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	<title>Bibelübersetzungen Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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	<description>Biblische Aufklärung über endzeitliche Irreführungen</description>
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	<title>Bibelübersetzungen Archive - Das Wort der Wahrheit</title>
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		<title>Lutherbibel 2017: Was Liberaltheologen aus Luthers Bibel gemacht haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2017 17:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Mit großem Werbeaufwand wurde rechtzeitig vor dem Jahr des Reformationsjubiläums die Revision der Lutherbibel 2017 vorgestellt. Der offizielle Tenor ist sehr positiv: die neue Revision sei „wissenschaftlich präzise und zugleich sprachlich treffend“, heißt es. Man habe eine gut verständliche Sprache gewählt und dabei das originale Lutherdeutsch an vielen Stellen wiederhergestellt. Die Lutherbibel in der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/lutherbibel-2017-was-liberaltheologen-aus-luthers-bibel-gemacht-haben/">Lutherbibel 2017: Was Liberaltheologen aus Luthers Bibel gemacht haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 class=""> </h1>
<p>Mit großem Werbeaufwand wurde rechtzeitig vor dem Jahr des Reformationsjubiläums die Revision der Lutherbibel 2017 vorgestellt. Der offizielle Tenor ist sehr positiv: die neue Revision sei „wissenschaftlich präzise und zugleich sprachlich treffend“, heißt es. Man habe eine gut verständliche Sprache gewählt und dabei das originale Lutherdeutsch an vielen Stellen wiederhergestellt. Die Lutherbibel in der Revision 2017 wird künftig in vielen evangelischen Kirchen die offizielle Predigtbibel sein. Aber ist sie auch für gläubige Christen tauglich? Ist sie eine Bibel, die ein gläubiges Kind Gottes zuversichtlich lesen kann, um sich im Glauben an Gott und Sein Wort zu stärken.</p>
<p>
Dieser Artikel will in aller Kürze aufzeigen, wie die neue Lutherversion 2017 aus bibeltreuer Sicht zu beurteilen ist. Er beruht auf einer ersten Durchsicht und beansprucht nicht, ein gründliches Urteil über dieses Werk abgeben zu können. Der Verfasser hat als Germanist und Philologe, als Mitarbeiter an der Revision der Schlachterbibel 2000 und als Verfasser eines Buches über Bibelübersetzungen versucht, geistliche Maßstäbe an die Neufassung der berühmten und beliebten Übersetzung Martin Luthers anzulegen und ihre Tauglichkeit für die Erbauung gläubiger Christen zu prüfen. Hier sein Ergebnis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
<span style="color: #800000;">„Die Stillung des Seebebens“: irreführende und schlechte Übersetzungslösungen</span><br />
 </h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bearbeiter legen Wert darauf, die übersetzerische Qualität des Textes verbessert zu haben. Sie wollten die Verständlichkeit verbessern, die alte Luthersprache wo immer möglich restaurieren und die Urtexttreue verbessern. Das mag durchaus an einigen Stellen gelungen sein. Allerdings fallen selbst bei einer ersten Durchsicht auch einige Übersetzungslösungen auf, die Verschlechterungen statt Verbesserungen bringen.</p>
<p>
** Es ist angesichts der Vorgaben nicht nachvollziehbar, weshalb man die Bezeichnung des Sees von Genezareth als „Meer“ aus der alten Lutherbibel wieder in den neuen Text gebracht hat (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C24&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,24</a> u.a.). Hier handelt es sich um eine klassischen Fall, in dem die Wortbedeutung von „Meer“, die früher sicherlich einen See mit umfaßt hat, inzwischen zu einem problematischen Mißverständnis führt und bei manchen womöglich erst einmal Zweifel an der historischen Richtigkeit des Berichtes weckt. Aber das macht ja Liberaltheologen keine Bauchschmerzen…</p>
<p>
** Es ist auch nicht einsehbar, weshalb man die irreführende Übersetzung „Bischof“ in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,1-2</a> u.a. Stellen belassen hat. Das griechische episkopos bezeichnet einen „Aufseher“, was eine der Bezeichnungen des NT für Älteste der biblischen Ortsgemeinden war. Der Begriff „Bischof“ erweckt den irrigen Anschein, als habe das Bischofsamt der katholischen und evangelischen Kirchen irgendeine biblische Berechtigung. Das aber täuscht den Bibelleser und erzeugt ein Mißverständnis und nicht ein korrektes Verständnis des Bibeltexts.</p>
<p>
** Eine ganz seltsame „Übersetzungskorrektur“ findet der Leser in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C24.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,24.</a> Diese Geschichte ist auch in der Fassung 2017 noch überschrieben: „Die Stillung des Sturms“ – so wie man das von allen bisherigen Bibelübersetzungen gewohnt ist. Im Text aber meinten die theologisch versierten Damen und Herren eine „Verbesserung“ einführen zu müssen, die als neue Überschrift eigentlich nötig gemacht hätte: „Die Stillung des Seebebens“. Sie bieten jetzt statt „da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See“ eine sensationelle Neudeutung: „da war ein großes Beben im Meer, sodass das Boot von den Wellen bedeckt wurde“. Der Leiter der Kommission, Altbischof Dr. Kähler, versucht diese Fassung als notwendig für die „Texttreue“ zu rechtfertigen. Demnach wären die Wellen auf dem See Genezareth durch ein Seebeben erzeugt worden; begründet wird das mit der Tatsache, daß im Grundtext das Wort seismos steht, das in der Tat die Normalbedeutung „Erdbeben“ hat.</p>
<p>Allerdings bezeugen die maßgeblichen Wörterbücher auch die Tatsache, daß seismos in bestimmten Fällen „Sturm, heftige Wasserbewegung“ bedeuten kann. So gibt das Standardlexikon Langenscheidt/Menge neben „Erdbeben“ auch die Bedeutung „Sturm, heftige Bewegung“ an; das Standardlexikon Bauer, Wörterbuch zum NT vermerkt: „auch die heftige Bewegung des Wassers, hervorgerufen durch einen Sturm“ und verweist ausdrücklich auf <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+8%2C24.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 8,24.</a> Die hochgelehrten Übersetzer/innen hätten gut getan, sich an diese bewährten philologischen Hilfsmittel zu halten, anstatt mit ihrer „wissenschaftlichen Kompetenz“ zu prahlen. Übersetzerisch steht jedenfalls der von ihnen gewählten seltsamen Bedeutung entgegen, daß es nachher in V. 26 vom Herrn heißt: „und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer, und es ward eine große Stille“ (LU 2017).</p>
<p>
Daraus ist auch für den normalen Bibelleser ersichtlich, daß die hohen Wellen tatsächlich durch einen Sturm und nicht durch ein „Seebeben“ ausgelöst wurden. In diesem Fall greift die altbekannte Regel philologischer Übersetzung, daß der Textzusammenhang entscheidet, welche Bedeutung ein Wort hat und wie es übersetzt werden muß. Wenn nachher der Wind nochmals erwähnt wird, muß seismos mit „Sturm“ übersetzt werden. Die ganzen anderen Übersetzer haben diesen Umstand beachtet, den liberaltheologischen „Fachleuten“ der Luther-Revisionskommission entging er offenkundig, und sie geben ihren Fehler noch als „Verbesserung“ aus.</p>
<p>
** Im AT findet sich neben manchem anderen eine geistlich fragwürdige Übersetzungskorrektur am Ende des Buches Hiob. Während LU 84 den Vers <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hiob+42%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hiob 42,6</a> noch ähnlich wie fast alle anderen Übersetzungen wiedergibt: „Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche“, liest sich das in der revidierten Luther 2017 sehr seltsam und geistlich massiv verändert: „Darum gebe ich auf und bereue in Staub und Asche“. Hier wird ganz im Sinne der Liberaltheologen der Gedanke der Selbstverurteilung getilgt, und selbst das Wort „Buße“ wird abgeschwächt.</p>
<p>
** Eine fragwürdige Abwandlung einer bewährten Übersetzung findet sich in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+53%2C9.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 53,9.</a> Dort haben die bibeltreuen Übersetzungen wortgetreu nach dem MT übersetzt: „Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen [war er] in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war“ (SCH 2000). Hier bezeugt der Urtext ganz exakt, was dem Herrn Jesus später widerfuhr, als er in das Grab des reichen Joseph von Arimathia gelegt wurde (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+27%2C57-60&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 27,57-60</a>). Doch die bibelkritischen Textkorrektoren machten aufgrund einer eigenwilligen Textänderung seit LU 1964 daraus: „und bei Übeltätern, als er gestorben war“. Wenn man so viele solche Textänderungen rückgängig gemacht hat, weshalb diese nicht? Weil der Bezug auf den Herrn Jesus sonst augenfällig wäre?</p>
<p>
** In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jak+4%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jak 4,5</a> findet sich eine sehr willkürliche und verkehrte Übersetzung: „Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid“. So kann man zwar das Griechische auch übersetzen, aber das wird dem Sinn und dem Textzusammenhang überhaupt nicht gerecht. Schlachter 2000 übersetzt: „Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt“; diese Bedeutung „Eifersucht“ ist lexikalisch möglich und stimmt völlig mit der Aussage des Testes (Warnung vor Liebelei mit der Welt) zusammen. Weshalb hier eine völlig unnötige Verdunkelung des Texts? LU 1956 hatte noch: „begehrt und eifert“. Hier wurde der Text verschlechtert und so gestaltet, daß Gott selbst in einem verzerrten Licht erscheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
 <br />
<span style="color: #800000;">Bibelkritische und feministische Verfälschungen im Luthertext</span><br />
<span style="color: #800000;"> </span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch schwerer als die verschiedenen Fehlübersetzungen wiegt die Tatsache, daß an einigen Stellen die bibelkritische Einstellung der Mehrheit der Bearbeiter ziemlich direkt und deutlich in die Wortwahl der Luther 2017 einfließt. Hier geht es vielfach um die Gottessohnschaft des Herrn Jesus, die ja von diesen Irrlehrern bestritten wird. Und hier sollten bei gläubigen Bibellesern die Alarmglocken läuten. Eine Bibel, die unseren Herrn herabwürdigt und zu einem bloßen Menschen macht bzw. Seine Gottheit verleugnet oder auch abschwächt, eine solche Bibelübersetzung sollte für Gläubige gar nicht in Frage kommen.</p>
<h3>
 <br />
<span style="color: #800000;">Bibelkritische Verfälschungen tasten die Gottheit Jesu Christi an</span></h3>
<p>
Der häretische, falsche Glaube der liberalen Theologie verkündet einen anderen Jesus als die Heilige Schrift, einen „Jesus“, der nicht von einer Jungfrau geboren, nicht im Vollsinn der Sohn Gottes und damit Gott von Wesen ist, nicht stellvertretend für unsere Schuld am Kreuz starb, dessen Blut angeblich nicht sühnt, und der auch nicht wahrhaftig auferstand.</p>
<p>
Dieser bibelkritische Irrglaube hat mit dem wahren Christusglauben nichts gemeinsam als nur das sehr beliebige Etikett „christlich“. Er macht aus den heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments, die von altersher die unantastbare, von Gott gegebene Grundlage des Christusglaubens sind, bloße menschliche Mythenerzählungen, zerfleddert und willkürlich umgedeutet durch beamtete Theologieprofessoren und Pfarrer, die ein anderes Evangelium verkünden, das niemanden rettet.</p>
<p>
Die überhebliche, verächtliche, von radikalem Fehlen von Ehrfurcht vor Gottes Wort gekennzeichnete Grundhaltung der Liberaltheologie zur Bibel wirkt sich auch auf die Behandlung der Lutherbibel durch ihre Bearbeiter direkt aus.</p>
<p>
** Eine zentrale Stelle, die die Gottheit unseres Herrn bezeugt, ist <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+9%2C5%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 9,5,</a> wo Schlachter 2000 übersetzt: „… und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen!“. Auch LU 84 hat hier noch den herkömmlichen Wortlaut: „… aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit.“<br />
Das ist eine der Bibelstellen, in denen die Gottheit Jesu Christi klar bezeugt wird. Die Bearbeiter der Luther 2017 haben die Frechheit, diese Stelle im Stile der gefälschten Bibel der Zeugen Jehovas zu verdrehen. Sie geben <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+9%2C5&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 9,5</a> so wieder: „… und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch. Gott, der da ist über allem, sei gelobt in Ewigkeit.“ (ähnlich verfährt Zürcher 2007 sowie die „Neue Welt-Übersetzung“ der Zeugen Jehovas). Eine weitere Frechheit ist es, wenn die korrekte Übersetzung von Luther in der Fußnote so dargestellt wird, als sei Luther gar nicht dem griechischen Original, sondern der lateinischen Übersetzung gefolgt.</p>
<p>
** Im AT finden sich mindestens zwei Textänderungen, die beide eindeutig messianische Passagen aus dem Propheten Jesaja betreffen. In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+42%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 42,6</a> lauten die getreuen Übersetzungen: „Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden …“ (SCH 2000). Noch LU 84 hat dort: „und behüte dich“.</p>
<p>
In LU 2017 wird nun dieses eindeutige Verb, das „bewachen, bewahren, behüten“ bedeutet, aufgrund einer Textänderung oder willkürlichen Umdeutung so übersetzt, daß der Messias als ein geschaffenes Wesen erscheint: „Ich habe dich geschaffen und bestimmt zum Bund …“. Damit nähren sie die liberaltheologische Lüge, Jesus Christus sei ein bloßer geschaffener Mensch gewesen. Selbst die „Neue Welt“-Übersetzung und die ultraliberale Zürcher 2007 übersetzen hier „behütet“.</p>
<p>
** Den Text der berühmten messianischen Passage in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+7%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 7,14</a> ließen die Revisoren (wie auch schon ihre Vorgänger) unangetastet: „Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären“. Aber in LU 2017 hatten sie (im Gegensatz zu LU 64 und 84) die Frechheit, dazu eine Fußnote zu verfassen, die behauptet: „Wörtlich: ‚junge Frau‘“ (ZÜ 2007 geht noch weiter und bietet im Text: „Seht, die junge Frau ist schwanger“).</p>
<p>
Das ist die berüchtigte liberaltheologische Verfälschung des hebräischen Wortes für Jungfrau, almah, die das Wunder der Jungfrauengeburt leugnen soll. In LU 2017 wird dies auch in der Sacherklärung zu „Jungfrau“ ausdrücklich bestritten: „Die Aussage von der jungfräulichen Empfängnis Jesu (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+1%2C23%3B+Lk+1%2C27&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 1,23; Lk 1,27</a>) will nicht als biologisches Wunder, sondern als theologische Aussage über seine göttliche Herkunft verstanden werden“. Das sind schlimme antichristliche Verführungslehren. Wer die Jungfrauengeburt und damit die Gottheit Jesu Christi leugnet und Ihn, den Schöpfer, zum bloßen Geschöpf machen will, vertritt eine Häresie und hat kein Anteil an dem Heil!</p>
<p>
Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Und darin besteht das Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C10-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,10-12</a>)</p>
<h3>
 <br />
<span style="color: #800000;">Fälschungen aus der Küche der feministischen Theologie</span></h3>
<p>
Zusätzlich finden sich in der Luther 2017 auch einige markante Beispiele für feministische Verfälschungen der Bibel. Es war für die feministisch-theologischen „Fachfrauen“ in der Revision sicherlich eine bittere Enttäuschung, daß die angestrebte Nähe zum Luthertext ihnen kaum Möglichkeiten gelassen hat, eine „gendergerechte Sprache“ durchzusetzen.</p>
<p>
Umso mehr teilten sie in den „Sach- und Worterklärungen“ aus, wo sie sich, die göttliche Inspiration der Bibel verleugnend, darüber beklagen: „Da die Bibel in einer patriarchalen, traditionellen Gesellschaft entstanden ist, war die Frau in einem starken Maße vom Mann abhängig und wurde v. a. durch ihre Mutterrolle bestimmt.“ (Stichwort „Frau“). An einigen Stellen hat die Häresie des Feminismus dennoch Eingang in den Bibeltext der Luther 2017 gefunden, wie wir unten belegen werden.</p>
<p>
Ein auffälliges Zugeständnis an die heute überall geforderte „gendergerechte Sprache“ ist, das wird von Altbischof Kähler ausdrücklich so begründet, die Umformulierung der neutestamentlich durchgängigen Anrede „Brüder“ in die politisch korrekte Version „Brüder und Schwestern“. Das ist eine eigenwillige Umdeutung; im Griechischen steht adelphos eindeutig für „Bruder“ (vgl. z.B. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+15%2C22%3B+1Kor+7%2C29%3B+14%2C26.34%3B+1Thess+4%2C1-6%3B+1Tim+5%2C1&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 15,22; 1Kor 7,29; 14,26.34; 1Thess 4,1-6; 1Tim 5,1</a>). An bestimmten Stellen differenziert Gottes Wort ausdrücklich, wenn es auch Schwestern ansprechen will: „Der Bruder oder die Schwester (adelphè) ist in solchen Fällen nicht gebunden“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C15%3B+vgl.+auch+Jak+2%2C15%3B+Mk+10%2C29-30&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,15; vgl. auch Jak 2,15; Mk 10,29-30</a>).</p>
<p>
Wir müssen es einfach so stehen lassen, daß die Briefe fast überall zunächst einmal „die Brüder“ ansprechen, wenn es um Lehre geht; die entsprechenden Aussagen gelten gewiß an fast allen Stellen auch für die Frauen, aber die Männer werden sicherlich nicht ohne Grund direkt angesprochen. Es mag auch damit zusammenhängen, daß die unmittelbaren Empfänger der Briefe die leitenden Brüder der Gemeinde waren, die die Briefe dann in den Gemeinden vorlasen (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+5%2C27%3B+Kol+4%2C16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 5,27; Kol 4,16</a>). Die Brüder sollten ihrerseits die Frauen entsprechend lehren; aber die Ansprache erinnert sie sicherlich an ihre Verantwortung, in Ehe, Familie und Gemeinde zu führen und voranzugehen. Das ist natürlich heute nicht mehr opportun und wird von den bibelkritischen Revisoren eingeebnet. Mit „Treue zum Grundtext“ oder zu Luther als Übersetzer hat dies allerdings nichts zu tun.</p>
<p>
Aber es gibt in der Luther 2017 auch einige handfeste Verfälschungen des Bibeltexts, die ebenfalls auf das Konto feministischer Ideologie gehen:</p>
<p>
** Offenkundig war es den frauenbewegten Revisor/innen ein Dorn im Auge, daß Gottes Wort es in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+3%2C12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 3,12</a> als ein Gericht des HERRN bezeichnet, wenn Frauen über das Volk, speziell über das Volk Gottes herrschen: „Mein Volk wird von Mutwilligen bedrückt, und Frauen beherrschen es. Mein Volk, deine Führer verführen [dich] und haben den Weg verwüstet, den du wandeln sollst.“ (SCH 2000). Wo kämen wir hin, wenn womöglich eine Pfarrerin oder Bischöfin dieses Bibelwort in der Kirche vorlesen müßte?! Kurzentschlossen fabrizierten die Revisoren eine massive Fälschung, von der unklar bleibt, ob eine Falschübersetzung oder eine willkürliche Grundtextänderung zugrundeliegt. In LU 2017 lesen wir: „Mein Volk – seine Gebieter üben Willkür, und Wucherer beherrschen es.“</p>
<p>
** In <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+16%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 16,7</a> wird aus Junias, dem männlichen Verwandten des Paulus eine „Junia“ gemacht. Der überlieferte Text liest: „Grüßt Andronicus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, die unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind“ (SCH 2000). LU 2017 macht daraus: „Grüßt den Andronikus und die Junia, meine Stammverwandten und Mitgefangenen, die berühmt sind unter den Aposteln …“</p>
<p>
Peinlich für diese Umdeutung ist nur, daß die Begriffe „Verwandten“ und „Mitgefangenen“ maskulin sind und es äußerst seltsam wäre, wenn eine Frau mit Paulus zusammen im Gefängnis gehalten worden wäre. Und daß eine Frau „Apostelin“ sein sollte und sogar noch „berühmt unter den Aposteln“ ist eine Phantasie der feministischen Theologie, die hier in den Bibeltext geschmuggelt wurde. LU 56 und 84 bezeugen noch den männlichen Junias, wie praktisch alle seriösen Übersetzungen. Das Standardlexikon Bauer merkt an: „Die lexikal. Möglichkeit, daß es sich um den Frauennamen Iounia handle (…) ist durch den Zusammenhang wohl ausgeschlossen.“</p>
<p>
** Ähnliches passiert mit ihrer Mitschwester Phöbe, die durch eine tendenziöse „Übersetzung“ in Leitungsfunktionen gehievt wurde. Getreue Übersetzungen haben in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+16%2C1%3A&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 16,1:</a> „Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin (diakonos = Diakonin) der Gemeinde in Kenchreä ist …“ (SCH 2000). Daraus macht Luther 2017: „… die den Dienst an der Gemeinde von Kenchreä versieht“ und suggeriert so eine Leitungsaufgabe (in den Sacherklärungen wird unter „Gemeindeleitung“ genau diese Stelle als Beleg für Leitungsdienste von Frauen angeführt), wohingegen das Urtextwort klar eine Diakonin ohne Leitungsverantwortung bezeichnet. „Texttreue“ oder feministische Correctness?</p>
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<h2><span style="color: #800000;">Die Liberaltheologie tobt sich aus:</span><br />
<span style="color: #800000;">Glaubenszersetzende „Sach- und Worterklärungen“</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Kapitel für sich sind die gegenüber der Ausgabe 1984 deutlich erweiterten und teilweise umgeschriebenen „Sach- und Worterklärungen“. Waren diese Verständnishilfen noch in der Ausgabe 1956/64 recht knapp und am biblischen Sachverhalt orientiert, wurden bereits bei der Revision 1984 einige liberaltheologische Kommentare und Umdeutungen hineingebracht. Aber in der Revision 2017 sind diese sogenannten „Sach- und Worterklärungen“ in vielen neu hinzugefügten oder umgearbeiteten Stichwörtern zu einem Glaubensbekenntnis der bibelkritischen, feministisch und humanistisch gefärbten Liberaltheologie geworden.</p>
<p>
Sie sind in dieser Form völlig unakzeptabel für den gläubigen Bibelleser. Insbesondere wenn diese Ausgabe Kindern und Jugendlichen gegeben wird, können diese ernstlichen Schaden an ihrem Glauben erleiden durch die bibelkritischen Auslassungen, die Gottes Wort in Zweifel ziehen und stattdessen die dem Glauben feindlichen Vernunftschlüsse der modernen Theologie verkünden. Einige Beispiele seien angeführt, man könnte noch zahlreiche weitere nennen:</p>
<p>
** Beim Stichwort „Adam“ wird der Eindruck erweckt, der erste Mensch sei ein bloßer Mythos, weil die Liberaltheologie die Geschichtlichkeit des Schöpfungsberichts ablehnt.</p>
<p>
** Beim Stichwort „Frau“ behaupten die feministisch geprägten Theologen, „daß die Unterordnung der Frau unter den Mann nicht dem ursprünglichen Schöpfungswillen Gottes entspricht“ (vgl. dagegen <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+11%2C3-10%3B+1Tim+2%2C11-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 11,3-10; 1Tim 2,11-13</a>). Sie fabulieren: „In nicht wenigen Strömungen der Urgemeinde konnten Frauen in führenden Positionen tätig sein (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+16%2C1-2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 16,1-2</a>); ihre spätere Zurückdrängung (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+2%2C8-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 2,8-15</a>) folgte antiken konservativen Positionen.“ Hier wird dreist die Inspiration und paulinische Verfasserschaft des 1. Timotheusbriefes geleugnet und die biblische Lehre in bezug auf die Frau bewußt feministisch umgedeutet!</p>
<p>
** Beim Stichwort „Geist“ wird die Person des Heiligen Geistes verleugnet; ihre Definition von Geist kommt aus dem New Age: „Gemeint ist damit das Lebensprinzip, das der Erschaffung der Welt zugrunde liegt“. Später lehren sie die Irrlehre der Taufwiedergeburt: „Mit der Taufe (Erwachsenentaufe) wird der Geist allen Glaubenden verliehen“.</p>
<p>
** Ganz ähnlich wird die Wahrheit beim Stichwort „Name (des Herrn)“ verdreht: „Als man zunehmend die universelle Macht dieses Gottes erkannte, wurde er mit der kanaanitischen Gottheit ‚El‘ identifiziert“. Auch hinter solchen Formulierungen stehen die schlimmen Theorien der Bibelkritik, nach denen sich der Glaube Israel nicht aus der Schrift, sondern evolutionär aus den Religionen ihrer Nachbarvölker entwickelt habe.</p>
<p>
** Immer wieder werden Aussagen des inspirierten Gotteswortes als fehlerhafte Annahme menschlicher Schreiber gedeutet. So heißt es zum Stichwort „Himmel“: „Im Epheserbrief (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C10%3B+6%2C12&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,10; 6,12</a>) gilt der Himmel als von dämonischen, gottfeindlichen Mächten beherrscht. Die für den Verfasser wohl real gedachte Vorstellung (!!) enthält die Metaphorik, daß diese gefährlichen Mächte den Menschen von Gott trennen wollen.“ Hier wird sowohl die göttliche Inspiration und Wahrhaftigkeit des Epheserbriefes bestritten als auch die Verfasserschaft des Apostels Paulus.</p>
<p>
** Der Schwindel vom „Deuterojesaja“ und anderen späteren Autoren, die angeblich den zweiten Teil des Propheten Jesaja geschrieben hätten, wird unter dem ausführlichen Stichwort „Prophet“ aufgetischt: „Weil die Prophetenworte als Gottesworte galten (!!), behielt die prophetische Botschaft in Israel ihren großen Wert … So läßt es sich erklären, daß Worte des Propheten Jesaja von Späteren, die sich der Botschaft dieses Propheten verpflichtet fühlten, weitergeschrieben wurden (so z.B. in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+40-66&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 40-66</a>).“</p>
<p>
** Im Stichwort „Sodom und Gomorra“ wird eiskalt von diesen beiden berühmten Städten behauptet: „Vielleicht am Südostufer des Toten Meeres gelegen, sind sie wahrscheinlich schon in der Mittleren Bronzezeit durch eine Naturkatastrophe untergegangen.“ Damit wird der Bericht der Bibel als unwahr hingestellt, ebenso die vielen Bezüge darauf, u.a. durch den Herrn Jesus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+17%2C29&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 17,29</a>) und den Apostel Petrus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+2%2C6&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 2,6</a>).</p>
<p>
** Beim Stichwort „Sühne, Sühnopfer“ entfalten sich die Bibelkritiker besonders dreist. Sie verleugnen das stellvertretende Sühnopfer des Herrn Jesus, wenn sie in bezug auf seinen Kreuzestod behaupten: „das Motiv der Stellvertretung steht hingegen nach neuerer Forschung (!!) nicht im Zentrum des Interesses“. Damit wird der Kernpunkt des biblischen Evangeliums von Christus verfälscht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+1%2C6-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 1,6-9</a>).</p>
<p>
Daß die Worterklärungen nicht immer ganz einfachen philologischen Sachverstand aufweisen, zeigt die Erklärung des Namens Jesus: „Der Name ‚Jesus‘ bedeutet ‚Gott rettet`…“ In Wirklichkeit bedeutet das hebräische Jeschuah oder Jehoshuah aber: „Der HERR (JHWH) ist Rettung“ Soviel Genauigkeit sollte bei all dem „wissenschaftlichen Anspruch“ doch drin sein?!</p>
<p>Insgesamt sind diese Worterklärungen ein ernsthafter Grund, diese Bibelausgabe nicht weiterzugeben, schon gar nicht an Kinder und Jugendliche, die bei ihren Fragen zum Bibeltext ganz ahnungslos bei diesen bibelkritisch gefärbten Pseudoinformationen Hilfe suchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>
<span style="color: #800000;">Fazit: für gläubige Bibelleser nicht empfehlenswert</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle die hier erwähnten Beispiele sind das Ergebnis einer ersten, raschen Durchsicht. Normalerweise muß man davon ausgehen, daß sich bei gründlicher Prüfung noch einige weitere solche Verfälschungen finden. Insgesamt muß man leider sagen, daß die bibelkritische Ideologie, der die Evangelische Kirche in Deutschland als Ganzes und das Bearbeiterteam im besonderen folgt, schlimme und anstößige Spuren in der Lutherbibel 2017 hinterlassen hat. Ganz zu schweigen davon, daß die Veröffentlichung der nicht inspirierten und von Irrtümern geprägten Apokryphen in vielen Ausgaben ebenfalls bedenklich ist; diese Spätschriften, die nicht zur eigentlichen Bibel zählen, werden von der katholischen Kirche zur Begründung vieler Irrtümer herangezogen und sollten eigentlich in keiner evangelischen Bibel stehen.</p>
<p>
Es erweist sich einmal mehr, daß jeder gläubige Christ gut daran tut, sich an bewährte Bibelübersetzungen zu halten, die von gläubigen Übersetzern und Bearbeitern stammen und nach geistlichen, der Bibel selbst angemessenen Gesichtspunkten übersetzt worden sind. Das ist gerade im Hinblick auf die junge Generation wichtig, die wir vor den bibelkritisch geprägten Übersetzungen wie Luther 2017, Zürcher 2007 oder Ökumenische Einheitsübersetzung ebenso verschonen sollten wie vor den modernen Übertragungen à la „Gute Nachricht“, „Hoffnung für alle“, „Neues Leben“, „NGÜ“, „NEÜ“ und wie sie alle heißen.</p>
<p>
Meine persönliche Empfehlung als gute Alternative wäre die Schlachterbibel 2000, die nach bibeltreuen Grundsätzen überabreitet wurde, die wortgetreu und zugleich gut verständlich ist. Wer „Luther original“ liebt, der wird sich weiter an die Ausgabe von 1912 halten. Alle Leser, die sich tiefer mit den geistlichen Maßstäben für Bibelübersetzungen beschäftigen wollen, möchte ich auf mein Buch Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe verweisen (s.u.).</p>
<p>
Was die Lutherbibel 2017 betrifft, so zeigt sich an dem willkürlichen, von mangelnder Ehrfurcht vor Gottes Wort geprägten Umgang mit dem Bibel des Reformators auch eine allgemeine Haltung: ebenso geht ja die vom biblischen Glauben weit abgedriftete Evangelische Kirche in Deutschland mit dem geistlichen Erbe der Reformation im allgemeinen um. Luther wird in Reden beweihräuchert, aber sein eigentliches Anliegen wurde längst verraten und begraben. Man feiert „500 Jahre Reformation“, aber man ist eifrig dabei, die letzten Spuren des positiven geistlichen Erbes des Reformators zu beseitigen und die Protestanten zurück zur Vereinigung mit Rom zu führen.</p>
<p>
Die ernsthaften Gläubigen sollten sich dorthin orientieren, wo Gottes Wort noch geehrt und ausgelebt wird, wo noch echte, unvergiftete geistliche Nahrung zu finden ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;">
 <br />
<strong><em>Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+19%2C8-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 19,8-12</a>)</em></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">
<strong><em>Es ist Zeit für den HERRN, zu handeln; sie haben dein Gesetz gebrochen! Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold; darum halte ich alle deine Befehle in allem für recht und hasse jeden Pfad der Lüge. Wunderbar sind deine Zeugnisse; darum bewahrt sie meine Seele. Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet und gibt den Unverständigen Einsicht. Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C126-131&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,126-131</a>)</em></strong><br />
 </p>
<p style="padding-left: 30px;"> </p>
<h3>Quellen und Literaturhinweise<br />
 <br />
 </h3>
<p>Bauer, Walter: <em>Wörterbuch zum Neuen Testament</em>. 6., völlig neu bearbeitete Auflage von Kurt und Barbara Aland. Berlin, New York: Walter de Gruyter 1988</p>
<p>
Ebertshäuser, Rudolf: <em>Der zuverlässige Text des Neuen Testaments. Der Textus Receptus und die Veränderungen in den modernen Bibeln.</em> Leonberg (ESRA-Schriftendienst) 5. Aufl. 2010</p>
<p>
Ebertshäuser, Rudolf: <em>300 wichtige Veränderungen im Text des NT. Ein Vergleich zwischen Textus-Receptus-Bibeln und textkritischen Bibeln</em>. Leonberg (ESRA-Schriftendienst) 5. Aufl. 2014</p>
<p>
Ebertshäuser, Rudolf: <em>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe.</em> Steffisburg: Edition <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Nehemia+3&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Nehemia 3</a>. Aufl. 2016</p>
<p>
Lutherbibel 2017 &#8211; Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung ist das Original, der Klassiker und das Kulturgut unserer Zeit! Quelle: https://www.die-bibel.de/ueber-uns/unsere-uebersetzungen/luther-bibel-2017/</p>
<p>
Menge, Herrmann: <em>Langenscheidts Großwörterbuch Griechisch-Deutsch</em>. Berlin u.a.: Langenscheidt 27. Aufl. 1991</p>
<p>
»… und hätte der Liebe nicht«. Die Revision und Neugestaltung der Lutherbibel zum Jubiläumsjahr 2017BC¢S  Jahre Reformation. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft 2016. Quelle:  https://www.die-bibel.de/fileadmin/user_upload/livebook/Lutherbibel_2017_Broschuere/index.html#</p>
<p>
 <br />
 <br />
<em>Hier können Sie die ausführlichere Fassung dieser Beurteilung der Luther 2017 herunterladen:</em><br />
 <br />
<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/lutherbibel-2017-was-bietet-die-neufassung-dem-glaeubigen-bibelleser"><strong>Lutherbibel 2017: Was bietet die Neufassung dem gläubigen Bibelleser? Ein erster Leseeindruck von Rudolf Ebertshäuser</strong></a><br />
 </p>
<p>www.das-wort-der-wahrheit.de 1. 12. 2016 Rudolf Ebertshäuser</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/lutherbibel-2017-was-liberaltheologen-aus-luthers-bibel-gemacht-haben/">Lutherbibel 2017: Was Liberaltheologen aus Luthers Bibel gemacht haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der ökumenische Welteinheitstext des NT und die Bedeutung des Textus Receptus heute</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/der-oekumenische-welteinheitstext-des-nt-und-die-bedeutung-des-textus-receptus-heute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 10:56:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Textus Receptus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=1484</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Als Gläubige, die in der letzten Zeit vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus leben, müssen wir besonders wachsam gegen Verführungen jeglicher Art sein. Unser treuer Herr hat seine Jünger gewarnt: „Habt acht, daß euch niemand verführt!“ (Mt 24,4). Wir leben in schlimmen Zeiten (vgl. 2Tim 3,1) und sind in ernste geistliche Kämpfe hineingestellt. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/der-oekumenische-welteinheitstext-des-nt-und-die-bedeutung-des-textus-receptus-heute/">Der ökumenische Welteinheitstext des NT und die Bedeutung des Textus Receptus heute</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
<p>Als Gläubige, die in der letzten Zeit vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus leben, müssen wir besonders wachsam gegen Verführungen jeglicher Art sein. Unser treuer Herr hat seine Jünger gewarnt: <strong>„Habt acht, daß euch niemand verführt!“</strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C4&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,4</a>). Wir leben in schlimmen Zeiten (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,1</a>) und sind in ernste geistliche Kämpfe hineingestellt.</p>
<p>Diese Zeit ist besonders gekennzeichnet von einer immer stärker werdenden Tendenz zum Abfall vom biblischen Glauben, zur Relativierung und Auflösung von Gottes Wort. Sie bringt immer lautere Lippenbekenntnisse zu Christus und einem falschen Christentum mit sich („Verliebt in Jesus“, „Leidenschaft für Jesus“), gepaart mit einer Verleugnung des biblischen Herrn Jesus Christus und des echten Glaubenslebens in Gehorsam und Kreuzesnachfolge. Bibelkritik und Mystik, Lügen-Offenbarungen falscher Propheten und die Mißachtung des inspirierten Schriftwortes gehen Hand in Hand.</p>
<p>All diese widergöttlichen Entwicklungen drängen mit zunehmender Kraft auf die Zerstörung der Fundamente des biblischen Glaubens, auf die Auflösung evangelisch-bibeltreuer Glaubenspositionen zugunsten eines breiten, vermischten Stroms ökumenischer Einheit. Das wahre biblische Evangelium wird zunehmend verwässert und verfälscht, so daß der Unterschied zu dem anderen, falschen Evangelium der römisch-katholischen Kirche (oder auch dem falschen „Glaubens“- und „Wohlstands“evangelium vieler Charismatiker) nicht mehr erkennbar ist.</p>
<p>Die Lehre und das Zeugnis der Reformation, der biblischen Täufer und der anderen evangelischen treuen Gläubigen soll untergraben, verfälscht und umgedeutet werden, um der großen, antichristlichen Einheit willen, die zwischen Namenschristen und echten Christen, zwischen Katholischer Kirche und Protestanten, zwischen biblischen Gemeinden und unbiblischen Kirchen und Sekten geschmiedet werden soll. Das große Ziel dieser Entwicklung ist uns in der Bibel geoffenbart: BABYLON, DIE GROSSE, die Hure, die antichristliche Welteinheitskirche (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Offb+17+und+18&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Offb 17 und 18</a>).</p>
<p>In diese geistliche Sicht der Endzeit und ihrer Herausforderungen für den treuen Überrest der Gläubigen müssen wir auch den veränderten Grundtext der modernen Theologie und der modernen Bibelübersetzungen einordnen. Es muß doch jedem nüchternen, treuen Gläubigen zu denken geben, daß der heute überall gültige „Nestle-Aland“-Text von einer Handvoll ungläubiger Wissenschaftler herausgegeben wird, die einen bibelkritischen, ökumenischen Standpunkt haben, darunter einem Kardinal der Katholischen Kirche. Diese Männer entscheiden per Mehrheitsabstimmung (!), was in den modernen Bibeln stehen soll und was nicht.</p>
<p>Können wir als Gläubige der Entscheidung solcher Leute das Wort Gottes anvertrauen? Der von ihnen herausgegebene Text stützt sich ganz in Übereinstimmung mit seinen Vorgängern einseitig und willkürlich auf die gnostisch verfälschten alexandrinischen Handschriften und verwirft den zuverlässigen byzantinischen Mehrheitstext an fast allen Stellen. Er bedeutet eine verhängnisvolle Abkehr von dem bewährten Text der Reformation und eine Hinwendung zu der von der Katholischen Kirche vertretenen Textüberlieferung. Es ist deshalb bezeichnend, daß die Katholische Kirche den Nestle-Aland-Text offiziell anerkannt und übernommen hat!</p>
<p>Der „Nestle-Aland“-Text wurde, wie schon erwähnt, durch ein Abkommen zwischen dem Vatikan und den liberal-bibelkritischen Weltbibelgesellschaften im Jahr 1968 zum allein verbindlichen Text für alle Bibelübersetzungen weltweit, ob katholisch oder evangelisch, erklärt. (Der Wortlaut der Vereinbarung ist inzwischen auf <strong>Das-Wort-der-Wahrheit.de</strong> nachzulesen, siehe unten.) Auch in Forschung, Lehre und kirchlicher Praxis nimmt er eine international beherrschende Stellung ein. Damit ist der Text der Gnostiker und Irrlehrer der frühen Jahrhunderte zum ökumenische Welteinheitstext der endzeitlichen Namenschristenheit geworden! Der zuverlässige Text der Reformation dagegen wird beiseitegedrängt, verächtlich gemacht und soll in Vergessenheit geraten.</p>
<p>Diese Entwicklungen sind für den geistlich wachsamen Gläubigen nicht zufällig oder unwichtig. Sie gehören in den Rahmen der oben beschriebenen endzeitlichen Verführungs- und Auflösungstendenzen. Den treuen Gläubigen soll ihr zuverlässiger, untrüglicher Maßstab genommen werden und durch einen ungenauen, verkürzten Maßstab ersetzt werden. Das scharf geschliffene Schwert des Geistes, das die Bibeln der Reformations- und Erweckungslinie noch darstellten, soll durch ein schartiges, mit Bruchstellen durchsetztes Schwert ersetzt werden, das im Kampf nicht recht taugt. Das ist besonders ernst im Hinblick auf die schwerer werdenden Kämpfe, die aufgrund der zugespitzten endzeitlichen Entwicklung vor uns stehen.</p>
<p>Wir dürfen dankbar sein, daß durch Gottes Gnade doch einige bibeltreue Christen sich von diesen verführerischen Tendenzen ferngehalten haben. Viele treue Gläubige haben an den altbewährten Bibelübersetzungen wie der Luther 1912, der King-James-Bibel, der Reina-Valera usw. festgehalten. Das Wissen um den geistlichen Hintergrund der neuen, veränderten Bibeln fehlt zwar vielfach, aber das geistliche Gespür vieler Gläubiger leitete sie, an dem Bewährten festzuhalten.</p>
<p>Was wir heute brauchen, ist darüber hinaus eine klare Erkenntnis der geistlichen Hintergründe der Textkritik und der modernen Bibeln, und ein ganz nüchternes, waches, bewußtes Festhalten am überlieferten Text der Reformation.</p>
<p>Es ist sehr bedauerlich, daß die unterschiedlichen Auffassungen über den Grundtext des NT heute immer wieder zu polemischen Auseinandersetzungen führen. Auch aufrichtige, bibeltreue Verkündiger des Wortes Gottes verteidigen heute den Nestle-Aland-Text und sprechen sich gegen den Textus Receptus aus.</p>
<p>Die Prägung durch Traditionen (z. B. in der „Brüderbewegung“) oder der Einfluß der akademischen Theologie spielen dabei oft eine traurige Rolle und trüben das geistliche Urteil von Brüdern, die in anderen Fragen noch klar sehen. Wir sollten solchen Brüdern in Liebe begegnen und sie nicht verurteilen, aber wir müssen uns ihren fehlgeleiteten Ansichten nicht unterwerfen.</p>
<p>Die nötige Aufklärung über die modernen Bibelübersetzungen sollte auf jeden Fall nicht zu Spaltungen und ungeistlichen Auseinandersetzungen unter bibeltreuen Christen führen. Deshalb braucht es heute viel Gebet für die verantwortlichen Brüder und für bibeltreue Gemeinden, daß die schädlichen Einflüsse der Textkritik doch noch erkannt werden, und daß der Herr Gnade schenkt, damit diese Fragen von allen Verantwortlichen in einer geistlichen Weise behandelt werden.</p>
<p>Dazu ist auch Besonnenheit und geistliche Gesinnung der Befürworter des Textus Receptus vonnöten. Jede wilde, überzogene Polemik, wie sie etwa manche Anhänger der „King-James-Only“-Bewegung üben, kann in einer solchen Frage nur Schaden anrichten. Es bedarf einer geduldigen geistlichen Überzeugungsarbeit, um die Einheit des Geistes auch bei unterschiedlichen Auffassungen zu bewahren.</p>
<p>Heute ist es wichtiger denn je, gesunde, nach bibeltreuen Grundsätzen und dem bewährten Grundtext übersetzte Bibelübersetzungen zu bewahren und zu fördern. Dazu gehört im deutschsprachigen Raum neben der Lutherbibel 1912 auch die revidierte Schlachterbibel.</p>
<p>Das ist mit eingeschlossen in den Auftrag, den wir alle gemäß dem Wort aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C13-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,13-14</a> haben: <strong>„Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist! Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“</strong></p>
<p>Wir müssen über unseren Bibeln wachen und den hohen Wert einer geistlich gesunden Übersetzung erkennen. Möge der Herr selbst noch vielen Gläubigen in diesen ernsten Tagen die Augen öffnen, damit sie die Bedeutung der Bibelfrage in der letzten Zeit erkennen!</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<strong>Das Gesetz des HERRN ist vollkommen,</strong><br />
<strong> es erquickt die Seele;</strong><br />
<strong> das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig,</strong><br />
<strong> es macht die Unverständigen weise.</strong><br />
<strong> Die Befehle des HERRN sind richtig,</strong><br />
<strong> sie erfreuen das Herz;</strong><br />
<strong> das Gebot des HERRN ist lauter,</strong><br />
<strong> es erleuchtet die Augen.</strong><br />
<strong> Die Furcht des HERRN ist rein,</strong><br />
<strong> sie bleibt in Ewigkeit;</strong><br />
<strong> die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit,</strong><br />
<strong> sie sind allesamt gerecht.</strong><br />
<strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+119%2C8-10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 119,8-10</a>)</strong></p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Der zuverlässige Text des Neuen Testaments. Der Textus Receptus und die Veränderungen in den modernen Bibeln</strong></em>.</p>
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<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-zuverlaessige-text-des-neuen-testaments-der-textus-receptus-und-die-veraenderungen-in-den-modernen-bibeln-2/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #800000; font-size: 14pt;">Das Originaldokument der hier erwähnten Vereinbarung zwischen dem Vatikan und den Weltbibelgesellschaften ist auf dieser Webseite auf englisch mit deutsch übersetzten Abschnitten veröffentlicht:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="package-title" href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/vereinbarung-zwischen-dem-vatikan-und-den-internationalen-bibelgesellschaften-von-1987/"><strong>Vereinbarung zwischen dem Vatikan und den Internationalen Bibelgesellschaften von 1987</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/der-oekumenische-welteinheitstext-des-nt-und-die-bedeutung-des-textus-receptus-heute/">Der ökumenische Welteinheitstext des NT und die Bedeutung des Textus Receptus heute</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Verwirrende Unterschiede zwischen Bibelübersetzungen – was steckt dahinter?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/03/verwirrende-unterschiede-zwischen-bibeluebersetzungen-was-steckt-dahinter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 10:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Textus Receptus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Der gläubige Bibelleser, der verschiedene Bibelübersetzungen vergleicht, stößt an manchen Stellen auf Unterschiede, die ihn befremden und stutzig machen. Besonders im Neuen Testament (NT) kann es vorkommen, daß in der einen Bibelübersetzung Verse oder Versteile stehen, die in einer anderen Bibel einfach fehlen. In manchen Bibeln findet er dann Fußnoten, die diese Weglassungen mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1> </h1>
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<p>Der gläubige Bibelleser, der verschiedene Bibelübersetzungen vergleicht, stößt an manchen Stellen auf Unterschiede, die ihn befremden und stutzig machen. Besonders im Neuen Testament (NT) kann es vorkommen, daß in der einen Bibelübersetzung Verse oder Versteile stehen, die in einer anderen Bibel einfach fehlen. In manchen Bibeln findet er dann Fußnoten, die diese Weglassungen mit Formulierungen begründen wie z. B.: „In späteren Handschriften finden sich noch die Worte …; die ältesten und besten Handschriften lassen diese Worte weg“. Auch bei Versen, die im Text abgedruckt sind, stößt der Leser manchmal auf Anmerkungen, die die Echtheit des Bibelwortes in Zweifel ziehen: „Dieser Vers findet sich nicht in den ältesten Handschriften“ o. ä.</p>
<p>Normalerweise gehen nur wenige Bibelleser diesen Dingen gründlicher nach. Sie lesen vielleicht im Vorwort ihrer neueren Bibel eine Erklärung, daß diese Bibel dem „Nestle-Aland“-Grundtext (NA) folgt. Dieser Text sei aufgrund der Fortschritte der wissenschaftlichen „Textkritik“ viel besser und zuverlässiger als der „Textus Receptus“ (TR), dem ältere Bibelausgaben folgten. Nachdem man ja in anderen Bereichen auch davon überzeugt ist, daß der wissenschaftliche Fortschritt immer bessere, zuverlässigere Ergebnisse hervorbringt, geben sich manche schnell mit solchen Erklärungen zufrieden.</p>
<p>Dennoch sollten gereiftere, im Wort gegründete Gläubige sich einmal näher mit diesen Veränderungen im Bibeltext beschäftigen. Zwar reden viele Befürworter der modernen wissenschaftlichen Textausgaben des NT davon, daß die Unterschiede zwischen denn modernen und klassischen Bibeln nur geringfügig seien und keine wichtige Lehre der Bibel von ihnen betroffen sei.</p>
<p>Bei näherem Hinsehen muß man jedoch feststellen, daß dies eine Verharmlosung der Tatsachen ist. (Die Dokumentation der wichtigsten Unterschiede zwischen NA und TR findet sich in der Broschüre des ESRA-Schriftendienstes <em>Dreihundert wichtige Veränderungen im Text des NT. Ein Vergleich zwischen Textus-Receptus-Bibeln und textkritischen Bibeln</em>). Eine ganze Reihe von textlichen Veränderungen in den modernen Bibeln, die auf dem „textkritischen“ Grundtext beruhen, ist für die biblische Lehre und unser geistliches Leben recht bedeutsam. Als bibeltreue Gläubige müssen wir uns fragen, wie es zu diesen Unterschieden im Text kommt.</p>
<p>Was ist zum Beispiel mit dem Schluß des Gebetes des Herrn in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,13</a>? Sind die gewichtigen Worte „Denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen“ Bestandteil des Wortes Gottes oder nicht? Hat der Herr Jesus sie gesprochen, oder wurden sie (wie die textkritischen Fußnoten in modernen Bibeln es behaupten) von späteren Abschreibern nachträglich hinzugefügt? Der gläubige Bibelleser, der an die Inspiration der ganzen Heiligen Schrift glaubt, wird durch solche textkritischen Bemerkungen verunsichert: Sind diese Worte inspiriert, d. h. von Gott durch Seinen Geist wörtlich eingegeben? Darf ich sie als Wort Gottes annehmen und auslegen, oder muß ich sie als Menschenwort weglassen?</p>
<p>Wie sieht es mit dem Schluß von <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Markus+16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Markus 16</a> aus, wo die modernen Bibeln ganze 12 Verse des NT als eine spätere Hinzufügung bezeichnen? In ihnen findet sich u. a. eine für die Lehre von Christus wichtige Aussage in V. 19: <strong>„Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.“</strong> Ist das nun ein inspiriertes Zeugnis von der Himmelfahrt und Verherrlichung des Herrn? Oder muß ich diese Verse gedanklich aus meiner Bibel streichen? Sicherlich wird durch die Tilgung dieser 12 Verse keine biblische Lehre direkt umgeworfen; aber daß das Fehlen eines so gewichtigen Zeugnisses nichts ausmachen würde, kann eigentlich niemand behaupten, der die Bibel liebt und ernst nimmt.</p>
<p>Wir sehen, daß die Veränderungen in den modernen Bibeln ernste Fragen aufwerfen, über die man nicht leichtfertig hinweggehen sollte. Das Unbehagen verstärkt sich, wenn der Gläubige sich näher mit diesen Fragen beschäftigt und herausfindet, was ihm in den modernen Bibeln durchweg verschwiegen wird: daß nämlich die Weglassungen und Veränderungen von bekannten Bibelworten sich nur auf ganz wenige Handschriften aus einem ganz bestimmten Randgebiet der frühen Christenheit stützen, während sich die vertrauten Worte in mehr als 95%, oft mehr als 99% aller Handschriften aus dem ganzen Bereich der Christenheit finden! Der Markusschluß etwa wird als „unecht“ in Zweifel gezogen, weil er in ganzen drei (tatsächlich: DREI!) von wahrscheinlich 3 &#8211; 4.000 Handschriften des NT weggelassen wurde!</p>
<p>Wer legt eigentlich fest, daß gerade diese verschwindende Minderheit von Handschriften den ursprünglichen Text bietet und nicht die große Mehrheit? Wie kommt die wissenschaftliche „Textkritik“ zu dem Urteil, diese drei Handschriften seien die „besten“? Weshalb findet man in so vielen modernen Bibeln Zweifel erweckende Fußnoten an dieser Stelle, aber keine zeigt das tatsächliche Zahlenverhältnis der Textzeugen an? Warum setzen die modernen Bibelübersetzer den Markusschluß überhaupt noch in den Bibeltext, obgleich sie der Überzeugung sind, daß er eine spätere Hinzufügung sei? Vielleicht, weil sonst viel mehr Bibelleser aufwachen und Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer modernen Übersetzung bekommen würden?</p>
<p>Diese Schrift wurde geschrieben, um die geistlichen Hintergründe für die Veränderungen in den Bibelausgaben des 19. und 20. Jahrhunderts gegenüber dem vorher geltenden reformatorischen Grundtext deutlich zu machen. Sie will dem gläubigen Bibelleser eine Hilfe geben, damit er geistlich prüfen und beurteilen kann, welchem Grundtext er sein Vertrauen schenken kann und soll.</p>
<p>Wir finden heute zwei verschiedene Arten von Bibeln mit unterschiedlicher Textgrundlage: auf der einen Seite die Bibeln mit dem überlieferten Text, die Bibeln der Reformation, der Täufer und der Erweckungsbewegung, die im AT auf dem hebräischen Masoretischen Text und im NT auf dem griechischen Textus Receptus beruhen. Dazu zählen die berühmte King-James-Bibel, die spanische Reina-Valera, die italienische Diodati, die holländische Statenvertaling und viele andere mehr; im deutschen Sprachraum sind dies vor allem die Luther-Bibel bis 1912, die alte Zürcher Bibel vor 1931 und die neu revidierte Schlachterbibel 2000.</p>
<p>Auf der anderen Seite finden sich die „textkritischen“ Bibeln. Sie beruhen auf einem Grundtext, der von der wissenschaftlichen „Textkritik“ zusammengestellt wurde und sich im AT wie im NT von den reformatorischen Texten unterscheidet. Dazu zählen die Lutherrevisionen 1956 und 1984, die Zürcher Bibel 1931, die Menge-Bibel, die Revidierte Elberfelder Bibel, die Ökumenische Einheitsübersetzung, Gute Nachricht und Hoffnung für alle, die Neue Genfer Übersetzung, Neues Leben u. a. Eine Zwischenstellung nehmen die Schlachterbibel 1905/51 und die unrevidierte Elberfelder Bibel 1871/1905 ein.</p>
<p>Manche meinen, diese Fragen seien nicht so wichtig, weil ja etwa 90% des Textes des NT ohnehin nicht von den Textunterschieden betroffen sind und keine wichtige Lehre des NT durch sie in Frage gestellt wird. Nun dürfen wir dankbar dafür sein, daß die Unterschiede tatsächlich nur begrenzt sind und der allergrößte Teil des NT einheitlich bezeugt ist. Darin zeigt sich die Bewahrung Gottes; Gott hat nur eine begrenzte Anzahl von Textunterschieden in der Überlieferung Seines Wortes zugelassen und dafür gesorgt, daß es zu 90% völlig einheitlich von allen noch bestehenden Handschriften bezeugt wird. Auf der anderen Seite ist es für den bibeltreuen Gläubigen, der das Wort Gottes liebt und es mit ihm genau nimmt, dennoch wichtig, auch in bezug auf die Stellen, in denen moderne Bibeln gegenüber den älteren abweichen, Klarheit zu bekommen.</p>
<p>Immerhin sind mindestens 15 ganze Verse, die im Textus Receptus bezeugt sind, in modernen Grundtextausgaben und den meisten ihnen folgenden Bibeln weggelassen, an 185 Stellen wurden wichtigere Versteile gestrichen; in 212 Fällen wurden Namen und Titel Gottes und des Herrn Jesus Christus wie „Herr“, „Jesus“, „Christus“ oder „Gott“ gestrichen. Dazu kommen mehr als 280 Textveränderungen, die auf den Inhalt der biblischen Aussage Einfluß haben. Über 2.000 Unterschiede zwischen dem NA-Text und dem TR haben einen Einfluß auf die Übersetzung. Laut E. Fowler (<em>Evaluating Versions of the New Testament</em>) wurden 3.602 Wörter aus dem TR bei NA (genauer: Nestle 23. Aufl.) weggelassen, 3.146 verändert, 976 hinzugefügt (der Textus Receptus umfaßt etwa 140.000 griechische Wörter).</p>
<p>Insgesamt ist der NA-Text um 2.886 Wörter kürzer als der TR. Das würde einer Bibel entsprechen, bei der der 1. und der 2. Petrusbief fehlt. (Zahlenangaben nach D. A. Waite, <em>Defending the King James Bible</em>, Bible for Today, Collingswood, N.J. 2. Aufl. 1996, S. 41-42). Solche Veränderungen sind bestimmt nicht als „unwichtig“ oder „untergeordnet“ zu bezeichnen. Die Frage ist berechtigt: Woher kommen sie?</p>
<p>Wir wollen in dieser Schrift möglichst kurz und einfach erklären, wie die Unterschiede im NT der verschiedenen Bibeln zustandegekommen sind und was geistlich hinter den textkritischen Veränderungen des überlieferten Textes der Reformation steckt. Wir möchten begründen, weshalb der über Jahrhunderte bewährte Text der reformatorischen Bibeln (der auch der Text der Täufergemeinde, der Waldenser sowie der von Gott gesegneten Erweckungsbewegungen im 17. und 18. Jahrhundert war) auch heute noch der vertrauenswürdige, zuverlässige Text ist, den bibeltreue Gläubige annehmen können und sollen.</p>
<p>Es ist nicht möglich, in dieser kurzen Aufklärungsschrift auf alle z. T. komplizierten Einzelheiten dieses Themas einzugehen. Wir haben bewußt im Rahmen dieser Einführung auf ergänzende Zitate, Fußnoten usw. verzichtet. Viele Informationen finden sich nur in englischsprachigen Veröffentlichungen, während es im Deutschen leider wenig Schriften gibt. Der Verfasser, der selbst sieben Jahre lang an der Revision der Schlachterbibel mitarbeitete, hat sich über mehrere Jahre mit diesem Thema beschäftigt und einige weitere Broschüren geschrieben, die dem interessierten Leser empfohlen seien. In ihnen findet der Leser auch ausführliche Belege für die hier gemachten Angaben sowie Literaturhinweise (vgl. die Texte zum Download auf unserer Themenseite <strong>Textus Receptus</strong>).</p>
<p>Im Gegensatz zu manchen extremen Befürwortern des Textus Receptus aus den USA, die manchmal auch als „King-James-Only“-Anhänger bezeichnet werden, ist es ein Anliegen des Verfassers, daß die geistliche Prüfung der Frage, welches der bewahrte und zuverlässige Grundtext des Neuen Testaments ist, nicht zu Parteistreit, Verleumdungen und Spaltungen unter bibeltreuen Gläubigen führt.</p>
<p>Hier geht es um ernste Dinge, die eigentlich nur von geistlich mündigen Gläubigen richtig beurteilt werden können. Unterschiedliche Auffassungen in der Grundtextfrage dürfen nicht zu Meinungsstreit, Besserwisserei oder Trennungen mißbraucht werden, wie es z. T. geschieht. Ein geistlicher Umgang mit diesen Dingen schließt ein, daß man die Überzeugung anderer Gläubiger respektiert; das gilt allerdings für beide Seiten.</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Der zuverlässige Text des Neuen Testaments. Der Textus Receptus und die Veränderungen in den modernen Bibeln</strong></em>.</p>
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<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/der-zuverlaessige-text-des-neuen-testaments-der-textus-receptus-und-die-veraenderungen-in-den-modernen-bibeln-2/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
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		<title>Welche Eigenschaften sollte eine gute Bibelübersetzung haben?</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/welche-eigenschaften-sollte-eine-gute-bibeluebersetzung-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 14:58:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160;   Viele von uns wissen sicherlich, daß eine Übersetzung aus einer Sprache in eine andere nicht immer ganz einfach ist, weil die Sprachen z.T. recht unterschiedlich aufgebaut sind. Manche haben in der Schule diese Erfahrung bei Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche und umgekehrt gemacht; das gilt aber noch mehr für Sprachen, die weiter [&#8230;]</p>
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<p> <br />
Viele von uns wissen sicherlich, daß eine Übersetzung aus einer Sprache in eine andere nicht immer ganz einfach ist, weil die Sprachen z.T. recht unterschiedlich aufgebaut sind. Manche haben in der Schule diese Erfahrung bei Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche und umgekehrt gemacht; das gilt aber noch mehr für Sprachen, die weiter auseinander liegen. Es gibt Übersetzungen, die Inhalt und Sinn des Originals sehr treffend und genau wiedergeben; andere dagegen entfernen sich weit vom Original oder geben das Original sogar falsch wieder.</p>
<p>
Aus diesem Grund ist es für die gläubige Gemeinde nicht gleichgültig, welche Bibelübersetzungen in der Verkündigung und im privaten Bibellesen benutzt werden. Vielmehr gehört es zu dem Auftrag des Herrn, Sein Wort zu bewahren, daß die Gemeinde, vor allem die Hirten und Lehrer in der Gemeinde, die Bibelausgaben, die den Gläubigen angeboten werden, auf ihre Qualität hin prüfen. Eine geistlich mangelhafte Bibelübersetzung wirkt sich schädigend auf unser ganzes geistliches Leben aus, so wie ein falsches, ungenaues Metermaß, das wir beim Hausbau verwenden, dazu führt, daß alle Maße des Hauses durcheinanderkommen und Schäden entstehen.</p>
<p>
Deshalb wollen wir uns jetzt mit der Frage beschäftigen: Welche Eigenschaften sollte eine zuverlässige, für die gläubige Gemeinde brauchbare Bibelübersetzung aufweisen? Dabei wollen wir uns an den Aussagen der Bibel selbst orientieren und nicht an menschlichen Gedanken. Die Bibel ist solch ein Wunderwerk, daß sie uns auch grundlegende Maßstäbe zur Prüfung einer Bibelübersetzung an die Hand gibt.</p>
<h2>
 <br />
1. Eine zuverlässige Übersetzung muß auf dem von Gott bewahrten und bestätigten Grundtext des AT und NT beruhen</h2>
<p>
Die erste und grundlegende Anforderung an eine zuverlässige Bibelübersetzung wird heute nur von wenigen Gläubigen beachtet. Jede Übersetzung fußt ja auf einer Textvorlage, und die Übersetzung kann nur so gut und zuverlässig sein wie der ihr zugrundeliegende Originaltext (auch Grundtext genannt). Der Grundtext der Bibel ist der hebräische Text des Alten Testaments (AT) und der griechische Text des Neuen Testaments (NT).</p>
<p>
Es ist sehr wichtig, daß einer zuverlässigen Bibel auch der durch Gottes Vorsehung bewahrte und zuverlässig überlieferte Text des AT und NT zugrundeliegt (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+12%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 12,8</a>), und nicht irgendwelche Texte, die unter dem Einfluß ungläubiger Textforscher und Theologen eigenmächtig abgeändert und verstümmelt wurden (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=5Mo+13%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">5Mo 13,1</a>!).</p>
<p>
Seit der Reformation wurde in allen bibeltreuen Bibeln der von den jüdischen Priestern und Gelehrten zuverlässig überlieferte Masoretische Text (MT) des AT zur Grundlage gemacht (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=R%C3%B6m+3%2C2&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Röm 3,2</a>). Unter dem Einfluß von Aufklärung und Bibelkritik begannen jedoch Theologen und Gelehrte im 19. und 20. Jh., diesen Text in Frage zu stellen und an vielen Stellen durch den Wortlaut alter Übersetzungen (Septuaginta, Vulgata) bzw. anderer Quellen zu ersetzen (Samaritanischer Pentateuch, Targume, Qumran-Handschriften). Ja, sie schreckten nicht davor zurück, an einigen Stellen völlig willkürlich den Text nach eigenen Vermutungen abzuändern, ohne Rückhalt in der Textüberlieferung.</p>
<p>
Heute geben viele moderne Bibelübersetzungen an zahlreichen Stellen nicht den bewährten Masoretischen Text wieder, sondern unzuverlässige alte Übersetzungen oder sogar eigene Textvermutungen. Dazu gehören GN und HFA, aber auch die „Ökumenische Einheitsübersetzung“, die „Zürcher Bibel“ von 1931, die „revidierte Elberfelder“ u.a. In der „revidierten Elberfelder Übersetzung“ wurden die meisten solchen Eingriffe durch Fußnoten dokumentiert; dort hat der Verfasser 885 eigenmächtige Abweichungen vom Masoretischen Text im ganzen AT gezählt.</p>
<p>
Im NT ist seit der Reformation die überlieferte und von Gott bestätigte Textgrundlage der Textus Receptus gewesen, der im wesentlichen auf dem Zeugnis der großen Mehrheit aller griechischen Handschriften (dem „byzantinischen Mehrheitstext“) beruht. Der Textus Receptus liegt allen großen und gesegneten Bibelübersetzungen seit dem 16. Jahrhundert zugrunde, z.B. der Luther- und der Zürcher Bibel, der King-James-Bibel, der italienischen Diodati, der französischen Bibel von Ostervald und vielen anderen.</p>
<p>
Auch im griechischen NT wurde unter dem Einfluß von Aufklärung und Bibelkritik der überlieferte Wortlaut in Frage gestellt und an zahlreichen Stellen verkürzt und verändert. Das Endergebnis ist der heutige „Nestle-Aland“-Text des NT, der von einem ökumenischen Gremium bibelkritischer Wissenschaftler (unter ihnen ein Vertreter des Vatikan) per Mehrheitsbeschluß festgelegt wird.</p>
<p>
Zu den bekanntesten abgeänderten Stellen gehören <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+3%2C16%2C+2Kor+5%2C17%2C+R%C3%B6m+1%2C16%2C&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 3,16, 2Kor 5,17, Röm 1,16,</a> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C69%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,69,</a> <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 7</a>,8, <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+9%2C35+und+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 9,35 und </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+7%2C3.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 7,3.</a> Die Streichung von überlieferten Gottesworten ergäbe eine sehr lange Liste; es seien nur kurz einige wichtige Stellen genannt: <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+3%2C9%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 3,9; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Phil+4%2C13%2C+Gal+4%2C7&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Phil 4,13, Gal 4,7</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+6%2C13%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 6,13; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+18%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 18,11</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+2%2C17%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 2,17; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+10%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 10,21</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mk+15%2C28%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mk 15,28; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+4%2C18&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 4,18</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Lk+9%2C56%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Lk 9,56; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C47&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,47</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+8%2C37%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 8,37; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+5%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 5,7</a>; <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Kol+1%2C14%3B+&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Kol 1,14; </a><a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+6%2C5%3B+1Joh+4%2C19.&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 6,5; 1Joh 4,19.</a> All das läßt sich nachprüfen, wenn man eine nach dem Textus Receptus übersetzte Bibel wie etwa Schlachter 2000 oder Luther 1912/1545 mit einer auf textkritischer Grundlage beruhenden Bibel wie etwa der Luther 1984 oder der Revidierten Elberfelder vergleicht.</p>
<p>
Die „ältesten“ und angeblich zuverlässigsten Textzeugen, auf die sich die moderne Textkritik bei diesen Änderungen beruft, sind einige wenige Handschriften aus Ägypten, die von der dort herrschenden Irrlehre der Gnosis beeinflußt wurden und deshalb besonders solche Stellen veränderten, wo es um die Gottheit, die Sohnschaft und Herrlichkeit Jesus Christi ging.</p>
<p>Alle diese Zusammenhänge können in dieser Broschüre nur kurz gestreift werden; zur weiteren Orientierung werden die Schriften <em>Dreihundert wichtige Veränderungen im Text des NT. Ein Vergleich zwischen Textus-Receptus-Bibeln und textkritischen Bibeln</em> sowie <em>Der zuverlässige Text des Neuen Testaments. Der Textus Receptus und die Veränderungen in den modernen Bibeln</em> vom selben Verfasser empfohlen.</p>
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2. Eine zuverlässige Übersetzung muß die von Gott inspirierten Grundtextworte getreu wiedergeben</h2>
<p>
Das ist die allerwichtigste Eigenschaft, die wir brauchen: Eine Bibelübersetzung für die gläubige Gemeinde muß grundsätzlich wortgetreu sein. Sie muß die von Gott gegebenen Worte des Hebräischen und Griechischen genau und zuverlässig wiedergeben. Sie darf vom Originaltext nichts wegnehmen und nichts hinzufügen.</p>
<p>
Das ergibt sich aus der Lehre der Verbalinspiration (= wörtlichen Eingebung der Schrift durch Gott), wie sie uns die Bibel selbst offenbart: Gott hat einzelne Worte gegeben, Worte von unendlicher Bedeutung, von unschätzbarem Gewicht. Gottes Botschaft beruht auf konkreten, bestimmten, überlieferten Worten in Hebräisch und Griechisch. Gott hat nicht nur Gedanken hinterlassen, die beliebig umformuliert werden könnten, sondern klare, konkrete, einzeln bedachte und gewichtete Worte, „Worte des ewigen Lebens“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C68&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,68</a>).</p>
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Ein Bibelstudium zu dem Begriff „Wort / Worte“ zeigt, daß es Gott in der Schrift auf den genauen Wortlaut Seiner Botschaft ankam, den die Propheten exakt weitergeben sollten und von denen sie weder etwas wegtun durften, noch etwas hinzufügen (vgl. u.a. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Mo+34%2C27%3B+5Mo+4%2C2%3B+Jos+8%2C35%3B+Ps+12%2C7-8%3B+Jer+26%2C2%3B+Jer+36%2C1-19%3B+Mt+4%2C4&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Mo 34,27; 5Mo 4,2; Jos 8,35; Ps 12,7-8; Jer 26,2; Jer 36,1-19; Mt 4,4</a>). Diese Grundhaltung der Ehrfurcht vor dem gegebenen Wort des lebendigen Gottes muß auch alles geistlich verantwortliche Bibelübersetzen bestimmen.</p>
<p>
Die geistliche Forderung an eine gute Übersetzung muß also sein, daß die Worte des Originals so genau und getreu wie möglich wiedergegeben werden, daß jedes inspirierte Grundtextwort angemessen wiedergegeben wird, ohne Sinnverfälschung und eigenmächtige Hinzufügungen oder Weglassungen. Ein sinngemäßes Übersetzen darf nur dort gewählt werden, wo die wörtliche Übersetzung das Verständnis wirklich stark erschweren oder unmöglich machen würde, und auch das sinngemäße Übersetzen muß so nahe wie möglich am Urtext und den vorgegebenen Worten bleiben. Nötigenfalls sollten zusätzliche Informationen über den Originaltext in Anmerkungen bereitgestellt werden.</p>
<p>
Nur so kann eine Bibelübersetzung wirklich zur Belehrung, Erbauung und Anleitung der Gläubigen dienen. Nur so kann sich die göttliche Kraft und der Segen des inspirierten Wortes der Heiligen Schrift wirklich entfalten. Ohne Wortgebundenheit und Worttreue bringt uns eine Bibelübersetzung keinen geistlichen Nutzen und richtet im Gegenteil Schaden an.</p>
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 <br />
3. Eine gute wortgetreue Übersetzung sollte möglichst klar verständlich und in einem angemessenen Deutsch geschrieben sein</h2>
<p>
Das Wort Gottes kann nur dann seine belebende, erbauende Kraft entfalten, wenn es das Verständnis des Lesers auch erreicht und ihm nicht völlig unverständlich bleibt. Es ist daher auch von Bedeutung, daß der geistliche Gehalt und die göttlichen Wahrheiten der Heiligen Schrift dem deutschen Leser in einer Sprache weitergegeben werden, die er verstehen kann und die keine unnötigen Mißverständnisse und Verständnisschwierigkeiten bietet.</p>
<p>
Dazu ist es keinesfalls nötig, daß die Übersetzung in der sogenannten „Gegenwartssprache“ abgefaßt wird. Im Gegenteil sehen wir schon am griechischen Sprachgebrauch des Neuen Testaments, daß es zwar im „Koine“-Griechisch, der damals üblichen Umgangssprache der griechischsprechenden Welt abgefaßt ist, aber es ist durchsetzt mit geistlich bedeutungsvollen Sonderwörtern (z.T. in Anlehnung ans Hebräische), die überhaupt nicht dem populären Sprachgebrauch folgen und auch dem Durchschnittsgriechen der damaligen Zeit nicht ohne weiteres verständlich waren.</p>
<p>
Es ist auch wichtig, daß eine geistliche, bibeltreue Übersetzung bewußt an den von der Reformationszeit her vorgegebenen geistlichen Wortschatz der traditionellen Bibelübersetzungen anknüpft und sich nicht anmaßt, eine völlig neue Bibelsprache zu entwerfen.</p>
<p>
Bestimmte Grundbegriffe wie „Glaube“, „Rechtfertigung“, „Heiligung“ gehören zum geistlichen Verständnis der gläubigen Christenheit deutscher Sprache dazu, und sie sollten bewußt respektiert werden. Sie sind Grundelemente der bibelgegründeten Lehre, die die gläubige Gemeinde gerade heute dringend braucht. Auch manche Begriffe, die erklärungsbedürftig sind, wie das Wort „Buße“, sollte man lieber in der Fußnote erklären und im Text beibehalten.</p>
<p>
Anders sieht es z.B. mit bestimmten althergebrachten Begriffen aus, die irreführend sind und geistlichen Mißverständnissen Vorschub leisten. Das kann man z.B. dort sagen, wo in der alten Luther-Bibel an bestimmten Stellen für „gerettet werden“ „selig werden“ und für „Rettung“ „Seligkeit“ steht. Diese Übersetzung verdunkelt, worum es wirklich geht. Ähnliches gilt für den Begriff „Gottseligkeit“, der eine vage Vorstellung von glückseligen Gefühlen in der Gemeinschaft mit Gott vermittelt, während das griechische eu-sebeia die Bedeutung „rechte Gottesverehrung / Gottesfurcht“ hat.</p>
<p>
Das Trachten nach Verständlichkeit einer Bibelübersetzung muß immer den Grundsatz der Wortgetreue beachten und sich ihm unterordnen. Es muß auch klar sein, daß das wahre Verstehen des Wortes Gottes ein geistlicher Vorgang ist und durch den Geist Gottes bewirkt wird, der das getreu übersetzte Wort dem Lesenden aufschließt und ihn erleuchtet. Die Beschäftigung mit der Bibel erfordert immer das Wirken des Geistes Gottes. Dieses Geisteswirken darf nicht, wie es heute geschieht, durch die ausdeutenden und vereinfachenden Vermittlungsbemühungen menschlicher Übersetzer ersetzt werden.</p>
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4. Eine zuverlässige Übersetzung sollte allen geistlichen Bedürfnissen des Gläubigen genügen und nicht nur bestimmten Spezialbedürfnissen</h2>
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** Sie sollte für die Lehre (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+1%2C13%3B+2%2C15%3B+1Tim+4%2C13-16&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 1,13; 2,15; 1Tim 4,13-16</a>) und das systematische Studium der Schrift (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+17%2C11&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 17,11</a> – Beröa!) geeignet sein. Das bedeutet: Wortgetreue Übersetzung; ausreichende Einheitlichkeit [Konkordanz] und Genauigkeit in der Wiedergabe der Schlüsselbegriffe und Formulierungen.</p>
<p>
** Sie sollte aber auch für die Wortverkündigung (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Tim+4%2C13%3B+2Tim+4%2C1-2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Tim 4,13; 2Tim 4,1-2</a>), das tägliche Bibellesen und die persönliche Andacht einsetzbar sein; dazu ist eine verständliche, klare, einprägsame Sprache nötig, die auch zum Herzen redet.</p>
<p>
** Schließlich sollte sie auch für die Evangelisation unter Ungläubigen einsetzbar sein. Hierbei ist es von Vorteil (wenn auch nicht unbedingt nötig), daß die Übersetzung frei von heute un- oder mißverständlichen Redewendungen ist und bestimmte Begriffe in Fußnoten erklärt werden.</p>
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Es ist geistlich falsch und gefährlich, wenn man die verschiedenen Einsatzbereiche einer Bibel im Gemeindeleben auseinanderreißt und meint, man müsse für die Evangelisation, die Kinder- und Jugendarbeit und womöglich die persönliche Andacht moderne Übertragungen einsetzen, für die Verkündigung und Lehre aber (noch?) eine wortgetreue Übersetzung. Eine gute Übersetzung sollte, wie dies besonders bei der Lutherbibel auch der Fall war, für alle Bereiche einsetzbar sein.</p>
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5. Eine zuverlässige Übersetzung sollte nur von wiedergeborenen, in der Lehre gesunden Gläubigen verfaßt sein</h2>
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Dieser Gesichtspunkt ist leider von den Gläubigen viel zu wenig beachtet worden. Die Mitwirkung ungläubiger, liberal-theologischer „Fachleute“ (Theologen, Übersetzungsexperten) bringt einen geistlich verderblichen Einfluß mit sich, wie <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,14</a> klar zeigt (vgl. auch <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Kor+6%2C14-15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Kor 6,14-15</a>).</p>
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Die meisten heutigen Revisionen (Überarbeitungen) von einstmals geistlich wertvollen Bibelübersetzungen sind leider unter der Leitung bzw. dem Einfluß ungläubiger moderner Theologen gemacht worden: Dies gilt besonders für die Lutherbibel (Revisionen 1956 und 1984) und die Zürcher Bibel (Revision 1931), aber auch in gewissem Ausmaß für die Revidierte Elberfelder Bibel (1985), wo die liberaltheologischen Tendenzen des Brockhaus-Verlages Spuren hinterlassen haben. Ein einfacher Prüfstein für solche liberaltheologischen Verfälschungen der Schrift ist <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+7%2C14%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 7,14,</a> wo die liberalen Übersetzungen in der Regel „junge Frau“ statt „Jungfrau“ haben (Zürcher, Gute Nachricht im Text, Ökumenische Einheitsübersetzung und Revidierte Elberfelder in der Fußnote).</p>
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Eine bibeltreue Übersetzung muß auch auf der Grundlage der gesunden Lehre der Schrift erarbeitet werden. Bibelübersetzungen, die von Irrlehrern verfaßt wurden bzw. von Irrlehren geprägt sind, müssen wir ablehnen und sollten sie nicht benutzen. Beispiele sind etwa die „Ökumenische Einheitsübersetzung“ und die „Jerusalemer Bibel“ (katholisch); „Gute Nachricht“ (liberaltheologisch-ökumenisch); „Dabhar“/Baader und „Konkordante“ (Allversöhnung); „Mülheimer NT“ (Pfingstbewegung); Albrecht (katholisch-apostolisch); „Neue Welt“ (Zeugen Jehovas).</p>
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<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ bis zur „Volxbibel“</strong></em>.</p>
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<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/moderne-bibeluebersetzungen-unter-der-lupe-von-der-guten-nachricht-bis-zur-volxbibel/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
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Ausführlichere Informationen zum Thema „Moderne Bibelübersetzungen“ enthält das Buch des Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2016/03/gottes-wort-oder-menschenwort-buchinfo/"><em><strong>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</strong></em></a>, Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2016.</p>
<p>
Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der<a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong> Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/">Versandbuchhandlung Samenkorn</a>.</p>
<p>
Wer andere, vor allem jüngere Christen auf die Verfälschungen in den modernen Übertragungen aufmerksam machen will, kann dazu die Broschüre <em>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ zur „Volxbibel“</em> weitergeben, in der sich zahlreiche Beispiele aus Übertragungen und Argumente für wortgetreue Bibeln finden. Sie kann kostenlos angefordert werden beim ESRA-Schriftendienst, Postfach 1910, 71209 Leonberg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/welche-eigenschaften-sollte-eine-gute-bibeluebersetzung-haben/">Welche Eigenschaften sollte eine gute Bibelübersetzung haben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die „Bibeln in heutigem Deutsch“ aus bibeltreuer Sicht</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/die-bibeln-in-heutigem-deutsch-aus-bibeltreuer-sicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 14:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=1120</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Wir wollen jetzt das umwälzende neue Übersetzungskonzept etwas genauer unter die Lupe nehmen, das hinter all diesen „modernen Bibeln“ steht. Es würde zu weit führen, Nidas Theorie der Übersetzung im einzelnen darzustellen. Nur einige Grundzüge sollen hier genannt werden: 1. Im Mittelpunkt dieser Übersetzungsmethode steht der Mensch, der moderne Leser und sein Verständnis, nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/die-bibeln-in-heutigem-deutsch-aus-bibeltreuer-sicht/">Die „Bibeln in heutigem Deutsch“ aus bibeltreuer Sicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wir wollen jetzt das umwälzende neue Übersetzungskonzept etwas genauer unter die Lupe nehmen, das hinter all diesen „modernen Bibeln“ steht. Es würde zu weit führen, Nidas Theorie der Übersetzung im einzelnen darzustellen. Nur einige Grundzüge sollen hier genannt werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;">
1. Im Mittelpunkt dieser Übersetzungsmethode steht <em>der Mensch</em>, der moderne Leser und sein Verständnis, nicht der göttliche Autor und der inspirierte Wortlaut der Heiligen Schrift. Alles kommt darauf an, daß der Leser die Botschaft der Bibel möglichst leicht und eindeutig verstehen kann. Übersetzen bedeutet nach dieser Methode, die Botschaft so umzuformen, daß sie dem Verständnis des Lesers, seinem kulturellen Hintergrund und seinem Bildungsniveau entspricht. Als das vordergründige Ziel wird genannt, die Botschaft so zu vermitteln, daß der heutige Leser gleich darauf reagiert, wie der hebräisch- bzw. griechischsprechende Erstleser vor vielen Jahrhunderten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">
2. Die Theorie geht stillschweigend oder offen davon aus, daß die inspirierten Worte der Heiligen Schrift so, wie sie von Gott gegeben wurden, für den heutigen Leser nicht verständlich seien. Wörtliche (die modernen Übersetzer sagen: „formal-genaue“) Übersetzungen könnten angeblich den Sinn der Bibel nicht oder nicht mehr vermitteln, weshalb man den vorgegebenen Wortlaut und die Begriffe, Wendungen und Sprachformen des Urtextes völlig oder weitgehend verlassen müsse, um den Sinn noch zu vermitteln.</p>
<p style="padding-left: 30px;">
3. Der Übersetzer spielt in diesem Konzept eine zentrale Rolle. Er ist der kundige Mittler, der aus dem Rohmaterial des Ausgangstextes die wesentlichen Gedanken herausnehmen muß, um sie dann in die Gegenwartssprache des Lesers umzuformen. Er soll mit angemessenen anderen Bildern, Sprachfiguren und Stilmitteln das im Ausgangstext Gesagte mit eigenen Worten wiedergeben. Er darf und soll dabei Unwichtiges bzw. nur im kulturellen Zusammenhang der biblischen Völker Verständliches weglassen oder umdeuten, er kann eigene Erklärungen zum Bibeltext hinzufügen, um ihn verständlicher zu machen. Er schafft damit den Bibeltext neu, formuliert ihn mit seinen eigenen Worten um, gibt die zugrundeliegenden Gedanken mithilfe von modernen, der Kultur des heutigen Lesers angemessenen Sprachmitteln wieder.</p>
<p>
Das alles klingt für den modernen Menschen durchaus überzeugend. Es wird so dargestellt, als ob diese Übersetzungsweise den modernsten Erkenntnissen der Sprach- und Übersetzungswissenschaft entspreche, während die wortgetreue Übersetzungsmethode als veraltet und „unwissenschaftlich“, ungenau und unverständlich abgewertet wird. Bevor wir diese Übersetzungsmethode aus geistlich-biblischer Sicht beurteilen, soll zunächst einmal etwas zu diesem Argument der „Wissenschaftlichkeit“ gesagt werden, das ja leider bei vielen heutigen Gläubigen eine geradezu magische, bezwingende Wirkung zeigt (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Gal+3%2C1&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Gal 3,1</a>!). Wenn etwas „nicht wissenschaftlich“ ist, dann muß es ja von einem modernen Christen verworfen werden und kann nichts taugen.</p>
<p>Nun sollte für gläubige Christen die weltliche „Wissenschaft“ grundsätzlich kein Maßstab sein. Darüber hinaus aber muß der Verfasser dieser Schrift als jemand, der selbst Literatur- und Sprachwissenschaft studiert hat, dazu sagen, daß die Behauptungen der Befürworter der „dynamischen Äquivalenz“ so nicht zutreffen. In der Sprach-, Literatur- und Übersetzungswissenschaft gibt es viele Schulen und Lehrmeinungen, so daß man ohnehin nicht von <em>den</em> „als gesichert geltenden Ergebnissen der Übersetzungswissenschaft“ (R. Kassühlke 1998) reden kann.</p>
<p>
Im Bereich der Literaturwissenschaft wie auch der Geschichte würden jedenfalls Übersetzungen, die nach solchen willkürlichen, vom Urtext weit abgehenden Grundsätzen vorgehen, nicht akzeptiert! Wenn ein Student einem Geschichtsprofessor eine „dynamisch-äquivalente“ Übersetzung eines antiken Vertrages oder Geschichtsberichtes vorlegen würde, bekäme er wahrscheinlich eine „5“ dafür. Eine „kommunikative“ Übersetzung von Plato, Homer oder Äschylos würde unter ernsthaften Wissenschaftlern nicht akzeptiert. Selbst ungläubige Literaturwissenschaftler haben sich ausdrücklich gegen die modernen Bibelübertragungen ausgesprochen und die sprachliche Qualität der reformatorischen Bibelübersetzungen mit wohl begründeten Argumenten verteidigt.</p>
<p>
Aber für uns Gläubige gilt ohnehin ein anderer Maßstab: Wir müssen die Dinge geistlich beurteilen (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Kor+2%2C14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Kor 2,14</a>), und zwar anhand der Schrift selbst. Was bedeutet eine „kommunikative“ Übersetzung des Wortes Gottes geistlich gesehen?</p>
<p>
a) Die stillschweigende Grundvoraussetzung dieser Übersetzungsmethode ist falsch und unannehmbar: Das ewige Wort Gottes wird nämlich als zeitlich und kulturell begrenzt und relativ abgewertet. Es wird letztlich geleugnet, daß Gott in Seiner Allmacht und Weisheit alle Umstände und Besonderheiten seines Wortes so geordnet hat, daß es zu allen Zeiten und für alle Menschen gleich welcher Kultur Gültigkeit und Aussagekraft hat. <strong><em>„Das Gesetz des HERRN ist vollkommen; es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig; es macht den Unverständigen weise.“</em> </strong>(<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+19%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 19,8</a>). <em><strong>„Auf ewig, o HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln“</strong></em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+119%2C89&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 119,89</a>); <strong><em>„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16-17</a>) – wer gibt uns dann das Recht, dieses Wort eigenmächtig durch ausdeutende Menschenworte umzumodeln?</p>
<p>
Gott wußte genau, weshalb Er die Schriften des AT im Umfeld des alten Israel gab und die Schriften des NT in ihrem Rahmen und Umfeld. Wie Jesaja sagt und Petrus noch einmal bestätigt: „Alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen, aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“ (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jes+40%2C6-8%3B+1Pt+1%2C24&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jes 40,6-8; 1Pt 1,24</a>). Wenn der Herr Jesus klar sagt: <em><strong>„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!“</strong></em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,35</a>) und dann den Jüngern und uns allen den Auftrag gibt, Sein Wort zu verkündigen bis zum Ende dieser Weltzeit (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+28%2C18-20%3B+Apg+1%2C8%3B+2Tim+4%2C1-2&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 28,18-20; Apg 1,8; 2Tim 4,1-2</a>) – wer sind wir, wenn wir uns anmaßen, zu behaupten, daß diese inspirierten Worte voll Geist und Leben heute „nicht mehr kulturell relevant“ und „nicht mehr verständlich“ seien und durch menschliche Umformulierungen ersetzt werden müßten?</p>
<p>
Im Grunde hätten dann die wortgetreuen Übersetzungen ja gar nicht die millionenfache Frucht bringen können, die sie bestätigt haben: Ungezählte Menschen, die durch diese Bibeln den Ruf Gottes zur Umkehr und zum Glauben gehört haben und gerettet wurden, um dann geistlich zu wachsen und mit dem Herrn zu leben. Es steht ja geschrieben: <strong><em>„Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin. Den Verständigen sind sie alle klar, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig.“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+8%2C8-9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 8,8-9</a>). Aber die Schriften zu verdrehen und umzufrisieren, damit sie unbußfertigen Ungläubigen „verständlich“ und „akzeptabel“ werden, ist mit dem Wesen des Wortes Gottes unvereinbar. Der Mensch muß sich Gottes Wort anpassen, aber Gottes Wort darf nicht dem Menschen angepaßt werden!</p>
<p>
b) Der Umgang der „kommunikativen“ Übersetzer mit dem inspirierten Wort Gottes entspringt einem letztlich<em> bibelkritischen Ansatz</em>. Im Grunde leugnet diese Übersetzungsmethode die biblische Verbalinspiration (= göttliche Eingebung jedes einzelnen Wortes der Schrift) und beruht auf der unbiblischen Auffassung der Gedankeninspiration (= nur die Gedanken der Schriftautoren sind von Gott eingegeben, aber die Worte sind relative, zeitgebundene Menschenworte), die wir aus der Bibelkritik kennen. Sie geht von der bibelkritischen Irrlehre aus, daß die Worte des Bibeltextes fehlbare, kulturell bedingte Menschenworte seien, die man nach Belieben durch andere Menschenworte ersetzen könne, und daß sie dennoch dem Leser zu „Gottes Wort“ werden könnten.</p>
<p>
Dazu Zitate führender moderner Übersetzer: „Wir nehmen den ursprünglichen Gedanken und formen ihn um (convert) in die Sprache von heute. &#8230; Ich empfand solch eine Begeisterung bei dem Gedanken an mein eigenes Vorrecht, etwas von der Ausdrucksweise / der überflüssigen Wortfülle [verbiage] abzustreifen &#8230; und in dieser Hinsicht ein Mitarbeiter Gottes zu sein &#8230; “ (Kenneth Taylor; Zitate nach David Cloud, <em>Dynamic Equivalency – Death Knell of Pure Scripture</em>). Eugene Nida: „Selbst wenn eine Wahrheit nur in Worten gegeben ist, hat sie keinen wirklichen Wert, wenn sie nicht in das Leben übersetzt wurde. Nur dann wird das Wort des Lebens lebendig im Empfänger. Die Worte sind in gewissem Sinn nichts in sich selbst und für sich selbst genommen [The words are in a sense nothing in and of themselves].“</p>
<p>Wir müssen dazu wissen, daß Nida bibelkritische und liberaltheologische Ansichten vertritt und sein Konzept aus weltlichen Philosophien und Theorien ableitet. Nur weil sie letztlich keine Ehrfurcht vor dem von Gott gegebenen Wort haben, können diese Übersetzer meinen, die Formulierung „Annahme bei Gott“ sei tatsächlich eine angemessene Übersetzung für „Rechtfertigung“, oder „heilig“ könne man mit „zu Gott gehörig“ wiedergeben. Wenn Gott in einer Passage sich mit seinem Namen „HERR“ offenbart – welche Berechtigung hat der Übersetzer, stattdessen „Gott“ zu schreiben?</p>
<p>
c) Der Übersetzer maßt sich an, besser zu wissen, wie Gottes Gedanken ausgedrückt werden, als Gott selbst, und nimmt eine völlig falsche Mittlerrolle an, ja macht sich zum „Neuschöpfer“ der von ihm verfaßten Bibel. Letztlich ist es eine Geringschätzung der vollkommenen Weisheit Gottes, wenn der Übersetzer bestimmte inspirierte Urtextworte mit anderen Begriffen wiedergibt, obgleich doch die Ursprache auch solche Begriffe zur Verfügung gehabt hätte, um die Sache so auszudrücken, wenn Gott es gewollt hätte. Wenn etwa „die Erlösung durch sein Blut“ eigentlich den Gedanken ausdrücken sollte: „Erlösung durch seinen Tod am Kreuz“, dann hätte das Griechische ja die entsprechenden Worte zur Verfügung gehabt, es so auszudrücken. Gott hat sich doch etwas dabei gedacht, wenn Er Seine ewige Botschaft in gerade diesen Worten ausdrückte und nicht in anderen!</p>
<p>
Die schreckliche Anmaßung der modernen Übersetzer besteht darin, daß sie das Werk zu tun beanspruchen, das allein Gott und Seinem Heiligen Geist zusteht: nämlich das Schriftwort dem Menschen aufzuschließen und klar zu machen. Dazu muß Gott ein Werk an dem verfinsterten, verstockten Herzen des Menschen tun. Das kann kein schlauer Übersetzer übernehmen, der sich damit an Gottes Statt setzt und meint, er müsse Gottes Offenbarungswort verbessern und umdeuten.</p>
<p>
Wie bei der Bibelkritik macht sich der Mensch mit seinem armseligen Verstand zum Richter und Herren über Gottes Wort. So geht die dynamisch-äquivalente Übersetzung zwangsweise immer wieder über eine bloße Wiedergabe des Grundtextes hinaus und wird vermischt mit eigenwilligen, willkürlichen und oft sinnverfälschenden Auslassungen, Ausdeutungen und Zusätzen der Übersetzer. Wir werden erinnert an die Mahnung aus <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+30%2C5-6%3A+&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 30,5-6: </a><em><strong>„Alle Reden Gottes sind geläutert; er ist ein Schild denen, die ihm vertrauen. Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst!“</strong></em></p>
<p>
Schlimmer noch: In den eigenmächtigen Umformungen biblischer Begriffe fließen immer wieder letztlich bibelkritische Ansätze und falsche Lehren hinein. So hängt das Verschwinden des Blutes aus vielen dynamisch-äquivalenten Übersetzungen etwa in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Eph+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Eph 1,7</a> mit der liberaltheologischen Weltanschauung Nidas zusammen, der empfiehlt, „Blut“ durch „Tod“ wiederzugeben: „’Blut’ wird in diesem Abschnitt in derselben Weise gebraucht wie an einer Anzahl weiterer Stellen im Neuen Testament, nämlich um einen gewaltsamen Tod anzudeuten.“ (Cloud aaO S. 25).</p>
<p>
Und die landläufige Behauptung, die biblischen Urschriften seien ja auch in der Umgangssprache der damaligen Zeit geschrieben, deshalb müsse man die heutigen Bibeln in der Umgangssprache der heutigen Zeit umschreiben, ist ebenfalls nicht stichhaltig. Weder die hebräischen Schriften des AT noch die griechischen Schriften des NT waren für die damaligen Leser einfach verständlich und in bloßer Umgangssprache abgefaßt. In beiden Testamenten gibt es sehr anspruchsvolle Abschnitte, schwierige Wendungen und auf den ersten Blick schwer verständliche Passagen. Petrus erwähnt das ausdrücklich von den Briefen des Paulus (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+3%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 3,16</a>). All dies ist kein „Mangel“ der Schrift, dem eilfertige Übersetzer nun abhelfen müßten, sondern es ist Bestandteil des göttlichen Plans für Sein Offenbarungswort.</p>
<p>
d) Die dynamisch-äquivalente Übersetzung verbessert das Verständnis der Schrift nicht wirklich, sondern verdunkelt und entstellt die Aussage der Schrift in vielen Aspekten. Viele Aussagen der Schrift sind nur dann voll verständlich und erschließen ihren Sinn, wenn sie sehr wörtlich und genau wiedergegeben werden. Unzählige Feinheiten, die dem Gläubigen zur Unterweisung und Belehrung niedergeschrieben wurden, gehen bei der „kommunikativen“ Neuformulierung der Bibel verloren.</p>
<p>
Die Bibel ist ein Wunder göttlicher Offenbarung. Die Worte der Heiligen Schrift sind erlesene, siebenmal geläuterte Worte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Ps+12%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Ps 12,7</a>). Niemand kann den Reichtum, die volle Bedeutung, die Nuancen und tiefen Facetten dieser ewigen, himmlischen Worte je voll ausschöpfen. Deshalb gebührt uns Menschen Demut und Ehrfurcht angesichts des Wortes Gottes. Wir tun gut daran, zu diesem Thema einmal den <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+119&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 119</a> in einer wortgetreuen Übersetzung zu betrachten und darüber nachzusinnen.</p>
<p>
Der Psalmist betet: <em><strong>„Öffne mir die Augen, damit ich sehe / die Wunder in deinem Gesetz!“</strong></em> (V. 18). <strong><em>„Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren / und es befolgen von ganzem Herzen.“</em> </strong>(V. 34). <em><strong>„Wie habe ich dein Gesetz so lieb! / Ich sinne darüber nach den ganzen Tag.“</strong></em> (V. 97). <strong><em>„Mein Fleisch schaudert aus Furcht vor dir, / und ich habe Ehrfurcht vor deinen Bestimmungen!“</em> </strong>(V. 120).<strong><em> „Wunderbar sind deine Zeugnisse; / darum bewahrt sie meine Seele. / Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet / und gibt den Unverständigen Einsicht“</em> </strong>(V. 129-130).</p>
<p>
Die modernen ausdeutenden Wiedergaben zerstören das wunderbare Flechtwerk von Bedeutungen und Bezügen, von Nuancen und geistlichen Einsichten in Gottes Wort. Sie ersetzen es durch die beschränkten, oft irregeleiteten Einsichten von sterblichen Menschen. Sie berauben den Bibelleser, anstatt ihn zu bereichern.</p>
<p>
Viele geistlich wichtige Zusammenhänge und Wortbedeutungen werden in den modernen Übersetzungen wegplaniert und zubetoniert, damit der gedachte „ideale Leser“ auf einer modernen Betonpiste den Text bequem entlangfahren kann, anstatt zu Fuß auf einem uralten, aber herrlichen Pfad zu wandern, der mühsam ist, auf dem wir aber wunderbare Reichtümer und geistliche Nahrung finden, um schließlich sicher ans geistliche Ziel zu kommen!</p>
<p>
Viele klug erdachte „Ersatzbegriffe“ der modernen Übersetzungen sind zwar vielleicht leichter eingängig als das biblische Original, aber sie tragen nicht dieselbe Bedeutung in sich! Manchmal sind sie nur in der Lage, einen Aspekt des Originalwortes aufzuzeigen, oft aber liegen sie völlig daneben und führen sogar direkt in die Irre, indem sie menschlich-theologische Ausdeutungen in den Text einfließen lassen.</p>
<p>
So erkauft sich der Leser das vorgeblich leichtere Verständnis einiger Gedanken und Abschnitte der Bibel mit einer Erschwerung bzw. Verhinderung geistlichen Verständnisses in vielen anderen Aspekten. Das geistliche Leben eines Gläubigen, der sich von solchem „Weißmehl-Fastfood“ ernährt statt vom biblischen Schwarzbrot des WORTES, wird über das Unmündigenstadium kaum hinausgehen können (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+5%2C11-14&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 5,11-14</a>) und von vielen Krankheiten gezeichnet sein.</p>
<p>
e) Die Bibel selbst zeigt uns, daß eine wortgetreue Übersetzung die von Gott gewollte Methode ist. Wir sehen das zum einen im AT am Vorbild Esras und der Leviten, die vor dem Volk das Buch des Gesetzes vorlasen, und zwar vor allen Männern, Frauen und verständigen Kindern:<strong><em> „Und sie lasen aus dem Buch des Gesetzes Gottes deutlich vor und erklärten den Sinn, so daß man das Gelesene verstand.“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Neh+8%2C8&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Neh 8,8</a>). Also nicht „Paraphrase“, eingängige Umformulierung des Wortes Gottes, sondern das Wort Gottes getreu verkündigt und dann die Erklärung des Sinnes!</p>
<p>
Dasselbe Muster sehen wir im NT bei Philippus und dem Kämmerer: Der Kämmerer las im Buch Jesaja, aber er verstand es nicht. Das war kein Hindernis für seine Evangelisierung, im Gegenteil! Gott sandte ihm den Philippus, der ihm die Schriftstelle erklärte und ihm das Evangelium verkündigte (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Apg+8%2C26-35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Apg 8,26-35</a>).</p>
<p>
Auch die alttestamentlichen Zitate, die wir im NT finden, können uns einen Hinweis geben. Wir finden hier zwar einige Male eine Verquickung von Wiedergabe und Ausdeutung, wie sie nur ein inspirierter Prophet bzw. Apostel im Auftrag Gottes vornehmen durfte, ansonsten sehen wir aber eine z.T. sehr weitgehende wörtliche Wiedergabe hebräischer Konstruktionen und allgemein eine große Wortgetreue.</p>
<p>
f) Die dynamisch-äquivalente Übersetzung ist nicht mehr Gottes Wort in einer anderen Sprache, sondern Menschenwort. Das ist der vielleicht schwerwiegendste Einwand gegen die modernen Übertragungen: Das kraftvolle, von Gottes Geist eingegebene, ewig unveränderliche Wort Gottes wird eingetauscht gegen bloße Menschenworte, die keinesfalls dieselbe geistliche Wirkung haben können wie Gottes Wort. Wir sehen den grundlegenden Unterschied zwischen Gottes Wort und eigenmächtigen Menschenworten sehr eindrucksvoll aufgezeigt in der Zurechtweisung des HERRN gegenüber den falschen Propheten Israels in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jeremia+23%2C16-36%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jeremia 23,16-36,</a> die wir hier auszugsweise anführen wollen:</p>
<p>
<em><strong>„So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie täuschen euch; die Offenbarung ihres eigenen Herzens verkünden sie und nicht [was] aus dem Mund des HERRN [kommt]. &#8230; 18 Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden und hat sein Wort gesehen und gehört? Wer hat auf mein Wort geachtet und gehört? &#8230; 22 Hätten sie in meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg &#8230; 28 Der Prophet, der einen Traum hat, der erzähle den Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam? spricht der HERR. 29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? 30 Darum siehe, ich komme über die Propheten, spricht der HERR, die meine Worte stehlen, einer von dem anderen; 31 siehe, ich komme über die Propheten, die ihre eigenen Zungen nehmen, um einen Gottesspruch zu sprechen! &#8230; 36 &#8230; denn jedem einzelnen wird sein eigenes Wort zur Last werden, denn ihr verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes!“</strong></em></p>
<p>
Bei den „kommunikativen“ Übersetzungen geschieht eine qualitative Veränderung von höchster Bedeutung. Sobald eine Übersetzung davon abgeht, den ursprünglichen Wortlaut der Worte Gottes so getreu wie möglich wiederzugeben, ist das Ergebnis nicht mehr eine Bibel, die den unvergänglichen Samen, das lebendige Wort Gottes (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Pt+1%2C23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Pt 1,23</a>) enthält, sondern vergängliches Stroh, relative, kraft- und leblose Menschenworte, die zwar gelehrt und gut gemeint sein mögen wie die Predigten mancher liberaler Pfarrer – aber sie können kein neues Leben zeugen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus der ausführlicheren Schrift von Rudolf Ebertshäuser <em><strong>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ bis zur „Volxbibel“</strong></em>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/moderne-bibeluebersetzungen-unter-der-lupe-von-der-guten-nachricht-bis-zur-volxbibel/"><strong>Hier können Sie das vollständige PDF-Dokument herunterladen</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ausführlichere Informationen zum Thema „Moderne Bibelübersetzungen“ enthält das Buch des Verfassers:<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2016/03/gottes-wort-oder-menschenwort-buchinfo/"><em><strong> Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</strong></em></a>, Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2016.</p>
<p>
Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
<p>
Wer andere, vor allem jüngere Christen auf die Verfälschungen in den modernen Übertragungen aufmerksam machen will, kann dazu die Broschüre <em>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ zur „Volxbibel“</em> weitergeben, in der sich zahlreiche Beispiele aus Übertragungen und Argumente für wortgetreue Bibeln finden. Sie kann kostenlos angefordert werden beim ESRA-Schriftendienst, Postfach 1910, 71209 Leonberg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/die-bibeln-in-heutigem-deutsch-aus-bibeltreuer-sicht/">Die „Bibeln in heutigem Deutsch“ aus bibeltreuer Sicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübertragungen – eine geistlich fragwürdige „Verständnishilfe“</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2017/02/gottes-wort-oder-menschenwort-moderne-bibeluebertragungen-eine-geistlich-fragwuerdige-verstaendnishilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 14:33:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Ob „Gute Nachricht“, „Hoffnung für alle“, „Neues Leben“, „NGÜ“ oder „NEÜ“ – die Bibelübertragungen „in heutigem Deutsch“ sind in den letzten Jahrzehnten immer populärer geworden. Das gilt auch für Gemeinden und Kreise, die sich als „bibeltreu“ und „evangelikal“ verstehen. Vor allem für die Jugend seien solche freien Übertragungen eine wertvolle Hilfe zum besseren Verständnis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4> </h4>
<p>Ob „Gute Nachricht“, „Hoffnung für alle“, „Neues Leben“, „NGÜ“ oder „NEÜ“ – die Bibelübertragungen „in heutigem Deutsch“ sind in den letzten Jahrzehnten immer populärer geworden. Das gilt auch für Gemeinden und Kreise, die sich als „bibeltreu“ und „evangelikal“ verstehen. Vor allem für die Jugend seien solche freien Übertragungen eine wertvolle Hilfe zum besseren Verständnis der Bibel, so wird heute oft argumentiert. Aber auch Erwachsene ziehen die modernen Übertragungen den klassischen wortgetreuen Übersetzungen vor. Sie werden in mancher Predigt oder Bibelstunde wie selbstverständlich angeführt und als „Wort Gottes“ verstanden. Doch ist diese Entwicklung tatsächlich positiv? Vermitteln diese zugegebenermaßen leichter lesbaren Übertragungen wirklich noch Gottes Wort? Sind sie eine Hilfe zum Glauben oder verstellen sie den Menschen den Zugang zu der Wahrheit Gottes?</p>
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<h2>Das Wesen des Wortes Gottes und seine angemessene Übersetzung</h2>
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<p>Zur Beantwortung dieser Fragen müssen wir uns darauf besinnen, was die Bibel eigentlich ist. Jeder wirklich gläubige und wiedergeborene Christ erkennt aus der Bibel selbst, daß sie nicht ein zeitlich und kulturell bedingtes Menschenwort darstellt, sondern eine durch Gottes Geist gewirkte Offenbarung der Worte des lebendigen Gottes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Thess+2%2C13&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Thess 2,13</a>). In der Bibel haben wir die Worte empfangen, die Gott in Seiner Liebe und Gnade an die sündigen, von Ihm entfremdeten Menschen gerichtet hat, damit sie Ihn erkennen und errettet werden. Die Bibel ist eine in ihrer Ganzheit und in jedem einzelnen Wort inspirierte, von Gottes Geist eingegebene göttliche Botschaft (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16%3B+1Kor+2%2C12-13&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16; 1Kor 2,12-13</a>). Sie ist nicht zeitgebunden und relativ, sondern ewig, überzeitlich und für alle Menschen aller Epochen gültig.</p>
<p>
<em><strong>Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Pt+1%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Pt 1,21</a>)</strong></em></p>
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<em><strong>Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jer+1%2C9&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jer 1,9</a>)</strong></em></p>
<p>
Daraus ergibt sich folgerichtig, daß jede Bibelübersetzung diese ewigen, lebenswichtigen, von göttlicher Weisheit eingegebenen Worte, die im hebräischen und griechischen Urtext für uns zuverlässig überliefert wurden, auch möglichst getreu wiedergeben muß. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Sprachen wäre eine mechanisch-wortwörtliche Wiedergabe besonders des hebräischen AT nur schwer zu verstehen; eine gute Übersetzung ergründet die Bedeutung des Originals gewissenhaft und gibt sie dann möglichst eng an die Ursprache angelehnt, aber doch in verständlichem Deutsch wieder. Das ist der Grundsatz der klassischen wortgetreuen Bibelübersetzungen, die alle nach der bewährten Übersetzungsregel vorgingen: „So genau wie möglich, so frei wie nötig“.</p>
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Dabei gibt es unterschiedliche Gewichtungen; so ist etwa die alte Elberfelder Übersetzung sehr stark an den Wortlaut des Urtexts angelehnt, wobei die Verständlichkeit und Flüssigkeit des deutschen Wortlauts etwas beeinträchtigt sind, während umgekehrt die Lutherbibel grundsätzlich wortgetreu, aber dennoch freier und nicht so stark an den Originalwortlaut gebunden übersetzt. Die Schlachterbibel verfolgt einen Mittelweg zwischen Luther und Elberfelder und versucht Genauigkeit in wichtigen Passagen mit gut verständlichem Deutsch und einer Bewahrung der klassischen Bibelsprache zu verbinden. Alle diese Übersetzungen binden sich bewußt an den Wortlaut des inspirierten Originals und stimmen deshalb im wesentlichen auch untereinander überein. Auch etwas freiere Übersetzungen wie etwa die „Menge-Bibel“ halten sich immer noch recht nahe an den biblischen Wortlaut.</p>
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Die Auflösung von Gottes Wort in den modernen Übertragungen</h2>
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<p>Wenn wir dagegen die oben genannten modernen Übertragungen genauer untersuchen, so weichen sie vom ursprünglichen Wortlaut des Bibeltextes sowie auch untereinander sehr weit ab. Sie versuchen, lediglich den Gedankengang des Originals nachzuzeichnen, verwenden dabei aber eigene, „zeitgemäße“ Formulierungen, die größtenteils keinen echten Bezug mehr zum eigentlichen Wortlaut des Bibeltexts aufweisen. Ihr Ansatz besteht ja auch darin, die Worte eines Mose oder Jesaja umzuformen und so auszudrücken, wie sie meinen, daß ein moderner Autor des 21. Jahrhunderts geredet haben könnte.</p>
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Dabei wird jedoch unterschlagen, daß es nicht um die Worte von Moses oder Jesaja, Paulus oder Petrus geht, als seien diese normale menschliche Verfasser gewesen, sondern es geht bei der Bibel um das Wort Gottes, das die Richtschnur für Glauben und Leben aller wahren Christen ist. Deshalb sind die massiven Abweichungen von den inspirierten Bibelworten und die eigenmächtigen freien Ausdeutungen der modernen Übersetzer so schwerwiegend.</p>
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Wie weitgehend diese Abweichungen oft sind, soll ein Beispiel veranschaulichen. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Maleachi+3%2C20&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Maleachi 3,20</a> lautet in der Schlachterbibel 2000 so: „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung [wird] unter ihren Flügeln [sein]“ In der „Hoffnung für alle“ (2002) heißt diese Stelle: „Für euch aber, die ihr mir die Treue gehalten habt, wird an jenem Tag die Rettung kommen, wie am Morgen die Sonne aufgeht.“ Die „Gute Nachricht“ (1997) übersetzt: „Für euch aber, die ihr mir treu gewesen seid, wird an diesem Tag die Sonne aufgehen. Sie wird euer Recht an den Tag bringen und alle Wunden heilen.“</p>
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Es ist bezeichnend für die modernen Übertragungen, daß der biblisch wesentliche Begriff der „Furcht des Herrn“ fast durchgängig verändert und durch andere Begriffe ersetzt wird. Diese Ersatzbegriffe vermitteln nicht den zentralen Gedanken, daß der lebendige Gott zu fürchten ist, daß Ihm unsere Ehrfurcht gebührt. Das ist eine ernstliche Verfälschung des gesamten Glaubenslebens, denn es steht geschrieben: <strong><em>„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Spr+1%2C7&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Spr 1,7</a>). Dabei gäbe es im Hebräischen durchaus andere Begriffe, wenn Gott „Treue“ statt „Furcht“ gemeint hätte. Die Übertragungen bieten hier gar keine Übersetzung, sondern eine humanistische Verwässerung des Wortes Gottes. Ähnlich sieht es vielfach mit Schlüsselbegriffen wie „Buße“, „Glauben“, „Gnade“, „Heiligkeit/Heiligung“ aus; sie werden durch verflachte, irreführende menschliche Formulierungen ersetzt.</p>
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Das bibelkritische Denken hinter den modernen Übertragungen</h2>
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<p>Hinter den „kommunikativen Übersetzungen“ steht ein Übersetzungskonzept, das auch als „dynamisch-äquivalent“ bezeichnet wird. Demnach seien die Bibeltexte von den kulturellen Umständen ihrer Entstehung bestimmt und für die Menschen ihrer Zeit formuliert worden. Der Bibelübersetzer müsse nun den ursprünglichen Wortlaut bewußt verlassen und danach streben, den Sinn, die zugrundeliegenden Gedanken in heutigen Worten und heutigem Stil auszudrücken, wobei er Begriffe umbenennen, Dinge weglassen oder hinzufügen kann, wenn ihm dies sinnvoll erscheint. Das Ziel sei es, auf den heutigen Leser denselben Eindruck, dieselbe Wirkung zu erzielen, die der ursprüngliche Text auf den damaligen Leser gehabt habe.</p>
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Wenn man dieses aus der weltlichen Übersetzungswissenschaft abgeleitete Konzept geistlich und biblisch beurteilt, was ja unsere Aufgabe ist (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Th+5%2C21&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Th 5,21</a>), dann entdeckt man rasch, daß ihm eine Verleugnung der wörtlichen Inspiration der Bibel zugrunde liegt. Angeblich komme es nicht auf die (nur zeitbezogenen, relativen) Worte an, sondern bloß auf die „Gedanken“, die dahinter stehen. Die Bibel wird nicht mehr als heiliges Wort Gottes gesehen, sondern als Produkt menschlicher Autoren, die angeblich zeitbedingt geschrieben haben. Die modernen Übertragungen sind also durch ihren Übersetzungsansatz objektiv von der glaubenszerstörenden Bibelkritik geprägt, auch wenn sie z. T. einen evangelikalen Anspruch haben.</p>
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Das zeigt sich auch darin, daß ihre Urheber vielfach den Wortlaut der heiligen Schriften kritisieren und herabsetzen: dieser sei „für den heutigen Menschen unverständlich“, „dunkel“, „ein Hindernis für den Glauben“. Doch für den gläubigen Christen ist die Bibel das ewige, geistgewirkte Wort Gottes, das durch das Wirken des Geistes Gottes das Herzen der Menschen überführen, erleuchten und zur Buße leiten kann, weil es Geist und Leben ist. Gerade das getreu übersetzte Wort Gottes hat die Kraft, Menschen zur Errettung zu führen!</p>
<p>Diese Kraft fehlt den Übertragungen, die aus bloßen Menschenworten bestehen. Sie können ihre Leser auch nicht vor der heute so einflußreichen liberaltheologisch-ökumenisch-charismatischen Verführung bewahren; sie enthalten uns das wahre Evangelium und die gesunde Lehre vor, die wir heute, in der Endzeit, mehr denn je brauchen. So kann man diese freien Übertragungen grundsätzlich nicht für das Bibellesen empfehlen (auch wenn es unter ihnen noch einmal Abstufungen der Unzuverlässigkeit gibt, bis hin zu der bibelkritisch und ökumenisch ausgerichteten „Guten Nachricht“). Erst recht zu verwerfen sind die „Volxbibel“ und die feministische „Bibel in gerechter Sprache“, die sich zu gotteslästerlichen Äußerungen und offenen Verfälschungen der Heiligen Schrift versteigen.</p>
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Wir sollten die Liebe zum Wort Gottes fördern</h2>
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<p>Wir tun gut daran, uns an die bewährten wortgetreuen Übersetzungen zu halten, die das Wort Gottes unverfälscht und deutlich wiedergeben, sodaß die Seele sich davon nähren und unser Geist dadurch erleuchtet und gestärkt werden kann. Wir sollten diese bewährten Übersetzungen, wie etwa die Lutherbibel und die Schlachterbibel, auch weiterempfehlen und an Ungläubige weiterschenken. Gerade den jungen Menschen sollten wir nahebringen, wie wichtig es ist, eine wortgetreue Bibel zu lesen und darin zu forschen, auch wenn sie zunächst schwerer zu verstehen ist. In der Schlachterübersetzung 2000 haben wir uns bemüht, durch einen verständlichen Wortlaut und Erklärungen den Zugang für Jüngere und Fernstehende zu erleichtern, ohne die Worttreue aufzugeben.</p>
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Das göttlich eingegebene Wort der Schrift hat Ewigkeitsgültigkeit und geistliche Kraft! Gerade in diesen herausfordernden Tagen sollten wir tiefer und mehr über die Heilige Schrift nachsinnen, das uns anvertraute kostbare Bibelwort eifrig studieren und dann auch in unserem Leben befolgen. <em><strong>„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“</strong></em> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+24%2C35&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 24,35</a>);<strong><em> „Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben“</em></strong> (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+6%2C63&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 6,63</a>).</p>
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<em>Hinweis auf weitere Informationen:</em></h3>
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<p>Ausführlichere Informationen zum Thema „Moderne Bibelübersetzungen“ enthält das Buch des Verfassers: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2016/03/gottes-wort-oder-menschenwort-buchinfo/"><em><strong>Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</strong></em></a>, Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2016.</p>
<p>
Dieses Buch können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
<p>
Wer andere, vor allem jüngere Christen auf die Verfälschungen in den modernen Übertragungen aufmerksam machen will, kann dazu die Broschüre <em>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der „Guten Nachricht“ zur „Volxbibel“</em> weitergeben, in der sich zahlreiche Beispiele aus Übertragungen und Argumente für wortgetreue Bibeln finden. Sie kann kostenlos angefordert werden beim ESRA-Schriftendienst, Postfach 1910, 71209 Leonberg.</p>
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		<title>Bibellesebund empfiehlt „Volxbibel“</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/10/bibellesebund-empfiehlt-volxbibel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2013 08:27:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Auf der Jugendseite „idealisten.net“ des evangelikalen Magazins IdeaSpektrum empfiehlt in Nr. 9/2013 Katharina Haubold, Referentin für Jugendarbeit beim Bibellesebund in Marienheide, unter der Überschrift „Gottes Wort“ fünf Bibelübersetzungen für junge Leute. Neben der „Basis-Bibel“ und der Luther-Bibel 1984 werden in dem Beitrag drei moderne „kommunikative“ Übertragungen angeboten, die keine getreue Wiedergabe des Wortes Gottes [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/10/bibellesebund-empfiehlt-volxbibel/">Bibellesebund empfiehlt „Volxbibel“</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> </h2>
<p>Auf der Jugendseite <em>„idealisten.net“</em> des evangelikalen Magazins <em>IdeaSpektrum</em> empfiehlt in Nr. 9/2013 Katharina Haubold, Referentin für Jugendarbeit beim Bibellesebund in Marienheide, unter der Überschrift „Gottes Wort“ fünf Bibelübersetzungen für junge Leute.</p>
<p>Neben der „Basis-Bibel“ und der Luther-Bibel 1984 werden in dem Beitrag drei moderne „kommunikative“ Übertragungen angeboten, die keine getreue Wiedergabe des Wortes Gottes bieten, sondern eine mehr oder weniger weitgehende Verfälschung dessen, was Gott den inspirierten Schreibern der Bibel gegeben hat.</p>
<p>Neben der „NGÜ“ und der „Neues Leben“-Übertragung empfiehlt Haubold auch mit warmen Worten die lästerliche „Volxbibel“:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Vielleicht bist du auf der Suche nach einer Bibel, die dich provoziert, Bilder aus dem heutigen Alltag benutzt und so ganz anders ist als alle anderen Übersetzungen. Dann greife zur Volxbibel. Sie ist aus einem Internetprojekt entstanden, bei dem jeder an der Übersetzung der Bibeltexte mitwirken konnte. Mittlerweile liegt die Volxbibel komplett vor – auch als App – und wird ständig weiter überarbeitet. Diese Bibel eignet sich besonders für Einsteiger beim Bibellesen und Leute; die einen ganz anderen Zugang zur Bibel bekommen möchten. Eine Besonderheit stellen die Psalmen dar. Wie im hebräischen Original sind sie komplett gereimt und eignen sich zum Rappen und Singen in Jugendgottesdiensten oder im Jugendkreis.“</p>
<p>Der einstmals bibeltreu ausgerichtete Bibellesebund hat in den letzten Jahren mehrfach modern-evangelikale verführerische Projekte wie das mystisch-kontemplative „Jahr der Stille“ oder auch die missionale Kampagne „Glaube am Montag“ aktiv unterstützt.</p>
<p>
 <br />
<u>Zu diesem Beitrag können Sie auf unserer Webseite folgende Schriften herunterladen:</u><br />
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<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/moderne-bibeluebersetzungen-unter-der-lupe-von-der-guten-nachricht-bis-zur-volxbibel/"><b>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe. Von der &#8222;Guten Nachricht&#8220; bis zur &#8222;Volxbibel&#8220;</b></a><br />
 <br />
<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/gott-laesst-sich-nicht-spotten-erklaerung-zur-volxbibel-vom-6-april-2006/"><strong>Erklärung zur „Volxbibel“</strong></a><br />
 </p>
<p>Rudolf Ebertshäuser     das-wort-der-wahrheit.de     14. 10. 2013<br />
 </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/10/bibellesebund-empfiehlt-volxbibel/">Bibellesebund empfiehlt „Volxbibel“</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Muslimfreundliche“ Bibelübertragungen verfälschen das Zeugnis von Jesus Christus als dem Sohn Gottes</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/04/muslimfreundliche-bibeluebertragungen-verfaelschen-das-zeugnis-von-jesus-christus-als-dem-sohn-gottes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 10:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2466</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; In den letzten Monaten gab es immer mehr Nachrichten über „muslimfreundliche“ Bibelübersetzungen in asiatischen und afrikanischen Sprachen, die das biblische Zeugnis über Gott, den Vater, und über Jesus Christus als den Sohn Gottes verfälschen durch „angepaßte Formulierungen“, die bei den muslimischen Lesern „Mißverständnisse vermeiden“ sollen. Die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ kommen in bezug auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/04/muslimfreundliche-bibeluebertragungen-verfaelschen-das-zeugnis-von-jesus-christus-als-dem-sohn-gottes/">„Muslimfreundliche“ Bibelübertragungen verfälschen das Zeugnis von Jesus Christus als dem Sohn Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In den letzten Monaten gab es immer mehr Nachrichten über „muslimfreundliche“ Bibelübersetzungen in asiatischen und afrikanischen Sprachen, die das biblische Zeugnis über Gott, den Vater, und über Jesus Christus als den Sohn Gottes verfälschen durch „angepaßte Formulierungen“, die bei den muslimischen Lesern „Mißverständnisse vermeiden“ sollen. Die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ kommen in bezug auf Gott und Christus in dieser Klarheit gar nicht mehr vor, sondern werden durch verhüllende, vielseitig deutbare Formulierungen ersetzt, die z.B. „der Geliebte“ oder „der, den Gott gesandt hat“ oder auch „der geistliche Sohn, der von Gott kommt“ bedeuten. In gewissen Übersetzungen wurden die Begriffe einfach weggelassen oder durch die islamisch akzeptable Formulierung „der Messias Jesus“ oder „der Prophet“ ersetzt.</p>
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<h2>Die Ablehnung der Gottessohnschaft Jesu Christi durch den Islam</h2>
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Der Anlaß für solche „Anpassungen“ ist die Tatsache, daß Moslems sich besonders vehement gegen das biblische Zeugnis wehren, daß der Gott der Bibel der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist und daß Jesus Christus der Sohn Gottes und damit selbst Gott ist. Für einen strenggläubigen Moslem sind Bibeln, die diese Wahrheit klar bezeugen, unakzeptabel. Das Bekenntnis, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist, bedeutet für sie,<em> „shirk“</em>, die unvergebbare Sünde zu begehen. </p>
<p>Das war früher für die treuen Boten des Evangeliums kein Grund, von den heiligen Worten Gottes, die dies bezeugen, abzuweichen. Die Ablehnung der Moslems hat ihren Grund darin, daß der Islam eine antichristliche Religion ist, die das biblische Zeugnis von Jesus Christus bewußt verwirft.</p>
<div><strong>Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt und weil keine Lüge aus der Wahrheit ist. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+2%2C21-23&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 2,21-23</a>)</p>
<p>Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Und darin besteht das Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=1Joh+5%2C10-12&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">1Joh 5,10-12</a>)</p>
<p>Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+3%2C35-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 3,35-36</a>)</strong></div>
<div> </div>
<p>
Die Ablehnung der grundlegenden biblischen Wahrheit, daß Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist und Jesus Christus der Sohn Gottes, hat seine Wurzeln in der Verfinsterung der Herzen, in der Feindschaft des Fleisches gegen Gott und dem Geisteseinfluß der Finsternis. Diese Feindschaft kommt nicht aus „Mißverständnissen“ oder „unglücklichen Übersetzungen“. Sie kann auch nicht durch listige Veränderungen am Wortlaut der Bibel überwunden werden, sondern nur durch das überführende Wirken des Geistes Gottes (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Mt+16%2C16-17&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Mt 16,16-17</a>). Wer diese Wahrheit nicht annimmt und damit auch mit dem islamischen Irrglauben bricht, der kann nicht errettet werden, denn die Gottessohnschaft Jesu Christi gehört zu den Grundpfeilern des biblischen Evangeliums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong></p>
<p></strong>Die neue Taktik der „kontextualisierten Mission“</h2>
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<p>
Die opportunistische und des biblischen Glaubens unwürdige Taktik, das biblische Zeugnis der Wahrheit einfach zu verfälschen, damit Muslime leichter die Bibel lesen, kommt aus einer heute sehr einflußreichen Strömung unter den Evangelikalen, die das Evangelium und den christlichen Glauben verfälscht und im Grunde schon verlassen hat. Das neue Konzept einer „missionalen“ Missionsarbeit beinhaltet, wie wir in dem Artikel über Kontextualisierung und Insiderbewegungen gezeigt haben, eine unbiblische Anpassung der Evangeliumsbotschaft, der Lehre und der Gemeinde an die jeweilige heidnische Kultur und Religion. </p>
<p>Der heute von vielen Evangelikalen verfochtene Ansatz der „Kontextualisierung“ hat die Bibelkritik und die Relativierung der biblischen Offenbarungsbotschaft zur Grundlage (vgl. dazu die Meldung<strong> „Kontextualisierung“ und „Insiderbewegungen“: Untergrabung der biblischen Missionsarbeit</strong>). Das erlaubt diesen Leuten, bei anderen Religionen auch Elemente des „Wahren“ und „Guten“ zu sehen und Vorstellungen aus heidnischen Religionen in ihre Verkündigung mit hineinzunehmen. Diese „Kontextualisierung“ bedeutet die Abkehr vom biblischen Evangelium und die Förderung einer vermischten, pseudochristlichen Welteinheitsreligion. Das wurde schon vor einiger Zeit in dem „Dialog“ führender Evangelikaler mit islamischen Führern deutlich, in dem das Bekenntnis zur Gottessohnschaft Jesu Christi ebenfalls unterschlagen wurde (vgl. den Beitrag<em><strong> Führende Evangelikale verpflichten sich zum Dialog mit dem Islam</strong></em>).</p>
<p>In der Arbeit unter Muslimen gehen diese faschen „Missionare“ davon aus, daß die islamische Gottheit „Allah“ mit dem Gott der Bibel gleichzusetzen sei. Sie behaupten, die Muslime würden den Gott der Bibel anbeten und hätten nur noch einige „Mißverständnisse“ über ihn. Das ist aber im Licht der oben angeführten Aussagen der Bibel eine dreiste Verfälschung der Wahrheit. Der Gott der Bibel, der Vater, der Gott der Gnade und des Heils, ist ein völlig anderer als der „Allah“ des Islam. Eine solche Behauptung ist Verrat am Herrn Jesus Christus und an der biblischen Wahrheit. </p>
<p>Doch genau diese Verfälschung wird dadurch bekräftigt, daß in den „muslimfreundlichen“ Bibelübertragungen für „Gott“ der muslimische Begriff „Allah“ eingesetzt wird. Es mag zwar stimmen, daß „Allah“ teilweise als ein allgemeiner Begriff für „Gott“ in gewissen Sprachen üblich ist, doch müßte eine getreue Bibelübersetzung angesichts der Beschlagnahmung dieses Namens durch den Islam unbedingt einen anderen Begriff wählen (was viele Übersetzungen auch tun) um Mißverständnisse und Religionsvermischung zu vermeiden.</p>
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<h2>Die Verfälschung des biblischen Zeugnisses von Gott, dem Vater, und dem Sohn Gottes</h2>
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Die nächste Stufe des Betrugs ist es dann, daß das biblische Zeugnis von dem wahren Gott, der der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist, verfälscht wird, indem die einfachen wörtlichen Begriffe „Vater“ und „Sohn“, die das Wort Gottes dafür gebraucht, ausgetilgt und durch dehnbare, schwammige Ersatzformulierungen ersetzt werden. </p>
<p>Zur Begründung für dieses ungeheuerliche Vorgehen werden zahlreiche „wissenschaftliche“ (theologische und linguistische) Argumente angeführt. Es wird z.B. behauptet, im Arabischen würden die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ sich lediglich auf biologische Zeugung beziehen, was so einfach nicht stimmt. Man müsse deshalb andere Begriffe wählen, um das auszudrücken, was die Bibel sagt. Dabei wird aber verschwiegen, daß die Bibel eben auch davon spricht, daß der Vater den Sohn „gezeugt“ hat &#8211; z.B. in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Hebr+1%2C5%2C&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Hebr 1,5,</a> aber auch indirekt in dem Begriff<em> mono-genes</em> = einzig-gezeugter Sohn z.B. in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+1%2C18.&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 1,18.</a> Natürlich bedeutet das eine geistliche und keine normale biologisch-geschlechtliche Zeugung. Dennoch besagen die biblischen Begriffe von „Vater“ und „Sohn“ in bezug auf Gott mehr als nur, wie behauptet wird, eine „soziale Vaterschaft“ (im Sinne von Adoptivvater, Familienoberhaupt). </p>
<p>Die Bibel nimmt eben die biologische Vater-Sohn-Beziehung auf und gebraucht sie als Bild für eine geistliche Realität. Diese Wahrheiten können in jeder Sprache und Kultur nur geistlich verstanden werden und sind dem natürlichen Menschen überall ein Anstoß. Sie werden durch die „muslimfreundlichen“ Ersatzformulierungen überhaupt nicht wiedergegeben. Die Lehre von der Gottheit und der Gottessohnschaft des Herrn Jesus Christus wird damit verdunkelt, und man fördert aktiv die Irrlehren eines „Chrislam“.</p>
<p>Nun wurden diese Praktiken einer größeren Öffentlichkeit bekannt, und viele Gläubige sind zu Recht empört darüber. Als Antwort darauf liest man nun manche Rechtfertigungsversuche von betroffenen Organisationen und Missionswerken; dazu gehören u.a. auch die Wycliffe-Bibelübersetzer. Bezeichnenderweise verteidigen die Sprecher von Wycliffe International den Kern des Übels, nämlich die Abweichung von der einfachen wörtlichen Übersetzung von „Vater“ und „Sohn“ in bestimmten Sprachen. Sie distanzieren sich nur von den Fällen, in denen „Sohn Gottes“ durch „Messias“ ersetzt oder gar nicht übersetzt wurde. Sie befürworten stattdessen mehrdeutige, verschwommene Ersatzformulierungen wie „Gottes innig und einzigartig Geliebter“. </p>
<p>Der springende Punkt ist jedoch, daß solche jesuitischen Formeln immer noch nicht die Gottheit Jesu Christi klar bezeugen, wie es der Begriff „Sohn“ tut. Das wird in der Szene in <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Johannes+10&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Johannes 10</a> so deutlich, in der sich auch zeigt, daß die „Verständnisschwierigkeiten“ in bezug auf die Gottessohnschaft Jesu Christi aus dem sündigen Herzen der Menschen kommen, seien sie Juden oder Moslems. Dort bezeugt der Herr:</p>
<div><strong>(…) Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst! Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging &#8211; und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden -, wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst!, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Joh+10%2C30-36&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Joh 10,30-36</a>)</strong></div>
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All die gelehrten Fachargumente, die die Verfechter der „bedeutungsorientierten“ Übertragungen anführen, helfen hier nicht weiter. Es stimmt natürlich, daß es zwischen den Originalsprachen der Bibel (Hebräisch und Griechisch) und den Zielsprachen, in die übersetzt werden muß, immer wieder zu Problemen mit der Wiedergabe von Begriffen kommt, die so in der Zielsprache nicht vorkommen. Diese Probleme kann man auch im Sinne einer wortgetreuen Übersetzung lösen. Aber das zählt im Falle von „Vater“ und „Sohn“ ja nun wirklich nicht, denn dafür hat jede Sprache eindeutige Begriffe. Hier wählt der Geist Gottes die aus dem Familienleben aller Völker vertrauten Wörter für den menschlichen Vater und den von ihm gezeugten Sohn, um diese geistlich auf den himmlischen Vater und den Sohn Gottes anzuwenden. Diese geistliche Übertragung muß beim Leser durch den Geist Gottes bewirkt werden, nicht durch die verfälschte Wiedergabe von zwei Begriffen, die zu den elementarsten und klarsten der weltweiten Sprachen gehören und überall wörtlich übersetzt werden können – und müssen.</p>
<p>Auch wenn das die Verfechter der „kontextualisierten“ Bibeln weit von sich weisen: die Abweichung von den klaren Begriffen „Vater“ und „Sohn“ bedeutet einen Verrat an der biblischen Offenbarung und an dem wahren Evangelium. Es bedeutet eine unzulässige, letztlich religionsvermischende Annäherung an die Denkweise des Islam, ein Zurückweichen vor dem antichristlichen Geist, der darin wirkt. Solche „muslimfreundliche Bibeln“ sind kein lauteres Zeugnis für das unverfälschte biblische Evangelium mehr; es ist kaum vorstellbar, daß durch sie Menschen zum echten, rettenden Glauben kommen können. Diese verfälschten Bibeln werden höchstens die höchst bedenkliche Mischbewegung eines „Chrislam“ fördern, der sich bereits in den falschen „Jesusbewegungen“ herausbildet und einen weiteren Baustein zu einer antichristlichen Welteinheitsreligion bildet.</p>
<h3> </h3>
<h2>Der Hintergrund: die moderne „kommunikative“ Übersetzungsmethode</h2>
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Die Verfälschungen in diesen „kontextualisierten“ Bibelübertragungen sind nur möglich, weil man bei sehr vielen heutigen Bibelübersetzungen unter dem Einfluß von Eugene Nida, den Wycliffe-Bibelübersetzern und dem mit ihnen verbundenen SIL (<em>Summer Institute of Linguistics</em>) schon lange das unbiblische Konzept der dynamisch-äquivalenten (kommunikativen) Übersetzung betreibt. Dieser unbiblische Ansatz geht davon aus, daß man bei der Bibelübersetzung nicht an die inspirierten Worte gebunden sei, sondern die zugrundeliegenden Gedanken herausfinden und dann in der Zielsprache „gleichwertig“ ausdrücken müsse, auch wenn dies die Verwendung anderer Wörter oder umschreibender, ausdeutender Redewendungen beinhaltet.</p>
<p>Dieser „kommunikative“, „dynamisch-äquivalente“ oder „bedeutungsorientierte“ Ansatz geht letztlich auf bibelkritische Irrlehren zurück. Zum einen beruht er auf der Vorstellung, nicht die konkreten Worte der Bibel, sondern bloß die zugrundeliegenden Gedanken seien inspiriert. Zum anderen beruhen sie allgemein auf der liberaltheologischen Annahme, die Bibel sei nicht die ewige, überzeitliche und kulturübergreifende Offenbarung Gottes. Vielmehr sei sie eine zeitlich und kulturell gefärbte und geprägte Botschaft von kulturell begrenzten Menschen, die immer wieder neu für andere Kulturen und andere Zeiten angepaßt und umgeformt werden müsse. Aufgrund dieser Irrlehren nehmen sich die modernen Übersetzer eine „Freiheit“, die sich ihre gottesfürchtigen Vorgänger vor dem 20. Jahrhundert nie genommen hätten – nämlich den inspirierten Wortlaut der Bibel beiseitezusetzen und nach ihrem eigenen Gutdünken (und akademischen „Fachwissen“) zu entscheiden, was denn Gott vielleicht gemeint haben könnte und was die zeitgenössischen Leser nun verstehen sollten. </p>
<p>Diese unbiblische und verführerische Übersetzungsmethode steckt auch hinter den „moslemfreundlichen“ Übertragungen, die jetzt Gegenstand berechtigter Empörung geworden sind. Die Ergebnisse dieser liberalen Übersetzungsmethoden können die deutschen Leser in der wachsenden Zahl von „Übertragungen“ wie <em>Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neues Leben</em> usw. begutachten (vgl. meine Untersuchung <strong>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</strong> und das ausführlichere Buch <strong>Gottes Wort oder Menschenwort?</strong>). Ohne diese verkehrte, im letzten bibelkritische Übersetzungsmethode wären die aufgetretenen Bibelverfälschungen so gar nicht möglich gewesen. </p>
<p>In diesem Sinn haben auch die Wycliffe-Bibelübersetzer und das SIL eine geistliche Mitverantwortung für diese Verfälschungen, auch wenn sie sich jetzt – wohl auch, weil ihre Spendenunterstützung Schaden zu leiden droht? – von solchen Übertragungen teilweise distanzieren. Es hilft nicht viel, wenn sie sich auf ihre „Glaubensbasis“ berufen, in der natürlich steht, daß man an die inspirierte Bibel und an die Gottheit Christi glaubt. Zwischen Glaubensbekenntnis und geistlicher Wirklichkeit klafft heute oftmals leider ein ziemlicher Gegensatz, denn die allermeisten Evangelikalen haben den einfältigen, direkten Glauben an die Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel längst verloren.</p>
<p>Auffällig ist, daß sich Wycliffe und SIL sehr deutlich zu den liberal-ökumenischen „missionalen“ Lehren bekennen: „Wir glauben, daß Bibelübersetzung ein wesentlicher Bestandteil der Verantwortung der Kirche ist, wenn sie sich an Gottes Mission beteiligt, Seine Schöpfung zu erlösen und wiederherzustellen“. Das ist die Sprache des Ökumenischen Weltkirchenrates und seiner Irrlehren von der „erlösenden und heilenden Mission Gottes hier in dieser Welt“ (SIL: „The Role of Translation Theory“; mehr darüber in meinem künftigen Buch Zerstörerisches Wachstum).</p>
<p>Das kommt auch in den Argumenten der Wycliffe-Sprecher zum Ausdruck, die sehr betonen, daß die Bibelbücher für eine bestimmte Zeit und Kultur geschrieben worden seien und nun in eine andere Kultur angemessen übertragen werden müßten, und dabei ganz unnötig Angriffe gegen wortgetreue Übersetzungen führen. Auf jeden Fall stehen sie hinter der verkehrten Methode der dynamisch-äquivalenten Übertragung wie auch hinter den Lehren der „Kontextualisierung“. Es mutet seltsam an, wenn in der Stellungnahme der Wycliffe-Weltallianz zu Fragen der Kontextualisierung steht: „Unser Ziel ist es nicht, Menschen von einer Religion zu einer anderen zu bekehren“. Damit wird der üble Ansatz der Insiderbewegungen indirekt bestätigt.</p>
<p>Nun sind die betroffenen Organisationen sehr unangenehm berührt über die kritischen Anfragen der „ungelehrten, naiven“ Laien, die ja nichts von moderner Übersetzungskunst wissen und oft ein „vorkritisches, fundamentalistisches, wortwörtliches“ Bibelverständnis haben. Unglücklicherweise sind es gerade solche Laien, die mit ihren Spenden die Bibelübersetzung und Bibelverbreitung fördern. Sie sind nun zu recht beunruhigt und empört; sie erkennen jetzt, was heute unter dem Etikett „Bibelübersetzung“ manchmal betrieben wird. </p>
<p>Deshalb versucht man nun, einen Nebel von Dementis und von theologisch wohlformulierten Erklärungen um diesen Skandal zu breiten; doch das scheint nicht so gut zu funktionieren. Demnächst soll eine „unabhängige Untersuchungskommission“ der weltweiten Evangelischen Allianz die Übersetzungspraktiken von Wycliffe begutachten; aber in dieser Kommission sitzen mit ziemlicher Sicherheit lauter Theologen, die dieselben unbiblischen Missions- und Übersetzungskonzepte lehren, die zu den „muslimfreundlichen Bibeln“ geführt haben.</p>
<p>Es mag sein, daß Wycliffe und SIL zumeist eher indirekt und am Rande, als Berater und Gutachter, in die extremen Fälle von verfälschten Übertragungen verwickelt sind. Dennoch muß man das Zeugnis betroffener Gläubiger ernst nehmen, die das etwas anders darstellen (vgl. das Zeugnis eines ehemaligen Wycliffe-Mitarbeiters in <strong>„Kontextualisierte Bibelübersetzungen unter Moslems“</strong>). In jedem Fall haben Wycliffe und SIL im Rahmen der jetzigen aufklärenden Stellungnahmen zugegeben, daß sie bei Übersetzungen in bestimmte Sprachen schwammige, unbiblische Ersatzformulierungen wählen und die wörtliche Übersetzung „Vater“/„Sohn“ vermeiden, und auch das ist unakzeptabel und nicht zu rechtfertigen.</p>
<p>Es ist gut, daß diese schlimmen Mißbräuche offenbar geworden sind. Sie helfen, den Gläubigen die Augen zu öffnen für die schleichenden Entwicklungen innerhalb vieler evangelikaler Missionen, die immer weiter vom biblischen Evangelium abdriften.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Verschiedene Artikel auf www.wycliffe.net, darunter: </p>
<p>http://www.wycliffe.net/aboutus/positionstatements/tabid/86/Default.aspx?id=2396</p>
<p>http://www.wycliffe.net/stories/tabid/67/Default.aspx?id=2631&amp;topic-id=24</p>
<p>http://www.wycliffe.net/resources/missiology/Bibletranslationandmission/tabid/96/Default.aspx?id=2213</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser, Kontextualisierte Bibelübersetzungen unter Moslems (neu veröffentlicht)</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser, Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</p>
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Rudolf Ebertshäuser    das-wort-der-wahrheit.de   17. 4. 2012</p>
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<p><u>Zu diesem Beitrag können Sie auf unserer Webseite herunterladen:</u></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/kontextualisierte-bibeluebersetzungen-unter-moslems/"><strong>Kontextualisierte Bibelübersetzungen unter Moslems</strong></a></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/kontextualisierung-am-beispiel-der-missionsarbeit-unter-moslems/"><strong>Kontextualisierung am Beispiel der Missionsarbeit unter Moslems </strong></a></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/zur-geistlichen-beurteilung-der-modernen-bibeluebersetzungen/"><strong>Zur geistlichen Beurteilung der modernen Bibelübersetzungen</strong></a></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/moderne-bibeluebersetzungen-unter-der-lupe-von-der-guten-nachricht-bis-zur-volxbibel/"><strong>Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe</strong></a></p>
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<h4>Weiterführende Literatur:</h4>
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<p>Rudolf Ebertshäuser:<a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/10/zerstoererisches-wachstum-buchinfo/"><em><strong> Zerstörerisches Wachstum. Wie falsche Missionslehren und verweltlichte Gemeindebewegungen die Evangelikalen unterwandern.</strong></em></a> Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2015; gebunden, 544 S.</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2008/08/aufbruch-in-ein-neues-christsein-buchinfo/"><em><strong>Aufbruch in ein neues Christsein? Emerging Church &#8211; Der Irrweg der postmodernen Evangelikalen.</strong> </em></a>Steffisburg (Edition Nehemia) 2008, Taschenbuch, 256 S.</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/06/soll-die-gemeinde-die-welt-veraendern-buchinfo/"><strong><em>Soll die Gemeinde die Welt verändern? Das &#8222;Soziale Evangelium&#8220; erobert die Evangelikalen.</em></strong></a> Steffisburg (Edition Nehemia) 2014, Taschenbuch, 276 S.</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser: <strong><em><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2014/09/kulturrelevante-missionale-gemeinden-buchinfo/">Kulturrelevante / Missionale Gemeinden. überblick + durchblick 3</a>.</em> </strong>Steffisburg (Edition Nehemia) 2014</p>
<p>Rudolf Ebertshäuser: <strong><em><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2013/11/emerging-church-emergente-bewegung-buchinfo/">Emerging Church / Emergente Bewegung. überblick + durchblick 1</a>.</em> </strong>Steffisburg (Edition Nehemia) 2013</p>
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Diese Bücher können Sie bei Ihrem christlichen Buchhändler bestellen. Sie erhalten es u.a. für die Schweiz bei der <a href="https://www.edition-nehemia.ch/"><strong>Edition Nehemia</strong></a>, für Deutschland und Österreich bei der <a href="https://www.samenkorn.shop/"><strong>Versandbuchhandlung Samenkorn</strong></a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2012/04/muslimfreundliche-bibeluebertragungen-verfaelschen-das-zeugnis-von-jesus-christus-als-dem-sohn-gottes/">„Muslimfreundliche“ Bibelübertragungen verfälschen das Zeugnis von Jesus Christus als dem Sohn Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Papst lobt die „Volxbibel“</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/05/der-papst-lobt-die-volxbibel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 15:58:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenische Verstrickungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Laut einer Meldung der Internet-Zeitschrift PRO kompakt (20-2010, S. 17) trat der Gründer der „Jesus Freaks“ und Verfasser der berüchtigten „Volxbibel“ Martin Dreyer auf dem Ökumenischen Kirchentag in München auf. Er trug dort seine schlimme Verfälschung der Psalmen im Rapgesang vor.   In dem Bericht heißt es: „Bei Regen und Kälte hatten sich vor [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/05/der-papst-lobt-die-volxbibel/">Der Papst lobt die „Volxbibel“</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div> </div>
<div>Laut einer Meldung der Internet-Zeitschrift <em>PRO kompakt</em> (20-2010, S. 17) trat der Gründer der „Jesus Freaks“ und Verfasser der berüchtigten „Volxbibel“ Martin Dreyer auf dem Ökumenischen Kirchentag in München auf. Er trug dort seine schlimme Verfälschung der Psalmen im Rapgesang vor.</div>
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In dem Bericht heißt es: „Bei Regen und Kälte hatten sich vor der Bühne im Olympiastadion Punks, Vatertags-Feierlustige, Kirchentagsbesucher und sogar Muslime versammelt, um dem einstündigen Vortrag zuzuhören, zu tanzen oder mitzugröhlen. Zum Beispiel zu <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Psalm+15&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Psalm 15</a>: „Hörst du, was geht im Hier und Jetzt, hörst du den Beat im Hier und Jetzt und was dein Herz am Leben lässt?“ Zwischen den Liedern berichtete Dreyer von der Geschichte der Volxbibel, der jugendsprachlichen Übertragung des Bibeltextes, für die er seit der Veröffentlichung viel Kritik, aber auch Lob geerntet hat. Eine Reaktion auf sein Werk kam sogar aus dem Vatikan. <u>Eines Tages sei ihm ein Brief des Papstes ins Haus geflattert, berichtete Dreyer auf dem Kirchentag. Dieser habe zwar klar gestellt, dass die Sprache der Volxbibel nicht den Regularien der katholischen Kirche entspreche, zugleich aber das missionarische Engagement des Volxbibel-Teams gelobt.</u>“</div>
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Macht es nicht nachdenklich, daß das Oberhaupt der antichristlichen katholischen Kirche die Volxbibel so wichtig nimmt, daß er Dreyer einen Brief schreibt? Die Untergrabung des heiligen Wortes Gottes in seiner wortgetreuen Gestalt liegt allemal im Interesse der babylonischen Kirche. Heute muß sie die Bibeln nicht mehr verbrennen oder unterdrücken; es genügt, den Menschen solche verfälschten Ausgaben in die Hand zu drücken. Müßte es nicht auch Evangelikale wie Karlheinz Vanheiden nachdenklich machen, wenn der Papst genau dasselbe irregeleitete Argument für die Volxbibel verwendet wie er selbst?</div>
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<p>Rudolf Ebertshäuser   das-wort-der-wahrheit.de   26. 5. 2010</p></div>
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<p><u>Zu diesem Bericht können Sie auf unserer Webseite lesen:</u></p>
<p><a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/download/gott-laesst-sich-nicht-spotten-erklaerung-zur-volxbibel-vom-6-april-2006/"><strong>Erklärung zur &#8222;Volxbibel&#8220;</strong></a></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/05/der-papst-lobt-die-volxbibel/">Der Papst lobt die „Volxbibel“</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bibelbund-Schriftleiter spricht sich für die „Volx-Bibel“ als Hinführung zum Evangelium aus</title>
		<link>https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/04/bibelbund-schriftleiter-spricht-sich-fuer-die-volx-bibel-als-hinfuehrung-zum-evangelium-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rudolf Ebertshäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 16:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends & Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitereignisse im Licht der Bibel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://das-wort-der-wahrheit.de/?p=2600</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Karl-Heinz Vanheiden ist eine schillernde Persönlichkeit in den evangelikalen Kreisen. Er hat als Schriftleiter der Zeitschrift des Bibelbundes „Bibel und Gemeinde“ eine öffentlichkeitswirksame Schlüsselposition inne; er ist vollzeitlicher Bibellehrer im Dienst der „freien Brüdergemeinden“ und lehrt an der Bibelschule Burgstädt. Er ist auch Verfasser einer Übertragung des Neuen Testaments in das heutige Deutsch, der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2010/04/bibelbund-schriftleiter-spricht-sich-fuer-die-volx-bibel-als-hinfuehrung-zum-evangelium-aus/">Bibelbund-Schriftleiter spricht sich für die „Volx-Bibel“ als Hinführung zum Evangelium aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de">Das Wort der Wahrheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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Karl-Heinz Vanheiden ist eine schillernde Persönlichkeit in den evangelikalen Kreisen. Er hat als Schriftleiter der Zeitschrift des Bibelbundes<em> „Bibel und Gemeinde“</em> eine öffentlichkeitswirksame Schlüsselposition inne; er ist vollzeitlicher Bibellehrer im Dienst der „freien Brüdergemeinden“ und lehrt an der Bibelschule Burgstädt. Er ist auch Verfasser einer Übertragung des Neuen Testaments in das heutige Deutsch, der sog. „Neuen Evangelistischen Übersetzung“, auch als „bibel.heute“ bezeichnet. Nach Angaben von idea wurden von dieser modernen Übertragung schon ca. 190.000 Exemplare verkauft; die gesamte Bibel soll demnächst im Verlag der freien Brüdergemeinden, der „Christlichen Verlagsgesellschaft“, erscheinen.</p>
<p>Vanheiden gab der Allianz-Zeitschrift <strong>idea spektrum</strong> vor kurzem ein Interview, zusammen mit dem Verfasser der Übertragung „das buch“, Roland Werner. Darin versuchten die beiden Übersetzer, die Frage zu beantworten „Warum brauchen wir immer neue Bibeln?“. Beide warben einhellig für sinngemäße, nicht wortgebundene Übertragungen in das heutige Deutsch und kritisierten die wortgetreuen Übersetzungen als schwer verständlich. Bei Werner, der als langjähriger „Christival“-Vorsitzender dem charismatisch-bibelkritisch-ökumenischen Flügel der Evangelikalen zugerechnet werden muß, ist dies wenig verwunderlich; dagegen sollten bibeltreue Christen sich etwas genauer mit den Standpunkten Karl-Heinz Vanheidens beschäftigen, der sich selbst als „bibeltreu“ bezeichnet.</p>
<p>Wirkliche Bibeltreue bedeutet ja eine Hochachtung vor dem vollkommenen Wort Gottes, vor der Heiligen Schrift, die Wort für Wort von Gott durch Seinen Geist eingegeben ist (vgl. <a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=2Tim+3%2C16&Plugin=Bibelstelle&Kommentare=Nein" title="Bibelstelle aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">2Tim 3,16</a>). Das Wissen darum, daß der allein weise, allmächtige Gott den menschlichen Verfassern der Bibelbücher jedes Wort eingegeben hat, das sie niederschrieben, hat bei allen echten Gläubigen durch die Jahrhunderte zu der Konsequenz geführt, daß sie nach einer möglichst wortgetreuen Übersetzung dieser Worte des lebendigen Gottes verlangt haben.</p>
<p>Das bedeutet nicht, daß eine mechanische Wort-für-Wort-Übersetzung aus dem hebräischen und griechischen Original die Lösung wäre. Die Unterschiede unter den Sprachen erlauben eine solche Vorgehensweise nicht; das Ergebnis wäre in der Tat oft schwer verständlich und würde nicht selten zu Mißverständnissen führen. Aber die Ehrfurcht vor Gott und Seinem inspirierten Wort hat immer wortgetreue Übersetzungen hervorgebracht, die nur dort von der Wörtlichkeit abweichen, wo es die Verständlichkeit erfordert, die aber die Begrifflichkeit und Eigenheit des Originals beibehalten, auch wenn dies dem Leser zunächst Verständnisschwierigkeiten bereitet. Gottes Wort ist eben kein Feuilletontext, den man sich schnell bei einer Tasse Kaffee im Restaurant „reinzieht“.</p>
<p>Die moderne Strömung der „kommunikativen“ Übertragungen in die Gegenwartssprache hat, wie ich in meinem Buch <em><strong>„Gottes Wort oder Menschenwort“</strong></em> nachgewiesen habe, eine bibelkritische Haltung zum Originaltext der Heiligen Schrift zur Grundlage. Die modernen Übersetzer gehen davon aus, daß Gott nur die Gedanken, nicht aber die Worte der Bibel inspiriert habe und der Übersetzer deshalb die Freiheit habe, Aussagen der Bibel abweichend von ihrem tatsächlichen Wortlaut so wiederzugeben, wie „man es heute ausdrücken würde“. Dabei fließen zwangsläufig auch Mißdeutungen und falsche theologische Lehren in den solchermaßen umgeschriebenen Text hinein. Die so entstandenen Übertragungen mögen sich leicht und flüssig lesen; sie geben aber nicht mehr Gottes heiliges, kraftvolles Wort wider, sondern kraftlose und irreführende Menschengedanken.</p>
<p>Das gilt auch von Vanheidens eigener Bibelübertragung NEÜ, die oberflächlich und schnell zusammengestrickt wurde und immer wieder erkennen läßt, daß Worte, Formulierungen und halbe Sätze von anderen Übertragungen übernommen und kombiniert wurden. In ihr wird besonders der Einfluß der bibelkritisch-ökumenischen „Guten Nachricht“ spürbar, von der Vanheiden in dem Interview freimütig bekennt, sie sei die einzige Übersetzung, die ihm zugesagt habe. Daß er seine neue Übertragung aus dem fragwürdigen Motiv anfertigte, um einen kostenfreien Bibeltext für ein anderes Buch zur Verfügung zu haben, läßt einen erschreckenden Pragmatismus, eine Hemdsärmeligkeit erkennen, die das Gegenteil von Ehrfurcht vor Gottes Wort bedeutet.</p>
<p>Davon, daß die Bibel Gottes ehrfurchtgebietende Offenbarung an die Menschen darstellt und deshalb jedes Wort von Ewigkeitsgewicht ist, hören wir nichts von diesem Sprecher des Bibelbundes. Stattdessen verkündet er locker die verführerische Devise der modernen Bibelübertrager: <u>„Die Bibel sollte so leicht zu lesen sein wie die Tageszeitung“</u>.</div>
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<div>Von einem Bibellehrer, der auch noch aus der „Brüderbewegung“ kommt, dürfte eine solche unerträgliche Verflachung eigentlich nicht kommen. Aber Vanheiden benutzt seine Übertragung sogar in lehrhaften Aufsätzen. Sie war ursprünglich als nur für Fernstehende bestimmt angekündigt worden; inzwischen macht Vanheiden dafür Werbung, daß die Gläubigen mit ihrer Hilfe die Bibel leichter durchlesen könnten.</div>
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<div>Die jetzige Führung der freien Brüdergemeinden hat ihre Solidarität mit dieser Verfälschung von Gottes Wort öffentlich dadurch bekundet, daß sie sein Werk herausgebracht und gefördert hat, anstatt ihn zurechtzuweisen. Daß es inzwischen auch von einer einflußreichen, der Brüderbewegung nahestehenden Versandbuchhandlung vertrieben wird, ist ebenfalls sehr bedauerlich.</p>
<p>Vanheiden geht in seiner prinzipienlosen Befürwortung moderner Übertragungen noch einen erschreckenden Schritt weiter. Idea zitiert die wahre und beachtenswerte Aussage einiger konservativer Befürworter wortgetreuer Übersetzungen: „Wer im Glauben wachsen will, muss sich einer klassischen Übersetzung anvertrauen“, worauf Vanheiden antwortet: <u>„Wer im Glauben wachsen will, sollte jede Bibel von vorn bis hinten lesen, die er kriegen kann! Um Leute an das Evangelium ranzuführen, kann das durchaus auch einmal die Volx-Bibel sein.“ </u></div>
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<div>Nicht nur geht Vanheiden damit davon aus, daß auch klar verfälschte Bibeln wie die „Ökumenische Einheitsübersetzung“ oder die „Gute Nachricht“ gut seien fürs „Glaubenswachstum“. Nein, er schreckt nicht davor zurück, auch die „Volxbibel“ als Mittel gutzuheißen, das angeblich tauge, um Leute für das Evangelium zu gewinnen!</p>
<p>Kein Wort davon, daß dieses in der Gossensprache abgefaßte Machwerk den lebendigen Gott und Seinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, unerträglich lästert und einen anderen Jesus, ein anderes Evangelium verbreitet! Wie kann man mit der Lästerung Gottes Menschen zur Umkehr führen? Wie weit muß Vanheiden von Gottes Wort schon abgedriftet sein, wenn er meint, man könne die „Volxbibel“ als evangelistisches Werkzeug einsetzen? Aber es ist nur folgerichtig, diese „kommunikative Bibel&#8220; im Jugendslang zu befürworten, wenn man die bibelkritischen und das Wort Gottes zersetzenden Grundsätze der modernen Bibelübertragung verinnerlicht hat. Nur – mit „Bibeltreue“ hat eine solche Haltung nichts mehr zu tun!</p>
<p>Karl-Heinz Vanheiden wird gewiß für dieses Interview manche Zustimmung von modernen Evangelikalen bekommen, die längst vom biblischen Glauben abgefallen sind. Die empfehlen die „Volxbibel“ schon länger mit derselben fadenscheinigen Begründung, und verlangen nach „Bibeln“, die sie lesen können wie ihre Tageszeitung.</p></div>
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<div>Doch die kleine Schar derer, die noch den Herrn fürchten und zittern vor Seinem Wort (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jesaja+66%2C2.5&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jesaja 66,2.5</a>), die sollte aufmerken und erkennen, wie weit die Abkehr von Gottes Wort schon mitten in den Reihen der vermeintlich „Bibeltreuen“ fortgeschritten ist. Eigentlich müßte ein solches Interview Konsequenzen haben – im Bibelbund, bei den Brüdergemeinden … Aber das muß Vanheiden sicher nicht befürchten. Dazu sind, so fürchte ich, die heutigen Verantwortlichen in diesen ehemals wirklich bibeltreuen Kreisen mehrheitlich schon zu weit von wirklicher Gottesfurcht, von wahrhafter Heiligung des Herrn und Seines Wortes entfernt. </p>
<p>Doch uns erinnert der Umgang der modernen „Bibelübersetzer“ mit Gott und Seinem Wort an die Aussprüche eines alttestamentlichen Propheten:</p>
<p><strong>So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie täuschen euch; die Offenbarung ihres eigenen Herzens verkünden sie und nicht [was] aus dem Mund des HERRN [kommt]. (…) Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden und hat sein Wort gesehen und gehört? Wer hat auf mein Wort geachtet und gehört? (…) Ich habe diese Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen; ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt. Hätten sie in meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten! (…)</strong></div>
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<div><strong>Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Darum siehe, ich komme über die Propheten, spricht der HERR, die meine Worte stehlen, einer dem anderen; siehe, ich komme über die Propheten, spricht der HERR, die ihre eigenen Zungen nehmen und behaupten: »Er hat geredet!« Siehe, ich komme über diejenigen, spricht der HERR, die Lügenträume weissagen und sie erzählen und mit ihren Lügen und ihrem leichtfertigen Geschwätz mein Volk irreführen, während ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, und sie diesem Volk auch gar nichts nützen! spricht der HERR. (…) denn jedem einzelnen wird sein eigenes Wort zur Last werden, denn ihr verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes! (<a target="popup" onclick="window.open(`about:blank`, `popup`, `scrollbars=yes, toolbar=no,status=no,resizable=yes,menubar=no,location=no,directories=no,top=10,left=3000,width=600,height=800`)" href="https://www.gratia-mira.ch/j3/?Stichwort=Jeremia+23%2C+16%2B18%2B21-22%2B29-32%2B36&Plugin=Stellenabfolge&Kommentare=Nein" title="Bibelstellen aufschlagen" style="color:currentcolor;text-decoration:underline;" target="_blank">Jeremia 23, 16+18+21-22+29-32+36</a>)</strong></div>
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<p>Quelle: idea spektrum 15/2010, S. 16-19</p></div>
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Rudolf Ebertshäuser    das-wort-der-wahrheit.de   26. 4. 2010</div>
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