biblisch gehandhabt wurde, der Evangeliumsverkündigung untergeordnet waren, mit ihr verbunden waren und sie unterstützen sollten. Die Sendboten des Evangeliums hatten immer vor Augen, daß die grundlegende, alles bestimmende Not der Menschen ihre Sündhaftigkeit und ewige Verdammnis war, und daß ihr Auftrag immer darin bestand, Menschen zur Buße und zum rettenden Glauben an Christus zu führen. Unser Herr hat diese Priorität so eindrücklich betont:</p>
<p><strong>Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem einzelnen vergelten nach seinem Tun. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C25-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,25-27</a>)</strong></p>
<p>Deshalb haben bibeltreue Missionare überall in der Welt den Menschen, soweit sie die Möglichkeit dazu hatten, durch gute Werke geholfen, sei es durch Gründung von Schulen und Waisenhäusern, durch Krankenversorgung, durch Speisung Bedürftiger oder auch durch Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensunterhalts. Aber diese Maßnahmen waren kein Selbstzweck; sie waren nicht auf politische Aktion gerichtet und dienten nicht der „Systemveränderung“. Sie sollten dazu mitwirken, die Menschen auf die eigentliche Not ihres Lebens hinzuweisen: den fehlenden Frieden mit Gott, die ewige Verdammnis aufgrund ihrer Sünden. Das Ziel war die Errettung von Seelen für die Ewigkeit, nicht ihre zeitliche Besserstellung.</p>
<p>Auf den Missionsfeldern wie auch in den „christlichen“ Ländern haben die Gläubigen aber auch eine ernste Erfahrung gemacht: Sobald die Hilfe für Menschen in Not sich verselbständigte und nur noch sozialen Charakter annahm, endete das sehr rasch in einer Verweltlichung und Entartung und brachte keine Frucht mehr für Gott und die Ewigkeit. Wie viele ursprünglich christlich-missionarisch begonnene Einrichtungen, seien es Schulen, Krankenhäuser oder Pflegeheime, sind heute nur noch weltlicher Sozialbetrieb, vielleicht noch mit einem „christlichen“ Etikett. In unserem Land gibt es zahlreiche Einrichtungen der evangelischen Diakonie, die zwar professionelle Betreuung bieten, in denen aber die Seele nichts mehr vom rettenden Evangelium erfährt!</p>
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<h4>Der politische Kampf für soziale Gerechtigkeit führt zur Entartung der Gemeinde und erstickt das Evangelium</h4>
<p>Also: soziale Hilfeleistungen von gläubigen Christen an ungläubigen Bedürftigen gehören zur biblischen Glaubenspraxis aller Christen und sind überhaupt nicht strittig. Die Grenze zum falschen Sozialen Evangelium ist dort erreicht, wo der Gemeinde ein sozial<strong><em>politischer</em></strong> Auftrag zugesprochen wird, wo falsche Lehrer sie in das fremde Joch einspannen, sich für die Verbesserung dieser Welt zu engagieren.</p>
<p>Hilfe für Arme ist eine Sache – aber „Solidarität mit den (gottlosen) Armen“ ist etwas ganz anderes. Wenn die Gemeinde aufgefordert wird, politischen Druck auf die Obrigkeit zugunsten der „Armen und Entrechteten“ auszuüben, zu demonstrieren, zu boykottieren, Sozialprojekte mit weltlichen Einrichtungen gemeinsam zu betreiben und dabei die Evangeliumsverkündigung zurückzustellen, dann sind dies alles unzulässige Grenzüberschreitungen, die der Lehre des Neuen Testaments klar widersprechen.</p>
<p>Oftmals werden von den Befürwortern des Sozialen Evangeliums die sozialpolitischen Aktivitäten des Pietismus ins Feld geführt, als deren würdige Nachfolger sich heutige Transformationstheologen gerne darstellen. In der Tat haben viele führende Pietisten sich der sozialen Nöte der Menschen in ihrer Zeit angenommen und einige weit beachtete und auch in der Welt angesehene Initiativen ins Leben gerufen; August Hermann Francke und seine Werke in Halle sind ein berühmtes Beispiel. Sie hatten dabei gewiß beste Absichten und verkündigten im Rahmen dieser Sozialarbeit auch ein getreues biblisches Evangelium – ganz im Gegensatz zu den heutigen Predigern des Sozialen Evangeliums.</p>
<p>Dennoch müssen wir feststellen, daß viele dieser Initiativen aus biblischer Sicht problematische Züge trugen. Auch wenn dieses Thema eine genauere und ausgewogene Untersuchung nötig macht, die wir hier nicht leisten können, sollten wir einige Gedanken dazu festhalten. Die damaligen Pietisten wirkten in einer weltlichen Gesellschaft, die sich (zu Unrecht) als „christlich“ verstand. Sie bekamen teilweise für ihre Sozialwerke viel Unterstützung von der „christlichen“ Obrigkeit und arbeiteten eng mit dieser zusammen. Es ist zu befürchten, daß gerade diese biblisch nicht gerechtfertigte Verbindung mit der Welt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-18</a>!) mit dazu beitrug, daß in den allermeisten dieser pietistischen Sozialwerke schon nach einigen Jahrzehnten ein Absinken zu einer innerweltlichen, liberaltheologisch geprägten, nur noch pseudochristlichen Sozialarbeit stattfand und das Feuer des Evangeliumsglaubens der Gründergeneration erstickte.</p>
<p>Insgesamt hat die geschichtliche Erfahrung gezeigt, daß jede einseitig auf die Existenzbesserung im Diesseits ausgerichtete Sozialarbeit eher ein Hindernis für biblische Evangeliumsverkündigung darstellt. Auf dem Missionsfeld hat das einerseits zur Ausbreitung des sogenannten „Reischristentums“ geführt. Viele der Ärmsten und Benachteiligten etwa in Indien wurden nominelle Christen, weil ihnen dies soziale Vorteile brachte, ohne daß sie dabei wirklich zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gekommen wären. In solchen Fällen wurden oftmals die alten heidnischen Bräuche des Götzendienstes mit dem „Christentum“ vermischt; diese Menschen, die meinten, sie seien ja schon Christen, waren dann für das echte Evangelium schwerer erreichbar als zuvor. In anderen Fällen stellten die Missionare fest, daß bestimmte Volksgruppen nach einer Linderung der äußerlichen Nöte das Interesse am christlichen Glauben verloren und es kaum noch Bekehrungen gab.</p>
<p>Nicht zuletzt müssen wir ganz nüchtern feststellen, daß die zunehmende Betonung sozialer Aktivitäten auch ganz konkret Geldmittel und Zeit aus dem begrenzten Fundus der Gläubigen und der örtlichen Gemeinden abzweigt und bindet, die dann nicht mehr für das Werk der Evangelisation und Weltmission zur Verfügung stehen.</p>
<p>So bleibt festzustellen, daß es ohne Zweifel richtig ist, wenn gläubige Christen auch gute Werke an ihren ungläubigen Nächsten tun, wenn sie Nöte lindern und Hilfsbereitschaft zeigen. Doch dies sollte immer in Abhängigkeit vom Herrn geschehen, in einer geistgeleiteten Weise, so daß diese guten Werke auch wirklich zur Ausbreitung des Evangeliums von der ewigen Errettung in Christus beitragen. Sobald solche Werke im Fleisch getan werden, zum Selbstzweck werden oder zur Vereinigung mit weltlichen Kräften führen, werden sie ein Hindernis und sogar eine Gefahr für die wahre Gemeinde und die biblische Evangeliumsverkündigung. Erst recht gilt das dann, wenn sie mit der Verführungslehre vom „sozialpolitischen Auftrag“ der Gemeinde und dem Anspruch der „Weltveränderung“ verbunden werden.</p>
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<p>Bearbeiteter Auszug aus dem Buch von Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/06/soll-die-gemeinde-die-welt-veraendern-buchinfo/"><strong>Soll die Gemeinde die Welt verändern?</strong> </a>(vgl. dort S. 140-168)</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/05/sollen-christen-fuer-soziale-gerechtigkeit-kaempfen/">Sollen Christen für soziale Gerechtigkeit kämpfen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohin driftet der „Wiedenest-Flügel“ der „Brüdergemeinden“? Momentaufnahmen der Irreführung</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/02/wohin-driftet-der-wiedenest-fluegel-der-bruedergemeinden-momentaufnahmen-der-irrefuehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 14:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=5015</guid>

					<description><![CDATA[<p>  In meinem Buch Zerstörerisches Wachstum und in späteren Veröffentlichungen habe ich auf die problematischen Entwicklungen hingewiesen, die den „progressiven“, „kulturrelevanten“ Flügel der Brüdergemeinden kennzeichnen und immer weiter in Richtung der Charismatik und Ökumene treiben. Diese traurige Abwärtsentwicklung dieses neo-evangelikalen „Wiedenest“-Flügels der Brüderbewegung geht beständig weiter und treibt immer neue Blüten. Zu diesem Flügel gehören [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/02/wohin-driftet-der-wiedenest-fluegel-der-bruedergemeinden-momentaufnahmen-der-irrefuehrung/">Wohin driftet der „Wiedenest-Flügel“ der „Brüdergemeinden“? Momentaufnahmen der Irreführung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3> </h3>
<p>In meinem Buch <em>Zerstörerisches Wachstum</em> und in späteren Veröffentlichungen habe ich auf die problematischen Entwicklungen hingewiesen, die den „progressiven“, „kulturrelevanten“ Flügel der Brüdergemeinden kennzeichnen und immer weiter in Richtung der Charismatik und Ökumene treiben. Diese traurige Abwärtsentwicklung dieses neo-evangelikalen „Wiedenest“-Flügels der Brüderbewegung geht beständig weiter und treibt immer neue Blüten. Zu diesem Flügel gehören leider nicht nur das Werk „Forum Wiedenest“ und die im Baptistenbund beheimaten „Bundes-Brüdergemeinden“ der AGB, sondern auch einige Gemeinden aus dem Kreis der „freien Brüder“ sowie besonders Teile der hauptamtlichen Mitarbeiter, insbesondere Lothar Jung, der als Vorsitzender der <em>Stiftung der Brüdergemeinden</em> eine nicht unerhebliche Machtstellung innehat, und die von ihm geprägten Mitarbeiter der „Christlichen Jugendpflege“.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">Forum Wiedenest: Vorreiter in Sachen Charismatik und Ökumene</span></h3>
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<p>Das Werk „Forum Wiedenest“ spielt seit langem eine Vorreiterrolle bei der Einführung verführerischer Trends und Lehren in die Kreise der „Brüderbewegung. Wir hatten in einem Artikel darüber berichtet, daß sie auf ihrem Männertag 2016 den extremcharismatischen Katholiken Dr. Johannes Hartl einluden. 2017 war der ebenfalls aktive charismatische Baptistenpastor Stefan Vatter, Leiter der charismatischen Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptistenbund) der Referent auf dem Männertag.</p>
<p>2018 wurde dann der Gründer und Pastor der evangelischen Freikirche ICF (International Christian Fellowship/Internationale Christliche Gemeinschaft), Leo Bigger (Zürich) eingeladen. Er ist ebenfalls betont charismatisch, zugleich aber auch ein sehr effektiver Befürworter missional-kulturrelevanter Gemeindegründungen. Das ICF hat auch in Deutschland mit verführerischen Trendgemeinden großen Erfolg, die sich vor allem durch professionellen Rock- und Pop-„Lobpreis“ auszeichnen und ein humanistisch verwässertes Pseudo-Christentum predigen.</p>
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<h3><span style="color: #800000;">ICF und Hillsong als Vorbilder?</span></h3>
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<p>Ganz offenkundig meinen die Verantwortlichen in „Wiedenest“, das ICF habe eine Vorbildfunktion für ihre Vision von Brüdergemeinden. Interessant ist, daß der langjährige Jugendleiter von Wiedenest, Markus Kalb, 2016 mit dem Segen der Leitung zum ICF wechselte, um sich dort als „Gemeindegründer“ zu betätigen.</p>
<p>Ein Artikel eines jüngeren Gemeindeleiters einer AGB-Gemeinde in Ostdeutschland gibt einen kleinen Einblick, wie manche „kulturrelevant“ ausgerichteten neuen Brüdergemeinden ticken. Dave Porsche, einer der Leiter der „Relationship Gera“, äußerte in einem Artikel in der brüdergemeindlichen Zeitschrift <em>„Perspektive“</em> seinen Unmut über die verkrusteten Strukturen und mangelnde Lebendigkeit in vielen Brüdergemeinden. Daran mag vieles Wahre sein, aber Porsche nimmt solche scheinbaren oder tatsächlichen Mißstände als Aufhänger, um für sehr fragwürdige „Neuerungen“ zu werben.</p>
<p>U.a. greift er die sehr berechtigte Warnung besonnener Brüder vor der charismatischen „Lobpreis-Musik“ an und mahnt Offenheit für Neues an. Wohin diese Reise geht, zeigt sich daran, daß er zweimal die ICF-Bewegung als Vorbild für positive Neuerungen hinstellt, einmal im gleichen Atemzug mit der eng verwandten charismatischen „Hillsong“-Bewegung, von deren dynamischer Ausbildung junger Leiter („Leiterschaftspipeline“) man lernen solle. Außerdem nennt er als Vorbild die missional-kulturrelevante Gemeindegründungsinitiative der FEGs.</p>
<p>Wenn man die Webseite von „Relationship Gera“ anschaut, sieht man, daß dort tatsächlich viele Konzepte von „Hillsong“ und „ICF“ zu kopieren versucht. Man findet dort einen deutlichen Schwerpunkt auf Rock- und Pop-„Lobpreis“, oberflächliche Predigten und nichtssagende Sprüche:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Relationship Gera &#8211; Zuhause bei Gott dem Vater“</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Vision – 01 Gott: Wir träumen von einer Gemeinde, die GOTT Ehre macht und ihn anbetet. 02 Menschen: Wir träumen von einer Gemeinde, in der MENSCHEN Gott begegnen, verändert werden und ihre Berufung finden. 03 Gera: Wir träumen von einer Gemeinde, die ein GÖTTLICHES ZUHAUSE für viele Menschen aus Gera ist.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das „Glaubensbekenntnis“ dieser „Community“ ist ausgesprochen nichtssagend und offen nach allen Seiten: „Wir glauben an die christlichen Lehren, die im apostolischen Glaubensbekenntnis fixiert sind, und verstehen uns als ein Teil des weltweiten Leibes Christi, der durch die verschiedenen Denominationen sichtbar wird. Dabei sind wir keine perfekten Menschen, wollen aber ein Ort sein, an dem Vergebung und Nächstenliebe in der Stadt Gera gelebt wird. Wir lehnen eine Überbetonung von bestimmten Lehren ab, wissen aber, dass unsere Erkenntnis immer bruchstückhaft ist.“</p>
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<p style="padding-left: 30px;"> </p>
<h3><span style="color: #800000;">„Glaube ist denkbar“ mit katholischen Referenten</span></h3>
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<p>Am 15. – 17. Februar 2019 fand eine Wiedenester Tagung unter dem Titel „Glaube ist denkbar“ statt, die sich offensichtlich an ein eher intellektuelles Publikum wenden sollte. Neben dem Hochschuldozenten Dr. Thomas Kotulla, dessen geistliche Orientierung nicht klar erkennbar ist, wurden zu dieser Tagung zwei bekennende Katholiken eingeladen, die zwar auch einen Doktortitel und einigen Bekanntheitsgrad haben, aber sehr fragwürdige Auffassungen vertreten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>* Dr. Manfred Lütz</strong> (geb. 1954) ist Psychiater, Psychotherapeut und römisch-katholischer Theologe, ein gefragter Buchautor und überdies ein hochrangiger Berater des Vatikan. Dazu Wikipedia: „Von Papst Johannes Paul II. wurde Lütz 2003 zum Konsultor der Kongregation für den Klerus ernannt. Im gleichen Jahr organisierte er einen Kongress zum Thema ‚Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester und Ordensleute‘ im Vatikan. (…) Lütz selbst war unter drei Päpsten bis 2016 Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien. Er wirkte beratend an der Erstellung des Jugendkatechismus Youcat mit. Er war seit Beginn der 2000er Jahre korrespondierendes, ab 2004 ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben, in deren Direktorium er im März 2005 für die Amtsperiode bis 2010 berufen wurde.“ In seinem neuesten Buch „Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums“ hat er einige sehr umstrittene Aussagen gemacht, welche die Irrtümer und Verbrechen der römischen Kirche verharmlosen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* <strong>Dr. Günther Bechly</strong> ist ein Naturwissenschaftler, der Zweifel an dem Weltbild der Evolution äußerte und inzwischen zum römischen Katholizismus konvertiert ist. Der Experte für Paläontologie stellte die unbewiesenen Behauptungen der Evolutions-Ideologie erstmals in Frage, als der sich mit Literatur von Wissenschaftlern befaßte, die die Theorie vom <em>Intelligent Design</em> vertraten. Seine diesbezüglichen Bedenken und Einwände sind sicherlich stichhaltig, aber als Vorbild für biblischen Glauben taugt der Katholik dennoch nicht. In einem Artikel der Zeitschrift PRO heißt es über seine Überzeugungen in bezug auf Schöpfung: „Hinsichtlich der Schöpfungsgeschichte in den ersten elf Kapiteln des Buches Genesis hält Bechly die wörtliche Deutung der Kurzzeitkreationisten für verfehlt und vertritt die Ansicht, es handele sich um eine mythopoetische Vorgeschichte für das Volk Israel, deren göttliche Wahrheit in einer subtileren spirituellen Deutungsschicht zu finden sei.“ Das heißt, Bechly folgt einer bibelkritischen Umdeutung des inspirierten Schöpfungsberichts – aber das scheint für die Verantwortlichen von Wiedenest kein Hindernis gewesen zu sein, ihn einzuladen.</p>
<p>Die Berufung von zwei katholischen Referenten folgt dem unguten Vorbild weiter Kreise der Evangelischen Allianz. Immer öfters werden dem evangelikalen Publikum bekennende, kirchentreue Katholiken, die verschiedenen Irrlehren und einem falschen Evangelium anhängen, als vorbildliche Glaubenszeugen vorgestellt. So werden allmählich die evangelischen Maßstäbe aufgelöst und die Öffnung der Evangelikalen für die unbiblische Ökumene gefördert.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+4%2C1-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 4,1-5</a>)</strong></p>
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<h4>Quellen:</h4>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/11/forum-wiedenest-laedt-katholischen-extremcharismatiker-johannes-hartl-zum-maennertag-ein/">https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/11/forum-wiedenest-laedt-katholischen-extremcharismatiker-johannes-hartl-zum-maennertag-ein/</a></p>
<p>Dave Porsche: „Brüdergemeinden – wo geht es hin?“, in: <em>Perspektive</em> 03/2018, S. 44-45.</p>
<p><a href="http://relationship-gera.de/#vision">http://relationship-gera.de/#vision</a> (abgerufen 25. 2. 2019)</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_L%C3%BCtz">https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_L%C3%BCtz</a> (abgerufen 25. 2. 2019)</p>
<p>Jörn Schumacher: „Ich wurde Christ, weil ich Wissenschaftler bin“, in: <em>PRO  – Christliches Medienmagazin</em>, 6-2017, S. 16-17.</p>
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<p><u>Zu diesem Thema können Sie auf unserer Webseite lesen:</u></p>
<p><strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/missional-und-gesellschaftsrelevant-neue-gemeindebewegungen-im-ueberblick/">„Missional“ und „gesellschaftsrelevant“: Neue Gemeindebewegungen im Überblick</a></u></strong></p>
<p><strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/kompakt-information-neue-gemeindebewegungen/">Kompakt-Information Neue Gemeindebewegungen</a></u></strong></p>
<p><strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/kompakt-information-emerging-church/">Kompakt-Information Emerging Church</a></u></strong></p>
<p><strong><u><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/1983/">Die Ökumenebestrebungen in der Endzeitchristenheit</a></u></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2019/02/wohin-driftet-der-wiedenest-fluegel-der-bruedergemeinden-momentaufnahmen-der-irrefuehrung/">Wohin driftet der „Wiedenest-Flügel“ der „Brüdergemeinden“? Momentaufnahmen der Irreführung</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein großer Mißbrauchsskandal enthüllt moralische Abgründe in der römischen Kirche</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/ein-grosser-missbrauchsskandal-enthuellt-moralische-abgruende-in-der-roemischen-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 10:30:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Erzbischöf]]></category>
		<category><![CDATA[Hure Babylon]]></category>
		<category><![CDATA[katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauchsskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Preister]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=4722</guid>

					<description><![CDATA[<p>  In den USA ist ein Mißbrauchsskandal von erschreckenden Dimensionen offenbar geworden, in den zahlreiche Kleriker der römischen Kirche verwickelt sind – von einfachen Priestern bis zu Erzbischöfen und Kardinälen. Immer wieder kamen schon in den Jahrzehnten zuvor Fälle von Mißbrauch minderjähriger und erwachsener Katholiken durch Priester und höhere Kleriker ans Licht, aber was nun [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/ein-grosser-missbrauchsskandal-enthuellt-moralische-abgruende-in-der-roemischen-kirche/">Ein großer Mißbrauchsskandal enthüllt moralische Abgründe in der römischen Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> </h2>
<p>In den USA ist ein Mißbrauchsskandal von erschreckenden Dimensionen offenbar geworden, in den zahlreiche Kleriker der römischen Kirche verwickelt sind – von einfachen Priestern bis zu Erzbischöfen und Kardinälen. Immer wieder kamen schon in den Jahrzehnten zuvor Fälle von Mißbrauch minderjähriger und erwachsener Katholiken durch Priester und höhere Kleriker ans Licht, aber was nun offenbar wird, ist ein unheimliches Geflecht von sexuellem Mißbrauch, hauptsächlich homosexueller Natur, der alle bisherigen Dimensionen sprengt und tiefere Einblicke in die ansonsten hinter einer respektablen religiösen Fassade verborgene Verderbnis der katholischen Kirche eröffnet.</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Zu den Fakten des Skandals</span></h2>
<p><em> </em></p>
<p>Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten bisher zutage getretenen Fakten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. Am 14. August veröffentlichte ein Schwurgericht (Grand Jury) des US-Bundesstaates Pennsylvania einen 884 Seiten starken Bericht, dessen Abfassung zwei Jahre dauerte, und in dem viele Untersuchungen zu einzelnen Mißbrauchsfällen aus den letzten 70 Jahren gebündelt wurden. Der Bericht listet 301 Kleriker und Laienmitarbeiter in sechs Diözesen des Staates auf, gegen die glaubhafte Anschuldigungen von sexuellem Mißbrauch erhoben wurden. Allein in der Erzdiözese Pittsburgh fanden sich 99 Beschuldigte. Die Zahl der Opfer beträgt mindestens 1.000, vermutlich noch weitaus mehr.</p>
<p>Der Bericht enthüllt, daß es über den ganzen Bundesstaat verteilt Fälle von Priestern oder anderen kirchlichen Mitarbeitern gab, die unter Ausnutzung ihrer Autoritäts- und Vertrauensstellung minderjährige Kinder, vielfach heranwachsende Jugendliche, ganz überwiegend männlichen Geschlechts, sexuell mißbrauchten.</p>
<p>Die Opfer waren vielfach Ministranten. Die Täter hatten sich in einzelnen Fällen zu regelrechten pädophilen Ringen organisiert und schoben sich gegenseitig Opfer zu. Es wurden auch „Partys“ mit Alkohol und Haschisch gefeiert, um die Jugendlichen zu verführen, organisiert von Priestern der römischen Kirche. Zum Teil gab es regelrechte Vergewaltigungen und gotteslästerliche Szenen, deren Schilderung wir unseren Lesern ersparen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2. Neben der erschreckenden Zahl von Tätern und Opfern deckt der Bericht der Grand Jury aber auch auf, daß über Jahrzehnte zahllose verantwortliche Leiter in der römischen Kirche solche „Raubtier-Priester“ bewußt und systematisch deckten und vor der Strafverfolgung schützten. Das betrifft zahlreiche Kleriker, die inzwischen zum Teil zu Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen aufgestiegen sind.</p>
<p>Diese Wölfe im Schafsgewand bezichtigten jugendliche Opfer oftmals der Lüge und böser Absichten, wenn sie sich meldeten; sie unterdrückten Beweise und bezahlten in vielen Fällen den Opfern und ihren Angehörigen Schweigegelder, anstatt die Verbrechen der Polizei zu melden. Die Schweigegeldabkommen enthielten Strafandrohungen für den Fall, daß die Betroffenen ihre Fälle öffentlich machten.</p>
<p>Der Bericht der Grand Jury stellt fest: „Alle Opfer wurden in jedem Teil des Staates beiseitegeschoben von Kirchenführern, denen es am wichtigsten war, die mißbrauchenden Täter und ihre Institution zu schützen. Die Hauptsache war, einen Skandal zu vermeiden, nicht den Kindern zu helfen. Priester vergewaltigten kleine Jungen, und die Gottesmänner, die für sie verantwortlich waren, unternahmen nicht nur nichts, sie verbargen das alles“ (https://pittsburgh.cbslocal.com/2018/08/14/pennsylvania-diocese-sex-abuse-grand-jury-report-released/ &#8211; Übers. RE).</p>
<p>Die verbrecherischen Priester durften oft jahrelang nach den ersten Meldungen von Mißbrauch weiter in ihrer Gemeinde wirken und wurden zumeist nur in eine andere Diözese versetzt, wenn die Beschuldigungen zuviel Staub aufgewirbelt hatten – natürlich ohne daß die „Schafe“ in der neuen Diözese darüber aufgeklärt wurden, was für ein Wolf ihr neuer „Hirte“ eigentlich war. In ihren Zentralen führten die Kirchenleiter jedoch peinlich genau Buch über die Mißbrauchsfälle und die Maßnahmen zu ihrer Vertuschung; solche geheimen Unterlagen waren der Grand Jury für ihre Untersuchung auf Anforderung ausgeliefert worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3. Eine weitere Enthüllung betrifft die höchsten Eliten der römischen Kirche in den USA. Es geht um den emeritierten Erzbischof von Washington, D.C., Ex-Kardinal Theodore McCarrick. Dieser prominente Würdenträger der römischen Kirche war jahrzehntelang sehr aktiv, u.a. ab 2007 als Berater des <em>Center for Strategic and International Studies</em> sowie als <em>fundraiser</em> der römischen Kirche. McCarrick gelang eine rasante Karriere in der römischen Hierarchie. 2000 wurde er zum Erzbischof von Washington ernannt, 2001 zum Kardinal; er gehörte zu dem Wahlgremium, das 2005 Papst Benedikt XVI. wählte. Er reiste im Auftrag des Vatikan in der Welt umher, redete auf Tagungen und Prominentenbegräbnissen.</p>
<p>Doch in all den Jahren hatte der Kirchenmann sich an jungen Männern in seinem Verantwortungsbereich vergangen. 1994 schrieb ein Priester einen Brief an einen Bischof und meldete, daß McCarrick ihm gegenüber eine geschlechtliche Verfehlung beging. 2005 bis 2007 zahlte die Diözese Metuchen und die Erzdiözese Newark Schweigegelder an zwei Priester, die ihm Mißbrauch vorgeworfen hatten. 2006 ging McCarrick mit 75 Jahren in den Ruhestand als Erzbischof und nahm seinen Wohnsitz in Gebäuden, die Priesterseminare beherbergten.</p>
<p>Später kamen Beschwerden wegen Verführung von Studenten in diesen Priesterseminaren auf. Bereits im Jahr 2000 gab es erste Warnungen von Kirchenleuten in bezug auf die homosexuellen Übergriffe McCarricks beim Vatikan; dennoch wurde er immer wieder befördert und die Anschuldigungen wurden zumeist ignoriert. Vorübergehend schien er eine Anweisung von Papst Benedikt XVI. erhalten zu haben, die ihn zur Zurückgezogenheit verpflichtete, doch Papst Franziskus machte ihn trotz Warnungen zu seinem Berater und hob die Einschränkungen auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>4. Die höchste Ebene der schockartigen Enthüllungen wurde erreicht, als der frühere päpstliche Nuntius (Gesandte) in Washington, Erzbischof Carlo Maria Viganò, am 25. August 2018 einen 11seitigen Brief veröffentlichte, in dem er den Papst Franziskus selbst sowie hochrangige Mitarbeiter der römischen Kurie beschuldigte, trotz zahlreicher schriftlicher Warnungen McCarrick bewußt und wissentlich gedeckt und gefördert zu haben. Diese Beschuldigungen wurden von einigen anderen ranghohen Leuten in der römischen Kirche als wahr bestätigt, während andere sie zurückwiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>5. Für die Katholische Kirche in Deutschland wurde im September 2018 eine ähnliche Untersuchung veröffentlicht. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz hatte eine akademische Forschungsgruppe Fälle von Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen zwischen 1946 und 2014 untersucht. Die Ergebnisse sind ähnlich schlimm wie in den USA, wobei die verwendete Untersuchungsmethode keinen so exakten Zugriff auf die Unterlagen der Kirche erlaubte und die wirklichen Zahlen höchstwahrscheinlich höher liegen, abgesehen von der recht großen Zahl von Fällen, die nie aktenkundig wurden. Dennoch stellt die Untersuchung fest, daß mindestens 3.677 Minderjährige zum Opfer sexueller Vergehen in der Kirche wurden; die Zahl der Täter wurde mit 1.670 beziffert. Mehr als die Hälfte der Opfer waren zum Tatzeitpunkt 13 Jahre oder darunter; in etwa jedem sechsten Fall war es zu unterschiedlichen Formen von Vergewaltigung gekommen. 969 Opfer (26,4 Prozent) waren Ministranten.</p>
<p>Bezeichnend war, daß Diözesanpriester mit 1.429 Personen den weitaus größten Teil der Täter ausmachten.  Drei Viertel aller Betroffenen standen mit den Beschuldigten in einer kirchlichen oder seelsorgerischen Beziehung. Überwiegend trug der Mißbrauch homosexuellen Charakter; die Betroffenen waren zu mehr als 62 Prozent männlich. Auch die Reaktion der Kirchenleitungen ähnelt der in den USA. Nur in einem Drittel der Fälle wurde ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet; von den 566 Verfahren endeten 154 ohne Sanktion, in 103 Fällen gab es nur eine Ermahnung. Nur bei 7,3 Prozent der Beschuldigten hatten kirchliche Leiter selbst die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Auch in Deutschland wurden zahlreiche Täter einfach in nichtsahnende neue Kirchenbezirke weiterversetzt, nachdem ihre Verbrechen gemeldet worden waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Verunsicherung und Empörung unter dem Kirchenvolk</span></h2>
<p>Dieser vielverästelte Skandal hat große Beunruhigung und Empörung in den Reihen des katholischen  „Laienvolks“ ausgelöst. Viele Katholiken fragen sich, welchen Priestern sie ihre Kinder noch anvertrauen können. Es ist ziemlich offensichtlich, daß das jetzt zutage getretene Netzwerk von Mißbrauchsfällen nur die Spitze eines Eisbergs darstellt. Nach den Befunden aus Pennsylvania muß man davon ausgehen, daß solche Greuel überall stattfanden, stattfinden oder stattfinden können.</p>
<p>Besonders unter konservativer gesinnten Katholiken werden zunehmend Rufe nach Konsequenzen laut, sogar nach dem „Rücktritt des Papstes“. Verunsicherte Menschen schreiben Briefe an die Priester und Bischöfe ihres Bistums. Die Kleriker reagieren teils mit Dementis und Beteuerungen, von alledem nichts gewußt zu haben, teils auch mit Zerknirschung und Aufrufen, jetzt für die angefochtene römische Kirche zu beten.</p>
<p>Manche konservative Katholiken sehen das Übel im „neuen Kurs“ des 2. Vatikanischen Konzils und erhoffen sich eine „konservative Erneuerung“. Sie sehen nicht, daß die Übel dieser Kirche zutiefst in ihren Fundamenten verankert sind und nicht durch Reformen beseitigt werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die Bibel wirft Licht auf diesen Skandal</span></h2>
<p>Aus biblischer Sicht müssen wir ganz andere Konsequenzen aus dieser schmutzigen Affäre ziehen. Gottes prophetisches Wort im Buch der Offenbarung bezeichnet die abgefallene, mit der Welt verbündete römische Kirche als HURE BABYLON, und die gottgegebenen Worte, mit der dieses Kirchensystem beschrieben werden, sind es wert, hier angeführt zu werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Komm!, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht (od. Hurerei) getrieben haben, und von deren Wein der Unzucht (od. Hurerei) die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind. Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Greueln und der Unreinheit ihrer Unzucht (od. Hurerei), und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis (gr. <em>mysterion</em>), Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu; und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah. Und der Engel sprach zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt, das die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat. Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht mehr, und es wird aus dem Abgrund heraufkommen und ins Verderben laufen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, das war und nicht ist und doch ist. Hier ist der Verstand [nötig], der Weisheit hat! Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+17%2C1-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 17,1-9</a>)</strong></p>
<p>Die Frau (die römische Kirche), die auf dem Tier (dem römischen Reich sitzt) und in der Stadt mit den sieben Hügeln (Bergen) residiert – sehr viele Ausleger der Bibel haben darin ein deutliches prophetisches Bild für die katholische Kirche seit ihrem Bündnis mit dem römischen Reich gesehen. Daß sie „Hure“ genannt wird, hat einen geistlichen Sinn. „Hurerei“ (<em>porneia</em>) ist aber auch die biblische Sammelbezeichnung für alle Arten von geschlechtlichen Verfehlungen, vor allem ist vorehelicher Geschlechtsverkehr gemeint, aber auch homosexuelle Geschlechtsbeziehungen fallen darunter. Hurerei betreiben ist aber euch ein geistliches Bild von dem Götzendienst, in den das Volk Gottes schon im alten Bund verfiel.</p>
<p>Unter „Hure“ versteht die Schrift im übertragenen Sinn oftmals das abtrünnig gewordene Gottesvolk (so schon von Israel). Hier einige biblische Beispiele:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen, und dieses Volk wird aufstehen und den fremden Göttern des Landes nachhuren, in dessen Mitte es hineinkommt; und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihm gemacht habe. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+31%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 31,16</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Denn vor langer Zeit habe ich dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen; aber du hast gesagt: »Ich will nicht dienen!« Ja, du hast dich auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen als Hure hingestreckt! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+2%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 2,20</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Darum will ich auch deine Säume über dein Angesicht hochziehen, damit man deine Schande sieht, deine Ehebrüche, dein Wiehern und deine schändliche Hurerei; auf den Hügeln und im Feld habe ich deine Greuel gesehen. Wehe dir, Jerusalem! Willst du denn nicht rein werden? Wie lange geht es noch [so]? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+13%2C26-27&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 13,26-27</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Du aber hast dich auf deine Schönheit verlassen und auf deine Berühmtheit hin gehurt und hast deine Hurerei über jeden ausgegossen, der vorüberging; er bekam sie. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hes+16%2C15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hes 16,15</a>)</strong></p>
<p>Die römische Kirche wird von Gottes Wort nicht nur der <em>Hurerei</em> (d.h. der Abtrünnigkeit gegen Christus und des Götzendienstes) bezichtigt, sondern auch aller möglichen <em>Greuel</em>, d.h. widergöttlicher, perverser, boshafter Handlungen, die Gott besonders haßt. Und ihr Name wird <em>Mysterion</em> (Geheimnis) genannt.</p>
<p>Das ist ein deutlicher Hinweis auf die von Babel herrührenden heidnischen <em>Mysterienreligionen</em>, die später das römische Reich überfluteten und deren Vertreter dann die frühkatholische Kirche eindrangen und sie zu einer christlich getarnten Spielart der dämonischen Mysterienkulte machten, die es zuhauf gab und denen große Teile der Bevölkerung zur Zeit der Entstehung des Christentums anhingen (z. B. Isis-, Dionysus-, Eleusis-, Mithras-, Kybele-, Bacchuskult, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Mysterienkult).</p>
<p>Aus den Mysterienkulten hat die römische Kirche viele der Bibel völlig widersprechende Riten und Lehren übernommen, so unter anderem:</p>
<p style="padding-left: 30px;">* das System einer besonderen, über die Laien erhobenen klerikalen  Priesterschaft, die als Mittler zwischen Gott und den einfachen Menschen angesehen wurden;</p>
<p style="padding-left: 30px;">* den zölibatären (erzwungen ehelosen) Charakter dieser Priesterschaft; dies entspricht keineswegs der Lehre des Neuen Testaments (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C1-3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,1-3</a>), sondern den mystischen Lehren okkulter Religionen;</p>
<p style="padding-left: 30px;">* das System der Sakramente, also magisch wirksamer Symbolhandlungen, die angeblich dem Laien das Heil verleihen, wenn sie von einem eingeweihten Priester gespendet werden;</p>
<p style="padding-left: 30px;">* die Taufe als magisch wirksames Ritual, das Menschen angeblich die ewige Errettung schenke, ohne Buße und Glauben an Christus (später Säuglingsbesprengung);</p>
<p style="padding-left: 30px;">* die Eucharistie als Mittel zur Sündenvergebung; die römische Eucharistie hat mit dem biblischen Herrenmahl nichts gemein, sondern ist ein heidnisches wiederholtes Opfer des „Christus“ durch die Priester; die Anbetung des falschen „Christus“ in der Oblate ist biblisch gesehen Götzendienst, wie die Reformatoren zu recht feststellten; die magisch wirksame Sündenvergebung ist eine Verführungslehre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die Verderbnis dieser Kirche ist unreformierbar</span></h2>
<p>Aus all diesen Gründen ist es aussichtslos, wenn manche Katholiken meinen, sie könnten die nunmehr offen zutage getretene Verderbnis der Kirche (die manche nunmehr ganz offen eingestehen) wieder abwenden oder heilen. Der Schaden liegt zu tief.</p>
<p>Die aufgedeckten Greuel geben im übrigen dem Verdacht Nahrung, den einige Kritiker der Kirche hegen, auch wenn Beweise dafür kaum zu erbringen sind &#8211; daß nämlich in dieser Kirche auch noch andere Elemente der heidnischen Mysterien wirksam sind, die nicht offen zutage treten; dazu gehören eine Hierarchie von „Eingeweihten“, die in immer mehr okkulte und satanische Greuel eingeführt werden und bösartige Rituale verüben, bis hin zum obersten Eingeweihten, und auch geheime rituelle Orgien, in denen alle moralischen Einschränkungen fallen, weil die „Erleuchteten“ und „Eingeweihten“ sich über den moralischen Gesetzen stehend wähnen.</p>
<p>Die aufgedeckten Fälle von vorwiegend homosexuellem Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen bestätigen nur, daß die römische Kirche wirklich zu Recht von der Bibel als <strong>„Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde“ </strong>bezeichnet wird. Es ist auch bedenkenswert, daß im Judasbrief prophetisch gewarnt wird vor zügellosen Irrlehrern, die in die Gemeinde eindringen und dabei die Sünden Sodoms begehen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, <u>Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen</u>. (…) <u>wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum Äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen</u>, nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben. <u>Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise</u> mit ihren Träumereien<u> das Fleisch</u>, verachten die Herrschaft und lästern Mächte. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jud+1%2C4-8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jud 1,4-8</a>)</strong></p>
<p>Diese Mißbrauchsfälle sind keine bedauerlichen Randerscheinungen oder gelegentlichen Ausrutscher. Sie erweisen sich im Licht der Bibel als Teil eines widergöttlichen, heidnischen und okkulten Systems, das Überhebung und Geringschätzung für das „einfache Kirchenvolk“ züchtet. Offenkundig wähnen sich die „eingeweihten Kleriker“ berechtigt, zynisch und willkürlich mit ihren untergebenen „Laien“ umzugehen und an ihnen ihre Begierden zu befriedigen. Das betrifft sicherlich nicht jeden römischen Priester, aber die Verderbnis geht mit Sicherheit viel weiter, als es juristische Ermittlungen je zutage fördern können.</p>
<p>Die Bibel zeigt uns, daß es <em>innerhalb</em> dieser zutiefst antichristlichen Kirchensystems kein Heil geben kann, ganz im Gegensatz zu der selbstherrlichen Behauptung Roms, daß es <em>außerhalb</em> der römischen Kirche kein Heil geben könne. Diese Kirche ist geistlich gesehen bis ins Mark verdorben. Sie ist nicht die Christus geweihte heilige wahre Gemeinde, die Braut des Christus, sondern eine von Christus abtrünnige scheinchristliche, in Wahrheit heidnische Einrichtung, eben Babylon, die Hure.</p>
<p>Mit dieser biblischen Kennzeichnung möchten wir in keiner Weise aufrichtige katholische „Laien“ abwerten oder verletzen. Sie trifft das religiöse System des Katholizismus und der Kirche, nicht die einzelnen Menschen, die aufrichtig nach der Wahrheit und dem Heil suchen. Doch sie müssen erkennen, daß sie an der falschen Stelle suchen und von der römischen Hierarchie getäuscht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Die Errettung ist allein in Christus und im Glauben an Ihn</span></h2>
<p>Das Heil gibt es überhaupt nicht durch die Kirche, sondern durch den persönlichen Glauben an den herrlichen, strahlend reinen, heiligen Sohn Gottes, Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, den Retter, der für uns alle am Kreuz auf Golgatha litt und starb, damit sündige Menschen durch Umkehr und Glauben an Ihn Vergebung ihrer Schuld und ewiges Leben finden können (vgl. unsere Schrift <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-weg-zur-errettung-busse-glaube-bekehrung/"><strong>Der Weg zur Errettung</strong></a>).</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht — aus Gnade seid ihr errettet! —und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. <u>Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. </u>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+2%2C4-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 2,4-9</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, <u>nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben.</u> Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodaß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C21-24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,21-24</a>)</strong></p>
<p>Wir können in diesen Tagen nur beten, daß viele verunsicherte und enttäuschte Anhänger der katholischen Kirche erkennen, daß ihr Heil nur in Christus selbst zu finden ist, daß sie die widerbiblische römische Religion verlassen und sich zu dem wahren Herrn und Retter Jesus Christus bekehren.</p>
<p>Nur durch den Glauben an Christus selbst und die biblische Rettungsbotschaft der Apostel, nur durch die von Gott geschenkte Neugeburt aus dem Geist, die durch den Glauben kommt und nicht durch Sakramente, können sie wahrhaft in das Reich Gottes und den Himmel eingehen. Mögen sie in ihrer Enttäuschung und Verunsicherung auf den Aufruf aus dem Buch der Offenbarung hören:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: <u>Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!</u> Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+18%2C2-5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 18,2-5</a>)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+22%2C17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 22,17</a>)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Quellen:</span></h3>
<p>https://triblive.com/local/westmoreland/13973314-74/grand-jury-names-20-greensburg-priests-99-from-pittsburgh-in-catholic-sex</p>
<p>http://www.philly.com/philly/news/catholic-priests-child-pornography-pittsburgh-diocese-pennsylvania-grand-jury-sex-abuse-report-20180815.html?arc404=true</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/pennsylvania-grand-jury-report-details-decades-of-clerical-abuse-allegations-33047</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/benedict-vigan-francis-and-mccarrick-where-things-stand-on-nuncios-allegations-42199</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/whats-next-for-cardinal-mccarrick-how-the-church-addresses-sex-abuse-allegations-95223</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/dinardo-calls-for-conclusive-answers-to-questions-raised-by-vigans-testimony-72496</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/former-nunciature-official-vigano-said-the-truth-38319</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/ex-nuncio-accuses-pope-francis-of-failing-to-act-on-mccarricks-abuse-reports-81797</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/new-allegations-surface-regarding-archbishop-mccarrick-and-newark-priests-50523</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/new-allegations-surface-regarding-archbishop-mccarrick-and-newark-priests-50523</p>
<p>https://www.catholicnewsagency.com/news/what-do-you-want-to-know-the-catholic-reaction-to-bishops-and-sexual-abuse-94438</p>
<p>„USA: Viele Laien haben Vertrauen in die Kirche verloren“ http://kath.net/news/64921</p>
<p>„Ist es Zeit für Papst Franziskus zurückzutreten?“ http://kath.net/news/64988</p>
<p>„Neue, schwere Vorwürfe gegenüber Papst Franziskus“ http://kath.net/news/64916</p>
<p>https://en.wikipedia.org/wiki/Theodore_McCarrick</p>
<p>https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/komplettansicht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ebertshäuser, Rudolf: <em>Ökumene – Wohin führt die Einheit aller Namenschristen?</em> Leonberg (Esra-Schriftendienst) 5. Aufl. 2018</p>
<p>Hunt, Dave:<em> Die Frau und das Tier. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der römischen Kirche. </em>Bielefeld (Christliche Literaturverbreitung) 1995</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Veröffentlicht auf Das-Wort-der-Wahrheit.de    7. September 2018  / Aktualisierung 1. Oktober 2018    © Rudolf Ebertshäuser 2018</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/09/ein-grosser-missbrauchsskandal-enthuellt-moralische-abgruende-in-der-roemischen-kirche/">Ein großer Mißbrauchsskandal enthüllt moralische Abgründe in der römischen Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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